Stellungsnahme der HTI High Tech Industries AG zu Berichten in einzelnen österreichischen Medien
Die HTI High Tech Industries AG (HTI) weist die in einzelnen Medien wiedergegebenen Gerüchte, wonach eine Zerschlagung der HTI vorbereitet werde oder im Raum stünde, zurück.
Die Medienberichte der letzten Tage haben die Partner der HTI High Tech Industries AG extrem verunsichert. Die hohen Bankverbindlichkeiten der HTI sind in der Krise 2008/09 entstanden, seither bekannt und wurden seit damals reduziert. Da die finanzierenden Banken unverändert hinter der HTI stehen, ist der Bestand der HTI gesichert. Wir ersuchen daher alle Kunden, Lieferanten und Partner, das uns bisher entgegengebrachte Vertrauen weiter aufrecht zu erhalten, um die Weiterentwicklung der HTI zu unterstützen.
Das Unternehmen begrüßt den einstimmigen Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012, Mag. Christian Loimayr als Vertreter der RLB Steiermark und Mag. Kurt Helletzgruber in den HTI-Aufsichtsrat zu wählen. Zudem hat die Hauptversammlung allen Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes die Entlastung erteilt. Alle restlichen Tagesordnungspunkte wurden einstimmig durch die Hauptversammlung beschlossen.
Weiters hält die HTI fest, dass es bei der Linzer Tochtergesellschaft Hitzinger keinen Know-how-Abgang im Personalbereich gegeben hat. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine langjährige und stabile Führungsmannschaft aus und fertigt hochwertige Produkte für den globalen Markt. Der Personalabbau bei Hitzinger ist Ergebnis erfolgreicher Effizienzsteigerungsmaßnahmen der letzten Monate. Der Umsatz- und damit Ergebnisrückgang im ersten Quartal 2012 hängt mit Auslieferungsterminen bei Projekten zusammen. Aktuell liegt der Auftragsstand deutlich über dem Vorjahr und über Plan, sodass Hitzinger bis Jahresende 2012 ausgelastet ist und mit entsprechendem Gewinn abschließen wird. Für 2013 sind bereits heute einige Großprojekte im Auftragsbestand. Die beabsichtigte Standortübersiedelung von Hitzinger ist weiterhin aufrecht, wurde allerdings projektbezogen in das Jahr 2013 verschoben.
Es besteht kein Zusammenhang zwischen der Situation bei Technoplast und Gruber & Kaja. Gruber & Kaja ist in gänzlich anderen Geschäftsfeldern tätig. Das Aluminium-Druckguss-Unternehmen war zwar im vierten Quartal 2011 sowie zu Beginn des Jahres 2012 mit saisonalen Abrufrückgängen konfrontiert, die Auftragslage stabilisierte sich jedoch gegen Ende des ersten Quartals 2012. Aufgrund der guten technologischen Positionierung konnte Gruber & Kaja zuletzt sehr anspruchsvolle Neuaufträge gewinnen und wird das Geschäftsjahr 2012 mit Gewinn abschließen.
Insgesamt ist die HTI-Gruppe bestrebt, ihre Optimierungsmaßnahmen fortzusetzen und im Rahmen von operativen bzw. strategischen Kooperationen die Marktchancen für ihre operativen Tochtergesellschaften zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen. Unter den gegebenen Marktszenarien geht die HTI für das Gesamtjahr 2012 von einem Umsatz auf zumindest Vorjahresniveau und einem positiven Ergebnis von rund 1 Million Euro aus.