bwin.party - bwin veröffentlicht Ergebnis für das dritte Quartal sowie für die ersten neun Monate 2007 - Details

BWIN.PARTY

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bwin veröffentlicht Ergebnis für das dritte Quartal sowie für die ersten neun Monate 2007

Erläuterungen

Dieser Bericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistung zu verstehen und beinhalten schwer vorhersehbare Risken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.

Diese Darstellung bezieht die stille Beteiligung bwin e.K in einer pro-forma konsolidierten Version ein und unterscheidet sich daher vom Konzernabschluss. Grundsätzliche Aussagen des Managements zur Entwicklung der Gesellschaft werden dadurch nicht beeinflusst.

Highlights

Q3 2007 (pro-forma konsolidiert)
Brutto-Gaming-Erträge plus 20,1 % bei 86,2 Mio. EUR (Q3 2006: 71,8 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft)
Sportwetten-Bruttorohertrag plus 15,3 % bei 47,3 Mio. EUR (Q3 2006: 41,1 Mio. EUR exkl. Türkei); Sportwetten-Marge bei 8,5 %
Gesamt-Erträge plus 34,0 % bei 90,1 Mio. EUR (Q3 2006: 67,3 Mio. EUR. exkl. US- und Türkei-Geschäft)
827.000 aktive sowie 192.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
EBITDA (bereinigt) bei 15,2 Mio. EUR (Q3 2006: minus 5,2 Mio. EUR)
Ergebnis nach Steuern minus 5,1 Mio. EUR (Q3 2006: minus 22,6 Mio. EUR)

Erste neun Monate 2007 (pro-forma konsolidiert)

Brutto-Gaming-Erträge (exkl. Türkei-Geschäft) plus 20,0 % bei 248,0 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: 206,7 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft)
Gesamt-Erträge (exkl. Türkei-Geschäft) plus 34,5 % bei 252,7 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: 187,9 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft)
1,4 Mio. aktive sowie 563.000 neue aktive Echtgeld-Kunden (exkl. Türkei)
EBITDA (bereinigt) bei 49,7 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: minus 8,1 Mio. EUR)
Ergebnis nach Steuern minus 0,8 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: minus 49,8 Mio. EUR)
Regulatorische Entwicklungen
Ausblick

Geschäftsverlauf im dritten Quartal 2007 (pro-forma konsolidiert)
Brutto-Gaming-Erträge plus 20,1 % bei 86,2 Mio. EUR (Q3 2006: 71,8 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft)

bwin erwirtschaftete im Q3 2007 Brutto-Gaming-Erträge (Summe der Bruttoroherträge aus Wettgeschäft, Poker, Casino und Games) in Höhe von 86,2 Mio. EUR. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs (Q3 2006: 71,8 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft) erzielte bwin eine Steigerung von 20,1 % bzw. 14,0 % im Vergleich zum Q2 2007. Der aus dem Poker-, Casino- und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttorohertrag belief sich auf jeweils 20,7 Mio. EUR (Q3 2006: 14,1 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft), 14,4 Mio. EUR (Q3 2006: 13,7 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft) und 3,9 Mio. EUR (Q3 2006: 2,9 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft). Dies entspricht gegenüber dem Q3 2006 (exkl. US- und Türkei-Geschäft) Steigerungsraten von 46,2 % (Poker), 4,9 % (Casino) und 32,5 % (Games).

Sportwetten-Bruttorohertrag plus 15,3 % bei 47,3 Mio. EUR (Q3 2006: 41,1 Mio. EUR exkl. Türkei); Sportwetten-Marge bei 8,5 %

Der Sportwetten-Bruttorohertrag wurde gegenüber dem Q3 2006 von 41,1 Mio. EUR (exkl. Türkei-Geschäft) auf 47,3 Mio. EUR gesteigert. Die Sportwetten-Marge verbesserte sich von 7,2 % im Q2 2007 auf 8,5 % (Q3 2006: 9,2 %) und liegt damit innerhalb der kommunizierten Bandbreite von 8 % bis 10 %.

Gesamt-Erträge plus 34,0 % bei 90,1 Mio. EUR (Q3 2006: 67,3 Mio. EUR. exkl. US- und Türkei-Geschäft)

Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen im Q3 2007 75,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Q3 2006 (61,9 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft) entspricht dies einer Steigerung von 21,9 % bzw. 13,8 % im Vergleich zum Q2 2007. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus den Bereichen Poker (plus 51,2 % gegenüber Q3 2006 exkl. US- und Türkei-Geschäft) auf 18,5 Mio. EUR sowie Sportwetten (plus 17,2 % im Vergleich zu Q3 2006 exkl. Türkei) auf 40,5 Mio. EUR zurückzuführen.

Aus der Auslandsvermarktung der Rechte der Spiele der ersten und zweiten deutschen Fußballbundesliga (DFL) erzielte bwin im Q3 2007 Erlöse in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Q3 2006: 3,6 Mio. EUR). Von diesem Betrag entfallen 5,1 Mio. EUR auf zusätzliche Erlöse aus technischen Serviceleistungen (Bereitstellung der TV-Signale für Lizenznehmer) im Zuge der Vermarktung der DFL-Rechte für die Gesamtsaison 2006/07. Für die künftigen Quartale ist mit einer aliquoten Aufteilung dieser Erlöse zu rechnen. Insgesamt steigerte bwin die Gesamt-Erträge um 34,0 % im Vergleich zum Q3 2006 (67,3 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft) auf 90,1 Mio. EUR im Q3 2007.

827.000 aktive sowie 192.000 neue aktive Echtgeld-Kunden

Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeld-Kunden (Einmalzählung über alle Produkte) war im abgelaufenen Quartal durch erfolgreiche Reaktivierungs- und Marketingkampagnen sowie einer kontinuierlichen Erweiterung des Produktangebots geprägt. Im Vergleich zum Q2 2007 stiegen die aktiven Kunden um 9,0 % auf 827.000. Davon waren erstmals 192.000 Kunden erstmals aktiv (Q2 2007: 173.000). Dies entspricht einer Steigerung von 10,8 % gegenüber dem Q2 2007.

Mit dem im Oktober 2007 gestarteten Kunden-Loyalitätsprogramm b'inside sowie gezielten Reaktivierungsmaßnahmen wird das Serviceangebot sowohl für neue als auch für bestehende Kunden noch attraktiver. bwin erwartet sich dadurch eine geringere Abwanderungsrate ("churn rate") sowie mehr aktive Kunden.

Die Kosten (inklusive Boni) pro neuen aktiven Kunden betrugen 196,5 EUR und erhöhten sich um 3,8 % im Vergleich zum Q2 2007 (189,4 EUR) während der Netto-Gaming-Ertrag pro aktiven Kunden im Q3 2007 gegenüber dem Vorquartal um 4,3 % auf 91,3 EUR stieg.

EBITDA (bereinigt) bei 15,2 Mio. EUR (Q3 2006: minus 5,2 Mio. EUR)

Das um nicht zahlungswirksame Personalaufwendungen (IFRS2) in Höhe von 6,0 Mio. EUR bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte sich im Q3 2007 auf 15,2 Mio. EUR gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs (Q3 2006: minus 5,2 Mio. EUR). Der Zuwachs im Vergleich zum Vorquartal (Q2 2007: 9,9 Mio. EUR) ist unter anderem auf eine verbesserte Sportwettenmarge zurückzuführen.

Marketingaufwendungen

Die Marketingaufwendungen in Höhe von 29,1 Mio. EUR wurden im Q3 2007 gegenüber dem Q3 2006 um 44 % (52,1 Mio. EUR) deutlich gesenkt. Im Vergleich zum Q2 2007 wurden im Q3 2007 stärkere Akzente im Akquisitionsmarketing sowie gezielte Reaktivierungsmaßnahmen gesetzt. An Kunden-Boni wurden im Q3 2007 insgesamt 8,5 Mio. EUR gewährt. Dies entspricht rund 9,9 % der Brutto-Gaming-Erträge (Q2 2007: 7,1 Mio. EUR oder 9,4 % der Brutto-Gaming-Erträge). Im Q3 2007 wurden erstmals Sponsoringkosten für Real Madrid berücksichtigt.

Personalaufwendungen

Die Steigerung der Personalkosten von 13,7 Mio. EUR im Q3 2006 auf 21,1 Mio. EUR im Q3 2007 ist Ergebnis der deutlichen Zunahme des Personalstands sowie nicht zahlungswirksamer Aufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Q3 2006: 0,5 Mio. EUR) im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung (IFRS2). Der Personalstand beläuft sich zum Stichtag 30. September 2007 auf 1.030 Mitarbeiter (30. September 2006: 870). Wie in den Vorquartalen resultiert die Erhöhung vor allem aus dem Bereich IT-Entwicklung, Business Development und Customer Services. bwin investiert nach wie vor in den Ausbau seiner Technologieplattformen, insbesondere Sportwetten sowie Poker und sieht darin einen langfristigen strategischen Erfolgsfaktor.

Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen der bwin Gruppe erhöhten sich um 4,6 % auf 30,7 Mio. EUR gegenüber der Vorjahresperiode (Q3 2006: 29,4 Mio. EUR). Im Vergleich zum Q2 2007 (25,4 Mio. EUR) kam es infolge höherer Kosten für Rechtsberatung, insbesondere im Zusammenhang mit Informations- und Aufklärungskampagnen in ausgewählten Kernmärkten sowie Kosten zur Bereitstellung der TV-Signale für Lizenznehmer der DFL-Rechte zu einem Anstieg in den sonstigen Aufwendungen um 20,7 %.

Die Spesen des Geldverkehrs sanken von 8,7 Mio. EUR im Q3 2006 auf 6,1 Mio. EUR im Q3 2007. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Leistungen von Dritten, Internetgebühren) stiegen von 6,2 Mio. EUR im Q3 2006 auf 6,7 Mio. EUR im Q3 2007 und sind auf eine deutliche Ausweitung des Angebots an Live-Streams zurückzuführen. Die Kosten für Beratung, insbesondere Rechtsberatung, stiegen von 4,6 Mio. EUR im Q3 2006 auf 7,2 Mio. EUR im Q3 2007. Die Kosten für die Infrastruktur lagen bei 2,5 Mio. EUR (Q3 2006: 3,8 Mio. EUR). Der Anstieg der Kosten im Zusammenhang mit Marketingrechten auf 4,0 Mio EUR (Q3 2006: 0,5 Mio. EUR) ist vor allem auf Kosten der Bereitstellung von TV-Signalen für Lizenznehmer der DFL-Rechte für die Gesamtsaison 2006/07 zurückzuführen. Für die künftigen Quartale ist mit einer aliquoten Aufteilung dieser Kosten zu rechnen. An sonstigen Kosten fielen im Q3 2007 4,2 Mio. EUR an (Q3 2006: 5,6 Mio. EUR).

Ergebnis nach Steuern minus 5,1 Mio. EUR (Q3 2006: minus 22,6 Mio. EUR)

Im Q3 2007 verzeichnete bwin Abschreibungen in Höhe von 13,4 Mio. EUR (Q3 2006: 18,1 Mio. EUR). Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erhöhte sich hauptsächlich durch Investitionen in die Erweiterung der technischen Infrastruktur auf 6,8 Mio. EUR (Q3 2006: 4,2 Mio. EUR). Für die Rechte der DFL fielen Abschreibungen in Höhe von 4,8 Mio. EUR an (Q3 2006: 4,7 Mio. EUR). Die akquisitionsbedingten Abschreibungen betrugen wie im Q2 2007 1,8 Mio. EUR und reduzierten sich aufgrund der im Jahr 2006 erfassten Wertminderung deutlich gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs (Q3 2006: 9,1 Mio. EUR). Das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 23,7 Mio. EUR im Q3 2006 auf minus 4,3 Mio. EUR im Q3 2007. Der Verlust nach Steuern betrug im Q3 2007 minus 5,1 Mio. EUR, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs ein Verlust von 22,7 Mio. EUR verzeichnet wurde.

Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten 2007 (pro-forma konsolidiert)
Brutto-Gaming-Erträge (exkl. Türkei-Geschäft) plus 20,0 % bei 248,0 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: 206,7 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft)

bwin steigerte die Brutto-Gaming-Erträge in den ersten neun Monaten 2007 auf 248,0 Mio. EUR (exkl. Türkei-Geschäft) und erzielte eine Steigerung von 20,0 % gegenüber der von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland geprägten Vorjahresperiode 2006 (exkl. US- und Türkei-Geschäft). Der aus dem Poker-, Casino- und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttorohertrag (exkl. Türkei-Geschäft) belief sich auf jeweils 60,5 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 42,2 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft), 44,9 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 41,0 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft) und 10,3 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 8,1 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft).

Der Bruttorohertrag aus dem Bereich Sportwetten (exkl. Türkei-Geschäft) stieg im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2006 um 14,6 % auf 132,3 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 115,4 Mio. EUR exkl. Türkei-Geschäft). Die Sportwettenmarge betrug in den ersten neun Monaten 2007 8,4 % (erste neun Monate 2006: 8,5 % exkl. Türkei-Geschäft) und liegt damit in der über das Jahr erwarteten Sportwettenmarge von 8 % bis 10 %.

Gesamt-Erträge (exkl. Türkei-Geschäft) plus 34,5 % bei 252,7 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: 187,9 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft)

Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen in den ersten neun Monaten 2007 220,0 Mio. EUR (exkl. Türkei-Geschäft). Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2006 (176,3 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft) entspricht dies einer Steigerung von rund 24,8 %. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus dem Bereich Poker (plus 50,3 % gegenüber den ersten neun Monaten 2006 exkl. US- und Türkei-Geschäft) auf 55,4 Mio. EUR sowie Sportwetten (plus 20,6 % im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2006 exkl. Türkei) auf 114,3 Mio. EUR zurückzuführen.

Der Erlös aus der Auslandsvermarktung der Rechte der Spiele der ersten und zweiten deutschen Fußballbundesliga (DFL) betrug in den ersten neun Monaten 2007 21,2 Mio. EUR. Insgesamt steigerte bwin die Gesamt-Erträge um 34,5 % im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2006 (187,9 Mio. EUR exkl. US- und Türkei-Geschäft) auf 252,7 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2007.

1,4 Mio. aktive sowie 563.000 neue aktive Echtgeld-Kunden (exkl. Türkei)

Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeld-Kunden in den ersten neun Monaten 2007 war maßgeblich durch die deutliche Reduktion des Marketingbudgets sowie das Fehlen eines Großereignisses wie der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr geprägt. Diese hatten insbesondere Wirkung auf die Neukundendynamik. Darüber hinaus war aufgrund von Trägheitseffekten im Sportsponsoring der Marketing-Mix in den ersten neun Monaten 2007 nicht optimal. Seit dem Q3 2007 ist allerdings eine steigende Tendenz sowohl bei den aktiven als auch bei den neuen aktiven Kunden erkennbar.

Die Zahl der in den ersten neun Monaten 2007 aktiven Kunden (Einmalzählung über alle Produkte) sank im Vergleich zu den von der Fußball-Weltmeisterschaft geprägten ersten neun Monaten 2006 von 1,5 Mio. (exkl. US- und Türkei-Geschäft) um 11,4 % auf 1,4 Mio. Davon waren in den ersten neun Monaten 2007 563.000 Kunden (exkl. Türkei) erstmals aktiv (erste neun Monate 2006: 968.000 neue aktive Kunden exkl. US- und Türkei-Geschäft).

Die Kosten (inklusive Boni) pro neuen aktiven Kunden betrugen 177,8 EUR (exkl. Türkei) und erhöhten sich um 8,3 % im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2006 (164,2 EUR). Der Netto-Gaming-Ertrag pro aktiven Kunden in den ersten neun Monaten stieg hingegen deutlich um 40,9 % auf 163,0 EUR (erste neun Monate 2006: 115,7 EUR).

EBITDA (bereinigt) bei 49,7 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: minus 8,1 Mio. EUR)

bwin setzte in den ersten neun Monaten 2007 die kommunizierte Strategieanpassung erfolgreich um und verbesserte gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 49,7 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: minus 8,1 Mio. EUR).

Marketingaufwendungen

Die Marketingaufwendungen in Höhe von 79,5 Mio. EUR wurden in den ersten neun Monaten 2007 im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2006 (153,0 Mio. EUR) deutlich reduziert. An Kunden-Boni wurden in den ersten neun Monaten 2007 insgesamt 21,1 Mio. EUR gewährt. Dies entspricht rund 8,4 % der Brutto-Gaming-Erträge (erste neun Monate 2006: 32,1 Mio. EUR oder 11,1 % der Brutto-Gaming-Erträge).

Personalaufwendungen

Mit 54,5 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 37,3 Mio. EUR) erhöhten sich die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerung ist auf die deutliche Zunahme des Personalstands sowie nicht zahlungswirksamer Aufwendungen in Höhe von 10,5 Mio. EUR im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung zurückzuführen (erste neun Monate 2006: 1,4 Mio. EUR). Der Personalstand beläuft sich zum Stichtag 30. September 2007 auf 1.030 Mitarbeiter (30. September 2006: 870). Die Steigerung der Mitarbeiterzahl resultiert vor allem aus dem Bereich IT-Entwicklung, Customer Services und Business Development.

Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen der bwin Gruppe blieben mit 82,6 Mio. EUR nahezu unverändert (erste neun Monate 2006: 81,1 Mio. EUR).

Die Spesen des Geldverkehrs sanken von 26,4 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2006 auf 19,5 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2007. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Leistungen von Dritten, Internetgebühren) stiegen von 16,8 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2006 auf 19,9 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2007 und sind auf Kostensteigerungen im Bereich externe Softwarewartung und eine deutliche Ausweitung des Angebots an Live-Streams zurückzuführen. Die Kosten für Beratung, insbesondere Rechtsberatung, stiegen von 13,0 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2006 auf 16,6 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2007. Die Kosten für die Infrastruktur lagen bei 9,4 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 10,4 Mio. EUR). Der Anstieg der Kosten im Zusammenhang mit Marketingrechten auf 5,7 Mio EUR (erste neun Monate 2006: 0,5 Mio. EUR) ist vor allem auf Kosten der Bereitstellung von TV-Signalen für Lizenznehmer der DFL-Rechte für die Gesamtsaison 2006/07 zurückzuführen. An sonstigen Kosten fielen in den ersten neun Monaten 2007 11,6 Mio. EUR an (erste neun Monate 2006: 13,9 Mio. EUR).

Ergebnis nach Steuern minus 0,8 Mio. EUR (Q1-Q3 2006: minus 49,8 Mio. EUR)

In den ersten neun Monaten 2007 verzeichnete bwin Abschreibungen in Höhe von 36,0 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 44,5 Mio. EUR). Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erhöhte sich hauptsächlich durch Investitionen in die Erweiterung der technischen Infrastruktur auf 16,1 Mio. EUR (erste neun Monate 2006: 12,5 Mio. EUR). Für die Rechte der DFL fielen Abschreibungen in Höhe von 14,5 Mio. EUR an. Die akquisitionsbedingten Abschreibungen betrugen in den ersten neun Monaten 2007 5,4 Mio. EUR und haben sich gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs, aufgrund der im Jahr 2006 erfassten Wertminderung, deutlich verringert (erste neun Monate 2006: 27,3 Mio. EUR). Das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 53,9 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2006 auf 3,2 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2007. Der Verlust nach Steuern betrug in den ersten neun Monaten 2007 minus 0,8 Mio. EUR, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs ein Verlust von 49,8 Mio. EUR verzeichnet wurde.

Regulatorische Entwicklungen

Die Entwicklung der europäischen Online-Gaming-Branche ist weiterhin maßgeblich durch Entscheidungen auf europäischer Ebene geprägt, die nunmehr auch verstärkt in nationale Gerichtsentscheidungen einfließen. Die in Gambelli aufgestellten Grundsätze hat der EuGH am 6. März 2007 in der Rechtssache "Placanica" bestätigt und weiter präzisiert. Nach Auffassung des EuGH ist für jede mit den nationalen Rechtsvorschriften auferlegte Beschränkung konkret zu prüfen, ob diese geeignet ist, die Verwirklichung des vom betreffenden Mitgliedstaat geltend gemachten Ziels zu gewährleisten und ob sie nicht über das hinausgeht, was zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist. Weitere Präzisierung haben diese Grundsätze durch den EFTA-Gerichtshof in zwei glücksspiel-bezogenen Entscheidungen im Frühjahr 2007 erfahren.

Kürzlich hat das Oberlandesgericht Wien in drei, von einem bisher nicht am Markt aufgetretenen Anbieter gegen bwin und andere Internet-Anbieter initiierten Verfahren gravierende Bedenken gegen die Gemeinschaftsrechtskonformität einiger Bestimmungen des österreichischen Glücksspielgesetzes geäußert. In Frankreich, wo weiterhin Untersuchungen gegen die Vorstandsmitglieder wegen angeblichen Verstoßes gegen das französische Glücksspielmonopol anhängig sind, hat der Oberste Gerichtshof (Cour de Cassation) in seiner "Zeturf"-Entscheidung die Rechtssache an das Berufungsgericht zurückgewiesen. Vorabentscheidungsverfahren an den EuGH sind von Portugal und Belgien anhängig.

Ungeachtet der erwähnten Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH durch mehrere Gerichte und trotz der Initiativen der Europäischen Kommission halten die deutschen Bundesländer bis dato weiterhin an der Umsetzung des Staatsvertrags zum Glücksspielwesen fest, durch den Online-Glücksspiele generell verboten werden sollen. In diesem Zusammenhang geht bwin e.K. mit Feststellungsklagen gegen den von den Ländern geplanten Glücksspielstaatsvertrag vor. Die Musterklagen gegen das ab Januar 2008 beabsichtigte Monopol für staatliche Sportwetten wurden zunächst in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen eingereicht. Die Klagen stützen sich zum einen auf die dem Unternehmen 1990 erteilte Sportwettenerlaubnis und zum anderen auf die im EG-Vertrag verankerte Dienstleistungsfreiheit. Das Unternehmen beruft sich dabei auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Stellungnahmen der EU-Kommission zur Europarechtswidrigkeit des geplanten Glücksspielstaatsvertrags und mittlerweile drei Vorlagebeschlüsse deutscher Verwaltungsgerichte an den EuGH. Die Verfahren sind darauf gerichtet, die Berechtigung von bwin zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten in Deutschland zu bestätigen.

Ausblick

Der positive Trend bei der Sportwettenmarge (Q1 2007: 9,5 %, Q2 2007: 7,2 %; Q3 2007: 8,5 %) hat sich im laufenden Quartal weiter verstärkt. bwin erwartet für das Gesamtjahr 2007 nach wie vor eine Sportwettenmarge in einer Bandbreite von 8 % bis 10 %.

Wie bereits berichtet, konnte das Unternehmen im Zusammenhang mit der bwin Games-Transaktion (vormals Ongame Gruppe) Einigung mit der Mehrheit der Verkäufer bezüglich der noch nicht fälligen Kaufpreisverpflichtung erzielen. Diese Verbindlichkeit (15 % des ursprünglichen Kaufpreises) beläuft sich inklusive Zinsen hochgerechnet auf den Zeitpunkt der Fälligkeit (Q1 2009) auf rund 83,0 Mio. EUR.

Im Frühjahr dieses Jahres ist bwin mit den ehemaligen Haupteigentümern von bwin Games, die 96,3 % der Anteile verkauften, in Verhandlungen getreten. bwin einigte sich nun mit dieser Verkäufergruppe auf den Verzicht der ihnen zustehenden restlichen Kaufpreisforderung (inklusive hochgerechneter Zinsen: 79,9 Mio. EUR). bwin beabsichtigt auch mit den übrigen Verkäufern Gespräche hinsichtlich der restlichen Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 3,1 Mio. EUR aufzunehmen.

Sollte bwin das Echtgeld-Glücksspielangebot für US-Kunden wieder aufnehmen, erhält die Verkäufergruppe im Gegenzug für den Forderungsverzicht über einen Zeitraum von 5 Jahren einen Anteil in Höhe von 28,89 % der mit US-Kunden erzielten jährlichen Netto-Gaming-Erträge, jedoch höchstens bis zu einem Betrag von 79,9 Mio. EUR. Darüber hinaus werden die Verkäufer von sämtlichen noch bestehenden Verkaufsrestriktionen an bwin Aktien, die sie als Teil des Kaufpreises erhielten, entbunden.

Mit dieser Vereinbarung sind sämtliche Verpflichtungen aus der bwin Games-Transaktion mit dieser Verkäufergruppe abgegolten. bwin wird eine erfolgswirksame Auflösung der anteilig ausgewiesenen Kaufpreisverbindlichkeit zuzüglich der bereits rückgestellten Zinszahlungen im vierten Quartal 2007 vornehmen.



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