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Allianz Global Investors-Studie: Dividenden-Titel attraktiver als Unternehmensanleihen
Historisch niedrige Zinsen, wiederkehrende Volatilität
an den Kapitalmärkten und eine Phase, in der die Industriestaaten
ihre Schulden abbauen müssen - in diesem Umfeld "finanzieller
Repression" sollten Dividendenstrategien ihre Qualitäten ausspielen,
legt eine neue Analyse von Allianz Global Investors nahe.
"Dividendenwerte können langfristig einen Mehrwert fürs Depot
bieten - nicht nur dank des zusätzlichen Einkommensstroms der
Gewinnausschüttungen. Dividendenstrategien - insbesondere im Rahmen
der aktuellen finanziellen Repression - sollten im Portfolio größeren
Raum einnehmen", kommentiert Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der
Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz
Gruppe in Österreich, eine aktuelle Studie von Allianz Global
Investors.
Dividenden so attraktiv wie nie
Nicht nur die Renditen von Staatsanleihen höherer Bonität
notierten Ende Februar 2013 nahe ihrer Rekordtiefs, sondern auch
europäische Unternehmensanleihen (Investment Grade) werfen nach einer
dreijährigen Hausse gerade einmal durchschnittlich rund 2 Prozent ab.
Eine neue Untersuchung von Allianz Global Investors zeigt auf, dass
die nach Abzug der Inflation mitunter negativen Realzinsen dieser
Anlageklassen kaum die langfristigen Renditeanforderungen privater
sowie institutioneller Kunden erfüllen werden. Dividendenstrategien
verfügen über ein interessantes Rendite-Risiko-Profil: Sie vereinen
die Qualitäten von aktuell hohen Dividendenrenditen und historisch
niedrigen Kursvolatilitäten bei gleichzeitigem Inflationsschutz. So
war die Diskrepanz zwischen den Dividendenrenditen und den Renditen
von Unternehmensanleihen zumindest für europäische Unternehmen noch
nie so hoch wie heute. Insbesondere europäische Unternehmen zeigten
sich ausschüttungsfreundlich: So lag deren Dividendenrendite Ende
Februar 2013 marktweit bei durchschnittlich circa 3,5 Prozent (Basis:
MSCI Europa), während die Rendite von Unternehmensanleihen im
Durchschnitt bei 2,0 Prozent lag. Durch eine Fokussierung auf
dividendenstarke Titel ließe sich die zu erwartende Rendite im
Portfolio weiter spürbar erhöhen: Immerhin wiesen Ende Februar 2013
rund 80 der 461 Mitglieder im MSCI Europa Index eine
Dividendenrendite von über 4 Prozent auf. Entsprechend konnten
europäische Dividendenstrategien zum gleichen Zeitpunkt
Dividendenrenditen von über 5 Prozent generieren. Aber auch in
anderen Regionen der Welt liegt die Dividendenrendite zum Teil
deutlich über den Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen.
Reale Werte und reale Renditen
Gleichzeitig ist zu beobachten, dass Dividenden dem Depot zu mehr
Stabilität bzw. zu einem realen Wertzuwachs verhelfen können. Vor
allem Investoren europäischer Aktien konnten sich in der
Vergangenheit über hohe Ausschüttungssummen freuen. So war der
Performance-Beitrag von Dividenden des MSCI Europa über rollierende
5-Jahreszeiträume seit 1973 stets positiv. Dadurch wurden
Kursverluste zum Teil kompensiert (Zeitraum 1973 bis 1978) oder
zumindest abgemildert (1998 bis 2003; 2008 bis 2013). Über den
gesamten Zeitraum war die annualisierte Gesamtrendite für den MSCI
Europa zu ungefähr 42 Prozent durch den Performance-Beitrag der
Dividenden bestimmt.
Chancen für Anleger
"Private Anleger, die an den Chancen dieser Entwicklungen
partizipieren möchten, können ihr Portfolio unter anderem mit dem in
Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Fonds ’Allianz
European Equity Dividend’ entsprechend international ausrichten",
sagt Nicole Joham-Kerschbaumer, MBA, Country Head and Business
Development Austria bei der Allianz Investmentbank AG. Der Fonds
investiert in aussichtsreiche substanzstarke europäische Unternehmen,
die attraktive Dividenden ausgeschüttet haben. Der Schwerpunkt liegt
hierbei auf der Dividendenkontinuität, also der Wahrscheinlichkeit,
dass das Unternehmen seine bisherige Dividendenpolitik fortführt.
Anleger können somit in den Genuss regelmäßiger
Dividendenauszahlungen gelangen. Jörg de Vries-Hippen,
Co-Portfoliomanager des Allianz European Equity Dividend bei Allianz
Global Investors, betont: "Wir gehen davon aus, dass die
Unternehmensgewinne in diesem Jahr moderat wachsen und die
Ausschüttungsquote der Dividenden von ihrem aktuell historisch
geringen Wert wieder ansteigen wird. Außerdem haben viele Unternehmen
seit der Finanzkrise ihre Eigenkapitalbasis gestärkt und dürften ihre
höheren Cash-Bestände im Sinne der Eigentümer einsetzen. All diese
Faktoren deuten auf nachhaltige und stabile Dividendenrenditen hin."Â
Nachhaltigkeit der Dividende entscheidend
Dividendenstrategien sind in der Regel charakterisiert durch
Unternehmen, die eine überdurchschnittliche Dividendenrendite
innerhalb des jeweiligen Marktindex erwarten lassen, eine
Ausschüttungsquote von weniger als 70 Prozent ausweisen, Potenzial
für zukünftige Dividendensteigerungen besitzen und gleichzeitig eine
zuverlässige Dividendenpolitik sowie Dividendenhistorie aufweisen.
Der alleinige Fokus auf hohe Dividendenauszahlungen könne jedoch
irreführend sein. Vielmehr ist es vor allem das Geschäftsmodell eines
Unternehmens, das - zusätzlich zu einer aktionärsfreundlichen
Geschäftspolitik - zukunftsträchtige Gewinnerwartungen prägen sollte.
Faktoren wie beispielsweise der Marktanteil, Eintrittshürden oder die
Preissetzungsmacht spielen alle in diesem Kontext eine wichtige
Rolle. Wenn das Geschäftsmodell funktioniert, kann das Unternehmen
auch die Auswirkungen einer Inflation durch Preiserhöhungen
ausgleichen, was wiederum seine Gewinne und letztendlich auch seine
Dividenden erhöht. "Die Märkte preisen höhere Ausfallrisiken für
Triple-A bewertete Staatsanleihen ein als für einige Dividendentitel
global aufgestellter Unternehmen. Das sollte Anlegern zu denken
geben", so de Vries-Hippen abschließend.
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