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Europa nicht krank schreiben
Internationales Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWK)
sieht gute Chancen für Europas Wirtschaft 2013
Negativschlagzeilen über Europas Wirtschaft im
Allgemeinen, den Euro im Speziellen, bilden die eine Seite, volle
Auftragsbücher und steigende Aktienkurse zum Glück die andere: der
Präsident des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation
(IFWK), Rudolf J. Melzer, sieht für die Wirtschaftsentwicklung 2013
viele positive Vorzeichen: "Wir Europäer dürfen uns nicht von -
oftmals aus Übersee stammender - Panikmache nervös machen lassen,
sondern müssen auf unsere innovativen und gut ausgebildeten
Fachkräfte, unser nachhaltiges Denken und unsere strategische
Schlüsselfunktion vertrauen und auch in der Medienberichterstattung
positiv in die Zukunft blicken."
Praktische Beispiele wie die soeben vom weltweit tätigen
Technologie- und Strategie-Consultingunternehmen Capgemini
veröffentlichte IT-Trends-Studie belegen eine positive
Aufbruchsstimmung. Demnach haben 41 Prozent der befragten
IT-Verantwortlichen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für
2013 höhere IT-Budgets zur Verfügung als noch 2012.
Die IT-Industrie ist aber nur eine von mehreren Indikatorbranchen
für die künftige wirtschaftliche Entwicklung: über volle
Auftragsbücher berichten auch die der produzierenden Industrie vor-
und nachgelagerten Bereiche wie Transport- und Logistik sowie
Rohstoff-Lieferanten. Helmut Struger, Ost- und Zentraleuropa-CEO des
weltweit größten Chemiedistributeurs Brenntag sieht zum Beispiel ein
Ansteigen der Nachfrage im sogenannten "Life-Science"-Bereich, also
Pharma, Food und Cosmetics.
Professor Wilfried Sihn, Fraunhofer Austria Research, bestätigt
diese positiven Trends für 2013 auch für die österreichische
Industrie: "Krisenmeldungen aus der Automobilindustrie sind weniger
konjunkturbedingt, sondern basieren mehr auf schlechtem Management",
fügt der Österreichgeschäftsführer von Europas größter Organisation
für anwendungsorientierte Forschung hinzu.
Auch die Wirtschaftsforscher bestätigten zuletzt, dass die
Stimmung während der letzten Wochen in ganz Europa ins Positive
gekippt sei: Laut Wifo soll Österreichs Wirtschaft im kommenden Jahr
um 1 Prozent wachsen und 2014 gar um 1,8 Prozent. "Natürlich muss der
Finanzsektor in Ordnung und die Politik auf Vordermann gebracht
werden, aber mit positivem und nachhaltigem Denken - auch in den
Redaktionen - sollten wir es schaffen, nicht nur neue Arbeitsplätze,
sondern spannende neue Jobs für die junge Generation in ganz Europa
zu schaffen und nachhaltig abzusichern", fasst IFWK-Präsident Melzer
zusammen.
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