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Bank Austria Creditanstalt Asset Allocation für das 1. Quartal 2008
Volatilität nicht vorbei, Anlagestrategie bleibt noch eher defensiv
Aktien und Fremdwährungen leicht untergewichtet
Die internationalen Aktienmärkte starteten mit deutlichen Verlusten in das neue Jahr. Einen
so negativen Jahresauftakt gab es beispielsweise an der Wall Street noch nie. Nach
anfänglichem Zögern reagierte die amerikanische Notenbank Federal Reserve auf die
Kursverluste und senkte außertourlich die Leitzinsen um 75 Basispunkte. Bei der regulären
Sitzung Ende Jänner legte sie dann nochmals nach und reduzierte die Zinsen um weitere 50
Basispunkte. Eine kumulierte Zinssenkung um insgesamt 125 Basispunkte in acht Tagen
stellt ein bisher einmaliges Ereignis in der Geschichte der US-Börsen dar.
Die hohe Nervosität unter den Anlegern - die Volatilität erreichte den höchsten Stand seit
2003 - resultierte aus Ängsten über eine möglicherweise bevorstehende Rezession in den
USA, die in weiterer Folge auch auf andere Regionen übergreifen könnte. Neue Nahrung
erhielten diese Befürchtungen durch die Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum im vierten
Quartal 2007, die bei überaus mageren 0,6 Prozent lagen. In Europa blieb die EZB vorerst
unbeirrt bei ihrer Rhetorik, dass eine Zinssenkung aufgrund der damit verbundenen Risiken
für die Preisstabilität nicht in Frage komme.
Wir gehen in unserem „most likely“-Szenario davon aus, dass die Rezession in den USA
vermieden werden kann. Weitere Zinssenkungen in den USA sind möglich, auch in Euroland
könnte in der zweiten Jahreshälfte eine Senkung ins Auge gefasst werden, wenn der
Inflationsdruck nachlässt.
Die Börsen zeigen sich weiterhin sehr nervös. Sie reagierten zwar sehr wohl auf den
außerordentlichen Zinsschritt der Fed, drehten dann aber rasch wieder ins Minus. In der
momentan etwas gedrückten Stimmung gehen die teilweise durchaus positiven Unternehmensergebnisse etwas unter. Die Gewinne der US Unternehmen außerhalb des
Finanzsektors sind nach wie vor robust und liegen teilweise über den Erwartungen. Zudem
ist auch der Ölpreis deutlich von seinem Rekordhoch zurückgegangen, was eine Entlastung
für die Unternehmen auf der Kostenseite und für die Konsumenten in ihren Geldbörsen
bedeutet.
Strategie:
Da der Auftakt ins neue Börsenjahr dieselbe Volatilität aufwies, mit der sich das Jahr 2007
verabschiedet hat, legen wir unsere Anlagestrategie für das erste Quartal 2008 etwas
vorsichtig an und fahren eine leichte Untergewichtung bei Aktien. Unserer Meinung nach
sind die Nachwirkungen der Hypothekar- und Finanzkrise in den USA möglicherweise noch
nicht ganz ausgestanden, was eine eher defensive Strategie nahe legt.
Innerhalb der Aktienquote gab es eine Reduzierung bei unserer Gewichtung in Europa, die
jetzt relativ zur Benchmark untergewichtet ist. Wir nehmen in Europa, das gegenüber den
USA in den letzten Jahren eine Outperformance gezeigt hat, Gewinne mit. In den USA sind
wir jetzt leicht übergewichtet, in Japan bleibt es ebenfalls bei einer leichten Übergewichtung,
und die Emerging Markets sind leicht untergewichtet.
Rentenseitig sind wir nach wie vor in Euroland übergewichtet, unsere Beimischung an
Fremdwährungen besteht derzeit aus Quoten in US Dollar, Yen und Schweizer Franken. Der
Fremdwährungsanteil ist insgesamt zur Benchmark untergewichtet und dient auch dazu,
eine gewisse Performancephantasie ins Portfolio zu holen, sollte der Höhenflug des Euro
etwas ins Stocken geraten.
Unsere Empfehlungen für das 1. Quartal 2008:
Wie sind mit unseren Empfehlungen ebenfalls eher defensiv aufgestellt. GE (mit dem TV
Sender NBC) sollte die Phantasie aus den Werbeausgaben für den US Wahlkampf
beziehen. Bei Altria (Tabak) steht die Abspaltung der internationalen Division bevor,
außerdem gibt es ein Aktienrückkaufprogramm und eine hohe Dividendenausschüttung.
Unsere europäischen Werte Reckitt (Haushaltsprodukte), eon (Versorger) und Nestle
(Nahrungsmittel) sind sehr defensiv. Total ist ein stabiler Wert im Energiesektor mit
Wachstum im Produktionsvolumen.
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