G8 wollen Wachstum und Arbeitsplätze schaffen

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G8 wollen Wachstum und Arbeitsplätze schaffen



Der G8 Gipfel , das Treffen der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten sieben Industrieländer und des russischen Premierministers am vergangenen Wochenende, zeigte mit klarer Mehrheit den Wunsch nach Ankurbelung des Wirtschaftswachstums und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Notfalls, so hörte man, wolle man auch neue Schulden in Kauf nehmen, um dieses Ziel zu erreichen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich bekannterweise gegen diese Pläne ausspricht, steht mit ihrer Forderung nach noch strikteren Sparmaßnahmen zusehends einsamer da. In Händlerkreisen spekuliert man bereits über eine bevorstehende Wende bei der europäischen Sparpolitik. Wie die Finanzierung der neuen Arbeitsplätze und wachsenden Wirtschaft genau aussehen soll, konnte allerdings bis jetzt niemand sagen. Von Eurobonds, direkten Krediten an angeschlagene Staaten wie Griechenland und neuen Schulden wird gesprochen. Am Mittwoch wird es einen europäischen Sondergipfel zum Thema Wirtschaftswachstum geben. Der Euro zeigt sich vor diesem Hintergrund überraschend fest bei rund 1,2775 Dollar heute am Morgen in Europa, die Spannung vor dem Sondergipfel am Mittwoch und den Neuwahlen am 17. Juni in Griechenland ist laut Marktteilnehmern aber deutlich zu spüren.

Auch der japanische Yen sorgt für Spekulationen. Gerne wird die asiatische Währung noch als sicherer Hafen angesehen und wertet dadurch immer wieder deutlich gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen auf. Verbale Interventionen der Verantwortlichen in Tokio lassen Spekulationen über direkte Interventionen aufkommen. Die Veröffentlichung von Handelsbilanzdaten am Mittwoch wird mit Spannung erwartet. Ein neuerliches Defizit Japans im Außenhandel bedeutet in den Augen vieler Marktteilnehmer Intervention.

An den Rohstoffmärkten konnte die Aussage einiger Händler von Goldman Sachs , die die Talfahrt der Rohölpreise der letzten Tage als übertrieben bezeichneten, diese stoppen. Nachdem US-Öl am Freitag den tiefsten Stand seit sechs Monaten erreichte, notiert es aktuell bei rund 91,88 Dollar je Barrel, das Nordseeöl der Sorte Brent kostet nur 108,50 Dollar je Fass. Der Preis für eine Feinunze Gold liegt bei 1597 Dollar.




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