Gericom – Profil☆
Unternehmensidentität
Die Gericom AG war eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Linz, Österreich. Gegründet 1990, operierte das Unternehmen bis zu seiner Übernahme im Jahr 2008 durch die Quanmax Inc. Es war in der Branche der Informationstechnik und Unterhaltungselektronik tätig. Zwischen den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren etablierte sich Gericom in Europa als bedeutender Anbieter von Notebooks und Unterhaltungsgeräten. Die Gesellschaft war an der Börse notiert, jedoch existiert sie in ihrer ursprünglichen Form nach der Übernahme durch Quanmax nicht mehr.
Geschichte und Entwicklung
Gericom wurde 1990 von Hermann Oberlehner unter dem ursprünglichen Namen S plus S Marketing, Engineering & Computerproduction GesmbH gegründet. Ziel war es, leistungsstarke, mobile Computer zu erschwinglichen Preisen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Früh setzte das Unternehmen auf innovative Vertriebswege wie große Elektrohandels- und Discounterketten. Maßgebliche Entwicklungen waren unter anderem das Angebot eines der ersten europäischen Gigahertz-Notebooks im Jahr 2000. 2008 führte eine Übernahme durch die Quanmax Inc. zur Integration des Unternehmens in deren Konzernstruktur.
Börsengang & Kapitalmarktgeschichte
Gericom wandelte sich 1999 in eine Aktiengesellschaft um und ging im Jahr 2000 an der Frankfurter Börse im Neuen Markt an die Börse. Dies gehörte zu einem bedeutenden Ereignis in der Kapitalmarktgeschichte der Firma. Der Börsengang markierte einen Höhepunkt, während der Umsatz im Folgejahr 2001 auf 539,9 Millionen Euro anwuchs. Die Börsennotierung endete 2008 mit der Übernahme durch Quanmax.
Geschäftsbereiche
Gericom war spezialisiert auf die Produktion und den Vertrieb von Notebooks, TV-Geräten und All-in-One-Computern. Besonders bekannt war die „Supersonic“-Serie sowie eines der ersten europäischen Notebooks mit integriertem GPRS-Modem. Die All-in-One-PCs kombinierten TV- und Multimedia-Funktionen. Mit einem 42-Zoll-Fernsehgerät zum Preis von unter 1.000 Euro setzte Gericom neue Maßstäbe in der Preisgestaltung von Unterhaltungselektronik in Europa.
Märkte und Standorte
Gericom war hauptsächlich im deutschsprachigen Raum stark vertreten und erreichte in Österreich einen Marktanteil von über 25 %, während er in Deutschland etwa 13 % betrug. In der frühen 2000er-Jahre plante das Unternehmen eine Expansion nach China, um Produktions- und Beschaffungsmöglichkeiten zu erweitern. Ihre Produkte wurden über führende Handelsketten in Europa, und teilweise in Asien, vertrieben.
Kennzahlen
Im Jahr 2001 verzeichnete Gericom einen Umsatz von 539,9 Millionen Euro, was einer Steigerung von 62 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Jahresüberschuss verdoppelte sich auf 18,5 Millionen Euro. Diese Kennzahlen verdeutlichen die erfolgreiche Marktposition und das starke Wachstum in der Hochphase des Unternehmens.
Investment Case
Für Aktionäre war Gericom in seinen Hochzeiten besonders aufgrund der innovativen Produktentwicklungen und der erfolgreichen Nutzung von Massendistribution ein interessantes Investment. Das Unternehmen bot leistungsstarke Produkte zu erschwinglichen Preisen, die internationale Expansion erhöhte das Marktpotenzial. Zudem war die Positionierung im europäischen Notebook- und Unterhaltungselektronikmarkt ein starker Treiber für Umsatz und Marktanteil.
Quelle: Wikipedia-Artikel
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