Erste Bank favorisiert Immoeast
Wie bereits im Dezember letzten Jahres angekündigt, werden Immofinanz und Immoeast
nächste Woche (20. bzw. 21. Jänner 2010) außerordentliche Hauptversammlungen abhalten,
bei denen über eine Fusion der beiden Gesellschaften abgestimmt wird. Hierfür ist in beiden
Hauptversammlungen eine Dreiviertelmehrheit notwendig. Das Umtauschverhältnis für die
Minderheitsaktionäre der Immoeast wurde von den Vorständen mit 3 Aktien der Immofinanz für
2 Aktien der Immoeast vereinbart und entspricht damit wie bereits im Vorfeld angekündigt der
Relation der jeweiligen Nettovermögenswerte (NAV) zum vereinbarten Bewertungsstichtag
(31.10.2009) adjustiert um die potentielle Verwässerung durch die 2009-11
Wandelanleihentranche, die sich bereits im Geld befindet und seit 1. Dezember 2009 gewandelt
werden könnte. Der Aktientausch findet nach der Firmenbucheintragung der Verschmelzung
statt, welche frühestens Ende Februar 2010 zu erwarten ist.
Aufgrund der beherrschenden Stellung von Immofinanz (54,64% der Immoeast Aktien) und da
eine Fusion aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten für beide Unternehmen durchaus Sinn macht,
gehen wir grundsätzlich von positiven Entscheidungen in beiden Hauptversammlungen aus. Da
die Fusion bzw. insbesondere die Verschiebung einer potentiell notwendigen Kapitalerhöhung
eher zu Gunsten der Immofinanzaktionäre geht, kann ein Veto seitens der Immoeast
Minderheitsaktionäre dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund
favorisieren wir im Vorfeld der Fusion die Aktie der Immoeast, da eine positive Entscheidung
bereits eingepreist ist (die Aktien notieren im Verhältnis 1,5:1) und sich im Fall einer negativen
Entscheidung die Aktie der Immoeast besser entwickeln sollte.