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Studie: Jeder 10. Österreicher will in Wertpapiere investieren
* 62% erwarten höchste Renditen in Gold und Immobilien
* 1 von 10 ist bereit Wertpapiere zu kaufen
* 50.000 Euro veranlagen: Sachwerte & Sparbuch vorne
Bereit für Wertpapiere?
Aufgrund der niedrigen Realzinsen am Sparbuch stellt sich die Frage, ob
die Österreicher schon (wieder) bereit sind, auch in Wertpapieren zu
veranlagen. Jeder 10. österreichische Anleger signalisiert hohe bis
mittlere Bereitschaft in den nächsten 12 Monaten Wertpapiere zu kaufen. Der
Rest lehnt den Kauf von Wertpapieren in nächster Zeit ab. Die Gründe dafür
sind im Wesentlichen die Unsicherheiten durch die Finanzkrise (84%) und zu
wenig Informationen über Wertpapiere (80%). "Da liegt offensichtlich noch
ein ganzes Stück Informationsarbeit vor uns", so Thomas Schaufler,
Wertpapierexperte der Erste Group. Die besten Renditen erzielt man als
Sparer und Anleger dann, wenn man breit aufgestellt ist. "Alles auf eine
Karte zu setzten ist immer falsch", meint Schaufler. Das gilt genauso für
das Sparbuch wie auch für Wertpapiere. Wenn es um Geldanlage geht, sind die
Österreicher traditionell eher konservativ. Herr und Frau Österreicher
sehen als die drei risikoreichsten Anlageformen Aktien (77%), Fonds (53%)
und Anleihen (44%). Sparbuch und Bausparvertrag werden als die sichersten
Geldanlageformen wahrgenommen; nur je 5% sehen hier ein hohes Risiko.
Die richtige Mischung macht die Rendite
"Sein Geld in Zeiten niedriger Zinsen so veranlagt zu haben um bei
überschaubarem Risiko die Inflation zu schlagen, das ist aktuell der Wunsch
der meisten Anleger", erklärt Schaufler. Laut der Umfrage erwarten die
Österreicher bei Gold und Immobilien (62%) die höchsten Renditen.
Interessant erscheint, dass Wertpapiere (11%) bei der Gewinnerwartung mit
Versicherungen (12%) und Sparprodukten (10%) fast gleich auf im Mittelfeld
liegen. Das höhere Risiko bei Wertpapieren wird nicht mehr mit den höheren
Renditen verknüpft.
Der Trend zu Sachwerten ist schon seit einiger Zeit bemerkbar. "Gold dient
allerdings höchstens als Beimischung in der Höhe von 5-10% des
Gesamtvermögens. Auch bei Immobilien ist angesichts der mittlerweile teils
überzogenen Anschaffungskosten Vorsicht geboten", so Schaufler.
Krisen gut überstehen
Von der Ölkrise 1973 bis hin zur Finanzkrise 2008 sind jene Anleger am
besten unterwegs gewesen, die Ihr Vermögen breit gestreut hatten. Es gibt
keinen Bereich, wo es immer nur nach oben geht. Deshalb ist es wichtig,
dass man sich breit aufstellt. Die richtige Auswahl der Anlageklassen ist
zu mehr als 90 % für den Erfolg einer Veranlagung verantwortlich. Eine
gezielte Vermögensaufteilung minimiert das Gesamtrisiko der Veranlagung,
reduziert die Wertschwankungen und erhöht das langfristige
Erfolgspotenzial. Seit dem 1.1.2000 ist beispielsweise Öl um 277 % im Preis
gestiegen. "Das wird zwar von vielen mitverfolgt aber nicht investiert",
erklärt Schaufler. Genau wie die Bedürfnisse der Menschen (Miete,
Fahrtkosten, Lebensmittel) sollte auch die Veranlagung sehr divers
ausfallen. Ziel ist es nicht "nur" das Nominale abzusichern sondern die
Möglichkeit zu schaffen eine Wertstabilität zu schaffen, die die
Bedürfnisse im täglichen Leben abdecken. "Wir gehen davon aus, dass die
Zinsen auf die nächsten Jahre eher niedrig bleiben werden. Mit anderen
Worten: Wenn man nicht mit negativen Realzinsen leben möchte, ist jetzt der
richtige Zeitpunkt sich über die Aufteilung seiner Ersparnisse Gedanken zu
machen", so Schaufler. Oberste Priorität hat dabei immer das Thema Risiko.
"Die Zeiten der großen Renditen wo das Risiko weniger Beachtung fand sind
Jahre vorbei. Kunden fragen viel mehr nach, wollen genau verstehen wie ein
Produkt funktioniert und es liegt an uns Banken das gut zu erklären."
Wie Österreich 50.000 Euro veranlagen würde
Würde man 50.000 Euro erben, würden die Österreicher aktuell wie folgt
veranlagen. 43% des Geldes würden sie in Gold und Immobilien stecken, 24%
kommen auf Sparbuch und Bausparer, 18% in Versicherungen. 5.000 Euro würde
man auch in Wertpapiere veranlagen.
Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Streuung deutlich zu erhöhen.
Eine Veranlagung die neben zinsgebundenen Produkten (Bausparen, Sparbuch,
Anleihen) auch Aktien, Währungen und Rohstoffe abdeckt, bringt gerade in
Krisenzeiten die notwendige Stabilität ins Portfolio. Wer aktuell sein
Wertpapierdepot zur Erste Bank überträgt oder sein bestehendes Depot
aufstockt, bekommt bei einer laufenden Aktion (bis 31.7.) bis zu 500 Euro.
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