Alternativen zu Aktien sind wenig attraktiv

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Alternativen zu Aktien sind wenig attraktiv



Das Umfeld an den internationalen Märkten favorisiert weiterhin risikobehaftete Anlageklassen, vor allem Aktien, die auch heuer wieder einen sehr guten Lauf haben. Zwar gibt es immer wieder Unsicherheitsfaktoren, allen voran die Ankündigung der US-Notenbank, das monatliche Anleihekaufprogramm drosseln zu wollen, aber in Summe sind die Alternativen zu Aktien wenig attraktiv. Daher sehen wir im Moment Aktien weiterhin optimistisch, wenngleich wir anerkennen, dass die Rallye schon seit über vier Jahren läuft, was historisch gesehen recht lang ist. Der weitere Verlauf hängt sehr stark von den Konjunkturerwartungen für 2014 und in weiterer Folge von den Renditen ab.

Die Renditen sind im heurigen Frühsommer vor allem in den USA stark angestiegen, da eine wenn auch nur sehr sanfte Straffung der Geldpolitik durch die FED im Raum steht. Nach den langen Jahren der expansiven Geldpolitik ist die jetzt anstehende Wendephase sicher von besonderer Bedeutung, auch angesichts der Tatsache, dass in der Eurozone eine Änderung der Geldpolitik derzeit noch nicht absehbar ist. Auf beiden Seiten des Atlantiks erwartet das Bank Austria Private Banking Research jedoch für lange Zeit keine Zinsanhebung. Der vermehrte Risikoappetit der Anleger hat aber die Flucht in die sicheren Häfen heuer deutlich gebremst, was man am negativen Performancebeitrag der deutschen Bundesanleihen seit Jahresbeginn ablesen kann. Demgegenüber konnten sich Anleihen der Euroland-Peripherie sehr gut halten.

Nicht alle risikoreichen Anlageklassen konnten heuer in gleichem Ausmaß punkten. Aktien und vor allem Anleihen der Schwellenländer haben vergleichsweise schlecht abgeschnitten, und das, obwohl diese Länder ihren relativen Wachstumsvorsprung gegenüber den westlichen Industrieländern halten können. Die Emerging Markets sind von einer drohenden Straffung der US-Geldpolitik überdurchschnittlich negativ betroffen. Das Research des Bank Austria Private Banking geht davon aus, dass hier viele negative Nachrichten bereits in den Kursen enthalten sind, und hält daher an der bestehenden Übergewichtung bei Emerging Markets Aktien fest.

Monika Rosen, Chefanalystin Bank Austria Private Banking: „Wir verfolgen bei unserer Asset Allocation weiterhin eine übergewichtete Position in Aktien, da wir sie immer noch für attraktiver als Renten halten. Unsere Übergewichtung bei japanischen Aktien bleibt bestehen, Japan ist immer noch die beste Aktienregion im heurigen Jahr. Die Währung allerdings ist abgesichert, das heißt die Bewegung im Yen wird nicht mitgemacht. Übergewichtet sind wir auch in den Emerging Markets, während wir die USA neutral und Europa untergewichtet haben. Bei Anleihen verbleiben wir insgesamt auf einer untergewichteten Position. Wir haben aus Gründen der Diversifizierung Unternehmensanleihen und alternative Investments im Portfolio.“

Mag. Monika Rosen
Chefanalystin im Bank Austria Private Banking




ATX (Wiener Börse Index) : 5809.61 -0.7% ATX Intraday Chart Börse Wien
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