MIP Board beruft auf Antrag einer Gruppe von Zertifikatsinhabern eine weitere Ausserordentliche Hauptversammlung ein
Das Board der Meinl International Power Limited
("MIP") hat gestern eine außerordentliche Hauptversammlung ("aoHV")
für den 14. November 2008 um 9:00 Uhr im Palais Niederösterreich,
Altes Landhaus, Herrengasse 13, 1010 Wien, einberufen und die
Aktionäre hiervon verständigt.
Wie bereits am 16. Oktober 2008 mitgeteilt wurde, hat die OeKB als
Aktionärin in Bezug auf 8.072.761 MIP-Aktien im Namen von Inhabern
einer entsprechenden Anzahl von Austrian Depository Certificates (die
"Rebellen") von MIP die Einberufung einer Hauptversammlung verlangt.
Das MIP Board sieht sich weiterhin der Sicherung der langfristigen
Zukunft der MIP verpflichtet und ist fest davon überzeugt, dass durch
die Umsetzung seiner eigenen Anträge, die in der Presseaussendung vom
13. Oktober 2008 veröffentlicht sind und die in der für den am 13.
November 2008 einberufenen aoHV zur Abstimmung gebracht werden, eine
Wertsteigerung für die Investoren am besten zu erzielen ist. Dr.
Michael Teichel, der an der Audley Capital beteiligt ist, hat gemäß
best practice, an der Willensbildung des MIP Board im Zusammenhang
mit den Anträgen des MIP Board oder der Rebellen nicht teilgenommen.
Das MIP Board unter dem Vorsitz von DI Hans Haider, der über mehr
als 15 Jahre Erfahrung in der Energiewirtschaft verfügt, ist
weiterhin von der Attraktivität des Energiemarktes, worauf MIP seine
Investitionen fokussiert, überzeugt. Das MIP Board glaubt nicht
zuletzt in Anbetracht des defensiven Charakters des Energiesektors
weiterhin an das zugrunde liegende Geschäftsmodell.
Investitionen in Energieprojekte liegt grundsätzlich ein
langfristiger Veranlagungshorizont zugrunde. Das derzeit schwache
Börseumfeld bietet MIP günstige Investitionsmöglichkeiten im
Energiesektor, wodurch kurzfristigere Wertsteigerungen und Einnahmen
erzielt werden könnten. Das MIP Board ist überzeugt, dass mit
Unterstützung der Investmentberatung durch Audley Capital, dem
vorgeschlagenen neuen Eigentümer der Meinl Power Management Limited
("MPM"), die Strategie im Sinne einer Ausnützung der derzeitigen
Marktbedingungen angepasst werden kann. Zusätzlich wird MIP weiterhin
die Expertise jener Schlüsselmitarbeiter von MPM nützen können, die
die derzeitigen langfristigen Investitionen getätigt haben. Unter
Berücksichtigung der bestehenden Investitionsverpflichtungen von MIP
im Zusammenhang mit laufenden Projekten, hat die Gesellschaft ca. EUR
295 Mio. verfügbare Finanzmittel, die investiert werden, sobald sich
entsprechende Gelegenheiten bieten; MIP prüft derzeit mehrere solche
Gelegenheiten.
Um die Differenz zwischen Net Asset Value pro Zertifikat und
Zertifikatspreis zu verringern, beabsichtigt das MIP Board weiters,
das vorgeschlagene limitierte Zertifikate-Rückkaufprogramm, das in
der Presseaussendung vom 13. Oktober 2008 dargestellt wurde, gemäß
den in Österreich anwendbaren Standards durchzuführen.
Die Umsetzung der Vorschläge des MIP Board wird zu einer Trennung
zwischen MIP und der Meinl Bank AG führen, während gleichzeitig die
Beratung durch einen erfolgreichen Investmentberater gesichert ist.
Die Rebellen haben es unterlassen, den Zertifikatsinhabern eine
umfassende Strategie betreffend MIP mitzuteilen. Jetzt haben sie ihre
Forderung nach ehest möglicher Auszahlung einer Sonderdividende zum
Ausdruck gebracht (wobei sie von EUR 6 pro Zertifikat ausgehen), was
zur Folge hätte, dass MIP sämtliche liquide Mittel entzogen werden
würden. MIP kann eine Dividende nur aus ausschüttungsfähigen
Rücklagen auszahlen. Zum 30. Juni 2008 verfügte MIP über
ausschüttungsfähige Rücklagen in der Höhe von EUR 6,3 Mio. (EUR 0,11
pro Zertifikat). Die Rebellen haben weiters einen Beschluss beantragt
(Nummer 22), der MIP in die Lage versetzen würde, mehr als 99,9% der
ausgegebenen Zertifikate zurückzukaufen. Das MIP Board kann aus
alledem nur schließen, dass es das Ziel der Rebellen ist, MIP rasch
zu liquidieren.
Das MIP Board warnt alle Zertifikatsinhaber ausdrücklich davor,
sich auf Aussagen von Gruppen von Zertifikatsinhabern oder einzelnen
Zertifikatsinhabern, die angeblich Gruppen vertreten, zu verlassen,
anstatt den Aussagen des MIP Board zu vertrauen. Die Direktoren des
MIP Board unterliegen einer Treuepflicht gegenüber allen
Zertifikatsinhabern.
Die Anträge, die in der aoHV am 14. November 2008 zur Abstimmung
gelangen werden, wurden von den Rebellen vorgeschlagen. Das MIP Board
weist alle Zertifikatsinhaber darauf hin, dass einige der von den
Rebellen vorgeschlagenen Anträge keine Wirksamkeit entfalten werden,
selbst wenn sie mit der entsprechenden Mehrheit angenommen werden.
Die Anträge 4, 5 und 6 sehen die Abberufung von Direktoren vor, die
bereits zurückgetreten sind. Beschlüsse zu den Anträge 19 und 20
wären nur dann wirksam, wenn sie ausdrücklich als Sonderbeschlüsse
angekündigt worden wären.
Das MIP Board, mit Ausnahme von Dr. Michael Treichl, der aufgrund
seiner Befangenheit nicht in den Entscheidungsfindungsprozess
involviert war, ist überzeugt, dass aufgrund der Fähigkeiten von
Audley Capital die Performance von MIP gesteigert werden wird und
empfiehlt allen Zertifikatsinhabern, in der außerordentlichen
Hauptversammlung am 13. November 2008 den Anträgen zuzustimmen.
Dementsprechend empfiehlt das MIP Board, mit Ausnahme von Dr. Michael
Treichl, der aufgrund seiner Befangenheit nicht in den
Entscheidungsfindungsprozess involviert war, allen
Zertifikatsinhabern, in der außerordentlichen Hauptversammlung am 14.
November 2008 gegen die Anträge zu stimmen.