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ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hellt sich auf
Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich zwar
verbessert, liegt aber wie bisher unter seinem langfristigen
Durchschnittswert. Die aktuelle Lage im Euroraum hellte sich nur
geringfügig auf und liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate fielen dagegen erheblich
positiver aus als im Vorquartal. Eine konjunkturelle Stabilisierung im
Euroraum scheint sich abzuzeichnen.
Die aktuelle Wirtschaftslage verbesserte sich zwar im Vergleich zum
zweiten Quartal in den meisten Ländern des Euroraums etwas, sie ist aber
nach Meinung der befragten Experten in Frankreich, Griechenland, Italien,
Portugal, Spanien und Zypern weiterhin "schlecht". Im Vergleich dazu fallen
die Urteile zur aktuellen Lage in Belgien, Irland, Finnland, den
Niederlanden und Slowenien geringfügig besser aus. In Österreich und der
Slowakei liegen die Urteile zur derzeitigen Wirtschaftslage unter der
zufriedenstellenden Marke. Lediglich für Deutschland und Estland
bescheinigen die befragten Wirtschaftsexperten weiterhin eine
zufriedenstellende bis gute Wirtschaftslage.
Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate haben sich in der Mehrzahl
der Euroländer weiter verbessert. In nahezu allen Ländern des Euroraums
sind die befragten Experten in Bezug auf die weitere wirtschaftliche
Entwicklung im nächsten halben Jahr positiv gestimmt.
Lediglich in Slowenien und in Zypern wird von einer weiteren
Verschlechterung der Wirtschaftslage ausgegangen.
Die erwartete Inflationsrate für den Euroraum für 2013 wurde von den
WES-Experten auf 1,7% p.a. (Vorquartal: 1,9%) zurückgenommen. Ihrer Meinung
nach werden die langfristigen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate
leicht anziehen, allerdings nicht in den "Krisenländern", wo sie
tendenziell leicht zurückgehen bzw. unverändert bleiben dürften. Die
Mehrheit der Wirtschaftsexperten rechnet mit einer Verteuerung des
US-Dollar gegenüber dem Euro in den nächsten sechs Monaten.
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