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Zürcher Kantonalbank Österreich lud zu ihrem Jahresausblick
Unsichere Wirtschaftslage birgt viel Risiko und viele Chancen
"Nur ein Gärtner weiß im Voraus, was ihm
blüht." Damit verweist Christian Nemeth, Chief Investment Officer der
Zürcher Kantonalbank Österreich AG, auf die weiterhin unsichere Lage der
Weltwirtschaft und entsprechende Herausforderungen für Anleger. Die Bank
lud Kunden und Freunde zu ihrem Jahresausblick 2013. Rund 100 Gäste
verfolgten die Vorträge von Finanzexperten im Wiener Hotel
Intercontinental. Ihr Fazit: Das neue Jahr birgt weiterhin Risiken, aber
auch gute Chancen auf hohe Renditen.
"Dies gilt vor allem für den Aktienmarkt, der trotz ordentlichen
Kursgewinnen im abgelaufenen Jahr noch immer günstig bewertet ist", so
Nemeth. Die Zürcher Kantonalbank Österreich konzentriert sich vor allem
auf Papiere aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. "Diese Märkte
kennen wir am besten und wir sehen hier auch noch viel Potenzial", betont
Nemeth. Konkrete Empfehlungen spricht er für Volkswagen, SAP, Deutsche
Bank, Swatch, ABB, Clariant sowie Lenzing, Erste Bank und CA Immo aus.
Global wandere die Wirtschaft noch immer "auf unsicheren Pfaden", aber es
gibt auch positive Signale. In der Eurozone wurde das unmittelbare Risiko
durch den Eingriff der Europäischen Zentralbank deutlich reduziert, die
Ungleichgewichte unter den Mitgliedsstaaten scheinen endlich kleiner zu
werden. Die Bedeutung der "Emerging Markets" für die Weltwirtschaft nimmt
weiter zu, auch wenn die viel gelobten Staaten wie China, Indien und
Brasilien etwas an Kraft eingebüßt haben.
Für die USA ist die Zürcher Kantonalbank Österreich gedämpft
optimistisch: "Der Immobilienmarkt hat sich nach sieben Jahren endlich
stabilisiert, die Zahl der Arbeitslosen ist leicht rückläufig", erklärt
Nemeth. Aber: "Die viel zitierte ’Klippe’ wurde zum Jahreswechsel zwar im
letzten Moment übersprungen, weitere fiskalische Belastungen sollten das
Wachstum in den USA jedoch wohl noch weiterhin bremsen."
Als besonderer Gastredner legte Marco Curti, Chief Investment Officer der
Zürcher Kantonalbank, den Fokus auf die aktuelle Lage der Schweiz. Sie
existiert praktisch als Insel inmitten der Eurozone, in den letzten beiden
Jahren geprägt durch das Einfrieren des Franken auf ein Limit von 1,2
Euro. " An diesem wird die Nationalbank in Bern auch weiter festhalten,
solange nicht eine spürbare Inflation einsetzt", meint Curti. Eine
wichtige Information für Österreich - ist doch die Dichte der Schweizer
Franken-Kredite pro Kopf nirgends so hoch wie hierzulande.
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