Konjunktur - Deutsche Wirtschaft verzeichnet im Januar das stärkste Wachstum seit über zweieinhalb Jahren

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Deutsche Wirtschaft verzeichnet im Januar das stärkste Wachstum seit über zweieinhalb Jahren



- Flash Deutschland Composite Index Produktion bei 55.9 (Dez. 55.0), 31- Monatshoch
- Flash Deutschland Service Index Geschäftstätigkeit bei 53.6 (Dez. 53.5), 2-Monatshoch
- Flash Deutschland EMIâ„¢ Industrie bei 56.3 (Dez. 54.3), 32-Monatshoch
- Flash Deutschland Index Industrieproduktion bei 60.4 (Dez. 57.9), 33-Monatshoch

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft gewann im Januar weiter an Dynamik. Dies signalisiert der saisonbereinigte Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion, der binnen Monatsfrist um 0.9 Punkte auf 55.9 stieg und damit den höchsten Wert seit über zweieinhalb Jahren erreichte.

Ausschlaggebend für die höhere Wirtschaftsleistung waren in erster Linie die kräftigsten Produktionssteigerungen in der Industrie seit April 2011 infolge verstärkter Auftragszuwächse und der außergewöhnlich milden Witterung. Auch im Servicesektor legten die Geschäfte zum achten Mal hintereinander zu, hier blieb die Wachstumsrate allerdings weitgehend auf dem Niveau des Vormonats.

Der Auftragseingang wies auch im Januar Zuwächse aus, wenngleich das Plus insgesamt etwas niedriger ausfiel als im Dezember. Während die Dienstleister die schwächste Steigerungsrate seit Beginn der anziehenden Nachfrage vor sechs Monaten vermeldeten, waren die Orderbücher der Industrieunternehmen so gut gefüllt wie seit 32 Monaten nicht mehr. Zurückzuführen war dies den Befragten zufolge vor allem auf die Exportbestellungen von Ländern außerhalb der EU und der milde Winter. Das 6. Exportorderplus in Folge fiel so hoch aus wie zuletzt im April 2011.

Aufgrund der guten Auftragslage blieb der Kapazitätsdruck in der deutschen Wirtschaft im Januar hoch, was daran zu erkennen war, dass die Auftragsbestände zum vierten Mal hintereinander und mit unvermindertem Tempo zulegten. Trotz der beschleunigten Produktions- und Auftragszuwächse wurden im Januar unterm Strich in beiden Sektoren weniger neue Stellen geschaffen als in den beiden Vormonaten, so dass der Jobaufbau insgesamt nur noch minimal ausfiel. Verantwortlich hierfür waren den Befragten zufolge vor allem Restrukturierungen und neue Geschäftsstrategien.

Der Kostendruck ließ im Januar nach und fiel schwächer aus als in den drei Vormonaten. Nennenswerte Preissteigerungen verzeichneten die Unternehmen lediglich bei Heizgas und einigen Chemikalien. Die Verkaufspreise konnten mit der höchsten Rate seit 20 Monaten angehoben werden.

Die Industriebetriebe weiteten die Einkaufsmenge wegen des hohen Auftragseingangs so stark aus wie zuletzt vor über zweieinhalb Jahren. Die Fertigwarenlager nahmen aufgrund der starken Nachfrage weiter ab.

Infolge des anhaltenden Konjunkturaufschwungs und der guten Auftragsentwicklung fielen die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist im Servicesektor so optimistisch aus wie seit März 2013 nicht mehr.

Oliver Kolodseike, der als Ökonom bei Markit auch den Bericht zum Markit Flash EMI™ Deutschland verfasst hat, kommentiert:

„Die deutsche Wirtschaft erhielt auch zum Jahresauftakt 2014 Bestnoten und verzeichnete das stärkste Wachstum seit Juni 2011. Besonders gut lief es in der Industrie, wo sich die ohnehin schon starken Produktions- und Auftragszuwächse weiter beschleunigten.

Der Auftragsschwung in der Industrie war den Befragten zufolge auf die anziehende Binnen- und Exportnachfrage zurückzuführen, insbesondere von Ländern außerhalb der EU.

Dass der Jobaufbau allerdings schwächer ausfiel als in den beiden Vormonaten zeigt, dass der Wirtschaftsaufschwung kein Selbstläufer ist.

Wie dem auch sei – der dritte Jobaufbau in Folge, die steigenden Auftragsbestände und der enorme Schwung an Neuaufträgen sprechen allesamt für eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft in den kommenden Monaten.“




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