Meinl V - ein Phänomen!? | aktie.at Forum
Meinl V - ein Phänomen!? witzigwitzig
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.8.14 21:43)

Um nicht immer alle Meinl (Person)-bezogenen Artikel (die ja manchmal ganz interessant/amüsant/traurig sein können) bei 3 Aktien (MAI, MIP, MEL) posten zu müssen, schlage ich vor, wir nehmen diesen MEINL-Thread um die Meldungen, welche die Person unseres lieben Julius und sein Umfeld betreffen, gesammlt für die Nachwelt als Lektüre aufzubewahren.

  

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Antworten zu diesem Thema
Meinl V - ein Phänomen!?, ModeratorRang: Glückspilz(91), 12.12.14 15:51
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
RE: Meinl V - ein Phänomen!?
11.1.08 14:37
1
Meinl sorgte mit Dividende vor
11.1.08 14:55
2
Julius Meinl V. klagt IVA
28.3.08 21:03
3
IVA zu Meinlgut analysiert
28.3.08 21:06
4
      RE: IVA zu Meinl
29.3.08 00:13
5
      RE: IVA zu Meinl
29.3.08 09:18
6
      Der Meinl soll U-Bahn-fahren ...witzig
30.3.08 12:15
7
      280 mio. als vorbedingunginteressant
30.3.08 13:36
8
      7 als Magnet
31.3.08 18:04
9
      RE: 7 als Magnetgut analysiert
01.4.08 11:00
10
      RE: 7 als Magnet
01.4.08 11:32
11
      RE: 7 als Magnet
06.4.08 13:19
12
      RE: 7 als Magnet
06.4.08 15:37
13
      Julius ist nicht knausrig
07.4.08 16:28
14
      RE: Julius ist nicht knausrigwitzigwitzig
07.4.08 17:16
15
Meinl feilscht um jeden Centinteressant
09.4.08 15:02
16
Format: Staatsanwalt wird Meinl vorladen
10.4.08 13:59
17
Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlbankwitzig
15.4.08 14:43
18
RE: Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlba...
15.4.08 14:53
19
      RE: Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlba...
15.4.08 15:17
20
      RE: Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlba...
15.4.08 17:53
21
Anlegerverband IVA antwortet auf Julius-Meinl-Klage
29.4.08 12:41
22
Gutachter prüft ganzes Meinl-Reich
05.9.08 13:39
23
Meinl soziale Wertschätzung nicht beeinträchtigt
08.9.08 08:16
24
Keine Provision mehr: Meinl Success stoppt Vertrieb von...
09.9.08 14:01
25
      RE: Keine Provision mehr: Meinl Success stoppt Vertrieb...gut analysiertgut analysiert
09.9.08 14:11
26
      RE: Keine Provision mehr: Meinl Success stoppt Vertrieb...witzig
09.9.08 14:38
27
      endlich offiziell: österreich = bananenrepublikinteressant
10.9.08 08:29
28
      RE: endlich offiziell: österreich = bananenrepublik
10.9.08 08:41
29
      RE: endlich offiziell: österreich = bananenrepublik
10.9.08 21:37
30
      RE: endlich offiziell: österreich = bananenrepublik
16.9.08 14:32
31
Wo bleibt die Bilanz der Meinl Bank?
12.9.08 09:13
32
achtung - wutanfallgefahr
13.9.08 11:49
33
RE: achtung - wutanfallgefahr.......Meinl Bank will von...
27.9.08 21:26
34
      RE: achtung - wutanfallgefahr.......Meinl Bank will von...
28.9.08 00:49
35
Neuer Zoff im Hause Meinl
03.10.08 14:11
36
RE: Neuer Zoff im Hause Meinl
03.10.08 14:16
37
      RE: Neuer Zoff im Hause Meinl
03.10.08 14:19
38
Wer bin ich?
02.11.08 21:42
39
Hilfe!
02.11.08 21:46
40
      RE: Hilfe!
02.11.08 21:48
41
      RE: Hilfe!
02.11.08 21:52
42
      RE: Hilfe!
02.11.08 21:56
43
      RE: Hilfe!
02.11.08 21:56
44
      RE: Hilfe!
02.11.08 21:55
45
      Familie Meinl: 240 Mio. Euro an Dividenden seit 2004
16.11.08 10:54
46
      RE: blöde frage
16.11.08 11:13
47
      RE: blöde frage
16.11.08 11:25
48
      RE: blöde frage
16.11.08 11:37
49
      Meinl Bank
16.11.08 13:39
50
      Dividende - schlechtes gewissen?
16.11.08 15:56
51
      RE: Dividende - schlechtes gewissen?
16.11.08 17:37
52
Einmal geht noch
17.11.08 10:00
53
Meinl´s Kleine Weihnacht
18.11.08 23:55
54
RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
19.11.08 09:36
55
      RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
19.11.08 10:03
56
      RE: Meinl´s Kleine Weihnachtwitzig
19.11.08 10:07
57
      RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
19.11.08 10:59
58
      RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
19.11.08 11:03
59
      RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
19.11.08 11:11
60
      RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
19.11.08 11:46
61
      RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
19.11.08 11:56
62
      RE: Meinl´s Kleine Weihnachtgut analysiert
19.11.08 10:07
63
Klagen plageninteressant
24.11.08 10:44
64
      RE: Meinl Bank schloss zwei ihrer drei Filialen
09.1.09 14:14
65
      RE: Meinl Bank schloss zwei ihrer drei Filialen
09.1.09 14:34
66
      ad J&S
09.1.09 15:12
67
      RE: ad J&S
09.1.09 15:15
68
IVA-Rasinger gewinnt vor Gericht gegen Julius Meinlinteressant
12.1.09 13:29
69
MEL - Hausdurchsuchungen bei der Meinl Bank
18.2.09 17:13
70
      Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
19.2.09 10:38
71
      RE: Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
19.2.09 10:46
72
      RE: Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
19.2.09 14:46
73
      RE: Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
19.2.09 14:50
74
      Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 11:03
75
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 13:22
76
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 15:48
77
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 15:52
78
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 15:56
79
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 16:19
80
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 16:39
81
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 16:47
82
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 17:00
83
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 17:45
84
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 18:18
85
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungenwitzig
22.2.09 19:52
86
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 20:03
87
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 23:29
88
      RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
22.2.09 18:11
89
Meinl zieht Klage gegen IVA zurück
23.2.09 10:06
90
Spitzel-Affäre in der Meinl-Bank
26.2.09 14:00
91
Meinl Bank: Ablehnungsantrag gegen Meinl-Gutachter Havr...
27.2.09 16:03
92
Meinl: Unbekannter Investor kauft angeblich Klägern ihr...
01.3.09 13:59
93
Umstrittene Lösung für Meinl-Geschädigte
02.3.09 21:46
94
RE: Umstrittene Lösung für Meinl-Geschädigte
03.3.09 06:14
95
      RE: Umstrittene Lösung für Meinl-Geschädigte
03.3.09 08:57
96
AK: Erfolg gegen Meinl
05.3.09 11:51
97
RE: AK: Erfolg gegen Meinl
05.3.09 12:06
98
doppelt
05.3.09 13:02
99
Meinl Bank zu OGH-Entscheidung
05.3.09 15:54
100
Meinl Bank - Bilanzsumme brach 2008 um fast die Hälfte ...
06.3.09 14:16
101
RE: Meinl Bank - Bilanzsumme brach 2008 um fast die Häl...
06.3.09 14:28
102
Wenn Kottan in der Bank ermitteltgut analysiertwitzig
11.3.09 21:30
103
RE: Wenn Kottan in der Bank ermittelt
12.3.09 07:30
104
      Neue Strafanzeigen gegen Meinl Bank
18.3.09 20:23
105
Meinl - Festnahme am Mittwochabend
02.4.09 10:47
106
Julius Häfenbrief
02.4.09 11:15
107
      RE: Julius Häfenbrief
02.4.09 11:18
108
      @Peter35 - Häfenbericht?
02.4.09 19:33
109
Meinl Bank - Stimmung bei den Mitarbeitern
02.4.09 16:39
110
guter kommentar
02.4.09 17:38
111
RE: meinl bleibt doch in haft
02.4.09 19:27
112
      RE: meinl bleibt doch in haft
02.4.09 20:11
113
      RE: meinl bleibt doch in haft
02.4.09 20:43
114
      Expansionspläne bei Meinl
03.4.09 08:27
115
      RE: Expansionspläne bei Meinlwitzig
03.4.09 09:10
116
      RE: Expansionspläne bei Meinl
03.4.09 09:13
117
      RE: Expansionspläne bei Meinl
03.4.09 09:16
118
      RE: Expansionspläne bei Meinl
03.4.09 09:22
119
      RE: Expansionspläne bei Meinl
03.4.09 09:26
120
      RE: Expansionspläne bei Meinl
03.4.09 09:39
121
      RE: meinl bleibt doch in haft
03.4.09 13:07
122
      Julius Meinl ist wieder frei
03.4.09 14:18
123
      RE: Julius Meinl ist wieder frei
03.4.09 14:20
124
      RE: Julius Meinl ist wieder frei
03.4.09 14:31
125
      RE: Julius Meinl ist wieder frei
03.4.09 14:40
126
      ...und was ist mit dem Elsner?
03.4.09 15:31
127
      RE: ...und was ist mit dem Elsner?
03.4.09 15:34
128
      RE: ...und was ist mit dem Elsner?
03.4.09 15:50
129
      RE: ...und was ist mit dem Elsner?
04.4.09 17:10
130
      RE: ...und was ist mit dem Elsner?interessant
04.4.09 17:18
131
      RE: meinl bleibt doch in haftwitzig
02.4.09 19:46
132
      RE: meinl bleibt doch in haft
03.4.09 09:12
133
100 Mio. € cash ...
03.4.09 09:19
134
geld war in einer stunde da
03.4.09 09:37
135
RE: geld war in einer stunde da
03.4.09 09:41
136
Ehrgeiziger Vorarlberger kippt Meinl-Monument
03.4.09 15:46
137
Meinl schafft es sogar auf Yahoo Finance
03.4.09 17:20
138
      RE: Julius ist fassungsloswitzig
03.4.09 17:58
139
Auch gegen Grasser laufen Ermittlungen
04.4.09 12:36
140
RE: Auch gegen Grasser laufen Ermittlungen
04.4.09 13:19
141
      RE: Auch gegen Grasser laufen Ermittlungen
04.4.09 14:31
142
millionen-dollar-bubi
04.4.09 19:37
143
Ex-MEL-Sprecher Lustig: Habe Meinl gewarnt
05.4.09 13:13
144
Meinl Bank zu Lustig:
05.4.09 16:30
145
      RE: Meinl Bank zu Lustig:
05.4.09 18:38
146
      RE: Meinl Bank zu Lustig:
05.4.09 20:18
147
      RE: Meinl Bank zu Lustig:
05.4.09 21:36
148
Die vielen Gesichter des "Fünfers"
05.4.09 23:02
149
Neid ?witzig
06.4.09 08:03
150
      RE: Neid ?
06.4.09 08:31
151
      RE: Neid ?
06.4.09 08:32
152
      RE: Neid ?
06.4.09 09:31
153
      RE: Neid ?witzig
06.4.09 09:37
154
      RE: Neid ?
06.4.09 09:58
155
      RE: Neid ?
06.4.09 10:07
156
Anleger wollen Meinl-Kaution "einfrieren" lassen
06.4.09 10:32
157
elnser bietet 2 mille kaution
06.4.09 15:44
158
Volksaktie
06.4.09 16:43
159
RE: Volksaktie
06.4.09 18:11
160
      RE: Volksaktie
06.4.09 19:21
161
      RE: Volksaktie
06.4.09 19:24
162
Bereits auf der Flucht?witzig
07.4.09 07:45
163
Steuerfahnder interessieren sich für 100 Mio.
07.4.09 08:37
164
      Causa Meinl - Meinl Bank räumt Abflüsse ein, Bank stabi...
07.4.09 15:20
165
Vorstand der Meinl Bank glaubt an Fortbestehen
07.4.09 15:25
166
RE: Vorstand der Meinl Bank glaubt an Fortbestehen
07.4.09 15:35
167
      RE: Vorstand der Meinl Bank glaubt an Fortbestehengut analysiert
07.4.09 15:52
168
      Flucht war nie geplant
07.4.09 17:10
169
      RE: Flucht war nie geplant
07.4.09 20:35
170
Julius V. Meinl warb mit falschen Zahlen
10.4.09 07:57
171
RE: Meinl wehrt sich
10.4.09 13:58
172
Meinl Bank mit widersprüchlichen Aussagen
12.4.09 11:13
173
RE: Meinl Bank mit widersprüchlichen Aussagen
12.4.09 12:10
174
      RE: Strafanzeige gegen Karl-Heinz Grasser
15.4.09 20:44
175
      RE: Strafanzeige gegen Karl-Heinz Grasser
15.4.09 21:27
176
      RE: Strafanzeige gegen Karl-Heinz Grasser
15.4.09 21:30
177
Meinl am Kragen: Justiz prangert Spekulationen mit Anle...
12.4.09 11:37
178
RE: elsner blitzt ab
16.4.09 13:25
179
RE: elsner blitzt ab
16.4.09 13:31
180
RE: elsner blitzt ab
16.4.09 13:36
181
RE: elsner blitzt ab
16.4.09 14:26
182
RE: Offener Brief: Meinl Bank kämpft ums Imagegut analysiert
18.4.09 16:01
183
      Meinl Success - Provisionserträge 2008 um 89 Prozent ge...
19.4.09 10:09
184
Prinzhorn-Stiftung und die Meinl-Causa
19.4.09 13:46
185
RE: und das dementi
19.4.09 13:55
186
      RE: und das dementi
19.4.09 14:07
187
Meinl V - Vermögen bald weg?
19.4.09 21:34
188
Meinl-Anwalt: Plombierung von Landgut Lehenshofen ein r...
20.4.09 12:41
189
      RE: Streit um Sonder-Deal für MEL-Anleger
20.4.09 22:55
190
      RE: Streit um Sonder-Deal für MEL-Anleger
20.4.09 22:55
191
Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
21.4.09 15:03
192
RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweisegut analysiert
21.4.09 15:09
193
RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
21.4.09 15:12
194
RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
21.4.09 15:25
195
RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
21.4.09 15:27
196
      RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
21.4.09 15:36
197
Brisanter Meinl-Haftbefehl: Staatsanwalt im O-Ton
23.4.09 17:54
198
Meinl-Anwälte: Alles absurd
23.4.09 19:12
199
RE: Meinl-Anwälte: Alles absurd
23.4.09 19:17
200
      RE: Meinl-Anwälte: Alles absurd
23.4.09 19:44
201
„Die letzte Instanz“
24.4.09 09:30
202
und wieder die meinl-anwälte
24.4.09 14:45
203
RE: und wieder die meinl-anwältewitzig
24.4.09 14:49
204
RE: und wieder die meinl-anwälte
24.4.09 15:05
205
Ausführliches Weinzierl-Interviewinteressant
24.4.09 18:11
206
RE: Ausführliches Weinzierl-Interview
25.4.09 12:20
207
"profil": Julius Meinl durch beschlagnahmtes Material u...
25.4.09 09:32
208
Oeffentliche Behauptungen der Staatsanwaltschaft rechts...
25.4.09 12:56
209
Porträt: Rupert-Heinrich, der Partyschreckinteressant
25.4.09 18:52
210
"trend": Meinl-Gutachten verzögert sich
26.4.09 10:13
211
Meinl: Einfache Rechnung zeigt Unrichtigkeit der Vorwür...
26.4.09 17:48
212
Meinl Bank zahlt zurück
26.4.09 18:17
213
Weinzierl, KHG
26.4.09 23:11
214
RE: Weinzierl, KHG
26.4.09 23:42
215
      RE: Weinzierl, KHG
26.4.09 23:50
216
      RE: Weinzierl, KHG
27.4.09 00:40
217
      RE: Weinzierl, KHG
26.4.09 23:59
218
      RE: Weinzierl, KHGwitzig
27.4.09 00:42
219
      Meinl Bank: 60 Interessenten für AI/PI-Portfolio
27.4.09 08:33
220
      RE: Meinl Bank: 60 Interessenten für AI/PI-Portfolio
27.4.09 08:49
221
Der heimliche Gast
27.4.09 09:46
222
Doppelsieg fuer Julius Meinl
01.5.09 13:36
223
RE: Doppelsieg fuer Julius Meinl
01.5.09 18:31
224
      RE: Doppelsieg fuer Julius Meinl
01.5.09 20:19
225
      RE: Doppelsieg fuer Julius Meinl
01.5.09 23:05
226
Julius kandidiert bei EU-Wahl
02.5.09 11:39
227
Julius Meinl ist zurück
04.5.09 13:35
228
julius ist wieder da
04.5.09 13:46
229
RE: Meinl: Streit über Herkunft der 100-Mio.-Kaution
06.5.09 14:35
230
Opfer der öffentlichen Meinung
06.5.09 17:17
231
Meinl-Anwälte: Scharfe Kritik an "Vorgutachten"
07.5.09 08:17
232
Neues Privatgutachten "mehr PR-Gag als rechtliche Beurt...
08.5.09 11:52
233
EU zahlt 34.445,64 € an Meinl
10.5.09 07:30
234
ÖSTERREICH: Das geheime Meinl-Gutachten
10.5.09 11:02
235
Schwere Vorwürfe ehemaliger Direktoren von Meinl Europe...
10.5.09 11:09
236
      Meinl Bank: profil-Bericht bestätigt Rechtmäßigkeit der...
10.5.09 11:20
237
      Familie Meinl wehrt sich gegen Pühringer-Äußerungen
10.5.09 13:30
238
      RE: Meinl Bank: profil-Bericht bestätigt Rechtmäßigkeit...
10.5.09 16:02
239
      Bericht aus der Zelle
10.5.09 21:36
240
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 09:04
241
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 09:09
242
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 09:18
243
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 09:24
244
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 09:46
245
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 10:05
246
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 10:07
247
      RE: Bericht aus der Zelle
11.5.09 10:59
248
MEL-Vorgutachten: Julius Meinl V. als Pleite-Drahtziehe...
12.5.09 20:27
249
Meinl-Gutachten: "Schüleraufsatz auf Steuerkosten" - ne...
13.5.09 14:39
250
Gutachten
13.5.09 20:21
251
      Meinl Bank: Julius Meinl wurde Kaution 'abgepresst'
13.5.09 22:03
252
      RE: Meinl Bank: Julius Meinl wurde Kaution 'abgepresst'
13.5.09 23:34
253
      Vorverurteilugen, Vorabgutachten etc.
14.5.09 06:42
254
Julius Meinl prüft Klage gegen die Republik Österreich
14.5.09 14:15
255
Meinl Bank: Weitere rechtliche Schritte in Prüfung
14.5.09 17:32
256
      RE: Meinl Bank: Weitere rechtliche Schritte in Prüfung
14.5.09 17:42
257
fma schlägt zurück
15.5.09 15:16
258
RE: fma schlägt zurück
15.5.09 15:54
259
Meinls Millionenkampf
16.5.09 07:45
260
Meinl Bank: FMA versucht, eigene Rechtsmeinung nachträg...
16.5.09 13:02
261
weinzierl-interviewinteressant
16.5.09 16:50
262
NY Times: A Fraud Case Tarnishes Austrian Family’s Empi...
16.5.09 19:58
263
      "profil": MEL-Direktorium genehmigte Wertpapierrückkäuf...
17.5.09 11:46
264
      Meinl Bank: MEL-Rückkäufe nicht nachträglich genehmigt
17.5.09 11:49
265
      Profil-Artikel
19.5.09 13:33
266
most hated man
18.5.09 15:10
267
RE: most hated man
18.5.09 15:24
268
RE: most hated man
18.5.09 19:04
269
Meinl Bank erneuert Kritik an Corporate-Governance-Guta...
19.5.09 15:04
270
Drei FMA-Bescheide zu Meinl/MEL rechtskräftig aufgehobe...
20.5.09 17:48
271
neuer pressesprecher
27.5.09 09:41
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meinl klagt den gerichtsgutachter
31.5.09 10:53
273
wieder mal meinl gegen rebellen
08.6.09 11:23
274
RE: wieder mal meinl gegen rebellen
08.6.09 11:26
275
Untersuchung der Jersey-Aufsicht in Sachen Meinl nähert...
08.6.09 15:33
276
RE: Untersuchung der Jersey-Aufsicht in Sachen Meinl nä...
08.6.09 15:36
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Mohrenanpissigebühr
09.6.09 21:19
278
IVA zu Meinl-Klagen
11.6.09 10:59
279
FORMAT: Die Einvernahme von Julius Meinl V. im Wortlaut
11.6.09 11:02
280
Das Meinl-Protokoll
12.6.09 09:44
281
Meinl Bank: Unabhängiger Verwaltungssenat (UVS) hebt FM...
15.6.09 12:10
282
RE: Meinl Bank: Unabhängiger Verwaltungssenat (UVS) heb...
15.6.09 12:14
283
      AI und PI wollen auf 100-Mio-Euro-Kaution zugreifen
17.6.09 11:06
284
Meinl Bank: Rebellen sollen Verbleib von EUR 276 Mio er...
17.6.09 15:29
285
RE: Meinl Bank: Rebellen sollen Verbleib von EUR 276 Mi...
17.6.09 15:33
286
RE: @Hagen
17.6.09 22:59
287
RE: @Hagen
17.6.09 23:33
288
RE: @Hagen
18.6.09 06:35
289
RE: @Hagen
18.6.09 08:02
290
RE: @Hagen
18.6.09 08:15
291
RE: @Hagenwitzig
18.6.09 08:18
292
RE: Meinl Bank: Rebellen sollen Verbleib von EUR 276 Mi...
17.6.09 15:34
293
Rasinger zu Meinl-Inseraten
18.6.09 10:35
294
Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutachten...
18.6.09 11:01
295
RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutac...
18.6.09 11:11
296
      RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutac...
18.6.09 11:15
297
      RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutac...
18.6.09 12:32
298
      RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutac...
18.6.09 19:35
299
THREAD ENDE
18.6.09 13:06
300
Jeder blamiert sich so gut er kann
19.6.09 21:04
301
Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshofwitzig
25.7.12 18:14
302
RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
25.7.12 21:05
303
RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
25.7.12 21:25
304
RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
25.7.12 21:35
305
RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshofwitzig
25.7.12 21:33
306
      RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
25.7.12 21:41
307
Millionen-Streit um Meinl
01.8.12 16:34
308
Lord Goldsmith attacks Austria's 'unfair' treatment of ...
28.8.12 13:07
309
RE: Lord Goldsmith attacks Austria's 'unfair' treatment...
28.8.12 13:37
310
      RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
29.8.12 15:40
311
      RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten angut analysiert
29.8.12 15:46
312
      RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
29.8.12 16:14
313
      RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten angut analysiert
29.8.12 20:31
314
      RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
29.8.12 20:38
315
      RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
29.8.12 20:35
316
      RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
29.8.12 21:09
317
      Julius und die Antisemitismus-Keuleinteressant
29.8.12 21:33
318
      Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer
30.8.12 16:56
319
      RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer
30.8.12 17:06
320
      RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer
30.8.12 17:07
321
      RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer
30.8.12 20:07
322
      RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyerwitzig
31.8.12 13:57
323
Wer den Humor noch nicht verloren hat.
29.8.12 20:43
324
Staatsanwalt knöpft sich Julius Meinl vor
12.9.12 15:51
325
Harte Zeiten für Francis Lustig
20.9.12 18:57
326
Mit Schadenersatzklage gegen Gutachter gescheitert
22.9.12 20:41
327
Noch immer Meinl
26.9.12 10:00
328
Razzia. Die Staatsanwaltschaft prüft die letzte große D...
23.10.12 11:26
329
Kaution: Meinl-Anwälte kritisieren Beschluss
15.11.12 14:42
330
RE: Kaution: Meinl-Anwälte kritisieren Beschlussgut analysiert
15.11.12 15:18
331
      RE: Kaution: Meinl-Anwälte kritisieren Beschluss
15.11.12 15:35
332
      RE: Kaution: Meinl-Anwälte kritisieren Beschluss
16.11.12 10:42
333
Neuerliche Razzia in der Meinl Bank
29.11.12 18:38
334
Meinl blitzte mit Klage gegen Ex-Gutachter wegen übler ...
05.12.12 13:37
335
Staatsanwalt: Haft gegen Meinl-Chef verhindert
17.12.12 10:49
336
RE: Staatsanwalt: Haft gegen Meinl-Chef verhindert
17.12.12 11:33
337
      RE: Staatsanwalt: Haft gegen Meinl-Chef verhindert
17.12.12 11:37
338
Meinl Bank "inszenierte“ Skandal um Gutachter
29.1.13 08:07
339
Causa Meinl: Fünf Jahre und kein bisschen weise
03.2.13 17:27
340
Julius Meinl und die große Konfusion
24.2.13 22:34
341
RE: Julius Meinl und die große Konfusion
25.2.13 07:21
342
Kaution wird zurückbezahlt
19.3.13 14:33
343
Meinl: Justizinterne Ermittlungen eingeleitet
21.4.13 11:34
344
Gericht segnet Unterlagen aus Meinl-Razzia ab
15.5.13 13:52
345
Meinl-Gutachter schießt scharf gegen Staatsanwalt
03.7.13 08:08
346
RE: Meinl-Gutachter schießt scharf gegen Staatsanwalt
03.7.13 08:53
347
MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
04.8.13 21:36
348
RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
05.8.13 01:23
349
RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
05.8.13 08:06
350
RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
05.8.13 08:35
351
      RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
05.8.13 11:11
352
"Spekulanten-Turbos haben MEL-Kurse manipuliert"
22.11.13 08:21
353
Causa Meinl: Verdeckte Ermittlungen
18.12.13 08:59
354
Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republi...
28.1.14 22:06
355
RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Rep...
29.1.14 06:25
356
      RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Rep...
30.1.14 02:03
357
      RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Rep...gut analysiert
30.1.14 12:33
358
      Meinl-Bank verbucht Teilsieg gegen Justiz
30.1.14 15:52
359
      RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Rep...
30.1.14 17:03
360
      RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Rep...witzig
20.4.14 14:27
361
Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
19.4.14 14:58
362
RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
20.4.14 01:14
363
      RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
20.4.14 06:23
364
      RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
20.4.14 11:23
365
      RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
20.4.14 13:05
366
      RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
20.4.14 16:09
367
Q1/14
23.4.14 08:30
368
Meinl droht Strafprozess
09.7.14 21:54
369
Meinl Bank sorgt für Steuernachzahlung vor
21.7.14 20:45
370
Meinls Recht auf zügiges Verfahren verletzt
27.9.14 06:05
371
      Anklage gegen Meinl so gut wie fix
12.12.14 15:51
372

RE: Meinl V - ein Phänomen!?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.1.08 14:37)

laut Österreich beginnt bald die Ära Spängi die zweite.

  

Beitrag dem Admin melden | Urheberrechtsverletzung melden
Meinl sorgte mit Dividende vor
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.1.08 14:55)

Die Familie Meinl soll 2007 rund zwölf Millionen Euro Zwischendividende aus ihrer Bank bezogen haben

Wien – Die Aktionäre der Meinl Bank, die der Familie Meinl zuzurechnende niederländische Gesellschaft Belegging-Maatschappij Far East (hält 11.999 Aktien) und die Wiener Julius Meinl Versicherungsservice & Leasing GmbH (eine Aktie) haben sich für 2007 eine Zwischendividende auszahlen lassen. Sie soll in der Höhe der Interimsdividende (die darf der Vorstand nach dem ersten Halbjahr gemäß § 54a Aktiengesetz mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Bedingungen zahlen) des Jahres 2006 gelegen sein – damals waren es rund zwölf Millionen Euro. Bank-Aufsichtsrat und Ex-Präsident, Walter Jakobljevich, hat jüngst geraten, für 2007 solle "keine weitere Dividende" mehr fließen.

Üblicher Vorgang

Die Auszahlung von Interimsdividenden ist bei der Meinl Bank durchaus üblich. Im Jahr 2006 (Bilanzgewinn: 89 Mio. Euro; davon 72,5 Mio. Euro Gesamtdividende) waren es 12,5 Mio. Euro gewesen, die die Aktionäre vorweg bekommen hatten. Im Jahr 2005 (Gewinn: 60 Mio. Euro) waren es fünf Mio. Euro gewesen. Der Sprecher der Meinl Bank, Herbert Langsner, bestätigt den Betrag für das gerade zu Ende gegangene Geschäftsjahr nicht, er verweist auf den nächsten Geschäftsbericht. Aus dem Geschäftsbericht für 2006) geht auch hervor, dass der aus drei Personen bestehende Gesamtvorstand (unter Führung von Julius Meinl V., der neuerdings Aufsichtsratschef und Konsulent ist) 8,5 Mio. Euro verdient hat. Ungefähr drei Millionen davon sollen auf Julius Meinl entfallen sein; diese Gage bleibt ihm auch in seiner neuen Funktion erhalten.

Fürstliche Gage

Zum Vergleich: Der sechsköpfige Vorstand der börsenotierten Raiffeisen International bekam 6,8 Mio. Euro. Die ansehnliche Entlohnung der Chefs der Privatbank liegt auch an deren Satzung, wonach die Hauptversammlung "berechtigt ... ist, den Vorstandsmitgliedern aus dem Jahresgewinn Tantiemen nach freiem Ermessen auszuschütten". Angesichts der Turbulenzen rund um Meinl European Land (MEL) und der Vor-Ort-Prüfung in der Bank verdichten sich die Gerüchte, Meinl denke intensiv über einen Verkauf seines Instituts nach. Sein Sprecher dementiert das ("Das ist kein Thema") – Interessenten, etwa aus dem Raiffeisenbereich und dem Ausland, gibt es laut Wiener Bankern aber. Die private Wiener Bank Winter etwa interessiert sich für den Bereich strukturierte Geschäfte und Handelsfinanzierungen.
(standard.at)

  

Beitrag dem Admin melden | Urheberrechtsverletzung melden
Julius Meinl V. klagt IVA
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 21:03)

Das "Sittenbild Meinl" des Kleinanleger­verbandes wird als "Ehrenbeleidigung" empfunden, die IVA erstattet Anzeige in Jersey

Wien – Julius Meinl V. wehrt sich gegen das "Sittenbild Meinl", das Wilhelm Rasinger vom Interessenverband für Anleger veröffentlicht hat. Darin wirft der Aktionärsvertreter dem Aufsichtsratschef der Meinl Bank vor, bisherige Versprechungen – etwa die "Verlegung des Sitzes der Gesellschaft (Meinl European Land, MEL, Anm.) von Jersey nach Österreich, umfassende Aufklärung und Information oder vorbildliche Corporate Governance" – nicht erfüllt zu haben.

Rasinger begründet dies unter anderem mit dem Vorwurf, bei Meinls wolle man "Zeit gewinnen und auf die Ohnmacht und Vergesslichkeit des 'kleinen' Mannes, dem bevorzugten Ziel der MEL-Aktien, spekulieren".

Gegen diese und andere Punkte aus dem "Sittenbild" hat Meinl V. Klage auf Ehrenbeleidigung (§ 1330 ABGB) und Widerruf eingebracht. Der Gesamtstreitwert liegt laut Klage, die dem STANDARD vorliegt, bei 21.000 Euro.

"Einschüchterung"

"Jedes Wort wird jetzt auf die Goldwaage gelegt", sagt Rasinger zum STANDARD. Die Klage versteht der Aktionärsvertreter als "Einschüchterung". Die Vorgänge bei MEL seien "so abenteuerlich, dass die zuständigen Behörden das prüfen sollen", sagt Rasinger, der nun der Aufsichtsbehörde in Jersey (Firmensitz von MEL) eine Sachverhaltsdarstellung vorlegen wird.

"Herr Meinl soll einmal mit der U-Bahn fahren, damit er die Leute sieht, deren erspartes Geld dahingeschmolzen ist", legt der Anlegerschützer nach, der vor einem halben Jahr wegen Zuwendungen Meinls an den IVA in die Kritik geraten war.

AK erreichte Teilerfolg

Einen Etappensieg gegen die Meinl Bank und deren Vertriebstochter Meinl Success hat die Arbeiterkammer (AK) erreicht. Es geht um die Bewerbung des Zertifikats im MEL-Verkaufsprospekt. Das Handelsgericht hat nun eine einstweilige Verfügung erlassen, berichtet das Wirtschaftsblatt. Mit der Klage will die AK zeigen, dass wesentliche Aussagen der Verkaufsprospekte irreführend waren. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29./30.3.2008)

  

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IVA zu Meinl gut analysiert
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 21:06)

MEL: Viel versprochen - nichts gehalten

Vor einem halben Jahr verkündeten MEL/MERE/Meinl mit grossem PR-Getöse, was sich in Zukunft alles zum Besseren für die Anleger ändern werde (siehe u.a. APA-Meldung vom 25.09.2007). Den schönen Worten folgten keine Taten.

o Die Grundsätze des österreichischen Aktienrechtes gelten für MEL noch immer nicht.
o Der Unternehmenswert wurde nicht erhöht.
o Das Vertrauen der Investoren wurde nicht gestärkt.
o Der Firmensitz wurde nicht von Jersey nach Wien verlegt.
o Der Corporate Governance Kodex wird weiterhin nicht eingehalten.
o Die Zusammenlegung von MEL und MERE erfolgte nicht.
o Die Partly Paid Shares wurden nicht eingezogen.

IVA-Präsident Dr. Wilhelm Rasinger: "Da die drei Meinl-Gesellschaften Meinl European Land, Meinl International Power und Meinl Airport International mit den gleichen Zielsetzungen gegründet und nach dem gleichen System strukturiert wurden, müssen die Anleger von MIP und MAI, was zukünftige Aussagen und Versprechungen betrifft, Schlimmes befürchten."

Rückfragehinweis:
Dr. Wilhelm Rasinger 0676-4196451 - www.iva.or.at

  

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RE: IVA zu Meinl
Erwine12(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.3.08 00:13)

Man sollte Julius, den Panzerknacker, als das behandeln, was er ist. Als das schwarze Schaf einer Familie von auch ethnisch hochstehenden Persönlichkeiten, dem es gelang, mit halbseidenen Aktionen in kurzer Zeit den Familienruf auf lange Sicht zu ruinieren.

Wenn man weiß, was seine Vorgänger für das österreichische Sozialmodell leisteten, fällt es schwer, irgendeine Entschuldigung für die ewiggierige Skrupellosigkeit des in jeder Hinsicht kleinsten aller Meinls zu finden. Eine drittklassige Persönlichkeit, die ähnlich viel Vertrauen einflößt wie unselige Vorbilder aus Amerika, unser MEL Capone halt.

  

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RE: IVA zu Meinl
ferl(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.3.08 09:16)

" ...einer Familie von auch ethnisch hochstehenden..."

Da ist doch wohl "ethisch" gemeint ?
Ich glaube, "moralisch" wäre das passendere Wort.

  

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Der Meinl soll U-Bahn-fahren ... witzig
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.3.08 12:15)

... hat der Rasinger einmal gesagt: damit er den Leuten ins Gesicht schauen kann, die er abgezockt hat.

  

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280 mio. als vorbedingung interessant
BM(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.3.08 13:36)

"profil": Meinl European Land: 280 Millionen Euro teure Auflösung des Managementvertrages war "Vorbedingung" für Gazit-Deal
Utl.: MEL-Vertreter will Einsatz von "partly paid shares" bei
Hauptversammlung "nicht ausschließen"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, war die 280 Millionen Euro teure
Auflösung der Managementvereinbarungen zwischen der börsenotierten
Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) und der Meinl
Bank-Tochter Meinl European Real Estate (MERE) Kernforderung von
Bankier Julius Meinl im Zusammenhang mit dem Einstieg der
israelischen Gazit-Globe-Gruppe bei MEL. Ein Gazit-Manager gegenüber
"profil": "Die Abgeltung war eine nicht verhandelbare Vorbedingung
von Herrn Meinl. Wir haben das quasi geerbt. Es war nicht unsere
Idee, und wir hätten das auch niemals so gemacht." Und weiter: "Es
liegt auf der Hand, dass wir die Preisvorstellungen des Herrn Meinl
in unserer Kalkulation berücksichtigen mussten." Meinl-Sprecher
Herbert Langsner sagt dazu nur: "Selbstverständlich ist die Auflösung
des Vertrages zwischen MEL und MERE Teil des Gesamtpakets."

Wie "profil" weiters berichtet, verdichten sich die Hinweise
darauf, dass die im Einflussbereich von MEL stehenden "partly paid
shares" (pps) bei der nahenden außerordentlichen MEL-Hauptversammlung
zum Einsatz kommen werden. "Es ist nicht ausschließen, dass die pps
mitstimmen werden. Ich denke, die Antwort ist deutlich genug", so ein
MEL-Vertreter gegenüber "profil".

  

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7 als Magnet
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.3.08 18:04)

Ich schätze mal, daß die 7 für den Kurs wie ein Magent wirken dürfte, sowohl nach oben als auch nach unten. Unter 7 dürfte wohl der Kurs gestützt werden. Viel weiter über 7 sollte es aber mMn auch nicht gehen.

Ich hoffe, daß dies kein happy end für die Beteiligten außer den Aktionären gibt. Aber ich man kann wetten, daß bei der HV das Abkommen abgesegnet wird, aber sicherlich auch Einspruch erhoben wird, sich dann die Gerichte damit beschäftigen werden und dann die Beteiligten eine kleine Abfindung für eine außergerichtliche Einigung erhalten. Eigentlich sollte man da ja fast mitmachen

  

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RE: 7 als Magnet gut analysiert
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.4.08 11:00)

Ich sehe das auch so. Von sämtlichen Immotiteln hat wohl die MEL das geringste Kurspotential. Einer durchgreifenden Kurserholung stehen die günstigen Bezugsbedingungen für den neuen Großinvestor im Wege. Die Aktie ist daher uninteressant für den langfristigen Anleger, interessant allerdings kurzfristig - Pendelbewegungen um einen Mittelwert (7 oder vielleicht doch 6,5). Die anderen Immotitel bieten erheblich höheres langfristiges Kurspotential, wobei die Immofinanz derzeit wohl am besten dasteht. Problematisch ist es sicher für den, der MEL bei über 10 gekauft hat. Ich würde mal sagen, da ist das Geld (auch langfristig) weg!

  

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RE: 7 als Magnet
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.4.08 11:32)

Bin da deiner Meinung nur nicht mit der Immofinanz. Aber das hat hier nichts in diesem Thread zu suchen.

Ob wir aber unter 7 gehen, glaube ich irgendwie nicht. Da wird der Kurs schon vorher gestützt werden. Somit könnte man bei knapp 7 kaufen und vielleicht auf 1-2% hoffen.

  

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RE: 7 als Magnet
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.08 13:19)

der Ver wohnt seit Ende 2007 im Hotel, naja wenden sich alle ab, der IVer,Spängi,der VIer ist im Ausland, mich wundert es nicht wirklich.

  

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RE: 7 als Magnet
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.08 15:37)

Aber die Fans werden sicher bald sein Hotel belagern,
wie wenn der Mick Jagger dort logieren würde!

  

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Julius ist nicht knausrig
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 16:28)

Weiss nicht ob das nicht schon einer in einen der zahlreichen "Meinl"-Threads hiereinkopiert hat

Nicht knausrig

75.000 Euro Hotelrechnung des Bankiers Meinl

Wien, 06. April 2008

Für seine Unterkunft im Wiener Hotel The Ring hat der Geschäftsmann Julius Meinl (Meinl European Land) wohl bereits mehrere 100.000 Euro gezahlt.

Julius Meinl klagt Anlegerverband » Julius Meinl V. – zuletzt auch wegen rasselnder Kurse der Meinl European Land-Papiere im Rampenlicht – ist in privaten Dingen offenbar nicht knausrig. Der Bankier wohnt derzeit im noblen Wiener Hotel The Ring. Der Grund darf nur gemutmaßt werden — offenbar sucht das Ehepaar Meinl derzeit Distanz.

Das Ehepaar Julius und Franziska „Spängi“ Meinl trat in letzter Zeit kaum gemeinsam auf. Eines der raren Bilder ist links zu sehen. Und auch da soll die Stimmung angespannt gewesen sein. Franziska Meinl soll davor im „Meinl am Graben“ etwas lauter geworden sein. Gerüchte um eine Scheidung wurden aber bislang stets dementiert.

120-Quadratmeter-Suite

Julius Meinl ist jedenfalls seit Ende 2007 im The Ring dauerhaft eingemietet. Billig ist das nicht, aber bei einem Mann vom Format Meinls ist die Begleichung der Rechnung keine große Sache. Die 120 Quadratmeter große Suite schlägt sich laut offiziellem Tarif jedenfalls täglich mit 2.500 Euro zu Buche. Die Monatsmiete für die Luxus-Bleibe beliefe sich also auf rund 75.000 Euro. Ein bisschen Rabatt ist Hotel-Dauergästen zwar meist sicher, Meinl musste aber wohl bereits mehrere hunderttausend Euro lockermachen.

Die räumliche Trennung von Ehefrau Franziska dürfte den Milliardär aber noch mehr kosten. Wie ÖSTERREICH erfuhr, ist die Ring Suite fix bis Ende Mai gebucht. Danach könnte er – glaubt man der Gerüchteküche – in ein Palais in der Wiener Elisabethstraße übersiedeln. Die Immobilie ging vor mehr als einem Jahr für kolportierte zwölf Millionen Euro von der Familie Bloch Bauer in Meinls Besitz über. Seitdem steht das Haus mit rund 582 Quadratmeter Wohnfläche allerdings leer.

Dass ihm dieses nun für private Zwecke diene, dementiert Meinl-Sprecher Herbert Langsner jedoch vehement und betont, dass es sich dabei um „ein reines Investitionsobjekt handelt, das sich in Planung befindet“.

Quelle:http://www.oe24.at/zeitung/wirtschaft/article284472.ece

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RE: Julius ist nicht knausrig witzigwitzig
Erwine12(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 17:16)

Wenn die Frau von Meinl V, dem Panzerknacker, Zeugen benötigt, dass ihr Mann einen miesen Charakter hat, weshalb sie Anspruch auf milliardenschwere Abfertigung als Schmerzensgeld hat, stehe ich ihr gerne als Zeuge - so wie wahrscheinlich Tausende andere Meinl V - Geschädigte - zur Verfügung.

  

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Meinl feilscht um jeden Cent interessant
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.4.08 15:02)

Trotzdem hat er die 30 Cent wieder hergeben müssen:

http://www.be24.at/blog/entry/15900

  

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Format: Staatsanwalt wird Meinl vorladen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.08 13:59)

Format / 10.04.2008 / 12:16 / OTS0186 5 WI 0147 FMT0004

Staatsanwalt wird Julius Meinl V. zur Einvernahme vorladen
Utl.: Jüngste Zertifikatsrückkäufe bei MAI und MIP werden unter die
Lupe genommen

Wien (OTS) - Die Staatsanwaltschaft Wien wird Julius V. Meinl
demnächst vorladen. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in
seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Die Anklagebehörde ermittelt gegen den Chef des Meinl-Clans bereits
seit mehreren Monaten im Zusammenhang mit zweifelhaften
Zertifikatsrückkäufen bei der börsenotierten Immobiliengesellschaft
Meinl European Land. Dabei wird Julius Meinl - für ihn gilt die
Unschuldsvermutung - Betrug, Untreue und Marktmanipulation
vorgeworfen.


Die Staatsanwaltschaft wird laut FORMAT nun auch die kürzlich
vermeldeten Rückkaufe bei den börsenotierten Gesellschaften Meinl
Airports International (MAI) und Meinl International Power (MIP)
unter die Lupe nehmen. Dazu soll Julius Meinl auch persönlich befragt
werden. Staatsanwalt Karl Schober, Leiter der Wirtschaftsgruppe,
gegenüber FORMAT: "Die Einvernahme von Julius Meinl steht unmittelbar
bevor."

Rückfragehinweis:
FORMAT Business
Ashwien Sankholkar

Tel.: (01) 217 55/0

  

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Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlbank witzig
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 14:43)

Könnte der Pravda oder dem Obersten Informationsorgan der KP China entnommen sein:

"Die Meinl Bank wertet die Entscheidung des Handelsgerichts Wien als wichtigen Teilerfolg gegen die Vorgehensweise der Bundesarbeitskammer, die sich mit unsachlichen und überzogenen Angriffen gegen die Meinl Bank zu profilieren versucht."

http://aktien-portal.at/shownews.html?id=15089

  

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RE: Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlbank
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 14:53)

Den Teil, daß die Angriffe überzogen wären, hätten sie besser weggelassen. Oder will die Meinl Bank ausdrücken, daß die Angriffe in der Sache richtig, in der Ausdrucksweise aber überzogen sind?

  

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RE: Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlbank
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 15:17)

tango korrupti

  

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RE: Unsachliche und überzogene Angriffe auf die Meinlbank
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 17:53)

Ich hör sie schon parlieren auf der nächsten der Meinl-Hauptversammlungen:

"Bitte Herr Notar, nehmens des alles auf Tonband auf,
des ist ja fürchterlich, was man sich von 5.000 Leuten so an unsachlichen und überzogenen Angriffen anhören muß!

Das zeig ma dann auf Youtube, damit die ganze Welt sehen kann,
daß sich alle gegen einen verschworen haben: Gegen den Unschuldigen!"

  

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Anlegerverband IVA antwortet auf Julius-Meinl-Klage
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.4.08 12:41)

Anlegerverband IVA antwortet auf Julius-Meinl-Klage wegen MEL
Klage auf Ehrenbeleidigung, Unterlassung und Widerruf durch Julius Meinl V. wegen Vorwürfen auf IVA-Homepage

Nach der Klage durch Julius Meinl V. auf Ehrenbeleidigung, Unterlassung und Widerruf hat der von Wilhelm Rasinger geleitete Interessenverband für Anleger (IVA) am Dienstag frühere Vorwürfe in Sachen Meinl zum Teil erneut publiziert und Details aus der IVA-Antwort auf die Meinl-Klage mitgeteilt. Mitte März hatte der Verband unter dem Titel "Sittenbild Meinl" insgesamt sechs Kritikpunkte auch auf seiner Homepage veröffentlicht. Daraufhin belegte Meinl den IVA mit einer Klage im Streitwert von 21.000 Euro.

In dem Beitrag hatte sich IVA-Präsident Rasinger kritisch mit den Vorgängen um den umstrittenen Rückkauf von MEL-Wertpapieren und dessen nachteilige Folgen für die MEL-Zertifikatsinhaber auseinandergesetzt und seine persönliche Meinung dazu geäußert. Beim Handelsgericht Wien beantragte der IVA, die Meinl-Klage abzuweisen.

Für Meinl ist die Kanzlei Gheneff-Rami-Sommer tätig. Den IVA vertritt die Kanzlei von Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer. (Schluss) APA

  

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Gutachter prüft ganzes Meinl-Reich
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.9.08 13:39)

Standard vom 05.09.2008

In die juristische Bewältigung der Causa Meinl kommt Bewegung. Die Staatsanwaltschaft Wien hat einen Sachverständigen bestellt für die "Strafsache Julius Meinl, Heinrich Schwägler, Georg Kucian und Karel Römer", die unter der Aktenzahl 608 St 1/08 w anhängig ist. der Standard betont, dass für alle die Unschuldsvermutung gilt.

Staatsanwalt Karl Schober hat Thomas Havranek ausgesucht, er ist "Wirtschaftstreuhänder, Steuerberater und gerichtlich beeideter Sachverständiger aus dem Fachgebiet Sicherheits- und Risikomanagement, Compliance, Corporate Governance, Steuer- und Rechnungswesen" in Wien. Die Bestellung erfolgte am 27. August - just am Geburtstag des 39-jährigen Juristen. Sein Vater Günther, ebenfalls Wirtschaftstreuhänder sowie im Vorstand des Vereins "Rettet den Stephansdom", war übrigens lange Jahre Aufsichtsrat der Bank Austria.

Havranek jun. muss nun binnen zweier Monate sein Gutachten erstellen, und zwar zu drei Fragen.

Nämlich, "ob und in welchem Umfang Meinl European Land (MEL), Meinl International Power (MIP) und Meinl Airport International (MAI) sowie die Meinl-Bank einem ... Corporate-Governance- Kodex unterliegen". Weiters soll er klären, "ob und in welchem Umfang Verantwortliche " ... unter Verletzung von Compliance und Corporate-Governance-Richtlinien Handlungen zum Nachteil" der Eigentümer gesetzt oder unterlassen haben.

Antwort auf Frage drei soll klären, "ob ... Mitglieder des Vorstands oder Aufsichtsrats ... die Verhältnisse der Gesellschaft ... unrichtig wiedergegeben ..." haben.

Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft gegen "Julius Meinl und verschiedene Vorstandsmitglieder der MEL". Es gehe "um den Verdacht des Betruges an Anlegern ... insbesondere durch irreführende Werbung (...), irreführende Ad-hoc-Meldungen, Verschweigung von Risikofaktoren ... Verschweigung von Zertifikatsrückkäufen enormen Umfanges, Verschweigung der Gebühren- und Provisionsstruktur des MEL-Geschäftsmodells, Unterlassung der Offenlegung der ... Beherrschungsverhältnisse insbesondere der PPS".

Zudem wird dem Verdacht der "Verschweigung der Existenz und Rolle der Somal A.V. V." (sie spielt bei den Zertifikatsrückkäufen eine Rolle; Anm.) nachgegangen.

Den Verdacht der Untreue erklärt die Anklagebehörde "insbesonderes durch die nicht veröffentlichte Zertifikate-Rückkaufaktion zu einem überhöhten Preis ... sowie durch die Gebühren- und Provisionsstruktur des MEL-Geschäftsmodells als möglicher Spesen- und Provisionsschinderei".

Frage nach Spesen-Schinderei

Darüber hinaus besteht laut Ankläger "der Verdacht des Missbrauchs von Insiderinformation (gemäß Börsegesetz), deren Verdacht der Verletzung der Prospektpflicht (gemäß Kapitalmarktgesetz) und der Verdacht der Bilanzfälschung (§ 255 Aktiengesetz)".

Gerichtsgutachter Havranek wird viel zu tun haben, denn sein Auftrag umfasst fast das gesamte Meinl-Reich, wie die Staatsanwaltschaft schreibt: "Die obigen Ausführungen treffen auf Grund des identen Geschäftsmodells auch für die Unternehmen MIP und MAI zu, auf Grund personeller und wirtschaftlicher Verflechtungen teilweise auch auf die Meinl Bank AG." Foto: Cremer


.
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Gruß

  

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Meinl soziale Wertschätzung nicht beeinträchtigt
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.08 08:16)

LG für Strafsachen auf die Klage des Julius M., seine Ehre sei 8.720 Euro wert:

"Sogar wenn sich Julius Meinl einem allfälligen Verfahren durch Flucht entziehen oder dieses verschleppen wollte, wäre dies keine verbotene Handlung und würde auch „seine soziale Wertschätzung nicht empfindlich beeinträchtigt“ werden."

http://www.be24.at/blog/entry/20947

  

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Keine Provision mehr: Meinl Success stoppt Vertrieb von Meinl-Produkten
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.08 14:01)

Nächster Knalleffekt im "Fall Meinl": Per eingeschriebenem Brief erhielten die bestehenden und ehemaligen Vertriebspartner der Meinl Success Finanz AG am 8. September die Mitteilung, dass die Vertriebsgesellschaft der Meinl-Gruppe den Vertrieb der früheren Meinl-Produkte "Atrium European Real Estate", "Meinl Airports International" und "Meinl International Power" einstellt und rückwirkend die Provisionsvereinbarungen kündigt.

Auslöser dieses Schritts waren die Kündigungen der Gesellschaften Atrium, MAI und MIP. Sie haben Meinl Success die bisher gültigen Verträge aufgekündigt und zahlen ihrerseits keine Bestandsprovisionen mehr an Meinl Success aus, daher stellt diese sowohl die Zahlungen an die Vertriebspartner als auch den Vertrieb dieser Zertifikate ein. „Mit der Aufkündigung der Verträge durch die Gesellschaften, die eine wesentliche Änderung der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen darstellt, entfällt die Bestandsprovision, so dass auch Meinl Success keine Bestandsprovisionen mehr an die Vertriebspartner leisten kann“, erklärt Pressesprecher Dr. Herbert Langsner auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE.

Diese Änderung gelte laut einem Schreiben an die Vertriebspartner ab und inklusive der Abrechnungsperiode September 2008 für Umsatzprovisionen beziehungsweise ab und inklusive der Abrechnung der Bestandsprovisionen für das dritte Quartal 2008.

Meinl Success werde den Vertriebspartnern im Rahmen der Möglichkeiten weiterhin allgemein zugängliche Informationen zu diesen Produkten wie Geschäftsberichte, Quartalsberichte, ad hoc-Meldungen etc. über den Meinl Success Newsletter bis auf weiteres zum Zwecke der Servicierung zur Verfügung stellen. „Die Provisionen für andere von Meinl Success vertriebenen Produkte bleiben selbstverständlich aufrecht“, betont Langsner.

Pools sind empört

Die betroffenen Pools sind empört. Ariconsult und Jung, DMS und Cie haben wenige Stunden nachdem sie das Kündigungsschreiben erhielten via Telefonkonferenz über eine gemeinsame Vorgangsweise beraten. Jung, DMS & Cie-Geschäftsführer Helmut Egel: „Das ist eine weitere Zumutung für die Vertriebspartner, wir werden die rechtlichen Möglichkeiten umgehend prüfen, um gegen diesen einseitigen Vertragsbruch vorzugehen.“

Dr. Ernst Brandl, Kapitalmarktrechtsexperte der Wiener Kanzlei Brandl & Talos, erklärt in einer ersten Reaktion gegenüber FONDS professionell: „Natürlich muss man nun alle bestehenden Verträge genau prüfen, grundsätzlich übernimmt aber ein Rechtsnachfolger natürlich bestehende vertragliche Verpflichtungen, wenn er ein Unternehmen kauft.“


Quelle: FONDS professionell

http://www.fondsprofessionell.at/redsys/newsText.php?sid=789220&;amp;nlc=AX

08.09.2008

  

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RE: Keine Provision mehr: Meinl Success stoppt Vertrieb von Meinl-Produkten gut analysiertgut analysiert
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.08 14:11)

einmal Dreck, immer Dreck

  

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RE: Keine Provision mehr: Meinl Success stoppt Vertrieb von Meinl-Produkten witzig
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.08 14:38)

Vergönne ich den Finanzberatern

  

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endlich offiziell: österreich = bananenrepublik interessant
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.08 08:29)

empfehle jeden die heutige -diepresse.at- da haben wirs schwarz auf weiss--- österreich ist beim kleinanlegerschutz gleichauf mit drittewelt ländern! fazit der weltbank: nirgendwo ist es so leicht von anteilseignern grösserer aktienpakete die rechte kleinanleger zu beschränken!
der durchschnittssteuersatz von 42% ebenfalls spitze und- fast nirgendwo auf der welt ist es so schwierig sein eigenes geschäft zu eröffnen.
na,gute nacht, wird ja vieles zitiert was ich seit jahren predige.
trotzdem ist es gut und sinnvoll, jetzt endlich das offizielle chiquita-siegel der weltbank erhalten zu haben. irgendwie ein kompliment an unsere funktionärs-caste...

  

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RE: endlich offiziell: österreich = bananenrepublik
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.08 08:41)

Ist eh alles ein alter Hut!

Anmerkung am Rande: bei Befragungen über den Idealberuf kommt folgendes raus (Vergleich USA / Österreich) - kein Scherz (!!!):
USA: 90% der Bevölkerung geben Unternehmer an, 10% Beamter
Österreich: 10% geben Unternehmer an, 90% Beamter
Alles klar?


>empfehle jeden die heutige -diepresse.at- da haben wirs
>schwarz auf weiss--- österreich ist beim kleinanlegerschutz
>gleichauf mit drittewelt ländern! fazit der weltbank:
>nirgendwo ist es so leicht von anteilseignern grösserer
>aktienpakete die rechte kleinanleger zu beschränken!
>der durchschnittssteuersatz von 42% ebenfalls spitze und- fast
>nirgendwo auf der welt ist es so schwierig sein eigenes
>geschäft zu eröffnen.
>na,gute nacht, wird ja vieles zitiert was ich seit jahren
>predige.
>trotzdem ist es gut und sinnvoll, jetzt endlich das offizielle
>chiquita-siegel der weltbank erhalten zu haben. irgendwie ein
>kompliment an unsere funktionärs-caste...

  

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RE: endlich offiziell: österreich = bananenrepublik
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.08 21:37)

>Ist eh alles ein alter Hut!
>
>Anmerkung am Rande: bei Befragungen über den Idealberuf kommt folgendes raus (Vergleich USA / Österreich) - kein Scherz (!!!):
>USA: 90% der Bevölkerung geben Unternehmer an, 10% Beamter
>Österreich: 10% geben Unternehmer an, 90% Beamter
>Alles klar?

Mag ja grundsätzlich was dran sein, allein mir fehlt der Glaube, was die Zahlen an sich betrifft.

  

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RE: endlich offiziell: österreich = bananenrepublik
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.08 14:32)

Eine gute Replik auf die Weltbank-Studie von Richard Schenz:

http://www.be24.at/blog/entry/21280

Er zieht die Methodik in Zweifel, die Staaten mit anglosächsischem Rechtssystem in der Reihung stark begünstigt, wodurch beispielsweise Albanien auf Platz 18 und Mosambique auf Platz 38 kommen, Österreich dagegen auf Platz 126 und die Schweiz gar nur auf Platz 164.

In der Schweiz müßten Bananen demnach bestens gedeihen.

  

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Wo bleibt die Bilanz der Meinl Bank?
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.9.08 09:13)

Format vom 12.09.2008

Anwalt Böhmdorfer will von der FMA Auskunft über die Lage der Meinl Bank. Er sorgt sich, ob ausreichend für Schadenersatzprozesse vorgesorgt wurde.

Das Schreiben an den Familienbeirat der Thomas Prinzhorn Privatstiftung ist sehr knapp gehalten: "Ich, Julius Meinl, geboren 9. 7. 1959, erkläre gemäß § 8.6 der Stiftungsurkunde der Thomas Prinzhorn Privatstiftung, dass ich meine Funktion als Mitglied des Stiftungsvorstands mit sofortiger Wirkung niederlege. Ich bitte um Nachsicht der an sich dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende des Quartals."

So knapp das Schreiben vom März dieses Jahres gehalten ist, so viel Platz lässt es für Spekulationen. Hat der Papierindustrielle, der sein Vermögen über die Meinl Bank veranlagt hatte, diese Gelder abgezogen und sich Meinl als Reaktion darauf aus der Stiftung zurückgezogen? Das jedenfalls hört man in Wiener Bankenkreisen.

Aus der Meinl Bank heißt es dazu: Die Zurücklegung des Mandats sei auf eine Umstrukturierung in der Prinzhorn Privatstiftung zurückzuführen. Ob man die Prinzhorn-Millionen noch verwalte, unterliege dem Bankgeheimnis. Auch der Industrietycoon äußert sich nicht. Es mutet aber seltsam an, dass Julius Meinl nicht einmal die Kündigungsfrist von drei Monaten abwarten wollte, um aus dem Stiftungsvorstand seines langjährigen Freundes auszutreten.

Genug Eigenmittel? Für das eigene Geld der Meinl Bank interessiert sich unterdessen Rechtsanwalt Dieter Böhmdorfer. Er führt ja einen Schadenersatzprozess gegen das Institut und kritisiert, dass die Bilanz 2007 noch immer nicht veröffentlicht wurde. Seine Sorge, dass die Meinl Bank nicht genügend Rückstellungen für die Prozessrisiken vorgenommen hat, brachte er nun der Finanzmarktaufsicht (FMA) in ei-nem siebenseitigen Schreiben zur Kenntnis. Allein bei der MEL kommt Böhmdorfer auf einen möglichen Schaden von bis zu 4,3 Milliarden Euro.

2006 - vor dem Verkauf der MEL - betrugen die Eigenmittel der Bank 178 Millionen Eu-ro. "Es stellt sich daher die Frage, inwieweit die gesetzlich erforderliche Eigenmitteldeckung der Meinl Bank im Einzelabschluss und im konsolidierten Jahresabschluss gegeben ist", fragt Böhmdorfer die FMA. Gegenüber der Nationalbank hat Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl näm-lich noch Ende letzten Jahres erklärt, er wolle keine Rückstellungen für die Prozessrisiken bilden.

Die Antwort der Finanzmarkt-kontrollore an Böhmdorfer: "Zu laufenden Untersuchungen nehmen wir mit Rücksicht auf das Amtsgeheimnis keine Stellung." Für den Wirtschaftsprofessor und Bankexperten Leo Chini ist diese Haltung bedenklich: "Anleger haben ein Recht darauf, zu erfahren, ob ihr Geld bei dieser Bank noch sicher ist. Mit ihrem Schweigen schadet die FMA sogar dem Ansehen der Meinl Bank." Dem Vernehmen nach sollen die Aufseher bereits beim Finanzministerium angefragt haben, ob nicht in solchen Fällen eine Lockerung der Kommunikationspolitik sinnvoll wäre.

Meinl beruhigt. Die Meinl Bank ist auf Kalmierung bedacht: Es wurden nun doch Rückstellungen gebildet, so lautet die Auskunft: Die Eigenmittel betragen derzeit das Achtfache der gesetzlich vorgeschriebenen Quote. Klarheit wird möglicherweise in den nächsten Tagen herrschen. Die Meinl Bank wird demnächst ihre Bilanz legen.

Antwort Gewünscht. Wirtschaftsprofessor Leo Chini will wissen, ob Anlegergelder bei der Meinl Bank sicher sind.

hat er Geld abgezogen? Thomas Prinzhorn, langjähriger Meinl-Freund und Kunde von dessen Bank.



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Gruß

  

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achtung - wutanfallgefahr
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.9.08 11:49)

Aus dem Börse Express vom 12. September 2008

Für Meinl war es ein sehr gutes Jahr
Von Bettina Schragl Frank Sinatra würde wohl sagen: "It was a very good year".

Walter Jakobljevich, Aufsichtsrat der Meinl Bank, meinte zu Jahresbeginn in einem "Standard"-Interview zwar, Meinl sei nicht der "bestbezahlte Banker". In Österreich ist er das aber schon. Im Jahr 2006 erhielt der dreiköpfige Vorstand der Meinl Bank eine Gage von 8,5 Mio. Euro, im Jahr darauf waren es 17,8 Mio. Euro. Das ist angesichts einer Bank mit einer stark schrumpfenden Bilanzsumme (zuletzt knapp 1,6 Mrd. Euro in der AG) mehr als beachtlich. Die 17,8 Mio. Euro stellen nicht nur die Gehälter von Treichl, Stepic & Co. in den Schatten, sondern übersteigen auch die für 2007 getätigten Rückstellungen für Prozessrisken (10 Mio. Euro) deutlich.

Das muss zwar nicht unbedingt ein Massstab sein, mit Blick auf die Bilanzsummen von Erste Group und Raiffeisen International (rund 200 Mrd. Euro bzw. rund 73 Mrd. Euro) erscheint die Sache aber zumindest hinterfragenswert. Da die Meinl Bank eine Privatbank ist und nicht an der Börse notiert, könnte das der Öffentlickeit ziemlich wurscht sein. Angesichts des Umstands, dass das Institut aber einen Gutteil seiner Erträge mit diversen Dienstleistungen für die frühere MEL, MAI und MIP erwirtschaftet hat, erscheint öffentliches Interesse doch gerechtfertigt.

Auch ein Blick auf die Interimsdividende, die - wie es Jakobljevich damals vereinfacht ausdrückte - an die Eigentümerfamilie Meinl fliesst, hat sich verdoppelt: Und zwar von 12,5 Mio. auf 25 Mio. Euro.
Für Meinl war es wirklich "a very good year".

  

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RE: achtung - wutanfallgefahr.......Meinl Bank will von der Republik Österreich eine Million € Schadenersatz
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.9.08 21:26)

Die Meinl Bank hat eine Amtshaftungsklage gegen die Republik Österreich angestrengt. Dabei geht es um "Verletzungen der Aufsichtspflicht" respektive "Bruch des Amtsgeheimnisses" durch die Finanzmarktaufsicht, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe. Die Privatbank fordert eine Million Euro Schadenersatz, behält sich aber eine Ausweitung der Ansprüche vor.

FMA-Sprecher Klaus Grubelnik wies die Anschuldigungen zurück: "Die Vorwürfe entbehren jeder Grundlage."

In einer "profil" vorliegenden schriftlichen Stellungnahme der Meinl Bank heißt es wörtlich: "Die Vorgehensweise der FMA ... ist durch fortgesetztes rechtswidriges Verhalten geprägt: Die FMA gibt der Öffentlichkeit laufend vertrauliche Informationen preis und verletzt dabei die Amtsverschwiegenheit, sie verbreitet in Pressemitteilungen unrichtige oder verzerrte Darstellungen über die Meinl Bank, ignoriert beharrlich ... vorgelegte Beweismittel und übermittelt der Staatsanwaltschaft selektiv einseitige und inhaltlich falsche Stellungnahmen."

Obendrein sollen laut "profil"-Vorausmeldung auch die ominösen Wertpapier-Rückkäufe bei Meinl European Land (heute: "Atrium") mit Kenntnis der Aufsicht getätigt worden sein: "Die FMA wurde von der Meinl Bank und von der Wiener Börse täglich real time über das Ansammeln von MEL-Zertifikaten durch einen einzigen Kunden über mehrere Monate hinweg laufend vollkommen transparent und lückenlos informiert, gleichzeitig wurde das konkrete Prozedere des Rückerwerbs, welches in dem von der FMA gebilligten MEL-Prospekt bereits ausreichend beschrieben war, zwischen MEL und FMA abgestimmt."

Wirtschaftsblatt
27.09.2008

  

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RE: achtung - wutanfallgefahr.......Meinl Bank will von der Republik Österreich eine Million € Schadenersatz
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.9.08 00:49)

die FMA ist unnütz und zahnlos.

  

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Neuer Zoff im Hause Meinl
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.10.08 14:11)

Format vom 03.10.2008

Meinl-Bank-Vorstand Robert Kofler wurde von der Finanzmarktaufsicht angezeigt. Der Staatsanwalt ermittelt nun wegen mutmaßlichen Insiderhandels.

Gigantische 17,8 Millionen Euro waren die drei im Vorjahr wert. Umgerechnet in Schilling, kassierten Ver, Robert Kofler und Peter Weinzierl 245 Millionen als Vorstände der Meinl Bank. Der größte Teil davon – kolportiert werden rund 7,3 Millionen Euro – soll auf dem Konto von Kofler gelandet sein. Warum der so viel erhielt? Im Bankvorstand ist Kofler für die Betreuung institutioneller Kunden zuständig.

In dem Zusammenhang hatte der 51-jährige Finanzmanager 2007 alle Hände voll zu tun: Die Affäre rund um die börsennotierten Meinl-Gesellschaften MAI, MEL und MIP schreckte nicht nur mehr als 100.000 Kleinanleger auf, sondern auch die großen Fische, wie millionenschwere Investmentfonds, Pensionskassen, Privatstiftungen und Versicherungen. Kofler musste sie in unzähligen Privatgesprächen besänftigen. Für den Meinl-Vorstand war das hart verdientes Geld.

Handverlesene Klienten besuchte Kofler offensichtlich nicht erst nach Ausbruch der Meinl-Affäre im August 2007, sondern viel früher. In den Monaten davor klapperte er Finanzinvestoren in Wien, Frankfurt und London gezielt ab, um für die Börsengänge von Meinl Airport International (MAI) und Meinl International Power (MIP) Stimmung zu machen. Dabei soll er auch ausführlich über kursstützende Aktivitäten bei der Meinl European Land (MEL) geplaudert haben.

Erhebungen wurden ausgeweitet
Rückblickend betrachtet dürfte Kofler aber übers Ziel hinausgeschossen sein. Nun wird ihm vorgeworfen, gesetzliche Insiderregeln verletzt zu haben. Immerhin waren die MEL-Rückkäufe der Öffentlichkeit nicht bekannt und sehr wohl kursrelevant.

Ausführlich untersucht wurde die Gesprächsfreude des Meinl-Bankers in den vergangenen Monaten durch die Finanzmarktaufsicht (FMA). Das Ergebnis der brisanten FMA-Prüfung liegt FORMAT nun exklusiv vor: „Die FMA hat (...) im Jänner 2008 eine Untersuchung wegen möglichem Missbrauch von Insiderinformationen eingeleitet. (...) Am 20. März 2008 wurde eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft Wien erstattet“, heißt es in einem FMA-Bericht ans Finanzministerium vom 20. August 2008. „Mit weiteren Aufträgen seitens der Staatsanwaltschaft ist zu rechnen.“ Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, bestätigt: „Uns liegt eine Anzeige gegen Robert Kofler vor. Die FMA wurde beauftragt, die Erhebungen auszuweiten.“ Geprüft wird der Insiderverdacht (Aktenzahl 608 St 2/08t) vom leitenden Wirtschaftsstaatsanwalt Karl Schober höchstpersönlich. „Ich wurde noch nicht einvernommen“, lässt Kofler – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – via Pressestelle ausrichten. Die Insidervorwürfe gegen ihn weist die Meinl Bank zurück.

Parallel zum Insiderthema läuft das Meinl-Hauptverfahren (AZ: 608 St 1/08 w). Dort hat die Justiz Ver, Peter Weinzierl und Karl-Heinz Grasser – auch für sie gilt die Unschuldsvermutung – wegen Betrugs und Untreue im Visier. Auch hier dreht sich alles um die ominösen MEL-Zertifikatsrückkäufe im Wert von 1,8 Milliarden Euro.

Strenge Insiderregeln
„Wer als Insider eine Insider-Information mit dem Vorsatz ausnützt, sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, indem er (...) diese Information einem Dritten zugänglich macht“, dem drohen laut Gesetz Strafen von bis zu fünf Jahren Gefängnis. Nach Einvernahme von mehreren Zeugen sah die FMA bei Robert Kofler zumindest den Missbrauchsverdacht bestätigt.

Dass das Management der Meinl Bank, also auch Kofler, über die MEL-Rückkäufe früh informiert war, steht mittlerweile außer Streit. In einem FMA-Strafbescheid wegen Marktmanipulation, der vom Unabhängigen Verwaltungssenat vollinhaltlich bestätigt wurde, wird auf ein internes Papier verwiesen, das den Informationsvorsprung dokumentiert: „Aus der Aufstellung geht hervor, dass die Meinl Bank im Auftrag der MEL für die Somal Avv zwischen 9. 2. und 1. 8. 2007 insgesamt 88,8 Millionen Zertifikate für den Emittenten rückerwarb. Dies geschah, ohne die Öffentlichkeit zu informieren.“ Die späte Meldung am 23. 8. 2007 löste einen Kurssturz von fast 20 Prozent aus. „Der Inhalt dieser Nachricht ist somit eindeutig als kursrelevant einzustufen.“ Informationen, die Robert Kofler laut FMA für ausgewählte Kunden zu nutzen wusste.

Ver
Der Staatsanwalt ermittelt seit dem Vorjahr gegen den Meinl-Bank-Chef wegen Betrugs- und Untreueverdacht.

Robert Kofler
Meinl-Vorstand wird der Weitergabe kursrelevanter Informationen verdächtigt.

FMA-Bericht an den Finanzminister vom 20. August 2008: „Am 20. März 2008 wurde eine Anzeige (wegen Insidermissbrauch) an die Staatsanwaltschaft erstattet.“



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Gruß

  

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RE: Neuer Zoff im Hause Meinl
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.10.08 14:16)

>Gigantische 17,8 Millionen Euro waren die drei im Vorjahr wert.


Gehalt inklusive Schmerzensgeld uns Schweigegeld?

  

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RE: Neuer Zoff im Hause Meinl
Rang: kiva(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.10.08 14:18)

>Schweigegeld?


in dem fall ists eher schon ein "schweinegeld" *gg*

  

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Wer bin ich?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.08 21:42)

Bei der Beichte:

„Herr Pfarrer, ich habe etwas Schlimmes getan. Ich habe in Immobilien spekuliert und dazu das Geld von ehrlichen, hart arbeitenden Menschen verwendet. Ich habe mich selbst so viel wie möglich bereichert, während alle anderen fast ihr ganzes Geld verloren haben."

Pfarrer: „Bist Du das, Karl?"

„Nein, ich bin's, der Julius."

http://www.be24.at/blog/entry/615752

  

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Hilfe!
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.08 21:46)

@ Hagen: Die Pointe bitte!

Man kann ja nicht über jeden Witz lachen, in denen der Karl und der Julius mitspielen.

Oder sind meine Ansprüche an den Humor zu gross?

  

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RE: Hilfe!
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.08 21:48)

>Oder sind meine Ansprüche an den Humor zu gross?

Ja

  

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RE: Hilfe!
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.08 21:52)

>>Oder sind meine Ansprüche an den Humor zu gross?
>
>Ja

Die Larissa hat hoffentlich nichts mit dem Mike zu tun, sonst würde ich den Witz nämlich unpassend finden.

  

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RE: Hilfe!
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.08 21:56)

>Die Larissa hat hoffentlich nichts mit dem Mike zu tun, sonst
>würde ich den Witz nämlich unpassend finden.

Sie ist soweit ich gehört habe die Tochter.

  

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RE: Hilfe!
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.08 21:56)

Soll angeblich die Tochter sein. Sie mag aber keine Mike-Witze, daher hat sie die "Kommentieren"-Funktion gesperrt.

  

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RE: Hilfe!
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.08 21:55)

Also ich kann ja über Blondinenwitze lachen, dass sich die Schenkel biegen, die Gürtellinie kann für mich gar nicht tief genug sein. Aber der Julius und der Karl locken mir keine Lachträne aus den Augen.

Übrigens zählt bei der Beichte eh nur tätige Reue. Wenn ich dem Pfarrer sag, dass ich es gerne wieder machen würde, jederzeit, dann sagt er, ich soll noch einmal über meine Sünden nachdenken und erst wieder kommen, wenn ich wirklich bereue und endgültig damit aufhöre.

Auf der Strasse haben wir uns zwar noch öfters gesehen und gegrüsst, aber bis in den Beichtstuhl hab ich´s nicht mehr geschafft, da ist er schon gestorben

  

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Familie Meinl: 240 Mio. Euro an Dividenden seit 2004
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.08 10:54)

"profil": Hauptversammlung kippte ursprünglichen Gewinnverwendungsvorschlag - Vorstand kassierte zusätzlich 17,8 Millionen Euro

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Familie Meinl für das Geschäftsjahr 2007 von der Meinl Bank Dividenden in der Höhe von 70 Millionen Euro erhalten. Dies erschliesst sich aus einem jetzt vorliegenden Protokoll der Meinl-Bank-Hauptversammlung (HV) vom 31. März 2008. Noch im Februar hatte der Vorstand erwogen, den Eigentümern über eine unterjährige "Interimsdividende" in der Höhe von 25 Millionen Euro hinaus keine weiteren Gewinne zuzuführen. Das wurde der Finanzmarktaufsicht laut Protokoll auch so mitgeteilt. Im Verlauf der HV wurde der ursprüngliche Gewinnverwendungsvorschlag jedoch verworfen und die Ausschüttung weiterer 45 Millionen Euro beschlossen. In Summe hat die Familie Meinl seit 2004 240 Millionen Euro an Dividenden aus der Meinl Bank gezogen. Davon unabhängig kassierte der dreiköpfige Bankvorstand 2007 Bezüge in der Höhe von 17,8 Millionen Euro.

BE 16.11.2008

  

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RE: blöde frage
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.08 11:13)

frage an die experten - könnten fma/nationalbank die ausschüttung eigentlich untersagen bzw. rückfordern?
so nach dem motto stärkung/keine schwächung der bank?


>"profil": Hauptversammlung kippte ursprünglichen
>Gewinnverwendungsvorschlag - Vorstand kassierte zusätzlich
>17,8 Millionen Euro
>
>Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
>erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Familie Meinl für das
>Geschäftsjahr 2007 von der Meinl Bank Dividenden in der Höhe
>von 70 Millionen Euro erhalten. Dies erschliesst sich aus
>einem jetzt vorliegenden Protokoll der
>Meinl-Bank-Hauptversammlung (HV) vom 31. März 2008. Noch im
>Februar hatte der Vorstand erwogen, den Eigentümern über eine
>unterjährige "Interimsdividende" in der Höhe von 25
>Millionen Euro hinaus keine weiteren Gewinne zuzuführen. Das
>wurde der Finanzmarktaufsicht laut Protokoll auch so
>mitgeteilt. Im Verlauf der HV wurde der ursprüngliche
>Gewinnverwendungsvorschlag jedoch verworfen und die
>Ausschüttung weiterer 45 Millionen Euro beschlossen. In Summe
>hat die Familie Meinl seit 2004 240 Millionen Euro an
>Dividenden aus der Meinl Bank gezogen. Davon unabhängig
>kassierte der dreiköpfige Bankvorstand 2007 Bezüge in der Höhe
>von 17,8 Millionen Euro.

  

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RE: blöde frage
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.08 11:25)

Nur wenn die Dividende die Liquidität bzw. Existenz der Bank gefährden würde. Das tut sie wohl nicht, damit ist sie ausschliesslich Angelegenheit der Eigentümer.

  

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RE: blöde frage
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.08 11:37)

>Nur wenn die Dividende die Liquidität bzw. Existenz der Bank
>gefährden würde. Das tut sie wohl nicht, damit ist sie
>ausschliesslich Angelegenheit der Eigentümer.

danke. man kann dabei vermutlich verschiedener meinung sein was eine gefährdung darstellt.
wobei zur zeit ja auch banken gezwungen werden geld vom staat zu nehmen, insofern könnte man das wahrscheinlich schon erzwingen. aber es ändert eh nix, hat mich nur prinzipiell interessiert.

  

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Meinl Bank
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.08 13:39)

Ich glaube, der gute Julius ist schon mitten in den "Schlachtungsvorbereitungen" seiner goldenen Kuh.

Wenn jetzt nach MEL, MAI auch noch MIP die Verträge mit der Meinl Bank kündigt, dann wird er noch versuchen, möglichst viel mitzunehmen bzw. vor Gericht zu erstreiten, aber das war's dann wohl mit den spudelnden Einnahmen der Meinl-Partie.

Ausgezahlt hat sich's ja und um jahrelange Gerichtsstreitigkeiten zu vermeiden, wird man sich mit den "Rebellen" etc. auch auf Vergleiche einigen, die auch noch ein bisserl Cash bringen.

Ich würd's ja bis zum Ende durchstreiten, damit der Julius auch noch die Gerichtskosten zahlen darf. (wobei die Verträge natürlich ganz gut geschrieben sein dürften und nicht so einfach aufzulösen sein werden - im Vergleich zu Karli P. ist der Julius ja durchaus raffiniert)

  

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Dividende - schlechtes gewissen?
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.08 15:56)

Meinl Bank: Dividende völlig gesetzeskonform
Utl.: Gewinnverwendung ausschließlich Sache der Hauptversammlung

Wien (OTS) - Zum Artikel "Einmal geht noch" im aktuellen profil
hält die Meinl Bank fest, dass die Ausschüttung der Dividende für
2007 selbstverständlich den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Es
wurden auch sämtliche vorgesehenen Veröffentlichungen zum
Jahresabschluss 2007 vorgenommen und der Jahresabschluss vom
Bankprüfer genehmigt.

Die Ausschüttung einer höheren Dividende als ursprünglich
vorgesehen, liegt darin begründet, dass zum Zeitpunkt des
ursprünglichen Gewinnverwendungsvorschlages - nämlich am 31.12. 2007
- die erhebliche Stärkung der Eigenmittel der Bank infolge der
Auflösung der Verträge mit Meinl European Land (nunmehr Atrium) den
Organen der Meinl Bank noch nicht bekannt sein konnte. Die Änderung
der Gewinnverwendung auf Beschluss der Hauptversammlung und in
Anwesenheit des Bankprüfers und des Staatskommissärs ist ebenfalls
völlig gesetzeskonform.

Die Meinl Bank ist ein rein privates Unternehmen, das im Gegensatz
zu zahlreichen anderen österreichischen Instituten dank ihrer äußerst
soliden Kapitalstruktur keinerlei Unterstützung durch die öffentliche
Hand in Anspruch nehmen muss. Die tier-1-ratio der Meinl Bank beträgt
derzeit 29 Prozent und 98 Prozent im Meinl Bank-Konzern. Das ist
jeweils ein Vielfaches des gesetzlich Vorgeschriebenen und des
Durchschnitts anderer österreichischer Banken.

Für allfällige Klagsrisken wurde ein ausreichender Betrag
rückgestellt, der alle anhängigen Verfahren berücksichtigt.

Die Ausschüttung von Dividenden liegt daher, im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften, ausschließlich im Ermessen der
Hauptversammlung.

Rückfragehinweis:
Meinl Bank AG
mailto:langsner@meinlbank.com

  

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RE: Dividende - schlechtes gewissen?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.08 17:37)

Hmm ... welche Hauptversammlung lass ma fairer Weise über die Meinlbank-Dividende abstimmen?

Die von MEL/Atrium, MAI oder MIP? Ich glaub, bei MEL/Atrium hat er die besten Karten.

  

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Einmal geht noch
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.11.08 10:00)


Profil vom 17.11.2008

Die Familie Meinl hat für 2007 insgesamt 70 Millionen Euro an Dividenden aus der Meinl Bank gezogen - und der Vorstand kassierte 17,8 Millionen.

Ein gutes Geschäftsjahr mündet gemeinhin in einer guten Gewinnausschüttung. Wenn man freilich Ver heißt und über eine Privatbank herrscht, kann auch ein albtraumhaftes Jahr eine traumhafte Dividende abwerfen.

Die Turbulenzen der Börsengesellschaften Meinl European Land (heute: Atrium Real Estate), Meinl Power und Meinl Airports (heute: Airports International); eine Prüfung der Bankbücher durch die OeNB, Strafbescheide der Finanzmarktaufsicht; Ermittlungen der Justiz; massive Einlagenabflüsse: 2007 war für die Wiener Meinl Bank AG wahrlich kein gutes Jahr. Die Bilanzsumme halbierte sich, der Jahresgewinn fiel um 18 Prozent.

Dessen ungeachtet hat sich der Meinl-Clan für 2007 Dividenden in Höhe von 70 Millionen Euro von der Bank auszahlen lassen, oder in alter Währung: fast eine Milliarde Schilling. Dies erschließt sich aus dem Protokoll zur Hauptversammlung der Meinl Bank vom 31. März dieses Jahres, welches jüngst beim Firmenbuch des Handelsgerichts Wien hinterlegt wurde.

2007 war das letzte Jahr, in dem die Meinls mit laufenden Einkünften aus den umstrittenen Management-, Lizenz- und Kapitalmarktverträgen mit den drei Börsengesellschaften rechnen durften. Seit 2004 haben sich die Eigentümer auf Grundlage dieser Vereinbarungen insgesamt 240 Millionen Euro an Meinl-Bank-Dividenden gegönnt - was eingedenk der Verluste tausender Privatanleger an der Börse doch ein klein wenig frivol klingt. Mehr noch: Ver - er führte die Bankgeschäfte bis 27. Dezember 2007 - und dessen weiterhin amtierende Kollegen Robert Kofler und Peter Weinzierl kassierten für 2007 zusätzlich Vorstandsgagen von zusammen 17,8 Millionen Euro. Die Summe entsprach 35 Prozent des gesamten Personalaufwands der Bank (133 Mitarbeiter). Das ist eine nicht nur für österreichische Verhältnisse einzigartige Relation.

Aus der Traum
2008 markiert allerdings eine Zäsur. Bei Atrium Real Estate, vormals MEL, ist die Meinl Bank aus dem Spiel. Mit dem Einstieg der US-israelischen Investorengruppe CP/Gazit Globe wurden die Verträge gelöst, was der Bank freilich eine Abschlagszahlung in Höhe von 280 Millionen Euro eingebracht hat. Bei Airports International, vormals MAI, haben Kleinanleger das Kommando übernommen und die Vereinbarungen einseitig aufgekündigt. Bei Meinl Power, wo ein gewisser Karl-Heinz Grasser bis heute einer nebulosen wenngleich sehr lukrativen Tätigkeit nachgeht, wird noch gestritten.

Da die Meinl Bank Privateigentum ist, bleibt es der Familie überlassen, was sie mit all den Gewinnen macht. Dennoch haftet der Dividende 2007 ein mehr als nur schaler Beigeschmack an. Diesen Dezember kommen die ersten Schadenersatzforderungen vergraulter Anleger vor Gericht. Sie wollen Ver und die Meinl Bank für ihre Rolle im MEL-Skandal zur Rechenschaft ziehen. Allein die Kanzlei des ehemaligen Justizministers Dieter Böhmdorfer hat rund 20 Klagen angestrengt.

Im Lichte der rechtlichen Unwägbarkeiten hatte der Bankvorstand noch im Februar erwogen, den Gewinn nicht auszuschütten. Davon ausgenommen: eine "Interimsdividende" in Höhe von 25 Millionen Euro, welche der Familie Meinl bereits unterjährig, quasi als Vorgriff auf das Jahresergebnis 2007, zugegangen war. Das ist völlig legal und hat bei der Meinl Bank Tradition.

Der größere Teil, 45 Millionen Euro, sollte einbehalten werden, um allfällige Klagsrisiken abzufedern. Wie aus dem vorliegenden Schriftsatz hervorgeht, war dieser Plan im Vorfeld so auch mit der Finanzmarktaufsicht akkordiert worden.

Bei der Hauptversammlung der Bank am 31. März war plötzlich alles anders. Meinl-Vertrauter Jaap F. Verheij - er vertritt die Interessen der niederländischen Besitzgesellschaft B.V. Belegging-Maatschappij Far East - stellte den Antrag, die 45 Millionen Euro doch an die Eigentümer abzuführen. Was den von der FMA beigestellten "Staatskommissär" Peter Braumüller zu folgender protokollierter Feststellung veranlasste: "… Braumüller weist darauf hin, dass dieser Antrag von dem vom Vorstand (der Bank, Anm.) der FMA schriftlich bekannt gegebenen Gewinnverwendungsvorschlag, dem der Aufsichtsrat die Zustimmung erteilt hat, abweicht."

Geholfen hat das nichts, die Ausschüttung wurde abgesegnet. Zu den bereits geflossenen 25 Millionen Euro kamen noch 45 Millionen hinzu, insgesamt also 70 Millionen Euro. Die Begründung lieferte der stellvertretende Aufsichtsratschef, der Wiener Jurist Karl Hempel, der Einfachheit halber gleich selbst: "… Hempel führt aus, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Gewinnverwendungsvorschlages … die durch die Auflösung der … Verträge (gemeint ist die 280 Millionen Euro teure MEL-Abschlagszahlung, Anm.) bewirkte erhebliche Verstärkung des Eigenkapitals … noch nicht bekannt war."

Welche Bedeutung die Bank den Schadenersatzklagen beimisst, lässt sich an einer Bilanzposition ablesen: Für "Prozessrisiken" waren Ende 2007 gerade einmal zehn Millionen Euro rückgestellt. "Die Meinl Bank hat alle gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungen zum Jahresabschluss 2007 ordnungsgemäß vorgenommen", so Bank-Sprecher Herbert Langsner. "Der Jahresabschluss ist vom Bankprüfer genehmigt und entspricht den gesetzlichen Vorschriften."



HV-Protokoll Die Familie ließ sich entgegen einer Meldung an die FMA Gewinne auszahlen



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Gruß

  

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Meinl´s Kleine Weihnacht
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.11.08 23:55)

So nennt sich der Geschenkkorb um 19,99 € beim Merkur.

Der Meinl hat da schon ordentlich die Hosen runter lassen müssen:

Gelbe "Wiener Tröpfchen" gibt´s da drin, Assam Special, "Meinl´s Tube", Meinls "Grande Reserve", eine "Reinste Frucht"-Konfitüre, 1/2 Kilo Meinl Jubiläum, Trinkschokolade und braune Meinl-Bällchen.

Der Butterstollen ist von Ölz, die dunkle Schokolade von Lindt.

Der "Geschenkkorb Victoria" dagegen, mit Nudeln und so drin, der kostet gleichzeitig 39,90 €, auch beim Merkur.

Und der "Geschenkkorb Wintermärchen" mit Dallmayr-Kaffee, Hofbauer Composition, Lübecker Marzipan, auch Lindt-Schoko, eine Flasche Goldeck, genauso beim Merkur, der kostet auch 39,90 €.

-50% Nachlass, um Produkte mit dem Schriftzug "Meinl" anzubringen, so einen Meinl-Malus sieht der Merkur bereits.

Ich kauf ihn trotzdem nicht. Kein Cent mehr für Produkte aus dem Hause Meinl.

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
abc(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 09:36)

hab dasselbe auch bei den meinlmarmeladen beobachtet:
vor paar monaten hat das glas ca. 2,20-2,40€ gekostet, jetzt schon seit vielen wochen laufend aktionen um 1,12-1,00€ bei versch. supermarktketten!? muss zu meiner schande zugeben, dass ich da schon paar mal schwach geworden bin...

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
verleihnix(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 10:03)

die marmelade ist schon sehr gut. die orange bekommt nicht mal staud so hin. und wenn du einen euro dafür bezahlst, wird bei ihm schon nicht der große reichtum ausbrechen...

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht witzig
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 10:07)

Die Marmelade vom Penny heisst "Uwe" oder so ähnlich,
da krieg ich 700 Gramm um 99 Cents in der Aktion,
da zeig ich den Zwergenglaserln vom Meinl die lange Nase.

Die sind so klein, dass es sich gar nicht auszahlt, sie überhaupt kräfteraubend aufzumachen, die Kalorien krieg ich durch den Inhalt gar nimmer zruck

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
abc(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 10:59)

und schmeckt die auch?? also hab mal die marillenmarm. vom hofer probiert, ist mMn schon ein großer unteschied zu darbo/meinl etc.!

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 11:03)

>und schmeckt die auch?? also hab mal die marillenmarm. vom
>hofer probiert, ist mMn schon ein großer unteschied zu
>darbo/meinl etc.!

Ich finde die Hofer-Marmlade im Glas (nicht die in irgendwelchen Plastikkübeln) sehr gut. Für Palatschinken bestens geeignet. Für Weihnachtsbäckereien ist z.B. die Rosenmarillenmarmelade vom Darbo besser geignet, weil sie passiert ist.

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 11:11)

Schmeckt super. Ist was für Gourmets genauso wie für Gourmands. Da muss man nicht jede kleine Kalorie zählen, weil man Angst hat, es könnte die letzte sein. Mit einem Kübel kommt man zwei Tage aus, wenn man nicht urasst.

Und das gute Gefühl, das einem immer in den Nacken kriecht: "Jetzt hat´s der Uwe dem Julius aber wieder gegeben! Julius, Du hast ausgespielt auf dem Frühstücks-, Zwischenmahlzeits-, Mittags-, Jausen-, Abend- und Nachttisch des J&S!"

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
Rang: mr_panini(26) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 11:46)

>>und schmeckt die auch?? also hab mal die marillenmarm.
>vom
>>hofer probiert, ist mMn schon ein großer unteschied zu
>>darbo/meinl etc.!
>
>Ich finde die Hofer-Marmlade im Glas (nicht die in
>irgendwelchen Plastikkübeln) sehr gut. Für Palatschinken
>bestens geeignet. Für Weihnachtsbäckereien ist z.B. die
>Rosenmarillenmarmelade vom Darbo besser geignet, weil sie
>passiert ist.

sagts einmal...
und als nächstes tausch ma keks- und kochrezepte aus oder?

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht
verleihnix(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 11:56)


>sagts einmal...
>und als nächstes tausch ma keks- und kochrezepte aus oder?
>
>
die letzten wochen gabs schon tage, an denen weihnachtskeksebacken eine alternative zu börse live gewesen wäre. so ein nachmittag wirft dann auch eine hohe naturaldividende ab...

  

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RE: Meinl´s Kleine Weihnacht gut analysiert
Rang: mr_panini(26) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.08 10:07)

>hab dasselbe auch bei den meinlmarmeladen beobachtet:
>vor paar monaten hat das glas ca. 2,20-2,40€ gekostet, jetzt
>schon seit vielen wochen laufend aktionen um 1,12-1,00€ bei
>versch. supermarktketten!? muss zu meiner schande zugeben,
>dass ich da schon paar mal schwach geworden bin...


meine bessere hälfte hat kürzlich (unwissend) 2 packerl meinl kaffee gekauft!!!
seitdem kann ich nicht mehr gut pennen

FINGER WEG VON DEN MEINL PRODUKTEN!!!
BLUT MA AUS DIE SAU!!!

  

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Klagen plagen interessant
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.11.08 10:44)



Ver, die Meinl Bank und profil – seit Monaten zitiert der Bankier das Magazin vor Gericht. Und verliert und verliert und verliert.

Es heißt, Ver pflege in Gesellschaft vornehmlich in der dritten Person über sich zu parlieren, wobei er Selbstreflexionen gerne mal mit den Worten „ein Meinl“ einleite.

So heißt es etwa auch, „ein Meinl“ dulde nicht, wenn man sein Wirken hinterfrage oder überhaupt: kritisiere. Wer es dennoch wage, müsse mit abgestuften Repressalien rechnen. Erstens: Liebesentzug. Zweitens: Instanzenzug.

Ver, die Meinl Bank und profil – das ist die Geschichte einer ziemlich schwierigen Dreiecksbeziehung.

Ende August 2007 platzte der Skandal um verheimlichte Wertpapierrückkäufe der börsennotierten Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL), heute Atrium Real Estate. Dieses Magazin hat der Aufarbeitung der Transaktionen im Allgemeinen und der Rolle des Bankiers im Besonderen seither mehr als 50 Artikel gewidmet, darunter zwei Titelgeschichten. Interview gewährte Meinl, ungeachtet wiederholter Urgenzen, genau eines – Anfang September des Vorjahres. Im Verlaufe dieses zehnminütigen Telefonats perpetuierte er die immer gleiche subjektive Wahrnehmung: Er, Ver, führe „eine Bank und kein Immobiliengeschäft“, folglich habe die Meinl Bank die Wertpapiergeschäfte weder „angeordnet“ noch „orchestriert“ (Nr. 36/07).

Darüber hinaus lief die Kommunikation über „Kapitalmarktbeauftragte“, Pressesprecher, vor allem aber über Meinls Medienanwalt Michael Rami.

Ver, Meinl Bank und Atrium Real Estate, vormals MEL, haben profil seit Ende 2007 dreimal vor Gericht gezerrt – und bisher ausnahmslos verloren. „Man hat versucht, Kleinigkeiten aus insgesamt unangefochtenen Artikeln herauszupicken, wofür die Gerichte wenig Verständnis aufgebracht haben“, so profil-Anwalt Hubert Simon.

Im Herbst 2007 hatte Ver vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien zunächst auf „Unterlassung“ geklagt, weil profil in einer Coverstory über die Familie Meinl (Nr. 38/07) unter anderem auch deren Privatadresse veröffentlicht hatte, freilich ohne Nennung der Hausnummer. Kurz darauf wurde in die Residenz in Wien-Döbling eingebrochen, was Ver's Sprecher zu heftigen Schuldzuweisungen veranlasste.

Dabei sah er geflissentlich darüber hinweg, dass die Adresse über das Firmenbuch des Handelsgerichts Wien jedermann öffentlich zugänglich war. Die Klage wurde Anfang Juni dieses Jahres in erster Instanz abgewiesen, das Oberlandesgericht Wien hat das mittlerweile bestätigt. Die Gegenseite hat noch die Möglichkeit, eine so genannte außerordentliche Revision einzubringen.

Zwei Instanzen
Unabhängig davon meldeten Meinl Bank und MEL im Oktober 2007 Unterlassungs- und Schadenersatzansprüche vor dem Handelsgericht Wien an (Streitwert: jeweils rund 20.000 Euro). profil hatte in der gleichen Ausgabe unter dem Titel „Das Prinzip Gier“ von mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit der Verzinsung von MEL-Schuldverschreibungen, so genannten Commercial Papers, berichtet. Die Recherche war – einmal mehr – ernüchternd. „Kapitalmarktbeauftragter“ Rupert-Heinrich Staller war offensichtlich beauftragt worden, die Hintergründe der Geschäfte explizit nicht zu kommentieren. Die vorliegenden Jahresabschlüsse gaben ebenso wenig Aufschluss. Was zumindest den Verdacht nährte, die Familie Meinl hätte von diesen Anleihe-Transaktionen profitiert. Auch dieses Verfahren hat profil mittlerweile in zwei Instanzen gewonnen. Das Urteil des Oberlandesgerichts liegt seit 17. November vor. Darin heißt es unter anderem: „Der von diesem Verdacht am meisten betroffenen Zweitklägerin (MEL, Anm.) hat der zuständige Redakteur Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, die Stellungnahme wurde im Artikel wörtlich wiedergegeben. Es ist nicht die Schuld der Beklagten (profil, Anm.), dass sie auf ihre Fragen, insbesondere auf die Frage, welche Belastungen der Zweitklägerin aus den Commercial Papers erwachsen sind, keine den tatsächlichen Sachverhalt aufklärenden Antworten erhalten hat“.

Neue Front
Schauplatz Nummer drei: Landesgericht für Strafsachen Wien. Nachdem profil in einer weiteren Titelgeschichte Anfang Juli (Nr. 28/08) den vollständigen Prüfbericht der Oesterreichischen Nationalbank zu den Geschäften der Bank mit den Börsengesellschaften MEL/Atrium, Meinl Power und Meinl Airports (heute: Airports International) veröffentlicht hatte, versuchte Meinl, die kritischen Einwände der OeNB mittels „Gegendarstellungsbegehren“ zu seinen Gunsten umdeuten zu lassen.

profil hatte auf Grundlage des Dossiers unter anderem geschrieben, die Wertpapierrückkäufe von MEL 2007 hätten nur dazu gedient, missglückte Wertpapierspekulationen der Familie Meinl zu retten. Laut Meinl Bank aber dienten die Transaktionen dazu, „potenziellen Investoren eine Beteiligung an Meinl European Land von bis zu 30 Prozent“ zu ermöglichen. Das Gegendarstellungsbegehren wurde am 23. September abgewiesen, Anwalt Rami hat Berufung angemeldet, das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.

Der vorläufige Gipfel:
In der profil-Ausgabe vom 4. August wurde – unter Verweis auf einen NS-Gauakt aus dem Österreichischen Staatsarchiv – eine Papierfabrik erwähnt, die der Meinl-Konzern 1939 gemeinsam mit dem NS-„Blutordensträger“ Fritz Hamburger arisiert hatte. Das veranlasste wiederum Meinl-Vertrauten und Juristen Karl Hempel, stellvertretender Aufsichtsratschef der Meinl Bank, zu geharnischter Kritik.

Die Familie sei „von dieser Art der Berichterstattung tief betroffen“, zumal die Meinls „zu den Verfolgten des Nazi-Regimes“ und nicht zu „dessen Profiteuren“ gehörten. profil nahm daraufhin die Firmengeschichte des Konzerns genauer unter die Lupe. Das alles andere als schmeichelhafte Resümee: Während Meinls Großvater Julius Meinl III. mit seiner jüdischen Ehefrau vor den Nazis flüchten musste, war der Meinl-Konzern ab 1939 aktiv an Arisierungen beteiligt und arbeitete für die Wehrmacht. Mehr noch: Urgroßvater Julius Meinl II. bemühte sich noch 1940 um eine Aufnahme in die NSDAP – wenngleich ohne Erfolg.

Und weil’s so schön ist, lässt Meinl neuerdings auch noch Leserbriefe verfassen, in welchen er die jüngst enthüllte 70-Millionen-Euro-Ausschüttung der Meinl Bank an die Familie (Nr. 47/08) etwa so rechtfertigt: Im Gegensatz zu all den Banken, die jetzt Staatshilfe, also Steuergeld, beanspruchten, habe die Meinl Bank „gut gewirtschaftet“ und könne sich die Zahlung ihrer Dividende leisten.

Zynismus, neu interpretiert.



profil-Anwalt Hubert Simon
OLG-Beschluss „Keine den tatsächlichen Sachverhalt aufklärenden Antworten erhalten“

Ver
Statt Rede und Antwort zu stehen, lässt der Bankier mit Vorliebe klagen



Quelle: Profil 24.11.2008


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Gruß

  

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RE: Meinl Bank schloss zwei ihrer drei Filialen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.1.09 14:14)

>p.s.: ein bissl beschämend für die APA, wenn sie nicht mal
>"selbständig" richtig schreiben kann

neue rechtschreibung?

  

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RE: Meinl Bank schloss zwei ihrer drei Filialen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.1.09 14:34)

Also meine Lehrerin hat mir immer die Uhrwascheln lang gezogen, wenn ich selbständig falsch geschrieben hab.

Also ich hab mir das gmerkt

Weil so wie sie immer auf mein Uhrwaschel griffen hat, so hat das nie wieder eine gmacht, ich hab mich immer wahnsinnig gefreut.

Fesche Katz war sie übrigens

  

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ad J&S
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.1.09 15:12)

Ich kann dein Uhrwaschel zwar nicht so schön angreifen wie die Frau Lehrer (und auch die Optik würde sich unterscheiden , aber ich erklär Dir das jetzt trotzdem:

selbstständig - selbst|stän|dig, selbständig <Adj.> : a) unabhängig ...

Quelle: Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6., überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 2007.


Geht demnach beides (erlaubt bzw. "geduldet") - also schimpf die arme APA nicht, die hat's eh nicht leicht

  

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RE: ad J&S
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.1.09 15:15)

Ich hab nicht gschimpft. Ich weiss ja eh, dass jetzt mit der Neuen Rechtschreibung so gut wie alles erlaubt ist

Wo wir armen Gschrappen uns damals abmühen haben müssen, die heutige Jugend hat´s leichter, kein Stein bleibt auf dem anderen ...

  

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IVA-Rasinger gewinnt vor Gericht gegen Julius Meinl interessant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.1.09 13:29)

IVA-Rasinger gewinnt vor Gericht gegen Julius Meinl
12.01.2009 | 12:24 | (DiePresse.com)

Auslöser der Klage war eine Äußerung Rasingers, in der er gemeint hatte, Vertrauensleute Meinls gründeten Zweitwohnsitze unter anderem in der Karibik, es bestehe daher "Fluchtgefahr".

IVA-Präsident Wilhelm Rasinger hat in zweiter Instanz eine Klage gewonnen, die Julius Meinl V wegen übler Nachrede gegen ihn eingebracht hat. Das Oberlandesgericht Wien hat nun einen diesbezüglichen Strafantrag abgewiesen, teilte Rasinger am Montag mit. Auslöser der Privatklage war eine Äußerung Rasingers vom Juli 2008, in der der Beklagte in einer APA-Meldung gemeint hatte, Vertrauensleute Meinls gründeten Zweitwohnsitze u.a. Karibik, es bestehe daher "Fluchtgefahr".

Das Gericht fasst laut IVA die Aussagen Rasingers "im Gesamtkontext als Bewertung der damals gegen den Privatankläger bestehenden Verdachtslage" auf stelle fest, dass sich Rasingers Aussagen im Rahmen der in der Europäischen Menschenrechtskonvention garantieerten Meinungsfreiheit bewegten. Meinl muss für die Kosten des Verfahrens aufkommen. Nach Lesart Meinls sieht das Gericht in dem Urteil die Rasinger-Vorwürfe nicht als gegen Bankchef persönlich gerichtet an, "und wenn dem so ist, nehmen wir das zur Kenntnis", wie ein Meinl-Sprecher am Montag sagte. Der Verfassungsgerichtshof dürfte in der Causa also nicht bemüht werden.

  

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MEL - Hausdurchsuchungen bei der Meinl Bank
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.2.09 17:13)

Knalleffekt in der Affäre um die Immobiliengesellschaft Meinl European Land:

Mehr als eineinhalb Jahre nach Einleitung von Vorerhebungen gegen Meinl-Bank-Chef Julius Meinl und zwei frühere MEL-Vorstände wegen des Verdachts auf Betrug gab es am Mittwoch Hausdurchsuchungen in mehreren Häusern - darunter auch in der Zentrale der Privatbank in der Wiener Innenstadt.

Neue Phase in Meinl-Causa

Die Affäre um die umstrittenen Wertpapierrückkäufe bei der ehemaligen Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) hat weitere Konsequenzen: Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, am Mittwoch bestätigte, laufen seit den frühen Morgenstunden Hausdurchsuchungen an mehreren Orten, darunter in der Meinl Bank.

Nähere Informationen soll es im Verlauf des Nachmittags bei einer Pressekonferenz geben, sagte Jarosch. Die Vorerhebungen zu MEL laufen seit August 2007.

Betrugsverdacht gegen Julius Meinl
Gegen Bankchef Julius Meinl und zwei ehemalige Vorstände der Immobiliengesellschaft MEL wird wegen des Verdachts des Betrugs ermittelt. Zehntausende MEL-Zertifikateinhaber - unter ihnen viele Kleinanleger - könnten im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung Anfang 2007 getäuscht worden sein, so der Verdacht der Staatsanwaltschaft.

Ermittelt wird auch wegen Untreue und Marktmanipulation. Durch die umstrittenen Rückkäufe der Zertifikate in großem Rahmen im Jahr 2007 soll zudem der Kurs künstlich in die Höhe getrieben worden sein. Es gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.

Meinl: Kooperieren voll
Vonseiten der Meinl Bank hieß es, man kooperiere in vollem Umfang mit den Behörden, weil das Unternehmen selbst an einer möglichst raschen Aufklärung der Vorwürfe interessiert sei.

AK: OLG bestätigt Vorwürfe
Anfang Februar 2008 brachte die Arbeiterkammer (AK) zudem Klagen gegen die Meinl Bank bzw. den Finanzdienstleister Meinl Success ein.

Mitte August hatte das Oberlandesgericht (OLG) Wien in zweiter Instanz laut AK den Vorwurf bestätigt, dass die Prospekte der MEL für viele Anleger irreführend waren.

Eine Werbeunterlage müsse wie ein Verkaufsprospekt nach ihrem Gesamteindruck beurteilt werden, so das OLG laut AK. Maßgeblich sei, wie ein durchschnittlich informierter und verständiger Interessent die Ankündigungen verstehe.

Ein genereller Risikohinweis in einem Kasten mit technischen Daten ändere nichts an der Irreführung, wenn der Gesamteindruck des Prospektes Sicherheit suggeriere.

Zu wenige Risikohinweise
Auch die Betonung der Österreich-Bezüge sei vom OLG als irreführend gewertet worden. Nur in den technischen Daten sei darauf verwiesen worden, dass es sich um eine ausländische Kapitalgesellschaft mit Sitz auf Jersey handle. Das sei als Risikohinweis zu wenig.

Meinl European Land heißt seit dem Einstieg der neuen Investoren - Gazit Holdings und Citi Fonds CPI - im Juli 2008 nun Atrium European Real Estate.

  

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Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.09 10:38)

18.02.2009 | 18:18 | (Die Presse)

Das Experten-Gutachten fiel kritisch aus – Meinl droht nun Anklage. Beobachter waren sich am Mittwoch einig, dass es für Julius Meinl „eng“ werden könnte.

Wien (ju/eid).Die Mühlen der Justiz mahlen oft sehr langsam, aber sie mahlen: Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft Wien Hausdurchsuchungen bei der Meinl Bank in Wien „und an mehreren anderen Orten“ veranlasst. Es geht um den schon einige Zeit zurückliegenden Skandal um die auf Jersey domizilierte, aber an der Börse Wien notierte Meinl European Land (MEL, jetzt Atrium) und dabei vor allem um die umstrittenen Rückkäufe eigener Zertifikate, die den drastischen Verfall des MEL-Kurses ausgelöst hatten.


Dass die Polizei jetzt Richtung Meinl Bank ausgeschickt wurde, hängt mit dem sogenannten „Havranek-Gutachten“ zusammen. Der Wirtschaftstreuhänder Thomas Havranek war von der Staatsanwaltschaft Wien vor ein paar Monaten beauftragt worden, die Vorwürfe gegen MEL, die Meinl Bank und die mit identischen Geschäftsmodellen ausgestatteten früheren Meinl-Gesellschaften Meinl Airports International (MAI) und Meinl International Power (MIP) zu begutachten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit den Vorgängen um diese Meinl-Firmen gegen Julius Meinl V. und gegen mehrere frühere Vorstandsmitglieder der MEL wegen des Verdachts des Betrugs, des Insiderhandels, der Bilanzfälschung und der Untreue. Für die Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

Dieses Gutachten ist nun in der Rohfassung fertig, erfuhr „Die Presse“. Und es sieht offenbar wenig freundlich für Meinl aus. Die ersten Ergebnisse des Gutachtens waren stark genug, um die Hausdurchsuchungen auszulösen.


Wer war der Mastermind?

Im Mittelpunkt der Razzia stand jedenfalls die Suche nach Indizien dafür, dass die drei börsenotierten Aktiengesellschaften MEL, MAI und MIP nicht so eigenständig agierten, wie dies die Meinl-Gruppe glauben machen wollte, sondern dass die Meinl Bank (die über Töchter extern das Management aller drei Unternehmen besorgte) die drei börsenotierten Unternehmen de facto beherrschte und Julius Meinl selbst im Hintergrund als „Mastermind“ die Fäden zog.

Dieser Eindruck war in der Öffentlichkeit während der Skandale um MEL, MAI und MIP mehrfach entstanden. Die Meinl-Gruppe hatte dies aber immer entschieden in Abrede gestellt und die völlige Eigenständigkeit der drei Unternehmen betont.

Beobachter waren sich am Mittwoch einig, dass es für Julius Meinl „eng“ werden könnte, wenn entsprechende Indizien gefunden werden: Dann drohe eine Anklage.

In diesem Fall würden auch diverse Schadenersatzklagen geprellter MEL-Anleger deutlich mehr Chancen auf Erfolg haben. Die Arbeiterkammer hat beispielsweise im Februar dieses Jahres Klage gegen die Meinl Bank und deren Vertriebstochter Meinl Success eingebracht. Wie berichtet, hatten österreichische Privatanleger mit allen drei ehemaligen Meinl-Unternehmen (MEL ist unterdessen verkauft, die beiden anderen Gesellschaften sind der Gruppe per „Aktionärsputsch“ abhandengekommen) sehr viel Geld verloren.

Die Hauptvorwürfe: Die MEL-Aktien seien als de facto mündelsicher vertrieben worden (ein Gutachten hatte das Papier als zur Beimischung zu mündelsicheren Portfolios für geeignet erklärt, was im Vertrieb oft zu „mündelsicher“ verkürzt wurde) und die kursrelevanten Zertifikatsrückkäufe seien den Anlegern verschwiegen worden. Was bei Meinl allerdings bestritten wird.

Ob die reichlich verspäteten Hausdurchsuchungen – ermittelt wird immerhin schon seit August 2007 – irgendetwas zutage gefördert haben, war zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht bekannt. Die Meinl Bank versicherte jedenfalls, sie kooperiere voll mit den Behörden und sei selbst an einer raschen Aufklärung der Vorwürfe interessiert.

  

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RE: Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.09 10:46)

die haben so viel Zeit gehabt Unterlagen verschwinden zu lassen, ist wieder mal typische Österreich, Beamtenmentalität, nur ned hudeln

  

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RE: Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
RealBorg(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.09 14:46)

Eher die österreichische Zweiklassen-Gesellschaft.

Bei den unschuldigen Tierschützern hat die Polizei nichtmal
angeklopft, sondern gleich mit gezogenen Waffen die Wohnung gestürmt.
Auch wurden die ziemlich schnell und für lange Zeit einfach mal auf
Verdacht weggesperrt.

Umgekehrt laufen aber anscheinend eine Menge Verbrecher im Nadelsteif
noch immer frei herum und bekommen massenhaft Zeit zugestanden,
belastendes Beweismaterial zu vernichten.

Ganz ehrlich, da wäre mir die echte Monarchie lieber, da hätte der
Kaiser Franz mit einer einen Hand den Julius und mit der anderen Hand
den Charlie P. am Ohr gepackt und vor den Kadi geschleift.

Tom

  

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RE: Gutachten löst späte Razzia bei Meinl Bank aus
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.09 14:50)

hier herrscht Narrenfreiheit für Wirtschaftsverbrecher, nur der Elsner hat es nicht gepackt.

  

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Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 11:03)

Operation Bauernmarkt: Nach 558 Tagen wird Justiz in der Causa Julius Meinl aktiv
Großrazzia in Büros, Lagerhallen und Privatdomizilen
Meinl Bank: "Alle Unterlagen zur Verfügung gestellt"

Bei der Meinl-Razzia wurden rund 230 Bene-Ordner, Laptops und über 100 USB-Sticks sichergestellt. Nach der spektakulären Polizeiaktion will der Staatsanwalt jetzt Dutzende Wirtschaftspromis einvernehmen.

weiter:

http://www.format.at/articles/0908/525/234136/operation-bauernmarkt-nach-558-tagen-justiz -causa-julius-meinl

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 13:22)

wenn die so dumm waren nicht alles zu vernichten kann man denen nicht mehr helfen.
http://www.lyrics007.com/Rainhard%20Fendrich%20Lyrics/Tango%20Korrupti%20Lyrics.html

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 15:48)

"Dem Vernehmen nach sollen die Spürnasen bei Bankvorstand Peter Weinzierl fündig geworden sein. Vor allem sichergestellte Korrespondenz zwischen ihm und seinen Mitarbeiterinnen Anna Ivankova und Nadine Gilles würden die Meinl-Bank-Kontrolle über die MEL dokumentieren. Brisanter Stoff für das Gerichtsgutachten über die Beherrschungsverhältnisse zwischen Bank und MEL, das im März abgeliefert werden soll."

-> Das wundert mich nicht, dass die Gilles nur auf Zuruf vom Julius reagiert hätte. Dass sie selbständig die Firmen zu führen imstande gewesen wäre, dieser Eindruck hat sich für mich nie erhärtet.

Ups, am End fällt den Fahndern noch die Korrespondenz vom Peter und vom J&S mit der Gilles in die Hände? Da werdens uns noch im Format veröffentlichen, und mir werdn berühmt, Peter!

Dass die Slowakei nun in der EU ist, dass dort trotz Flat Tax jetzt westeuropäische Justiznormen einreissen, und dass sich die slowakischen Behörden trotz Mohovce mit den österreichischen kameradschaftlich unterhalten könnten, damit hat der Julius nicht gerechnet.

Der folgende Absatz wundert mich aber, ich habe geglaubt, bei Hausdurchsuchungen warten die nicht, bis einer vom Skiurlaub zurück ist. Die Kieberer müssen jetzt in der Eiseskälte nächtelang vor dem verdächtigen Haus ausharren, bis sich der Skiurlauber zurück bequemt:

"Meinl-Vorstand Robert Kofler steht die behördliche Demütigung noch bevor: Weil er mit Familie auf Skiurlaub ist, erfolgt die Hausdurchsuchung zu einem späteren Zeitpunkt."

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 15:52)

MAI 2007, mail von Gilles

Sehr geehrter Herr XXX,

bei der MAI erfolgte in den ersten Tagen nach dem Listing ein ungewühnlich starker Anstieg der Aktie, der v.a. auf eine sehr große Nachfrage seitens spekulativ veranlagerter Investoren direkt nach dem Listing zurückzuführen ist.
Inzwischen hat sich dies beruhigt und es war zu erwarten, dass der Kurs bis zum ersten Investment etwas über dem Zeichnungspreis, der dem Nominalwert entspricht verbleibt, und mit den ersten Investitionen einen weiteren Schwung erhält. Derzeit befinden sich einige interessante Projekte in der Pipeline und wir sind zuversichtlich, innerhalb der nächsten Monate erste Projekt bekanntgeben zu können.

MEL hat innerhalb der letzten Monate eine sehr gute Performanc erfahren (+10% seit Jahresbeginn, +35% seit 1 Jahr) und hat zum ersten Mal besser performt als zB der EPRA Index, so dass die Entwicklung der letzten Tage eine Art Korrektur zum Markt generell war, der bei anderen Immobiliengesellschaften innerhalb der letzten Monate ebenfalls erfolgt ist. Einige (institutionelle) Investoren, die weniger langfristig investieren, dürften nun ihre Gewinne aus der MEL mitgenommen haben. Zudem dürfte auch die gerade abgeschlossene Kapitalerhöhung der Immoeast einen gewissen Druck auf den Markt ausgeübt haben. Die Entwicklung sollte jedoch nur kurzfritig sein und sich jetzt wieder einspielen.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüsse
Nadine Gilles
Member of the Board

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 15:54)

Dutzende Wirtschaftspromis werden jetzt vernommen, schreiben sie.

Darunter wohl einige Zertifikateure, die auffällig geworden sind, Peter, Du wirst Dich bald am Cover vom NEWS wieder finden, aufgrund Deiner vorzüglichen Gilles-Kontakte.

"Herzliche Grüsse", da läuft offenbar ein ernsteres Techtelmechtel zwischen Euch beiden ...

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 16:15)

da bekommt die Defintion aufpassen beim Seife aufheben für mich einen neuen Betrachtungswinkel

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 16:39)

Wieso? Wie betrachtest Du die Seife beim Aufheben? Ich schau immer von oben auf sie herab.

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 16:47)

naja wenn die ehemalige IR Dame im Jail sitzt sollte sie aufpassen beim duschen.

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 16:57)

... doch der Peter ist leider nicht in der Justizanstalt Schwarzau, dass er was davon hätt

Aber mach Dir nix draus: die meisten Insassinnen wären mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Dein Typ, und so einen Lichtblick wie die Gilles würd´s sicher nur alle heiligen Zeiten spielen, ich würd Dir also dringend davon abraten, einen Berufswechsel in Erwägung zu ziehen!

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 17:45)

>so einen Lichtblick wie die Gilles würd´s sicher nur alle

gibt es da wo fotos?

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 18:15)

Live sieht sie aber viel appetitlicher aus als auf einem simplen zweidimensionalen Foto

http://www.be24.at/media/BElogs/Medias/photo/4902/scalex/300.png

http://www.be24.at/show/4902

P.S. Ich ahne, was grad in ihrem Kopf vorgeht: "Ich weiss, was dieser Peter grad denkt ...!"

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen witzig
BM(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 19:52)

Das Foto ist alt, die ist optisch um mindestens 10 Jahre gealtert und raucht etwa 100 Tschick am Tag.

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 20:03)

Nadine Gilles
mailto:gilles@mel-cee.com
Tel.: +43 676 840 531 202

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 23:29)

Wahnsinn, dürfte das am meisten bewertete Bild im Boerse-Express sein:

81 x durchschnittlich 1,2 Punkte.

Wer von den dreien isn so unsympathisch, oder haben die Voter was gegen den Fotografen?

  

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RE: Details zu den Hausdurchsuchungen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 18:11)

Anna Ivankova hört sich an wie eine Geheimprostituierte aus einen tschechischen Kaff.

  

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Meinl zieht Klage gegen IVA zurück
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.2.09 10:06)

Der IVA hat letzten Juni Hausdurchsuchungen bei Meinl gefordert - und wurde dafür von Meinl geklagt. Jetzt wurde die Klage kommentarlos zurückgezogen.

http://www.be24.at/blog/entry/619773

  

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Spitzel-Affäre in der Meinl-Bank
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.2.09 14:00)

FORMAT: Spitzel-Affäre in der Meinl-Bank
Utl.: Geheimdossiers über Meinl-Kritiker sichergestellt

Wien (OTS) - Die Affäre Meinl ist um eine Facette reicher: Im
Rahmen der vorwöchigen Hausdurchsuchung in der Meinl Bank stellte die
Wiener Kriminalpolizei Geheimdossiers über Meinl-kritische Personen
sicher. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT exklusiv in
seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Konkret existiert ein vertrauliches Dossier über den
Gerichtssachverständigen Thomas Havranek. Der 39-jährige Wiener wurde
bekanntlich vom Gericht beauftragt ein Gutachten in der Strafsache
gegen Julius Meinl V. - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - zu
erstellen. Darin soll er laut FORMAT die Verwicklungen zwischen der
börsenotierten Meinl European Land (MEL, heute: Atrium Real Estate),
der Meinl Bank und Clanchef Julius Meinl prüfen.

In der Meinl Bank wird die Existenz eines Havranek-Dossiers
grundsätzlich bestätigt. "Nachdem mehrere Medien geschrieben haben,
dass der Sachverständige Thomas Havranek als ‚Meinl-kritisch’ gilt,
wurde in öffentlich zugänglichen Datenbanken und Medienarchiven
recherchiert, ob sich Hinweise auf diese Haltung finden", heißt es
von Seiten der Bank. Denn ein Sachverständiger müsse unvoreingenommen
und unbefangen sein. Der Vorwurf der Bespitzelung wird gegenüber
FORMAT ausdrücklich zurückgewiesen: "Derartige Recherchen gehören zur
professionellen Verfahrensvorbereitung. Selbstverständlich hat
niemals eine Observierung oder Ähnliches stattgefunden."

Rückfragehinweis:
FORMAT Business
Ashwien Sankholkar
01-21755-4126

  

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Meinl Bank: Ablehnungsantrag gegen Meinl-Gutachter Havranek
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.2.09 16:03)

Meinl Bank: Ablehnungsantrag gegen Meinl-Gutachter Havranek wegen "multipler Befangenheit" und fehlender fachlicher Qualifikation =
Wien (OTS) -

- Vorverurteilenden Kommentar über Meinl schon im September 2007
verfasst
- Keine Zulassung als Sachverständiger für Wirtschaftsprüfung


In der Causa gegen Julius Meinl ist gestern ein Ablehnungsantrag
gegen den Gerichtssachverständigen Thomas Havranek eingebracht
worden. Begründung: Havranek ist in dieser Causa befangen und weist
keine ausreichende fachliche Qualifikation als Sachverständiger für
die vom Gericht zu klärenden Fragen auf.

Vorgefasste Meinung, Beweiswürdigung vorweggenommen

In einem Kommentar für das Wirtschaftsblatt vom 17.9.2007 war
Thomas Havranek unter dem Titel "Der Mohr und Corporate Governance"
für ein gerichtliches Verfahren gegen Julius Meinl eingetreten, den
er in dem Kommentar als "Obermohren" bezeichnet. Meinls
Interview-Aussage, er bekleide in der MEL keine Funktion, wertete
Havranek als "unüberlegte Panikreaktion", der die "Kraft des
Faktischen" widerspreche. Meinls Darstellung, so Havranek in seinem
Kommentar , "würde auch vor keinem unabhängigen Richter, der über den
formalen Tellerrand blickt, halten". "Zusammenfassend", schreibt der
heutige Sachverständige damals, "zeigt sich ein erschütterndes Bild
der Meinl-Gruppe über ihre und die Auffassung ihrer Organe zur
Sorgfaltspflicht, zu Corporate Governance..." Der Artikel im
Wirtschaftsblatt ist unter dem folgenden Link abrufbar:
https://www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/258956/index.do

Der Kommentar von Thomas Havranek belegt eindeutig, dass dieser
eine klare vorgefasste Meinung zu genau jenen Fragen hat, die er nun
als Sachverständiger objektiv und unbefangen prüfen soll. Havraneks
Äußerungen "stellen jede für sich eine klare Vorwegnahme der
(richterlichen) Beweiswürdigung und der rechtlichen Beurteilung, die
in einem Urteil vorzunehmen ist, dar", heißt es in dem Antrag der
Meinl-Anwälte. Es mangelt Havranek daher "an der verpflichtenden
Unparteilichkeit und Objektivität für die Erstellung eines
Gutachtens".

Der Sachverständige sei daher schon deshalb zu entheben. Denn, so
zitiert der Antrag eine höchstgerichtliche Entscheidung: "Vielmehr
genügt schon der äußere Anschein einer Befangenheit, soweit hiefür
ausreichende Anhaltspunkte gegeben sind, denen die Eignung zukommt,
aus objektiver Sicht, das heißt bei einem verständig wertenden
objektiven Beurteiler, die volle Unbefangenheit des Sachverständigen
in Zweifel zu ziehen."

Weiters führt der Antrag aus, dass Havranek gemäß Punkt 2.3 der
Standesregeln selbst die Befangenheitsgründe der Staatsanwaltschaft
hätte miteilen müssen, da er sich mit der Causa Meinl schon vor
seiner Bestellung befasst hatte.

Experte für Irak-Risken, aber kein Sachverständiger für
Wirtschaftsprüfung

Weiters stützt sich der Ablehnungsantrag auf das Argument der
mangelnden Qualifikation des Sachverständigen. Thomas Havranek ist
nur für folgende Fachgebiete als Sachverständiger zugelassen: Bereich
Arbeit und Bürowesen, davon nur Sicherheits- und Risikomanagement
sowie Compliance und Corporate Governance; Buch- und Rechnungsprüfung
und Steuerberatung.

Zu Fragen des österreichischen und europäischen
Kapitalmarktrechts, des Börserechts sowie der Wirtschaftsprüfung
verfügt Havranek über keine Zulassung als Sachverständiger.
Ebensowenig zu Fragen des Aktienrechts, um die es unter anderem in
seinem Auftrag aber geht. Diese muss ein Wirtschaftsprüfer
beurteilen. Für Wirtschaftsprüfung ist Havranek aber nicht als
Sachverständiger zugelassen.

In zahlreichen öffentlichen Stellungnahmen und auf seiner Homepage
hat sich Havranek praktisch ausschließlich zu Fragen der Sicherheit
und der Informationsbeschaffung für Unternehmen und Institutionen
geäußert, so etwa zum Risiko von Unternehmen, die sich im Irak
engagieren, zu Wirtschaftskriminalität in China, zu Cyber
Crime-Themen oder auch zur Sicherheitsorganisation von
Großveranstaltungen. Auf Berufserfahrung im Bereich Banken- und
Börserecht finden sich keine Hinweise auf der Havranek-Homepage.

Keine Erfahrung in komplexen Causen

Der Gutachter ist auch noch nie in einer komplexen
Wirtschaftscausa tätig geworden. Er wurde bisher insgesamt nur zu
zwei Strafverfahren als Sachverständiger beigezogen. Die
Fragestellungen in diesen Verfahren lauteten einmal: "Wann ist die
Zahlungsunfähigkeit eingetreten? Waren geeignete und erforderliche
Kontrollmaßnahmen zum Überblick der Finanzlage vorhanden?" Und dann:
"Welche Partei hat welche Leistungen erbracht und wer hat dafür
welche Kosten übernommen?"

Fazit im Meinl-Schriftsatz: "Der Sachverständige hat damit noch
kein Gutachten in einem nur ansatzweise ähnlich brisanten und
dimensionierten Fall zu erstellen gehabt." Ein Sachverständiger sei
aber insbesondere dann nicht geeignet, "wenn auf dem betreffenden
Fachgebiet andere Personen wesentlich mehr Erfahrung aufweisen als
der in Aussicht genommene Sachverständige." Allein im Sprengel des
Handelsgerichts Wien gebe es 24 zertifizierte Gerichtssachverständige
im Bereich des Kredit-, Banken- und Börsewesens.

Eine Abberufung von Havranek als Sachverständigem sei demnach auch
wegen fehlender fachlicher Qualifikation geboten.

Über die Hinderungsgründe der Befangenheit und der mangelnden
Qualifikation im konkreten Fall hätte der Sachverständige bereits vor
seiner Bestellung von sich aus die Staatsanwaltschaft informieren
müssen. Die Meinl Bank geht daher von einer umgehenden Enthebung von
Amts wegen aus.

Über den Antrag auf Enthebung des Sachverständigen entscheidet die
Staatsanwaltschaft Wien.


Rückfragehinweis:
Meinl Bank
mailto:langsner@meinlbank.com

  

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Meinl: Unbekannter Investor kauft angeblich Klägern ihre Forderungen ab
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.3.09 13:59)

Kleine Zeitung: Das Geschäft soll über die Kanzlei des Wiener Rechtsanwaltes und Ex-Justizministers Dieter Böhmdorfer gelaufen


Die die Kleine Zeitung berichtet, kauft ein unbekannter "Investor" Meinl-Klägern ihre Forderungen ab. Zwar sei die Staatsanwaltschaft in Sachen Meinl weiter aktiv, bei den Zivilklagen gehe aber nichts weiter, heisst es in dem Bericht der Zeitung. Angeblich sei die Regelung der Ansprüche "zufrieden stellend abgeschlossen", wird aus Kreisen der Anleger kolportiert, schreibt die Zeitung. Nach Recherchen der Kleinen Zeitung habe ein "Investor" einer größeren Gruppe von betroffenen Anlegern ihre Meinl-Zertifikate abgekauft. Das Geschäft soll über die Kanzlei des Wiener Rechtsanwaltes und Ex-Justizministers Dieter Böhmdorfer gelaufen sein. Böhmdorfer vertritt zahlreiche Anleger gegen Meinl. Über die Identität des Investors und über den Preis ist nichts bekannt. Es sei strengstes Stillschweigen vereinbart worden - verbunden mit millionenschweren Konventionalstrafen bei Zuwiderhandeln.

Böhmdorfer war bisher Mitglied einer Gruppe von Anwälten, die gemeinsam gegen Meinl vorging. Beim jüngsten Koordinierungsgespräch am 18. Februar in Wien habe Böhmdorfer überraschend bekanntgegeben, aus der Gruppe auszusteigen und an künftigen Sitzungen nicht mehr teilzunehmen. Begründung: Es sei ein Investor auf den Plan getreten.

Bei IVA-Chef Wilhelm Rasinger sorgt diese Entwicklung für höchstes Misstrauen: "Wenn das wirklich stimmt, dann kann das ja wohl nur bedeuten, dass der ,Investor' Meinl selbst ist. Ich wünsche mir von Böhmdorfer eine Aufhellung der Hintergründe." "Es gibt seit Jänner Gerüchte, dass den Anlegern ihre Forderungen abgekauft werden. Ich halte es für hoch wahrscheinlich, dass dahinter Meinl steckt,"so ein anderer, nicht genannter Insider.

Seitens Meinl-Sprecher Herbert Langsner heisst es : "Ich kann dazu gar nichts sagen."

BE 01.03.2009

  

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Umstrittene Lösung für Meinl-Geschädigte
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.3.09 21:46)

Umstrittene Lösung für Meinl-Geschädigte
02.03.2009 | 18:11 | CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

In der Meinl-Affäre sorgt ein angeblicher Geheimpakt für Böhmdorfer-Klienten für Aufregung.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/457225/index.do

  

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RE: Umstrittene Lösung für Meinl-Geschädigte
Rang: stone(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.09 06:14)

ja ja der Böhmdorfer, wo der drin ist stinkts

  

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RE: Umstrittene Lösung für Meinl-Geschädigte
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.09 08:57)

... eine entschädigung / rückkäufe durch "unbekannte" hinter denen meinl vermutet wird, gibt´s sicher nur dann, wenn´s für einen prozess sehr schlecht aussieht und der böhmdorfer handfeste beweise in der hand hat

  

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AK: Erfolg gegen Meinl
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.09 11:51)

AK: Erfolg gegen Meinl 1
Utl.: Aussagen in Werbeprospekten sind irreführend - Oberster
Gerichtshof erlässt einstweilige Verfügung - Tumpel: Strengere
Regeln für Finanmärkte =

Wien (OTS) - Die Aussagen in Verkaufsprospekten für Meinl European
Land (MEL)-Zertifikate sind irreführend gewesen. In einer
einstweiligen Verfügung des Obersten Gerichtshofes (OGH) sieht sich
die Arbeiterkammer (AK) jetzt in ihrer Auffassung bestätigt. "Gerade
jetzt ist dieser Erfolg für die Konsumenten sehr wichtig", sagt AK
Präsident Herbert Tumpel. "Immerhin haben viele ihr hart Erspartes
oder ihren Bausparer geopfert und den Versprechungen der Werbung
geglaubt, dass die Zertifikate eine sichere Anlage wären", so der AK
Präsident. "Fehlentscheidungen können gerade für Kleinanleger oft
Existenz bedrohend sein. Daher ist das jetzige Meinl-Urteil
richtungsweisend, dass Anleger gut aufgeklärt werden müssen", sagt
Tumpel. Gerade in Zeiten der Krise könne es nicht sein, dass
Unternehmen maßlos seien und nur an ihren Gewinn denken würden. Die
Anleger hingegen um ihr Investiertes zittern müssen, so Tumpel. "Man
muss aus der jetzigen Krise lernen und an einer sozial gerechteren
Zukunft arbeiten. Die Kleinanleger brauchen mehr Schutz und die
Finanzmärkte strengere Regeln", verlangt Tumpel. Die AK hatte Anfang
Februar 2008 gegen die Meinl Bank und Meinl Success eine
Unterlassungsklage eingebracht - verbunden mit einem Antrag auf
Erlassung einer einstweiligen Verfügung wegen unlauteren Wettbewerbs.
Die einstweilige Verfügung listet in sechs Punkten auf, welche
Aussagen die von der AK geklagte Meinl Bank und Meinl Success in der
Werbung bis zum Prozessende nicht mehr machen darf. Die
Unterlassungsbegehren richten sich zwar nur gegen die Meinl Bank und
Meinl Success als beklagte Parteien, sind aber eine Klarstellung für
alle Anleger in Österreich. Das Verfahren ist ein Musterprozess, da
es bisher keine Leitlinien für Werbeaussagen beim Vertrieb von
Kapitalanlagen gab.

Auch wenn die Entscheidung bezüglich der einstweiligen Verfügung
erfolgte und das Hauptverfahren offen ist, sieht sich die AK in ihrer
Auffassung bestätigt, dass die Anleger mit den Verkaufsprospekten für
MEL-Zertifikate in die Irre geführt wurden. "Künftig darf nicht mehr
mit großen Gewinn-Versprechungen geworben werden, ohne gleichzeitig
klar und deutlich auf die mit der Anlage verbundenen Risiken
hinzuweisen", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. "Viele
Anleger haben schließlich den Versprechungen der Werbung geglaubt,
dass die MEL-Zertifikate eine sichere Anlage wären."

Der Gerichtshof weist darauf hin, dass sich die Werbung von Meinl
nicht nur an erfahrene Anleger, sondern auch an Kleinanleger, also
typische Sparbuchsparer, gewendet hat. Das heißt also an Personen,
die grundsätzlich Sicherheit einer hohen Renditechance vorziehen und
im Umgang mit Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren eher
weniger Erfahrung haben. "Mit der Unterlassungsklage soll auch die
Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen geschädigter Anleger
erleichtert werden", sagt Glatz.

Ob eine Werbung irreführend ist, richtet sich nach ihrem
Gesamteindruck. Maßgeblich ist, wie jene Kunden die Werbung
verstehen, die dadurch angesprochen werden sollen. Ein genereller
Risikohinweis in einem Kasten mit technischen Daten ändert demnach
nichts an der Irreführung, wenn der Gesamteindruck des Prospektes
"Sicherheit" suggeriert, so das Gericht. Wenn - wie im MEL-Fall -
Ertrag und Sicherheit betont werden, müsste ein Risikohinweis ganz
besonderes Gewicht haben, um einen irreführenden Gesamteindruck zu
vermeiden.

Der OGH entschied nun, dass ab sofort den der Meinl Bank und der
Meinl Success irreführende Angaben in den Werbeprospekten verboten
sind, zum Beispiel:

+ Zertifikate als "Aktien" zu bezeichnen, wenn es sich dabei nicht um
Aktien nach dem österreichischen Aktiengesetz handelt - insbesondere
ist es verboten, Zertifikate von MEL ohne aufklärenden Hinweis als
"Aktien" zu bezeichnen;
+ Anleger als "Aktionäre" zu bezeichnen, obwohl die Anleger nicht
"Aktionäre nach österreichischem Aktiengesetz sind, sondern bloß
Zertifikate erhalten - so dürfen insbesondere die Anleger von MEL
ohne aufklärenden Hinweis nicht als "Aktionäre" bezeichnet werden;
+ zu behaupten, eine Gesellschaft, für deren Wertpapiere geworben
wird, befinde sich nahezu zur Gänze im Streubesitz, obwohl das nicht
zutrifft - insbesondere zu behaupten "Meinl European Land befinde
sich nahezu zur Gänze in Streubesitz";
+ die unrichtige Behauptung aufzustellen, das Wertpapier habe eine
äußerst erfreuliche Performance zu verzeichnen, wenn dies zum
Zeitpunkt der Werbung nicht mehr zutrifft - insbesondere wird es
ihnen verboten, diese Behauptung in Bezug auf die Kursentwicklung von
Zertifikaten der MEL aufzustellen.

  

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RE: AK: Erfolg gegen Meinl
Rang: Claudia(21) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.09 12:06)

Wow, schon 1 Jahr nach Beantragung gibt's jetzt eine einstweilige Verfügung.

  

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Meinl Bank zu OGH-Entscheidung
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.09 15:54)

Meinl Bank zu OGH-Entscheidung: Kein Präjudiz für Anlegerprozesse
Utl.: Mehrzahl der AK-Anträge von OGH abgewiesen =

Wien (OTS) - Der OGH hat die Mehrzahl der von der
Bundesarbeitskammer im Provisorialverfahren gestellten Anträge mit
Beschluß vom 20. Jänner 2009 abgewiesen und der Klägerin im Hinblick
auf den Verfahrensausgang auferlegt, der Meinl Bank AG einen Teil der
Verfahrenskosten zu ersetzen. Wie der OGH ausdrücklich festhielt,
beurteilte er die beiden verfahrensgegenständlichen Werbebroschüren
(die AK Wien spricht in ihrer Aussendung fälschlich von
"Verkaufsprospekten") nur im Hinblick auf eine allfällige abstrakte
Eignung zur Irreführung nach § 2 UWG ohne jeden Bezug auf einen
konkreten Kunden/Anleger, dessen Erfahrung oder Vorverständnis.

Für einen Anlegerprozeß ist daher aus dem Beschluß des OGH kaum
etwas zu gewinnen, weil hier ein gänzlich anderer Prüfungsmaßstab
gilt als im Wettbewerbsrecht. Der OGH unterscheidet insofern zwischen
"erfahrenen Privatanlegern"", die bereits in Wertpapiere investiert
haben und zumindest über Grundkenntnisse wirtschaftlicher und
rechtlicher Art verfügen, "Sparbuchsparern" und professionellen
Anlegern sowie Anlageberatern. Letzteren kommt für die laut OGH zu
berücksichtigende, jeweilige Beratungssituation eine ganz wesentliche
Aufgabe zu, weil sie als konzessionierte Vermögensberater dafür
verantwortlich waren, die Anleger über all jene Umstände aufzuklären,
die bei der Kaufentscheidung von Relevanz waren und die vom OGH
beurteilten Werbeunterlagen eine ordnungsgemäße Beratung durch die
Anlageberater - unter Einbeziehung der Kapitalmarktprospekte -
natürlich nicht ersetzen konnten.

  

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Meinl Bank - Bilanzsumme brach 2008 um fast die Hälfte ein
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.3.09 14:16)

mitleid bitte!


Die Turbulenzen bei den ehemaligen Meinl-Gesellschaften MEL, MAI und MIP haben sich im Ergebnis der Meinl Bank für das Jahr 2008 deutlich niedergeschlagen. Die Bilanzsumme schrumpfte um 718 Mio. auf 820 Mio. Euro. 2007 waren es noch 1,54 Mrd. Euro. Das konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 11,9% auf 139 Mio. Euro.

Darin enthalten sind auch Sondereffekte aus MEL, MAI und MIP. Mit ihrem verbliebenen Bankgeschäft verdiente die Meinl Bank etwa 20 Mio. Euro, sagte Vorstandssprecher Peter Weinzierl. Für das Jahr 2007 gebe es keine Vergleichszahl, hieß es. Die Rückstellungen für Prozesskosten wurden 2008 von 32 Mio. auf 44 Mio. Euro erhöht. Dafür verdienten die Vorstände rund um die Hälfte weniger, unter anderem, weil die Boni weggefallen sind. 2007 waren noch rund 18 Mio. Euro an die Meinl-Bank-Chefs ausbezahlt worden. "2008 war das letzte Jahr, wo MEL, MAI und MIP einen wesentlichen Einfluss auf die Bilanz hatten", so Weinzierl.

  

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RE: Meinl Bank - Bilanzsumme brach 2008 um fast die Hälfte ein
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.3.09 14:28)

Dass der Bilanzsumme so ein Wert beigemessen wird ...

Jeder konsolidiert sich im Moment, und meine Bilanzsumme hat um 90% abgenommen, während mein Vermögen sich nur um 72% vermindert hat.

Was am Ende zählt, ist das Vermögen. Und das ist beim Meinl gestiegen, was das Ergebnis uns mitteilt.

  

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Wenn Kottan in der Bank ermittelt gut analysiertwitzig
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.09 21:30)

Siehe letzter Absatz.....

Wenn Kottan in der Bank ermittelt
11.03.2009 | 18:26 | JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

U-Häftling Elsner kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „White Collar Crime“ zu lasch verfolgt wird.

Je mehr Details über das Ausmaß der Finanzkrise ans Tageslicht kommen, desto stärker ist in der Öffentlichkeit eine Stimmung zu spüren, die ungefähr so ausschaut: Der arme Helmut Elsner mag zwar nicht immer korrekt vorgegangen sein, aber sein Bawag-Skandal mit einer Schadenssumme von ungefähr 1,8 Milliarden Euro war von der Dimension her doch eher eine Anfängerveranstaltung.

Und: Wäre der Skandal durch unglückliche Umstände nicht mitten in einem Wahlkampf aufgeflogen, dann würde Elsner jetzt nicht erstinstanzlich verurteilt (bis zur Rechtskraft des Urteils gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung) in Untersuchungshaft dunsten, sondern mit dem Finanzminister in Sachen Bankenpaket feilschen. Und damit dann das Bilanzloch endgültig zudecken.


Elsners Anwälte spielen sehr gekonnt auf diesem Klavier, wie die jüngste Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft zeigt. Abgesehen von den vielen Merkwürdigkeiten rund um den Elsner-Prozess sind da aber doch einige Dinge zurechtzurücken: Es stimmt, dass die Bawag mit ihrem Karibik-Verlust in der europäischen Bankenszene jetzt wohl nur noch unter „ferner verloren“ ziemlich weit hinten rangieren würde.

Es ist aber wohl ein Unterschied, ob ein Manager einen Verlust bloß zu verantworten hat oder ob er diesen Verlust dann durch einfache Bilanzfälschung (wie bei der Hypo Alpe Adria) oder durch eine groß angelegte Vertuschungskonstruktion (wie möglicherweise bei der Bawag, das Urteil ist ja noch nicht rechtskräftig) unter den Teppich zu kehren versucht. So gesehen ist Mitleid mit Elsner (und seinen ebenfalls noch nicht rechtskräftig verurteilten früheren Vorstandskollegen) nicht angebracht.

Was allerdings wohl stimmt, ist die Vermutung, dass es den Bawag- und den Hypo-Skandal in der jetzigen Marktsituation so nicht gegeben hätte. Bei beiden standen am Anfang ja danebengegangene Geschäfte mit hohen Verlusten, die irgendwie versteckt werden mussten. Bei der Hypo Alpe Adria ist versucht worden, den Verlust unkorrekterweise über mehrere Jahre abzuschreiben und die Verschleierungskonstruktion bei der Bawag ist darauf hinausgelaufen, die Karibik-Verluste unter Zuhilfenahme des Eigenkapitals der P.S.K. ebenfalls über Jahre hinweg bilanziell zum Verschwinden zu bringen.

In der derzeitigen Krisensituation wären solche Verrenkungen kaum notwendig: Milliardenspekulationsverluste regen niemanden mehr auf. Und wenn sie das Eigenkapital zu sehr anknabbern, springen überall in Europa die Staaten gerne ein.

Bei der Bawag wäre die Vertuschung auch ohne Krise beinahe gelungen. Der Skandal ist ja in den USA aufgeflogen, weil die Bawag mit der amerikanischen Refco ein Kreditringelspiel zur wechselseitigen Bilanzschönung aufgezogen hat, das der Refco-Konkurs ans Tageslicht befördert hat.


Und das ist das eigentlich Beklemmende an der Geschichte. Der Bawag-Skandal war nämlich auch ein Skandal der österreichischen Bankenaufsicht – und er warf ein bezeichnendes Schlaglicht auf die gemütliche Art, wie in Österreich beim Verdacht auf Wirtschaftskriminalität vorgegangen wird.

Die Strenge, mit der Elsner & Konsorten in der ersten Instanz vom Gericht verknackt worden sind, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich an dieser Laschheit seither wenig bis gar nichts geändert hat. Wir haben in der Zwischenzeit ja einige weitere Skandale, bei denen Anleger einige Milliarden verloren haben, erlebt. Beispielsweise die Immobiliengeschichten um Meinl European Land und Immofinanz.

Da kann, muss aber nichts Ungesetzliches passiert sein. Wenn man jedoch sieht, wie langsam, zäh und „hoppertatschig“ die Staatsanwaltschaft in diesen Causen ermittelt – von der Bestellung möglicherweise befangener Gutachter bis zu Hausdurchsuchungen mit zweijähriger „Schrecksekunde“ –, hat man nicht den Eindruck, dass das Bedürfnis, „White Collar Crime“ auf die Spur zu kommen, allzu groß ist.

Dazu passt eine nur halblustige Episode: Der Chef der Meinl Bank erzählt gerne nicht ohne verschmitztes Lächeln, die Staatsanwaltschaft habe ihn „schon“ zwei Wochen nach der Hausdurchsuchung um das Netzgerät für seinen beschlagnahmten „Blackberry“ gebeten. Wohl um nachzusehen, was da drauf ist. Da stellt sich schon die Frage, wieso man in komplizierten Wirtschaftssachen ausgerechnet Kottan ermitteln lässt. Oder hat das womöglich Methode?

  

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RE: Wenn Kottan in der Bank ermittelt
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.09 07:30)

>Wenn man jedoch sieht, wie langsam, zäh und „hoppertatschig“ die
>Staatsanwaltschaft in diesen Causen ermittelt.
>Da stellt sich schon die Frage, wieso man in komplizierten
>Wirtschaftssachen ausgerechnet Kottan ermitteln lässt.

Dabei hätte schon EIN durch MEL-Zertifikate ordentlich geschädigter Prüfer gereicht um nicht nur den Blackberry sondern auch gleich den black Mohren in seine Einzelteile zu zerlegen. Ist halt alles eine Frage der Motivation, reine Pflichterfüllung oder dringendes Interesse.

Andererseits, wer zuschaut wie ein Kurs von 23 auf 2,3 fällt, ob der als Prüfer geeignet ist ??

  

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Neue Strafanzeigen gegen Meinl Bank
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.3.09 20:23)

Die Meinl Bank ist mit einer neuen Strafanzeige konfrontiert. Ein Mitarbeiter hat Kontosalden gefälscht. Die Kunden wollen ihr Geld. Die Bank bestreitet die Guthaben, bedauert aber das Fehlverhalten.


Als hätte die Meinl Bank nicht schon genug Ärger: Bei der Staatsanwaltschaft Graz sind zwei saftige Strafanzeigen aus der Feder des Anlegeranwalts Harald Christandl gegen einen Ex-Mitarbeiter der Meinl Bank-Filiale Graz und gegen die Wiener Meinl Bank AG eingelangt. Verdacht: Betrug, schwerer Betrug, Untreue und Urkundenfälschung.

Einer der beiden Mandanten Christandls war zehn Jahre Kunde der Privatbank in Graz und wurde vom Meinl Bank-Mitarbeiter Gernot M. betreut. Zuletzt erhielt der Bankkunde eine Kontoauskunft über ein Guthaben von 2,48 Millionen €, datiert mit 18. Februar 2009. Diese Bestätigung ist scheinbar von Meinl Bank-Vorstand Robert Kofler und auch von M. unterzeichnet.

Am selben Tag hat der Kontoinhaber die Meinl Bank ersucht, sein üppiges Guthaben auf sein Konto bei der BKS zu übertragen. „Dieser Auftrag ist nicht durchgeführt worden“, heißt es in der Strafanzeige. Anwalt Christandl setzte der Meinl Bank am 2. März eine Frist zur Überweisung. Vier Tage später teilte die Meinl Bank ihm mit: „Die Kontonachrichten wurden von einem Ex-Mitarbeiter eigenmächtig erstellt, ohne dass die Meinl Bank davon Kenntnis hatte. Inhaltlich sind diese Kontonachrichten unrichtig.“

Zugleich hätte M. die Konten „eigenmächtig und ohne Zutun und Wissen der Bank geschlossen“. Der Mitarbeiter sei laut seinem früheren Arbeitgeber im Zuge der Filialschließung in Graz mit 1. Jänner 2009 freigestellt worden und faktisch am 18. Februar, formal aber erst am 15. März, „nicht mehr Mitarbeiter der Meinl Bank gewesen“. Die Bank bestritt in beiden Fällen den Zahlungsanspruch: „Wir können die begehrte Zahlung nicht leisten, weil ihre Mandanten bei unserer Bank über kein Konto oder Depot mehr verfügen und der von M. mitgeteilte Saldo zu Gunsten ihrer Mandanten bei unserer Bank nicht besteht.“

„Es kann doch nicht sein, dass sich eine Bank der Verantwortung entzieht, indem sie die Angelegenheit mit ­angeblichen Malversationen ­eines ehemaligen Mitarbeiters abtut“, wettert Anwalt Christandl. Es stelle sich hier die Frage nach der internen Kontrolle und nach dem Vier-Augen-Prinzip bei Banken.

Meinl Bank wehrt sich

„Die Meinl Bank hat alle Kontrollvorschriften wie das Vier-Augen-Prinzip eingehalten, aber bewusste Fälschungen von Kontoauszügen und Unterschriften sind damit nicht zu verhindern“, sagt Meinl-Sprecher Herbert Langsner. Ex-Mitarbeiter M. habe den Kunden unrichtige Kontoinformationen übermittelt, um den Kunden die Verluste in Folge fallender Börsenkurse nicht einzugestehen. M. habe „bei der Gestion des Depots nicht auftragswidrig gehandelt, sondern nur den tatsächlichen Kontostand verschwiegen“. Auch wolle M. den Schaden – die Differenz zwischen tatsächlichen und dem gefälschten Guthaben – durch Verwertung seines Vermögens bezahlen. Eine Strafanzeige gegen M. hat die Bank nicht erstattet, weil er den Schaden gutmachen wolle.


Wirtschaftsblatt
18.03.2009

  

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Meinl - Festnahme am Mittwochabend
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 10:47)

Razzien stellten laut "Format" auch Material über Meinls Luxusleben sicher.

Julius Meinl V., Eigentümer der Meinl Bank AG, befindet sich in Haft. In der Nacht auf Donnerstag hat die Meinl Bank einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Format" bestätigt. Der Banker soll am Mittwochabend in Wien inhaftiert worden sein.

Meinl werden demnach Anlegerbetrug, Provisionsschinderei und Untreue in Zusammenhang mit der Affäre um die Meinl European Land (MEL, heute Atrium Real Estate) vorgeworfen. Grund für die Inhaftierung sei laut "Format" Fluchtgefahr gewesen.

"Keine Auswirkungen auf Geschäftsbetrieb
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bank sei "im Anschluss an eine Einvernahme der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen" worden, hieß es in einer an die APA übermittelten Aussendung. Die Bank betonte indes, dass die Festnahme "keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb" habe. Die Lage des Instituts sei "stabil", die Einlagen "sicher".

Razzia Mitte Februar
Mitte Februar hatte die Staatsanwaltschaft Wien in der Causa Hausdurchsuchungen an 13 Standorten durchgeführt. Drei Staatsanwälte und 60 Beamte untersuchten neben Büroräumlichkeiten auch Wohnungen in Österreich und Bratislava nach Unterlagen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, damals. Bei den sichergestellten Unterlagen habe es sich hauptsächlich um Datenträger gehandelt.

Vonseiten der Meinl Bank hieß es damals, man kooperiere in vollem Umfang mit den Behörden, weil das Unternehmen selbst an einer möglichst raschen Aufklärung der Vorwürfe interessiert sei. Allerdings sei die Aktion "sachlich nicht nachvollziehbar" und diene wohl eher dazu, "die Aktivitäten der Staatsanwaltschaft medienwirksam zu präsentieren".

Dossiers über Kritiker?
Laut "Format" hatte man bei den Razzien Geheimdossiers über Meinl-kritische Personen sichergestellt. Unter anderem sei ein internes Papier über den Meinl-Gutachter Thomas Havranek aufgetaucht, berichtete das Magazin bereits Ende Februar.

Das bei den Razzien sichergestellte Material gibt laut "Format" auch neue Einblicke in das Luxusleben von Meinl V., etwa Übernachtungen in einem Londoner Luxushotel und Flugpläne für Geschäftsreisen etwa nach London, Moskau und Zürich, die mit einem Privatjet zurückgelegt worden seien.

Bilanzsumme deutlich geschrumpft
Die Turbulenzen bei den ehemaligen Meinl-Gesellschaften MEL, MAI und MIP schlugen sich im Ergebnis der Meinl Bank für das Jahr 2008 deutlich nieder. Die Bilanzsumme schrumpfte um 718 Mio. auf 820 Mio. Euro. 2007 waren es noch 1,54 Mrd. Euro, teilte in Bank Anfang März mit.

Das konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 11,9 Prozent auf 139 Mio. Euro. Darin enthalten sind auch Sondereffekte aus MEL, MAI und MIP. (www.orf.at)

Der Vollständigkeit halber muss das auch hier her

  

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RE: Julius Häfenbrief
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 11:18)

zur Jause gibts bei mir ne Julius Erdbeermarmelade-Semmel, die wird mir heute besonders schmecken

  

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@Peter35 - Häfenbericht?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 19:33)

zur Jause gibts bei mir ne Julius Erdbeermarmelade-Semmel, die wird mir heute besonders schmecken

Könntest ja den Julius im Häfen besuchen,ihm deine Meinung geigen und uns dann einen Erfahrungsbericht geben..

  

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Meinl Bank - Stimmung bei den Mitarbeitern
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 16:39)

genial der letzte absatz unten


http://www.boerse-express.com/pages/762888

Die Mitarbeiter der Wiener Meinl Bank waren schon länger Kummer gewohnt. Ihr oberster Chef, der mehr als zwei Jahrzehnte für Diskretion und Luxus stand, war immerhin seit fast zwei Jahren in den negativen Schlagzeilen. Der Skandal um die Meinl Europe Land hat die Bank so tief getroffen, dass man dort schon überlegte, bei neuen Fondsprodukten den Markennamen "Meinl" wegzulassen. Im Februar fielen Beamte zu einer Razzia ein, fanden "gutes Material", wie es bei Ermittlern damals hiess. Der bisherige Tiefpunkt war nun aber die Verhaftung des langjährigen Vorstandsvorsitzenden und nunmehrigen Aufsichtsratspräsidenten der Privatbank, Julius Meinl V., gestern Abend.

Zur Stimmung in der Bank wurden am Donnerstag wie immer höchst diskrete Worte gewählt. Am Morgen habe es eine Mitarbeiterinformation gegeben. Ansonsten "ein völlig normaler Tag", wie ein Sprecher versicherte, "ohne besondere Vorkommnisse". Dass Kunden Gelder abziehen würden, wird dementiert: "Die Kunden halten der Bank die Treue", so der Sprecher zur APA.

2008 ist die Bank schon drastisch geschrumpft, die Bilanzsumme hat sich auf 820 Mio. Euro fast halbiert. Schuld daran waren primär die Entwicklungen um die börsenotierten Fondsgesellschaften MEL, MAI und MIP, die in guten Zeiten den grössten Teil der Bilanz und auch zwei Drittel der Erträge gebracht hatten und die nun flach fielen. Für Prozesse rund um den Anlegerskandal hat die Bank auch 2008 einiges
rückgestellt, in Summe waren es zuletzt 44 Mio. Euro. Am Finanzplatz

Wien hiess es, dass nach der Verhaftung des Privatbankiers das Thema Schadenersatz eine neue Dynamik bekommen könnte.

Vor wenigen Wochen erst hat der Vorstand eine neue Vorwärtsparole ausgegeben; Man wolle sich aufs Kerngeschäft - Vermögensverwaltung, Fondsmanagement, Corporate Banking - konzentrieren. Die Bank gilt als gut eigenkapitalisiert.

Ende 2008 verwaltete die Meinl Bank ein Vermögen von rund 2,5 (Vorjahr: 4) Mrd. Euro. Zum Ultimo waren 150 Mitarbeiter beschäftigt, 50 weniger als vor Jahresfrist.

An einem der letzten Aushängeschilder des alten Meinl-Imperiums, vor dem Haus "Meinl am Graben" in der Wiener City sorgte eine Werbe-Aktion des Handyunternehmens T-Mobile für Staunen unter einigen Passanten. "Für mich soll es rote Rosen regnen", tönte es kurz nach 11.00 Uhr aus Lautsprechern. Von dem Gebäude begann es Rosenblüten zu regnen. T-Mobile wollte den Menschen nur "einen unvergesslichen Moment" bescheren. Seit langem geplant und nun ausgerechnet am Tag nach der Verhaftung des Clanchefs Meinl

  

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RE: meinl bleibt doch in haft
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 19:27)

mich würde ja interessieren, wer diesen 100er auf die schnelle abgedrückt hat? Meinlbank oder irgendwelche Pseudo-Freunde. Ich kann die Schlagzeile der morgigen Krone schon sehen: "Meinl richtet es sich - schon wieder".

Was mich ebenfalls wundert: das nicht jeder Mensch, der halbwegs bei Verstand ist, nicht schon jeden EUR von der Meinlbank abgezogen hat. Mein Tipp ist: Diese Bank wird die nächsten 12 Monate nicht überleben. Und abgehen würde sie wohl keinem...

  

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RE: meinl bleibt doch in haft
willi2(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 20:09)

hi,

ich denke wenn die bank nicht überlebt ist das die gerechte Strafe für 5er, leider trifft eine solches desaster dann auch unschuldige mitarbeiter der bank.

Gruß

  

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RE: meinl bleibt doch in haft
stefan25(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 20:43)

naja irgendein schlaff wirds ihm schon gezahlt haben............nur erstaunlich wie schnell nicht so eine riesenbanküberweisung gehen kann,wenn man bedenkt,wie lange sowas "normal" dauert!!
würde ja julius gerne morgen abholen....

  

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Expansionspläne bei Meinl
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 08:18)

...Über dem Gourmet-Tempel Meinl am Wiener Graben regnet es rote Rosen. Die zarten Blüten verfangen sich in Haaren der Passanten, schaukeln in Sektgläser, legen sich zentimeterdick über die Pflastersteine vor den Toren der Filiale.
"Die feiern hier doch nicht etwa die Verhaftung des Herrn Meinl?" , fragt ein junger Mann im Business-Anzug mit Blick auf das bunte Treiben. "Sind das hier alles geschädigte Anleger?" Er erntet missbilligende Blicke. Nein, mit den Turbulenzen um Julius Meinl habe das Blütenmeer nichts zu tun, wird er aufgeklärt, das sei T-Mobile-Werbung.

Im Laden selbst scheint die Welt noch in Ordnung. Betagte Damen schieben Einkaufswägelchen vorbei an getrüffelter Gänseleber, Kaviar aus dem Kaspischen Meer, an französischem Schokoladefondue und jamaikanischen Kaffee zu 240 Euro das Kilo. Um die runden Stehtische Kaffeegenießer. An der Theke rücken Verkäufer beflissen Käsescheiben ins rechte Licht.
Nein, richtig offen rede hier keiner über die Verhaftung des Herrn Meinl, gesteht ein Mitarbeiter ein. Dass die ganze Sache rund um Anlagebetrug und Untreue den Traditionsnamen beschädige, daran ha-be er aber keinen Zweifel, meint er. Schon bisher hätten Kunden ihren Ärger in der Filiale ausgelassen. Er verstehe die Wut über das verlorene Geld. "Mit unseren Lebensmittel hat das aber doch nichts zu tun."
"Die Verhaftung des Herrn Meinl ist ein Schock für uns alle." Die elegante Dame vor dem Kühlregal will es nicht fassen. Natürlich überlege sie sich, hier weiter einzukaufen. Aber sie hänge halt sehr an der Filiale, die sei ja die letzte unter dem Dach des Mohren. Dass aus den Läden Spars und Billas wurden, habe ihr wehgetan. Die Verhaftung sei nun ein weiterer Einschnitt.

Alles hänge jetzt davon ab, "wie viele Leichen Herr Meinl wirklich im Keller hat" , ergänzt die Kundin vor der Kasse und wirft einen prüfenden Blick in den Einkaufskorb. Auf lange Sicht werde der Name Meinl das alles überstehen, glaubt sie und nickt bekräftigend. "Damit ist zu viel Tradition verbunden."

Vom Lebensmittelimperium geblieben ist nur das Flaggschiff am Wiener Graben. Elf Mio. Euro verschlang der Umbau, Abschreibungen belasteten das Ergebnis. Heuer soll es erstmals Gewinne geben.
Färben die aktuellen Ereignisse aufs Geschäft ab? Geschäftsführer Udo Kaubek winkt ab. "Alles bleibt, wie es ist." Gerüchte, dass das Nobelrestaurant in ein Bistro umgewandelt werden soll, seien falsch. Kaubek erzählt von ehrgeizigen Expansionsplänen. In Dubai werde ein Franchisepartner einen Standort nach Wiener Vorbild eröffnen. In Kürze wolle er weitere Verträge fixieren, auf einem anderen Kontinent, aber auch in Europa.
Vor seinem Gourmet-Tempel haben sich Männer der Müllabfuhr MA 48 eingefunden, einem Wirbelwind gleich verschwinden die Rosen in ihren Saugmaschinen. "Jetzt geht es nur noch um Schadensbegrenzung" , meint einer und kehrt schwungvoll die letzten roten Blüten vom Meinl-Eingangsportal. (Verena Kainrath, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 4.3.2009)

Quelle:http://derstandard.at/?url=/?id=1237229045865

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RE: Expansionspläne bei Meinl witzig
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:10)

"Alles hänge jetzt davon ab, "wie viele Leichen Herr Meinl wirklich im Keller hat" , ergänzt die Kundin vor der Kasse und wirft einen prüfenden Blick in den Einkaufskorb. Auf lange Sicht werde der Name Meinl das alles überstehen, glaubt sie und nickt bekräftigend. "Damit ist zu viel Tradition verbunden."

-> Ich frag mich, ob die Meinl-Kunden noch zurechnungsfähig sind.

Wie viele Leichen braucht sie denn, um sich ein ehrbareres Geschäft auszusuchen? 100? 1000? Muss Julius erst zum Pol Pot werden, um bei ihr langsames Grausen zu entfachen?

Aber wehe wenn der Meinl 30 Cents für ein Plastiksackerl verrechnet! Da jaulen sie auf und drohen lautstark damit, zum Hofer Gourmet am Rudolfsplatz auszuweichen!

Solche Leut sind wirklich nicht dicht.

  

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RE: Expansionspläne bei Meinl
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:13)

ich schätze mal die alte Schachtel kann dort nur einkaufen gehen weil ihr aLter die Patschen gestreckt hat und sie alles geerbt hat, genau wie der V-er den alles in den Aft.. geschoben wurde.

  

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RE: Expansionspläne bei Meinl
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:16)

Oder sie geht dorthin, weil die Chance hoch ist, dass sie dieser Tage vor eine ORF-Kamera läuft. Beim Hofer oder Zielpunkt interessiert sich keine Sau für sie. Aber jetzt ist sie die, die in die Fernsehkamera hinein zeigen darf: Daumen rauf oder Daumen runter.

Der Nabel der Welt: Frau Voprsrpalek!

  

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RE: Expansionspläne bei Meinl
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:22)

Zu Expansionspläne bei Meinl fällt mir aktuell nur folgendes ein: er kann ja im Häfn eine Geldwechselstube aufmachen ...

  

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RE: Expansionspläne bei Meinl
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:26)

Und von jedem Umsatz 10% an den Häfn-Capo abliefern?

Der Tätowierte mit den dicken Oberarmen?

Ich glaub, das ist des Julius Sache nicht ...

  

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RE: Expansionspläne bei Meinl
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:39)

>Und von jedem Umsatz 10% an den Häfn-Capo abliefern?
>
>Der Tätowierte mit den dicken Oberarmen?
>
>Ich glaub, das ist des Julius Sache nicht ...

Wieso, Schmiergeldzahlungen ist er doch gewohnt, oder? (für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung)

  

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RE: meinl bleibt doch in haft
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 13:07)

zur info: solche Beträge werden nicht wie bei gewöhnlichen Privatkundne transferiert.

  

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Julius Meinl ist wieder frei
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 14:18)

Nach Prüfung der Rekordkaution wurde der Banker aus der Justizanstalt Wien-Josefstadt entlassen, die Zelle hatte sich Meinl zuvor mit einem anderen prominenten U-Häftling geteilt

Wien - Julius Meinl V. ist wieder in Freiheit. Er hat in einem Taxi Freitag Mittag das Wiener Landesgerichtliche Gefangenenhaus verlassen. Gegenüber den wartenden Journalisten war der bald 50-jährige Banker zu keiner Stellungnahme bereit...

derstandard.at

  

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RE: Julius Meinl ist wieder frei
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 14:20)

Der andere Prominente dürft auch heut frei gelassen worden sein,
Freunde warens eh schon früher,
der Julius is ja ein begeisterter Jäger.

Vielleicht hat er den Haberer auch gleich freigekauft ...

  

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RE: Julius Meinl ist wieder frei
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 14:31)

>Der andere Prominente dürft auch heut frei gelassen worden
>sein,
>Freunde warens eh schon früher,
>der Julius is ja ein begeisterter Jäger.
>
>Vielleicht hat er den Haberer auch gleich freigekauft ...

angeblich war es der manager vom doping radler kohl

  

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RE: Julius Meinl ist wieder frei
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 14:40)

Na gut, das erklärt, warum er eine ruhige Nacht hatte,
ohne Doping bringt der nix zamm.

  

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...und was ist mit dem Elsner?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 15:31)

Der Arme sitzt noch immer in U-Haft und hat viel weniger angestellt.

  

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RE: ...und was ist mit dem Elsner?
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 15:34)

>Der Arme sitzt noch immer in U-Haft und hat viel weniger
>angestellt.

das muß sich erst herausstellen - bisher würde ich sagen der ist noch überlegen

  

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RE: ...und was ist mit dem Elsner?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 15:50)

>>Der Arme sitzt noch immer in U-Haft und hat viel weniger
>>angestellt.
>
>das muß sich erst herausstellen - bisher würde ich sagen der
>ist noch überlegen

Der Hauptverteil vom Elsner ist, daß ihm im Häfn niemand an die Wäsche will ...

  

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RE: ...und was ist mit dem Elsner?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.4.09 17:10)

...rasche Enthaftung rückt die jetzt schon jahrelange Untersuchungshaft des Ex-Bawag-Generals Helmut Elsner endgültig in die Nähe eines Justizskandals. Bei ihm ist die Fluchtgefahr, deretwegen er in Haft sitzt, vergleichsweise verschwindend. Sein Vermögen ist gesperrt, und er ist körperlich schwer angeschlagen...

weiter:http://kurier.at/interaktiv/kommentare/308586.php

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RE: ...und was ist mit dem Elsner? interessant
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.4.09 17:18)

>...rasche Enthaftung rückt die jetzt schon jahrelange
>Untersuchungshaft des Ex-Bawag-Generals Helmut Elsner
>endgültig in die Nähe eines Justizskandals. Bei ihm ist die
>Fluchtgefahr, deretwegen er in Haft sitzt, vergleichsweise
>verschwindend. Sein Vermögen ist gesperrt, und er ist
>körperlich schwer angeschlagen...
>
>weiter:http://kurier.at/interaktiv/kommentare/308586.php

dafür hat er knapp 10 jahre vor sich, das sollte ausreichend motivation für einen fluchtversuch sein - und vermögende freunde/gattin hat er auch. ich würde auch davon ausgehen daß er noch wo ein notreserve hat.

vollends grotesk dieser absatz:

Auch der Vergleich der strafrechtlichen Vorwürfe - für Meinl und Elsner gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung - spricht für den Ex-Banker. Elsner habe demnach seine Bank durch Spekulationsgeschäfte geschädigt und dabei ein paar Millionen persönlichen Vorteil für sich organisiert, Meinl dagegen habe viele Tausende kleine Anleger gezielt um ihr Erspartes gebracht und Hunderte Millionen abkassiert.

der rabl spinnt wohl? der elsner hat untreue, bilanzfälschung, dutzende verstöße gegen des bankwesengesetz undsoweiter und das soll weniger schwerwiegend sein???

und der meinl hat die anleger nicht gezielt um ihr erspartes gebracht - er hat horrende gebühren kassiert, aber solange die aktien gestiegen sind hat es halt keinen interessiert.

  

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RE: meinl bleibt doch in haft witzig
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.09 19:46)

>>Bei der Kaution soll es sich um keine Bankgarantie sondern
>um
>>die Überweisung einer liechtensteinischen Bank auf das
>>Gerichtskonto bei der BAWAG P.S.K. handeln. Die Meinl

Die Bawag wird sich auch freuen, 100 Mio. Einlage in Zeiten wie
diesen...

  

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RE: meinl bleibt doch in haft
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:12)

Vielleicht hofft "die Republik", dass er sich absetzt.

100 Mio mehr zum Budget. Das wär doch was!

  

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100 Mio. € cash ...
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:19)

Da hätten sie ihn wahrscheinlich schneller raus lassen, wenn er die 100 Mio. € in ganz grossen Noten, in 500ern cash vorbei gebracht hätt, oder?

Wie lange dauert denn das Zählen von 200.000 Banknoten á 500 €?

Und das Prüfen, ob sie eh echt sind?

Wie lange würde er da wohl noch sitzen?

  

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geld war in einer stunde da
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:37)

WIEN. Mit 100 Millionen Euro wollte sich Julius V. Meinl am Donnerstag seine Freiheit erkaufen. Am Tag davor war er wegen Fluchtgefahr verhaftet worden. Das Verfahren wegen Betrugs und Untreue durch Provisionsschinderei geht freilich weiter.
Julius V. Meinl bewies am Donnerstag, was Reichtum bewirkt. Binnen etwas mehr als einer Stunde landeten auf dem Konto des Oberlandesgerichts Wien 100 Millionen Euro Kaution. Der „Banker von Weltformat“, als den er sich selbst gerne sieht, wird voraussichtlich heute auf freien Fuß kommen. Die Rechtmäßigkeit der Kaution muss vorher noch geprüft werden. Julius V. Meinl musste aber nicht nur diese exorbitante Kaution bezahlen, er musste auch seinen (britischen) Reisepass abgeben und darf Österreich bis zum Ende des Strafverfahrens gegen ihn nicht verlassen.

Julius V. Meinl hatte Mittwochabend bei seiner Einvernahme fünf Stunden lang zu erklären versucht, warum die Geschäftsgebarungen seiner Meinl Bank im Fall Meinl European Land (MEL) völlig normal seien und er persönlich mit den ganzen Vorgängen eigentlich nichts zu tun habe. Er sei ja nur Aufsichtsratsvorsitzender der Meinl Bank und diese habe mit MEL lediglich eine Geschäftsbeziehung.

Meinls britischer Pass als Haftgrund
Diese und andere Erklärungen waren offensichtlich untauglich. Denn in den späten Abendstunden klickten die Handschellen. Der Haftbefehl gegen Meinl war freilich schon am 27. März ausgestellt worden. Dem „Licensaten“, wie er nach seiner britischen Ausbildung von seinen Untertanen genannt wird, wurde sein britischer Pass zum Verhängnis. Er könne sich jederzeit nach Großbritannien absetzen und wäre dann für die heimische Justiz nicht mehr greifbar, da kein Land eigene Staatsbürger ausliefert, sondern bestenfalls ein eigenes Verfahren einleitet.

Anzeige gegen Ex-Finanzminister Grasser
Wie mehrfach berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen Julius V. Meinl wegen Verdachtes der Untreue durch Provisionsschinderei und des Betruges im Zusammenhang mit MEL. Ermittelt wird auch im Fall Meinl International Power. Hier liegt seit Dezember 2007 eine Strafanzeige vor, die neben Meinl auch gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und gegen den Ex-Generaldirektor des Verbundkonzerns, Hans Haider, gerichtet ist.

Die Vorwürfe gegen Julius V. Meinl haben es in sich. Es geht um:

•den Verdacht des Betruges an Anlegern bei der Ausgabe von Zertifikaten, die irreführend als „Aktien“ bezeichnet und als „mündelsicher“ verkauft wurden.

•irreführende Ad-hoc-Meldungen

•Bilanzmanipulation

•Missbrauch von Insiderinformationen

•Untreue durch Spesen- und Provisionsschinderei.

322 Mio. Euro Anlegergeld abgezockt
Wie sehr die Meinl Bank und damit letztlich Julius V. Meinl bei den Anlegern abgezockt haben, geht aus dem Strafakt und dem Prüfbericht der Nationalbank hervor. So kassierte die Meinl-Bank MEL und damit die Anleger gleich auf sechs Ebenen ab. 322 Millionen Euro zahlte MEL zwischen 2003 und 2007 an die Meinl-Bank. Dies entspricht dem 6,8-fachen Jahresgewinn von MEL. Dieser betrug (abzüglich der Scheingewinne durch Aufwertungen der Immobilien) gerade 47,2 Millionen.

Für das Management bei der Ausgabe der Zertifikate kassierte die Meinl Bank in den knapp fünf Jahren 226 Millionen Euro, 40 Millionen waren es für das Market-Maker-Agreement, 18 Millionen Anlegergeld kosteten die Lizenzgebühren für das Meinl-Logo und die Nutzung des Namens Meinl.

17 Millionen kassierte die Meinl Bank für die Platzierung der MEL-Zertifikate, drei Millionen aus Zinsdifferenzen und 18 Millionen für das Management der MEL. Für einen Banker, dessen Institut dermaßen abkassiert hat, sind auch 100 Millionen Euro kein Problem – was Julius V. Meinl am Donnerstag eindrucksvoll bewiesen hat.

  

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RE: geld war in einer stunde da
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 09:41)

Diskriminierung aufgrund seiner britischen Staatsbürgerschaft,
na das gibt Rassismus-Vorwürfe in seiner nächsten Presseaussendung!

  

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Ehrgeiziger Vorarlberger kippt Meinl-Monument
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 15:46)

der grundstein für eine zukünftige justizminister-karierre

Der 37-Jährige Jurist Markus Fußenegger aus Vorarlberg hat Julius Meinl V. verhaften lassenWien - Markus Fußenegger hat es am Mittwochabend zu einiger Berühmtheit gebracht. Der 37-Jährige Jurist aus Vorarlberg hat Julius Meinl V. verhaften lassen - und damit sozusagen den Schlussstrich unter eine Unternehmerdynastie gezogen.
Fußenegger kam erst vor kurzem als Staatsanwalt in die Wirtschaftsgruppe der Wiener Anklagebehörde, den Ruf als ehrgeiziger Jurist hat er sich in dieser Zeit aber schon erarbeitet. Der Vorarlberger, der in Innsbruck studiert hat, war zunächst mit dem Chef der Wirtschaftsgruppe, Karl Schober, mit der Causa MEL beschäftigt; seit Schobers Übersiedlung nach St. Pölten hat er das Heft in der Hand. Auch Erfahrung mit Anwälten hat er: Fußenegger war selbst in einer Anwaltskanzlei tätig.
Sein Dissertationsthema lautete übrigens "Die bedingte Strafnachsicht unter generalpräventiven Gesichtspunkten" . (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.4.2009)

  

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Meinl schafft es sogar auf Yahoo Finance
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 17:20)

VIENNA (AP) -- The heir of one of Austria's most venerable and wealthiest business families was released from jail Friday on euro100 million ($130 million) bail, but some of his countrymen already consider the dynasty's name stained.

Julius Meinl V, the owner of Austria's private Meinl Bank AG was detained in Vienna late Wednesday on suspicion of offenses including fraud and breach of trust. Among other offenses, he is suspected of defrauding investors through unauthorized share buybacks linked to the Meinl European Land company, which is now known as Atrium European Real Estate.

"I can confirm his release," said Christian Gneist, a spokesman for a Vienna court linked to the jail where the multimillionaire spent the past two nights. Television images showed him leaving in a taxi.

Meinl, known for his lavish lifestyle and custom-made suits, comes from an Austrian family that, beginning in 1862, built an empire centered on coffee and other goods considered exotic at the time. Almost 150 years later, the Julius Meinl am Graben delicatessen store in central Vienna sells fine foods from around the world and the Meinl brand has been considered synonymous with quality.

Many Austrians now consider the family's reputation ruined.

The staggering bail, which officials said was paid from a bank account in Liechtenstein, has made headlines here. The tabloid Oesterreich ran a headline that read, "Meinl buys himself freedom for 100 million."

On Thursday, the Austria-based Meinl Bank was quick to point out that the money came from a "private source" -- and not from the bank. Meinl was the bank's chief executive until he stepped down in 2007 to become chairman.

Gerhard Jarosch, a spokesman for Vienna's public prosecutor's office, said Meinl, who is a British national, was detained for fear he might flee to avoid prosecution. Meinl, who owns a private jet, had to give up his passport before being released.

Meinl has been under investigation for some time. In February, authorities searched at various houses in an attempt to gather evidence.

If convicted, Meinl could face up to 10 years behind bars.

http://finance.yahoo.com/news/Banker-released-from-custody-apf-14842336.html

  

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RE: Julius ist fassungslos witzig
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.09 17:37)

und teilte sich die Zelle mit Dopingmanager Stefan-die Zentrifuge-Matschiner. Mir ist der Julius heute eh muskulöser vorgekommen

  

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Auch gegen Grasser laufen Ermittlungen
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.4.09 12:36)

Causa Meinl zieht immer weitere Kreise:
Auch gegen Grasser laufen Ermittlungen
Staatsanwaltschaft prüft derzeit zehn Verdächtige
profil: Untersuchungen gegen Meinl-Bank-Vorstände


Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien im laufenden Verfahren rund um mutmaßliche Malversationen bei der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) gegen zehn Personen wegen des Verdachtes der Untreue und des Betruges.

Laut "profil" vorliegenden Informationen handelt es sich dabei neben Julius Meinl V. um die Meinl-Bank-Vorstände Robert Kofler, Peter J. Weinzierl und Günter Weiß, sowie die ehemaligen MEL-Manager Georg Kucian, Karel Römer, Heinrich Schwägler und Stephan Visy.

Darüber hinaus werden aber auch Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und der frühere Verbund-Chef Hans Haider als Verdächtige geführt. Die beiden waren in der Meinl-Gesellschaft Meinl International Power (MIP) beziehungsweise deren Managementgesellschaft aktiv. Dass gegen sie noch immer ermittelt wird, liegt an der ursprünglichen Strafanzeige im Fall Meinl. Grasser und Haider wurden darin bereits relativ bald nach der Aktien-Rückkaufaktion wegen Verdachts auf Kursmanipulationen bei der MIP genannt. Das Augenmerk der Ermittler wandte sich in der Folge zwar rasch dem MEL-Komplex zu, die beiden Herren werden aber dennoch weiterhin in den Akten geführt.

http://www.news.at/articles/0914/30/238243/causa-meinl-kreise-auch-grasser-ermittlungen

  

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RE: Auch gegen Grasser laufen Ermittlungen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.4.09 13:19)

jawohl genauso, die ehemaligen MAI/MIP gehören eingesperrt, und der Vorstand der Bank sowieso. Hängt sie,hängt sie höher (copyright Falco)

  

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RE: Auch gegen Grasser laufen Ermittlungen
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.4.09 14:31)

>jawohl genauso, die ehemaligen MAI/MIP gehören eingesperrt,
>und der Vorstand der Bank sowieso. Hängt sie,hängt sie höher
>(copyright Falco)


Da schmeckt dem Peter erst so richtig der Kaffee...

  

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millionen-dollar-bubi
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.4.09 19:37)

Julius Meinl V. am Tiefpunkt: Rekordkaution, Untersuchungshaft und Ausreiseverbot

Julius Meinl V. am Tiefpunkt: Untersuchungshaft, Rekordkaution, Ausreiseverbot. Wie der Bankier den Ruf seiner Dynastie ruinierte. Wen die Staatsanwaltschaft noch auf der Liste der Verdächtigen hat (unter anderem einen Herrn Grasser).

Hundert Millionen (in Zahlen: 100.000.000) Euro – das ist schon eine Stange Geld. Man kann sich zum Beispiel einen ganzen Eurofighter darum kaufen. 100 Millionen ist die Summe, die von den ÖBB in den nächsten eineinhalb Jahren eingespart werden muss. Die Linz AG errichtet um 100 Millionen gerade ein neues Heizkraftwerk. Der Sturm „Emma“ hat im Vorjahr in Österreich Schäden von 100 Millionen angerichtet. 100 Millionen Euro veranschlagt die Bundesregierung im zweiten Konjunkturpaket für thermische Sanierungsmaßnahmen im ganzen Land.

Für Julius Meinl V. sind 100 Millionen Euro (in alter Währung fast 1,4 Milliarden Schilling) ein Betrag, der problemlos binnen weniger Stunden aufzutreiben ist, wenn es darum geht, sich die Untersuchungshaft zu ersparen. Selten zuvor hat jemand bei Gericht eine höhere Kaution hinterlegt. Der US-amerikanische Milliardenbetrüger Bernard Madoff kam vor Kurzem etwa gegen läppische zehn Millionen Dollar (umgerechnet 7,5 Millionen Euro) auf freien Fuß.

Geschockt von der Tatsache, dass er tatsächlich festgenommen worden war, setzte Meinl am vergangenen Donnerstag alles ­daran, das Gefangenenhaus Josefstadt wieder verlassen zu können. Das gelang dem skandalumwitterten Banker zwar vergleichsweise schnell, aber um einen hohen Preis – nicht nur finanziell, sondern auch immateriell. Als sich nach einer Nacht in einem Verwahrungsraum und einer weiteren in einer kargen 2-Mann-Zelle am Freitag die Tore der Justizanstalt für ihn öffneten, muss Julius Meinl V. bewusst gewesen sein, dass Ruf und Ansehen seiner Dynastie irreparabel beschädigt sind – und sein auf der in Familienbesitz befindlichen Meinl Bank aufgebautes Unternehmensimperium am Ende ist.

Die börsennotierten Gesellschaften MEL (Meinl European Land), MIP (Meinl International Power) und MAI (Meinl Airport International) sind perdu. Sie heißen nunmehr Atrium European Real Estate, Power International und Airports International und befinden sich im Eigentum eines israelischen Immobilienfonds respektive rebellischer Aktionäre. Bleibt die Bank selbst – vor den abenteuerlichen Börsengeschäften ihres Vorstands ein kleines, honoriges Investmenthaus. Danach: ein kleines, übel beleumundetes, mit dem kaum jemand etwas zu tun haben will. Eine eigene Form der Bad Bank, wenn man so will.

Über dem fünften Julius selbst hängt von nun an das Damoklesschwert von Anklage, Prozess und möglicher Verurteilung wegen Untreue und Betrug vor allem im Zusammenhang mit der früheren MEL. Für ihn gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. In seiner Bewegungsfreiheit ist Meinl trotz der Enthaftung eingeschränkt: Er musste seinen Reisepass abgeben und darf aus Österreich nicht ausreisen. Darüber hinaus muss er die Behörden jedes Mal benachrichtigen, wenn er seinen Wohnort Wien verlässt.

Das Einzige, worüber Julius Meinl noch im Überfluss verfügen kann, ist – Geld. Die 100 Millionen Kaution dürften auch nicht eben zur Steigerung seiner Sympathiewerte bei den Aktionären der Immobiliengesellschaft beitragen. Sie mussten durch mutmaßliche Kursmanipulationen in den vergangenen eineinhalb Jahren desaströse Verluste hinnehmen. Wäre Julius Meinl V. einer von ihnen und hätte im Jahr 2003 um den Gegenwert der 100 Millionen Euro Kaution Papiere der MEL gekauft, dann könnte er heute im Wiener Straflandesgericht bloß 23,4 Millionen Euro auf den Tisch blättern. profil hat den Fall Meinl von Anfang an recherchiert und durch mehrere Schlüsselreportagen wesentlich zu seiner Aufdeckung beigetragen. Die Geschichte, die zum Ende einer Dynastie führt, begann ganz unspektakulär: mit einem Nebensatz im MEL-Halbjahresbericht 2007, der auf Rückkäufe von Wertpapieren hinwies. Möglicherweise illegal.

Die Finanzmarktaufsicht musste reagieren. Nur wenige Wochen später, am 13. September 2007, veranlasste sie eine Vor-Ort-Prüfung. profil war das einzige Medium, dem dieser Bericht vorlag. Was die Ermittler darin in trockenen Worten schilderten, ist nicht nur ein Thriller erster Güte. Sie zeichnen zugleich den Abstieg eines honorigen Unternehmerclans nach: Über 150 Jahre hatten die Meinls mit solider Kaufmannsarbeit ein ansehnliches Vermögen gemacht, um schlussendlich das Oberhaupt ihrer fünften Generation als mutmaßlichen Finanzbetrüger im Kriminal landen zu sehen.

Nach profil-Informationen ist er einer von insgesamt zehn Verdächtigen in der Affäre. Zu ihnen zählen die Meinl-Bank-Vorstände Robert Kofler, Peter J. Weinzierl und Günter Weiß. Dazu die ehemaligen MEL-Manager, Georg Kucian, Karel Römer, Heinrich Schwägler und Stephan Visy. Aber auch immer noch zwei Prominente, die zwar nichts mit der MEL, dafür aber mit der MIP zu tun ­haben: Der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Ex-Verbund-Generaldirektor Hans Haider.

Dass gegen sie noch immer ermittelt wird, liegt an der ursprünglichen Strafanzeige im Fall Meinl. Grasser und Haider wurden darin bald nach der Aktien-Rückkaufaktion wegen Verdachts auf Kursmanipulationen bei der MIP genannt. Das Augenmerk der Ermittler wandte sich in der Folge zwar rasch dem MEL-Komplex zu, die beiden Herren werden aber dennoch weiterhin als Verdächtige in den Akten geführt.

Rückblende. Die Ursprünge der Meinl-Affäre liegen inzwischen bereits sieben Jahre zurück, im Jahr 2002. Zu dieser Zeit ist die Meinl Bank ein feines Geldhaus mit überschaubaren Aktivitäten. Es ist aber auch die Zeit, in der der Finanzplatz Wien von der „Ostfantasie“ erfasst wird. Und nicht nur er: Aus der ganzen Welt fließt Kapital in österreichische Unternehmen, die in den ehemaligen Ostblockstaaten investiert sind. Die Aktienkurse klettern schnell und stetig nach oben. In dieser Situation gründet die Meinl Bank eine Immobiliengesellschaft, die auf Ostgeschäfte spezialisiert ist, und bringt sie an die Börse: die MEL.

Diese Emission verändert vieles. Dank Meinls Juristen und eines hochkomplexen Vertragskonstrukts schneidet das Bankhaus am Erfolg der MEL kräftig mit. Provisionen für Börsengeschäfte, Managementgebühren für die Verwaltung der MEL-Immobilien, Anteile an Kapitalerhöhungen – sogar die Verwendung des Namens Meinl lassen sich Julius V. und die Seinen von der MEL vergolden. Das System wird später bei der Gründung der Meinl International Power (MIP) und der Meinl Airport International (MAI) 2007 Schule machen.

Das Geschäft brummt. Von 2003 bis 2006 erhöht sich die Bilanzsumme der Meinl Bank von 659 Millionen auf 5600 Millionen Euro. Der Überschuss steigt von 24 auf 118 Millionen. Bis Anfang 2007 platziert die Meinl Bank 300 Millionen MEL-Papiere an der Wiener Börse. Der Clou: Es handelt sich nicht um herkömmliche Aktien, sondern konkret um Zertifikate auf Aktien. Und diese unterliegen nicht dem strengen heimischen Wertpapierrecht – zumal die MEL im Offshore-Paradies auf der britischen Kanalinsel Jersey residiert. Die MEL wird zur Cash Cow der Meinl-Gruppe. Im Jahr 2006 erwirtschaftet die Bank bereits 60 Prozent ihres gesamten Betriebsertrags aus dem MEL-Geschäft.

Hinter den Kulissen geht es freilich abenteuerlich zu. Da wird Geld um den halben Globus transferiert, auf den Verrechnungskonten herrscht Chaos, Provisionszahlungen lassen sich kaum nachvollziehen, Verträge werden ­verwirrend formuliert und wirr datiert. Die Prüfer der Nationalbank werden später festhalten: „Wesentliche Verträge“ seien „in einer mangelhaften Form gehalten“, Kontrollprozesse „nicht ausreichend“ gewesen. Ihnen bietet sich das „Bild einer wenig transparenten Struktur, die aufgrund enger personeller Verschränkungen mit potenziellen Interessenkonflikten behaftet ist“. Dann kommt das Jahr 2006 – und mit ihm der Anfang vom Ende.

Karibik-Gesellschaft. In guten Zeiten hat sich die Meinl Bank gegenüber MEL verpflichtet, bei Kapitalerhöhungen eine Art Ausfallshaftung zu übernehmen. Sollten neu aufgelegte Papiere nicht an den Mann zu bringen sein, würde die Bank diese aufgreifen. Diese Notwendigkeit tritt im Frühjahr 2006 ein. Die MEL führt eine Kapitalerhöhung durch und legt 60 Millionen Zertifikate auf. Das Interesse der Investoren hält sich aber – anders als in den Jahre zuvor – in engen ­Grenzen.

Das Problem: Die Meinl Bank kann die Ladenhüter nicht in die eigenen Bücher nehmen, weil sie damit die gesetzlichen „Großveranlagungsgrenzen“ überschreiten würde. Der Ausweg führt in die Karibik. Dort, auf der Insel Aruba, wird eine Gesellschaft namens Somal A.V.V. aktiviert. Die Prokura hat ein gewisser Karel Römer: Niederländer und praktischerweise enger Vertrauter von Julius Meinl V. mit Funktionen in zwei Dutzend verschiedenen Meinl-Gesellschaften. Auf dem Papier ist eine Verbindung zwischen Somal und Meinl oder MEL aber nicht nachzuweisen.

Und jetzt beginnt das Ringelspiel: Da die Somal nicht genug Geld auf der Kante hat, um die überschüssigen MEL-Zertifikate aufzukaufen, muss die MEL Anleihen von Somal zeichnen. Mit diesem Geld erwirbt Somal MEL-Zertifikate. Von 60 Millionen Zertifikaten gehen im Frühjahr 2006 rund 22,7 Millionen an Somal – also mehr als ein Drittel. Im November 2006 führt die MEL eine weitere Kapitalerhöhung durch und legt 45 Millionen Zertifikate auf. Wieder springt Somal ein und übernimmt 13,2 Millionen Stück. Das Spiel wird sich 2007 ein drittes und letztes Mal wiederholen.
Diese Konstruktion stellt die Familie Meinl freilich vor ein veritables Problem: Irgendwann muss sie die in der Karibik gebunkerten Papiere wieder loswerden, und wenn möglich ohne Verlust. Das aber setzt einen stabilen Börsenkurs der MEL voraus.

2006 funktioniert das Spiel: Der Wert der MEL-Papiere klettert im Jahresverlauf von rund 15 Euro auf knapp unter 20 Euro je Stück. MEL und Somal lukrieren durch den Wiederverkauf der Zertifikate fette Gewinne: die eine fast 20 Millionen Euro, die andere 26,7 Millionen. Und die Meinl Bank? Kassiert alleine für eine dritte MEL-Kapitalerhöhung 99,73 Millionen Provision.

2007 gerät alles außer Kontrolle. Die Subprime-Krise in den USA lässt die Immobilienaktien purzeln. Zwischen Frühjahr und Sommer 2007 kauft die Meinl Bank auf MEL-Rechnung heimlich 88,8 Millionen Zertifikate zu überhöhten Preisen vom Markt. Dafür werden Investorengelder in der Höhe von 1,8 Milliarden Euro herangezogen. Auch die damit gekauften Papiere landen in der Karibik – und sollen in der Folge schrittweise wieder am Markt platziert werden. Aber das klappt nicht mehr. Somal bleibt wegen des Kursverfalls auf 75 Millionen Zertifikaten sitzen. Zur Veranschaulichung: Das ist ein Viertel aller bis dahin ausgegebenen MEL-Papiere.

2007 ist auch das Jahr, in dem Meinl zwei weitere Unternehmen an die Börse bringt: MAI und MIP, Letztere prominent beworben durch den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Sowohl mit MAI als auch MIP versucht Meinl, das Geschäftsmodell MEL zu kopieren. Zeitweise erwirtschaftet die Meinl-Bank-Gruppe aus den Geschäften der drei über 80 Prozent ihrer Betriebserträge. Die Nationalbank wird in ihrem Prüfbericht später feststellen, dass mehr als hunderttausend Meinl-Investoren in Österreich und anderswo „systematisch und ohne ihr Wissen“ Risiken ausgesetzt waren, die 2007 tatsächlich schlagend wurden.

Randnotiz. Im MEL-Halbjahresbericht 2007 finden sich dazu nur ein paar lapidare Sätze: „Zum 30. Juni 2007 hat die Gesellschaft insgesamt 52.315.000 an der Wiener Börse gelistete Zertifikate, welche Aktien der Gesellschaft vertreten, zurückerworben“, heißt es dort auf Seite 11.
Jetzt platzt die Blase.

Der Aktienkurse der MEL gehen steil nach unten, Analysten stufen die MEL-Aktie als einzigen Wiener Immobilien-Titel auf „Verkaufen“, sodass die Uni-Credit Anlegern dringend einen Umstieg nahelegt. Nun verlieren die ersten Mitarbeiter der Immobiliengesellschaft die Nerven. Unter anderen verlässt Vorstand Johann Mantler fluchtartig das Unternehmen. „Die Substanz des Unternehmens stimmt. Daher braucht man sich um die Meinl-Aktie keine Sorgen machen“, beschwichtigt Grasser. Der Kurssturz sei bloß eine „irrationale Übertreibung der Märkte“.

Ganz anders schätzt der aus der MEL ausgeschiedene Unternehmenssprecher Francis Lustig die Sache ein: „Kollege Mantler und ich legen Wert auf die Feststellung, dass wir zurückgetreten sind. Wir haben dies getan, weil wir die aus unserer Sicht völlig sinnlose Rückkaufaktion nicht mittragen konnten“, sagt er bereits im September 2007 gegenüber profil. Wenig später enthüllt profil, dass die Finanzmarktaufsicht FMA wegen Marktmanipulation, Verletzung der Publizitätspflichten und möglicherweise irreführende Angaben im Kapitalmarktprospekt gegen die MEL ermittelt. Wenige Tage später kündigt die Nationalbank eine Sonderprüfung der Meinl Bank an.

Im Dezember 2007 wendet sich die FMA an die Staatsanwaltschaft. Ende des Monats sind auch bei Julius Meinl V. erste Fluchtreflexe zu bemerken: Er zieht sich aus dem Management der Meinl Bank zurück und wird Aufsichtsratsvorsitzender. Die Bilanz des Bankhauses für das Jahr 2007 muss er damit nicht mehr unterschreiben. Die Höhe seiner Gage bleibt aber, wie profil aus dem Aufsichtsratsprotokoll zitiert, unverändert – weil er künftig den Vorstand beraten soll. Als Vorstandsvorsitzender der Meinl Bank hatte Julius Meinl im Jahr 2006 knapp mehr als drei Millionen Euro verdient und war damit Österreichs bestbezahlter Bankmanager. Mitte Jänner 2008 liegt der Staatsanwaltschaft der Rohbericht der Nationalbank über die Meinl Bank und die MEL vor. Weil MEL auf Jersey domiziliert war, schaltet die FMA in Wien nun ihr lokales Pendant, die Jersey Financial Services Commission, ein. Die Erhebungen gegen Julius Meinl V. und Konsorten sind also voll im Gange.

Im Februar 2008 steigen die Anleger auf die Barrikaden. Sie drohen mit Schadenersatzklagen. Der Kurs der MEL-Zertifikate ist mit knapp acht Euro mittlerweile meilenweit von jenem entfernt, zu dem MEL die Titel vom Markt geholt hat, nämlich um 20 Euro pro Stück. Diese Gemengelage – aufgebrachte Aktionäre und der fragliche Wert der Gruppe – erschweren den bereits seit Monaten geplanten Verkauf der MEL. Kolportierte Investoren, unter ihnen große Namen wie Goldman Sachs, HSBC, Apollo oder Blackstone, sind offenbar nicht wirklich interessiert. Im März schließlich wird verlautbart, die israelische Immobiliengruppe Gazit Globe und der US-Fonds Citi Property Investors wollten sich bei MEL einkaufen.

Im Mai publiziert profil die noch unter Verschluss gehaltenen MEL-Geschäftszahlen für 2007. Sie sind eine Ohrfeige für die geprellten Anleger. Ausgerechnet in dem für sie so katastrophalen Jahr musste die Immobiliengruppe MEL „Provisionen“ und „Gebühren“ von insgesamt 160 Millionen Euro an die Meinl Bank abführen. Das war der höchste Betrag in der Geschichte von Meinl European Land – und andererseits mehr, als die Immobiliengesellschaft Gewinn nach Steuern ausweisen konnte (154,6 Millionen Euro). Es passt ins Bild, dass Karl-Heinz Grassers „Managementgesellschaft“ MPM im Jahr zuvor 3,3 Millionen Euro von Meinl International Power kassierte – für nur fünf Monate Arbeit. Nun geht der Interessenverband MEL-geschädigter Anleger in die Offensive. Sie zeigen die Organe der Immobiliengesellschaft in Wien und auf Jersey wegen mutmaßlicher Untreue an.

Währenddessen laufen die Ermittlungen auch in Österreich weiter. Ehemalige Mitarbeiter der MEL werden einvernommen, die Fahnder dringen immer weiter in das undurchsichtige Finanzdickicht vor. Gleichzeitig versucht Meinl, die Berichterstattung über seine Bank mit juristischen Mitteln massiv zu behindern. Er zeigt etwa die Finanzmarktaufsicht wegen Bruchs des Amtsgeheimnisses an, um herauszufinden, wie Informa­tionen an die Medien gelangt sein könnten. profil wird von Meinl mehrmals vor den Kadi gezerrt. Unter anderem reicht der Multimillionär Klage ein, weil durch die Publikation des Namens seiner Wohnstraße (ohne Hausnummer) seine Privatsphäre verletzt worden sei.

Klagsflut. Julius V. sieht sich gerne in der Opferrolle. Als profil im August 2008 – unter Verweis auf einen Gauakt aus dem österreichischen Staatsarchiv – über eine Papierfabrik berichtete, die der Meinl-Konzern gemeinsam mit dem NS-Blutordensträger Fritz Hamburger 1939 arisiert hatte, ließ der Bankier damals über seine Anwälte ausrichten, man sei „tief betroffen“; die Meinls gehörten doch „zu den Verfolgten des Nazi-Regimes und nicht, wie von Ihnen unterstellt, zu dessen Profiteuren“.

Wahr ist beides. Das hatte sogar sein Vater Julius IV. in einem seiner raren Interviews gegenüber profil bestätigt. Freidenker Julius III., verheiratet mit einer Jüdin, wurde nach dem Anschluss zum Volksfeind erklärt. Er emigrierte mit seiner Familie nach Großbritannien. Vater Julius II. blieb und führte das Unternehmen unter der NS-Herrschaft zu neuer Größe. Auch den Warenabsatz kurbelte die NS-Herrschaft kräftig an: Viele kleine Händler wurden gezwungen, Meinl-Waren zu beziehen. Meinl versorgte die Wehrmacht, Meinl wurde in das NS-Bewirtschaftungssystem einbezogen, Meinl stellte bei Festen der NS-Elite das Catering. Im Sommer 1940 beantragte Julius II. die Aufnahme in die NSDAP. Das Gesuch wurde zwar abgelehnt – Meinl könne „ausreichende illegale Betätigung nicht nachweisen“ –, einer späteren Aufnahme stünde aber nichts entgegen, wie ein Gauamtsleiter 1943 über Meinl festhält: „In politischer Hinsicht nicht besonders nachteilig in Erscheinung getreten.“ Julius IV., dessen Vater vor den Nazis nach England geflohen war, sagte im profil-Interview 2007: „Meinem Großvater war ja im NS-Verständnis politisch kein Vorwurf zu machen.“ So offenherzig sein mittlerweile verstorbener Vater sogar über braune Flecken in der Familie plauderte, so sehr ist Meinl V. bedacht, jegliche negative Berichterstattung abzublocken.

In allen Fällen blitzt Meinl vor Gericht ab. Drei Klagen sind letztinstanzlich abgewiesen, bei einem Begehren auf Gegendarstellung wurde profil in erster Instanz Recht gegeben, die Berufung läuft noch. Auslöser der letzten Klage war die Publikation des streng unter Verschluss gehaltenen Nationalbankberichts zur MEL, also des Schlüsseldokuments zur Affäre. Im Juli 2008 war es profil als einzigem Medium gelungen, das Papier aufzutreiben und damit der Öffentlichkeit erstmals einen Überblick über die Erkenntnisse der Fahnder zum Finanznetzwerk von Meinl Bank und MEL zu geben.

Die Conclusio des Berichts: Kleinanleger finanzierten unwissentlich die privaten Millionen-Spekulationen der Familie Meinl, und der eigene Aufsichtsrat war nur rudimentär informiert. Am 18. Februar dieses Jahres dämmerte Julius Meinl wohl erstmals, dass die Justiz Ernst macht: Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft finden an 13 Standorten Hausdurchsuchungen statt. Drei Staatsanwälte und 60 Beamte durchkämmen neben Büroräumlichkeiten auch Wohnungen in Österreich und Pressburg, stellen Unterlagen sicher und durchforsten Datenträger. Wie der „Standard“ berichtet, werden dabei nicht weniger als 70.000 E-Mails und interne Korrespondenzen sichergestellt. Seitens Meinls wird die Razzia als „medienwirksame Aktion“ abgekanzelt.

Zuständigkeiten. Doch den Behörden geht es um den Beweis, dass die Meinl Bank jederzeit Kontrolle und Information über das Vorgehen bei MEL gehabt hat. Julius Meinl hat stets geleugnet, damit etwas zu tun gehabt zu haben. „Ich bekleide bei MEL keine Funktion. Ich führe eine Bank und kein Immobiliengeschäft. Daher konnte die Meinl Bank den Zertifikatsankauf weder anordnen noch orchestrieren“, hatte er in einem profil-Interview 2007 ­behauptet.

Dennoch: Die Einschläge kommen näher. Vergangene Woche, fast eineinhalb Jahre nach Auffliegen der Affäre, wird Julius Meinl V. zu einer ersten Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft gebeten. Zuvor sind ihm von der Anklagebehörde mehrere ­Termine angeboten worden. Meinl entscheidet sich für den 2. April, die Ladung wird kurzfristig einen Tag vorverlegt.

Vielleicht ist es das Entgegenkommen der Behörden, das dazu führt, dass er sich in Sicherheit wiegt. Zudem hat die Staatsanwaltschaft in den Tagen und Wochen zuvor mehrfach versichert, dass ihm keine Verhaftung drohe. Als Meinl am Mittwochnachmittag der vergangenen Woche von seiner Villa im Wiener Nobelbezirk Döbling zum Wiener Landesgericht für Strafsachen aufbricht, rechnet er damit, lediglich ein paar Stunden dort zu verbringen. Doch dann zieht sich das Verhör beunruhigend lange hin. Auf der einen Seite: Meinl und seine Advokaten Christian Hausmaninger, Herbert Eichenseder und Ernst Schillhammer. Auf der anderen: Staatsanwalt Markus Fussenegger und Gerichtsgutachter Thomas Havranek. Das Gespräch, da stimmen die Schilderungen beider Seiten überein, verläuft zivilisiert und äußerst höflich. Doch je länger der Tag, umso bohrender die Fragen über MEL. Während Julius V. im Grauen Haus um seine Freiheit redet, machen draußen erste Gerüchte die Runde. Der Banker werde heute wohl nicht mehr heimgehen, heißt es.

Überweisung. Gegen 21 Uhr bewahrheitet sich diese Vermutung. Staatsanwalt Fussenegger erlässt – für die Meinl-Seite völlig überraschend – Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Die Anwälte haben bereits die Mäntel übergezogen, als Fussenegger noch einmal das Wort ergreift: „Jetzt kommen wir zum unangenehmen Teil. Sie bleiben hier.“ Wenig später betreten Beamte der Bundespolizeidirektion Wien das Vernehmungszimmer und führen Meinl ins Gefangenenhaus Josefstadt ab. Zu diesem Zeitpunkt kennen die Anwälte des Bankiers bereits die Höhe der von der Staatsanwaltschaft geforderten Kaution.

Während sie das Geld aufzutreiben versuchen, verbringt der Milliardär die Nacht in einem kargen Verwahrungsraum. In der Früh fasst er Zahnbürste, Zahnpasta und Seife aus. Dann wird er in eine 2-Mann-Zelle verlegt. Am Donnerstag, 2. April 2008 um 15 Uhr verhängt der Haftrichter formell Untersuchungshaft über den 49-Jährigen. 54 Minuten später treffen 100 Millionen Euro von der Liechtensteiner Centrum Bank am PSK-Konto 5460.016 ein, der Bankverbindung der Verwahrungsstelle des Oberlandesgerichts Wien. Das Gericht wird wohl entscheiden, dass es bis auf Weiteres „fruchtbringend“ angelegt wird. Das heißt wahrscheinlich: täglich fällig, mit mageren 1,75 Prozent verzinst.

Der Strafprozessordnung nach hätte Meinl die Kaution auch anders erlegen können: etwa in „mündelsicheren Wertpapieren, nach dem Börsenkurs des Erlagstags berechnet“. Zertifikate der MEL wären insofern kaum infrage gekommen.

http://www.profil.at/articles/0914/560/238513/julius-meinl-v-tiefpunkt-rekordkaution-unte rsuchungshaft-ausreiseverbot

  

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Ex-MEL-Sprecher Lustig: Habe Meinl gewarnt
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.09 13:13)

WIEN. Der ehemalige Unternehmenssprecher der Meinl European Land (MEL, heute Atrium European Real Estate), Francis Lustig, hat nach eigenen Angaben Julius Meinl V. anlässlich des umstrittenen Rückkaufs eigener MEL-Zertifikate gewarnt. Belastet habe er den damaligen Chef der Meinl Bank bei seiner Zeugenvernehmung aber nicht, erklärt Lustig gegenüber dem „Standard“ (Wochenendausgabe). Lustig hatte im August 2007 nach fünfjähriger Tätigkeit seine Funktion als MEL-Unternehmenssprecher abrupt beendet.
Er habe bei seiner Zeugenvernehmung Meinl nicht belastet, sondern erzählt, was er als MEL-Pressesprecher im August 2007 erlebt und getan habe. „Damals habe ich erfahren, dass die MEL eigene Zertifikate im Wert von 1,8 Mrd. Euro zurückgekauft hat, dieses Ausmaß hat mich schockiert. Der Kauf eigener Zertifikate war laut Prospekt erlaubt; aber mit dieser Reduktion des Eigenkapitals hat man der MEL jede Perspektive genommen“, so Lustig zum „Standard“. Damals habe er Meinl auch gesagt, „dass das zum Problem werden wird, und auch, dass die Immobilienpreise im Osten sinken würden. Er hat gemeint, dass man mit solch negativer Einstellung kein Unternehmer sein kann. Nach einer Woche habe ich dann den Job quittiert“. Meinl habe darauf „menschlich enttäuscht“ reagiert.

Warum der massive MEL-Zertifikate-Rückkauf getätigt wurde, ist für Lustig offenbar nicht klar: „Welcher Teufel da wen geritten hat, möchte ich auch wissen, denn die Aktion war wirtschaftlich völlig sinnlos. Angenommen, man hätte nicht rückgekauft, wäre der Kurs halt weiter gefallen, das tat er sowieso. Aber dann hätte die MEL wenigstens das Cash gehabt. Laut Prospekt durfte man 30 Prozent vom Gesamtkapital zurückkaufen, diese Schranke war, wie ich im Nachhinein hörte, im Juli 2007 erreicht. Fast ein Drittel des Kapitals war damit verpulvert.“

Er selber sei kein Jurist und auch nicht im Vorstand oder Aufsichtsrat der MEL oder der Meinl Bank gesessen, so Lustig. Für ihn sei ausschließlich die wirtschaftliche Betrachtungsweise ausschlaggebend gewesen. Julius Meinl habe die Rückkaufaktion nicht beunruhigt, „er war jedenfalls ganz ruhig“. Ob Julius Meinl V. die Transaktionen in dem Firmengeflecht selbst angeordnet hatte lässt Lustig offen: „Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei und kenne auch die Verträge zwischen Managementgesellschaft Mere (die MEL-Managementgesellschaft, Anm.) und Meinl Bank nicht“, so der ehemalige MEL-Unternehmenssprecher.

Auch die „Presse“ (Samstagausgabe) hat mit Lustig gesprochen: Er könne die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft schwer einschätzen. „Die Mischung zwischen Jersey- und österreichischem Recht ist höchst kompliziert, ich bin kein Jurist und kann das nicht beurteilen“, Seine Zeugenaussage, die schon vor vier Wochen stattgefunden hat, sei jedenfalls nicht ausschlaggebend für die Verhaftung Meinls gewesen, betont der frühere langjährige Sprecher gegenüber der „Presse“

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,142001

  

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Meinl Bank zu Lustig:
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.09 16:30)

Meinl Bank zu Lustig: Rückkauf aus damaliger Sicht von MEL wirtschaftlich begründet - Analysten sahen Kursziel von bis 28 Euro
Utl.: Bericht der Schweizer SonntagsZeitung entbehrt jeder Grundlage
- kein Privatjet in Wien bereitgestanden

Wien (OTS) - Zur Aussage des früheren MEL-Sprechers Francis
Lustig, die Rückauf von MEL-Zertifikaten durch die Gesellschaft
selbst sei "wirtschaftlich völlig sinnlos" gewesen, weist die Meinl
Bank darauf hin, dass damals, im Frühjahr und Frühsommer 2007, die
Mehrzahl der Analysten von weiterhin steigenden Immobilienpreisen in
Osteuropa und auch von einem steigenden Kurs der MEL ausgegangen
sind. In den Analysen war von einem Kursziel von bis zu 28 Euro die
Rede. Auch der auf den damaligen Bewertungsgutachten beruhende innere
Wert der Gesellschaft lag deutlich ueber dem durschnittlichen
Rückkaufspreis von rund 20 Euro. Insofern war der Rückkauf aus
damaliger Sicht der MEL durchaus wirtschaftlich begründet. Meinl
Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Hätten sich die Märkte, wie von den
meisten, unter anderem dem damaligen US-Finanzminister Henry Paulsen,
noch im August 2007 prognostoziert, wieder erholt, wären die
MEL-Anleger mit einem hohen Gewinn aus dem Rückkauf ausgestiegen.
Herr Lustig hat die Entwicklung der Märkte damals offenbar besser
eingeschätzt als selbst der US-Finanzminister und die internationalen
Analysten. Aber nachher ist man immer klüger."

Zur Darstellung Lustigs, er habe Julius Meinl gewarnt, hält die
Meinl Bank fest, dass die Entscheidung zum Rückkauf letztlich das
Board der MEL getroffen hat. Die Meinl Bankhabe den Rückkauf im
Auftrag der MEL durchgeführt.

Kein Privatjet in Wien, keine Flucht geplant

Ein Bericht der Schweizer SonntagsZeitung, für Julius Meinl sei
ein Privatjet in Wien bereitgestanden, entbehrt jeder Grundlage. Der
genannte Privatjet befand sich vergangene Woche nicht in Wien,
sondern in Reparatur und war auch gar nicht einsatzbereit.

Julius Meinl hat zu keinem Zeitpunktgeplant, sich den Ermittlungen
zu entziehen. Vielmehr hat er stets seine Bereitschaft erklärt, zu
behoerdlichen Terminen zu erscheinen. So hat er beispielsweise am 16.
März einer Zeugenladung vor dem Handelsgericht Wien Folge geleistet.
Auch zur Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft Wien am vergangenen
Mittwoch ist er freiwillig und in der Absicht erschienen, durch seine
Aussage zur Aufklärung der Vorwürfe beizutragen.

Auch besitzt Julius Meinl entgegen dem Bericht der
SonntagsZeitung keine Vermögenswerte in der Schweiz. Die im Bericht
erwähnte Citation S.A. ist eine Tochter der Meinl Bank, die seit 25
Jahren als Vermögensverwaltung in Zürich tätig ist.

Rückfragehinweis:
Meinl Bank AG
Langsner@meinlbank.com

  

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RE: Meinl Bank zu Lustig:
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.09 18:38)

Wahr ist vielmehr, dass Schwechat nicht zu Wien gehört, und vom Zentrum Wiens kann es zu den Hauptverkehrszeiten weit über eine Stunde dauern, bis man am Flughafen eintrifft. Nicht grad angenehm, wenn hinter einem die Sirenen heulen und das Blaulicht blinkt.

Und wenn der auf den damaligen Bewertungsgutachten beruhende innere
Wert der Gesellschaft deutlich ueber (warum kein "ü"? Ist der Textbaustein auf einer nicht deutschsprachigen Tastatur vorgefertigt worden?) dem durchschnittlichen Rückkaufspreis lag, also der Rückkauf aus damaliger Sicht der MEL durchaus wirtschaftlich begründet schien, wenn sich laut Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl die Märkte, wie von den meisten noch im August 2007 prognostoziert, wieder erholt hätten und die MEL-Anleger mit einem hohen Gewinn aus dem Rückkauf ausgestiegen wären, warum haben dann andere Firmen, die genauso überzeugt waren, dass die Börse ihren inneren Wert sträflich missachtet, ihre Aktien nicht raufgekauft?

Head hatte auch mal einen Buchwert von 5 Euro, warum ist der ausgefuchste Eliasch nicht auf die Idee gekommen, die Head sich selbst kaufen zu lassen? Webfreetv hat damals von einer rosigen Zukunft geträumt, warum haben sie sich nicht selbst gekauft? Voestalpine hat damals super Gewinne gemacht, warum haben sie den Markt nicht mit ihrem Geld überflutet, um die Aktie in lichte Höhen zu heben?

Weil es nicht marktkonform ist, wenn sich der Eigentümer einmischt und sich die Kurse selbst hinzimmern will. Der Markt hat immer recht. Aber das, was der Eigentümer mit dem Aktienkurs will, das funktioniert vielleicht kurze Zeit, der Eigentümer ist aber nicht der Markt, sondern eben nur ein kleiner Teil des Marktes.

Und eine Firma sich selbst kaufen zu lassen, nur um den Kurs zu heben und den inneren Wert pro Aktie angeblich zu steigern, das ist sowieso total pervers. Wir zahlen sie, dass sie was hackeln, und nicht dass sie mit eigenen Aktien herumspielen.

  

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RE: Meinl Bank zu Lustig:
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.09 20:18)

>das ist sowieso total pervers. Wir zahlen sie, dass sie was
>hackeln, und nicht dass sie mit eigenen Aktien herumspielen.

Jetzt nicht auf Meinl bezogen - es kann durchaus Zeiten geben wo
das beste mögliche Investment die eigenen Aktien sind. Siehe z.B.
BDI Biodiesel, deren Aktien deutlich unter Cash/Aktie notieren.

  

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RE: Meinl Bank zu Lustig:
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.09 21:36)

Möglich. Mit Sicherheit kann man nie sagen, wann der Boden gefunden ist. Ich erinnere mich, wie man bei der letzten oder vorletzten HV z.B. dem Petrikovics vorgeworfen hat, dass er nicht zu so extrem günstigen Immoeast-Kursen nachkauft.

Dann ist´s weiter runter gerumst, und weiter, und weiter ...

Man muss da ganz klar auch das Klumpenrisiko sehen: Wenn sich der J&S an einem Klumpen in seinem Depot verschlucken kann, der 2/3 des Depotwerts ausmacht, so kann´s die AG selbst mit ihrem eigenen Klumen bei 1/1 des Depotswerts umso eher. Selbst wenn sie die eigene Firma angeblich besser kennt als der J&S seine Beteiligung: Papier ist ja bekanntlich extrem geduldig.

Das Perverseste an der Meinlschen Rückkaufperversion ist, dass er zu extrem hohen Kursen (er meint: eh billig im Verhältnis zum wahren Wert) zurück gekauft hat. Z.B. gleich unmittelbar nach KE zu höheren Kursen, als die Aktien ausgegeben worden sind!

Wenn man bei BDI Biodiesel über einen Rückkauf (Details kenne ich nicht, ich maße mir da also kein Urteil an) zumindest nachdenken darf, so verbietet sich meiner Meinung nach ein Rückkauf auf einem Niveau, wo er einzig zum "Raufkaufen" dient.

Rückblickend sind wir noch gescheiter: Auch ein MEL-Rückkauf bei 10 Euro und 5 Euro wäre viel zu teuer gewesen!

  

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Die vielen Gesichter des "Fünfers"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.09 23:02)

Es dauerte fast 150 Jahre, um aus einem Lebensmittelgeschäft am Wiener Fleischmarkt ein Imperium mit Kaffee-Rösterei und mehr als 1000 Lebensmittel-Filialen in ganz Europa aufzubauen.

Es dauerte wenige Jahre, um das Meinl-Netzwerk auf einen Gourmettempel, eine Bank in der Wiener City und drei börsenotierte Firmen zu reduzieren. Es dauerte nur 54 Minuten, um wegen eben dieser Firmen 100 Millionen Euro Kaution auf das Gerichtskonto zu transferieren.

Zwei Nächte lang saß Julius Meinl V. in Untersuchungshaft, ehe er Freitagmittag entlassen wurde. "Ginge es nach meinem Mandanten, ist er am Montag wieder in der Bank", so sein Anwalt Herbert Eichenseder. "Ich würde ihm aber raten, sich auf eine Alm zurückzuziehen."

Wo sich Julius Meinl tatsächlich aufhält, ist ungewiss. Seine Ehefrau Franziska hüllte sich schon während der U-Haft in Schweigen. Auf KURIER-Anfrage erklärte sie: "Dazu kann ich überhaupt nichts sagen. Das muss man doch verstehen."

Fest steht, dass der einst prestigeträchtige Familienname Meinl durch die kurzzeitige U-Haft endgültig an Reputation verloren hat.

» Reaktion: Meinl: Staatsanwalt ermittelt gegen zehn Personen
Lack ab
Meinl darf wieder in sein Grinzinger HerrschaftshausVom Glanz des einst schillernden Bankiers und begehrten Gastes am Society-Parkett ist keine Rede mehr. Dabei war Julius V. von Geburt an ein Leben mit livriertem Personal, bester Erziehung und kolportierten zwei Milliarden Euro Familien-Vermögen vergönnt.
"Der Fünfer", wie man ihn in Adels- und Industriellen-Kreisen gerne nennt, wird am 9. Juli 1959 in London geboren, wohin seine Eltern vor den Nazis geflohen waren. Britisch ist daher nicht nur sein Pass, sondern auch seine Etikette. Als Kind wird er von einem Chauffeur und einem Leibwächter zur Schule gebracht und trägt weiße Handschuhe. Zu Hause pflegt man noble Zurückhaltung und legt Wert auf salonfähigen Sport wie Reiten und Jagen, dem man mit Gleichgesinnten am Landsitz in Somerset nachgeht.

Meinl genießt eine zweisprachige Erziehung und legt sich in London, New York und St. Gallen sein Finanz-Know-how zu. Bereits mit 23 nennt der clevere Yuppie, der maßgeschneiderte Anzüge trägt, eine Bank und einen dunkelgrünen Ferrari sein eigen. Ganz im Gegensatz zu seinem Vater, Julius IV., einem bescheidenen, sozial engagierten Patriarchen, pflegt er das Image des beinharten und scharfsinnigen Geschäftsmannes. Schon als Twen macht er mehr Gewinn als der restliche Meinl-Konzern.

» Kommentar: Es geht um mehr als um die 100 Millionen

"Spengi"
Mitte der 80er-Jahre kommt der sonst so distinguierte Julius V., damals sehr verliebt in das Fotomodell Franziska Preuschl von Haldenburg, genannt "Spengi", in die Klatschspalten. "Die oder keine", sagt er vier Jahre lang, ehe sie ihm das Eheversprechen gibt. Am 16. August 1985 lässt er seine schwangere Verlobte am Telefon wissen: "Die Hochzeit kann am 14. September nicht stattfinden." Gerüchten zufolge ist Meinls Familie gegen die Verbindung. Die Mutter der Braut schaltet nach dieser Demütigung und der Absage an 600 Hochzeitsgäste einen Anwalt ein.

Der Advokat bereitet eine Klage wegen Verführung, Verlöbnisbruchs und Nichteinhaltens eines Eheversprechens vor. Man einigt sich und heiratet. Über seine Ehe mit "Spengi" meint "der Fünfer" in einem KURIER-Interview trocken: "Ich glaube immer noch an eine Aufgabenverteilung, die es schon in der Steinzeit gab." Die als perfekte Gastgeberin bekannte "Spengi" bezeichnete ihre Rolle so: "Kochen, mich nicht wichtig machen, nicht lügen, herzlich sein."

» Hintergrund: 100 Millionen Euro für die Freiheit
Noblesse oblige
Bei ihren Partys gibt sich das Who's who der feinen Gesellschaft ein Stelldichein: Belvedere-Chefin Agnes Husslein, Kunst-Mäzenin Francesca Habsburg und Opernball-Lady Desirée Treichl-Stürgkh.

Spengis Mann kümmert sich indes ums Business. Und das lange Zeit sehr erfolgreich. 2000 steigt Meinl aus dem Lebensmittelhandel aus und ganz ins Bankgeschäft ein - gegen den Willen des Vaters. Statt wie bisher nur auf betuchte Kunden zu setzen, sucht die Wiener Privatbank die breite Masse. Aus 2500 Kunden werden 50.000.

Das Geld fließt in Strömen. Laut Format hat die Bank in den vergangenen fünf Jahren 700 Millionen Euro verdient. Selbst im Krisenjahr 2007 werden 70 Millionen Euro Dividende an die Familie ausgeschüttet. Julius V. gilt als bestbezahlter Aufsichtsrat des Landes.

Zeit ist Geld. Und Meinl zeigt gern, was er hat. Er bevorzugt Chateau Mouton Rothschild aus der Magnumflasche und Kaviar, "Osietra, natürlich" . Von der Bank am Stephansplatz zum Meinl am Graben lässt er sich im Bentley chauffieren. Sollte es regnen, hält man ihm den Schirm und trägt seine Aktentasche. Am steirischen Familiensitz in Lehenshofen frönt er seiner Auto-Leidenschaft in Form einer Ferrari-Sammlung.

Wenn es noch schneller gehen soll, nimmt er einfach den Privatjet Falcon 2000, der stets vollgetankt auf ihn wartet. Im Gegensatz zu anderen Clans wie Swarovski, Stumpf & Co. verleiht Meinl den Flieger nicht weiter.

» Video: KURIER Analyse zum Meinl-Skandal
Treffpunkt Yacht
Auf Meinls Yacht hingegen trifft man sich gerne. Im August 2005 etwa schippert er mit Freund Karl-Heinz Grasser, Fiona Swarovski und Investmentbanker Wolfgang Flöttl die kroatische Küste entlang.

Damals scheint die Sonne noch über dem Meinl-Imperium. Im Sommer 2007 braut sich ein Gewitter rund um die börsenotierten Firmen Meinl European Land , Meinl international Airports und Meinl International Power zusammen. Tausende Anleger fühlen sich geprellt, der Staatsanwalt wittert "gewerbsmäßigen Betrug". Meinl-kritische Berichterstattung bekämpft Julius V. jedoch mit einer Heerschar an Anwälten, die klagen.

Mitte Februar 2009 stürmen schließlich 60 Polizisten und drei Staatsanwälte die Meinl Bank am Bauernmarkt 2 und schleppen kiloweise Akten aus dem Gebäude, ehe am 1. April um 21 Uhr ein Haftbefehl wegen "Fluchtgefahr" erlassen wird.

Vor Jahren fragte ein Grenzbeamter Julius V. bei einer Passkontrolle angeblich: "Julius Meinl? Sie gibt's also wirklich?" Spätestens jetzt kennt ihn jeder.

http://www.kurier.at/nachrichten/308601.php

  

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Neid ? witzig
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 08:03)

>Bereits mit 23 nennt der clevere Yuppie, der maßgeschneiderte
>Anzüge trägt, eine Bank und einen dunkelgrünen Ferrari sein
>eigen.

>Er bevorzugt Chateau Mouton Rothschild aus der Magnumflasche und Kaviar, "Osietra, natürlich" . Von der Bank am Stephansplatz
>zum Meinl am Graben lässt er sich im Bentley chauffieren.
>Sollte es regnen, hält man ihm den Schirm und trägt seine
>Aktentasche. Am steirischen Familiensitz in Lehenshofen frönt
>er seiner Auto-Leidenschaft in Form einer Ferrari-Sammlung.
>
>Wenn es noch schneller gehen soll, nimmt er einfach den
>Privatjet Falcon 2000.
-----------------------------

Das liest sicher jeder gern, der Julius Meinl so manches neidig ist. MMn offenbaren solche Geschreibsel mehr über den Charakter des Journalisten als über das Sittenbild eines reichen Menschen.

Wer jemals schon in einem Ferrari gefahren, eine 500€-Flasche Mouton getrunken, teuren Kaviar genossen, und im Privatjet mitgeflogen ist weiss dass nicht alles Gold ist das glänzt.

Vom Ferrarifahren hatte ich Kreuzschmerzen, vom ungewohnt schweren Mouton Kopfweh, der klibbrige Kaviar löste bei mir Brechreiz aus und für meine Flugangst waren die starken Turbulenzen Gift.

Was daran besonders erstrebenswert möchte ich wissen. Verbunden mit der wahrscheinlich permanenten Angst das alles verlieren zu können, möchte ich keinesfalls mit ihm tauschen. Die unbezahlbaren Dinge sind es doch die wirklich zählen.


  

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RE: Neid ?
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 08:31)

Mit ihm tauschen ?

Na dann erst mal zum Friseur - dann ein bissi Ferrari fahren - dann ein bissi mit dem Heli fliegen und dann ab mit dem Jet nach Uruguay, falls das stimmt, mit den Ländereien dort.

  

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RE: Neid ?
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 08:32)

>Wer jemals schon in einem Ferrari gefahren, eine 500€-Flasche
>Mouton getrunken, teuren Kaviar genossen, und im Privatjet
>mitgeflogen ist weiss dass nicht alles Gold ist das glänzt.
>
>Vom Ferrarifahren hatte ich Kreuzschmerzen, vom ungewohnt
>schweren Mouton Kopfweh, der klibbrige Kaviar löste bei mir
>Brechreiz aus und für meine Flugangst waren die starken
>Turbulenzen Gift.

Mouton und Kaviar ok, aber an die beiden anderen Punkte könnte ich
mich schon gewöhnen

  

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RE: Neid ?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 09:31)

Vom Ferrarifahren hatte ich Kreuzschmerzen, vom ungewohnt schweren Mouton Kopfweh, der klibbrige Kaviar löste bei mir Brechreiz aus und für meine Flugangst waren die starken Turbulenzen Gift.

So zart besaitet??? Ja das Leben kann grausam sein

  

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RE: Neid ? witzig
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 09:37)

>So zart besaitet??? Ja das Leben kann grausam sein

Also noch nicht ausprobieren können?!! Ja das Leben kann grausam sein.

  

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RE: Neid ?
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 09:54)

>>So zart besaitet??? Ja das Leben kann grausam sein
>
>Also noch nicht ausprobieren können?!! Ja das Leben kann
>grausam sein.


Okay ich geb es ja zu. Ihr habt mich erwischt: mit Kreuzweh stieg ein Freund aus dem Ferrari, der stieg schon mit Kreuzweh ein. Dass Kaviar klibbrig ist habe ich gegoogelt, der Mouton war ein Zweigelt von Lenz-Moser und Flugangst haben klingt halbwegs intellektuell.

Aber einen Versuch mich gut dastehen zu lassen war es wert

  

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RE: Neid ?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 10:07)

Beim Billa gibt´s ab und zu gratis Kaviar:

Nimmst Dir ein Glas, gehst zur Kassa und sagst "Frisch oder gratis", dann gebens Dir ein frisches.

Aber einen Verhackert-Aufstrich nehm ich lieber

  

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Anleger wollen Meinl-Kaution "einfrieren" lassen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 10:32)

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/369184/index.do?_vl_backlink=/ho me/index.do&_vl_pos=2.2.DT

Die Anlageaffäre rund um die Immobilienholding Meinl European Land (MEL) und die Meinl-Gruppe gewinnt an Brisanz. Franz Kallinger, Vorstand des Prozessfinanzierers AdvoFin, und Anlegeranwalt Ulrich Salburg holen zu einem rechtlichen Schlag im Namen von rund 3200 mutmaßlich geschädigten MEL-Anlegern gegen Julius Meinl V. aus.

Einstweilige Verfügung

Heute Früh stellt Salburg beim Bezirksgericht Wien-Döbling einen Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung zur Sicherstellung der Meinl- Kaution für etwaige Ansprüche der geschädigten MELAnleger. Es wird beantragt, der Republik Österreich zu verbieten, "den auf einem Konto des Oberlandesgerichts Wien eingegangenen Kautionsbetrag freizugeben oder an Julius Meinl auszuzahlen oder über diesen Betrag zu verfügen". Aufgrund der hohen Gerichtsgebühren wird vorerst nicht die Sicherung der vollen Summe von 100 Millionen € angepeilt, sondern nur in Höhe von 100.000 €. Sollte AdvoFin mit ihrem Antrag bei Gericht punkten, will Salburg einen weiteren Antrag auf Sicherstellung der gesamten Summe einbringen.

Kaution sichern

"Es gibt die rechtliche Möglichkeit, diese Kaution für Dritte, sprich für die Anleger, zu sichern", sagt AdvoFin- Chef Franz Kallinger. "Der Antrag wird auch damit begründet, dass das Geld für die Kaution von Meinl aus Liechtenstein nach Wien überwiesen worden ist, aber Liechtenstein nicht Teil der Europäischen Union ist. Für geschädigte MEL-Anleger ist es aber schwieriger, auf Gelder außerhalb der EU zuzugreifen." Neben einer detaillierten Abhandlung der MEL-Anlegeraffäre, die Mittelpunkt des Strafverfahrens ist, schießt sich Salburg auf die Vermögenssituation von Meinl ein.

Der Antrag im Detail

"Die Forderungen der MELAnleger belaufen sich auf die insgesamt gigantische Summe von mehr als 70 Millionen € und es ist nicht zu erwarten, dass in Anbetracht einer derartigen Forderungshöhe weitere Meinl zugehörige Vermögenswerte diesen Betrag abdecken können", schreibt AdvoFin-Anwalt Salburg in diesem mehrseitigen Antrag. "Unter anderem, da Julius Meinl sich vor Kurzem scheiden ließ und dessen Ex-Gattin erhebliche Vermögenswerte im Zuge der Aufteilung des ehelichen Vermögens erhielt, sodass das ursprüngliche Vermögen des Julius Meinl auch dadurch erheblich geschmälert wurde." Und weiter heißt es im Antrag: "Ohne Erlassung der begehrten einstweiligen Verfügung wäre daher davon auszugehen, dass die Hereinbringung der Geldforderung vereitelt oder erheblich erschwert würde." Insbesondere auch dadurch, behauptet AdvoFin, weil Meinl, "wie sich in der Affäre MEL gezeigt hat, sich regelmäßig Scheinfirmen und Konten in Steueroasen bedient".

Vorwürfe bestritten

Wie berichtet, bestreitet Julius Meinl, der von den Verteidigern Herbert Eichenseder, Ernst Schillhammer und Christian Hausmaninger beraten wird, alle Vorwürfe.

  

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elnser bietet 2 mille kaution
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 15:44)

WIEN. Der seit Mitte Februar 2007 wegen Fluchtgefahr in U-Haft befindliche Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner stellt neuerlich einen´Enthaftungsantrag: Für 2 Mio. Euro Kaution, der Hälfte von Elsners zur Gänze gesperrten Vermögens von rund 4 Mio. Euro, will Elsner aus der Untersuchungshaft entlassen werden, erläuterte dessen Anwalt Wolfgang Schubert heute in einer Aussendung.
Der Anwalt vergleicht die angebotene Kautionshöhe mit der 100-Mio.-Euro-Rekordkaution von Julius Meinl V. Der auf 2 Mrd. Euro
geschätzte Banker habe mit einem Zwanzigstel seines Vermögens die U-Haft abwenden können. Bei Elsner werde die U-Haft fortgesetzt, obwohl er die Hälfte seines Vermögens als Kaution angeboten habe.

„Um diese skandalöse Ungleichbehandlung zu beseitigen, wird heute der neue Enthaftungsantrag eingebracht, in dem auch schriftlich die Bereitschaft gezeigt wird, eine Kaution in Höhe von zwei Millionen Euro zu bezahlen“, so der Anwalt.

  

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Volksaktie
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 16:43)



Nach Bekanntwerden der Rückkaufaktion rasselte der MEL-Kurs in den Keller.

Julius Meinl V. hatte eine klare Vision. Und die hatte rein gar nichts mit dem Lebensmittelhandel, dem Grundstein des Familienvermögens, zu tun. Ende der neunziger Jahre gründet der Unternehmer die Immobiliengesellschaft Central European Land Limited. Das Unternehmen besitzt damals nicht viel mehr als 60 Supermärkte in Tschechien - Wert: 60 Millionen Euro. Parallel dazu beginnt der Verkauf der gesamten Lebensmittel- und Handelssparte. Im Jahr 2002 notiert die auf der Kanalinsel Jersey domizilierte und mittlerweile in Meinl European Land (MEL) umbenannte Gesellschaft erstmals an der Wiener Börse. In den Folgejahren entwickelt sich der Kapitalmarkt prächtig. MEL übernimmt reihenweise Einkaufszentren und andere Gewerbeimmobilien in Osteuropa. Finanziert wird die Einkaufstour über milliardenschwere Kapitalerhöhungen. Die Meinl-Wertpapiere werden massiv beworben und erfreuen sich im Börsenhype größter Beliebtheit unter Kleinanlegern - zehntausende zeichnen MEL-Zertifikate. Der Kurs steigt rapide. Anfang des Jahres 2007 erreicht der Wert der MEL-Papiere mit 21,33 Euro seinen historischen Höchstwert. Der Wert des Immobilienvermögens liegt mittlerweile bei rund zwei Milliarden Euro. Kurz darauf treffen die ersten Vorboten der US-Subprime-Krise auch den europäischen Immobilienmarkt. Der - ohnehin durch Stützkäufe künstlich hochgehaltene - Kurs beginnt zu fallen. Noch vor Jahresende 2007 hat sich der Börsenwert der Gesellschaft halbiert. Anfang des Jahres 2008 übernimmt ein Konsortium aus der Citigroup-Tochter CPI und dem israelischen Immobilienentwickler Gazit Globe über eine 500 Millionen Euro schwere Wandelanleihe die Kontrolle bei MEL. Die Meinl Bank erhält als Ablöse für die Managementverträge 280 Millionen Euro, einen Teil davon allerdings in MEL-Papieren.

2008 schreibt das mittlerweile in Atrium European Real Estate umbenannte Unternehmen einen Verlust vor Steuern von rund 900 Millionen Euro.

Kranke Schwestern

Meinl Airport International und Meinl International Power wurden nach dem Ebenbild der MEL geschaffen. Beide befinden sich in Auflösung.

St. Helier, Hauptstadt der Insel Jersey im Ärmelkanal. Die Anschrift "PO Box 75, 26 New Street" unter der Postleitzahl "JE4 8PP" ist Ausdruck reger Geschäftstätigkeit. An jener Adresse wurde einst nämlich nicht nur die Meinl European Land Ltd. eingetragen, sondern später auch die beiden Gesellschaften Meinl Airport International Ltd. (MAI) und Meinl International Power (MIP). Die bestechende Idee hinter den jüngeren Meinl-Schwestern: Wer erfolgreich in Immobilien anlegt, kann dies auch mit Flughäfen und im Energiegeschäft. Ähnlich wie bei MEL sollten auch MAI und MIP im großen Stil über die Wiener Börse Geld einsammeln, um in Wachstumsmärkte zu investieren. Und Meinl hatte es eilig. Die Flughafengesellschaft wagte im April 2007 den Schritt an die Börse, ohne vorher ein einziges Projekt realisiert zu haben. Getragen von der (noch) vorherrschenden Euphorie um Meinl European Land war es ein Leichtes, die 70 Millionen aufgelegten Aktien in ein Startkapital von 700 Millionen Euro umzuwandeln. Bei MIP lief die Emission deutlich schwächer. Und das, obwohl Julius Meinl mit Ex-Verbund-Chef Hans Haider einen ausgewiesenen Fachmann und mit seinem Freund Karl-Heinz Grasser ein schillerndes Aushängeschild für das Jungunternehmen engagiert hatte. Von den ursprünglich vorgesehenen 75 Millionen Stück Zertifikaten konnten nur rund 60 Millionen Stück am Markt untergebracht werden. Und das nur mit Hilfe aus der Meinl-Unternehmensfamilie. "In diesem Fall war es die JM Marketing and Trading A.V.V., die rund vier Millionen Stück (Wert damals: rund 400 Millionen Euro, Anm.) in ihren Bestand übernahm", heißt es dazu im OeNB-Prüfbericht. Vertreten wurde die ominöse JM Marketing and Trading durch einen alten Bekannten, den Meinl-Intimus Karel Römer. Der eher maue Geschäfts- und Kursverlauf von MIP musste Ex-Finanzminister Grasser nicht kümmern. Er kassierte als Eigentümer von 33 Prozent der MIP-Managementgesellschaft MPM auch so gut an den Provisionen. Allein im Jahr 2007 waren das 3,3 Millionen Euro. Zur Erinnerung: MIP ging erst im August 2007 an die Börse und war davor quasi inexistent. Kein schlechter Verdienst für fünf Monate.

Weder Grasser noch Haider haben bei MIP mittlerweile noch etwas zu sagen. Im Vorjahr organisierte sich eine Gruppe von Aktionären und übernahm die Kontrolle von MIP und MAI. Im vergangenen November wurde Haider als MIP-Chef abgesetzt. Nun sollen die beiden Gesellschaften liquidiert werden und der Erlös an die Aktionäre zurückfließen. Wer beim Börsengang zum Preis von zehn Euro Aktien gezeichnet hat, hat nun rund zwei Drittel seines Kapitals verloren.


Quelle: Profil 6.4.2009

.
.
Gruß

  

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RE: Volksaktie
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 18:11)

>Wer beim Börsengang zum Preis von zehn Euro Aktien gezeichnet hat, hat nun rund zwei Drittel seines Kapitals verloren.


Zwei Drittel?
Bei MAI sind es -56% wenn man heute verkauft hat, bei MIP -44%. Auf -66% kommt man nichteinmal wenn man zum Allzeittief verkauft hat.

  

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RE: Volksaktie
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 19:21)

>Zwei Drittel?
>Bei MAI sind es -56% wenn man heute verkauft hat, bei MIP
>-44%. Auf -66% kommt man nichteinmal wenn man zum Allzeittief
>verkauft hat.

Das Traurige ist, viele hervorragende Unternehmen haben mehr verloren
als diese Abzockveranstaltungen.

  

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RE: Volksaktie
Rang: murcielago(171) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.09 19:24)

>>Wer beim Börsengang zum Preis von zehn Euro Aktien
>gezeichnet hat, hat nun rund zwei Drittel seines Kapitals
>verloren.
>
>
>Zwei Drittel?
>Bei MAI sind es -56% wenn man heute verkauft hat, bei MIP
>-44%. Auf -66% kommt man nichteinmal wenn man zum Allzeittief
>verkauft hat.

Jo weil diese vollidiotischen Journalisten immer noch annehmen, dass nur noch 3,5€ zu beziehen sind.

  

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Bereits auf der Flucht? witzig
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 07:45)

Unter "Meist gesuchte Personen" veröffentlicht der Börse-Express heute früh:

"Meistgesuchte Personen

Heute
Thomas Bene (6)
Julius Meinl (6)
Andre Albrecht (5)
Ruth Elsner (5)
Ulrich Baumann (4)

die letzten 7 Tage
Julius Meinl (467)
Christine de Castelbajac (224)
Francis Lustig (193)
Andreas Bierwirth (179)
George Soros (177)"

-> Was hat´n der Thomas Bene ausgfressen? Wer is´n das überhaupt?

Ok, den George Soros könnt ma schon vor die FMA zitieren, der ist auf alle Fälle ein größeres Kaliber. Aber ob er kommen wird?

  

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Steuerfahnder interessieren sich für 100 Mio.
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 08:37)

WIEN. Nun interessiert sich die Finanz für die 100 Millionen Euro, mit denen sich Julius Meinl vorerst die Freiheit erkauft hat. Sie prüft, ob Meinl dafür von der Steuer zur Kasse gebeten werden kann.
Zu Einzelfällen wie etwa konkret der Causa Meinl dürfe er aus rechtlichen Gründen nichts sagen. Aber: „Selbstverständlich sehen wir uns alle Fälle an, in denen die Herkunft des Geldes nicht ganz klar ist.“ Das erklärte der Sprecher des Finanzministeriums, Harald Waiglein, den OÖN auf die Frage, ob sich die Steuerfahndung für jene 100 Millionen Euro interessiere, die Julius V. Meinl binnen einer Stunde aus Liechtenstein überweisen ließ, um sich zumindest vorläufig die Freiheit zu erkaufen.

Wie die OÖN Samstag aufgezeigt haben, kamen die 100 Millionen Euro von der Centrum-Bank in Vaduz. Hinter dieser steht die Rechtsanwalts- und Treuhänderfamilie Marxer. Der Verwaltungsratschef der Bank, Peter Marxer, war bis 2002 führender Manager in Meinls Industrieimperium. Zwei Firmen, in denen Marxer als Gesellschafter firmierte, hatten ihren Sitz an der Wiener Adresse der Meinl Bank.

Finanz sucht „private Quelle“
Deren Sprecher Herbert Langsner betonte Montag im Gespräch mit den OÖN neuerlich, dass die 100 Millionen Euro Kaution nicht aus der Meinl Bank oder deren Umfeld stammten. Das Geld komme „aus privaten Quellen.“

Genau hier setzen nun die Steuerfahnder an. Sie wollen wissen, welche ominösen „privaten Quellen“ binnen einer Stunde 100 Millionen Euro sprudeln lassen. Vor allem wollen sie wissen, ob es sich dabei um versteuertes Vermögen handelt. Weiters interessiert sie, ob es sich allenfalls um eine Gewinnausschüttung an Julius V. Meinl handelt. Dann hätte die Firma 25 Prozent Kapitalertragssteuer einbehalten und abführen müssen – was in diesem Fall 33 Millionen gewesen wären, damit Meinl 100 Millionen netto erhalten konnte. Wahrscheinlicher erscheint der Finanz allerdings, dass Julius V. Meinl einfach einen Kredit erhalten hat. Hier will man prüfen, ob er dafür auch marktübliche Zinsen zahlt.

  

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Causa Meinl - Meinl Bank räumt Abflüsse ein, Bank stabil
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 15:20)

Julius Meinl V. weiter Aufsichtsratspräsident - Anteile an Power- und Airport-Managementgesellschaft 2008 auf Null abgeschrieben, Grasser-Funktion hatte "Ablaufdatum"


Die Meinl Bank habe durch die jüngsten Turbulenzen rund um die Untersuchungshaft von Julius Meinl V. zwar geringe Geldabflüsse einiger verunsicherter Kunden erlitten, die Lage des Finanzinstituts sei aber stabil, betont Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl: "Es kam zu Abflüssen, aber nicht in signifikanter Größenordnung", sagte Weinzierl heute Dienstag vor Journalisten in Wien. Die Bank habe eine starke Substanz und eine hohe Eigenkapitalquote von über 42 Prozent (per Ende 2008), ihre Existenz sei daher in keiner Weise gefährdet, versicherte der Vorstand. Die Bank verwalte Assets von rund 2,5 Mrd. Euro.

Der Bank-Vorstand verteidigte erneut alle Geschäfte im Zusammenhang mit den drei umstrittenen Fonds-Gesellschaften, Meinl European Land (MEL, heute Atrium European Real Estate), Meinl Airports International (MAI) und Meinl International Power (MIP): Es sei eine "klar strukturierte Unternehmensgruppe" gewesen, die Vorwürfe besonderer Intransparenz und überhöhter Gebühren für die Meinl Bank verstehe er nicht. Lediglich die "Kommunikation" wäre wohl besser zu machen gewesen, "an der Struktur sehe ich nach wie vor keine Fehler".

Weinzierl zählt selber zu den von der Justiz Beschuldigten, auch ihm werden schwerer gewerbsmäßiger Betrug und Untreue vorgeworfen. Er sei selber auch von der Staatsanwaltschaft einvernommen worden, sagte Weinzierl, der heute begleitet von einem der Anwälte der Meinl Bank, Manfred Ketzer, mit den Journalisten sprach. Näheres zu den strafrechtlichen Ermittlungen wollte er nicht sagen. Für Weinzierl und die anderen Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Der vergangene Woche vorübergehend in Untersuchungshaft genommene Aufsichtsratspräsident Julius Meinl V. werde seine Funktion weiter ausüben, "auch wenn er jetzt vielleicht eine Spur geringer aktiv ist", so der Bank-Vorstand. Julius Meinl sei ein "sparring partrner" für den Vorstand: "Er hat immer gute Ideen". Die 100 Mio. Euro für die Kaution, die Julius Meinl für seine Freilassung stellen musste, kommen nicht von der Meinl Bank, das wäre nach Bankwesengesetz auch gar nicht möglich, versicherte Weinzierl.

Die Anteile an den Managementgesellschaften für die ehemaligen Meinl-Gesellschaften Power und Airports habe die Meinl Bank bereits in der Bilanz 2008 auf Null abgeschrieben. Dass Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser nach der vorübergehenden U-Haft für Julius Meinl V. angekündigt hatte, er werde sich von der Power-Gesellschaft zurückziehen, wurde von Weinzierl heute zurückhaltend kommentiert. Die Rolle Grassers bei der "Power" habe ohnehin ein "Ablaufdatum", da bei einer bevorstehenden Hauptversammlung der Power voraussichtlich unter der neuen Führung die Liquidation der Gesellschaft beschlossen werde. Nähere Details wisse er nicht.

Die Meinl Power Managementgesellschaft (MPM) steht zu zwei Drittel im Besitz der Meinl Bank, ein Drittel hält Grasser. Im Vorjahr hatten Grasser und die Meinl Bank ihre Anteile an der Managementgesellschaft um insgesamt 32 Mio. Euro der MIP angeboten, diese Option war mit Ende Juli 2008 befristet. Damals wäre der Grasser-Anteil laut Option also rund 10 Mio. Euro wert gewesen. Der Wert von Grassers Drittel-Anteil an der MPM ist angesichts der Krise und der Turbulenzen um die Meinl-Geschäfte offenbar stark gesunken: Die Meinl Bank jedenfalls hat ihren Zwei-Drittel-Anteil an der MPM in ihrer Bank-Bilanz 2008 schon auf Null abgeschrieben, sagte Weinzierl heute.

APA
07.04.2009

  

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Vorstand der Meinl Bank glaubt an Fortbestehen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 15:25)

http://www.boerse-express.com/pages/764305

Ein Rückzug von Aufsichtsratschef Julius Meinl im Interesse der Bank sei kein Thema, versichert Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl (im Bild) im Ö1-Mittagsjournal-Interview. Julius Meinl sei trotz der Vorwürfe weiterhin als Aufsichtsrat tragbar. Meinl sei stets ein "sehr guter Sparring-Partner für Konzepte und Ideen des Vorstandes" gewesen, und das sei weiterhin möglich. Die internationalen Kontakte werde Julius Meinl trotz Passabgabe weiter wahrnehmen können.

Weinzierl bestätigt im Ö1-Interview, dass auch er zu den Verdächtigen gehöre und bereits einvernommen wurde. Die Vorwürfe des Betrugs und der Untreue weist er jedoch zurück. "Wir sind alle von unserer Unschuld überzeugt."

Auch den Vorwurf der mangelnden Transparenz bei den Geschäften um die Meinl European Land habe er nie verstanden, heisst es auf der Ö1-Homepage weiter. Die Grundidee für die Struktur von Meinl European Land mit Sitz auf Jersey gehe zehn Jahre zurück. Meinl European Land sei aufgrund von Steuervorteilen und wegen englischer Aktionäre auf Jersey ansässig.

Weinzierl konnte im Interview nicht sagen, woher die 100 Millionen Euro Kaution für die Enthaftung von Julius Meinl kamen. Er versicherte jedoch, dass das Geld nicht aus der Meinl-Bank stamme. Dies wäre auch gemäss den Bestimmungen des Bankwesengesetzes nicht möglich.

Ob die Bank auch in fünf Jahren noch Meinl-Bank heissen wird, sei eine Entscheidung des Eigentümers. Weinzierl sieht keinen Grund, warum dem nicht so sein sollte. Weinzierl zeigt sich über den auch in schwierigen Zeiten treuen Kundenstock der Meinl-Bank erfreut. Er versicherte, dass sie zur Zeit noch härter arbeiten, um den Kunden zu zeigen, dass der Geschäftsbetrieb einwandfrei weitergeht. (kasp)

  

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RE: Vorstand der Meinl Bank glaubt an Fortbestehen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 15:35)

jaja Weinzierl, blablabla.
ein besserer Name für die Bank wäre:Abzockerneppbetrugsprovisionenbank auch kurz ANBP Bank

  

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RE: Vorstand der Meinl Bank glaubt an Fortbestehen gut analysiert
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 15:52)

Weinzierl wär der ideale Vorstand für das zentrale Parteiblattl der nordkoreanischen KP: Friede Freude Eierkuchen, alle Menschen sind glücklich, woanders gibts Probleme, wir leben im Paradies, und nur wir kennen die einzige und reine Wahrheit, wie das Volk über uns denkt.

Die drehen sich die Wahrheit auch so hin, wie sie sie sehen wollen.

Und ich werd den Verdacht nicht los, sie glauben wirklich daran.

Na ja, falls er mal abpaschen muss: da gibts nicht gar viele Direktflüge, also rechtzeitig Fahrtpläne und -routen studieren!

  

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Flucht war nie geplant
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 17:10)

Die Meinl Bank hat am Sonntag Medienberichte zurückgewiesen, wonach ein Privatjet in Wien bereitgestanden habe, um Julius Meinl V. vor seiner Verhaftung außer Landes zu bringen. Der Bericht einer Schweizer Sonntagszeitung darüber "entbehrt jeder Grundlage", hieß es aus der Meinl Bank. Der genannte Privatjet habe sich vergangene Woche gar nicht in Wien befunden, sondern sei in Reparatur und gar nicht einsatzbereit gewesen.

In der gleichen Aussendung nimmt das Bankhaus auch zu einer Aussage des früheren MEL-Sprechers Francis Lustig Stellung. Dieser hatte gegenüber Zeitungen gesagt, der Rückkauf von MEL-Papieren sei "wirtschaftlich völlig sinnlos" gewesen. Von Seiten der Meinl Bank heißt es, zu damaliger Zeit war der Rückkauf "durchaus wirtschaftlich begründet".
Eine Mehrzahl der Analysten sei im ersten Halbjahr 2007 von weiterhin steigenden Immobilienpreisen in Osteuropa und auch von einem steigenden Kurs der MEL-Aktien ausgegangen. In den Analysen war von einem Kursziel von bis zu 28 Euro die Rede. "Hätten sich die Märkte (...) wieder erholt, wären die MEL-Anleger mit einem hohen Gewinn aus dem Rückkauf ausgestiegen", so die Meinl Bank...

Quelle:http://www.wienweb.at/content.aspx?menu=4&cid=162338

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Also nix vollgetankt,sondern nur in eine Reparatur

  

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RE: Flucht war nie geplant
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.09 20:34)

Ja, wahrscheinlich mit Diesel vollgetankt.

Bekommt nicht allen Flugzeugtypen gut.

(Der Tankwart hatte wohl mit MEL-Zertis auf seine Pension gespart)

  

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Julius V. Meinl warb mit falschen Zahlen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.09 07:57)

WIEN. In einem MEL-Prospekt empfahl Julius V. Meinl höchstpersönlich den Kauf von „MEL-Aktien“ – mit falschen Zahlen.
Nicht nur seine Meinl Bank, auch Julius der Fünfte Meinl höchstpersönlich könnte in der Causa MEL ein Haftungsproblem bekommen. Er hat persönlich in einem Prospekt der MEL für den Kauf von MEL-Zertifikaten geworben – und dabei falsche Zahlen genannt.

Neue Anzeige gegen Meinl
Während sich Julius V. Meinl auf seinem steirischen Forstgut von den Strapazen seiner knapp zwei Tage dauernden Untersuchungshaft zu erholen versucht, braut sich ein weiteres rechtliches Gewitter über dem Erben der einst so angesehenen Kaufmannsdynastie zusammen.

Anwalt Johannes Neumayer will Julius Meinl persönlich für die Verluste, die Anleger mit MEL-Zertifikaten erlitten haben, zur Verantwortung ziehen. Neumayer wird eine weitere Strafanzeige samt Schadenersatzklage gegen Julius Meinl einbringen, weil dieser Anleger irreführend informiert habe. Dabei geht es um ein Prospekt der MEL, in dem Julius Meinl mit seinem guten Namen für die Zeichnung einer Kapitalerhöhung bei MEL warb. Dies widerspricht der bisherigen Argumentation Julius Meinls, dass er für die Vorgänge bei MEL nicht verantwortlich sei, da er dort ja auch keinerlei Funktion innegehabt habe.

Julius Meinl wendet sich in diesem Prospekt direkt an die „Aktionäre“. Mit Foto und Unterschrift schreibt er Anfang 2007, dass die MEL „das gegenwärtige Liegenschaftsvermögen von knapp 4,5 Milliarden Euro“ (Stand 8. Jänner 2007) in den nächsten Jahren zumindest verdoppeln werde.

Überhöhten Wert genannt
Tatsächlich war MEL am 8. Jänner 2007 von 4,5 Milliarden Euro Liegenschaftsvermögen meilenweit entfernt. In der Bilanz zum 31.12.2006 findet sich Liegenschaftsvermögen von gerade 1,8 Milliarden Euro und damit nicht einmal die Hälfte des von Meinl genannten Werts.

Anwalt Neumayer: „Aufgrund dieser Kaufempfehlung sehe ich Haftungstatbestände von Julius Meinl persönlich.“

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,147324

  

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RE: Meinl wehrt sich
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.09 13:58)

Meinl Bank: Format-Behauptungen zum wiederholten Mal nachweislich falsch =
Wien (OTS) -

- angeblich konspirative Sitzungen zu Rückkäufen haben nicht
stattgefunden
- MEL kaufte kein einziges Zertifikat von Somal
- MEL-Entscheidungen ausschließlich im MEL-Board

Die Darstellung im aktuellen Format, im Vorfeld einer ad hoc
Meldung vom 29. August hätten konspirative Sitzungen in der Meinl
Bank zu den Rückkäufen stattgefunden, ist falsch. Das
Rückkaufprogramm der MEL war bekanntlich am 30. Juli 2007 vollständig
abgeschlossen. In der Hauptversammlung vom 23. August wurden die
Rückkäufe bekanntgegeben. In der ad hoc-Meldung vom 29. August wurde
lediglich zu den Rückkäufen seitens MEL Stellung bezogen und die
weitere Vorgangsweise erläutert. Eine angeblich konspirative
Abstimmung zu den Rückkäufen war zu diesem Zeitpunkt daher gar nicht
möglich.

Die Meinl Bank hält noch einmal fest, dass sämtliche
Entscheidungen über Kapitalmaßnahmen für MEL vom Board der MEL
getroffen wurden.

Somal-Konstruktion korrekt und international üblich

Auch die im Format zum wiederholten Mal veröffentlichten Vorwürfe,
die Meinl Bank hätte im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen von Meinl
European Land ungerechtfertigte Gebühren erhalten und
Spekulationsgeschäfte mit Anlegergeld durchgeführt, weist die Meinl
Bank entschieden zurück. Vielmehr erfolgten sämtliche Zahlungen an
die Meinl Bank laut Vertrag und gemäß den im Kapitalmarktprospekt
veröffentlichten und genehmigten Bedingungen.

Im Zusammenhang mit der MEL-Kapitalerhöhung 2007 hatte die Meinl
Bank die Verpflichtung übernommen, sämtliche ausgegebenen Zertifikate
zu platzieren bzw. auf eigenes Risiko zu übernehmen. Dieser
Verpflichtung ist die Meinl Bank nachgekommen. Eine Verletzung der
Großveranlagungsgrenzen laut BWG lag nicht vor.

Die Platzierung eines Teil der Zertifikate bei Somal, einem von
der Meinl Bank unabhängigem Dritten, entspricht der bei großen
Kapitalerhöhungen üblichen Vorgangsweise. Sinn einer solchen Maßnahme
ist es auch, eine kontinuierliche Abgabe von Zertifikaten
insbesondere an Privatanleger oder für Sparpläne, auch im Zeitraum
nach der Zeichnungsfrist zu ermöglichen.

Das Risiko für Kursschwankungen der von Somal übernommenen
Zertifikate lag ausschließlich bei Somal.

Die Meinl Bank betont, dass kein einziges von Somal übernommenes
Zertifikat direkt oder indirekt an MEL zurückverkauft wurde. Somal
konnte im Frühjahr 2007 sämtliche gehaltenen Zertifikate im Markt
platzieren, wobei der Verkauf ausschließlich "over the counter" (OTC)
an Banken, Vertriebsorganisationen und Finanzdienstleister erfolgte.
Das Rückkaufsprogramm von MEL wurde hingegen ausschließlich über die
Börse durchgeführt.

Zu dem Zeitpunkt, als MEL begann, eigene Zertifikate in größerem
Umfang zurückzukaufen, waren die von Somal ursprünglich gehaltenen
Zertifikate großteils längst platziert. Die im Format erhobene
Behauptung, die im Einflussbereich der Meinl-Gruppe stehende Somal
hätte vom Rückaufprogramm der MEL zu Lasten der Anleger profitiert,
ist daher nachweislich haltlos und schlicht falsch.

MEL-Portfolio in Werbefolder richtig dargestellt

Zu der von einem Anlegeranwalt angekündigten Strafanzeige und
Schadenersatzklage gegen Julius Meinl wegen angeblich unrichtiger
Darstellungen in einer Werbebroschüre, hält die Meinl Bank fest, dass
die Zahlen in dieser Broschüre korrekt wiedergegeben sind. Das in der
Broschüre genannte Liegenschaftsvermögen von knapp 4,5 Milliarden
Euro beinhaltet die zu diesem Zeitpunkt vertraglich fixierten
Entwicklungsprojekte. Diese Berechnung ist auch für die Feststellung
des sogenannten NAV2 (Net Asset Value) heranzuziehen und
international üblich. Der Wert der Liegenschaften beruht auf
unabhängigen und geprüften Gutachten internationaler
Immobilienexperten (Cushman).

Weiters wurde in einer MEL-Pressemitteilung vom 22. Jänner 2007
die Aufteilung des Immobilienvermögens von MEL in fertige Objekte und
vertraglich fixierte Entwicklungsprojekte ausführlich in der
Öffentlichkeit dargestellt.

  

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Meinl Bank mit widersprüchlichen Aussagen
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.09 11:13)

WIEN. In einer Aussendung behauptet die Meinl Bank anderes, als ihr eigener Vorstand vor dem Handelsgericht ausgesagt hat.
Bei so komplizierten Vorgängen wie im MeinlSkandal kann man leicht die Übersicht verlieren. So widersprach die Meinl Bank Freitag jenen Aussagen, die ihr eigener Vorstand, Peter Weinzierl, am 17. März in einem Zivilprozess vor dem Handelsgericht gemacht hatte. Das Protokoll liegt den OÖN vor.

In einer Aussendung wehrte sich die Meinl Bank Freitag heftig gegen Vorwürfe, die die Nationalbank und die Finanzmarktaufsicht (FMA) im Fall Meinl European Land erhoben hatten. Die Meinl Bank hatte die Garantie übernommen, alle MEL-Aktien zu platzieren.

MEL-Geld floss an Somal
Da dies bei der Kapitalerhöhung 2007 nicht gelang, hätte die Meinl Bank selbst die Aktien kaufen müssen. Weil die Bank damit laut Nationalbank/FMA die Großveranlagungsgrenzen gesprengt hätte, musste die Somal A.V.V., eine Firma aus dem weltweit verzweigten Meinl-Reich einspringen. Sie bekam Geld von der MEL und kaufte damit letztlich mit MEL-Anlegergeld MEL-Aktien.

Alles nicht wahr, hieß es Freitag in der Aussendung der Meinl Bank. Die Somal sei ein von der Meinl Bank unabhängiger Dritter.

Bank-Vorstand Weinzierl vor Gericht: Die Somal ist eine indirekte Tochter der Julius Meinl AG.

Die Aussendung: Kein einziges von Somal übernommenes Zertifikat sei direkt oder indirekt an MEL verkauft worden.

Weinzierl vor Gericht: Die MEL stellte der Somal Geld zur Verfügung, damit diese die MEL-Zertifikate kaufen konnte.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,148036

  

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RE: Meinl Bank mit widersprüchlichen Aussagen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.09 12:10)

die sollen den Weinzierl endlich auch ordentlich Feuer unter seinem Ar... machen, wie sich der widerspricht mit seinen Aussagen.

  

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RE: Strafanzeige gegen Karl-Heinz Grasser
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.09 20:44)

Selbstverständlich hat er nichts getan...

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Meinl Bank: Keine Interventionen durch Grasser
Wien (OTS) - Zu der im aktuellen News veröffentlichten
Strafanzeige gegen Karl-Heinz Grasser und den darin enthaltenen
Behauptungen hält die Meinl Bank fest:

- aus seiner Tätigkeit bei Meinl Power Management hat Karl-Heinz
Grasser niemals sechs Millionen Euro an Einkommen erzielt

- die Meinl Bank hat Karl-Heinz Grasser weder während seiner
Tätigkeit als Finanzminister noch danach jemals um eine Intervention
bei der Oesterreichischen Nationalbank, bei der Finanzmarktaufsicht
oder einer anderen Behörde ersucht.

Rückfragehinweis:
Meinl Bank AG
langsner@meinlbank.com

  

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RE: Strafanzeige gegen Karl-Heinz Grasser
max99(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.09 21:27)

wie hoch ist das Schmerzensgeld, das Herr Langsner für seine Tätigkeit als PR Mann Meinls kassiert ?
Seine journalistischen Inhalte beschränken sich auf : "Habe noch nie etwas davon gehört, Habe noch nie ähnliches gesehen, ...
Da gab es doch vor einigen Jahren eine Karrikatur mit einem Artverwandten von ihm ?

  

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RE: Strafanzeige gegen Karl-Heinz Grasser
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.09 21:30)

>Da gab es doch vor einigen Jahren eine Karrikatur mit einem
>Artverwandten von ihm ?

http://www.profond.li/files/images/news/2002/drei_affen_02_542.jpg.png

  

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Meinl am Kragen: Justiz prangert Spekulationen mit Anlegergeld an
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.09 11:37)

Meinl am Kragen: Justiz prangert Spekulationen mit Anlegergeld an
Betrugs- und Untreueverdacht verdichtet sich
Meinl dürfte in MEL-Deals involviert gewesen sein

Die Staatsanwaltschaft will Julius Meinl kriegen. Das ist spätestens seit dessen kurzer U-Haft klar. Ermittlungsergebnisse belasten den Eigentümer der Meinl Bank, der mit MEL über 600 Millionen Euro kassiert hat. Die Vorwürfe im Detail.

Daran muss er sich wohl gewöhnen. Mindestens einmal im Monat wird Julius Meinl V. künftig zum Rapport im Wiener Straflandesgericht antreten und dabei regelmäßig an die zwei wohl bittersten Tage seines Lebens erinnert werden: den Knastbesuch in der Josefstadt – FORMAT berichtete exklusiv (siehe Artikel). Vergangenen Dienstag war es erstmals so weit: Um Punkt zehn Uhr trat der „Fünfer“ vor Richterin Bettina Deutenhauser. Die Aktion dauerte knapp fünf Minuten. Meinl musste ein Papier unterschreiben, das die Bedingungen für sein weiteres Leben auf freiem Fuß regelt: Die Hinterlegung von 100 Millionen Euro Kaution und des britischen Reisepasses bewahrten ihn vor der U-Haft.

Wenig Zeit zur Erholung
Zusätzlich akzeptiert Meinl, bei Staatsanwalt Markus Fussenegger auf Knopfdruck zur Einvernahme bereitzustehen, sich innerhalb der Landesgrenzen zu bewegen und alle fünf Wochen im „Grauen Haus“ zu erscheinen. Meinls Rechtsanwalt Herbert Eichenseder: „Der nächste Termin ist im Mai. Jetzt hat er ein bisserl Zeit, um Kraft zu tanken.“ Viel Zeit zur Erholung hat „der Licenciat“, so Meinls Spitzname, nicht. Denn die Staatsanwaltschaft Wien, die in der Aufarbeitung der Affäre Meinl European Land (MEL) das Tempo enorm erhöht hat, will Meinl ernsthaft an den Kragen: Nach der Hausdurchsuchung im Februar und der Inhaftierung in der Vorwoche lebt Meinl nun mit der ständigen Angst eines neuen Angriffs der Anklagebehörde.

Furcht vor Fussenegger
Mit dem überraschenden Haftbefehl bewies Staatsanwalt Fussenegger jedenfalls, dass er keine Beißhemmung hat. Seit Monaten wühlt sich der 37-jährige Jurist durch Berichte von Finanzmarktaufsicht und Nationalbank sowie Hunderte Bankprotokolle und Tausende E-Mails zwischen MEL und Meinl. Sein Betrugs- und Untreueverdacht gegen Julius Meinl V. – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – hat sich nach der Einvernahme von Beschuldigten, Verdächtigen und Zeugen jedenfalls erhärtet. Bis dato sollen drei Personen – zwei Zeugen und ein mutmaßlicher Verdächtiger – ausgepackt beziehungsweise sich selbst entlastet haben. Der ermittlungstechnische Zwischenstand: Es schaut nicht gut aus für Meinl. Dass er nie in die MEL-Deals involviert war, glaubt ihm der Staatsanwalt sowieso nicht mehr.

Geschäftsbeziehungen unter der Lupe
Im Zentrum der Investigationen stehen Geschäfte zwischen MEL, Meinl Bank und der Briefkastenfirma Somal. Die Meinl Bank arrangierte bekanntlich seit Jahren die MEL-Kapitalerhöhungen und kassierte dafür üppige Provisionen. Diese Placement Fees sicherten der MEL, dass ihre Aktien vollständig am Markt platziert wurden und sie nicht auf großen Paketen sitzen blieb. Tatsächlich war die Bank aber laut Nationalbank-Bericht niemals in der Lage, diese Platzierungsgarantie alleine zu erfüllen, weil das ihre bankwesengesetzliche Großveranlagungsgrenze gesprengt hätte. Das wusste Julius Meinl genau, wie nun auch die Staatsanwaltschaft weiß. Zur Lösung wurde die Somal ins Spiel gebracht. Als „unabhängige“ Rechtspersönlichkeit konnte Somal die nicht platzierten MEL-Scheine problemlos schlucken. Dass Somal im Einflussbereich von Julius Meinl steht, wurde verschwiegen.

Spesenschinderei der Somal
Der Clou war aber ein anderer: Die Somal refinanzierte sich im Wesentlichen über den Euro Prime Liquidity Fund, der seinerseits mit rund zwei Milliarden Euro MEL-Geld gespeist wurde. Im Klartext: Die MEL finanzierte den Kauf der Aktien also selbst und zahlte der Bank dafür sogar noch Provisionen, die sich über die Jahre verteilt auf rund 190 Millionen Euro summierten. Die Finanzmarktaufsicht erkennt darin marktmanipulatives Verhalten. Für den Staatsanwalt ist das mutmaßlicher Anlegerbetrug und Spesenschinderei. Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl: „Das war alles rechtlich in Ordnung. Die Sichtweise der Behörden ist nicht korrekt.“

Zocken mit Anlegergeld
Faktum ist, dass Meinl am Milliardenkarussell prächtig verdient hat. Neben der Provisionsmaschine liefen auch die Spekulationsgeschäfte lange gut: Mit Profit verkaufte die Somal ihre MEL-Papiere über die Börse und verdiente laut FMA-Bericht allein 2007 rund 35 Millionen Euro. Der Gipfel der Dreistigkeit war aber: Rechtzeitig, bevor die Talfahrt der Immobilienmärkte losging, verkaufte die Somal ihre verbliebenen Zertifikate im Zuge einer groß angelegten Rückkaufaktion an die MEL, zu Kursen von rund 20 Euro das Stück. Als die Kurse abstürzten, war Julius Meinl fein heraus. Der Verlust von fast 80 Prozent blieb allein an den MEL-Aktionären hängen. All das kümmerte Meinl nicht – offiziell wusste er ja nichts davon. Die Zockereien auf Kosten der MEL-Anleger endeten erst im Sommer 2007. Damals wurde das vertraglich festgelegte Limit für Rückkäufe von 30 Prozent erreicht, und die Öffentlichkeit musste informiert werden. Die Folge: Finanzmarktaufsicht, Nationalbank und schließlich der Staatsanwalt begannen mit Ermittlungen.

Meinl-Briefpapier für MEL-Dokumente
Wenige Tage vor der Ad-hoc-Meldung vom 29. August 2007 sollen bereits konspirative Sitzungen in der Meinl Bank stattgefunden haben, gab ein Zeuge vor dem Staatsanwalt zu Protokoll. Die MEL-Rückkäufe wurden abermals besprochen. In einer Aufsichtsratssitzung wurde Julius Meinl nach Erläuterung des Sachverhalts nahegelegt, alle Verbindungen zwischen MEL und Meinl Bank aufs Notwendigste zu reduzieren. So war einem Kontrollor aufgefallen, dass für MEL-Dokumente Meinl-Bank-Briefpapier verwendet wurde. Das sollte künftig unterlassen werden. Wann und wie die Öffentlichkeit genau zu informieren sei, wurde laut Zeugen in einer Krisensitzung des Meinl-Bank-Vorstands festgelegt. Wirtschaftsanwalt Christian Hausmaninger und Karl-Heinz Grasser waren dabei. Mitglieder des MEL-Boards fehlten hingegen.Trotzdem betont Meinl-Bank-Vorstand Weinzierl: „Im MEL-Board wurden alle wesentlichen Entscheidungen getroffen. Das war letztverantwortlich, nicht die Bank.“

Ausgeforschte Gutachter
Bei der Hausdurchsuchung sichergestellte Unterlagen belegen das Gegenteil. Die Korrespondenz legt nahe, dass MEL-Deals nicht am Firmensitz Jersey, sondern in der Meinl Bank in Wien entschieden wurden – und daher österreichisches Recht anwendbar ist. Das sieht auch der Gerichtssachverständige Thomas Havranek so. Die zentrale Rolle der Meinl Bank soll in seinem Gutachten penibel dokumentiert sein. Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, sagt nur: „Wenn nichts dazwischenkommt, ist der Endbericht in den nächsten Wochen fertig.“ Die Stimmung zwischen Havranek und Meinl ist angespannt. Der Gutachter ist maßlos empört, ausgeforscht worden zu sein. Dossiers über Havranek wurden in der Meinl Bank sichergestellt. Das Gerücht, dass auch eine „Akte Fussenegger“ existiert, dementiert Weinzierl vehement: „Das Dossier über Herrn Havranek basiert auf Internetrecherchen und diente zur Prozessvorbereitung. Den Staatsanwalt kann ich mir nicht aussuchen. Einen Sachverständigen kann ich zumindest ablehnen.“ Wenig Wahlmöglichkeiten hat im Moment Julius Meinl: U-Häftling auf freiem Fuß wird er wohl noch länger bleiben.

http://www.format.at/articles/0915/525/238880/meinl-kragen-justiz-spekulationen-anlegerge ld

  

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RE: elsner blitzt ab
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.09 13:25)

Was einen als Staatsbürger hellhörig machen muss ist,dass man jahrelang(!) ohne abschliessendes Urteil in Gefangenschaft (U-Haft) gehalten werden kann in dieser fragewürdigen österreichischen Demokratie.Jeden Bürger kann das treffen.

Bis die letzte Instanz über Elsner entschieden hat wird er fast die Hälfe seiner in der ersten Instanz nicht rechtskräftig verabreichten Haftstrafe abgebüsst haben...

  

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RE: elsner blitzt ab
AL(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.09 13:31)

Das ist offensichtlich eine Preisfrage........

  

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RE: elsner blitzt ab
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.09 13:36)

elsner hat in frankreich offensichtlich schon versucht sich der justiz zu entziehen, kein wunder dass er jetzt volle härte kriegt

  

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RE: elsner blitzt ab
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.09 14:26)

Najo, Elsner ist erstinstanzlich zu 9,5 Jahre unbedingt verurteilt worden.

Das ist wie bei jeden anderem Verbrecher(Einbrecher, Diebe, Räuber, Drogendealer,...) auch nicht gerade usus die Haft während der Rechtsmittelwege aufzuheben.

Und jetzt mal ganz ehrlich, was glaubt er eigentlich damit zu erreichen, wenn er die Justizministerin glaub dauernd "anpissen" zu müssen. Jeder der bissl Gerichterfahrung hat, weis das er damit "auf Granit" beißt und nur eher das Gegenteil erreicht.

Die Schleimer Flöttl und Meinl gehen "nach Hause" und der präpotente Elsner bleibt "fest". Nix anderes war zu erwarten.

  

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RE: Offener Brief: Meinl Bank kämpft ums Image gut analysiert
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.4.09 16:01)

Stille Übernahme attraktiver Unternehmensanteile über die Börse zu niedrigen Preisen, dann Stimmungsmache gegen das bestehende Management, unterstützt von Klagen und Anzeigen. Am Ende wird abkassiert. Das soll nun auch bei AI und PI funktionieren

was sind das für Volli.... bei der Meinlbank, am Ende wird abkassiert, ja da bekommen die ganzen Aktionäre Geld, nachdem sie lange besch.... wurden vom alten Board, Flughäfen am A... der Welt,Provisionen en masse,Beteiligung an der TAV,usw...

Unter dem alten Management wäre kein Cash mehr da, alles wäre zum grössten Teil sinnlos investiert worden, nur um Provisionen zu kassieren, die Aktien wären wohl beide unter 2 Euro

  

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Meinl Success - Provisionserträge 2008 um 89 Prozent gefallen
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.4.09 10:09)

"profil": Geschäft der Meinl-Vertriebstochter schwer in Mitleidenschaft gezogen

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der Zerfall des Meinl-Komplexes an der Börse das Geschäft der Vertriebstochter Meinl Success Finanz AG 2008 schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Gesellschaft hatte zwischen 2004 und 2007 aus Platzierung von Zertifikaten der Börsegesellschaften MEL (heute Atrium), MAI (International Airports) und MIP (Power International) Provisionserträge von insgesamt 107,66 Millionen Euro brutto generiert. Im Vorjahr konnten laut dem profil vorliegenden Jahresabschluss 2008 nur mehr 2,9 Millionen Euro verbucht werden, um 89 Prozent weniger als 2007. Das Management hält dazu in seinem "Lagebericht" fest: "Die anhaltende negative mediale Berichterstattung sowie anhängige Rechtsstreitigkeiten gegen die gesamte Meinl-Gruppe führten zu einer dauerhaften Beschädigung der Marke Meinl mit dramatischen Umsatzeinbußen in der gesamten Palette der angebotenen Produkte."

(BE 19.04.2009)

  

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Prinzhorn-Stiftung und die Meinl-Causa
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.4.09 13:46)

Prinzhorn-Stiftung und die Meinl-Causa:
Hat Stiftung mit MEL-Zertifikaten spekuliert?
Privatstiftung wurde jetzt offenbar entschädigt

Die Privatstiftung des Industriellen Thomas Prinzhorn soll zu einer Zeit mit MEL-Zertifikaten spekuliert haben, da ein gewisser Julius Meinl dort Vorstand war – jetzt wurde die Stiftung offenbar für Ver­luste entschädigt.

Von Michael Nikbakhsh

Freunde im engeren Sinn des Wortes waren die beiden Herren wohl nie, genau genommen lagen stets Welten zwischen ihnen. Da der Bankier mit britischem Pass und jüdischen Wurzeln, dort der österreichische Papierindustrielle und frühere FPÖ-Nationalratspräsident, der etwa den Wahlkampf 1999 mit ausländerfeindlichen Reflexionen geprägt hatte.

Und doch verbindet Julius Meinl und Thomas Prinzhorn mehr, als die Konstellation auf den ersten Blick vermuten ließe: Meinl saß sechs Jahre im Vorstand der Thomas Prinzhorn Privatstiftung, ehe er sein Mandat im März 2008 zurücklegte. Prinzhorns Privatstiftung wiederum soll über mehrere Jahre einer der größeren Financiers der börsennotierten Immobiliengesellschaft Meinl European Land (heute Atrium Real Estate) gewesen sein. Im Unterschied zu den meisten MEL-Geschädigten dürfte die Stiftung aber mit einem blassblauen Auge aus der Affäre um verheimlichte Wertpapierrückkäufe gekommen sein.

Nach profil-Recherchen soll die Thomas Prinzhorn Privatstiftung ihre nahezu entwerteten MEL/Atrium-Bestände vor wenigen Wochen zu vergleichsweise fantastischen ­Konditionen abgetreten haben. Wie und an wen, ist unklar. Prinzhorn ließ zwei profil-Anfragen, telefonisch und schriftlich, vergangene Woche wohlweislich unbeantwortet. Mehr als ein knappes „Herr Prinzhorn möchte sich zu dem Sachverhalt nicht äußern“ war seiner Assistentin nicht zu entlocken. Dementis klingen anders.

Der kolportierte Deal dürfte jedenfalls nicht Teil des Vergleichs sein, den die Kanzlei des Wiener Rechtsanwalts und FPÖ-Justizministers a. D., Dieter Böhmdorfer, jüngst erwirken konnte. Dieser hatte bereits im Herbst des Vorjahrs im Namen von etwa zwei Dutzend Klienten Schadenersatzklagen gegen Julius Meinl und die Meinl Bank angestrengt. Diese sind mittlerweile allesamt vom Tisch. „Ich kann lediglich bestätigen, dass die Angelegenheit außergerichtlich erledigt wurde“, so Böhmdorfer. Wen genau er vertreten, mehr noch, wer die Papiere tatsächlich übernommen hat, will auch der Advokat mit Hinweis auf Vertraulichkeitsvereinbarungen weiterhin nicht offenbaren: „Ich habe weder Herrn Prinzhorn noch die Prinzhorn-Privatstiftung vertreten.“

Dem Vernehmen nach sollen Böhmdorfers Mandanten immerhin 80 Prozent ihres ursprünglichen Einsatzes zurückerhalten haben. Das dürfte so auch für Prinzhorn gelten. Der Verdacht liegt nahe, dass in allen Fällen die Meinl Bank respektive ihr nahestehende Gesellschaften oder Personen die Papiere aufgegriffen haben, wiewohl sich das aufgrund der Geheimniskrämerei vorläufig nicht verifizieren lässt. Jede andere Interpretation machte jedenfalls keinen Sinn.

Die Privatbank hat all das bisher nicht kommentiert. Die Optik ist, wie so oft, nicht die allerbeste. Prinzhorn, Erbe des Papierkonzerns W. Hamburger, reiht sich mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde Euro zwanglos unter die Betuchteren im Lande. Wie viel Geld die Privatstiftung auch immer bei MEL investiert haben mag – die späteren Verluste können keineswegs existenzbedrohend gewesen sein. Ganz im Gegensatz zu tausenden Kleinanlegern, die hart Erspartes in vermeintlich mündelsichere MEL-Zertifikate gesteckt haben und jetzt vor den Trümmern ihrer Altersvorsorge stehen und sich keinen Anwalt vom Kaliber eines Dieter Böhmdorfer leisten können. Ob und wann die Kleinanleger entschädigt werden, steht in den Sternen. Sie werden wohl oder übel auf den Ausgang des durchaus nicht unwahrscheinlichen Strafverfahrens gegen Meinl und andere mutmaßlich involvierte Personen unter anderem wegen mutmaßlicher Untreue und Betrugs warten müssen. Bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung gilt ausnahmslos die Unschuldsvermutung.

Die Seilschaft. Zugegeben: Julius Meinl könnte ein dringendes persönliches Bedürfnis gehabt haben, die Causa Prinzhorn möglichst rasch aus der Welt zu schaffen. Schließlich dürfte das MEL-Engagement der Thomas Prinzhorn Privatstiftung in seine Zeit als Stiftungsvorstand gefallen sein. Er war dort ab 2002 tätig, im November 2005 wurde er für die Dauer von fünf Jahren wiederbestellt. Im März 2008 jedoch legte Meinl seine Funktion vorzeitig und ohne Angabe von Gründen nieder. Er hatte es offenbar eilig. In einem vorliegenden ­Schreiben an den „Familienbeirat“ der Prinzhorns, datiert vom 13. März 2008, hielt der Bankier unmissverständlich fest: „Ich bitte um Nachsicht der an sich dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende des Quartals.“

Wenige Wochen zuvor war die hochnotpeinliche Prüfung der Meinl-Bank-Bücher durch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) abgeschlossen worden, im Juli wurde der vernichtende OeNB-Prüfbericht durch profil öffentlich (Ausgaben 28/09 und 29/09).

Meinl und Prinzhorn – das ist auch ein dunkles Kapitel österreichischer Zeitgeschichte. Wie profil im August des Vorjahrs enthüllte, hatte die damals von Meinls Urgroßvater Julius Meinl II. kontrollierte Meinl AG 1939 gemeinsam mit Fritz Hamburger – NS-Blutordensträger und Schwiegervater von Thomas Prinzhorns Großvater Ernst – die Austria Papierindustrie AG arisiert. Zu einem Zeitpunkt, da Meinls Großvater Julius Meinl III. mit seiner jüdischen Gattin ins britische Exil geflüchtet war. Im Gegenzug erhielt Fritz Hamburger einen lukrativen Konsulentenvertrag der Meinl AG (profil 32/08). Noch 1940 bemühte sich Julius Meinl II. – vergeblich – um Aufnahme in die NSDAP.

Der frühere Hauptaktionär der Austria Papierindustrie AG, Rudolf Kraus, Bruder des Schriftstellers Karl Kraus, wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Julius Meinl V. legt in diesem Zusammenhang übrigens Wert auf die Feststellung, seine Familie habe zu den „Verfolgten“ und nicht etwa zu den „Profiteuren“ des NS-Regimes gehört.

http://www.profil.at/articles/0916/560/239652/prinzhorn-stiftung-meinl-causa-hat-stiftung -mel-zertifikaten

  

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RE: und das dementi
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.4.09 13:55)

Meinl Bank: Keine Transaktionen mit Prinzhorn-Stiftung
Utl.: Profil-Vermutungen frei erfunden

Wien (OTS) - Weder die Meinl Bank noch mit ihr verbundene
Unternehmen oder ihr nahestehende Personen haben der
Prinzhorn-Privatstiftung Zertifikate von Atrium (vormals Meinl
European Land) abgenommen. Ein profil-Bericht, worin der Verdacht
geäußert wird, die Meinl Bank hätte der Prinzhorn-Privatstiftung
MEL-Zertifikate zu "fantastischen Konditionen" abgekauft, ist einmal
mehr frei erfunden. Eine solche Transaktion hat nicht stattgefunden,
betont die Meinl Bank.

Unzutreffend ist auch die Darstellung von profil, dass die Meinl
Bank die Vorgänge gegenüber profil nicht kommentiert habe. Vielmehr
hat profil entgegen der journalistischen Sorgfaltspflicht keine
Stellungnahme der Meinl Bank zu den geäußerten Vermutungen eingeholt.

  

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RE: und das dementi
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.4.09 16:04)

Wahnsinn was der Weinzierl dauernd absondert, hoffentlich xxx.

  

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Meinl V - Vermögen bald weg?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.4.09 21:34)

von Wirtschaftsblatt - Kid Möchel | 19.04.2009 | 19:48
Gericht „plombiert“ Meinls Landgut Lehenshofen
Das Bezirksgericht Hartberg hält sich wegen der Schadenshöhe für die Sicherstellung der Liegenschaft nicht zuständig. Doch die Liegenschaft hat bereits eine Plombe im Grundbuch.

Das Landgut Lehenshofen weist im Grundbuch bereits eine Plombe auf - der Fall wird aber ans Landesgericht ZRS Graz überwiesen
Rund um die gerichtliche ­Sicherstellung von Vermögen des Privatbankers Julius Meinl V. steigt die Spannung.

Das Bezirksgericht Hartberg hat sich aus formalen Gründen für den Fall nicht zuständig erklärt, weil der Antrag des geschädigten MEL-Anlegers mit einem mutmaßlichen Schaden die Zuständigkeit eines Bezirksgerichts (Grenze: 10.000 €) übersteigt.

Zugleich hat Richter Hubert Pechlaner aber die Liegenschaft „Landgut Lehenshofen“ von Meinl mit einer Plombe versehen, die „aufrecht bleibt, wenn die Überweisung des Antrags binnen einer Woche an das zuständige Gericht erfolgt“.

Anwalt Ulrich Salburg, der den Anleger im Namen des Prozessfinanzierers AdvoFin vertritt, hat noch am Freitag einen Überweisungsantrag des Falles von Hartberg an das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz gestellt.

Rechtlicher Vorrang

„Durch die Plombierung im Grundbuch ist der Rang für uns aufrecht“, sagt Salburg. Das heißt: Sollte das Grazer Gericht dem Antrag auf Sicherstellung stattgeben, werden die Ansprüche des klagenden MEL-Anlegers vor allen anderen vorgereiht. „Wenn er sein Gut verkauft, ist Meinl im Rang nach uns“, sagt Salburg.

Dass der Sicherstellungsantrag beim Bezirksgericht Hartberg eingebracht worden ist, hat eine gewisse Pikanterie. Denn dem ­Vernehmen nach soll die ­Gemeinde Hartberg unter ­anderem mit MEL-Papieren Verluste erlitten haben.

  

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Meinl-Anwalt: Plombierung von Landgut Lehenshofen ein reiner Routineakt
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.09 12:41)

selbst wenn der fünfer in einer zelle quartier machen muß werden die immer noch von "routine", "marktüblich" undsoweiter daherreden


Meinl-Anwalt: Plombierung von Landgut Lehenshofen ein reiner Routineakt
Utl.: Antrag von Advofin rechtlich haltlos

Wien (OTS) - Die mediale Erregung um die Setzung einer Plombe im
Grundbuch betreffend das Gut Lehenshofen ist für Julius Meinl und
seine Anwälte unverständlich. "Dabei handelt es sich um einen
Routinakt, den das Gericht zwingend setzen muss, wenn ein sich auf
das Grundbuch beziehender Antrag einlangt", so Georg Schima von der
Kanzlei Kunz Schima Wallentin aus Wien. "Dass damit auch die
Möglichkeit besteht, durch mutwillige und haltlose Anträge einen
Liegenschaftseigentümer zu ärgern oder gar zu schädigen, ist ein
gewisses Defizit des geltenden Rechts, dem gegebenenfalls durch
Schadenersatzklage wegen mutwilliger Prozeßführung begegnet werden
kann", so Schima.

Der Antrag auf Erlassung eines Veräußerungs- und
Belastungsverbotes ist nach Ansicht von Julius Meinl und seiner
Anwälte rechtlich haltlos und daher abzuweisen. Es bestehen keinerlei
Anlegeransprüche gegen Julius Meinl und solche wurden - wie auch der
andere Antrag der AdvoFin betreffend die Kaution zeigt - nicht im
entferntesten bescheinigt.

Wenn Anlegern Schadenersatzansprüche zustehen sollten, dann im
Einzelfall, sofern sie von ihren Beratern - bei denen es sich meist
um konzessionierte Wertpapierdienstleistungsunternehmen handelt -
über die Risken einer Veranlagung in MEL-Papiere nicht ausreichend
aufgeklärt wurden. Solche - in jedem Einzelfall zu prüfende -
Ansprüche haben sich aber gegen die Berater und nicht gegen die Meinl
Bank, schon gar nicht gegen Julius Meinl, zu richten.
Dass AdvoFin den Streit lieber über die Medien als vor Gericht führt,
ist bezeichnend und spricht nicht gerade für die Qualität der
Argumente. Dazu paßt auch, dass bereits der zweite Antrag beim
unzuständigen Gericht eingebracht wurde.

Rückfragehinweis:
Dr. Georg Schima
Kunz Schima Wallentin
Tel:043-1-313 74 126

  

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RE: Streit um Sonder-Deal für MEL-Anleger
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.09 22:55)

Solche Deals sind mE im Rahmen der Gesetze. Ein schiefes Licht werfen sie aber trotzdem auf die Beteiligten: Warum sollte sich V zu einem Vergleich hergeben, wenn er die Klage nicht zu fürchten braucht?

  

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RE: Streit um Sonder-Deal für MEL-Anleger
netjetzt(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.09 22:55)

...wennst einer von denen bist ("ca. € 16,--), dann bist nicht soooo traurig drüber...netjetzt

  

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Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.4.09 15:03)

Die anonyme Anzeige, die gegen ihn erstattet wurde, sei "böswillig und ohne Inhalt", sagte Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz in Wien weiter. Er sei bemüht, den Urheber zu ermitteln, um Strafanzeige wegen Verleumdung einzubringen. "Wenn Sie zweckdienliche Hinweise liefern können, wäre ich Ihnen dankbar", ersuchte Grasser die anwesenden Journalisten.

Das Magazin "News" hatte am vergangenen Donnerstag berichtet, gegen Grasser sei eine anonyme Strafanzeige erstattet worden, in der ihm schwerer Betrug, Amtsmissbrauch in seiner früheren Funktion als Finanzminister, Anstiftung zum Amtsmissbrauch, verbotene Intervention zu Gunsten von Julius Meinl V. und Steuerhinterziehung vorgeworfen würden.

Gängelband
"Ich habe einige Erfahrung mit anonymen Anzeigen", sagte Grasser heute. Wenn jemand nicht einmal zu seiner Anzeige stehe, dann sei klar, dass davon nichts zu halten sei. "Ich habe als Finanzminister nicht interveniert, Weisungen gegeben oder sonstwas."

Die Anzeige diene lediglich dazu, ihn zu beschädigen. Andererseits sei sie auch ein Angriff auf die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und die Finanzmarktaufsicht (FMA), denen damit unterstellt werde, "am Gängelband des Finanzministers" zu hängen.

  

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RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise gut analysiert
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.4.09 15:08)

Den (z.B) FMA- oder Nationalbank-Beamten schau ich mir an,
der seine Anzeige mit vollem Namen und Adresse und Dienststelle unterschreibt.

An vielen Stellen gibt es Angst vor Jobverlust oder Degradierung oder Verschieben in die Dunkelkammer, da würd ich auch die nicht ausnehmen, deren Job sicher scheint. Es gibt immer welche, die mächtiger sind.

Was der Haidinger mitmachen muss, weil er in der Öffentlichkeit was gesagt hat, obwohl er den Mund hätte halten müssen, das schreckt die ab, die nicht mal seine Position haben.

  

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RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.4.09 15:12)

ich war es nicht, ich schwöre

  

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RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.4.09 15:25)

Ich war auch nicht im engsten Grasser-Kreis auf seinem Boot,
obwohl ich grundsätzlich nix gegen Boote hab,
solang eine bodenständige Kajüte drin is.

Korrektur:
Das Boot hat ja gar nicht dem Grasser gehört?

  

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RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
Rang: kiva(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.4.09 15:27)

wie was? grasser ersucht selbst? hat er denn keinen sprecher mehr? jetzt bin ich aber echt enttäuscht

  

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RE: Grasser bittet um zweckdienliche Hinweise
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.4.09 15:36)

Der Sprecher von Finanzinvest läßt mitteilen, daß er - Finanzinvest - (leider) nicht für die anonyme Anzeige verantwortlich ist. Näheres wurde dazu noch nicht verlautet, da der Sprecher Finanzinvests ausführte, daß dieser - Finanzinvest - noch im Ausland weilt. Er sei aber über die Anzeige, soviel wurde verlautet, verry amused!

  

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Brisanter Meinl-Haftbefehl: Staatsanwalt im O-Ton
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.4.09 17:54)

Brisanter Meinl-Haftbefehl: Die schweren Vorwürfe des Staatsanwalts im O-Ton
Ehemalige MEL-Sprecher belasten Julius Meinl V.
Pilotenschein und Privatjet erhöhen Fluchtgefahr

Julius „Lindbergh“ Meinl brachte der Immogesellschaft MEL einen Schaden von 6,4 Milliarden Euro. FORMAT zitiert exklusiv die brisanten Vorwürfe aus dem U-Haft-Befehl des Meinl-Staatsanwalts.

Julius Meinl V. hat viele Spitznamen: Von Freunden wird er mit Hochachtung „Licenciat“ oder liebevoll „Fünfer“ genannt. Verärgerte Anleger schimpfen ihn „Abzocker“ oder „Schweindl“. Doch beim Staatsanwalt wird der Hauptbeschuldigte in der Affäre Meinl European Land (MEL) mit seinem vollständigen Namen angesprochen: nämlich Julius Lindbergh Meinl. Das geht zumindest aus dem vertraulichen Meinl-U-Haft-Beschluss vom 2. April 2009 hervor. Doch der wahre Name des Milliardärs ist nicht die einzige Überraschung, die das FORMAT exklusiv vorliegende Gerichtspapier (Aktenzahl: 334 Hr 436/08 g) enthält. Auf schlanken fünf Seiten erklärt Staatsanwalt Markus Fussenegger, warum er Meinl inhaftiert sehen will, und liefert so erstmals einen Zwischenstand der brisanten Ermittlungen. Für Meinl gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

"De-Facto-Entscheidungsträger"
Beim dringenden Tatverdacht, der maßgeblich für die Verhängung der U-Haft war, stützt sich Fussenegger auf ein „Vorgutachten“ des Gerichtssachverständigen Thomas Havranek, auf die Aussagen der Meinl-Vertrauten Francis Lustig und Rupert Heinrich Staller sowie der beschuldigten Meinl-Bankerin Nadine Gilles. Der Zwischenbericht des Gerichtsgutachters belegt die zentrale Rolle Meinls. „Dass der Beschuldigte Julius Meinl über sämtliche anstehenden Entscheidungen von Unternehmen der Meinl-Gruppe informiert und der De-facto Entscheidungsträger gewesen sein soll, ergibt sich unter anderem daraus, dass die Vertrauten des Beschuldigten, insbesondere Peter Weinzierl, Stephan Visy, Georg Kucian, Heinrich Schwägler und Karel Römer, diverse Funktionen in verschiedenen Unternehmen der Meinl Gruppe, darunter auch der MEL, innegehabt haben sollen“, heißt es im U-Haft-Beschluss. Auch frühere Meinl-Berater stützen Havraneks Expertise. Das gesamte Wissen über die MEL sei bei Meinl konzentriert gewesen, erzählte Lustig. Und Staller, Lustigs Nachfolger als MEL-Sprecher, bezeichnete Meinl gar als „die letzte Instanz“ in allen MEL-Angelegenheiten.

Pilotenschein, Privatjet und Ranch in Uruguay
„Der Haftgrund der Fluchtgefahr liegt vor, weil die maßgebliche Strafdrohung im gegenständlichen Fall ein bis zehn Jahre beträgt, der Beschuldigte Meinl ausschließlich britischer Staatsangehöriger ist und in Österreich zwar über eine Meldeadresse in der Wiener Freisingergasse 2 verfügt, an dieser aber tatsächlich nicht wohnhaft und aufhältig ist“, heißt es im Gerichtspapier. „Aufgrund der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten (dieser verfügt über einen Pilotenschein und einen Privatjet und angeblich über ein Anwesen in Uruguay) ist von einer sehr hohen, grenzüberschreitenden Mobilität des Beschuldigten auszugehen, die es diesem ermöglicht, sich jederzeit ins Ausland abzusetzen.“ Zudem wird explizit darauf verwiesen, dass „eine Flucht nach Uruguay, aber auch nach Großbritannien im Hinblick darauf, dass Meinl britischer Staatsangehöriger ist, eine mögliche Auslieferung nach Österreich fraglich erscheinen lässt“. Eine 100-Millionen-Euro-Kaution und die Reisepass-Abgabe brachten Meinl die Freiheit, aber ändern nichts an der Fluchtgefahr.

6,4 Milliarden Euro Schaden
Der gerichtliche U-Haft-Beschluss fasst auch die Wurzelsünden des „Fünfers“ zusammen. Konkret rechnet Staatsanwalt Markus Fussenegger dem Beschuldigten Julius Meinl einen Schaden von zumindest 6,4 Milliarden Euro zu. Denn als „faktischer Entscheidungsträger“ bei MEL habe er seine „durch Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen, wissentlich missbraucht“, wobei ihm der Vorsatz unterstellt wird, „sich durch das Verhalten der Getäuschten“, also der MEL-Investoren, „unrechtmäßig zu bereichern“. Erschwerend komme hinzu, dass er „durch Unterlassung der Offenlegung der mittelbaren und unmittelbaren Beherrschungsverhältnisse, insbesondere durch die Partly Paid Shares“ – über sie kontrollierte Meinl im Notfall ein Drittel der MEL –, Anleger böswillig verleitet habe, MEL-Zertifikate zu kaufen.

Rückkäufe zu überhöhten Preisen
Das Resultat waren Milliardenschäden:
- Die MEL-Zertifikate wurden, laut Haftbefehl, „in einer nicht veröffentlichten Rückkaufaktion zum überhöhten Preis, nämlich zu einem Durchschnittskurs von 20,78 Euro“ zurückgekauft – resultierender Schaden: 1,8 Milliarden Euro.
- Die 150 Millionen Partly Paid Shares der MEL wurden „nicht zum höchstmöglichen Kurs“ abgerufen. So sei „Liquidität von rund drei Milliarden Euro entgangen“, was ein MEL-Schaden sei.
- Ein MEL-Rückkaufprogramm erfolgte zum Kurs von 20,57 Euro, obwohl der Innere Wert der MEL bei durchschnittlich 16,07 Euro lag. Der Rückkauf sei somit „um 4,50 Euro zu hoch erfolgt“. So soll durch „Überzahlung der MEL ein Schaden in Höhe von 400 Millionen Euro entstanden“ sein.
- Ein weiterer Schaden soll der MEL durch den Kursverfall der MEL-Papiere entstanden sein, welche das Unternehmen auf eigene Rechnung über die Somal A.V.V. selber halten sollte. Der Schaden ergibt sich aus der Differenz zwischen Börsenkurs und Innerem Wert der MEL – das Minus zum Stichtag 20. März 2009: 1,2 Milliarden Euro.

Risiken und Abhängigkeiten verschwiegen
Darüber hinaus wird Meinl von Ankläger Fussenegger angekreidet, dass er die MEL-Papiere als „eine mündelsichere und solide Veranlagung mit überdurchschnittlichen Renditen“ angeprieen hat. Gutgläubige Omas und konservative Sparbuch-Kunden führte er „durch irreführende Werbung“ gezielt ins finanzielle Verderben. Aber nicht nur „erhebliche Risikofaktoren“ über die MEL soll er Investoren verschwiegen haben, sondern auch den „hohen Grad der Abhängigkeit von der Meinl Bank“, die „faktische Dominanz durch die Inhaber der 150 Millionen Partly Paid Shares“, die „Rolle der Somal A.V.V.“ als Vehikel für den Kauf nicht platzierter MEL-Papiere und die „Konsumierung von MEL-Gewinnen durch die nicht marktübliche und sehr hohe Gebührenstruktur“. Letzteres brachte seiner Meinl Bank üppige 600 Millionen Euro an MEL-Provisionen.

Der Name hinter dem Millionen-Vergleich
Dass Meinl weiterhin die Zügel in der Hand hat, beweist die jüngste Aussage eines Meinl Bankers. Der soll sich gegenüber dem Staatsanwalt verplappert haben: Er nannte nicht nur Namen und Adresse der Briefkastenfirma, die mit Exjustizminister Dieter Böhmdorfer einen 10-Millionen-Euro-MEL-Vergleich abgeschlossen hatte, sondern auch den Mann dahinter: nämlich Julius Lindbergh Meinl.


http://www.format.at/articles/0917/525/240156/brisanter-meinl-haftbefehl-die-vorwuerfe-st aatsanwalts-o-ton

  

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Meinl-Anwälte: Alles absurd
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.4.09 19:12)

Meinl-Anwälte: Behauptete Schadenssumme "absurd und nicht nachvollziehbar"
Utl.: Verdacht kann im weiteren Verfahren durch eindeutige Beweise
widerlegt werden =

Wien (OTS) - Die Anwälte von Julius Meinl, Dr. Herbert Eichenseder
und Dr. Ernst Schillhammer, weisen die im Format veröffentlichten
Vorwürfe gegen ihren Mandanten entschieden zurück. Die behauptete
Schadenssumme von 6,4 Milliarden Euro sei "vollkommen absurd und in
keiner Weise nachvollziehbar", so die Anwälte. Der U-Haftbeschluss
gibt lediglich die Vermutungslage eines Verdachtes wieder, welcher im
weiteren Verfahren durch eindeutige Beweise widerlegt werden könne.

  

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RE: Meinl-Anwälte: Alles absurd
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.4.09 19:17)

Die 6,4 Mrd. kommen mir auch zu viel vor. War die MEL jemals so viel wert?

Das ändert aber nichts Grundsätzliches. Ob 100K oder 6,4 Mrd macht für das Strafmaß keinen Unterschied.

  

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RE: Meinl-Anwälte: Alles absurd
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.4.09 19:44)

Bei der Schadenssumme wäre ich auch gerne Anwalt ...

  

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„Die letzte Instanz“
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.4.09 09:30)


Julius „Lindbergh“ Meinl (Ver) brachte der Immogesellschaft MEL einen Schaden von 6,4 Milliarden Euro. FORMAT zitiert exklusiv die brisanten Vorwürfe aus dem U-Haft-Befehl des Meinl-Staatsanwalts.

Ver hat viele Spitznamen: Von Freunden wird er mit Hochachtung „Licenciat“ oder liebevoll „Fünfer“ genannt.

Verärgerte Anleger schimpfen ihn „Abzocker“ oder „Schweindl“.

Doch beim Staatsanwalt wird der Hauptbeschuldigte in der Affäre Meinl European Land (MEL) mit seinem vollständigen Namen angesprochen: nämlich Julius Lindbergh Meinl. Das geht zumindest aus dem vertraulichen Meinl-U-Haft-Beschluss vom 2. April 2009 hervor (siehe Faksimile).

Doch der wahre Name des Milliardärs ist nicht die einzige Überraschung, die das FORMAT exklusiv vorliegende Gerichtspapier (Aktenzahl: 334 Hr 436/08 g) enthält. Auf schlanken fünf Seiten erklärt Staatsanwalt Markus Fussenegger, warum er Meinl inhaftiert sehen will, und liefert so erstmals einen Zwischenstand der brisanten Ermittlungen. Für Meinl gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Beim dringenden Tatverdacht, der maßgeblich für die Verhängung der U-Haft war, stützt sich Fussenegger auf ein „Vorgutachten“ des Gerichtssachverständigen Thomas Havranek, auf die Aussagen der Meinl-Vertrauten Francis Lustig und Rupert Heinrich Staller sowie der beschuldigten Meinl-Bankerin Nadine Gilles. Der Zwischenbericht des Gerichtsgutachters belegt die zentrale Rolle Ver's. „Dass der Beschuldigte Ver über sämtliche anstehenden Entscheidungen von Unternehmen der Meinl-Gruppe informiert und der De-facto Entscheidungsträger gewesen sein soll, ergibt sich unter anderem daraus, dass die Vertrauten des Beschuldigten, insbesondere Peter Weinzierl, Stephan Visy, Georg Kucian, Heinrich Schwägler und Karel Römer, diverse Funktionen in verschiedenen Unternehmen der Meinl Gruppe, darunter auch der MEL, innegehabt haben sollen“, heißt es im U-Haft-Beschluss. Auch frühere Meinl-Berater stützen Havraneks Expertise. Das gesamte Wissen über die MEL sei bei Meinl konzentriert gewesen, erzählte Lustig. Und Staller, Lustigs Nachfolger als MEL-Sprecher, bezeichnete Meinl gar als „die letzte Instanz“ in allen MEL-Angelegenheiten.

„Der Haftgrund der Fluchtgefahr liegt vor, weil die maßgebliche Strafdrohung im gegenständlichen Fall ein bis zehn Jahre beträgt, der Beschuldigte Ver ausschließlich britischer Staatsangehöriger ist und in Österreich zwar über eine Meldeadresse in der Wiener Freisingergasse 2 verfügt, an dieser aber tatsächlich nicht wohnhaft und aufhältig ist“, heißt es im Gerichtspapier.

„Aufgrund der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten (dieser verfügt über einen Pilotenschein und einen Privatjet und angeblich über ein Anwesen in Uruguay) ist von einer sehr hohen, grenzüberschreitenden Mobilität des Beschuldigten auszugehen, die es diesem ermöglicht, sich jederzeit ins Ausland abzusetzen.“ Zudem wird explizit darauf verwiesen, dass „eine Flucht nach Uruguay, aber auch nach Großbritannien im Hinblick darauf, dass Meinl britischer Staatsangehöriger ist, eine mögliche Auslieferung nach Österreich fraglich erscheinen lässt“. Eine 100-Millionen-Euro-Kaution und die Reisepass-Abgabe brachten Meinl die Freiheit, aber ändern nichts an der Fluchtgefahr.

Meinls Milliardenschaden
Der gerichtliche U-Haft-Beschluss fasst auch die Wurzelsünden des „Fünfers“ zusammen. Konkret rechnet Staatsanwalt Markus Fussenegger dem Beschuldigten Ver einen Schaden von zumindest 6,4 Milliarden Euro zu. Denn als „faktischer Entscheidungsträger“ bei MEL habe er seine „durch Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen, wissentlich missbraucht“, wobei ihm der Vorsatz unterstellt wird, „sich durch das Verhalten der Getäuschten“, also der MEL-Investoren, „unrechtmäßig zu bereichern“. Erschwerend komme hinzu, dass er „durch Unterlassung der Offenlegung der mittelbaren und unmittelbaren Beherrschungsverhältnisse, insbesondere durch die Partly Paid Shares“ – über sie kontrollierte Meinl im Notfall ein Drittel der MEL –, Anleger böswillig verleitet habe, MEL-Zertifikate zu kaufen.

Das Resultat waren Milliardenschäden:

- Die MEL-Zertifikate wurden, laut Haftbefehl, „in einer nicht veröffentlichten Rückkaufaktion zum überhöhten Preis, nämlich zu einem Durchschnittskurs von 20,78 Euro“ zurückgekauft – resultierender Schaden: 1,8 Milliarden Euro.

- Die 150 Millionen Partly Paid Shares der MEL wurden „nicht zum höchstmöglichen Kurs“ abgerufen. So sei „Liquidität von rund drei Milliarden Euro entgangen“, was ein MEL-Schaden sei.

- Ein MEL-Rückkaufprogramm erfolgte zum Kurs von 20,57 Euro, obwohl der Innere Wert der MEL bei durchschnittlich 16,07 Euro lag. Der Rückkauf sei somit „um 4,50 Euro zu hoch erfolgt“. So soll durch „Überzahlung der MEL ein Schaden in Höhe von 400 Millionen Euro entstanden“ sein.

- Ein weiterer Schaden soll der MEL durch den Kursverfall der MEL-Papiere entstanden sein, welche das Unternehmen auf eigene Rechnung über die Somal A.V.V. selber halten sollte. Der Schaden ergibt sich aus der Differenz zwischen Börsenkurs und Innerem Wert der MEL – das Minus zum Stichtag 20. März 2009: 1,2 Milliarden Euro.

Darüber hinaus wird Ver von Ankläger Fussenegger angekreidet, dass er die MEL-Papiere als „eine mündelsichere und solide Veranlagung mit überdurchschnittlichen Renditen“ angeprieen hat. Gutgläubige Omas und konservative Sparbuch-Kunden führte er „durch irreführende Werbung“ gezielt ins finanzielle Verderben. Aber nicht nur „erhebliche Risikofaktoren“ über die MEL soll er Investoren verschwiegen haben, sondern auch den „hohen Grad der Abhängigkeit von der Meinl Bank“, die „faktische Dominanz durch die Inhaber der 150 Millionen Partly Paid Shares“, die „Rolle der Somal A.V.V.“ als Vehikel für den Kauf nicht platzierter MEL-Papiere und die „Konsumierung von MEL-Gewinnen durch die nicht marktübliche und sehr hohe Gebührenstruktur“. Letzteres brachte seiner Meinl Bank üppige 600 Millionen Euro an MEL-Provisionen.

Dass Ver weitehrhin die Zügel in der Hand hat, beweist die jüngste Aussage eines Meinl Bankers. Der soll sich gegenüber dem Staatsanwalt verplappert haben: Er nannte nicht nur Namen und Adresse der Briefkastenfirma, die mit Exjustizminister Dieter Böhmdorfer einen 10-Millionen-Euro-MEL-Vergleich abgeschlossen hatte, sondern auch den Mann dahinter: nämlich Julius Lindbergh Meinl (Ver).


Quelle: Format 24.4.09

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Gruß

  

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und wieder die meinl-anwälte
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.4.09 14:45)

Meinl-Anwälte: Behauptete Schadenssumme "falsch und absurd"
Utl.: Doppelzählung angeblicher Schadenssummen / Begründung für
Fluchtgefahr unrichtig =

Wien (OTS) - Trotz wiederholter Ersuchen war es bislang nicht
möglich, das "Vorgutachten" des Sachverständigen zu erhalten, welches
eine wesentliche Grundlage für einen ungerechtfertigten
Freiheitsentzug war, so die Anwälte von Julius Meinl heute in einer
Stellungnahme.

Doch selbst ohne Einblick in das "Vorgutachten" ist die Berechnung
der im aktuellen Format behaupteten Schadenssumme unter
Berücksichtigung der tatsachenwidrigen Annahmen rechnerisch falsch
und inhaltlich jedenfalls an den Haaren herbeigezogen. Der Betrag von
Euro 6.4 Milliarden übersteigt das insgesamt bei Anlegern
aufgebrachte Kapital um mehr als 50 Prozent und ist allein aus diesem
Grund auf den ersten Blick absurd. Es ist nicht erklärbar, wieso
gegen eine gesellschafts- und kapitalmarktrechtlich völlig legitime
und international übliche Fondskonstruktion, die von österreichischen
und internationalen Anwaltskanzleien regelmäßig detaillierten
Prüfungen unterzogen wurde, mit derartiger Vehemenz vorgegangen wird.

Träfen die Thesen des Gerichtsbeschlusses zu, könnte der
österreichische Kapitalmarkt zusperren.

Zur behaupteten Schadensberechnung im Einzelnen:

- Es gibt keine Verpflichtung des Vorstands eines Unternehmens, noch
dazu bei ausreichender Liquidität (MEL hatte auch nach Abschluss der
Rückkäufe von Zertifikaten eine freie Liquidität von Euro 1,8
Milliarden), zu irgendeinem Zeitpunkt genehmigtes Kapital zu begeben.
Bei Anwendung der gleichen Logik hätte zum Beispiel die Erste Bank
beim seinerzeitigen Höchstkurs das genehmigte Kapital ausnützen
müssen. Durch Unterlassung dieser Ausgabe von genehmigtem Kapital
wäre der Erste Bank demnach ebenfalls ein Schaden zugefügt worden,
der jetzt durch die Republik Österreich im Rahmen des
Bankenhilfspakets ausgeglichen werden muss. Folglich ist der
behauptete Schaden von 3 Milliarden aus dem Nicht-Abrufen der Partly
Paid Shares bei MEL unrichtig und bezieht sich auf Mittel, die es nie
gegeben hat.

- Der Rückkauf der MEL-Zertifikate erfolgte nicht über dem inneren
Wert; dieser lag bei über 21 Euro, die Rückkäufe erfolgten im
Durchschnitt zu Euro 20,78. Es gibt kein Verbot, Wertpapiere oberhalb
des Unternehmenswertes zurückzukaufen, weder in Jersey noch in
Österreich. Andernfalls wäre die große Mehrzahl der Vorstände
österreichischer börsenotierter Unternehmen ebenfalls
überprüfungswürdig.

- Der Schadensteil von Euro1,8 Milliarden suggeriert, dass um diesen
Betrag etwas vollkommen Wertloses gekauft wurde. Tatsächlich wurden
um diesen Betrag werthaltige Zertifikate der MEL gekauft, die
zumindest diesen inneren Wert hatten. Das Geld floss an die
Zertifikatsinhaber zurück.

- Die weiteren Schadenbeträge von Euro 400 Millionen und Euro 1,2
Milliarden sind in den vorgenannten Euro 1,8 Milliarden bereits
enthalten. Hier liegt eine ganz banale Doppelzählung vor, die sich
einfach aus einer anderen, aber ebenfalls falschen Art der
Schadensberechnung ergibt.

- Letztlich ist es vollkommen unrichtig, eine Schadensberechnung zum
Stichtag 20. März 2009 durchzuführen, da die Veröffentlichung des
angeblich schadenskausalen Ereignisses bereits im August 2007
erfolgte.

Weiters sind Begründungen des Beschlusses vielfach unverständlich.
Francis Lustig etwa hat in seiner angeblich belastenden Aussage genau
das Gegenteil dessen ausgesagt, was nun öffentlich behauptet wird. So
heißt es in seinem Vernehmungsprotokoll ausdrücklich: " Herr Julius
Meinl V hat seine Funktionen immer peinlichst von den genannten
Gesellschaften MERE und MEL getrennt gehalten ...".

Auch die Begründung der Fluchtgefahr ist unrichtig, da es
unzulässig ist, eine Person aufgrund ihrer differenten
EU-Staatsbürgerschaft als fluchtgefährdet einzustufen. Das Flugzeug
befand sich überdies nachweislich nicht vollgetankt am Flughafen
Wien, sondern zur Reparatur im Ausland. Der Besitz in Uruguay stimmt
nicht; ebenso jener in England.

"Es ist erstaunlich, dass man sich nicht geniert, die
Öffentlichkeit dermaßen für dumm zu verkaufen", so die
Meinl-Advokaten. "Im Format-Artikel wird alles
durcheinandergebracht". Julius Meinl hat nichts zu verbergen und
nichts vor der unmittelbaren Veröffentlichung der durch das
Amtsgeheimnis geschützten Dokumente zu befürchten. "Es muss aber
untersucht werden, wie immer Dokumente aus Gerichtsakten an die
Öffentlichkeit gelangen können", so die Anwälte.

  

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RE: und wieder die meinl-anwälte witzig
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.4.09 14:49)

was kommt als nächstes Statement der Anwälte ?

vielleicht folgendes: in Wahrheit ist der Lindbergh ein Findelkind namens Hugo Fischer, der vom 4-er adoptiert wurde als er beim Müll rausbringen ein Baby mit Seitenscheitel im Mistkübel fand und er deshalb Komplexe hat ?

  

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RE: und wieder die meinl-anwälte
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.4.09 14:56)

Wo die Anwälte recht haben, haben sie recht. Die 6,4 Milliarden sind Schwachsinn.

Es ist aber auch nicht richtig, wenn sie suggerieren, daß durch den Rückkauf kein Schaden entstanden wäre. Der Schaden aus dem Rückkauf läßt sich in Wahrheit leicht beziffern: Die Differenz aus den 20,78€, zu denen rückgekauft wurde, und den 7€, zu denen deswegen danach eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden mußte.

  

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Ausführliches Weinzierl-Interview interessant
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.4.09 18:11)

Meinl-Bank-Chef Weinzierl zu den Hintergründen des umstrittenen MEL-Wertpapierrückkaufs – aus Meinl-Sicht
Wenn das Schnitzel 40 Euro kostet

Von Karl Leban

- Zertifikate-Rückkauf bei MEL sollte asiatischem Immo-Riesen Einstieg als Partner ermöglichen.
- CapitaLand spitzte 2007 auf eine MEL-Beteiligung von 20 bis 30 Prozent.
- Abverkauf bei den Ex-Meinl-Firmen Power und Airports könnte sich in die Länge ziehen.

"Wiener Zeitung": Für die Beteiligungen der früheren Meinl-Firmen Airports (jetzt kurz AI) und Power (PI), die nun auf Wunsch der Anleger liquidiert werden, soll es bereits jeweils 30 Interessenten geben. Bis wann könnte der Abverkauf aus Ihrer Sicht abgeschlossen sein?

Peter Weinzierl: Das rege Interesse zeigt, dass das Portfolio von PI und AI tatsächlich attraktiv ist.

Die 14 PI-Beteiligungen sind sicher einfacher zu verkaufen als die sieben AI-Beteiligungen. PI hat mehr kleinere Investments gemacht, die schon deshalb marktgängiger sind. Noch dazu hat PI einige Investments im Bereich Alternativenergie, der mit Zukunftspotenzial gesehen wird und in den noch immer viel Geld fließt.

Dennoch: Wenn ich mich in die Lage eines Board-Mitglieds der PI versetzen müsste, würde ich mich höchst ungern auf das Jahresende 2009 festlegen lassen. Es könnte machbar sein, aber da muss man sich wirklich extrem ins Zeug legen und dann auch Abstriche bei den Preisen machen. Wahrscheinlicher wäre Mitte 2010, wirklich realistisch aber Ende 2010.

Bei AI wird sich der Abverkauf wohl wesentlich länger hinziehen, weil der Markt derzeit schwierig ist. Die Airline-Branche wird sich zumindest nach allgemeiner Einschätzung nicht vor dem Jahresende 2010 zu erholen beginnen.

Der Meinl Bank wird vor allem in Zusammenhang mit dem externen Management ihrer einstigen Firmen-Konstrukte Gebührenschinderei auf Kosten der Anleger vorgeworfen. Mit dem Rebellen-Board der AI steht die Bank deshalb in einem Rechtsstreit. Welche Argumente haben Sie hier parat?

Die Vorwürfe wegen überhöhter Management-Gebühren halte ich für nicht berechtigt. Die Gebühren waren marktüblich, sie stehen alle im Prospekt drin. Und: Es wurde niemand mit vorgehaltener Pistole gezwungen, Airports- oder Power-Zertifikate zu kaufen. Die jetzige Situation ist so, wie wenn Sie in ein Lokal gehen, wo das Schnitzel mit 40 Euro auf der Speisekarte steht, Sie’s bestellen und essen und dann einen Streit anfangen, indem Sie sagen, dass Sie aber nur 20 Euro zahlen wollen. Wenn man dieses Prinzip zulässt, stellt man das gesamte Finanzsystem in Wirklichkeit in Frage. Denn jede dieser fondsähnlichen Strukturen kommt mit einem Gebührenmodell. Die Leute müssen das Produkt ja nicht kaufen. Außerdem können wir belegen, dass die Gebühren der Meinl Bank unter dem beziehungsweise im Marktdurchschnitt lagen und daher keinesfalls überhöht waren.

Der Finanzskandal, der das Haus Meinl ab August 2007 in schiefes Licht gerückt hat, wurde durch einen Zertifikate-Rückkauf bei Meinl European Land (MEL, jetzt Atrium Real Estate, Anm.) ausgelöst. Was sollte der im Nachhinein höchst umstrittene Rückkauf bezwecken? Dass der Kurs tief in den Keller geht, sollte dabei ja wohl nicht herauskommen.

Da muss ich etwas ausholen. Es ging darum, nach Jahren extrem starken Wachstums einen strategischen Partner zu finden. Schon im zweiten Halbjahr 2006 gab es Gespräche mit großen internationalen Immobilien-Gruppen, die jedoch zu keinen besonderen Ergebnissen geführt haben. Ab Mitte Februar 2007 liefen dann sehr konkrete Gespräche mit einem der größten asiatischen Immobilienentwickler.

Wer war das?

Eine Gruppe aus Singapur namens CapitaLand. Die wollte sich mit 20 bis 30 Prozent an MEL beteiligen. Nun hätte es die Möglichkeit gegeben, diese Gruppe über eine weitere Kapitalerhöhung an Bord zu holen. In kritischen Analysten- und Medienberichten wurde damals aber wiederholt geschrieben, MEL hätte zu viele Kapitalerhöhungen gemacht: ‚Wozu brauchen die so viel Cash?‘

Daher war die Überlegung des MEL-Boards die, CapitaLand lieber alte MEL-Zertifikate zu geben statt nochmals eine Kapitalerhöhung abzuwickeln. Zu diesem Zweck wurde begonnen, eigene Zertifikate zurückzukaufen und ein Paket anzusammeln. Die Gespräche mit CapitaLand sind dann während der ersten Jahreshälfte 2007 weitergegangen.

Warum war gerade CapitaLand für MEL so interessant?

Das MEL-Board war damals der Meinung, dass es aufgrund des Marktumfelds immer schwieriger wird, wirklich gute Projekte auf die Beine zu stellen – ausschließlich mit Handelsimmobilien. Man hat gemeint, man müsse sich verbreitern. Vor allem asiatische Immobilienentwickler gehören zu den besten der Welt, wenn es darum geht, auf knappen Flächen etwas hinzustellen – unten eine Handelsimmobilie mit einem Büroturm oben drauf. Außerdem wollte CapitaLand unbedingt nach Russland, in einen der Schlüsselmärkte der MEL.

Hätte CapitaLand nicht selbst an der Börse aktiv werden können, um MEL-Anteile zu erwerben?

Die wollten nicht an der Börse kaufen. Warum? Sie wollten ja 20 bis 30 Prozent, und die hätten sie über die Börse vermutlich nicht bekommen, auch der Kurs wäre ihnen davongelaufen. Das war zu einer Zeit, als es noch nach oben ging. Deshalb hat sich das MEL-Board gedacht: ‚Wir können den inneren Wert unserer Gesellschaft gut einschätzen. Wenn wir Zertifikate zurückkaufen, haben wir den Pool von Anteilen, die wir CapitaLand dann weiterreichen. Und wenn es mit CapitaLand nicht klappen sollte, haben wir die Anteile noch immer unter dem inneren Wert (günstig, Anm.) zurückgekauft.‘ Aus MEL-Sicht war damit kein Risiko verbunden – und deshalb wurde diese Vorgangsweise gewählt. Rückblickend betrachtet, hätte man’s wohl geschickter machen können.

Warum ist aus dem Deal mit den Asiaten letztlich nichts geworden?

CapitaLand war noch im Herbst 2007, als der MEL-Kurs bereits stark gefallen war, bereit, im Rahmen einer Wandelanleihe, die auf die rückgekauften Zertifikate zu deren Kaufpreis wandelbar gewesen wäre, einzusteigen. Im Zuge der allgemeinen Aufregung (rund um das Haus Meinl, Anm.) und des weiteren Kursverfalls ist der Einstieg dann geplatzt.

Themenwechsel: Sie selbst sind neben Ihrem Arbeitgeber Julius Meinl V. und anderen Personen einer der Beschuldigten im Fall Meinl. Im Februar kam es zu einer Razzia an Meinl-Standorten. Die Staatsanwaltschaft sagt, sie hätte gutes Material gefunden. Warum ist es der Justiz – eineinhalb Jahre nach Auffliegen der Affäre – gar so leicht gemacht worden?

Wir haben mit allen Behörden immer offen kommuniziert. Es hat schon vor den Hausdurchsuchungen einen Fluss von Unterlagen, die angefordert wurden, an die Staatsanwaltschaft gegeben. Ich wäre mir jetzt nicht irgendwelcher Dokumente bewusst, wo wir gesagt hätten: ‚Nein, die geben wir Euch nicht.‘ Die Aussage der Staatsanwaltschaft, dass sehr interessante Unterlagen gefunden worden wären, kam ja sogar schon am gleichen Tag der Razzia, als noch nicht einmal die Kisten weggebracht worden waren.

Zu dem Zeitpunkt war es sicher nicht möglich zu beurteilen, was da überhaupt mitgenommen wird. Aus unserer Sicht ist es schwer vorstellbar, dass hier gutes Material gefunden wurde, weil wir glauben, dass es kein gutes Material gibt. Und zwar nicht, weil das gute Material schon vernichtet wurde, sondern weil es in der Causa nie gutes Material im Sinne der Staatsanwaltschaft gegeben hat.

Wie geht’s eigentlich Herrn Meinl nach seinem Kurzausflug in die Zelle? Haben Sie Kontakt zu ihm? Was macht er derzeit?

Es gibt nach wie vor eine Bank, die lebt und geführt werden muss. Herr Meinl hat sich aus dem Vorstand zurückgezogen (Ende 2007, Anm.) und ist jetzt im Aufsichtsrat tätig. Es ist auch für mich sehr wertvoll, mit ihm gewisse Ideen zu Geschäften und dergleichen zu diskutieren. Das war für ein paar Tage nach seiner U-Haft nicht so, aber da ist er jetzt wieder gänzlich aktiv. Er hält sich derzeit in Österreich auf. Ich gehe davon aus, dass er schon bald darum ansuchen wird, dass er seine Reisetätigkeit ins Ausland wieder aufnehmen kann, weil seine beruflichen Interessen das erfordern. Man wird sehen, ob das gewährt werden wird oder nicht (Meinls Pass ist derzeit bei der Justiz hinterlegt, Anm.).

Ende April könnte der Endbericht des Gerichtsgutachters vorliegen. Rechnen Sie bereits fix mit einem Prozess?

Ich gehe immer noch davon aus, dass man darauf hinarbeiten wird, dass das Verfahren eingestellt wird, bevor es überhaupt zu einem Gerichtsverfahren kommt. Das ist nach wie vor das Ziel.

Gibt es Pläne, die Bank angesichts dessen, was in der Causa Meinl noch alles an Unannehmlichkeiten kommen könnte, zu verkaufen?

Nein, definitiv nicht. Herr Meinl (ist Eigentümer, Anm.) hat bisher auch nie Andeutungen in Richtung eines Verkaufs gemacht. Gäbe es diese Pläne, wäre der Vorstand darüber informiert. Im Übrigen geht es der Bank trotz allem erstaunlich gut.

Noch kurz zu Karl-Heinz Grasser: Als externer Manager kehrt er PI den Rücken. Wird ihm die Meinl Bank einen neuen Job anbieten?

Ich glaube nicht, dass das etwas ist, was er selbst sogar in Erwägung zieht. Außerdem sind wir gerade dabei, die Personalzahlen (aktuell 145 Mitarbeiter, Anm.) nochmals leicht zu reduzieren. Wir sind nicht in der Phase, neue Mitarbeiter – Herrn Grasser eingeschlossen – aufzunehmen. Man muss jetzt beruhigen und nicht unbedingt erneut polarisieren.

Peter Weinzierl, geboren 1965 in Wien, ist seit 17 Jahren für die Meinl Bank tätig. In den Vorstand zog der studierte Jurist und Wirtschaftsinformatiker 1999 ein. Mit dem Wechsel von Julius Meinl V. an die Spitze des Aufsichtsrats wurde ihm per 1. Jänner 2008 die Funktion des Vorstandssprechers übertragen.


Printausgabe vom Samstag, 25. April 2009

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3926&Alias=wzo&cob=410713

  

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RE: Ausführliches Weinzierl-Interview
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.4.09 12:20)

Gott muss der Zeit haben, mit seinen Aussendungen, Interviews. Ein paar Jahre Häfenluft atmen,würden hier gut zu Gesicht stehen.
Wenn aber nur die Mizzi Tante dort noch Kunde ist hat man einfach Zeit dauernd herum zu heulen in den Medien.

  

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"profil": Julius Meinl durch beschlagnahmtes Material und Zeugen belastet
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.4.09 09:32)

"profil": Julius Meinl durch beschlagnahmtes Material und Zeugen belastet
Utl.: Staatsanwaltschaft Wien: "Tatverdacht erhärtet" - Anwalt
Eichenseder will das "nicht bestätigen"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wird die Beweislage gegen Julius
Meinl offenbar immer dichter. Die Staatsanwaltschaft Wien will über
Zeugenaussagen und beschlagnahmte Dokumente verfügen, die Meinl
belasten. Demnach soll er entgegen seiner bisherigen Verantwortung
sehr wohl direkten Einfluss auf Meinl European Land (heute Atrium
Real Estate) genommen haben. "Das ist mehr als bloße Fantasie", so
der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien Gerhard Jarosch gegenüber
"profil". "Wir gehen davon aus, dass Herr Meinl hinter all dem
stand." Für die Festnahme-Anordnung habe es einen dringenden
Tatverdacht gebraucht, in diesem Fall die direkte Einflussnahme auf
die Geschäfte von Meinl European Land. Dieser Tatverdacht sei nunmehr
"erhärtet", so Jarosch. "Sonst hätten wir niemals die Unterschrift
eines Richters bekommen." Meinl-Anwalt Herbert Eichenseder dazu:
"Nach den uns vorliegenden Aussagen von Beschuldigten und Zeugen,
kann ich nicht bestätigen, dass mein Mandant direkten Einfluss auf
MEL hatte."

Für Meinl gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen
Verurteilung die Unschuldsvermutung.

  

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Oeffentliche Behauptungen der Staatsanwaltschaft rechtsstaatlich bedenklich
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.4.09 12:56)

Meinl-Anwaelte: Oeffentliche Behauptungen der Staatsanwaltschaft rechtsstaatlich bedenklich
Wien (OTS) -
- Aussagen nicht belegt
- Vorverurteilung statt Unschuldsvermutung

Die staendigen Behauptungen von Staatsanwaltssprecher Gerhard
Jarosch in der Oeffentlichkeit, wie zuletzt im aktuellen Profil, sind
nicht nachvollziehbar. Dem Beschuldigten wurde bisher kein einziges
Dokument und keine einzige Zeugenaussage vorgelegt, welche die
Behauptungen von Jarosch stuetzen wuerde. Wie bereits gestern in
einer Aussendung festgehalten, ist in dem oft erwaehnten
Einvernahmeprotokoll von Ex-MEL-Pressesprecher Francis Lustig genau
das Gegenteil zu lesen. Demnach habe Julius Meinl seine Funktionen
von MERE und MEL "penibel getrennt" gehalten.

Die Vorgangsweise der Staatsanwaltschaft, staendig Behauptungen an
die Oeffentlichkeit zu bringen, ohne jegliche Beweise dafuer
vorzulegen, ist rechtsstaatlich bedenklich. Nach den
verfassungsrechtlichen Prinzipien hat die Staatsanwaltschaft dem
Beschuldigten ein Vergehen ohne jeden Zweifel nachzuweisen.
Stattdessen fuehrt in diesem Verfahren die staendige Verbreitung von
unbelegten Informationen zu einer oeffentlichen Vorverurteilung fuer
eine nicht begangene Straftat.

Abgesehen davon ist auch der Versuch, den direkten Einfluss von
Julius Meinl auf Meinl European Land zu konstruieren, kein Grund fuer
eine Festnahme und eine Monsterkaution. Die behaupteten Euro 6,4
Milliarden Schaden bei Meinl European Land bzw. bei Meinl European
Land-Anlegern sind nachvollziehbar absurd und durch das von der
Staatsanwaltschaft vorgeworfene Verhalten auch nicht eingetreten und
verursacht. Julius Meinl hat nie bestimmenden Einfluss bei MEL
ausgeuebt und in Ermangelung einer nachgewiesenen Straftat bei MEL
waere diese Frage wohl ohnehin irrelevant.

Bei einer derartigen derzeit stattfindenden oeffentlichen
Vorverurteilung verliert die Unschuldsvermutung voellig ihre
Bedeutung.

Rückfragehinweis:
Dr. Herbert Eichenseder
Tel.: OO43-664-500 4546

  

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Porträt: Rupert-Heinrich, der Partyschreck interessant
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.4.09 18:52)

Porträt: Rupert-Heinrich, der Partyschreck
24.04.2009 | 18:02 | (Die Presse)

Bei Hauptversammlungen ist Anleger Rupert-Heinrich Staller ein Raubein: polternd, provokant, penetrant. Alle Manager fürchten ihn – neuerdings auch Julius Meinl.


Hauptversammlungen sind für gewöhnlich kein Mädchenpensionat. Das weiß natürlich auch ÖIAG-Chef Peter Michaelis. Trotzdem hat ihm das Aktionärstreffen vergangener Woche arg zugesetzt. Nicht, dass er keine bösen Vorahnungen gehabt hätte: Bei der AUA geht's ja ordentlich rund – und Aufsichtsratspräsident Michaelis wusste, dass die Aktionäre einigermaßen aufgebracht sind. Trotzdem wurden seine schlimmsten Befürchtungen übertroffen.

Das lag daran, dass so ein Jungspund mit offensichtlichem Hang zu Theatralik sich gar so respektlos gerierte. „Herr Michaelis, Sie sind ein Versager für dieses Unternehmen“, dröhnte er etwa coram publico ins Mikrofon. Und dass die AUA-Privatisierung zu spät erfolgt sei, liege daran, dass Michaelis „nicht den Mumm gehabt“ habe, zum damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser zu gehen. Nachsatz: „Vor Grasser feig zu sein, ist überhaupt entsetzlich.“

Besonders peinlich war für Michaelis die Sache mit der „Senator-Karte“. Da fragte ihn der freche Kleinaktionär, ob er von der AUA zusätzliche Vergütungen bekomme. Michaelis verneinte. Worauf der Aktionär triumphierend die „Senator-Karte“ präsentierte, die AUA-Passagieren allerlei Privilegien zugesteht. Michaelis entgegnete empört, die Karte habe er als ÖIAG-Vorstand bekommen – was allerdings von AUA-Vorstand Andreas Bierwirth korrigiert werden musste: Michaelis hat die Karte in seiner Funktion als AUA-Aufsichtsrat bekommen. Der Kleinanleger hatte das letzte Wort: „Eine Senator-Karte ist eineVergütung. Ich glaube Ihnen kein Wort mehr.“

Schachmatt. Doch wer ist der Mann, der Michaelis dermaßen vorgeführt hat? Vorhang auf für Rupert-Heinrich Staller. Schon seit geraumer Zeit gilt er als „Partyschreck“ der einst so gemütlichen Hauptversammlungen. 40 Jahre ist er jung, doch in den börsenotierten Unternehmen hat er sich schon jede Menge Feinde gemacht. Offiziell will natürlich niemand über Staller herziehen – Gott behüte. Aber hinter vorgehaltener Hand wird geschimpft, was das Zeug hält: Staller sei ein Selbstdarsteller, ein Egomane und jedenfalls einer, „über dessen Anwesenheit man sich nicht freut“. Wiewohl doch zähneknirschend zugegeben wird: Er habe dazu beigetragen, dass Manager vorsichtiger geworden seien und dass Kleinaktionäre bei Hauptversammlungen generell ernster genommen werden.

Die Angst vor Rupert-Heinrich Staller ist offenbar groß: Erstens, weil er als rhetorische Ausnahmeerscheinung gilt. Zweitens, weil er offenbar über ein brillantes Gedächtnis verfügt – „er kennt die gesamten Geschäftsberichte in- und auswendig“, seufzt ein Staller-Leidgeprüfter. Und drittens, weil er mit nobler Zurückhaltung so überhaupt nichts am Hut hat: „Er greift zuerst die Aufsichtsräte und Manager persönlich an und macht sie psychologisch fertig“, erzählt ein Betroffener. „Wenn dann alle völlig zermürbt sind, kommt er mit Sachargumenten. Da haben die Angegriffenen dann keine Chance mehr.“

Staller selbst sagt, dass es ihm ausschließlich um „Aktionärsdemokratie“ gehe – „mir ist der Respekt vor dem Umgang mit fremdem Geld wichtig.“ Mag sein. Aber Spaß hat er sichtlich auch daran: Hauptversammlungen sind für ihn zu einer Art Bühne geworden, auf der er lustvoll oscarreife Auftritte absolviert. Rupert-Heinrich Staller ist der Bruce Willis für Aktionäre: ein Raubein, ein Kämpfer ohne Rücksicht auf Verluste. „Stirb langsam“ – nur, dass man im Börsejargon dazu „Shareholder activism“ sagt. Staller beherrscht die Finessen dieses Aktivismus mittlerweile zur Perfektion.

Er hat ja auch lang genug geübt. Dabei ist er eher zufällig in diesen „Beruf“ geschlittert. Begonnen hat alles 1997, als er in den USA den legendären Chrysler-Manager Lee Iacocca kennenlernte. Er imponierte Staller. Und als Iacocca von der österreichischen Steyr-Daimler-Puch AG schwärmte, beschloss Staller kurzerhand, Aktien des Unternehmens zu erwerben.

Ein Jahr später kaufte der Austrokanadier Frank Stronach den Konzern – und wollte die Kleinaktionäre offenbar billig abspeisen. Jedenfalls sah Staller das so. Zwei Jahre lang wurde gestritten. „Das hat Rechtsgeschichte geschrieben“, sagt Staller stolz. Es kam dann schließlich zum rechtlichen Vergleich mit Stronach.

Staller hatte damit in gewissem Sinne Blut geleckt. In den Jahren darauf hat er dann dieses „Geschäftsmodell“ zur Perfektion entwickelt: Er kaufte vornehmlich Aktien von Unternehmen, die später von der Börse genommen wurden. Und lieferte sich mit den Managern filmreife Duelle über die Abfindung der Aktionäre – etwa bei Steirerobst, Readymix-Kies Union, Baumax und Constantia Iso. Die Strategie war stets die gleiche: Staller setzte die Manager gekonnt unter Druck, bis diese sich des lästigen Aktionärs mittels finanziellen Entgegenkommens entledigten.

Frechheit siegt, ist man geneigt zu sagen. Staller beliebt so zu formulieren: „Mir fehlt der bei Österreichern naturgegebene, übertriebene Respekt vor Obrigkeiten. Die Zwänge des Sich-Anbiederns sind mir völlig fremd.“ Dass sich damit auch fein Geld verdienen lässt, ist natürlich auch nicht übel. Vor drei Jahren outete sich Staller jedenfalls als sehr vermögend: Er ersteigerte das Gemälde „Totentanz“ von Albin Egger-Lienz um 912.000 Euro. Das Geld hat er bar hingelegt. Jeden Cent habe er übrigens selbst verdient, betont er.

Über seine Liebe zur Kunst redet Staller überhaupt besonders gerne: Er besitze Bilder, um die ihn Sammler Rudolf Leopold und Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder beneiden würden, sagt er gar nicht nobel zurückhaltend. Er sei Albertina-Patron und verfüge über eine Premierenloge im Theater an der Josefstadt – was ihn besonders freut, weil er sie dem Wiener Bürgermeister „abgeluchst“ hat. Er sei halt ein Perfektionist und bekomme in der Regel alles, was er sich in den Kopf gesetzt habe.


Nur über ein Thema redet Staller nicht so gerne: sein Meinl-Intermezzo. Jahrelang hat Staller bei Hauptversammlungen gemeinsam mit der Meinl Bank um die Rechte der Kleinaktionäre gekämpft (auch irgendwie lustig, aber das nur nebenbei). Meinl habe sich Staller „als Bluthund gehalten“, heißt es in Börsekreisen. Vor zwei Jahren, als die Wogen um die Meinl European Land (MEL) längst hochgegangen waren, holte ihn dann Julius Meinl als MEL-Sprecher. Staller blieb nur zwei Monate, nachdem Meinl seine Ratschläge ignoriert hatte.

Stallers Aussage vor der Justiz soll entscheidend dafür gewesen sein, dass Meinl vor wenigen Wochen in U-Haft genommen wurde – so steht es angeblich im Haftbefehl. Staller will zu der Causa nichts sagen. Außer, dass sie ihn „traurig macht“. Und weil er sich abseits der Hauptversammlungen gerne feinsinnig gibt, zitiert er den Philosophen Jean-Jacques Rousseau: „Das Geld, das wir haben, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.“


Zur Person
■Rupert-Heinrich Staller wurde 1968 in Innsbruck geboren. Der „Tiroler Freiheitswille“ mache ihn aus, sagt er. Sein Geld verdient er als (streitbarer) Aktionär und mit Private Equity: Demnächst will er sich an einem Unternehmen für gesunde Ernährung beteiligen.


("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2009)

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/473679/index.do?_vl_backlink=/ home/wirtschaft/index.do

  

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"trend": Meinl-Gutachten verzögert sich
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.4.09 10:13)

"trend": Meinl-Gutachten verzögert sich
Utl.: Sachverständiger des Meinl-Gutachtens braucht für Überprüfung
aller Daten länger.

Wien (OTS) - Die Übergabe des Gutachtens von Sachverständigen
Thomas Havranek für eine mögliche Anklageerhebung gegen das
Management der Meinl-Bank verzögert sich. Das berichtet der "trend"
in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Havranek, der einzige
Sachverständige für Sicherheitsmanagement in Österreich, war
beauftragt worden, festzustellen, ob für die Gesellschaften Meinl
European Land (jetzt Atrium), Meinl International Power und Meinl
Airports das Recht der Kanalinsel Jersey (dem juristischen Sitz der
Gesellschaften) oder österreichisches Recht zur Anwendung kommen
muss. Davon wird letztendlich abhängen, ob es zu einem Prozess über
die Verantwortung der Meinl-Bank an den Verlusten von tausenden
Kleinanlegern kommen wird. Anfang Mai sollte Havranek das Gutachten
liefern. Doch die Übergabe könnte sich bis zum Sommer oder sogar in
den Herbst hinein verzögern. Zwar ist eine Rohfassung fertig. Aber
noch müssen gewaltige Datenmengen, die bei Hausdurchsuchungen in der
Meinl-Bank und in der Meinl-Villa sichergestellt worden sind,
durchforstet werden, um in allen Punkten sattelfest zu sein und keine
Angriffspunkte für die Meinl-Anwälte zu liefern.
Damit verzögert sich auch die Entscheidung gegen Julius Meinl V.
Sachverständiger Havranek ist bei den Vernehmungen des Staatsanwalts
dabei und wird von Betroffenen als harter Befrager beschrieben. Das
Klima zwischen Havranek und Meinl ist empfindlich gestört, seit in
der Meinl Bank ein Dossier mit persönlichen Daten über den
Sachverständigen gefunden wurde

Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

  

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Meinl: Einfache Rechnung zeigt Unrichtigkeit der Vorwürfe
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.4.09 17:48)

Meinl: Einfache Rechnung zeigt Unrichtigkeit der Vorwürfe =

Wien (OTS) - Zur angeblichen Schadenshöhe von 6,4 Milliarden Euro
für Meinl European Land verweist die Meinl Bank auf eine einfache
Rechnung, die die Absurdität der Vorwürfe gegen Julius Meinl
drastisch aufzeigt: Teilt man den angeblichen Schaden von 6,4
Milliarden Euro durch die Anzahl der Zertifikate von MEL (nunmehr
Atrium), nämlich 212 Millionen, so wäre pro Zertifikat ein Schaden
von 30 Euro entstanden. Tatsächlich lag der höchste Kurs von MEL
jedoch bei 21,40 Euro. Das allein belegt mehr als deutlich die
Unrichtigkeit der Vorwürfe. Dabei ist noch gar nicht berücksichigt,
dass jeder Zertifikatsinhaber von Atrium nach wie vor an einem
gesunden Unternehmen mit 1,25 Milliarden Euro Cash und Immobilien im
Wert von 2,5 Milliarden Euro beteiligt ist. Dazu Meinl Bank-Vorstand
Peter Weinzierl: "Es ist erstaunlich, dass so offensichtlich falsche
Vorwuerfe veroeffentlicht werden, ohne dass sie irgendjemand
hinterfragt. Das zeigt, welche Ausmasse die Vorverurteilung in dieser
Causa bereits angenommen hat."

  

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Meinl Bank zahlt zurück
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.4.09 18:05)

Laut Wiener Zeitung v.24.4.09 zahlt am 28.4.09 die "Asia Private Equity Beteiligungs AG" aufgrund einer Kapitalherabsetzung 3,450.000 € an die Aktionäre aus. Zahlstelle: MEINL BANK AG

Super so, Meinl, weiter auszahlen, Geld ausschütten ans Gemeine Volk, so kurbelt man die Kaufkraft an!

(Und irgendwann kommt auch der J&S wieder in den Gourmet-Tempel im Graben ... und holt sich sein Gratis-Plastiksackerl ab )

  

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Weinzierl, KHG
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.4.09 23:11)

Was für ein Tag: Egal welche Zeitung man aufschlägt, es lächeln einem der Weinzierl (mit einer Riesen-Seite in der Wiener-Zeitung) und der KHG entgegen.

KHG "gibt seinen Meinl-Job auf und will raus aus der Öffentlichkeit. Das große Interview" in der heutigen Österreich-Zeitung. Aber damit die Öffentlichkeit auch ja mitkriegt, dass er sich aus ihr verabschiedet, gibt er zusätzlich noch dem heutigen Kurier ein weiteres riesiges Exklusiv-Interview.

http://www.oe24.at/wirtschaft/KHG_zu_Krise__Freundschaft_mit_Meinl_0456675.ece

ÖSTERREICH-Interview
KHG zu Krise + Freundschaft mit Meinl
© Johannes Kernmayer/TZ ÖSTERREICH
Wien, 26. April 2009 Für Karl-Heinz Grasser ist die Verschrottungsprämie Geldverschwendung, sonst ist er ganz zufrieden mit den Anti-Krisen-Maßnahmen der Regierung.

Bester Laune, braun gebrannt nach dem Osterurlaub auf den Malediven sitzt Karl-Heinz Grasser an seinem Schreibtisch. Dort, wo jetzt sein Arbeitsalltag stattfindet, in den hellen Büroräumen seiner Beratungsfirma Valuecreation in der Wiener Innenstadt. Das Mobiliar hat seine Frau Fiona Swarovski entworfen – edles Holz mit integrierten funkelnden Ornamenten. Den Schreibtisch ziert ein Stier aus dunklem Kristall. Alles elegant, aber nicht protzig.

Kommunikationsprofi
„Am liebsten würde ich gar nicht mehr in den Medien vorkommen“, sagt Grasser. Er sei jetzt eigentlich Privatperson. Aber als Kommunikationsprofi durch und durch weiß er, wann er Krisenfeuerwehr in eigener Sache spielen muss. Rund um die Causa Meinl war das diese Woche wieder angesagt. Die Firma Meinl International Power, für die der Ex-Finanzminister seit gut eineinhalb Jahren als Manager arbeitet, wird auf Betreiben kritischer Aktionäre aufgelöst; Grasser legt seine Tätigkeit für Meinl nieder. Da musste er halt doch wieder eine Pressekonferenz geben.

Meinl-Zerschlagung
„Geierfonds machen auf dem Rücken der Anleger Kasse“, kommentiert Grasser die Zerschlagung der Meinl-Firma. Diese Etappe seines Berufslebens habe in einer Niederlage gemündet, gibt er zu. Aber es sei eine wichtige Erfahrung, „wenn sich der Kapitalismus, den ich eigentlich schätze, in einer extrem aggressiven Form plötzlich gegen einen selbst richtet“.

Unternehmer KHG
Noch rund sechs Wochen wird es dauern, bis er die Geschäfte der Meinl-Firma ordentlich übergeben hat. Dann widmet sich KHG – neben der Familie – voll den Projekten seiner Firma. Aber nur beraten will der 40-Jährige auf Dauer nicht. „Ich überlege, auch jenseits der Beratung unternehmerisch tätig zu werden“, sagt er. Details möchte er noch nicht verraten. Ab 2011 gehe es mit der Wirtschaft wohl aufwärts, ob er dann seine neue Firma gründen werde? „Nein, das muss schneller gehen, ich bin ungeduldig.“

Nie mehr Politik
Dass er mit der Politik endgültig abgeschlossen hat, fällt schwer zu glauben – angesichts des Engagements, mit dem er Rezepte gegen die Wirtschaftskrise diskutiert. Aber: Eine Rückkehr in die aktive Polit-Laufbahn sei ausgeschlossen, sagt Grasser. Auf der Straße wird er nach wie vor häufig darauf angesprochen. „Die Leute kommen und sagen: Warum sind Sie nicht dabei geblieben und Bundeskanzler geworden?“ Umgekehrte Reaktionen gebe es auch, nach dem Motto: „Gott sei Dank sind Sie nicht mehr in der Politik.“ „Ich polarisiere halt“, erklärt der Ex-Minister.

„Emotionaler Knüppel“
Die im Wochentakt schlimmeren Prognosen zum Schrumpfen der Wirtschaft wundern Grasser nicht. „Mich überrascht eher, dass zwar viel darüber geschrieben wird, aber die Krise real immer noch irgendwie ignoriert wird.“ Mit dem Maßnahmenpaket der Regierung ist er im Großen zufrieden – im Detail passt ihm einiges nicht. So sei die Verschrottungsprämie „Geldverschwendung“. Und auf Banken, die Steuermilliarden bekommen, müsse mehr Druck zur Kreditvergabe an Unternehmen ausgeübt werden.

Ganz strikt ist Grasser gegen neue Abgaben, etwa eine Reichensteuer. „Den emotionalen Knüppel auszupacken und zu sagen, wir schröpfen diese grauslichen Reichen, schürt nur soziale Spannungen.“


Das ganze Interview

ÖSTERREICH: Herr Grasser, hätten Sie damit gerechnet, dass die Wirtschaftskrise so schlimm wird?

Karl-Heinz Grasser: Ehrlich gesagt, ja. Ich bin eher überrascht, dass sich das Ausmaß der Krise noch nicht richtig rumgesprochen hat. Es wird ja noch schlimmer. Nüchtern analysiert ist es so, dass die Arbeitslosigkeit 2010 Rekordniveau erreicht. Die Auswirkungen der Krise auf die breite Masse stehen erst bevor.

ÖSTERREICH: Eine wie hohe Arbeitslosigkeit droht uns?

Karl-Heinz Grasser: Dass es in Europa über 10 % geht, ist sicher.

ÖSTERREICH: Wird die Arbeitslosenquote auch in Österreich zweistellig?

Karl-Heinz Grasser: Das erwarte ich nicht. In Österreich ist die Arbeitslosigkeit traditionell niedrig, 2008 waren wir noch bei 4 %, das ist nahe an dem, was ökonomisch Vollbeschäftigung ist. Aber ich denke, dass wir auf 8 % kommen.

ÖSTERREICH: Sie sagen, das Krisengefühl sei in der Bevölkerung noch nicht angekommen. Sollten wir anfangen, uns einzuschränken?

Karl-Heinz Grasser: Im Gegenteil. Der politische Aufruf muss ja sein, zu konsumieren. Es ist gut, dass wir weiter mit optimistischer Grundhaltung leben. Aber jeder sollte jetzt zwei Mal überlegen, was er sich wirklich leisten kann.

ÖSTERREICH: Tut die Regierung genug gegen die Krise?

Karl-Heinz Grasser: Genug ja – aber man hätte es schneller machen können. Und manches wie die Verschrottungsprämie ist Geldverschwendung. Das konserviert nur das Strukturproblem, dass es eine Überproduktion von Autos gibt.

ÖSTERREICH: Was hätten Sie anders gemacht, wenn Sie noch Finanzminister wären?

Karl-Heinz Grasser: Wir hätten das Paket deutlicher fokussiert auf kleinste Einkommensgruppen. Das bringt auch volkswirtschaftlich etwas, denn die geben das Geld wirklich aus, weil sie müssen. Und unsere Investitionsprämie hätte ich zeitlich befristet wieder eingeführt. Das hatte den Vorteil, dass Firmen für zusätzliche Investitionen sofort 10 Prozent des Betrags vom Staat ausgezahlt bekamen. In Zeiten einer Kreditkrise hätten Firmen bei den Banken damit ein super Argument.

ÖSTERREICH: Das Bankenpaket reicht also nicht?

Karl-Heinz Grasser: Da hätte ich erwartet, dass die Regierung stärkeren Druck macht. Wenn Banken Milliarden Steuergeld brauchen, muss sichergestellt sein, dass Klein- und Mittelbetrieben Kredite zur Verfügung gestellt werden.

ÖSTERREICH: Macht Ihnen das Budgetdefizit Sorgen?

Karl-Heinz Grasser: Natürlich. Der Vizekanzler plant 5 Prozent in den nächsten Jahren. Irgendwer muss die Schulden zahlen. Ein schwerer Rucksack für die nächste Generation.

ÖSTERREICH: Was halten Sie von einer Reichensteuer?

Karl-Heinz Grasser: Nichts. Den emotionalen Knüppel auszupacken und zu sagen, wir schröpfen diese grauslichen Reichen, ist ein zu schlichter Ansatz und gesellschaftspolitisch unverantwortlich.

ÖSTERREICH: Wie lange dauert die Krise noch?

Karl-Heinz Grasser: 2009 ist ganz schlimm, 2010 wird auch kein gutes Jahr. 2011/12 geht es aufwärts. Aber nicht mehr so rasch wie vorher.

ÖSTERREICH: Sie reden sehr engagiert über diese Themen. Reizt Sie eine Rückkehr in die Politik gar nicht?

Karl-Heinz Grasser: Das schließe ich definitiv aus. Man kann sich das nur eine Zeit lang antun, und in dieser Zeit hat es mir extrem viel Spaß gemacht. Da gibt es Gestaltungsmöglichkeiten, die man in einem Unternehmen so nie hat. Aber von der Lebensqualität her ist es nicht vergleichbar.

ÖSTERREICH: Inwiefern?

Karl-Heinz Grasser: Kürzlich hab ich mir meinen Terminkalender von 2006 angeschaut – ich konnte es nicht fassen. Man verdrängt diese Dauerbelastung, zurück bleibt nur das Spannende, Schöne.

ÖSTERREICH: Haben Sie noch Kontakt zu Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel?

Karl-Heinz Grasser: Nicht sehr intensiv. Aber wir sind einander in Freundschaft verbunden, sehen uns alle paar Wochen oder Monate.

ÖSTERREICH: Werden Sie auf der Straße oft angeredet?

Karl-Heinz Grasser: Ja, ich polarisiere nun mal. Viele sagen mir: Warum sind Sie nicht dabei geblieben und Bundeskanzler geworden? Andere meinen: Gott sei Dank sind Sie nicht mehr in der Politik. Wobei – das lese ich eher von Journalisten, die mich nicht mögen, auf der Straße begegnet mir das eigentlich nicht.

ÖSTERREICH: Wie sieht jetzt Ihr Arbeitsalltag aus?

Karl-Heinz Grasser: Ich arbeite immer noch viel – und gerne. Derzeit konzentriere ich mich auf meine Beratungsfirma Valuecreation. Das läuft recht gut, da gibt es sehr interessante Projekte. Gleichzeitig denke ich daran, mich auch jenseits der Beratung unternehmerisch zu betätigen.

ÖSTERREICH: Sie wollen ein Unternehmen gründen? In welchem Bereich?

Karl-Heinz Grasser: Das ist noch in der Überlegungsphase.

ÖSTERREICH: Wie schaut ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Karl-Heinz Grasser: Ich gehe so um 8 Uhr außer Haus und komme gegen 19 Uhr zurück. Dann verbringe ich Zeit mit der Family. Meine Frau geht dann schlafen, die Kinder sowieso früher – ich setze mich meist noch so von 10 bis 12 oder 11 bis 1 Uhr hin und arbeite meine E-Mails ab. Weil ich’s gerne mache. Aber am Wochenende hab ich zumindest meistens frei – das hatte ich früher nie.

ÖSTERREICH: Verdienen Sie jetzt mehr als die rund 200.000 Euro jährlich in der Politik?

Karl-Heinz Grasser: Ja.

ÖSTERREICH: Sind Sie mit Julius Meinl noch befreundet?

Karl-Heinz Grasser: Ja. Für mich endet Freundschaft doch nicht bei Problemen.

  

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RE: Weinzierl, KHG
Rang: kiva(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.4.09 23:42)

>Karl-Heinz Grasser: Ich gehe so um 8 Uhr außer Haus und komme
>gegen 19 Uhr zurück. Dann verbringe ich Zeit mit der Family.
>Meine Frau geht dann schlafen, die Kinder sowieso früher – ich
>setze mich meist noch so von 10 bis 12 oder 11 bis 1 Uhr hin
>und arbeite meine E-Mails ab. Weil ich’s gerne mache. Aber am
>Wochenende hab ich zumindest meistens frei – das hatte ich
>früher nie.

wie aufregend.

  

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RE: Weinzierl, KHG
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.4.09 23:50)

Meine Emails arbeitet der Spamfilter ab,
für mich selbst bleiben pro Tag vielleicht 20 Minuten Arbeit über,
das nenn ich ökonomisches Arbeiten!

  

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RE: Weinzierl, KHG
Rang: kiva(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.09 00:40)

>Meine Emails arbeitet der Spamfilter ab,
>für mich selbst bleiben pro Tag vielleicht 20 Minuten Arbeit
>über,
>das nenn ich ökonomisches Arbeiten!


tja, der KHG hat dafür einen sprecher. deswegen geht der KHG um 8 uhr früh ausm haus und kommt um 19 uhr zurück und hat dazwischen lenz (oder was der sonst womöglich in der zeit so treibt?).

is doch auch ökonomisches arbeiten *gg*

  

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RE: Weinzierl, KHG
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.4.09 23:59)

zwischen 15-18h taucht dann der 2.Kristallstecher auf

  

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RE: Weinzierl, KHG witzig
Rang: kiva(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.09 00:42)

>zwischen 15-18h taucht dann der 2.Kristallstecher auf


na dann wunderts mich nimmer, wieso seine frau schlafen geht, wenn er heim kommt *gg*

  

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Meinl Bank: 60 Interessenten für AI/PI-Portfolio
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.09 08:33)

Immer schön trommeln, irgendwann glaubt es dann vielleicht sogar
jemand...

--------------------

Meinl Bank: 60 Interessenten für AI/PI-Portfolio
Utl.: -Weinzierl: "Gute Arbeit des früheren Managements dadurch
bestätigt"
Wien (OTS) - Ein Bericht im "Wirtschaftsblatt", wonach es laut
AI/PI-Chairman Wolfgang Vilsmeier für die Beteiligungen von Airports
International und Power International bereits jeweils 30
Interessenten gibt, ist "ein klares Zeichen dafür, dass die
Portfolios beider Gesellschaften gut und werthaltig sind", so Meinl
Bank-Vorstand Peter Weinzierl. Sämtliche Objekte wurden vom früheren
Board und unter dem Management von Meinl Airports Manager akquiriert.
"Bisher hat das Rebellenboard mit haltlosen Vorwürfen und absurden
Beträgen immer versucht den Eindruck zu erwecken, dass in der
Vergangenheit schlechte Leistungen erbracht worden wären", so
Weinzierl, "die Tatsache, dass jetzt sogar laut den Informationen von
Herrn Vilsmeier große Konzerne wie E.on und RWE an den Objekten
interessiert sind, beweist wohl das Gegenteil, naemlich dass gute
Arbeit geleistet wurde."

Rückfragehinweis:
Meinl Bank AG
mailto:Langsner@meinlbank.com

  

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RE: Meinl Bank: 60 Interessenten für AI/PI-Portfolio
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.09 08:49)

Gute Arbeit wurde dann geleistet, wenn die Verkaufserlöse die Einkaufspreise signifikant übersteigen. Die Zahl der Interessenten (vermutlich muß man diese 60 durch die Zahl der Projekte dividieren) sagt alleine noch wenig.

  

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Der heimliche Gast
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.09 09:46)




Spektakuläre Wendung in den Meinl-Ermittlungen:
Die Justiz kann jetzt offenbar beweisen, dass Ver direkten Einfluss auf die Geschäfte von Meinl European Land ausübte.

Hat er, oder hat er nicht?

Eine Geschichte, zwei Antworten

Die eine: Ver, einst Vorstandsvorsitzender der Meinl Bank AG, heute deren Aufsichtsratsvorsitzender, musste 2007 dabei zusehen, wie das Management der börsennotierten Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL, heute Atrium Real Estate) aus eigenem Antrieb und ohne sein Zutun Wertpapiertransaktionen zum Nachteil der Anleger abwickelte. Dieser Version neigen naturgemäß in allererster Linie Julius Meinl und dessen Anwälte zu.

Die andere: Ver hat nicht nur nicht dabei zugesehen, er hat die unseligen Geschäfte vielmehr höchstpersönlich angeordnet - obwohl er bei MEL formell keine Funktion innehatte. Das ist die Version der Staatsanwaltschaft Wien, die gegen den Bankier und dessen Entourage unter anderem wegen des Verdachts des Betrugs und der Untreue ermittelt. Bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung gilt ausnahmslos die Unschuldsvermutung.

Die Wahrheitsfindung ist essenziell
Nur wenn Ver tatsächlich aktiv in die Geschäfte mit MEL-Zertifikaten involviert war, droht ihm auch ein Gerichtsverfahren, an dessen Ende eine Strafe von bis zu zehn Jahren Haft stehen könnte. Seine Rolle hat Ver nur ein einziges Mal öffentlich umrissen. In einem profil-Interview, erschienen am 3. September 2007: "Ich bekleide bei MEL keine Funktion. Ich führe eine Bank und kein Immobiliengeschäft. Daher konnte die Meinl Bank den Zertifikatsankauf weder anordnen noch orchestrieren", so der Bankier damals.

Dass er damit durchkommt, darf nach Auffassung der Ermittler bezweifelt werden. Wie profil aus Justizkreisen erfuhr, verfügt die Staatsanwaltschaft Wien mittlerweile über eine Fülle an Indizien. So konnten bei mehreren Hausdurchsuchungen Mitte Februar Ver-Rechner sichergestellt werden, auf denen sensible E-Mails und Dokumente abgespeichert waren. Deren Auswertung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Ermittler stießen auf vorerst ein Protokoll, wonach Ver zumindest einmal als Gast an einer Sitzung der MEL-Geschäftsführung teilgenommen hat. Zur Erinnerung: Ver saß weder im Management noch im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Dazu kommen Hinweise aus dem Hause selbst. Auch ehemalige Mitarbeiter haben ihren Ex-Arbeitgeber in Aussagen belastet.

Demnach soll Ver immer wieder einschlägige Anordnungen erteilt haben. Überdies hat Ver immer wieder in MEL-Pressekonferenzen Stellung bezogen, zuletzt am 29. August 2007. Dabei ging es just um jenes "Rückkaufprogramm", das Ver strafrechtlich in die Bredouille bringen sollte. Und schließlich war da auch noch der von profil im Juli 2008 veröffentlichte vernichtende Bericht der Oesterreichischen Nationalbank.

Schon den OeNB-Prüfern waren die engen personellen und organisatorischen Verflechtungen zwischen den drei früheren Meinl-Börsengesellschaften MEL, MAI (heute Airports International) und MIP (heute Power International) ins Auge gestochen. Da heißt es unter anderem resümierend: "Abschließend bietet sich somit das Bild einer wenig transparenten Struktur, die aufgrund enger personeller Verschränkungen mit potenziellen Interessenkonflikten behaftet ist."

Indizienkette
Die vorliegenden Indizien lassen zumindest aus Sicht der Justiz einen Schluss zu: Ver hatte sehr wohl direkten Einfluss auf Meinl European Land und muss auch an vorderster Front in die untersuchten Wertpapiergeschäfte eingebunden gewesen sein. Und darauf gründet sich wiederum der erhobene Vorwurf des Betrugs und der Untreue.

"Das ist mehr als bloße Fantasie", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch. "Wir gehen davon aus, dass Herr Ver hinter all dem stand." Schon die überraschende Festnahme des Bankiers war ein deutlicher Fingerzeig, dass es die Justiz ernst meint. Jarosch: "Für eine Festnahmeanordnung braucht es einen dringenden Tatverdacht. Und der war in diesem Fall die direkte Einflussnahme des Herrn Ver auf die Geschäfte von Meinl European Land." Dieser Tatverdacht sei nunmehr "erhärtet". "Sonst hätten wir niemals die Unterschrift eines Richters bekommen", wie Jarosch ausführt.

Ver wurde in den Abendstunden des 1. April auf Betreiben von Staatsanwalt Markus Fussenegger in Untersuchungshaft genommen, durfte die Justizanstalt Wien-Josefstadt nach zwei Nächten gegen eine Kaution von 100 Millionen Euro und Hinterlegung seines britischen Reisepasses aber wieder verlassen.

Ob es wirklich für eine stichhaltige Anklage reicht, wird das Gutachten des renommierten Sachverständigen Thomas Havranek klären. Dieses sollte der Justiz eigentlich bereits im März zugehen, nun ist von Ende Juni die Rede - auch deshalb, weil eine Vielzahl der konfiszierten Dokumente noch nicht zugeordnet ist. Der Vollständigkeit halber muss der Gutachter auch jene Informationen auswerten, die geeignet wären, Ver gegebenenfalls zu entlasten. "Gegenstand des Ermittlungsverfahren ist es, alle Beweise zusammenzutragen", so Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien.

Ver schweigt sich zu all dem weiterhin aus
Profil übermittelte der Meinl Bank vergangene Woche schriftlich die Bitte um Stellungnahme, ob und in welchem Ausmaß der Aufsichtsratsvorsitzende Einfluss auf die Gebarung von Meinl European Land hatte. Die Antwort gab einer seiner zahlreichen Rechtsanwälte, Strafrechts-Doyen Herbert Eichenseder: "Nach den uns vorliegenden Aussagen von Beschuldigten und Zeugen kann ich nicht bestätigen, dass mein Mandant direkten Einfluss auf MEL hatte."

Also keine Bestätigung, aber auch kein entschiedenes Dementi. Jedenfalls aber eine Einschränkung: "Es sind Unmengen an Beweismitteln nach Information der Staatsanwaltschaft noch nicht ausgewertet oder der Verteidigung nicht zugänglich."

Tatsächlich hat die Justiz die bereits abgearbeiteten Informationen bis zu einer allfälligen Anklageerhebung zur Verschlusssache erklärt.

Zur Sicherheit.


Quelle: Profil 27.4.20089



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Gruß

  

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Doppelsieg fuer Julius Meinl
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.5.09 13:36)

Doppelsieg fuer Julius Meinl
Wien (OTS) -

- Klaeger mit zwei einstweiligen Verfuegungen abgeblitzt
- Dritter Gerichtsentscheid en suite zugunsten Meinl und Meinl Bank

Der Antrag auf Erlassung einer Einstweiligen Verfügung (EV), mit
der Julius Meinl verboten werden sollte, seine Liegenschaft in der
Steiermark zu belasten oder zu veräußern, wurde vom Landesgericht für
Zivilrechtssachen Graz abgewiesen. Der Kläger, vertreten durch den
Rechtsanwalt Mag Ulrich Salburg, behauptete zwar einen
sicherungsfähigen Anspruch, blieb jedoch laut Beschluß jegliche
Bescheinigungsmittel für seine Behauptungen schuldig. Rechtsanwalt
Salburg hatte die Anträge gegen Julius Meinl vor wenigen Wochen
lautstark in den Medien publik gemacht. Meinl-Anwalt Georg Schima
dazu: "Dass das Gericht den Antrag allein auf der Grundlage der
Behauptungen des Klägers und ohne Anhörung von Herrn Meinl abgewiesen
hat, zeigt deutlich, wie unsachlich das bloß auf der öffentlichen
Vorverurteilung aufbauende Vorbringen des Klägers ist. Umso
erfreulicher ist es, daß sich die Zivilgerichte dadurch und vor allem
durch die Medienberichterstattung nicht beeinflussen ließen und eine
rechtlich korrekte Entscheidung getroffen haben."

Ebenfalls abgewiesen wurde vom Bezirksgericht Innere Stadt Wien
der Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfuegung, mit der der
Republik Österreich verboten werden sollte, aus der hinterlegten
Kaution von 100 Millionen 100.000,-- Euro an Julius Meinl
auszuzahlen oder sonst über diese zu verfügen, weil in dieser Höhe
angeblich Schadenersatzansprüche der Antragsteller bestünden. Auch
hier begründete das Gericht seine Entscheidung gegen die insgesamt
3.162 Antragsteller, allesamt vertreten durch Rechtsanwalt Mag.
Ulrich Salburg, damit, daß die Antragsteller gar nicht bescheinigt
hätten, daß Julius Meinl Anspruch auf die Kaution habe. Vielmehr
konnte Julius Meinl nachweisen, daß die Kaution nicht von ihm
gestellt wurde, so daß der Antrag abzuweisen war.

Vergangene Woche war bereits eine von der oberösterreichischen
Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH eingebrachte Klage gegen die Meinl
Bank wegen behaupteter Irreführung eines Anlegers beim Erwerb von
MEL-Zertifikaten vom Bezirksgericht für Handelssachen Wien abgewiesen
worden.

  

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RE: Doppelsieg fuer Julius Meinl
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.5.09 18:31)

"Sieg! Sieg!"

Ich seh den Julius schon, mit allen zwei Händen das Victory-Zeichen machend, aus dem Gerichtssaal rennen und grinsen.

Gratuliere zum Sieg, ein kleines Fleckenputzmittel um ein paar Millionen, und schon ist die Weste wieder weiss wie ein Feh-Taschentuch frisch aus der Packung.

Ja, so Freunde hat man gern, die einem einfach so in einer Dreiviertelstunde 100 Millionen Euro einfliegen lassen ...

Die krieg ich nicht einmal zusammen, wenn ich alle meine Freunde anpumpe

Und dann gibt´s so blödes normales Volk auch noch, das im 2. und 3. Bezirk in Substandardwohnungen haust, aber einmal täglich zu Fuss zum Meinl am Graben hatscht, um dort so dreinzuschauen, wie wenn man Geld wie Heu hätt und dazugehören würd zu dieser Society. Keinen Cent würd ich dem hintragen, der lacht uns doch alle aus! Und am allermeisten die, die nicht mal gscheiter werden, wenn man ihnen zwanzigmal mit dem Prügel eins über den Schädel zieht!

  

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RE: Doppelsieg fuer Julius Meinl
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.5.09 20:19)

Also jetzt seits nicht so gemein zum Ver. Erstens ist er ein patenter Bursch, zweitens hat er uns doch wirklich eine gute Show geboten, drittens hat er lustige Freunde (z.B den Karl Heinzy) und viertens waren seine Fernseh-Interviews doch immer ein Highlight für Germanistik-Interessierte. Also, das muß einem doch was Wert sein!Alle hatten ihre Hetz, und jetzt möchten alle ihr Geld zurück!Also so geht das wirklich nicht ...

  

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RE: Doppelsieg fuer Julius Meinl
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.5.09 23:05)

Ja, ich werd immer garschtiger. Besonders zu den alten Ladies mit ihren riesigen Meinl-Sackerln. Haben so gute, saubere, preiswerte Geschäfte in der Nähe und hatschen bis zum Meinl am Graben, um sich dort dasselbe um +50% teurer zu kaufen.

Unter normalen Umständen täten sie mir leid, und wenn ich alte Frauen mit großen Einkaufstaschen am Stock gehen und keuchen seh, dann helfe ich ihnen normalerweise (so Extremfälle gibt´s ohne Meinl-Sackerl eh nur etwa 1x pro Monat, mit Meinl-Sackerl täglich) und trag ihnen die Tasche bis vor die Haustür, wenns auf meinem Weg liegt.

Aber mit Meinl-Sackerl? Und wenn sie sich den Gewaltmarsch selbst ausgesucht haben? Wenn sie keine Augen im Kopf haben, um den Spar Gourmet vor ihrer Haustür zu sehen?

Kein Mitleid!

Ein Meinl-Sackerl ist ein Symbol: "Schaut, ich bin blöd!"

  

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Julius kandidiert bei EU-Wahl
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.5.09 11:39)

Ob sich für die Jungen Liberalen mit diesem Namen viele junge liberale Wähler gewinnen lassen? Ich finde diesen Namen fast abstossend, so liberal könnt ich gar nicht sein, dass mich der Klang nicht abschrecken würde. Da wähl ich schon lieber den Martin, die Tierrechtspartei hat die Unterstützungserklärungen nicht zusammen gebracht:

http://www.orf.at/ticker/326432.html

EU-Wahl: Acht Parteien treten an
Acht Parteien werden bei der EU-Wahl am 7. Juni auf dem Stimmzettel stehen: Neben den Nationalratsparteien SPÖ, ÖVP, Grünen, FPÖ und BZÖ sind auch der EU-Parlamentarier Hans-Peter Martin mit seiner Liste sowie die KPÖ und die "Jungen Liberalen" (JuLis) vertreten. Das bestätigte der Leiter der Wahlbehörde im Innenministerium, Robert Stein, gestern kurz nach Abgabeschluss um 17.00 Uhr gegenüber der APA.

Die schon bisher im EU-Parlament vertretenen Parteien werden entsprechend ihrem Abschneiden bei der Wahl 2004 gereiht: SPÖ (sieben Mandate 2004), ÖVP (sechs), Martin (zwei), Grüne (zwei) und FPÖ (ein). Danach kommen die anderen drei Parteien in der Reihenfolge, in der sie die Wahlvorschläge im Innenministerium eingereicht haben. Die KPÖ steht auf Platz sechs, JuLis auf Platz sieben und das BZÖ auf Platz acht.

Bei der Wahl 2004 verteidigte die SPÖ mit 33,33 Prozent knapp vor der ÖVP mit 32,70 Prozent den ersten Platz. Martin wurde mit seiner Liste mit 13,98 Prozent überraschend Dritter. Knapp dahinter landeten die Grünen mit 12,89 Prozent, die FPÖ brach mit einem Rekordminus von 17,09 Prozentpunkten auf 6,31 Prozent ein. Die KPÖ - also "Linke" - verpasste mit 0,78 Prozent ein EU-Mandat bei weitem.

  

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Julius Meinl ist zurück
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.5.09 13:35)

Nach Auslandsreise
04. Mai 2009, 12:55 - www.derstandard.at

Der Banker war seit letzter Woche auf einer "wichtigen Auslandsreise" und erhielt vorübergehend seinen Reisepass zurück

Der unter Verdacht des Betrugs und Untreue stehende Banker Julius Meinl ist wieder in Österreich. Nachdem er zuvor in U-Haft gesessen hatte, wurde er gegen eine Kaution von 100 Millionen Euro auf freien Fuß gesetzt. Seinen Reisepass musste er ebenfalls bei Gericht hinterlegen.

Wegen dringender "wichtiger Auslandsgeschäfte" wurde ihm dieser jedoch nach Einbringung eines ordnungsgemäßen Antrags wieder ausgestellt - mit der Auflage, sich bis Montag wieder bei der zuständigen Richterin in Österreich zu melden. Das ist heute Vormittag um 10 Uhr geschehen, wie der ORF-Teletext berichtet. (red)

  

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julius ist wieder da
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.5.09 13:46)

http://kurier.at/geldundwirtschaft/315947.php

Der gegen eine Kaution von 100 Mio. Euro Anfang April aus der Untersuchungshaft entlassene Banker Julius Meinl V ist wieder in Österreich. Laut eigenen Angaben hatte er einen unaufschiebbaren Termin im Ausland zu absolvieren. Wäre er nicht zeitgerecht zurückgekehrt, wäre die Kaution verfallen.

Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass der Banker mit Wissen der Justiz ins Ausland gereist war. Im Falle, dass das Gericht die Reise abgelehnt hätte, hätte Meinl Schadenersatz verlangen können. Wohin er gereist war, wurde nicht bekannt. Er musste allerdings bis Dienstag wieder zurück sein und sich bei der Richterin melden, sonst wäre die Kaution ins Eigentum der Republik übergegangen.

  

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RE: Meinl: Streit über Herkunft der 100-Mio.-Kaution
klebspneum(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.5.09 14:35)

Gibts bei Meinl am Graben auch warme Eislutscher?

  

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Opfer der öffentlichen Meinung
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.5.09 17:17)

Julius Meinl: Kampf zur Reinwaschung des Namens
06.05.2009 | 16:32 | (DiePresse.com)

Der Banker hat während seiner Auslandsreise nach eigenen Angaben ein hochrangiges Anwalt-Team zusammengestellt, das einen Kampf um die "Reinwaschung" seines Namens führen soll. Meinl sieht sich als Opfer der öffentlichen Meinung.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/476801/index.do

  

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Meinl-Anwälte: Scharfe Kritik an "Vorgutachten"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.5.09 08:17)

Meinl-Anwälte: Scharfe Kritik an "Vorgutachten"
Utl.: Zumindest 72 nachweislich unrichtige Fakten und Behauptungen
Wien (OTS) - Mehr als ein Monat nach seiner Festnahme hat Julius
Meinl nunmehr ein Exemplar jenes 25-seitigen, als Vorgutachten
bezeichneten Dokuments erhalten, das die wesentlichen Gründe für die
Festnahme und die Verhängung der Untersuchungshaft enthält.

Das von Thomas Havranek in 6-monatiger Arbeit verfasste Vorgutachten
enthält nach erster Durchsicht zumindest 72 nachweislich unrichtige
Fakten und Behauptungen. Darüberhinaus enthält das Vorgutachten
zahlreiche rechtliche und sonstige Wertungen, gibt keinerlei Beweise
an, sondern beruft sich nur ganz allgemein auf gesichtete Dokumente
und geht auf von den Beschuldigten vorgebrachte Argumente und
Beweismaterialien in keinster Weise ein.

Julius Meinl und andere Beschuldigte haben vor etwa knapp einem Monat
einen Ablehnungsantrag gegen den Sachverständigen Thomas Havranek
wegen Befangenheit und mangelnder Qualifikation - Thomas Havranek ist
für die Themenbereiche Bürowesen, eingeschränkt auf
Sicherheitsmanagement, Compliance und Corporate Governance, sowie
Steuerwesen befähigt - gestellt; dieser wurde von der
Staatsanwaltschaft ohne Angabe von Gründen abgelehnt.

Die Anwälte von Julius Meinl erarbeiten derzeit eine Richtigstellung,
welcher im Gegensatz zum Vorgutachten auch unzweifelhafte
Beweismittel beigefügt werden.

Rückfragehinweis:
Dr. Herbert Eichenseder
0043 664 500 45 46

  

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Neues Privatgutachten "mehr PR-Gag als rechtliche Beurteilung"
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.5.09 11:52)

Meinl Bank: Neues Privatgutachten "mehr PR-Gag als rechtliche Beurteilung" =

Wien (OTS) - Die Meinl Bank weist die Behauptungen in einer laut
"Wirtschaftsblatt" vom Wirtschaftstreuhänder Manfred Biegler
erstellten Stellungnahme zu Meinl European Land entschieden zurück.
Biegler wiederholt darin längst bekannte und von der Meinl Bank
bereits widerlegte Vorwürfe und Unterstellungen. "Die Ausführungen
von Herrn Biegler ähneln in vielen Punkten dem Havranek-Vorgutachten,
das auf 25 Seiten bekanntlich 72 Fehler enthält", so
Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl, "das sogenannte Gutachten von
Herrn Biegler ist dreimal so dick und dürfte daher dreimal soviele
Fehler enthalten." Keine der von Biegler aufgestellten
Beschuldigungen sei aufrecht zu erhalten. Es sei auch bezeichnend,
dass das Schriftstück zuerst einer Zeitung übermittelt wurde. "Das
sieht mehr nach PR-Gag als nach einer seriösen rechtlichen
Beurteilung aus", so Meinl-Bank-Vorstand Weinzierl.

Zu den Behauptungen im einzelnen:

- Commercial Papers: Bereits vor fast einem Jahr wurde in einem
höchstgerichtlichen Urteil rechtskräftig festgestellt, dass die
Ausgabe der Commercial Paper aus steuerlichen Gründen erfolgte und
Meinl European Land daraus netto keine Zinsen zahlte.

- Treuhandkredite: Nachdem die Meinl Bank Treuhandkredite für MEL
an Tochtergesellschaften der MEL gewährte, kam es zu Zinszahlungen
von Tochtergesellschaften der MEL an MEL, nicht an die Meinl Bank.
Diese Treuhandkredite waren aus steuerlicher Sicht unbedingt
erforderlich, deshalb lag die effektive Steuerbelastung im
MEL-Konzern auch bei nur 2 bis 4 Prozent. Diese effektive steuerliche
Gestaltung kam unmittelbar der MEL und damit den Anlegern zugute.
Nachdem es sich um Treuhandkredite handelte, wurden diese in der
Konsolidierung eliminiert. Damit kann es gar nicht zu einer
Bilanzverlängerung und Erhöhung der Gebühren gekommen sein;
gegenteilige Aussagen von Herrn Biegler können nur auf mangelndem
Fachverständnis beruhen.

- Gebuehren: In der Stellungnahme von Herrn Biegler werden keine
neuen Gebuehren angeführt, sondern die in den Prospekten regelmäßig
korrekt dargestellten Gebühren unter verschiedenen Bezeichnungen in
irreführender Weise mehrfach aufgelistet. Die an die Meinl Bank
bezahlten Gebühren waren allesamt marktüblich, die Leistungen wurden
ordnungsgemäß erbracht.

Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl: " Es ist unglaublich wie
Anlegern, die durch die internationale Finanzkrise Geld verloren
haben, von selbsternannten Experten für wenig gehaltvolle Arbeit auch
noch Geld abgenommen wird."

Rückfragehinweis:
Meinl Bank AG
mailto:langsner@meinlbank.com

  

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EU zahlt 34.445,64 € an Meinl
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.5.09 07:30)

Heute-Zeitung, 6.5.09, S. 5:

"(...)

Auch Kleinvieh macht Mist - und so ließ es sich Julius Meinl V. nicht nehmen, für sein Gut in Pöllau (Steiermark) Subventionen zu beantragen. Und - die EU zahlt: 4348,61 Euro aus dem "Bergbauernprogramm, Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete", 20.337,12 Euro für Öko-Maßnahmen und 9759,91 Euro an Direktzahlungen (Begründung: "Damit wird ein stabiles Einkommen für die Landwirte gewährleistet..."). Macht zusammen 34.445,64 Euro aus.

(...)"

  

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ÖSTERREICH: Das geheime Meinl-Gutachten
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.5.09 11:02)

ÖSTERREICH: Das geheime Meinl-Gutachten
Utl.: Das steht im Papier des Sachverständigen

Wien (OTS) - Es ist das Schriftstück, das Julius Meinl V. ins
Gefängnis brachte.Der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) liegt
nun das komplette Gutachten des Sachverständigen Thomas Havranek vor,
aufgrund dessen Meinl in U-Haft genommen wurde.

Der Inhalt der nur 25 Seiten dünnen Expertise, die angeblich
mehrere hunderttausend Euro teuer war, sorgt bei Experten allerdings
für Kopfschütteln. Vorwürfe sind teils nicht durch Fakten gestützt,
Meinl-Firmen wurden falschen Eigentümern zugeordnet. Statt einer
Komplett-Prüfung wurden für die Untersuchung neun Meinl-Unternehmen -
wie im Gutachten wortwörtlich selbst nachzulesen - "willkürlich
ausgewählt".

Auch der zentrale Satz des Gutachtens ist nicht belegt. Wörtlich
heißt es ...."ist vom jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass die
gesamte Meinl-Gruppe inkl. MEL von einer Person geleitet und bestimmt
wurde: Julius Meinl V." Ein Beleg oder Beweis dafür findet sich in
der Expetise nicht, berichtet ÖSTERREICH in seiner Sonntag-Ausgabe.

  

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Schwere Vorwürfe ehemaliger Direktoren von Meinl European Land
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.5.09 11:09)

"profil": Schwere Vorwürfe ehemaliger Direktoren von Meinl European Land gegen Meinl-GruppeUtl.: Britische Anwälte wollen laut Brief an Jersey-Aufsicht von
Wertpapierrückkäufen 2007 nichts gewusst haben

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, formulierten zwei frühere britische
Direktoren der börsenotierten Immobiliengesellschaft Meinl European
Land (MEL, heute Atrium European Real Estate) in einem Brief an die
Jersey Financial Services Commission vom 6. Dezember 2007 schwere
Vorwürfe gegen die Meinl-Gruppe. Die Anwälte Michael Richardson und
Peter Byrne, Partner der auf dem MEL-Firmensitz Jersey domizilierten
Kanzlei Bedell Cristin, erklärten damals mit Hinweis auf lückenhafte
Informationen ihren Rücktritt, der schließlich mit 7. März 2008
wirksam wurde. Demnach wollen weder Richardson noch Byrne in den
Rückkauf von MEL-Zertifikaten 2007 auf Rechnung der Gesellschaft
eingebunden gewesen sein. Das von Richardson in beider Namen
verfasste Schreiben liegt "profil" vollständig vor. Darin heißt es
unter anderem: "Der Ankauf von Zertifikaten ... wurde durchgeführt,
ohne dass wir Direktoren einbezogen worden wären, obgleich die
anderen Direktoren involviert waren und das Ausmaß der
Zertifikatskäufe kannten."

Das bedeutet, dass jedenfalls zwei der damals sechs MEL-Direktoren
nicht oder nur rudimentär über die Vorgänge orientiert waren. Bisher
hatte es immer geheißen, die über die Meinl Bank abgewickelten
Transaktionen seien ausnahmslos "im Auftrag und auf Rechnung" von MEL
getätigt worden.

  

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Meinl Bank: profil-Bericht bestätigt Rechtmäßigkeit der Zertifikatsrückäufe
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.5.09 11:20)

zumindest das schmierblatt "österreich" haben sie anscheinend schon auf ihre seite gebracht.


Meinl Bank: profil-Bericht bestätigt Rechtmäßigkeit der Zertifikatsrückäufe

Wien (OTS) - Der im aktuellen profil zitierte Brief der zwei
früheren Direktoren von Meinl European Land (MEL), Michael Richardson
und Peter Byrne, an die Jersey-Behörde JSFC belegt deutlich, dass die
Rückkäufe von MEL-Zertifikaten im Frühjahr 2007 vom Board der MEL
angeordnet wurden. Anders als von profil dargestellt, war nämlich
laut veröffentlichtem und von den Jersey-Behörden genehmigten
Gesellschaftsvertrag ausschließlich der Lenkungsausschuss des
MEL-Boards für derartige Entscheidungen zuständig. Dieser bestand aus
den Herren Georg Kucian, Heinrich Schwägler und Karel Römer. Die
Jersey-ansässigen Juristen Richardson und Byrne waren insbesondere
für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen auf Jersey
verantwortlich. "Der Ankauf von Zertifikaten ... wurde durchgeführt,
ohne dass wir Direktoren (Richardson und Byrne, Anm.) einbezogen
worden wären, obgleich die anderen Direktoren involviert waren und
das Ausmaß der Zertifikatskäufe kannten", zitiert profil aus dem
Schreiben der Jersey-Direktoren.

"Damit ist ein weiteres Mal bestätigt, dass die Entscheidung zum
Rückkauf völlig rechtmäßig durch einen Beschluss der zuständigen
Direktoren zustandekam und nicht, wie in den Vorwürfen
fälschlicherweise behauptet, durch Einflussnahme der Meinl Bank oder
ihrer Organe", so Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl.

Die in profil vermeldete Absicht des Sachverständigen Thomas
Havranek, auch alle entlastenden Fakten in sein Gutachten einzubauen,
ist für Weinzierl eine "interessante, aber wenig glaubwürdige
Absichtserklärung". Das bisher vorliegende sogenannte Vorgutachten
von Havranek enthalte jedenfalls nur unbelegte Behauptungen und an
die hundert Faktenfehler, so Weinzierl. Alle seitens der Meinl Bank
vorgebrachten Argumente seien von Havranek bisher überhaupt nicht
berücksichtigt worden.

Rückfragehinweis:
langsner@meinlbank.com

  

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Familie Meinl wehrt sich gegen Pühringer-Äußerungen
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.5.09 13:30)

Familie Meinl wehrt sich gegen Pühringer-Äußerungen
Utl.: 150 Jahre Unternehmensgeschichte nicht für politische
Propaganda missbrauchen =

Wien (OTS) - Die Familie Meinl verwahrt sich gegen die Äußerungen
von ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer, der in seiner Parteitagsrede
Spekulanten, "die Meinls der Republik", attackiert und für die
Finanzkrise mitverantwortlich gemacht hatte.

Die Familie Meinl hat in 150 Jahren Unternehmensgeschichte
tausende Mitarbeiter beschäftigt und sichert auch heute hunderte
Arbeitsplätze in Österreich. Meinl zählt nach wie vor zu den
bekanntesten und stärksten heimischen Marken in- und außerhalb des
Landes. Diese Leistungen sind niemals durch Spekulation erbracht
worden. Die Unternehmen der Familie Meinl haben vielmehr stets auf
Kontinuität gesetzt und Verantwortung für ihre Mitarbeiter
übernommen.

Es ist daher unverständlich und unveranwortlich, wenn ein
amtierender Landeshauptmann eine der traditionsreichsten
Unternehmensgruppen in Österreich als Symbol für schnelle
Spekulationsgewinne missbraucht. Die Familie Meinl weist diese Art
von politischem Populismus entschieden zurück.

Rückfragehinweis:
langsner@meinlbank.com

  

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RE: Meinl Bank: profil-Bericht bestätigt Rechtmäßigkeit der Zertifikatsrückäufe
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.5.09 16:02)

Grad so was bestätigt die Rechtmäßigkeit der Entscheidung zum Rückkauf?

Der Weinzierl is ma nimmer wurscht, wie kann ein Mensch mit zwei Beinen so abgehoben vom Boden der Realität schweben?

Alles was die anderen sagen, wird für den Julius verwendet, so lautet die Weinzierl´sche Rechtmäßigkeitsvermutung.

  

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Bericht aus der Zelle
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.5.09 21:36)

Vielleicht sollten wir ihm wünschen daß er wieder einmal die Gelegenheit hat?

---------------

In einem Interview mit der Tageszeitung Österreich spricht der mutmassliche Dopingsünder Stefan Matschiner auch über die Erfahrung mit seinem Kurzzeit-Zellengenossen Julius Meinl V.. Matschiner auf die Frage, wie die Begegnung war: "Naja. Da wir beide relativ neu im Landl waren, haben wir sehr viel Zeit beim Staatsanwalt und bei Verhören verbracht. Aber er war mir gegenüber sehr freundlich. Ich habe ihn als sehr angenehmen Zeitgenossen empfunden. Ich möchte die Zeit nicht missen, es war eigentlich eine sehr nette Begegnung und für mich eine schöne Erfahrung, auch so einen Menschen einmal näher kennen gelernt zu haben."

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 09:04)

>Vielleicht sollten wir ihm wünschen daß er wieder einmal die
>Gelegenheit hat?
>
>---------------
>
>In einem Interview mit der Tageszeitung Österreich spricht der
>mutmassliche Dopingsünder Stefan Matschiner auch über die
>Erfahrung mit seinem Kurzzeit-Zellengenossen Julius Meinl V..
>Matschiner auf die Frage, wie die Begegnung war: "Naja.
>Da wir beide relativ neu im Landl waren, haben wir sehr viel
>Zeit beim Staatsanwalt und bei Verhören verbracht. Aber er war
>mir gegenüber sehr freundlich. Ich habe ihn als sehr
>angenehmen Zeitgenossen empfunden. Ich möchte die Zeit nicht
>missen, es war eigentlich eine sehr nette Begegnung und für
>mich eine schöne Erfahrung, auch so einen Menschen einmal
>näher kennen gelernt zu haben."
>

Wenn man das so hört, bekommt man direkt selber auch Lust, mal einige Zeit im Knast zu verbringen ... Sind ja inzwischen lauter angenehme Zeitgenossen (=Wirtschaftsverbrecher?) dort ...

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 09:09)

>Wenn man das so hört, bekommt man direkt selber auch Lust, mal
>einige Zeit im Knast zu verbringen ... Sind ja inzwischen
>lauter angenehme Zeitgenossen (=Wirtschaftsverbrecher?) dort ...


Ich wäre auch lieber mit dem Meinl als mit dem Fritzl in einer Zelle. Aber noch lieber bin ich zweifellos heraußen.

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 09:18)

Ich wäre auch lieber mit dem Meinl als mit dem Fritzl in einer Zelle

also da hätte ich mehr Angst um mein Hinterteil beim V-er

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 09:24)

>Ich wäre auch lieber mit dem Meinl als mit dem Fritzl in
>einer Zelle
>
>also da hätte ich mehr Angst um mein Hinterteil beim V-er

Das sehe ich auch so! Das Fritzl NICHT homosexuell ist, hat er ja (leider) ausreichend bewiesen ...

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 09:46)

>Aber noch lieber bin ich zweifellos heraußen.

Also ich finde auch, dass einem das Kennenlernen von Wirtschaftsverbrechern stark Weiterbringen kann. WiVe sind recht honorige Leute, und vor allem kommunikativ, schlau und vif. Da kann man sich sicherlich einiges abschauen.

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 09:57)

>>Aber noch lieber bin ich zweifellos heraußen.
>
>Also ich finde auch, dass einem das Kennenlernen von
>Wirtschaftsverbrechern stark Weiterbringen kann. WiVe sind
>recht honorige Leute, und vor allem kommunikativ, schlau und
>vif. Da kann man sich sicherlich einiges abschauen.
>

Das stimmt. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, daß sie dir auch noch das letzte Hemd ausziehen ...

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 10:07)


>Wirtschaftsverbrechern stark Weiterbringen kann. WiVe sind
>recht honorige Leute, und vor allem kommunikativ, schlau und

honorig wohl definitionsmäßgi nicht

  

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RE: Bericht aus der Zelle
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.5.09 10:59)

>honorig wohl definitionsmäßgi nicht


Alles eine Frage des Ehrbegriffes. In Italien oder der Türkei versteht man auch was anderes darunter als unter k.u.k. Offizieren oder Staatsanwälten.

  

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MEL-Vorgutachten: Julius Meinl V. als Pleite-Drahtzieher
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.5.09 20:27)

MEL-Vorgutachten: Julius Meinl V. als Pleite-Drahtzieher
12.05.2009 | 18:28 | JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Gutachter Havranek meint, Julius Meinl habe die Gruppe gelenkt und sei für das MEL-Desaster verantwortlich, die Meinl-Anwälte bestreiten das – und zerpflücken das vorliegende „Vorgutachten“.


Wien. Im Ende April fertiggestellten „Vorgutachten“ zur Strafsache Meinl (das der „Presse“ vorliegt) hat der im Auftrag der Staatsanwaltschaft tätige Gutachter Thomas Havranek eine Reihe von schweren Vorwürfen gegen Julius Meinl V. und mehrere Manager von Meinl-Unternehmen erhoben. Diese Vorwürfe haben unter anderem zur vorübergehenden Verhaftung von Julius Meinl (und seiner Freilassung gegen 100 Millionen Euro Kaution) geführt – und sie werden von den Anwälten des Bankers vehement bestritten.

Im Folgenden: die zentralen Vorwürfe aus dem Gutachten – und die Replik der Meinl-Anwälte bzw. der Meinl Bank darauf.

1. Geschäftsmodell: Wer hatte bei Meinl European Land das Sagen?

Im ersten Punkt des „Vorgutachtens zur Strafsache 608 ST 1/08w“ gegen „Julius Meinl u.a.“ führt der Gutachter anhand eines Organigramms aus, dass die Meinl Gruppe aus zwei zentralen Unternehmen bestehe, nämlich der Meinl Bank AG (die über ihre Tochter MERE die Meinl European Land extern gemanagt und über die ihr gehörende Meinl Success den Vertrieb der MEL-Zertifikate abgewickelt hat) und die Julius Meinl AG, der die Somal A.V.V. und die Tsehla Nominees (beide Unternehmen haben bei der Ausgabe von Partly Paid Shares und bei Zertifikatsrückkäufen eine Rolle gespielt) zuzurechnen sei.

Meinl Bank und Julius Meinl AG stünden über Stiftungen im Einflussbereich Meinls. Zahlreiche Direktoren der MEL hätten Mehrfachfunktionen innerhalb der Meinl-Gruppe innegehabt. Kurzum: Die Gruppe sei zentral von Julius Meinl V. gelenkt worden, dieser habe laut Zeugenaussagen in allen Fällen „die Letztentscheidung“ gehabt. MEL und MERE seien zudem von Wien aus gesteuert worden, in Jersey habe es nicht einmal ein Büro gegeben.

Die Meinl-Replik: Es gebe keine „Meinl-Gruppe“, die beiden Stiftungen seien „unabhängig und nicht miteinander verbunden“, die Meinl Bank sei daher auch nicht das „zentrale Unternehmen“. Julius Meinl (damals Vorstandschef der Meinl Bank) sei „in MEL-interne Entscheidungsprozesse nicht eingebunden gewesen“ und habe „niemals operative Entscheidungen“ getroffen. Die seien Sache des MEL-Boards gewesen – und bei dessen Sitzungen sei Meinl nur zweimal anwesend gewesen. Die Schlussfolgerung, dass die MEL von Julius Meinl geleitet worden sei, stehe „in krassem Widerspruch zu allen Unterlagen“ und sei „grob falsch“.

2. Werbung: Aktie oder mündelsicheres Sparschwein?

Das Gutachten geht auch ausführlich auf den Vorwurf ein, MEL habe für seine Aktienzertifikate irreführend geworben. Dabei seien unter anderem die Argumente „Rendite zwischen 9 und 14 Prozent“, „mündelsicher“, „Der Vergleich macht Sie reich.“, „sicher wie ein Sparbuch“ und „Nicht spekulieren, sondern gewinnen!“ verwendet worden. Den Anlegern sei verschwiegen worden, dass es sich um ein Aktienzertifikat (und nicht um eine Aktie) handle, und es sei ihnen suggeriert worden, das Aktienrisiko bestehe bei diesem Papier nicht. Der Gutachter zitiert auch eine Entscheidung des Oberlandesgerichts, wonach die Anleger bei MEL von einer „Rechtsstellung im Sinne des österreichischen Aktiengesetzes“ ausgehen konnten – und nicht davon, dass sie ein mit weniger Aktionärsrechten ausgestattetes Zertifikat einer Jersey-Aktie besaßen.

Die Meinl-Replik: Die Aktienzertifikate (ADC, Austrian Depositary Certifikate) seien nicht von der Meinl Bank, sondern von der Oesterreichischen Kontrollbank und der Wiener Börse erfunden worden, um den Handel mit Namensaktien in Wien zu ermöglichen. Auch habe nicht nur MEL die Zertifikate als „Aktien“ bezeichnet, sondern auch die Wiener Börse (auf deren Homepage die Bezeichnung erst nach „Presse“-Berichten geändert wurde, Anm.).

Die Schlagwörter („mündelsicher“ etc.) seien aus dem Zusammenhang gerissen, MEL habe nie verheimlicht, dass es sich nicht um ein Sparprodukt handle. In den Werbeunterlagen sei das Wertpapier nicht als „mündelsicher“, sondern als „geeignet für Mündelgeldveranlagung“ bezeichnet worden, was ein Unterschied sei.

3. Zertifikatsrückkäufe: Milliardenverlust oder „Business as usual“?

Einen zentralen Punkt im Meinl-Skandal nahmen die nicht gesondert der Öffentlichkeit mitgeteilten Zertifikatsrückkäufe durch die MEL ein, bei der die Karibikgesellschaft Somal (die laut Gutachten „mittelbar im Eigentum der Familie Meinl“ steht) zwischengeschaltet war.

Insgesamt wurden Zertifikate im Wert von 1,82 Milliarden Euro zurückgekauft, und zwar laut Gutachten „mit MEL-Geldern, sprich mit Geldern der Anleger“. Dazu sei die Kapitalerhöhung 2007 (1,5 Milliarden Euro) herangezogen worden. Die ADC-Inhaber hätten damit laut Gutachten „einen Teil ihrer Gelder nicht wie vorgesehen für das Wachstum in Osteuropa, sondern für Spekulationen mit eigenen Aktien zur Verfügung gestellt“.

In Werbematerialien und Kapitalmarktprospekten sei davon aber keine Rede gewesen. Der Rückkauf sei unter Berücksichtigung des NAV (Net Asset Value) um 4,5 Euro pro Zertifikat zu teuer durchgeführt worden, was eine „Überzahlung“ ergebe. Die MEL habe durch Spekulationen mit eigenen Wertpapieren einen Schaden von 1,26 Milliarden Euro erlitten, die Liquidität sei um 1,8 Milliarden Euro verringert worden.

Meinl-Replik: Die Zuordnung der Somal zur „Familie Meinl“ sei nicht nachvollziehbar, weil die Julius Meinl AG (und damit die Somal) einer Stiftung nach liechtensteinischem Recht ohne Begünstigtem gehöre. Die Rückkäufe seien laufend unter einer Kundennummer der FMA gemeldet worden. MEL-Gelder seien „Gelder der Gesellschaft und nicht Gelder der Anleger“. Bei der „Schadensberechnung“ habe der Gutachter offenbar übersehen, dass die angekauften Zertifikate selbst einen Vermögenswert darstellen. Der Rückkauf sei keine „Spekulation“ gewesen sondern in Hinblick auf den Einstieg eines Investors erfolgt, im Jahr 2007 seien Rückkaufprogramme von Börsenfirmen generell über dem NAV getätigt worden.

4. Provosionsschinderei: Außer Spesen nichts gewesen?

Das Gutachten vergleicht die Gebühren der MEL mit anderen, „willkürlich“ aus einem Morgan-Stanley-Report ausgewählten Unternehmen und kommt zum Schluss, diese seien im Vergleich überhöht gewesen.

Meinl-Replik: Die Gebühren seien in Kapitalmarktprospekten offengelegt gewesen und hätten sich im Rahmen der in Wien notierten Immobiliengesellschaften gehalten.

5. „Partly Paid Shares“: Der Miteigentümer, den niemand kannte

Die teileinbezahlten Aktien (rund ein Drittel des Kapitals, für die – bei vollem Stimmrecht – nur ein Cent pro Stück einbezahlt worden war) seien im Einflussbereich Meinls gestanden, heißt es im Gutachten, durch die Nichtvolleinzahlung seien der Gesellschaft drei Milliarden Euro an Liquidität vorenthalten worden.

Meinl-Replik: Verfügungsberechtigt sei der MEL-Board gewesen, ein „Abruf“ der PPS hätte also ausschließlich die Liquidität der MEL getroffen. Und das nur vorübergehend. Die PPS wären nach dem „Abruf“ eingezogen worden – womit der Abruf ein „Nullsummenspiel“ geworden wäre. Die PPS seien zur Verhinderung einer feindlichen Übernahme konzipiert gewesen, das Stimmrecht sei nicht ausgeübt worden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2009)

  

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Meinl-Gutachten: "Schüleraufsatz auf Steuerkosten" - neuer Ablehnungsantrag gegen Gutachter geplant
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.5.09 14:39)

Meinl-Gutachten: "Schüleraufsatz auf Steuerkosten" - neuer Ablehnungsantrag gegen Gutachter geplant

Wien (OTS) - Die Meinl Bank verschärft ihre Kritik an dem
sogenannten "Vorgutachten" des Sachverständien Thomas Havranek, das
als wesentliche Grundlage für die Festnahme von Julius Meinl genannt
wurde.

Das in sechsmonatiger Arbeit auf lediglich 25 Seiten verfasste
Vorgutachten


- enthält in den wesentlichen Fakten über 80 nachweisliche Fehler,
- ist in sich vollkommen unschlüssig.
- geht in keinster Weise auf die umfangreiche und seit Monaten
vorliegende Beweisführung der Meinl Bank ein, welche die
jeweiligen Vorwürfe klar widerlegt,
- wiederholt bekannte Anschuldigungen, ohne dafür Belege liefern zu
können.


Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl: "Dass dieser Schüleraufsatz
auf Steuerzahlerkosten als Gutachten durchgeht, ist unerklärlich und
eigentlich ein Skandal." Und: "Es wird jetzt sicher ein neuerlicher
Antrag auf Enthebung des Sachverständigen geprüft werden, da dieses
Gutachten seine mangelnde Kompetenz in den hier erforderlichen
Fachgebieten mehr als deutlich belegt."

Einige wesentliche Fehler zu den einzelnen Vorwürfen nochmals
zusammengefasst:

Im Gutachten wird die Managementgesellschaft MERE als "100%ige
Tochter der MEL (Meinl European Land)" bezeichnet. Das ist falsch.
Die MERE ist eine Tochter der Meinl Bank.

Im Gutachten wird behauptet, dass Peter Weinzierl im
Untersuchungszeitraum Vorstand von MEL war. Das ist falsch. Peter
Weinzierl ist bereits im Juni 2005 aus dem Vorstand der MEL
ausgeschieden.

Weiters wird behauptet, ein Zustimmungsrecht der Meinl Bank
bezüglich eines Abrufs der Partly Paid Shares (PPS) belege, dass die
PPS von der Meinl Bank kontrolliert würden. Auch das ist falsch. Die
Kontrolle der PPS lag nachweislich zu jeder Zeit beim Board der MEL
selbst.

Der Sachverständige führt auch an, "die PPS seien bei der Tshela
und somit indirekt bei der Julius Meinl AG gelandet." Tatsächlich
stand Tshela Nominees nicht im Besitz der Julius Meinl AG, sondern im
Eigentum eines Anwalts, der die PPS treuhänderisch für MEL selbst
hielt. Das Verfügungsrecht über die PPS lag somit immer bei MEL. Das
entsprach auch dem Zweck der PPS als Vorsichtsmaßnahme gegen eine
feindliche Übernahme. Auch dies hat die Meinl Bank bereits mehrfach
erörtert und entsprechende Unterlagen liegen dem Sachverständigen
seit langem vor.

Weiters wird in dem Gutachten behauptet, "dass die gesamte Meinl
Bank Gruppe inkl. MEL von Julius Meinl geleitet worden sei". Dies
soll vor allem eine e-mail belegen, wonach Julius Meinl um seine
Zustimmung zu einer Presseaussendung der MEL ersucht wurde. Dieser
Schluss ist ebenfalls falsch. Julius Meinl war als damaliger
Vorstandsvorsitzender der Meinl Bank in den Informationsfluss
eingebunden. Der Meinl Bank oblag im Rahmen des Marketmaker-Vertrages
ein Teil der Investor Relations und Kommunikations Aufgaben der MEL.
Dies deshalb, weil MEL keine Niederlassung in Österreich hatte, hier
aber ein Großteil der Kapitalmarktkommunikation erfolgte.

Im Gutachten wird weiters behauptet, der Rückkauf eigener
Zertifikate durch MEL sei zu überhöhten Preisen erfolgt. Das ist
falsch. Die Rückkäufe erfolgten zum jeweils aktuellen Börsekurs von
MEL. Der durchschnittliche Kurs der rückgekauften Zertifikate lag bei
EUR 20,44. Analysten hatten für MEL ein 1-Jahres-Kursziel von bis zu
EUR 28,- prognostiziert, welches somit deutlich über dem Rückkaufkurs
lag. Der tatsächliche Nettovermögenswert der MEL inkl. Projekte lag
zum Zeitpunkt der Rückkäufe bei EUR 21,21 und damit ebenfalls über
dem durchschnittlichen Rückerwerbspreis. Eine "Überzahlung" in Höhe
von EUR 399 Mio. wie vom Sachverständigen behauptet, entspricht damit
nicht den Tatsachen.

Der Sachverständige lässt auch völlig außer acht, dass im
fraglichen Zeitraum im Jahr 2007 an die 11.000 Rückkaufprogramme
abgewickelt wurden, 95 Prozent davon über dem Nettovermögenswert. Die
Frage, warum ausgerechnet das Rückkaufprogramm von MEL rechtswidrig
gewesen sein soll, wird daher auch nicht beantwortet.

Auch zur Frage überhöhter Gebühren werden im Gutachten lediglich
neun willkürlich aus einer Morgan Stanley-Studie ausgewählte
Immobiliengesellschaften verglichen und zwar anhand des Verhältnisses
der Mieteinnahmen zu den Gebühren. Dieser Vergleich ist jedoch nicht
aussagekräftig. Aussagekräftig wäre ein Vergleich von zumindest 30
Unternehmen, wobei auch das Verhältnis der Marktkapitalisierung und
des Nettovermögenswertes zu den Gebühren heranzuziehen ist.

Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl: "Man könnte noch Dutzende
weitere Beispiele dafür bringen, wie in diesem Vorgutachten Fakten
ignoriert und Äpfel mit Birnen verglichen werden. Herr Havranek hat
ja bekanntlich keine Zulassung als Sachverständiger für
Wirtschaftsprüfung sowie für Bank- Börse- oder Kapitalmarktrecht. Das
Ergebnis seiner Bestellung sieht man jetzt bei diesem Gutachten. Das
ist nicht nur eine Verschwendung von Steuergeld. Auf Basis eines
solch unqualifizierten Schriftstücks einen Menschen festzunehmen und
ihm eine weltweit einzigartige Monsterkaution von 100 Millionen Euro
abzupressen, ist rechtsstaatlich mehr als bedenklich."

Rückfragehinweis:
Herbert Langsner
mailto:langsner@meinlbank.com

  

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Gutachten
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.5.09 20:18)

Im Wesentlichen wird die Aussage des Gutachters stimmen, das der 5er der Häuptling war. Jetzt mit diesen ganzen "Schein, Verschleierungs, Tarnungs,..." Firmen/Versuchen sich die Hände in Unschuld zu waschen, wird nicht ausreichen.

Das System war darhingehend konzepiert möglichst viel Geld für Herrn Meinl/Grasser & Co zu generieren, auf Kosten der Anleger. Es sollte nicht so schwer fallen davon einen Strafrichter zu überzeugen.

Ich wünsch mir nur von den Strafrichtern die gleiche Strenge die bei anderen Delikten angewandt wird. Dann wären solche Verfahren an einem Vormittag abgewickelt. Gesteht er, bekommt er 3 Jahre Häfn davon 1 Jahr fest. Gesteht er nicht, wird er trotzdem verurteilt auf 5 Jahre Häfn davon 3 Jahre fest. (Und dann gema Mittagessen)

Aber schätzomativ, wird es sich der 5er wieder richten können. z.B. gab es im Ö am Sonntag einen "pro Meinl" Artikel (Wieviel kostet eigentlich sowas?) Und Cash hat er ja genug, und ich hab die Befürchtung, da er nicht so dumm und präpotent wie der Elsner ist, es dem STA nicht gelingen wird ihm was zu beweisen. Dafür haben die jetzt schon viel zu viele Fehler gemacht, und jetzt auch noch das "schlampige" Gutachten,...



  

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Meinl Bank: Julius Meinl wurde Kaution 'abgepresst'
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.5.09 22:03)

Gute Idee, die Richterin anzugreifen, das löst sicher Sympathie bei
der Justiz aus

-------------------

Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl wirft im Zusammenhang mit der 100 Mio. Euro-Kaution, die Julius Meinl hinterlegen musste, um aus der Untersuchungshaft freigelassen zu werden, der zuständigen Richterin vor, sie habe ihm diese Kaution "abgepresst". Wesentliche Grundlage für die Festnahme von Julius Meinl und der "weltweit einzigartigen Monsterkaution" sei das Gutachten des Sachverständigen Thomas Havranek gewesen. Sowohl dieses Vorgutachten als auch Havranek werden von Weinzierl heftig kritisiert.

"Herr Havranek hat ja bekanntlich keine Zulassung als Sachverständiger für Wirtschaftsprüfung sowie für Bank- Börse- oder Kapitalmarktrecht. Das Ergebnis seiner Bestellung sieht man jetzt bei diesem Gutachten. Das ist nicht nur eine Verschwendung von Steuergeld. Auf Basis eines solch unqualifizierten Schriftstücks einen Menschen festzunehmen und ihm eine weltweit einzigartige Monsterkaution von 100 Millionen Euro abzupressen, ist rechtsstaatlich mehr als bedenklich", so Weinzierl heute, Mittwoch, in einer Aussendung.

http://www.boerse-express.com/pages/776006

  

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RE: Meinl Bank: Julius Meinl wurde Kaution 'abgepresst'
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.5.09 23:34)

macht der Weinzierl was anderes auch noch, ausser dementieren und reklamieren ? vielleicht mal was hakeln

  

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Vorverurteilugen, Vorabgutachten etc.
Rang: stone(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.5.09 06:42)

Augenscheinlich unbestritten ist, dass die österreichische Immoszene den betreibenden Banken und Managern etliche Provosionen und Gewinne eingebracht haben. Unbestritten ist aber auch, dass viele Anleger auch eine Zeit lang gut verdient haben und die Kosten und Gebühren niemanden interssiert haben.
Unbestritten ist, dass dies aufgearbeitet gehört um in Zukunft ebendies zu verhindern (Keine Angst: findige Finanzjongleure werden schon wieder was erfinden).
Was mich aber stört:
Öffentliche Vorverurteilungen, Vorabgutachten und Aussagen von Staatsanwälten nur um politisches Kleingeld zu kassieren (Staatsanwälte sind ja politische Karrieremneschen).
Das ist eines Rechsstaates nicht würdig, schon das Verfahren gegen Elsner erinnerte eher an einen kommunistischen Schauprozess mit einer eitlen Richterin (als Belohnung wurde sie noch Ministerinn !!) als einem fairem Verfahren.

Was ich den Meinls PR technisch empfehlen würde:
Die "Goschn" halten, den jede Entgegnung, und sei es auf eine aus Sicht der Meinls noch so unsachliche und falsche Aussage, wirbelt mehr Staub auf als die Aussage selbst, die die meisten sonst gar nicht merken würden.

  

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Julius Meinl prüft Klage gegen die Republik Österreich
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.5.09 14:15)

http://www.boerse-express.com/pages/776310

Eineinhalb Monate nach der Verhaftung von Julius Meinl V. gehen dessen Anwälte nun in die Offensive, berichtet Format. Sie prüfen eine Amtshaftungsklage gegen die Republik Österreich. Das bestätigt auch Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl: "Wenn sich der Haftbefehl von Herrn Meinl auf das Vorgutachten von Herrn Havranek und ähnlich gut recherchierte Polizeiberichte stützt, dann haben unsere Juristen Bedenken, ob die Verhaftung und die Verhängung der Kaution zu Recht erfolgt sind. Das wird jetzt geprüft." Neben heimischen Anwälten wurde in England diesbezüglich auch schon Queen’s Counsel und Top-Anwalt Peter Lewis engagiert.

In der Staatsanwaltschaft Wien sieht man diese Ankündigung gelassen. Sprecher Gerhard Jarosch: "Der Schritt leuchtet mir nicht ein. Herr Meinl hat weder gegen die Festnahme noch gegen den U-Haftbeschluss eine Beschwerde eingebracht. Wie will er dann jetzt die Republik klagen?"

  

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Meinl Bank: Weitere rechtliche Schritte in Prüfung
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.5.09 17:32)

Meinl Bank: Weitere rechtliche Schritte in Prüfung - keine Vorwürfe gegen Haftrichterin

Wien (OTS) - Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl bestätigt
gegenüber Format, dass Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Haftbefehls
und der Kaution bestehen, sollten sich diese Maßnahmen auf das
fehlerhafte Vorgutachten des Sachverständigen Thomas Havranek
stützen. Ob und welche rechtlichen Konsequenzen diese Prüfung nach
sich ziehen könnte, kann derzeit nicht beurteilt werden, da 6 Wochen
nach der Festnahme nach wie vor nicht alle relevanten Dokumente
zugänglich gemacht wurden. Eine Amthaftungsklage gegen die Republik
ist derzeit keine Priorität.

Weiters stellt die Meinl Bank klar, dass in diesem Zusammenhang
keine Vorwürfe gegen die zuständige Haftrichterin erhoben werden.

Die Richterin konnte aufgrund der ihr vorgelegten Unterlagen
hinsichtlich der vom Staatsanwalt geforderten Kautionshöhe zu keinem
anderen Entschluss kommen. Im Gegensatz zu dem die Erhebungen
führenden Staatsanwalt ist die Richterin nicht seit Monaten in die
Causa involviert und kennt somit keine Einzelheiten. Daher musste sie
sich in einem Rechtsstaat darauf verlassen können, dass die ihr
vorgelegten Unterlagen gründlich recherchiert wurden und stichhaltig
sind.

  

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RE: Meinl Bank: Weitere rechtliche Schritte in Prüfung
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.5.09 17:42)

Naja, ob die Rundumschläge etwas bringen werden? An den Fakten ändern sie nichts. Auch wenn sich manche Zeitungsberichterstattung von großen Inseraten beeindrucken läßt (die Zeiten werden härter ...), die Richter, die Staatsanwälte, die Gutachter lassen sich so kaum einschüchtern. Die sind schon mit anderen Kalibern fertiggeworden.

  

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fma schlägt zurück
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.5.09 15:16)

Die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA stellt wiederholt geäußerte falsche Tatsachenbehauptungen und Fehlinterpretationen von Fakten, wie sie von der Meinl Bank in Medien gemacht wurden, richtig =

Wien (OTS) - Die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA stellt von der
Meinl Bank, insbesondere ihrem Vorstandsmitglied Mag. Peter
Weinzierl, in den vergangenen Tagen in Medien wiederholt geäußerte
falsche Tatsachenbehauptungen und Fehlinterpretationen von Fakten
betreffend die Aufsichtstätigkeit der FMA richtig.

Zu den von der FMA gebilligten Kapitalmarktprospekten der MEL
Der gesetzliche Billigungsmaßstab gemäß Kapitalmarktgesetz (KMG)
betrifft die Vollständigkeit der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben,
die Widerspruchsfreiheit in der Darstellung sowie die
Verständlichkeit für einen sachkundigen Anleger. Sind die drei
Maßstäbe erfüllt, so hat der Emittent einen Rechtsanspruch, dass der
Prospekt von der FMA gebilligt wird. Für die Richtigkeit der Angaben
sowie für die Verpflichtung, dass keine wesentlichen Informationen
verschwiegen wurden, haftet allein der Emittent; dafür hat er auch
eine umfassende Haftungserklärung abzugeben. Eine Überprüfung der
Richtigkeit der Angaben in einem Prospekt durch die Behörde ist
innerhalb der gesetzlichen Billigungsfrist von 10 Bankarbeitstagen
praktisch nicht möglich. Diese Kombination einer kurzen
Billigungsfrist mit einer auf Formalaspekte beschränkten Prüfung
durch die Behörde liegt in der Ratio des EU-Richtliniengebers, der
einen leichteren Zugang von Unternehmen zu den harmonisierten
EU-Kapitalmärkten sicherstellen wollte. Vor diesem Hintergrund
erklärt sich auch die gesetzliche Möglichkeit, dass in Österreich
gebilligte Wertpapierprospekte neben der deutschen auch in der
englischen Sprache erstellt werden können.

Zur Behauptung, alles was jetzt an Vorwürfen vorgebracht wird, sei im
Prospekt eindeutig nachzulesen

Diese Behauptung ist falsch. Nur ein Beispiel als Beleg. Die Meinl
Bank und einige ihrer Vertreter behaupten immer wieder, MEL sei nach
dem österreichischen Börsegesetz nicht verpflichtet, über
Veranlagungen in eigenen Zertifikaten zu informieren. Dies stehe in
jedem von der FMA geprüften Börseprospekt.

In den Prospekten ist lediglich ein Hinweis zu finden, dass die
Bestimmungen des § 91 Börsegesetzes (Erreichen, Über- bzw.
Unterschreiten von Meldeschwellen bzw. diesbezügliche Informations-
und Veröffentlichungspflichten) aufgrund des Firmensitzes der MEL auf
Jersey nicht zur Anwendung gelangen würden. Diese Information umfasst
aber umfänglich und qualitativ nicht die Aussage, dass MEL nicht
verpflichtet sei über "Veranlagung in eigenen Zertifikaten zu
informieren".

Zum Aktien-/Zertifikaterückkauf und den
Wertpapiertransaktionsmeldungen an die FMA

Tatsächlich sind meldepflichtige Institute gesetzlich verpflichtet
jede Wertpapiertransaktion der FMA zu melden. Nur haben diese
Meldungen in Bezug auf den dahinter stehenden Kunden anonymisiert zu
erfolgen. Es ist daraus auch nicht ersichtlich, ob es sich bei dieser
Transaktion um einen Aktien-/Zertifikaterückkauf durch oder im
Auftrag des Emittenten handelt. Die Identität des Kunden ist erst bei
Untersuchung im Nachhinein offenzulegen. Im Jahr 2007 erhielt die FMA
insgesamt rund 19,7 Millionen derartige Meldungen über Transaktionen.
Aus einer Entgegennahme der anonymisierten Meldungen kann kein
Einverständnis der Behörde mit der Transaktion an sich abgeleitet
werden.

Weiters definiert der österreichische Gesetzgeber im Zuge eines
Aktienrückkaufprogrammes keinen Tatbestand, der von der FMA vorab zu
genehmigen wäre. Die FMA ist darüber auch nicht vorab zu informieren.
Es fand daher auch keine Abstimmung vorab zwischen FMA und MEL statt.
Die FMA hat von der Durchführung des
Zertifikats-/Aktienrückkaufprogrammes ex-post erfahren.

Zu den Verfahren der FMA gegen Meinl Bank, MEL, MAI und MIP sowie
deren Vertreter

Das gegen die Direktoren der MEL erlassene Straferkenntnis der FMA
zum Tatbestand der Markmanipulation durch irreführende Ad-hoc-Meldung
im Zusammenhang mit dem Zertifikaterückkaufprogramm wurde
letztinstanzlich bestätigt und ist damit rechtskräftig. Die weiteren
Verfahren hinsichtlich der erlassenen Straferkenntnisse sowie der
Anzeigen der FMA befinden sich gegenwärtig im Instanzenzug, und sind
Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien.

  

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RE: fma schlägt zurück
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.5.09 15:54)

FMA gegen Meinl
wer ist ein Einäugige und den Blinden ?

  

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Meinls Millionenkampf
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.5.09 07:45)

Meinls Millionenkampf: Der Bankeigentümer setzt zur PR-Offensive gegen die Justiz an
Havranek-Vorgutachten kritisiert System Meinl scharf
Gegenschlag: Zehn Mio Euro für Öffentlichkeitsarbeit

Julius Meinl V. holt jetzt zum Gegenschlag aus. Er attackiert Gerichtsgutachter, Staatsanwalt und die Republik. Dabei helfen ihm ein Heer von Spitzenjuristen, die besten PR-Berater und sein Millionenvermögen.

Eine Million, zehn Millionen oder 100 Millionen Euro. In der Welt des Julius Lindbergh Meinl spielt Geld keine Rolle. Eine runde Million Euro zahlt er angeblich monatlich an seine Rechts- und PR-Berater. Kolportierte zehn Millionen Euro, was dem EU-Wahlkampf-Budget aller österreichischen Parteien entspricht, verplant der 49-jährige Clanchef derzeit für Inseratenkampagnen und Öffentlichkeitsarbeit im In- und Ausland. Und – nicht zu vergessen – die Rekordkaution von 100 Millionen Euro, die Meinl vor sechs Wochen bei Gericht hinterlegen musste, um sich von der U-Haft freizukauen. „Die Wahrheit wurde fürchterlich verdreht, um den Eindruck entstehen zu lassen, dass enorm viel Geld gestohlen wurde“, verteidigt sich Julius Meinl. Keinen Schritt vor die Haustür könne er nun setzen, ohne um sein Leben zu fürchten. Seine Rolle in der Affäre Meinl European Land (MEL) werde künstlich hochgespielt, er für alles verantwortlich gemacht, was in Österreichs Bankensektor falsch laufe. „Aber“, sagt Meinl kämpferisch: „Ich werde den Namen meiner Familie reinwaschen.“

Millionenoffensive geegen die Justiz
Der „Bentley fahrende Exzentriker“, wie ihn die britische „The Sunday Times“ nennt, meint es offensichtlich ernst. Mehr als eineinhalb Jahre schwieg er zu allen persönlichen Angriffen. Doch diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Der öffentlichkeitsscheue Multimillionär geht nun in die Offensive. Boxhandschuhe statt Glaceehandschuhe lautet die neue Devise. Gemeinsam mit seinem exquisiten Beraterteam bläst „der Fünfer“ zur Millionenoffensive gegen Finanzmarktaufsicht, Justiz und sogar die Republik Österreich. Und in der Wahl der Mittel war „der Licenciat“ noch nie sehr zimperlich. Gerichtsgutachter und Staatsanwalt werden in öffentlichen Statements angegriffen und klagsfreudige Anleger mit verlockenden Vergleichsangeboten umworben. „Wir prüfen eine Amtshaftungsklage gegen die Republik Österreich“, droht Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl im FORMAT-Interview. Diesbezüglich ist Queen’s Counsel Peter Lewis bereits aktiv. Der Londoner Anwalt der englischen Krone ist Experte für Haftfragen und der prominenteste Neuzugang in Meinls Advokaten-Armada. Weinzierl: „Wenn sich der Haftbefehl von Herrn Meinl auf das Vorgutachten und ähnlich gut recherchierte Polizeiberichte stützt, dann haben unsere Juristen Bedenken.“ In der Staatsanwaltschaft Wien sieht man der Drohung gelassen entgegen. „Der Schritt leuchtet mir nicht ein“, sagt Behördensprecher Gerhard Jarosch, „Herr Meinl hat weder gegen Festnahme noch gegen den U-Haft-Beschluss eine Beschwerde eingereicht. Wie will er jetzt die Republik klagen?“

Kontroversielles Gutachten
Der Grund für Meinls neu erstarkte Kampfeslust ist jedenfalls 23 Seiten lang und trägt den Titel „Vorgutachten zur Strafsache 608 St 1/08w“. Darin beschreibt der Gerichtssachverständige Thomas Havranek Meinls Rolle in der MEL-Affäre. Staatsanwalt Markus Fussenegger verdächtigt Meinl (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) des Anlegerbetrugs und der Spesenschinderei, was vom Havranek-Papier gestützt wird. Zudem wird das Wechselspiel zwischen MEL, Meinl Bank und der Karibikfirma Somal untersucht. Der schwere Untreue-Verdacht: Meinl zockte auf Kosten der MEL (siehe FORMAT-Artikel). Die Meinl Bank wehrt sich gegen die Anschuldigungen. Sie bezeichnet die Expertise als „Schüleraufsatz auf Steuerzahlerkosten“. Die Kritik: „Die Frage, warum das Rückkaufprogramm von MEL rechtswidrig gewesen sein soll, wird gar nicht beantwortet.“ Die Schlampigkeitsfehler im Havranek-Vorabbericht sind für die Meinl-Anwälte jedenfalls ein gefundenes Fressen. Sie behaupten, 80 falsche Fakten entdeckt zu haben. Grund genug, um den kritischen Gutachter erneut abzulehnen. Ein erster Versuch, Havranek wegen eines Gastkommentars im „WirtschaftsBlatt“ abzuschießen, scheiterte am Nein des Staatsanwalts. Hochkarätige Unterstützung in seinem Feldzug gegen die Justiz bekommt Meinl von Universitätsprofessor Heinz Mayer. Der Verfassungsrechtsexperte hat Bedenken, die Objektivität des Gutachters betreffend: „Das Argument der Befangenheit des Sachverständigen kann ich nachvollziehen. Havraneks Artikel ist kein Umstand, der die Objektivität fördert.“ Völlig unbefangen ist aber auch Mayer nicht. Auch er steht im Sold des Fünfers. Bereits zwei Gutachten hat er für die Meinl Bank angefertigt: zur „irreführenden Werbung“ und zu „Fehlern der Finanzmarktaufsicht“. Havranek darf die Vorwürfe nicht kommentieren, weil er dann als befangen gilt.

Die Armee steht
Überhaupt schart Meinl gerne Topexperten um sich. So steht etwa Börsenrechtlerin Susanne Kalss ebenso auf der Payroll der Bank wie die Spitzenanwälte Herbert Eichenseder und Christian Hausmaninger. Daneben arbeitet ein Heer von Juristen an der Meinl’schen Verteidigungsstrategie. Eine Million Euro im Monat soll ihm seine kleine Armee wert sein. Mit der öffentlichen Demontage der Staatsanwaltschaft Wien betraute Meinl den Arbeitsrechtler Georg Schima. In einem eng beschriebenen, dreiseitigen Brief, den er reihum an Jusprofessoren und Anwaltskammerpräsidenten schickte, stellt Schima die Justiz an den Pranger. Zitat aus dem Brief: „Im von einer medialen Treibjagd fast ohne Parallele begleiteten ‚Fall Meinl‘ geht ein aus meiner Sicht unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten unerträgliches Faktum unter: Die Staatsanwaltschaft Wien hat mit Herrn Thomas Havranek (…) jemanden zum Sachverständigen bestellt, der ganz klar befangen und voreingenommen ist.“ Auch Staatsanwalt Fussenegger wird angegriffen. Ihm wirft Schima mangelnde Objektivität vor. Außerdem soll er „dem Applaus des Boulevards“ nachrennen und durch die Meinl-Verhaftung hohe „Schadenersatzansprüche“ riskiert haben. Fussenegger darf die Vorwürfe nicht öffentlich kommentieren, aber Staatsanwalt Jarosch sehr wohl: „Das ist ein Blödsinn. Ob Maxi Huber oder Julius Meinl, bei uns werden alle gleich behandelt.“

"Weltweit einzigartige Monsterkaution"
Sogar die Haft- und Rechtsschutzrichterin Bettina Deutenhauser bekommt ihr Fett ab: Diese habe, laut Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl, eine „weltweit einzigartige Monsterkaution von 100 Millionen Euro“ abgepresst. Insider berichten, dass es monatliche Treffen des Anwaltsstabs geben soll, bei denen bis zu 30 Juristen anwesend sind. Dort tauscht man sich über laufende Causen aus und stimmt sich über eine einheitliche Vorgangsweise vor Gericht ab. Das ist nötig, denn allein am Handelsgericht Wien sind bereits an die 200 Fälle gegen Meinl – die meisten davon gegen die Meinl Bank – anhängig. Immerhin, einige ganz hartnäckige Gegner konnte sich Meinl schon vom Hals schaffen. Etwa eine Gruppe von MEL-Anlegern, die von Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer vertreten wurden. Sie sollen ungefähr zehn Millionen Euro, was 80 Prozent ihres Schadens entsprach, erhalten haben. Auch wenn die Zahlung offiziell von einer Offshore-Firma kommt, dahinter wird Julius Meinl vermutet. Böhmdorfer dürfte nicht der Einzige sein, der einen außergerichtlichen Deal mit dem Banker erwirkt hat. Laut FORMAT-Informationen hat auch die Kanzlei Schuppich Sporn & Winischhofer kürzlich eine Einigung erzielt: Die Juristen vertraten die Auffassung, dass ihrem Mandanten ein sogenanntes „aliud“, also etwas anderes als gewollt, verkauft wurde. Sie hätten Aktien geordert und stattdessen Zertifikate bekommen.

Millionen für Imagekampagne
Neuerdings ist auch die Medienstrategie Thema der Anwältetreffen. Die Inhalte der Inseratenkampagne, die seit Anfang Mai in fast allen Tageszeitungen omnipräsent ist, werden peinlich genau von Hausmaninger und Co gegengelesen. Das Budget für diese Einschaltungen und andere PR-Maßnahmen soll bei rund zehn Millionen Euro liegen. Eine Summe, die Weinzierl „über seinem Budget“ nennt. Teil des Konzepts scheint auch die Überflutung der Öffentlichkeit mit Aussendungen zu sein. Seit der Inhaftierung des Bankers tickerten 25 Meldungen aus dem Hause Meinl über die Agenturen, also jeden zweiten Tag eine. Und in seiner zweiten Heimat England gibt sich „poor“ Julius ausgesprochen „outspoken“. Dem „Daily Telegraph“ und der „Sunday Times“ gab „the fifth“, wie ihn nun die Engländer nennen, lange Interviews plus Fototermin, wo er sich optisch verjüngt – ohne die häufig kritisierte Frisur – präsentiert. Ein Ende der Meinl-Offensive ist vorerst nicht absehbar. Im Gegenteil, zu den Verteidigern Eichenseder und Schillhammer wird sich in Kürze noch ein prominenter Dritter gesellen.


http://www.format.at/articles/0920/525/241980/meinls-millionenkampf-der-bankeigentuemer-p r-offensive-justiz

  

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Meinl Bank: FMA versucht, eigene Rechtsmeinung nachträglich zu revidieren
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.5.09 13:02)

Meinl Bank: FMA versucht, eigene Rechtsmeinung nachträglich zu revidieren =
Wien (OTS) -

- FMA führte materielle Prospektprüfung durch
- Rechtsmeinung von MEL zu Veröffentlichungspflichten vom UVS
rechtskräftig bestätigt - FMA im Irrtum
- FMA über Rückkäufe informiert
- Mehrheit der UVS-Entscheidungen gegen FMA und zugunsten MEL und
Meinl Bank


Die heute von der Finanzmarktaufsicht (FMA) ausgesendete Meldung
entspricht nicht den Tatsachen. Vielmehr versucht die FMA unter dem
Druck der öffentlichen Meinung, ihre Rechtsmeinung nachträglich zu
revidieren und damit ihr Vorgehen gegen Organe der Meinl Bank zu
rechtfertigen.

Zu den einzelnen von der FMA genannten Punkten:

1. Kein Emittent erwartet von der FMA, unternehmensinterne Angaben
in einem Prospekt auf deren Richtigkeit zu prüfen. Doch hat die FMA
als Aufsichtsbehörde des Finanzmarktes und aus Gründen des
Anlegerschutzes einschlägige rechtliche Angaben in einem Prospekt
sehr wohl zu verifizieren. Eine Prüfung auch materieller Natur fand
bei den Prospekten von MEL sehr wohl statt, wie sich anhand der
umfangreichen Korrespondenz mit den Rechtsvertretern von MEL zeigt,
in der die FMA zahlreiche Kommentare und Änderungswünsche zu den
Inhalten des Prospekts abgegeben hat.

2. Die FMA verschweigt in ihrer Aussendung, dass im MEL-Prospekt
auch ausdrücklich auf den Rückkauf eingegangen wird. So
veröffentlichte MEL richtig, dass die Veröffentlichungsbestimmungen
zu Rückkaufprogrammen nach der österreichischen
Veröffentlichungs-Verordnung für MEL als Jersey-Gesellschaft keine
Anwendung finden. Dies hat die FMA im Jahr 2007 den Rechtsvertretern
von MEL auch bestätigt. Dass ferner auch die einschlägige
börsegesetzliche Bestimmung keine Anwendung findet, hat zuletzt der
UVS Wien mit rechtskräftigem Bescheid gegen die FMA festgehalten. In
diesem Verfahren teilte der UVS die Rechtsauffassung der
MEL-Direktoren, dass der Rückkauf eigener Zertifikate nicht
veröffentlichungspflichtig war.

3. Auch wenn die Meldungen an die FMA über Wertpapiertransaktionen
anonymisiert erfolgen, war für die Behörde erkennbar, dass es sich um
einen einzigen Kunden handelte, der MEL-Zertifikate in sehr großem
Ausmaß erworben hat. Die FMA bewirbt auf ihrer Homepage überdies ihr
computergesteuertes Meldesystem MADE, das die einlangenden
Transaktionsmeldungen mit Prospektdaten verknüpfen kann und bei
Auffälligkeiten sofort entsprechende Alarmsignale gibt. Genau solche
Alarmmeldungen hat die FMA laut eigenen Angaben bereits ab Februar
2007 im Zusammenhang mit dem Ankauf der MEL-Zertifikate erhalten,
sodass die FMA nachweislich ab Beginn des Rückkaufs vollinhaltlich
über diesen informiert war. Hinzu kommt, dass Rechtsvertreter der MEL
zusätzlich zu den einlangenden Transaktionsmeldungen mit der FMA über
den Rückkauf korrespondiert haben. Hätte die FMA vor diesem
Hintergrund Bedenken in Bezug auf die Rückkäufe gehabt, wäre sie
gesetzlich verpflichtet gewesen, insbesondere gemäß Paragraph 8a, Abs
8 KMG, sofort einzuschreiten. Dies ist jedoch nicht erfolgt.

4. Das von der FMA angeführte Straferkenntnis gegen die
MEL-Direktoren wurde keineswegs vollinhaltlich bestätigt. Vielmehr
setzte der UVS den Zeitraum der vorgeworfenen Rechtsverletzung auf
lediglich einen Tag herab und reduzierte auch die Geldstrafen.
Weiters ist das fragliche Verfahren noch nicht - wie die FMA
behauptet - abgeschlossen, sondern derzeit beim
Verfassungsgerichtshof anhängig. Von weiteren sechs Verfahren gegen
Organe von MEL und der Meinl Bank, in denen Berufung erhoben wurde,
wurde in bereits drei Verfahren vom UVS rechtskräftig zugunsten MEL
bzw. Meinl Bank entschieden. In den übrigen Verfahren ist die
UVS-Entscheidung noch nicht erfolgt. Das zeigt, dass die
Rechtsmeinung der FMA häufig einer genauen Prüfung nicht Stand hält.

  

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weinzierl-interview interessant
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.5.09 16:50)

Peter Weinzierl, Meinl-Bank-Chef, verteidigt die "klare" Konstruktion der Meinl-Gesellschaften, beklagt die "Langsamkeit" der Justiz und die Rolle von Julius Meinl V.
Es fragten Renate Graber und Bettina Pfluger.

STANDARD: Julius Meinl will nun die Republik klagen. Warum?

Weinzierl: Das ist derzeit so nicht geplant. Meinls Anwälte prüfen derzeit die Voraussetzungen für seine Inhaftierung. Sollten sich Verhaftung und Kautionsfestsetzung als rechtlich nicht haltbar erweisen, dann kann man eine Klage gegen die Republik Österreich nicht ausschließen. Das Problem ist, dass wir nach sechs Wochen noch immer nicht volle Akteneinsicht haben. Auch das Vorgutachten des Sachverständigen Thomas Havranek liegt uns erst seit zwei Wochen vor.

STANDARD: Die Justiz ist Ihnen zu langsam?

Weinzierl: Die Anwälte sagen uns, dass es in anderen Verfahren nicht so langsam geht. Der Staatsanwalt führt das Verfahren nicht sehr kooperativ. Es stehen nur sehr viele Behauptungen und keine Beweise im Raum. Auch das Vorgutachten ist voll mit Behauptungen.

STANDARD: Sie zählen 88 Punkte auf, die im Vorgutachten nicht stimmen sollen. Täuscht der Eindruck, dass Sie den Gutachter für unfähig und voreingenommen halten?

Weinzierl: Er ist der falsche Sachverständige. Er ist für Corporate Governance, Büroorganisation, Steuerberatung und Buchführung zuständig. Das sind nicht die Themenbereiche, die man für diese Causa braucht. Gut wäre ein internationaler, am besten ein englischer Gutachter. Der verstünde auch die rechtlichen Jersey-Angelegenheiten.

STANDARD: Sie glauben, Herr Havranek kann nicht Englisch?

Weinzierl: Er versucht verzweifelt, alles unter österreichisches Recht zu subsumieren.

STANDARD: Im Strafverfahren geht es ums österreichische Strafgesetz.

Weinzierl: Ja, aber bei den sogenannten "verheimlichten" Zertifikatrückkäufen musste eben nicht wie bei einer österreichischen Aktiengesellschaft vorgegangen werden. Rückblickend betrachtet, das gebe ich aber zu, hätte man sich viel Aufregung erspart, hätte MEL das wie eine österreichische AG gemacht. Im Nachhinein ist jeder gescheiter - strafrechtlich relevant ist das aber alles trotzdem nicht.

STANDARD: Im Gutachten heißt es, Aussagen hätten ergeben, dass Julius Meinl V. das Sagen gehabt hat. Welche Rolle hat er gespielt?

Weinzierl: Er war nicht ins operative Geschäft der Meinl European Land (MEL) eingebunden. Bei Kapitalmarktaktivitäten gab es wegen der Verträge zwischen MEL und Meinl Bank natürlich einen Informationsfluss. Und weil das Unternehmen seinen Namen trägt, ist er in der Öffentlichkeit aufgetreten. Im Gutachten ist die Rede von Mails, die an ihn gingen - aber die hat Meinl nicht beantwortet.

STANDARD: Nach den MEL-Turbulenzen ist Julius Meinl jedenfalls im Fernsehen aufgetreten und hat die Anleger beruhigt. Warum hat er das dann gemacht?

Weinzierl: Wie man sieht, hatte MEL nur vorübergehend einen Imageschaden. Haften blieb er an Bank und Herrn Meinl. Daher ist es verständlich, dass er sich damals in die Öffentlichkeit gestellt hat. Dass das für die Öffentlichkeit schwer zu trennen war, ist heute auch verständlich, zumal die Kommunikation der Familie in den ersten Wochen nicht sehr gelungen war. Jetzt steht Julius Meinl an der Spitze der Causa, die Causa steht und fällt mit ihm.

STANDARD: War die Konstruktion MEL, Meinl Bank, Partly Paid Shares (PPS), Aktien und Zertifikate nicht ganz einfach zu kompliziert?

Weinzierl: Die MEL-Struktur ist klar und unkompliziert. Da gibt es die Gesellschaft mit dem Immobilienvermögen, eine Managementgesellschaft und eine Bank, die Kapitalmarktmaßnahmen organisiert. Das ist international üblich. Wobei auch ich manche Daten und Fakten, wie die genaue Funktionsweise der PPS, erst kenne, seit die Daten im Rahmen des MEL-Verkaufs im Datenraum zugänglich waren.

STANDARD: Wenn dann Gesellschaften in der Karibik und nachträglich gemeldete Wertpapierrückkäufe dazukommen: Ist das auch noch transparent und marktüblich?

Weinzierl: Das hat nur kompliziert ausgesehen und war auch nicht unüblich. Die PPS waren eine Poison Pill gegen Übernahmen. Dass MEL das nicht öffentlich erklärt hat, ist logisch, sonst wäre ja die Wirkung dieser Giftpille weg gewesen. Die Konstruktion war aber verständlich.

STANDARD: Auch für den kleinen Anleger, um den Sie mit Sparschwein und "Mündelsicherheit" der Anlage geworben haben?

Weinzierl: Es haben doch 99,9 Prozent aller Kleinanleger Beratung bekommen. Jetzt wird versucht, die Verantwortung auf die Meinl Bank abzuladen.

STANDARD: Sie haben Medien, die von MEL-Aktien geschrieben haben, Klagen angedroht. In Werbeprospekten haben Sie aber selbst von Aktien und nicht von Zertifikaten geschrieben. Ist das Klarheit?

Weinzierl: Rückblickend betrachtet hätte man das besser machen können. Aber der Unterschied zwischen Aktien und Zertifikaten ist gering. Wichtig ist die Unterscheidung nur beim Rückkauf, den man bei Zertifikaten jedenfalls ohne Beschluss der Hauptversammlung machen kann.

STANDARD: Warum hat MEL überhaupt um 1,8 Milliarden Euro eigene Papiere zurückgekauft? Hat sie vielleicht geholfen, der Meinl Bank bei sinkenden Kursen MEL-Papiere abzunehmen?

Weinzierl: Nein, die Meinl Bank hat die bei ihr liegenden Papiere über die Gesellschaft Somal abverkauft. MEL war damals auf Partnersuche, hatte genug Cash und wollte dem potenziellen Partner daher alte Aktien zuteilen. Diesen Punkt sieht übrigens auch der Gutachter so.

STANDARD: Sie sagen, Sie hätten den falschen Sachverständigen, die Justiz führe das Verfahren unkooperativ, man putze sich an der Meinl Bank ab. Sehen Sie das alles wirklich so?

Weinzierl: Das ist das Pech des Herrn Meinl: Er ist offenbar die Figur, auf die sich Unmut am besten ableiten lässt.

STANDARD: Warum soll das so sein?

Weinzierl: Weil es interessant ist für die Öffentlichkeit, das Schicksal von Herrn Meinl zu verfolgen. Und Schadenfreude ist auch dabei.

STANDARD: Und was genau werfen Sie der Justiz vor?

Weinzierl: Wir waren zuletzt sehr emotional, weil das Verfahren verzögert wurde und Einvernahmen sehr eigenartig ablaufen - anders, als man es sich in einem Rechtsstaat erwarten könnte.

STANDARD: Ist man grauslich zu Ihnen in den Einvernahmen?

Weinzierl: Zu mir nicht, zu anderen schon.

STANDARD: Sie meinen zu Herrn Meinl?

Weinzierl: Zu ihm war man grauslich, weil man ihn festgenommen hat.

STANDARD: Die MEL-Anleger haben sehr viel Geld verloren, zum Teil ihre gesamten Ersparnisse. Verstehen Sie deren Unmut gar nicht?

Weinzierl: Ich verstehe ihn. Aber schauen Sie sich andere Immobilienpapiere an, die haben auch alle verloren.

STANDARD: Aber nicht mit Sparschwein und Sparbuch geworben.

Weinzierl: Aber mit Mündelsicherheit. MEL war die letzte der Immobiliengesellschaften, die dieses Thema strapaziert hat.

STANDARD: Machen die Fehler anderer die eigenen besser?

Weinzierl: Mit dem gleichen Maß gemessen, müsste man gegen viele Manager von Unternehmen ermitteln, deren Kurse wegen Osteuropa auch abgestürzt sind.

STANDARD: Da gehen Sie jetzt aber sehr weit.

Weinzierl: Ja, aber vom Prinzip her ist es das Gleiche.

STANDARD: Welche Fehler haben Sie gemacht?

Weinzierl: Die Kommunikation zwischen MEL und den Anlegern sowie der Meinl Bank mit der Öffentlichkeit kann man kritisieren. Mich überrascht es, dass sich sehr viele Leute nicht über ihre Veranlagung informiert haben, obwohl sie das intellektuell durchaus verdaut hätten. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16./17.5.2009)

Zur Person

Peter Weinzierl (43) arbeitet seit 1992 für die Meinl Bank AG, kam 1999 in den Vorstand. 2008 beerbte er Julius Meinl V. als Vorstandschef. Weinzierl ist Jurist und Wirtschaftsinformatiker.

http://derstandard.at/?url=/?id=1242315969818

  

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NY Times: A Fraud Case Tarnishes Austrian Family’s Empire
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.5.09 19:58)

VIENNA — Julius Meinl V, scion of one of Austria’s most prominent families, used to brag that he had never walked more than 300 yards.

For anything longer, he said, he used his Bentley or his private jet.

Now, Mr. Meinl, whose nickname is “the Fifth,” faces the prospect that he will be limited to walking within an even narrower circle. If found guilty of charges that he secretly bolstered the share price of an investment company indirectly linked to the family business, he could face up to 10 years in prison.

Mr. Meinl, who put up bail of 100 million euros ($137 million), to be released from jail last month, insists that he is innocent and vows to clear his name.

But whatever the ultimate result of the fraud case against him, the 147-year-old coffee, food and private banking empire that he inherited has been deeply scarred.

“It’s the story of a corporate dynasty that represents years of Austria’s economic and cultural history and the work of five generations that’s destroyed in one,” said Rainer Himmelfreundpointner, author of a book about the Meinl family.

Mr. Meinl, 49, was never very interested in the food business on which the family built its fortune. His great-great-grandfather, Julius Meinl I, invented an industrial procedure to roast coffee beans in 1862 and opened stores to sell them. By the end of the 19th century, Meinl was the biggest grocery operation in Central Europe. It was also the top supplier of coffee to the Austro-Hungarian Army during World War I.

Julius Meinl II turned the stores into a chain by giving them a unified look and then, in 1923, set up the Meinl bank to offer employees cheaper loans and manage their pensions. Julius Meinl III fled to London with his Jewish wife before World War II; he returned to Vienna in 1947 to rebuild the family empire.

While Julius Meinl IV, known for his modesty, had to polish cans of mustard at Meinl stores and wait until he was 60 years old to take over the business from his father, Julius Meinl V was put on the fast track. He was 23 when he became head of the Meinl bank, after business school in Switzerland and brief stints at the Swiss Bank Corporation in London and Brown Brothers Harriman in New York.

This Mr. Meinl is known for his caviar lunches and extravagant lifestyle. He became accustomed to a life of bodyguards and chauffeur-driven cars as a teenager, when his family feared he could be kidnapped on his way to school, said a friend who declined to be identified because he did not want to be blamed by Mr. Meinl for upsetting him.

Some former bank employees described how he alienated potential clients by sending limousines to pick them up for meetings or ordering wine according to its price tag. He would never take off his suit jacket during meetings and considered it impolite if others did, the former employees said.

Mr. Meinl had big plans. He sought to use the trust the Meinl brand enjoyed in central Europe to turn the family’s small bank into one of the biggest investment banks and wealth management businesses in the region.

Breaking with tradition, Mr. Meinl sold the retail business, which was already suffering from increasing competition, keeping only one flagship store in Vienna, which is managed by his sister. Some Austrians criticized the sale as sacrificing a part of the country’s heritage for Mr. Meinl’s ambition. But others said his grandfather and father clung to the old business of high-priced, high-quality food for too long.

The Meinl brand remains visible in Vienna’s coffeehouses, but the family business now mainly consists of the bank. Earnings jumped to 5.6 billion euros in 2006, from 659 million euros in 2003, but the source of part of that increase is under investigation.

The financial crisis exposed a network of complex transactions between the Meinl bank and a handful of companies in the English Channel island of Jersey that are now the focus of an investigation by the Austrian prosecutor.

The main accusation is that Mr. Meinl, who moved in 2007 from managing the bank to leading the company’s supervisory board, portrayed Meinl European Land as a safer investment than it really was, charged fees that were too high for managing capital increases for Meinl European Land, and bolstered Meinl European Land’s share price by using investors’ money without their knowledge to buy certificates in the company.

The family empire crumbled further when investors of two more companies carrying the Meinl logo, one investing in airports and another in energy projects, essentially decided to liquidate themselves.

Mr. Meinl denies all the accusations, but the inquiry led to his arrest in April on the ground that he might use his British passport — the family was stripped of its Austrian citizenship when Mr. Meinl’s grandfather escaped the Nazis — to flee the country. Mr. Meinl says the unusually high bail is a sign that the prosecutor was biased.

“I am determined that the family name will be cleared,” Mr. Meinl said in an e-mail statement.

Peter Weinzierl, a Meinl Bank board member, elaborated in an interview, arguing that the prosecution was off base. “We all believe that we’ve done nothing wrong,” he said.

Two former bank employees, who declined to be named because of the legal case, said Mr. Meinl assembled a tight-knit group of loyal executives that he compensated generously while those who challenged his decisions were ignored until they got the message and left the firm.

A report by the Austrian financial regulator found that the bank’s supervisory board, which included Mr. Meinl’s father until he died last year, was often left in the dark about certain transactions.

“There’s no doubt that he pulled all the strings,” said Martin Löffler, a lawyer who represents investors in the businesses under investigation. “He installed people into boards that would do anything for him.”

A report by an independent legal expert due next month is expected to shed more light on Mr. Meinl’s role in the episode and form the basis for any formal claim.

In the meantime, Mr. Meinl said he had not changed any plans to pass on the business some day to his son, Julius Meinl VI.

“I had always expected ultimately to work within the family business,” Mr. Meinl said. And he still hopes his son “will be able to share similar aspirations for his future.”

http://www.nytimes.com/2009/05/16/business/global/16meinl.html?_r=2&partner=rss&emc=rss

16.05.2009

  

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"profil": MEL-Direktorium genehmigte Wertpapierrückkäufe 2007 erst im Nachhinein
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.5.09 11:46)

"profil": MEL-Direktorium genehmigte Wertpapierrückkäufe 2007 erst im Nachhinein
Utl.: Meinl Bank-Konzernmanager Stephan Visy spielte bei
Vorstandssitzung am 9. Juli 2007 entscheidende Rolle

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wurden die Wertpapierrückkäufe von
Meinl European Land (MEL, heute Atrium European Real Estate) erst am
9. Juli 2007 auf Vorstandsebene formell beschlossen. Zu diesem
Zeitpunkt waren aber mit 52 Millionen Zertifikaten fast zwei Drittel
der letztlich 88,8 Millionen Stück vom Markt geholt worden. Die
bereits getätigten Transaktionen wurden laut "profil" vorliegenden
Dokumenten nicht protokolliert. Eine Schlüsselrolle spielte dabei
Stephan Visy, seinerzeit Finanzchef der Managementgesellschaft MERE,
Tochter der Meinl Bank. Wiewohl kein MEL-Direktor, hatte Visy die
Sitzung vorbereitet und an selbst daran teilgenommen, um dort die
Details der "geplanten" Rückkäufe zu präsentieren. Die Meinl Bank
wollte Visys Rolle auf "profil"-Anfrage nicht näher kommentieren. In
einer Stellungnahme heißt es lediglich: "Die Anwesenheit von Herrn
Visy bei dem Board Meeting erklärt sich aus dem Umstand, dass gemäß
dem Managementvertrag MERE vom Board der MEL immer wieder auch mit
der Koordinierung von externen Dienstleistungen betraut war."

  

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Meinl Bank: MEL-Rückkäufe nicht nachträglich genehmigt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.5.09 11:49)

Meinl Bank: MEL-Rückkäufe nicht nachträglich genehmigt - profil-Behauptungen wider besseres Wissen =

Wien (OTS) - Die im aktuellen profil geäußerten Behauptungen und
Vermutungen zum Rückkaufprogramm von Meinl European Land (MEL) im
Jahr 2007 entbehren jeder Grundlage und widersprechen den profil von
der Meinl Bank auf Anfrage vorab übermittelten Informationen.

Profil zitiert aus einem Vorstandsprotokoll von MEL vom 9. Juli 2007.
Die Meinl Bank hatte profil auf Anfrage und Vorlage dieses Protokolls
vergangene Woche folgende Antwort übermittelt: "Die Anwesenheit von
Herrn Visy bei dem Board Meeting erklärt sich aus dem Umstand, dass
gemäß dem Managementvertrag die Managementgesellschaft MERE vom Board
der MEL immer wieder auch mit der Koordinierung von externen
Dienstleistungen (in diesem Fall in erster Linie
Rechtsberatungstätigkeiten von Bedell und Freshfields) betraut war.
Die Sitzung des MEL-Boards am 9.7.2007 diente der Vorbereitung der
Hauptversammlung am 23. August."

Die wesentlichen Teile dieser Antwort hat profil seinen Lesern
vorenthalten: Nämlich dass Stephan Visy als Boardmember der
Managementgesellschaft MERE bei dem Meeting konkret über die von den
Kanzleien Bedell und Freshfields ausgearbeiteten rechtlichen Aspekte
des Rückkaufprogramms referierte. Auch dass die Sitzung der
Vorbereitung der Hauptversammlung am 23. August diente, wird im
profil-Bericht nicht erwähnt.

Stattdessen stellt profil gegen besseres Wissen die Behauptung auf,
dass aus der Teilnahme von Stephan Visy an dem Boardmeeting zu
schließen sei, dass die MEL-Vorstände von der Meinl Bank "gelenkt"
und der Rückkauf der MEL-Zertifikate erst nachträglich genehmigt
worden sei.

Dazu stellt die Meinl Bank nochmals nachdrücklich fest:
-Die Teilnahme von MERE-Board-Mitglied Stephan Visy an der
Board-Sitzung der MEL erfolgte in Erfüllung der vertraglichen
Verpflichtungen von MERE gegenüber MEL, welche unter anderem die
Koordination rechtlicher und wirtschaftlicher Beratungstätigkeiten
beinhaltet haben. Eine Einflussnahme der Meinl Bank auf Beschlüsse
von MEL ist daraus selbstverständlich nicht abzuleiten.
-Nach Informationen der Meinl Bank wurde das Rückkaufprogramm von
MEL-Zertifikaten durch die zuständigen Organe von MEL ordnungsgemäß
und zeitgerecht genehmigt. Die Board-Sitzung am 9. Juli 2007 diente
der Vorbereitung der MEL-Hauptversammlung am 23. August. Dies geht
auch aus der Langfassung des Sitzungsprotokolls hervor, das profil
laut eigenen Angaben ebenfalls vorliegt.

Die Langfassung des von profil ebenfalls zitierten Protokolls wurde
übrigens von jenen zwei in Jersey ansässigen MEL-Direktoren
angefertigt, von denen profil vergangene Woche behauptete, sie seien
von Zertifikatsrückkaeufen ueberhaupt nicht informiert gewesen.
Dieses Protokoll widerspricht damit ebenfalls klar den von profil
vergangene Woche aufgestellten Behauptungen.

  

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Profil-Artikel
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.5.09 13:33)


Gelenkt, gelinkt


Dokumente aus dem Innersten von Meinl European Land belegen: Die Wertpapierrückkäufe 2007 wurden vom Vorstand erst im Nachhinein genehmigt. Eine Schlüsselrolle spielte Stephan Visy, rechte Hand vom Ver.

Man stelle sich ein börsennotiertes Unternehmen vor, in dem ein Teil des Managements Geschäfte macht, von denen der andere nichts weiß. Man stelle sich ein Unternehmen vor, in dem es möglich ist, mehr als eine Milliarde Euro Anlegergeld für den Rückkauf eigener Wertpapiere einzusetzen, ohne dass der gesamte Vorstand dies formell beschlossen hätte.

Willkommen im Mikrokosmos von Meinl European Land.

Bald zwei Jahre sind vergangen, seit die der Öffentlichkeit zunächst verheimlichten Wertpapierrückkäufe bei MEL (heute Atrium European Real Estate) bekannt geworden sind. Die Meinl Bank hatte, wie ausführlich berichtet, bis zur Jahresmitte 2007 insgesamt 88,8 Millionen MEL-"Zertifikate" im Gegenwert von 1,8 Milliarden Euro vom Markt geholt - auf Rechnung von MEL und angeblich auch in deren Auftrag.

Die Frage, wer wem wann was angeschafft hat, ist für die Betrugs- und Untreueermittlungen der Justiz gegen Julius Meinl und andere von zentraler Bedeutung. Die Staatsanwaltschaft Wien, gestützt auf Erkenntnisse des Gutachters Thomas Havranek, geht derzeit davon aus, dass Ver hinter den Transaktionen stand. Meinl bestreitet die Vorwürfe mit aller Vehemenz - es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie profil vergangene Woche enthüllte, haben jedenfalls zwei der ehemals sechs MEL-Direktoren bereits Ende 2007 eingestanden, von den Vorgängen nicht die leiseste Ahnung gehabt zu haben. Die am MEL-Firmensitz Jersey niedergelassenen britischen Anwälte Michael Richardson und Peter Byrne hatten gegenüber der lokalen Finanzaufsicht JFSC in einem Schreiben vom 6. Dezember 2007 ihren Rücktritt angekündigt, da sie - im Gegensatz zu anderen Direktoren - nicht in die Transaktionen eingebunden gewesen sein wollen.

Die Reaktion der Meinl Bank ließ nicht lange auf sich warten. Vorstand Peter Weinzierl rechtfertigte die Diskrepanzen unmittelbar nach Erscheinen der profil-Ausgabe damit, dass die Entscheidung für die Rückkäufe von einem dreiköpfigen "Lenkungsausschuss des MEL-Boards" getroffen worden sei, dem Richardson und Byrne nun einmal nicht angehört hätten. "Damit ist ein weiteres Mal bestätigt, dass die Entscheidung zum Rückkauf völlig rechtmäßig durch einen Beschluss der zuständigen Direktoren zustande kam und nicht, wie in den Vorwürfen fälschlicherweise behauptet, durch Einflussnahme der Meinl Bank oder ihrer Organe", so Weinzierl wörtlich.

Das ist interessant.

Dass es bei MEL einen "Lenkungsausschuss" gab, der derart weit reichende Entscheidungen ohne jede Rücksprache treffen konnte, war bisher ein gut gehütetes Geheimnis. Wie so vieles andere auch.

Die Schlüsselfrage bleibt dessen ungeachtet unbeantwortet:
Hat der "Lenkungsausschuss", so es diesen wirklich gab, MEL tatsächlich gelenkt - oder ließ er sich lenken?

Zufall oder nicht, in dem behaupteten Gremium saßen just drei Vertraute von Julius Meinl, die entweder für die Meinl-Bank-Gruppe im Ausland arbeiten oder diese beraten: Georg Kucian, Heinrich Schwägler und Karel Römer.

Trio capitale
Nach aktueller Version der Meinl Bank haben also diese drei Herren die Bank im Frühjahr 2007 angewiesen, MEL-Zertifikate aufzukaufen. Und sie fanden es nicht der Mühe wert, die übrigen drei Direktoren, Michael Richardson, Peter Byrne und Wolfgang Lunardon, zu informieren.

Diesem Magazin wurde nun eine bisher unter Verschluss gehaltene Dokumentation zu einer entscheidenden Telefonkonferenz des MEL-Direktoriums vom 9. Juli 2007 zugespielt. Sie umfasst neben der Tagesordnung auch mehrere interne E-Mails, einen Protokollentwurf, ein Kurzprotokoll sowie eine Langfassung.

Das Konvolut belegt zweierlei:

- Erst an diesem 9. Juli wurden die Wertpapierrückkäufe, die bis dahin nur dem "Lenkungsausschuss" bekannt gewesen sein sollen, auf Ebene des Gesamtvorstands thematisiert - und schließlich beschlossen. Also quasi erst im Nachhinein. Schließlich hatte die Meinl Bank zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 52 von letztlich 88,8 Millionen Zertifikaten für MEL aufgekauft und dafür bis dahin rund eine Milliarde Euro aufgewendet. Die bereits getätigten Geschäfte wurden intern auch bei dieser Gelegenheit mit keinem Wort erwähnt.

- Die Sitzung wurde von einem Mann vorbereitet und begleitet, der zwar offiziell keine Funktion bei Meinl European Land hatte, sehr wohl aber in Julius Meinls Bankengruppe: Stephan Visy. Auf dem Papier verdingte sich Visy bis zur Zerschlagung des Meinl-Komplexes unter anderem als Finanzchef der "Managementgesellschaft" Meinl European Real Estate (MERE), die wiederum zu 100 Prozent der Bank gehörte. MERE besorgte für MEL auf Grundlage eines Managementvertrags das eigentliche Immobiliengeschäft, eine gesellschaftsrechtliche Verbindung zwischen MEL und MERE bestand jedoch nicht. Visy galt intern zumindest seinerzeit als rechte Hand von Julius Meinl und belegte ein Büro in der Meinl-Bank-Zentrale am Wiener Bauernmarkt Nummer zwei, im Nahebereich seines Chefs.

Das Protokoll dieser Sitzung dokumentiert eine selbst für österreichische Verhältnisse singuläre Scharade. Ausgerechnet der Meinl-Angestelle Stephan Visy, wiewohl selbst kein MEL-Direktor, durfte an diesem 9. Juli 2007 den "geplanten" Rückkauf von Zertifikaten in aller Ausführlichkeit präsentieren.

Im Vorfeld der Sitzung hatte Visy via E-Mail eine Art Vorprotokoll an das MEL-Direktorium verschickt. In seinem auf Englisch verfassten Anschreiben heißt es einleitend: "Wie mit Ihnen in den vergangenen Tagen besprochen, arbeiten wir am Genehmigungsprozess in Zusammenhang mit dem geplanten Rückkauf eigener Aktien … Ich schlage für Montag 9.00 Uhr MESZ eine Konferenzschaltung vor, um offene Fragen zu klären".

Wen genau er mit "wir" meinte, geht aus dem Mail nicht hervor.

Die entscheidende Telefonkonferenz begann tatsächlich Montag, 9. Juli 2007, Schlag 9.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit - Visy führte das Wort. In einem von ihm selbst gleich im Anschluss an die Sitzung verfassten stichwortartigen Kurzprotokoll steht zu lesen: "Das Folgende wird diskutiert: 1. SV (=Stephan Visy) berichtet über den wirtschaftlichen und rechtlichen Hintergrund der geplanten Transaktion."

Visys weitere Ausführungen wirken in der Nachlese erklärungsbedürftig: "2. Die Details zu dem Kredit zugunsten eines nicht verbundenen Dritten … lauten wie folgt: Maximalbetrag: EUR 2 Milliarden … Maximalerwerb: 30 Prozent der ausstehenden Zertifikate … Zeitlicher Rahmen: Erwerb von Zertifikaten innerhalb von zwölf Monaten."

Offenbar sollten die Rückkäufe der Öffentlichkeit zunächst so verkauft werden: MEL will eigene Papiere vom Markt holen und wird einer von ihr rechtlich unabhängigen Gesellschaft einen Kredit von bis zu zwei Milliarden Euro gewähren, damit diese bis zu 30 Prozent der Zertifikate innerhalb eines Jahres aufkaufen kann.

Gekommen ist es bekanntlich anders: Den "Kredit" hat es so nie gegeben, vielmehr wurden letztlich 1,8 Milliarden Euro Anlegergeld eingesetzt, um fast ein Drittel aller Zertifikate vom Markt zu holen. Auch mit dem "unabhängigen Dritten", bei dem Papiere tatsächlich landeten, ist das so eine Sache. Es handelte sich um das karibische Investmentvehikel Somal A. V. V. mit Sitz auf Aruba, welches wiederum der Familie Meinl zugerechnet wird.

So oder so: Die Rückkäufe wurden an diesem Tag vom MEL-Direktorium ex post - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung - ohne nennenswerte Einwände beschlossen.

Dass es die MEL-Direktoren untereinander mit der Wahrheit nicht so genau nahmen, muss Ver vorderhand nicht bekümmern. Er hatte dort formell keine Funktion. Die manifesten Unregelmäßigkeiten sind also, wenn schon, dann ein Problem der MEL-Vertreter - nicht seines. Dass aber mit Stephan Visy einer seiner engsten Mitarbeiter und Angestellten in dieser Sitzung Wertpapierrückkäufe zur Beschlussfassung bringen konnte, für die er gar nicht zuständig war, wirft eine Frage auf: In wessen Auftrag hat der Meinl-Subalterne Visy gehandelt?

Die Meinl Bank beantwortete eine profil-Anfrage Ende vergangener Woche so: "Die Anwesenheit von Herrn Visy bei dem Board Meeting erklärt sich aus dem Umstand, dass gemäß dem Managementvertrag MERE vom Board der MEL immer wieder auch mit der Koordinierung von externen Dienstleistungen betraut war."

Was auch immer das heißen mag.

Ein vermeintliches Detail gibt den Behörden noch Rätsel auf. In der profil ebenfalls vorliegenden Langfassung des Sitzungsprotokolls wird Visy nur mehr als Gast geführt. Seine Wortmeldungen sind nicht verzeichnet. Wer dieses Dokument - es hat ein völlig anderes Schriftbild und trägt lediglich die Unterschrift des ehemaligen MEL-"Vorsitzenden" Georg Kucian - wann aufgesetzt hat, lässt sich derzeit nicht sagen.

Wieder eines dieser Geheimnisse.


Quelle: Profil vom 18.5.09

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Gruß

  

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most hated man
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.5.09 15:10)

Anderes Foto, gleicher Stil, gleiches UK-Medium: Auf der Homepage des British Telegraph findet sich erneut ein Artikel über den britischen Staatsbürger Julius Meinl, der in Österreich eine Kaution in Rekordhöhe hinterlegen musste. "Julius Meinl: I am the most hated man in Austria but I am fighting back" lautet dieses Mal der Titel (nach "Julius Meinl: 'Do I look the sort of man who is going to run away?'" Anfang Mai).

Einige Passagen:
"Only the coverage in the US media of the dramatic arrest of OJ Simpson, the American football star, for the suspected murder of his wife, could begin to compare with the saturation coverage in the Austrian papers and television new bulletins of the banker's seizure".

"The Austrian legal system has the power to do with you whatever it likes," said Mr Meinl.

"Only time will tell whether Mr Meinl has been rightly targeted by state prosecutors for a gigantic share manipulation scam or whether he is the innocent victim of a historic vendetta".

Mehr unter:
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/austria/5334863/Julius-Meinl-I-am-the-mo st-hated-man-in-Austria-but-I-am-fighting-back.html

  

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RE: most hated man
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.5.09 15:24)

Die Krone-Leserbriefschreiber solidarisieren sich eh schon mit ihm.

Wenn die Gutmenschen gegen ihn sind, müssen die Krone-Leser einfach für ihn sein.

Bösmenschen wollen ja auch nicht sinnlos und alleine vor sich hin granteln.

  

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RE: most hated man
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.5.09 19:04)

Offenbar arbeitet er an der Etablierung einer Verschwörungs-Theorie gegen ihn. Ja die armen Milliardäre, leicht haben sie es nicht ...

>Anderes Foto, gleicher Stil, gleiches UK-Medium: Auf der
>Homepage des British Telegraph findet sich erneut ein Artikel
>über den britischen Staatsbürger Julius Meinl, der in
>Österreich eine Kaution in Rekordhöhe hinterlegen musste.
>"Julius Meinl: I am the most hated man in Austria but I
>am fighting back" lautet dieses Mal der Titel (nach
>"Julius Meinl: 'Do I look the sort of man who is going to
>run away?'" Anfang Mai).
>
>Einige Passagen:
>"Only the coverage in the US media of the dramatic arrest
>of OJ Simpson, the American football star, for the suspected
>murder of his wife, could begin to compare with the saturation
>coverage in the Austrian papers and television new bulletins
>of the banker's seizure".
>
>"The Austrian legal system has the power to do with you
>whatever it likes," said Mr Meinl.
>
>"Only time will tell whether Mr Meinl has been rightly
>targeted by state prosecutors for a gigantic share
>manipulation scam or whether he is the innocent victim of a
>historic vendetta".
>
>Mehr unter:
>http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/austria/5334863/Julius-Meinl-I-am-the-mo st-hated-man-in-Austria-but-I-am-fighting-back.html
>

  

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Meinl Bank erneuert Kritik an Corporate-Governance-Gutachten
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.5.09 15:04)

Meinl Bank erneuert Kritik an Corporate-Governance-Gutachten
Utl.: Staatsanwaltschaft bestätigt: Corporate Governance
strafrechtlich nicht relevant =

Wien (OTS) - Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene
Corporate-Governance-Gutachten untersucht Sachverhalte, die laut
einem jüngsten Statement der Staatsanwaltschaft strafrechtlich nicht
relevant sind.

Im September 2008 hatte die Staatsanwaltschaft die Bestellung des
Sachverständigen Thomas Havranek, der über keine Zulassung als
Sachverständiger in den Bereichen internationales Bank-, Börse- und
Kapitalmarktwesen verfügt, damit begründet, dass dieser der einzige
Sachverständige für Corporate Governance wäre. Auch in der
schriftlichen "Sachverständigenbestellung" wird Havranek ausdrücklich
beauftragt zu untersuchen, inwieweit ein Coporate-Governance-Kodex
anwendbar wäre und ob Corporate-Governance-Richtlinien verletzt
worden wären. Die Rechtsvertreter von Julius Meinl und anderer
Beschuldigter haben schon damals die Auffassung vertreten, dass
Corporate Governance kein strafrechtlich relevantes Gebiet wäre.

Nunmehr sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gerhard Jarosch
gegenüber "Österreich" zu einem früheren Zeitungskommentar bezüglich
der Befangenheit von Havranek: "Thema des Textes war Corporate
Governance, das hat mit strafrechtlichen Aspekten nichts zu tun."
"Wer soll das noch verstehen?" wundert sich Meinl-Bank-Vorstand Peter
Weinzierl,"da wird mittlerweile neun Monate mit Riesenaufwand und
enormen Kosten für den Steuerzahler etwas untersucht, woraus sich
keine strafrechtlichen Anschuldigungen ergeben können. Und auf dieser
Basis werden dann massive Eingriffe in die Persönlichkeitssphäre wie
Hausdurchsuchungen und Festnahmen begründet". Dass mit Thomas
Havranek der falsche Gutachter in der Causa Meinl bestellt worden ist
und die Staatsanwaltschaft das in §3 der Strafprozessordnung
normierte Objektivitätsgebot verletzt hat, ist Gegenstand von
Eingaben der Beschuldigten.

  

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Drei FMA-Bescheide zu Meinl/MEL rechtskräftig aufgehoben
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.5.09 17:48)

traurig wenn man sich freut "nur" einen FMA-strafbescheid bekommen zu haben!


Drei FMA-Bescheide zu Meinl/MEL rechtskräftig aufgehoben - Bisher nur ein einziger FMA-Bescheid teilweise bestätigt =

Wien (OTS) - Zu heutigen Statements der FMA bezüglich der
Verfahren gegen Organe der Meinl Bank und Meinl European Land (MEL)
stellt die Meinl Bank klar:

Drei Strafbescheide der FMA wurden vom Unabhängigen Verwaltungssenat
(UVS) rechtskräftig aufgehoben.

Weitere sechs Strafbescheide befinden sich im Berufungsverfahren.
Im heute von der FMA erwähnten Erkenntnis des UVS gegen frühere
Direktoren von MEL wegen Marktmanipulation wurde der Bescheid der FMA
keineswegs vollinhaltlich bestätigt, sondern der Tatzeitraum
erheblich verkürzt und das Strafausmaß dementsprechend herabgesetzt.

Das Verfahren ist auch nicht abgeschlossen, sondern derzeit beim
Verfassungsgerichtshof anhängig. Das Erkenntnis des UVS stammt vom
16. Oktober 2008 und ist die bisher einzige Entscheidung der FMA,die
-und das nur teilweise - bestätigt wurde.

Rückfragehinweis:
Herbert Langsner
mailto:langsner@meinlbank.com

  

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neuer pressesprecher
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.5.09 09:41)

Die Meinl Bank legt in puncto Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege nach: Ab Juni wird Thomas Huemer, zuletzt Pressesprecher des Ölkonzerns OMV, die Pressestelle in der Bank aufbauen, berichtet der "Standard".

Herbert Langsner, der 2007 vom "Format" zu Meinl gewechselt ist, bleibt dort. Er bestätigte der Zeitung, dass er sich künftig um strategische Fragen, Projektvorbereitung und Hintergrundrecherchen kümmern wird. (red)

hintergrundrecherchen - ausspionieren von unliebsamen personen wie dem gutachter??

  

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meinl klagt den gerichtsgutachter
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.5.09 10:53)

Meinl geht in die Gegenoffensive und klagt Gerichtsgutachter Thomas Havranek
Fehler des Gutachters werden erneut aufgerollt
Endgültiger Schaden sei noch nicht bezifferbar

Die Meinl Bank verschärft die Gangart und bringt Klage ­gegen Gerichtsgutachter Thomas Havranek ein. Der Vorwurf: Havranek habe seine Sorgfaltspflicht aufs Gröbste verletzt.

Die Meinl Bank bekämpft den Gerichtsgutachter Thomas Havranek mit allen ihr zur Verfügung ste­henden Mitteln. Nach zwei Ab­lehnungsanträgen bei Gericht und einem diskreditierenden Brief von Meinl-Anwalt Georg Schima an die heimische Juristenszene folgt nun der nächste Schlag: eine Klage gegen Havranek. In dieser 18 Seiten starken, von Rechtsanwalt Michael Rami verfassten Feststellungsklage, die FORMAT vorliegt, werden sämtliche Fehler von Havranek, insbesondere jene aus dem Vorgutachten, noch einmal penibel aufgelistet.

Untreue und Betrug
Das Gericht soll feststellen, dass Havranek für alle Schäden hafte, die Julius Meinl und der Meinl Bank aus dem Vorgutachten entstanden seien, heißt es in der Klage. Streitwert: eine Million Euro. Gegen Meinl ermittelt bekanntlich die Staatsanwaltschaft ­wegen Untreue und Betrugs. „Insgesamt ist dem Beklagten vorzuwerfen, dass sein Vorgutachten nicht nur fachlich völlig mangelhaft ist, ­sondern auf schwerste Weise gegen Standesregeln verstößt. Den Beklagten trifft daher am inkriminierten Verhalten ein massives Verschulden“, heißt es in der Klage der Meinl-Anwälte. Das Vorgutachten sei die Ursache für die Verhaftung von Julius Meinl gewesen, wird weiter ausgeführt. Der endgültige Schaden sei noch nicht genau bezifferbar. Was den Meinl-Anwälten zugute kommen könnte: Nach § 1299 ABGB trifft einen Sachverständigen eine erhöhte Sorgfaltspflicht. In Juristenkreisen gilt diese Klage gegen einen Sachverständigen in einem laufenden Verfahren als ungewöhnlicher Schritt. Ein solcher wurde in Österreich nämlich erst zweimal gemacht.

Maulkorb
Havranek selbst darf sich zu der Klage nicht äußern, weil ihn das als Sachverständigen in die Bredouille bringen könnte. „Havranek darf auf die Klage nicht reagieren, weil er als Sachverständiger einen Maulkorb um hat“, meint ein Kollege Havraneks. Auch wenn die Klage nicht zur Unterbrechung des Strafverfahrens gegen Meinl führt, verzögert wird es jedenfalls. Der Sachverständige muss sich nun gegenüber Staatsanwalt und Richtern zur Klage äußern. In dieser Zeit könnte er an seinem endgül­tigen Meinl-Gutachten schreiben, das im Herbst fertig sein sollte.

http://www.format.at/articles/0922/525/243076/meinl-gegenoffensive-gerichtsgutachter-thom as-havranek

  

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wieder mal meinl gegen rebellen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.6.09 11:23)

Meinl Bank: Rückkauf von MEL Zertifikaten 2007 entsprach Jersey Recht
Utl.: Partikularinteressen von Hedgefonds Elliott initierten gegenteilige
Stellungnahme =

Wien (OTS) - Die Meinl Bank hat am Freitag, 5.Juni, eine
einstweiligen Verfügung gegen weitere Ausschüttungen von Airports
International (AI) und Power International (PI) in Jersey
angekündigt. Diese Maßnahme wurde gesetzt, nachdem das von Elliott
und anderen sogenannten Rebellen bestellte Board von Airports
International und Power International am Donnerstag, 4.Juni, bisher
konstruktiv geführte Gespräche im Zusammenhang mit der Bereinigung
aller ausstehenden wechselseitigen Forderungen einseitig und
überraschend beendet hat.

In diesem Kontext ist auch eine Aussendung von Atrium (vom
Freitag, 5. Juni) zu sehen, derzufolge eine Gruppe von
Anleihegläubigern - vertreten durch Citicorp - im Zusammenhang mit
dem Rückkauf von MEL Zertifikaten im Jahr 2007 eine Verletzung von
Jersey Recht behauptet. Dies wurde von Seiten des Atrium Managements
umgehend zurückgewiesen. Ein Gutachten des englischen Queens Council
vom 14.08. 2007 bestätigt ebenfalls, dass der Rückkauf der
Zertifikate im Rahmen der in Jersey geltenden Gesetze erfolgte.

Citicorp ist als Treuhänder lediglich eine Poststelle für eine
Anleihe von MEL/Atrium und es ist im Markt bekannt, dass hinter den
Vorwürfen eine vom Hedgefonds Elliott geführte Gruppe steht, die mit
hohen Abschlägen Anleihen aufgekauft hat und jetzt mit allen Mitteln
eine vorzeitige Rückführung zum vollen Nominalwert erreichen möchte.
Hier mit fadenscheinigen juristischen Argumenten öffentlichen Druck
aufzubauen entspreche der generellen, eigennützigen Strategie von
Elliott, die auch schon bei AI und PI angewendet werde, so Peter
Weinzierl, Vorstand der Meinl Bank.

Peter Weinzierl: "Es ist schon interessant, dass diese Aktion von
Elliott betreffend MEL/Atrium genau einen Tag nach dem Abbruch der
Gespräche mit Meinl Bank betreffend AI und PI kommt. Dies wirft
erneut ein bezeichnendes Licht auf diese Akteure:
Partikularinteressen von Elliott als Mastermind, dazu die Marionetten
von Elliott in den Boards bei AI und PI, so werden die Entscheidungen
der Rebellen getroffen. Besonders bedauerlich ist, dass nun der
Hedgefonds Elliott in seine eigennützigen Aktionen nun auch noch ein
bisher gänzlich unbeteiligtes Unternehmen, nämlich MEL/Atrium
hineinzieht."

Rückfragehinweis:

~
Meinl Bank AG
Pressestelle


Thomas Huemer:
Tel.: +43 1 531 88 - 203
e-mail.: huemer@meinlbank.com

  

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RE: wieder mal meinl gegen rebellen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.6.09 11:26)

mutig die Telefonnummer reinzustellen, gleich anrufen und nachfragen ob man denen in den Schädl gesch.... hat.

  

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Untersuchung der Jersey-Aufsicht in Sachen Meinl nähert sich dem Ende
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.6.09 15:33)

http://www.boerse-express.com/pages/783859

Die Frage, ob die Zertifikate-Rückkäufe bei Meinl European Land (jetzt: Atrium) im Jahr 2007 gegen Jersey-Recht verstossen haben oder nicht, beschäftigt nicht nur etliche Anleihegläubiger von Atrium, wie der jüngste Brief des Treuhänders Citicorp an Atrium zeigt. Auch die Jersey Financial Services Commission (JFSC) ermittelt seit Juli 2008 in dieser Frage. Damals wurde eine formelle Untersuchung gegen MEL und deren Managementgesellschaft MERE wegen des umstrittenenen Rückkaufs eingeleitet. Die Unternehmen stehen unter Verdacht, gegen das Companies Law verstossen zu haben, hiess es damals. Personen, die glaubten, über relevante Informationen zu verfügen, sollten sich melden.

Knapp ein Jahr danach ist die Untersuchung noch im Laufen. "Sie ist aber nahe dem Abschluss", hiess es am Montag seitens der Jersey FSC gegenüber dem Börse Express. Daher könnten aktuell keine näheren Informationen gegeben werden.

Die Meinl Bank behauptet, die geltenden Gesetze eingehalten zu haben und führt als Argumentation ein Gutachten des englischen Queens Council an, das am 14. August 2007 (und damit nach den bereits erfolgten Rückkäufen) erstellt worden ist.

Bereits vor Einleitung der Untersuchung seitens der JFSC haben sich die frühreren MEL-Direktoren Michael Richardson und Peter Byrne an die Aufsicht gewandt. Sie schrieben, so berichtete "profil" Mitte Mai, in einem Brief vom 6. Dezember 2007, dass sie in den Rückkauf von MEL-Zertifikaten auf Rechnung der Gesellschaft nicht eingebunden waren.

  

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RE: Untersuchung der Jersey-Aufsicht in Sachen Meinl nähert sich dem Ende
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.6.09 15:36)

wenn es eine PRO Meinl Entscheidung gibt, kann ich mir schon vorstellen wie das passiert ist, wenn sicher einer in so kurzer Zeit 100 Mio Euro Kaution zusammenkratzen kann.

  

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IVA zu Meinl-Klagen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.6.09 10:59)

Meinl-Klagen
Beachten Sie, dass normalerweise von einer Verjährungsfrist für die Schadensfälle auszugehen ist. Der IVA bekommt immer wieder Rückmeldungen, dass Ansprüche (für die Anleger durchaus zufriedenstellend) verglichen werden. Der IVA empfiehlt, nicht zu resignieren. Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Versicherer auf. Darüber hinaus verweist der IVA auf die einschlägige Expertise der Anwälte Mag. Michael C. Steiner in Wien und Dr. Josef Hofer in Wels hin. RA Dr. Dieter Böhmdorfer hat für seine von ihm vertretenen Klienten bereits einen attraktiven Vergleich erreicht und nimmt keine Mandate mehr an.

IVA - der österreichische Interessenverband für Anleger

  

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FORMAT: Die Einvernahme von Julius Meinl V. im Wortlaut
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.6.09 11:02)

FORMAT: Die Einvernahme von Julius Meinl V. im Wortlaut
Utl.: Meinl: "Anleger wurden nicht geschädigt"
Wien (OTS) - Am 1. April 2009 wurde Julius Meinl V. von
Staatsanwalt Markus
Fußenegger erstmals einvernommen. Über den Inhalt des fast fünf
Stunden
dauernden Verhörs berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT ausführlich
in
seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Julius Meinl V. erklärte dem Staatsanwalt beispielsweise, dass er
über die
Durchführung der umstrittenen Wertpapierrückkauf-Aktion der
Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL; heute: Atrium)
früher als
die MEL-Kleinanleger informiert worden war. Das geht aus dem FORMAT
exklusiv
vorliegenden "Beschuldigtenvernehmung vom 1. April 2009" (Aktenzahl:
608 St
1/08w) hervor: "Zu den Zertifikatsrückkäufen gebe ich an, dass am 20.
Februar 2007 die MEL an die Meinl Bank schriftlich herantrat und
ankündigte,
dass ein strategischer Investor beabsichtigt, 20 bis 30 Prozent der
MEL zu
erwerben." Gebetsmühlenartig betont Meinl laut Protokoll seine
Unschuld:
"Durch die Zertifikatsrückkäufe im Zeitraum Februar 2007 bis Juli
2007
wurden die Anleger nicht geschädigt."

Der ermittelnde Staatsanwalt Fußenegger sieht das laut FORMAT anders
und
verdächtigt Meinl des Anlegerbetrugs und der Untreue. Den
MEL-Anlegern soll
durch die Rückkauf-Aktion ein Schaden von 1,8 Milliarden Euro
entstanden
sein. Dafür wird Meinl - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - als
Mastermind von der Justiz verantwortlich gemacht. Der beschuldigte
Banker
wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Ich habe zu keinem Zeitpunkt eine
Organfunktion in der MEL belegt."

  

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Das Meinl-Protokoll
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.6.09 09:44)


Das geheime Protokoll des Verhörs vor dem Staatsanwalt soll den Einfluss von Ver bei der Immogesellschaft MEL dokumentieren. Was der Staatsanwalt ihm vorwirft und wie er sich verteidigt.

Ihn plagte eine fürchterliche Angst
"Im Jahr 2006 gab es wiederholt Übernahmegerüchte betreffend Meinl European Land (MEL), insbesondere im Zusammenhang mit einer zuvor erfolgten massiven Kapitalerhöhung der Immoeast", erzählt Ver dem Staatsanwalt beim Verhör.

Die angeblichen Takeover-Pläne des damaligen Immoeast-Chefs Karl Petrikovics bereiteten ihm schlaflose Nächte. Zwei Vorschläge zur Abwehr einer feindlichen Übernahme beendeten aber Ver's Qual: "Einerseits eine massive Kapitalerhöhung der MEL, andererseits die Ausgabe von Partly Paid Shares (PPS)." Letztere wirkten so: "Diese Poison Pill sollte so funktionieren, dass bei Übernahmegefahr durch Immoeast/Immofinanz die PPS in nicht eingezahltem Zustand vom Board der MEL abgerufen würden und an institutionelle Anleger, sogenannte weiße Ritter, die die Einzahlung dann vornehmen würden, zu platzieren." Petrikovics sollte sich an der MEL die Zähne ausbeißen.

Sprudelnde Geldquelle
Dass Tausende Kleinanleger damals vom Takeover profitiert hätten, spielte für Ver keine Rolle. Das Wohl seiner Bank war ihm wichtiger. Die verdiente im Jahr 2006 rund 100 Millionen Euro an der MEL. Mit dem Einmarsch von Konkurrent Petrikovics wäre die Geldquelle rasch versiegt.

Seine Angst vor Petrikovics beichtete Ver gegenüber Staatsanwalt Markus Fußenegger. Zumindest geht das aus dem Protokoll der "Beschuldigtenvernehmung vom 1. April 2009" in der Strafsache Ver hervor.

Das FORMAT exklusiv vorliegende Papier soll den Einfluss von Julius Ver - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - auf die Immofirma MEL dokumentieren: Ob feindliche Übernahmen, fragwürdige Zertifikatsrückkäufe, Geheimverhandlungen mit strategischen MEL-Investoren oder Provisionen aus MEL-Geschäften - Ver wusste immer Bescheid.

Trotzdem betont der Banker mit dem protokollierten "Familienstand: Geschieden" seine Nebenrolle in der MEL-Affäre: "Ich habe zu keinem Zeitpunkt eine Organfunktion in der MEL belegt."

Der Auslöser der MEL-Affäre waren bekanntlich umstrittene Wertpapierrückkäufe des Jahres 2007. Damals wurden rund 88,8 Millionen Zertifikate ("Austrian Depositary Receipts") im Wert von 1,8 Milliarden Euro erworben. Trotz der gigantischen Dimensionen wurden Kleinanleger sehr spät informiert. Für Ver galt das freilich nicht, wie er dem Staatsanwalt offenherzig erzählte: "Zu den Zertifikatsrückkäufen gebe ich an, dass am 20. Februar 2007 die MEL an die Meinl Bank schriftlich herantrat und ankündigte, dass ein strategischer Investor beabsichtigt, 20 bis 30 Prozent der MEL zu erwerben.

Dabei handelte es sich um Capital Land bzw. GIC, und diese beabsichtigten auch, 50 bis 60 Prozent der MERE zu erwerben." MERE ist eine hundertprozentige Tochter der Meinl Bank und Managementgesellschaft der MEL. "In der Folge wurden eng determinierte Aufträge der MEL an die Meinl Bank erteilt, zum Erwerb von MEL-Zertifikaten." Was den Staatsanwalt stutzig machte: Einen verbindlichen Kontrakt mit Capital Land über einen MEL-Einstieg gab es nicht. Als MEL-Interessent trat der asiatische Fonds offiziell nie in Erscheinung.

Zum Zweck der Rückkaufaktion sagt Ver: "Nach Ansicht von Dr. Seibt (= Meinl-Anwalt) bestand ein legitimer Grund für den Ankauf zur Schaffung einer Akquisitionswährung." Warum der Investor die Papiere nicht über den Markt erworben hat, fragt Fußenegger. Ver's Antwort: "Der hatte kein Interesse an einer Beteiligung unter 20 Prozent. Zu welchen Konditionen die ADCs an den potenziellen Investor übergehen hätten sollen, kann ich nicht angeben, jedenfalls war die MEL laut Prospekt berechtigt, eigene ADCs zurückzukaufen. Die Beschränkung von 29,9 Prozent wurde im Prospekt nicht veröffentlicht. Vielmehr konnte laut Prospekt unbeschränkt zurückgekauft werden." Verwendet wurde die vermeintliche "Akquisitionswährung" letztlich nie.

Selbst im Vorjahr, als ein Konsortium rund um den israelischen Fonds Gazit die MEL übernahm und auf Atrium umtaufte, war das kein Thema. Pikanterweise sorgte Atrium in der Vorwoche für Aufregung. In einer Ad-hoc-Meldung wurde bekannt gegeben, dass ein von der Citigroup in Auftrag gegebenes Gutachten die ADC-Rückkäufe als nicht rechtmäßig befand. Gesetze von Jersey - dort sitzt Atrium - wurden verletzt. Was die Meinl Bank vehement dementiert.

Ver, der Gewinner
Das Rückkaufprogramm dürfte letztlich nur der Meinl Bank genutzt haben, vermuten die Justizbehörden.

Kurze Rückblende:
Die MEL holte sich Anfang 2007 Geld von der Börse. Die Platzierung der Kapitalerhöhung wurde gegen Gebühr von der Meinl Bank garantiert. Da die Papiere keinen rasanten Absatz fanden, wurde die Platzierungsgarantie schlagend. Weil die Meinl Bank aber nicht über ausreichend Kapital verfügte, um die MEL-Papiere auf die eigenen Bücher zu nehmen, und die bankrechtlichen Großveranlagungsgrenzen überschritten hätte, wurde die zur Meinl-Gruppe gehörige Karibikfirma Somal ins Spiel gebracht. Somal schluckte rund 40 Prozent der MEL-Kapitalerhöhung. Das Besondere daran: Das Geld dafür stammte indirekt von der MEL. Denn der von MEL mit rund zwei Milliarden Euro gespeiste Euro-Prime-Fonds kaufte Somal-Anleihen. Im Klartext: Die MEL finanzierte via Somal und Euro Prime die eigene Kapitalerhöhung.

Ver profitierte aber nicht nur von den Gebühren für Arrangement und Platzierung der Kapitalerhöhung, sondern auch vom Rückkaufprogramm. Denn als die MEL-Kurse im Laufe von 2007 einbrachen, verkaufte Somal sukzessive alle Wertpapiere. Die wurden aber nicht vom Markt, sondern von der MEL selbst aufgesaugt - dank Rückkaufprogramm. Als die Transaktionen im August 2007 publik wurden, war Ver's Karibikfirma Somal von allen MEL-Aktien befreit, die zwischenzeitlich mehr als 80 Prozent an Wert verloren hatten. Der Schaden blieb - so ein zentraler Vorwurf des Staatsanwalts - an den MEL-Anlegern hängen. Trotzdem beharrt Ver in seiner Einvernahme: "Durch die Zertifikatsrückkäufe im Zeitraum Februar 2007 bis Juli 2007 wurden die Anleger nicht geschädigt." Der Staatsanwalt sieht das anders, er beziffert den Schaden für MEL-Anleger mit 1,8 Milliarden Euro.

Auch die Partly Paid Shares, die Ver zur Verteidigung gegen die Immofinanz nannte, sieht die Justiz kritisch. Die hätten sehr wohl auch für die Hereinnahme eines strategischen Investors verwendet werden können, meint der Gerichtssachverständige. Das kostspielige Rückkaufprogramm wäre der MEL erspart geblieben. "Über die Frage, warum im Zeitraum Februar bis Juni 2007 die PPS nicht für die potenziellen Investoren verwendet wurden, gebe ich an, dass es sich nach meiner Ansicht um das falsche Instrument gehandelt hätte, um einen Investor zu bedienen, da die Einziehung der PPS eines Hauptversammlungsbeschlusses bedurft hätte", widerspricht Ver, um dann zu relativieren: "In weiterer Folge, als der Kurs gesunken war, wurde MEL durch Merrill Lynch beraten, die PPS nicht einzuziehen." Weil die Meinl Bank spezielle Zustimmungsrechte zur Inanspruchnahme von PPS besaß, wirft der Staatsanwalt Ver vor, nicht im Sinne der MEL agiert zu haben. Im Gerichtsakt steht: Weil die PPS nicht zum höchstmöglichen Kurs abgerufen wurden, sei der MEL Liquidität von drei Milliarden Euro entgangen. Mit drei Milliarden Euro taxiert der Staatsanwalt den damit verbundenen Schaden für die MEL.

Ver's Millionenprovisionen
Letztlich spielten weder die PPS noch die zurückgekauften Zertifikate bei einer MEL-Übernahme je eine wesentliche Rolle, wie der vorjährige Gazit-Deal belegt. Ver laut Protokoll: "Im Gegenzug zur Einziehung der PPS wurde vom strategischen Investor 2008 der MEL Kapital zugeführt. Weiters wurde eine Kapitalerhöhung der MEL vorgenommen und wurden dem strategischen Investor dadurch ADCs zugeführt.

Über Frage, warum die von Somal auf Rechnung der MEL auf dem Konto 34 befindlichen ADCs nicht an den strategischen Investor verkauft wurden, gebe ich an, dass dies auf Beratung der Investmentbank Merrill Lynch, der Citibank sowie der Rechtsanwälte unterblieb."

"Es erfolgte keine Schädigung der Anleger", betonte Ver in seiner fast fünfstündigen Einvernahme und verteidigte damals sogar die hohen Provisionen, die MEL an die Meinl Bank zahlte: Seit 2003 waren das rund 600 Millionen Euro. Für Ankläger Fußenegger und den Gerichtssachverständigen Thomas Havranek sind die Gebühren überhöht und nicht marktüblich. Es bestehe der Verdacht der Provisionsschinderei.

Ver versteht die Aufregung nicht: "Bezüglich der Gebühren verweise ich darauf, dass die Verträge unter Einfluss der Caledonia (Anm.: ein britischer Fonds, der früher an der MEL beteiligt war) mit der Meinl Bank abgeschlossen wurden (…) und nach einer Überprüfung durch die Londoner Investmentbank Lazard in einer Gesamtschau zehn Prozent unter vergleichbaren Marktteilnehmern lagen." Außerdem stellt Ver trocken fest: "70 Prozent der ADC-Zeichner waren institutionelle Investoren. Bei nicht marktgerechter Gebührenstruktur hätten die sicher nicht gekauft."


Quelle: Format vom 12.6.09

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Gruß

  

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Meinl Bank: Unabhängiger Verwaltungssenat (UVS) hebt FMA-Strafbescheid auf
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.6.09 12:10)

Meinl Bank: Unabhängiger Verwaltungssenat (UVS) hebt FMA-Strafbescheid auf
Utl.: Bisher alle UVS Entscheidungen zugunsten Meinl Bank Gruppe
=

Wien (OTS) - Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) hat einen
weiteren Strafbescheid der FMA gegen Organe der Meinl Bank Gruppe
aufgehoben. Damit hat der UVS als Berufungsinstanz bisher alle
Entscheidungen zugunsten der Meinl Bank Gruppe getroffen.

Bei der neuesten Entscheidung des UVS geht es um einen
Strafbescheid der FMA gegen die Vorstandsmitglieder der Meinl Success
Finanz AG, einer Tochter der Meinl Bank AG. Den Success-Vorständen
wurde von der FMA irreführende Werbung mit dem Begriff
Mündelsicherheit vorgeworfen. Der UVS hat den entsprechenden
Strafbescheid jetzt aufgehoben, die Entscheidung ist rechtskräftig.
Das ist die bereits vierte Entscheidung des UVS, mit der die
Berufungsinstanz der Meinl Bank Gruppe recht gibt.

Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl: "Dass die Meinl Bank vor dem
UVS ein Verfahren nach dem anderen gewinnt, zeigt, dass wir uns immer
korrekt und gesetzeskonform verhalten haben. Das wird nun neuerlich
von der objektiven Berufungsinstanz bestätigt." Derzeit ist noch ein
weiterer Strafbescheid gegen Organe der Meinl Bank beim UVS anhängig.
"Wir sind zuversichtlich, dass auch dieses Verfahren in naher Zukunft
abgeschlossen wird", so Meinl-Bank-Vorstand Weinzierl.

Der bisher einzige vom UVS teilweise bestätigte Strafbescheid der
FMA richtet sich gegen die ehemaligen Direktoren von Meinl European
Land. Hier hat der UVS die FMA ebenfalls korrigiert, indem er den
Tatzeitraum erheblich eingeschränkt und die Strafen entsprechend
herabgesetzt hat. Auch dieses Verfahren ist noch nicht abgeschlossen,
sondern wird vom Verfassungsgerichtshof geprüft.

Rückfragehinweis:

~
Meinl Bank AG
Pressestelle


Thomas Huemer
Tel.: +43 1 531 88 - 203
e-mail.: huemer@meinlbank.com

  

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RE: Meinl Bank: Unabhängiger Verwaltungssenat (UVS) hebt FMA-Strafbescheid auf
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.6.09 12:14)

Unabhängiger Verwaltungssenat (UVS)
tango korrupti,wenn einer draufkommt......

  

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AI und PI wollen auf 100-Mio-Euro-Kaution zugreifen
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.6.09 11:06)

17.06.2009

Airports und Power International wollen auf 100-Mio-Euro-Kaution von Meinl zugreifen

Antrag auf Beschlagnahmung der Kaution, die von Julius Meinl V. hinterlegt worden ist


Airports International (AI) und Power International (PI) haben weitere Schritte im Zusammenhang mit ihren Rechtsstreitigkeiten mit der Meinl Bank gesetzt. Das geht aus einer aktuellen Information an die Zertifikateinhaber hervor.

So wurde die Beschlagnahmung der Kaution von 100 Mio. Euro beantragt, die von Julius Meinl V. im Rahmen des Strafverfahrens hinterlegt wurde. Diese soll als Sicherstellung für Schadensansprüche von AI dienen.

Weiters kam es zu Ergänzungen der im Zuge des österreichischen Strafverfahrens abgegebenen Beitrittserklärung als Privatbeteiligter in Bezug auf Geldwäsche, Unterschlagung, Hehlerei, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Bildung einer kriminellen Organisation, geht aus dem Informationsdokument hervor.

Das Lizenz-/Trademark-Verfahren, das vor englischen Gerichten verhandelt werde, sei kürzlich aufgrund des Ausgangs eines Verhandlungstermins in das Stadium der Beweisaufnahme eingetreten. AI habe die Vorlage von Dokumenten über ein angeblich geheimes Kursunterstützungsprogramm von MEL beantragt. Das könnte Ursache dafür sein, warum AI keinen marktüblichen Lizenzvertrag abgeschlossen hat.

Zudem habe die Gesellschaft die Kapitalrückführung für die eigenen Zertifikate, die von der Meinl Bank derzeit gehalten werden, nicht bezahlt und dadurch den Wert der von der Meinl Bank widerrechtlich gehaltenen Zertifikate von Anteilsinhaber verringert.

(bs)

  

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Meinl Bank: Rebellen sollen Verbleib von EUR 276 Mio erklären
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.6.09 15:29)

Meinl Bank: Rebellen sollen Verbleib von EUR 276 Mio erklären
Wien (OTS) -

- Fragwürdige Finanzgebarung von Airport International (AI) und
Power International (PI)
- Rebellen - Aktionismus auf Anlegerkosten
- Weinzierl: "Hedgefund Elliott offenbar vor Ausräumen der
Gesellschaften"


Die am 16. Juni veröffentlichten "Informationen für
Zertifikateinhaber" der AI und PI werfen eine Reihe von Fragen auf.
So beabsichtigt AI laut eigener Präsentation weitere EUR 1,25 pro
Zertifikat auszuschütten. Bisher wurden EUR 2,25 pro Zertifikat
ausgeschüttet. Bei rund 68 Mio ausstehenden Zertifikaten ergeben
geplante und bereits getätigte Ausschüttungen einen Betrag von EUR
238 Mio. Zum Zeitpunkt der Ernennung des neuen Boards im Juli 2008
hatte AI einen Cash - Bestand von rund EUR 390 Mio. Zudem hat die
Gesellschaft vor kurzem noch EUR 52 Mio aus dem Verkauf der TAV -
Beteiligung lukriert. Allein bei Berücksichtigung des vorhandenen
Barvermögens ergibt sich hier ein ungeklärter Differenzbetrag von EUR
204 Mio.


Auch bei PI gibt es bei der geplanten Ausschüttung eine erhebliche
Differenz zu dem was an Cash vorhanden sein sollte. PI hat bisher EUR
4,40 pro Zertifikat ausgeschüttet und kündigt die Auszahlung von
weiteren EUR 1,60 pro Zertifikat an. Dies ergibt eine
Gesamtausschüttung von EUR 348 Mio. Der Cash - Betrag bei Antritt
des neuen Boards belief sich jedoch auf rund EUR 420 Mio.


Verbleib von EUR 276 Mio ungeklärt


Bei beiden Gesellschaften, AI und PI ergibt sich somit ein
Fehlbetrag von EUR 276 Mio.


Peter Weinzierl, Meinl Bank AG Vorstand: "Anhand dieser Zahlen
stellt sich für die Anleger die Frage, wo das fehlende Geld geblieben
ist. Dazu kommt, dass die Anleger seit der Übernahme durch das Board
keinerlei regelmäßige Finanzinformationen bekommen. Auch der für Ende
April 2009 angekündigte Jahresabschluss wurde erneut auf September
dieses Jahres verschoben.


Auch über den Verkaufsprozess der Beteiligungen gibt es laufend
widersprüchliche Angaben. Nachdem es vor zwei Wochen noch 60
Interessenten gegeben haben soll, gibt es plötzlich niemanden mehr.
Für mich ist das ganz klar der Auftakt zum Ausräumen der
Gesellschaften durch den Hedgefund Elliott. Wo bleibt hier der
selbsternannte Kleinanlegervertreter Alexander Proschofsky!"


Angesichts dieser Vorgehensweise der neuen Boards sind deren
Vorwürfe gegen die Meinl Bank absurd. Höhepunkt dieser Absurdität ist
laut Weinzierl der Versuch, die Kaution für Julius Meinl
beschlagnahmen zu lassen. Erstens haben die rechtlichen
Auseinandersetzungen zwischen PI und AI mit der Bank keinerlei
Zusammenhang mit der Person Julius Meinl. Zweitens gibt es bereits
eine gerichtliche Entscheidung, dass eine Beschlagnahme der Kaution
nicht zulässig ist.


"Mit einem derartigen, substanzlosen Aktionismus wollen die so
genannten Rebellen auf Kosten der Anleger nur von ihrer eigenen
dubiosen Finanzgebarung ablenken.", so Weinzierl abschließend.


Rückfragehinweis:


ñòc`Æ„k(OTS) -
Meinl Bank AG
Pressestelle
Mag. Thomas Huemer
Tel.: +43 1 531 88 - 203
e-mail.: huemer@meinlbank.com

Dr. Herbert Langsner
Tel.: +43 1 531 88 - 250
e-mail.: langsner@meinlbank.com

  

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RE: Meinl Bank: Rebellen sollen Verbleib von EUR 276 Mio erklären
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.6.09 15:33)

Der Weinzierl stellt sich wiedermal dumm. Mir wäre das ja peinlich, aber jemandem, der immer noch für Meinl arbeitet, ist vemutlich schon lange nichts mehr peinlich.

  

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RE: @Hagen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.6.09 22:59)

>Der Weinzierl stellt sich wiedermal dumm. Mir wäre das ja
>peinlich, aber jemandem, der immer noch für Meinl arbeitet,
>ist vemutlich schon lange nichts mehr peinlich.

Ich verfolge die ex-Meinls nicht so genau, wie siehst du das Agieren
der "Rebellen"?
Das andauernde Verschieben des Jahresabschlusses wirkt auf mich
nicht sehr vertrauenserweckend.

  

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RE: @Hagen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.6.09 23:33)

wie schon erwähnt ist das neue Management auch bissl zu hinterfragen aber was die Meinlbank, speziell Weinzierl,aufführt ist lachhaft.
Die ganzen Zusagen bei Parma,in Polen und in Russland tätigten das alte Board, nur um Provisionen zu erhalten,bei der Power gibt es auch Zusagen wenn auch nicht in dieser Höhe.

  

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RE: @Hagen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 06:35)

>Ich verfolge die ex-Meinls nicht so genau, wie siehst du das
>Agieren der "Rebellen"?
>Das andauernde Verschieben des Jahresabschlusses wirkt auf mich
>nicht sehr vertrauenserweckend.


Über die Qualität des aktuellen Managements kann ich nicht viel sagen. Die Verschiebung des Jahresabschlusses halte ich für unsinnig. Der Jahresabschluß soll ja nur den Stand 31.12.08 möglichst genau darstellen, und nicht das Jahr 2009 vorwegnehmen.

Aber wie Peter oben schreibt, die Probleme - unverkäufliche Flughäfen und unüberschaubare und kaum bewertbare Investitionsverpflichtungen - hat die MERE hinterlassen. Und da kommt dann alle paar Tage eine Presseaussendung vom Weinzierl, in der er sich darüber lustig macht, daß das Management sich im von ihm hinterlassenen Chaos nicht zurechtfindet. Nur boshaft und völlig destruktiv.

  

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RE: @Hagen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 08:15)

>Aber wie Peter oben schreibt, die Probleme - unverkäufliche
>Flughäfen und unüberschaubare und kaum bewertbare
>Investitionsverpflichtungen - hat die MERE hinterlassen. Und
>da kommt dann alle paar Tage eine Presseaussendung vom
>Weinzierl, in der er sich darüber lustig macht, daß das
>Management sich im von ihm hinterlassenen Chaos nicht
>zurechtfindet. Nur boshaft und völlig destruktiv.

Stimmt. Aber ich glaube das Trommelfeuer zeigt bei manchen Medien
durchaus Wirkung.

  

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RE: @Hagen witzig
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 08:18)

Ja, dort, wo sie den Meinl noch immer als "mutmaßlich" bezeichnen

  

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RE: Meinl Bank: Rebellen sollen Verbleib von EUR 276 Mio erklären
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.6.09 15:34)

Weinzierl soll seine Schnauze halten.

  

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Rasinger zu Meinl-Inseraten
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 10:35)

Offene Fragen betreffend Meinl-Inserate
18. Juni 2009 10:01

Viele geschädigte Meinl-Anleger (MEL, aber auch MIP und MAI) fühlen sich durch die derzeit laufende Inseratenkampagne belästigt, verhöhnt und genervt; die nicht geschädigten Zeitungsleser finden diese hoch professionell gestalteten Einschaltungen eher als Zeichen eines schlechten Gewissens bzw. sind verwirrt, was von den "präsentierten" Fakten wirklich zu halten ist.

weiter: http://www.be24.at/blog/entry/624452

  

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Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutachten rechtswidrig
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 11:01)

sie brauchen ein gutachten? - mayer ist auf allen gebieten kompetent und liefert



Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutachten rechtswidrig =
Wien (OTS) -
- Verfassungsrechtler Prof. Heinz Mayer: "Kein Zweifel, dass
Anordnung der Festnahme rechtswidrig ist"
- Prüfung rechtlicher Schritte
- Ausschlaggebende Behördendokumente für Festnahme als unhaltbar
herausgestellt
- Wer trägt die Verantwortung für rechtsmissbrächliches Vorgehen
der Behörden?




Ein vom Verfassungsrechtler Prof. Heinz Mayer erstelltes Gutachten
kommt zu dem Schluss, dass die "Anordnung der Festnahme" von Julius
Meinl im April 2009 rechtswidrig ist.

Heinz Mayer in seinem Gutachten: "Betrachtet man die Vorliegende
Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien vom 27.03.2009 vor dem
Hintergrund der herrschenden Lehre und Rechtssprechung, so kann kein
Zweifel daran bestehen, das sie rechtswidrig ist. Die Umstände, die
die Staatsanwaltschaft Wien als Grund für die Fluchtgefahr anführt,
sind entweder falsch, weil nicht vorhanden, oder nicht geeignet, eine
konkrete Fluchtgefahr zu begründen. Die Staatsanwaltschaft Wien
unterlässt auch eine Abwägung mit den Umständen, die deutlich gegen
eine Fluchtgefahr sprechen, wie z.B. die soziale und berufliche
Integration des Beschuldigten, den Umstand, dass er alle Ladungen,
obwohl er vom Verdacht wusste, befolgte. Diese Indizien sprechen
deutlich gegen die Annahme einer Fluchtgefahr."

Dieses Gutachten bezieht sich auf die "Anordnung zur Festnahme",
mit der die Behörden die Fluchtgefahr und damit die die Festnahme
begründeten. Diese enthält gravierende Fehler:

Die falschen Behauptungen in der "Anordnung zur Festnahme":




- Julius Meinl besitze "laut gesicherten Informationen" ein großes
Anwesen in Uruguay. Dies ist nachweislich schlichtweg falsch.
- Julius Meinl könne jederzeit über ein am Flughafen stehendes
Flugzeug verfügen.
Dies ist falsch da sich das Flugzeug auf das sich die Anordnung
bezog zum damaligen Zeitpunkt nicht einsatzfähig im Ausland war.
- Es gebe "Anlass zur Befürchtung, dass er (Julius Meinl) sich der
Strafverfolgung entziehen werde. Auch diese Annahme ist
unhaltbar. Julius Meinl hat stets mit den Behörden kooperiert und
jede Ladung pünktlich befolgt.




Peter Weinzierl, Vorstand der Meinl Bank AG kündigte in diesem
Zusammenhang an, sämtliche rechtliche Maßnahmen zu evaluieren die in
derartigen Fällen zur Anwendung kommen können. "Denn auch der Meinl
Bank selbst ist durch diese rechtswidrige und rechtsmissbräuchliche
Vorgangsweise der Behörden Schaden entstanden, und das können und
werden wir nicht akzeptieren.", so Weinzierl.

Überdies stelle sich nun akut die Frage, wer die Verantwortung
dafür trägt, dass ein fehlerbehafteter Bericht, der zu derart
schwerwiegenden Eingriffen in verfassungsmäßig verankerte Grundrechte
führt, als Grundlage einer Festnahme herangezogen wird, so Weinzierl.


"Es gibt zwei Dokumente, die die Grundlage für die Verhaftung
bilden und beide weisen untragbare Fehler auf. Neben der
rechtswidrigen "Anordnung zur Festnahme" ist dies das fehlerbehaftete
Vorgutachten des Sachverständigen Mag. Thomas Havranek.

Gemäß §3 der Strafprozessordnung sind Kriminalpolizei und
Staatsanwaltschaft gefordert, die Wahrheit zu erforschen, alle
Tatsachen aufzuklären und jeden Anschein der Befangenheit zu
vermeiden. Das Verfahren gegen Julius Meinl stellt einen
kontinuierlichen Bruch dieser Vorschrift dar und widerspricht somit
auch jedem Prinzip der Rechtstaatlichkeit", sagte Peter Weinzierl
abschließend.

Hintergrundinformation:

§ 3 der Strafprozessordnung:
§ 3 (1) Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Gericht haben die
Wahrheit zu erforschen und alle Tatsachen aufzuklären, die für die
Beurteilung der Tat und des Beschuldigten von Bedeutung sind.
(2) Alle Richter, Staatsanwälte und kriminalpolizeilichen Organe
haben ihr Amt unparteilich und unvoreingenommen auszuüben und jeden
Anschein der Befangenheit zu vermeiden. Sie haben die zur Belastung
und die zur Verteidigung des Beschuldigten dienenden Umstände mit der
gleichen Sorgfalt zu ermitteln. (BGBl I 2004/19)

Rückfragehinweis:



Meinl Bank AG
Pressestelle

Mag. Thomas Huemer
Tel.: +43 1 531 88 - 203
e-mail.: huemer@meinlbank.com

Dr. Herbert Langsner
Tel.: +43 1 531 88 - 250
e-mail.: langsner@meinlbank.com

  

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RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutachten rechtswidrig
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 11:11)

>sie brauchen ein gutachten? - mayer ist auf allen gebieten
>kompetent und liefert

Dass sich der dafür hergibt. Egal, ob der Verfassung entsprechend oder nicht. Hauptsache gerecht würde ich meinen. Und das war es. Laut Gutachten von x-tausend Geschädigten.

  

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RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutachten rechtswidrig
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 11:15)

Österreich, ein Land der Zuwendungen und Geschenken

  

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RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutachten rechtswidrig
BM(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 12:32)

Ein unheimlich überraschendes Ergebnis dass der Privatgutachter der Meinl Bank da zu Tage fördert. Das ganze ist mittlerweile nicht mehr und nicht weniger als ein Angriff gegen den Rechtsstaat, durchgeführt mit jenem Geld, das man den Anlegern weggenommen hat.

  

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RE: Meinl - Festnahme im April 2009 gemäß Mayer - Gutachten rechtswidrig
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 19:35)

>Ein unheimlich überraschendes Ergebnis dass der
>Privatgutachter der Meinl Bank da zu Tage fördert. Das ganze

Dieser Mayer ist mir von Herzen unsympathisch - zu jedem Thema seinen
Senf dazu (die Journalisten fragen ihn auch immer) und dazu
immer wieder diverse Gutachten.... (aber ich ergänze
selbstverständlich, daß ich überzeugt bin daß diese
nach bestem Wissen und Gewissen erstellt werden...)

  

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THREAD ENDE
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 13:06)

Hätte zwar nicht gedacht, dass es soweit kommt, aber unser Julius "verdient" sich einen Teil 2

  

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Jeder blamiert sich so gut er kann
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.6.09 20:52)

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neuer Thread

  

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Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof witzig
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.7.12 18:14)

Ja, für solche wie ihn ist der Menschenrechtsgerichtshof wohl geschaffen worden. Aber Moral oder Anstand sucht man selbst ansatzweise bei ihm vergeblich.

Ich möcht, dass es in dem Geflecht ein Rädchen wie den ehrenwerten Herrn Birnbacher gibt, der plötzlich zu reden beginnt. Dann sieht die Welt morgen ganz anders aus.

http://wien.orf.at/news/stories/2542833/

Meinl zieht vor Menschenrechtsgerichtshof
Die Meinl Bank und Julius Meinl haben wegen des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens rund um Meinl European Land (MEL) eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingebracht. Meinls Anwalt fordert u.a. eine Senkung der Kaution.

Die Beschwerde sei „ein Signal an die Staatsanwaltschaft die emotionale Diskussion zu versachlichen“ und „korrektive Maßnahmen“ zu setzen, appellierte Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl, der selber auch Beschuldigter in der Causa ist. „In einem Rechtsstaat darf ein Verfahren nicht so geführt werden.“

Konkret sehen die Bank und Meinl in dem bisherigen Verfahren ihre Grundrechte verletzt: Bei der Beschlagnahme der Korrespondenz der Meinl Bank mit ihren Anwälten im Februar 2009 sei das Recht auf Privatsphäre (Artikel 8 Europäische Menschenrechtskonvention) verletzt worden, erklärte Anwalt Gerald Ganzger, der die Beschwerde an den Gerichtshof vorbereitet hat. Weiters sei die über Julius Meinl verhängte Kaution von 100 Mio. Euro-Kaution nicht mit dem Recht auf Freiheit (Artikel 5) und der seit fünf Jahre laufende Rechtsstreit nicht mit dem Recht auf ein faires Verfahren (Artikel 6) vereinbar.

Früherer Anlegeranwalt nun für Meinl tätig
Ganzger war bis vor kurzem noch als Rechtsbeistand enttäuschter MEL-Anleger aufgetreten, sieht aber kein Problem nun die Gegenseite zu vertreten. „Ich habe nicht die Seite gewechselt“, meinte er. Vor kurzem habe sich die letzte von ihm vertretene Geschädigtengruppe mit der Meinl Bank verglichen. Bei den strafrechtlichen Ermittlungen gegen Meinl sei „etwas schiefgelaufen“, verteidigte er seinen neuen Klienten. Der Anwalt schloss nicht aus, dass er weitere Rechtsvertretungen für Meinl übernehmen werde.

Anwalt will Kaution von drei Millionen Euro
„Fehler können passieren, aber auch korrigiert werden“, appellierte Ganzger an die Staatsanwaltschaft. Die Anwaltskorrespondenz sollte aus dem Akt entfernt werden und die 100 Mio. Euro-Kaution auf unter drei Mio. Euro gesenkt werden. Nachdem bereits ein Großteil der Vergleiche abgeschlossen seien, müsste auch die Kaution deutlich sinken.

Ganzger fordert von der Staatsanwaltschaft eine Beschleunigung des Verfahrens, damit man „nicht in zehn Jahren mit dem 18. Gutachter“ noch immer nicht weiter sei. Ende 2011 wurde der dritte Gutachter bestellt. Der erste Gutachter Thomas Havranak war nach einer Beschwerde von Meinl wegen Befangenheit vom Verfahren abberufen worden. Die Meinl Bank verklagte Havranek daraufhin auf zehn Mio. Euro Schadenersatz, dieser weist die Vorwürfe zurück.

Der zweite Gutachter Fritz Kleiner wurde von Teilen des Falls abgezogen worden und legte daraufhin den Gesamtauftrag zurück. Der neue Gutachter Martin Geyer solle einen Zeitplan mit Berichtsschritten erarbeiten.

Entscheidung dauert Jahre
Mit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte rechnet der Anwalt in drei bis sechs Jahren. Bei einer erfolgreichen Beschwerde verhängt der Gerichtshof eine symbolische Strafe. Ob die Bank im Erfolgsfall dann die Republik klagen würde, wollte man sich offen lassen. Weinzierl betonte erneut, dass sich die Bank und Julius Meinl keines strafrechtlichen Vergehens schuldig gemacht hätten. Er gehe von einem entlastenden Gutachten aus und sehe eine geringe Wahrscheinlichkeit einer Anklage.


  

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RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.7.12 20:29)

Alle schauen´s momentan nur nach Syrien wegen Menschenrechtsverletzungen, dabei wurde einem Österreicher im eigenen Land viel schlimmeres angetan. Armer Julius, ich fühle mit Dir, auf daß Dir Genugtuung geschehe und Deine bösen Peiniger gerichtet werden!

>Ja, für solche wie ihn ist der Menschenrechtsgerichtshof wohl
>geschaffen worden. Aber Moral oder Anstand sucht man selbst
>ansatzweise bei ihm vergeblich.
>
>Ich möcht, dass es in dem Geflecht ein Rädchen wie den
>ehrenwerten Herrn Birnbacher gibt, der plötzlich zu reden
>beginnt. Dann sieht die Welt morgen ganz anders aus.
>
>http://wien.orf.at/news/stories/2542833/
>
>Meinl zieht vor Menschenrechtsgerichtshof
>Die Meinl Bank und Julius Meinl haben wegen des
>strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens rund um Meinl European
>Land (MEL) eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für
>Menschenrechte (EGMR) eingebracht. Meinls Anwalt fordert u.a.
>eine Senkung der Kaution.
>
>Die Beschwerde sei „ein Signal an die Staatsanwaltschaft die
>emotionale Diskussion zu versachlichen“ und „korrektive
>Maßnahmen“ zu setzen, appellierte Meinl-Bank-Vorstand Peter
>Weinzierl, der selber auch Beschuldigter in der Causa ist. „In
>einem Rechtsstaat darf ein Verfahren nicht so geführt
>werden.“
>
>Konkret sehen die Bank und Meinl in dem bisherigen Verfahren
>ihre Grundrechte verletzt: Bei der Beschlagnahme der
>Korrespondenz der Meinl Bank mit ihren Anwälten im Februar
>2009 sei das Recht auf Privatsphäre (Artikel 8 Europäische
>Menschenrechtskonvention) verletzt worden, erklärte Anwalt
>Gerald Ganzger, der die Beschwerde an den Gerichtshof
>vorbereitet hat. Weiters sei die über Julius Meinl verhängte
>Kaution von 100 Mio. Euro-Kaution nicht mit dem Recht auf
>Freiheit (Artikel 5) und der seit fünf Jahre laufende
>Rechtsstreit nicht mit dem Recht auf ein faires Verfahren
>(Artikel 6) vereinbar.
>
>Früherer Anlegeranwalt nun für Meinl tätig
>Ganzger war bis vor kurzem noch als Rechtsbeistand
>enttäuschter MEL-Anleger aufgetreten, sieht aber kein Problem
>nun die Gegenseite zu vertreten. „Ich habe nicht die Seite
>gewechselt“, meinte er. Vor kurzem habe sich die letzte von
>ihm vertretene Geschädigtengruppe mit der Meinl Bank
>verglichen. Bei den strafrechtlichen Ermittlungen gegen Meinl
>sei „etwas schiefgelaufen“, verteidigte er seinen neuen
>Klienten. Der Anwalt schloss nicht aus, dass er weitere
>Rechtsvertretungen für Meinl übernehmen werde.
>
>Anwalt will Kaution von drei Millionen Euro
>„Fehler können passieren, aber auch korrigiert werden“,
>appellierte Ganzger an die Staatsanwaltschaft. Die
>Anwaltskorrespondenz sollte aus dem Akt entfernt werden und
>die 100 Mio. Euro-Kaution auf unter drei Mio. Euro gesenkt
>werden. Nachdem bereits ein Großteil der Vergleiche
>abgeschlossen seien, müsste auch die Kaution deutlich sinken.
>
>Ganzger fordert von der Staatsanwaltschaft eine Beschleunigung
>des Verfahrens, damit man „nicht in zehn Jahren mit dem 18.
>Gutachter“ noch immer nicht weiter sei. Ende 2011 wurde der
>dritte Gutachter bestellt. Der erste Gutachter Thomas Havranak
>war nach einer Beschwerde von Meinl wegen Befangenheit vom
>Verfahren abberufen worden. Die Meinl Bank verklagte Havranek
>daraufhin auf zehn Mio. Euro Schadenersatz, dieser weist die
>Vorwürfe zurück.
>
>Der zweite Gutachter Fritz Kleiner wurde von Teilen des Falls
>abgezogen worden und legte daraufhin den Gesamtauftrag zurück.
>Der neue Gutachter Martin Geyer solle einen Zeitplan mit
>Berichtsschritten erarbeiten.
>
>Entscheidung dauert Jahre
>Mit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für
>Menschenrechte rechnet der Anwalt in drei bis sechs Jahren.
>Bei einer erfolgreichen Beschwerde verhängt der Gerichtshof
>eine symbolische Strafe. Ob die Bank im Erfolgsfall dann die
>Republik klagen würde, wollte man sich offen lassen. Weinzierl
>betonte erneut, dass sich die Bank und Julius Meinl keines
>strafrechtlichen Vergehens schuldig gemacht hätten. Er gehe
>von einem entlastenden Gutachten aus und sehe eine geringe
>Wahrscheinlichkeit einer Anklage.
>
>
>

  

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RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.7.12 21:25)

Peter35 hat sicher Mitleid mit ihm und wird ihm gerne kostenlos eine tragbare Frisur verpassen, wenn er sich aufgrund der hohen Kaution keinen Friseur mehr leisten kann.

  

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RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.7.12 21:35)

>Peter35 hat sicher Mitleid mit ihm und wird ihm gerne kostenlos eine tragbare Frisur verpassen,....


also ich weiss nicht, ob es wirklich eine frisur ist, die ihm peter35 gerne verpassen würde? davon abgesehen hat V-erl ein ewiges problem mit seinem haaransatz, dieser verläuft von einer ohrspitze zur anderen, alles davor richtung stirn ist glatt wie ein kinderpopo. sozusagen eine haarige missgeburt, deshalb die schaumrolle.

  

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RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof witzig
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.7.12 21:33)

Natürlich hat er noch knallhart den Vergleich verhandelt, bevor er
um einen Bettel ins Meinl-Lager gewechselt ist.


>Früherer Anlegeranwalt nun für Meinl tätig
>Ganzger war bis vor kurzem noch als Rechtsbeistand
>enttäuschter MEL-Anleger aufgetreten, sieht aber kein Problem
>nun die Gegenseite zu vertreten. „Ich habe nicht die Seite
>gewechselt“, meinte er. Vor kurzem habe sich die letzte von
>ihm vertretene Geschädigtengruppe mit der Meinl Bank
>verglichen.

  

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RE: Meinl strapaziert Menschenrechtsgerichtshof
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.7.12 21:41)

>Natürlich hat er noch knallhart den Vergleich verhandelt, bevor er
um einen Bettel ins Meinl-Lager gewechselt ist.<


naja, als unfähiges oder korruptes weichei hätten sie ganzger aber auch nicht genommen. ich nehme schon an, daß er zuvor profil gezeigt haben muss. (damit meine ich aber nicht die zeitschrift)

  

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Millionen-Streit um Meinl
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.8.12 16:34)

http://kurier.at/wirtschaft/4506126-millionen-streit-um-meinl.php

Der Meinl-Gutachterstreit könnte die Steuerzahler zehn Millionen Euro kosten. Die Republik versucht dies zu verhindern.

  

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Lord Goldsmith attacks Austria's 'unfair' treatment of UK businessman
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.8.12 13:07)

http://www.guardian.co.uk/law/2012/aug/28/julius-meinl-austria?newsfeed=true

Lord Goldsmith attacks Austria's 'unfair' treatment of UK businessman
€100m bail demand issued to Julius Meinl was excessive, says former attorney general

  

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RE: Lord Goldsmith attacks Austria's 'unfair' treatment of UK businessman
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.8.12 13:37)

dazu fällt mir ein:
http://www.heute.at/news/politik/art23660,770859

  

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RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 15:40)

Sollten wir ein Spendenkonto einrichten??

  

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RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an gut analysiert
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 15:46)

In einem Punkt hat er recht: Das Verfahren dauert viel zu lange, die Justiz ist mit komplexen Faellen offensichtlich ueberfordert (siehe auch Grasser etc.)

Die Kaution muss jedenfalls so hoch sein, dass der Verlust wirklich weh taete, sonst erfuellt sie ihren Zweck nicht. Die persoenliche Schmerzgrenze von Herrn Meinl kenne ich nicht, daher kann ich die Angemessenheit nicht beurteilen.

Der Rest ist Unsinn.

  

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RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 16:14)

>In einem Punkt hat er recht: Das Verfahren dauert viel zu
>lange, die Justiz ist mit komplexen Faellen offensichtlich
>ueberfordert (siehe auch Grasser etc.)

Das stimmt wohl, aber die Meinl-Taktik dient ja wie es aussieht, ebenfalls der Verschleppung.

>
>Der Rest ist Unsinn.

Der Juden-Vorwurf ist letztklassig, finde ich.

  

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RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an gut analysiert
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 20:31)

Der Meinl ist der größte A... in der österr. Wirtschaft, den ich kenne!

Wenn er jetzt jeden, der ihn nicht leiden kann, zum Antisemiten macht, ja, das ist wirklich letztklassig!

Dass so viele ihn nicht leiden können, das hat er einzig und alleine sich selbst zuzuschreiben, nicht die Antisemiten sind schuld, dass er ein Gfrast ist!!!

  

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RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 20:38)

>>Der Rest ist Unsinn.
>
>Der Juden-Vorwurf ist letztklassig, finde ich.


Finde ich auch.
Noch dazu wo er gar keiner ist.

  

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RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 20:35)

>In einem Punkt hat er recht: Das Verfahren dauert viel zu
>lange, die Justiz ist mit komplexen Faellen offensichtlich
>ueberfordert (siehe auch Grasser etc.)

Meinst wirklich es ist bloß Inkompetenz und Unfähigkeit, dass es zu keinen Anklagen kommt? Nicht Absicht? Ich glaub so schlecht ist unsere STA auch wieder nicht, dass nichts gefunden hätten.
Die Causa Faymann und Ostermayer z.B. steuert die STA Wien schön in die gewünscht Richtung mit Gefälligkeitsgutachten von einem SV, der in Wirklichkeit noch gar nicht richtiger SV ist, nicht einvernommenen Zeugen usw.
Beim Meinl denke ich mir auch, das wird so gesteuert, dass es lang dauert aber niemals zu einer Anklage kommt.
Die 100 Mille tun aber sicher auch dem 5er weh.

  

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RE: Meinl schwärzt Österreich bei Briten an
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 21:09)

>Meinst wirklich es ist bloß Inkompetenz und Unfähigkeit, dass
>es zu keinen Anklagen kommt? Nicht Absicht? Ich glaub so
>schlecht ist unsere STA auch wieder nicht, dass nichts
>gefunden hätten.

Das wuerde ich nicht unterstellen. Aber offenbar will die Staatsanwaltschaft in solchen Faellen immer das ganze Drumherum begutachten lassen und stolpert vom Hundertsten ins Tausendste, statt dass sie sich auf die offensichtlichen Betruegereien konzentrieren, die man in einem 10seitigen Akt beschreiben koennte.

  

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Julius und die Antisemitismus-Keule interessant
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 21:33)

Julius und die Antisemitismus-Keule
29.08.2012 | 18:55 | von Josef Urschitz (Die Presse)

Das hatte kommen müssen: Julius Meinl V. hat seinen britischen Anwalt die Nazi-Keule auspacken und in einem wehleidigen Brief an das britische Außenministerium klagen lassen, er werde von der österreichischen Justiz unter anderem wegen seiner britischen Staatsbürgerschaft und wegen seines „jüdischen Familienhintergrunds“ gegängelt. Der Außenminister möge doch bitte „einschreiten“.

weiter:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/1284353/-Julius-und-die-Antisemi tismusKeule

  

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RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.12 17:06)

Sabotieren auf allen Ebenen, und sich dann lautstark ueber die Dauer des Verfahrens beklagen.

  

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RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.12 17:07)

er darf das er ist Jude.

  

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RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.12 20:07)

>er darf das er ist Jude.

Erstens darf er es auch dann nicht, und zweitens ist er keiner.

  

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RE: Meinl Bank klagt Sachverständigen Geyer witzig
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.12 13:57)

Das war im ORF sichtlich sogar dem Weinzierl peinlich,
und dem ist eh sonst nix peinlich

  

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Wer den Humor noch nicht verloren hat.
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.12 20:43)

Würden Sie von ihm ein gebrauchtes Kraftwerk kaufen?
http://www.youtube.com/watch?v=Kt4uVVoblCE

  

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Staatsanwalt knöpft sich Julius Meinl vor
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.9.12 15:51)

http://kurier.at/wirtschaft/4511698-staatsanwalt-knoepft-sich-julius-meinl-vor.php

Staatsanwalt knöpft sich Julius Meinl vor
Erstmals seit gut drei Jahren wurde Julius Meinl V. vernommen. Auch Meinl Bank-Chef Weinzierl bekam ungebetenen Besuch.

  

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Harte Zeiten für Francis Lustig
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.9.12 18:57)

Erstaunlich wie man immer noch wieder aufs Neue ob der Zahlen bei
Meinl & Co ins Staunen geraten kann...

"Branchenübliche" 15 Millionen waren das für jeden aus den knapp fünf Jahren bei Meinl.

------

Wien - Geht es um Promi-Fälle wie Meinl oder Grasser, sind die Behörden nicht zimperlich. Karl-Heinz Grasser und Julius Meinl beschweren sich seit Jahren über eine Kampagne, rechtswidrige Methoden und Einschüchterungsversuche der Ermittler. Ähnlich sieht das Francis Lustig. Dem früheren Manager von Kapital & Wert und Cosmos, der 2002 von Meinl an Bord geholt wurde, und seinem Geschäftspartner Johann Mantler wird nach eigenen Angaben seit Jahren übel mitgespielt.

weiter:

http://derstandard.at/1347493155231/Harte-Zeiten-fuer-Meinls-Umfeld

  

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Mit Schadenersatzklage gegen Gutachter gescheitert
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.9.12 20:41)

"profil": Meinl unterliegt vor Gericht
Mit Schadenersatzklage gegen Gutachter gescheitert

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Julius Meinl eine Niederlage vor
Gericht einstecken müssen. Der Bankier hatte gegen Thomas Havranek,
den ehemaligen Sachverständigen in der MEL-Anlegeraffäre, eine
Schadenersatzklage über zehn Millionen Euro angestrengt. Ein von
Havranek (dieser wurde später als Sachverständiger abberufen)
erstelltes Gutachten hatte aus Sicht der Meinl-Anwälte zur Verhaftung
von Julius Meinl V. im Jahr 2009 geführt. Der damit verbundene
Imageschaden hätte der Bank einen Schaden in Millionenhöhe zugefügt.
Am Freitag vergangener Woche ist das Verfahren bei der ersten
Tagsatzung geschlossen worden. "Es war Julius Meinl und der Meinl
Bank nicht möglich, die Klage schlüssig zu begründen oder den Schaden
zu belegen", so Havraneks Anwalt Andreas Rabl. Das Urteil in erster
Instanz soll in den kommenden Wochen ergehen.

  

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Noch immer Meinl
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.9.12 10:00)

http://www.be24.at/blog/entry/679020/noch-immer-meinl/fullstory

Eine nüchterne Analyse zeigt indes, dass sich trotz vehementer Angriffe gegen Staatsanwaltschaft, Justizministerin und Gutachter sich die juristischen Erfolge dennoch in sehr engen Grenzen halten.

  

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Razzia. Die Staatsanwaltschaft prüft die letzte große Dividende der Meinl Bank
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.12 11:26)

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1304374/Meinl_Die-Protokolle-zur- 212MillionenDividende?_vl_backlink=/home/nachrichten/oesterreich/index.do

Razzia. Die Staatsanwaltschaft prüft die letzte große Dividende der Meinl Bank. Julius Meinl entschlug sich in der Befragung der Aussage.

  

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RE: Kaution: Meinl-Anwälte kritisieren Beschluss gut analysiert
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.11.12 15:18)

Daher hat sie den - mittlerweile zweiten -, vor 14 Monaten eingebrachten Antrag auf Rückerstattung der Kaution abgewiesen. Meinl hat jetzt drei Tage Zeit, dagegen zu berufen, bis Montag müssen seine Anwälte den Einspruch beim Oberlandesgericht (OLG) Wien abgeben.

Was sind das fuer seltsame Fristen? Das Gericht laesst sich 14 Monate fuer eine Entscheidung Zeit, und dann muss der Antragsteller innerhalb von 3 Tagen auf ein Werk reagieren, fuer das ein normaler Mensch dank des Umfanges laenger zum lesen braucht?

  

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RE: Kaution: Meinl-Anwälte kritisieren Beschluss
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.11.12 15:35)

Ich kann mir kaum vorstellen - sofern dies wirklich so stimmt - durchgehen wird.
Nur 3 Tage Frist bei solch einem Akt ist sicher nicht gerecht.

  

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RE: Kaution: Meinl-Anwälte kritisieren Beschluss
Rang: cdh79(17) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.12 10:42)

>Daher hat sie den - mittlerweile zweiten -, vor 14 Monaten
>eingebrachten Antrag auf Rückerstattung der Kaution
>abgewiesen. Meinl hat jetzt drei Tage Zeit, dagegen zu
>berufen, bis Montag müssen seine Anwälte den Einspruch beim
>Oberlandesgericht (OLG) Wien abgeben.

>
>Was sind das fuer seltsame Fristen? Das Gericht laesst sich 14
>Monate fuer eine Entscheidung Zeit, und dann muss der
>Antragsteller innerhalb von 3 Tagen auf ein Werk reagieren,
>fuer das ein normaler Mensch dank des Umfanges laenger zum
>lesen braucht?


Die Schotter-Mitzi hat das Geld sicher schon anderwertig verplant und kann es ihm momentan halt nicht zurueck geben.

Der Staat kauft sich durch diese Aktion einfach noch mehr Zeit, denn jeder normale Anwalt wird in dieser Situation die Kuerze der Frist anklagen.. somit waere eine weitere Zwischenetappe geschaffen, die erstmal entschieden werden muss, was eine gute Taktik ist um die Auszahlung noch weiter hinaus zu zoegern.

  

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Neuerliche Razzia in der Meinl Bank
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.11.12 18:38)

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1318489/Neuerliche-Razzia-in-der-Meinl-Ban k?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

Nach fünf Jahren Ermittlungen kam es zur zweiten Hausdurchsuchung in der Bank. Vorstand Peter Weinzierl findet das für einen Rechtsstaat „unfassbar".

  

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Meinl blitzte mit Klage gegen Ex-Gutachter wegen übler Nachrede ab
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.12.12 13:37)

http://www.boerse-express.com/cat/pages/1301588/fullstory

Meinl blitzte mit Klage gegen Ex-Gutachter wegen übler Nachrede ab
Streit um Sager gegen "News" - Journalist war angeblich Jagdgast bei Meinl

  

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Staatsanwalt: Haft gegen Meinl-Chef verhindert
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.12.12 10:49)

Staatsanwalt: Haft gegen Meinl-Chef verhindert
Werner Pleischl soll einen Haftbefehl gegen Bankchef Weinzierl per Weisung verhindert haben

Wien - Die Razzia in der Meinl Bank Ende November bringt Oberstaatsanwalt Werner Pleischl unter Druck. Weil er einen Haftbefehl gegen Bankchef Peter Weinzierl per Weisung verhindert habe, habe Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) interne Ermittlungen gegen Pleischl eingeleitet, berichtet die "Kronen Zeitung". Der Oberstaatsanwalt meinte gegenüber der Zeitung, ein Vollzug der Festnahmeanordnung wäre einer Beugehaft gleichgekommen.

weiter:

http://derstandard.at/1355459852357/Oberstaatsanwalt-soll-Haftbefehl-gegen-Meinl-Chef-ver hindert-haben

  

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RE: Staatsanwalt: Haft gegen Meinl-Chef verhindert
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.12.12 11:33)

mich wundert nichts mehr, man braucht sich nur ansehen wie Österreich in der Korruptionsliste immer weiter nach unten rutscht.

  

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RE: Staatsanwalt: Haft gegen Meinl-Chef verhindert
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.12.12 11:37)

Inhaltlich hat der Pleischl recht. Haft ist nach 5 Jahren ermittlung einfach nur lächerlich. Obwohl die Frage ist ob bei anderen Fällen auch per Weisung interveniert hätte?

  

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Meinl Bank "inszenierte“ Skandal um Gutachter
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.1.13 08:07)

Wahrhaftig, eine feine Bank...

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Meinl Bank "inszenierte“ Skandal um Gutachter
Hausdurchsuchung offenbart mutmaßliches "Dirty Campaigning"-Konzept.

Der Ermittlungsakt um die Meinl Bank und die Immobilien-Holding Meinl European Land (MEL) birgt neuen Sprengstoff. Seit wenigen Tagen findet sich unter der Ordnungszahl 4004 ein mutmaßliches „Dirty Campaigning“-Konzept im Akt, das Ende November 2012 bei einer Hausdurchsuchung in der Meinl Bank gefunden wurde. Das Papier mit dem Titel „Plan für Kommunikation – FH“ belegt, wie die Meinl Bank den gerichtlich beeideten Sachverständigen Martin Geyer anzupatzen versuchte. Die Story, Geyer fehle die Berufsvoraussetzung zum Sachverständigen, sollte „größtmögliche Wirkung entfalten“, das Justizministerium und die Staatsanwaltschaft in Zugzwang bringen und das Meinl-Strafverfahren „massiv infrage stellen“.

weiter:

http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/meinl-bank-inszenierte-skandal-um-gutachter/2.930 .769

  

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Causa Meinl: Fünf Jahre und kein bisschen weise
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.2.13 17:27)

http://derstandard.at/1358305426045/Causa-Meinl-Fuenf-Jahre-und-kein-bisschen-weise
Causa Meinl: Fünf Jahre und kein bisschen weise
Staatsanwalt und Beschuldigte matchen sich, in der Justiz ist man mit dem Verfahrensverlauf mittlerweile unzufrieden. Ausweg? Keiner

  

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Julius Meinl und die große Konfusion
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.2.13 22:34)

Kottan ermittelt:

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Julius Meinl und die große Konfusion
22.02.2013 | 18:45 | Hanna Kordik (Die Presse)

Fünf Jahre wird schon gegen Julius Meinl ermittelt. Und jetzt stellt sich heraus: Bei den mittels Razzien sichergestellten Unterlagen herrscht heilloses Chaos – angeblich von einem Gutachter verschuldet.

In der Öffentlichkeit meldet sich Julius Meinl schon seit Jahren nicht mehr zu Wort. Aber das braucht er auch nicht: Wenn es um die mittlerweile fünf Jahre dauernden Ermittlungen gegen ihn geht, ist Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl ein verlässlicher und engagierter Gesprächspartner. Einer, der auch durchaus emotional werden kann. „Unfassbar“, empörte sich Weinzierl etwa vor wenigen Monaten, „dass in einem Rechtsstaat so etwas möglich ist.“ Da hatte gerade die zweite Hausdurchsuchung in der Meinl Bank stattgefunden. Mitte vergangenen Jahres informierte er Journalisten über den „Irrsinn“ des lang dauernden Verfahrens: Auf rund 60 Millionen Euro hatten sich die Kosten der Meinl Bank für die Rechtsstreitigkeiten damals summiert. In der Zwischenzeit wird wohl noch ein ansehnlicher Betrag dazugekommen sein.

weiter:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/1348175/Julius-Meinl-und-die-g rosse-Konfusion?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

  

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RE: Julius Meinl und die große Konfusion
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.2.13 07:21)

In der STA Wien gehört so was von aufgeräumt. Wirklich ein Skandal was da schon jahrelang passiert. Da werden die Verbrecher wegen der Unfähigkeit dieser Herrschaften, wohl frei zu sprechen sein.
Mittlerweile glaub ich nicht mehr an Dummheit und Unfähigkeit sondern schon an Vorsatz.
Obwohl ich felsenfest davon überzeugt bin, dass der 5er & Co hinter Gitter gehören - aber so geht es auch nicht.

  

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Meinl: Justizinterne Ermittlungen eingeleitet
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.4.13 11:34)

Meinl: Justizinterne Ermittlungen eingeleitet
21.04.2013 | 10:01 | (DiePresse.com)
Es geht um den Verdacht des Amtsmissbrauchs. Konkret soll geprüft werden, ob Staatsanwälte Beweismittel nachträglich in den Akt geschmuggelt haben.

Der juristische Streit rund um die frühere Immobiliengesellschaft Meinl European Land (inzwischen Atrium) hat nach einem Bericht der Tageszeitung "Kurier" (Sonntag) eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nun gibt es bei der Staatsanwaltschaft Krems ein Verfahren wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch (Aktenzahl 5 UT 126/12t) gegen unbekannte Täter. Dem Bericht zufolge werde geprüft, ob die Staatsanwälte in Wien ein Beweismittel manipuliert bzw. nachträglich in den Akt geschmuggelt haben könnten.

Da innerhalb der Justiz ermittelt wird, sind die Kremser Staatsanwälte und keine aus Wien am Zug. Der Vorhabenbericht der Kremser Ermittler liegt laut "Kurier" schon im Justizministerium. Konkret solle geklärt werden, ob eine CD mit Details zu geschädigten Meinl European Land Anlegern erst nachträglich dem Akt beigefügt worden sei. Davon hänge letztlich ab, ob die Forderungen von rund 5.000 Anlegern verjährt sind.

Ein Sprecher der Meinl-Bank hat am Sonntag Wert auf die Feststellung gelegt, dass die justizinternen Ermittlungen nicht aufgrund etwaiger Anzeigen ehemaliger Bankmanager ins Rollen gekommen waren. Der Richter eines Zivilverfahrens in der Causa am Handelsgericht Wien hatte eine Überprüfung auf eine mögliche strafrechtliche Relevanz eingeleitet.

weiter:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1391912/Meinl_Justizinterne-Ermittlungen-e ingeleitet

  

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Gericht segnet Unterlagen aus Meinl-Razzia ab
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.5.13 13:52)

http://derstandard.at/1363711073969/Gericht-segnet-Unterlagen-aus-Meinl-Razzia-ab

Die Hausdurchsuchung vom November 2012 war rechtmäßig, urteilt das Oberlandesgericht Wien

  

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Meinl-Gutachter schießt scharf gegen Staatsanwalt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.7.13 08:08)

Meinl-Gutachter schießt scharf gegen Staatsanwalt

Der renommierte Sachverständige fühlte sich unter Druck gesetzt. Nun streitet er um knapp 457.000 Euro Honorar.

Der ehemalige Meinl-Gutachter Fritz Kleiner lehnt sich weit aus dem Fenster. Ausführlich legte er nun dem Wiener Landesgericht dar, wie die Staatsanwaltschaft Druck auf ihn ausgeübt habe. Das 214 Seiten dicke Konvolut, das Kleiner am 10. Juni ablieferte, wirft ein bezeichnendes Licht auf das Hauen und Stechen zwischen Staatsanwaltschaft und Julius Meinl V.

weiter:

http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/meinl-gutachter-schiesst-scharf-gegen-staatsanwal t/17.675.890

  

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RE: Meinl-Gutachter schießt scharf gegen Staatsanwalt
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.7.13 08:53)

Beim 5er beißen sie sich die Zähne aus, bzw. die Unfähigkeit der STA Wien ist bewusst so gesteuert.
Wieder kein Ruhmesblatt für die Justiz.

  

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MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.8.13 21:36)

Oberlandesgerichts-Urteil. MEL-Prospekt täuschte „arglistig“, sagt OLG-Wien und eröffnet die 30-jährige Verjährungsfrist im Fall Meinl. Der Bank wurde der Weg zum OGH verwehrt: Sie will ihn nun erkämpfen.

WIEN. „List im Sinn des § 870 ABGB ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung (zivilrechtlicher Betrug)“. Dieser Satz stammt nicht von einem Anlegeranwalt, sondern direkt vom OGH (1Ob85/11y).
Das Oberlandesgericht Wien (OLG) hat kürzlich in der Causa MEL – vor dem Hintergrund des noch immer ergebnislos laufenden Strafverfahrens – eine bemerkenswerte Entscheidung gefällt. Es bestätigte ein Urteil des Handelsgerichts, das entschieden hatte, dass das MEL-Werbeprospekt für unerfahrene Anleger „arglistig“ irreführend war (§ 870 ABGB, Faksimile). Grund: Den Anlegern sind Aktien versprochen, aber nur Zertifikate geliefert worden – „sicher“ war das Papier nicht.

weiter:

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/recht_steuern/1437991/MEL_Es-war-zivilrechtli cher-Betrug?_vl_backlink=/home/index.do

  

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RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.8.13 01:23)

>Grund: Den Anlegern sind Aktien versprochen, aber nur Zertifikate geliefert worden

Das sah ich eigentlich immer als das geringste Problem.
Das eigentliche Übel mE war der Aktienrückkauf zu bewußt überhöhtem Preis. Eher Untreue als Betrug, aber genauso strafwürdig.

  

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RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.8.13 08:06)

Freud schau oba: Ich habe bei vollem Bewusstsein "zwielichtiger Betrug" gelesen und musste dreimal nachschauen bevor mir die tatsächliche Buchstabenfolge klar wurde.

Solange das Thema in den Medien geköchelt wird, sinkt wenigstens die Chance, dass derselbe Schmäh nochmal läuft.

  

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RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.8.13 08:35)

> eine bemerkenswerte Entscheidung gefällt. Es
>bestätigte ein Urteil des Handelsgerichts, das
>entschieden hatte, dass das MEL-Werbeprospekt für unerfahrene
>Anleger „arglistig“ irreführend war (§ 870 ABGB, Faksimile).
>Grund: Den Anlegern sind Aktien versprochen, aber nur
>Zertifikate geliefert worden – „sicher“ war das Papier nicht.

Das es sich um Zertifikate gehandelt hat, war wirklich den wenigsten klar. Erst als die ersten Skandalberichte aufgekommen sind, hat die Wiener Börse diese Titel als ADC auf der Website gekennzeichnet... ich glaub nicht einmal denen war klar was das war.

  

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RE: MEL: Es war „zivilrechtlicher Betrug“
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.8.13 11:11)

>Das es sich um Zertifikate gehandelt hat, war wirklich den
>wenigsten klar. Erst als die ersten Skandalberichte
>aufgekommen sind, hat die Wiener Börse diese Titel als ADC auf
>der Website gekennzeichnet... ich glaub nicht einmal denen war
>klar was das war.

Gut, klar war das sicher den Wenigsten. Aber in der Sache war es auch ziemlich egal, nachdem die Zertifikate dieselben Rechte eingeräumt haben wie die Aktien. Nicht deswegen haben die Leute Geld verloren.
Die mutwillige Wertvernichtung erfolgte mit dem überteuerten Aktienrückkauf, und dann mit den Wandelanleihen/Kapitalerhöhungsgeschichten rund um den Einstieg von den jetzigen Mehrheitseigentümern.

  

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"Spekulanten-Turbos haben MEL-Kurse manipuliert"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.11.13 08:21)

Es findet sich doch wirklich für alles ein Gutachter...

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"Spekulanten-Turbos haben MEL-Kurse manipuliert"
Ein Gutachten kommt zu dem Schluss, dass Manipulationen nicht von der Meinl Bank ausgingen.

Warum sind die Kurse der Meinl European Land-Zertifikate im Juli 2007 steil abgestürzt? Während die Staatsanwaltschaft in ihren Ermittlungen der Meinl Bank vorwirft, die Kurse gesteuert zu haben, kommt der Grazer Universitätsprofessor Edwin O. Fischer in einem Gutachten im Auftrag der Meinl Bank zu einem ganz anderen Ergebnis: „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde der Kurs der MEL-Zertifikate manipuliert“, sagt er im Gespräch mit dem KURIER.

„Aber nicht von der Meinl Bank, sondern von Dritten“, betont Fischer. Er hat in einer ausgefeilten statistischen Analyse alle sogenannten Turbo-Zertifikate, die Finanz-Spekulanten auf die MEL-Zertifikate damals begeben hatten, analysiert. Und kommt zum Schluss: „Der Kurs der MEL-Zertifikate wurde nach unten getrieben, damit die Turbos ausgestoppt wurden.“

weiter:

http://kurier.at/wirtschaft/boerse/gutachter-spekulanten-turbos-haben-die-kurse-der-mel-m anipuliert/36.889.769

  

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Causa Meinl: Verdeckte Ermittlungen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.12.13 08:59)

http://kurier.at/wirtschaft/finanzen/causa-meinl-verdeckte-ermittlungen/41.443.968

Causa Meinl: Verdeckte Ermittlungen
Die Finanz prüfte für die Staatsanwaltschaft ohne Wissen der Betroffenen.

  

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Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.1.14 22:06)

Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik

Wien - Auseinandersetzungen zwischen der Meinl Bank und den Behörden ist man seit Beginn der Ermittlungen 2008 zwar gewohnt, die jetzige Phase übertrifft freilich alles bisher Dagewesene. Parallel zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft macht die Finanz dem Institut und Eigentümer Julius Meinl zu schaffen. Sie hat für das Geschäftsjahr 2003 einen Bescheid mit einer Nachzahlung von 553.703 Euro erlassen.

Die Steuerprüfer stellen sich auf den Standpunkt, dass diverse Managementgesellschaften in Offshore-Steuerparadiesen wirtschaftlich der Meinl Bank zurechenbar seien. Für die Jahre 2003 bis 2009 wird eine Steuerschuld von 60 Millionen Euro errechnet. Und das hat trotz Berufung massive bilanzielle Konsequenzen. Die Forderung muss nämlich in großen Teilen schon im Jahresabschluss 2013 rückgestellt werden.

Das habe "existenzbedrohende Auswirkungen", meint die Bank in einem Protestschreiben an den Chef der Großbetriebsprüfung und den Vorstand des zuständigen Finanzamtes 1/23, das im Akt des zuständigen Staatsanwaltes landete. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel würden nicht mehr erfüllt, was "Konzessionsentzug und eine Abwicklung zur Folge" haben könnte, die mit "großem Schaden für Gläubiger, Aktionäre und Mitarbeiter" verbunden wären. Dieses selbst erstellte Horrorszenario wird von Peter Weinzierl nun korrigiert.

weiter:

http://derstandard.at/1389858534738/Finanzamt-fordert-60-Millionen-Meinl-klagt-die-Republ ik

  

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RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.1.14 06:25)

>Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik

Das wird unangenehm für den 5er. Scheint so, dass das Finanzamt - vollkommen richtig - erkennt, dass diese ganze Briefkastenfirmen, Trusts, Stiftungen,... auf irgend welchen Offshore Inseln nur dazu da waren keine Steuern zu zahlen - was nicht zulässig ist.

Wäre er doch besser im Lebensmittelgeschäft geblieben.

  

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RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.14 02:03)


>Wäre er doch besser im Lebensmittelgeschäft geblieben.

Dann wär er wohl schon pleite. Ist nur gut und recht, dass das Finanzamt durchgreift

  

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RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik gut analysiert
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.14 12:33)

Glaub nicht, dass es unangenehm für ihn wird.

Die mit den guten Anwälten und Steuerberatern können sich immer wieder herauslavieren.

Solange er sich nicht mit der Russenmafia oder Al Kaida anlegt, passiert ihm nichts, die können ihm alle nicht das Wasser reichen.

  

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Meinl-Bank verbucht Teilsieg gegen Justiz
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.14 15:52)

http://derstandard.at/1389858728838/Meinl-Bank-verbucht-Teilsieg-gegen-Justiz

Meinl-Bank verbucht Teilsieg gegen Justiz
Ein paar Unterlagen unrechtmäßig mitgenommen

  

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RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.14 17:03)

>Glaub nicht, dass es unangenehm für ihn wird.
>
>Die mit den guten Anwälten und Steuerberatern können sich
>immer wieder herauslavieren.
>
>Solange er sich nicht mit der Russenmafia oder Al Kaida
>anlegt, passiert ihm nichts, die können ihm alle nicht das
>Wasser reichen.

stimmt. zudem haben wir die Beste Justiz die man sich so kaufen kann...

  

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RE: Finanzamt fordert 60 Millionen: Meinl klagt die Republik witzig
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.14 13:49)

>Solange er sich nicht mit der Russenmafia ....

mit den grossen versteht er sich bestens, hat einige zu den anfängen in der
highest society saloonfähig gemacht (costa smeralda, cote d'azur, st. moritz).

>...oder mit der al qaida anlegt...

aber nein, die haben schon alle hände voll mit dem cia, und jetzt noch mit der
neuen dschihadisten-konkurrenz "isis" zu tun. sie haben bestimmt kein interesse
wegen eines schmocks aus wien auch noch mit dem mossad anzuhängen. von
aussen wird ihm nicht viel passieren. ich glaube er ist gestraft genug dass er so
ist wie er ist, weil das kann man mit geld nicht ändern. im grunde ist er ein armer kerl.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/islamistische-terrorgruppen-gotteskrieger-loes en-sich-von-al-qaida-12901416.html

a propos "isis":
es war einmal ein perserkönig, des geldes hatt' er stets zu wenig.
er sprach zu seiner tochter isis, isis wir sind in einer krisis.
auf dass sich füllen unsere kassen must du dich mal puffen lassen.
bald wars verkündet in allen tempeln die schöne isis sei zu stempeln.
es kamen welche aus dem osten mit den dicken widerlichen pfosten,
es kamen welche aus dem westen mit den dünnen wetterfesten,
es kamen welch aus dem süden mit den langen nimmermüden,
es kamen welche aus dem norden mit an den eiern einen orden.
als zu ende war die krisis, hatte isis die syphillisis.



  

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Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.4.14 14:58)

Meinl Bank verprellte ihre Prüfer

Entzweiung zwischen Wirtschaftsprüfern und der Meinl Bank: Streit um Rückstellung löste Antisemitismusvorwurf aus

Wien - Jahrzehntelang haben Wirtschaftsprüfer Deloitte beziehungsweise seine Vorgänger die Meinl Bank geprüft - Anfang März kam es zwischen der Bank unter Aufsichtsratspräsident Julius Meinl V. und Deloitte Österreich zum Eklat. Deloitte hat das Prüfmandat "aus wichtigem" Grund zurückgelegt, die Bilanz 2013 wird nun von der KPMG geprüft. Vorausgegangen sind dem höchst ungewöhnlichen Schritt sachliche Differenzen - und persönliche Verwerfungen.

So richtig begonnen hat die Entzweiung, die Deloitte mit keinem Wort kommentiert, mit einem Bescheid der Finanzbehörde. Sie rechnet Off-Shore-Gesellschaften der Meinl Bank zu und hat der für 2003 rund 553.000 Euro Nachzahlung aufgebrummt; der Standard berichtete. Die Meinl Bank hat berufen, die Sache läuft noch. Von 2003 bis 2009 könnte sich daraus ein Nachzahlungsrisiko bis zu 60 Millionen Euro ergeben.

Deloitte trat also für Rückstellungen ein (rund 35 Mio. Euro) - die Banker waren dagegen. Sie holten Gutachten zweier anderer Wirtschaftsprüfer ein; TPA Horvath soll eine Rückstellung von zehn Mio. für ausreichend halten. Die Banker wollen einen anderen Weg gehen: Der Bankeigner (eine niederländische Gesellschaft) bietet an, für etwaige Steuerschulden geradezustehen.

Deloitte ließ sich jedoch nicht umstimmen: Rückstellungen seien unumgänglich. Andernfalls drohe möglicherweise eine Verletzung der Eigenkapitalvorschriften; und das müsste man der Aufsicht melden. Ende Februar tat Deloitte genau das: Der Wirtschaftsprüfer übte gegenüber der FMA seine Redepflicht aus.

Bei Bank und Julius Meinl sorgte das für gröbsten Unmut; Meinl-Bank-Chef Peter Weinzierl bestätigt "sachliche Differenzen und Verwerfungen". Die Bank sei sicher, dass der Bescheid der Finanz nicht halten werde. Zudem habe er sich schon Ende 2013 mit der FMA in Verbindung gesetzt.

Parallel dazu entwickelte Julius Meinl, der am 17. Februar zum Präsidenten des Eurasisch-jüdischen Kongress (EAJC) gewählt worden war, eine persönliche Fehde mit Deloitte Österreich. Im Februar schrieb er an den Chef von Deloitte International Barry Salzberg in New York. In dem Brief unterstellte er Deloitte Wien antisemitische Einstellung. Meinl führte auch die Entstehungsgeschichte Deloitte Österreichs ins Treffen: Der Mitbegründer der Österreichischen Wirtschaftsberatung GmbH Max Stadler war illegaler Nazi gewesen, Mitglied von SA und Waffen-SS. Er starb 1984.

Problem ungelöst

Der von Meinl gewünschte Termin mit Salzberg kam nicht zustande, Deloitte International wies die Vorwürfe zurück. Am 1. März berichtete Österreich über den "Nazi in der Deloitte-Gründungsgeschichte". Kurz danach legte Deloitte das Mandat nieder. Bankchef Weinzierl bestätigt, dass der Brief Meinls "persönliche Differenzen ausgelöst hat".

In der Sache selbst ist übrigens noch nichts entschieden. Die Aufsicht hat die angebotene Garantie nicht akzeptiert, laut Weinzierl ist man "in Gesprächen". (Renate Graber, DER STANDARD, 19.4.2014)

  

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RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.14 01:14)

und genau deswegen funktioniert privatisierung von prüfleistungen nicht. weder im wirtschaftlichen noch im technischen Bereich. Die prüfer sind gezwungen immer beide augen zuzudrücken und wenn sie es einmal nicht machen sind sie weg vom fenster.

deshalb würden die prüfleistungen mE alle in staatliche hand gehören

  

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RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.14 06:23)

>und genau deswegen funktioniert privatisierung von
>prüfleistungen nicht. weder im wirtschaftlichen noch im
>technischen Bereich. Die prüfer sind gezwungen immer beide
>augen zuzudrücken und wenn sie es einmal nicht machen sind sie
>weg vom fenster.
>
>deshalb würden die prüfleistungen mE alle in staatliche hand
>gehören

Najo bei den Steuerberatern ist umgekehrt. Die sind oft päpstlicher als der Papst und fragen schon wegen jeder kleinen Wirtshausrechnung nach.

Aber im Endeffekt funktioniert das System der outgesourcesten Steuereintreiber = Steuerberater/Bilanzbuchhalter bei uns ganz gut.

In GR z.B. macht das der Staat selber und funktioniert nicht so gut.

Aber zur obigen Causua: ist da nicht von Amtswegen vorgesehen, dass sich die FMA die Bilanzen nochmal ansieht/prüft?

  

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RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.14 11:23)

ist da nicht von Amtswegen vorgesehen, dass sich die FMA die Bilanzen nochmal ansieht/prüft?

also wirklich, dann müsste die FMA doch wirklich einmal arbeiten und hätte eine Daseinsberechtigung.

  

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RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.14 13:05)

>ist da nicht von Amtswegen vorgesehen, dass sich die FMA die
>Bilanzen nochmal ansieht/prüft?
>
>also wirklich, dann müsste die FMA doch wirklich einmal
>arbeiten und hätte eine Daseinsberechtigung.
>

Bisher nicht. Die machen nur eine formalprüfung (wie im übrigen auch bei den börseprospekten). Aber jetzt soll ja die Bilanzpolizei kommen...

  

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RE: Meinl Bank verprellte ihre Prüfer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.14 16:09)

mE bei der Meinl Bank nicht zutreffend, weil nicht
börsennotiert. Die FMA prüft auch nicht selbst, sondern
beauftragt die "Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung".

>Aber zur obigen Causua: ist da nicht von Amtswegen vorgesehen,
>dass sich die FMA die Bilanzen nochmal ansieht/prüft?

  

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Q1/14
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.4.14 08:30)

Schön, einmal positive Sondereffekte in Höhe von 26 Mio. Euro:

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Q1/14 Trading Statement

Exploration und Produktion

Das Produktionsniveau in Q1/14 stieg signifikant vs. Q4/13 und spiegelt den vollen Beitrag des Assets Gullfaks in Norwegen wider. Des Weiteren wurden höhere Volumina in Neuseeland, da Maari die Produktion nach dem Stillstand im Vorquartal wieder aufnahm, Libyen und Pakistan, nach Abschluss der Entwicklungsprojekte Latif und Mehar in Q4/13, verzeichnet. Während des Quartals war die Produktion in Libyen jedoch erneut von Sicherheitsproblemen betroffen und steht seit Mitte März still. Die Verkaufsmengen stiegen im Vergleich zum Vorquartal dem Produktionstrend entsprechend. Die Explorationsaufwendungen sanken signifikant vs. Q4/13 und sind haupt-sächlich der Abschreibung der Bohrung Matuku in Neuseeland zuzurechnen. Die Entwicklung der Ölpreise sowie des EUR-USD-Wechselkurses hatten keinen bedeutenden Einfluss auf die ge-samte Performance in Q1/14 verglichen zu Q4/13.

Gas und Power

Das G&P-Geschäft wurde durch das herausfordernde Marktumfeld weiterhin schwer beeinträch-tigt. Hauptsächlich aufgrund einer schwächeren Erdgas-Nachfrage und trotz erhöhter Tradingvo-lumen, die 71% der gesamten Mengen ausmachten, sanken die gesamten Erdgas-Verkaufs- und Tradingmengen vs. Q1/13. Die Erdgas-Verkaufsmengen sanken vs. Q1/13 in EconGas um 23% und bei Petrom um 18%, vor allem aufgrund des milden Winters sowie einer geringeren Nachfrage von Kraftwerken. Eine schwächere Erdgas-Nachfrage sowie geringere Speicherentnahmen führten vs. Q1/13 sowohl in EconGas als auch bei Petrom zu geringeren Erdgas-Margen. Die Erdgas-Marge in der Türkei war aufgrund von höheren Gasbezugskosten, die aus dem unvorteilhaften USD-TRY-Wechselkurs resultierten, in Q1/14 negativ. Die Nettostromerzeugung stieg auf 1,8 TWh vs. 0,8 TWh in Q1/13, getrieben durch den Beitrag des Kraftwerks Samsun in der Türkei (Inbetriebnahme im Juni 2013). Die Spark Spreads in Rumänien waren signifikant geringer vs. Q1/13, hauptsächlich getrieben durch den gestiegenen rumänischen Gaspreis. Das Erdgasspeicher-Geschäft wurde durch geringere Tarife in Österreich belastet.

Raffinerien und Marketing

Die OMV Referenz-Raffineriemarge stieg in Q1/14 geringfügig vs. Q4/13, hauptsächlich getrieben durch verbesserte Benzin-Spannen. Die Verbesserung wurde jedoch durch geringere Verkaufsmengen, ein geringeres Marktpreisniveau in Deutschland sowie den länger als geplant dauernden Stillstand von Bayernoil (Abschluss der Bayernoil-Veräußerung wird für die erste Jahreshälfte 2014 erwartet) in Q1/14, mehr als ausgeglichen. Die Rohöl-Preise sanken geringfügig in Q1/14 und führten zu negativen CCS Effekten. Im Petrochemie-Geschäft verbesserten sich die Margen hauptsächlich aufgrund von gestiegenen Propylen-Preisen, welche, zusammen mit einem leichten Anstieg der Verkaufsmengen vs. Q4/13, die Performance unterstützten. Das Marketing-Geschäft verzeichnete einen starken Rückgang der Verkaufsmengen, während die Margen auf ähnlichem Niveau verblieben wie in Q4/13. Die Performance von Petrol Ofisi wurde durch den Eingriff des Regulators (Margendeckelung), welcher im März 2014 begann, negativ beeinflusst.

At-equity konsolidierte Unternehmen

Der Beitrag von Borealis war im Vergleich zu Q4/13, hauptsächlich aufgrund einer durch geringe-re Verkaufsmengen schwächeren Performance von Borouge, niedriger.

Erwartete Sondereffekte

Die Q1/14-Ergebnisse enthalten Netto-Sondererträge in Höhe von EUR 26 Mio, die hauptsächlich von einer teilweisen Auflösung von Drohverlust-Rückstellungen stammen, die in Q4/12 gebucht wurden und überwiegend vertraglich vereinbarten langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen von EconGas zuzurechnen sind.

Konzern-Steuerquote

Die Steuerquote in Q1/14 wird auf etwas höherem Niveau erwartet wie für das volle Jahr 2013. Dies ist hauptsächlich auf den Produktionsbeitrag aus Norwegen zurückzuführen.

http://aktien-portal.at/shownews.html?nid=36526%20&s=OMV-Q1%2F14-Trading-Statement

  

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Meinl droht Strafprozess
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.7.14 21:54)

Meinl droht Strafprozess

Wegen Untreue und Betrugs - Vorhabensbericht liegt vor

Wien - Dem Banker Julius Meinl droht nun ein Strafprozess: Nach jahrelangen Ermittlungen wegen Untreue und Betrugs soll der Oberstaatsanwaltschaft vor kurzem ein Vorhabensbericht übermittelt worden sein, berichten "Kronenzeitung" und "Kurier" am Mittwoch online. Meinl soll Aktionären der Bank einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht haben. Die Bank bestreitet die Vorwürfe.

weiter:

http://derstandard.at/2000002886923/Banker-Julius-Meinl-droht-Strafprozess

  

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Meinl Bank sorgt für Steuernachzahlung vor
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.7.14 20:45)

http://derstandard.at/2000003358930/Meinl-Bank-sorgt-fuer-Steuernachzahlung-vor

Meinl Bank sorgt für Steuernachzahlung vor

Bank beendete Streit mit Aufsicht, Eigentümer gab dem Institut eine Kapitalspritze

  

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Meinls Recht auf zügiges Verfahren verletzt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.9.14 06:05)

OLG: Meinls Recht auf zügiges Verfahren verletzt

OLG widersprach dem Landesgericht für Strafsachen

Weiter:

verletzt

  

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Anklage gegen Meinl so gut wie fix
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.12.14 15:51)

Wegen einer Sonderdividende der Bank, die als Untreue ausgelegt wird.

Das soll das Ergebnis von 7 Jahren Ermitteln sein?

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4617944/

  

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Thema #31676

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