bwin veröffentlicht die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2007
Erläuterungen
Dieser Bericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des Vorstands hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistung zu verstehen und beinhalten schwer vorhersehbare Risken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.
Diese Darstellung bezieht die stille Beteiligung bwin e.K in einer pro-forma konsolidierten Version ein und unterscheidet sich daher vom Konzernabschluss. Grundsätzliche Aussagen des Managements zur Entwicklung der Gesellschaft werden dadurch nicht beeinflusst.
Highlights
Q4 2007 (pro-forma konsolidiert)*
Rekord-Brutto- und Netto-Gaming-Erträge: Niveau vor Einstellung des US- und Türkeigeschäfts übertroffen
Rekord-Brutto-Gaming-Erträge: plus 24,8 % bei 102,3 Mio. EUR (Q4 2006: 81,9 Mio. EUR)
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 30,1 % bei 59,5 Mio. EUR (Q4 2006: 45,7 Mio. EUR); Sportwetten-Marge bei 9,6 %
Pokerumsatz: plus 26,9 % bei 21,8 Mio. EUR (Q4 2006: 17,2 Mio. EUR)
Rekord-Netto-Gaming-Erträge: plus 28,4 % bei 89,4 Mio. EUR (Q4 2006: 69,6 Mio.)
894.000 aktive sowie 234.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
EBITDA (bereinigt) bei 13,2 Mio. EUR (Q4 2006: 2,6 Mio. EUR)**
Ergebnis nach Steuern 51,2 Mio. EUR (Q4 2006: minus 489,8 Mio. EUR)**
Geschäftsjahr 2007 (pro-forma konsolidiert)*
bwin setzt strategische Anpassungen erfolgreich um und zeigt stärkstes organisches Wachstum in der Branche (auf Euro-Basis)
Brutto-Gaming-Erträge: plus 21,4 % bei 350,3 Mio. EUR (2006: 288,6 Mio. EUR)
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 19,0 % bei 191,8 Mio. EUR (2006: 161,1 Mio. EUR); Sportwetten-Marge bei 8,7 %
Pokerumsatz: plus 38,5 % bei 82,3 Mio. EUR (2006: 59,4 Mio. EUR)
Netto-Gaming-Erträge: plus 25,8 % bei 309,5 Mio. EUR (2006: 246,0 Mio. EUR)
1,6 Mio. aktive sowie 798.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
EBITDA (bereinigt) bei 62,9 Mio. EUR (2006: minus 5,4 Mio. EUR)**
Ergebnis nach Steuern 50,4 Mio. EUR (2006: minus 539,6 Mio. EUR)**
* 2006 exklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 exklusive Türkei-Geschäft
** 2006 inklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 inklusive Türkei-Geschäft
Geschäftsverlauf im vierten Quartal 2007 (pro-forma konsolidiert)*
Im Q4 2007 gelang es dem Unternehmen erstmals sowohl die Brutto- als auch die Netto-Gaming-Erträge über jenes Niveau anzuheben, das vor der Einstellung des Geschäfts in den USA Ende 2006 und in der Türkei Anfang 2007 erreicht worden war.
Rekord-Brutto-Gaming-Erträge: plus 24,8 % bei 102,3 Mio. EUR (Q4 2006: 81,9 Mio. EUR)
bwin erwirtschaftete im Q4 2007 Brutto-Gaming-Erträge (Summe der Bruttoerträge aus Wettgeschäft, Poker, Casino und Games) in der Höhe von 102,3 Mio. EUR. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs (Q4 2006: 81,9 Mio. EUR) erzielte bwin eine Steigerung von 24,8 % bzw. 18,6 % im Vergleich zum Q3 2007. Der aus dem Casino- und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttoertrag belief sich auf jeweils 16,1 Mio. EUR (Q4 2006: 16,0 Mio. EUR) bzw. 4,8 Mio. EUR (Q4 2006: 3,0 Mio. EUR). Dies entspricht gegenüber dem Q4 2006 Steigerungsraten von 1,1 % (Casino) und 58,9 % (Games).
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 30,1 % bei 59,5 Mio. EUR (Q4 2006: 45,7 Mio. EUR); Sportwetten-Marge bei 9,6 %
Der Sportwetten-Bruttoertrag wurde gegenüber dem Q4 2006 von 45,7 Mio. EUR auf 59,5 Mio. EUR gesteigert. Die Sportwetten-Marge verbesserte sich von 8,5 % im Q3 2007 auf 9,6 % (Q4 2006: 9,0 %) und liegt damit am oberen Ende der kommunizierten Bandbreite von 8 % bis 10 %.
Pokerumsatz: plus 26,9 % bei 21,8 Mio. EUR (Q4 2006: 17,2 Mio. EUR)
Der Pokerumsatz stieg gegenüber dem Q4 2006 von 17,2 Mio. EUR um 26,9 % auf 21,8 Mio. EUR. Damit etablierte sich bwin als einer der größten europäischen Pokeranbieter.
Rekord-Netto-Gaming-Erträge: plus 28,4 % bei 89,4 Mio. EUR (Q4 2006: 69,6 Mio. EUR)
Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen im Q4 2007 89,4 Mio. EUR. Gegenüber dem Q4 2006 entspricht dies einer Steigerung von 28,4 % bzw. 18,5 % im Vergleich zum Q3 2007. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus den Bereichen Poker (plus 47,9 % gegenüber Q4 2006) auf 19,0 Mio. EUR sowie Sportwetten (plus 29,9 % im Vergleich zu Q4 2006) auf 51,6 Mio. EUR zurückzuführen.
894.000 aktive sowie 234.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeld-Kunden (Einmalzählung über alle Produkte) war im abgelaufenen Quartal durch erfolgreiche Reaktivierungs- und Marketingkampagnen sowie einer kontinuierlichen Erweiterung des Produktangebots geprägt. Im Vergleich zum Q3 2007 stiegen die aktiven Kunden um 8,2 % auf 894.000. Davon waren erstmals 234.000 Kunden aktiv (Q3 2007: 192.000). Dies entspricht einer Steigerung um 22,3 % gegenüber dem Q3 2007.
Der Netto-Gaming-Ertrag pro aktiven Kunden im Q4 2007 stieg hingegen deutlich um 14,2 % auf 100 EUR (Q4 2006: 88 EUR). Diese Entwicklung wurde insbesondere durch die Ausweitung des Produktangebots sowie durch ein verbessertes Customer-Relationship-Management erreicht.
EBITDA (bereinigt) bei 13,2 Mio. EUR (Q4 2006: 2,6 Mio. EUR)**
Das um nicht zahlungswirksame Kosten im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung (IFRS 2) in der Höhe von 8,9 Mio. EUR bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte sich im Q4 2007 auf 13,2 Mio. EUR gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs (Q4 2006: 2,6 Mio. EUR). Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorquartal (Q3 2007: 15,2 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf gestiegene operative Aufwendungen in den Bereichen IT Entwicklung und Regulatory Affairs zurückzuführen. Insgesamt betrugen die operativen Aufwendungen (IFRS 2 bereinigt) in Q4 2007 88,2 % der Brutto-Gaming-Erträge (Q3 2007: 86,9 % bzw Q4 2006: 93,3 %). Dies ist im Einklang mit der Strategie, künftige Erfolgspotenziale zu sichern. Das Unternehmen investiert weiterhin in den Markenaufbau, in die regionale Geschäftsentwicklung und in neueste Technologien. Für das Q1 2008 erwartet bwin im Vergleich zum Q4 2007 allerdings eine rückläufige Entwicklung der operativen Kosten im Verhältnis zu den Brutto-Gaming-Erträgen.
Marketingaufwendungen
Die Marketingaufwendungen in der Höhe von 33,1 Mio. EUR wurden im Q4 2007 gegenüber dem Q4 2006 um 10,1 % (36,9 Mio. EUR) gesenkt. Im Vergleich zum Q3 2007 (29,1 Mio. EUR) wurden im Q4 2007 stärkere Akzente im Akquisitionsmarketing, insbesondere durch verstärkte Offline-Werbemaßnahmen, wie beispielsweise TV-Werbung, sowie gezielte Reaktivierungsmaßnahmen gesetzt.
An Kunden-Boni wurden im Q4 2007 insgesamt 9,7 Mio. EUR gewährt. Darin sind auch die Kosten des im Oktober 2007 gestarteten Kundenbindungsprogramms b'inside enthalten. Der Anteil der Kunden-Boni an den Brutto-Gaming-Erträgen in der Höhe von 9,5 % im Q4 2007 war sowohl im Vergleich zum Vorjahr (Q4 2006: 9,1 Mio. EUR oder 11,2 % der Brutto-Gaming-Erträge) als auch gegenüber dem Vorquartal (Q3 2007: 8,5 Mio. EUR oder 9,9 % der Brutto-Gaming-Erträge) rückläufig.
Die Marketingkosten (inklusive Boni) pro neuen aktiven Kunden (CPA) betrugen im Q4 2007 183 EUR und verringerten sich um 9,8 % im Vergleich zum Q4 2006 (203 EUR). Ebenso wurde im Vergleich zum Vorquartal ein Rückgang der CPA um 7,0 % verzeichnet (Q3 2007: 197 EUR). Diese positive Entwicklung ist durch die zunehmende Bekanntheit der Marke bwin getragen und ist Ergebnis der bereits getätigten Investitionen in den Markenaufbau. Damit wird der strategische Wert einer starken Marke untermauert.
Personalaufwendungen
Kontinuierliche Investitionen in Spitzentechnologie in den Bereichen Sportwetten, Poker, Customer-Relationship-Management, Kundenservice sowie Zahlungsverkehr spiegelten sich auch in den Personalkosten wider. Diese stiegen gegenüber dem Q4 2006 von 16,3 Mio. EUR auf 24,1 Mio. EUR. Darin sind jedoch auch nicht zahlungswirksame Aufwendungen in der Höhe von 6,4 Mio. EUR (Q4 2006: 0,3 Mio. EUR) im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen (IFRS 2) enthalten. Bereinigt um diese Aufwendungen stiegen die Personalkosten um 10,4 % auf 17,7 Mio. EUR (Q4 2006: 16,0 Mio. EUR). Der Personalstand beläuft sich zum Stichtag 31. Dezember 2007 auf 1.196 Mitarbeiter (inklusive 63 freie Dienstnehmer). Dies entspricht einer Steigerung um 25,4 % gegenüber dem Vorjahr (954 Mitarbeiter inklusive 71 freie Dienstnehmer).
Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen der bwin Gruppe erhöhten sich um 23,4 % auf 41,9 Mio. EUR gegenüber der Vorjahresperiode (Q4 2006: 34,0 Mio. EUR). Der Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand stieg von 5,8 Mio. EUR im Q4 2006 auf 9,3 Mio. EUR 2007. Darin spiegeln sich die verstärkten Kommunikationsaktivitäten von bwin im Q4 2007 sowie Mehraufwendungen für Softwareberatung und -erstellung wider. Die Kosten für Rechtsberatung beliefen sich im Q4 2007 auf 2,7 Mio. EUR (Q4 2006: 1,7 Mio. EUR). Büro-, Miet- und Leasingaufwand lagen bei 4,7 Mio. EUR (Q4 2006: 4,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Leistungen von Dritten, Internetgebühren) stiegen von 7,2 Mio. EUR im Q4 2006 auf 8,6 Mio. EUR im Q4 2007 und sind primär auf eine deutliche Ausweitung des Angebots an Live-Streams sowie auf erhöhte Kosten im Bereich externe Softwarewartung zurückzuführen. Die Kosten für die Bereitstellung von TV-Signalen für Lizenznehmer der DFL-Rechte sowie Provisionsaufwendungen im Zusammenhang mit der Sublizenzierung dieser Rechte stiegen von 0,8 Mio. EUR im Q4 2006 auf 3,7 Mio. EUR im Q4 2007. An sonstigen Kosten fielen im Q4 2007 8,3 Mio. EUR an (Q4 2006: 7,9 Mio. EUR). Darin sind erstmalig 2,5 Mio. EUR nicht zahlungswirksamer Aufwand im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung (IFRS 2) enthalten.
Durch zunehmend intern verfügbare Abwicklungs- und Servicierungssysteme konnten hingegen die Spesen des Geldverkehrs trotz deutlich gestiegenem Umsatzvolumen von 8,2 Mio. EUR im Q4 2006 um 11,2 % auf 7,3 Mio. EUR im Q4 2007 erheblich gesenkt werden. Diese Entwicklung bestärkt bwin eigene Zahlungssysteme im Sinne der Kostenreduktion zu entwickeln.
Ergebnis nach Steuern 51,2 Mio. EUR (Q4 2006: minus 489,8 Mio. EUR)**
Im Q4 2007 verzeichnete bwin Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in der Höhe von 6,9 Mio. EUR (Q4 2006: 5,2 Mio. EUR). Der Anstieg ist hauptsächlich durch Investitionen in die Erweiterung der technischen Infrastruktur zurückzuführen. Für die Rechte der Deutschen Bundesliga und 2. Bundesliga (DFL) fielen Abschreibungen in Höhe von 4,8 Mio. EUR an (Q4 2006: 4,9 Mio. EUR). Die akquisitionsbedingten Abschreibungen betrugen wie im Vorquartal 1,8 Mio. EUR und reduzierten sich deutlich gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs (Q4 2006: 9,1 Mio. EUR).
Wie bereits berichtet, konnte das Unternehmen im Zusammenhang mit der Übernahme von bwin Games AB (vormals Ongame Gruppe) eine Einigung mit den Verkäufern bezüglich des Nachlasses der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erzielen. Im Q4 2007 verzeichnete bwin insgesamt 59,4 Mio. EUR an Wertaufholung (Wertminderung Q4 2006: 516,6 Mio. EUR), die hauptsächlich auf den Nachlass der Kaufpreisverbindlichkeit zurückzuführen ist. Infolge dessen verbesserte sich im Q4 2007 das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) auf 59,1 Mio. EUR (Q4 2006: minus 533,3 Mio. EUR).
Durch den Nachlass der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit wurden im Q4 2007 Zinsrückstellungen, welche für die ersten 3 Quartale des Geschäftsjahres 2007 gebildet wurden, erfolgswirksam aufgelöst. Infolge dessen verbesserte sich das Finanzergebnis auf 6,7 Mio. EUR (Q4 2006: minus 1,5 Mio. EUR).
Das Ergebnis nach Steuern und Ergebnisanteilen Dritter beläuft sich auf 51,2 Mio. EUR im Q4 2007 im Vergleich zu einem Verlust von 489,8 Mio. EUR im Q4 2006.
* 2006 exklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 exklusive Türkei-Geschäft
** 2006 inklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 inklusive Türkei-Geschäft
Geschäftsjahr 2007 (pro-forma konsolidiert)*
2007 setzte bwin die Ende 2006 getroffenen strategischen Anpassungen erfolgreich um. Nach der Einstellung des US-Geschäfts infolge des Safe Port Act mit Herbst 2006 verlagerte bwin den Schwerpunkt auf seine Kernmärkte und -produkte, um zu einer verstärkt profitablen Unternehmensentwicklung überzugehen.
Während im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von minus 5,4 Mio. EUR berichtet wurde, erwirtschaftete bwin im abgelaufenen Geschäftsjahr ein bereinigtes EBITDA in der Höhe von 62,9 Mio. EUR. Im Verhältnis zu den Netto-Gaming-Erträgen entspricht dies einer bereinigten EBITDA-Marge in der Höhe von 20,1 %. Abzüglich Kundengeldern betrug die Netto-Cash-Position des Unternehmens mit Jahresende 2007 43,4 Mio. EUR (2006: 16,3 Mio. EUR)
Gegenüber den wichtigsten Mitbewerbern, die in USD bzw. GBP berichten, konnte bwin 2007 im Vergleich auf Euro-Basis das stärkste organische Wachstum in den Netto-Gaming-Erträgen erzielen.
Brutto-Gaming-Erträge plus 21,4 % bei 350,3 Mio. EUR (2006: 288,6 Mio. EUR)
Im Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete bwin in den Bereichen Sportwetten, Poker, Casino und Games Brutto-Gaming-Erträge in der Höhe von 350,3 Mio. EUR. Diese positive Entwicklung wurde durch die Ausweitung des Produktangebots, die erfolgreiche Integration der PokerRoom-Technologie auf der bwin Pokerplattform sowie durch kontinuierliches Wachstum in Europa ermöglicht. Trotz der Einstellung der operativen Tätigkeit in den USA mit Ende 2006 sowie in der Türkei im März 2007 gelang es bwin im vierten Quartal 2007 die Brutto-Gaming-Erträge über jenes Niveau anzuheben, das vor dem Verlust dieser Märkte erreicht wurde. Diese Trendwende begleiteten Verbesserungsmaßnahmen auf allen operativen Ebenen.
Damit erwies sich die Strategie als richtig, einerseits in eigene Sportwetten- und Pokerplattformen zur Sicherung künftiger Ertragspotenziale zu investieren und andererseits maßvoll zu expandieren.
Der aus dem Casino- und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttoertrag belief sich auf jeweils 61,1 Mio. EUR (2006: 56,9 Mio. EUR) und 15,1 Mio. EUR (2006: 11,1 Mio. EUR).
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 19,0 % bei 191,8 Mio. EUR (2006: 161,1 Mio. EUR); Sportwetten-Marge bei 8,7 %
Der Bruttoertrag aus dem Bereich Sportwetten stieg im Vergleich zum Vorjahr 2006 um 19,0 % auf 191,8 Mio. EUR (2006: 161,1 Mio. EUR). Die Sportwettenmarge betrug im Geschäftsjahr 2007 8,7 % (2006: 8,7 %) und liegt damit innerhalb der kommunizierten Bandbreite von 8 % bis 10 %. Dieses Wachstum wurde im Wesentlichen durch die Ausweitung der angebotenen Sportarten sowie durch zusätzliche Wettmöglichkeiten (bis zu 12.000) erreicht. Mit einem Anteil von 54,7 % an den gesamten Brutto-Gaming-Erträgen stellt der Bereich Sportwetten auch 2007 das größte Geschäftssegment von bwin dar (2006: 55,8 %).
Mit über 90 verschiedenen Sportarten und mehr als 500 Ligen in 100 Ländern bietet bwin Europas größtes Online-Sportwettenangebot.
Pokerumsatz: plus 38,5 % bei 82,3 Mio. EUR (2006: 59,4 Mio. EUR)
Der Pokerumsatz verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr 2006 um 38,5 % auf 82,3 Mio. EUR (2006: 59,4 Mio. EUR). Der starke Zuwachs im Pokergeschäft basiert maßgeblich auf der erfolgreichen Integration von Poker in das bwin Produktportfolio inklusive Cross-Selling-Optionen mit anderen Unterhaltungsprodukten von bwin. Um auch das Spannungsmoment für erfahrene Spieler aufrecht zu erhalten wurde eine Reihe innovativer Features eingeführt (z.B. Mini Tables, Quick Seating, Tournament Replay und Rematch).
bwin ist heute im Bereich Poker nicht nur einer der führenden B2C-Anbieter (Business to Consumer), sondern auch einer der größten B2B-Provider (Business to Business). Mit einer Liquidität von über 40.000 Kunden gleichzeitig (2006: 28.000) zählt die B2B-Pokerplattform von bwin zu den größten in Europa.
Netto-Gaming-Erträge: plus 25,8 % bei 309,5 Mio. EUR (2006: 246,0 Mio. EUR)
Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen im Geschäftsjahr 2007 309,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr 2006 (246,0 Mio. EUR) entspricht dies einer Steigerung von 25,8 %. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus dem Bereich Poker (plus 49,7 % gegenüber dem Vorjahr 2006) auf 74,4 Mio. EUR sowie Sportwetten (plus 23,3 % im Vergleich zum Vorjahr 2006) auf 165,9 Mio. EUR zurückzuführen.
1,6 Mio. aktive sowie 798.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeldkunden im Jahr 2007 war maßgeblich durch die deutliche Reduktion des Marketingbudgets, die Einstellung des Angebots an Online-Gaming-Produkten in der Türkei mit Anfang März 2007 sowie das Fehlen eines Großereignisses wie der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 geprägt. Dies hatte insbesondere Auswirkungen auf die Neukundendynamik. Darüber hinaus war aufgrund von Trägheitseffekten im Sportsponsoring der Marketing-Mix 2007 nicht adäquat. Seit dem Q3 2007 ist allerdings eine steigende Tendenz sowohl bei den aktiven als auch bei den neuen aktiven Kunden erkennbar.
Die Zahl der im Geschäftsjahr 2007 aktiven Kunden (Einmalzählung über alle Produkte) sank im Vergleich zu dem von der Fußball-Weltmeisterschaft geprägten Vorjahr 2006 von 1,8 Mio. um 6,9 % auf 1,6 Mio. Davon waren in 2007 798.000 Kunden erstmals aktiv (2006: 1,2 Mio. neue aktive Kunden).
Der Netto-Gaming-Ertrag pro aktiven Kunden 2007 stieg hingegen deutlich um 35,2 % auf 189 EUR (2006: 140 EUR). Diese Entwicklung wurde insbesondere durch die Ausweitung des Produktangebots sowie durch ein verbessertes Customer-Relationship-Management erreicht.
EBITDA (bereinigt) bei 62,9 Mio. EUR (2006: minus 5,4 Mio. EUR)**
bwin setzte 2007 die kommunizierte Strategieanpassung erfolgreich um und verbesserte gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres das bereinigte EBITDA auf 62,9 Mio. EUR (2006: minus 5,4 Mio. EUR). Dies entspricht einer Marge von 17,8 % der Brutto-Gaming-Erträge bzw. 20,1 % der Netto-Gaming-Erträge.
Marketingaufwendungen
Im Einklang mit den Ende 2006 kommunizierten Zielen für 2007 reduzierten sich die Marketingaufwendungen von 189,9 Mio. EUR im Jahr 2006 auf 112,7 Mio. EUR im Jahr 2007. Dies entspricht 35,7 % der Gesamtaufwendungen (2006: 53,0 %) bzw. 31,9 % der Brutto-Gaming-Erträge (2006: 49,7 %).
An Kunden-Boni wurden im 2007 insgesamt 30,8 Mio. EUR gewährt. Darin sind auch die Kosten des im Oktober 2007 gestarteten, alle Produktgruppen umfassenden Kundenbindungsprogramms b'inside enthalten. Der Anteil der Kunden-Boni an den Brutto-Gaming-Erträgen in der Höhe von 8,7 % im Jahr 2007 war im Vergleich zum WM-Jahr 2006 (43,0 Mio. EUR oder 11,3 % der Brutto-Gaming-Erträge) stark rückläufig.
Personalaufwendungen
Kontinuierliche Investitionen in Spitzentechnologie in den Bereichen Sportwetten, Poker, Customer-Relationship-Management, Kundenservice sowie Zahlungsverkehr spiegelten sich auch in den Personalkosten wider. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr von 53,6 Mio. EUR auf 78,6 Mio. EUR. Darin sind jedoch auch nicht zahlungswirksame Aufwendungen in der Höhe von 16,9 Mio. EUR (2006: 1,6 Mio. EUR) im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen (IFRS 2) enthalten. Bereinigt um diese Aufwendungen stiegen die Personalkosten um 18,6 % auf 61,7 Mio. EUR (2006: 52,0 Mio. EUR). Der Personalstand beläuft sich zum Stichtag 31. Dezember 2007 auf 1.133 Mitarbeiter (ohne freie Dienstnehmer).
Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen der bwin Gruppe erhöhten sich um 8,3 % auf 124,5 Mio. EUR gegenüber 115,0 Mio. EUR 2006.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Leistungen von Dritten, Internetgebühren) stiegen von 24,0 Mio. EUR 2006 auf 28,5 Mio. EUR 2007 und sind primär auf erhöhte Kosten im Bereich externe Softwarewartung und eine deutliche Ausweitung des Angebots an Live-Video-Streams zurückzuführen. Durch die Einstellung des US-Geschäfts sowie zunehmend intern verfügbare Abwicklungs- und Servicierungssysteme konnten die Spesen des Geldverkehrs von 34,6 Mio. EUR 2006 um 22,6 % auf 26,8 Mio. EUR 2007 erheblich gesenkt werden. Der Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand stieg von 18,8 Mio. EUR 2006 um 37,4 % auf 25,9 Mio. EUR 2007. Darin spiegeln sich die verstärkten Kommunikationsaktivitäten von bwin im Jahr 2007 sowie Mehraufwendungen für Softwareberatung und -erstellung wider. Die Kosten für Rechtsberatung beliefen sich auf 7,2 Mio. EUR (2006: 3,6 Mio. EUR). Büro-, Miet- und Leasingaufwand fielen mit 14,1 Mio. EUR (2006: 14,4 Mio. EUR) stabil aus. Der Anstieg in den Kosten im Zusammenhang mit Marketingrechten auf 9,4 Mio EUR (2006: 1,4 Mio. EUR) ist vor allem auf Kosten der Bereitstellung von TV-Signalen für Lizenznehmer der DFL-Rechte sowie Provisionsaufwendungen im Zusammenhang mit der Sublizenzierung dieser Rechte zurückzuführen ist. Die sonstigen Kosten gingen von 21,8 Mio. EUR 2006 auf 19,9 Mio. EUR 2007 zurück. Darin sind erstmalig 2,5 Mio. EUR nicht zahlungswirksamer Aufwand im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung (IFRS 2) enthalten.
Ergebnis nach Steuern 50,4 Mio. EUR (2006: minus 539,6 Mio. EUR) **
Im Geschäftsjahr 2007 verzeichnete bwin Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in der Höhe von 22,5 Mio. EUR (2006: 17,7 Mio. EUR). Der Anstieg ist hauptsächlich durch Investitionen in die Erweiterung der technischen Infrastruktur zurückzuführen. Für die Rechte der Deutschen Bundesliga und 2. Bundesliga (DFL) fielen Abschreibungen in Höhe von 19,3 Mio. EUR an (2006: 9,7 Mio. EUR). Die akquisitionsbedingten Abschreibungen betrugen 7,2 Mio. EUR und reduzierten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr (2006: 36,4 Mio. EUR).
Wie bereits berichtet, konnte das Unternehmen im Zusammenhang mit der Übernahme von bwin Games AB (vormals Ongame Gruppe) eine Einigung mit den Verkäufern bezüglich des Nachlasses der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erzielen. Im Geschäftsjahr 2007 verzeichnete bwin insgesamt 58,9 Mio. EUR an Wertaufholung (Wertminderung 2006: 516,6 Mio. EUR), die hauptsächlich auf den Nachlass der Kaufpreisverbindlichkeit zurückzuführen ist. Infolge dessen verbesserte sich in 2007 das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) auf 72,8 Mio. EUR (2006: minus 585,8 Mio. EUR).
Durch den Nachlass der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit wurden für das Geschäftsjahr 2007 Zinsrückstellungen, welche für die ersten 3 Quartale des Geschäftsjahres 2007 gebildet wurden, erfolgswirksam aufgelöst. Infolge dessen verbesserte sich das Finanzergebnis auf 3,9 Mio. EUR (2006: minus 3,1 Mio. EUR).
Das Ergebnis nach Steuern und Ergebnisanteilen Dritter beläuft sich 2007 auf 50,4 Mio. EUR im Vergleich zu einem Verlust von 539,6 Mio. EUR 2006.
Regulatorisches Umfeld
Die Entwicklung der europäischen Online-Gaming-Branche ist weiterhin maßgeblich durch Entscheidungen auf europäischer Ebene geprägt.
Die in der so genannten Gambelli-Entscheidung des EuGH aufgestellten Grundsätze wurden durch die Entscheidung in der Rechtssache „Placanica" sowie in zwei Glücksspiel-bezogenen Entscheidungen des EFTA-Gerichtshofes vom Frühjahr 2007 noch weiter präzisiert. Demnach muss jede auf den Schutz des Allgemeininteresses (wie den Verbraucherschutz) abzielende Beschränkung des Glücksspiels „kohärent und systematisch" zu dessen Eindämmung beitragen. Ein Mitgliedstaat kann sich nicht auf die Notwendigkeit berufen, den Zugang der Öffentlichkeit zu Glücksspielen zu beschränken, wenn er seine Bürger gleichzeitig zur Teilnahme an staatlichen Lotterien, Glücksspielen oder Wetten ermuntert, deren Erlöse der Staatskasse zugute kommen. Jegliche Beschränkungen der Dienstleistungsfreiheit müssen darüber hinaus geeignet sein, das verfolgte Ziel zu verwirklichen und dürfen nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Zieles erforderlich ist. In der Placanica-Entscheidung hat der EuGH schließlich auch festgehalten, dass ein Mitgliedstaat keine strafrechtlichen Sanktionen wegen einer nicht erfüllten Verwaltungsformalität (nationale Lizenz) verhängen darf, wenn er die Erfüllung dieser Formalität unter Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht abgelehnt oder vereitelt hat.
Nationale Gerichte wenden Gemeinschaftsrecht jedoch nach wie vor sehr uneinheitlich an. Das Oberlandesgericht Wien hat in vier Verfahren, die von einem bisher nicht am Markt aufgetretenen Anbieter gegen bwin und andere Internetanbieter initiiert wurden, gravierende Bedenken gegen die Gemeinschaftsrechtskonformität wesentlicher Bestimmungen des österreichischen Glücksspielgesetzes geäußert. Auch der Oberste Gerichtshof von Frankreich (Cour de Cassation) hat in seiner Zeturf-Entscheidung vom Juli 2007 die Rechtssache mit dem Argument an das Berufungsgericht zurückgewiesen, dass das Berufungsgericht das französische Glücksspielwesen nicht anhand der vom EuGH vorgegebenen Kriterien überprüft habe. Ähnlich hat das Berufungsgericht von Versailles in einem Strafverfahren gegen den (ehemaligen) Vorstand eines europäischen Sportwettunternehmens entschieden und sich kritisch zur Rechtslage in Frankreich geäußert. Die Untersuchungen gegen die Vorstandsmitglieder wegen angeblichen Verstoßes gegen das französische Glücksspielmonopol sind jedoch weiterhin anhängig. Mehrere deutsche Gerichte haben zuletzt Fragen zur Gemeinschaftsrechtskonformität der deutschen Glücksspielregelungen dem EuGH zur Vorabentscheidung vorgelegt. Weitere Vorabentscheidungsverfahren sind zu Portugal und Belgien anhängig.
Trotz dieser jüngsten sehr positiven Entscheidungen ist der europäische Markt weiterhin von zahlreichen protektionistischen Maßnahmen einzelner Regierungen gekennzeichnet, die dem Schutz staatlicher Monopole dienen sollen. So haben etwa die deutschen Bundesländer den Staatsvertrag zum Glücksspielwesen ungeachtet der Initiativen der Europäischen Kommission und der erwähnten Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH mit Jahresbeginn 2008 in Kraft gesetzt. Durch den Staatsvertrag wurden das staatliche Monopol für Sportwetten weiter verankert und Online-Glücksspiele generell verboten. bwin e. K. geht gegen den Glücksspielstaatsvertrag bereits mit Feststellungsklagen in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen vor. Die Verfahren sind darauf gerichtet, die Berechtigung von bwin zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten in Deutschland zu bestätigen. Rückenwind haben private Glücksspielanbieter von der Europäischen Kommission erhalten, die bereits Ende Januar 2008 - nur einen Monat nach Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags - ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet hat.
Bei der Europäischen Kommission stehen die Zeichen auch sonst auf eine Öffnung des Glücksspielbereichs. Seit April 2006 hat die Kommission bereits gegen zehn Mitgliedstaaten Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, weil sie der Ansicht ist, dass diese Staaten mit ihren nationalen Glücksspielregelungen gegen Europarecht verstoßen. Die Verfahren gegen Frankreich, Ungarn, Schweden, Finnland, Dänemark, Griechenland und Holland befinden sich bereits in der zweiten Stufe.
* 2006 exklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 exklusive Türkei-Geschäft
** 2006 inklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 inklusive Türkei-Geschäft
Ausblick
Investitionen
bwin verfügt bereits heute über das umfassendste und wettbewerbsstärkste Online-Gaming-Angebot. Um diesen Marktvorsprung weiter auszubauen, investiert das Unternehmen vermehrt sowohl in die Weiterentwicklung seiner Kernprodukte Sportwetten und Poker als auch in neueste Technologien, die nicht nur im Zahlungs-, Kunden- oder CRM-Service eingesetzt werden, sondern insbesondere auch im Sicherheitsbereich.
Darüber hinaus ist bwin federführend bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Corporate-Social-Responsibility-Richtlinien. Neben der Mitbegründung von europaweiten Organisationen wie der EGBA (European Gaming and Betting Association) oder der ESSA (European Sports Security Association) leistet das Unternehmen Pionierarbeit mit verschiedenen Online-Gaming-Studien, wie beispielsweise durch seine Kooperation mit der Harvard Medical School, um entsprechende Responsible-Gaming-Standards zu erarbeiten.
Angesichts eines nach wie vor nicht eindeutig geregelten rechtlichen Rahmens wird bwin die Lobbying-Aktivitäten und seine Öffentlichkeitsarbeit ausbauen. Seine in diesem Bereich bereits über Jahre gesammelte Erfahrung kann das Unternehmen zur Schaffung eines geregelten rechtlichen Umfelds optimal einbringen. bwin bietet seine Produkte schon heute unter neun verschiedenen Labels (z.B. bwin.com, bwin.it, bwin.de, bwin.com.mx, bwin.com.ar, pokerroom.com) an. Der modulare Aufbau seiner Plattformen ist ideal, um bei unterschiedlichen rechtlichen Gegebenheiten rasch und flexibel agieren zu können. Damit ist es bwin gelungen, sich in Europa mit seinen länderspezifischen gesetzlichen Bedingungen ausgezeichnet zu positionieren.
Neben der Bearbeitung von bwin's Kernmärkten im EU-/EFTA-Raum evaluiert das Unternehmen Möglichkeiten für den Markteintritt in jene Länder, die über einen regulierten lizenz- und steuerrechtlichen Rahmen verfügen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Asien und Südamerika. So hat das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in Peking und ist in Mexiko sowie Argentinien bereits aktiv. Aus heutiger Sicht ist jedoch noch nicht eindeutig abschätzbar, ab welchem Zeitpunkt das große Marktpotenzial dieser Regionen ausgeschöpft werden kann.
Des Weiteren investiert bwin seit langem in den Aufbau seiner Marke. Das Unternehmen ist überzeugt, dass insbesondere in einem künftig regulierten Marktumfeld ein hoher Bekanntheitsgrad einen deutlichen strategischen Vorteil gegenüber Mitbewerbern bedeutet. Zu diesem Zweck baut bwin laufend seine Partnerschaften mit Top-Fußballclubs aus und ist offen gegenüber neuen Kooperationen, sofern die rechtlichen Grundlagen dafür gegeben sind.
Produkte
Um sein Wachstumspotenzial optimal auszuschöpfen, setzt bwin weiterhin auf den Ausbau seiner intern entwickelten Technologieplattformen für Sportwetten und Poker.
Neue Features wie ein elektronisches Live-Wetten-Interface zum vereinfachten Wettabschluss, ein erweitertes Angebot an Video-Streams und zusätzliche Community-Funktionen wurden im Bereich Sportwetten eingeführt. Um das interaktive Erlebnis für den Kunden zu intensivieren, werden die bwin Produkte entsprechend der individuellen Interessen angezeigt. Und noch vor der Fußball-EM wird bwin sein gesamtes Online-Angebot an Sportwetten komplett neu gestalten. Insbesondere der Live-Wettenbereich wird noch intuitiver zu bedienen sein. Damit will sich bwin den Vorsprung in der Entwicklung seiner Online-Produkte sichern.
Auch Poker erfährt im laufenden Geschäftsjahr eine Reihe von Upgrades. Die neue Poker-Generation zeichnet sich durch stabilere und schnellere Verbindungen, flexiblere Ausgestaltungsmöglichkeiten sowie leichtere Bedienung und letztlich durch höhere Profitabilität aus. Bis zu 250.000 User werden gleichzeitig online miteinander spielen können, und die Software-Updates erfolgen ohne Verbindungsunterbrechung. Höhere Skalierbarkeit ermöglicht den zügigen Ausbau des B2B-Bereichs. Die Partner erhalten dadurch eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Gestaltung des Pokerprodukts. Die Benutzerführung wird noch intuitiver gestaltet, um das Kundenerlebnis zu steigern und Pokerneulingen spielerisch diese spannende Form der Unterhaltung näher zu bringen. Verstärktes Cross-Selling mit anderen bwin Produkten soll das Gewinnpotenzial erhöhen.
Zusätzlich zum Kerngeschäft werden für die mobile Unterhaltung neue Lösungen entwickelt. In den Casino-Bereich sollen kontinuierlich neue Software und weitere Spiele integriert werden.
Das Unternehmen plant auch in Zukunft seine Investitionen auf jene Bereiche zu konzentrieren, die zum erfolgreichen Betrieb des Online-Geschäfts als notwendig erachtet werden: Markenpräsenz und Spitzentechnologie.