Konjunktur - Deutsche Industrie bleibt auch im September auf Wachstumskurs

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Deutsche Industrie bleibt auch im September auf Wachstumskurs



- Einkaufsmanager Index signalisiert erneut Wachstum
- Moderate Auftragszuwächse
- Leichter Beschäftigungsabbau

Der saisonbereinigte Markit/BME Einkaufsmanager Index gab von 51.8 Punkten im August leicht auf 51.1 im September nach, schloss aber den dritten Monat in Folge oberhalb der neutralen 50-Punkte-Grenze. Aktuell notiert er auf dem zweithöchsten Stand seit Juli 2011 und weist ein moderates Industriewachstum aus. Am besten schnitt der Bereich Investitionsgüter ab, an zweiter Stelle folgte die Vorleistungsgüterindustrie. Einzig die Konsumgüterhersteller mussten saldiert Einbußen hin-nehmen.

Die erneute Verbesserung der Gesamtlage verdankt die deutsche Industrie hauptsächlich den vermehrten Auftragseingängen. Diese sorgten dafür, dass die Produktionsleistung den fünften Monat in Folge angehoben wurde, wenngleich nicht so stark wie in den beiden Vormonaten. Die Gesamtauftragseingänge selbst nahmen dank der abermals gestiegenen Nachfrage im In- und Ausland zum dritten Mal hintereinander zu. Bei den Exportgeschäften zeichnete sich indes der zweite Zuwachs in Folge ab.

Trotz der erhöhten Ordereingänge verfügten die deutschen Industrieunternehmen insgesamt über genügend Kapazitäten, um ihre Auftragsbestände erstmals seit drei Monaten saldiert leicht abzubauen. Auch ihre Belegschaft reduzierten die Unternehmen im September, womit sich der bisherige Jahrestrend weiter fortsetzte. Allein der Investitionsgüterbereich widersetzte sich der allgemeinen Tendenz und verzeichnete einen starken Anstieg bei den Auftragsbeständen und Beschäftigtenzahlen.

Die Einkaufsmengen der Hersteller blieben gegenüber dem Vormonat weitgehend unverändert. Viele der befragten Unternehmen machten stattdessen vermehrt von ihren vorhandenen Lagerbeständen Gebrauch, um ihre Fertigungsvolumen anzuheben. Dadurch verringerten sich sowohl die Vormaterial- als auch die Fertigwarenlager in der letzten Umfrageperiode. Trotz der nahezu konstanten Bestellmengen verlängerten sich die Lieferzeiten der Zulieferer den zweiten Monat in Folge, diesmal so stark wie seit Juli 2011 nicht mehr.

Die durchschnittliche Kostenlast der Industrieunternehmen reduzierte sich zwar im September weiter, die Einkaufspreise nahmen jedoch nur mit der geringsten Rate seit Jahresbeginn ab. Bei den Verkaufspreisen wurden hingegen insgesamt betrachtet keine Veränderung vorgenommen. In den letzten fünf Monaten hatten die Hersteller ihren Kunden noch Preisnachlässe eingeräumt, um ihre Absatzzahlen zu steigern. Berichten der Umfrag-teilnehmer zufolge hatte die anziehende Nachfrage nun aber zu einer Stabilisierung der Verkaufspreise beigetragen.

Tim Moore, Ökonom bei Markit, kommentiert den finalen Markit/BME Einkaufsmanager Index:

“Nach dem aktuellen Stand der Dinge hat der deutsche Industriesektor im dritten Quartal, trotz nachlassender Dynamik im September, ein relativ kräftiges Wachstum erzielt. Die solide Leistung der Investitionsgüterhersteller stützte hierbei den Aufwärtstrend, während die Konsumgüterindustrie diesem Trend eher entgegenwirkte. Die Auftragseingänge legten erneut zu. Doch angesichts der schwachen Nachfrage aus den Schwellenländern und vorhandener Überkapazitäten ließen die Hersteller hinsichtlich ihrer Beschäftigtenzahlen im September Vorsicht walten.”




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