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Geschäftsjahr 2001 mit signifikant verbesserter Profitabilität bei leicht rückläufigem Umsatz
- Die CyberTron Telekom AG erreicht durch massive Kostenreduktion im Jahr
2001 erstmals im vierten Quartal einen operativen Gewinn auf EBITDA Basis.
- Das letzte Quartal des vergangenen Jahres zeigt erstmals seit drei
Quartalen wieder einen Umsatzanstieg.
- Positiver Ausblick auf 2002 mit Ziel Cashflow Break-Even.
Im Geschäftsjahr 2001 erwirtschaftete das Telekommunikationsunternehmen
CyberTron Telekom AG einen Konzernumsatz von EUR 66,66 Mio. gegenüber EUR
70,18 Mio. im Jahr 2000.
Trotz eines kompetitiven Marktumfeldes ist es im Jahr 2001 gelungen,
Produkte und Dienstleistungen der CyberTron insbesondere im Bereich der
Klein- und Mittelbetriebe zu forcieren. Der Umsatzverlust durch in
Finanzprobleme geratene "New-Economy"-Unternehmen, die zum Großteil
CyberTron-Kunden waren, konnte dadurch nahezu kompensiert werden.
Nach dem massiven Umsatzwachstum der CyberTron-Gruppe der letzten Jahre, lag
der Unternehmensfokus im Jahr 2001 auf dem Erreichen des operativen
Break-Evens auf Quartalsbasis - dieses Ziel konnte erstmals in der
Unternehmensgeschichte im 4. Quartal 2001 erreicht werden.
Auf der Umsatzseite gab es die klare Konzentration auf ertragsstarke
Produkte und Kunden - auch wenn jene mit keinem oder geringem
Deckungsbeitrag aufgegeben wurden. Dies hat in den ersten drei Quartalen
2001 zu einer Reduktion des Umsatzes geführt, jedoch konnte im vierten
Quartal der Umsatz im Vergleich zu den Vorquartalen erstmals wieder
gesteigert werden. Durch die konsequente Umsetzung konnte die Bruttomarge im
Vergleich zum Vorjahr um 55,5% auf 25,2% gesteigert werden.
CyberTron war im Geschäftsjahr 2001 ausschließlich auf den österreichischen
Markt fokussiert, daher wurde der gesamte Umsatz im Inland getätigt.
Ertragslage und Umsatzrendite signifikant verbessert:
Die wesentliche Ertragskennzahl in der Telekommunikationsbranche, das EBITDA
(operative Betriebstätigkeit ohne Zinsen, Abschreibungen und Steuern)
beträgt für die CyberTron-Gruppe für das Jahr 2001 EUR -8,5 Mio. gegenüber
EUR -19,7 Mio. im Jahr 2002.
Die operative Umsatzrendite (EBITDA/Umsatz) konnte im Konzern um 54,6%
ver-bessert werden. Die operativen Verluste in Relation zum Umsatz konnten
nach
-28,0% im Jahr 2000 auf -12,7% im Jahr 2001 gesenkt werden. Das dritte
Quartal 2001 wurde durch einmalige Restrukturierungskosten im Ausmaß von
zusätzlich EUR 4,02 Mio. (vor allem durch Beendigungskosten von Personal und
Mieten, bzw. durch Wertberichtigungen) belastet.
Das Ziel, schnellstmöglich die operative Gewinnschwelle zu erreichen, wurde
maßgeblich durch die Kombination von ertragssteigernden Maßnahmen und durch
ein massives Kostenreduktionsprogramm im Jahr 2001 ermöglicht: Durch die
Reduktion des Personals, die Optimierung und Automation der internen Abläufe
sowie die klare Fokussierung auf das Kerngeschäft war es möglich, die
operativen Kosten drastisch zu senken. Hatte die Gesellschaft im
Jahresdurchschnitt 2000 393 Mitarbeiter, so waren im Jahr 2001 noch
durchschnittlich 285 Mitarbeiter angestellt - zum 31.12.2001 waren 141
Mitarbeiter beschäftigt.
Wesentliche Bilanzdaten:
Unter Berücksichtigung der im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten
Kapitalerhöhungen beträgt das Konzerneigenkapital zum 31.12.2001 EUR 15,5
Mio. (31.12.2000: EUR 39,9 Mio.).
Der Firmenwert sank von EUR 19,6 Mio. auf EUR 4,5 Mio. Dies ist auch dadurch
bedingt, dass aufgrund der allgemeinen Kursentwicklung von Telekom-Aktien an
den internationalen Börsen aktivierte Firmenwerte in Höhe von EUR 9,3 Mio.
außerplanmäßig abgeschrieben wurden.
Die kurzfristigen Kundenforderungen konnten durch das deutlich verbesserte
Verrechnungssystem und die Optimierung des Mahnwesens von 18,5 Mio. im Jahr
2001 auf EUR 11,1 Mio. gesenkt werden.
Im Geschäftsjahr 2001 wurden EUR 5,3 Mio. für immaterielle
Vermögensgegenstände und EUR 12,7 Mio. für den Erwerb von Sachanlagen
aufgewendet.
Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von EUR 15,3 Mio. resultiert aus einer
am 28. April 2002 abgeschlossenen Besserungsvereinbarung mit zwei
institutionellen Inhabern der nachrangigen Optionsanleihe 2001-2006 der
CyberTron Telekom AG, die mit Wirkung zum 31. Dezember 2001 auf im Jänner
2006 fällige Forderungen und Zinsen verzichten.
Christian Forstner, Unternehmenssprecher, zeigt sich über das
Geschäftsergebnis 2001 und das vierte Quartal 2001 sehr zufrieden:
"Mit den Zahlen des letzten Jahres, insbesondere mit dem Ergebnis des
vierten Quartals 2001 haben wir trotz eines für alternative
Telekomunternehmen sehr schwierigen Jahres bewiesen, dass unser
Geschäftsmodell funktioniert und die Kombination aus ertragssteigernden
Maßnahmen und rigorosem Kostensenkungsprogramm zu einer nachhaltigen
Verbesserung der operativen Ergebnisse führt.
Das gesamte Wachstum des Telekommunikationsmarktes wird sich in Österreich
auch im Jahr 2002, vor allem in den für CyberTron besonders relevanten,
Daten- und Internetsegmenten fortsetzen. Die schwierige Marktsituation und
der verschärfte Wettbewerb werden aber auch weiterhin für enormen Preis- und
Margendruck sor-gen. Weiters ist davon auszugehen, dass sich die
Marktkonsolidierung fortsetzen wird und Marktteilnehmer auch im Jahr 2002
entweder aus dem Markt ausscheiden oder in größeren Unternehmensgruppen
aufgehen werden.
Die eingeschlagene Strategie der CyberTron Telekom AG stützt sich im Jahr
2002 weiterhin einerseits auf die "Hoheit über die Infrastruktur bis hin zum
Endkunden" sowie auf einen ebenso kontinuierlichen Ausbau der eigenen
Wählämter in den Räumen der Telekom Austria, andererseits jedoch auf die
verstärkte Zurverfügungstellung von neuen Produkten und Dienstleistungen, im
Besonderen von breitbandigen Datendiensten (ADSL, SDSL) auf "entbündelten"
Leitungen.
Der Gesamtfokus der CyberTron liegt im Jahr 2002 auf dem Erreichen der
operativen Gewinnschwelle (Cash und Finanz Break-Even). Zukünftig wird die
weitere Profitabilitätssteigerung nur zu einem Teil aus der weiteren
Effizienzsteigerung der Kostenseite kommen, der wesentliche Teil stammt aus
der Forcierung der ertragsstarken breitbandigen Internet- und Datenprodukte,
die auf eigener Infrastruktur produziert werden können. Zusätzlich sehen wir
uns durch die praktische Erfahrung des abgelaufenen Jahres bestätigt, dass
die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in unsere innovative
Netzinfrastruktur eine gute Ausgangsbasis für die Generierung adäquater
finanzieller Rückflüsse darstellen."
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