BA-CA EinkaufsManagerIndex im Jänner: Kein Anzeichen für einen Konjunktureinbruch

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BA-CA EinkaufsManagerIndex im Jänner: Kein Anzeichen für einen Konjunktureinbruch

Der BA-CA EinkaufsManagerIndex (EMI) stieg im Jänner von 53,2 auf 54,1. „Die österreichische Industrie zeigt zu Jahresbeginn keine Anzeichen eines Konjunktureinbruchs und präsentiert sich wieder etwas stärker“, meint Stefan Bruckbauer, stellvertretender Chefvolkswirt der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Nach der Abschwächung im Dezember kündigt sich eine Stabilisierung des Wachstums an, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als noch zu Beginn des Vorjahres.

Der Aufwärtstrend zu Jahresbeginn zeigt sich auf breiter Basis. Das Wachstum der Auftragseingänge hat sowohl aus dem Inland, vor allem aber auch aus dem Ausland wieder zugelegt. „Die Geschäfte gehen gut, die Nachfrage nach österreichischen Industrieprodukten ist insbesondere aus dem Ausland robust“, meint Bruckbauer. Der Index für die gesamten Auftragseingänge liegt mit 53 sowohl über dem Vergleichswert für Dezember als auch leicht über dem Durchschnittswert des für die Industrie sehr erfolgreichen Jahres 2007.

Da die Auftragsbücher voller geworden sind wurden neue Produktionskapazitäten in Betrieb genommen. Die Industrie konnte daher bei der Produktion wieder stärker zulegen. Der Wert für die Produktionsleistung stieg von 52,3 im Dezember auf 54,8 im Jänner. Damit liegt er genau im Jahresmittel 2007.

Die österreichische Industrie kann sich weiterhin als „Jobmaschine“ profilieren. Der Index für die Beschäftigung legte im Jänner auf 55,4 (Dezember: 54,1) zu. Dies ist die zweitstärkste Steigerungsrate seit Beginn des Vorjahres. Obwohl der Motor der Industriekonjunktur mit geringerer Drehzahl als noch vor wenigen Monaten läuft, ist die Beschäftigungsdynamik ungebrochen hoch. „Bereits seit mehr als zwei Jahren wird in der Industrie kontinuierlich Beschäftigung aufgebaut und dies setzt sich auch zu Jahresbeginn 2008 fort“, so BA-CA Ökonom Walter Pudschedl.

Der Wermutstropfen in der aktuellen Industrieentwicklung ist der starke Inflationsdruck. Die durch die hohen Ölpreise verteuerten Vormaterialien, die Transporte und die Energie haben den Einkaufspreisindex auf den höchsten Wert seit mehr als einem halben Jahr getrieben. Dabei war vor allem die Preisdynamik eine Belastung für die österreichischen Industriebetriebe. „Der Anstieg der Einkaufspreise beschleunigte sich im Jänner so stark wie noch nie seit Erhebung des Indexwertes“, meint Pudschedl. Infolge des Preisanstiegs im Einkauf hob Österreichs Industrie die Verkaufspreise stärker an. Die Erhöhung der Verkaufspreise überstieg die Werte des Vormonats und war die zweitstärkste seit Beginn der Erhebung vor mehr als fünfeinhalb Jahren. Allerdings dürfte es nach Einschätzung der BACA nicht gelungen sein, die zusätzlichen Kosten in vollem Umfang in den Verkaufspreisen unterzubringen.

Die österreichischen Unternehmen spüren zum Jahresbeginn 2008 wieder etwas Rückenwind, nachdem die Entwicklung der letzten Monate eindeutig nach unten gegangen war. Die heimische Industrie hatte gemäß saisonbereinigten Werten den Wachstumspfad zwischenzeitlich sogar verlassen. Der aktuelle Anstieg des EinkaufsManagerIndex stützt die Einschätzung der BA-CA Ökonomen, dass die Industriekonjunktur derzeit Boden gefunden hat. Nach dem Plus von knapp 6 Prozent im vergangenen Jahr kann auch 2008 mit einem respektablen, wenn auch deutlich langsameren Industriewachstum von rund 3 Prozent gerechnet werden. „Auch wenn wir für die nächsten Monate nur bedingt optimistisch sind, zeigt der BA-CA EMI doch, dass sich Europas und damit auch Österreichs Industrie, zumindest bisher, besser gegen die negativen Einflüsse aus den USA abschotten konnte, als viele befürchteten“, so Bruckbauer.




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