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NEWS: Rothensteiner und Treichl: "Ost-Story noch lange nicht zu Ende."
Erste-Boss Andreas Treichl und RZB-General Walter Rothensteiner
analysieren beim NEWS-Bankengipfel Krise, Kredite und Verluste.
Im Doppelinterview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS analysieren die beiden
Bank-Bosse Walter Rothensteiner (RZB) und Andreas Treichl (Erste
Group) die aktuelle Finanzkrise, die Rolle der Banken und was jetzt
zu tun ist. Beide erklären auch, warum die Osteuropa-Story noch lange
weitergehen wird. Rothensteiner: "Sämtliche Wirtschaftsprognosen
bescheinigen Osteuropa noch immer ein höheres Wachstum als
beispielsweise Österreich. Das wird aber momentan nicht honoriert."
Treichl: "Wir werden stark vom angloamerikanischen Raum beurteilt.
Wenn eine Region so negativ beurteilt wird, stecken Absichten
dahinter. Das wirkt auch. Wenn sie ein Land runterreden, hat es
irgendwann auch einmal einen Effekt."
Die Generaldirektoren von Erste Group und Raiffeisen Zentralbank
üben im NEWS-Interview auch Selbstkritik. Treichl: "Ich will nicht
sagen, Raiffeisen und Sparkassen sind die Braven. Aber hätten wir in
den letzten 15 Jahren nur Sparbuch und Bausparverträge, nicht aber
Fremdwährungskredite und Tilgungsträger angeboten, gäbe es uns heute
nicht mehr."
Die mächtigen Bankchefs weisen Vorwürfe einer aktuellen
Kreditklemme zurück. Rothensteiner: "Von Kreditklemme kann keine Rede
sein. Ich bin überzeugt, solide kleine und mittelgroße Betriebe
können ihre Geschäfte derzeit problemlos finanzieren. Aber für ein
neues Projekt gleich Milliarden auf 20 Jahre zu finanzieren, das geht
momentan nicht."
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