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ifo Wirtschaftsklima im Euroraum weiter verbessert
Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist weiter
gestiegen. Die Verbesserung resultiert aus der deutlich weniger ungünstigen
Lagebeurteilung. Der konjunkturelle Ausblick für die nächsten sechs Monate
bleibt unverändert auf dem höchsten Stand seit rund drei Jahren. Die
konjunkturelle Erholung dürfte im Laufe der nächsten Monate deutlichere
Konturen annehmen.
Die beste Bewertung erhielt Deutschland, wo sich die sehr positive
wirtschaftliche Situation weiter verbessert hat. Auch in Österreich
äußerten sich wieder mehr Wirtschaftsexperten positiv zur derzeitigen
wirtschaftlichen Situation. Lettland, das die Euro- Währung Anfang des
Jahres eingeführt hat, und Estland gehören ebenfalls zu den wenigen Ländern
des Euroraums, in denen die gegenwärtige Konjunkturlage insgesamt als
zufriedenstellend gilt. Dagegen hat sich die aktuelle Wirtschaftslage in
Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern gegenüber dem
Vorquartal kaum verbessert und bleibt auf Krisenniveau. In Belgien, Irland
und den Niederlanden hat sich die wirtschaftliche Situation den befragten
Experten zufolge im Vergleich zum Vorquartal zwar etwas verbessert, ist
aber wie in Finnland und Frankreich weiterhin als "ungünstig" einzustufen.
Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate bleiben in fast allen
Ländern des Euroraums auf einem hohen Niveau. Lediglich in Griechenland und
Frankreich äußerten sich die befragten Experten weniger positiv als noch
vor drei Monaten. Von einer weiteren Verschlechterung der Lage wird allein
in Zypern ausgegangen.
Die erwartete Inflationsrate für den Euroraum für 2014 liegt mit 1,5%
etwas unter der geschätzten Rate für 2013 (1,7%). Während die
Kurzfristzinsen in den nächsten sechs Monaten nach Meinung der Befragten
weiterhin konstant bleiben dürften, gehen etwas mehr Experten als bisher
von steigenden langfristigen Zinsen aus. Der Euro gilt derzeit gegenüber
dem US-Dollar und dem japanischen Yen als überbewertet. Die Mehrheit der
WES-Experten rechnet mit einem Wertzuwachs des US-Dollar in den nächsten
sechs Monaten.
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