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Österreichs Banken tragen Übergang zu automatischem Informationsaustausch mit
WKÖ-Rudorfer: "Finanzielle Privatsphäre für Österreicher und Österreicherinnen bleibt gewahrt"
Die gestrige Bestätigung, der von Österreich
bereits im Rahmen des letztwöchigen Rates der Finanzminister (ECOFIN)
bekanntgegebenen Linie, auf ein System für den automatischen
Informationsaustausch in Steuersachen überzugehen, kann auch von der
österreichischen Kreditwirtschaft mitgetragen werden.
"Da sich damit der automatische Informationsaustausch als globaler
Standard abzeichnet, trägt die österreichische Kreditwirtschaft den
Übergang hin zum Informationsaustausch für Ausländer mit", betont
Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und
Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
In diesem Zusammenhang sei allerdings wichtig, dass das
Finanzministerium den Schutz der finanziellen Privatsphäre für
Österreicherinnen und Österreicher bekräftigt und das Bankgeheimnis
für Inländer, die keiner ausländischen Steuerpflicht unterliegen,
damit abgesichert ist. " Die finanzielle Privatsphäre für
Österreicher und Österreicherinnen bleibt so weiterhin bestehen.
Diese Zusicherung begrüßen Österreichs Banken", so Rudorfer.
Von besonderer Bedeutung sei zudem, dass ein einziges System des
Informationsaustausches zum Einsatz kommt und dieses global
angewendet wird. Rudorfer: "Sinnvoll ist ein derartiger Standard
nämlich nur, wenn er global zur Anwendung kommt, möglichst alle
relevanten Staaten dabei im Boot sind und die Spielregeln für alle
gleich sind, auch damit es nicht zu Wettbewerbsverzerrungen kommt."
Eine ausreichende Vorbereitungszeit für Finanzverwaltung und Banken
ist essentiell, denn: "Der Aufbau eines derart komplexen Systems darf
für alle betroffenen Bereiche nicht unterschätzt werden", gibt der
Branchensprecher zu bedenken.
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