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USA steigen wie "Phönix aus der Asche"
- Schiefergas verhilft vereinigten Staaten zu neuem Wirtschaftsboom
- Auch Aktienanleger können profitieren
Eine aktuelle Studie der Zürcher
Kantonalbank prognostiziert für die nächsten Jahrzehnte eine "Renaissance
der US-Wirtschaftsstärke". Grund dafür ist laut den Ökonomen die
vermehrte Erschließung der riesigen Vorkommen von Schieferöl und -gas in
den Vereinigten Staaten. Die neue Ressource werde die USA bis spätestens
2030 vollkommen unabhängig von Energieimporten machen. Auch Aktienanleger
sollten ihre Portfolios auf diese Perspektive ausrichten.
"Während sich viele große Player wie Europa oder China weiterhin in einer
Umbruchphase befinden, könnten die USA wieder einmal wie ein ‘Phönix
aus der Asche’ steigen", schätzt Christian Nemeth, Bereichsleiter Asset
Management in der Zürcher Kantonalbank Österreich. "Die von der
vermehrten Schiefergasförderung ausgehenden Übertragungseffekte und
Multiplikatoren auf die US-Volkswirtschaft werden in den nächsten
Jahrzehnten immer deutlicher zum Vorschein kommen."
Viele Branchen profitieren
Die Folge sei eine Re-Industrialisierung der USA mit positiven Auswirkungen
auf Preise, Wechselkurse und Handelsbilanz. Neben der Energiebranche selbst
werden vor allem Wirtschaftszweige mit hohem Energieaufwand von der neuen
Ressource profitieren, langfristig aber auch die Konsumenten aufgrund
steigender Produktivität und sinkender Preise.
"Aktienanleger sollten sich auf diese Prognosen definitiv einstellen", rät
Nemeth. "Die Zürcher Kantonalbank Österreich hat in ihrer taktischen
Asset-Allokation dieser Entwicklung schon seit Längerem Rechnung getragen
und berücksichtig sowohl US-amerikanische als auch europäische Titel, die
von diesen Trends profitieren." Konkrete Empfehlungen spricht Nemeth für
Papiere von Halliburton und LyondellBasell in den USA sowie Siemens oder
Veolia in Europa aus.
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