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E-Wirtschaft kritisiert Effekthascherei des Regulators
Schmidt: "Österreichische Strompreise sind marktkonform"
Österreichs E-Wirtschaft weist jüngste
Anschuldigungen des Regulators im Bezug auf die Strompreise in
Österreich vehement zurück. "Mangels neuer Themen hat sich der
Regulator offenbar auf reine Effekthascherei und populistische
Interpretation der Demoskopie verlegt", erklärte die
Generalsekretärin des Verbands der Elektrizitätsunternehmen
Österreichs (VEÖ), Barbara Schmidt. "Kein Konsument wird Preise, die
in jüngster Zeit gestiegen sind, für angemessen halten. Das gilt für
Lebensmittel wie für Strom", so Schmidt.
Boltz wisse ganz genau, dass die aktuell gesunkenen Börsenpreise
für Strombezüge erst ein Jahr später weitergegeben werden können.
Kein Unternehmen der E-Wirtschaft könne es riskieren, den benötigten
Strom für Haushalte kurzfristig auf dem Spot-Markt einzukaufen. Hier
müsse die Versorgung langfristig abgesichert werden. Schmidt: "Die
Haushaltsstrompreise in Österreich sind von 2005 bis 2009 im
Wesentlichen in zwei Schritten angestiegen und seither annähernd
konstant. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh zahlt
im Schnitt jährlich etwa 610 Euro für Strom. Die Preiserhöhungen in
den vergangenen Jahren lagen mit 1,3 Prozent exklusive Steuern im
Jahresschnitt unter dem EU-Durchschnitt von 1,9 Prozent." Österreich
habe in der EU zudem die viertgrößte Steuerbelastung bei Strom für
Haushalte und die drittgrößte Steuerbelastung für Industrie-Strom.
Schmidt: "Der Staat nascht also überdimensional an jeder
Preiserhöhung mit, was die Konsumenten zusätzlich spüren."
Niedrige Vertriebsmargen in Österreich
Unzutreffend sind auch die globalen Aussagen des Regulators über
Preise und Wettbewerb, so Schmidt. Österreichs
Elektrizitätsunternehmen stehen in einer intensiveren Konkurrenz, als
dies in den meisten EU-Ländern der Fall ist. Schmidt: "Eine Studie
von A.T.Kearney hat zweifelsfrei belegt, dass die Vertriebsmargen,
die die Elektrizitätsunternehmen auf den im Wettbewerb stehenden
Energiepreis aufschlagen können, in Österreich sehr niedrig sind. Sie
liegen im Schnitt bei einem Viertel Cent je Kilowattstunde und
betragen daher nur einen Bruchteil von jenen in Großbritannien oder
Schweden, die als wettbewerbsintensive Strommärkte gelten." Diese
niedrigen Margen sind einer der wesentlichsten Gründe dafür, dass der
österreichische Markt für ausländische Anbieter unattraktiv ist.
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