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Stärkste Produktionssteigerungen in der deutschen Industrie seit Mai 2011
- Flash Deutschland Composite Index
Produktion bei 55.2 (Nov. 55.4), 2-Monatstief
- Flash Deutschland Service Index Geschäftstätigkeit bei 54.0 (Nov. 55.7), 2-Monatstief
- Flash Deutschland EMIâ„¢ Industrie bei 54.2
(Nov. 52.7), 30-Monatshoch
- Flash Deutschland Index Industrieproduktion
bei 57.5 (Nov. 54.9), 31-Monatshoch
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Dezember
abermals kräftiges Wachstum. Dies signalisiert der
saisonbereinigte Markit Flash Deutschland
Composite Index Produktion, der gegenüber
November lediglich um 0.2 Punkte auf 55.2
nachgab, damit jedoch erneut markant über der
neutralen Wachstumsmarke von 50 notiert. Der
aktuelle Indexwert ist der zweithöchste seit
zweieinhalb Jahren.
In beiden von der Umfrage erfassten Sektoren
liefen die Geschäfte im Dezember ausgesprochen
gut. In der Industrie beschleunigte sich die
Produktionssteigerungsrate zum dritten Mal
hintereinander und fiel so hoch aus wie zuletzt im
Mai 2011. Und auch die Dienstleister vermeldeten -
trotz der leichten Abschwächung gegenüber
November – kräftiges Wachstum.
Die Auftragsbücher waren im Dezember den
sechsten Monat in Folge gut gefüllt, und auch dabei
hatte die Industrie die Nase vorn. Hier fiel das Plus
sogar so hoch aus wie seit April 2011 nicht mehr,
wozu auch die kräftigsten Exportorderzuwächse
seit über zweieinhalb Jahren beitrugen.
Die Auftragsbestände legten insgesamt mit
moderater Rate zu. In der Industrie stapelten sich
die unerledigten Aufträge jedoch so zügig wie
zuletzt im Mai 2011. Mit dem steigenden
Kapazitätsdruck und den guten Absatzzahlen kam
auch der Jobmotor in beiden Sektoren wieder in
Schwung. Insgesamt glänzte die deutsche
Wirtschaft im Dezember mit dem stärksten
Beschäftigungszuwachs seit knapp zwei Jahren.
Die sich zusehends aufhellenden Konjunkturperspektiven
in der Eurozone, aber auch die
jüngsten Anzeichen einer wieder höheren
Investitionsneigung der Kunden sorgten bei 29%
der Dienstleister für optimistische Geschäftsaussichten
bis Ende 2014. Lediglich 17% rechnen
mit Geschäftseinbußen. Und auch für die Industrieproduktion
stehen die Vorzeichen auf Wachstum,
was die kräftigste Ausweitung der Einkaufsmenge
seit zweieinhalb Jahren und der stärkste Abbau der
Fertigwarenlager seit März signalisieren.
Aufgrund der beschleunigten Teuerungsraten in
beiden Sektoren erreichte der Anstieg der
Einkaufspreise im Dezember insgesamt ein 14-
Monatshoch. Bei den Dienstleistern sorgten die
höheren Energie- und Lohnkosten für einen
besonders starken Kostenanstieg. Die
Verkaufspreise konnten wegen des scharfen Wettbewerbs jedoch nur moderat angehoben
werden.
Tim Moore, Senior-Ökonom bei Markit,
kommentiert den aktuellen Markit Flash EMIâ„¢
Deutschland:
„Die deutsche Wirtschaft verzeichnete laut unserer
Vorabschätzung im Dezember den achten Monat in
Folge Wachstum. Die Industrie legte nicht nur einen
fulminanten Jahresabschluss hin, die guten Auftragszuwächse
und der neuerliche Jobaufbau deuten
überdies darauf hin, dass der Sektor seit Herbst
spürbar an Dynamik gewonnen hat.
Beim Neugeschäft verbuchten die Industrieunternehmen
das höchste Plus seit über zweieinhalb
Jahren, und die Fertigwarenlager wurden mit
beschleunigter Rate abgebaut. Die daraus
resultierende Quote signalisiert in den kommenden
Monaten weitere Produktionssteigerungen. Nicht
zuletzt deutet die starke Zunahme der Auftragsbestände
darauf hin, dass die Produktionslevels im
nächsten Jahr hoch bleiben dürften.“
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