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Industrie: Österreich fällt im Standortwettbewerb immer weiter zurück
IV-GS Neumayer: Aktuelles IMD-Ranking: Österreichs Unternehmen bei Effizienz führend, Staat mit Reformen säumig - Österreich muss vom Mittelmaß wieder an die Weltspitze aufschließen
"Österreich fällt erneut im internationalen
Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit und damit im Standortwettbewerb
weiter zurück. Mit einer mittelmäßigen Performance in der
Standortpolitik werden wir weder unseren Wohlstand halten können,
noch zusätzliche Beschäftigung schaffen. Wir müssen rasch
gegensteuern und handeln", mahnte der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer anlässlich des
heute präsentierten "World Competitiveness Scoreboard 2012" des
Schweizer Instituts IMD. Österreich ist im aktuellen Ranking von Rang
18 auf Rang 21 (von insgesamt 59 Staaten) zurückgefallen. Im Jahr
2007 war Österreich hingegen noch auf Rang 11 gelegen. "Mit der
Verabschiedung aus den Top-20 ist Österreich endgültig nur noch
Mittelmaß, was die Standortqualität anbelangt. Während andere Staaten
ihre Hausaufgaben erledigen und in Sachen Standortqualität an
Österreich vorbeiziehen, begnügen wir uns hierzulande damit, den
Rückgang zu verwalten", kritisierte Neumayer. Die Industrie fordere
daher eine standort- und industriepolitische Offensive mit
umfassenden Struktur- und Verwaltungsreformen in Österreich ein. Die
Handlungsfelder, in denen Österreich säumig ist, wie die Eindämmung
der Frühpensionen, die Steigerung von Effizienz in Gesundheit,
Bildung und Verwaltung, seien alle hinlänglich bekannt.
Die Unternehmen hätten es in Zeiten der Globalisierung und des
verstärkten internationalen Wettbewerbes verstanden, den
Strukturwandel als Wachstumschance zu nutzen, so der
IV-Generalsekretär. Daher sei auch der Bereich der
Wirtschaftsleistung ("Economic Performance") eine der wenigen noch
verbliebenen Stärken des Standortes, wo man sich um vier Plätze
verbessern konnte. "Das ist ein Verdienst unserer tüchtigen
Unternehmerinnen und Unternehmer sowie ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter", betonte Neumayer. Für die Erosion der Standortqualität
seien hingegen in erster Linie die inzwischen dramatischen Einbußen
in der Kategorie "Effizienz der Regierung" ("Government Efficiency")
verantwortlich. "In den vergangenen Jahren, sind wir vor allem in der
Bewertung unserer politischen Performance drastisch abgefallen und
liegen nunmehr auf Rang 33", so Neumayer. Insgesamt habe man in
diesem Bereich in den vergangenen 5 Jahren 23 Plätze eingebüßt. Die
Politik sei dringend gefordert, es den Unternehmen gleich zu tun,
denn "Mittelmaß zu sein kann und darf nicht unser Anspruch sein. Wir
müssen alles daran setzen wieder zur internationalen Spitze
aufzuschließen."
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