Inflation voraus... | aktie.at Forum
Inflation voraus... interessantinteressant
redart(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.22 14:55)

Folgendes kann man heute im Börse Express lesen (Und wenn das wirklich stimmt, dann hat Europa ein größeres Problem als gedacht...):

Trotz EZB: Portugal und Irland drucken ihr eigenes Geld

Irland ist bereits unter den Euro-Rettungsschirm
geschlüpft, Portugal ziert
sich noch, doch die Anzeichen gehen in
die Richtung, dass das Land der nächste
in der Liste der zu rettenden Staaten
sein wird.
Was allerdings weniger bekannt sein
dürfte: Portugal profitiert schon heute
von einem „Rettungsring“ ganz anderer
Art - es werden nämlich Euros gedruckt,
und das nicht zu wenig.
Wie geht das trotz EZB?
Die Gelddruckaktionen Portugals und
Irlands überraschen, war doch zumindest
ich davon ausgegangen, dass mit
der Einführung des Euro das Monopol
zum Gelddrucken auf die „unabhängige“
EZB übergegangen sei.
Es gibt aber ein Schlupfloch, die Emergency
Liquidity Assistance, die es jeder
Notenbank erlaubt, de facto unbegrenzt
- allerdings begründet - Liquidität in die
Märkte zu spülen. Der EZB sind die Hände
nicht ganz gebunden, da sie mit 2/3-
Mehrheit den nationalen Alleingängen
einen Riegel vorschieben kann.
Allerdings: Kann sie das wirklich? Wie
reagieren die Märkte, wenn die EZB erst
mit 2/3-Mehrheit eine nationale Notenbank
von der Druckerpresse wegzerrt?
Schwierige Fragen. Am Beispiel Irland:
Laut Süddeutscher Zeitung sind die Iren
Europameister im Gelddrucken. Wir reden
von rund 50 Mrd. Euro und damit
von 30% des irischen BIP. „Schlupfloch“
ist da eigentlich die falsche Bezeichnung
....
In Portugal soll es weniger Geld sein,
das auf eigene Verantwortung gedruckt
und in den Bankensektor gepumpt wird
- aber nicht viel weniger.
Und das vielleicht Beunruhigendste zum
Schluss: Noch immer ist der Geldhahn
der EZB gemessen an historischen Massstäben
voll aufgedreht. Eine irische, portugisische
oder sonst eine Bank kann
also fast unbegrenzt neu gedrucktes
Geld bei der EZB abheben und die zu
hinterlegenden Sicherheiten sind nicht
mehr das, was zu Zeiten der deutschen
Hartwährungspolitik in Frankfurt gefordert
wurde. Warum also wird über
den Umweg der nationalen Notenbanken
so viel Geld gedruckt? Weil diese
die Sicherheiten selbst festlegen können
und damit Papiere akzeptieren, die
selbst die EZB nur noch als wertlosen
Schrott belächeln würde?
Reine Spekulation, aber beunruhigend
für die Zukunft der Geldwertstabilität
in Euro-Land ist es allemal ...

Trotz EZB: Portugal und Irland
drucken ihr eigenes Geld
VON
ANDREAS WÖLFL *
BElogs: Österreichs Börsetagebücher
http://www.be24.at
* Andreas Wölfl, Verwaltungsrat-Präsident
Minerva Investments, und BELogger auf
www.be24.at
Mail: a.woelfl@minerva-investments.com

  

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Antworten zu diesem Thema
Inflation voraus..., redart(4), 05.11.22 14:55
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
So sieht die Inflation wirklich aus
27.6.22 11:02
1
      RE: So sieht die Inflation wirklich aus
27.6.22 15:21
2
           RE: So sieht die Inflation wirklich aus
02.7.22 09:56
3
           RE: So sieht die Inflation wirklich aus
05.11.22 14:54
4
           RE: So sieht die Inflation wirklich aus
06.11.22 11:35
5

So sieht die Inflation wirklich aus
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.6.22 11:02)

Aus UK sicht, aber trotzdem interessant

https://youtu.be/1xWQ32Oi1qY


“Commodity prices are currently disconnected from fundamentals: Commodity prices are structurally driven by cost of production and cyclically driven by inventory levels. As consumers are willing to pay premiums to guarantee supply, prices detach from fundamentals.” Morgan Stanley

https://www.ii.co.uk/analysis-commentary/what-inflation-shock-really-looks-ii524291

  

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RE: So sieht die Inflation wirklich aus
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.6.22 15:21)

Wobei viele Commodity-Preise mittlerweile stark gefallen sind. Zink, Nickel, Aluminium, aber auch Bauholz oder Weizen sind bereits sehr weit von ihren Höchstständen entfernt.

  

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RE: So sieht die Inflation wirklich aus
Rang: caj(352) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.7.22 09:56)

>Wobei viele Commodity-Preise mittlerweile stark gefallen
>sind. Zink, Nickel, Aluminium, aber auch Bauholz oder Weizen
>sind bereits sehr weit von ihren Höchstständen entfernt.

Beachtlich:

Wheat Sinks to Pre-War Levels as Recession Fears Grow
-Chicago corn tumbles to a five-month low as US acres expand
-Soybeans fall as much as 4.6% in spite of smaller US acreage

https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-07-01/food-inflation-gets-a-break-as-wheat-c orn-and-soy-oil-tumble

  

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RE: So sieht die Inflation wirklich aus
holm45(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.22 14:54)

Die Inflation in Deutschland beschleunigte sich im Oktober drastisch auf eine Jahresrate von 10,4 Prozent. Das geht aus den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes vom Freitag, 28. Oktober, hervor. Sie erreichte damit den höchsten Stand seit Dezember 1951, als die Inflationsrate 10,5 Prozent betrug. Von Reuters befragte Experten hatten einen Wert von 10,1 Prozent erwartet.

Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent, so die Statistiker in einer vorläufigen Schätzung. Die monatliche Inflationsrate betrug im September 1,9 Prozent.

Die Energiepreise stiegen im Vergleich zum Oktober 2021 am stärksten - um 43 Prozent. Der Anstieg ihrer Preise ist auf die Folgen des Krieges in der Ukraine zurückzuführen. Die Lebensmittelinflation betrug 20,3 Prozent im Jahresvergleich. Im Dienstleistungssektor stiegen die Preise im Jahresverlauf um 4 %.

  

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RE: So sieht die Inflation wirklich aus
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.22 11:35)

ich sag immer:

lagert euch knofel und bier ein,
die sind noch um keinen einzigen cent teurer geworden,
die preisexplosion steht hier noch bevor.

  

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Thema #5986

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