Erste Bank kommentiert die geplante Fusion
Immoeast konnte auch im 2. Quartal positiv überraschen und kam mit einem Gewinn von EUR
63,3 Mio. ungefähr 7,4% über unseren Schätzungen zu liegen. Wesentlicher Grund für die
besser als erwartete Entwicklung war neben einem guten operativen Ergebnis auch ein leicht
positives Bewertungsergebnis. Die Mieterlöse lagen aufgrund eines nach wie vor schwierigen
Marktumfeldes, Verkäufen in den Vorquartalen und Währungseffekten unter dem Vorquartal,
was neben geringeren Verkaufserlösen auch auf das operative Ergebnis drückte. Die
Mieterlöse und das EBITDA lagen aber dennoch deutlich über den Vorjahreswerten. Augrund
des positiven Ergebnisbetrages, stieg der NAV/Aktie leicht gegenüber dem Vorquartal von 7,25
auf EUR 7,31.
Neuigkeiten gibt es auch bezüglich der geplanten Fusion zwischen Immoeast/Immofinanz. Die
jeweiligen Vorstände und Aufsichtsräte der Immoeast und Immofinanz haben einstimmig die
Beschlüsse gefasst, die beiden Unternehmen in Form eines „upstream mergers“ (Immoeast wir
in die Immofinanz übertragen) rückwirkend per 30.4.2009 zu fusionieren. Hierfür sind unter
anderem Dreiviertelmehrheiten in den außerordentlichen Hauptversammlungen der beiden
Gesellschaften notwendig, die für den 20. Jänner 2010 (Immofinanz) und den 21. Jänner 2010
(Immoeast) anberaumt sind. Das Umtauschverhältnis für die Minderheitsaktionäre der
Immoeast wurde von den Vorständen mit 3 Aktien der Immofinanz für 2 Aktien der IMMOEAST
AG vereinbart und entspricht damit wie bereits im Vorfeld angekündigt der Relation der
jeweiligen Nettovermögenswerte (NAV) zum vereinbarten Bewertungsstichtag (31.10.2009)
adjustiert um die potentielle Verwässerung durch die 2009-11 Wandelanleihentranche, die sich
bereits im Geld befinden und seit 1. Dezember 2009 gewandelt werden könne. Der
Aktientausch findet nach der Firmenbucheintragung der Verschmelzung statt, die frühestens
Ende Februar 2010 zu erwarten ist.
Auf Basis eines defensiven Szenarios sieht der Vorstand der Immoeast/Immofinanz kurzfristig
nur einen geringen Kapitalbedarf. Die Gesellschaft sei weitgehend ausfinanziert und eine
Kapitalerhöhung sei neben der Situation am Kapitalmarkt auch von einer Erholung an den
Immobilienmärkten abhängig. Der Kapitalbedarf in einem offensiveren Szenario könnte auch
durch weitere Immobilienverkäufe reduziert werden. Insgesamt erachten wir die Aussage, dass
eine Kapitalerhöhung optional und von der weiteren Entwicklung am Kapitalmarkt und an den
Immobilienmärkten abhängig ist, als positiv, wenn auch das für die Aktionäre der Immoeast
optimale Szenario einer Kapitalerhöhung im Vorfeld der Fusion endgültig vom Tisch ist.