Konjunktur - Im August größter Wachstumsschub in der deutschen Industrie seit über zwei Jahren

KONJUNKTUR

→ Chart → Stammdaten → Forum

Im August größter Wachstumsschub in der deutschen Industrie seit über zwei Jahren



- Stärkster Produktionszuwachs seit Juni 2011
- Höheres Auftragsniveau dank anziehender Exporte
- Fortgesetzter Kostenrückgang

Vermehrte Auftragseingänge und erhöhte Produktionszuwächse trugen maßgeblich dazu bei, dass es mit der deutschen Industrie im August weitere bergauf ging. Der saisonbereinigte Markit/BME Einkaufsmanager Index, der die aktuelle Lage der Industrie in einem Wert zusammenfasst, stieg von 50.7 im Juli auf 51.8 im August an. Damit hielt er sich nicht nur zum zweiten Mal in Folge über der neutralen 50-Punkte-Marke, sondern signalisierte zugleich das größte Wachstum seit Juli 2011.

Befeuert von einer kräftig gestiegenen Nachfrage steigerten die Industrieunternehmen ihre Produktionsleistung insgesamt nicht nur den vierten Monat hintereinander, sondern auch so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Besonders die Hersteller von Konsum- und Investitionsgütern profitierten von der Nachfragebelebung, aber auch die Vorleistungsgüterindustrie konnte ein Plus bei den Neuaufträgen verbuchen.

Gegenüber dem Vormonat nahm die Gesamtzahl der Auftragseingänge im August rapide zu. Der zweite Orderanstieg in Folge entwickelte sich sogar zum höchsten seit Mai 2011. Viele Produzenten gaben zudem bei der Befragung an, dass insbesondere aus dem Ausland zahlreiche Bestellungen eingegangen seien und maßgeblich zur Verbesserung ihrer Auftragsbilanz beigetragen hätten. Die Exportgeschäfte zogen damit erstmals seit Februar diesen Jahres wieder an, und zwar in allen drei von der Umfrage erfassten Industriebereichen.

Die hohe Nachfrage ließ sowohl die Vormaterial- als auch die Fertigwarenlager deutlich zusammenschrumpfen und sorgte dafür, dass die Zahl der unbearbeiteten Bestellungen im August markant zunahm. Einen vergleichbaren Anstieg bei den Auftragspolstern hatte es zuletzt im Mai 2011 gegeben. Während die Fertigwarenlager noch moderat abnahmen, wurden die Vormateriallager so stark abgebaut wie seit fünf Monaten nicht mehr. Zwar hatten die Hersteller ihre Bestellmengen gegenüber Juli angehoben, diese konnten den zusätzlichen Bedarf jedoch nicht ganz ausgleichen. Zugleich verlängerten sich die Lieferzeiten der Zulieferer erstmals seit Januar.

Trotz der insgesamt verbesserten Auftragslage reduzierten einige der Industrieunternehmen ihre Personalbestände, wodurch sich der Beschäftigungsabbau in der Industrie saldiert den fünften Monat in Folge fortsetzte.

Die Durchschnittskosten der Unternehmen nahmen im August erneut ab, so dass sich der aktuelle Trend nunmehr seit Ende 2012 fortsetzt. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich der Kostenrückgang jedoch erheblich. Im Juli hatten die Zulieferer den Herstellern noch die höchsten Preisnachlässe seit vier Jahren eingeräumt. Die Verkaufspreise der Hersteller blieben hingegen nahezu konstant. Der ermittelte Rückgang fiel marginal aus und war schwächer als in den vier Vormonaten.

Tim Moore, Ökonom bei Markit, kommentiert den finalen Markit/BME Einkaufsmanager Index:

“Die August-Daten für die deutsche Industrie sorgten für weitere gute Nachrichten. Im Zuge der verstärkten Binnennachfrage und der wieder erstarkten Exportgeschäfte hoben die Unternehmen ihre Produktionsleistung so stark an wie seit Mitte 2011 nicht mehr.

Trotz verlängerter Betriebszeiten stiegen die Auftragsbestände erstmals seit fünf Monaten wieder an. Dieser Zuwachs dürfte den Beschäftigungsaufbau in der kommenden Zeit stimulieren und die Unternehmer zu weiteren Investitionen anreizen.

Insgesamt weisen die neuesten Umfragedaten stark darauf hin, dass die Industrie im dritten Quartal 2013 einen positiven Beitrag zum deutschen BIP leisten dürfte.”




ATX (Wiener Börse Index) : 5896.86 +0.5% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

BÖRSE-NEWS
Fabasoft — Fabasoft beschließt Aktienrückkauf
Addiko Bank — Addiko-HV - Unzufriedenheit über Dividendenblockade
Allgemeines — Hipp-Rückruf - Ermittlung wegen Erpressung, noch ein Glas in Umlauf
Allgemeines — Hipp-Rückruf - Ermittlung wegen Erpressung, noch ein Glas in Umlauf
OMV — OMV holt sich 56.000 Tonnen Rohöl aus der Notstandsreserve
Semperit — Semperit - Warburg erhöht Kursziel von 21 auf 22 Euro
OMV — Spritpreisbremse - SPÖ erneuert Kritik an OMV-Vorgehen
Allgemeines — Hipp-Rückruf: Sichergestelltes Glas im Burgenland enthielt Rattengift
Allgemeines — Hipp-Rückruf: Laut Ministerium möglicherweise Rattengift beigemengt
Allgemeines — Rückruf aller HiPP-Gläser bei Spar - Ermittlungen wegen Manipulation
Erste Group Bank — Drei neue Aufsichtsratsmitglieder für die Erste Group
Semperit — Semperit erwartet gutes erstes Quartal - Jahresprognose unverändert
Allgemeines — wiiw: Exporte nach Indien steigen wegen Handelsabkommen kräftig
Miba Vz — Technologiegruppe Miba mit Rekordumsatz von mehr als 1,2 Mrd. Euro
   [weitere News >>]