Sehr geehrte…,
angesichts der Anschläge in New York, London oder Madrid versuchen wir zu
verstehen,
was in den Köpfen der meist jugendlichen Terroristen und Selbstmordattentäter vor sich
geht.
Jörg Drescher schildert in seinem ersten Roman den Versuch eines schwäbischen
Einzelgängers,
eine schmutzige Bombe zu bauen und das dafür nötige radioaktive Material in der
Ukraine zu beschaffen. Es ist eine spannende und verstörende Lektüre, wenn er den
Werdegang
seines terroristischen „Helden“ beschreibt; seinen Wunsch etwas in der Welt zu
bewegen, seine
Erfahrungen mit der Psychiatrie, seine Begegnungen mit der Staatsgewalt.
Jörg Drescher hängt
sich mit Iovialis nicht einfach nur an ein Modethema. Sein Roman ist
stark autobiografisch geprägt.
Der „Biberacher Bombenleger“, so sein einstiger Spitzname in
der schwäbischen Lokalpresse,
wäre als 24-Jähriger beinahe selbst zum Terroristen geworden.
So ist das Buch vor allem eine
Auseinandersetzung mit seinem eigenen, von Drogenproblemen
und Psychiatrieaufenthalten durchzogenen
Lebensweg.
Bibliografische Angaben
Jörg Drescher
Iovialis –
Geständnis eines Terroristen
Roman
Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat OHG, Am Hawerkam 31,
48155 Münster
Edition Octopus (www.edition-octopus.de), 1. Auflage 2006
ISBN 978-3-86582-355-7, 278 Seiten,
Paperback, 11,95 Euro
Buchbeschreibung (933 Zeichen mit Leerzeichen)
Das
Buch erzählt vom Plan, eine „schmutzige Bombe“ zu bauen und dafür radioaktives
Material in der
Ukraine zu beschaffen. Diese Rahmenhandlung spielt ein halbes Jahr nach
der „Orangenen
Revolution“ in Kiew.
In Rückblenden wird das bisherige Leben des Ich-Erzählers
eingeflochten, beginnend mit
der Kindheit und Jugend in den 70er- und 80er-Jahren unter dem Eindruck
von Ölkrise
und RAF. Seine Drogenkarriere zwischen schwäbischer Heimat, Amsterdam und Paris
endet in Selbstmordversuchen und Zwangsaufenthalten in der forensischen Psychiatrie.
Sein Drang,
etwas in der Welt zu bewegen, bringt ihn zu seinem ersten Bombenattentat.
Noch mit einer unscharfen
Bombe, um herauszufinden, wie die Staatsgewalt reagiert.
Iovialis ist nicht nur ein
psychologischer Entwicklungsroman, der die Motive eines
werdenden Terroristen beschreibt, sondern
auch eine spannende Auseinandersetzung mit
den prägenden Ereignissen unserer jüngsten
Geschichte.
Über den Autor
Jörg Drescher, wurde 1973 in Ochsenhausen
in Baden-Württemberg geboren. Er kam als
„Biberacher Bombenleger“ zu lokaler Berühmtheit, als
er 1997 eine – allerdings harmlose
– Bombe im Bahnhof seiner schwäbischen Heimatstadt
deponierte. Nach der Behandlung
in einer psychiatrischen Klinik absolvierte er eine Ausbildung zum
Fachinformatiker. Seit
2003 lebt und arbeitet er als Übersetzer, Sprachlehrer und nun auch als
Schriftsteller in
der Ukraine.
Das Projekt Iovialis geht für Jörg Drescher weiter. In
seinem strukturierten Internet-Forum
http://denkfabrik.iovialis.de (http://www.iovialis.de) diskutiert er seine politischen Anliegen.
Mit Lesern,
Freunden, und Feinden will er hier eine neue "Staatstheorie" erarbeiten. Aktuell
kämpft der
„Gedankenterrorist“ Drescher aktiv für die Einführung eines Grundeinkommens.
Nicht mit Bomben,
sondern mit Flugzetteln, die er am 30. September, dem ersten
bundesdeutschen Grundeinkommenstag, in
seiner Heimatstadt Biberach verteilen will.