Vieles bleibt unklar

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Vieles bleibt unklar



Mitglieder des EZB- Rats werden nicht müde, ihre Handlungsbereitschaft zu signalisieren. Jüngstes Beispiel ist Yves Mersch, der unter anderem Käufe von Staatsanleihen im Sekundärmarkt in Aussicht stellt. Auch EZB- Chefökonom Praet spricht in einem Interview von einem Maßnahmenbündel, welchess auch negative Einlagezinsen beinhalten könnte. Die niedriger als erwarteten Verbraucherpreisen Frankreichs im April und schwache Produktionszahlen in Europa heizen die Zinsdebatte momentan zusätzlich an.

Die Bank von England scheint es dagegen auch nicht eilig zu haben, die Zinsen zu erhöhen. Der gestern veröffentlichte Inflationsbericht sorgte daher für Aufregung, da das MPC erneut zögerte zu signalisieren, dass die Zinsen möglicherweise früher als erwartet angehoben werden müssen, und dies trotz der Tatsache, dass die Wachstumserwartungen erneut angehoben wurden. Notenbankchef Carney sagte lediglich, dass, man bereit sei bereit, trotz des kräftigen Aufschwungs bis nächstes Jahr mit einer Zinserhöhung zu warten und größere Inflationsgefahren seien nicht auszumachen. Dessen ungeachtet preisen die Märkte weiter eine Zinserhöhung in Q1 2015 ein, wenngleich mittlerweile nur noch eine Erhöhung um 25 Bp statt um 50 Bp.

In der Schweiz herrscht seit einigen Monaten bei der Preisentwicklung ziemliche Ebbe. Heute wird die Veränderung der Produzenten- und Importpreise im April veröffentlicht. Für eine kleine offene Volkswirtschaft wie die Schweiz sind diese von großer Bedeutung für den Inflationsdruck auf die Konsumentenpreise. Für den Schweizer Franken ist die Entwicklung der Inflation wichtig, da die Schweizerische Nationalbank mit Verweis auf die anhaltende Deflationsgefahr am Mindestkurs in EUR-CHF festhält. Sinken die Produzenten- und Importpreise über einen längeren Zeitraum deutlich, zeig dies, dass der Mindestkurs nicht mehr ausreichend ist. Die SNB rechnet für 2014 jedoch mit stagnierenden Preisen.

Die Ölpreise zeigen sich heute Morgen relativ unverändert, der. Markt bleibt jedoch angesichts der weiter schwelenden Ukraine-Krise gut unterstützt. Im weiteren Handelsverlauf könnten noch Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone und eine Reihe von US-Konjunkturdaten die Märkte bewegen. Veröffentlicht werden in den USA unter anderem Daten zu den Verbraucherpreisen und der Industrieproduktion. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI liegt bei 102,10 Dollar, Brent notiert um 110,08 USD.




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