Enttäuschung macht sich breit

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Enttäuschung macht sich breit



Die Schuldenkrise in Europa ist nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds trotz der wirtschaftlichen Erholung noch nicht ausgestanden. "Einige Länder haben die Hilfsprogramme erfolgreich beendet", meinte IWF-Chefin Christine Lagarde, „aber das heißt nicht, dass die Krise vorbei und unsere Mission erfüllt ist." Vor allem in den Südländern des Euroraums haben es Unternehmen deutlich schwerer, Kredite zu bekommen. Außer Acht dürfe man zudem nicht die Risiken der dauerhaft niedrigen Inflation lassen. Lagarde rief zudem die EZB dazu auf, weiterhin Wachstumsimpulse zu geben, man müsse weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit der Länder verbessern, vor allem die Strukturreformen auf den Arbeitsmärkten sollten vorangetrieben werden.

In Japan wurden vergangene Nacht die Leistungsbilanzdaten für März veröffentlicht. Mit saisonbereinigt -782 Mrd. JPY ist die Leistungsbilanz tiefer ins Minus gerutscht als jemals zuvor, allerdings sollte dies keine allzu große Überraschung darstellen, denn die schlechten Handelsbilanzdaten für März sind schon seit drei Wochen bekannt. Das Leistungsbilanzdefizit wird ein Problem, wenn es dauerhaft in größerem Ausmaß bestehen bleibt, dementsprechend ist auch die Wirkung auf die Heimwährung eher längerfristiger Natur. Wird diese nicht von sich aus schwächer und entlastet so das Handels- und damit auch das Leistungsbilanzdefizit, wird die Bank of Japan aktiv eine Abwertung herbeiführen müssen.

In Deutschland steht mit der ZEW-Umfrage ein vielbeachtetes Stimmungsbarometer zur Veröffentlichung an. Allerdings gilt zu beachten, dass es dabei sich um eine Umfrage unter Finanzmarktteilnehmern handelt. Die Konjunkturerwartungen könnten dementsprechend nochmals rückläufig sein und gegenüber der Konsensschätzung sogar enttäuschen, denn vor allem in Krisenzeiten (Ukraine) sorgen geopolitischen Themen oftmals für Verunsicherung. Eine Fülle von Daten wird in der neuen Woche in den USA veröffentlicht. Zuvorderst ist der Einzelhandelsumsatz im April zu nennen. Gesunkene Pkw-Verkäufe belasten das Gesamtergebnis und auch die wöchentlichen Umsatzstatistiken sind uneinheitlich. Positives Überraschungspotenzial wird nicht erwartet. Bezüglich der Industrieproduktion sind die Schätzungen ebenfalls verhalten. Der Markt wird in dieser Woche verstärkt auf die Preisentwicklungen achten, denn Fed-Chefin Yellen hatte ein Ansteigen der Inflationsrate in Richtung des Fed-Ziels von 2 % als Vorbedingung für eine Zinswende herausgestellt. Zwar dürfte die Gesamtinflation ansteigen, die für die Fed wichtige Kerninflation bleibt aber weiterhin moderat.

Die Ölpreise sind am Montag relativ unverändert geblieben. Der Markt fürchtet Lieferausfälle aus Russland, angesichts der Lage in der Ukraine spricht derzeit nichts für fallende Preise. Bei dem international kritisierten Referendum prorussischer Aktivisten soll sich am Sonntag eine große Mehrheit für die Abspaltung der selbst ernannten "Volksrepublik" Donezk von der Ukraine ausgesprochen haben. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Marke WTI liegt bei 100,10 Dollar, die Sorte Brent notiert um 108,18 USD.




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