MagForce: grillt mit Nanotechnik den Krebs | aktie.at Forum
MagForce: grillt mit Nanotechnik den Krebs
snake2000(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.9.10 21:04)

Die MagForce Nanotechnologies AG konzentriert sich auf die nanotechnologische Krebsbekämpfung. Dabei werden eisenoxidhaltige Nanopartikel, welche mit einer Aminosilanhülle versehen sind, in den zuvor lokalisierten Tumor injiziert. Anschließend werden die Nanopartikel durch ein hochfrequentes magnetisches Wechselfeld in Schwingung versetzt, wodurch Wärme entsteht, welche die Tumorzellen beschädigen oder zerstören kann. Je nach Höhe der erzeugten Temperatur innerhalb des Tumors kann die Methode entweder als Hyperthermie zur Unterstützung der konventionellen Behandlungsformen (wie Strahlentherapie und Chemotherapie) oder alleine als Thermoablation zur direkten Zerstörung der Tumorzellen eingesetzt werden. Das in der klinischen Entwicklung befindliche Therapiesystem ist bei einer Vielzahl von soliden Tumorarten einsetzbar, da alle Tumorzellen ab einer bestimmten Temperatur geschädigt bzw. zerstört werden können. Die gegenwärtige Produktpalette der MagForce umfasst die eisenoxidhaltigen Nanopartikel (Magnetofluid Nanotherm®) zur Injizierung in das Tumorgewebe, den Magnetfeld-Applikator (MFH®300F) zur Erwärmung des Nanopartikelbeladenen Tumorgewebes, sowie eine Software für die Planung der Thermotherapie (Nanoplan®).

Die Berliner MagForce Nanotechnologies AG (DE000A0HGQF5) ist seit letzten September an der Boerse gelistet. (Hauptanteilseigner ist die Beteiligungsgesellschaft Nanostart AG mit 81,18%)

Hört sich eigentlich interessant an. Was haltet ihr davon?

  

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Antworten zu diesem Thema

KurzResearch von Ottakringer: eher Finger weg... RE: MagForce: grillt mit Nanotechnik den Krebs
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.5.08 12:43)


Lt. Onvista war in der Aktie in letzter Zeit kein gscheites Handelsvolumen und der Chart fällt laufend.... - eher ein negatives Zeichen...

http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=4&ID_NOTATION=19317802.png

In einem Dt. Forum "WO-anders" wird die Aktie kaum beachtet. Ein gutes Zeichen...

Aktie ist entweder eine Abzocke oder ein sehr, sehr heisses Baby für den "Contrarian"...

lg
Ottakringer

PS: Böse Kritik WO-anders - Zitat:

Die Equity Story in Kürze. Ein Uni-Prof. spritzt totkranken Patienten magnetische Partikel in Nanogröße in den Tumor und hofft auf eine Verbesserung der Krankheit. Normale Versuche auf dem Gebiet der Medizinforschung und ich würde vermuten, daß man mit einer bisschen Recherche ähnliche Forschungen auf dieser Welt finden würde. Nach einiger Zeit geht dem Prof. das Geld aus und er sucht Venture Capitalisten für die weitere Finanzierung. Alle einschlägigen VCs aus dem Medizinsektor werden eingeladen und den Zuschlag bekommt die Nanostart AG. Für die bescheidene Summe von wenigen Mio. wird die Mehrheit übernommen und man macht ein Listing der Gesellschaft an der Börse. Die Marktkapitalisierung beträgt nun 225 Mio. EUR, der Umsatz in 2006 liegt bei 221.000 EUR und der Verlust bei -2,4 Mio. EUR. Meines Erachtens nur eine Frage der Zeit, bis der Kurs einbricht.

  

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KurzResearch von Ottakringer: eher Finger weg... RE: MagForce: grillt mit Nanotechnik den Krebs
snake2000(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.5.08 13:20)

Hab heute u.a. Werbung gelesen. Klingt superinteressant, aber ich gebe Dir recht, nur minimale Umsätze. Ich denke da kann man auch noch warten bis man dan einsteigt. Ich leg mir den Wert mal auf Beobachtung.

Hier die Werbung:
von Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur 'BetaFaktor.de'

Heute habe ich fuer Sie mal einen Wert dabei, der wirklich etwas fuer langfristig denkende Anleger ist. Also weniger fuer kuerzerfristig agierende Spekulanten, sondern fuer echte Investoren im klassischsten Sinne des Wortes, die ueberdies auch an den Standort Deutschland glauben und nach wie vor davon ueberzeugt sind, dass echte hiesige Hochtechnologie eine wirklich Chance auf den Weltmaerkten hat. Es geht um die die Berliner MagForce Nanotechnologies AG (DE000A0HGQF5). Sie ist seit letzten September an der Boerse gelistet. (Hauptan- teilseigner ist die Beteiligungsgesellschaft Nanostart AG mit 81,18%). Die Technologie von MagForce ist so interessant, dass ich sie mir vor Ort in Berlin selbst angeschaut habe ?
und ich jetzt noch begeisterter bin.

MagForce entwickelt eine neue Krebsbehandlungsmethode. Damit erhofft sich Vorstand Dr. Andreas Jordan, neben den ueblichen drei Krebsbehandlungsverfahren ? Operation, Strahlen- und Chemotherapie ? zukuenftig als vierte Saeule zu etablieren.
Klingt verwegen, hat aber eine absolut reale Chance auf Ver- wirklichung. Bei der neuen Methode geht es darum, dem Krebs mit Waerme den Garaus zu machen. (»Hyperthermie« heisst das in der Fachsprache.) Dazu werden Eisenoxid-Nanopartikel di- rekt in den Tumor injiziert. Das funktioniert momentan bis zu einer Tumorgroesse von 5 cm. Die Eisenoxid-Partikel sind um- geben von einer Huelle aus Aminosilan, sozusagen ein Naehr- stoff/Klebstoff fuer die hungrigen Krebszellen, die sich da- mit voll fressen, waehrend das gesunde Gewebe verschont bleibt. Nach der Injektion kommt der entscheidende Teil der
Therapie: Ein Magnetfeld-Applikator namens MFH-300 ? aeusser- lich einem Kernspintomograph aehnlich ? erzeugt ein magneti- sches Wechselfeld, das 100.000-mal pro Sekunde die Polung wechselt. Dadurch geraten die Eisenoxid-Partikel in Schwin- gung, erhitzen sich und erwaermen so den Tumor auf bis zu 70 Grad ? im Idealfall stirbt dieser in Folge dessen komplett ab, waehrend das gesunde Gewebe nicht tangiert wird. Sechs mal à eine Stunde muss sich ein Patient in diesen Magnetfeld- Applikator legen, dann ist es um den Tumor geschehen ? der Krebs wurde gegrillt.

Momentan laeuft eine entsprechende Wirksamkeitsstudie, die voraussichtlich Ende 2008 abgeschlossen sein wird. Dann muss MagForce noch rund ein Jahr Nachbeobachtungszeit der Patien- ten einkalkulieren bevor die EU-weite Zulassung beantragt werden kann. Die Studie wird derzeit mit Hirntumoren
(Glioblastome) durchgefuehrt, da dies eine der aggressivsten Krebsarten ist. Der Patient hat dabei eine durchschnittliche Ueberlebenszeit von sechs Monaten. Schafft es die Gesell- schaft mit ihrer Therapie eine Ueberlebenszeit von zehn Mona- ten zu erreichen, gilt die Wirksamkeit und vor allem die Ueberlegenheit gegenueber herkoemmlichen Therapieverfahren als nachgewiesen. Bei anderen Krebsarten dauert der Zeitraum bis zum moeglichen Neuauftreten oder weiterem Wachstum des Tumors zwei bis vier Jahre. (Nichtsdestoweniger laeuft paral- lel auch noch eine Wirksamkeitsstudie bei Prostatakrebs.)

Da die MagForce-Behandlungsmethode vollkommen neu ist, be- kommt Dr. Jordan perfiderweise fuer seine Studie nur Krebspa- tienten, bei denen alle anderen Behandlungsmethoden bereits versagten. Also jene Patienten, bei denen der Gehirntumor ein zweites Mal auftrat (so genannte Rezidiv-Tumore) ? was ei- gentlich zu nahezu 100% einem Todesurteil gleichkommt. Der- zeit laeuft noch die Rekrutierungsphase an Studienteilnehmer mit Hirntumor. »Wir brauchen noch rund 30 Patienten, dann haben wir unsere Studie komplett«, erlaeutert mir Dr. Jordan.
Die Studienteilnahme ist fuer Patienten vollkommen kostenlos.

Das Interessante an der Nano-Krebs-Therapie: Sie kann in Kom- bination mit anderen bekannten Behandlungsmethoden eingesetzt werden, oder als Stand-alone-Verfahren. So kann z.B. die Aminosilan-Huelle auch mit hochwirksamen Medikamenten ange- reichert werden, die erst dann freigesetzt werden, wenn die Nanopartikel mittels Magnetwechselfeld erhitzt werden. Oder die Nanopartikel werden »nur« auf 42 Grad zum Schwaechen der Krebszellen erhitzt, den Rest erledigt eine Strahlen- oder Chemotherapie (mit geringerer Dosis und damit geringeren Ne- benwirkungen).

Anfang 2010 erhofft man sich in Berlin die EU-weite Zulassung fuer die Therapie. Fuer USA ist man dann auf der Suche nach einem Partner. Da die Therapie uebrigens als Medizinpro- dukt/technologie eingestuft wird ? und nicht als Pharma- Entwicklung ?, reicht eine Studie nur bis zur Phase II. 2003 begann die Studie, 2010 will man fertig sein. Pharma-Studien inklusive Studie III dauern typischerweise mindestens zehn Jahre.

Meine Meinung: Fundamental ist MagForce wie alle vergleichba- ren Firmen im Forschungsstadium praktisch nicht greifbar.
Aber die Aussichten sind gigantisch. Eine sensationell gut wirkende Krebsbehandlungsmethode, ohne die gefuerchteten Nebenwirkungen, dazu noch guenstiger als andere Behandlungs- methoden ? das Unternehmen erschliesst sich zwangslaeufig einen Multi-Milliarden-Markt. Aber wie schon eingangs ange-
merkt: Sie muessen einen laengerfristigen Anlagehorizont mit- bringen. (Schlusskurs in Frankfurt am Freitag, den 16. Mai
2008: 48,50 EUR)

  

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