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FORMAT: Notenbank-Untersuchungsausschuss in Planung
Wegen Versagen bei Bankenaufsicht und anderen Skandalen
Die Grünen fordern nun die Einsetzung eines eigenen
parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der die Arbeit der
Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zum Thema haben soll. Dies
berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag
erscheinenden Coverstory.
"Wir wollen die Rolle von Fimbag und Nationalbank in einem eigenen
U-Ausschuss klären", sagt die grüne Nationalratsabgeordnete Gabriela
Moser gegenüber FORMAT. Bei der Fimbag handelt es sich um die
staatliche Banken-Holding, die Staatsanteile an Hypo Group
Alpe-Adria, Kommunalkredit und ÖVAG hält. Moser: "Die Untätigkeit der
Aufsicht kostete die Republik bis dato viele Milliarden Euro. Damit
das nie wieder passiert, muss das System OeNB grundlegend reformiert
werden."
Im Rahmen des U-Ausschusses soll nicht nur das Kontrollversagen bei
den Staatsbanken Hypo Alpe-Adria, Kommunalkredit, Volksbanken AG
thematisiert werden, sondern auch die mangelhafte Kontrolle der
anderen Hypo-Landesbanken. Den aktuellen Schmiergeldskandal rund um
die OeNB-Töchter Münze Österreich AG und Oesterreichische Banknoten-
und Sicherheitsdruck GmbH will Moser laut FORMAT ebenfalls
untersuchen - Stichwort: internes Kontrollversagen.
Gabriela Moser war Vorsitzende des
Korruptions-Untersuchungsausschusses und ist neue Vorsitzende des
Rechnungshof-Ausschusses. Noch vor der Einsetzung des geplanten
Notenbank-U-Ausschusses sollen laut FORMAT die Fimbag-Vorstände Klaus
Liebscher und Adolf Wala sowie OeNB-Gouverneur Ewald Noowtny im
RH-Ausschuss befragt werden.
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