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Abwärtstrend der Eurozone-Privatwirtschaft verstärkt sich im März
nochmals
Die Ergebnisse im Überblick:
- Flash Eurozone Composite Index Produktion
bei 46.5 (Feb. 47.9); 4-Monatstief
- Flash Eurozone Service-Index Geschäftstätigkeit bei 46.5 (Feb. 47.9); 5-Monatstief
- Flash Eurozone EMIâ„¢ Industrie bei 46.6
(Feb. 47.9); 3-Monatstief
- Flash Eurozone Index Industrieproduktion bei
46.5 (Feb. 47.8); 3-Monatstief
Der Abwärtstrend der Eurozone-Privatwirtschaft hat
sich im März nochmals beschleunigt und fiel so
stark aus wie zuletzt vor vier Monaten. Dies zeigt
der Markit Flash Eurozone Composite Index
Produktion, der gegenüber Februar um 1.4 Punkte
auf 46.5 sank. Bis auf das minimale Wachstum im
Januar 2012 schrumpft die Wirtschaftsleistung der
Eurozone nun bereits seit September 2011.
Die Industrieproduktion wurde im Berichtsmonat so
kräftig zurückgefahren wie zuletzt im Dezember,
und im Servicesektor liefen die Geschäfte so
schlecht wie seit Oktober letzten Jahres nicht mehr.
Beim Auftragseingang schlug im Industriesektor
das höchste Minus seit Dezember, im
Servicesektor der stärkste Rückgang seit letztem
September zu Buche.
Infolge der anhaltenden Auftragsflaute und der
zügigen Abnahme der Auftragsbestände wurde die
Beschäftigung in der Eurozone Privatwirtschaft zum
15. Mal hintereinander abgebaut. Immerhin
schwächte sich der Rückgang zum zweiten Mal in
Folge ab und lag in etwa auf dem Durchschnittsniveau
des Vorjahres. In beiden Sektoren gingen im
März per Saldo weniger Stellen verloren als im
Februar.
Die durchschnittlichen Einkaufspreise legten im
März mit der niedrigsten Rate seit letztem Juli zu.
Im Servicesektor (wo auch die Löhne und Gehälter
im Kostenindex berücksichtigt sind) fiel der
Preisauftrieb so schwach aus wie seit Juli 2010
nicht mehr, während die Einkaufspreise in der
Industrie zum zweiten Mal hintereinander und so
stark sanken wie zuletzt im Juli 2012.
Die Verkaufspreise wurden in beiden Sektoren
reduziert, hauptsächlich infolge der Nachfrageschwäche
und des scharfen Wettbewerbs.
Zwei Frühindikatoren deuten darauf hin, dass der
Konjunkturverlauf auch in den nächsten Monaten
enttäuschend bleiben dürfte. So sanken die
Geschäftsaussichten im Servicesektor auf ein Drei-
Monatstief, während die Quote Auftragseingang/
Fertigwarenlager in der Industrie ebenfalls auf den
tiefsten Wert seit Dezember sank.
Auf Länderebene klafften die Entwicklungen erneut
weit auseinander, insbesondere zwischen
Deutschland und Frankreich. In Frankreich
schrumpfte die Wirtschaftsleistung so zügig wie
zuletzt im März 2009, während das vierte
Wirtschaftswachstum in Folge in Deutschland an
Fahrt verlor und schwächer ausfiel als in den
zurückliegenden zwei Monaten.
In den übrigen Eurozone-Ländern beschleunigte
sich die Talfahrt im Durchschnitt zum zweiten Mal
hintereinander, so dass der entsprechende
Composite Index auf den tiefsten Wert seit letztem
November sank.
Chris Williamson, Chief Economist bei Markit,
kommentiert den aktuellen Eurozone Flash-EMI:
“Die Vorabschätzungen deuten darauf hin, dass
sich die Talfahrt der Eurozone im März wieder
beschleunigt hat. Während sich die Schrumpfungrate von 0.6% in Q4/2012 auf circa 0.3% in
Q1/2013 verringert haben dürfte und bei vielen
Marktteilnehmern – inklusive der EZB – die
Hoffnung aufgekeimt sein mag, die Eurozone
stabilisiere sich in Q2/2013 weiter, breiten sich nun
wieder Krisenängste aus.
Im Zuge der Zypern-Krise hat sich auch der
Ausblick für das Geschäftsklima und das
Verbrauchervertrauen in der Eurozone verdüstert,
was sich wiederum negativ auf den April-PMI
auswirken dürfte.
Mit dem stärksten Einbruch der Wirtschaftleistung
seit März 2009 steckt Frankreich momentan in der
tiefsten Krise seit vier Jahren, während
Deutschland mit einem ganz ansehnlichen,
wenngleich unspektakulären Wirtschaftswachstum
aufwartet. Und auch in Deutschland hat sich die
Konjunktur im März schon wieder in Besorgnis
erregendem Tempo abgeschwächt, ausgelöst von
der erneut rückläufigen Entwicklung im
Industriesektor.“
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