Die maßgeschneiderte Anlagestrategie für Sie.
Für Spieler
Russisches
Roulette
Am Absturz der Moskauer Börse trägt Wladimir Putin ein gutes Stück Verantwortung: Die
unberechenbare Wirtschaftspolitik des Mini-Zaren hat die Anleger nachhaltig vergrault. Doch daran, dass
Russland und seine benachbarten GUS-Staaten zu den interessanten Wirtschaftsräumen zählen, zweifelt
niemand. Rohstoffreichtum, enormer wirtschaftlicher Nachholbedarf und ein unerschöpfliches
Arbeitskräfte- und Konsumentenpotenzial sprechen für ein Engagement. Dieses offeriert der neue
"Valartis Russian & CIS Fixed Income Fund". Der Fonds investiert in überwiegend als "Investment Grade"
bewertete Anleihen von Unternehmen aus Russland und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Der
Chart der Moskauer Börse - der Leitbörse der Region - spiegelt zwar die Skepsis der Investoren wider,
doch Unternehmensanleihen weisen üblicherweise geringere Schwankungen auf und sollten auch denkbare
Verstaatlichungen überstehen.
Dividendenspiel
Wenn die Konjunktur baden geht, dann
leiden darunter unweigerlich auch die Gewinne der Unternehmen. Weniger stark als die Profite sinken
freilich meist die Dividenden, wobei zwar manche Konzerne ihre Ausschüttung einstellen, andere sie aber
sogar erhöhen oder zumindest unverändert lassen. Aktien solcher Unternehmen sucht Sonja Schemman für
den von ihr gemanagten "Schroders Global Equity High Yield"-Fonds. Die 20 am höchsten gewichteten
Unternehmen im Fonds konnten ihre Dividendenziele bisher durchwegs halten oder sogar übertreffen. Vor
allem die Bereiche Energie, Gesundheit, Telekommunikation, Versorger und Massenkonsumgüter zählen zu
den Dividenden-Vorzugsschülern, bei Banken sollten sich Anleger hingegen auf magere Jahre einstellen. In
turbulenten Börsenzeiten weisen dividendenstarke Aktien meist auch geringere Kursausschläge auf als der
Index. Ein Restrisiko bleibt dennoch: Längere Baisse-Phasen und Perioden schrumpfender Wirtschaft
überstehen auch die dividendenstärksten Titel nicht ohne Blessuren.
Martialisch
Zu den
größten Rüstungskonzernen weltweit zählt die französische Thales-Gruppe, die unter anderem die neuen
britischen Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse für die Royal Navy baut. Thales beliefert aber
auch die Deutsche Bahn mit Sicherheitsausrüstung und profitiert so von Infrastrukturinvestitionen. Die
Auftragsbücher sind gut gefüllt, und mit einer Dividendenrendite von rund 3,5 Prozent lassen sich auch
schwächere Phasen ganz gut überleben.
Für Strategen
Wird die Krise die Welt
ändern? Vielleicht nicht dramatisch, aber einige Industriezweige dürften künftig wohl stärker im
Vordergrund stehen. Zu diesen "Industries of the Future" zählen saubere Energie, Gesundheit,
Wassermanagement, Social Finance, nachhaltiger Verkehr. "Wir setzen auf langfristige Entwicklungen",
wirbt Philipp Baar-Baarenfels, Chef von Henderson in Österreich, für den kürzlich zugelassenen
"Industries of the Future"-Fonds. "Unternehmen, die nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten,
haben in einer sich immer schneller verändernden Welt langfristige Wachstumschancen", glaubt
Fondsmanager Tim Dieppe. Ein ähnliches Produkt, das Henderson in Großbritannien anbietet, übertraf den
Welt-Aktienindex MSCI seit Mai 2005 um das Dreifache. Wer derzeit nicht gänzlich auf ein
Aktieninvestment verzichten will, kann sich mit dem Fonds für den nächsten Aufschwung strategisch
günstig positionieren.
Zukunftsweisend
Ziel des Henderson "Industries of the
Future"-Fonds (ISIN: LU0410170319) ist es, den Morgan-Stanley-Welt-Aktienindex MSCI mit einer
Schwankungsbandbreite (Tracking Error) von fünf bis sieben Prozent zu übertreffen. Der nach
luxemburgischem Recht als SICAV konstruierte Fonds investiert weltweit in jeweils 80 bis 100 verschiedene
Aktien und bildet einen bereits bestehenden britischen Fonds ab.
Für Vorsichtige
Rendite im Zielfernrohr
Unternehmensanleihen bringen derzeit deutlich bessere Zinsen als
Staatspapiere. Im langfristigen Vergleich befindet sich der "Spread" - also der Renditeunterschied
zwischen den beiden Anlageklassen - auf Höchstniveau. Dies spiegelt die Angst der Anleger vor
Forderungsausfällen durch Unternehmenspleiten wider. Doch die Papiere jener europäischen Unternehmen,
die das Fondsmanagement der Bawag PSK für den "Zielrendite 2014"-Fonds (ISIN: AT0000A0d5F9,
Ausgabeaufschlag: ein Prozent, Management Fee: 0,45 Prozent) ausgewählt hat, sind durchwegs solide. Zu
den Emittenten zählen unter anderem Heineken, Danone und Vodafone. Insgesamt rund 25 verschiedene
Anleihen tragen zur Rendite bei. Der Fonds läuft bis 31. März 2014, die angestrebte (nicht garantierte)
Tilgungsbandbreite am Laufzeitende beträgt 118,95 bis 119,93 Prozent, entsprechend einer Nettorendite
von rund 3,8 Prozent.
Angenehm langweilig
Was Anleger derzeit besonders schätzen, ist
eine gehörige Portion Langeweile. Gefragt sind überschaubare Renditen und Sicherheit, weniger gefragt
sind hingegen "spannende" Börsensitzungen mit hysterischen Kursausschlägen. Also: Wohnbauanleihen. Die
jüngste Emission der Bank Austria Wohnbaubank bietet 3,75 Prozent Verzinsung, und da bei
Wohnbau-Wandelanleihen Kuponzahlungen bis vier Prozent steuerfrei sind, entspricht dies einer "normalen"
Verzinsung von fünf Prozent - also deutlich mehr, als derzeit Bundesanleihen bringen (nämlich knapp 3,5
Prozent). Das Papier (ISIN: AT000B074265) läuft bis 17. April 2022, der Erstausgabekurs belief sich auf
98,10 Prozent. Eine vorzeitige Kündigung durch die Emittentin ist ausgeschlossen, die
Mindest-Investitionssumme beträgt 1000 Euro - bei einer Stückelung von 100 Euro.
Inflation
ausgetrickst
Milliarden-Hilfsprogramme der Staaten für die angeschlagene Wirtschaft lassen Übles
erahnen: Sollten die astronomischen Summen je inflationswirksam in die Wirtschaft fließen - was sie
jetzt noch nicht tun, weil das Geld verwendet wurde, um bestehende Löcher zu stopfen -, dann könnte uns
eine massive Geldentwertung bevorstehen. Vor dieser müssen sich Inhaber der neuen HVB Inflationsanleihe
(ISIN: DE000HV5AQ27) jedoch nicht fürchten. Die fünfjährige Anleihe bietet für das erste Jahr einen
Kupon von immerhin vier Prozent. Danach sackt der Kupon allerdings auf ein Prozent ab - freilich
zuzüglich der deutschen Inflationsrate. Da die deutsche und die österreichische Teuerung über die
meisten Perioden annähernd parallel verlaufen, eignet sich das Papier auch für heimische Anleger zur
Absicherung gegen Geldentwertung. Bleibt die Inflation allerdings niedrig, fahren Anleger mit normalen
Anleihen besser.
Quelle: Trend 1.5.2009
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Gruß