BA-CA EinkaufsManagerIndex im Dezember: Erneute Abschwächung zu Jahresende

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BA-CA EinkaufsManagerIndex im Dezember: Erneute Abschwächung zu Jahresende

Der BA-CA EinkaufsManagerIndex (EMI) fiel im Dezember von 55,0 auf 53,2. Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA): „Österreichs Industrie schwächelt zum Jahresschluss, bleibt aber vorläufig im positiven Wachstumsbereich.“ Nach dem Anstieg im November sank der Einkaufsmanagerindex im Dezember auf den drittniedrigsten Wert in diesem Jahr. „Verglichen mit dem Dezember 2006 hat sich die Dynamik der Industrie deutlich abgeschwächt,“ meint BA-CA Ökonom Stefan Bruckbauer.

Diese Abschwächung der Industriestimmung im Vergleich zum November 2007 und zum Dezember des Vorjahres ist auf die verminderte Dynamik der Exportaufträge zurück zu führen. Die Inlandsaufträge haben im Vergleich dazu etwas weniger an Tempo verloren. „Die Auftragseingänge haben zwar ihr Tempo vermindert, sind aber noch nicht rückläufig,“ meint Marianne Kager.

Der Wert für die Auftragseingänge aus dem Ausland blieb im Gegensatz zum Oktober dieses Jahres im Dezember mit 51,6 über 50 und deutet somit auf eine weitere, allerdings schwache, Zunahme hin. Der Wert für den gesamten Auftragseingang (Inland und Ausland) fiel mit 52,6 etwas besser aus, liegt jedoch auch unter der November-Marke mit 53,5 und vor allem unter dem Wert des Dezembers 2006 mit 57,3.

Der schwächeren Zunahme beim Auftragseingang entsprechend meldeten die befragten Industriebetriebe auch weniger Wachstum bei der Produktion. Der Index für die Produktionsleistung fiel von 55,7 im November auf 52,3 im Dezember. Damit ist er zwar weiterhin im positiven Bereich, aber deutlich unter der Dynamik des Jahresendes 2006. Damals kletterte der Wert auf 58,9.

Die Industriebetriebe registrierten weiters ein deutlich geringeres Wachstum beim Auftragsbestand; mit 50,9 nähert sich dieser Wert bereits dem Stagnationsniveau (50).

Der Index für die Beschäftigung sank ebenfalls und zwar von 56,8 auf 54,1. Mit 54,1 liegt der Wert aber weiterhin sehr hoch. „Auch wenn die Dynamik bei den Auftragseingängen und der Produktion zu Jahresende deutlich nachgelassen hat, die Industriebeschäftigung wächst vorläufig noch sehr stark,“ meint Stefan Bruckbauer. Betreffend der Preise zeigte sich im Dezember trotz geringerer Nachfragedynamik keine Entspannung gegenüber dem November. Sowohl die Einkaufs- als auch die Verkaufspreise sind wieder stärker als im Vormonat gestiegen, allerdings liegt die Steigerungsrate unter den Werten der ersten Jahreshälfte. „Trotz der stärker steigenden Einkaufs- und Verkaufspreise im Dezember war das Ausmaß der Preissteigerung im vierten Quartal das geringste seit rund zwei Jahren,“ meint Kager.

Insgesamt beendet die österreichische Industrie das Jahr 2007 mit etwas mehr Wachstum als im sehr schwachen Oktober. Dennoch hat sich das Tempo deutlich reduziert. Von rund 10 Prozent Wachstum zu Jahresbeginn auf derzeit 2 bis 3 Prozent. „Ein weiterer Rückgang der Industriedynamik würde die österreichischen Industrie in die Nähe der Stagnation bringen, damit müssten die Aussichten für 2008 nochmals nach unten revidiert werden,“ meint Bruckbauer. Die Ökonomen der BA-CA gehen jedoch davon aus, dass sich die Abschwächung in den nächsten Monaten nicht mehr in diesem Tempo fortsetzt.




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