Erste Bank rät aufgrund der hohen Verschulung noch zur Vorsicht
CWT hat diese Woche Zahlen für 2008 vorgelegt. Der Umsatz konnte um knapp 10% auf EUR
307 Mio. gesteigert werden. Jedoch wesentlich belastet durch Restrukturierungsaufwendungen
zur Abwicklung verlustbringender Projekte, Schließung und Redimensionierung unprofitabler
Unternehmenseinheiten und Firmenwertabschreibungen wies CWT einen operativen Verlust
von EUR 18,4 Mio. aus. Der Jahresverlust belief sich auf EUR 27,5 Mio. Die positive
Überraschung war der positive operative Cash-flow von knapp EUR 1,6 Mio. Die
Nettoverschuldung per Jahresende 2008 belief sich auf EUR 54,7 Mio. Damit beläuft sich der
Verschuldungsgrad von CWT auf sehr hohe 148%. Allerdings ist der Großteil (EUR 50 Mio.)
der Finanzschulden von CWT über eine lang laufende Anleihe (Fälligkeit 2013) gedeckt.
Die operativen Zahlen von CWT in 2008 waren eine erwartete Enttäuschung. Deutlich positiver
als erwartet fiel die Nettoverschuldung von knapp EUR 55 Mio. aus. Wir erwarteten einen Wert
von knapp EUR 75 Mio. Weiters positiv sehen wir die Ankündigung des Managements, für die
Food & Beverage Division eine strategische Allianz einzugehen, da sich bislang gezeigt hat,
dass dieser Bereich operativ nur schwer ohne Partner bestehen kann. Auf Basis der heute
veröffentlichten Zahlen wird sich in unserer nächsten Analyse die überraschend geringe
Nettoverschuldung positiv auf unser Kursziel auswirken. CWT könnte sich zu einer ‚Turnaround-
story’ entwickeln. Wir raten dennoch aufgrund des schwierigen Um feldes und der
hohen Verschulung noch zur Vorsicht.