Hab heute u.a. Werbung gelesen. Klingt superinteressant, aber ich gebe Dir recht, nur minimale Umsätze.
Ich denke da kann man auch noch warten bis man dan einsteigt. Ich leg mir den Wert mal auf
Beobachtung.
Hier die Werbung:
von Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur
'BetaFaktor.de'
Heute habe ich fuer Sie mal einen Wert dabei, der wirklich etwas fuer
langfristig denkende Anleger ist. Also weniger fuer kuerzerfristig agierende Spekulanten, sondern fuer
echte Investoren im klassischsten Sinne des Wortes, die ueberdies auch an den Standort Deutschland
glauben und nach wie vor davon ueberzeugt sind, dass echte hiesige Hochtechnologie eine wirklich Chance
auf den Weltmaerkten hat. Es geht um die die Berliner MagForce Nanotechnologies AG (DE000A0HGQF5). Sie
ist seit letzten September an der Boerse gelistet. (Hauptan- teilseigner ist die Beteiligungsgesellschaft
Nanostart AG mit 81,18%). Die Technologie von MagForce ist so interessant, dass ich sie mir vor Ort in
Berlin selbst angeschaut habe ?
und ich jetzt noch begeisterter bin.
MagForce entwickelt
eine neue Krebsbehandlungsmethode. Damit erhofft sich Vorstand Dr. Andreas Jordan, neben den ueblichen
drei Krebsbehandlungsverfahren ? Operation, Strahlen- und Chemotherapie ? zukuenftig als vierte Saeule zu
etablieren.
Klingt verwegen, hat aber eine absolut reale Chance auf Ver- wirklichung. Bei der neuen
Methode geht es darum, dem Krebs mit Waerme den Garaus zu machen. (»Hyperthermie« heisst das in der
Fachsprache.) Dazu werden Eisenoxid-Nanopartikel di- rekt in den Tumor injiziert. Das funktioniert
momentan bis zu einer Tumorgroesse von 5 cm. Die Eisenoxid-Partikel sind um- geben von einer Huelle aus
Aminosilan, sozusagen ein Naehr- stoff/Klebstoff fuer die hungrigen Krebszellen, die sich da- mit voll
fressen, waehrend das gesunde Gewebe verschont bleibt. Nach der Injektion kommt der entscheidende Teil
der
Therapie: Ein Magnetfeld-Applikator namens MFH-300 ? aeusser- lich einem Kernspintomograph
aehnlich ? erzeugt ein magneti- sches Wechselfeld, das 100.000-mal pro Sekunde die Polung wechselt.
Dadurch geraten die Eisenoxid-Partikel in Schwin- gung, erhitzen sich und erwaermen so den Tumor auf bis
zu 70 Grad ? im Idealfall stirbt dieser in Folge dessen komplett ab, waehrend das gesunde Gewebe nicht
tangiert wird. Sechs mal à eine Stunde muss sich ein Patient in diesen Magnetfeld- Applikator legen,
dann ist es um den Tumor geschehen ? der Krebs wurde gegrillt.
Momentan laeuft eine
entsprechende Wirksamkeitsstudie, die voraussichtlich Ende 2008 abgeschlossen sein wird. Dann muss
MagForce noch rund ein Jahr Nachbeobachtungszeit der Patien- ten einkalkulieren bevor die EU-weite
Zulassung beantragt werden kann. Die Studie wird derzeit mit Hirntumoren
(Glioblastome)
durchgefuehrt, da dies eine der aggressivsten Krebsarten ist. Der Patient hat dabei eine
durchschnittliche Ueberlebenszeit von sechs Monaten. Schafft es die Gesell- schaft mit ihrer Therapie
eine Ueberlebenszeit von zehn Mona- ten zu erreichen, gilt die Wirksamkeit und vor allem die
Ueberlegenheit gegenueber herkoemmlichen Therapieverfahren als nachgewiesen. Bei anderen Krebsarten
dauert der Zeitraum bis zum moeglichen Neuauftreten oder weiterem Wachstum des Tumors zwei bis vier
Jahre. (Nichtsdestoweniger laeuft paral- lel auch noch eine Wirksamkeitsstudie bei Prostatakrebs.)
Da die MagForce-Behandlungsmethode vollkommen neu ist, be- kommt Dr. Jordan perfiderweise fuer
seine Studie nur Krebspa- tienten, bei denen alle anderen Behandlungsmethoden bereits versagten. Also
jene Patienten, bei denen der Gehirntumor ein zweites Mal auftrat (so genannte Rezidiv-Tumore) ? was ei-
gentlich zu nahezu 100% einem Todesurteil gleichkommt. Der- zeit laeuft noch die Rekrutierungsphase an
Studienteilnehmer mit Hirntumor. »Wir brauchen noch rund 30 Patienten, dann haben wir unsere Studie
komplett«, erlaeutert mir Dr. Jordan.
Die Studienteilnahme ist fuer Patienten vollkommen
kostenlos.
Das Interessante an der Nano-Krebs-Therapie: Sie kann in Kom- bination mit anderen
bekannten Behandlungsmethoden eingesetzt werden, oder als Stand-alone-Verfahren. So kann z.B. die
Aminosilan-Huelle auch mit hochwirksamen Medikamenten ange- reichert werden, die erst dann freigesetzt
werden, wenn die Nanopartikel mittels Magnetwechselfeld erhitzt werden. Oder die Nanopartikel werden
»nur« auf 42 Grad zum Schwaechen der Krebszellen erhitzt, den Rest erledigt eine Strahlen- oder
Chemotherapie (mit geringerer Dosis und damit geringeren Ne- benwirkungen).
Anfang 2010
erhofft man sich in Berlin die EU-weite Zulassung fuer die Therapie. Fuer USA ist man dann auf der Suche
nach einem Partner. Da die Therapie uebrigens als Medizinpro- dukt/technologie eingestuft wird ? und
nicht als Pharma- Entwicklung ?, reicht eine Studie nur bis zur Phase II. 2003 begann die Studie, 2010
will man fertig sein. Pharma-Studien inklusive Studie III dauern typischerweise mindestens zehn Jahre.
Meine Meinung: Fundamental ist MagForce wie alle vergleichba- ren Firmen im Forschungsstadium
praktisch nicht greifbar.
Aber die Aussichten sind gigantisch. Eine sensationell gut wirkende
Krebsbehandlungsmethode, ohne die gefuerchteten Nebenwirkungen, dazu noch guenstiger als andere
Behandlungs- methoden ? das Unternehmen erschliesst sich zwangslaeufig einen Multi-Milliarden-Markt. Aber
wie schon eingangs ange-
merkt: Sie muessen einen laengerfristigen Anlagehorizont mit- bringen.
(Schlusskurs in Frankfurt am Freitag, den 16. Mai
2008: 48,50 EUR)