|
Kräftiger Aufschwung im Servicesektor sorgt im September dafür, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland weiter an Dynamik gewinnt
- Flash Deutschland Composite Index Produktion(1) bei 53.8 (Aug. 53.5), 8-Monatshoch
- Flash Deutschland Service Index Geschäftstätigkeit bei 54.4 (Aug. 52.8), 7-Monatshoch
- Flash Deutschland EMIâ„¢ Industrie bei 51.3 (Aug. 51.8), 2-Monatstief
- Flash Deutschland Index Industrieproduktion bei 52.7 (Aug. 54.8), 3-Monatstief
Dank verstärkter Auftragszuwächse beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland im September den vierten Monat in Folge und fiel so kräftig aus wie zuletzt im Januar. Dies signalisiert der saisonbereinigte Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion, der binnen Monatsfrist um 0.3 Punkte auf 53.8 stieg und damit den fünften Monat in Folge über der neutralen Wachstumsmarke von 50 Punkten notiert.
Gleichzeitig kam es in der deutschen Wirtschaft wieder zu einem leichten Stellenaufbau, was der höchste Wert des Jobindexes seit März 2012 signalisiert.
Zurückzuführen war die höhere Wachstumsdynamik vor allem auf den Servicesektor, wo die Geschäfte im September so gut liefen wie seit sieben Monaten nicht mehr. Die Industrieproduktion legte zwar ebenfalls weiter zu, die Steigerungsrate schwächte sich gegenüber den beiden Vormonaten jedoch deutlich ab.
Der dritte Zuwachs beim Auftragseingang in Folge fiel so stark aus wie zuletzt im Juni 2011. Auch hier lag der Servicesektor mit dem höchsten Auftragsplus seit acht Monten vorn, während die Zuwächse in der Industrie niedriger ausfielen als zum 27-Monatshoch im August.
Die Auftragsbestände nahmen im September zum zweiten Mal hintereinander und so deutlich zu wie seit Juni 2011 nicht mehr, wobei auch hier der Servicesektor den Ausschlag gab.
Der beschleunigte Jobaufbau im Servicesektor sorgte dafür, dass in der deutschen Wirtschaft im September per Saldo wieder so viele neue Stellen geschaffen wurden wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. In der Industrie wurden hingegen unterm Strich abermals Arbeitsplätze abgebaut.
Der zehnte Rückgang der durchschnittlichen Einkaufspreise in der Industrie in Folge fiel nur noch marginal aus. Bei den Dienstleistern blieb der Kostendruck wegen der gestiegenen Spritpreise und Transportkosten hingegen hoch. Dessen ungeachtet wurden die Angebotspreise im Servicesektor erstmals seit fünf Monaten wieder reduziert, während die Verkaufspreise in der Industrie erstmals seit fünf Monaten wieder geringfügig angehoben wurden.
Tim Moore, Senior-Ökonom bei Markit, kommentiert den aktuellen Markit Flash EMI™ Deutschland:
„Deutschlands Wirtschaft blieb im September klar auf Erholungskurs, und seine beschleunigte Dynamik dürfte die gesamte Eurozone beflügeln. Die positiven Signale aus Deutschland sind ein maßgeblicher Faktor für die weltweit wieder optimistischeren Geschäftsaussichten – gerade jetzt, wo die Schwellenländer schwächeln.
Industrie und Servicesektor profitierten im September gleichermaßen von der anziehenden Nachfrage, was der Konjunkturentwicklung mächtig Auftrieb verliehen hat. Und der neuerliche Stellenaufbau spricht dafür, dass die Geschäftsaussichten der deutschen Unternehmen von hoher Zuversicht geprägt sind. Besonders optimistisch fallen die Nachfrageperspektiven für die nächsten Monate laut aktueller Umfrage bei den auf den Binnenmarkt fokussierten Dienstleistern aus.“
|