Stabilisierungsmaßnahmen für die ÖVAG greifen: Zufriedenstellendes Q1 Ergebnis
Der Konzern der Österreichischen
Volksbanken-Aktiengesellschaft (ÖVAG) hat das erste Quartal
2012 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen. Das
Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 39 Mio. Das Konzernergebnis
nach Steuern und Minderheitenanteilen liegt bei EUR 22 Mio. Die
Zahlen belegen, dass die Stabilisierungsmaßnahmen
(Kapitalschnitt und Kapitalerhöhung rückwirkend zum
31.12.2011 sowie Verkauf der VBI, Verkauf der Beteiligungen an
den VICTORIA Volksbanken Versicherungsgesellschaften und
Verkauf der Selini Holding GmbH) greifen und zu einer
deutlichen Stärkung des Kapitals beitragen.
Insbesondere konnten durch den Verkauf des VBI
Teilkonzerns die Eigenmittelquoten deutlich verbessert werden.
Die Tier I Ratio (bezogen auf das Gesamtrisiko) liegt zum 31.
März 2012 bei 11,1 % (31. Dezember 2011: 8,8 %), die
Eigenmittelquote (bezogen auf das Gesamtrisiko) beträgt 16,6 %
(31. Dezember 2011: 12,7 %).
Bilanz und Eigenmittel
Die bankrechtlichen Eigenmittel des ÖVAG Konzerns
betragen zum 31. März 2012 EUR 3,2 Mrd. In die Berechnung der
Eigenmittel sind die rückwirkenden Kapitalmaßnahmen
(Kapitalschnitt und Kapitalerhöhung) bereits einbezogen.
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. März 2012 EUR 31,6 Mrd.
und weist im Vergleich zum Ultimo 2011 einen Rückgang von EUR
9,5 Mrd. aus. Durch die Entkonsolidierung des VBI Teilkonzerns
gehen EUR 8,8 Mrd. ab.
Ergebnisse im Detail
Im Ergebnis der Vergleichsperiode ist die ab Oktober 2011
at equity bewertete Volksbank Romania (VB RO) mit ihrem
Ergebnis 1-3/2011 enthalten.
Die Risikovorsorgen betragen für das erste Quartal 2012
EUR 22 Mio (Q1 2011: EUR 45 Mio). Die VB RO trägt zu dem
Rückgang EUR 18 Mio. bei, das Geschäftsfeld Coporates im
Non-core Business Segment EUR 4 Mio.
Der Verwaltungsaufwand konnte um EUR 23 Mio. auf EUR 65
Mio. gesenkt werden. Neben der VB RO die mit EUR 14 Mio. zum
Rückgang beiträgt, konnten vor allem im Segment
Bankbuch/Allgemein die Kosten gesenkt werden. Der Personalstand
bereinigt um die Veräußerungsgruppe verringerte sich
gegenüber dem Ultimo 2011 um 56 Mitarbeiter und beträgt nun
1.982 Mitarbeiter. Davon sind 779 nicht in Österreich
beschäftigt.
Der Zinsüberschuss beträgt für das erste Quartal 2012
EUR 56 Mio. und liegt damit mit EUR 60 Mio. unter dem Ergebnis
der Vergleichsperiode. Der Rückgang ist auf die VB RO mit EUR
32 Mio., sowie weitere Rückgänge im Segment Non-core Business
in Höhe von EUR 12 Mio. zurückzuführen. Im Segment
Bankbuch/Allgemein bleibt der Zinsüberschuss unter dem
Vorjahresniveau, da abreifende Veranlagungen angesichts unserer
konservativen Zinsrisikopolitik nicht im selben Ausmaß ersetzt
werden.
Der Provisionsüberschuss ging im ersten Quartal 2012 im
Vergleich zur Vorperiode um EUR 5 Mio. zurück und beträgt EUR
20 Mio. Das Segment Non-core Business trägt dazu mit EUR 4
Mio. bei (VB RO EUR 2 Mio.). Das Handelsergebnis verbesserte
sich von EUR 5 Mio. auf EUR 8 Mio.
Der Zwischenbericht zum 1. Quartal 2012 steht auf
www.volksbank.com zum Download bereit.