Eybl Int. – Profil☆
0,060-3,20 (-98.16%)Unternehmensidentität
Die Eybl International AG war ein Automobilzulieferer mit Sitz in Krems, Österreich. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1905, nachdem Karl Eybl die ursprünglich 1868 gegründete Firma übernommen hatte. Die Rechtsform des Unternehmens war eine Aktiengesellschaft. Eybl International war in der Automobilbranche tätig und notierte an der Wiener Börse. Im Laufe der Zeit veräußerte das Unternehmen sein operatives Geschäft an Prevent DEV, ein slowenisch-deutsches Unternehmen, und firmierte anschließend in die EAG-Beteiligungs Aktiengesellschaft um.
Geschichte und Entwicklung
Das Unternehmen wurde 1868 von William S. Smith als Manufaktur für Grobgewebe und Jalousien gegründet. Karl Eybl übernahm das Unternehmen 1905 und spezialisierte es auf die Produktion von Kokosteppichen und Fußmatten. In den 1960er Jahren begann Eybl mit der Produktion von textilem Autozubehör, was in den 1980er Jahren mit dem "Henkelplüsch"-Produkt einen europaweiten Durchbruch brachte. Über die Jahre expandierte das Unternehmen, schloss jedoch Anfang der 2000er Jahre Standorte in Brasilien und den USA im Rahmen einer Restrukturierung. 2008 veräußerte Eybl sein operatives Geschäft und umfirmierte 2009 in die EAG-Beteiligungs AG.
Börsengang & Kapitalmarktgeschichte
Eybl International AG ging am 5. Juni 1998 an die Börse, zunächst notiert an der EASDAQ. 2003 folgte ein Wechsel an die Wiener Börse, wo die Aktien im Prime Market bis 2008 gehandelt wurden. Aufgrund der internationalen Automobilkrise meldete das Unternehmen im Dezember 2008 Insolvenz an. Nach der Veräußerung des operativen Geschäfts an Prevent DEV folgte die Umfirmierung und eine Notierung im Dritten Markt der Wiener Börse im Jahr 2009.
Geschäftsbereiche
Die Eybl International AG spezialisierte sich primär auf die Produktion von textilem Autozubehör. Dazu zählten Autositze und andere Innenraumelemente, die aus Stoff- und Lederbezügen bestanden. Ein bedeutendes Produkt war der "Henkelplüsch", welcher in den 1980er Jahren den europaweiten Durchbruch als Automobilzulieferer ermöglichte. In den 1990er Jahren erweiterte das Unternehmen seine Geschäftsfelder durch die Einführung des Bereichs Konfektion, das Zuschneiden und Nähen von Sitzbezügen.
Märkte und Standorte
Die internationale Präsenz der Eybl International AG umfasste Standorte in mehreren Ländern, darunter Österreich, Rumänien, Ungarn, die Slowakei und Deutschland. Alleine in Ungarn befanden sich mehrere Werke, z.B. in Jánosháza, Körmend, Lenti und Nagykanizsa. Der Standort in Trier, Deutschland, wurde allerdings 2009 geschlossen. Die geografische Reichweite ermöglichte es Eybl, eine Vielzahl von Kundengruppen zu bedienen, primär in der Automobilindustrie.
Kennzahlen
Zum Ende des Geschäftsjahres 2007/2008 erzielte die Eybl International AG einen Umsatz von 294 Millionen Euro und beschäftigte 4.060 Mitarbeiter. Zuvor, im Jahr 1999, lag der Umsatz noch bei 333,71 Millionen Euro mit einem Jahresüberschuss von 12,65 Millionen Euro und 2.507 durchschnittlichen Mitarbeitern. Im Jahr 2001 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 425,65 Millionen Euro, allerdings bei einem Jahresfehlbetrag von 24,72 Millionen Euro und 4.515 Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt.
Investment Case
Die Eybl International AG agierte über mehrere Jahrzehnte als ein etabliertes Unternehmen im Bereich des textilen Autozubehörs. Ihre Spezialisierung auf spezifische Produktsegmente wie "Henkelplüsch" und Konfektionsarbeiten brachte dem Unternehmen europaweiten Erfolg. Trotz der Insolvenz im Jahr 2008 und der Umstrukturierung danach bleibt die historische Marktposition in der Automobilzulieferindustrie von Interesse. Die frühere internationale Präsenz und die Erfahrung im Management globaler Produktionsstandorte könnten Anlegern ein Bild über das Potenzial und die Herausforderungen in ähnlichen Märkten bieten.
Quelle: Wikipedia-Artikel
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