Konjunktur - Anziehendes Exportgeschäft beschert der deutschen Industrie im Februar wieder Wachstum

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Anziehendes Exportgeschäft beschert der deutschen Industrie im Februar wieder Wachstum



- Zweiter Produktionsanstieg in Folge im Februar
- Auftragseingang auf Höchststand seit fast zwei Jahren
- Beschäftigungsabbau verlangsamt sich deutlich

Die deutsche Industrie ist wieder auf Expansionskurs. Beflügelt vom stärksten Auftragszuwachs beim Export seit Mai 2011 verzeichnete auch die Produktion erneut Wachstum.

Positiv wirkten sich zudem die deutlich gefallenen Einkaufspreise aus, was den Druck auf die Gewinnspannen minderte und der Beschäftigung zu Gute kam. Von Entlassungen wurde nur noch vereinzelt berichtet.

Mit diesen positiven Vorgaben schaffte der saisonbereinigte saisonbereinigte Markit/BME Einkaufsmanager Index zum ersten Mal seit einem Jahr wieder den Sprung in die Wachstumszone und notierte bei 50.3 (nach 49.8) Punkten. Damit hinkt er allerdings noch dem Langzeitdurchschnitt von 51.9 hinterher. Der Index spiegelt das Ergebnis der aktuellen Umfrage unter mehr als 500 Unternehmen zur Industriekonjunktur in Deutschland in einem Wert wider.

Wie im Vormonat weisen die Ergebnisse der aktuellen Umfrage Zuwächse in der Produktion aus, was auf eine nachhaltige Umkehr von der Wirtschaftsflaute der letzten Monate hoffen lässt.

Höhere Produktionslevels wurden aus allen drei Industriesektoren gemeldet, angeführt von den Herstellern der Vorleistungsgüter. Insgesamt blieb der Produktionsausstoß allerdings noch recht moderat und lag unterhalb des Langzeittrends.

Rückenwind erhielten die Unternehmen im Februar vor allem durch einen soliden Auftragszuwachs, dem stärksten seit Mai 2011. So erholte sich nach Aussage der Einkaufsmanager die Nachfrage nach deutschen Produkten vor allem aus Asien und von anderen außereuropäischen Märkten. Die Zuwachsrate bei den Exportbestellungen war die höchste seit 21 Monaten. Gewinner waren dabei die Vormaterial- und Investitionsgüterindustrie.

Der deutlich erhöhte Ordereingang führte zum ersten Anstieg der Auftragsbestände seit August 2011. Gleichzeitig schwächte sich die Rückgangsrate bei der Beschäftigung deutlich ab und war die niedrigste seit drei Monaten. Besonders die Vorleistungsgüterindustrie lag hier vorn und berichtete saldiert von stabilen Personalbeständen.

Eine deutliche Entspannung zeigte sich an der Preisfront. Die Einkaufspreise gaben zum dritten Mal in Folge und im Vergleich zum Vormonat sogar signifikant nach. Die Deflationsrate war sogar die stärkste seit Juli 2012. Gleichzeitig konnten erstmalig seit fast einem Jahr zumindest teilweise höhere Angebotspreise durchgesetzt werden. Diese Konstellation verminderte den Druck auf die Gewinnmargen.

Die Vorleistungskäufe in der Industrie wurden auch im Februar zurückgefahren. Allerdings blieb der Rückgang der schwächste seit einem Jahr.

Die Unternehmen halten auch weiterhin am Abbau der Vormaterial- und Fertigproduktlager fest, wobei sich die Rückgangsrate nochmals beschleunigte.

Tim Moore, Ökonom bei Markit, kommentiert den finalen Markit/BME Einkaufsmanager Index:

“Zum ersten Mal seit einem Jahr weist die deutsche Industrie im Februar wieder Wachstum aus und profitiert seit Jahresbeginn vor allem von der anziehenden Exportnachfrage. Mit diesen positiven Vorgaben stieg die Produktion zum zweiten Mal in Folge an und wird hoffentlich auch weiterhin das BIP im ersten Quartal 2013 stützen.

Rückenwind erhielt die Industrie vor allem durch die Konjunkturbelebung auf den asiatischen Märkten. Die Zuwachsrate bei den Exportorders war die kräftigste seit fast zwei Jahren und verstärkt hoffentlich nachhaltig die Wende nach der Schwäche Ende letzten Jahres.

Positiv zeigt sich auch der Arbeitsmarkt, wo deutlich weniger häufig der Rotstift angesetzt wurde als in den Vormonaten. Nachgebende Einkaufspreise verminderten im Februar zudem den Druck auf die Gewinnspannen. ”




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