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Erholung setzt sich fort
Frühindikatoren deuten auf eine langsame Erholung
der Wirtschaft in Österreich und der EU hin. Während sich besonders
die Konjunktureinschätzung durch die Unternehmen in der
österreichischen Sachgütererzeugung verbesserte, kühlte sich das
heimische Konsumklima zuletzt etwas ab. Die Industriekonjunktur
belebte sich bereits im IV. Quartal 2013, auch der Tourismus
verzeichnete in der bisherigen Wintersaison Umsatzzuwächse.
Der Welthandel und die weltweite Industrieproduktion wurden Ende
2013 wieder ausgeweitet, wobei die Dynamik hauptsächlich von den
asiatischen Schwellenländern getragen wurde. In anderen
Schwellenländern wie Brasilien oder Südafrika kühlt sich die
Konjunktur hingegen ab, weitere Kapitalabflüsse drohen. Auch die
chinesische Wirtschaft expandierte zuletzt in geringerem Tempo.
In den USA wuchs die Wirtschaft im IV. Quartal 2013 hingegen
weiterhin robust, für das aktuelle Quartal deuten Umfragewerte jedoch
auf einen unsicheren Verlauf hin. Die Notenbank kündigte an, im
Februar ihre lockere Geldpolitik etwas zurückzunehmen und die
monatlichen Ankäufe von langfristigen Staatsanleihen weiter
einzuschränken.
In der EU zeichnete sich bereits Ende 2013 eine langsame Erholung
der Industriekonjunktur ab. Aktuelle Vorlaufindikatoren deuten auf
eine Belebung der Wirtschaft hin. In Deutschland, dessen Exporte
bereits seit Herbst 2013 zunehmen, verbesserte sich die Stimmung der
Unternehmen laut ifo-Geschäftsklimaindex im Jänner ebenso spürbar.Â
Auch in Österreich bekräftigen die aktuellen Ergebnisse des
WIFO-Konjunkturtests den positiven Trend der Konjunkturerwartungen.
Vor allem die österreichischen Sachgütererzeuger schätzen die
Situation zuletzt deutlich günstiger ein. Gemäß dem
WIFO-Frühindikator ist in den kommenden Monaten eine Aufwärtstendenz
der heimischen Wirtschaft zu erwarten.
Die Konsumentenstimmung kühlte sich hingegen im Jänner erneut
etwas ab. Das spiegelt die im IV. Quartal anhaltende
Kaufzurückhaltung im Bereich der langlebigen Konsumgüter wider. Die
realen Einzelhandelsumsätze (vorläufig, ohne Kfz-Handel) waren im
Dezember rückläufig. Positive Impulse liefert hingegen der Tourismus,
die bisherige Wintersaison brachte reale Umsatzzuwächse.Â
Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich kaum Besserungstendenzen: Die
Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten stieg im Jänner erneut
geringfügig (saisonbereinigt +0,1% gegenüber dem Vormonat).
Gleichzeitig nimmt die Zahl der Arbeitslosen weiter zu: Im Jänner
waren 369.800 Personen arbeitslos gemeldet, um 9,3% mehr als im
Jänner des Vorjahres. Nach österreichischer Berechnungsmethode lag
die Arbeitslosenquote saisonbereinigt im Jänner wie im Vormonat bei
7,9%.
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