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"trend": Rechungshof kritisiert burgenländische Spekulationsgeschäfte
Das Land Burgenland, so ein geheimer Rechnungshofbericht,
spekulierte mit Steuergeldern, ohne über die Risiken
ausreichend informiert zu sein.
In dem Akt mit der Geschäftszahl 003.292/010-S4-4/08
berichtet der Rechnungshof über die Veranlagungsgeschäfte des Landes
Burgenland. Vor allem in den letzten Jahren waren die Geschäft nicht
gerade erfolgreich, berichtet der "trend" in seiner am Montag
erscheinenden Ausgabe: "Nach anfänglichen Gewinnen von 21,28
Millionen Euro verursachten diese Geschäfte in den Jahren 2004 bis
2006 Verluste von 7,84 Millionen Euro", heißt es in dem Bericht.
Selbst die Tatsache, dass vorläufig unterm Strich noch immer ein
positiver Saldo steht, kritisiert der Rechnungshof in seiner Analyse.
Dessen Experten bewerten das Plus als Zufall und nicht als Ergebnis
bewusster strategischer Planung. "Das Land Burgenland führte
Derivativgeschäfte durch, ohne über das vorhandene Risiko ausreichend
informiert gewesen zu sein. Laufende Risikobewertungen fehlten",
kritisiert der Bericht. Vor allem den Abschluss von Zinsswaps im Jahr
2003 mit einem Volumen von 150 Millionen Euro und einer Laufzeit von
30 Jahren bemängeln die Prüfern, zumal laufzeitgleiche Grundgeschäfte
fehlten.
In ihrer Stellungnahme verteidigt die Landesregierung die
riskanten Deals und verweist darauf, dass sie bislang in Summe einen
Gewinn von über 15 Millionen Euro gebracht hätten. Was das
Swapgeschäft anbelangt, so könne dessen Erfolg endgültig erst in 30
Jahren beurteilt werden.
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