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Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord gut analysiertinteressant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.09 04:11)

Meinl European Land - Investor gefunden - umfassender Umbau

CPI/Gazit wird Investment von bis zu 800 Mio. Euro in MEL tätigen - neuer Name - keine Verbindung zu Meinl mehr - Restrukturierung und Re-Positionierung

Meinl European Land informiert am Donnerstagabend über den Einstieg eines Investors. Mit CPI/Gazit Holdings Limited ('CPI/Gazit') - einem Joint Venture zwischen Gazit-Globe Ltd, einer multinationalen, an der Börse von Tel Aviv gelisteten Immobilieninvestmentgesellschaft, und CPI Capital Partners Europe, einem Immobilienfonds, der von einer Geschäftssparte der Citibank International plc, Citi Property Investors, gemanagt wird - sei ein Vertrag unterzeichnet worden. Gemäss diesem Vertrag werden CPI/Gazit ein strategisches Investment von bis zu 800 Mio. Euro in MEL tätigen. Darüber hinaus wird eine Veränderung der Management- und Governance-Struktur der Gesellschaft erfolgen, teil MEL mit.

Die mit CPI/Gazit abgeschlossene Vereinbarung sieht eine umfassende Restrukturierung und Re-Positionierung der Gesellschaft vor, die ihr ermöglicht, das Management zu internalisieren, eine Corporate Governance-Struktur nach internationaler 'best practice' zu implementieren und sich auf den Ausbau der Entwicklungspipeline zu konzentrieren. Und: Alle vertraglichen und operativen Verbindungen mit Meinl Bank AG und deren Tochtergesellschaften sollen beendet werden. Ziel aller beteiligten Parteien ist eine Finalisierung der Transaktion im 2. Quartal 2008.

Eckpunkte der Transaktion

Die Transaktion sieht folgendes vor: Ein vereinbartes ('underwritten') neues Investment in der Höhe von 800 Mio. Euro in MEL. Dieses setzt sich aus der Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen der MEL in der Höhe von 500 Mio. und einer Emission von MEL-Zertifikaten in der Höhe von 300 Mio. Euro an MEL-Zertifikatsinhaber, deren Platzierung von CPI/Gazit fest übernommen ('underwritten') wird, zusammen.

Zudem: Internalisierung des MEL-Managements durch Beendigung des Management Vertrags mit Meinl European Real Estate ('Mere') (innerhalb einer angemessenen Übergangsfrist von einem Jahr) und die Rekrutierung eines neuen operativen Teams. Alle anderen vertraglichen und operativen Verbindungen mit Meinl Bank AG ('MB') und deren Tochtergesellschaften werden beendet, so der O-Ton der Aussendung.

Gazit und CPI werden am Board vertreten sein und das Board der MEL wird mit einer Mehrheit von unabhängigen Direktoren, darunter vor allem bekannte Immobilienexperten, neu besetzt. Chaim Katzman, der derzeitige Chairman von Gazit Globe, wird den Vorsitz im Board übernehmen, heisst es.

Vereinfachung der Eigentümerstruktur der MEL: Bei Closing der Transaktion sollen alle Partly Paid Shares der Gesellschaft sowie die Aktien, die den erworbenen eigenen Zertifikaten zugrunde liegen, eingezogen werden.

Entsprechend der 'best practice' in der Branche und um die Wertschätzung gegenüber dem Management und den Mitarbeitern zu dokumentieren, wird ein Incentive-Paket für Mitarbeiter implementiert, um Leistungsanreize für die Mitarbeiter zu schaffen und sicherzustellen, dass die Profitabilität der Projekte der Hauptantriebsfaktor für sämtliche Bemühungen und Tätigkeiten ist.
Statements
Georg Kucian, Chairman von MEL, nimmt zu der Transaktion wie folgt Stellung: 'Die vorgeschlagene Transaktion bietet für die Anleger sehr positive Perspektiven. Die Zufuhr von neuem Kapital ermöglicht MEL ihre Expansion in Osteuropa zu beschleunigen. Die Einhaltung strenger Corporate Governance Regeln und die Restruktierung des Managements werden dazu beitragen, das Vertrauen in die Gesellschaft wieder aufzubauen. Wir freuen uns, Gazit und CPI als Investoren in MEL gewonnen zu haben, und sind überzeugt, dass diese wesentlich zur Fortsetzung der Entwicklung der Gesellschaft beitragen werden.'

Chaim Katzman, Chairman von Gazit-Globe Ltd zu dem Deal: 'Wir sind überzeugt, MEL besitzt ein erhebliches Potential, um shareholder value zu generieren, welches die Gesellschaft bisher nicht ausschöpfen konnte. Die Gesellschaft hat ein Portfolio aus 160 qualitativ hochwertigen Immobilien verteilt auf 11 Länder, die ein erhebliches mittel- bis langfristiges Wachstumspotential aufweisen, vor allem in der Rationalisierung, Wertmaximierung und Fertigstellung der Entwicklungspipeline der Gesellschaft. Die von uns gemeinsam mit CPI angebotene Kapitalzufuhr ermöglicht den Anlegern, von diesem Potential zu profitieren. Zudem ermöglicht diese Transaktion der Gesellschaft, ihr Management selbst in die Hand zu nehmen, was ihr bei der Optimierung des Portfolios zugute kommen wird. Das bedeutet: Wir können nun beginnen, an einer attraktiven Zukunft für alle MEL-Anleger zu arbeiten.

'Unsere anfänglichen Prioritäten liegen in der Schaffung berechenbarer und nachhaltiger Cash Flows aus den zugrundeliegenden Immobilien sowie der Gestaltung eines stabilen Wachstumsprofils durch ertragssteigernde Entwicklungen und Akquisitionen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufbau eines starken und transparenten Verhältnisses mit der Anlegergemeinschaft und der Schaffung von Leistungsanreizen für unser wertvollstes Asset - unsere Mitarbeiter.'

Roger Orf, Head of CPI Europa fügt hinzu: 'Die von uns vorgeschlagene Transaktion ermöglicht MEL, sich auf das bestehende Portfolio und die zukünftige Entwicklung ihrer Immobilien zu konzentrieren. Die Kapitaleinlage wird sich sehr positiv auf die Bilanz - und letztlich die Bonität - der Gesellschaft auswirken. Sie erlaubt der Gesellschaft sich selbst zu finanzieren und ermöglicht zudem, bei der Fremdkapitalfinanzierung in diesen schwierigen Zeiten bessere Konditionen zu erhalten. Dies alles wird dazu beitragen, dass MEL ihre Position als eine führende Immobiliengesellschaft in Zentral- und Osteuropa zu festigen.'
Finanzielle Daten der Transaktion
Die garantierte 800 Mio. Euro Investition beinhaltet die folgenden Elemente:

Die Gesellschaft wird nachrangige Wandelschuldverschreibungen (Subordinated Convertible Debt Securities) im Ausmaß von 500 Mio. begeben, die von CPI/Gazit gezeichnet werden:

- Laufzeit 7 Jahre
- Jährlicher Cash Coupon in Höhe von 10,75%
- CPI/Gazit besitzt das Recht, die Convertible Securities in MEL Zertifikate zu einem Preis von 9,00 Euro je Zertifikat umzuwandeln. Diese unterliegen den üblichen Bedingungen zur Vermeidung von Verwässerung.
- MEL kann die Umwandlung zu jeder Zeit 36 Monaten nach deren Begebung fordern, wenn die MEL Zertifikate für eine durchgehende Periode von 60 Tagen zu einem Kurs von mehr als 135% des Umwandlungskurses notieren.
- CPI/Gazit kann von MEL die Tilgung der Convertible Securities zum jeweils späteren Zeitpunkt a) jeder Zeit nach dem Abschluss des Medium Term Note Programmes der MEL oder b) dem Ablauf von 5 Jahren nach Begebung der Convertible Securities fordern.

- CPI/Gazit wird die Übernahme einer Neuemission von MEL Zertifikaten im
Ausmaß von 300 Mio entsprechend den folgenden Bedingungen zusagen
('underwriting'):
- Jeder Inhaber von 29,57 MEL Zertifikaten ist berechtigt, 6 neue Zertifikate zu einem Bezugspreis von 7,00 je Zertifikat zu zeichnen und erhält für jeweils 6 Zertifikate zudem 2 Optionsscheine ohne weiteres Entgelt.
- CPI/Gazit hat eine Option zusätzliche Zertifikate bis zu einem Gesamtbetrag von 200 Mio. zu einem Preis von 7,00 Euro je Zertifikat zu zeichnen, und erhält in dem Fall einen zusätzlichen Optionsschein für jeweils 6 optionale Zertifikate ohne weiteres Entgelt. Die EUR 200 Mio. Option wird um den Wert jener Zertifikate reduziert, die im Rahmen der Emission gemäß der Underwriting-Verpflichtung gezeichnet wurden. Diese Option verfällt 6 Monate nach Abschluss der Emission.
- CPI/Gazit wird die Zeichnung der gesamten 300 Mio. zusagen
- CPI/Gazit erhält 30 Mio. Optionsscheine.
- Alle Optionsscheine haben einen Ausübungspreis von EUR 7,00 und verfallen binnen 4 Jahren nach Abschluss des Closings der Transaktion.
- Die Emission wird binnen 6 Monaten nach der Genehmigung der Transaktion durch MEL-Zertifikatsinhaber durchgeführt werden
Details bezüglich der Beendigung der Verträge mit MERE und Meinl Bank
Zwischen MEL und MERE und mit Meinl Bank verbundenen Unternehmen bestehen eine Reihe an Verträgen, die Kündigungsfristen von bis zu 6 Jahren haben.

Um diese Verträge zu beenden und damit MERE und MB in ein 3-jähriges Wettbewerbsverbot einwilligen und für einen Übergangszeitraum von 12 Monaten Beratungsdienstleistungen erbringen, zahlt MEL einen Gesamtbetrag von 280 Mio., hiervon 160 Mio. in Cash, 80 Mio. in Form Wandelschuldverschreibungen und 40 in Form von Zertifikaten. Als Teil dieser Vereinbarung ist MB verpflichtet, Stimmrechte gemeinsam mit CPI/Gazit auszuüben.

Die Wandelschuldverschreibungen und MEL-Zertifikate werden zu gleichen Preisen und zu gleichen Konditionen wie die Emission und die Wandelschuldverschreibungen ausgegeben, beinhalten jedoch keine Rechte auf Optionsscheine. Ein Teil dieser Tranche unterliegt einer gestaffelten Wiederverkaufssperre von 3 Jahren, um einen geordneten Management-Wechsel und somit die besten Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum der Gesellschaft zu ermöglichen. Einige der Wertpapiere werden Übertragungs- oder Veräußerungsbeschränkungen unterliegen.

Nach Abschluss der Transaktion wird MEL einen neuen Firmennamen erhalten, der jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht.

Mit Closing werden die bisherigen Direktoren der MEL zurücktreten und ein neues Board of Directors wird ernannt, das gemäß den Vorschriften des New York Stock Exchange mehrheitlich aus unabhängigen Direktoren bestehen und weiterhin die Voraussetzungen der Jersey-Vorschriften erfüllen wird.

Das neue Board of Directors wird aus 8 Direktoren bestehen. Gemäß gewisser Mindestgesamtinvestitionsbedingungen werden CPI/Gazit zur Ernennung von bis zu 4 Mitgliedern, darunter der Vorsitzende, berechtigt sein.

Die Gesellschaft freut sich mitteilen zu dürfen, dass bereits mehrere weltweit anerkannte Immobilien-Experten die Teilnahme am Board bei Closing zugesagt haben. Unter anderem Professor Peter Linneman, Leiter von Linneman Associates; Albert Sussman, Professor für Immobilien, Finanzen und Public Policy an der Wharton School of Business, University of Pennsylvania; Thom Wernink, Vorsitzender von Citycon und non-executive Direktor einer Anzahl von Investment-Gesellschaften mit Sitz in Kontinentaleuropa, darunter Sergo plc; sowie weiters ein früherer Vorstandsvorsitzender der EPRA.

Die Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden sowie eines auch für den Bereich Akquisitionen zuständigen Finanzvorstandes, wird nach Abschluss der Transaktion zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Die Transaktion unterliegt einer Reihe von Bedingungen, inklusive:

- Die Einholung bestimmter Genehmigungen von MEL-Anlegern
- Der Erhalt des geprüften MEL-Jahresabschlusses des Jahres 2007
- Die Einhaltung bestimmter Mindest-Bilanzvereinbarungen
- Keine Ereignisse, die einen maßgeblich negativen Auswirkung für MEL haben
- Die Einziehung der Parly Paid Shares der MEL und von Zertifikaten, die von MEL kontrolliert werden
- Bestimmte weitere Standardbedingungen für Transaktionen dieser Art

MEL setzt sich für die schnellstmöglichen Durchführung der Transaktion ein und hält einen Abschluss der Transaktion im zweiten Quartal 2008 für realistisch.

Sobald es in Verbindung mit der Hauptversammlung zweckmäßig erscheint, ergeht ein erläuterndes Rundscheiben an die Investoren, heisst es.

MEL, MERE und MB haben marktübliche Exklusivitätsvereinbarungen mit CPI/Gazit abgeschlossen.

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=6m&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=sim ple&ind0=VOLUME&ind1=MOM&ind2=MACD&ind3=RSI&ind4=OBV&ind5=OBOS&cy=&&lSyms=MEL.EAV&lColors=0x000000&sSym=M EL.EAV&hcmask=.png

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1d&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&cy=&&lSyms =MEL.EAV&lColors=0x000000&sSym=MEL.EAV&hcmask=.png

  

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Antworten zu diesem Thema
Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord, ModeratorRang: Glückspilz(91), 22.2.09 04:11
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bordinteressant
21.3.08 08:46
1
800 Mio. Euro: Meinl hat einen Käufer für MEL
21.3.08 09:16
2
Ein Verkauf auf Meinl-Art
21.3.08 09:24
3
      Meinl European Land: Verkehrte Welteninteressant
21.3.08 09:32
4
      RE: Meinl European Land: Verkehrte Welten
21.3.08 09:43
5
      RE: Meinl European Land: Verkehrte Welten
21.3.08 09:44
6
      RE: Meinl European Land: Verkehrte Welten
21.3.08 11:11
7
      RE: Meinl European Land: Verkehrte Welten
21.3.08 16:05
8
      MEL bald Pleite?
21.3.08 16:09
9
      RE: MEL bald Pleite?
21.3.08 16:19
10
      RE: MEL bald Pleite?
21.3.08 16:50
11
      RE: MEL bald Pleite?
21.3.08 19:59
12
      RE: MEL bald Pleite?gut analysiert
21.3.08 20:40
13
      800 mio paket
21.3.08 16:46
14
      RE: 800 mio paket
21.3.08 16:53
15
      RE: 800 mio paketgut analysiert
21.3.08 21:38
16
RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
21.3.08 21:36
17
RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bordgut analysiertgut analysiert
22.3.08 18:40
18
      Osterfriede
22.3.08 20:14
19
      CPI/Gazit Einstieg nur Ablenkungsmanöver ?interessant
22.3.08 20:28
20
      eine Chuzpe..........witzig
23.3.08 23:54
21
      MEL-Deal - Investor Citigroup musste selbst für Kapital...
23.3.08 23:59
22
      RE: MEL-Deal - Investor Citigroup musste selbst für Kap...
24.3.08 09:06
23
      RE: MEL-Deal - Investor Citigroup musste selbst für Kap...
24.3.08 11:12
24
      Erklärung Chuzpe aus Wikipedia: :RE: eine Chuzpe..........
24.3.08 12:49
25
      Chairman Letter zur Transaktion mit CPI/Gazitinteressant
24.3.08 18:54
26
      RE: Chairman Letter zur Transaktion mit CPI/Gazitwitzig
24.3.08 19:54
27
      RE: Chairman Letter zur Transaktion mit CPI/Gazitinteressant
25.3.08 08:36
28
      RE: CPI/Gazit Einstieg nur Ablenkungsmanöver ?
25.3.08 08:33
29
      Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein neues...interessant
25.3.08 09:20
30
      RE: Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein n...
25.3.08 09:49
31
      RE: Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein n...
25.3.08 10:17
32
      RE: Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein n...
25.3.08 10:25
33
Die Meinl-Fee
25.3.08 11:42
34
Bodyguards
25.3.08 12:31
35
RE: Bodyguardswitzig
25.3.08 12:33
36
RE: Bodyguards
25.3.08 12:56
37
RE: Bodyguards
25.3.08 14:21
38
RE: Die Meinl-Fee
25.3.08 12:31
39
      PPS ?gut analysiert
25.3.08 16:02
40
      RE: PPS ?
25.3.08 21:44
41
      RE: PPS ?
26.3.08 00:48
42
      PPS ?
25.3.08 16:04
43
      CPI/Gazit: MEL bleibt in Jersey
26.3.08 12:51
44
      RE: CPI/Gazit: MEL bleibt in Jersey
26.3.08 13:02
45
      MEL wird versilbert, Meinl vergoldet
26.3.08 16:54
46
      RE: MEL wird versilbert, Meinl vergoldet
26.3.08 16:59
47
      RE: MEL wird versilbert, Meinl vergoldet
26.3.08 17:42
48
Wie man eine Aktie in nur zwei Tagen ruiniert ...
26.3.08 19:43
49
Meinl European Land soll künftig Dividenden zahleninteressant
26.3.08 22:36
50
RE: Meinl European Land soll künftig Dividenden zahlen
27.3.08 18:22
51
RE: Wie man eine Aktie in nur zwei Tagen ruiniert ...
26.3.08 23:30
52
      ETAPPENSIEG GEGEN MEINLBANK
27.3.08 19:14
53
Effektivrendite der MEL-Anleihe bei 20 Prozentgut analysiert
27.3.08 21:54
54
da hat uns der 5er noch schnell ein ei gelegtwitzig
27.3.08 23:23
55
Der ist echt gut ......
28.3.08 08:18
56
RE: Der ist echt gut ......
28.3.08 08:20
57
      RE: Der ist echt gut ......
28.3.08 08:41
58
      Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
28.3.08 09:22
59
      RE: Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
28.3.08 09:27
60
      RE: Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
28.3.08 09:31
61
      RE: Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
28.3.08 09:36
62
      RE: Der ist echt gut ......
28.3.08 09:25
63
      Wirtschaftsblatt
28.3.08 11:18
64
Wie die neuen Großinvestoren einsteigen und welche Plän...
28.3.08 16:14
65
RE: Wie die neuen Großinvestoren einsteigen und welche ...
28.3.08 21:14
66
CPI/Gazit strebt alternatives Listing für Immoaktie an
01.4.08 18:01
67
RE: CPI/Gazit strebt alternatives Listing für Immoaktie...
01.4.08 18:24
68
      RE: CPI/Gazit strebt alternatives Listing für Immoaktie...
01.4.08 19:01
69
      Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienengut analysiertinteressant
02.4.08 09:12
70
      RE: Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen
02.4.08 09:21
71
      RE: Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen
03.4.08 13:52
72
      RE: Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen
06.4.08 09:05
73
-
05.4.08 20:07
74
RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
06.4.08 16:08
75
RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
06.4.08 16:23
76
      RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
06.4.08 16:40
77
      RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
06.4.08 16:42
78
      RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
07.4.08 11:08
79
      RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
07.4.08 11:46
80
MEL-Fanclub
07.4.08 14:48
81
RE: MEL-Fanclubinteressant
08.4.08 12:13
82
      RE: MEL-Fanclub
08.4.08 12:31
83
      RE: MEL-Fanclub
08.4.08 15:45
84
      RE: MEL-Fanclub
08.4.08 15:48
85
      RE: MEL-Fanclub
08.4.08 16:13
86
AK erwirkt einstweilige Verfügung gegen Meinl Bank
08.4.08 11:00
87
Neuer Verweis für Meinl & Co.
09.4.08 16:53
88
Deutlicher von 7 entfernt
10.4.08 16:30
89
      RE: Deutlicher von 7 entfernt
10.4.08 17:09
90
      RE: Deutlicher von 7 entfernt
10.4.08 17:13
91
      RE: Deutlicher von 7 entfernt
10.4.08 20:13
92
Profil: MEL-Anleger formieren sich
12.4.08 20:35
93
Gedanken zum System Meinlgut analysiertgut analysiertgut analysiertgut analysiertgut analysiertgut analysiert
13.4.08 13:53
94
      RE: Gedanken zum System Meinl
13.4.08 14:09
95
      RE: Gedanken zum System Meinl
13.4.08 14:17
96
      RE: Gedanken zum System Meinl
13.4.08 14:23
97
      Kampfansage an moderne "Wegelagerer"
13.4.08 18:43
98
      RE: Gedanken zum System Meinl
13.4.08 21:27
99
      RE: Gedanken zum System Meinl
13.4.08 21:47
100
      HV-Termin
14.4.08 08:36
101
      RE: HV-Termin
14.4.08 08:38
102
MEL-Manager ins Fitness-Center!
14.4.08 08:28
103
Jersey Finanzamtaufsicht will prüfen
24.4.08 13:36
104
      Vorläufige Zahlen für 2007, Gewinn gesunken
25.4.08 07:09
105
      Gewinn höher als Umsatz
25.4.08 07:47
106
      RE: Gewinn höher als Umsatzgut analysiertgut analysiert
25.4.08 07:54
107
      Trotz schöner Gewinne: Wölfl sagt "Sell"
25.4.08 07:59
108
      RE: Gewinn höher als Umsatz
25.4.08 09:17
109
OB nicht besonders
25.4.08 09:33
110
RE: OB nicht besonders
25.4.08 09:38
111
      short glatt gestellt
25.4.08 10:01
112
      RE: short glatt gestellt
25.4.08 12:47
113
      RE: short glatt gestellt
25.4.08 13:40
114
      RE: short glatt gestellt
25.4.08 13:49
115
      RE: short glatt gestellt
25.4.08 14:05
116
      RE: short glatt gestelltgut analysiertinteressant
25.4.08 14:42
117
      RE: short glatt gestellt
25.4.08 14:56
118
      RE: short glatt gestellt
25.4.08 16:01
119
      RE: short glatt gestellt
25.4.08 16:10
120
      MEL Plattform
25.4.08 16:13
121
      Kleinaktionäre
25.4.08 17:53
122
      RE: Kleinaktionäre
26.4.08 16:45
123
      RE: short glatt gestellt
26.4.08 16:44
124
      MEL: Hauptversammlungs-Termin wackeltinteressant
27.4.08 17:57
125
      RE: MEL: Hauptversammlungs-Termin wackelt
27.4.08 18:08
126
      RE: MEL: Hauptversammlungs-Termin wackelt
27.4.08 20:46
127
      PPS
27.4.08 20:59
128
      RE: PPS
27.4.08 23:34
129
      RE: PPS
28.4.08 08:19
130
      RE: PPS
28.4.08 09:35
131
      RE: PPS
28.4.08 09:58
132
      RE: PPS
28.4.08 10:08
133
      RE: PPS
28.4.08 10:20
134
      RE: PPS
28.4.08 10:44
135
Ich denke ...gut analysiert
27.4.08 18:13
136
RE: Ich denke ...
27.4.08 20:43
137
UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
29.4.08 19:03
138
RE: UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
29.4.08 20:36
139
      RE: UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
29.4.08 20:55
140
      RE: UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
29.4.08 21:56
141
Gazit bereits mit an Bordinteressant
08.5.08 14:31
142
Widerstand: Heiße Wochen für die Meinl-Gruppe
09.5.08 08:45
143
MEL mit neuem CEO
12.5.08 17:10
144
Interessant dabei
12.5.08 17:15
145
MEL wird "europäisch"
16.5.08 14:39
146
abzockerei 2007interessant
18.5.08 10:34
147
      RE: abzockerei 2007
19.5.08 08:49
148
      RE: abzockerei 2007
19.5.08 08:55
149
      Profil Artikel
19.5.08 09:14
150
      MELancholieinteressantgut analysiert
19.5.08 09:36
151
      RE: MELancholie - die zweite!
19.5.08 09:39
152
      RE: MELancholie - die zweite!
19.5.08 10:24
153
      RE: MELancholie - die zweite!
19.5.08 10:41
154
      RE: Profil Artikel
19.5.08 09:33
155
      Neue Anzeigen gegen Organe von Meinl European Land
25.5.08 12:23
156
      Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 10:52
157
      RE: Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 11:05
158
      Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 11:55
159
      RE: Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 12:48
160
      RE: Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 12:59
161
      RE: Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 13:12
162
      RE: Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 13:19
163
      RE: Zahlen am Donnerstag...witzig
27.5.08 13:23
164
      RE: Zahlen am Donnerstag...
27.5.08 13:53
165
      Kurzer Witz ....
27.5.08 17:10
166
      sehr guter rebound
27.5.08 17:40
167
Meinl European Land: Q1-Zahlen
30.5.08 09:36
168
RE: Meinl European Land: Q1-Zahlen
30.5.08 09:40
169
      Der Name Meinl fällt !!interessant
30.5.08 10:02
170
      Alles fällt
01.6.08 12:24
171
      RE: Alles fällt
01.6.08 12:29
172
      RE: Alles fällt
01.6.08 12:57
173
Rasinger: Gewinner und Verlierer stehen bereits festinteressant
03.6.08 09:36
174
RE: Rasinger: Gewinner und Verlierer stehen bereits fes...
03.6.08 09:44
175
MEL - Hauptversammlung findet im Juli statt
03.6.08 20:43
176
Roadshow 11.6.08 im Hotel Bristol
04.6.08 22:31
177
RE: Roadshow 11.6.08 im Hotel Bristol
04.6.08 22:35
178
7,40
09.6.08 09:47
179
Montag 7,50 +
15.6.08 23:36
180
Rasinger fordert Finanzberater zum Handeln auf
16.6.08 13:43
181
MEL-Teilverkauf an Gazit verzögert sich weiter - Kurs w...
17.6.08 13:23
182
      falsch verstanden
17.6.08 20:11
183
      Musterklage gegen Meinl Bank, Meinl Success Finanz und ...
18.6.08 08:04
184
      Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
24.6.08 09:26
185
      RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
24.6.08 09:30
186
      RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
24.6.08 10:22
187
      RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
24.6.08 13:26
188
      RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
24.6.08 19:58
189
      Meinl European Land: Eckpunkte für ausserordentliche Ha...
24.6.08 20:58
190
      RE: Meinl European Land: Eckpunkte für ausserordentlich...
24.6.08 21:57
191
      RE: Meinl European Land: Eckpunkte für ausserordentlich...
24.6.08 22:32
192
      RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
25.6.08 00:48
193
Ätzender "Presse"-Kommentargut analysiertwitzig
25.6.08 08:18
194
RE: Ätzender "Presse"-Kommentar
25.6.08 08:22
195
      RE: Ätzender "Presse"-Kommentar
25.6.08 19:53
196
Wie man Anleger enteignet
25.6.08 08:58
197
RE: Wie man Anleger enteignet
25.6.08 09:41
198
RE: Wie man Anleger enteignet
25.6.08 09:44
199
RE: Wie man Anleger enteignet
25.6.08 09:48
200
RE: Wie man Anleger enteignet
25.6.08 09:53
201
RE: Wie man Anleger enteignet
25.6.08 19:58
202
Meinl flüchtet mit HV nach Jerseyinteressant
25.6.08 13:40
203
RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
25.6.08 14:34
204
      RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jerseyinteressant
25.6.08 14:55
205
      RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
25.6.08 15:27
206
      RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
25.6.08 15:31
207
      RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
25.6.08 15:45
208
      RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
25.6.08 16:22
209
      Meinl European Land - Wie Gazit sich von Beginn an die ...interessant
26.6.08 07:47
210
MEL kooperiert nicht mit Übernahmekommission
26.6.08 15:41
211
RE: MEL kooperiert nicht mit Übernahmekommission
26.6.08 15:43
212
      RE: MEL kooperiert nicht mit Übernahmekommission
26.6.08 16:28
213
Kurssprung voraus?
26.6.08 16:34
214
Österreichisches Übernahmegesetz auf Meinl European Lan...
26.6.08 20:29
215
MEL eröffnet nächste Front
28.6.08 18:12
216
      übernahme-angebot
01.7.08 23:43
217
      short
03.7.08 10:06
218
      OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
05.7.08 11:34
219
      RE: OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
06.7.08 11:57
220
      RE: OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
06.7.08 15:14
221
      RE: OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
06.7.08 16:22
222
      Meinl-Firmen weiter im Strudel - Meinl Bank will jurist...
06.7.08 17:08
223
      RE: Meinl-Firmen weiter im Strudel - Meinl Bank will ju...
06.7.08 19:55
224
Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08gut analysiert
06.7.08 21:50
225
RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
06.7.08 22:57
226
      RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
06.7.08 23:23
227
      RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
06.7.08 23:56
228
      RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
07.7.08 07:46
229
Wie das System Meinl funktioniert
07.7.08 10:22
230
322 Millionen (netto)interessant
07.7.08 10:33
231
prüfbericht vom jänner
07.7.08 10:40
232
Rasinger dreht auf
08.7.08 08:05
233
RE: Rasinger dreht aufgut analysiert
08.7.08 08:09
234
      mel hv
08.7.08 13:52
235
      RE: mel hv
08.7.08 14:46
236
      RE: mel hv
09.7.08 12:47
237
      RE: mel hvgut analysiert
09.7.08 13:25
238
      Meinl Geschädigte Konferenzinteressant
09.7.08 16:05
239
      RE: Meinl Geschädigte Konferenz
09.7.08 16:18
240
      RE: Meinl Geschädigte Konferenz
09.7.08 16:30
241
      RE: Meinl Geschädigte Konferenz
09.7.08 16:40
242
      RE: Meinl Geschädigte Konferenz
09.7.08 17:05
243
      RE: Meinl Geschädigte Konferenz
09.7.08 17:34
244
      RE: Rasinger dreht auf
08.7.08 14:49
245
      RE: Rasinger dreht aufwitzig
08.7.08 15:10
246
Neuer Board Director
09.7.08 09:40
247
RE: Neuer Board Director
09.7.08 10:06
248
Übernahme-Kommission nimmt Meinl-Deal unter die Lupe
10.7.08 09:33
249
Chaos bei Meinl-Firmen ist perfekt
10.7.08 13:33
250
RE: Chaos bei Meinl-Firmen ist perfekt
10.7.08 15:10
251
      MEL auf Allzeittief
10.7.08 15:20
252
      RE: MEL auf Allzeittief
11.7.08 12:55
253
      RE: Chaos bei Meinl-Firmen ist perfektgut analysiert
11.7.08 13:02
254
      MEL wieder billiger als IIA
11.7.08 13:23
255
      Meinl Bank
12.7.08 00:33
256
      RE: Meinl Bank
12.7.08 13:03
257
      Strafe gegen Board-Mitglied der MELinteressant
12.7.08 19:12
258
      Marktmanipulation: 100.000 Euro Strafe für Meinl-Vorsta...
14.7.08 14:22
259
      RE: Marktmanipulation: 100.000 Euro Strafe für Meinl-Vo...
14.7.08 14:24
260
Jersey-Finanzaufsicht ermittelt wegen MEL
14.7.08 16:50
261
RE: Jersey-Finanzaufsicht ermittelt wegen MEL
14.7.08 23:54
262
Rasinger nimmt Stellunggut analysiert
16.7.08 11:18
263
RE: Rasinger nimmt Stellung
16.7.08 11:31
264
von der MEL-HV
16.7.08 13:09
265
RE: von der MEL-HV
16.7.08 13:12
266
      RE: von der MEL-HV
16.7.08 13:29
267
      RE: von der MEL-HV
16.7.08 13:33
268
und weiter gehts ...
16.7.08 13:25
269
Meinlbank gemein un nützich unterwegs
16.7.08 14:25
270
Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
16.7.08 22:20
271
RE: Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
16.7.08 23:41
272
      RE: Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
16.7.08 23:51
273
      RE: Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
16.7.08 23:57
274
MEL-Verkauf auf Jersey beschlossen – Aktie stürzt ab
17.7.08 08:52
275
Zu Recht gut verdient'interessant
17.7.08 09:16
276
RE: Zu Recht gut verdient'
17.7.08 09:56
277
PRESSE über MEL-HV
17.7.08 10:14
278
FMA widerspricht wiederholt geäußerten falschen Tatsach...interessant
17.7.08 13:11
279
RE: FMA widerspricht wiederholt geäußerten falschen Tat...
17.7.08 13:21
280
Zufriedene Manager, empörte Aktionäreinteressant
17.7.08 14:30
281
RE: Zufriedene Manager, empörte Aktionäre
17.7.08 14:52
282
RE: Zufriedene Manager, empörte Aktionäre
17.7.08 16:39
283
RE: FMA - Meinl hält dagegen
17.7.08 19:51
284
PRESSE: Widerliches Sittenbild
18.7.08 00:29
285
Endstation für Meinlinteressant
18.7.08 10:04
286
      RE: Endstation für Meinl
18.7.08 10:19
287
           RE: Endstation für Meinl
18.7.08 11:36
288
           RE: Endstation für Meinl
18.7.08 11:38
289
           RE: Endstation für Meinl
18.7.08 13:25
290
           Heuschrecken könnten Meinl-Anlegern helfen
18.7.08 14:20
291
           Thread (und Meinl) ENDE !!
18.7.08 14:31
292

RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord interessant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.3.08 08:46)

Bettina Schragl (WB):

Meinl European Land: Willkommen in der Realität

Die Osterüberraschung ist Meinl gelungen. Am Abend vor dem Karfreitag wurde ein Investor für Meinl European Land präsentiert. Kurzfristig dürfte der Deal nicht allzuviel Freude auslösen. Denn vor allem Kleinanleger, die geduldig die Verluste der vergangenen Monate ausgesessen haben und zuerst darauf hofften, dass der Kurs zu Weihnachten 2007 wieder viel höher ist (wie der damalige Meinl Bank Chef Julius Meinl V. in Aussicht gestellt hat) und dann darauf setzten, dass mit der Präsentation eines neuen Investors oder eines tollen Hedge Fonds die Aktie wieder in alte Sphären abhebt, werden auf den Boden der Realität geholt. Denn neue Investoren oder tolle Hedge Fonds sind keine Wohltäter, sondern nur auf gewinnbringende Geschäfte aus. Das beweist auch dieser Deal.

Gut, ein internationaler Investor wurde gefunden, der Managementvertrag mit der Meinl Bank wird getrennt, und der Name Meinl European Land soll einem kapitalmarktfähigeren und vertrauensvolleren weichen. Insofern sind das wichtige Weichenstellungen für die Zukunft und damit auch für den Abbau des Vertrauensabschlags, der momentan auf der Aktie lastet.

CPI/Gazit will 800 Mio. Euro investieren, wovon 300 Mio. Euro in eine Kapitalerhöhung zu 7 Euro je MEL-Zertifikat fliessen, was rund 42,9 Mio. neuen Zertifikaten zu den derzeit ausstehenden 211,19 Mio. Zertifikaten entsprechen würde. Die in dieser Zahl nicht enthaltenen 88,8 Mio. von MEL selbst gehaltenen Zertifikate werden ebenso wie die Partly Paid Shares vernichtet. Letzteres hat sich bereits in den kolportierten Restrukturierungsvarianten der vergangenen Monate abgezeichnet. Denn das Management von MEL hatte den Investoren ja versprochen, dass Schritte gesetzt werden sollen, die den Net Asset Value nicht weiter verwässern. Nun ja.

Die Anzahl neuer Zertifikate kann sich noch erhöhen, denn der Investor hat zusätzlich eine Option auf Zertifikate für weitere 200 Mio. Euro. Dies wird aber um den Wert jener Zertifikate reduziert, die im Rahmen der Emission gemäss der Underwriting-Verpflichtung von CPI/Gazit gezeichnet wurden. Sprich, sollten viele MEL-Anleger von ihrem Bezugsrecht (wer 29,57 MEL-Zertifikate besitzt, kann sechs neue Zertifikate zum Preis von 7 Euro zeichnen und erhält für jeweils 6 Zertifikate 2 Optionsscheine ohne weiteres Entgelt) Gebrauch machen, würde CPI/Gazit diese Option ziehen.

Weiters zeichnet CPI/Gazit eine Wandelanleihe über 500 Mio. Euro mit siebenjähriger Laufzeit und einem jährlichen Cash Coupon von 10,75%. Das ist happig, auch für ein Unternehmen, dessen Ratings nicht mehr im Investment Grade Bereich sind. Der neue Investor soll so schrittweise auf an die 30% kommen, ist zu hören. Ein Übernahmeangebot spielt dabei keine Rolle, denn der Gesetzgeber sieht ja nur dann eines vor, wenn das Zielunternehmen seinen Sitz im Inland hat. Was ja nicht der Fall ist.

Die Meinl Bank lässt sich die Managementverträge sowie ein dreijähriges Konkurrenzverbot mit insgesamt 280 Mio. Euro ablösen, davon 160 Mio. Euro in Cash, der Rest über Wandelschuldverschreibung und Zertifikate. Meinl bleibt also MEL-Aktionär. Unter Berücksichtigung der Vergangenheit und der Vertrauensschädigung sind 280 Mio. Euro zwar happig, überraschen aber nicht. Denn so schätzte etwa Kempen vor einigen Monaten unter Berücksichtigung der Multiples aus dem conwert-Deal, den Wert der Managementgesellschaft von Meinl auf bis zu 370 Mio. Euro. Und es war ja kein Geheimnis, dass sich die Meinl Bank darauf aus ist, sich die Verträge ordentlich ablösen zu lassen.

Insgesamt werden die Wortmeldungen der nächsten Tage sicher spannend. Eines muss man aber im Hinterkopf haben: Die Landschaft für Immobilieninvestoren hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Die Zahl der Transaktionen ist deutlich zurückgegangen, aufgrund der Liquiditätskrise werden steigende Marktrenditen erwartet (siehe Immoeast). Davon kann sich auch MEL nicht abkoppeln, auch wenn ein Gutteil der Immobilien in den GUS-Ländern liegt, wo eine Ausweitung der Renditen noch nicht so greifbar sein dürfte. Zudem ist die Frage nach der Finanzierung derzeit so gut wie alles. Bei MEL reicht das Cash für die Umsetzung der Projekte gerade mal bis Ende 2008. Das erste Quartal ist bereits so gut wie vorüber und für die kommenden Monate ist nicht wirklich mit einer Entspannung an den Finanzmärkten zu rechnen. Und nicht zuletzt muss auch der schwache US-Dollar für MEL eine Belastung darstellen. Denn die Mieterlöse, etwa in Russland, fliessen in US-Dollar, die Finanzierung erfolgt in Euro.

Und wie gesagt, es war nicht zu erwarten, dass ein Wohltäter bei MEL einsteigt.

  

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800 Mio. Euro: Meinl hat einen Käufer für MEL
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.3.08 09:16)

20.03.2008 | 21:39 | (Die Presse)

Neuer Eigentümer zahlt sieben bis neun Euro pro Zertifikat und übernimmt knapp 30 Prozent. Management-Gesellschaft wird aufgelöst, Aktie wird nicht "verwässert".

Wien (ju). Die Meinl Gruppe hat für ihre durch verheimlichte Zertifikatsrückkäufe in schwere Turbulenzen geratene Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) einen Käufer gefunden: Die CPI/Gazit Holdings Ltd., ein Joint Venture der an der Börse von Tel Aviv notierenden Immobiliengesellschaft Gazit Globe und des von einer Citibank Tochter gemanagten Immobilienfonds CPI Capital Partners Europe, wird im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit insgesamt knapp 30 Prozent bei der MEL einsteigen.
PPS werden aufgelöst
Die Meinl Bank, die über ihre Tochter MERE derzeit die MEL managt, wird mit 280 Mio. Euro "ausgekauft". Besonders wichtig für die von schweren Kursverlusten geplagten "Zertifikateure" der MEL: Die geheimnisvollen "Partly Paid Shares" (teileinbezahlte Aktien mit vollem Stimmrecht) werden "aufgelöst", ebenso die im Vorjahr zurückgekauften Zertifikate, die rund 20 Prozent der Stimmrechte repräsentieren. Es kommt also zu keiner "Verwässerung" der ausgegebenen Zertifikate.

Die Transaktion, die vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung (also durch die Zertifikatsinhaber) im zweiten Quartal über die Bühne gehen soll, ist ziemlich kompliziert: CPI/Gazit Holdings zeichnet eine Wandelschuldverschreibung im Volumen von 500 Mio. Euro und übernimmt eine Emission von MEL-Zertifikaten im Ausmaß von 300 Mio. Euro. Die Wandelschuldverschreibung mit sieben Jahren Laufzeit und einem "Cash Coupon" von 10,75 Prozent pro Jahr berechtigt den neuen Miteigentümer zum Umtausch in MEL-Zertifikate zum Preis von neun Euro pro Zertifikat.
Das ist derzeit ein guter Kurs für die Verkäufer, denn das Meinl-Zertifikat schloss am Donnerstag an der Börse mit nur 6,69 Euro. Sollte das Zertifikat allerdings während der Laufzeit über neun Euro steigen, dann kommen die neuen Eigentümer ordentlich ins Verdienen. Denn dann bekämen sie um neun Euro ein Zertifikat, das mehr als diese neun Euro wert ist. Nach 36 Monaten kann MEL aber den Umtausch fordern, wenn die Zertifikate 60 Tage lang um mehr als 35 Prozent über diesem Kurs von neun Euro notieren.

Für jedes der neu emittierten Zertifikate im Umfang von 300 Mio. Euro zahlt CPI/Gazit sieben Euro. Für je sechs neue Zertifikate werden noch zwei Optionen ohne Entgelt draufgelegt. Das bedeutet, dass CPI/Gazit zusätzlich noch Zertifikate im Volumen von 200 Mio. Euro zum Preis von sieben Euro je Stück zeichnen kann.

Meinl bleibt an MEL beteiligt
Die Managementgesellschaft MERE wird sich im Laufe eines Jahres aus der MEL völlig zurückziehen. Die Meinl-Gruppe bekommt dafür 280 Mio. Euro, davon 160 Mio. Euro in bar, 80 Mio. Euro in Form von Wandelschuldverschreibungen und 40 Mio. Euro in Form von MEL-Zertifikaten. Meinl wird an der MEL also mit gut 120 Mio. Euro beteiligt bleiben.

Neu gestaltet wird das Management der künftig intern gemanagten MEL: Die bisherigen Direktoren der Gesellschaften werden mit Abschluss des Deals zurücktreten. Der neue Board of Directors wird aus acht Mitgliedern bestehen, von denen CPI/Gazit vier (einschließlich des Vorsitzenden) bestellt. Vorsitzender wird Chaim Katzman, Chef von Gazit Globe.

Die Verkaufsvereinbarung beendet eine mehrmonatige Krise, die im Vorjahr mit heimlichen Zertifikatsrückkäufen begonnen hatte: MEL hatte im Jänner eine Kapitalerhöhung um 1,8 Mrd. Euro durchgeführt mit dem Ziel, das Geld in Osteuropa zu investieren. Die 1,8 Mrd. Euro wurden aber fast ganz in Käufe eigener Aktien gesteckt, mit denen der Kurs des Unternehmens in einem nachgebenden Immobilienmarkt lange hochgehalten werden konnte.

Nach dem Bekanntwerden der Rückkäufe stürzte der Kurs ab: von mehr als 21 auf knapp über sechs Euro. Nationalbank und Finanzmarktaufsicht ermitteln, mehrere Vorstandsdirektoren wurden mit Geldstrafen belegt, das MEL-Papier musste das Prime-Segment der Wiener Börse verlassen.

  

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Kurier vom 21.03.2008

Meinl European Land kriegt neue Eigentümer


Wo Meinl draufsteht, gibt es neuerdings zwei Merkmale:

Knalleffekte gibt es immer kurz vor Feiertagen, und es ist fast immer ziemlich kompliziert. Zu Silvester schied Ver aus dem Vorstand der Meinl Bank aus. Und so funktionierte auch der de-facto-Verkauf der an der Börse schwer angeschlagenen Meinl European Land (MEL) an die israelische Immobilien-Gruppe Gazit mit Hilfe eine Fonds der Citigroup.

Unter Emissionspreis

Der Deal, bekannt gegeben in der Nacht auf Karfreitag, hat ein Volumen von 800 Millionen Euro, und bedeutet im Ernstfall einen Kurs von neun Euro je Aktie.

Zum Vergleich:

Der Ausgabepreis lag bei 11,1 Euro je Aktie. Als die Aktienrückkäufe begannen, deren überaus späte Bekanntgabe den gesamten Skandal ins Rollen brachte, lag der Kurs bei über 20 Euro. Am Donnerstag - vor der Bekanntgabe des Deals - fiel der Kurs des Papiers um 8 Prozent auf 6,58 Euro.

Meinl weg

Damit endet die Einfachheit: Gazit/Citi zeichnet zuerst um 500 Millionen Euro eine Kapitalerhöhung in Form einer Wandelschuldverschreibung. Diese ist mit satten 10,75 Prozent verzinst und kann spätestens nach sieben Jahren in Eigenkapital gewandelt werden. Gleichzeitig wird den bestehenden MEL-Anteilseignern eine Kapitalerhöhung von 300 Millionen Euro angeboten. Die Gazit-Gruppe garantiert die Übernahme dieser Anteile.

Bei Abschluss werden alle rückgekauften Aktien der MEL, zuvor schon die umstrittenen teilbezahlten Aktien (Die Partly Paid Shares repräsentieren ein Drittel des Kapitals) für erloschen erklärt. Da sich die Meinl Bank verpflichtet hat, bei Hauptversammlungen mit Gazit zu stimmen, übernimmt die israelische Immobilien-Gruppe, die weltweit agiert, de-facto die Mehrheit. Gazit-Chef Chaim Katzman übernimmt auch den Chefsessel der MEL, wie überhaupt das Management abgelöst wird.

Da die MEL aber in Jersey ihren Sitz hat, wird dadurch - so Meinl-Sprecher Herbert Langsner - kein Übernahmeangebot ausgelöst.

Die Meinl Bank-Gruppe verzichtet dafür auf alle Management-Verträge, die mit MEL bestehen, auch der Name Meinl verschwindet. Für ein dreijähriges Konkurrenzverbot kassieren die Meinl-Firmen eine Abschlagszahlung von 280 Millionen Euro. die werden aber - so die etwas undeutliche Formulierung - großteils ins Unternehmen reinvestiert. Beide Seiten betonen die strategische Vorteile des Deals, da auch Gazit im Geschäft mit Einzelhandels-Immobilien tätig ist.

Das drohende Klagsrisiko durch Anleger, die sich geschädigt fühlen, nimmt die Gazit-Gruppe offensichtlich in Kauf. Es gibt - so Langsner - keine Klausel im Vertrag, die dem widersprechen würde. Nur unbekannte oder verdeckte Risken seien ausgeschlossen, und das Klagsrisiko sei bekannt.

MEL hat gegenüber der Gazit-Gruppe das Recht, die Wandelschuldverschreibung in Eigenmittel zu wandeln, wenn der Kurs eine Zeitlang 135 Prozent der vereinbarten neun Euro erreicht.

Der Deal muss noch von der MEL-Hauptversammlung abgesegnet werden, das sollte allerdings kein Problem darstellen.

.
.
Gruß

  

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RE: Meinl European Land: Verkehrte Welten
Moderator Little_Fred(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.3.08 09:44)

>Sollte das Zertifikat allerdings während der Laufzeit über neun Euro steigen, dann kommen die neuen Eigentümer ordentlich ins Verdienen. Denn dann bekämen sie um neun Euro ein Zertifikat, das mehr als diese neun Euro wert ist. Nach 36 Monaten kann MEL aber den Umtausch fordern, wenn die Zertifikate 60 Tage lang um mehr als 35 Prozent über diesem Kurs von neun Euro notieren.<

Das scheint mir noch die einzige Hoffnung auf höhere Kurse, bei dem Verkauf ist der kleiner Aktionär wieder mal der Dumme.

Trotzdem schöne Ostern.

  

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RE: Meinl European Land: Verkehrte Welten
antonberger(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.3.08 11:11)

Guten Morgen, ich stell meine Frage von gestern abend nochmals in diesem Forum, vor allem würden mir Antworten zu den pps weiterhelfen :

"Was findest ihr positiv an der Tatsache, dass man jetzt um 7 EUR Aktien bzw Zertifikate erwerben kann, während der NAV zuletzt irgendwo bei 15 EUR gelegen ist ( zumindest lt. letzten Aktionärsbrief) und nun die um über 20 EUR zurückgekauften Zertifikate eingestampft werden. Wozu brauchen wir die neuen AKtionäre überhaupt. Um 7 EUR werde ich auch meinen Teil beziehen, noch viel lieber würde ich allerdings die Wandelanleihe zeichnen. Braucht MEL diese 800 Mio so nötig, dass sie sich so unter Wert verkauft. Was soll daran im Interesse von MEL sein.

Das Interesse anderer Beteiligter verstehe ich schon eher. 280 Mio Abfindung für ein Management, das mit seiner weiterhin für Diskussion sorgenden Zertifikats resp. Aktienrückkaufsmaßnahme - man erinnere sich nur an deren Aussagen zur Sinnhaftigkeit und "Wert s t e i g e r u n g " - das ihr ausgelieferte UN gegen die Wand gefahren hat. Die damals gesagt haben, der Rückkauf sei das Beste für MEL, und jetzt mit der Hereinnahme neuer Partner zu 7 EUR wieder behaupten das Beste für MEL getan zu haben. 14 EUR Unterschied oder lediglich nur 200 % sind ja in deren und Julius Augen nur Kleingeld für uns arme Zertifikatsinhaber. Aktionäre dürfen wir uns ja nur zu Hause im Wohnzimmer nennen.

Kann mir jemand Gründe nennen, warum sich MEL jetzt so billig verkauft, hat ihre Kreditwürdigkeit schon so gelitten. Weiß jemand die Bedingungen für die partly paid shares. Kennt jemand die AUflösungsbedingungen für die zahlreichen Managementverträge zwischen MEL und Meinl/MERE. Wenn z.B die Aussagen in den verschiedensten Medien über den market maker Vertrag zwischen Meinl und MEL ( Null Risiko für Meinl bei mehr als überdurchschnittlicher Entlohnung in Millionenhöhe, Stichwort Somal, usw..)nur zum Teil stimmen, könnte die vorzeitige Kündigung einzelner Verträge durchaus möglich sein und MEL erspart einen Großteil der fetten Vertragsablöse.

Wo und wann wird diese a.o HV stattfinden. Und wie kann ich dort als "mündiger Aktionär" und nicht als rechtloses Zertifikatsinhaberwürmchen auftreten. Ich befürchte, das die pps auf dieser HV ihre Stimmrechte noch ausüben können, bevor sie eingezogen werden, und somit die gestern angedrohte Transaktion auch Realität ist.

Wie kann es passieren, dass ein Unternehmen, das vor etwa 12 Monaten noch ansehnliche Milliardenbeträge in Cash hatte und für eine dynamische Expansion in CEE bestens gerüstet erschien, in die heutige Situation schlittern, die ein Member of the board ( siehe Zitat 1 aus der gestrigen ad hoc) und ein Vertreter der Neuinvestoren ( Zitat 2)wie folgt kommentiert:

Zitat 1:
Georg Kucian, Chairman von MEL, nimmt zu der Transaktion wie folgt Stellung: 'Die vorgeschlagene Transaktion bietet für die Anleger sehr positive Perspektiven ( persönl. Anmerkung. - Freut euch Zertifikatsinhaber : Die Einziehung der nur zu 21 EUR zurückgekauften und nun wertlosen Zertifikate verursacht keine weiteren Kosten) . Die Zufuhr von neuem Kapital ermöglicht MEL ihre Expansion in Osteuropa zu beschleunigen. Die Einhaltung strenger Corporate Governance Regeln und die Restruktierung des Managements werden dazu beitragen, das Vertrauen in die Gesellschaft wieder aufzubauen.

Zitat 2 :
Roger Orf, Head of CPI Europa fügt hinzu: 'Die von uns vorgeschlagene Transaktion ermöglicht MEL, sich auf das bestehende Portfolio und die zukünftige Entwicklung ihrer Immobilien zu konzentrieren. Die Kapitaleinlage wird sich sehr positiv auf die Bilanz - und letztlich die Bonität - der Gesellschaft auswirken. Sie erlaubt der Gesellschaft sich selbst zu finanzieren und ermöglicht zudem, bei der Fremdkapitalfinanzierung in diesen schwierigen Zeiten bessere Konditionen zu erhalten.

Pepersönl. Anmerkung : so gut ( äh... schlecht ) steht es um die Bonität der MEL, dass sich ein Betrag von 300 und 500 Mio bereits sehr positiv auswirkt.

Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar - leider


  

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RE: Meinl European Land: Verkehrte Welten
max99(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.3.08 16:05)

Reflexion zu Ostern: legt Meinl faule Eier ?

Unterscheiden sich ausgeübte 1 cent partly paid shares von einer Kapitalerhöhung durch einen neuen Mehrheitseigentümer ?
warum wird der Vertrag mit MERE nicht fristlos oder ordentlich gekündigt (bei 6 Jahren Restlaufzeit und ca 20 Mio jährlichem Meinlobulus wäre dies deutlich billiger) ?
warum werden keine Immobilien verkauft wie bei Immoeast erfolgreich durchgeführt, sollte Kapitalbedarf bestehen ?
für Aktionäre gibt es eine 5%ige Stimmrechtsbeschränkung, gilt dies für die anonymen PPS Besitzer nicht ?

die letzte Hoffnung für MEL Aktionäre besteht darin, dass die unverschämten 280 Mio Euro, die Meinl als Ablöse für die MERE einsacken will, auf gerichtlichem Weg wieder in den Taschen der MEL Aktionäre landen





  

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auszug aus den wandlungsbedingungen:

Finanzielle Daten der Transaktion

Die garantierte EUR 800 Mio. Investition beinhaltet die folgenden Elemente:

- Die Gesellschaft wird nachrangige Wandelschuldverschreibungen
(Subordinated Convertible Debt Securities) im Ausmaß von EUR 500 Mio.
begeben,


die von CPI/Gazit gezeichnet werden:
- Laufzeit 7 Jahre
- Jährlicher Cash Coupon in Höhe von 10,75%
- CPI/Gazit besitzt das Recht, die Convertible Securities in MEL

Zertifikate zu einem Preis von EUR 9,00 je Zertifikat umzuwandeln. Diese
unterliegen den üblichen Bedingungen zur Vermeidung von Verwässerung. -
MEL kann die Umwandlung zu jeder Zeit 36 Monaten nach deren Begebung
fordern, wenn die MEL Zertifikate für eine durchgehende Periode von 60
Tagen zu einem Kurs von mehr als 135% des Umwandlungskurses notieren. -
CPI/Gazit kann von MEL die Tilgung der Convertible Securities zum
jeweils späteren Zeitpunkt a) jeder Zeit nach dem Abschluss des Medium
Term Note Programmes der MEL oder b) dem Ablauf von 5 Jahren nach Begebung
der Convertible Securities fordern.



---------------------------------------------

so rechnen wir mal:

500 mio * 10,75% = 53,75 Mio an zinszahlung p.a. * 7 jahre = 376,25 mio

bei den neunmonatszahlen wurden folgende mieteinnahmen (nur davon lebt die gesellschaft und von dort kommt der cashflow) berichtet:

Die Mieteinnahmen in den ersten 9 Monaten des Jahres 2007 betrugen
rund EUR 90 Mio. gegenüber EUR 70 Mio. in der Vergleichsperiode
im Vorjahr.


es gehen als nur durch die zinszahlung an CPI/Gazit beinahe 50% der brutto-mieteinnahmen drauf.

die personal- und betriebskosten waren nach neun monaten bereits bei 81 mio EUR.

------------------------------------------------------

ein kupon von 10,75% ist für eine immobliengesellschaft einfach nicht zu verdienen.


  

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RE: MEL bald Pleite?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.3.08 16:19)

Muß man halt noch kreativer aufwerten ...

In Zeiten, wo manch andere sogar abwerten ...

  

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>Muß man halt noch kreativer aufwerten ...
>
>In Zeiten, wo manch andere sogar abwerten ...


problem dabei, aufwertungen sind nicht cashwirksam. also ohne immoverkauf können die bald keine zinsen mehr zahlen... immverkäufe reduzieren dann aber auch die mieteinnahmen.

  

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Ein gewisses Potential für steigende Einnahmen besteht schon. Falls die ganzen Projekte nicht nur am Papier, sondern auch in der Realität existieren (wer kann sich angesichts der Umstände da noch sicher sein ...), dann sollten nach Fertigstellung die Mieteinnahmen steigen. Eine Bruttorendite von 10% der Baukosten würde ich als Minimum erwarten, sonst ist auch projektseitig Gröberes schiefgelaufen.

  

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>Ein gewisses Potential für steigende Einnahmen besteht schon.
>Falls die ganzen Projekte nicht nur am Papier, sondern auch in
>der Realität existieren (wer kann sich angesichts der Umstände
>da noch sicher sein ...), dann sollten nach Fertigstellung die
>Mieteinnahmen steigen. Eine Bruttorendite von 10% der
>Baukosten würde ich als Minimum erwarten, sonst ist auch
>projektseitig Gröberes schiefgelaufen.

ist schon richtig, aber zu berücksichtigen ist klarerweise die bauphase, welche ja keine rendite abwirft (am buch vielleicht... aber nicht cashwirksam) und die tatsache zwingend eine zinsdeckende rendite von mindestens >10 %+personalkosten+instandhaltungskosten usw. erzielen zu müssen.

sehe auch währungsbedingte chancen und risken... die mieteinnahmen sind doch bei MEL (glaub das irgendwo mal vernommen zu haben) in USD. die zinsen sind vermutlich in EUR zu bezahlen.

eine normale ertragsrechung bei immobilien sollte im schnitt eine durchschnittliche rendite von sagen wir mal 5 bis 7 % bringen... bei MEL würde das aber mindestens 16% - 18% bedeuten um dies darzustellen. sowas glaubt nicht einmal der julius.

wer angeblich so hohe cashreserven hat macht solche deals nicht, ergo bezweiflich ich diese... angesichts derartiger verträge liegt keine unschuldsvermutung vor.

lt. letztem quartalsbericht liegen wir ja kursmäßig schon auf cashniveau.

warum wurde wenn so hoher finanzierungsbedarf besteht keine projektfinanzierung in form von fonds gestartet. die CAII macht sowas schon seit längerem. einfach als fondsmanager auftreten, finanzinvestoren reinholen und die marge für die realisierung kassieren. eine managementgesellschaft welche so viel geld wert ist sollte eine derartige tätigkeit ja schon zusammenbringen.

  

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... ich glaub, die können nicht rechnen, die zinsen für die wandelanleihe kosten lt. shareholders berechnung (500 mio * 10,75% = 53,75 Mio an zinszahlung p.a. * 7 jahre) 376,25 mio und die ablöse der mere-verträge kostet 280 mio, ergibt insges. 656,25 mio.

... wieso reden die dann immer von einem 800-millionen-paket, da fehlen ja noch 143,75 mio !!! kriegt die auch der meinl oder ham sich die da einfach verrechnet?

  

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>... ich glaub, die können nicht rechnen, die zinsen für die
>wandelanleihe kosten lt. shareholders berechnung (500 mio *
>10,75% = 53,75 Mio an zinszahlung p.a. * 7 jahre) 376,25 mio
>und die ablöse der mere-verträge kostet 280 mio, ergibt
>insges. 656,25 mio.
>
>... wieso reden die dann immer von einem 800-millionen-paket,
>da fehlen ja noch 143,75 mio !!! kriegt die auch der meinl
>oder ham sich die da einfach verrechnet?


300 mio kommen an eingenkapital über die KE zu 7 EUR!!! rein.

500 mio aus der wandelanleihe + 300 mio aus KE sind schon 800 mio.

viel bleibt ihnen von dem geld nicht.

  

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ich habe irgendwod meine negative meinung zu allen punkten des investoreinstieges in einem anderem thread geschrieben.

mMn haben die MEL aktionäre nun 2 möglichkeiten:

1. den wirklich unverschämten deal zustimmen (absoluter wahnsinn): totzdem - rationale: wenn nicht finanziert wird ist MEL ende 2008 out of cash und wird wahrscheinlich in konkurs gehen

2. sofort am montag verkaufen - wenn ihr immos wollt switched doch in die IEA, IIA, CAI, CAII, SPI - aber ich würde damn not meine hände auf MEL legen

was ECHT schade bei der ganzen sache ist: ich glaube die aktionäre bei MEL haben genau auf das richtige Business Modell gesetzt: immos in osteuropa die mMn zwangshaft im nächsten jahrzehnt steigen werden - wir werde da echt noch schöne renditen sehen. schade deshalb das der Ver sein geld mit betrügereien verdient und vom aktionärsgeld nicht viel bei den immos ankommt - wenn ich der Ver wäre würde ich nach diesem deal aus Österreich auswandern:

Ver denk mal nach - was ist Dir wichtiger - noch mal ein paar hundert Mio Euro und dafür ein noch schlechterer Meinl Name für Deine ganze Generation oder evt. ein wenig Namenschaden ausbessern und den deal anders gestalten.

Die Geldgier ist offenbar beim Ver wichtiger - ich würde mich mit dem was er hat zufrieden geben aber trotzdem mich noch zum Abendessen wohin trauen - na ja mit Ver's approach wird er wohl sein Gesicht nicht mehr so leicht wo blicken lassen können ...

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.3.08 21:36)

"Frustriert und verunsichert"

Ärger über Meinl-Prämie für Auflösung des Management-Vertrags.Der Verkauf der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) ist auf äußerste Skepsis bei den Kleinanlegern gestoßen. Der Chef des Interessenverbands für Anleger (IVA), Wilhelm Rasinger, sagte am Freitag, die privaten Anleger seien "sehr frustriert und verunsichert".

Der Deal biete den neuen Investoren in erster Linie eine günstige Gelegenheit für den Einstieg. Dass für die Auflösung von Verträgen auch noch Geld an die Meinl Bank fließen solle, empfänden "viele Anleger als Provokation".

Kritik an Kapitalerhöhung
Was der Deal den Kleinanlegern bringen solle, könne er bisher nicht erkennen, sagte Rasinger im Gespräch mit der APA. Die privaten Anleger hätten sich vielmehr ein Übernahmeangebot erhofft.


MEL benötige keine Kapitalerhöhung. Die Gesellschaft habe "ausreichend finanzielle Mittel".

"Der Deal ist unserer Einschätzung nach sicherlich ideal für die Meinl Bank und die (bisherige externe MEL-Managementgesellschaft) MERE. Für MEL ist er das Gegenteil", erklärte er in einem Internet-Kommentar.

Wie der Deal aussieht
Statt Schadenersatzforderungen gegenüber der Managementgesellschaft MERE und der Meinl Bank zu prüfen oder zu versuchen, den Managementvertrag aus wichtigem Grund sofort zu kündigen, soll die MEL nach dem am Donnerstag vereinbarten Deal für die Auflösung von bestehenden Verträgen mit Meinl Bank und MERE auch noch 280 Mio. Euro bezahlen, davon 160 Mio. Euro in Cash, den Rest in Form von Wandelschuldverschreibung mit einem Kupon von 10,75 Prozent und MEL-Zertifikaten zu einem Bezugspreis von sieben Euro.


Unter Wert verkauft?
Proschofsky erinnerte daran, dass Julius Meinl selbst in einem Interview mit der ZiB2 den wahren Wert der MEL vor sechs Monaten mit 20 bis 25 Euro je Aktie beziffert habe.

Rasinger: "Belohnung unverständlich"
Auch Rasinger sagte dazu, aus dem über die MERE gesteuerten nachträglich bekanntgeworden Aktienrückkauf im vergangenen Jahr sei "ein wirtschaftlicher Nachteil von je nach Berechnung 400 Mio. Euro bis über eine Mrd. Euro" entstanden. Dass es dafür noch 280 Mio. "Belohnung" geben solle, sei "unverständlich".

Rasinger fordert Überprüfung
Vielmehr solle der Aufsichtsrat prüfen, ob es nicht ausreichend Kündigungsgründe für den Managementvertrag gebe.


Außerdem verlangte er, dass die MEL auch sofort die Gebührenzahlung für die Verwendung des "mehr als angekratzten Namens Meinl" einstellen solle, nachdem die Gesellschaft im Zuge des Deals ohnehin umbenannt werden soll, was Rasinger als "positiv" bezeichnet.


Privatanleger erwarten Übernahmeangebot
Von Zeichnungsmöglichkeiten für die bestehenden Aktionäre bei der geplanten 300 Mio. Euro schweren Kapitalerhöhung hält der Kleinanlegervertreter nichts. Die privaten Anleger würden sich vielmehr ein Übernahmeangebot zum Vermögenswert (Net Asset Value) - zuletzt mit 15,15 Euro beziffert - oder zum vorjährigen Rückkaufkurs von 19,93 bzw. 20,78 Euro pro Stück erwarten.


"Gazit-Globe kann günstig einsteigen"
Stattdessen werde von den Anlegern "nach all der Frustration" verlangt, dass sie im Gegenteil noch einmal "zusätzliches Geld" nachschießen sollten, so Rasinger. Man könne davon ausgehen, dass kaum einer der privaten Anleger, die bisher bei MEL "nur eingezahlt, keine Verzinsung erhalten und Risiko getragen" hätten, bereit sein werde, das Angebot anzunehmen.


Für den neuen Miteigentümer Gazit-Globe, der sich verpflichtet hat, die Kapitalerhöhung zu tragen ("underwriting"), ergebe sich daraus lediglich die Möglichkeit, günstig einzusteigen - mehr dazu in oe1.ORF.at.

Partly Paid Shares "sofort einziehen"
Rasinger glaubt, dass Meinl bei der Hauptversammlung den Deal dennoch mit dem Druckmittel durchsetzen könnte, dass im Zuge dessen auch die umstrittenen Partly Paid Shares (PPS) aufgelöst werden. Obwohl mit Stimmrechten ausgestattet, hätten die Zeichner für die Papiere, die nicht an der Börse gehandelt werden, bisher nur einen Minimalbetrag eingezahlt.


Die PPS-Eigentümer sind nach wie vor unbekannt. Rasinger verlangt, dass die PPS "sofort und bedingungslos" eingezogen werden und auf der Hauptversammlung keine Stimmkraft mehr haben.


Klagsrisiko für MEL bleibt
Wie unterdessen bekanntwurde, wird die MEL trotz des Einstiegs der neuen Hauptinvestoren offensichtlich weiter das Risiko möglicher Schadenersatzzahlungen auf ihren Schultern tragen. Das drohende Klagsrisiko durch Anleger, die sich geschädigt fühlen, nähmen Citi Property Investors (CPI) und Gazit-Gruppe offensichtlich in Kauf.

Es gebe keine Klausel im Vertrag, die dem widersprechen würde, zitierte der "Kurier" am Freitag Meinl-Sprecher Herbert Langsner. Nur unbekannte oder verdeckte Risiken seien ausgeschlossen. Das Klagsrisiko sei bekannt.

www.orf.at

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord gut analysiertgut analysiert
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.3.08 18:40)

Salut allerseits,

möchte abschließend auch noch meinen Senf zur Causa abgeben:

Mein massives Stirnrunzeln ist durch folgende Tatsachen begründet:

* Das aktuelle Immovermögen der MEL wird mit 1,8 Mrd. angesetzt. Das entspricht in etwa dem aktuellen Börsewert der Zertifikate. Rechnet man Cash-Rücklagen und die Mieteinnahmen dazu, kam man bisher in der Bilanzierung auf einen NAV von rund 14. Im vergangenen Jahr wurde bei MEL vom hochbezahlten Management mehrmals gegen die Wand gefahren, um Unternehmenswert bzw. shareholder-Value zu vernichten (vom Rückkauf bis zur aktuellen MERE-Abfindung). Im Unternehmen bleibt daher letztlich herzlich wenig. Kein Wunder, dass nun salopp formuliert eine Kapitalerhöhung zu nur noch 7-9 € erfolgt.

* Daß die PPS eingestampft werden, war ja überfällig. Daß aber auch die zurückgekauften 88 Mio. Zertifikate (mit denen Unternehmenswert in der Höhe von über 1,5 Mrd. € vernichtet wurde) nun auch gleich eingezogen werden ??? Kein Wunder daß MEL OFFENSICHTLICH UNTER ALLEN UMSTÄNDEN Cash zum Überleben braucht (von wegen weitere Expansion beschleunigen bzw. ausfinanzieren).

Das Ganze ist doch ultrabrachial, oder ??

Bin übrigens gespannt, wenn man neuerdings bei MEL Kapitalerhöhungen zum halben inneren Wert durch eine neue Unternehmensführung durchführen kann, wie steht es dann um die angeblich mit 40 und mehr Prozent Abschlag gehandelten Töchter MAI & MIP, deren größter innerer Wert ja auch der Cash-Polster ist ??

Der Dienstag wird sehr interessant,...

Cheers, DrEvil

  

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Am Donnerstag abends wollte ich ein paar Mel abstauben und bin am nicht sofort auffindbaren BJ Token gescheitert.

Mittlerweile bin ich darüber froh und hab meinen Osterfrieden gefunden.

Zu mehr als Kurzfristzocks taugen die Meinls allesamt nicht.

  

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CPI/Gazit Einstieg nur Ablenkungsmanöver ? interessant
antonberger(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.3.08 20:28)

Je mehr Details der von MERE, Meinl Bank und deren Beratern ausgeklügelten Transaktionstruktur ich glaube zu verstehen, umso mehr habe ich den Eindruck, dass der Einstieg von CPI und Gazit zu extrem günstigen Bedingungen, und somit für uns Altinvestoren ungüstigen Bedingungen, nur dazu dient, um von der eigentlichen "Unverfrorenheit" abzulenken. Weil alle stossen sich vor allem an den 7 EUR Zeichnunngspreis (angeblich sogar unter akt. Cashwert je Aktie), den 10,75% Koupon des Convertible ( was etwa junk status zum Quadrat entspricht),....

Der eigentliche Skandal, in meinen Augen sogar bodenlose Frechheit und Unverfrorenheit des bestehenden Management, der Meinl Bank und somit des V-ers, der ja lt eigenem Verständis nie etwas mit MEL am Hut hatte, liegt aber in der Abfindung der verschiedensten Verträge in Höhe von 280 Mio EUR zugunsten der "Meinl-Truppe" (Bank, MERE und wer noch aller). Für ein Management, das einen Zertifikatsrückkauf getätigt hat, der vielleicht im Interesse Dritter gelegen ist, aber sicherlich nicht im Interesse der MEL ( was sich jetzt zu unser aller Leidwesen bestätigt), ein Market Maker Vertrag, dessen Entgelt weit über dem marktüblichen liegt, usw usw. Nach allem, was man bis jetzt in den Medien gelesen hat, könnte eine Kündigung einzelner Verträge aus wichtigem Grund möglich sein.

Nur wer kann dies vorantreiben, das management board? Aufrund zahlreicher Doppelfunktionen käme dies einer "Eigenkündigung" - sorry mir fällt kein besserer Begriff- gleich. Kann man also vergessen. Kennt jemand von Euch die Lösung?

Und wenn es schon -leider geht mir das Ganze derart auf den Keks- ins polemische abgleitet, schlage ich vor, dass die Abfindung mit den zurückgekauften Zertifikaten zu den damaligen Preisen erfolgt. Wie oft hat das Management, der jeweilige Sprecher und vor allem der V-er erklärt und bestätigt, das die 21 EUR werthaltig sind.

Und jetzt, da diese Experten die MEL mehrmals gegen die Wand gefahren sind, und somit für den Kursverfall von 21 auf 7 EUR in großem Maße mitverantwortlich sind ( rechnen wir 40% allgemeine Börsenentwicklung heraus ( 21 - (21x40%) = 12 wohlwollend gerundet, bleiben noch immer 5 EUR Delta und somit 70% von unten gerechnet), wollen diese zu diesen von Ihnen selbst verschuldeten niedrigen Kursen einsteigen. Mir fehlen einfach die Worte und kann mich nur mit einer weiteren Frage ins Osterwochenende verabschieden: "Steckt da vielleicht Absicht dahinter?

  

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MEL-Deal - Investor Citigroup musste selbst für Kapitalspritze bluten
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.3.08 23:59)

MEL-Deal - Investor Citigroup musste selbst für Kapitalspritze bluten / 11 Prozent pro Jahr für Investor aus Abu Dhabi

Der US-Bankenriese Citigroup, der über eine Tochtergesellschaft in die Meinl European Land (MEL) einsteigt, hat vor gar nicht langer Zeit einem Deal zustimmen müssen, bei dem sie ähnlich hohe Zinsen für eine Wandelanleihe zahlen muss, wie nun die Meinl European. Im November gewährte das Golf-Emirat Abu Dhabi Citigroup eine Wandelanleihe, mit der es in zwei Jahren 4,9 Prozent des Aktienkapitals - konkret 7,5 Mrd. Dollar (4,86 Mrd. Euro) - übernimmt. Citi muss für diese Wandelanleihe faktisch 11 Prozent pro Jahr zahlen.
US-Kommentatoren schrieben damals, die Konditionen, mit denen sich die Citigroup den Einstieg der Araber gesichert habe, sei ein für die Citi "harter Deal" und "rieche nach Verzweiflung".
Die MEL zahlt für den Convertible der Neo-Investoren Citi/Gazit 10,75 Prozent pro Jahr. Anders als der Citi-Deal, der eine verpflichtende Wandlung in Aktien vorsieht, können sich die neuen MEL-Investoren nach fünf Jahren theoretisch aus der Wandelanleihe aber verabschieden oder, wenn es der in New Jersey beheimateten Firma gelingt, ein geplantes Anleihen-Programm (Medium Term Note Programm) unter Dach und Fach zu bringen.


Autor: APA - APA/mer/wyr

  

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RE: MEL-Deal - Investor Citigroup musste selbst für Kapitalspritze bluten
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.3.08 09:06)

Was sagt eigentlich der ehemalige MEL-Sprecher Heinrich Rupert Staller zu den 7€. Nach seinen Worten bei der Gewinn-Messe ist er ja zwischen 14 u. 16€ eingestiegen. Ich meine, der müßte ja auf die Barrikaden steigen, nachdem er sich bei der AUA wegen - im Verhältnis - eigentlich Kleinigkeiten so maßlos aufregt.

  

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RE: MEL-Deal - Investor Citigroup musste selbst für Kapitalspritze bluten
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.3.08 11:12)

>Was sagt eigentlich der ehemalige MEL-Sprecher Heinrich
>Rupert Staller zu den 7€. Nach seinen Worten bei der
>Gewinn-Messe ist er ja zwischen 14 u. 16€ eingestiegen. Ich
>meine, der müßte ja auf die Barrikaden steigen, nachdem er
>sich bei der AUA wegen - im Verhältnis - eigentlich
>Kleinigkeiten so maßlos aufregt.


ähm, schweigegeld?! der scheich kann sich vom Ver wohl noch so einiges abschaun.

  

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Erklärung Chuzpe aus Wikipedia: :RE: eine Chuzpe..........
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.3.08 12:49)

>.... und nichts anderes - it is as easy as that!

Erklärung Chuzpe:

Chuzpe
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Chuzpe (aus dem jiddischen חוצפה von hebräisch חצפה für „Frechheit, Dreistigkeit, Unverschämtheit“ entlehnt) ist eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.

Im Hebräischen enthält der Begriff eine negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen der Höflichkeit aus egoistischen Motiven überschreitet. Im Jiddischen und in den meisten europäischen Sprachen schwingt Anerkennung für eine Form sozialer Unerschrockenheit mit. Hier spricht man insbesondere von Chuzpe, wenn jemand in einer eigentlich verlorenen Situation mit Dreistigkeit noch etwas für sich herauszuschlagen versucht.


Die Bedeutung lässt sich gut durch Beispiele illustrieren.

Oft zitiert wird der Dialog zwischen dem Bettler „Reb Nachum“ (in der Alltagssprache steht Reb für Rabbi) und dem Rabbi des Dorfes in Anatevka (wobei schon die Namensgebung für den Bettler von Chuzpe zeugt: Reb Nachum ist ein bedeutender Schriftgelehrter der jüdischen Überlieferung):

R. N.: „Eine milde Gabe, Herr, eine milde Gabe bitte!“
Rabbi: „Da, Reb Nachum, hast du eine Kopeke.“
R. N.: „Waaas, nur eine Kopeke? Vorige Woche hast du mir zwei gegeben.“
Rabbi: „Ooj..., ich hatte eine schlechte Woche.“
R. N.: „Wie, wenn du eine schlechte Woche hast, soll ich darunter leiden?“

Ein weiteres Beispiel für Chuzpe ist die Geschichte von dem Mann, der Vater und Mutter erschlägt und dann den Richter um mildernde Umstände bittet, da er ja Vollwaise sei.

Ein jüdischer Witz definiert und illustriert zugleich Chuzpe so:

Ein Jude wird wegen Ehrenbeleidigung verklagt. Er habe jemandem „Chuzpe“ vorgeworfen. Der Richter jedoch kennt das Wort gar nicht und bittet den Juden, es zu erklären.
Der Jude erklärt den Begriff zunächst für unübersetzbar. Endlich erklärt er sich bereit, Chuzpe mit „Frechheit“ zu übersetzen. „Allerdings“ fügt er hinzu, „ist es keine gewöhnliche Frechheit, sondern Frechheit mit Gewure.“
Der Richter: „Was ist Gewure?“
„Gewure – das ist Kraft.“
„Chuzpe ist also eine kräftige Frechheit?“
„Ja und nein. Gewure ist nicht einfach Kraft, sondern Kraft mit Ssechel.“
„Und was ist Ssechel?“
„Ssechel – das ist Verstand.“
„Also ist Chuzpe eine kräftige, verstandesvolle Frechheit.“
„Ja und nein. Ssechel ist nicht einfach Verstand, sondern Verstand mit Taam.“
„Schön – und was ist Taam*?“
„Herr Richter, wenn Sie gar kein Deutsch können, kann ich Ihnen nicht erklären, was Chuzpe ist.“
* „Geschmack, Nuance, Charme, Schliff“


http://de.wikipedia.org/wiki/Chuzpe


LG

Ottakringer

  

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Chairman Letter zur Transaktion mit CPI/Gazit interessant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.3.08 18:54)

Im September 2007 begann das Board of Directors der Meinl European Land Limited („MEL“ oder die „Gesellschaft“), unterstützt durch seinen Finanzberater Merrill Lynch, einen strategischen Prüfungsprozess mit dem Ziel, Verbesserungsmöglichkeiten in Bezug auf das Management, die Corporate Governance und das Berichtswesen der Gesellschaft zu identifizieren und umzusetzen sowie die Kapitalstruktur und Finanzierung der Gesellschaft zu überprüfen.

Als Ergebnis dieses Prozesses, der die Prüfung von Angeboten dritter Parteien und anderer Gestaltungsmöglichkeiten beinhaltete, freut sich das Board of Directors, heute bekanntzugeben, dass es einen verbindlichen Vertrag mit Gazit-Globe Ltd („Gazit“) und mit CPI Capital Partners Europe LP (sowie deren Parallelfonds) geschlossen hat. CPI Capital Partners Europe LP ist ein Immobilienfonds, der von Citi Property Investors („CPI“) beraten wird, einem Geschäftsbereich der Citibank International plc. Nach diesem Vertrag werden CPI/Gazit eine strategische Investition in die Gesellschaft von bis zu 800 Millionen Euro tätigen. Darüber hinaus wird es zu einer erheblichen positiven Umgestaltung der Corporate Governance- und Führungsstruktur der MEL kommen.

Die beabsichtigte Transaktion sichert den langfristigen Unternehmenswert und das langfristige Unternehmenswachstum und bedeutet ein sehr gutes Ergebnis für die Zertifikateinhaber. Die Zufuhr neuen Kapitals wird MEL ermöglichen, ihre Expansion in Osteuropa zu beschleunigen. Zeitgleich wird die Einführung starker Corporate Governance-Maßnahmen und die Rückführung der Unternehmensführung auf die Gesellschaft das Vertrauen in die Gesellschaft wieder herstellen. Die Transaktion wird die finanzwirtschaftlichen und Corporate Governance-Gesichtspunkte, die die Gesellschaft in der jüngeren Vergangenheit behindert haben, bewältigen und die langfristige Schaffung von Shareholder Value antreiben.

Die Restrukturierung beinhaltet eine erhebliche sofortige Investition in die Gesellschaft, die ihr ermöglichen wird, bereits laufende Entwicklungsvorhaben abzuschließen und ihr die Finanzkraft verschaffen wird, neue wertsteigernde Akquisitionen in allen gegebenen neuen Märkten aufzutun. Das Kredit-Profil des Unternehmens wird hierdurch ebenfalls erheblich verbessert werden.

Die Transaktion beinhaltet eine Neuinvestition in die Gesellschaft in Höhe von 800 Millionen Euro. Diese setzt sich zusammen aus der Zeichnung nachrangiger Wandelschuldverschreibungen der MEL durch CPI/Gazit über 500 Millionen Euro sowie einer Emission von MEL-Zertifikaten in Höhe von 300 Millionen Euro an MEL-Aktionäre, deren Platzierung von CPI/Gazit übernommen wird.

Im Hinblick auf die Corporate Governance wird es zahlreiche Verbesserungen geben, von denen die Gesellschaft profitieren wird. Insbesondere wird durch die Kündigung des Unternehmensführungsvertrages mit Meinl European Real Estate („MERE“) die Geschäftsführung der MEL wieder auf die Gesellschaft überführt werden mit einer einjährigen ordentlichen Übergabe an ein erstklassiges Managementteam, dessen Einstellung gerade erfolgt. Dem neu zu bildenden Board of Directors wird eine Mehrheit von unabhängigen Direktoren angehören.

MEL ist bemüht, die Transaktion schnellstmöglich zu vollziehen und glaubt, dass sie im zweiten Quartal 2008 vollzogen werden kann.

Ein erklärendes Rundschreiben wird baldestmöglich an die Zertifikateinhaber versandt werden im Zusammenhang mit der im Mai 2008 abzuhaltenden außerordentlichen Generalversammlung.

Wir sehen der Umsetzung dieser strategischen Transaktion entgegen und glauben, dass diese Maßnahmen die Fortsetzung des anhaltenden Erfolgs von Meinl European Land als eines der führenden Immobilienunternehmen in Zentral- und Osteuropa sicherstellen.

******
Nach den eindeutigen und einhelligen Breitseiten diversester Marktbeobachter während der Osterfeiertage setzt man nun seitens MEL eine einzige Lobhudelei auf die Macher des Deals in Form eines Chairman Letters auf. Dieser ist nicht nur voll mit den Schlagworten "Corporate Governance" aber beinhaltet ERSTMALS auch den Versuch, angebliche Vorteile für bestehende Zertifikatäre vorzutäuschen

Salut, DrEvil

  

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RE: Chairman Letter zur Transaktion mit CPI/Gazit witzig
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.3.08 19:54)

>die Fortsetzung des anhaltenden Erfolgs von Meinl European Land


Der Humor des Direktoriums auf Kosten der Anteilseigner ist schon ziemlich frivol.

  

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RE: Chairman Letter zur Transaktion mit CPI/Gazit interessant
Rang: hallodu_st(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.3.08 08:36)

Wie schwachsinnig die Ablöse das Management ist, sieht man ja nur darin, das man mit dem Betrag eine "Sonderausschüttung" über 1,30 Euro je Zertifikat (!!!) machen könnte.

Sprich es werden 1,30 Euro je Zertifikat an NAV "vernichtet", dazu kommt die "verwässerung" durch die Kap-Erhöhung.

Wobei ich mich noch immer Frage, wozu eine Kapital-Erhöhung, die ja wieder (will gar nicht wissen wie hohe) Emmissionskosten mit sich bringt, vermute mal, das die Meinl-Bank daran wieder ordenlich verdient, da kann man ja genausogut die zurückgekauften Zertis wieder verkaufen, würde glaub ich weniger kosten.

Meine weitere VERMUTUNG: Ein Gespräch a la
"Wieviel bekommen wir für die MERE?"
"Gar nix"
"Dann machen wir so, die Mel zahlt die doppelten Zinsen für die WA, und wir bekommen die mehrzinsen für die MERE?"
"Aber dann müßt ihr den Wandlungspreis niedriger machen"
"Ja das ist egal, wir selber haben eh keine Zertis"
"Stimmt dann ist es für uns beide Ergebnisneutral, die hohen Zinsen zahlen die bisherigen Anleger, die müssen eh froh sein, das wir das übernehmen"
"Ja die halten viel aus"

Bin echt schon gespannt auf den Kursverlauf heute. Ich rechne mit "Stillstand" bei knapp über 7,--

  

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RE: CPI/Gazit Einstieg nur Ablenkungsmanöver ?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.3.08 08:33)

"Und wenn es schon -leider geht mir das Ganze derart auf den Keks- ins polemische abgleitet, schlage ich vor, dass die Abfindung mit den zurückgekauften Zertifikaten zu den damaligen Preisen erfolgt. Wie oft hat das Management, der jeweilige Sprecher und vor allem der V-er erklärt und bestätigt, das die 21 EUR werthaltig sind."

Kann mich den Ausführungen nur vollinhaltlich anschließen! Sollte der verhandene Cash bei MEL aktuell wirklich so hoch sein wie postuliert, verstehe ich die miesen Konditionen der "Übernahme" wirklich nicht. Diese wären vielleicht dann gerechtfertigt, wenn MEL vor gravierenden Liquiditätsproblemen stünde, aber so? Einfach eine Frechheit das ganze ... Der Ver trickst munter weiter und zieht uns weiter über den Tisch!

  

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Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein neues Ausmaß interessant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.3.08 09:20)

Wer angenommen hat, dass das Aktienrückkaufprogramm der Meinl European Land vom Sommer 2007, bei dem ohne Zustimmung der Aktionäre durch Rückkauf über dem NAV dieser von 16,45 Euro je Austiran Depository Certificate (kurz ADC: <http://www.wienerborse.at/beginner/lexicon/26/17> Zertifikate, bei denen der <http://www.wienerborse.at/beginner/lexicon/9/335> Inhaber des Zertifikats als <http://www.wienerborse.at/beginner/lexicon/1/37> Aktionär der zugrunde liegenden, durch das <http://www.wienerborse.at/beginner/lexicon/26/17> Zertifikat vertretenen <http://www.wienerborse.at/beginner/lexicon/1/29> Aktien gilt) auf 15,15 Euro zurückgegangen war, die Spitze der Unverschämtheit seitens des Meinl Managements darstellt, wurde am Wochenende eines besseren belehrt. Die Gesellschaft hat in Grundzügen ein MEL-ADC-Inhaber Enteignungsprogramm vorgestellt, das den NAV um weitere rund 30 Prozent einbrechen lassen würde. Konkret wurde bekanntgegeben, dass Verhandlungen mit einer Gruppe aus der Gazit-Gruppe und der Citigroup (CPI) abgeschlossen werden konnten.


Finanzielle Eckpunkte


Gazit und CPI zeichnen eine Wandelanleihe mit 10,75% (!) Kupon, einem Wandlungspreis von 9,00 Euro je MEL-ADC und einer Laufzeit von maximal sieben Jahren. Nach 36 Monaten darf die Gesellschaft eine Zwangswandlung in ADCs vornehmen, wenn an 60 aufeinanderfolgenden Tagen der ADC-Kurs bei mehr als 135 Prozent des Wandlungspreises gelegen war und das MTN-Programm der Gesellschaft abgeschlossen sein sollte.


Kapitalerhöhung: Je 29,57 MEL-Zertifikate gibt es Bezugsrechte auf sechs junge MEL-ADCs zu einem Bezugspreis von 7,00 Euro. Zusätzlich zu sechs gezeichneten jungen MEL-ADCs gibt es zwei Optionsscheine. Die Transaktion wird von Gazit/CPI garantiert


Je nach Zeichnungserfolg der Kapitalerhöhung hat Gazit/CPI das Recht bis zu 200 Mio. Euro in weitere MEL-ADCs zu 7,00 Euro das Stück zu investieren und je sechs ADCs einen Optionsschein zu erhalten. Gazit hat sechs Monate nach Beendigung der Kapitalerhöhung Zeit von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Zusätzlich erhalten Gazit/CPI 30 Mio. weitere Optionsscheine geschenkt.


Alle Optionsscheine haben eine Laufzeit von bis zu vier Jahren und einen Ausübungspreis von 7,00 Euro.


Details zur Loslösung der MEL von der Meinl Bank-Gruppe


Die Verträge zwischen MEL und Meinl Bank, sowie MERE (Meinl-Gruppe) werden gekündigt. MERE erbringt über einen Zeitraum von einem Jahr Beratungsleistungen um einen geordneten Übergang sicherzustellen.


Die Meinl-Gruppe erhält 160 Mio. Euro in Cash, 80 Mio. Euro in Form von Wandelanleihen und 40 Mio. Euro in ADCs. Die Bedingen sind identisch mit denen zu denen Gazit/CPI einsteigen, es werden allerdings keine Optionsscheine ausgegeben.

Weitere Eckpunkte

Nach Abschluss der Transaktion werden die partly paid shares eingezogen und der Name der Gesellschaft wird geändert. Der Deal steht unter dem Vorbehalt einiger Genehmigungen, insbesondere einer Zustimmung der Generalversammlung. MEL hat für Mai 2008 die Einberufung einer a.o. Generalversammlung angekündigt. Im Zuge dieser soll auch gleich das neue Management, bestehend aus acht Immobilienprofis unter Führung des Gazit-CEOs gewählt werden. In der Aussendung der Gesellschaft findet sich etwas kryptisch die Formulierung „... um die Wertschätzung gegenüber dem Management und den Mitarbeitern zu dokumentieren, wird ein Incentive-Paket für Mitarbeiter implementiert …“ - was darauf hinzudeuten scheint, dass sich die Herren noch weitere Kosten einfallen lassen möchten, die im Detail noch nicht feststehen.


Die Meinl European Land


Meinl European Land hat zum dritten Quartal 2007 eine sehr solide Bilanz vorgelegt. Die Gesellschaft verfügte demnach über folgende Eckdaten (Angaben in Tausend Euro):



Liquidität

1542


Immobilien

1818


Grundstücke

230


Anlagen in Bau

615


latente Steuern

63


Verbindlichkeiten

-1068


Summe

3200


number of shares

211,185


NAV

15,15




Das Investitionsprogramm der MEL sieht in Summe die Errichtung von Einkaufszentren um 3,4 Mrd. Euro vor, von denen bereits 615 Mio. Euro investiert wurden (das zeigt sich auch in der Bilanz unter dem Posten „Anlagen im Bau“). Bei vollem Ausschöpfen des Investitionsprogrammes wären also noch rund 2,8 Mrd. Euro zu investieren, wobei 1,54 Mrd. Euro bereitstehen.


Das Enteignungsprogramm in wenigen Zeilen – die Entwicklung des NAV


Bevor wir zu einem Minerva-Fazit der Transaktion kommen, möchten wir anhand einer Zeitreihe „Entwicklung des NAV der MEL-ADCs“ aufzeigen, warum wir die vorgeschlagenen Maßnahmen ein Enteignungsprogramm darstellen.


# shares (mio) market cap (mio €) Anm.

NAV März 2007 16,45 300 4935

NAV Sep 2007 15,15 211 3199 1,30 NAV vernichtet durch Rückkauf

NAV I 14,39 211 3039 76 Cent NAV vernichtet durch Cash an Meinl

NAV II 14,01 217 3039 38 Cent NAV vernichtet durch Gratis-ADCs an Meinl Group

NAV III 12,86 260 3339 1,15 NAV vernichtet durch public KE unter NAV

NAV IV 12,28 288 35394 58 Cent NAV vernichtet durch KE-Option Gazit/CIP

NAV V 11,38 347 3952 90 Cent NAV vernichtet durch Gratis-Optionen Gazit/CPI

NAV VI 10,26 347 3560 rund 1,08 Euro NAV vernichtet durch den Wandelbond-Placement* und Wandelbond-Geschenk* an Meinl



*) Die Annahme ist, dass eine Finanzierung gegen Grundbuchseintrag mit 50% Eigenmittelunterlegung bei der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft (aktuell 2/3 Eigenkapitalquote) zu 7,75% p.a. machbar ist und zwar ohne Wandlungsrecht. Das Wandlungsrecht resp. die Option zu 9,00€ wird nach Black/Scholes bewertet mit einer implied vola von 45%. Daraus ergibt sich 80 Mio. Wandelbond-Nominale an Meinl plus value 208 Mio. Euro Options an Meinl und Gazit/CPI plus 104 Mio. Euro Barwert des Überkupons an Meinl und Gazit/CPI.



Minerva-Fazit


Der Deal würde den NAV je ADC von 15,15 Euro (Stand September 2007) auf neu rund 10,24 € einbrechen lassen. Den ADC-Inhabern ist das nicht zuzumuten. Der Hauptprofiteur des Deals ist Julius Meinl V, der für Managementverträge, die man aus wichtigem Grund wohl auch ohne Kosten per sofort auflösen könnte, 160 Mio. Euro in Cash, 40 Mio. Euro in ADCs und 80 Mio. in Wandelbonds, die einen fairen Wert von rund 120 Mio. Euro haben sollten, erhält. Unabhängig davon, ob unsere Einschätzung die Kündigung des Managementvertrages wäre aus wichtigem Grund auch ohne Kosten bzw. gegen die Zusage, keine Schadensersatzansprüche aus dem Aktienrückkauf zu prüfen, jederzeit möglich, stimmt oder nicht so erscheint es mehr als nur plausibel, dass eine Loslösung keine 280 bis 320 Mio. Euro kosten muss. Der zweitgrößte Profiteur sind Gazit/CPI, die 30 Mio. Optionsscheine im Wert von 84 Mio. Euro (!) geschenkt bekommen und einen Wandelbond deutlich unter dem Wert kaufen dürfen (rund 90 Mio. € unter dem Wert einer alternativen Finanzierung plus weitere Optionen im Wert von knapp 180 Mio. €). (Anm.: nominell hat Gazit/CPI einen größeren Mehrwert als Meinl, allerdings muss Gazit/CPI dafür investieren und dem künftigen Management vorstehen, weshalb wir in Summe Meinl als den größeren Profiteur sehen)

Drittgrößter Profiteur dürfte das künftige interne Management sein, wenn wir die Aussagen nach „incentives“ richtig interpretieren. Wir möchten festhalten, dass wir nicht generell gegen Incentives für das neue Management sind – gute Arbeit soll gut entlohnt werden – und so eine Zustimmung unsererseits zu diesem HV-Punkt zumindest denkbar. Festhalten muss man aber, dass das was bisher an Details zum Deal vorliegt Zweifel offen lässt, ob die Incentives tatsächlich einen fairen Anreiz bieten oder eine weitere Abzocke sein sollen.


Wir empfehlen den Inhabern der ADCs jedenfalls vom Stimmrecht auf der Hauptversammlung Gebrauch zu machen und den Deal zu Fall zu bringen. Die Vorgehensweise des MEL-Managements macht es darüber hinaus mehr als sichtbar, dass Änderungen im Board vorzunehmen sind. Die ADC-Inhaber sollten daher die in ihren Möglichkeiten stehenden Chancen ergreifen an einer Abberufung und Neubesetzung des Managements zu arbeiten. Aufgabe des neuen Managements sollte sein:


- Prüfung schadensersatzrichtlicher Natur gegen Meinl Bank-Gruppe

- Auflösung des Managementvertrages aus wichtigem Grund sofort

- Abruf der partly paid shares – entweder der Betrag wird einbezahlt oder die Aktien werden ausgebucht. Solange keine Klarheit darüber herrscht, welche der beiden Optionen vom Aktionär gezogen wird, Ruhen der Stimmrechte

- Suche nach einem operativ tätigen Management-Team

- Klarheit in die Unternehmensstruktur MEL bringen

- Erstellen eines Liquiditätsplanes – sollte eine Kapitalaufnahme zu mehr als 7,75% Verzinsung erforderlich sein, ist dem Verkauf bestehender Immobilien einer Kapitalaufnahme der Vorzug zu geben

- A.o. Hauptversammlung für das dritte Quartal vorbereiten, in dem Kandidaten für das operative Management und die neue Struktur präsentiert werden, sowie Information der Aktionäre über die Liquiditätslage der Gesellschaft

- Stop des Investitionsprogrammes – Zielsetzung ist es ab dem Geschäftsjahr 2009 Dividenden an die ADC-Inhaber ausschütten zu können




Minerva Investments Taurus AG

Industriestrasse 2 - Postfach 170

FL-9487 Bendern - Fürstentum Liechtenstein



http://www.minerva-investments.com

  

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RE: Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein neues Ausmaß
Rang: hallodu_st(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.3.08 09:49)

Logisch wäre ein Kurs heute von ca. 6,-- (Marktüblich -40% auf NAV)

Aber der Markt hat immer recht - oder auch nicht

MEINL EUROPEAN LA...
ISIN: AT0000660659
8,00 (21,58 %)
Wien (09:49:07)

Size Bid Ask Size Spread
22776 8,00 8,09 1300 0,09
30060 7,95 8,10 3507 0,15
15683 7,90 8,14 500 0,24
1353 7,81 8,15 510 0,34
17152 7,80 8,18 309 0,38

  

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RE: Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein neues Ausmaß
Rang: hallodu_st(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.3.08 10:17)

Was ein paar Minuten ausmachen können...

MEINL EUROPEAN LA...
ISIN: AT0000660659
7,35 (11,70 %)
Wien (10:16:20)

Size Bid Ask Size Spread
7434 7,35 7,38 1022 0,03
300 7,34 7,40 1912 0,06
9066 7,30 7,50 1000 0,20
2610 7,22 7,60 300 0,38
10300 7,21 7,63 1400 0,42

  

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RE: Meinl European Land: Wertvernichtung erreicht ein neues Ausmaß
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.3.08 10:25)

vielleicht wurde vereinbart mit denen das jetzt mal gekauft werden soll an der Börse damit es besser ausschaut der Deal, 18k zu 8 Euro im Kauf scheint nicht sehr klug zu sein

  

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Und was sagt der trend? vom 01.04.2008

Anleger klagen eine Beteiligungsgesellschaft der Meinl Bank.

Als hätte Ver nicht schon genug Zores rund um den Immobilienfonds Meinl European Land (MEL), drohen ihm nun weitere Streitigkeiten mit enttäuschten Aktionären.

Diesmal geht es um die Meinl-Beteiligungsgesellschaft ETV-Holding, die die Meinl Bank partnerschaftlich mit der Global Equity Partners (GEP) von Venturer Michael Tojner und der auf den Bermudas ansässigen Atila Venture Partners Ltd. im Jahr 1999 gegründet hat. Tojner hat seine Anteile bereits im Jahr 2003 an Atila verkauft und jede operative Tätigkeit beendet. Unter den durchaus prominenten institutionellen Anlegern der ETV, wie der Oberösterreichischen Versicherungs AG, der Bawag-PSK-Versicherung, der Bank-Austria-Versicherungs AG oder der Wüstenrot Versicherung, herrscht nun Ärger. Die ursprünglich 98 Millionen Euro (Grundkapital) schwere börsennotierte Beteiligungsgesellschaft hat einen Gutteil des - auch von potenten Privatanlegern - eingesammelten und in High-Tech-Unternehmen investierten Kapitals verloren.

Der Buchwert der Firmenbeteiligungen liegt laut letzter verfügbarer Bilanz bei 22,42 Millionen Euro. Weil aber über alle Jahre hinweg hohe Provisionen an Meinl Bank und Managementgesellschaften ausbezahlt wurden, steigen einige Anleger nun auf die Barrikaden - und klagen.

Speziell die Absicherung der Management-Fees empört die Investoren. Zumal Meinl als mehrheitlicher Gründer der ETV-Holding offenbar dafür gesorgt hat, dass diese Leistungsabgeltungen in der Höhe von 2,8 Prozent entweder am Aktivvermögen der Gesellschaft, mindestens jedoch am eingezahlten Kapital bemessen werden - somit unabhängig vom Geschäftserfolg sind. Dazu genehmigte die Atila sich ein zusätzliches 20-prozentiges Erfolgsentgelt bei Beteiligungsveräußerungen.

Änderungen dieser Bestimmungen sind per Satzung aber von der Einstimmigkeit im Aufsichtsrat abhängig. Rechtsanwalt Thomas In der Maur, der einen der protestierenden Anleger vertritt, will gegen diese Regelungen vorgehen und hat im ersten Schritt Klage gegen die Entlastung der ETV-Vorstände in der vergangenen Hauptversammlung eingebracht. Er kommt zu dem Schluss: "Die Gründer der ETV-Holding AG haben ihre Machtposition bei Gründung der Gesellschaft missbraucht. Der abgeschlossene Managementvertrag ist de facto nicht kündbar."

Weder von der Managementgesellschaft Atila noch von der ETV-Holding selbst wollten zuständige Manager Stellung zu den Vorhaltungen der Kläger nehmen. Auch der formal zuständige Eigentümervertreter und Vorsitzende des Aufsichtsrats, Peter Takacs, lehnte jeden Kommentar ab.



.
.
Gruß

  

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Wenn ich der Ver wäre würde ich mir eine Heerschar von Bodyguards zulegen. Bei den massiven Verlusten der Anleger wirds einigen vielleicht nicht um ein paar Euros mehr drauf ankommen, um sich einen Auftragskiller aus dem Osten zu leisten.
Nicht immer gehen Villeneinbrüche so glimpflich wie zuletzt aus.
Armer reicher Julius.

  

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Wir Österreicher sind ja friedlich. Wenn sie den Ver am Würstlstandl treffen, würden sie zusätzlich noch vor ihm buckeln und hoffen, dass er in einem Separatfrieden IHNEN was zurück gibt, was er den anderen nicht gibt.

  

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... der zoit uns net amoi a haasse !! wahrscheinlich miassn mia a no sei zech mitzoin !!

>Wir Österreicher sind ja friedlich. Wenn sie den Ver am
>Würstlstandl treffen, würden sie zusätzlich noch vor ihm
>buckeln und hoffen, dass er in einem Separatfrieden IHNEN was
>zurück gibt, was er den anderen nicht gibt.

  

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>... der zoit uns net amoi a haasse !! wahrscheinlich miassn
>mia a no sei zech mitzoin !!
>
>>Wir Österreicher sind ja friedlich. Wenn sie den Ver am
>>Würstlstandl treffen, würden sie zusätzlich noch vor ihm
>>buckeln und hoffen, dass er in einem Separatfrieden IHNEN
>was
>>zurück gibt, was er den anderen nicht gibt.
>

Also ich verstehe die ganze Jammerei wirklich nicht... Wie sagte André Kostolany so schön: Das Geld, das man an der Börse verloren hat, ist ja gottseidank eh noch da und nicht vernichtet, es gehört nur jetzt jemand anderem! Im Falle von MEL halt dem Ver ....

  

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Diese meinlüblichen 20% Belohnung auf Veräußerungsgewinne haben mich damals abgehalten, beim Pepag-IPO einzusteigen.

Der Herr Berater hat gesagt, ich sei zu geizig, das Verlustrisiko trage nun mal voll der Aktionär, und die Manager sollen ihren gerechten Anteil an Profiten erhalten.

  

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MEL-Deal - Stimmberechtigung der Partly Paids in HV noch strittig
Intraday 3 Monate 1 Jahr

Meinl European Land Ltd.

Meinl European Land Ltd.

Meinl European Land Ltd.
Nach der Ankündigung des Verkaufs von Meinl European Land (MEL) ist weiter unklar, ob die Besitzer der umstrittenen Partly Paid Shares (PPS) bei der Hauptversammlung (HV) über den Deal mitstimmen werden. Auch ein dem Prozess nahestehender Investmentbanker verwies am Dienstag auf die Problematik, dass die PPS im Zuge des Deals eingestampft werden sollen. Privatanleger hatten die sofortige Einziehung der PPS verlangt.


Investmentbanker verteidigt hohe Zinsen für Wandelanleihe - Meinl hält künftig 3,6 bis 4,5 Prozent

Meinl sei sich dessen sicherlich bewusst, sagte der Investmentbank in einem Hintergrundgespräch. Bis zur Einladung zur HV würden die Modalitäten voraussichtlich geklärt.

Laut einer Sprecherin gibt es derzeit 150 Millionen nur teileinbezahlte MEL-Aktien. Obwohl mit 35,5 Stimmrechten ausgestattet, haben die Zeichner für die Papiere, die nicht an der Börse gehandelt werden, bisher nur einen Cent eingezahlt. Die Eigentümer werden nach wie vor nicht benannt. Auch der Investmentbanker wollte dazu auch am Dienstag keinen Kommentar abgeben. Nur soviel: Die Verträge mit den neuen Investoren Citi und Gazit, wonach die PPS im Zuge des Deals aufgelöst werden sollen, hätten MEL selbst, die externe Managementgesellschaft Meinl European Real Estate Ltd. (MERE) und die Meinl Bank unterzeichnet.

Ebenfalls eingezogen werden die 88,8 Millionen eigenen Zertifikate, deren Rückkauf die MEL im Vorjahr nachträglich bekanntgegeben hatte. Übrig bleiben dann zunächst 211 Millionen MEL-Zertifikate. Je nach weiterer Entwicklung steigt die Zahl im Zuge des Einstiegs der neuen Investoren wieder auf 368,5 bis 402 Millionen Zertifikate an.

Dass damit der Buchwert je Aktie (BVPS) stark verwässert werde, wie von Analysten kritisiert, rechtfertigte der Investmentbanker damit, dass es nicht nur um eine Kapitalerhöhung gehe, sondern mit dem Einstieg eine komplette Neuausrichtung des Unternehmens verbunden sei. Nicht nur die Partly Paids würden verschwinden, auch das externe Management werde durch eine neue interne Führung ersetzt, die künftig nicht mehr von Meinl, sondern von den neuen Investoren und mit unabhängigen Immobilienexperten besetzt werde.

Auch die hohen Zinsen von 10,75 Prozent für die Wandelanleihe hält der Investmentbanker für gerechtfertigt. Auch hier gehe es nicht nur um die Finanzierung alleine. Außerdem müsse man die Verzinsung im Lichte der jüngsten Kreditmarktkrise insbesondere am Immobiliensektor betrachten. MEL-Kokurrenten hätten für ähnliche Finanzierungen vergangene Woche schon 12 bis 13 Prozent hingelegt.

Gleichzeitig bekomme MEL durch den Deal die Chance, sein Kredit-Rating wieder auf "Investment-Grade" zu verbessern. Zahlreiche strukturelle Bedenken der Rating-Agenturen würden mit dem Deal jetzt beseitigt. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen mit einer Liquidität von dann deutlich mehr als 2 Mrd. Euro über ausreichende Mittel, um die 34 Entwicklungsprojekte in der Pipeline zu Ende zu führen.

Zu der vereinbarten umstrittenen Millionen-Gebühr für die Auflösungen der Management-Verträge mit Meinl Bank/MERE wollte sich der Investmentbanker nicht äußern. Wieder nur soviel: Die Vertragsauflösung sei ein wichtiger Punkt bei der Neustrukturierung. Ein Teil der Vertragsauflösungsgebühr wird in Zertifikaten und Optionen beglichen. Die Meinl Bank werde danach mit 3,6 bis 4,5 Prozent an der MEL beteiligt sein, so der Banker. (Schluss) klm/wyb

ISIN AT0000660659
WEB http://www.meinleuropeanland.com

  

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Kennt jemand die Bedingungen für den Call der PPS? Wenn ja, bitte ins Forum stellen.

Danke

  

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CPI/Gazit: MEL bleibt in Jersey
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 12:51)

Neuer MEL-Hauptaktionär - Keine Zerschlagung, Jersey bleibt wohl Sitz
Intraday 3 Monate 1 Jahr

Meinl European Land Ltd.

Meinl European Land Ltd.

Meinl European Land Ltd.
Bis Juni wollen die künftigen Hauptaktionäre der börsenotierten Immo-Gesellschaft Meinl European Land (MEL) ihren Einstieg unter Dach und Fach gebracht haben. Das hat Chaim Katzman, Chairman der in Tel Aviv börsenotierten Gazit Globe - die gemeinsam mit einem Citibank-Immobilienfonds (CPI) bei MEL einsteigt - am Mittwoch vor Journalisten in Wien betont. Er versicherte zugleich, dass er nicht daran denke, die MEL zu zerschlagen. Und es gebe keine "Exit-Strategie" für die nächsten Jahre.


Gazet-Chairman trifft heute Nachmittag Börsechefs - Sobald Gazet/CPI größte Aktionäre sind, gibt es "Partly Paid Shares" nicht mehr

"Wir wollen das Unternehmen nicht niederreißen, wir wollen es aufbauen." Es wäre eine Verschwendung, ein Unternehmen zu zerlegen, wenn es schlecht gehe.

Jeder wisse auch, dass man nichts verkaufe, bevor man es nicht in Ordnung gebracht habe.

Sobald Gazet/CPI Hauptaktionäre bei der MEL sind, werde es keine teileinbezahlten Aktien (Partly Paid Shares) mehr geben, sagte Katzman weiter - auch MEL-Zertifikate, die von MEL kontrolliert werden, werden eingezogen. Bestätigt wurde, dass die PPS der Kontrolle der MEL unterlagen. "Der Vorstand der MEL hat uns garantiert, dass die PPS gelöscht werden", sagte Katzmann auf Journalistenfragen nach der aktuellen PPS-Eigentümerschaft, "welchen Schluss Sie daraus ziehen, ist Ihre Sache."

Momentan bestehe kein Plan, den Firmensitz von Jersey abzuziehen. Was aber nicht heiße, dass man irgendwann in der Zukunft einmal den Sitz in ein anderes Land in Europa verlegen könne.

Kleinanlegervertreter der MEL waren, wie heute gegenüber der APA verlautete, mit der Jersey-Aussage unzufrieden. Das heiße wohl, dass man ein Übernahmeangebot an den Streubesitz weiter umschiffen wolle, hieß es am Mittwoch nach der Pressekonferenz der designierten Investoren von kritischer Streubesitz-Seite.

Ende Mai in einer Hauptversammlung wird auch ein neuer Name für die MEL festgelegt werden.

Die neuen Aktionäre wollen die MEl in der Folge wieder in eine höhere Börseliga bringen. Heute Nachmittag stellen sich die Spitzen von Gazet und CPI - sie treten im Joint Venture für MEL im Verhältnis 50:50 auf - dem Vorstand der Wiener Börse vor. Auch mit österreichischen Behörden sind Treffen geplant. (Forts. mögl.) rf/wyr

ISIN AT0000660659
WEB http://www.meinleuropeanland.com

  

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RE: CPI/Gazit: MEL bleibt in Jersey
verleihnix(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 13:02)

>Bestätigt wurde, dass
>die PPS der Kontrolle der MEL unterlagen. "Der Vorstand
>der MEL hat uns garantiert, dass die PPS gelöscht
>werden", sagte Katzmann auf Journalistenfragen nach der
>aktuellen PPS-Eigentümerschaft, "welchen Schluss Sie
>daraus ziehen, ist Ihre Sache."

ein nebensatz mit beachtlichem juristischem sprengpotential. ich kenn ja jersey-recht leider nach wie vor nicht, schüttle also nur still den kopf. aber zumindest jede pflichtmeldung über beteiligungsveränderungen an die wiener börse war wohl ein schmäh...

  

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MEL wird versilbert, Meinl vergoldet
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 16:54)

Der Einstieg einer Investorengruppe kostet viel Geld: Für die Bedienung einer Anleihe muss MEL zwei Drittel der jährlichen Mieterlöse hinblättern, auch zugunsten der Meinl Bank

Wien – Bei Meinl European Land werden die Karten neu gemischt, doch der Ausgang des Spiels ist den meisten Beobachtern bereits klar: Meinl und die neue Investorengruppe gewinnen, die Altaktionäre ziehen den schwarzen Peter. Dieser Eindruck hat sich nun erhärtet, nachdem immer mehr Details über den Deal bekannt geworden sind, bei dem ein Fonds der Citibank (CPI Capital Partners) und des Immobilieninvestors Gazit bei MEL einsteigen.

.....

Für die Meinl Bank stellt die hohe Verzinsung – vergleichbare Immobiliengesellschaften refinanzieren sich zumindest um die Hälfte günstiger als MEL – aber nicht den einzigen Vorteil dar. Direkt an das Institut muss die Gesellschaft, die nach offiziellen Angaben ja nichts mit Meinl zu tun hat, 160 Mio. Euro überweisen, weil der Managementvertrag mit der Bank-Tochter MERE aufgelöst wird. Und zudem erhält Meinl 40 Mio. Euro in Form von MEL-Zertifikaten. Macht in Summe 280 Mio. Euro, mit denen Meinl belohnt wird – Zinseinnahmen aus der Wandelanleihe exklusive.

.....


Trotz der eindeutigen Kontrolle (die sich auch über die Besetzung jedes zweiten Bord-Mitglieds bei MEL durch die Investoren ergibt), wird kein Übernahmeangebot fällig, weil das am Sitz der Gesellschaft in Jersey nicht vorgesehen ist.

.....

Angesichts dieser Auswirkungen haben die Kleinanleger ihre Kritik an der Vorgangsweise verstärkt. Der Chef des Interessenverbands der Anleger (IVA), Wilhelm Rasinger, pocht auf eine Sonderprüfung der Transaktion. Diese müsste von der MEL-Hauptversammlung beschlossen werden und würde den Einstieg der neuen Investoren verzögern, wenn nicht gar vereiteln. Allerdings ist schwer abschätzbar, ob dieses Anliegen umgesetzt werden kann. Die Sonderprüfung muss von der Hauptversammlung mit 50 Prozent der Stimmen beschlossen werden. Wird dieses Votum verfehlt, kann mit zehn Prozent der Stimmen ein Gericht betraut werden, über die Sonderprüfung zu befinden.

Konkret will Rasinger folgende Aspekte einer genaueren Betrachtung durch unabhängige Experten unterziehen: mögliche Verfehlungen des MEL-Boards zum Nachteil der Gesellschaft durch den Zertifikate-Rückkauf im Vorjahr, der zu knapp 21 Euro erfolgte und 1,8 Mrd. Euro kostete, sowie mögliche Verfehlungen der Meinl European Real Estate (MERE), die sich zu 100 Prozent im Eigentum der Meinl-Bank befindet.

Weitere Forderungen: Qualitätskontrolle der Leistungserbringung durch MERE und Feststellung von möglichen Auflösungs- und Kündigungsgründen; Beurteilung der Preisangemessenheit der Leistungen von MERE sowie Klärung, ob die Gesellschaft einseitig begünstigt wurde; Feststellung von möglichen Schadenersatzansprüchen. (as, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.03.2008)

  

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RE: MEL wird versilbert, Meinl vergoldet
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 16:59)

Irgendwie sehe ich hier vor mir den kleinen Meinl Ver im Sandkasten und die bösen Buben haben ihn jetzt dazu getrieben, dass er sein liebstes Spielzeug einem anderen Kind geben muss.

Zuerst wollte er es nicht hergeben, musste aber dann doch erkennen, dass er es zu weit getrieben hat.

Da er das Spielzeug selbst nicht kaputt machen will/darf, will er sich noch einmal an den - eigentlich daran Schuld tragenden - bösen Buben rächen indem er ihnen noch einmal was "zfleiß" tut.

Und so kommt dann ein Deal dieser Art zum Vorschein.....

Frage: Wie lange will/darf er noch mit den anderen Spielzeugen fuhrwerken? (MIP, MAI)

  

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RE: MEL wird versilbert, Meinl vergoldet
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 17:42)

Mit der MEL hat er eh absolut nichts zu tun,
hat er mal bekräftigt ... ohne rot zu werden.

  

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Wie man eine Aktie in nur zwei Tagen ruiniert ...
TobiundTobias(3) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 19:43)

... hat Gazit bei MEL eindrucksvoll demonstriert.

Wir gratulieren!

  

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Meinl European Land soll künftig Dividenden zahlen interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 22:36)


Allzutief lassen sich Chaim Katzman, Chairman der in Tel Aviv börsenotierten Gazit Globe, und Shanti Sen von CPI (im Bild links) noch nicht in die Karten blicken: Man habe nicht vor ein Übernahmeangebot für Meinl European Land zu legen, auch wolle man den Immobilienkonzern nicht zerschlagen, sagten die künftigen Grossaktionäre bei einer Pressekonferenz in Wien. Da MEL seinen Firmensitz nicht in Österreich hat, greift das Übernahmegesetz in diesem Fall ohnehin nicht, da es auf Firmen mit Sitz im Inland beschränkt ist. Der Sitz in Jersey soll vorerst auch beibehalten werden, heisst es von CPI/Gazit.

Newswert hat die Ankündigung, dass MEL künftig Dividenden ausschütten soll und dass diese schrittweise erhöht werden könnten. Ein genauer Zeitpunkt für die Aufnahme der Dividendenzahlungen wurde aber nicht genannt. Für potenzielle Schadenersatzklagen von Anlegern sorge Meinl European Land zudem vor, hiess es.

Zur Frage, wann die Partly Paid Shares eingezogen werden, gab es wenig Aufschlussreiches. Sobald Gazit/CPI Hauptaktionär bei MEL ist, werde es keine PPS mehr geben, sagte Katzman weiter. Somit ist die Wahrscheinlichkeit nach wie vor hoch, dass die PPS bei der Hauptversammlung im Mai stimmberechtigt sind.

Über den Net Asset Value der MEL habe man sich zudem noch nie Gedanken gemacht und könne ihn auch nicht nennen. Einzig wichtige Kennzahl sei der Cash Flow, erklären die künftigen Grossaktionäre ihre Ausrichtung.

Die Ratingagenturen dürften mit dem Umfang derartiger Ankündigungen wohl kaum zufrieden sein. Die ersten Reaktionen lassen erkennen, dass noch einige Punkte zu klären sind, bevor Meinl European Land wieder mit einem Upgrade aus dem Junk-Bereich rechnen kann. Und das ist ja eines der erklärten Ziele, das durch den Einstieg und die Kapitalspritze von CPI/Gazit erreicht werden soll.

Die Fitch-Analysten bleiben auf "Rating Watch Negativ" für MEL, wollen die Angelegenheit aber binnen drei Monaten klären. Dazu sind aber nicht nur detaillierte Infos über die neuen Eigentümer und das neue Management erforderlich, sondern auch über die künftige Finanzierungsstruktur, die Inanspruchnahme von Fremdkapital sowie über die Cash-Vorräte und bei welchen Banken diese liegen, heisst es bei Fitch. Weiters interessieren natürlich die künftige Dividendenpolitik und Details bzgl. der weiteren Umsetzung der Projektpipeline.

S&P-Analyst Andreas Kindahl weist zudem darauf hin, dass die Entwicklungen am Immobilienmarkt und bei der Refinanzierung es schwieriger machen, die mit einem höheren Risiko versehene Geschäftsstrategie von MEL erfolgreich umzusetzen. (bs)

Aus dem Börse Express vom 26. März 2008

  

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RE: Meinl European Land soll künftig Dividenden zahlen
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.3.08 18:22)

>Newswert hat die Ankündigung, dass MEL künftig Dividenden
>ausschütten soll und dass diese schrittweise erhöht werden
>könnten. Ein genauer Zeitpunkt für die Aufnahme der
>Dividendenzahlungen wurde aber nicht genannt. Für potenzielle
>Schadenersatzklagen von Anlegern sorge Meinl European Land
>zudem vor, hiess es.

na dieses dividenden-will-zahlen-szenario schau ich mir aber an... erstens können sie sich nie im leben eine leisten... die zinszahlungen fressen alles zusammen und zweitens würden die ja dann auch mitaktionäre am erfolg, hehe , und kapital beteiligen... das wirds einfach nicht spielen, aufwachen.

  

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RE: Wie man eine Aktie in nur zwei Tagen ruiniert ...
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.3.08 23:30)

>... hat Gazit bei MEL eindrucksvoll demonstriert.
>
>Wir gratulieren!
>
.... naja, die mel ist seit monaten/jahren systematisch ausgebeutet und ruiniert worden und zwar vom meinl, da kann man den potentiellen käufern keinen vorwurf machen, billig kaufen will wohl jeder von uns!

unterm strich hören sich die ersten aussagen von cpi/gazit nicht ganz so schlecht an.

  

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ETAPPENSIEG GEGEN MEINLBANK
max99(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.3.08 19:14)



Die Arbeiterkammer erringt in einem Musterverfahren gegen die Meinl Bank und ihre Vertriebstochter Meinl Success Finanz einen ersten Etappensieg: Im Mittelpunkt: Ein Verkaufsprospekt der Meinl European Land (MEL). Das Handelsgericht Wien hat nun unter der Aktenzahl 10 Cg 19/08m eine einstweilige Verfügung zugunsten der Arbeiterkammer ausgefertigt. „Ich kann bestätigen, dass es dieses Verfahren gibt und Kollege Kulka eine einstweilige Verfügung erlassen hat", sagt Alexander Schmidt, Vizepräsident des Handelsgerichts, auf Anfrage des WirtschaftsBlatts; der gesamte Artikel

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/unternehmen/wien/320017/index.do?_vl_back link=/home/index.do

AUF ZUR NÄCHSTEN ETAPPE, die HV der MEL ist die schwierigste, da in der Verfügungsgewalt der Meinl`s (partly paid shares und rückgekaufte Aktien) 238 Mio Aktien sind gegenüber 211 Mio am freien Markt. Bei diesem Punkt flunkert auch der neue Eigentümer Chaim Katzman mit der Wahrheit, wenn er angeblich nicht weiß, ob die PPS stimmberechtigt sind. Der Ver wird ihm doch keine Mehrheit unter den geschädigten Aktionären zugesagt haben.

  

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Effektivrendite der MEL-Anleihe bei 20 Prozent gut analysiert
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.3.08 21:54)

Der Vorteil aus dem MEL-Einstieg für CPI/Gazit sowie für die Meinl-Gruppe war weit größer ist als bisher angenommen

Wien - Fast täglich tauchen neue Erkenntnisse auf, nach denen der Vorteil aus dem MEL-Einstieg für CPI/Gazit sowie für die Meinl-Gruppe weit größer ist als bisher angenommen. Der war mit der Ablöse der Managementverträge um 280 Mio. Euro zugunsten der Meinl Bank schon zuvor nicht gerade mickrig. Laut Expertenberechnungen sind überdies die den Investoren gratis eingeräumten 30 Mio. Optionsscheine allein 75 Mio. Euro wert. Sie werden bei der Kapitalerhöhung zu sieben Euro für jedes dritte Zertifikat als Zugabe mitgereicht.

Zudem existieren Berechnungen, wonach die Wandelschuldverschreibung MEL um 165 Mio. Euro teurer komme als der Marktwert. Begründet wird die Behauptung damit, dass eine laufende, kurzfristige Anleihe der Immobiliengesellschaft mit einer Rendite von 10,5 Prozent notiert, ohne dass damit eine Wandlung verbunden wäre. Anders ausgedrückt: Bezieht man die Optionen der Anleihe mit ein, so ergibt sich eine Effektivrendite von 20 Prozent - fast das Doppelte der angegebenen Verzinsung von 10,75 Prozent.

Doch damit nicht genug: Den künftigen Großaktionären wird das Recht eingeräumt, 28,6 Millionen MEL-Zertifikate zu beziehen, wenn die Altaktionäre ihre Bezugsrechte ausüben. Dieses Recht wird in der Expertise - der Verfasser wollte sich nicht outen - mit bis zu 20 Mio. Euro bewertet. Nebenbei erwirbt die syndizierte Gruppe die Kontrolle über die Gesellschaft, ohne ein Übernahmeangebot legen zu müssen - Derartiges ist am MEL-Sitz Jersey nicht vorgesehen. (as, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.03.2008)

  

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da hat uns der 5er noch schnell ein ei gelegt witzig
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.3.08 23:22)

... aber wehe, wehe, wehe,
wenn ich an das ende sehe,
ach, das war ein schlimmes ding,
wie es dann dem 5er ging,
er legt uns zwar noch schnell ein ei,
doch dann war´s mit ihm vorbei!


(frei nach wilhelm b.)

  

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Was ist der Unterschied zwischen Meinl und der Millionenshow?

Meinl holt sich erst die Million(en) und hört sich erst dann die nervenden Fragen an. ...

Von Martin Walcher, Marktbeobachter (Börseexpress)

.
.
Gruß

  

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Aber sollt ein Witz nicht lustig sein?

Bin halt ein humorloser Knochen ...

  

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>Aber sollt ein Witz nicht lustig sein?
>
>Bin halt ein humorloser Knochen ...

Ob du da lachen kannst, hängt vom Kaufkurs, der Stückzahl und dem Charakter ab. Wenn er das gleiche Theater in Russland aufführt und er ist kein Freund von Putin, dann kann er jedes Zertifikat gemeinsam mit Chodorkowski in Transbaikalien abarbeiten. Und im Ver Fall wäre ich mit Putin jedenfalls einer Meinung.

  

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Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
Maxi99(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 09:22)

Für mich bestätigt sich mit den Ereignissen um MEL die Aussage eines Professors an der WU, der meinte:

Ein Mehrheitsaktionär, der mehr als 50% an einer Gesellschaft hält, hat die volle wirtschaftliche Kontrolle über diese Gesellschaft und kann sie ausnehmen bis zum letzten Cent, ohne dass die anderen Eigentümer etwas dagegen unternehmen können.

Mein Schluss: Bei Kauf einer Aktie mit weniger als 50% Streubesitz werde ich mir einen Einstieg in Zukunft doppelt so gut überlegen...

  

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RE: Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 09:27)

Gut, mit dem Verbund kann ich leben, der Regierungsvertreter war auch einverstanden damit, wie der Verbund wirtschaftet. Nur hat er gesagt, sie sollen mehr Werbung machen, weil sie ja die günstigsten seien, das sollten sie dem Endkunden auch sagen.

  

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RE: Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 09:31)

>Nur hat er gesagt, sie sollen mehr Werbung machen


Irgendeine entbehrliche Wortspende muß er ja liefern, sonst glaubt noch wer, der Mehrheitseigentümervertreter wäre auch nur zum Essen gekommen.

  

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RE: Mehrheitsbesitz ist de facto Vollbesitz
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 09:36)

Seinen Anteil an der Firma meinem Anteil gegenübergestellt,
hab ich in Relation sicher extrem viel mehr gegessen als er
(nominell vielleicht auch)

  

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Und wenn der Putin dann noch den Zinssatz für den rückzuzahlenden Betrag erhöht, dann wird der Ver hackeln wie der Stachanow, bis alles beglichen ist.

Und er wird sagen: "Wenn ich das gewußt hätt, wie leicht man da Muskeln kriegt, hätt i mir das viele Geld fürs Fitness-Studio derspart!"

  

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Finger weg von der Gazit Aktie da sie zu stark in Amerika und Kanada investiert sind.

  

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Wie die neuen Großinvestoren einsteigen und welche Pläne sie schmieden
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 16:14)

Format vom 28.03.2008

Die Meinl Bank bekommt für Ausstieg 280 Millionen Euro. Für den designierten MEL-Präsidenten Chaim Katzman lohnt sich der Deal auch für die Altaktionäre.

Seit vielen Monaten warteten die leidgeprüften Aktionäre von Meinl European Land (MEL) auf den weißen Ritter, der die Immogesellschaft wieder aus der Agonie erweckt. Jetzt steht das Rettungskonzept fest, das auf jeden Fall für die Meinl Bank Vorteile bringt. Die MEL-Aktionäre zahlen an Meinl insgesamt 280 Millionen Euro, damit diese den Vertrag für ihre profitable externe Managementgesellschaft MERE beendet und MEL künftig wie ein normales Unternehmen einen unternehmenseigenen Vorstand bekommt. Außerdem werden die berühmt-berüchtigten Partly Paid Shares, die dem Meinl-Bank-Umfeld die praktisch kostenlose Macht über MEL garantieren, eingezogen.

Dafür steigt ein 50/50-Gemeinschaftsunternehmen aus Citibank und der in Israel börsennotierten Immofirma Gazit bei Meinl mit einer mit 10,75 Prozent verzinsten Wandelanleihe ein, außerdem soll eine Kapitalerhöhung über 300 bis 500 Millionen Euro zum Preis von sieben Euro durchgeführt werden, wobei die Aktien mit zusätzlichen Optionsrechten für den Kauf von MEL-Aktien aufgefettet werden. 300 Millionen Euro der Kapitalerhöhung werden auch den Altaktionären angeboten. Citibank/Gazit werden mindestens 200 Millionen Euro neue Aktien zeichnen. Wenn der Deal Ende Mai von der Hauptversammlung abgeschlossen ist, bekommt Citibank/Gazit im Gegenzug für 800 Millionen Euro frisches Kapital vier der acht Vorstandssitze und damit die Kontrolle über MEL.

Die Details des Deals sieht Raiffeisen-Centrobank-Analyst Roman Herzog kritisch: "Die Kapitalerhöhung wird weit unter dem Buchwert der MEL-Aktie von 14,76 Euro abgewickelt." Dazu ist die Verzinsung der Wandelanleihe sehr hoch. Und der innere Wert der bisher 211 Millionen Aktien würde durch die Erhöhung der Stückanzahl auf maximal 402 Millionen Aktien auf bis zu 10,70 Euro sinken.

Die Pläne von Citibank/Gazit.

Für Gazit-Chef Chaim Katzman, der künftig Präsident des MEL-Vorstands werden soll, ist dagegen der Deal durchaus fair und auch im Sinne der Altaktionäre: "Die Anleihe ist angesichts der derzeitigen Marktturbulenzen angemessen verzinst, eine entsprechende Anleihe der Citibank bringt jetzt auch 11 Prozent. Und im Gegenzug erhält nicht nur Meinl Geld ausbezahlt, sondern MEL bekommt frisches Kapital, das eine höhere Rendite erwirtschaften wird. Insgesamt erspart sich MEL ab Sommer 2008 den Abfluss externer Managementgebühren von rund 60 Millionen Euro." Als positiven Gesamteffekt aus dieser Ersparnis und dem erhöhten Kapital, rechnet Katzman, wird MEL auch nach Zahlung der Wandelanleihenzinsen pro Jahr 30 Millionen mehr Cash verfügbar haben.

Nur Bares ist Wahres.

Generell will der designierte MEL-Chef Katzman künftig vor allem den Cashflow, also das verfügbare Bargeld, erhöhen: "Das gibt uns Spielraum, künftig auch hohe Dividenden zu zahlen. Ich möchte die Ausschüttung jährlich erhöhen, was natürlich keine Garantie darstellt." Der Cashflow ist für Katzman auch eine bessere Kaufgrundlage für Immoaktien als der Buchwert: "Den Cashflow kann man nicht schönen, während man Buchwerte immer gestalten kann." Katzman, der neben Citibank-Direktorin Shanti Sen dem künftigen MEL-Vorstand angehören wird, will den Osteuropa-Handelsimmobilienbestand erweitern: "Weil jetzt viele Private-Equity-Fonds Immobilien in Osteuropa verkaufen, werden sich hervorragende Gelegenheiten bieten."

Geplante MEL-Vorstände.

Citibank-Direktorin Shanti Sen und Gazit-Boss Chaim Katzman: "Vorteile für die bisherigen Aktionäre übersteigen bei weitem die vereinbarten Zahlungen."


.
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Gruß

  

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RE: Wie die neuen Großinvestoren einsteigen und welche Pläne sie schmieden
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.3.08 21:14)

Julius, der Wertvernichter
25.03.2008 | 18:17 | JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Einmal muss ja Schluss sein mit dem Spenden für arme Milliardäre.

Es war wohl nicht anders zu erwarten: Auch beim Verkauf der MEL werden die Familie Meinl sehr gut und die neuen Eigentümer ziemlich gut bedient. Die, die das Geld für diesen Meinl-Bankomaten zur Verfügung gestellt haben, die vielen MEL-Kleinanleger, bleiben wieder einmal auf der Strecke. Ihnen beschert der große Wertvernichter aus dem Hause Meinl nach der kurszerstörenden Rückkaufaktion des Vorjahres zum Abschied noch eine kräftige Verwässerung ihrer Zertifikate.

Das ist jetzt das dritte Mal innerhalb weniger Jahre, dass kleine Leute draufzahlen, weil sie in einem Anfall von Nostalgie geglaubt haben, wo der einstmals seriöse Name Meinl draufsteht, müsse so etwas wie Anstand drin sein.

Pech gehabt, teures Lehrgeld bezahlt. Ragusa, MEL-Rückkauf, MEL-Verkauf, aber auch MAI und MIP: Wer bisher in börsenotierte Meinl-Aktien oder -Zertifikate investiert hat, kann sich zwar in dem Gefühl suhlen, den Wohlstand der Familie Meinl erhöht zu haben. Aber die Verzinsung seines Kapitals kann er vergessen.

Dass die teilweise mit Junk-Status versehenen Produkte (bei MEL ist die Verzinsung der Wandelanleihe ein klares Indiz für diesen Status) aus dem Hause Meinl so aggressiv in den Markt gedrückt werden konnten, bringt natürlich auch Fragen über Motivation und Qualifikation so mancher Berater und „Strukturvertriebler“ auf den Tisch. Aber das ist eine andere Geschichte, die auch noch aufgearbeitet gehört.


Jetzt fragen sich MEL-Anleger freilich, was sie nun machen sollen. Auf jeden Fall einmal zur Hauptversammlung im Mai gehen und dort dem MEL-Management sagen, was man von der Sache hält. Und bei künftigen Investitionsentscheidungen einfach schauen, ob Meinl drauf steht oder drin ist. Einmal muss es ja auch genug sein mit dem Spenden für arme Milliardäre.

Und die heimischen Behörden könnten sich endlich einmal überlegen, ob wirklich jedes Finanz-Vehikel aus einem windigen Steuerparadies an der hiesigen Börse notieren muss. Denn wir haben ja auch bei der kommenden MEL-Hauptversammlung die eigentlich absurde Situation, dass sich ein österreichisches Unternehmen mit fast ausschließlich österreichischen Anlegern nach Jersey-Recht aus allen möglichen Verpflichtungen hinauswinden kann.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2008)

  

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CPI/Gazit strebt alternatives Listing für Immoaktie an
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.4.08 18:01)

MEL soll Institutionelle fokussieren (aus dem BE-free)

CPI/Gazit plant für die Aktie von Meinl European Land (MEL) eine
„Neuorientierung in Richtung institutionelle Anlegerbasis“.
Weiters will der künftige Grossaktionär ein zusätzliches Listing
der Aktie an einer weiteren Börse prüfen. Die Rede ist dabei von
einer „alternative stock exchange“, womit nicht nur ein erneutes
Upgrade der MEL-Aktie in den Prime Market der Wiener Börse gemeint sein dürfte. Das geht aus der Investorenpräsentation von Gazit zum MEL-Deal hervor. Die geplante Internalisierung des Managements von MEL begründet Gazit u.a. mit den höheren Marktabschlägen für extern geführte Immounternehmen und bezieht sich dabei auch auf die Integration des Managements bei conwert und diesbezügliche positive
Analystenkommentare.

Als Restrukturierungsbeispiel aus dem eigenen Haus führt Gazit die finnische Citycon an, die sich auf Retail-Immobilien spezialisiert hat. Gazit stieg 2004 mit 37% bei Citycon ein, weitete den geografischen Tätigkeitsbereich aus und stärkte das Unternehmen
via Kapitalerhöhung und unbesicherten Darlehen, geht aus der Präsentation hervor. Die Citycon-Aktie performte seit dem Einstieg deutlich besser als der EPRA-Index, so Gazit. Zu den institutionellen
Anlegern zählen u.a. Fidelity und der niederländische Pensionsfonds ABP.

Selektive Managersuche
CPI/Gazit wird nach Closing der Transaktion für MEL ein Interims-Management bereitstellen, bevor - im nächsten Schritt - ein neuer CEO und CFO gefunden sind. Fündig werden will der neue Investor, der
50% des Aufsichtsrats besetzt, bei Talente- Pools, wie etwa der Immobilien-Konkurrenz, in den eigenen Reihen von Gazit und CPI oder bei MERE, der bisherigen Managementgesellschaft von MEL - in
letzterem Fall aber nur „selektiv, und falls angebracht“. (bs)

  

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RE: CPI/Gazit strebt alternatives Listing für Immoaktie an
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.4.08 18:24)

interessant, interessant ... Der Einstieg könnte also doch eine seriöse Sache sein. Bislang habe ich da ja ziemliche Zweifel gehabt, vermute immer noch eine Linke dahinter vom V er (von dem, der den ursprünglich hochgeachteten Namen Meinl wohl für immer in den Dreck gezogen hat ....)

  

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RE: CPI/Gazit strebt alternatives Listing für Immoaktie an
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.4.08 19:01)

... und der anscheinend gar nicht gewillt ist, damit aufzuhören!
Siehe 280-Mio-Chuzpe.
Bei der Demi Moore waren 1 Mio. Dollar schon unmoralisch
Aber über der Million denkt man nicht mehr in moralischen Dimensionen.

Und jetzt ist er auf ähnlichem Niveau wie der Kovats: er hat den IVA wegen Rufschädigung verklagt, wegen angeblich zu harter Worte.

Aber ich möcht jetzt keine Umfrage starten "Wen halten Sie für seriöser, Kovats oder Meinl?"

P.S. Den Neueinsteigern unterstell ich auch nicht von vornherein Unseriosität. Ich laß es auf mich zukommen. Und irgendwie ist schon eine Ebene erreicht, wo man sagen muß: "Es kann ja nur mehr besser werden!"

  

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Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen gut analysiertinteressant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.08 09:12)

Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen

Wir sind bekanntlich gerade dabei uns möglichst intensiv in die Causa Meinl European Land einzulesen und haben als Startbasis einmal eine Bestandsaufnahme zusammengeschrieben (Quelle: Homepage und Geschäftsberichte der MEL) und uns dabei auch dem Thema USD-Risiko gewidmet. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht des Immobilienportfolios der MEL zum 30. September 2007:

Land Anzahl der Mietfläche Schätzwert Rendite
Objekte in m˛ in TEUR (average)
Russland 9 156.201 545.298 60.855 11,16%
Polen 16 185.442 597.159 40.010 6,70%
Tschechien 101 343.920 315.790 25.990 8,23%
Ungarn 28 110.374 123.255 9.959 8,08%
Slowakei 3 50.054 108.825 7.825 7,19%
Lettland 1 20.420 61.330 3.986 6,50%
Rumänien 1 10.796 43.280 3.462 8,00%
Türkei 1 0 23.000 0 0
Gesamt 160 877.207 1.817.937 152.087 8,37%

und hier die Development-Projekte sortiert nach dem Zeitpunkt der erwarteten Fertigstellung

Land Stadt Projekt Brutto Mietfläche Investitions Volumen Investitionen zum 30.09.2007 Erwartete Fertig- Erwartete Rendite auf Kostenbasis Erwartete Mieteinnahmen Erwartete Mieteinnahmen in Euro Erwartete Mieteinnahmen (Mietwährung) je Quadratmeter und Monat noch zu tätigende Investitionen
stellung
Poland Bialystok Galeria Bialystok 36.680 73.233 54.425 2007 Q4 8,00% 5.859 5.859 13 18.808
Slovakia Kosice Optima 15.802 28.819 4.684 2008 Q2 8,60% 2.478 2.478 13 24.135
Russia Volgograd Park House 11.695 13.920 1.029 2008 Q2 13,10% 1.824 1.154 13 12.891
Russia Kazan Park House 18.425 30.116 821 2008 Q3 13,30% 4.005 2.535 18 29.295
Poland Gdynia Media Markt 5.000 6.549 19 2008 Q3 9,90% 648 648 11 6.530
Slovakia Bratislava Saratov 2.240 2.904 0 2008 Q4 7,70% 224 224 8 2.904
Poland Koszalin Forum 53.978 98.455 16.452 2008 Q4 7,60% 7.483 7.483 12 82.003
Poland Pila Galeria Pila 12.149 22.946 2.932 2008 Q4 9,50% 2.180 2.180 15 20.014
Poland Plock Galeria Mosty 18.710 44.378 8.576 2008 Q4 9,70% 4.305 4.305 19 35.802
Turkey Trabzon Forum 81.582 134.516 50.675 2008 Q4 10,75% 14.460 14.460 15 83.841
Russia St. Petersburg Severniy Mall 57.753 114.688 56.797 2008 Q4 9,20% 10.551 6.678 15 57.891
Romania Bucharest Militaria 40.173 66.882 611 2009 Q1 10,60% 7.089 7.089 15 66.271
Turkey Istanbul Forum TEM 89.279 267.368 56.596 2009 Q1 8,65% 23.127 23.127 22 210.772
Poland Lublin FeliCity 97.293 240.013 46.463 2009 Q2 8,60% 20.641 20.641 18 193.550
Russia Omsk Shopping Center 92.754 163.320 17.219 2009 Q2 13,60% 22.212 14.058 20 146.101
Russia Yekaterinburg Park House 50.259 121.032 12.830 2009 Q2 14,30% 17.308 10.954 29 108.202
Russia Rostov Park House 60.836 154.929 23.704 2009 Q2 12,80% 19.831 12.551 27 131.225
Russia Togliatti Park House 35.240 35.318 3.028 2009 Q3 13,10% 4.627 2.928 11 32.290
Russia Moscow Brateevo 21.586 97.927 0 2009 Q3 9,85% 9.646 6.105 37 97.927
Russia Moscow Signalny 20.420 66.406 0 2009 Q3 9,85% 6.541 4.140 27 66.406
Bulgaria Sofia Forum 103.526 230.862 46.311 2009 Q4 8,25% 19.046 19.046 15 184.551
Poland Kalisz Kaliszanka 28.210 45.589 5.208 2009 Q4 8,10% 3.693 3.693 11 40.381
Romania Arad 73.990 147.741 18.528 2009 Q4 9,10% 13.444 13.444 15 129.213
Romania Constanta 51.680 124.709 14.667 2009 Q4 8,00% 9.977 9.977 16 110.042
Romania Focsani 23.072 61.084 7.960 2009 Q4 7,90% 4.826 4.826 17 53.124
Russia Ryazan Park House 41.164 79.118 1.658 2009 Q4 14,90% 11.789 7.461 24 77.460
Russia Ufa Park House 81.613 155.381 25.895 2009 Q4 14,70% 22.841 14.456 23 129.486
Russia Astrachan 39.308 69.538 8.295 2009 Q4 14,80% 10.292 6.514 22 61.243
Turkey Kahramanmaras 58.340 99.022 31.076 2010 Q1 11,40% 11.289 11.289 16 67.946
Ukraine Odessa Hippodrome 62.503 122.686 936 2010 Q1 14,90% 18.280 18.280 24 121.750
Poland Jastrebie Zdroj City Park 43.358 97.406 15.089 2010 Q2 7,00% 6.818 6.818 13 82.317
Turkey Samsun 53.799 113.860 12.268 2010 Q2 10,60% 12.069 12.069 19 101.592
Poland Gdansk Young City 63.117 171.975 36.379 2010 Q4 8,20% 14.102 14.102 19 135.596
Russia Moscow Mitino 36.380 89.446 0 2010 Q4 9,85% 8.810 5.576 20 89.446

Minerva-Fazit: Einerseits kann man festhalten, dass der Anteil an USD-linked cash flow bei den aktuell knapp 30% verbleibt, selbst nach vollständiger Realisierung aller Developementprojekte. Ausserdem fällt auf, dass mit rund 800 mio Euro ein hoher Anteil der Investitionen nach Polen fliesst, wo die Margen schon deutlich unattraktiver sind (8,21% kalkulierte Rendite auf Kostenbasis; 6,70% Rendite bei den bestehenden Immobilien in Polen). Wir sehen daher in Polen wenig Spielraum für Aufwertungen oder auch nur der Realisierung von Development-Profits.

Betreffend Russland konnten wir leider trotz mehrmaliger Nachricht an die Investors Relation noch nicht in Erfahrung bringen, ob die Kosten in USD oder in EUR abgerechnet werden. Die Mieteinnahmen in Russland sind bekanntlich in USD, und wir sehen daher auch Wertberichtitungsbedarf bei den Russland-Immobilien durch den USD Verfall. Sollte sich herausstellen, dass die Russland-Development-Projekte in Euro zu bezahlen sind, die Mieten aber in USD eingenommen werden, würde die kalkulatorische Rendite zusammenbrechen und jede Fertigstellung in Russland NAV und damit Wert vernichten.

Die bestehenden Projekte werfen eine Rendite von 8,37% ab. Die Rendite aus den Developmentprojekten wird mit 8,4 bis 10,4% (je nach Behandlung der USD-Frage) kalkuliert.

Bedenkt man, dass die Bewirtschaftung einer Immobilie ja mit Aufwand verbunden ist und sieht sich das Zahlenwerk an, kann man nur einmal mehr darauf hinweisen, dass die Begebung einer Anleihe mit 10,75% Kupon wirtschaftlich ein Wahnsinn ist - wenn es nicht möglich ist, billiger an frisches Kapital zu kommen, dann müsste man Immobilien verkaufen um das Development zu finanzieren, respektive sich die Developmentprojekte einzeln ansehen und überdenken auf welche man noch verzichten kann. Kurz: Man müsste das Immobilienportfolio aktiv bewirtschaften.

Auch ein Blick auf die Fertigstellungstermine der Developement-Projekte ist sehenswert: So werden bis Ende 2008 Projekte im Volumen von 374 mio Euro fertiggestellt, bis 2009 2,2 mrd Euro und bis 2010 dann das Gesamtvolumen von 2,8 mrd. Euro. Zum 30.09.2007 verfügte die Gesellschaft über 1,54 mrd Euro Cash und Grundstücke im Wert von 200 mio Euro. Ein Verkauf der Grundstücke würde den Cashbestand bereits auf 1,75 mrd Euro anheben. Dazu kommt, dass die Gesellschaft vom 30.09.2007 bis Ende 2008 rund 170 mio Euro an Mieteinnahmen lukrieren sollte. Wir sehen daher keine Notwendigkeit aktuell Kapital aufzunehmen - die Zeit eine Entspannung an den Finanzmärkten abzuwarten hätte man immer noch und im Bereich hypothekenbesicherter Anleihen mit maximal 60% Fremdkapitalanteil denke ich doch, dass sich bald eine Beruhigung ergeben wird, die signifikant billigere Refinanzierungen möglich macht (so sie in der Tat jetzt nicht möglich sein sollten)

Nachdem sich der Kurs der ADCs nach einer ersten Phase der Irrationalität nun wieder den Tatsachen angenähert hat, stufen wir MEL von Sell auf Hold hinauf und belassen das Kursziel - unter der Voraussetzung das der Gazit/CPI-Deal in der vorgestellten Version durchgezogen wird - bei 6,50€. Sollte es gelingen den Deal noch zum Scheitern zu bringen wäre das Kursziel natürlich dignifikant nach oben anzupassen.

BE 02.04.2008

  

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RE: Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.08 09:21)

Gut recherchiert, aber auch ohne die Details exakt zu kennen, ist doch für jedermann/frau einsichtlich, daß mit Mieteinnahmen kein Zinssatz von 10,75% erzielt werden kann! Jeder Privatvermieter oder Mieter einer Wohnung kann das auf einfachste Weise nachvollziehen. Da Frage ich mich, warum wurden diese Bedingugnen so schlecht gestaltet - ist wieder einer Linke vom V er dahinter? Ja, wahrscheinlich schon ....

  

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RE: Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen
Rang: goldfisch(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.4.08 13:52)

Nüchtern betrachtet wird der Erlös aus der Übernahme inkl. KE großteils für deren Abwicklung benötigt. Abzüglich Abschiedsgeschenk an MERE, Wandelbond-Kupon, KE-Kosten, usw. bleibt für das operative Geschäft sicher nicht viel übrig.
Einziger Vorteil: Das Geschäft wird weiter laufen. Unter dem neuen Management vormutlich sogar erfolgreich.
Apropos Management. Wieviele Mitglieder wird der neue Vorstand haben und wieviel wird er an laufenden Kosten verursachen? Vor allem im Vergleich zu MERE?

  

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RE: Wandelbond-Kupon lässt sich nicht verdienen
Erwine12(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.08 09:05)

Die Linke ist einfach, dass Meinl V eine Politik der verbrannten Erde verfolgt: "Hinter mir die Sintflut". Mir doch egal, wenn die verbleibenden Zertifikate keinen Ertrag bringen, Hauptsache, ich werde mti fetten Beträgen und klagssicher ausbezahlt." Die fette Ablösesumme für Meinl ist die direkte Folge davon, dass er einen so hohen Zinssatz verhandelte. Er hätte auch einen Zinssatz von 50% vereinbaren können mit einer Ablöse von dann 5 Milliarden. Da hat er ja geradezu menschliche Züge gezeigt, wer hätte das gedacht?


>Gut recherchiert, aber auch ohne die Details exakt zu kennen,
>ist doch für jedermann/frau einsichtlich, daß mit
>Mieteinnahmen kein Zinssatz von 10,75% erzielt werden kann!
>Jeder Privatvermieter oder Mieter einer Wohnung kann das auf
>einfachste Weise nachvollziehen. Da Frage ich mich, warum
>wurden diese Bedingugnen so schlecht gestaltet - ist wieder
>einer Linke vom V er dahinter? Ja, wahrscheinlich schon ....

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
MEL_Leidender(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.08 16:08)

Es gehört etwas unternommen gegen diesen faulen Deal. Ein Bekannter von mir war gestern beim ersten Treffen einer Gruppe in Wien. Sie wollen sich formieren um auf der HV den Aufstand zu proben. Wichtigster Punkt waren bei diesen Gesprächen - soviel ich vernommen habe - die PPS. Ist eine einstweilige Verfügung gegen die Stimmrechte der PPS möglich? Kann das wer beantworten?

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.08 16:23)

Hey, erzähl mehr über dieses Treffen! Wie haben sie sich formiert, wie viele Prozent des Kapitals (ohne Berücksichtigung der PPS) kontrollieren sie? Und wer ist der Ansprechpartner?

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
MEL_Leidender(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.08 16:40)

Es ist alles noch im Entstehen. Wie viel sie insgesamt kontrollieren, kann ich Dir nicht sagen. Es ist aber sicher nur eine verschwindend kleine Minderheit. Bedeutung kann die Gruppe nur erlangen, wenn wir Geschädigten uns alle zusammen tun und bei der HV gemeinsam (mit einer Stimme) auftreten. Selbst dann sind wir wahrscheinlich (leider) immer noch in der Kapitalminderheit (Es sei denn, die PPS sind nicht stimmberechtigt...).

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.08 16:42)

Aber was hat Dein Freund vom Treffen erzählt? Echte Inhalte, wie war die Stimmung?

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
cabernethansl(2) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 11:08)

Nochmals zum Aktienrückkauf (schreib bewusst nicht Zertifikaterückkauf, weil wirtschaftlich völlig egal ob man das rückgekaufte Wertpapier als Aktie oder Zertifikat bezeichnet). Berücksichtigt man die an die Meinl Bank bezahlten Kosten für die Market Maker Dienste, bei MIP 1,3 mill €, bei MAI noch nicht bekannt gegeben, aber vorraussichtlich in der gleichen Größenordnung, kommt man auf Kosten von 9,4 €/Aktie und liegt damit über dem von MAI angegebenen NAV/A von 9,26 €. Dieser NAV entspricht ohnehin nicht der Realität, da man nicht die tätsächliche Marktkapitalisierung von TAV berücksichtigt. Unter Berücksichtigung des wahren Wertes der TAV Beteilugung beträgt der NAV/A in etwa nur mehr erschütternde 8€/A.
Über die Kunst die Wertpaiere um den Kurs von 8,8 € in den letzten Monaten erwerben zu können, obwohl sich der Kurs in den letzten 6 Monaten nur zwischen 3,77 € und 6 € bewegte wurde bereits berichtet (Dieses Kunststück wird nur noch von MIP übertroffen).
Die größte Enttäuschung ist für mich die völlige Ignoration durch die Politik. Obwohl seit August 07 massive Verdachtsmomente eines Betruges vorliegen, herrscht Schweigen im Walde.
Stelle den Beitrag auch ins MEL/MIP Forum.

  

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RE: Meinl European Land 6 - CPI-Gazit mit an Bord
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 11:46)

Die größte Enttäuschung ist für mich die völlige Ignoration durch die Politik. Obwohl seit August 07 massive Verdachtsmomente eines Betruges vorliegen, herrscht Schweigen im Walde.


Wobei ich die Verfolgung von Betrug nicht als politische Aufgabe sehe. Wenn etwas strafrechtliches vorliegt, dann hoppauf Justiz. Einen siebzehnten U-Ausschuss heuer braucht niemand.

  

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Hände hoch! bei der Hauptversammlung der ‚Meinl European Land Ltd.’


Grundsätzlich erfreut die Tatsache, dass Meinl European Land Investoren gefunden hat.

Allerdings, nach den komplett entmutigenden Vorgängen der letzten Monate ist der so genannte Deal zwischen MEL, Gazit-Globe und CPI nicht der Silberstreif am Horizont, den wir erhofften. Im Gegenteil: Folgt man den Analysen in den Medien, entsteht der Eindruck, es handle sich hier nur um die Fortsetzung einer zeitgemäßen Form der Wegelagerei.



Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung im Mai (das Datum steht noch aus) soll das Geschäft in der bekannten Form abgesegnet werden. Mithilfe der Partly Paid Shares, die dem durchschnittlich informierten Anleger bis vor wenigen Monaten gänzlich fremd waren, ist den Kontrahenten die Stimmenmehrheit sicher. Somit gerät die Hauptversammlung unserer Meinung nach zur vollkommenen Farce.



Unseren Protest werden wir durch zahlreiches Erscheinen bei der Hauptversammlung zum Ausdruck bringen. Diese Internet-Plattform nutzen wir dazu, möglichst viele Menschen und möglichst viele Stimmrechte zusammenzubringen. Und kein Buffet der Welt kann uns davon abhalten, bei der Abstimmung die Hände zu heben!



Wir fordern:



1. Kein Geld für Julius.
Die Auflösung des Managementvertrages zwischen MEL und MERE darf nicht mit weiteren 280 Millionen Euro und Gratis-Optionen aus Gesellschaftsvermögen vergoldet werden. Wir fordern die sofortige Kündigung des Managementvertrages und die Einbringung einer Schadenersatzklage gegen MERE.



2. Keine weiteren Dividenden-Zahlungen.
Wir fordern die Einstellung der Dividenden-Zahlungen an die Meinl Bank und die Rückgabe der ausbezahlten Zwischen-Dividende für das erste Halbjahr 2007. Im Gegenzug verzichten wir zum Wohle des Unternehmens auf Dividendenzahlungen an die Kleinanleger.



3. Keine Optionen ohne Gegenleistung.
Anleger, die bei der Kapitalerhöhung mitziehen, sollen die Optionen bekommen. Die Optionen stellen eine Anerkennung dieser Leistung dar. Wir lehnen eine gegenseitige Zuteilung von Gratis-Optionsscheinen der Kontrahenten untereinander ab.
Die Kapitalerhöhung soll dieses Mal langfristig der MEL und ihren Anlegern zugute kommen.



4. Weg mit der Wandelanleihe.
Die Wandelanleihe verkompliziert den Deal zwischen MEL, Gazit-Globe und CPI unnötig. Der Cash-Bestand reicht derzeit aus und eine Kapitalerhöhung kann zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Im Dienste des Wohles der Gesellschaft kann die Aufnahme eines Kredites nur die ultima ratio darstellen. Davor besteht noch immer die Möglichkeit, Immobilien aus dem Portfolio der MEL zu verkaufen.



5. Wandelanleihe nur als ultima ratio.
Sollte es notwendig werden, kann Ende 2008 noch immer eine Wandelanleihe bei verbesserten Bedingungen begeben werden.
Die Höhe des Zinssatzes für die Wandelanleihe wird u.a. mit dem Junk-Status der MEL-Zertifikate argumentiert. Eine Zinssenkung für die Wandelanleihe muss vertraglich festgelegt werden, sofern sich das Rating der MEL verbessert.



6. Keine Schadenersatzforderungen an MEL.
Durchgesetzte Schadenersatzforderungen dürfen nicht auf MEL abgewälzt werden. Vor bzw. spätestens bei der Hauptversammlung sind diesbezügliche Vereinbarungen eindeutig offen zu legen.



7. Schlankes Management.
Das künftige MEL-Board soll wie bisher mit 6 Mitgliedern besetzt werden. Wir wünschen uns ausschließlich ausgewiesene Praktiker der internationalen Immobilenbranche. Die angekündigte Aufblähung des Boards auf 8 Manager ist unnötig. Ein klingender Name allein ist keine Qualifikation für diese Aufgabe.



8. Ergebnisabhängige Managementverträge.
Für das kommende MEL-Board fordern wir eine erfolgsorientierte Honorierung. Dies im Gegensatz zu den bestehenden Verträgen bei MEL, MAI und MIP, die als Verhöhnung der Kleinanleger empfunden werden.



9. Klärung der Rechtmäßigkeit der PPS.
Die zuständigen Behörden und Organe mögen durch eindeutige Stellungnahmen endlich für die Klärung des Status der PPS in Österreich sorgen. Dieser Zustand der Rechts-Unsicherheit muss schleunigst beendet werden.



10. Einzahlung der PPS oder Ausschluss der
PPS vom Stimmrecht.
Durch die Einzahlung der PPS würde die Wandelanleihe mehr als obsolet.
Nach österreichischem Recht ist eine Ungleichbehandlung von Aktionären (ADC sind der Aktie gleichgestellt) nicht gestattet. Daher können nur zu 100% bezahlte Shares auch ein hundertprozentiges Stimmrecht haben.





Mit dieser Plattform signalisieren wir bereits im Vorfeld der HV, dass sich die österreichischen Kleinanleger nicht stumm das Fell über die Ohren ziehen lassen. Diese Plattform steht allen offen, die Informationen suchen und inhaltlich sinnvolle Beiträge beisteuern wollen.





Der MELfanclub www.stage4.us/melfanclub/

  

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>2. Keine weiteren Dividenden-Zahlungen.
>Wir fordern die Einstellung der Dividenden-Zahlungen an die
>Meinl Bank und die Rückgabe der ausbezahlten
>Zwischen-Dividende für das erste Halbjahr 2007. Im Gegenzug
>verzichten wir zum Wohle des Unternehmens auf
>Dividendenzahlungen an die Kleinanleger.




Bei der ganzen Aufgeregtheit ist da ein bisserl was durcheinandergekommen.
Die Meinl Bank hat keine Dividende (von der MEL?) erhalten sondern Dividende an die Meinls ausgeschüttet.
Man kann zwar auch hier dagegen sein, aber mit der MEL hat das nicht viel zu tun.

  

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>ja hast recht, danke ! Haben wir schon ausgebessert

Aha, du bist also ein (Mit)organisator. Ich hoffe ihr könnt etwas ausrichten gegen die Großen da oben!

  

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AK erwirkt einstweilige Verfügung gegen Meinl Bank
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.4.08 11:00)

AK erwirkt einstweilige Verfügung gegen Meinl: "Prospekt irreführend"

Handelsgericht Wien untersagt Zertifikate als "Aktien" zu bezeichnen

Die Arbeiterkammer (AK) hat eine einstweilige Verfügung gegen die Meinl Bank und Meinl Success beim Handelsgericht Wien erwirkt. Demnach sind die Aussagen in Verkaufsprospekten für Meinl European Land-Zertifikate irreführend gewesen. Die Verfügung ist noch nicht rechtskräftig. Die AK hatte Anfang Februar eine Unterlassungsklage verbunden mit einem Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung wegen unlauteren Wettbewerbs gegen die Meinl Bank und Meinl Success eingebracht. "Mit der Unterlassungsklage soll auch die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen geschädigter Anleger erleichtert werden", so AK-Direktor Werner Muhm.

Die einstweilige Verfügung listet in neun Punkten auf, welche Aussagen die Meinl-Bank und Meinl Success bis zum Prozessende nicht mehr machen dürfen, weil sie irreführend sind, so die Kammer am Dienstag in einer Aussendung. Die Unterlassungsbegehren würden sich zwar nur gegen die Meinl Bank und die Vertriebsgesellschaft Meinl Success als beklagte Parteien richten, der Ausgang des Verfahrens könnte aber nach AK-Meinung künftig eine Klarstellung für Anbieter von Anlageprodukten bieten. "Künftig darf nicht mehr mit Versprechen geworben werden, ohne gleichzeitig auf damit verbundene Risiken hinzuweisen", so Muhm. Und er ergänzt: "Immerhin haben viele Anleger geglaubt, die Zertifikate wären besser als ein Sparbuch."

Demnach hat das Handelsgericht Wien beispielsweise untersagt: Zertifikate als "Aktien" zu bezeichnen, wenn es sich dabei nicht um Aktien nach dem österreichischen Aktiengesetz handelt. Insbesondere sei es verboten, Zertifikate von MEL als "Aktien" zu bezeichnen. Weiters sei nicht erlaubt, Anleger als "Aktionäre" zu bezeichnen, weil die Anleger nicht "Aktionäre" nach österreichischem Aktiengesetz sind, sondern bloß Zertifikate erhalten. Oder zu behaupten, eine Gesellschaft, für deren Wertpapiere geworben wird, befinde sich nahezu zur Gänze im Streubesitz, obwohl das nicht zutrifft. Außerdem, laut AK, die unrichtige Behauptung aufzustellen, das Wertpapier habe eine äußerst erfreuliche Performance zu verzeichnen.

Außerdem, listete die Kammer auf, sei es verboten unrichtige Behauptungen über die Dauer des Bestehens der Gesellschaft und/oder über die Dauer der Erfahrung der Gesellschaft, für deren Wertpapiere geworben wird, aufzustellen; in irreführender Weise mit dem Namen "Meinl" für den Verkauf von Wertpapieren zu werben, wenn nicht tatsächlich an der Gesellschaft deren Wertpapiere beworben werden, Mitglieder der Unternehmensfamilie Meinl wesentlich beteiligt sind und/oder eine Verbindung zwischen der Gesellschaft und der jahrzehntelangen Tradition "Meinl" als Unternehmer in der Lebensmittelbranche, insbesondere als Kaffeerösterei, beseht - insbesondere wird es ihnen verboten, in der Werbung für Zertifikate von Meinl European Land mit "Meinl" zu werben.

Das Gericht weist den Kammerangaben zufolge darauf hin, dass sich die Werbung von Meinl überwiegend an typische Sparbuchsparer gewendet habe. "Das heißt also an Personen, die grundsätzlich Sicherheit einer hohen Renditechance vorziehen und im Umgang mit Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren eher weniger Erfahrung haben", erklärt die Arbeiterkammer. (Forts.mögl.) stf/wyg

(APA)

  

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Nachdem die AK Wien eine einstweilige Verfügung gegen die Meinl Bank und Meinl Success erwirkt hat, wird nun ein Musterverfahren auf Schadenersatz geprüft

Wien - Die Arbeiterkammer Wien hat eine - noch nicht rechtskräftige - einstweilige Verfügung gegen die Meinl Bank und Meinl Success beim Handelgericht Wien erwirkt. Demnach sind die Aussagen in Verkaufsprospekten für Zertifikate der Meinl European Land (MEL) irreführend gewesen, der STANDARD berichtete.

Entschieden hat das Handelsgericht, dass es unter anderem verboten ist, in den Werbeprospekten von MEL etwa (Auszug):


"Zertifikate als 'Aktien' zu bezeichnen, wenn es sich nicht um Aktien nach dem österreichischen Aktiengesetz handelt - insbesondere ist es verboten, Zertifikate von MEL als 'Aktien' zu bezeichnen",

"in irreführender Weise mit dem Namen 'Meinl' für den Verkauf von Wertpapieren zu werben, wenn nicht tatsächlich an der Gesellschaft, deren Wertpaiere beworben werden, Mitglieder der Unternehmensfamilie Meinl wesentlich beteiligt sind und/oder eine Verbindung zwischen der Gesellschaft und der jahrzehntelangen Tradition 'Meinl' als Unternehmer in der Lebensmittelbranche, insbeosndere als Kaffeerösterei, besteht - insbesondere wird es ihnen (der Meinl Bank und Meinl Success, Anm.) verboten, in der Werbung für Zertifikate von Meinl European Land mit 'Meinl' zu werben".

Rekurs angekündigt

Die Meinl Bank hat angekündigt, gegen diese Verfügung Rekurs einzulegen, da der "erwirkte Beschluss des Handelsgerichtes Wien nicht nachvollziehbar und in mehreren Punkten unhaltbar" sei. Die Bank verweist in einer Stellungnahme darauf, dass die Verfügung ohne Gerichtsverhandlung ergangen sei und "erst die genaue Prüfung des Sachverhalts in einer Gerichtsverhandlung Klarheit ... bringen wird".

Die AK will nun auch auf Schadenersatz klagen: "Wir prüfen derzeit ein Musterverfahren", sagt Harald Glatz, Leiter des Konsumentenschutzes in der AK Wien, zum Standard.

Verwirrung um hohe Ablöse

Weiterhin für Diskussionen sorgen jene 280 Mio. Euro, die MEL für die Auflösung des Managementvertrages mit der Meinl European Real Estate (Mere) und der Meinl Bank zahlen muss, 160 Mio. davon in bar.

Von Kritikern wird diese Summe als zu hoch bezeichnet. Zudem ist im Prospekt zur letzten Kapitalerhöhung (Jänner 2007) angeführt, dass die Management-Verträge jederzeit gekündigt werden können. Erfolgt sie vor dem 31. Dezember 2012, ist lediglich eine Gebühr zu entrichten, die 60 Prozent jener Management-Gebühr entspricht, die im Jahr vor der Kündigung bezahlt wurde. 2005 betrug die Management-Fee 3,5 Mio. Euro. 60 Prozent davon wären rund 2,1 Mio. Euro. "Eine ordentliche Kündigung würde keine 50 Mio. Euro kosten", hält Andreas Wölfl vom Finanzdienstleister Minerva Investments fest. Von offizieller Seite werden die 280 Mio. damit begründet, dass neben der Auflösung der Verträge (für Management und Market Making) auch das drei Jahre dauernde Konkurrenzverbot abgegolten wird sowie die Honorare für Beratungsdienstleistungen für einen Übergangszeitraum von zwölf Monaten. Diesen Berechnungen liegt ein Gutachten der Credit Suisse zugrunde, ist zu hören. Abstimmen werden darüber die Anleger bei der nächsten Hauptversammlung. Ein Datum dafür steht aber noch immer nicht fest.
(Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.4.2008)

  

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Ob sich da ein short lohnt? Was meint ihr? Bei einem KE Preis von 7 kann ich mir nicht vorstellen, daß wir sehr weit darüber steigen werden. Aktuell schon 12% über diesem Preis. Wenn auf der HV dagegen der Gazit Einstieg abgelehnt wird, wäre der Weg frei. Aber bis dahin rechnet wohl jeder mit einer Zustimmung.

  

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>Ob sich da ein short lohnt? Was meint ihr? Bei einem KE Preis
>von 7 kann ich mir nicht vorstellen, daß wir sehr weit darüber
>steigen werden. Aktuell schon 12% über diesem Preis. Wenn auf
>der HV dagegen der Gazit Einstieg abgelehnt wird, wäre der Weg
>frei. Aber bis dahin rechnet wohl jeder mit einer Zustimmung.

Stimme Dir zu! Irgendwie kann ich mir den bisherigen Anstieg sowieso nicht erklären ...

  

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RE: Deutlicher von 7 entfernt
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.08 17:13)

die Meinlbank wird ja nicht kaufen hoffentlich, die haben doch schon bei MEL um 20, bei MIP/MAI um 9 Euro gekauft.

  

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Gefühlsmäßig würd ich eher nicht shorten. Nicht MEL, nicht im Moment.

Denn sowas ist ja relativ kurzfristig, und es ist ja nicht ganz ausgeschlossen, daß plötzlich die Hoffnung aufkommt, daß der Deal nicht zustande kommt. Dann sind wir am nächsten Tag über 9,-, und das kostet den Shortie ordentlich ...

Also, ich würd sagen: Chance/Risiko-Verhältnis nicht optimal!

  

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http://www.boerse-express.com/pages/655851

12.04.2008

Meinl European Land-Anleger formieren sich
Internet-Plattform soll Abstimmungsverhalten bei Hauptversammlung koordinieren

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, haben Kleinanleger der börsenotierten Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) jetzt die Internet-Plattform "MELfanclub" ins Leben gerufen (www.stage4.us/melfanclub). Über diese soll das Abstimmungsverhalten bei der nahenden ausserordentlichen MEL-Hauptversammlung koordiniert werden. Die Kleinanleger wollen unter anderem die 280 Millionen Euro teure Auflösung des Managementvertrages zu Gunsten der Meinl Bank verhindern.

  

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Gedanken zum „System Meinl“


Zunächst eine Chronologie der Ereignisse bei Meinl European Land (MEL):

1)
28.02.2006 Adhoc Meldung von MEL:
Meinl European Land Limited gibt die Ausgabe von 150 Millionen Stück teileinbezahlter Aktien sog. „Partly Paid Shares“ (pps) bekannt.
MEL hat das Recht die volle Einzahlung dieser Partly Paid Shares innerhalb vorgegebener Frist einzufordern. Preis ist der Durchschnittspreis der letzten sechs Wochen zum Zeitpunkt des Calls.

2)
22.02.2007 Adhoc Meldung von MEL:
Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Ausgabe von 75 mill Aktien zum Preis von 19,70 €/Aktie. Kapitalerhöhung bringt 1,48 Mrd Euro für eben abgeschlossene neue Projekte.

3)
28.07.2007 Adhoc Meldung von MEL:
Das Management von MEL sieht den Titel mit einem Kurs von 20 € günstig bewertet und plant ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm welches bei der a.o. Hauptversammlung am 23.08.2007 beschlossen werden soll.

4)
29.08.07 Adhoc Meldung von MEL:
Es wird mitgeteilt das 88,8 mill Aktien (bei Meinl Zertifikate) zu einem Kurs von über 20 € bis zum 23.08.2007 rückgekauft wurden. Der Rückkauf ist wert erhöhend und zum Wohle des Unternehmens.

5)
August 2007: Obwohl jetzt Kapital für eben abgeschlossene Projekte benötigt wird, denkt das Management nicht daran, von ihrem Recht der vollen Einzahlung der pps Gebrauch zu machen. Der Preis wäre ca. 20 €/Aktie.

6)
20.03.2008: MEL gibt eine Umstrukturierung bekannt. Für den sensationell hohen Preis von
7 €/Aktie darf sich CPI/Gazit Holdings an der MEL beteiligen. CPI/Gazit darf Wandelschuldverschreibungen zeichnen mit 7 Jahren Laufzeit und einem unglaublich Zinssatz von 10,75% p.a. (Vergleich letzte WA bei Immofinanz, Zinsen von3,75% p.a.).

7)
20.03.2008: Die Meinl Bank tritt das Recht die Anleger von MEL wie eine Weihnachtsgans ausnehmen zu können (Meinl European Real Estate = MERE) an die CPI/Gazit ab.
CPI/Gazit bezahlt dafür nichts.
Die Weihnachtsgans zahlt dafür an die Meinl Bank 280 mill Euro.

8)
3/2008: Die Staatsanwaltschaft evaluiert, ob Einvernahmen in der Causa Meinl erforderlich sind.

9)
Seit dem auf der a.o. Hauptversammlung der MEL am 23.08.2007 beschlossenen umfangreichen Aktienrückkaufprogramm wurde keine einzige Aktie zurückgekauft.

10)
Mögliche Szenarien in der Zukunft:
Nachträglich stellt sich heraus, dass in Sachen Meinl ausschließlich ein Kommunikationsproblem bestanden hat.
Die Aussage des MEL-Managements, es handelt ausschließlich zum Wohl des Unternehmens lässt offen, um welches Unternehmen es sich handelt. MEL bedauert dieses Kommunikationsproblem und teilt mit, dass bei dem Unternehmen die Meinl Bank AG gemeint war. Auch die Meinl Bank bedauert, dass es in der Vergangenheit Missverständnisse gegeben hat. In ihrer unendlichen Güte und als Zeichen des guten Willens lädt die Meinl Bank die Anleger von MEL bei der nächsten Hauptversammlung zu einem Paar Frankfurter mit Senf und Gebäck ein.
Gott sei Dank ist die FMA bei einer anderen „Meinl Firma“ namens MIP mit viel Fingerspitzengefühl vorgegangen. Die von einigen Ignoranten und Spinnern aufgestellte Behauptung die MIP hätte irreführende Meldungen ausgesendet, wurde zum Glück nicht ernst genommen. Hintergrund ist die Meldung der MIP vom erfolgreich abgeschlossenen Börsengang, in der es hieß, dass statt der geplanten 75 mill Stück Aktien sogar 80 mill Aktien erfolgreich platziert werden konnten. Bereits nach 3 Monaten entdeckte man, das nur 60 mill Stück Aktien platziert wurden. Dieses kleine Missverständnis wurde sofort adhoc mitgeteilt. Leider ist die FMA bei der MEL nicht mit soviel Augenmaß vorgegangen. Wegen einer ähnlichen Kleinigkeit wurden 5 Manager der MEL mit einer exorbitant hohen Strafe von jeweils 20.000 € belegt. Obwohl die Strafe von MEL bezahlt wird, stellt sie doch eine schwere seelische Kränkung für die Manager dar. Entrüstete Bürger fordern eine Entschuldigung der FMA bei den Managern. Dazu kommt es nicht, den 5 Managern wird
aber das große goldene Verdienstkreuz der Republik Österreich verliehen.


Nach etwas Satire unter Punkt 10 jetzt wieder Ernst.
Die Frage bleibt zu klären, wie man aus dem Dilemma als Anleger herauskommt.
Dazu folgende Gedanken:

a)
bei der nächsten HV im Sinne der MEL stimmen oder die Stimmrechte an den IVA weitergeben. Dieser vertritt die Interessen der Kleinanleger.
b)
Rückkehr auf den Boden der Realität. Nachdem nun bekannt ist, wie das Meinl System funktioniert, sind Kursteigerungen der 3 Meinl Papiere illusorisch. Die Hoffnung einer Kurssteigerung, wenn man das Wertpapier einige Jahre nicht anschaut und liegen lässt, ist trügerisch. Für Kurssteigerungen muss man versuchen das System zu ändern. Jetzt!
Beispielhaft möchte ich mich näher mit der Beteiligung der MAI an TAV beschäftigen. MAI erwarb im November 2007 eine 10,1% Beteiligung am türkischen Flughafenbetreiber TAV Holdings. Die Aktien wurden von Goldman Sachs zum Preis von ca. 7,5 €/Stück übernommen. Goldman Sachs selbst will sich an erfolgreichen Flughafenbetreibern vermehrt beteiligen. Die Beteilung an TAV wurde von GS beim Börsegang von TAV im Jahr 2006 erworben. Derzeit kauft GS wieder TAV Aktien zu Kursen von 3,5 bis 4 €. Die Vermutung liegt nahe das GS wie die meisten anderen AGs ihre Manager für gute Geschäfte belohnt (Gewinnbeteiligungen, Aktienoptionen etc.). Die Vergütung bei MAI erfolgt neben den üblichen Management fees (gemeint ist natürlich bei Meinl üblich und nicht allgemein üblich) über die Höhe der Vermögenswerte. Folglich kann daraus geschlossen werden, dass nicht ein gutes Geschäft für die Bezüge des MAI Managements förderlich ist, sondern hohe Ausgaben für Schaffung von Vermögen.
c)
Initiativen von Privatanlegern („MEL-Fanclub“, kritische Stellungnahmen in Foren wie diesem etc.) tragen zu einer verstärkten Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bei und sind zu begrüßen.
d)
Anleger können Ihre Rechte nur dann wirkungsvoll durchsetzen, wenn sie sich zusammenschließen und ihre Stimmen in den Hauptversammlungen und in der Öffentlichkeit bündeln. Voriger Satz stammt von der Homepage des IVA (Interessenverband für Anleger) und erhält von mir die volle Zustimmung. Laut Homepage vertritt der IVA auch die Interessen der Anleger gegenüber der Republik. Ich sehe hier Handlungsbedarf, die Motivation der Behörden gegen Meinl vorzugehen erscheint mir enden wollend.
e)
Die Zustimmung des abgeschlossenen Vertrages zwischen MEL/Meinl Bank und CPI/Gazit gilt bei der Hauptversammlung der MEL nur mehr als Formsache. Wie bereits durchgeklungen ist, soll mit den Stimmen der nicht um 20 €/Stück zur Einzahlung gelangten 150 mill pps und der werterhöhend um über 20 €/Stück rückgekauften 88,8 mill Aktien u. a. eine Beteiligung der CPI/Gazit an MEL um 7 €/Aktie beschlossen werden.
Sollte diese Farce nicht das Bedürfnis der Behörden auslösen gestoppt zu werden, oder in Österreich Gesetze bestehen, die ein obiges Szenario ermöglichen, so herrscht aus meiner Sicht in Österreich die vollkommene Narrenfreiheit. Bereits in diesem Zusammenhang von einigen Anlegern vorgebrachte Vergleiche von Österreich mit einer Bananenrepublik, würde ich als Beleidigung der mittelamerikanischen, Bananen produzierenden Staaten ansehen.
f)
Hauptakteur ist die Meinl Bank AG. Der Sitz der Meinl Bank ist in Wien und nicht auf der Insel Jersey. Unabhängig dessen kann ich es mir nicht vorstellen, dass die Gesetze auf Jersey die Behörden daran hindern bei Verdacht eines Betruges gegen die Verdächtigen vorzugehen.


Trotz Allem glaube ich, dass bei einer Änderung des System Meinl
(= für mich das Ausnehmen der Anleger wie bei einer Weihnachtsgans) mit fähigen Managern wie Hans Haider (gegen ordentliche Entlohnung und Belohnung für gute Geschäfte) nachhaltige Wertsteigerungen von MAI/MIP/MEL geschaffen werden können.

mfG
Cabernethansl


  

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"Rückkehr auf den Boden der Realität. Nachdem nun bekannt ist, wie das Meinl System funktioniert, sind Kursteigerungen der 3 Meinl Papiere illusorisch. Die Hoffnung einer Kurssteigerung, wenn man das Wertpapier einige Jahre nicht anschaut und liegen lässt, ist trügerisch. Für Kurssteigerungen muss man versuchen das System zu ändern. Jetzt!"

Alle Aussagen sehr treffend, und mit diesem Satz auf den Punkt gebracht. Sich zurücklehnen und darauf zu vertrauen, daß die Börse ein Jojo ist und die Aktien schon auch wieder mal raufgehen werden, wäre dumm. Die meisten werden es aber tun, nehme ich an, weil man von den Bewegungen anderer Aktien auf die eigenen schließt. Die anderen gehen in "besseren Zeiten" ja auch wieder rauf, sofern sie nicht pleite sind.

(P.S. Abgeschrieben oder selbst geschrieben, darf man annehmen, dass Du eventuell aus be24.at bekannt bist?)

  

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Bin Privatanleger, nicht aus be24.at bekannt und habe außer dem einem Satz aus der IVA Homepage nichts abgeschrieben.

  

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Respekt, toller Artikel. Die Auszeichnungen hast du dir verdient!

  

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Kampfansage an moderne "Wegelagerer"
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.4.08 18:43)

Die unter den massiven Kursverlusten leidenden Kleinanleger von Meinl European Land (MEL) wollen bei der bevorstehenden außerordentlichen Hauptversammlung ihre Kräfte bündeln und möglichst viele Stimmrechte zusammenbringen. Dafür machen sie nun im Netz mobil.

Durch die umstrittenen Partly Paid Shares (PPS) bei MEL werden die Kleinanleger zwar gegenüber den PPS-Inhabern kaum Stimmgewicht haben. Sie wollen durch möglichst hohe Beteiligung an ihrer "MELfanclub" genannten Initiative verhindern, dass die Hauptversammlung "zur vollkommenen Farce" wird.


"Kein Geld für Julius"
Unter anderem wendet sich der MELfanclub gegen den geplanten Deal zwischen EL, Gazit-Globe und dem Citibank-Fonds CPI. Man habe den Eindruck, dabei handle es sich "nur um die Fortsetzung einer zeitgemäßen Form der Wegelagerei", heißt es auf der Homepage der Initiative.


Die Mitglieder des MELfanclub stellten zudem eine Liste von neun Forderungen auf: Unter dem Punkt "Kein Geld für Julius" (Meinl, Anm.) fordern sie etwa, es dürfe die Auflösung des Managementvertrages zwischen MEL und der Meinl-Gruppe MERE nicht mit weiteren 280 Mio. Euro "vergoldet" werden.


Auch nicht durch Buffet zu besänftigen
Außerdem verlangt der "Fanclub", dass das MEL-Management schlanker werden müsse und die Honorierung der Manager von den erzielten Resultaten abhängig gemacht werden solle. Schließlich wird eine lückenlose Durchleuchtung der Konstruktion mit den Partly Paid Shares gefordert.


Ihren Protest will die Initiative jedoch vor allem durch zahlreiches Erscheinen bei der Hauptversammlung zum Ausdruck bringen - und damit ein Zeichen setzen, dass man sich nicht "stumm das Fell über die Ohren ziehen" lasse. "Kein Buffet der Welt" werde das verhindern können.


Rätseln über Termin
Für die außerordentliche MEL-Hauptversammlung steht indes noch immer kein offizieller Termin fest. Zuletzt hatte es geheißen, sie werde noch im Mai stattfinden. Laut offiziellem Hauptversammlungskalender ist sie für den 12. Juni angesetzt.

orf.at 13.04.2008

  

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Super Artikel, der meine vollste Zustimmung findet.

Was ich nicht verstehe, du hast es im Punkt 5 angeschnitten, warum das MEL Management die pps nicht abgerufen hat. Das wäre sicherlich im Interesse der MEL gewesen, selbst bei Kursen um 8 EUR. Dazu muss ich allerdings eingestehen, vor 6 Monaten hätte ich dies noch verdammt und verneint. Aber in Kenntnis, dass keiner der potentiellen Interessenten in den Monate dauernden Verhandlungen bereit war, mehr als 7 EUR zu bezahlen, wäre in meinen Augen das MEL Management verpflichtet gewesen, unverzüglich im Interesse der MEL , die pps abzurufen und auf diesem Wege das anscheinend so dringend benötigte Kapital zu beschaffen. Man könnte einwenden, die Inhaber der pps hätten ja das Geld nicht einbezahlt, ( weil sie nicht wollten oder konnten?). Dann wäre jetzt allerdings zumindest deren Stimmrecht geklärt und wir hätten mehr Chancen auf kommenden HV. Hat das MEL-Management vielleicht bei dieser Entscheidung auch die Interessenslage der unbekannten pps-Inhaber mitberücksichtigt. Hat man sich diesmal nicht getraut, einem Aktionär einen Kredit zu marktüblichen Konditionen zu gewähren, damit dieser die auf die pps entfallenden Beträge an den Kreditgeber zahlen kann.

Eine weitere millionenschwere Frage stellt sich in diesem Zusammmenhang : Ich gehe davon aus, dass die Meinl Bank an den kommenden mit CPI vereinbarten Transaktionen eine den Meinl Usancen gemäße Fee in Millionenhöhe bekommt. Hätte sie eine solche auch bei der Einbezahlung der pps erhalten?

Verabschiede mich aus diesmal wieder mit der Frage und der schwindenden Hoffnung auf eine Antwort:
" WARUM HAT DAS MEL-MAGEMENT DIE PARTLY PAID SHARES nicht abgerufen und die ausstehenden Beträge eingefordert ?"

  

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RE: Gedanken zum System Meinl
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.4.08 21:47)

>Das wäre sicherlich im Interesse der MEL gewesen


Gegenfrage: Wann hat das Management zuletzt nachvollziehbar im Interesse von MEL gehandelt?

  

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Rätseln über Termin
Für die außerordentliche MEL-Hauptversammlung steht indes noch immer kein offizieller Termin fest. Zuletzt hatte es geheißen, sie werde noch im Mai stattfinden. Laut offiziellem Hauptversammlungskalender ist sie für den 12. Juni angesetzt.
---------------

Ich tippe auf folgendes: Am 18.April wird per Adhoc mitgeteilt, dass die außerordentliche HV bereits am 22. März 2008 stattgefunden hat. Alle Meldefristen wurden nach Jersey-Recht penibel eingehalten. Alle Anträge zum Vorteil der Wegelagerer wurden mit den Stimmen der PPS einstimmig angenommen. Anträge der Weihnachtsgans sind nicht zeitgerecht eingelangt.

Aufgrund des überraschend geringen öffentlichen Interesses wurde das Buffetcatering umgehend in die Ver-Villa umgeleitet, wo ein zufällig kurz davor gemauerter befahrbarer Gefrierraum als Endlager auch gleich für den Kühlwagen dienen wird

P.:: natürlich von mir alles feuerzangenbowlenmäßig grotesk überzeichnet und in der Realität eigentlich nicht denkbar.

  

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"Wir fordern ein eigenes Hamsterrad für jeden MEL-Manager,
oder ein Gratis-Jahres-Abo fürs Fitness-Center,
wir wollen keine fetten Manager mehr sehen!",

so ähnlich wird sich die wichtigste Forderung wohl angehört haben, wenn man der heutigen HEUTE-Zeitung Glauben schenken darf.

Da wird die MEL-HV-Revolution in einem für Heute-Leser verständlichen Satz zusammen gefaßt:

Die unter Kursverlusten leidenden Anleger von "Meinl European Land" wollen bei der Hauptversammlung am 12. Juni unter anderem ein "schlankeres" Management fordern.

  

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Jersey Finanzamtaufsicht will prüfen
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.4.08 13:36)

MEL - Jersey-Finanzaufsicht kündigt eingehende Prüfung an
Die Finanzmarktaufsichtsbehörde der britischen Kanalinsel Jersey wird eine vom Präsidenten des Interessenverbandes für Anleger (IVA), Wilhelm Rasinger, erstattete Anzeige gegen die Vorstandsmitglieder von Meinl European Land (MEL) "eingehend prüfen" und weitere Informationen einholen, teilte Rasinger heute, Donnerstag, mit.


IVA-Chef Rasinger wirft MEL-Board Untreue und Insiderhandel vor

Rasinger hatte Ende März in der MEL-Causa bei der Jersey Financial Services Commission (JFSC) Anzeige gegen das MEL-Board wegen des Verdachtes von Untreue, Verletzung von Insiderregelungen sowie Betrugs eingebracht. Die Anzeige richtet sich unter anderem gegen Georg Kucian, Karel Römer und Heinrich Schwägler. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

In der Anzeige (http://www.iva.or.at/downloads/MEL_Sachverhalt_engl_280308.pdf ) führt der IVA-Chef einige Vorkommnisse seit der im Februar 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung auf, etwa den erst nachträglich bekannt gewordenen Rückkauf von MEL-Zertifikaten zu einem Preis, der über dem Ausgabepreis lag. Erwähnt wird auch, dass noch immer nicht bekannt sei, an wem die partly-paid-shares verkauft wurden bzw. wer deren Stimmrechte ausüben dürfe. Auch der jüngste Plan eines Teilverkaufes an die neuen Investoren, einem Citibank-Fonds und dem in Tel Aviv börsenotierten Immobilieninvestor Gazit-Globe, wird kritisch erwähnt. Die Finanzaufsicht von Jersey wird aufgefordert, die erwähnten Vorkommnisse auf Gesetzesverletzungen zu überprüfen. (Schluss) ggr/wys

ISIN AT0000660659
WEB http://www.meinleuropeanland.com



-----

quelle: apa

  

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NEWS: Vorläufige Zahlen für 2007, Gewinn gesunken
Moderator Little_Fred(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.4.08 07:09)

24.04.2008 23:28
euro adhoc: Meinl European Land Ltd. (deutsch)
euro adhoc: Meinl European Land Ltd. / Geschäftszahlen/Bilanz / Meinl European Land gibt vorläufige Zahlen für 2007 bekannt

Immobilienportfolio erreicht einschließlich Immobilien im Bau EUR 2,7 Milliarden

-------------------------------------------------------------------- ------------ Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- ------------

24.04.2008

Jersey, 24. April 2008. Die über Zertifikate an der Wiener Börse notierte Meinl European Land Limited (News) ("Meinl European Land", "die Gesellschaft", "das Unternehmen") gibt ihre vorläufigen Zahlen für das mit 31. Dezember 2007 beendete Finanzjahr bekannt. Das Board rechnet damit den Jahresbericht in Kürze veröffentlichen zu können. Der Zeitplan für die am 20. März 2008 mit CPI/Gazit angekündigte Transaktion bleibt aufrecht, Bestätigung und Closing werden wie geplant für Ende des zweiten Quartals 2008 erwartet.

Immobilienportfolio um knapp 50% auf EUR 2,7 Milliarden gesteigert

Zum 31. Dezember 2007 besaß die Meinl European Land insgesamt 162 Immobilienprojekte. Der Marktwert dieser Immobilien belief sich zu Jahresende laut Bewertung durch die internationalen Immobilienberater Cushman & Wakefield auf rund EUR 1,9 Mrd. Insgesamt ist das Immobilienportfolio der Meinl European Land im Berichtsjahr seit 31. Dezember 2006 damit um rund EUR 200 Millionen oder 12% gestiegen.

Zusätzlich zu den Immobilien besitzt das Unternehmen ein Portfolio von Entwicklungsprojekten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund EUR 3,3 Mrd., wovon rund EUR 800 Mio. zum 31. Dezember 2007 bereits investiert waren. Außerdem hat sich das Unternehmen vor allem in Russland, der Türkei und Polen Bauland mit einer signifikanten Gesamtfläche von rund 1,8 Millionen m² für zukünftige Entwicklungen gesichert.

Durch die gesteigerten Entwicklungsaktivitäten im Jahr 2007 konnte Meinl European Land das gesamte Portfolio (Immobilien und Anlagen im Bau) seit 2006 um knapp 50% auf EUR 2,7 Mrd. steigern.

Kern-Investitionsmärkte: Russland, Polen und Türkei

Die Kern-Investitionsmärkte von Meinl European Land blieben im Berichtszeitraum weiterhin Russland, Polen und die Türkei. In Russland konnte das Unternehmen Entwicklungsprojekte in Ekaterinenburg, Ufa, Omsk und anderen russischen Städten beschleunigen und die Entwicklung eines Shoppingcenters in St. Petersburg mit der Eröffnung im Februar 2008 abschließen. Dieses Einkaufscenter wird bereits 2008 signifikant erweitert.

In Polen hat Meinl European Land im Dezember 2007 ein Einkaufszentrum mit einer vermietbaren Fläche von rund 36.000 m² in Bialystok eröffnet, das vom ersten Tag an vollständig vermietet war. Zusätzlich hat das Unternehmen 2007 die Erweiterung zweier weiterer Standorte in Polen - Radom und Zamosc - abgeschlossen.

Ein weiterer wichtiger Investitionsmarkt der Gruppe ist die Türkei. Das erste Entwicklungsprojekt, dessen Eröffnung die Gruppe für Sommer 2008 plant, ist ein Einkaufszentrum mit rund 82.000 m² vermietbarer Fläche in Trabzon an der Schwarzmeerküste.

Mieteinnahmen um 24% auf EUR 120 Mio. gestiegen "Like-for-like" Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von rund 4%

Die Bruttomieteinnahmen von Meinl European Land beliefen sich 2007 auf rund EUR 120 Mio., was einen Anstieg von rund 24% im Vergleich zum vorangegangenen Berichtsjahr bedeutet (2006: EUR 96 Mio.). Der Anstieg der Mieteinnahmen basiert auf einer größeren vermietbaren Fläche in Folge zusätzlicher Immobilien oder Standorterweiterungen, dem Gewinn neuer Mieter und generell höheren Mieteinnahmen pro Quadratmeter. Dieser positive Trend ist auch an den Mieteinnahmen von Immobilien ersichtlich, die bereits im vorangegangenen Jahr Teil des Portfolios waren, und einen Anstieg von rund 4% im Vergleich zum Vorjahr aufweisen, wobei insbesondere in Polen und der Slowakei deutliche Steigerungen erkennbar waren.

Gewinn vor Steuern EUR 193 Mio.

Das vorläufige Ergebnis von Meinl European Land vor Steuern betrug 2007 EUR 193 Mio. (2006: EUR 279 Mio.) Der Rückgang resultiert aus den geringeren Aufwertungsgewinnen im Meinl European Land Portfolio in der Höhe von EUR 133 Mio. (2006: EUR 228). Dies spiegelt den Einfluss der aktuellen Marktbedingungen im Immobiliensektor wider. Zusätzlich wurden die Märkte in Zentral- und Osteuropa vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2007 durch eine gegenüber 2006 reduzierte "Yield-Compression" dominiert. Diese Faktoren führten zu geringeren Aufwertungsgewinnen.

Net Asset Value (NAV) pro Aktie/Zertifikat erreicht EUR 15,25

Der Net Asset Value (NAV) der Gesellschaft je Aktie/Zertifikat zum Jahresende 2007 beträgt EUR 15.25. Unter der Annahme, dass sämtliche Entwicklungsprojekte und gesicherten Grundstücke entwickelt sind, entsteht daraus ein zusätzlicher "Development Profit" in Höhe von EUR 1,3 Mrd. bzw. EUR 5,96 je Aktie/Zertifikat. In diesem Fall erhöht sich der angepasste NAV auf EUR 21,21 je Aktie/Zertifikat. Die Berechnung dieses zukünftigen Entwicklungsgewinnes beruht auf einer erfolgreichen zukünftigen Entwicklung und der vollständigen Entwicklung der Projekte und Grundstücke, welche zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht garantiert werden kann.

Rückfragehinweis: Citigate Dewe Rogerson; Michael Berkeley +44 (0)20 7638 9571 Trimedia; Bernhard Hudik +43-1-5244300

Ende der Mitteilung euro adhoc -------------------------------------------------------------------- ------------

Emittent: Meinl European Land Ltd. PO Box 75 26 New Street UK-JE4 8PP St Helier Jersey WWW: http://www.meinleuropeanland.com Branche: Immobilien ISIN: AT0000660659 Indizes: Standard Market Continous Börsen: Amtlicher Handel: Wiener Börse AG Sprache: Deutsch

ISIN AT0000660659

AXC0309 2008-04-24/23:27

Quelle: dpa-AFX





  

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Da gibt´s nicht gar viele Firmen, die das auch so souverän hinkriegen

  

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RE: Gewinn höher als Umsatz gut analysiertgut analysiert
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.4.08 07:54)

Letztlich sind die Zahlen uninteressant. Was will man beispielsweise mit dem NAV pro Aktie, wo schon jeder weiß, daß in Kürze Aktien mit 54% Discount auf den NAV ausgegeben werden sollen, an Meinl zur Scheidung 280 Millionen verschenkt werden sollen, Fremdkapitalzinsen von 10,75% anfallen werden etc.

Selten haben Zahlen aus der Vergangenheit so wenig von der Zukunft verraten.

  

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>Letztlich sind die Zahlen uninteressant. Was will man
>beispielsweise mit dem NAV pro Aktie, wo schon jeder weiß, daß
>in Kürze Aktien mit 54% Discount auf den NAV ausgegeben werden
>sollen, an Meinl zur Scheidung 280 Millionen verschenkt werden
>sollen, Fremdkapitalzinsen von 10,75% anfallen werden etc.
>
>Selten haben Zahlen aus der Vergangenheit so wenig von der
>Zukunft verraten.

Da ist was dran.
Angesichts der guten Zahlen ist es noch unverständlicher, daß dieser Deal eingegangen wird. Eigentlich eine Frechheit, aber die Leier wurde schon zig mal wiederholt: Erst uz 20 Aktie zurückkaufen, und nun zu 7 einen neuen Investor an Bord holen. Und die freien Aktionäre können nichts dagegen machen außer mit ein paar % dagegen stimmen.

Wenig los im OB angesichts der Zahlen:
Markttiefe
Volumen Geld Brief Volumen
2.200 8,750 M 1.530
78 8,670 8,450 290
60 8,590 8,500 2.858
2.000 8,390 8,600 5.000
1.420 8,300 8,650 986

  

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Da drückt die große VK-Order bei ,45. Nach unten mit keinen großen Stückzahlen abgesichert.



Markttiefe
Volumen Geld Brief Volumen
2.619 8,440 8,450 21.874
1.200 8,390 8,490 750
666 8,380 8,500 3.590
2.609 8,370 8,520 1.200
1.100 8,310 8,600 6.000

  

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Die Überlegung vom Wölfl ist natürlich schon interessant. Durch die Verwässerung sinkt der NAV und damit auch der Abschlag. Plötzlich ist MEL nach diesem Kriterium die teuerste Immoaktie in Wien.

Der Denkfehler dabei mMn. Man muß unterschieden ob sich der NAV durch Immos oder Cash bildet. Der Abschlag vom NAV ist nur gerichtfertigt, wenn der NAV die Immos sind. Vom Cash brauche ich keinen Abschlag vornehmen. Allerdings: MIP und MAI zeigen, daß man auch vom Cash einen Abschlag vornehmen muß, wenn die Anleger nicht an das Geschäftsmodell glauben. Aber: Bei MEL ist es nicht so, daß die Anleger nicht daran glauben, sondern einfach Fehler gemacht wurden.

  

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Habe soeben meine short Position glatt gestellt. Hätte nicht gedacht, daß angesichts der guten Zahlen die Aktie ins Minus läuft. Aber ich denke mir einfach, daß es MEL wieder Richtung 7 zieht.

  

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>Habe soeben meine short Position glatt gestellt. Hätte nicht
>gedacht, daß angesichts der guten Zahlen die Aktie ins Minus
>läuft. Aber ich denke mir einfach, daß es MEL wieder Richtung
>7 zieht.

Gratuliere zu dem Deal, perfekt gemacht, das ist Anschauungsunterricht im Traden ....

  

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>>Habe soeben meine short Position glatt gestellt. Hätte
>nicht
>>gedacht, daß angesichts der guten Zahlen die Aktie ins
>Minus
>>läuft. Aber ich denke mir einfach, daß es MEL wieder
>Richtung
>>7 zieht.
>
>Gratuliere zu dem Deal, perfekt gemacht, das ist
>Anschauungsunterricht im Traden ....

Danke. Ich habe eigentlich eher das Gefühl herumzustochern. Grundidee ist halt, daß Kurse deutlich über 7 zu hoch sind.

Wäre dieser Gazit Deal nicht, wäre die Aktie heute wegen der guten Zalen wohl bei 9 und nicht 8,2. Für Investierte ist die Situation echt mies. Erst der Aktienrückkauf zu 20+ und jetzt einen Investor zu 7 reinholen.

  

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zum Risikomanagement:

Grundsätzlich stehen die Chancen für Shorties vor Ergebnisveröffentlichung bei den meisten Aktien recht gut, denn positiv überraschen fällt schwer, meist sind die Investierten nur deswegen investiert, weil sie große bis unrealistische Hoffnungen in eine Aktie setzen. Diese Luftblase Fantasie kann abrupt zerplatzen.

Bei MEL würde ich aber aufpassen: Wenn es plötzlich (und unerwartet) zu signifikanten Nachbesserungen des Angebots kommt, kann schnell ein fairer Wert von 9-10 da sein, bzw. die (unrealistische, aber schnell aufkeimende) Hoffnung kann die Aktie sogar noch weiter tragen.

Obwohl natürlich MEL verglichen mit einigen anderen Immo-Aktien immer noch stärkeres Downsidepotential hat. Als Einstiegswilliger würd ich mir eher Immo-Papiere anschauen, wo man sich nicht gleich ab dem ersten Tag des Einstiegs abgezockt fühlen muß.

  

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>Grundsätzlich stehen die Chancen für Shorties vor
>Ergebnisveröffentlichung bei den meisten Aktien recht gut,
>denn positiv überraschen fällt schwer, meist sind die
>Investierten nur deswegen investiert, weil sie große bis
>unrealistische Hoffnungen in eine Aktie setzen. Diese
>Luftblase Fantasie kann abrupt zerplatzen.

Also ich fand die Zahlen sehr gut.

>
>Bei MEL würde ich aber aufpassen: Wenn es plötzlich (und
>unerwartet) zu signifikanten Nachbesserungen des Angebots
>kommt, kann schnell ein fairer Wert von 9-10 da sein, bzw. die
>(unrealistische, aber schnell aufkeimende) Hoffnung kann die
>Aktie sogar noch weiter tragen.

Guter Punkt, danke für den Hinweis. Die Frage ist halt: Warum sollten sie aufbessern? Wäre der Widerstand bei 9 Euro geringer? Ich denke nein. Alles unter 15 oder sagen wir 13 ist ein Witz. Und genau deshalb steigt ja Gazit ein, weil sie ein Schnäppchen machen wollen.

Risiko gibt es, das stimmt. ber wenn auf der HV der Gazit Deal durch geht, kann man locker bei 7,1 runtershorten mMn.

  

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Also ich weiß natürlich nicht, wie die Kräfteverhältnisse sind, aber gehen wir einmal davon aus:

- daß sich Meinl nicht nur über die PPS absichern will, die Mehrheit zu bekommen, sondern daß er - weil jemand gegen die Berücksichtigung des Stimmrechts der PPS Klage erhebt - auch ohne PPS die Mehrheit für den Deal gewinnen will, d.h. daß aus einem Einspruch aus diesem Grund nichts zu gewinnen ist.

Dann kann ich mir vorstellen, daß es mehrere Zünglein an der Waage gibt: große oder mittlere Fonds, und natürlich auch unzählige Kleinanleger mit Winzigpositionen.

Da kann er einen Keil in die Front treiben, wenn z.B. das Angebot in den übrigen Punkten nicht verbessert wird, aber wenn es z.B. heißt: "Der Bezugspreis soll sich etwas dem NAV angleichen.", dh. 9 oder 10 Euro. Wirkt optisch wirklich gut,

und dann

fallen die Fonds reihenweise um, und die Kleinanleger sowieso.

Dann geht die Aktie auch Richtung 9 oder 10 Euro, spekulativ sogar höher. Weil dann steht da plötzlich die realistisch scheinende Hoffnung, daß Minderheitsaktionäre doch etwas zum Besseren verändern können.

Ja, und wenn MEL anders geführt wird: Ja, dann ist die Firma vielleicht auch wieder 12 oder sogar 15 Euro wert.

Und bei einem geprügelten Papier, wo die Zittrigen eh schon draußen sind und nur noch Leute drin sind, die wissen, daß sie ein Klumpert-Zockerpapierl im Depot haben, da kann´s auch schnell (und unerwartet) nach oben gehen.

Das wär dann fatal für Shorties. Außer sie werden sofort liquidiert, um nicht auf ewig in der Schuldknechtschaft zu landen.

  

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Mir leuchtet schon ein, daß es für Meinl besser wäre auch ohne PPS eine Mehrheit zu erlangen. Das wird er aber mMn nicht schaffen, auch bei 9 Euro nicht. Außerdem, macht dann Gazit überhaupt noch mit? Nicht, daß 9 nicht auch ein Geschäft wären, aber dann sind wir bei üblichen Abschlägen. Da kann man auch ein einfacheres Unternehmen kaufen.

Das Risiko, daß eine Verbesserung kommt, will ich nicht ausschließen. Aber ich halte es für unwahrscheinlich.

J&S, welche Wahrschenilichkeit würdest du einer Erhöhung auf 9 Euro geben?

  

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75%.

Der Rest vom Deal ist auch so noch interessant genug.

Und wenn dann der Meinl noch großzügig von 280 Mio. auf 275 Mio. runter geht, also der MEL und somit allen Aktionären den Gegenwert von 20 neuen Einfamilienhäusern schenkt, dann ist der Kurs nicht mehr zu halten.

  

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>75%.

Das ist wirklich eine sehr optimistische Einschätzung. Also du haltest eine Erhöhung des Angebots für wahrscheinlicher als keine Veränderung.

Du hast dich sicherlich intensiver mit der Aktie beschäftigt als ich, ich werde also vorsichtig sein.

  

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Was ist denn eigentlich aus dieser Plattform geworden? Gibt's da was Konkretes, oder waren die Betreiber schon zufrieden mit der eigenen Leistung, als sie im ORF und im Profil erwähnt worden sind?

Wer wird denn 1. wirklich selber hingehen und dagegen stimmen oder 2. dem Rasinger etwas zahlen, damit er einen vertritt?

  

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Ziel ist ja sich zu sammeln und gemeinsam aufzutreten. Alleine schon wenn man die Stimmrechte ausübt oder überträgt, ist das schon ein Erfolg.

  

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Mich nicht steinigen, wenn die Aktie fällt wie ein Stein,
aber ich halte MEL für weniger berechenbarer als z.B. Jowood bei 8,60 Euro oder andere aufgeblasene Aktien.

Die Zeit arbeitet beim Shorten ja gegen Dich, und wenns auch nur für einen Moment (zwei drei Tage) in die für Dich falsche Richtung geht (MEL ist sicher interessant für Hardcore-Zocker), dann mußt Du rückdecken.

Würd mir "sicherere" Aktien zum Shorten nehmen.

Nur meine ehrliche Meinung. Der Meinl hat den Ruf der MEL schon so ruiniert, daß jeder kleine Strohhalm als Rettungsanker gesehen werden kann vom schon sehr bescheiden gewordenen Anleger. Wenn nur irgendwas darauf hinweist, daß MEL eine ganz normale seriöse halbwegs konservative Immo-Company wird, dann zischt die Aktie ab wie eine Rakete, so zerstört kann das Vertrauen gar nicht sein: Jeder Strohhalm wird Anleger Hoffnung schöpfen lassen!

  

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MEL: Hauptversammlungs-Termin wackelt interessant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.08 17:57)

Bei der Meinl European Land (MEL) zeichnet sich eine Verschiebung der a.o. Hauptversammlung auf Juni ab. Hinter den Kulissen wird um die Stimmrechte gerungen.

Die mit Spannung für Mai erwartete außerordentliche Hauptversammlung (a.o.HV) der Meinl European Land (MEL) könnte verschoben werden. Denn wie Insider berichten, prüft das MEL-Management, die a.o. HV mit der in Juni angesetzten ordentliche HV an einen Tag zusammenzulegen. Angepeilter Termin ist aber nicht der im MEL-Finanzkalender für die ordentliche HV seit Langem vermerkte 12. Juni, sondern der 23. Juni.
An diesem Tag sollen sämtliche, zum Teil heftig umstrittenen Themen auf der Tagesordnung stehen.
Das Mel-Management will dazu wie zu allen anderen Fragen und Themen keine Stellungnahme abgeben.
Umso gesprächiger zeigen sich Finanzkreise, die berichten, dass die MEL-Manager diesem Tag mit Besorgnis entgegensehen.
Der Grund: Offenbar ist das von der MEL immer wieder als fix und unantastbar dargestellte volle Stimmrecht der Partly Paid Shares (PPS) und der zurückgekauften Zertifikate anzuzweifeln. MEL berief sich dabei stets auf Jersey-Recht, laut dem eben die 150 Millionen PPS und die 88 Millionen Zertifikate bei HVs voll mitzustimmen hätten. Das wird nun von einigen Jerseyrechts-Experten ernsthaft in Frage gestellt.
Stimmrecht gefährdet
Es geht dabei um nichts Geringeres als um die Stimmrechts-Mehrheit. Denn falls die Stimmrechte der PPS und Zertifikate voll zum Tragen kommen, dürfte der MEL auf der HV mit mehr als 40 Prozent selbst bei heikelsten Tagesordnungspunkten die Mehrheit sicher sein.

Anderenfalls muß sich die MEL auf eine heiße HV gefasst machen: So haben Anleger und Anlegervertreter bereits sich im Vorfeld gegen eine Vielzahl der geplanten Änderungen ausgesprochen. Heftigste Kritik ruft hervor, dass die Auflösung der Managementverträge zwischen MEL und der Gesellschaft MERE mit 280 Millionen € vergoldet werden soll.
Weiters wird die geplante Wandelanleihe abgelehnt, ebenso wie die Zuteilung von Gratis-Optionen an die Gazit-Gruppe, die bei MEL einsteigen will.

Wirtschaftsblatt 27.04.2008

  

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RE: MEL: Hauptversammlungs-Termin wackelt
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.08 18:08)

Bringen zur A.o.HV die Vereinigten Minderheitsaktionäre den Deal zu Fall und taucht ein anständigeres Angebot auf, womöglich von einem Weißen Ritter, dann kann dem Julius bang werden um seine Abschiedsprämie. Und der Wienbroker wird heilfroh sein, nicht short zu sein

P.S. Bin auch nicht long: Gibt besseres, und hab sowieso kein Geld.

  

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RE: MEL: Hauptversammlungs-Termin wackelt
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.08 20:46)

>Bringen zur A.o.HV die Vereinigten Minderheitsaktionäre den
>Deal zu Fall und taucht ein anständigeres Angebot auf,
>womöglich von einem Weißen Ritter, dann kann dem Julius bang
>werden um seine Abschiedsprämie. Und der Wienbroker wird
>heilfroh sein, nicht short zu sein

Anständiges Angebot: Glaube ich nicht, es wurde ja länger gesucht und offensichtlich gibt es eben nicht viel Interesse, siehe Kurse der anderen Immos. Weißer Ritter glaube ich also nicht

Abfindung für Meinl: Dazu müßte man den Vertrag kennen. Auch Immofinanz muß einige Hundert Millionen bezahlen um das Management zu internalisieren. Ist halt leider so.

  

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Was noch kommen könnte: Daß zwischen der Ord.HV und der A.o.HV die PPS einbezahlt werden, wenn sich heraus stellt, daß bei der Ord.HV die Opposition zuviel Macht hat.

Damit sie - so legal wie möglich - mitstimmen dürfen bei der A.o.HV,
damit der Sieg also nicht mehr verloren gehen kann.

Weil ohne Einzahlung haben die PPS einen schweren Stand,
mit Einzahlung hat alles einen legaleren Anschein.

  

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Das wäre aus Meinl/Gazet-Sicht vermutlich ohnehin das Gescheiteste - nicht um den bekannten Plan durchzubringen, sondern (zumindest teils) an seiner Stelle. Viel mehr als die 7€ pro Aktie kostet die Einzahlung momentan auch nicht (geschätzt etwa 7,6 oder 7,7), dafür spart man sich auf der AoHV die halbe Aufregung.

  

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Nur wie finanzierst du die Einzahlung? Selbst bei 50M sind das 350M. Außerdem muß man auf jeden Fall auf die Optik achten. Also ein KRedit von Gazit für die PPS ist da nicht drin. Auch nicht wenn Meinl die 280M, dier er bekommen würde, vorher in MEL investiert.

J&S hat mit seiner Argumentation schon Recht, daß eventuell einen Nachbesserung kommt. Wer soll diesem Deal denn momentan zustimmen? Eine Erhöhung könnte die Wende bringen.

  

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Angesichts dieser news habe ich mal eine Order gegeben.
Markttiefe
Volumen Geld Brief Volumen
1.590 8,470 8,490 3.872
4.205 8,460 8,500 1.100
2.000 8,440 8,510 500
600 8,350 8,520 460
1.500 8,310 8,550 2.000

  

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>Nur wie finanzierst du die Einzahlung? Selbst bei 50M sind das 350M.

Gazit könnte die PPS übernehmen und einzahlen, statt der strittigen KE zu 7€. Dann hätte man leichtes Spiel und könnte auf der HV den Rest des Planes durchsetzen.


>Außerdem muß man auf jeden Fall auf die Optik achten.

Die hat bisher auch niemanden gekümmeret. Ich glaube nicht, daß man jetzt für die Optik plötzlich bereit wäre (eigenes) Geld in die Hand zu nehmen.

  

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>>Nur wie finanzierst du die Einzahlung? Selbst bei 50M
>sind das 350M.
>
>Gazit könnte die PPS übernehmen und einzahlen, statt der
>strittigen KE zu 7€. Dann hätte man leichtes Spiel und könnte
>auf der HV den Rest des Planes durchsetzen.

Puuh, das wäre aber mies. Diese PPs Geschichte ist wohl keine so einfach Konstruktion. es stellt sich die Frage, warum dieser Weg nicht schon von Anfang an gegangen wurde. Ich kann mir vorstellen, daß eine Ausbübung rechtlich nicht so einfach ist.
>
>
>>Außerdem muß man auf jeden Fall auf die Optik achten.
>
>Die hat bisher auch niemanden gekümmeret. Ich glaube nicht,
>daß man jetzt für die Optik plötzlich bereit wäre (eigenes)
>Geld in die Hand zu nehmen.

Ich glaube schon, daß man sich um die Optik gekümmert hat. Der Aktionrückkauif ging daneben, keine Frage. Aberman hat ihn zuerst nicht veröffentlicht. Wäre die Optik egal, hätte man das gemacht. Meinl ist immer wieder im TV aufgetreten. Man hat ML oder GS eingeschalten um eine bessere Lösung/Konstruktion zu finden usw. MMn ist denen die Optik sehr wichtig. Auch der Gazit Deal wurde versucht gut zu präsentieren.

  

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>MMn ist denen die Optik sehr wichtig.


Na servas, wenn das schon die optimierte Optik ist ...

  

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>>MMn ist denen die Optik sehr wichtig.
>
>
>Na servas, wenn das schon die optimierte Optik ist ...

Der war gut
Der Schaden für Meinl ist aber sicherlich größer als der mögliche Profit, den er jetzt noch macht. Die Marke ist kaputt.

  

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die A.o.HV wird deswegen auf die Zeit nach der Ordentlichen HV verschoben, um vorher noch die Machtverhältnisse auszuloten. Auf der Ordentlichen HV kann eh nicht viel schief gehen, und für die A.o.HV kann man dann ja gegebenenfalls ein verbessertes Angebot präsentieren. Wenn auf der Ordentlichen alles gut läuft, wird Nachbesserung nicht notwendig sein. Jedenfalls sind sie dann gut auf die Außerordentliche vorbereitet.

Und wer weiß, ob nicht nach der Ordentlichen HV schon so viele Anleger frustriert sind, daß sie kein zweites Mal in kurzer Zeit kommen.

  

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Sind hoch interessante Entwicklungen! Jetzt bin ich froh, daß ich meinen short geschlossen habe.

Was könnte jetzt passieren?
1. Machtkampf bei MEL: Gazit kauft noch Anteile bis zur HV um seinen guten Vertrag durchzubekommen. Kurs steigt.
2. Gazit besserrt nach. Kurs steigt

Wie auch immer, eine positive news. Denn wenn alles ok aus Sicht des Management wäre, würde die ao HV nicht verschoben werden.

Deine Überlegung, J&S, gefällt mir sehr gut. Abtesten auf der HV wie die Machtverhältnisse sind.

  

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UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.4.08 19:03)

Meinl European Land Ltd. / Recht/Prozesse


Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich.

29.04.2008

Jersey, 29. April 2008. Meinl European Land ("MEL") gibt bekannt, dass der
Unabhängige Verwaltungssenat Wien (UVS) in einer heute durchgeführten mündlichen
Berufungsverhandlung die Straferkenntnisse der Finanzmarktaufsicht (FMA) gegen
Mitglieder des Board of Directors der MEL wegen der Textierung einer Ad
hoc-Meldung im wesentlichen bestätigt hat. Allerdings hat der UVS den
Tatzeitraum ausdrücklich und ausschließlich auf den Tag des 27.7.2007
eingeschränkt, nachdem die FMA zuvor einen Tatzeitraum vom 27.7.2007 bis
23.8.2007 angegeben hatte.

Die Boardmitglieder der MEL werden nach Zustellung der Bescheide des UVS
Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) einbringen, da das Verfahren
mangelhaft geführt wurde und das Ergebnis auf einer falschen Rechtsansicht des
komplexen Sachverhalts beruht.


Ende der Mitteilung euro adhoc

  

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RE: UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.4.08 20:36)

Eigentlich kann ich mir auch nicht angesichts der vielen Anwälte vorstellen, daß das Management einen juristischen Fehler gemacht hat.

Die Frage ist, welche Folgen das hätte. Angenommen es bestünden Schadensansprüche, gegen wen? Gesellschaft ist sinnlos, das ist das Geld der Aktionäre. Gegen das Management, nur wieviel Geld werden die haben?

  

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RE: UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.4.08 20:55)

Gut wäre eine letztinstanzliche Bestätigung von Fehlverhalten wenn man sich ohne die 280 Millionen Stornogebühr vom Management trennen wollte. Anderenfalls kann man die Erkenntnisse ad acta legen. Ob das Board jetzt ein paar Tausender Strafe zahlt oder nicht ist irrelevant, besonders für die Aktionäre.

  

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RE: UVS bestätigt MEL-Board-Bestrafung im Wesentlichen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.4.08 21:56)

>Gut wäre eine letztinstanzliche Bestätigung von Fehlverhalten
>wenn man sich ohne die 280 Millionen Stornogebühr vom
>Management trennen wollte. Anderenfalls kann man die
>Erkenntnisse ad acta legen. Ob das Board jetzt ein paar
>Tausender Strafe zahlt oder nicht ist irrelevant, besonders
>für die Aktionäre.

Das wäre natürlich der Hammer, wenn man sich die 280M sparen könnte. Aber das kann ich mir insofern nicth vorstellen, als es da um irgendeine Verletzung der ad-hoc Pflicht geht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Verletzung ausreicht um den Managementvertrag aufzulösen.

Eine generelle Frage: Die 280M gehen doch an die Meinl Bank, oder nicht?

  

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Bei Meinl European Land hat sich Gazit Globe schon eingekauft
Laut "Profil" für 50 Mio. Euro - Bei Sonder-HV schon bestimmender Faktor - Termin für Aktionärstreffen noch immer offen - Kritische Kleinanleger sammeln sich

Schon vor der Sonder-Hauptversammlung, die den Einstieg der israelischen Gazit und einer Citibank-Immobilienfondstochter (CPI) absegnen soll, hat sich die israelische Immobiliengruppe Gazit Globe mit Zertifikaten von Meinl European Land (MEL) im Gegenwert von annähernd 50 Mio. Euro eingedeckt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuesten Ausgabe.


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Die Investoren hätten bis einschließlich 28. März 2008 insgesamt 5,6 Millionen MEL-Zertifikate zum Durchschnittskurs von 8,90 Euro über die Börse erworben, schreibt das Magazin. "Daran hat sich seither nichts geändert", wird eine Vertreterin der Investorengruppe zitiert. Wie und in welchem Zeitraum dieser Kurswert zustandekam, geht daraus nicht hervor.

Von insgesamt 450 Mio. MEL-Titeln sind derzeit rund 211 Millionen tatsächlich in Umlauf, der Rest entfällt auf die umstrittenen "teileinbezahlten Aktien" (150 Millionen Stück) beziehungsweise die 2007 rückgekauften eigenen Zertifikate (88,8 Millionen Stück). Gazit Globe käme damit auf einen Anteil von derzeit 2,6 Prozent. Da MEL darüber hinaus keinen nach außen hin bekannten Großaktionär hat, würde Gazit Globe bei der nahenden MEL-Hauptversammlung schon ein bestimmender Faktor sein, heißt es.

Wann die (außerordentliche) Hauptversammlung statt findet, die den Deal mit Gazit/Citi besiegelt, steht nach MEL-Angaben indes immer noch nicht fest. Die Unterlagen lägen bei den Behörden am Firmensitz auf der zum britischen Kronbesitz zählenden Kanalinsel Jersey. Man rechne aber, in Kürze bekannt geben zu können, wann das Aktionärstreffen statt findet. Ob eine ordentliche und eine außerordentliche Hauptversammlung nacheinander abgehalten oder die Sitzungen zusammengelegt werden, stehe ebenfalls noch nicht fest, so ein MEL-Sprecher am Donnerstag zur APA. Bisher lautet der Plan im Hauptversammlungskalender für die ordentliche MEL-HV noch immer auf 12. Juni.

Zahlreiche Kleinanleger, die seit dem vorigen Jahr unter massiven Kursverlusten ihrer Zertifikate leiden, haben vor, bei der bevorstehenden Sonder-Hauptversammlung von Meinl European jedenfalls ihre Stimmen zu bündeln. Sie wollen so möglichst viele Stimmen zusammenzubringen, um zumindest ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Einer dafür installierten eigenen Internetplattform ("MELfanclub") gehören bis zum heutigen Tag 1.100 MEL-Anleger an, berichtete einer der Initiatoren zur APA.

Die kritischen Kleinanleger verlangen vor dem "Gazit-Deal", dass dabei die Auflösung des Managementvertrages zwischen MEL und MERE nicht mit weiteren 280 Mio. Euro "vergoldet" werden dürfe. Weiters lehnen sie die Zuteilung von Gratis-Optionen an Gazit-Globe ab. Ablehnend stehen sie auch der geplanten Wandelanleihe gegenüber, diese verkompliziere den Deal unnötig. Weiters fordern sie die Klärung der Rechtmäßigkeit der Partly Paid Shares (PPS), deren volle Einzahlung oder ihren Ausschluss vom Stimmrecht. (Schluss) rf/wyh

ISIN AT0000660659
WEB http://www.meinleuropeanland.com

(APA)

  

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Widerstand: Heiße Wochen für die Meinl-Gruppe
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.5.08 08:45)

08.05.2008 | 18:33 | (Die Presse)

Vor den Haupt-versammlungen regt sich – teilweise organisierter – Widerstand von Kleinanlegern gegen die umstrittenen Praktiken von MEL, MAI und MIP.

wien (ju). Der Meinl Gruppe stehen turbulente Wochen bevor: Alle drei börsenotierten Meinl Gesellschaften – Meinl European Land (MEL), Meinl Airports International (MAI) und Meinl International Power (MIP) – halten ihre Hauptversammlungen ab. Und in allen dreien regt sich beträchtlicher Unmut der Klein-Zertifikatsbesitzer.

Am besten organisiert ist der Aufstand der Kleinen bei der Meinl European Land: Dort haben sich frustrierte „Zertifikateure“ zusammen geschlossen und eine Internet-Plattform namens „MELfanclub“ gegründet, die bereits mehr als 1000 Mitglieder hat. Das Ziel: Die Stimmrechte zu bündeln und damit bei der Hauptversammlung zumindest auf sich aufmerksam zu machen.

Schwere Kursverluste
Der Vorwurf bei allen drei Unternehmen: Die Meinl Bank habe über Gebühren, Spesen, Marketmaker-Vereinbarungen und Lizenzeinnahmen an allen drei Unternehmen (die alle extern von Meinl-Bank-Töchtern gemanagt werden) im Vorjahr einen dreistelligen Millionenbetrag verdient, während die „Zerifikateure“ (die sich ursprünglich für Aktionäre gehalten haben, bis sie drauf gekommen sind, dass als Hauptaktionär in allen drei Meinl-Gesellschaften die Kontrollbank eingetragen ist und sie selbst nur von der Kontrollbank emittierte Aktienzertifikate halten) schwere Verluste erlitten haben.

Konkret: Der Aktienkurs der MEL liegt derzeit um rund 61 Prozent unter dem Höchstkurs des Vorjahres. MAI hat seit der Emission im Vorjahr 55 Prozent seines Wertes verloren, MIP ist um 45 Prozent weniger wert.

Die Forderung der Klein-Zertifikateure: Das externe Management solle „internalisiert“ und die Marketmaker-Abkommen mit der Meinl Bank gelöst werden. Beides hat bei MAI und MIP freilich wenig Chancen, MEL wird demnächst an die israelische Gazit-Gruppe verkauft. Dort würden die Kleinen gerne verhindern, dass die Meinl-Gruppe per Auflösung des Managementvertrags noch einmal 280 Mio. Euro aus dem Unternehmen zieht.

Gazit hat im übrigen vorsichtshalber schon an der Börse zugekauft (was die leichten Kurssteigerungen der jüngsten Zeit erklärt) und hält laut „profil“ 5,6 Mio. (der insgesamt 450 Mio.) MEL-Papiere.

Die MEL-HV ist für den 12. Juni angesetzt. Allerdings muss für den Abschluss des Verkaufs eine außerordentliche HV angesetzt werden, die noch keinen Termin hat.

Den Beginn im HV-Reigen macht die an der Börse völlig unter die Räder gekommene MIP. Den Abschluss am 27. Juni. Da wird sich das Management wohl Fragen zu einem vorerst grässlichen Fehlinvestment gefallen lassen müssen: Im vorigen November hat MAI um 190 Mio. Euro einen zehnprozentigen Anteil (deutlich über dem Börsenkurs) am türkischen Flughafenbetreiber TAV Airports gekauft. Jetzt ist das Paket wegen des Kursverfalls gerade noch die Hälfte wert.

Wie groß das Vertrauen der Anleger in MAI derzeit ist, zeigt ein Faktum: Das Unternehmen ist derzeit an der Börse weniger wert als die Barmittel, die es auf Geldmarktkonten liegen hat...
("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.05.2008)

  

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Meinl European Land (ADC) Datum/Zeit: 12.05.2008 14:20
Quelle: euro adhoc
Börse Chart Meinl European Land (ADC)
euro adhoc: Meinl European Land Ltd. / MEINL EUROPEAN LAND GIBT VORSCHLAG VON RACHEL LAVINE ALS NEUER CEO BEKANNT

St Helier, Jersey, 12 Mai 2008:

Am 20. März 2008 gaben das Board of Directors von Meinl European Land Limited ("MEL" oder das "Unternehmen") und CPI/Gazit Holdings Limited ("CPI/Gazit"), ein Joint Venture zwischen Gazit-Globe Ltd ("Gazit"), einer an der Tel Aviver Börse (TASE:GLOB) notierten, multinationalen Immobilieninvestmentgesellschaft, und CPI Austria Holdings Limited ("CPI Austria"), einer 100%-igen Tochter von CPI Capital Partners Europe LP (und deren Parallelfonds), ein Immobilienfond, der von Citibank International plc durch deren Geschäftseinheit Citi Property Investors ("CPI") betreut wird, gemeinsam die Unterzeichnung eines Vertrages bekannt, wonach CPI/Gazit, Gazit und CPI Austria in das Unternehmen einen Betrag von bis zu EUR 800 Mio. als Teil einer Gesamtinvestition von bis zu EUR 1,3 Mrd. (die "Transaktion") investieren sollen, flankiert von einer Aenderung in Führungsorganen und des Managements.

Das Unternehmen freut sich bekannt geben zu können, dass Frau Rachel Lavine, ehemalige Präsidentin und CEO von Plaza Centers (Europe) BV ("Plaza Centers"), einem großen Entwickler und Betreiber von Shopping und Entertainment Centern in Mittel- und Osteuropa, sich bereit erklärt hat, die Position des CEO des Unternehmens zu übernehmen und dem Board of Directors des Unternehmens beizutreten, sobald und unter der Voraussetzung, dass die oben erwähnte Transaktion abgeschlossen wird und die Zustimmung der Aufsichtsbehörden und der Aktionäre/Zertifikatsinhaber vorliegt. Es wird vorgeschlagen, dass das neue Board zusätzlich zu Rachel Lavine aus fünf unabhängigen Direktoren und vier von CPI und Gazit bestellten Direktoren bestehen soll.

Frau Lavine ist 42 Jahre alt und verfügt über große Erfahrung sowohl international in Entwicklung und Bau von Immobilien, als auch im Management börsennotierter Unternehmen. In ihrer jüngsten Funktion war sie stellvertretende Vorstandsvorsitzende (executive vice chairman) von U. Dori Engineering Works Corporation LTD, einem Immobilienentwicklungs- und -bauunternehmen, das an der Tel Aviver Börse notiert ist und Vermögenswerte von über EUR 250 Mio. besitzt. Zwischen 2005 und 2006 war Frau Lavine Präsidentin und CEO von Plaza Centers, einem mittel- und osteuropäischen Immobiliendeveloper (der jetzt an der Londoner Börse mit über £500 Mio gelistet ist). Von 1999 bis 2006 war sie Präsidentin und CEO von Elscint Limited, einem Immobilienentwicklungsunternehmen, das damals an der New Yorker Börse notiert war.

Frau Lavine ist seit zwei Monaten als Konsulentin für Gazit tätig und hat das Unternehmen während dieser Zeit kennen gelernt. In dieser Zeit hat sie Gazit bezüglich möglicher Strategien zum weiteren Wachstum von MEL und der Weiterentwicklung des Portfolios beraten. Wenn sie die Position des CEO des Unternehmens übernimmt, wird Frau Lavine ausschließlich vom Unternehmen beschäftigt werden und ihre Beratertätigkeit für Gazit beendet.

In einer Stellungnahme zu ihrer Bestellung sagte Georg Kucian, Vorsitzender von MEL: "Wir freuen uns, dass Frau Lavine sich bereit erklärt hat, dem Unternehmen als CEO beizutreten. Wir hoffen, dass ihre Erfahrung im Immobilienbereich und auf den Kapitalmärkten sowie als Direktorin mehrerer bekannter börsennotierter Unternehmen helfen wird, die Position von MEL als führendes Unternehmen in der Immobilienentwicklung in Mittel- und Osteuropa weiter zu entwickeln."

Chaim Katzman, Vorsitzender von Gazit-Globe Ltd, sagte: "Die Ernennung von Frau Lavine wird den ersten Schritt hin zum Aufbau eines neuen erfahrenen und kenntnisreichen Managementteams innerhalb von MEL darstellen. Wir freuen uns, dass sie sich bereit erklärt hat, die Position als neuer CEO zu übernehmen und sehen sie als Eckpfeiler des neuen Managementteams an."

Rachel Lavine sagte: "Es ist eine Ehre, diese Position angeboten zu bekommen. Ich werde in einer Zeit der Aenderungen und Umbildung für das Unternehmen zu MEL kommen. Mit der vorgeschlagenen Investition von CPI/Gazit, Gazit und CPI Austria, und den entsprechenden Veränderungen sollte MEL ideal aufgestellt sein, um Wachstumsmöglichkeiten zu verfolgen und die Weiterentwicklung seiner starken Projektpipeline und einem aktiven Management seines Portfolios anzustreben. Ich freue mich auf die Möglichkeit, nach der Genehmigung der Transaktion das Unternehmen in dieser spannenden Entwicklungsphase zu leiten."

Der Abschluss der Transaktion unterliegt einer Reihe von Bedingungen, u.a. der Genehmigung durch die Aktionäre und der Zustimmung von Behörden, einschließlich der Jersey Financial Services Commission. Die Ernennung von Frau Rachel Lavine ist auch abhängig von der Erfüllung der entsprechenden Genehmigungsanforderungen der Jersey Financial Services Commission und der Zustimmung der Aktionäre/Zertifikatsinhaber. Die Umsetzung der Transaktion verläuft plangemäß und das Unternehmen, CPI und Gazit arbeiten weiter darauf hin, die Abstimmung zur Zustimmung der Aktionäre/Zertifikatesinhaber im 2. Quartal dieses Jahres abzuhalten.

Weitere Auskünfte:

London Österreich
Citigate Dewe Rogerson Trimedia
Michael Berkeley Bernhard Hudik
Sarah Gestetner +43 676 842 44381
+44 20 7638 9571 +43 1 5244 300

Für weitere Auskünfte betreffend Rachel Lavine:

London Österreich
Financial Dynamics Dr. Viktor Bauer PR GmbH
Stephanie Highett Dr Viktor Bauer
+44 (0)20 7831 3113 Mag. Anita Köninger
viktor.bauer@viktorbauer.com
+43 (1) 320 95 45 18


Über Meinl European Land
MEL ist ein Immobilieninvestment- und Entwicklungsunternehmen, das sich primär auf den Bereich Handel in Mittel- und Osteuropa konzentriert. Per 31. Dezember 2007 besaß MEL 162 betriebliche Investmentliegenschaften mit einem Marktwert von ca. EUR 1,9 Mrd. und ein bedeutendes Portfolio an Investmentprojekten mit einem erwarteten Investitionsbedarf von EUR 3,3 Mrd., von denen EUR 0,8 Mrd. per 31. Dezember 2007 bereits getätigt wurden. Zusätzlich hat das Unternehmen Grundflächen von über 1,8 Mio m² erworben. Das Unternehmen ist seit 2002 an der Wiener Börse notiert und gegenwärtig mit EUR 1,8 Mrd. kapitalisiert.

Über Gazit-Globe Ltd

Gazit ist eine führende multinationale Immobilieninvestmentgesellschaft, die Immobilien im Wert von über EUR 8 Mrd. in den USA, Kanada, Europa, Israel und Brasilien kontrolliert. Gazit und seine börsennotierten Töchter sind Markt führend in Corporate Governance und stehen unter der Leitung von Weltklasse-Direktoren. Gazit sucht aktiv Wachstumschancen, sowohl durch organisches Wachstum, als auch durch strategische und wachstumsorientierte Übernahmen.

Über Citi Property Investors

CPI ist ein weltweites Managementunternehmen für Immobilieninvestments mit Büros in den großen Finanzzentren und per 1. Februar 2008 für das Management von über $ 12,9 Mrd. zuständig. CPI beschäftigt über 125 Immobilienprofis. Seine Geschäftsführer haben im Durchschnitt über 20 Jahre Erfahrung im kommerziellen Immobilienbereich. CPI ist die Zentrale für Immobilieninvestments der Citi Alternative Investments, die per 31. Dezember 2007 schuldenfrei Vermögenswerte von EUR 59,2 Mrd. verwaltete

Rückfragehinweis:

Trimedia
Bernhard Hudik
+43 676 842 44381
+43 1 5244 300

Ende der Mitteilung euro adhoc
--------------------------------------------------------------------------------

aktueller Kurs: 8.5 +0.35%

  

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"Die Umsetzung der Transaktion verläuft plangemäß und das Unternehmen, CPI und Gazit arbeiten weiter darauf hin, die Abstimmung zur Zustimmung der Aktionäre/Zertifikatesinhaber im 2. Quartal dieses Jahres abzuhalten."

Man arbeite darauf hin heißt für mich soviel wie, könnte auch eventuell nicht klappen die HV noch im Juni zu machen.

Die neue CEO-Frau scheint ok zu sein.

  

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Bei der Immo-Gesellschaft Meinl European Land wird nach dem Einstieg von CPI / Gazit Globe kein Stein auf dem anderen bleiben. Die MEL werde zu einer "europäischen Gesellschaft" umgebaut, kündigte Chaim Katzman, Chairman der in Tel Aviv börsennotierten Gazit Globe an. Dabei werden die bisher engen Verbindungen des auf der Kanalinsel Jersey ansässigen Unternehmens mit Österreich und Meinl gekappt: Neben der Suche nach einem neuen Namen - ohne "Meinl" - ist man auch auf der Suche nach einem neuen Standort. Wien komme nicht infrage, die Assets des Unternehmens befänden sich ja ohnehin außerhalb Österreichs.

Die viel kritisierten strukturellen "Besonderheiten" bei der MEL werden gestrichen. Das Management werde von externem auf internes Management umgestellt. Die bisherige volumenorientierten Entlohnung für das Management werde umgestellt auf eine performanceorientierten Vergütung. Die "Partly Paid Shares" (teileinbezahlte Aktien), deren Eigentümer bisher nicht genannt wurden, werden eingezogen.

Künftige Chefin

Die künftige Chefin der MEL, Rachel Lavine, hat bereits mehrere Immobilien des Konzerns in Osteuropa besucht. "Das Portfolio ist gut". Sie habe sehr gute Standorte, aber auch solche "mit Verbesserungspotenzial" gesehen. Lavines Strategie: "Steigerung des Ertrags, Begrenzung der Kosten."

Die MEL-Anleger fürchten nun, dass die Sonder-HV, auf der die Anleger den MEL-Verkauf absegnen sollen, am Sitz des Unternehmens in Jersey stattfinden könnte. "Die Anzeichen dafür mehren sich", sagte Aktionärsvertreter Wilhelm Rasinger. (bpf, APA, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 16.5.2008)

  

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.... hier im detail die beträge die 2007 von mel an die meinl-bank bezahlt wurde, u.a. provision für ke 99 mio, marketmaker-geb. 31 mio, miete für meinl-namen 14 mio usw, das muß jetzt endlich ein ende haben und die anleger und geldgeber dürfen nicht weiter um ihren ertrag betrogen werden:

Wie der Börse Express bereits Ende April berichtet hat, hat die Meinl Bank im Jahr 2007 von Meinl European Land saftige Fees erhalten. Das Nachrichtenmagazin "profil" führt in seiner Montag erscheinenden Ausgabe diese nochmals im Detail an. So hat Meinl European Land (MEL) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 Provisionen und Gebühren in der Höhe von insgesamt 160 Millionen Euro an die Meinl Bank abgeführt, somit mehr als den ausgewiesenen Gewinn nach Steuern von 154,6 Millionen Euro. Größter Einzelposten war eine Provision in der Höhe von 99,731 Millionen Euro aus der Platzierung der Kapitalerhöhung vom Jänner 2007. Weitere 31,469 Millionen Euro wurden als "Service-Gebühr" für das so genannte Market Making in MEL-Zertifikaten verrechnet. Dazu kamen noch "Management-Gebühren" für die Verwaltung des Immobilien-Bestandes (12,98 Millionen Euro), "Lizenz-Gebühren" für die Verwendung des Namens "Meinl" (14,345 Millionen Euro) sowie "Treuhand-Gebühren" für die Verwaltung von MEL-Barguthaben (1,886 Millionen Euro).

Unterdessen ist weiterhin unklar, wo die Hauptversammlung der MEL stattfinden wird. Anleger von MEL befürchten, dass die Hauptversammlung, in der die Aktionäre den Einstieg von Investor Gazit/CPI absegenen soll, nicht in Wien, sondern am Sitz des Unternehmens auf der Kanalinsel Jersey stattfinden könnte. "Die Anzeichen dafür mehren sich", sagte Kleinaktionärsvertreter Wilhelm Rasinger zur APA

  

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Der Profil-Artikel ist in seiner gesamten Länge lesenswert - kann den jemand reinstellen? - Danke

zur HV: Wer vertritt uns denn da? - Hat jemand Lust auf eine Reise nach Jersey? - Damit würden wir in die "Krone" kommen - "Aktienforum nominiert XY zur HV und schickt ihn aus Protest nach Jersey!"


mfG

Glückspilz

  

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ich hab schon mal bei der iva angefragt, was man tun muss um sich bei der mel hv von denen vertreten zu lassen, aber leider blieb meine email unbeantwortet....

  

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Auch nur ein Auszug:
http://aktien-portal.at/shownews.html?id=15397

..."profil": Meinl European Land: Meinl Bank kassierte 2007 Provisionen und Gebühren in der Höhe von 160 Millionen Euro
Laut Jahresabschluss schlugen allein Kapitalerhöhung und Market Making mit 131 Millionen Euro zu Buche

Denke nicht, daß es erlaubt ist den ganzen Artikel einzustellen.

  

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Danke sehr!

\"Edit 2\"

UPS - wollte natürlich antworten und nicht editieren! - kannst du ihn noch einmal hereinstellen - Sorry!

  

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Aber gerne doch (Ich hatte schon tief luft geholt ......)

Gruß



Profil vom 19.05.2008

Meinl European Land musste 2007 "Provisionen" und "Gebühren" in Höhe des gesamten Jahresgewinns an die Meinl Bank abführen: 160 Millionen Euro.

Es ist die einfache Subtraktion, die Anleger der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) verzweifeln lässt. Die an der Wiener Börse gehandelten MEL-Zertifikate notieren derzeit knapp über acht Euro. Vor einem Jahr waren es noch 21 Euro. Wertverlust: 62 Prozent.

MEL, das ist zunächst ein Anlegerskandal erster Güte, möglicherweise auch ein Kriminalfall. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen Bankier Julius Meinl und andere mutmaßlich involvierte Personen wegen des Verdachts des Betrugs und der Untreue im Zusammenhang mit dem sattsam bekannten Wertpapier-Rückkaufprogramm (es gilt die Unschuldsvermutung).

MEL könnte aber genauso gut als Lehrbeispiel für Kapitalismus in seiner unschönsten Ausprägung herhalten. Während die einen nämlich verlieren, machen andere das große Geschäft.

Seit wenigen Tagen liegen die MEL-Geschäftszahlen 2007 vollständig vor. Ausgerechnet in dem für Anleger so katastrophalen Jahr musste die Immobiliengruppe Provisionen und Gebühren von insgesamt 160 Millionen Euro an die Meinl Bank abführen. Das war einerseits der höchste Betrag in der Geschichte von Meinl European Land und andererseits auch mehr, als die Immobiliengesellschaft überhaupt als Gewinn nach Steuern ausweisen konnte (154,6 Millionen Euro).

Das Vertragsbündel, das die Leistungen regelt, ist dem Grunde nach seit Längerem bekannt. Die genauen Zahlen sind allerdings erst jetzt verfügbar:

- Der mit Abstand größte Einzelposten war die Provision für die Abwicklung der schicksalhaften Kapitalerhöhung im Jänner 2007. MEL drückte damals 75 Millionen neue Papiere zum Kurs von jeweils 19,7 Euro in den Markt und erlöste damit brutto 1,477 Milliarden Euro. Die Meinl Bank kassierte im Wege eines "Platzierungsvertrags" 6,75 Prozent oder 99,73 Millionen Euro Provision. Und das, obwohl gut 30 Millionen Zertifikate, also fast die Hälfte der Kapitalerhöhung, nicht verkauft werden konnten und beim Meinl'schen Investmentvehikel Somal in der Karibik geparkt werden mussten.

- Die Meinl Bank war im Rahmen eines "Market Maker"-Vertrags bisher dazu verpflichtet, Kurse für die MEL-Papiere an der Börse zu stellen, um Liquidität zu gewährleisten. Nun wurden aber auf Grundlage dieser Vereinbarung zwischen April und August 2007 heimlich 88,8 Millionen MEL-Zertifikate auf Rechnung der Immobiliengesellschaft angekauft. Das ging ins Geld. Im Wege einer "Wartungsgebühr" ("maintenance fee") musste MEL exakt 31,47 Millionen (2006: 18,44 Millionen) Euro an die Meinl Bank überweisen.

- Wer Meinl heißt, dem mangelt es offenbar nicht an Selbstwertgefühl. Die Nutzung des Namens "Meinl" im MEL-Markenauftritt ließ sich die Meinl Bank gemäß einem "Lizenzvertrag" mit weiteren 14,35 Millionen Euro abgelten. 2006 waren es an sich schon stolze 6,68 Millionen Euro gewesen. Nur war die Marke damals noch nicht beschädigt. Bei der nahenden MEL-Hauptversammlung soll der Einstieg des amerikanisch-israelischen Konsortiums CPI/Gazit Globe beschlossen werden. Die Investoren haben angekündigt, den Namen Meinl aus dem MEL-Firmenwortlaut streichen zu wollen. Ist die Marke tatsächlich so kostbar, wie die Lizenzzahlungen vermuten lassen?

- MEL verfügte Ende 2007 zwar über Immobilien in Zentral- und Osteuropa mit einem Marktwert von angeblich 1,9 Milliarden Euro. Verwaltet wurden diese aber von den Mitarbeitern der Meinl Bank. Und die verrechnete dafür auf Basis eines "Managementvertrags" 12,98 Millionen Euro (2006: 6,67 Millionen Euro).

- Da die Meinl Bank auch eine Bank ist, hat MEL dort traditionell einen nicht unwesentlichen Teil der Barguthaben veranlagt. Ende 2007 waren es 563 Millionen Euro. Das kostete natürlich extra. Laut einem "Treuhandvertrag" musste MEL 1,89 Millionen (2006: 0,5 Millionen) Euro an "Servicegebühren" abliefern.

Macht alles in allem eine Summe von 160 Millionen Euro. 2006 hatte der Vergleichswert unter Einrechnung der Provisionen für zwei Kapitalerhöhungen 147 Millionen Euro betragen. In nur zwei Jahren hat MEL somit 307 Millionen Euro für "Platzierung", "Market Making", "Lizenzen", "Management" und "Treuhandschaft" an das Geldhaus der Meinls überwiesen. Das waren etwa zwei Drittel der laufenden Bankerträge.

Julius Meinl hat all das wohlweislich nie kommentiert. Über seinen Sprecher ließ er profil bereits vor Wochen ausrichten, die Meinl-Bank-Gruppe habe "aufgrund von Verträgen, die in den veröffentlichten und genehmigten Prospekten dargelegt sind, Leistungen für die MEL erbracht und dafür markt- und branchenübliche Entgelte erhalten".

Mit dem Einstieg von CPI/Gazit soll der Spuk zwar ein Ende haben. Die Meinl Bank will für die Auflösung aller Verträge freilich noch einmal 280 Millionen Euro sehen. Das war eine nicht verhandelbare Vorbedingung von Julius Meinl.

Im Rückblick stellt sich die Frage, mit wem der Bankier damals all diese Verträge abgeschlossen hat.

Julius Meinl Die Anleger verloren, er gewann


.
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Gruß

  

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Irgendwie muß man die ganze MEL-Geschichte jetzt schön langsam doch relativieren. Ich finde zwar auch, daß die ganze Sache ziemlich anrüchig ist, jedoch war vieles von dem seit Jahren bekannt und veröffentlicht, insofern muß man dem Fünfer sogar recht geben. Man könnte auch sagen, der Beschiß war vom Fünfer von vornherein geplant, eine schlimme Sache.

Nun aber zur anderen Seite: Niemand wurde gezwungen, die MEL Papierdln zu zeichnen / kaufen! Also ich mache mir, wenn ich eine größere Ausgabe / einen größeren Kauf tätige, die Mühe, mir die Sache eingehendst anzusehen, Hintergrundinfos einzuholen, Prospekte zu lesen etc. etc. Ob es sich dabei um ein neues Auto, eine Wohnung oder ein Wertpapier handelt, ist dabei egal. Ich informiere mich umfassendst, damit ich ja keinen Sch... baue!

Und jetzt zu MEL: Ja, auch ich war in den Papierdln drinnen, obwohl mir der Verkaufsprospekt schon zimelich suspekt war (und der Fünfer eigentlich auch immer). Aber zumindest war ich nur recht kurz drinnen, bin nach oben mitgeschwommen, dann mal kurz raus, beim Abschwung leider zu früh rein und gottseidank mit SL raus. Dann, ziemlich weit unten wieder rein und mit schönem Gewinn wieder raus ... Hätte man das Grundhandwerk des investierens auch nur im mindesten beherzigt, hätte man seine Verluste doch erheblichst einschränken können (und günstigstenfalls sogar schöne Gewinne erwirtschaften können). Kurz und gut: Vieles von dem, was wir jetzt kritisieren, war lange klar, nur wollte es niemand wahr haben. Seien wir ehrlich, wenn es nach oben geht, ist doch alles Wurscht, Hauptsache die Performance paßt. Wenn es nach unten geht, ist jeder voll mit dabei, und dann wird gejammmert und die anderen haben Schuld ...

Versteht mich nicht falsch: Ich mag den Fünfer seit jeher überhaupt nicht und finde die ganze MEL Sache nahe am Betrug (es gilt die Unschuldsvermutung), aber irgendwie müssen sich alle, die Verluste eingefahren haben, schon selbst auch eine Mitschuld an ihrer Misere geben. Wie gesagt, niemand wurde gezwungen, dort zu investieren.

  

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Übrigens hat es andere Immowerte noch viel schlimmer erwischt. Z.B. Patrizia Immobilien. Kurs vor einem Jahr 25, jetzt um die 4. Ist also gar nicht so schlimm mit der MEL ...
(Bin bei Patrizia übrigens jetzt long - mit den Gewinnen aus dem letzten MEL-Trade ...). So macht Börse Spaß ....





  

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Das meiner Meinung nach "BESTE" kommt in den Zitaten des Profil-Originals leider nirgends zum Vorschein:

Meinl selbst sagt zur Rechtfertigung (zum wiederholten Mal): "Stand doch eh alles in den veröffentlichten Prospekten, etc. - Warum regt's Euch denn jetzt im Nachhinein auf - hat doch jeder immer gewußt" (sinngemäß von mir übersetzt

Und, RECHT hat ER! - und damit ist er genial! Diese Arroganz sucht ihresgleichen!

"Ich hab 160 Mille und wer die bezahlt ist mir doch egal" (noch ein sinngemäßes Zitat)

Jetzt die ernsthafte Frage: Wer hat ihm denn von MEL-Seite diese Verträge unterzeichnet (Er selbst vertritt ja nur die Meinl Bank und nicht die MEL, meines Wissens) - und, kann man diese Herrschaften nicht doch bei der HV zur Verantwortung ziehen?

Dass Meinl das beste für sich und seine Bank herausholt, kann man ihm doch nicht vorwerfen. - Die anderen Marionetten stehen mir viel zu wenig im Rampenlicht bzw. in der Zeitung. Warum???

mfG

Glückspilz

  

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Neue Anzeigen gegen Organe von Meinl European Land
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.5.08 12:23)

"profil": Anlegerschützer wähnt Untreue in Zusammenhang mit Wertpapier-Rückkäufen 2007

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, steht der Interessenverband für Anleger (IVA) unmittelbar davor, Anzeigen gegen Organe der börsenotierten Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) bei der Staatsanwaltschaft Wien beziehungsweise bei der Justiz am MEL-Firmensitz Jersey einzubringen. Die Anlegerschützer wähnen Untreue in Zusammenhang mit den Wertpapier-Rückkäufen 2007. Namentlich genannt werden die engen Meinl-Vetrauten Georg Kucian, Karel Römer und Heinrich Schwägler, allesamt Mitglieder des "Board of Directors" von Meinl European Land. Für alle Beteiligten gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

BE 25.05.2008

  

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ganz schöne schwankungen heute bei der MEL...
Wie schätzt Ihr die Zahlen am Donnerstag ein?

  

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>ganz schöne schwankungen heute bei der MEL...
>Wie schätzt Ihr die Zahlen am Donnerstag ein?

MEL hatte bisher eigentlich immer recht gute Zahlen geliefert. Und ich schätze, daß es diesemla nicht anders ist. Aber wie beim letzten mal, die Börse wird von anderen Sachen überlagert, nämlich ob der Gazit Deal durch geht oder nicht. Wenn ja, dann gibt es eine große Verwässerung und der Abschlag vom NAV wird deutlich sinken. Das könnten Analysten dann negativ auslegen, weil dann andere Immos einen größeren NAV-Abschlag haben. Ich hoffe also, daß dem auf der ao HV nicht zugestimmt wird. Wenn doch, drohen wieder 7er Kurse.

  

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7er Kurse hatten wir ja heute schon!
Hab heut nochmal aufgestockt...
Bin mal gespannt was am Donnerstag auf uns zukommt.
Heute scheint es so als würde ein großer seine Stücke vorher los werden wollen..
Den Gazit Deal stehe ich aber positiv gegenüber...
Hauptsache der Name Meinl verschwindet!
Vom NAV sind wir ja schon wieder Meilenweit entfernt..

Kennt jemand den aktuellen NAV?
Der Abstand dürfte schon wieder mehr als 40% betragen...

  

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>Kennt jemand den aktuellen NAV?
>Der Abstand dürfte schon wieder mehr als 40% betragen...

15,25 per Ende 07.
Das Problem beim Gazit Deal: Es kommt zwar auch Geld in die Kassa, aber der Immobesitz+Cash wird durch mehr Aktien aufgeteilt, damit sinkt mit dem GAZIT Deal der NAV und damit auch der Abschlag.

Um wieviel % wird eigentlich verwässert, weiß das wer? Bei 20% Verwässerung wäre der neue NAV ca. 13,50. Bei mehr Verwässerung sogar niedriger.

  

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>Um wieviel % wird eigentlich verwässert


Gute Frage. Durch die Kombination aus unmittelbarer Kapialerhöhung / Wandelanleihen / Optionen bei gleichzeitiger Einziehung der PPS (?) und Vernichtung der rückgekauften 30% läßt sich das nicht auf einen Blick erkennen.

  

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RE: Zahlen am Donnerstag...
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.5.08 13:12)

.... wenn die pps und die rückgekauften zertis vernichtet werden, könnte mmn der nav trotz ke und wandelanleihe steigen

  

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>.... wenn die pps und die rückgekauften zertis vernichtet
>werden, könnte mmn der nav trotz ke und wandelanleihe steigen

D.h. die zurückgekauften Zertis sind nicht rausgerechnet? Das glaube ich eigentlich nicht, weil alle fordern doch die Aktienrückkauf bei IEA oder IIA damit der NAV dadurch steigt.

Bei den PPS weiß ich nicht, wie die berücksichtigt wurden. Aber, da die MEL ja Verkaufskünstler sind, denke ich nicht, daß die mit einbezogen wurden. Weil die hätten den NAV schwer gedrückt, somit denke ich, daß bei der Veröffentlichung des NAVs die PPS unberücksichtigt blieben.

Damit bleibt mMn die Verwässerung durch die WA/KE/Optionen.

  

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RE: Zahlen am Donnerstag... witzig
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.5.08 13:23)

... da kannst natürlich recht haben, bei meinl-papieren muß man leider immer die ungünstigste variante als wahrscheinlichste option annehmen !

  

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>Damit bleibt mMn die Verwässerung durch die WA/KE/Optionen


Glaube ich auch. Ich wollte mit der Aufzählung nur daran erinnern, daß mehr Kapitalmaßnahmen als eine simple Kapitalerhöhung zum halben NAV anstehen.

  

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Der Meinl am Graben verkauft alles außer Klopapier, daß verkauft er an der Börse.


Gruß

  

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.... von -4 auf + 5 % intraday, kommt eine meldung oder top-zahlen ?

  

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Wie sehen die Profis die Zahlen?

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3-Monatsbericht

30.05.2008

Jersey, 30. Mai 2008. Meinl European Land Limited ("Meinl European
Land", "die Gesellschaft", "das Unternehmen"), dessen Zertifikaten an
der Wiener Börse notiert sind, gibt ihre Ergebnisse für das am 31.
März 2008 endende Quartal bekannt.

Immobilienportfolio seit Jahresende 2007 um 4% gesteigert

Mit Stand vom 31. März 2008 besaß Meinl European Land insgesamt 161
Anlageimmobilien. Der Marktwert belief sich auf rund EUR 1,9 Mrd.,
wie aus einem externen Gutachten der internationalen
Immobilien-Beratungsgesellschaft Cushman & Wakefield vom Ende des
ersten Quartals 2008 hervorgeht. Er ist somit gegenüber Jahresende
2007 fast unverändert geblieben. Das gesamte Immobilienportfolio von
Meinl European Land, das auch die in Entwicklung befindlichen
Anlageimmobilien umfasst, ist seit Jahresende 2007 um fast 4% auf
insgesamt EUR 2,8 Mrd. angewachsen. Dies zeigt die Fortschritte der
Gesellschaft in Q1 2008, die mit ihrer Entwicklungs-Pipeline im
Berichtsquartal Investitionen von über EUR 100 Mio., überwiegend in
Russland, der Türkei und in Polen, für verschiedene
Entwicklungsprojekte tätigte und sich strategische Grundstücke
sicherte.

Mieteinnahmen um 8% gesteigert, flächenbereinigte Umsätze um 3%

Die Bruttomieteinnahmen stiegen von EUR 30,8 Mio. in Q1 2007 auf rund
EUR 33,4 Mio. in Q1 2008, was einem Plus von 8% entspricht. Diese
Entwicklung der Mieteinnahmen ist auf eine Zunahme der vermietbaren
Flächen infolge neuer oder Erweiterungen bestehender
Anlageimmobilien, auf die Akquisition neuer Mieter und insgesamt
höhere Mieteinnahmen je Quadratmeter zurückzuführen. Der positive
Trend macht sich auch bei den Mieteinnahmen aus jenen Immobilien
bemerkbar, die schon in Q1 2007 zum Portfolio gehörten, wobei die
flächenbereinigten Umsätze für Q1 2008 ein Wachstum von über 3%
aufweisen.

Betriebsergebnis exklusive Wertanpassungen um 66% auf EUR 13,5 Mio.
gestiegen

Das Nettobetriebsergebnis von Meinl European Land betrug im ersten
Quartal 2008 EUR 6,6 Mio., im Vergleichszeitraum 2007 lag das
Nettobetriebsergebnis bei EUR 54,2 Mio. Das Ergebnis vom ersten
Quartal 2007 war primär auf die Wertanpassung von Anlageimmobilien
in der Höhe von EUR 46 Mio. zurückzuführen. Trotz des schwierigen
Marktumfeldes und dem allgemeinen Rückgang im globalen
Immobilien-Sektor, blieb der Wert der Anlageimmobilien seit
Jahresende 2007 gesamthaft nahezu unverändert. Höheren Werten in
Polen und Rumänien standen niedrigere Werte in Russland gegenüber,
was zu einem leichten Rückgang im ersten Quartal 2008 von 0,4% auf
EUR 6,9 Mio. im Gesamtportfolio führte.

Ohne Wertanpassungen der Anlageimmobilien lag das
Nettobetriebsergebnis bei EUR 13,5 Mio. im Q1 2008, was einer
Steigerung um 66% gegenüber den EUR 8,2 Mio. im Q1 2007 entspricht.

  

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RE: Meinl European Land: Q1-Zahlen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.5.08 09:40)

Auch hier setzt sich der Trend der anderen Immos fort: Leichte Abschreibungen auf das Immovermögen.

Ohne Abschreibungen wäre eine Gewinnsteigerung erzielt worden zum letzten Jahr - allerdings auf niedrigem Niveau. Die Mieteinnahmen, die eigentlich ganz gut bei Meinl sein sollten, reichen wohl nur bedingt aus um die Fixkosten zu finanzieren.

  

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Unternehmen

St Helier Jersey (euro adhoc) - St Helier, Jersey, 30 Mai 2008: Meinl
European Land ("MEL") hat heute einen Vorschlag für einen neuen Namen
bekannt gegeben -- Atrium European Real Estate Limited.

Die Umbenennung ist von den Genehmigungen der Behörden und der
Aktionäre/Zertifikatsinhaber sowie dem Closing des Investments in MEL
durch CPI/Gazit Holdings Limited ("CPI/Gazit") (die "Transaktion")
abhängig.

"Der neue Name, Atrium European Real Estate, wird ein weiterer
Schritt in eine neue Zukunft für MEL sein," erklärte Rachel Lavine,
die vorgeschlagene CEO der Gesellschaft mit Wirkung per Closing der
Transaktion. "Atrium European Real Estate wird eine neue, starke
Marke, die wir als eine der führenden Immobiliengesellschaften in
Europa positionieren wollen, welche für shareholder value steht."

Das Closing der Transaktion, einschließlich der Umbenennung,
unterliegt einer Reihe von Bedingungen, u.a. der Genehmigung durch
die Aktionäre/Zertifikatsinhaber und der Zustimmung der Behörden,
einschließlich der Jersey Financial Services Commission. Die
Bestellung von Rachel Lavine hängt ebenfalls von der Erfüllung der
entsprechenden Zustimmungserfordernissen der Jersey Financial
Services Commission sowie der Genehmigung durch die
Aktionäre/Zertifikatsinhaber ab.

  

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Barvermögen gesunken auf 1,25 Mrd.
NAV gesunken YoY von 16,41 auf 15,03, Ytd von 15,25 auf 15,03.
Gewinn gesunken YoY von 0,23 auf 0,0142.

Wie gehts weiter?
Der Boden sollte bald da sein.

  

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Gewinne können auch unter den Boden sinken.
Wenn sie negativ sind, nennt man sie Verluste.

  

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>Der Boden sollte bald da sein.

Gehen so windige Firmen langfristig nicht prinzipiell in Bankrott?
Hat da jemand eine Statistik dazu im Gedächtnis?

  

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Rasinger: Gewinner und Verlierer stehen bereits fest interessant
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.6.08 09:36)

APA News
MEL-Übernahme - Für Rasinger sind viele Fragen noch offen
Kleinanlegerschützer: "Sollte es wie geplant zu dem Deal kommen, stehen Gewinner und Verlierer bereits fest."

Der Wiener Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger sieht bei der Übernahme der in Wien börsenotierten und in Jersey sitzenden Meinl European Land (MEL) durch die Citi/Gazit-Gruppe noch zahlreiche Fragen offen. So hätte bisher nicht ausreichend nachgewiesen werden können, dass Citi/Gazit über die notwendigen personellen Management-Ressourcen verfüge. Darüber hinaus hätten die MEL-Anleger bisher nicht überzeugt werden können, dass Citi/Gazit aus einem objektiv nachvollziehbaren Auswahlprozess als Bestbieter hervorgegangen sei, betonte Rasinger am Dienstag in einer Aussendung.


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Die Einschätzung des Anlegerschützers: "Während es für die Anleger durch den Einstieg von Citi/Gazit zu einer drastischen Verschlechterung (Verwässerung) kommt, ergibt sich für Citi/Gazit eine fast risikolose, extrem hohe Verzinsung ihres Investments." Es gebe die bisher unwidersprochene Vermutungen, dass es bei der Partnerwahl und den Details des Deals nicht primär um das Wohl der Anleger gehe, sondern um Zuwendungen an die Meinl-Bank-Gruppe sowie den Verzicht auf allfällige Schadenersatzforderungen gegen die bisherigen von Meinl abhängigen MEL-Board-Mitglieder und weitere Verantwortliche für den nachteiligen Rückkauf der Aktien/Zerifikate", so Rasinger.

Auch habe es Citi/Gazit bisher verabsäumt sich klar und eindeutig von den bisherigen Geschäftspraktiken der Managementgesellschaft (MERE) zu distanzieren. "Sollte es wie geplant zu dem Deal kommen, stehen Gewinner und Verlierer bereits fest. Gewinner wären die handelnden Personen der Firmengruppe Meinl/MERE/MEL; Verlierer wären einmal mehr die bereits jetzt schwer geschädigten und stark verunsicherten Zertifikateure", hieß es von Rasinger.

Laut Rasinger ist Citi/Gazit nun gefordert sich dafür einsetzten, dass die kommende Hauptversammlung in Wien stattfindet. "Warum gibt es dazu noch keine Unterlagen, warum noch keine Einladung mit Tagesordnung", fragt Rasinger. Weiters wüsste er gerne, ob "der für die Gesellschaft nachteilige Rückkauf von fast 90 Millionen Aktien/Zertifikaten untersucht und die dafür Verantwortlichen belangt werden". (Schluss) stf/wyf

  

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RE: Rasinger: Gewinner und Verlierer stehen bereits fest
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.6.08 09:44)

Schöne klare Worte vom Rasinger! Gefällt mir. Sehen die meisten hier im Forum eigentlich auch so.

  

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MEL - Hauptversammlung findet im Juli statt
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.6.08 20:43)

CPI/Gazit rechnet mit Abschluss der MEL-Transaktion im kommenden Monat

Bericht aus dem BEfree - Bettina Schragl:

Optionsscheine, die im Zuge des CPI/Gazit-Einstiegs
bei MEL begeben werden, sollen an der Börse gehandelt werden können.

Die Vertreter von CPI/Gazit, Chaim Katzman und Shanti Sen, und die designierte CEO von Meinl European Land, Rachel Lavine, sind dieser Tage eifrig unterwegs. Nach Wien sind morgen Termine mit Vertretern
der Finanz-Community in Frankfurt angesetzt, weitere europäische Städte sollen folgen, bevor dann kommende Woche - so heisst es vom Markt - die Information an die Anleger bezüglich Zeitpunkt und Ort der Hauptversammlung hinausgeht. Das Trio erwartet, dass die Hauptversammlung im Juli stattfindet, ebenso könnte sich der Abschluss der Transaktion - also Kapitalerhöhung und Begebung der Wandelanleihe - noch im Juli ausgehen, hiess es in den Einzelpräsentationen. Würde die Einladung zur Ordentlichen Hauptversammlung etwa kommenden Montag ergehen, könnte sie - der Satzung von MEL entsprechend (21 Tage exklusive Einberufungstag
und Tag der HV) am 1. Juli stattfinden.

Wie berichtet, findet am Mittwoch kommender Woche bereits eine Informationsveranstaltung für Vertriebspartner der Meinl Bank-Tochter Meinl Success statt.

Desweiteren wird ein Zweitlisting der Aktie, die ja dann Atrium European Real Estate heissen soll, an einer grossen westeuropäischen
Börse, wie London, Frankfurt oder Amsterdam, geprüft.
Die Optionsscheine, die CPI/Gazit und jenen Aktionären, die bei der Kapitalerhöhung mitziehen eingeräumt werden, sollen an der Börse gehandelt werden können, hiess es weiters seitens des neuen Aktionärs. Ein Optionsschein berechtigt den Anleger zum Bezug eines MEL-Zertifikats zu 7 Euro binnen vier Jahren. Der Anleger, der bei der Kapitalerhöhung mitzieht, erhält somit zum Gegenwert von 42 Euro sechs Zertifikate und zwei derartige Optionsscheine.

Der neue Grossaktionär hat zudem nicht vor, weitere MEL-Aktionäre auszukaufen. Was die Ablöse der Managementverträge an die Meinl Bank für insgesamt 280 Mio. Euro angeht, gibt es insofern eine Konkretisierung, als dass der neue Investor nicht plant, diesen Betrag auf einmal zu begleichen.

In der Ankündigung des Deals im März hiess es, 160 Mio. Euro sollen in Cash bezahlt werden, der Rest über Wandelschuldverschreibung und Zertifikate.

Struktur nicht mitgewachsen
Die Organisation von MEL hat mit dem starken Wachstum der Immobiliengesellschaft - das Immobilienvermögen hat sich etwa seit Ende 2004 von 530 Mio. auf knapp 2 Mrd. Euro vervierfacht, die Projektpipeline ist noch rasanter gewachsen - nicht mithalten können, hat CPI/Gazit zudem mittlerweile festgestellt. Das könnte
auch ein Grund für teils verspätete Veröffentlichungen von Finanzberichten sein.

Mit den Immobilien, die bislang unter die Lupe genommen worden sind, zeigt sich der neue Investor allerdings sehr zufrieden. Was die Projektpipeline von 3,3 Mrd. Euro per Ende 2007 anbelangt, so soll sie grossteils umgesetzt werden. Die künftige CEO schloss in den Präsentationsgesprächen aber auch einzelne Verkäufe nicht aus. Die Annahme, dass mit Abschluss der Transaktion die Ratingagenturen MEL wieder aus dem Junk-Bereich hochstufen, könnte zudem wieder zu verstärkter Fremdkapitalaufnahme führen. Per Ende März verfügte MEL über 1,14 Mrd. Euro an Cash, durch die Kapitalerhöhung und die Anleihe werden mindestens 800 Mio. Euro in die Kassen gespült.

  

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Ein "herzschlagfinale" schreibt im BE-Forum:

"einige vom melfanclub haben sich für diese veranstaltung angemeldet.
sie wurde ausgeschrieben für "vertriebspartner und friends".
leider wurden wir ausgeladen:
bitte um Verständnis, dass die Roadshow am 11. Juni ausschließlich eine Veranstaltung für Vertriebspartner ist.
Wir können daher Ihre Anmeldung nicht berücksichtigen.
bitte um Verständnis, dass wir aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten nur Vertriebspartner anmelden können , die eine persönlich Einladung erhalten haben.
Wir können daher Ihre Anmeldung nicht berücksichtigen .
tja.
das wäre natürlich DIE gelegenheit für den melfanclub, den finanzdienstleistern nahezubringen was sie ihren kunden schuldig sind:
sorgfältige und umfassende information über der deal mit gazit."

  

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RE: Roadshow 11.6.08 im Hotel Bristol
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.6.08 22:35)

"bitte um Verständnis",
"bitte um Verständnis"

Der Meinl-Clan weiss schon, warum er sich nicht mit niederem Anlegervolk abgibt, sondern lieber mit einer Handvoll hartgesottener Vertriebspartner, die ihm bis zum Schluss treu ergeben sind.

  

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Offensichtlich preist der Markt eine Zustimmung zum Deal schon ein. Und zwar ohne Nachbesserung. Dann stehen wir mMn bei 7 herum.

Spekulativ könnte man aber auch ein paar Stücke nehmen und doch noch auf ein Happy End für Aktionäre setzen.

  

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Ich rechne mit zumindest einem Ausschlag auf 7,50 bis 7,60 am Montag.

Ich werd leider die Zeit nicht haben, zuzuschauen, wie meine Theorie wahr wird, aber wenn jemand ab und zu zur Bestätigung meiner Theorie (ich spür´s halt im linken Zeh) ein OB als historische Bezeugung derselben posten könnt

  

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Rasinger fordert Finanzberater zum Handeln auf
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.6.08 13:43)

IVA-Präsident: Hauptversammlung soll in Wien und nicht in Jersey stattfinden

Wien - Der Präsident des Interessenverbands für Anleger (IVA), Wilhelm Rasinger, fordert die Meinl European Land (MEL)-Finanzberater zum Handeln auf. Laut Rasinger seien diese geradezu "verpflichtet, sich für die Interessen ihrer enttäuschten Kunden mit allem Nachdruck einzusetzen", sagt Rasinger am Montag in einer Aussendung. So sollen sie beispielsweise bei der Meinl-Bank bzw. bei Meinl Success einfordern, dass die Hauptversammlung in Wien stattfindet.

Weiters sollen die Finanzberater den MEL-Board über die Meinl-Bank und Meinl Success drängen, dass "endlich ein Termin bekanntgegeben wird, der auf die Belange der Anleger Rücksicht nimmt und mindestens drei Wochen Vorbereitungszeit ermöglicht". Rasinger fordert klare Informationen über das Prozedere bei der Wahrnehmung der Rechte der Aktionäre bzw. Inhaber von Zertifikaten - insbesondere, "wenn als weiterer Trick von Meinl die Hauptversammlung wirklich in Jersey stattfinden sollte", hieß es in der Aussendung. Dies betreffe auch die Vorgangsweise im Fall von Stimmrechtsvertretung, damit eine Teilnahme aus formalen Gründen nicht verhindert werden kann.

Bericht auf deutsch

Des weiteren müssten die MEL-Berater in Erfahrung bringen, mit welchen Kosten Aktionäre bzw. Zertifikateure bei einer Hauptversammlung in Jersey belastet würden bzw. sie sollten auf einen Nulltarif drängen. Wegen des erhöhten Arbeitsaufwands könnten inländische Großbanken bei einer Hauptversammlung in Jersey 40 bis 90 Euro pro Karte verrechnen. Außerdem müsse den Anlegern der Geschäftsbericht endlich in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt werden, fordert Rasinger.

Zudem sollen die Berechnungsgrundlagen für das "Abschiedsgeschenk" von 280 Mio. Euro offengelegt werden. Gemeint sind jene 280 Mio. Euro, die die Meinl Bank und deren Tochter, die externe MEL-Managementgesellschaft MERE, für die Auflösung umstrittener Managementverträge erhalten soll. (APA)

  

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MEL-Teilverkauf an Gazit verzögert sich weiter - Kurs wieder unter 7
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.6.08 13:23)

APA News
MEL-Teilverkauf an Gazit verzögert sich weiter - Kurs wieder unter 7
Entscheidende Hauptversammlung immer noch nicht anberaumt, mit Closing mit Gazit/CPI außer Zeitplan - MEL-Kurs am Dienstag Vormittag um mehr als 4 Prozent geschrumpft

Für den Teilverkauf der in Wien börsenotierten Immofirma Meinl European Land (MEL) mit Sitz auf Jersey gibt es noch immer keine Beschlüsse. Damit ist auch der Zeitplan für das Closing - der letztmals Ende April für die zweite Junihälfte 2008 bekräftigt worden war - nicht mehr zu halten.


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In einer Sonder-Hauptversammlung muss der Einstieg der in Tel Aviv börsenotierten Immobiliengruppe Gazit und der Citibank-Fondstochter Citi Property Investors (CPI) abgesegnet werden, um den Aktienübertrag (Closing) auf den Weg zu bringen. Die HV muss auch die angekündigte Namensänderung auf "Atrium European Real Estate" abnicken.

Bis heute, Dienstag, gab es aber weder einen Termin für die angekündigte Hauptversammlung noch steht der Ort fest. Ob das entscheidende Aktionärstreffen in Wien oder am MEL-Firmensitz auf Jersey statt findet, ist noch offen. Die Einladung mit der Tagesordnung zur Hauptversammlung muss in jedem Fall drei Wochen vor der Sitzung versendet sein.

Ein MEL-Sprecher bestätigte heute, dass der ursprüngliche Zeitplan für HV und Closing nicht mehr aufrecht ist. Es handle sich aber um keine "großen" Verzögerungen, es werde sich nicht um Monate handeln, hieß es zur APA.

Die MEL war im vorigen Sommer wegen umstrittener Management-Verträge, teil einbezahlter Aktien (Partly Paid Shares), deren Eigentümer nach wie vor den übrigen Anlegern unbekannt sind, aber vor allem wegen eines erst im Nachhinein bekanntgewordenen milliardenschweren Aktienrückkaufs unter heftigen Beschuss der Anleger geraten. Die Wiener Börse hat MEL darauf im Vorjahr per 21. Dezember aus dem obersten Handelssegment verbannt. Die Anleger haben seit vorigem Sommer schwerste Kursverluste erlitten.

MEL-Papiere notierten am Dienstag kurz nach 11.15 Uhr bei 6,96 Euro, um 4,26 Prozent tiefer als am Vortag, gegen 11.25 Uhr notierten die Zertifikate glatt bei 7 Euro. Vor einem Jahr waren die Wertpapiere noch für über 21 Euro gehandelt worden.

Immobilien-Abwertungen hatten im ersten Quartal 2008 den Gewinn der MEL abstürzen lassen. Das Nettobetriebsergebnis sank bis Ende März auf 6,6 Mio. Euro nach 54,2 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2007.

Kleinanleger bereiten für die Sonder-Hauptversammlung zu Verkauf und Umstrukturierung der MEL Proteste vor. In jedem Fall sei mit Widersprüchen und Anfechtungen von HV-Beschlüssen zu rechnen, hatten Kleinanlegervertreter mehrfach angekündigt. (Schluss) rf/wyl

ISIN AT0000660659
WEB http://www.meinleuropeanland.com

  

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.... der meinl kommt zwar aus dem lebensmittelhandel, er hat aber den zweck eines selbstbedienungsladens falsch verstanden, trotzdem werden die kunden bei ihm ordentlich "bedient" ...

  

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Musterklage gegen Meinl Bank, Meinl Success Finanz und Meinl European Land
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.08 08:04)

Auftakt im Sammelklagsfall Meinl European Land. Prozessfinanzierer AdvoFin hat die erste Klage wegen irreführender Werbung eingebracht. Weitere Klagen werden folgen. 4468 MEL-Anleger haben sich dem Prozessfinanzierer AdvoFin angeschlossen und wollen Entschädigung.

Die Ungereimtheiten bei der Immobilienholding Meinl ­European Land Ltd. (MEL) haben jetzt ein gerichtliches Nachspiel. Der Prozessfinanzierer AdvoFin hat im Namen eines MEL-Anlegers die ­erste Klage gegen die Meinl-Gruppe beim Handelsgericht Wien eingebracht.

Der Anleger fordert rund 66.000 € Schadenersatz von der Meinl Bank, ihrer Vertriebsfirma Meinl Success ­Finanz und der Immobilienfirma MEL. In der elfseitigen Klage, die Anwalt Ulrich Salburg formuliert hat, wird den Gesellschaften „irreführende Werbung“ nach Paragraf 4 ­Kapitalmarktgesetz und nach Paragraf 2 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb vorgeworfen.
AdvoFin vertritt mittlerweile bereits 4468 MEL-Geschädigte. Darunter sind nicht nur viele Kleinanleger, sondern auch Banken und Fonds.

„Wir gehen vorerst den Weg der Musterklagen, weil wir keinen zeitlichen Druck haben“, bestätigt AdvoFin-Chef Franz Kallinger auf Anfrage des WirtschaftsBlatts. „Es werden weitere Musterklagen in den nächsten Wochen folgen.“ Aus reiner ­Voraussicht wurden Meinl Bank, Meinl Success Finanz und MEL gemeinsam geklagt.
Kallinger: „Wir wollen nicht, dass irgendwo eine ­Lücke entsteht und sich einer auf den anderen herausredet.“

Auszüge aus der Klage

● Irreführung bei der Verwendung der veranlagten Gelder: Es wurde der Eindruck erweckt, dass der Anleger in eine sehr konservative und wertsichere Veranlagung investiere, und, dass das Kapital direkt in Immobilien investiert werde. Diese Angaben in der Werbung waren unrichtig und irreführend.

● Lediglich ein Drittel des von den Anlegern eingesammelten Kapitals wurde tatsächlich in Liegenschaften investiert. Entgegen den Werbeaussagen wurde der überwiegende Teil als Bargeld oder bargeldähnlichen Instru­menten gehalten.

● Die Vorgangsweise sei völlig unverständlich, weil MEL keinesfalls für Bargeldbestände Zinsen bekommt, die höher sind als die Kreditzinsen für die kurz- und langfristigen Schulden der MEL.

● Geringere Rendite als in der Werbung angegeben: 2006 standen dem Immobilienwert (1,688 Mrd. €) Mieteinnahmen von 96,45 Millionen € gegenüber. Die Ren­dite aus Mieteinnahmen betrug nur 5,7, nicht neun Prozent.

● Aufnahme von Schulden: Kein Anleger hätte in MEL-Papiere investiert, wenn ihm diese Zahlen (Immobilienwert, Barvermögen, Schulden) bekannt gewesen wären. Es erscheint völlig unvernünftig und für Anleger nicht attraktiv, in eine Gesellschaft zu investieren, die über Barvermögen (4,8 Mrd. €) verfügt, zugleich aber enorme Schulden (3,3 Mrd. €) hat.

● Seltsame Gebarung: Mit dem Bargeldbestand (4,8 Mrd. €) sollen nur acht Millionen € Zinseinkommen ­erwirtschaftet worden sein. Das ergeben die Zinsein­nahmen (67,63 Mio. €) abzüglich der Zinskosten (58,16 Mio. €). Das entspricht laut Klage einer Verzinsung von 0,16 Prozent.

● Virtuelle Gewinne: Die MEL-Bilanz weist 269 Millionen € Gewinn vor Steuern aus. 80 Prozent bzw. 218 Millionen € davon entfallen auf „Aufwertungsgewinne“.

● Täuschung hinsichtlich Mündelsicherheit: Die Werbung mit Mündelsicherheit war bewusst irreführend und falsch. Er wurde niemals Mündelsicherheit festgestellt.

● Täuschung hinsichtlich Zertifikate/Aktien und Kontrolle über MEL: In der Werbung wurde überwiegend das Wort „Aktien“ hinsichtlich der MEL-Wertpapiere erwähnt und nicht Zertifikate. Aufgrund dieser Irreführung konnte der Anleger annehmen, Aktien an der MEL zu erwerben, die ihm mit anderen Anlegern auch Einflussmöglichkeiten auf die Gesellschaft bringen.

Meinl-Stellungnahme
Vorwürfe bestritten
„Die Klage wurde bisher nicht zugestellt, aber die Vorwürfe sind offenbar alt und zum Teil längst widerlegt, wie etwa durch die Erkenntnis des Unabhängigen Verwaltungs­senats, der festgestellt hat, dass keine irreführende Werbung mit dem Begriff Mündelsicherheit vorliegt“, heißt es in einer Stellungnahme von Meinl-Sprecher Herbert Langsner.
„Die anderen Behauptungen sind schlicht falsch oder irrelevant, wie etwa die Feststellung, dass Aufwertungsgewinne erzielt wurden – das ist weder geheim noch verboten, sondern ein Erfordernis der Bilanzierungsvorschriften. Die Meinl Bank, soweit sie von den Behauptungen des Klägers überhaupt betroffen ist, sieht ­einem Verfahren also sehr ­gelassen entgegen."

Wirtschaftsblatt 17.06.2008

  

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Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 09:26)

euro adhoc: Meinl European Land Ltd. / Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen /

MEINL EUROPEAN LAND KÜNDIGT AUSSERORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG UND ORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG AN


24.06.2008

St Helier, Jersey, 24. Juni 2008. Meinl European Land Limited ('MEL' oder die
'Gesellschaft'), deren Zertifikate, die Aktien der Gesellschaft vertreten, an
der Wiener Börse notiert sind, gibt bekannt, dass eine außerordentliche
Hauptversammlung der Gesellschaft in Jersey, dem Sitz von MEL, in The Great
Hall, Hotel de France, St. Saviours Road, Jersey JE1 7XP, am 16. Juli 2008 um 10
Uhr (Jersey Zeit) einberufen worden ist, gefolgt von einer ordentlichen
Hauptversammlung des Unternehmens am gleichen Ort um 11 Uhr (Jersey Zeit) bzw.
sobald danach, als die außerordentliche Hauptversammlung beendet oder vertagt
worden ist. Die Gesellschaft hat heute ein auf Englisch abgefasstes Circular
('das Circular') an alle Aktionäre veröffentlicht, mit dem es die
außerordentliche Hauptversammlung einberuft und den
Aktionären/Zertifikatsinhabern Informationen bezüglich der Beschlüsse vorlegt,
die bei der außerordentlichen Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Weiters hat
die Gesellschaft, die Ankündigung der ordentlichen Hauptversammlung versandt,
mit welcher diese einberufen wird. Das Circular und die Ankündigung der
ordentlichen Hauptversammlung sind auf der MEL-Webseite
www.meinleuropeanland.com verfügbar.

Zweck der außerordentlichen Hauptversammlung ist die Behandlung, und
gegebenenfalls die Fassung der Beschlüsse bezüglich der von der Gesellschaft am
20. März 2008 angekündigten, vorgeschlagenen Transaktion zwischen der
Gesellschaft, CPI/Gazit Holdings Limited ('CG Holdings'), einem Joint Venture
zwischen Gazit-Globe Ltd ('Gazit'), einer an der Börse Tel Aviv (TASE:GLOB)
notierten, multinationalen Immobilieninvestmentgesellschaft, und CPI Austria
Holdings Limited ('CPI Austria'), einer 100%-igen Tochter von CPI Capital
Partners Europe LP (und deren Parallelfonds), ein Immobilienfonds, der von
Citibank International plc durch deren Geschäftseinheit Citi Property Investors
('CPI') betreut wird, wodurch CPI/Gazit, Gazit und CPI Austria in die
Gesellschaft einen Betrag von bis zu EUR 800 Mio. als Teil einer
Gesamtinvestition von bis zu EUR 1,3 Mrd. (die 'vorgeschlagene Transaktion' oder
der 'Vorschlag') investieren sollen, flankiert von einer Änderung in der
Führungsorganisation und des Managements der MEL. Wenn die erforderlichen
Zustimmungen der Aktionäre/Zertifikatsinhaber erteilt und die anderen, in Teil
VIII des Circular dargelegten Bedingungen für das Closing erfüllt werden, wird
die vorgeschlagene Transaktion am Closing-Tag, der nach derzeitiger Einschätzung
sobald wie möglich nach der außerordentlichen Hauptversammlung stattfinden wird,
durchgeführt werden.

Die von der ordentlichen Hauptversammlung zu behandelnden Themen sind die
Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2007
geendete Geschäftsjahr, sowie der diesbezügliche Bericht der Directors und der
Wirtschaftsprüfer, die Wiederbestellung von KPMG Channel Islands Limited als
Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft und die Ermächtigung der Directors, die
Vergütung der Wirtschaftsprüfer festzusetzen.


Rückfragehinweis:
Weitere Auskünfte:
London Österreich
Citigate Dewe Rogerson Trimedia
Michael Berkeley Bernhard Hudik
+44 20 7638 9571 +43 1 5244 300


Für Fragen zu CG Holdings, Gazit und CPI Austria:

London Österreich
Financial Dynamics Dr. Viktor Bauer PR GmbH
Stephanie Highett Dr. Viktor Bauer
Richard Sunderland Mag. Anita Köninger
+44 (0)20 7831 3113 viktor.bauer@viktorbauer.com
+43 (1) 320 95 45 18

Ende der Mitteilung euro adhoc
--------------------------------------------------------------------------------

Emittent: Meinl European Land Ltd.
PO Box 75 26 New Street
UK-JE4 8PP St Helier Jersey
WWW: http://www.meinleuropeanland.com
Branche: Immobilien
ISIN: AT0000660659
Indizes: Standard Market Continous
Börsen: Amtlicher Handel: Wiener Börse AG
Sprache: Deutsch

  

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RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 09:30)

Also wie MAI, nur 12 Tage früher. War zu erwarten, Enttäuschungen sind von Meinl nicht mehr möglich.

  

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RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 10:22)

Und in Jersey. Ist wohl angenehmer, da kommen die frustrierten Aktionäre nicht hin.

Bin gespannt, ob der Deal eine Mehrheit bekommt. Ein Widerspruch im Protokoll ist mal schon fix. Aber vielleicht ist das nach Jersey Recht egal.

  

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RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
Rang: hallodu_st(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 13:26)

naja, wieso soll man 7,-- bezahlten, wenn man sie an der Börse für unter 6,30 (sogar 10 Stk für 6,20) bekommt

  

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RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
Rang: hallodu_st(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 19:58)

Jetzt wirds frech:

Die PPS werden eingezogen, der Besitzer bekommt aber für die Zeit des haltens zusätzlich zu den einbezahlten 1,5 Mio, noch SMR+2% Rendite (!)
(S23 von dem Englischen Monsterdoc)

Möglicherweise werden die Zertis von der Wiener Börse genommen (Seite 27)

DER NAV wird irgendwo bei 11,-- je Zerti liegen (Seite 42)

Und am schönsten finde ich:

Als 1. Punkt wie der Anleger vom Deal profitieren kann steht:
Man hat die Möglichkeit neue Aktien zu kaufen (lol)

Ich hätte einen besseren Vorschlag:
PPS einzahlen lassen für 5,--, den Aktionären für 20,-- (da der NAV ja 2010 30,-- betragen wird)an Kleinanleger "weiterverkaufen" (nicht zu vergessen 1,-- Gebühr für die "vermittlung" je Zertifikat, diese aber als Stimmrechtslose Vorzugsaktien verkaufen. Dannach dem Kleinanleger Mitteilen, das der NAV leider momentan nur 8,-- beträgt, sie ihm großzügig (natürlich gegen Bearbeitungsgebühr) für 5,-- abkaufen, da man ja das Papier auf der Börse delistet hat, und dann an die MEL (Gesellschaft) für 30,-- (was ja dem prognostizierten NAV) entspricht zurückverkaufen. Dannach dürfte kein Geld mehr zu holen sein, also kann man die Immobilien verkaufen, daraus könnte man 2 Mrd aquierieren, diese in Form einer Sonderdividende auf die verbleibenden Aktionäre (achja, das ist ja nur mehr einer seit dem 5,-- rückkauf) "ausschütten" und die sache hat sich. Wenn ich das so grob überschlage wären das um die 8 Mrd gewinn...

mmm... warum kann man eigendlich keine Aktien der Meinl Bank kaufen

(letzten Absatz bitte nicht ernst nehmen - obwohl ich hoffe, dass dies ohnehin keiner tut....)

LG

  

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Meinl European Land: Eckpunkte für ausserordentliche Hauptversammlung
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 20:58)

Meinl spielt den Ball bei Partly Paid Shares zu CPI/Gazit - Meinl Bank erhält Teil der Abfindung in Tranchen

Meinl European Land wird am 16. Juli auf Jersey sowohl die ausserordentliche Hauptversammlung, die die Weichen für den Einstieg von CPI/Gazit stellen soll, abhalten, als auch die ordentliche Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Zertifikateinhaber werden zwar in deutscher Sprache darüber informiert, wie sie ihre Stimmrechte ausüben bzw. übertragen können, das als "Circular" titulierte Kompendium, das die einzelnen Schritte enthält, gibt es aber nur in englischer Sprache.

Einige der wichtigsten Punkte:
Meinl European Land macht die Anleger eindrücklich darauf aufmerksam, dass man "einen signifikanten Bedarf" an zusätzlichen Finanzierungen habe, um die aktuelle Entwicklungs-Pipeline umsetzen zu können. Ohne das frische Geld, das durch die CPI/Gazit-Transaktion winkt, müsste man zahlreiche Projekte verschieben, verkaufen oder überhaupt absagen.

Kommt es zum Closing der Transaktion mit CPI/Gazit fliessen die 500 Mio. Euro für die Wandelanleihe sofort, die Kapitalerhöhung, bei welcher der neue Investor weitere 300 Mio. Euro zuschiessen will, würde im Zeitraum von sechs Monaten erfolgen.

Die Partly Paid Shares (150 Mio. Stück) und die eigenen Aktien (88,8 Mio. Stück) werden vernichtet. Davor sind die Partly Paid Shares aber noch voll stimmberechtigt, mit Ausnahme des Tagesordnungspunktes, in dem es um den Rückkauf der PPS von Tshela und die Absegnung dieses Agreements geht. Der Eigentümer der PPS, die Karibikgesellschaft Tshela, die zumindest früher einmal im Einfluss der Meinl Bank stand, hat sich zudem unwiderruflich verpflichtet so abzustimmen, wie es die Gesellschaft, also MEL, von ihr verlangt. MEL wiederum wird das nur tun, wenn es CPI/Gazit von ihr verlangt.

Von den 280 Mio. Euro, die die Meinl Bank als Ablöse für die Managementverträge und für ein vorübergehendes Konkurrenzverbot erhält, fliessen 160 Mio. Euro in Cash beim Closing, 80 Mio. Euro erhält die Meinl Bank in MEL-Wandelanleihen, 40 Mio. Euro in MEL-Zertifikaten. Für die Hälfte der Wertpapiere ist eine Lock-up- Periode von bis zu drei Jahren vorgesehen, diese werden der Bank auch nicht auf einmal, sondern in drei Tranchen zugeteilt.

Die Partly Paid Shares, die 41,5% der Stimmrechte verkörpern, werden in folgenden Schritten eingezogen: Vorübergehend wird MEL in eine Gesellschaft mit nennwertlosen Aktien umgewandelt (aktuell: Nennwert von 5 Euro je Aktie/Zertifikat), dann sollen die PPS voll einbezahlt werden (wobei dies laut ursprünglichen Bedingungen zum Durchschnittskurs der letzten sechs Wochen erfolgen müsste), und MEL kauft dann Tshela die PPS für 1,5 Mio. Euro plus Zinsen plus 75.000 Euro Kostenersatz ab. Die Details dieses Repurchase Agreements gehen aus dem Circular nicht hervor, der Netto-Cashabfluss aus diesem Deal soll sich für MEL aber auf nicht mehr als 1,5 Mio. Euro belaufen.
Die eigenen Aktien werden zu "null" bzw. zum "Nennwert", der vorübergehend bei null liegt, zurückgekauft.

Gazit hält mit Datum 23. Juni bereits 5,6 Mio. Zertifikate an MEL, Gazit-Chef Chaim Katzman (im Bild) ist über ein Familienmitglied mit 50.000 Zertifikaten engagiert. Weiters hat Gazit "4.300.000 Bonds", die von Meinl European Land emittiert worden sind, erworben. Dabei handelt es sich um die bis 2013 laufende Anleihe über 600 Mio. Euro mit einem Kupon von 5 3/8% (Stückelung 50.000 Euro, darüber 1000 Euro). (bs)

Aus dem Börse Express vom 24. Juni 2008

  

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RE: Meinl European Land: Eckpunkte für ausserordentliche Hauptversammlung
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 21:57)

SO macht man das!!

Da können viele vom Julius noch was lernen!

  

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RE: Meinl European Land: Eckpunkte für ausserordentliche Hauptversammlung
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 22:32)

>SO macht man das!!
>
>Da können viele vom Julius noch was lernen!
>

Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert...
Da fällt mir wieder ein Zitat von Warren Buffett ein - "It takes twenty years to build a reputation, but just 5 minutes to ruin it".
Viel mehr ruinieren dürfte bei Meinl jetzt ja nicht mehr gehen.

  

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RE: Hauptversammlungen/Vorstandssitzungen
antonberger(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 00:48)

Wieso bekommen die pps-Inhaber ihren Kapitaleinsatz zurück und als Draufgabe, sozusagen ein weiterer Höhepunkt der V-Abzocke, auch noch eine Verzinsung und einen Kostenersatz zurück. Man lernt nie aus, hat sich da der V-er selbst ein "Garantieprodukt" ohne Risiko gestrickt, und das wieder auf Kosten der Zertifikatsinhaber. Als Zeicher der letztjährigen Kapitalerhöhung würde ich mich mit der Rückerstattung des Zeichnungspreises begnügen, auf die Zinsen verzichte ich gerne.

Ein Vorschlag, wie man sich diese Kosten ersparen könnte, wäre doch die Aufforderung des boards an die pps-Inhaber, den vollen Preis ( Durchschnittspreis einer bestimten Periode vor Aufforderung, meiner Erinnerung nach die letzten 4 - 6 Wochen ????) ein zu bezahlen. Wenn diese der Aufforderung nicht nachkommen, verfallen die pps und somit auch deren Stimmrechte. Oder liege ich falsch mit dieser Schlußfolgerung?

Ein anderer Gedanke ist folgender : Ich unterstelle, dass auch auf Jersey das/der board zu allererst die Interessen der Gesellschaft zu vertreten hat und nicht jene eines bestimmten Investors. Und wenn er bewußt gegen die Interessen der Gesellschaft handelt bzw. Handlungen im Interesse der Gesellschaft unterläßt, wie z.B die pps ab zu rufen, müßte er auch auf Jersey dafür haftbar gemacht werden können. Kann eigentlich der board gezwungen werden, die pps abzurufen oder zumindest zu einer Stellungnahme, warum er dies nicht macht, veranlaßt werden ?

Falls die Hauptversammlung die vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen beschließt, wird dann die V-Bank neben der Abfindung der Mangementverträge dann noch zusätzlich mit der Platzierung betraut werden und wiederum fees im V-üblichen Ausmaß kassieren?

Prost Mahlzeit!

  

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Neuigkeiten aus dem Kapitalmarkt-Busch

Die Vorgänge um die Meinl European Land sind
eigentlich ein unfassbarer Behördenskandal.

Im Immobilienmarkt hat es unschöne Dinge mit Fonds und Aktien
gegeben. Die Bundespolizei bildet also eine Sondertruppe, führt
Razzien und Verhaftungen durch. Gleichzeitig beginnt der Prozess
gegen Investmentbanker, die Anlegern Wertpapiere empfohlen haben, die
sie selbst für "Junk" hielten. Man sieht schon: Die Bundespolizei,
von der hier die Rede ist, heißt FBI und die (gerade aktuelle)
Geschichte spielt in den Vereinigten Staaten, einem Land mit
entwickeltem Kapitalmarkt.

Hierzulande läuft so etwas anders: Da werden kleine Leute von
Unternehmen im Einflussbereich der Bank eines Milliardärs mit
falschen Argumenten (Sparbuchersatz, mündelsicher) in die Beteiligung
an einer Immobilienfirma gelockt, dort dann mittels einer geschickten
Konstruktion unter dem Titel "Management Fees" und "Lizenzgebühren"
jährlich um zweistellige Millionenbeträge ärmer gemacht und zum
Schluss dann per Stimmrechts-Tricksereien kalt enteignet. Mehr als
hunderttausend im wahrsten Sinn des Wortes "kleine Leute", die
geglaubt haben, wo "Meinl" draufsteht, müsse irgendetwas Seriöses
drin sein, erleiden einen Gesamt-Vermögensschaden in dreistelliger
Millionenhöhe.

Garniert wird das Ganze mit Ad-hoc-Aussendungen, deren
Wahrheitsgehalt nun, sagen wir, diskutierenswert ist, mit
Intransparenz, mit Verhöhnung von Kleinanlegern ("Steht eh alles auf
Seite 204 des englischsprachigen Emissionsprospekts").

Das alles geschieht unter den Augen der zuständigen Behörden: Die
Nationalbank schaut krampfhaft weg, die Finanzmarktaufsicht verhängt
alibihalber ein paar Pseudo-Geldstrafen, der Kapitalmarktbeauftragte
der Regierung schweigt nobel, und der Staatsanwalt tut trotz
zahlreicher Anzeigen und Sachverhaltsdarstellungen gar nichts.

So geht es zu im Kapitalmarkt-Busch Österreich. Wer die richtigen
"Connections" hat, der kann fuhrwerken, wie er will. Die Behörden
sind ja schließlich nicht dazu da, Anlegerschutz zu betreiben, nicht
wahr?

Im Ernst: Herrn Meinl trifft die geringere Schuld an der Misere. Er
hat eine geschickte Konstruktion zur Umleitung von
Kleininvestorengeld aufs Familienkonto von anderen abgekupfert und
dann bis zum Exzess ausgereizt. Er hat das von Anfang an nicht
verheimlicht. Die ganze Konstruktion war in den Emissionsprospekten
genau beschrieben. Dort ist auch gestanden, dass die in Wien notierte
und überwiegend im Besitz österreichischer Anleger stehende
Gesellschaft für sich Teile des österreichischen Börsegesetzes und
den österreichischen Kapitalmarkt-Wohlverhaltenscode ausschließt. Ein
Vorgehen, das in entwickelten Kapitalmärkten undenkbar wäre.

Diese Klauseln tragen Stempel und Unterschriften der
Finanzmarktaufsicht. Die von sich behauptet, sie dürfe nur formal
prüfen (und in anderen Fällen durchaus beweist, dass sie könnte, wenn
sie wollte). Eine Finanzmarktaufsicht, die Prospekte nur darauf
prüft, ob sie vollständig und richtig durchnummeriert sind - das ist
ein Treppenwitz.

Ebenso eine Nationalbank, die Bankenaufsicht spielt, aber in solchen
Fällen partout nichts finden will. Wäre ja auch peinlich, wo doch
einer ihrer Generalräte als Meinl-Auftragsgutachter (das berühmte
"Göthachten" zur Mündelsicherheit) in die Sache involviert ist.

Von der Staatsanwaltschaft, die nicht einmal den Anschein erweckt,
als würde sie nach Anzeigen so etwas wie Beweissicherungsaktivitäten
entwickeln, einmal ganz abgesehen. Die ist aber weisungsgebunden.
Womit der Skandal politische Dimensionen annimmt. Tatsächlich gibt es
ja nicht wenige, die hinter der merkwürdigen Behörden-Inaktivität im
Fall Meinl ein politisches "Netzwerk" am Werk sehen. Immerhin ist ein
ehemaliger Finanzminister und gerade noch verhinderter ÖVP-Chef
(wofür Andreas Khol ein Orden für Verdienste um die Republik
Österreich gebührt) in einer ähnlich konstruierten Meinl-Firma tätig.

Wie auch immer: Wenn die Behörden nichts tun, ist die Politik
gefordert. Sonst verkommt der österreichische Kapitalmarkt zur
absoluten "No-Go-Area" für Privatanleger. So über den Tisch gezogen
können Kleinanleger nämlich selten wo auf der Welt werden, ohne dass
Handschellen klicken oder die Aktion schon im Vorfeld gestoppt wird.
Zu einer guten Börse gehört ein Kapitalmarkt mit zivilisierten
Umgangsformen, die auch durchgesetzt werden. Lustiges
Kleinanleger-Absahnen dagegen macht jeden Markt schnell kaputt. Ist
es nicht so, meine Herren Kapitalmarktbeauftragte, Minister und
Gouverneure?

  

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>Ätzend? Das trifft 's doch genau.

Ich meinte im Sinne von "beißend".

  

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Die Presse 25.06.2008

Nicht nur die Meinl European Land, auch die Immofinanz hat eine anlegerfeindliche Konstruktion. Sogenannte Publikumsgesellschaften werden in Wahrheit von ein paar Aktionären mit Sonderrechten kontrolliert.

Alle reden von Julius Meinl und seiner Anlegergeld-Umverteilungsmaschine Meinl European Land. Dabei ist die MEL keineswegs die einzige Konstruktion dieser Art. Und nicht einmal die Originellste: Die (noch) zur Turnauer-Gruppe gehörende Immofinanz beispielsweise gibt es schon viel länger. Beobachter meinen, dass Meinl mit der MEL nur das Immofinanz-Modell kopiert (und dann als Erschwernis für Anleger noch den Firmensitz Jersey und die Zertifikatskonstruktion draufgepappt) hat.

Aktionäre müssen zahlen

Und die ebenfalls von hohen Kursverlusten geplagten Kleinaktionäre werden demnächst ein ähnliches Schicksal wie die der MEL erleiden: Im Zuge des Verkaufs der Constantia Privatbank wird das externe Management des Immobilienunternehmens "internalisiert". Zu deutsch: Die Aktionäre der Immofinanz müssen der Constantia Privatbank die Managementgesellschaft abkaufen. Um ordentlich viel Geld: Die Schätzungen über den Kaufpreis bewegen sich zwischen 600 und 900 Mio. Euro. Geld, das aus der Immofinanz herausgeholt wird und an die Bank geht.

Dabei werden die Aktionäre der Immofinanz schon jetzt überproportional zur Kasse gebeten: Im Vorjahr ist der Managementvertrag geändert worden. Seither bezahlt die Immofinanz ihren externen Manager erfolgsabhängig. Allerdings: Basis ist nicht der am Markt im Spiel von Angebot und Nachfrage entstandene Aktienkurs, sondern der von Gutachtern "gemachte" innere Wert (Net Asset Value, NAV). Der ist derzeit fast doppelt so hoch wie der gedrückte Aktienkurs.

Höhere Gebühr für Kursverluste

Und hat sich vor allem ganz anders entwickelt: Während der auf Basis von Bewertungsgutachten berechnete NAV (und damit die "Managementgebühr", die die Constantia Privatbank bekommt) im Jahresabstand um rund 13 Prozent gestiegen ist, ist der Aktienkurs um fast 40 Prozent gesunken. Mit anderen Worten: Die Aktionäre, die Geld verloren haben, müssen de facto eine höhere Gebühr für solch "erfolgreiches" Management bezahlen. Für viele eine merkwürdige Definition von "Erfolg".

Die Möglichkeiten der Aktionäre, hier einzugreifen, sind begrenzt. Denn wie bei der MEL hat sich die Constantia Privatbank eine Reihe von Sonderrechten gesichert. Es gibt zwar keine voll stimmberechtigten "Partly Paid Shares", dafür aber sechs Aktien mit Sondervollmachten: Die Aktien "eins bis sechs" sind Namensaktien, die das Recht verbriefen, je einen Aufsichtsrat zu ernennen. Womit der Aufsichtsrat der Publikumsgesellschaft fest in den Händern der Turnauer-Bank ist, auf die Namensaktien ausgestellt wurden. Was Beobachter aber mehr stört, ist die totale Verflechtung zwischen der Bank und der Immobiliengesellschaft: Die Vorstände der beiden Unternehmen sind ident. Bei Interessenkonflikten muss sich Vorstandschef Karl Petrikovics also entscheiden, ob er für die Immofinanz oder die Bank agiert. Was nicht schwer fallen dürfte: An der Bank hält er eine Beteiligung.

"Klassisches In-Sich-Geschäft"

Beobachter meinen, das sei in der Praxis "kaufmännisch gesehen ein klassisches In-Sich-Geschäft" - auch wenn das formal anders dargestellt sei.

Bedenkt man noch, dass ja sämtliche Aufsichtsräte über den Ernennungsmodus im Nahebereich der Bank stehen, dann ist die Beherrschung der Immofinanz durch die Bank total - wenngleich die Immofinanz formell in Streubesitz steht.

Und zwar im Besitz zehntausender kleiner Anleger. Denn wie die MEL ist auch die Immofinanz-Aktie mittels hoher Provisionen aggressiv an Kleinanleger vertrieben worden. Mit teilweise gleichen Argumenten ("mündelsicher") wie die MEL. Unter diesem Aspekt scheint verwunderlich, dass diese Konstruktion von den Aufsichtsbehörden (die offenbar keine Anlegerschutzfunktion haben) durchgewunken worden ist.

Der jetzige Verkauf soll unter anderem auch mit der Angst der Eigentümerfamilie Turnauer zu tun haben, in ein ähnlich schiefes Licht wie die Meinls zu geraten. Angesichts der Unternehmenskonstruktion ist das nicht unbegründet.


.
.
Gruß

  

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RE: Wie man Anleger enteignet
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 09:41)

>Und zwar im Besitz zehntausender kleiner Anleger. Denn wie die
>MEL ist auch die Immofinanz-Aktie mittels hoher Provisionen
>aggressiv an Kleinanleger vertrieben worden. Mit teilweise
>gleichen Argumenten ("mündelsicher") wie die MEL.


... und jetzt passiert das gegenteil, die kleinanleger sollen zu tiefstkursen aus den papieren gedrängt werden, tgl. neue gemeinheiten, wie die hv auf jersey, die unklarheiten um die stimmrechte der pps, der billige verkauf an gazit, die ungünstige wandelanleihe usw. sollen die letzten kleinen zermürben.

wenn sie dann endlich aufgeben, und die mehrheit der papiere und das geld der anleger wieder bei meinl / gazit usw. ist, wird der kurs schnell wieder steigen ....

  

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>wenn sie dann endlich aufgeben, und die mehrheit der papiere
>und das geld der anleger wieder bei meinl / gazit usw. ist,
>wird der kurs schnell wieder steigen ....


Das wär dann der ideale Kaufzeitpunkt.

Ich gestehe aber, mit Meinlepigonen mag ich aber nichts zu tun haben, meine MEL-Unternehmensanleihe, die ich halte, mal abgesehen.

  

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RE: Wie man Anleger enteignet
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 09:48)

>Das wär dann der ideale Kaufzeitpunkt.


Unter der Annahme, daß Gazit nach vollzogener Erschleichung der Kontrolle plötzlich zum Kleinanlegerfreund würde. Ich wäre da vorsichtig.

  

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>>Das wär dann der ideale Kaufzeitpunkt.
>
>
>Unter der Annahme, daß Gazit nach vollzogener Erschleichung
>der Kontrolle plötzlich zum Kleinanlegerfreund würde. Ich wäre
>da vorsichtig.


Ja, und nur unter dieser Annahme. Und nur unter der, daß sie sich den österreichischen Börseregeln unterwerfen.

Wobei ich theoretisiere, Meinl kam und kommt mir nicht ins Portfolio.

  

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>Dabei werden die Aktionäre der Immofinanz schon jetzt
>überproportional zur Kasse gebeten: Im Vorjahr ist der
>Managementvertrag geändert worden. Seither bezahlt die
>Immofinanz ihren externen Manager erfolgsabhängig. Allerdings:
>Basis ist nicht der am Markt im Spiel von Angebot und
>Nachfrage entstandene Aktienkurs, sondern der von Gutachtern
>"gemachte" innere Wert (Net Asset Value, NAV). Der
>ist derzeit fast doppelt so hoch wie der gedrückte
>Aktienkurs.
>
>Höhere Gebühr für Kursverluste
>
>Und hat sich vor allem ganz anders entwickelt: Während der auf
>Basis von Bewertungsgutachten berechnete NAV (und damit die
>"Managementgebühr", die die Constantia Privatbank
>bekommt) im Jahresabstand um rund 13 Prozent gestiegen ist,
>ist der Aktienkurs um fast 40 Prozent gesunken. Mit anderen
>Worten: Die Aktionäre, die Geld verloren haben, müssen de
>facto eine höhere Gebühr für solch "erfolgreiches"
>Management bezahlen. Für viele eine merkwürdige Definition von
>"Erfolg".

Da muß ich Immofinanz mal verteidigen - der Börsekurs ist vom Management nur begrenzt beeinflußbar, der NAV hoffentlich schon (und damit meine ich nicht "manipulierbar", sondern durch erfolgreiches Management). Insofern macht der Link schon Sinn.

  

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Meinl flüchtet mit HV nach Jersey interessant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 13:40)

24.06.2008 | 19:32 | (Die Presse)

Angst vor unangenehmen Kleinanleger-Fragen? Die Aktie der Meinl European Land fällt auf Rekordtief, MEL ist jetzt plötzlich „Profi-Anlegerfonds“.

wien (ju). Die Meinl-Gruppe zeigt ihren Kleinanlegern noch einmal, was sie von ihnen hält: Die außerordentliche Hauptversammlung, bei der der Verkauf der Meinl European Land an die israelische Gazit-Gruppe abgesegnet werden soll, findet am 26. Juli wie von vielen Kleinanlegern befürchtet auf der Kanalinsel Jersey statt.

Das Unternehmen notiert an der Wiener Börse, steht fast ausschließlich im Besitz von österreichischen Kleinanlegern und führt das operative Geschäft wahrscheinlich von Österreich aus (für den formellen Firmensitz, einem Briefkasten auf Jersey, wird auf der Website nicht einmal eine Telefonnummer angegeben), ist aber offiziell eine Jersey-Firma, weshalb auch die Abhaltung der Hauptversammlung dort kein Problem ist.

Die Flucht nach Jersey hängt wohl mit der Angst vor unangenehmen Kleinanleger-Fragen zusammen. Wenngleich die „Kleinen“ (für die ein Stimm-Modus ohne persönliche Anwesenheitspflicht eingerichtet wurde) ohnehin nichts zu sagen haben: Bei der HV sind nämlich die geheimnisvollen „Partly Paid Shares“, von denen Meinl gegen die österreichischen Börsebestimmungen bis heute nicht sagt, wem sie eigentlich gehören, voll stimmberechtigt. Und die mysteriösen Besitzer haben sich verpflichtet, im Sinne von Meinl zu stimmen.


Kleinanleger kalt „enteignet“
Das macht 33 Prozent der Stimmrechte. Weitere 17 Prozent entfallen auf die von Gazit gezeichnete 500 Mio. Wandelanleihe, die laut „Circular“ der MEL schon vor der Wandlung stimmberechtigt ist. Allein damit ist die Mehrheit gesichert. Damit ist die (offenbar legale) de facto-Enteignung der Zertifikatsinhaber perfekt.

Entsprechend fallen die Reaktionen an der Börse aus: Das MEL-Zertifikat, das im Vorjahr noch bis zu 21,33 Euro wert war, fiel am Dienstag an der Wiener Börse auf ein Allzeit-Tief von 6,46 Euro.

Was am gestern verbreiteten „Circular“ der MEL (ein 82 Seiten langer, in Juristen-Englisch abgefasster Text, der den Kleinanlegern wärmstens zur Lektüre empfohlen wurde) noch interessant ist: Das Unternehmen hat nach Jersey Recht neuerdings den Status eines „Listed Fund“.


Kritik von Anlegerschützern
Das sind Produkte, die wegen ihrer Komplexität eigentlich nur professionellen Investoren angeboten werden dürfen. Und das steht in ziemlich krassem Gegensatz zu der Art, mit der MEL bisher in Österreich vertrieben worden ist: Da war von Sparbuchersatz („faules Schwein“, hieß es in der Werbung) die Rede. Und von „Mündelsicherheit“. Kein Wunder, dass die Verärgerung unter MEL-Anlegern und Anlegerschützern groß ist. Anlegerschützer Wilhelm Rasinger etwa meinte, hier sei eine „bodenlose Gemeinheit“ geschehen. Man habe Zehntausende „um ihre Lebensersparnisse“ gebracht. Rasinger: „Tierschützer, die angeblich zwei Millionen Schaden verursacht haben, werden seit Wochen in Haft gehalten. Bei Meinl hat bei einer viel größeren Schadensumme noch nicht einmal die Staatsanwaltschaft vorbeigeschaut“.

Rasinger meint, in Sachen MEL liege ein riesiges Behördenversagen vor. Die Aufsichtsbehörden hätten zu lax reagiert, die Staatsanwaltschaft überhaupt nicht. Es gebe hier „politischen Handlungsbedarf“.

Tatsächlich erscheint die Untätigkeit der Behörden vielen Marktteilnehmern merkwürdig. So hat die Finanzmarktaufsicht erst im Mai 2008 ein Rechtshilfeansuchen an Jersey gerichtet – zehn Monate nach Ausbruch des Skandals.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.06.2008)

  

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RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 14:34)

Was mich wundert, ist, dass es keine Anwälte gibt, die mit solchen Skandalen Geschäfte machen möchten, also die Täter zu verfolgen und vor Gericht zu bringen. Obendrein würden sie sich damit Publizität und Werbung verschaffen.

  

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RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey interessant
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 14:55)

>Was mich wundert, ist, dass es keine Anwälte gibt, die mit
>solchen Skandalen Geschäfte machen möchten, also die Täter zu
>verfolgen und vor Gericht zu bringen. Obendrein würden sie
>sich damit Publizität und Werbung verschaffen.

schaust du auf http://www.kursverlust.at/

  

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RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 15:27)

Nein, der BBio meint: richtige Kopfgeldjäger.

Also die Täter in Jersey dingfest machen
und in Handschellen rüber bringen nach Österreich.

Aber wozu diese Umwege? Gerüchteweise treten sie sogar ungeniert bei den Seitenblicken im Fernsehen auf, so sicher sind sie sich ihrer Sache.

  

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RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 15:31)

Noch einfacher, wenn man ihnen Streudinger unters Auto legt können sie nicht mehr davon laufen.

  

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RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 15:45)

>Was mich wundert, ist, dass es keine Anwälte gibt, die mit
>solchen Skandalen Geschäfte machen möchten, also die Täter zu
>verfolgen und vor Gericht zu bringen. Obendrein würden sie
>sich damit Publizität und Werbung verschaffen.

... und wo bleibt bei nationalem politikversagen da die eu? mischt sich ja sonst in jeden sch.......k ein!

  

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RE: Meinl flüchtet mit HV nach Jersey
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.6.08 16:22)

Jersey untersteht zwar der Queen, ist aber autonom von GB und gehört nicht einmal der EU an.

Das sind nun mal die besten Voraussetzungen, um eine beliebte Steueroase zu werden.

Faröer und Shetlands wollens ja auch werden. Nur nach Tonga lassen sich die Steuerflüchtlinge nicht so leicht locken.

  

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Meinl European Land - Wie Gazit sich von Beginn an die Kontrolle sichert interessant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.6.08 07:47)

Der neue Investor sorgt mehrfach vor, dass künftig bei Meinl European Land nichts Wichtiges mehr ohne ihn passieren kann.

Der künftige Grossaktionär von Meinl European Land (MEL) sichert sich gleich mehrfach die Kontrolle über das Unternehmen: Dabei hilft nicht nur ein sogenanntes "Relationship Agreement", das MEL, CPI Austria und Gazit mit dem Closing der Transaktion abschliessen und das zahlreiche Entscheidungen - etwa CEO-Bestellung oder Dividendenzahlung - von der Zustimmung der Investorengruppe abhängig macht, sondern auch die Wandelanleihe, die CPI/Gazit bereits vor Wandlung Stimmrechte bei den Hauptversammlungen der Gesellschaft einräumt.

Wie berichtet ist geplant, dass CPI/Gazit sofort nach Closing (und somit nach der kommenden HV) die Wandelanleihe mit Cash-Kupon von 10,75% zeichnet und somit 500 Mio. Euro in das Unternehmen einschiesst. Zu diesem Zweck will MEL - laut Tagesordnung für die ausserordentliche Hauptversammlung - 500 sogenannte "Special Voting Shares", also spezielle Stimmrechtsaktien, begeben. Vereinfacht ausgedrückt steht eine Special Voting Shares für ein Wandelbond-Investment von einer Mio. Euro. Die Anzahl der Stimmrechte, die damit ausgeübt werden kann, ist dann abhängig vom Wert der Zertifikate zum Zeitpunkt der betreffenden Hauptversammlungen.

Folglich müsste - etwa bei einem MEL-Kurs von 9 Euro - eine Special Voting Share für rund 111.111 Stimmrechte stehen. Die Anfrage, ob dies auch gilt, falls der Kurs darunter liegt (das wären dann mehr Stimmrechte für CPI/Gazit), war zu Redaktionsschluss noch offen.

Inklusive der Kapitalerhöhung, über die CPI/Gazit 300 Mio. Euro zu einem Kurs von 7 Euro je Zertifikat investieren will, könnte der Investor bei Hauptversammlungen dann bald auf rund 30% der Stimmrechte kommen. Die Special Voting Shares - vielleicht als eine Art Ersatz für die Partly Paid Shares gedacht - haben keinen Anspruch auf Dividende. Die Wandelanleihe, die an die Meinl Bank als Teil der Abgeltung ausgegeben wird, ist nicht mit Stimmrechten versehen.

Das "Relationship Agreement" sieht zudem vor, dass bei Änderungen die Kapitalbasis betreffend - neue Zertifikate, Wandelanleihen, Optionen, etc. - zuvor die Zustimmung von CPI Austria und Gazit eingeholt werden muss. Gleiches gilt für Käufe und Verkäufe, die einen Wert von 10% des Net Asset Value der Gruppe übersteigen.

Auch die Entscheidung über einen möglichen neuen Börseplatz für die MEL-Zertifikate kann nicht ohne Zustimmung des Grossaktionärs über die Bühne gehen. Im Circular heisst es dabei, dass nicht nur ein Listing an einem weiteren Börseplatz überlegt, sondern auch das De-Listing der Zertifikate in Wien geprüft wird.

Während für die Wandelanleihe kein Listing vorgesehen ist, sollen die Optionsscheine, die im Zuge der Transaktion ausgegeben werden, an einer Börse notieren CPI/Gazit erhält up front 30 Mio. Optionsscheine, die das Recht auf MEL-Zertifikate zu 7 Euro verbriefen. Weitere Optionsscheine werden im Zuge der Kapitalerhöhung ausgegeben.

Die neue Satzung, die die MEL-Anleger beschliessen sollen, sieht zudem vor, dass künftig ein Investor (bzw. eine Gruppe), der 30% an der Gesellschaft erwirbt, den Aktionären binnen 28 Tagen ein Übernahmeoffert legen muss. Das trifft auch auf einen Investor zu, der über Stimmrechte zwischen 30% und 50% verfügt und weiter zukauft. Ausgenommen von dieser Regel sind allerdings die CPI/Gazit-Gesellschaften CG, CPI und Gazit. Diese könnten das Unternehmen auch ohne verpflichtendes Übernahmeoffert übernehmen. (bs)

Aus dem Börse Express vom 25. Juni 2008

  

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MEL kooperiert nicht mit Übernahmekommission
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.6.08 15:40)

APA News
Übernahmekommission - MEL verweigert Vorlage relevanter Informationen
Doralt: Zuständigkeit entgegen MEL-Informationen noch nicht geklärt - Verkauf brächte "faktisch Kontrollwechsel"

An der vor dem Verkauf stehenden Meinl European Land (MEL) kommt jetzt auch schwere juristische Kritik von der Übernahmekommission. MEL habe "weiterführende Informationen ... unter Berufung auf Schweigepflichten von CPI/Gazit und das Verbot von MEL und der Meinl Bank Gruppe, Dokumente offenzulegen, verweigert", beklagte der Vorsitzende der Kommission, Peter Doralt, am Donnerstag in einer Pressemitteilung.


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Entgegen der veröffentlichten Information zur Hauptversammlung ("Circular"), in der MEL erkläre, dass der Verkauf nicht unter die Übernahmebestimmungen falle, sei es "der Übernahmekommission bisher nicht möglich, die Prüfung der Frage der Zuständigkeit abzuschließen". Dies habe man den Vertretern der Käufergruppe auch nachhaltig kommuniziert. Dennoch habe das Circular "soweit ersichtlich - keinen Hinweis auf die noch offene Frage der Anwendbarkeit des Österreichischen Übernahmerechts und der Zuständigkeit der Übernahmekommission auf die MEL" enthalten.

Gefordert hat die Übernahmekommission insbesondere "Informationen betreffend den Ort des faktischen Hauptverwaltungssitzes der MEL". Die Kommission habe dafür weder Einsicht in Hauptversammlungsprotokolle noch in Protokolle der Board-Meetings der MEL erhalten. Auch das Circular sei der Kommission erst nach Veröffentlichung übermittelt worden. Nach Auffassung der Übernahmekommission kann sie erst auf Basis dieser Unterlagen entscheiden, ob sie zuständig ist oder nicht.

Die Frage sei für die geplante Transaktion jedenfalls "relevant, weil bei MEL offensichtlich zumindest faktisch ein Kontrollwechsel bevorsteht", diagnostizierte Doralt.

Eine Kontaktaufnahme mit MEL sei "bis heute gescheitert". Die Anwaltskanzlei Hausmaninger Kletter RAe GmbH, die MEL und Meinl Bank Gruppe über einen längeren Zeitraum hinweg maßgeblich betreut hatte, erklärte gegenüber der Übernahmekommission, "MEL in dieser Sache nicht zu vertreten", erläuterte der Vorsitzende der Übernahmekommission. (Forts. mögl.) klm/wyl/cs

  

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RE: MEL kooperiert nicht mit Übernahmekommission
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.6.08 15:43)

APA News
Übernahmekommission 2 - "Unsicherheitsfaktor" für neue MEL-Investoren
Amtshilfe mit Behörden in Großbritannien und Israel läuft

Die Übernahmekommission will den Fall Meinl European Land (MEL) nicht abschließen, bis sie Klarheit über die Sachlage hat. "Wir versuchen jetzt weiter, an die relevanten Informationen heranzukommen. Solange diese Informationen nicht vorliegen, wird es wohl kein abgeschlossenes Verfahren geben", hieß es aus der Geschäftsstelle der Übernahmekommission am Donnerstag auf APA-Anfrage. In erster Linie bedeute dies "einen großen Unsicherheitsfaktor für die einsteigenden Investoren".


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Die Wiener Behörden hätten bereits Kontakt mit den Kollegen in Großbritannien und Israel aufgenommen. Informelle Amtshilfe in der Causa sei bereits im Laufen. Sollte MEL die angeforderten Daten nicht vorlegen, werde ein noch zu beauftragender Senat bei entsprechender ausreichender Informationslage auch ohne diese Angaben die Zuständigkeit feststellen, hieß es.

Die israelische Immobiliengesellschaft Gazit Globe wird zusammen mit der Citibank-Tochter CPI über eine hochverzinste Wandelanleihe und über eine Kapitalerhöhung mit rund 800 Mio. Euro bei MEL einsteigen und damit künftig als Hauptaktionär mehr als 30 Prozent der MEL halten. Nach österreichischem Übernahmerecht müssten die neuen Eigentümer dadurch ein verpflichtendes Übernahmeangebot an die übrigen Investoren der MEL legen. Die Hauptversammlung entscheidet am 16. Juli über den Einstieg. (Forts. mögl.) klm/cs

  

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RE: MEL kooperiert nicht mit Übernahmekommission
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.6.08 16:25)

Ich find auch, dass die Exekutive den gfrastigen Organen der MEL, die nur zum Schaden der MEL und ihrer Anleger arbeiten wie Parasiten einmal die Unterschriftsfähigkeit entziehen sollte, und sei es durch Handschellen, die richten ja ohne Atempause Unheil an, da ist echt Gefahr im Verzug!

Diese MEL-HV auf Jersey darf nie und nimmer rechtens werden, und die PPS schon gar nicht!

Aufwachen! Behörden, hier bin ich mal bei Euch: Hausdurchsuchungen machen, wo es nur geht!

Nicht in allen Zeitungen Werbung damit machen, daß die Ö.Finanz endlich dem Flughafenfahrtendienst die Autos gepfändet und ihn somit umgebracht hat!

Nicht kleine Unternehmer erwürgen bis zum Gehtnichtmehr,
während die großen Unternehmer mit allen Würdenträgern der Republik in die Seitenblicke grinsen dürfen!

P.S. Die Palmers-Familie hat nur wegen einer anonymen Anzeige auf Insidergeschäfte eine Hausdurchsuchung gekriegt. Aber der Meinl darf alles, gell? Weil er ja einen schönen Namen zu verlieren hat, wie die Flughafenbosse heut noch glauben. An denen ist das 21. Jahrhundert gänzlich spurlos vorüber gegangen, die leben noch in der Nostalgie der Teeprinzessin Michiko.

  

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Ich glaub, die Schlagzeile "Meinl endlich in Handschellen" würd mindestens für einen Kurssprung um 1,50 Euro reichen!

Dürfen FMA-Leute eigentlich privat auch schon Aktien kaufen, bevor sie jemanden hopp nehmen, oder fällt das unter "Insider"?

  

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Österreichisches Übernahmegesetz auf Meinl European Land Limited nicht anwendbar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.6.08 20:29)

Österreichisches Übernahmegesetz auf Meinl European Land Limited nicht anwendbar
St Helier, Jersey (OTS) - Meinl European Land Limited ("MEL") hat
seit jeher ihren statutarischen und faktischen Hauptverwaltungssitz
in Jersey. Aus diesem Grund ist das österreichische Übernahmegesetz
ex lege auf MEL nicht anwendbar. Diesen Umstand hat die bei der
Wiener Börse eingerichtete Übernahmekommission zu respektieren. Daher
ist die Übernahmekommission für MEL nicht zuständig.

In allen bislang erschienen Kapitalmarktprospekten von MEL, die
sowohl von der Wiener Börse als auch von der FMA inhaltlich
durchgesehen bzw. geprüft wurden, wird seit Jahren klar und eindeutig
darauf hingewiesen, dass das österreichische Übernahmegesetz keine
Anwendung findet. Hieran ändert auch die bevorstehende Transaktion
mit CPI/Gazit Holdings Limited nichts, insbesondere da auch der
vorgesehene Wechsel in der Managementstruktur vorsieht, dass der
künftige Hauptverwaltungssitz der MEL jedenfalls nicht in Österreich
sein wird.

Zudem ist MEL bis zum heutigen Tag nie von der Übernahmekommission
kontaktiert worden.

Über Meinl European Land

MEL ist ein Immobilieninvestment- und Entwicklungsunternehmen, das
sich primär auf den Bereich Handel in Mittel- und Osteuropa
konzentriert. Per 31. Dezember 2007 besaß MEL 162 betriebliche
Investmentliegenschaften mit einem Marktwert von ca. Euro 1,9 Mrd.
und ein bedeutendes Portfolio an Entwicklungsprojekten mit einem
erwarteten Investitionsbedarf von Euro 3,3 Mrd., von denen Euro 0,8
Mrd. per 31. Dezember 2007 bereits getätigt wurden. Zusätzlich hat
das Unternehmen Grundflächen von über 1,8 Mio. m2 erworben. Das
Unternehmen ist seit 2002 an der Wiener Börse notiert und war zu
Handelsschluss am 23. Juni 2008 mit Euro1,425,498.750 kapitalisiert
(basierend auf einem Schlusskurs je Zertifikat von Euro6.75 bei
211,185.000 Zertifikaten, ausgenommen die 88,815.000 im Namen des
Unternehmens gehaltenen Zertifikate, die 150,000.000 Partly Paid
Shares und die eine, vom Investment Manager des Unternehmens
gehaltene Aktie).

Rückfragehinweis:

~
London Österreich
Citigate Dewe Rogerson Trimedia
Michael Berkeley Bernhard Hudik
Tel.: +44 20 7638 9571 Tel.: +43 1 5244 300
~

  

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Übernahmekommission legt CPI/Gazit-Deal nicht zu den Akten

Laut Marktteilnehmern wäre es durchaus prüfenswert, ob die CPI/Gazit-Transaktion nicht dem britischen Takeover Code unterliegt.

Meinl European Land hat „seit jeher ihren statutarischen und faktischen Hauptverwaltungssitz in Jersey“, lässt das Unternehmen heute in Richtung Übernahmekommission ausrichten. Aus diesem Grund sei das österreichische Übernahmegesetz auf MEL nicht anwendbar, die Übernahmekommission habe das zu akzeptieren.

Diese - ursprünglich von den CPI/Gazit-Anwälten eingeschaltet - denkt freilich nicht daran. „Das entscheidet ausschliesslich die Übernahmekommission selbst, ob sie zuständig ist oder nicht“, so ein Sprecher der Behörde. Folglich ist die Frage, ob österreichisches Übernahmerecht anwendbar ist, der Kommission zufolge nach wie vor offen. Die Aussage im Circular von MEL, wonach für die Transaktion weder das Übernahmerecht von Österreich, Jersey oder UK greife, ist daher vorerst nur Rechtsmeinung des Unternehmens.

Marktteilnehmer weisen allerdings darauf hin, dass sehr wohl untersucht werden müsste, ob der Deal nicht dem britischen Takeover Code unterliegt. Dieser war übrigens Vorbild für den österreichischen Kodex, die Vorschriften ähneln daher, wie etwa die 30%-Schwelle für die Legung eines Übernahmeofferts. CPI/Gazit wird bereits durch die geplante Wandelanleihe über 500 Mio. Euro auf einen Stimmrechtsanteil von rund 21% kommen (unter der Annahme, dass die Partly Paid Shares gecancelt werden und noch exklusive Kapitalerhöhung).

Und im Fall, dass bei der Kapitalerhöhung niemand ausser Gazit/CPI
zeichnet, käme der neue Investor beiHauptversammlungen auf über 30%.
Eine Anfrage an Gazit, ob man daraus Konsequenzen befürchte bzw. ob man an einer Klärung der Lage vor der Hauptversammlung interessiert ist, war zu Redaktionsschluss noch offen. (bs) BE-free

  

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.
>
>Marktteilnehmer weisen allerdings darauf hin, dass sehr wohl
>untersucht werden müsste, ob der Deal nicht dem britischen
>Takeover Code unterliegt. Dieser war übrigens Vorbild für den
>österreichischen Kodex, die Vorschriften ähneln daher, wie
>etwa die 30%-Schwelle für die Legung eines Übernahmeofferts.

.... ist ohnehin egal, wer möchte schon ein übernahmeangebot um ca. eur 7 annehmen?

  

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OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.7.08 11:34)

News APA - Austria Presse Agentur | 05.07.2008 | 09:29:00


MEL ließ unverkäufliche Zertifikate schon seit 2006 "zwischenlagern"


In einem im Jänner 2008 fertiggestellten Prüfbericht der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wird das Modell geschildert, mit dem die heute vor dem Verkauf stehende Meinl European Land (MEL) in den vergangenen Jahren ihren Kurs pflegen ließ. Bereits seit 2006 habe MEL "erhebliche Mühe" gehabt, Kapitalerhöhungen unterzubringen, "weshalb die unverkäuflichen Zertifikate bei der Investmentgesellschaft Somal A.V.V. im Einflussbereich der Familie Meinl zwischengelagert werden mussten. Um Somal einen Ausstieg ohne Verluste zu ermöglichen, begann die Meinl Bank bereits 2006 auf Rechnung von Meinl European Land massiv Zertifikate aufzukaufen", berichtet das aktuelle Nachrichtenmagazin "profil" laut Vorabmeldung vom Samstag unter Berufung auf den ihm vorliegenden Wortlaut des OeNB-Prüfberichts über die Meinl Bank.


"profil" zitiert aus Nationalbank-Bericht - "Kein explizites Rückkaufprogramm", Kurspflege durch Market Maker Meinl Bank über Somal

Es habe bei MEL weder 2006 noch 2007 ein "explizites Rückkaufprogramm" gegeben, die Zertifikatsrückkäufe erfolgten vielmehr "im Rahmen einer 'Market Maker'-Vereinbarung zwischen Meinl European Land und Meinl Bank", heißt es in dem Bericht. Bei schwacher Nachfrage sollte die Meinl Bank Zertifikate aufkaufen und bei besseren Kursen wieder abgeben. "Um nicht direkt als Halter der Zertifikate ... aufzuscheinen und um keine Großveranlagungs-Grenzen zu überschreiten, wurde ein Unternehmen der Julius Meinl AG (Somal A.V.V., Anm.) herangezogen. Finanziert wurden alle Transaktionen von MEL, so dass diese alle damit verbundenen (Markt-)Risiken trug", zitiert das "profil den Nationalbank-Bericht. (Schluss) mer/mri

  

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RE: OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 11:57)

kenne mich zuwenig mit den diversen Regelungen aus, aber ich nehme an das haben sie so hingetrickst daß es legal war. dem geist der gesetze um es mal pathetisch zu formulieren entspricht das sicher nicht. die chuzpe ist immer wieder aufs neue erstaunlich.
ich hoffe irgendwann kommt auch für julius der zahltag.

  

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RE: OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
Rang: hallodu_st(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 15:14)

Also wenn sich über diese Feststellung wer wundert, hat sich noch nie den Chart der MEL bis letzten Sommer angeschaut....

Oder kennt jemand einen ähnlichen "von selbst entstandenen" Kurs...

  

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RE: OeNB: bereits 2006 Rückkäufe/Kurspflege bei MEL
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 16:22)

Daß der Kurs gepflegt worden ist, war auch damals allgemein bekannt. Das Überraschende daran ist eigentlich nur, daß das illegal(?) auf Rechnung der MEL und nicht legal auf Rechnung der Meinl Bank geschehen ist.

  

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Meinl-Firmen weiter im Strudel - Meinl Bank will juristisch gegen "profil" vorgehen
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 17:08)

Nach neuerlichen Veröffentlichungen im Nachrichtenmagazin "profil" kommen die Firmen unter dem Namen Meinl nicht zur Ruhe. Während die Meinl Bank nach eigenen Angaben juristische Schritte in die Wege geleitet hat, legt "profil" noch nach - und Kleinaktionärsvertreter orten eine "sehr dicke Suppe".

Die Meinl Bank weist die im aktuellen "profil" erhobenen Vorwürfe und Unterstellungen zurück. Die genannten Fakten seine demnach seit Jänner bekannt, die OenB habe der Meinl Bank darin sogar ein "erfreuliches" Attest ausgestellt. Die Meinl Bank hat nun rechtliche Schritte in die Wege geleitet.

Ein Auszug aus der Veröffentlichung der Meinl Bank vom Sonntag: "Der Bericht der OeNB über die Vor-Ort-Prüfung wurde der Meinl Bank am 25. Jänner 2005 zugestellt. Darin stellt die OeNB in 14 Punkten formale und organisationstechnische Mängel nach dem Bankwesengesetz fest.
Die OeNB untersuchte auch die Rolle der Meinl Bank als Market Maker und Underwriter der MEL-Zertifikate unter Einbeziehung der Somal AVV, einer indirekten Tochter der Julius Meinl AG. Sämtliche diese Transaktionen betreffenden Unterlagen wurden der OeNB umfassend und zeitgerecht zur Verfügung gestellt. Auch hier stellt die OeNB keine Verfehlungen der Meinl Bank fest, sondern verweist auf die wertpapierrechtliche Prüfung des Sachverhaltes.
Die Meinl Bank weist insbesondere die von profil erhobene Behauptung, der Erwerb von Zertifikaten durch Meinl European Land habe geholfen, " missglückte Wertpapierspekulationen der Familie Meinl zu retten " auf das schärfste zurück. Dieser Vorwurf wird von der OeNB an keiner Stelle erhoben, sondern ist eine von profil seit Monaten immer wieder vorgebrachte Unterstellung, die jeder Grundlage entbehrt.
Ebenso hat die OeNB beim Börsegang von Meinl International Power (MIP) keine Unregelmäßigkeiten erhoben. Der Börsengang erfolgte vielmehr im Einklang mit den österreichischen Gesetzen."

Neue Erkenntnisse aufgetaucht

Bei "profil" sieht man die Sachlage hingegen deutlich unterschiedlich. Demnach seien im Zuge der OeNB-Untersuchungen neue Erkenntnisse gewonnen worden.
Nicht nur bei der Meinl European Land (MEL), sondern auch bei der im Sommer 2007 auf den Markt gekommenen Meinl International Power (MIP) hat es massiver Hilfe durch den Market Maker bedurft, um die emittierten Volumina verkaufen zu können bzw. um den Absturz des Kurses wenigstens anfänglich noch abzubremsen, geht aus den im aktuellen "profil" auszugsweise veröffentlichten vertraulichen Nationalbankbericht hervor. Die Meinl Bank habe 2007 über 80 Prozent ihrer Umsätze mit MEL, MIP und MAI (Meinl Airport International) gemacht.
Während bei MEL Kurspflegeaktionen durch die Bank bzw. ihr nahestehende Unternehmen zeitweise erfolgreich waren und zu Gewinnen bei den eingeschaltenen Firmen geführt hatten, geriet die MIP von allem Anfang an schwer unter Druck und die Stabilisierungsmaßnahmen für den Kurs wurden schon bald eingestellt.

Begonnen hat es damit, dass nur 60 der ursprünglich vorgesehenen 75 Millionen Aktien platziert werden konnten - "und auch das nur unter Zuhilfenahme eines 'Underwriting Assistent'. In diesem Fall war es die JM Marketing and Trading AVV, die rund vier Millionen Stück in ihren Bestand übernahmen", wie die Nationalbank in ihrem Bericht schreibt.

Der für JM Trading verantwortliche "Meinl-Vertraute" ("profil") Karel Römer sitzt bzw. saß im Board von MIP und MEL, die Finanzierung der JM Trading ist demnach durch MIP selbst erfolgt.
Das Board von MIP habe auf die von der Meinl Bank eingeräumte Platzierungsgarantie von 75 Millionen Aktien verzichtet, weil MIP letztlich dafür selbst hätte zahlen müssen. Eine Provision von 6,75 Prozent für die Platzierungsgarantie für die Zertifikate sei aber geflossen, so "profil": "Im Ergebnis zahlten die Investoren der Meinl Bank Gebühren für eine Garantie, die sie selbst - ohne dies zu gewärtigen - zur Gänze übernommen hatten."

Wenige Tage nach der MIP-Emission sei bei JM die gesetzliche Großveranlagungsgrenze überschritten gewesen und da die MIP kein Treuhänderdepot eingerichtet habe, habe die Meinl Bank ihre "Stabilisierungsbemühungen" eingestellt. Aus den vergeblichen Bemühungen zurückgeblieben seien so genannte Nostro-Bestände in Höhe von 2,1 Millionen Aktien, aus denen sich auf Grund des Kursverfalls ein Wertberichtigungsbedarf in Millionenhöhe ergeben habe. "Die vertraglichen Bestimmungen der Meinl Bank und .. MAI und MIP sehen jedoch vor, dass etwaige Kursverluste von den Gesellschaften zu tragen sind", heißt es laut "profil" in dem Nationalbankbericht.

Die Meinl Bank hat gemäß den von den Prüfern zusammengetragenen Zahlen bis September 2007 aus den Börsetransaktionen um und den Verträgen mit MAL, MAI, und MIP Erlöse von 168 Mio. Euro erwirtschaftet - 2007 seien so 80 Prozent der Betriebserträge der Banken-Gruppe aus den Geschäften mit den drei Firmen gekommen. 2006 hätten noch 60 Prozent aus der Geschäftsbeziehung mit der MEL gestammt.

Die Nationalbank spricht davon, dass die Meinl Bank versucht habe, mit den Börsegängen von MAI und MIP das Geschäftsmodell rund um die MEL zu "vervielfältigen". Die Bank habe zahlreiche Unterlagen mit Hinweis auf eine fehlende rechtliche Basis nicht herausgerückt, schreibt das "profil".

Anlegervertreter forden nach diesen Fakten nun das Aktivwerden der Staatsanwaltschaft und orten "eine sehr dicke Suppe".

Wirtschaftsblatt 06.07.2008

  

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RE: Meinl-Firmen weiter im Strudel - Meinl Bank will juristisch gegen "profil" vorgehen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 19:55)

"Unterstellung, die jeder Grundlage entbehrt"

-> In meiner Kindheit gab´s ein großväterliches Sprichwort, das lautete "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht."

Da konnte ich dann schon behaupten "Ich hab den Kuchen nicht gegessen!", ohne rot zu werden,

das Rohrstaberl am Hintern war trotzdem regelmäßig für mich reserviert

  

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Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08 gut analysiert
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 21:50)

bzw. Dienstag ganz zeitig in der Früh.

Wer noch MEL-Aktien herumliegen hat und noch niemanden gefunden hat, der die Stimmrechte nach Jersey mitnimmt, bringt Eure Papiere in Kampfstellung, die grosse Schlacht (diesmal nicht ums Buffet, das kann sich der Meinl an den Hut picken, im Obergeschoss seines Delikatessengeschäfts hab ich genug gerochen!) steht bevor:
http://www.be24.at/blog/entry/18848

  

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RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 22:57)

.... ja, da geht´s um die wurst, obwohl ich nicht wirklich optimistisch bin, daß der deal verhindert werden kann - die bedingungen sind in erwarteter meinl-manier sehr ungünstig (jersey, prozedur, urlaubszeit, kürzestmögliche veröffentlichung ,usw.) werde ich meine paar stückeln der iva oder dem fanclub zur abstimmung anvertrauen, und dann schau ma mal ......

  

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RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 23:23)

Aber tu´s bitte rasch, am 8.7. in der Früh könnt am Fax beim xxx schon ein Riesenstau sein, dass sie das gar nimmer anschauen, was da so spät noch kommt ...

  

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RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.7.08 23:56)

jo, eh, i mochs scho murgn, wos empfiehlts du, iva oder fanclub?

  

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RE: Anmeldeschluss für die HV Montag 7.7.08
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.7.08 07:46)

Im Prinzip wurscht, sie werden ja eh gleich abstimmen. Also in Deinem Sinne. Das Problem wird das künstliche Englisch sein, das sie den Anlegern dort vorsetzen, um sie zu verwirren. IVA wird da eher der Profi sein, obwohl Jersey samt den dortigen Gesetzen und Usancen und dem dortigen Englisch auch für ihn Neuland sein wird.

Wenn es Dir besonders wichtig ist, dass Deine Stimmrechtsvertretung hübsch auch noch ist, dann nimm die Frau R.

  

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Wie das System Meinl funktioniert
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.7.08 10:22)

die Presse 07.07.2008

Der geheime OeNB-Bericht offenbart Querverbindungen zwischen Meinl Bank und MEL, MIP und MAI.

Die Termine für die Hauptversammlungen nahen mit Riesen-Schritten: Am 16. Juli findet das Aktionärstreffen der Meinl European Land (MEL) statt, am 28. Juli jene der Meinl International Airports (MAI) - allerdings beide auf Jersey. Zeitgleich am 28. Juli, dafür in Wien, werden die Hauptversammlungen der Meinl International Power (MIP) abgehalten. Nicht, dass sich die Anleger dort Erhellendes erwarten dürfen. Dafür bekommen sie jetzt brisante Vorabinformationen - allerdings der wenig erfreulichen Sorte: Das Nachrichtenmagazin "profil" hat nun den streng geheimen Prüfbericht der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) veröffentlicht. Dessen Sukkus: Die Anleger haben offenbar - ohne es zu Wissen - selbst für Garantien zur Platzierung von Zertifikaten finanziell gerade stehen müssen. Die Meinl Bank hat dafür auch noch Gebühren verlangt.

Vier Monate lang geprüft

Ein sechsköpfiges OeNB-Team hatte vier Monate lang die Bücher der Meinl Bank durchforstet, um Querverbindungen zu MEL und den ebenfalls börsenotierten MIP und MAI auf den Grund zu gehen. Der unter Verschluss gehaltene Bericht, der 109 Seiten umfasst, ist seit Jänner 2008 fertig.

Und er offenbart Interessantes: "Von 2003 bis 2006 erhöhte sich die Bilanzsumme der Meinl-Bank-Gruppe von EUR 659 Millionen auf EUR 5600 Millionen" , schreiben die Prüfer, "von 2003 bis September 2007 erwirtschaftete die Meinl-Bank-Gruppe aus der Geschäftsbeziehung zu MEL Erträge in Höhe von EUR 322 Millionen (netto)." Und: "Vorliegende Unterlagen lassen darauf schließen, dass in 2007 über 80 Prozent der Betriebserträge der Meinl-Bank-Gruppe aus den Geschäftsaktivitäten mit MEL, MAI und MIP erzielt wurden." Eine feine Sache - und locker nachvollziehbar: Die Bank kassierte bei jeder Kapitalerhöhung, schnitt dank Provisionen beim Börsehandel mit Zertifikaten mit, verlangte Managementgebühren und ließ sich via Lizenzgebühren die Verwendung des Namens Meinl abgelten.

Das System Meinl ging aber noch weiter: Laut "profil" wurden sowohl bei der MEL als auch bei der MIP so genannte Platzierungsgarantien gegeben. Soll heißen: Die Meinl Bank hatte sich verpflichtet, "stets all jene Zertifikate aus Kapitalerhöhungen aufzugreifen, die nicht am Markt platziert werden konnten." Sehr nobel, aber alles hat natürlich seinen Preis: Als im Frühjahr 2006 der Run auf MEL-Titel ausblieb, lagerte die Bank die Papiere kurzerhand in die Karibik aus - beim Investmentvehikel Somal A.V.V.. Um die Transaktion aber auch finanzieren zu können, musste MEL Somal-Anleihen zeichnen.

Bei der MIP, bei der Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Ex-Verbund-Chef Hans Haider im Boot sind, griff man dann auch auf das "bewährte" System zurück: Das Unternehmen, das vor rund einem Jahr an die Börse ging, konnte nur 60 Mio. der ursprünglich geplanten 75 Mio. Zertifikate am Markt unterbringen. "Und auch dies nur unter Zuhilfenahme eines 'Underwriting Assistant'", schreiben die OeNB-Prüfer. "In diesem Fall war es die JM Marketing and Trading A.V.V., die rund vier Millionen Stück in ihren Bestand nahm. Die Finanzierung erfolgte ... durch MIP selbst." Wieder im Rahmen eines Bond-Kontraktes. Die Anleger haben also unwissentlich für eine Risikoabgeltung bezahlen müssen. Die "Platzierungsgarantie" haben also in Wahrheit sie übernommen.

Die Meinl Bank hatte - ähnlich wie bei MEL und MAI - außerdem eine Provision von 6,75 Prozent der Emissionserlöse für die garantierte Platzierung kassiert.

Kleinanleger empört

Die rebellischen Kleinanleger fühlen sich durch den Prüfbericht ordentlich aufmunitioniert. Zuletzt hatten sie ja die Ablöse der Mitglieder der MIP- und MAI-Boards (eine Mischung aus Vorstand und Aufsichtsrat nach Jersey-Recht) gefordert. Wolfgang Vilsmeier, unabhängiger Board-Kandidat, meinte dazu: "Angeblich wurden Aktionärsgelder ohne Wissen und Zustimmung der Aktionäre zur Unterstützung der Meinl-Bank-Gruppe zweckentfremdet. Der Gipfel ist allerdings, dass die Aktionäre hierfür der Meinl Bank neben der Platzierungsgebühr von sechs Prozent sogar noch eine Garantiegebühr von 0,75 Prozent bezahlt haben sollen."

Die Meinl Bank wies gestern die "Vorwürfe und Unterstellungen" zurück. Der OeNB-Bericht sei für sie "erfreulich ausgefallen". Es seien keine schweren Mängel, sondern lediglich in 14 Punkten formale und organisationstechnische Mängel nach dem Bankwesengesetz festgestellt worden. Die Veröffentlichung von Berichten, die das Bankgeheimnis betreffen, sei "äußerst bedenklich".


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Profil vom 07.07.2008

Der geheime Nationalbank-Prüfbericht zu den Geschäften der Meinl Bank im Wortlaut: Kleinanleger finanzierten unwissentlich private Millionen-Spekulationen der Familie Meinl. Jetzt steht auch Meinl-Power-Manager und Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser gehörig unter Druck. Die Justiz ist gefordert.

Das Dossier galt bisher als eines der bestgehüteten Geheimnisse der Republik: der Prüfbericht der Oesterreichischen Nationalbank zu den Geschäften der Wiener Meinl Bank AG vom Jänner dieses Jahres.

Am 13. September 2007, wenige Wochen nach Auffliegen des Skandals um verheimlichte Wertpapierrückkäufe bei der börsennotierten Immobiliengesellschaft Meinl European Land Ltd. (MEL), hatte die Finanzmarktaufsicht eine so genannte Vor-Ort-Prüfung der kleinen Wiener Privatbank veranlasst, um vermuteten Ungereimtheiten in Zusammenhang mit den Wertpapiertransaktionen nachzugehen.

Das sechsköpfige OeNB-Team um Prüfungsleiter Johannes Turner nahm sich Zeit. Vier Monate waren die Experten unablässig damit beschäftigt, die Bücher der Meinl Bank auf Querverbindungen zu MEL und den anderen zwei Meinl-Gesellschaften an der Wiener Börse, Meinl International Power (MIP) beziehungsweise Meinl Airports International (MAI), zu durchleuchten.

Das Ergebnis umfasst 109 Seiten, gegliedert in 15 Kapitel beziehungsweise 487 Punkte, und wurde nach Fertigstellung Mitte Jänner zur Verschlusssache erklärt. Entsprechend klein der Kreis der Adressaten: Von den drei durchnummerierten Prüfberichten ging ein Exemplar an die Finanzmarktaufsicht, eines an die Meinl Bank und eines an die Staatsanwaltschaft Wien. Immerhin waren zum Zeitpunkt der OeNB-Prüfung bereits staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen Bankier Ver und andere Personen wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs anhängig (für alle Beteiligten gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung ausnahmslos die Unschuldsvermutung). "Die Untersuchungen laufen nach wie vor", so Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien. Ob es im Lichte der Beweislage zu einer Anklage kommt, will er mit Hinweis auf die Amtsverschwiegenheit nicht sagen. "Seien Sie versichert, dass sich einiges tut."

Bis heute hielt sich in der Öffentlichkeit das Gerücht, der Prüfbericht enthalte, von vernachlässigbaren Verstößen gegen das Bankwesengesetz einmal abgesehen, keine Hinweise auf Verfehlungen.

Die Annahme bedarf einer Revision. Der Bericht der Oesterreichischen Nationalbank zu den einschlägigen Geschäften der Meinl Bank liegt profil jetzt vollständig und exklusiv vor. Den OeNB-Prüfern taten sich veritable Abgründe auf: rätselhafte Geldtransfers rund um den halben Globus, intransparente Provisionszahlungen, chaotische Verrechnungskonten sowie missverständlich formulierte und datierte Verträge.

Es dürfte die Anleger der Meinl-Gesellschaften im Hinblick auf die nahenden Hauptversammlungen (MEL am 16. Juli auf Jersey; MAI am 28. Juli auf Jersey; MIP am 28. Juli in Wien) brennend interessieren, dass sie mit ihrem Geld über einen längeren Zeitraum Wertpapierspekulationen der Familie Meinl mitfinanzierten - und stets dem vollen Verlustrisiko ausgesetzt waren. Neben Meinl European Land rückt dabei zusehends auch die Energiegesellschaft MIP ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Jene Gesellschaft also, die von einem gewissen Karl-Heinz Grasser, Finanzminister der Republik Österreich a. D., repräsentiert wird.

Der Bericht ist mit Sicherheitsmerkmalen versehen, die Rückschlüsse auf dessen Herkunft erlauben. Eine Faksimilierung kommt daher nicht infrage. profil veröffentlicht im Folgenden die wichtigsten Passagen im Wortlaut. Zur besseren Verständlichkeit wurde die fortlaufende Punktuation der Nationalbank durchbrochen.

31. Die Finanzmarktaufsicht beauftragte die Oesterreichische Nationalbank am 13. September 2007 …, bei der Meinl Bank AG … das Kredit- und Marktrisiko zu prüfen und dabei insbesondere die wirtschaftlichen/rechtlichen Verflechtungen der Meinl Bank zu Meinl European Land, Meinl Airports International, Meinl International Power … zu evaluieren.

36. Die Bereitstellung der geforderten Unterlagen erfolgte schleppend. Teilweise wurden Unterlagen erst aufgrund der laufenden Erhebungen nachgereicht, obwohl diese bereits bei der OeNB-Erstanforderung seitens der Meinl Bank hätten übergeben werden müssen.

37. Bis zuletzt wurden Unterlagen mit Hinweis auf eine fehlende BWG-rechtliche (Bankwesengesetz, Anm.) Grundlage nicht zur Verfügung gestellt … Darüber hinaus wurden auch andere angeforderte Unterlagen nicht übergeben.

Diese Feststellung der Revisoren zieht sich wie ein roter Faden durch den Bericht. Immer wieder beanstanden sie, dass eingeforderte Dokumente spät oder gar nicht ausgehändigt wurden, was die lückenlose Aufarbeitung der Affäre nachhaltig erschwerte.

1. Von 2003 bis 2006 erhöhte sich die Bilanzsumme der Meinl-Bank-Gruppe von EUR 659 Millionen auf EUR 5600 Millionen, der Konzernüberschuss steigerte sich im selben Zeitraum von EUR 24 Millionen auf EUR 118 Millionen.

2. Hauptverantwortlich für die rasante Geschäftsentwicklung der Bankengruppe war die enge Geschäftsbeziehung zu Meinl European Land (MEL). Die Meinl Bank war … das exklusive Aktienemissionshaus … Von November 2002 bis Februar 2007 platzierte die Meinl Bank in … zwölf Transaktionen 300 Millionen MEL-Zertifikate (Emissionsvolumen EUR 4,3 Milliarden) bei Investoren. Zusätzlich stand man über … Verträge und Dienstleistungen ("Market Making", Managementleistungen durch eine 100-prozentige Tochter der Meinl Bank, Liquiditätsmanagement, Überlassung Meinl-Logo und -Name, Platzierung von MEL-Anleihen) in einer sehr guten Geschäftsbeziehung zu MEL.

3. Von 2003 bis September 2007 erwirtschaftete die Meinl-Bank-Gruppe aus der Geschäftsbeziehung zu MEL Erträge in der Höhe von EUR 322 Millionen (netto). Der relative Anteil der MEL-Erträge an den gesamten Betriebserträgen der Bankengruppe war von 2003 bis 2006 kontinuierlich anwachsend, 2006 wurden bereits ca. 60 Prozent der gesamten Betriebserträge aus der Geschäftsbeziehung mit MEL erwirtschaftet.

93. Die Meinl Bank versuchte in 2007 das Geschäftsmodell MEL zu vervielfältigen … Im April 2007 wurde die Meinl Airports International (Emissionsvolumen EUR 699 Millionen) an die Börse gebracht. Anfang August 2007 wurde der Börsegang der Meinl Power International (Emissionsvolumen EUR 599 Millionen) durchgeführt.

96. Bis September (2007, Anm.) wurden allein aus den durchgeführten Börsentransaktionen sowie aus den … beschriebenen Verträgen mit MEL, MAI und MIP Erlöse in Höhe von EUR 168 Millionen erwirtschaftet.

91. … Vorliegende Unterlagen lassen darauf schließen, dass in 2007 über 80 Prozent der Betriebserträge der Meinl-Bank-Gruppe aus den Geschäftsaktivitäten mit MEL, MAI und MIP erzielt wurden.

Ehe Meinl European Land an die Börse kam, war die Meinl Bank ein feines, wenn auch kleines Geldhaus. Die Emission 2002 veränderte vieles. Ein hochkomplexes Vertragswerk sicherte dem Institut fortan laufend substanzielle Einkünfte: Die Bank schnitt bei jeder Kapitalerhöhung kräftig mit, kassierte Provisionen über den Börsenhandel mit Zertifikaten, "Managementgebühren" für die Verwaltung des Immobilienbestandes und ließ sich sogar die Verwendung des Namens Meinl abgelten. Ähnliche Konstruktionen wurden auch bei den Emissionen von Meinl Airports International (MAI) und Meinl International Power (MIP) im April beziehungsweise Juli 2007 gewählt.

Die Prüfer stießen bei ihren Recherchen auf bemerkenswerte Vorgänge.

12. Die Managementgesellschaften (verbundene Unternehmen der Meinl Bank) von MEL und MAI haben wegen einer falschen zeitlichen Aliquotierung insgesamt ca. EUR 0,9 Millionen zu hohe Management Fees an MEL und MAI verrechnet …

135. Die Verträge sind seitens MEL immer nur von einem Board-Mitglied unterschrieben, ein Firmenstempel fehlt. Teilweise können … die wechselnden Unterschriften nur im Abgleich mit Unterschriftenproben zugeordnet werden. Manchmal ist nur ein Monat ohne genaue Datumsangabe angeführt. Einige vorgelegte Addenda (Zusätze, Anm.) sind nur von einer Vertragspartei unterfertigt. Die Unterschriften für die Meinl Bank wurden nie durch ein Vorstandsmitglied geleistet. Es erstaunt, dass für die wirtschaftliche Entwicklung der Bank wesentliche Verträge nicht von den zuständigen Vorständen der Bank unterfertigt wurden und außerdem in einer mangelhaften Form gehalten sind.

144. Die von der Meinl Bank an Meinl European Land von August bis Ende 2007 belasteten Lizenzgebühren von rund EUR 23 Millionen sind aufgrund einer vertragswidrigen Abrechnung zu hoch erfolgt (eine grobe Plausibilisierung durch die Prüfer hat einen Betrag von etwas über EUR 1 Million ergeben) … Diese Fehlberechnung zeigt, dass die Kontrollprozesse nicht ausreichend sind.

145. Nachdem die Prüfer auf diese Fehlberechnung hingewiesen haben, wurde am 20. Dezember 2007 ein mit 24. Oktober 2007 datiertes "Supplemental Agreement to the Agreement dated August 2005 to use Meinl Name and Logo" übergeben. Mit dem Supplemental wird in Abänderung … des Vertrags die Berechnungsbasis für die Lizenzgebühren rückwirkend ab 1. Jänner 2007 … erhöht … Das Protokoll eines Meeting of Directors of MEL vom 23. März 2007 dokumentiert, dass das Supplemental zur Präzisierung der Berechnungsbasis der Lizenzen bereits von W. Lunardon (früherer MEL-Manager, Anm.) und S. Visy (ein Meinl-Vertrauter, Anm.) unterzeichnet wurde, es wurde auch in dieser Form vom MEL-Board beschlossen. Der den Prüfern übergebene Vertrag datiert aber mit 24. Oktober 2007 und ist seitens MEL von Mr. Byrne und Mr. Richardson (zwei Jersey-Rechtsanwälte und ehemalige MEL-Organe, Anm.) unterfertigt. Die neue Berechnungsbasis steht in Widerspruch zum Kapitalmarktprospekt vom Jänner 2007. Diese Vorgehensweise zeigt, dass die Berechnungsmethode … im Nachhinein geändert werden kann. Die Vertragsänderung erfolgt mit Beschluss des MEL-Boards somit zulasten von MEL.

Ein Name wird in dem Bericht stets nur am Rande erwähnt: Ver. Der 49-jährige Bankier hatte sich Ende 2007 nach 25 Jahren im Vorstand der Bank an die Spitze des Aufsichtsrates zurückgezogen, wo er jetzt die Interessen der Familie Meinl vertritt. Er gilt als geistiger Vater des Konstrukts, bestreitet aber jede Verwicklung in die Affäre. Immerhin war er schlau genug, in den Organen der Börsengesellschaften niemals selbst in Erscheinung zu treten. Das besorgten andere für ihn.

7. Zwischen den Bereichen der Meinl Bank, MEL/MAI/MIP sowie der Julius Meinl AG liegen zahlreiche Organverflechtungen vor, die zu Interessenkonflikten führen können.

155. Direktor Weiß (Meinls Nachfolger an der Vorstandsspitze, Anm.) war bis Oktober 2007 im Vorstand der Julius Meinl AG. Er nimmt gleichzeitig eine Fülle von Funktionen in der Meinl Bank wahr. Laut Organigramm der Bank bekleidete er neben diversen Stellvertreter-Funktionen jene des Leiters der Abteilungen Treasury, Nostro, Rechnungswesen und Beteiligungen. Diese Kompetenzfülle ist äußerst ungewöhnlich und entspricht keinesfalls einer angemessenen aufbau- und ablauforganisatorischen Abgrenzung … Die Meinl Bank hat auf die Kritik … reagiert und ein modifiziertes Organigramm vorgelegt. Daraus geht hervor, dass Günter Weiß nicht mehr Leiter des Treasury ist. Allerdings besteht seitens der Prüfer immer noch eine Unvereinbarkeit bezüglich der Leitungsfunktionen in den Abteilungen Rechnungswesen und Nostro.

156. Herr Römer (der Niederländer Karel Römer, einer von Meinls engsten Vertrauten, Anm.) ist eine zentrale Person im Firmengeflecht der Bereiche Julius Meinl AG, Meinl Bank und der den Namen Meinl führenden Gesellschaften. Er hat in … 24 Gesellschaften Organfunktionen.

157. Aufgrund der zentralen Funktion von Herrn Römer wurde mehrmals versucht, einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Die Meinl Bank teilte den Prüfern jedoch mit, dass sich Herr Römer während des Prüfungszeitraums nicht in Österreich aufhalten wird.

174. Abschließend bietet sich somit das Bild einer wenig transparenten Struktur, die aufgrund enger personeller Verschränkungen mit potenziellen Interessenkonflikten behaftet ist.

179. … Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass im April 2007 für die Organe der Meinl Bank eine Haftpflichtversicherung über eine Versicherungssumme von EUR 20 Millionen abgeschlossen wurde.

Was das System Meinl anzurichten imstande war, mussten zunächst die Anleger von Meinl European Land, später auch die Inhaber von MIP-Zertifikaten leidvoll erfahren. Bekanntlich kaufte die Meinl Bank zwischen Frühjahr und Sommer 2007 "im Auftrag und auf Rechnung von MEL" klammheimlich 88,8 Millionen Zertifikate zu überhöhten Kursen vom Markt auf und setzte dafür insgesamt 1,8 Milliarden Euro Investorengeld ein. Als die Öffentlichkeit davon Ende August Wind bekam, stürzten die Kurse in den Keller, dort grundeln sie bis heute. Es gilt mittlerweile als gesichert, dass die Transaktionen mit einem "Rückkaufprogramm" im eigentlichen Sinn des Wortes nichts zu tun hatten. Sie dienten vielmehr dazu, missglückte Wertpapierspekulationen der Familie Meinl zu retten. Im Zentrum: das den Meinls zugerechnete Investmentvehikel Somal A.V.V. mit Sitz auf dem Karibik-Eiland Aruba, welches von - erraten - Karel Römer vertreten wird (profil berichtete ausführlich). Die Vorgänge haben möglicherweise strafrechtliche Relevanz, es war jedoch nicht Aufgabe der Nationalbank, weitere Untersuchungen anzustellen. Das obliegt ausschließlich den Strafverfolgungsbehörden.

Wie sich erst im Zuge der OeNB-Investigationen herausstellte, hatte Meinl European Land bereits 2006 erhebliche Mühe, Kapitalerhöhungen im Markt unterzubringen. Zwischen März 2006 und Februar 2007 wurden insgesamt 180 Millionen neue MEL-Zertifikate aufgelegt, wovon der Meinl Bank gemäß der "Platzierungsvereinbarungen" stolze 6,75 Prozent der gesamten Emissionserlöse (3,172 Milliarden Euro) zustanden, in Summe also 214 Millionen Euro. Nur: Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Papiere konnte zunächst gar nicht verkauft werden, sie wurden heimlich an die Somal A.V.V. weitergereicht, die zumindest auf dem Papier in keiner direkten Verbindung zur Meinl Bank oder MEL steht. Ähnlich verfuhr man später auch bei der Energiegesellschaft MIP.

Die Offshore-Company Somal wurde auch deshalb aktiviert, weil das kleine Geldhaus ab 2006 vor einem Dilemma stand. Die Meinl Bank hatte sich gegenüber MEL (später auch gegenüber MAI und MIP) verpflichtet, stets all jene Zertifikate aus Kapitalerhöhungen aufzugreifen, die nicht am Markt platziert werden konnten. In den ersten Jahren nach dem Börsengang war dies kein Thema, da die MEL-Titel weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Im Frühjahr 2006 endete der Run. Die Meinl Bank konnte die unverkäuflichen MEL-Titel aber nicht ohne Weiteres auf die eigenen Bücher nehmen, da sie damit die gesetzlichen "Großveranlagungsgrenzen" überschritten hätte. Also wurden die Papiere kurzerhand in die Karibik ausgelagert. Somal hatte aber zu keinem Zeitpunkt genügend Bares auf der Kante, um die Ankäufe aus eigener Kraft zu stemmen. Weshalb man sich umstandslos bei Meinl European Land bediente: MEL musste Anleihen von Somal zeichnen, Somal kaufte mit diesem Geld die liegen gebliebenen Papiere. Die Anleihen warfen zwar Zinsen ab - gleichzeitig setzte sich MEL aber einem vermeidbaren Risiko aus. Bei Meinl Power war der Modus Operandi fast deckungsgleich.

185. Aufgrund der gewählten Konstruktion konnte sich die Meinl Bank stets sicher sein, dass sie trotz abgegebener Platzierungsgarantie nicht auf MEL-Zertifikaten, die im Rahmen von Kapitalerhöhungen nicht gezeichnet wurden, sitzen blieb. Somal A.V.V. würde die übrig gebliebenen Zertifikate auf eigene Rechnung auf ihr Depot legen (was sie im betrachteten Zeitraum auch immer tat) …

193. Die im Frühjahr (2006, Anm.) durchgeführte Kapitalerhöhung der MEL umfasste 60 Millionen Zertifikate zu einem Kurs von EUR 15,35. Von der Somal A.V.V. wurden hiervon rund 22,7 Millionen Stück oder 37,8 Prozent der Zertifikate gezeichnet. Die zweite Kapitalerhöhung der MEL fand im November statt und umfasste ein Volumen von 45 Millionen Stück bei einem Kurs von EUR 17,2. Wieder sprang die Somal A.V.V. als "underwriting assistant" ein und zeichnete 13,2 Millionen Stück (29,3 Prozent der aufgelegten Zertifikate).

Die Somal-Geschäfte stellten die Familie Meinl freilich vor ein Problem: Um die in der Karibik gebunkerten Papiere ohne Verluste wieder loszuwerden, bedurfte es eines soliden MEL-Börsenkurses. Was bisher niemand wusste: Die Meinl Bank begann bereits 2006, "im Auftrag und auf Rechnung von MEL" beträchtliche Mengen an Zertifikaten vom Markt zu holen. Aus unerfindlichen Gründen landeten auch diese zurückgekauften Papiere zunächst im Rechnungskreis von Somal.

184. … Eine strikte Unterscheidung der Refinanzierung der beiden Depots fand, gemäß Auskunft der Meinl Bank, nicht statt. Darüber hinaus verfügen die beiden Depots über keine separaten Verrechnungskonten bei der Meinl Bank. Sowohl die Wertpapiertransaktionen, die Somal auf eigene Rechnung durchführt, als auch jene Transaktionen, welche Somal treuhändisch für MEL vornimmt, werden über ein gemeinsames Verrechnungskonto abgerechnet.

195. Während die Somal A.V.V. auf eigene Rechnung die gezeichneten Zertifikate schrittweise an Kunden weiterverkaufte, war die Meinl Bank aufgrund der schwachen Nachfrage an der Börse gezwungen, teils massiv (auf Rechnung der MEL) Zertifikate zuzukaufen, um für eine "stabile" Kursentwicklung zu sorgen. Im 3. Quartal 2006 verbesserte sich die Nachfragesituation jedoch deutlich, sodass nicht nur alle angesammelten Zertifikate wieder an den Markt abgegeben werden konnten, sondern auch bereits die nächste Kapitalerhöhung vorbereitet wurde.

196. Aus der Entwicklung der Bestände ist erkennbar, dass die MEL bereits im Jahr 2006 über teils beträchtliche Bestände an eigenen Zertifikaten (via Treuhanddepot 34 der Somal A.V.V.) verfügte. Die Spitze wurde mit 15,25 Millionen Stück in dem Zeitraum vom 11. bis 17. Juli erreicht. Doch auch zum Halbjahr 2006 (30. Juni) verfügte MEL über einen Bestand von 14,67 Millionen Zertifikaten. Da zu diesem Zeitpunkt insgesamt 180 Millionen Zertifikate im Umlauf waren, entspricht dies immerhin einem Anteil von 8,2 Prozent.

MEL saß also schon 2006 vorübergehend auf Millionen eigener Zertifikate - ohne dass die Anleger davon wussten. Und doch ging damals noch alles gut. Nach Berechnungen der OeNB konnten sowohl Somal als auch MEL dank der "kursstabilisierenden Maßnahmen" zum Jahresende dicke Kursgewinne verbuchen.

197. Sowohl die Somal A.V.V. selbst … als auch die MEL (via Treuhanddepot der Somal A.V.V.) konnten 2006 durch ihre Transaktionen mit MEL-Zertifikaten beträchtliche Gewinne einfahren. Die Somal A.V.V. verzeichnete einen Gewinn (Verkaufserlöse - Kaufpreis) von rund EUR 26,7 Millionen. Doch auch die MEL konnte auf ihrem Treuhanddepot einen Gewinn von fast EUR 20 Millionen lukrieren.

Das Spiel sollte sich anlässlich der vorerst letzten Kapitalerhöhung im Jänner/Februar 2007 wiederholen. MEL warf damals gleich 75 Millionen Zertifikate zum Stückpreis von 19,7 Euro auf den Markt. Wieder konnten mangels Nachfrage nicht alle platziert werden. Wieder musste Somal einspringen und griff gleich 31,5 Millionen Papiere auf, also fast die Hälfte der Kapitalerhöhung. Dessen ungeachtet kassierte die Meinl Bank wieder die volle Platzierungsprovision von 6,75 Prozent oder 99,73 Millionen Euro. Und wieder musste MEL eine Somal-Anleihe in die Bücher nehmen. Doch dann lief alles aus dem Ruder.

204. Die in den darauf folgenden Monaten getätigten Transaktionen entsprechend weitgehend jenen des Jahres 2006. Allerdings waren 2007 die bewegten Volumina deutlich höher …

Im Unterschied zu 2006 waren Immobilienpapiere Anfang 2007 im Lichte steigender Zinsen weltweit unter Druck geraten, die folgende Subprime-Krise sollte den Trend nur noch verschärfen. Das Investmentvehikel Somal saß also auf 31,5 Millionen MEL-Zertifikaten zum Kurs von jeweils 19,7 Euro und hatte keine Chance mehr, diese ohne Verluste abzustoßen.

206. Ähnlich wie im Jahr 2006 hoffte man jedoch, die im Zuge der "Kursstabilisierungsmaßnahmen" erworbenen Zertifikate im Laufe des Jahres wieder an den Markt abgeben zu können …

207. Die Meinl Bank kaufte nun teils massiv Zertifikate vom Markt auf, um für eine weiterhin stabile Kursentwicklung der MEL-Zertifikate zu sorgen … Da sich die Marktsituation im Juli weiter verschlechterte, kaufte die Meinl Bank weitere Zertifikate … auf. Per 23. Juli 2007 teilte die Meinl Bank MEL mit, dass das Somal-A.V.V.-Depot mit der Subnummer 34 (Treuhanddepot der MEL) mittlerweile einen Bestand von 75.215.000 Zertifikaten aufweist (entspricht der gesamten Kapitalerhöhung des Februars 2007). Somit befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Prozent aller begebenen MEL-Zertifikate auf dem treuhändisch für MEL gehaltenen Depot der Somal A.V.V. Am 28. Juli kündigte MEL ein "Aktienrückkaufprogramm" in der Höhe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals an.

Das wahre Ausmaß der Transaktionen wurde den Anlegern erst nach einer MEL-Hauptversammlung am 23. August 2007 bewusst. Zu dem Zeitpunkt war das Meinl-Vehikel Somal aber längst im Leo.

209. … kam es im Jahr 2007 zu einer deutlich gegensätzlichen Entwicklung beider Depots. Während Somal A.V.V. auf eigene Rechnung schrittweise ihren Bestand an MEL-Zertifikaten abbaute, kam es auf dem treuhändisch für Meinl European Land gehaltenen Depot zu massiven Zukäufen. Die Zukäufe sind wiederum auf das Bemühen zurückzuführen, trotz schwacher Nachfrage eine stabile Kursentwicklung der Zertifikate zu gewährleisten.

210. Tatsächlich konnte die Meinl Bank auch den Kurs der MEL-Zertifikate bis Mitte Juli relativ stabil halten. Von dem stabilen Kursniveau konnte insbesondere die Somal A.V.V. profitieren, welche alle von ihr gezeichneten Zertifikate bis Anfang Juli mit deutlichem Gewinn … verkaufte. Im Vergleich zum Jahr 2006 konnte Somal A.V.V. so ihren Gewinn … um mehr als 30 Prozent auf EUR 35,2 Millionen steigern. Auch Meinl European Land konnte einen leichten Gewinn realisieren. Es war aber aufgrund des schwierigen Marktumfelds bislang nicht möglich, die 88,8 Millionen Zertifikate oder auch nur einen Teil davon wieder im Markt unterzubringen.

Die Revisoren der Oesterreichischen Nationalbank hatten, wie bereits erwähnt, nicht den Auftrag, die Transaktionen nach dem Strafgesetzbuch zu untersuchen. Die Justiz freilich wird nicht umhinkönnen, Punkt 211 des Berichts entsprechend zu würdigen.

211. Ein explizites Rückkaufprogramm hat es weder im Jahr 2006 noch 2007 gegeben. Die Zertifikatsrückkäufe erfolgten im Rahmen einer "Market Maker"-Vereinbarung zwischen Meinl European Land und Meinl Bank, in der sich die Meinl Bank verpflichtete, für eine "stabile Kursentwicklung" zu sorgen. Bei schwacher Nachfrage sollte die Meinl Bank Zertifikate vom Markt aufkaufen und bei einer Verbesserung der Marktsituation … diese wieder an den Markt abgeben. Um nicht direkt als Halter der Zertifikate … aufzuscheinen und um keine Großveranlagungs-Grenzen zu überschreiten, wurde ein Unternehmen der Julius Meinl AG (Somal A.V.V., Anm.) herangezogen. Finanziert wurden alle Transaktionen von MEL, sodass diese alle damit verbundenen (Markt-)Risiken trug.

Mehr als hunderttausend Meinl-Investoren im In- und Ausland wurden nach Erkenntnissen der Oesterreichischen Nationalbank also systematisch und ohne ihr Wissen Risiken ausgesetzt, die 2007 auch tatsächlich schlagend wurden.

Da letztlich immer Anlegergeld eingesetzt wurde, um der Investmentgesellschaft Somal beziehungsweise anderen zwischengeschalteten Vehikeln einen sauberen Ausstieg zu ermöglichen, könnten findige Juristen daraus strafrechtliche Tatbestände ableiten.

Die odiosen Offshore-Gesellschaften stehen ihrerseits im direkten Einflussbereich der Familie Meinl.

Und dort hat ein gewisser Ver das Sagen.


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Gruß

  

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..... und was ist seither geschehen, wenn strafrechtliche verfehlungen vermutet werden, müßte der staatsanwalt ja längst ein verfahren eingeleitet haben oder zumindestens ermitteln lassen ...

  

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Meinl-Affäre - IVA-Rasinger stellt Vergleiche mit BAWAG-Skandal an
Anlegerschützer: Geldwäsche war bei BAWAG "kein Thema", Schaden bei Meinl höher

Anlegerschützer Wilhelm Rasinger, gegen den die Meinl Bank bereits am Sonntag eine Klage angekündigt hat, hat am Montag die Meinl-Affäre mit dem BAWAG-Skandal vergleichen und dabei eine Reihe von Parallelen konstatiert. Es gebe aber auch Unterschiede, räumt Rasinger in einer Aussendung am Montag ein: Bei Meinl betrage der Schaden "annähernd das Doppelte" der Schadenssumme bei der BAWAG.


Außerdem sei im BAWAG-Prozess "Geldwäsche kein Thema" gewesen, so Rasinger, der eine noch nicht bekannte Passage des im "profil" teilweise abgedruckten Nationalbankberichts zur Meinl Bank zitiert.

In dieser wird von der Treuhandrolle der Meinl Bank für Kreditkunden gesprochen: "Maßgeblich für die Meinl Bank ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass ... entsprechende Fees gezahlt werden. Die Meinl Bank nimmt in diesem Zusammenhang ein erhöhtes Reputationsrisiko in Kauf." Beim russischen Desk sei die Anzahl der Bartransaktionen mit hohen Beträgen "auffällig", die "Plausibilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der laufenden Transaktionen" müsse verbessert werden.

Bei der BAWAG seien Gewerkschaftsgelder "casinoartig verzockt", bei Meinl seien die Anleger "systematisch abgezockt" worden, schreibt Rasinger. Für "alle sich betroffen Fühlenden" gelte bis zu einer allfälligen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

  

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>Bei der BAWAG seien Gewerkschaftsgelder "casinoartig
>verzockt", bei Meinl seien die Anleger "systematisch
>abgezockt" worden, schreibt Rasinger. Für "alle sich
>betroffen Fühlenden" gelte bis zu einer allfälligen
>Verurteilung die Unschuldsvermutung.
>
Das sehe ich ähnlich. Letztens wird doch bei allen Meinl-Konstruktionen das Geld so lange im Kreis geschickt, bis niemand mehr wirklich erkennt, wo und wieviel davon versickert.

Von mir gibt es für diese Konstruktionen einen Einser mit Sternchen: So schlau und rechtlich elegant hat schon lange keine Gruppe Leute andere übers Ohr gehauen!

  

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... hab dem iva die stimmrechte meiner >8000 stk übertragen, war nicht ganz einfach (freundliche bank.angestellte gestern um 11.00: das geht nicht mehr, es ist schon zu spät, ...)

wer hat noch die mühen auf sich genommen und seine stimmrechte übertragen oder fährt jemand ev. selbst nach jersey?

  

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Nachdem ich die Skandalzertifikate extra für die HV gekauft habe, habe ich die Stimmrechte (1000) ebenfalls übertragen - www.activeinvestor.at

Ist eine Prinzipienfrage - egal ob es was bringt!

  

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ich wurde auch von pokerjet abgewiegelt, anruf um 14:00 :
das geht nicht mehr, es ist schon zu spät, ..
meine frage, wann den die post an kam, um 12:30, entweder die post schläft mit offenen augen oder annahmeschluß 11:00 beim sachbearbeiter
direktanlage hat sich heute erst gemeldet: auch zu spät.

wenn die banken nicht passive helfer vom Ver sind, dann braucht wohl die post
4 tage von münchen nach wien
5 tage von münchen nach salzburg

  

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>ich wurde auch von pokerjet abgewiegelt, anruf um 14:00 :
>das geht nicht mehr, es ist schon zu spät, ..
>meine frage, wann den die post an kam, um 12:30, entweder die
>post schläft mit offenen augen oder annahmeschluß 11:00 beim
>sachbearbeiter
>direktanlage hat sich heute erst gemeldet: auch zu spät.
>
>wenn die banken nicht passive helfer vom Ver sind, dann
>braucht wohl die post
>4 tage von münchen nach wien
>5 tage von münchen nach salzburg

... dabei braucht´s die hilfe der banken und von der post eh nicht, sehe meine stimmrechtsabtretung eher als symbolischen akt bzw. um bei der ev. anfechtung der hv-beschlüße dabei zu sein. eine reele chance, den gazit-einstieg samt teurer anleihe und noch teurerer mere-ablöse in der hv zu verhindern sehe ich leider nicht, da haben die meinl-agenten die bedingungen schon so vorbereitet, daß alles in deren sinne ablaufen wird.

bin mir aber sicher, daß die hv-beschlüße angefochten werden und die sache dann doch noch von unabhängigen gerichten beurteilt werden wird. schaut mir vieles zumindestens nach untreue der mel-manager aus.

  

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SP-Justizsprecher lädt zur '1. Wiener Meinl-Geschädigten-Konferenz'

Frage der Geltendmachung von Ansprüchen ist zentrales Thema



(c) SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim (im Bild) hat sich am Meinl-Thema festgebissen. Nachdem er in der Vorwoche mit IVA-Präsident Rasinger eine Pressekonferenz abgehalten hat, lädt er jetzt zur "1. Wiener Meinl-Geschädigten-Konferenz". Bei dieser soll informiert, diskutiert und die Vorgangsweisen beraten werden.

"Die nunmehr auch im Zusammenhang mit einem Bericht der OeNB präsentierte Struktur der unterschiedlichen Meinl-Produkte zeigt auf, dass aber keinesfalls von einer risikoarmen Veranlagungen der Kleinanleger gesprochen werden konnte und im Gegensatz zu den massiven Schäden dieser Kleinanleger die Gewinne der Meinl-Gruppe signifikant sind. Daraus ergibt sich das dringende Bedürfnis einer Prüfung und Reaktion auf diese Vorgänge durch die vorgesehenen Kontrollbehörden, Gesetzgebung und Justiz. Am wichtigsten in diesem Zusammenhang ist eine völlige Transparenz der Vorgänge, insbesondere der Strukturen und der Risikolagen der Meinl-Kapitalmarktprodukte. Auch die Frage der Geltendmachung von Ansprüchen ist ein zentraler Aspekt", heisst es in der Einladung.

Die Moderation der Veranstaltung am 14. Juli übernimmt Jarolim, am Podium sitzen neben IVA-Präsident Wilhelm Rasinger der profil-Journalist Michael Nikbakhsh, Elfi Rometsch, Sprecherin des MEL Fan Clubs, Alexander Proschofsky, geschäftsführender Gesellschafter Cube Invest GmbH, Rechtsanwalt Dieter Böhmdorfer, Rechtsanwalt Martin Löffler und Ferdinand Wenzl, Gruppenleiter Risikokontrolle Strategische Bankbuchpositionen Österreichische Volksbanken AG. Wenzl war früher in der FMA beschäftigt. (red)

© boerse-express.com Boerse / News

  

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Wenn schon der Gusi sein Sommerfest (zu dem ich eh nicht eingeladen war) abgesagt hat, wenigstens was.

Wenn er´s gut macht, werd ich noch SP-Wähler,
weil von Schwarz hat man eh kein Ohrwaschelwackeln zum Thema Meinl gehört.

  

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RE: Meinl Geschädigte Konferenz
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.7.08 16:30)

>Wenn er´s gut macht, werd ich noch SP-Wähler,
>weil von Schwarz hat man eh kein Ohrwaschelwackeln zum Thema
>Meinl gehört.


... weil der meinl is sicher ein övp-stammwähler, da hams hoit angst, daß eam verlieren

  

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Und da Strache is a so seltsam stumm.

Der Westi hat sich wenigstens geräuschvoll zu Wort gemeldet
und Partei für den kleinen Mann (mit der interessanten Frisur) ergriffen:
http://www.be24.at/blog/entry/8804

  

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RE: Meinl Geschädigte Konferenz
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.7.08 16:50)

>
>Der Westi hat sich wenigstens geräuschvoll zu Wort gemeldet
>und Partei für den kleinen Mann (mit der interessanten Frisur)
>ergriffen:
>http://www.be24.at/blog/entry/8804
>
... glaub da hat der otto umsonst appeliert, der westi ist eine politische nullnummer, wird nach der wahl wieder irgendwo in öfb untergebracht werden müssen, mein vorschlag: er wird assistent vom stickler, da kann er wenigstens nicht durch unfähigkeit auffallen

... oder er macht endlich einmal was, was er auch wirklich kann: z.b. könnte er die catcher vom heumarkt anfeuern

  

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Pressesprecherposten der Meinlgruppe werden auch öfters vakant,
die brauchen fähige Leute,
die zupacken können,
und die vor keiner Anforderung zurückschrecken.

"Kein Halbmond auf dem Fez des Meinl-Mohren!"

Und so ein oranges Meinlsackerl tät farbmässig eh perfekt zu ihm passen.
Wo der Meinl nur diese Inspiration der Farbgebung her hat?

Früher waren nämlich die Meinlsackerl und -kapperl fad gelb.
Hab selbst auch noch welche daheim, da wart ich jetzt mal,
dass sie antiquarisch wertvoll werden.

  

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das trifft sich dann eigentlich ganz gut. der bawag prozess dürfte demnächst abgeschlossen sein, dannach kann sich die richterin gleich in den meinl-prozess einarbeiten und dabei ihre erfahrungen aus den bawag prozess zurückgreifen.

  

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>das trifft sich dann eigentlich ganz gut. der bawag prozess
>dürfte demnächst abgeschlossen sein, dannach kann sich die
>richterin gleich in den meinl-prozess einarbeiten und dabei
>ihre erfahrungen aus den bawag prozess zurückgreifen.

Na, die arme Frau Bandion-Ortner wird sich über Deinen Vorschlag wirklich sehr freuen ... I glaub, die hat schön langsam gnuag von dem verlogenen betrügerischen Gsindel ...

  

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Unternehmen

09.07.2008

St Helier, Jersey, 9. Juli 2008: Meinl European Land Limited ("MEL"
oder die "Gesellschaft") gab heute bekannt, dass sich Peter Baguley,
derzeitiger Immobiliendirektor von J Sainsbury plc und ehemaliger
Immobilien- und Investor Relations-Direktor von Boots PLC (nun
Alliance Boots), zweier an der Londoner Börse notierten FTSE 100
Unternehmen, bereit erklärt hat, die Position eines unabhängigen
non-executive Directors im Board der MEL zu übernehmen. Baguley ist
derzeit auch Beiratsmitglied beim British Council of Shopping Centres
und bei Retail Week (dem führenden Einzelhandelsmagazin in
Großbritannien) sowie Mitglied des Immobilienforums (Property Forum)
der Bank of England.

Peter Baguleys Ernennung erfolgt mit Wirkung von und unter
Voraussetzung der Investition in die Gesellschaft durch CPI/Gazit
Holdings Limited ("CPI/Gazit"), ein Joint Venture zwischen
Gazit-Globe Ltd ("Gazit"), einer an der Tel Aviver Börse (TASE:GLOB)
notierten, multinationalen Immobilieninvestmentgesellschaft, und CPI
Austria Holdings Limited ("CPI Austria"), einer 100%-igen Tochter von
CPI Capital Partners Europe LP (und deren Parallelfonds), ein
Immobilienfonds, der von Citibank International plc durch deren
Geschäftseinheit Citi Property Investors ("CPI") betreut wird.

Der Abschluss dieser Transaktion unterliegt einer Reihe von
Bedingungen, u.a. der Zustimmung der Aktionäre/Zertifikatsinhaber,
die bei der für den 16. Juli 2008 einberufenen außerordentlichen
Hauptversammlung der Gesellschaft angestrebt wird.

Darüber hinaus wird die Gesellschaft unter der Voraussetzung, dass
die Transaktion abgeschlossen wird, den Gesellschaftsnamen auf Atrium
European Real Estate umändern, eine interne Managementstruktur
einrichten und ein neues Managementteam bestellen.

Die Ernennung von Herrn Baguley ist auch abhängig von der Erfüllung
der entsprechenden Genehmigungsanforderungen der Jersey Financial
Services Commission.

  

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>Unternehmen
>
>09.07.2008
>
>St Helier, Jersey, 9. Juli 2008: Meinl European Land Limited
>("MEL"
>oder die "Gesellschaft") gab heute bekannt, dass
>sich Peter Baguley,
>derzeitiger Immobiliendirektor von J Sainsbury plc und
>ehemaliger
>Immobilien- und Investor Relations-Direktor von Boots PLC
>(nun
>Alliance Boots), zweier an der Londoner Börse notierten FTSE
>100
>Unternehmen, bereit erklärt hat, die Position eines
>unabhängigen
>non-executive Directors im Board der MEL zu übernehmen.
>Baguley ist
>derzeit auch Beiratsmitglied beim British Council of Shopping
>Centres
>und bei Retail Week (dem führenden Einzelhandelsmagazin in
>Großbritannien) sowie Mitglied des Immobilienforums (Property
>Forum)
>der Bank of England.
>
>Peter Baguleys Ernennung erfolgt mit Wirkung von und unter
>Voraussetzung der Investition in die Gesellschaft durch
>CPI/Gazit
>Holdings Limited ("CPI/Gazit"), ein Joint Venture
>zwischen
>Gazit-Globe Ltd ("Gazit"), einer an der Tel Aviver
>Börse (TASE:GLOB)
>notierten, multinationalen Immobilieninvestmentgesellschaft,
>und CPI
>Austria Holdings Limited ("CPI Austria"), einer
>100%-igen Tochter von
>CPI Capital Partners Europe LP (und deren Parallelfonds), ein
>Immobilienfonds, der von Citibank International plc durch
>deren
>Geschäftseinheit Citi Property Investors ("CPI")
>betreut wird.
>
>Der Abschluss dieser Transaktion unterliegt einer Reihe von
>Bedingungen, u.a. der Zustimmung der
>Aktionäre/Zertifikatsinhaber,
>die bei der für den 16. Juli 2008 einberufenen
>außerordentlichen
>Hauptversammlung der Gesellschaft angestrebt wird.
>
>Darüber hinaus wird die Gesellschaft unter der Voraussetzung,
>dass
>die Transaktion abgeschlossen wird, den Gesellschaftsnamen auf
>Atrium
>European Real Estate umändern, eine interne
>Managementstruktur
>einrichten und ein neues Managementteam bestellen.
>
>Die Ernennung von Herrn Baguley ist auch abhängig von der
>Erfüllung
>der entsprechenden Genehmigungsanforderungen der Jersey
>Financial
>Services Commission.
>
>
Meinl und ein "Unabhängiger"? Wäre neu.

  

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Übernahme-Kommission nimmt Meinl-Deal unter die Lupe
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.7.08 09:33)

Früher als angekündigt untersucht die Übernahmekommission nun den geplanten Einstieg des Citi/Gazit-Konsortiums bei Meinl European Land (MEL). Die Kommission sei aber gar nicht zuständig, wehrte man sich bereits bei Meinl.

Zuerst wird Zuständigkeit geprüft, dann etwaige Angebotspflicht.

Wer ist zuständig?
Die Übernahmekommission nimmt den Deal nun doch schon vor der für 16. Juli anberaumten Hauptversammlung, den MEL auf die Kanalinsel Jersey verlegt hat, genauer unter die Lupe.

Die Rechtssache sei dem zweiten Senat zur näheren Prüfung zugewiesen worden. "Zunächst wird der Senat die Zuständigkeit der Übernahmekommission prüfen. Sollte diese bejaht werden, wird das allfällige Vorliegen einer Angebotspflicht zu untersuchen sein", so die Übernahmekommission.

Meinl verweist auf Sitz in Jersey
Meinl European Land (MEL), die in "Atrium European Real Estate" umbenannt werden soll, hat die bei der Wiener Börse eingerichtete Übernahmekommission bereits für nicht zuständig erklärt.

Das Unternehmen habe "seit jeher ihren statutarischen und faktischen Hauptverwaltungssitz in Jersey. Aus diesem Grund ist das österreichische Übernahmegesetz ex lege auf MEL nicht anwendbar", so die Gesellschaft Ende Juni in einer Stellungnahme. Dies habe auch die Übernahmekommission zu respektieren.


Prüfung "so rasch wie möglich"
Im Übernahmerecht werde die Zuständigkeit der österreichischen Übernahmekommission an einen Firmensitz im Inland geknüpft. Insofern werde auch das Vorliegen dieser Voraussetzung überprüft werden, sagte Stefan Arnold von der Übernahmekommission.

Als Firmensitz müsse aber nicht unbedingt der Registersitz der Gesellschaft herangezogen werden, in der Literatur werde auch auf den Hauptverwaltungssitz abgestellt. "Anhand dieses Kriteriums muss geprüft werden, ob MEL eine Zielgesellschaft für das Übernahmegesetz ist", so Arnold.

Weiterführende Informationen, die die Kommission eingemahnt hatte, seien in der Zwischenzeit nicht eingelangt. "Wir versuchen alle Wege auszunutzen", so Arnold. Die Prüfung werde so rasch als möglich erfolgen.


Langes Warten auf MEL-Unterlagen
Gefordert hat die Übernahmekommission insbesondere "Informationen betreffend den Ort des faktischen Hauptverwaltungssitzes der MEL". Die Kommission habe dafür weder Einsicht in Hauptversammlungsprotokolle noch in Protokolle der Board-Meetings der MEL erhalten.

Auch das Circular sei der Kommission erst nach Veröffentlichung übermittelt worden. Nach Auffassung der Übernahmekommission kann sie erst auf Basis dieser Unterlagen entscheiden, ob sie zuständig ist oder nicht.

Die Frage sei für die geplante Transaktion jedenfalls "relevant, weil bei MEL offensichtlich zumindest faktisch ein Kontrollwechsel bevorsteht", diagnostizierte der Vorsitzende der Kommission, Peter Doralt, bereits Ende Juni.

  

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Chaos bei Meinl-Firmen ist perfekt
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.7.08 13:33)

09.07.2008 | 18:55 | (Die Presse)

Nun nimmt sich die Übernahme-Kommission der Meinl-Sache an. Damit droht der MEL-Teilverkauf zu platzen.

Wien (höll). Der Krimi um die börsenotierten Meinl-Firmen wird immer spannender. Nun könnte der 800 Mio. Euro teure Teilverkauf der Immobilienfirma Meinl European Land (MEL) an die israelische Gazit-Gruppe in letzter Minute durch einen Bescheid der österreichischen Übernahmekommission scheitern. Die Kommission teilte gestern überraschend mit, dass sie die Rechtssache MEL noch vor der für 16. Juli anberaumten Hauptversammlung auf Jersey unter die Lupe nehmen wird.

„Die Angelegenheit MEL wurde dem zweiten Senat zur näheren Prüfung zugewiesen“, sagte ein Sprecher der Kommission zur „Presse“. Zunächst werde der Senat die Zuständigkeit der Übernahmekomission prüfen. Sollte dies bejaht werden, sei das „allfällige Vorliegen einer Angebotspflicht“ zu untersuchen.


Meinl zittert um 280 Mio. Euro
In Finanzkreisen wird dies als Paukenschlag bewertet. Denn das MEL-Management wurde in der Vergangenheit nicht müde, die an der Wiener Börse angesiedelte Übernahmekommission für nicht zuständig zu erklären.

Laut MEL habe die Immobiliengesellschaft „seit jeher ihren statutarischen und faktischen Hauptverwaltungssitz in Jersey. Aus diesem Grund ist das österreichische Übernahmegesetz nicht auf MEL anwendbar“, meint ein MEL-Sprecher. Die Übernahmekommission stellt dies nun in Zweifel.

Dies ist aus mehreren Gründen brisant:
•Der Teilverkauf von MEL an das israelische Gazit-Konsortium hängt in der Luft. Gazit will wie berichtet über Zwischenschritte bis zu 38 Prozent der MEL-Anteile übernehmen. Laut österreichischem Recht ist bei einem derartigen Kontrollwechsel die Abgabe eines Übernahmeangebots für alle Kleinaktionäre verpflichtend vorgeschrieben. Damit würde sich der Deal für Gazit empfindlich verteuern. Es ist fraglich, ob die Israelis dann noch interessiert sind.
•Branchenkreisen zufolge prüft die Übernahmekommission aber noch eine ganz andere Sache: Gilt bei MEL österreichisches Recht, könnten schon jetzt die Inhaber der umstrittenen „Partly Paid Shares“ (PPS) zur Abgabe eines Übernahmeangebots verdonnert werden. Schließlich kontrollieren die PPS-Inhaber rund 40 Prozent von MEL. Die PPS werden von der karibischen Gesellschaft „Tshela Nominees“ auf Aruba gehalten. Wer genau dahinter steckt, ist allerdings unklar.
•Platzt der Deal mit den Israelis, hätte dies Auswirkungen auf die Meinl Bank. Gazit muss der Bank im Zuge des MEL-Einstiegs für die Ablöse der Managementgesellschaft rund 280 Mio. Euro zahlen.


Jahrelanger Rechtsstreit droht
Für MEL-Anleger bedeutet diese Entwicklung nichts Gutes. Kommt die Übernahmekommission zur Ansicht, dass sich MEL an österreichische Gesetze halten muss, ist eine jahrelange juristische Auseinandersetzung zu befürchten. Insidern zufolge ist es so gut wie fix, dass MEL einen solchen Bescheid beeinspruchen wird. „Damit wäre das rechtliche Chaos perfekt. Ein langer Streit bringt nichts. Hier muss rasch eine Lösung gefunden werden“, fordert Anlegervertreter Wilhelm Rasinger.

Zwischen der Übernahmekommission und MEL herrscht ein regelrechter Nervenkrieg. Die Kommission hat von der Meinl-Firma mehrmals Informationen eingemahnt. Bislang ohne Erfolg.

MEL-Kleinanleger laufen seit Monaten gegen den Teileinstieg von Gazit Sturm. Denn die israelische Konsortium bekomme so viele Rechte eingeräumt, dass sie die Immobiliengesellschaft de facto kontrolliere. „Tausende Kleinanleger werden kalt enteignet und um ihre Lebensersparnisse gebracht“, kritisiert Rasinger.

  

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RE: Chaos bei Meinl-Firmen ist perfekt
Rang: hallodu_st(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.7.08 15:10)

Da werden sich die Kleinanleger aber bei Herrn Rasinger und der Übernahmekommision bedanken, wenn er Deal platzen sollte.... Wie die Anleger auf die Nachrichten reagieren sieht man eh deutlich im momentanen kurs.

Kann mir bitte einer erklären, warum alle so gegen diesen Deal Sturm laufen? Schließlich wäre das ja im Endeffekt für die verbliebenen Zerifikatäre doch eine gewisse Sicherheit. Und zum Thema Mitspracherecht, würde ich gerne sehen, wieviel mitspracherecht der Kleinanleger bislang gehabt hat...

Ich riskier mal 20.000 und steig mal wieder ein.....

LG

  

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MEL ist auf Allzeittief!!!! Chart sieht übelst aus!!! Jeder der noch drinnen ist, sollte sich m.E. die Frage stellen, ob er nicht schnellstens raus gehen sollte, das meine ich ernst ....

  

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Die Schwankungsbreite bei MEL ist heute auch nicht gerade schlecht ...

  

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RE: Chaos bei Meinl-Firmen ist perfekt gut analysiert
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.7.08 13:02)

>Da werden sich die Kleinanleger aber bei Herrn Rasinger und
>der Übernahmekommision bedanken, wenn er Deal platzen
>sollte.... Wie die Anleger auf die Nachrichten reagieren sieht
>man eh deutlich im momentanen kurs.
>
>Kann mir bitte einer erklären, warum alle so gegen diesen Deal
>Sturm laufen? Schließlich wäre das ja im Endeffekt für die
>verbliebenen Zerifikatäre doch eine gewisse Sicherheit. Und
>zum Thema Mitspracherecht, würde ich gerne sehen, wieviel
>mitspracherecht der Kleinanleger bislang gehabt hat...
>
>Ich riskier mal 20.000 und steig mal wieder ein.....
>
>LG


Ich kann Dir hier nur meine Meinung sagen: Es wäre höchst an der Zeit, daß mal jemand mit diesem strategisch geplanten Abzocken in Richtung Ver Schluß macht. Egal, was es für diesen Moment für die Aktienkurse heißt.

Wer jetzt da noch drin ist, glaubt doch nicht mehr an die Firma, sondern nur an Tradingchancen!

Alles andere erscheint mir wie wirtschaftlicher Selbstmord.

  

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MEL ist schon wieder billiger als Immofinanz und nähert sich der Immoeast ...

  

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Ob die Zeichner des 10Y Floaters auch so glücklich sind wie die MEL-Anleger.

siehe:
http://www.meinlbank.com/Default.aspx?tabid=109


Ich würde die Meinl Konstrukte gerne von der fairvalue Abteilung durchrechnen lassen.

siehe:
https://fairvalue.meinlbank.com/

Tolle Technologien, die alle nicht funktionieren. Die Rechner stehen sicher auf Jersey und die Leitungen wurden gekappt, weil die Rechnungen nicht bezahlt wurden.

Wenn man auf eine Homepage hinscheissen könnte, die Institutionellen würden es wahrscheinlich tun.

  

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also wenn schon der grasser und der rest hoffentlich dem elsner nachfolgen wird (können dann monopoly für kleinkriminelle spielen im knastgarten bei do&co catering) frag ich mich des öfteren, warum nicht auch die person des kleinanlegervertreters w.rasinger ein bissal mehr durchleuchtet wird: fact ist, er hat bis zum frühjahr geld von der mel kassiert, warum wozu??? fact ist er stand auf der überweisungsliste der omv, warum wozu? kriegt bei wienerb.aufsichtsratmandat 30000euro und wer weiss wo sonst noch. als "kleinanleger" leg ich keinen wert auf solche vertreter!!!

  

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Strafe gegen Board-Mitglied der MEL interessant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.7.08 19:12)

Wegen Marktmanipulationen wurden von der Finanzmarktaufsicht (FMA) über ein Mitglied des Board of Directors der Meinl European Land (MEL) Verwaltungstrafen von insgesamt 100.000 Euro verhängt. Das Board-Mitglied geht in Berufung.


FMA sieht Marktmanipulation durch Transaktionen im
Zug des sogenannten Aktienrückkaufprogramms. MEL weist die Vorwürfe zurück
Aus Sicht von MEL beruhen die Erkenntnisse der Finanzmarktaufsicht (FMA) auf einer "unvertretbaren Beurteilung des komplexen Sachverhalts" und würden an einer "unschlüssigen und nicht nachvollziehbaren Argumentation leiden, weshalb sie als insgesamt unhaltbar erachtet werden", teilte MEL heute mit.

Die verhängten Strafen beliefen sich auf jeweils 50.000 Euro. Die FMA betonte dazu auf Anfrage der APA, dass sich die "Straferkenntnis auf den Tatbestand der Marktmanipulation durch Transaktionen im Zuge des sogenannten Aktienrückkaufprogramms" beziehe.

Es bestehe kein Zusammenhang zu den anderen von der FMA bereits erlassenen Strafbescheiden in dieser Causa, sagte FMA-Sprecher Klaus Grubelnik.


FMA: "Boardmitglieder verhindern Zustellung"
Zum Faktum, dass der Strafbescheid nur gegen ein Mitglied des Boards der MEL erlassen wurde, stellt die FMA fest, dass die diesbezüglichen Verfahren gegen die anderen verantwortlichen Mitglieder noch nicht rechtskonform durchgeführt werden konnten, "da sie sich der verwaltungsstrafrechtlichen Verfolgung entziehen, indem sie die verwaltungsrechtlich konforme Zustellung bisher verhindert haben".


Board-Mitglied geht in Berufung
Die MEL kritisierte, dass die Erkenntnisse der FMA "unter Außerachtlassung der rechtfertigenden Stellungnahmen des Mitglieds des Boards of Directors von MEL erlassen wurden und nicht zuletzt aus diesem Grund mit schweren Verfahrensfehlern behaftet sind".

Ferner seien die Sachverhalte und Transaktionen bereits mit dem bekannten UVS-Erkenntnis gegen die Mitglieder des Board of Directors von MEL teilweise abgehandelt worden, so die MEL.

Das Board-Mitglied der MEL werde daher Berufungen beim UVS-Wien gegen diese Erkenntnisse einlegen "und sämtliche sonst zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen".


orf.at 12.07.2008

  

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Marktmanipulation: 100.000 Euro Strafe für Meinl-Vorstand
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.7.08 14:22)

Die Finanzmarktaufsicht verhängt (vorerst) einen Strafbescheid wegen Marktmanipulation im Zuge des Rückkaufs der Meinl European Land
Wien – Die Zertifikatsrückkäufe bei Meinl European Land im Vorjahr rücken ins Visier der Justiz. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass man die komplizierten Rückkäufe nur ausgeheckt habe, um drohende Verluste von der Meinl Bank und dem Karibik-Vehikel Somal abzuwenden. Die Finanzaufsicht hat nun ein MEL-Vorstandsmitglied zur Zahlung von 100.000 Euro verdonnert. Der Vorwurf: Marktmanipulation.


***

Wien – Nach dem Vorgeplänkel mit Bescheiden, u.a. wegen irreführender Werbung, nähern sich die Ermittler der Kernfrage. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat nun ein Vorstandsmitglied der Meinl European Land (MEL) zur Zahlung von 100.000 Euro Strafe vergattert, weil der Kurs der MEL im Zuge des Zertifikaterückkaufs vor einem Jahr manipuliert worden sei. Die Immo-Gesellschaft bezeichnete die Geldbuße als "unvertretbar" und kündigte Berufung an.

Adressat des Bescheids ist MEL-Direktor Georg Kucian, allerdings nur deshalb, weil die ebenfalls verhängten Strafen gegen weitere Board-Mitglieder nicht zustellbar waren. Weit wichtiger als die Geldbuße sind die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen der Ermittler. Es geht um die Frage, ob der Rückkauf erfolgte, um Schaden von der Meinl Bank und der ebenfalls zur Familie zählenden karibischen Gesellschaft Somal abzuwenden, erfuhr der Standard vonseiten der Ermittler.

Durch die Finger geschaut haben ja die MEL-Zertifikateure, nachdem die Gesellschaft 1,8 Mrd. Euro für den Rückkauf der Papiere zu überhöhten Kursen ausgegeben hatte. Die Anleger sind seither mit einem Wertverlust von zwei Dritteln konfrontiert.

Sie machen sich jetzt Hoffnungen, dass die (nicht rechtskräftigen) Bescheide der FMA und allfällige gerichtliche Urteile die Chancen auf Schadenersatzzahlungen erhöhen. Die Staatsanwaltschaft soll sich – so ist zu hören – ganz auf den Zertifikaterückkauf konzentrieren. Zur Erinnerung: Somal A.V.V. mit Sitz in Aruba (sie ist der Julius Meinl AG zuzurechnen) hat seit 2006 Zertifikate aus den Kapitalerhöhungen der MEL gekauft (MEL hat die Veranlagung auch noch finanziert), um die Papiere später auf den Markt zu werfen.

Das lief lange gut, bis die Kurse unter Druck kamen und Somal und Meinl Bank gewaltige Verluste drohten. Die Ermittler gehen nun dem Verdacht nach, dass man die Rückkäufe nur ausgeheckt habe, um die Verluste in die MEL umzuschichten. Mögliche Tatbestände:Insiderhandel, Untreue, Betrug – es gilt die Unschuldsvermutung.

Ein Sprecher der Meinl Bank wies die Vorwürfe zurück und sprach überdies von Missverständnissen im Prüfbericht der Notenbank, die inzwischen ausgeräumt worden seien. Anders sieht das Rechtsanwalt Martin Löffler, der auch MEL-Anleger vertritt. "Wirtschaftlich gesehen, wurde der Kurs auf Kosten der MEL durch die Meinl Bank hochgehalten, während die Somal A.V.V. davon massivst profitierte und 2007 einen Gewinn von mehr als 35,1 Mio. Euro realisieren konnte", so Löffler.

Zudem erhielt die Meinl Bank auch für die Platzierung jener Zertifikate, die nicht am Markt, sondern nur über die Somal A.V.V. verkauft werden konnten, eine Provision von 6,75 Prozent. Für die 2007 aufgesaugten 31,5 Mio. Zertifikate zum Ausgabekurs von 19,70Euro sind das Gebühren in der Höhe von knapp 42 Mio. Euro.

Insider rechnen damit, dass die Justiz bald einen Gang höher schalten wird. Die Staatsanwaltschaft äußert sich offiziell nicht zum Stand des Verfahrens. Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft, erklärt zur Frage Jersey- versus österreichisches Recht: "Beim Aktien- und Gesellschaftsrecht hängt die Anwendbarkeit der heimischen Gesetze vom Sitz der Gesellschaft ab. Beim Strafrecht gilt aber immer der Ort, an dem die Tat begangen wird." (Bettina Pfluger, Andreas Schnauder, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.7.2008)

  

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RE: Marktmanipulation: 100.000 Euro Strafe für Meinl-Vorstand
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.7.08 14:24)

"einen Gang höher" ist gut - ich wär schon froh, wenn sie von Standgas in den 1. Gang schalten würden

  

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Jersey-Finanzaufsicht ermittelt wegen MEL
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.7.08 16:50)

Jetzt nimmt sich auch die Finanzaufsichtsbehörde von Jersey der auf der Kanalinsel ansässigen, aber in Wien börsennotierten Meinl European Land (MEL) und der Managementgesellschaft MERE an.

Die Jersey-Behörde hat eine formelle Untersuchung im Zusammenhang mit dem umstrittenen Aktienrückkauf gestartet.

Seit heute ist einer Presseinformation auf der Website der Jersey Financial Services Commission zu entnehmen, dass die Behörde dem Vorwurf nachgehe, ob die auf Jersey registrierte MEL dem örtlichen Unternehmensrecht bzw. Aktienrecht zuwiderhandelte. - www.orf.at

  

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RE: Jersey-Finanzaufsicht ermittelt wegen MEL
Rang: loser(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.7.08 23:54)

... spät aber doch nehmen sich die behörden jetzt der causa meinl an. wenn bewiesen werden kann, daß die managmentgesellschaft mere z.b. beim rückkauf unrecht gehandelt hat und die meinl-bank begünstigt hat, dann könnte man den vertrag auch so loswerden und der 280-mio-deal wohl obsolet, das alleine wäre ein gewinn von mehr als 1 euro je zerti.

  

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Der punkt mit den beiden aufsichtsräten ist ein hammer!



Zu der OTS-Meldung der Zeitung ÖSTERREICH nimmt IVA-Präsident Dr. Wilhelm Rasinger wie folgt Stellung:

1. Mir ist nicht bekannt, dass es bereits einen „Nationalratsbericht“ zur Causa MEINL gibt – aber was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin übertrifft die Finanzaffäre MEINL den Kriminalfall BAWAG von der Anzahl der geschädigten Anleger und des Wertverlustes bei weitem.

2. Richtig ist indes, dass ich einen mir vor kurzem von unbekannter Seite übermittelten Prüfbericht der Oesterreichischen Nationalbank zur Causa MEINL vor einigen Tagen mit Absicht zwei Personen zur Verfügung gestellt habe – und zwar auf deren ausdrückliches Ersuchen und von meiner Seite mit der Auflage, diesen vertraulich und nur für den persönlichen Gebrauch zu verwenden.

3. Es handelt es um Dr. Walter Jakobljevich und um Thomas Meinl, den Onkel von Julius Meinl V. Beide Herren waren bzw. sind Aufsichtsräte der Meinl Bank.

4. Sowohl Dr. Walter Jakobljevich als auch Thomas Meinl haben mir versichert, dass sie den OeNB-Bericht vorher nicht bekommen hatten und beide waren dankbar, spät, aber doch, aus erster Hand (ungekürzt und ungeschönt) die Prüfungsergebnisse der Nationalbank über ihre Bank zu erhalten.

5. Auch bei der BAWAG wurden bekanntlich nicht alle Aufsichtsräte über alle relevanten Vorgänge vollständig informiert.

  

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Der Onkel sollt dem Buam amol de Uhrwascheln lang ziehn,
damit no was Gscheits wird aus ihm!

  

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aus dem BE-Forum:

"wir sitzen in einem fast stockdundkeln raum
ohne tische
wir dürfen auch nix sagen
nix reden
alle fragen schriftlich
reden darf nur das board"

  

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Schad dass der Peter nicht dorthin gfahrn ist,
der hätte denen schon heim geleuchtet!

... wenn er wirklich so schnell heiss läuft,
wie man ihn aus dem Forum kennt.

  

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Aber Du überlegst Dir sicher, zu welchen Figuren Du die Ohren des Julius verbiegst, sollt er Dir einmal fröhlich in der City über den Weg laufen, gell?

  

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so gut wie live, nur wenig zeitverzögert:

"inzwischen dürfen fragen auch persönlich gestellt werden
hat der englische sir -anwalt erreicht
antworten gibts nicht direkt
die werden wohl von außen beantwortet übers internet"

  

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Meinlbank gemein un nützich unterwegs
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.7.08 14:25)

Haben ihre karitative Ader entdeckt,
man muss nur tief genug schürfen,
dann stösst man auf die inneren Werte:

http://www.boerse-express.com/pages/682176

  

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Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.7.08 22:20)

Und das ganz ohne PPS.

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Unternehmen

16.07.2008

St Helier, Jersey, 16. Juli 2008: Meinl European Land Limited ("MEL"
oder die "Gesellschaft") teilt mit, dass jede der in der Bekanntgabe
zur außerordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 beinhalteten
Beschlussfassungen von der heute, 16. Juli 2008, in Jersey
abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft
genehmigt wurde. Keine der 88.815.000 Zertifikate, die von Somal
A.V.V. im Namen der Gesellschaft gehalten werden, haben bei den
Beschlussanträgen mit gestimmt, und keine der 150.000.000 zu einem
Stückpreis von EUR 0,01 bezahlten Aktien (die "Partly Paid Shares"),
die im Namen von Tshela Nominees A.V.V. gehalten werden, haben bei
den Beschlussanträgen mit gestimmt.

Die Zustimmung der bei der außerordentlichen Hauptversammlung
vorgeschlagenen Beschlussfassungen war die letzte wichtige Bedingung
für den Abschluss der Investition in die Gesellschaft durch CPI/Gazit
Holdings Limited ("CPI/Gazit"), einem Joint Venture zwischen
Gazit-Globe Ltd ("Gazit"), einer an der Tel Aviver Börse (TASE:GLOB)
notierten, multinationalen Immobilieninvestmentgesellschaft, und CPI
Austria Holdings Limited ("CPI Austria"), einer 100-prozentigen
Tochter von CPI Capital Partners Europe LP (und deren Parallelfonds),
eines Immobilienfonds, der von Citibank International plc durch deren
Geschäftseinheit Citi Property Investors ("CPI") betreut wird.

Demzufolge streben die beteiligten Parteien, nach der Erfüllung
dieser Bedingung, den Abschluss der Investition bis Monatsende an.
Nach Abschluss der Investition wird der Gesellschaftsname in Atrium
European Real Estate umgeändert, eine interne Managementstruktur
eingerichtet und ein neues Managementteam bestellt werden.

  

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RE: Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.7.08 23:41)

Ja, weil viele schon am Formularausfüllen gescheitert sind.

Grätzn, diese Meinlbank samt Ihrer Marionetten!

  

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RE: Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.7.08 23:51)

>Ja, weil viele schon am Formularausfüllen gescheitert sind.
>
>Grätzn, diese Meinlbank samt Ihrer Marionetten!

Genau, und selber Schuld, wenns während HVs auf Urlaub fahren.

  

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RE: Es ist vollbracht: Zustimmung bei HV zum Gazit Deal
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.7.08 23:57)

Ja, Urlaub auf Jersey, gibt´s was Schöneres?

Ja, Balkonien, aber im Ernst!

  

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MEL-Verkauf auf Jersey beschlossen – Aktie stürzt ab
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.7.08 08:52)

16.07.2008 | 18:08 | CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

Kleinanleger konnten den Verkauf des Unternehmens an Gazit nicht verhindern. Viele Anlegeranwälte bezweifeln, dass die Ausgabe der umstrittenen Partly Paid Shares rechtmäßig erfolgt ist.

Jersey. Gleich zu Beginn der Hauptversammlung von Meinl European Land (MEL) auf Jersey wäre es fast zum Eklat gekommen. Die MEL-Direktoren wollten einer Anlegerin aus Wien das Fragerecht entziehen, weil deren Anmeldung nicht rechtzeitig eingetroffen ist.


Die resolute Dame stand schon beim Mikrofon, als ein Ordner auf sie zukam. Wütend hob sie die Fax-Bestätigung in die Höhe und versicherte, dass sie sich rechtmäßig registriert hat. Um einen handfesten Wirbel zu vermeiden, entschieden die MEL-Direktoren, dass die Wienerin doch zu Wort kommen darf. 100.000 Kleinanleger in Österreich fühlen sich von MEL geschädigt. Um die Proteste in Zaum zu halten, flüchtete die Immobiliengesellschaft mit der Hauptversammlung nach Jersey.


„Schnäppchenpreis“ für Gazit
Auf der umstrittenen Hauptversammlung wurde der 800 Mio. Euro schwere Verkauf der MEL-Mehrheit an die israelische Gazit-Gruppe und den Immobilienfonds der Citigroup durchgepeitscht. „Gazit steigt zu einem Schnäppchenpreis ein. Die Meinl Bank holt sich 280 Mio. Euro. Und wir bleiben auf der Strecke“, macht ein Anleger seinem Unmut Luft. Die 70 angereisten Zertifikate-Inhaber wirkten im Großen Saal des Nobelhotels de France ziemlich verloren.

Der Sprecher des MEL-Direktoriums Georg Kucian machte von Anfang an klar, dass er jeden hinausschmeißen werde, der sich nicht ordnungsgemäß verhalte. Im komplizierten Juristen-Englisch erklärte Kucian zwanzig Minuten lang den Ablauf des Treffens. Daraufhin platzt einer Vertreterin des MEL-Fanclubs, einer Organisation von über 1000 Geschädigten, der Kragen. „Die Veranstaltung hier ist lächerlich“, schrie sie laut. Erst nach dem Protest eines britischen Anwalts wurden auch mündliche Fragen der Zertifikate-Inhaber zugelassen. Die meisten Anschuldigungen schmetterte Kucian im Schnelltempo ab. „Sie haben ihren Rechtsstandpunkt. Wir unseren“, gehörte zu seinen Standardsätzen.

Michael Knap vom Interessensverband für Anleger kam mit seinem Antrag, die Hauptversammlung solange zu verschieben, bis die Ermittlungen in Jersey und in Österreich abgeschlossen sind, nicht durch. „Die Untersuchungen betreffen die Vergangenheit. Die Investoren sollten sich mehr auf die Zukunft konzentrieren“, so Kucian. Für die empörten Anleger war der Kampf gegen die Meinl-Firma letzten Endes aussichtslos.

Dennoch sorgte die Hauptversammlung für eine große Überraschung. Der Einstieg des Gazit-Konsortiums wurde ohne den umstrittenen Partly Paid Shares (PPS) fixiert, die 40 Prozent an der MEL halten. Auf der Hauptversammlung in Jersey waren so wenige Investoren anwesend, dass MEL und Gazit bei den Abstimmungen die PPS gar nicht brauchten. Für MEL-Geschädigte sinken damit die Erfolgschancen für Anfechtungsklagen. Viele Anlegeranwälte bezweifeln, dass die Ausgabe der PPS rechtmäßig erfolgt ist.

Übernahmekommission prüft
In Wien stürzte die Aktie indessen auf ein Alltime-Low von knapp über fünf Euro ab. Ein letzter Hoffnungsschimmer für die Geschädigten ist die österreichische Übernahmekommission. Diese prüft, ob Gazit den Kleinanlegern nicht doch ein Übernahmeangebot legen muss. Damit würde sich der Deal für die Israelis verteuern.

Mit dem Einstieg der Israelis sind für MEL umfangreiche Änderungen verbunden. Alle wesentlichen Geschäftsverbindungen zur Meinl Bank werden gekappt. MEL bekommt ein neues Führungsteam. Außerdem wird die Firma in „Atrium European Real Estate“ umbenannt. Gazit-Eigentümer Chaim Katzmann sagte zur „Presse“, dass die Gesellschaft wohl auch künftig in Jersey registriert bleibe. Kein Wunder.

  

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Ahhhhhhhhh........

News vom 17.07.2008

Die Meinl-Banker schlagen zurück. In NEWS spricht der Vorstand erstmals über die Affäre, die das Land bewegt.

NEWS: Sie sind seit 1999 Vorstand der Meinl Bank. Müssen Sie die Bank nun privat oft verteidigen?

Peter Weinzierl: Nein. Ich werde oft angesprochen, aber mir werden keine Anschuldigungen an den Kopf geworfen.

NEWS: Ein Industrieller sagte mir kürzlich, er kaufe keinen Meinl-Kaffee mehr, weil er die Vorgänge für unmoralische Abzocke hält.

Weinzierl: So hat mir das noch niemand ins Gesicht gesagt. Wir sind uns bewusst, dass sehr viele Leute nicht gerade positiv über unser Haus sprechen. Deshalb möchten wir das, was unserer Meinung nach unrichtig dargestellt wird, ins rechte Licht rücken. Es wird vergessen, was für ein tolles Unternehmen mit der MEL aufgebaut wurde, wie viel Substanz da ist und dass der Kursrückgang nicht spezifisch die MEL betrifft. Natürlich finde ich es bedauerlich, dass viele Anleger einen Kursrückgang hinnehmen mussten.

NEWS: Die Meinl-Geschädigten, die sich selbst so bezeichnen, reden von einem Kriminalfall.

Weinzierl: Wir handelten stets im Einklang mit allen rechtlichen Bestimmungen. Die Behörden von OeNB über FMA bis zu den Strafverfolgungsbehörden prüfen das, und wir sind davon überzeugt, dass sich alle Vorwürfe aufklären werden. Was für uns sehr schwer zu akzeptieren ist, sind massive Behauptungen, die eine Präjudizierung darstellen.

NEWS: Sie sehen eine Vorverurteilung der Meinl Bank?

Weinzierl: Das sehe ich nicht nur so, das ist wohl ein Faktum.

NEWS: Fühlen Sie sich von den Behörden fair behandelt?

Weinzierl: Die MEL hat sich, sowohl was die Prospekte als auch die Rückkäufe betrifft, mit der FMA abgestimmt. Jetzt erinnert man sich offenbar nicht mehr an das, was zugesagt wurde.

NEWS: Also nicht ganz fair?

Weinzierl: Manche heute von der FMA vertretenen Ansichten sind nicht nachvollziehbar.

NEWS: Halten Sie die Anleger-Kritik für völlig ungerechtfertigt?

Weinzierl: Es ist sicher bedauerlich, dass die Kursentwicklung der MEL nicht besser ist als jene des Gesamtmarktes. Wir hätten nie gedacht, dass es zu einer derartigen Entkopplung von Kurswert und Substanz kommen kann, wie es jetzt der Fall ist. Wir haben für dieses Portfolio sehr hart gearbeitet.

NEWS: Wie würden Sie als Anleger reagieren?

Weinzierl: Man muss da unterscheiden. Ein erfahrener Anleger weiß, dass es an der Börse hinauf und hinunter gehen kann …

NEWS: Ich meine aber den Anleger, der die Werbung mit dem faulen Sparschwein gesehen hat und erstmals größere Beträge an der Börse investiert hat.

Weinzierl: Da verstehe ich die Enttäuschung und Verbitterung. Man sollte aber auch sehen, dass die Substanz der MEL eine sehr gute ist. Es gibt ein Immobilienportfolio im Wert von 2,8 Milliarden Euro, dazu 180 Hektar an Grundstücken mit Entwicklungspotenzial für Shoppingcenter. Der Wert des Unternehmens ist keinesfalls verloren.

NEWS: Wenn Sie aber gleichzeitig hören, dass die Meinl Bank laut OeNB 320 Mio. Euro verdient hat und nochmals 280 Mio. Euro, wenn der Managementvertrag abgelöst wird?

Weinzierl: Zu den 320 Mio. Euro darf ich sagen, dass wir alleine gut 150 Mio. Euro an Vertriebspartner und andere Banken weitergegeben haben. Mit dem Aufbau des Portfolios war viel Arbeit und Personaleinsatz verbunden, den die Bank getragen hat. Natürlich verstehe ich die Verbitterung der Aktionäre. Aber die Leistung der Bank war gut, spiegelt sich jedoch derzeit im Kurs nicht wider.

NEWS: War die Meinl Bank mit diesem System zu erfolgreich?

Weinzierl: Man kann nie zu erfolgreich sein. Die Bank hat eine Palette von an sich guten Produkten auf den Markt gebracht, von denen auch viele Anleger profitiert haben. Auch mit MEL haben viele gut verdient.

NEWS: War das System Meinl nicht perfekt, um zu verdienen?

Weinzierl: Ich verstehe nicht, wieso immer von einem System die Rede ist. Auf der ganzen Welt werden für die Kapitalaufbringung Platzierungsgebühren und für die Verwaltung Managementgebühren bezahlt. Das ist keine Meinl-Erfindung. Das sind normale Bankgeschäfte mit marktüblichen Gebühren.

NEWS: Ist die Ablöse der Management-Verträge, die der Meinl Bank 280 Millionen Euro bringen soll, ein In-sich-Geschäft?

Weinzierl: Nein, ist es nicht. Es müssen ja auch die Aktionäre zustimmen. Aus Sicht der Bank wären wir mehr als zufrieden, wenn wir die Managementleistungen weiter erbringen könnten. Die Initiative, diese Verträge aufzulösen, ist nicht von uns ausgegangen. Die Geldflüsse aus dem Managementvertrag wären deutlich höher als das, was wir als Einmalzahlung bekommen.

NEWS: Warum ist das unfassbare 280 Millionen Euro wert?

Weinzierl: Der Betrag ergibt sich letztendlich als diskontierter Wert der zukünftigen Erträge aus den Managementverträgen. Ein Teil des Betrages ist für Managementtätigkeit in der Übergangsphase. Im Übrigen gibt es zu diesem Betrag eine Fairness Opinion einer unabhängigen, internationalen Investmentbank.

NEWS: Wir sprechen von sehr, sehr viel Geld.

Weinzierl: Wir sprechen auch von einem sehr großen Unternehmen mit Aktiva von fast 4,5 Milliarden Euro.

NEWS: Können Aktionäre nicht erwarten, dass die Meinl Bank auf einen Großteil des Geldes zugunsten der Aktionäre verzichtet?

Weinzierl: Wir haben Vorschläge für MIP und MAI, dass die Meinl Bank das Management weitermacht. Dabei wurde ein Paket geschnürt, das eine freiwillige Reduktion der Managementgebühr, das Streichen der Marketmakergebühr sowie das Aussetzen der Lizenzgebühr vorsieht, bis der Kurs wieder jenes Niveau erreicht, wo die Anleger wieder im Plus sind. Damit leistet die Bank einen starken Beitrag zugunsten der Anleger. Wir hätten das auch gerne für MEL angeboten. Aber der Druck war so groß, dass es dazu nicht kommen konnte.

NEWS: Die Meinl Bank hat noch nie so viel verdient wie mit MEL, MIP und MAI.

Weinzierl: Die Märkte waren in den jüngsten Jahren sehr gut, das Geschäft ist gewachsen. Natürlich war MEL ein Faktor, aber nicht der einzige.

NEWS: Was bleibt: Die Bank und die Familie Meinl sind viel reicher, Tausende Aktionäre ärmer.

Weinzierl: Ich verstehe die Diskussion.Trotzdem: Die Leistung wurde erbracht, und die Gebühren liegen im internationalen Vergleich unter dem Durchschnitt. Und die Substanz der MEL ist ja da. Weltweit sind infolge der Immobilienkrise die Kurse stark abgestürzt. Aber bei Meinl wird offenbar mit einem anderen Maß gemessen.

NEWS: Die Bank hat aber auch viel Geld verdient …

Weinzierl: Ich kann nicht bestreiten, dass die Bank Geld verdient hat. Was ich bestreite, ist, dass die Bank zu Unrecht Geld bekommen hätte.

NEWS: Die hohen Ablösesummen sehen aus, als verabschiede sich die Bank gemäß dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert, …".

Weinzierl: Wir wären sehr gerne geblieben, aber sind verabschiedet worden.

NEWS: Wird die Meinl Bank ihr gutes Image zurückbekommen?

Weinzierl: Ja. Es braucht aber Zeit und harte, konsequente Arbeit.

NEWS: Wie können Sie beweisen, dass Sie nicht die Bösen sind?

Weinzierl: Indem diverse Verfahren zum Abschluss kommen und unsere Aussagen bestätigen.

Interview: Markus R. Leeb

Meinl Bank in der Offensive:
Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl rechtfertigt den hohen Gewinn für die Meinl Bank und wehrt sich gegen jüngst erhobene Vorwürfe.

  

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Da sieht man, wie leicht man den Boden unter den Füssen verliert und in einer Traumwelt lebt, wenn man eine extrem grausliche Sache behübschen soll.

so jemand bringts leicht auch zum Pressemeldungsschreiber des KP-Büros Peking: Es ist ja alles ganz anders, als es in der wahren Welt scheint. Wo liegt die Wahrheit? Im Diesseits und Jetzt, oder ganz woanders? Alles eine Frage des Blickwinkels. Aber selbst wir sind keine Realität, sondern nur eine Ansammlung von schweren Atomen, die unsere Masse ausmachen, und irgendwie zufällig sind wir entstanden.

  

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Der Kucian dürft ja ein richtig wichtig gewordenes Würstl sein,
dass er sich so aufspielt wie ein zu gross gewordener Diktator,
dass er Kleinanleger so behandelt, die den weiten Weg auf sich
genommen haben, um der auf die Insel flüchtenden HV nachzulaufen:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/399053/index.do?_vl_backlink=/home/index.d o

  

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FMA widerspricht wiederholt geäußerten falschen Tatsachenbehauptungen interessant
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.7.08 13:11)

kein Dreck - als wenn es jetzt nicht bald raschelt verstehe ich gar nichts mehr.

FMA widerspricht wiederholt geäußerten falschen Tatsachenbehauptungen oder Fehlinterpretationen von Fakten durch die Meinl Bank =
Wien (OTS) - Die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA stellt wiederholt
geäußerte falsche Tatsachenbehauptungen und Fehlinterpretationen von
Fakten wie sie von der Meinl Bank in Medien gemacht wurden richtig:
Das Vorstandsmitglied der Meinl Bank, Peter Weinzierl, hat in einem
Interview mit dem Wochenmagazin "News" (Nr. 29/08 vom 17. 7. 2008,
Seite 46ff) behauptet: "Die MEL hat sich, sowohl was die Prospekte
als auch die Rückkäufe betrifft, mit der FMA abgestimmt. Jetzt
erinnert man sich offenbar nicht mehr an das, was zugesagt wurde."

Zu den Prospekten ist festzuhalten:
Der Gesetzgeber gibt der FMA für die Billigung eines Prospektes die
Maßstäbe der Vollständigkeit der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben,
die Widerspruchsfreiheit in der Darstellung sowie die
Verständlichkeit für einen sachkundigen Anleger zur Hand. Für die
Richtigkeit der Angaben sowie für die Verpflichtung, dass keine
wesentlichen Informationen verschwiegen wurden, haftet allein der
Emittent. Hier bedarf es keiner "Abstimmung" mit der Behörde. Sind
die drei Maßstäbe erfüllt, so hat der Emittent einen Rechtsanspruch,
dass der Prospekt von der FMA gebilligt wird.

Zu den Rückkäufen ist festzuhalten:
Das österreichische Gesetz definiert im Zuge eines
Aktienrückkaufprogrammes keinen Tatbestand, der von der FMA vorab zu
genehmigen wäre. Die FMA ist darüber auch nicht vorab zu informieren.
Es fand daher auch keine Abstimmung vorab zwischen FMA und MEL statt.
Die FMA hat von der Durchführung des
Zertifikats-/Aktienrückkaufprogrammes ex-post erfahren. Die
Beantwortung einer abstrakten Rechtsanfrage eines Anwaltes kann -
auch mangels einer Rechtsbasis - keinesfalls als Zustimmung der
Behörde interpretiert werden. Im Übrigen hat die FMA dabei
ausdrücklich auf die selbstverständlich erforderliche Einhaltung der
österreichischen Gesetze hingewiesen, insbesondere unter Hinweis auf
das österreichische Börsegesetz.

In einer APA-OTS-Presseaussendung vom 14. Juli 2008 hat die Meinl
Bank behauptet: "Ein Jahr intensiver Untersuchungen durch
Nationalbank und FMA haben keine Verfehlungen der Meinl Bank ergeben.
Der bisher einzige Strafbescheid der FMA gegen die Bank wegen
irreführender Werbung wurde vom Unabhängigen Verwaltungssenat wieder
aufgehoben."

Diese Tatsachenbehauptung ist falsch. Die Untersuchungen der
Nationalbank und der FMA haben Verfehlungen der Meinl Bank ergeben,
weshalb von der FMA mehrere Strafbescheide gegen Mitglieder des
Vorstandes der Meinl Bank erlassen wurden. Weiters wurden der
Staatsanwaltschaft umfangreiche Sachverhaltsdarstellungen
übermittelt.

Weiters stellt die Meinl Bank in einer Inseraten-Kampagne unter
dem Titel "Die Wahrheit, Teil 1", die in mehreren österreichischen
Tageszeitungen geschaltet worden ist, folgende unrichtige
Tatsachenbehauptungen auf:

"MEL war nach dem österreichischen Börsegesetz nicht verpflichtet,
über Veranlagungen in eigenen Zertifikaten zu informieren. Dies steht
in jedem von der FMA geprüften Börseprospekt."

In den Prospekten ist lediglich ein Hinweis zu finden, dass die
Bestimmungen des § 91 Börsegesetzes (Erreichen, Über- bzw.
Unterschreiten von Meldeschwellen bzw. diesbezügliche Informations-
und Veröffentlichungspflichten) aufgrund des Firmensitzes der MEL auf
Jersey nicht zur Anwendung gelangen würden. Diese Information umfasst
aber umfänglich und qualitativ nicht die Aussage, dass MEL nicht
verpflichtet sei über "Veranlagung in eigenen Zertifikaten zu
informieren".

"Die Meinl Bank hingegen ist wie jede österreichische Bank
verpflichtet, die FMA über jeden einzelnen Wertpapierkauf von Kunden
zu informieren. Diese Meldungen sind täglich ordnungsgemäß erfolgt."

Tatsächlich sind meldepflichtige Institute gesetzlich verpflichtet
jede Wertpapiertransaktion der FMA zu melden. Nur haben diese
Meldungen in Bezug auf den dahinter stehenden Kunden anonymisiert zur
erfolgen. Die Identität des Kunden ist erst bei Untersuchungen im
Nachhinein offenzulegen. Derartige Meldungen können keinesfalls als
behördliche Zustimmung oder sonstige Form der Genehmigung
interpretiert werden. Im Jahr 2007 erhielt die FMA insgesamt rund
19,7 Millionen derartige Meldungen über Transaktionen. Diese
Meldungen dienen rechtlich wie praktisch dazu, ex post mögliche
Unregelmäßigkeiten zu untersuchen. Aus einer erfolgten anonymisierten
Meldung kann kein Einverständnis der Behörde mit der Transaktion an
sich abgeleitet werden.

Rückfragehinweis:
für Journalisten:
Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
++43/(0)1/24959 - 5106
++43/(0676)/88249516

  

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RE: FMA widerspricht wiederholt geäußerten falschen Tatsachenbehauptungen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.7.08 13:21)

"Das absolute Gesetz und die allein gültige Wahrheit bin ich,

Hugh,

Julius V."

  

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Zufriedene Manager, empörte Aktionäre interessant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.7.08 14:30)

Gazit Globe und ein Fonds der Citibank sind trotz lautstarker Aktionärsproteste neuer MEL-Hauptaktionär - Bericht von einer turbulenten HV auf Jersey

Jersey/Wien - Der Verkauf der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) ist am Mittwochnachmittag auf der Kanalinsel Jersey nach einer turbulenten Hauptversammlung besiegelt worden - unter Widerspruch der rebellischen Aktionäre.

Neue Hauptaktionäre sind Gazit Globe aus Israel und ein Fonds der Citibank. Gazit-Manager haben erstmals Dividenden zugesagt, die Zerschlagung sei nicht geplant. Der Kurs der MEL-Zertifikate stürzte nach dem Verkaufsbeschluss auf 4,96 Euro ab - ein Rückgang um 10,79 Prozent.


HV auf Englisch

Die Hauptversammlung (HV) eröffnet Georg Kucian, Sprecher des MEL-Boards, mit einem Vortrag der zum Beschluss anstehenden Feinheiten der Kapitalerhöhung, mit der MEL auch neue Investoren bekommen soll - in Englisch. Eine Übersetzung für die angereisten Anlegervertreter aus Österreich und Deutschland gibt es nicht. Aus dem fünfköpfigen MEL-Board sind bis auf Karel Römer alle anwesend.

Fragen zu der Zukunft der (auch künftig) in Wien börsennotierten MEL - Sitz bleibt aber Jersey - dürfen von den angereisten Anlegern nur schriftlich gestellt werden - so zumindest der Plan des Direktoriums. Ein Faktum, dass für Unruhe im Publikum sorgt. Das Board hat schließlich Nachsicht, es darf fortan auch mündlich gefragt werden.

Fragen-Feuerwerk

Was folgt ist ein Fragen-Feuerwerk: Anleger und Anwälte treten den Weg zum Mikrofon an und versuchen rund zwei Stunden, das sichtlich nervös werdende Board zu zerpflücken. Fragen zum Aktienrückkauf im Volumen von 88,8 Mio. MEL-Zertifikate im Vorjahr, zum bevorstehenden Einstieg der neuen Investoren und zu den teileinbezahlten Partly Paid Shares werden gestellt. Die Antworten klingen weitgehend so, wie man sie bisher schon kannte: Alles erfolge zum Wohle der Gesellschaft und im Einklang mit Jersey-Recht.

Der umstrittene Zertifikats-Rückkauf sorgt dann aber schnell für Kopfschütteln unter den anwesenden Rechtsvertretern, als Kucian das Motiv erklärt: Die Zertifikate wurden zurückgekauft, um diese für einen Aktientausch mit einem neuen Investor zu sichern.

Die Krise

Doch dann kam die Subprime-Krise und damit der Einbruch der Immobilien-Aktien. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Die Zertifikate wurden durch "Kursstabilitätsmaßnahmen" der Meinl Bank (als Market Maker) aus dem Karibik-Vehikel Somal A.V.V. gewinnbringend verkauft. Dennoch steht die Frage im Raum, warum man diesen Rückkauf den Anlegern nicht mitgeteilt hat. Mit der Antwort lässt Kucian aufhorchen: Man habe den Rückkauf der MEL-Papiere deshalb nicht öffentlich gemacht, weil das ein Bruch der Verschwiegenheitspflicht gewesen wäre mit jenen Investoren, mit denen man damals gesprochen hat.

Ein Rechtsvertreter, der wissen wollte, ob die Hauptversammlung aufgezeichnet wird, sorgte für Verwirrung und Gelächter, denn da war sich das Board nicht sicher. Normalerweise wird eine Hauptversammlung aufgenommen und die Bänder einem Notar zur Protokoll-Erstellung übergeben.

Nach längerer Recherche wird klar: Das Aktionärstreffen wird aufgenommen. Werden die Aufnahmen nach der Protokoll-Erstellung zerstört, will der Anwalt wissen? "Das unterliegt dem Jersey-Recht" , so die Antwort von Kucian. "Das ist unfassbar" geben anwesende Anwälte zu Protokoll.

"Unfassbar" ist auch der Tenor bei der Abstimmung. Denn eine Information darüber, wie viele Prozent des Grundkapitals bei der HV anwesend war, gab es freilich nicht. Gesagt wurde nur, dass alle Anleger stimmberechtigt sind. Das hieße, dass auch die (Partly Paid Shares) PPS und jene Papiere, die MEL selbst hält.

Keine Angabe zum Stimmverhältnis

Der erste Tagesordnungspunkt, als über die Verschiebung der Hauptversammlung abgestimmt wurde, bis das die Finanzaufsicht in Jersey ihren Prüfbericht fertig hat, wurde abgelehnt. Es gab keine Angabe zum Stimmverhältnis. Kucian ganz salopp: Die werden auf der Website veröffentlicht. Nach Einsprüchen von Anwälten einigt man sich darauf, die Stimmverhalten (wer dafür/wer dagegen) vor der nächsten HV, die im Anschluss stattfand, bekanntzugeben. Mehrheitlich beschlossen wurde eine Kapitalerhöhung, im Zuge derer die Investoren CPI/Gazit einsteigen. Kucian sagt, dass weder PPS noch MEL-Zertifikate mitgestimmt haben. Außerdem eine Namensänderung: Aus MEL wird Atrium European Real Estate.
Der Sprecher der neuen Investoren, Chaim Katzman, sagte zum Standard "die Partly Paid Shares sind ab jetzt Geschichte, das neue Management will für Transparenz sorgen, und die Anleger werden relativ schnell merken, dass ein frischer Wind weht." Er bestätigte zudem jene 280 Mio. Euro Ablöse für die Verträge mit der Meinl Bank. Und: Er verstehe die Emotion der Leute, die Geld verloren hätten, aber das sei ein Teil der Vergangenheit, und sein Team stehe für die Zukunft. (Bettina Pfluger, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 17.7.2008)

  

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RE: Zufriedene Manager, empörte Aktionäre
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.7.08 14:52)

Ich sage nur: Laßt Euch keine Meinl-Gutscheine schenken!

Und wenn Ihr welche verschenkt, dann müsst Ihr mit der ängstlichen Frage rechnen:
"Ist der eh gedeckt?"

  

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RE: Zufriedene Manager, empörte Aktionäre
gerd(2) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.7.08 16:39)

Meinl Gutscheine?
Wer nimmt denn sowas heutzutage schon an?
Pfui Gack!

Meinen Vorrat an Meinl Marmelade mußte ich erst kürzlich entsorgen. Obwohl das Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten wurde, schmeckte die Marmelade sehr bitter und aufstoßend. Ekel!

  

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fast schon amüsant anzusehen, das scharmützel

Meinl Bank kontert FMA: Zertifikate-Erwerb abgestimmt =
Wien (OTS) - Zur heutigen Aussendung der FMA, in der sie der Meinl
Bank falsche Behauptungen unterstellt, hält die Meinl Bank fest:

Im Zuge jedes Prospektprüfungsvorganges findet ein umfangreicher
Abstimmungsprozess des Emittenten mit der FMA statt; Gegenstand
dieses Prozesses war stets auch die inhaltliche Abstimmung
anwendbarer Rechtsvorschriften, dies vor dem Hintergrund, dass
Aufsichtsziel der FMA auch der Anlegerschutz ist.

Deklarierter Anlass des Gesprächs der Rechtsvertretung der MEL mit
der FMA im Sommer 2007 war konkret die Einberufung der über den
Rückkauf entscheidenden Hauptversammlung zwecks Abklärung der
Anwendung österreichischen Rechts. Dieses Gespräch und nachfolgender
Schriftverkehr kamen nachweislich übereinstimmend zum Ergebnis, dass
die Bestimmungen der österreichischen Veröffentlichungsverordnung
(wie im Prospekt dargelegt) nicht Anwendung finden.

Die Aussage der FMA, der Prospekt enthalte zum Thema Veranlagung
der MEL in eigenen Zertifikaten "lediglich den Hinweis, dass die
Bestimmungen des § 91 Börsegesetz aufgrund des Firmensitzes der MEL
auf Jersey nicht zur Anwendung gelangen würden", ist nachweislich
falsch: Der Prospekt enthält nämlich darüber hinausgehend die
Hinweise, dass 1) nach Jersey Recht der Erwerb von Aktien
unbeschränkt möglich ist 2) die österreichische
Veröffentlichungsverordnung über Aktienrückkäufe auf MEL nicht
Anwendung findet und 3) die Meinl Bank ermächtigt wurde, Zertifikate
auf Rechnung der MEL zu erwerben.

Die Meldungen erfolgten derart, dass immer ein und dasselbe
Kundenkonto angegeben wurde. Der FMA war daher laufend bekannt, dass
ein Kunde der Meinl Bank AG über einen längeren Zeitraum konsequent
ein Paket von Zertifikaten aufbaut. Zweck der Meldepflicht gem § 10
WAG ist nach eigener Darstellung der FMA (vgl sämtliche
Jahresberichte der FMA) unter anderem die Ermöglichung einer
laufenden Kontrolle der Einhaltung von börserechtlichen Bestimmungen.

Der Umstand der Weiterleitung umfangreicher
Sachverhaltsdarstellungen der FMA an die Staatsanwaltschaft ist der
Meinl Bank nicht bekannt. Er unterliegt selbstverständlich dem
Amtsgeheimnis.

Die der Meinl Bank AG vorliegende Fassung des OeNB-Prüfberichts
enthält Kritikpunkte, welche die Meinl Bank AG in ihren
Stellungnahmen hierzu entkräftet hat.

Rückfragehinweis:
Meinl Bank AG
langsner@meinlbank.com

  

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Format vom 18.07.2008

Die drei "Melkkühe" MEL, MIP, MAI ist Ver bald los. Das System Meinl ist Geschichte. Die Affäre ist für Meinl damit aber noch nicht zu Ende. Auch die Staatsanwaltschaft redet mit.

Erich Halatschek, Miteigentümer und Aufsichtsratspräsident von Habau, einem der größten Baukonzerne des Landes, ist bislang nicht als Querulant in Erscheinung getreten. Öffentlich nimmt der Unternehmer nie Stellung. Der Oberösterreicher wirkt zurückhaltend und besonnen. Doch die Ereignisse rund um den Fall Meinl sind ihm an die Nieren gegangen. Ihm ist schlicht der Kragen geplatzt. Halatschek besitzt ein Haus am Wiener Europaplatz gegenüber dem Westbahnhof, am Dach eine große Leuchtreklametafel, die er derzeit für Parolen nutzt wie "Der Staatsanwalt hat Mitschuld". Außerdem hat er einen Brief an Justizministerin Maria Berger und SP-Justizsprecher Hannes Jarolim geschickt, in dem er die Verhängung der Untersuchungshaft für "sämtliche Mitglieder der Geschäftsführung der MEL (Meinl European Land)" fordert.

Halatschek ist ein geschädigter Meinl-Anleger wie viele Tausende andere auch. Für den Bauunternehmer, der ein großes MEL-Paket besitzt, sind die Kursverluste der Papiere aber wenigstens nicht existenzbedrohend. Andere haben mehr Sorgen. "Der Fall MEL war ein Anschlag auf den kleinen Mann. Es wurden einige Existenzen ruiniert", weiß Anlegervertreter Wilhelm Rasinger. Was sich diese Leute jetzt wünschen, ist Schadenersatz und die Bestrafung der Verantwortlichen für ihr Desaster.

Aktionäre vollziehen Trennung von Meinl.
Der erste Schritt ist vollzogen. Seit dem vergangenen Mittwoch hat die MEL mit der Meinl Bank nichts mehr zu tun. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung auf der Kanalinsel Jersey stimmten die leidgeprüften Zertifikatsinhaber der Übernahme von Meinls Managementgesellschaft durch die MEL selbst zu. Gleichzeitig wurde die Kapitalerhöhung abgesegnet, mit der die israelische Gruppe CPI/Gazit 30 Prozent der MEL-Anteile erwarb. Meinl ist draußen. Und das wird er demnächst auch bei MIP (Meinl International Power) und MAI (Meinl Airports International) sein, die beide ihre Hauptversammlungen am 28. Juli abhalten.

Das System Meinl ist endgültig explodiert.
Seit 2003 hat die Meinl Bank über 700 Millionen Euro von ihren drei "Melkkühen" abgesogen, gut 60 Millionen könnten bei MIP und MAI noch dazukommen. Dem stehen für die Anleger fast fünf Milliarden Euro an Kursverlusten gegenüber. Das Geschäftsmodell war von Anfang ganz wesentlich aufs Abzocken angelegt. Die MEL baute wenigstens noch Immobiliensubstanz auf. Ein paar Jahre gab es nette Profite, allerdings zu 80 bis 90 Prozent aus Aufwertungsgewinnen.

Wie das bei MIP und MAI - bis zuletzt nicht viel mehr als leere Hüllen - funktionieren hätte sollen, muss Meinl nicht mehr beweisen. Für ihn bleiben die Selbstbedienungsläden künftig geschlossen.

Was ihm bleibt, sind ein zerstörtes Image und eine stark geschrumpfte Meinl Bank, die künftig nur noch ein Fünftel ihres bisherigen Ergebnisses erzielen wird.

Was ihm drohen könnte, sind ein Strafprozess und ganz sicher saftige Schadenersatzklagen. An Letzteren arbeiten Dutzende Anwälte derzeit fieberhaft. Noch im Sommer sollen die ersten Klagen eingebracht werden, sagt Advokat Wolfgang Hasliner, der runde 200 MEL-Anleger vertritt.

Die Papiere der drei börsennotierten Meinl-Gesellschaften wären wegen der Finanzmarktkrise jedenfalls gefallen. Aber dass Ver durch Zertifikatsrückkäufe über windige Konstruktionen den MEL-Kurs stützen wollte und dass er in einem Anflug von Größenwahn mit der MIP nochmals abcashen wollte, nachdem die Krise schon ausgebrochen war: das fällt ihm jetzt auf den Kopf. Auch sein desaströses Krisenmanagement passt ins Bild maßloser Arroganz. "Ich kann eine Krise im Sinne der Anleger lösen oder ihnen noch schnell das Weiße aus den Augen holen", ätzt ein mit der Causa Vertrauter.

Auch Jersey-Behörde prüft jetzt.
Eine wichtige Rolle in Meinls Konstruktionen spielte immer Jersey, wo die drei börsennotierten Gesellschaften ihren Sitz haben. Die Kanalinsel lockte bislang mit einer legeren Finanzaufsichtsbehörde. Doch gerade diese hat vor ein paar Tagen offiziell bestätigt, dass sie gegen die MEL und deren Managementgesellschaft MERE Untersuchungen eingeleitet hat. Im Zentrum dieser Untersuchungen stehen die umstrittenen Zertifikatsrückkäufe, die nicht über eine unabhängige Abwicklungsstelle vorgenommen wurden, sondern quasi freihändig über eine Firma Somal, die im Einfluss von Meinl steht. "Meinl hat Jersey immer als sicheren Hafen betrachtet. Er ist davon ausgegangen, dass die dortigen Behörden sich nicht für eine Gesellschaft interessieren, die auf der Insel keine Anleger hat. Da hat er sich eben getäuscht", meint ein Kenner des Hauses Meinl. Stellt die Jersey-Aufsicht Fehler beim Rückkauf fest, würde das die Chancen von Schadenersatzklägern erheblich verbessern.

Für die Loslösung der MIP und der MAI von der Meinl Bank gibt es zwei Szenarien: Am 28. Juli findet entweder eine Trennung mit Abschlagszahlungen für die Managementgesellschaften statt oder ein totaler Bruch. Das hängt davon ab, ob die Rebellen rund um Investorenvertreter Alexander Proschofsky sowie einige internationale Hedgefonds wie Elliott Advisors und QVT siegen oder die "Gemäßigten". MIP-Manager Hans Haider hat ein Paket geschnürt, das eine letzte Zahlung von 32 Millionen Euro an Meinl vorsieht. Eine ähnliche Summe soll für die MAI-Managementgesellschaft fließen.

Für Proschofsky, der derzeit rund 20 Prozent des Grundkapitals - darunter auch heimische Versicherungen, Investmentfonds und Privataktionäre - hinter sich vereinigen dürfte, ist das undenkbar: "Warum sollen wir 70 Millionen Euro zahlen, wenn eine Vertragsauflösung auch kostenfrei geht?", fragt sich der umtriebige Investor.

Eine Anzeige Haiders stand im Raum.
Zumindest bei der MIP sieht Proschofsky dafür gute Chancen, denn: "Durch den Bond-Kontrakt zwischen MIP und Meinl wurde jedenfalls ein Grund für eine außerordentliche Kündigung geschaffen." Damit meint er die im Nationalbank-Bericht unter Punkt 217 erwähnte Zahlung von nahezu 40 Millionen Euro von der MIP auf die Konten der Meinl Bank gegen Schuldverschreibung. Selbst für Hans Haider ist das eine heikle Sache: "Als ich von der Zahlung erfahren habe, habe ich sofort eine Rückabwicklung vorgenommen. Andernfalls wäre das in die Nähe der Untreue gekommen." Dem Vernehmen nach soll dafür einzig Board-Mitglied Karel Römer verantwortlich gewesen sein. Haider: "Ich habe damals meine Anwälte gefragt, ob ich den Tatbestand anzeigen muss. Da ich aber keine Angst haben musste, dass ich das Geld von der Meinl Bank wieder bekomme, habe ich von einer Anzeige Abstand genommen."

FORMAT liegen exklusiv die Buchungsbestätigungen vor, wonach am 29. November 2007 rückwirkend zum 30. Juli vorerst 32,5 und in der Folge 7,37 Millionen Euro samt Zinsen in der Höhe von 587.000 Euro auf das MIP-Konto zurückflossen.

Das Gesprächsklima ist durch diesen Vorfall jedenfalls schwer getrübt. Hat es ursprünglich noch so ausgesehen, als wollten Proschofsky & Co zumindest mit Ex-Verbund-Chef Haider weiter zusammenarbeiten, so bröseln nun auch diese Brücken. Wolfgang Vilsmeier, von den Rebellen als Board-Mitglied vorgeschlagen, meint: "Aufgrund der Resultate beim Verbund würde ich Haider haben wollen. Bei der MIP hat er bisher aber nichts Großartiges geleistet - sicher nicht." Auch Proschofsky ist von Haider enttäuscht: "Ich habe ihn auf der Hauptversammlung gefragt, ob es bei der MIP derartige Deals gegeben hat, und er hat verneint. Er hat also nicht die Wahrheit gesagt." Das will wiederum Haider nicht auf sich sitzen lassen: "Proschofsky hat nicht mich, sondern die Leute von der Meinl Bank gefragt."

Das Aus kommt auch für KHG.
Gleich, welche der beiden Gruppen sich durchsetzt: MIP-Manager Karl-Heinz Grasser wird seinen Job praktisch sicher verlieren. Kurz nachdem Haider erklärte hatte, Grasser wäre bei einer "MIP neu" nicht mehr an Bord, meldete sich KHG zwar zu Wort und wollte von seinem Abschied nichts wissen. Aber Haider misst dem keinerlei Bedeutung bei: "Was Herr Grasser tun will, ist langsam irrelevant." Dem Vernehmen nach soll auch das Verhältnis zwischen Julius Meinl und seinem ehemals engen Freund Grasser merklich abgekühlt sein.

Bereits der kürzlich verstorbene Julius Meinl IV. hatte seinen Sohn gewarnt, dass er sich mit Grasser auch dessen Gegner aus Polit-Tagen hereinholen würde. Vor einer Woche wurde das Imageproblem eindrucksvoll bestätigt. Da titelte der "Kurier" auf der Titelseite: "Betrugsverdacht gegen Meinl und Grasser", obwohl die entsprechende Anzeige neun Monate alt ist. Hintergrund: Die Raiffeisen-Gruppe, zu der der "Kurier" gehört, ließ jenen ÖVP-Granden, die KHG gerne in die Politik zurückholen würden, ausrichten, was sie davon hält.

Überhaupt ist der Wahlkampf für Ver unangenehm.
SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim schießt sich voll auf die Affäre ein. Just in dieser Woche hielt er vor mehr als 100 Leuten die "1. Wiener Meinl- Geschädigten-Konferenz" ab. Der Tenor: Es müssen endlich Köpfe rollen, und zwar schnell. Für diese Forderung hat sich Jarolim sogar mit seinem früheren politischen Erzfeind, Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer, verbrüdert.

Warnung vor Heuschrecken.
Hans Haider weiß, wie eng die Abstimmung der Aktionäre am 28. Juli ausfallen könnte und legt sich deshalb ordentlich ins Zeug. Er warnt, dass unter den aufständischen Anlegern auch Heuschrecken sind, die MIP und MAI für den eigenen Profit zerschlagen wollen: "Die Hedgefonds spielen einen harten Poker. Dass dabei Tausende Kleinanleger vor die Hunde gehen, ist ihnen völlig egal."

Wolfgang Vilsmeier erklärt hingegen, wie es im Falle eines Sieges der Gegenseite weitergehen soll: "Bei MIP und MAI sind ja bei Weitem noch nicht alle Gelder in konkrete Projekte investiert. Wir prüfen daher alle Strategie-Optionen: Eine davon ist, ob die Rückzahlung der noch nicht investierten Gelder Sinn machen würde. Eine andere ist, dass wir schauen, ob die Gesellschaften in ihrem Bereich eine kritische Größe aus eigener Kraft erreichen könnten. Es gibt ja ähnliche, international aufgestellte Fonds, die weitaus größer sind. Mit denen könnte man eventuell gemeinsame Sache machen." Man werde auf jeden Fall im Sinne der Zertifikatsinhaber handeln.

Inseraten-Schlacht.
Nicht nur Haider wirbt rund um die Uhr für sein Konzept für eine Zukunft ohne Meinl. Seit wenigen Tagen ersucht auch Louis Turpen, Chairman der MAI, mittels großflächiger Inserate in diversen Tageszeitungen um Unterstützung auf der Hauptversammlung. Die Meinl Bank antwortet mit Anzeigen auf die vielen Vorwürfe. Wie viel sie sich die Kampagne kosten lässt, wird nicht verraten, nur so viel: "Die Inserate von MAI und MIP werden nicht von der Meinl Bank bezahlt", sagt Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl. Die gesamte Inseratenoffensive rund um die Meinl-Causa dürfte nach Informationen von FORMAT 50.000 Euro pro Tag verschlingen.

Ver schießt auch schnell mit Klagen.
Zuletzt hat es die Finanzmarktaufsicht (FMA) und Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger erwischt. Der Vorwurf: Die FMA habe das Amts- und Bankgeheimnis gebrochen, indem sie den Nationalbankbericht über die Gebarung der Meinl Bank an die Medien weitergegeben habe. Rasinger habe Teile des Berichts auf seiner Homepage veröffentlicht.

Der Anwalt von MEL-Anleger Erich Halatschek sieht für Meinl Chancen im Filmbusiness: "Einer meiner Mandanten bereitet gerade ein Filmdrehbuch vor." In einem Schreiben an die MEL-Manager heißt es: "Mein Mandant hat mich beauftragt, Ihnen bzw. Herrn Meinl das Erstkaufrecht für das Drehbuch anzubieten, zu einem Schnäppchenpreis von 280 Millionen Euro und mit einer Beteiligung am Einspielergebnis."

Bei dem Filmkonzept soll es sich um einen Thriller handeln. Der Protagonist ist der Kleinbanker Maximilian Schweindl von der gleichnamigen Schweindl Bank.

Die Selbstbedienungsläden MEL, MIP und MAI bleiben für Ver geschlossen. Er will aber als Investmentbanker weiter aktiv bleiben.

Kämpferisch.
Investorenvertreter Alexander Proschofsky will mit Meinl nichts mehr zu tun haben.

Gibt nicht auf.
MIP-Chairman Hans Haider will Aktionäre von seinem Modell für die Ära nach Meinl überzeugen.

Umstritten.
MIP-Board-Mitglied Karel Römer soll für die bedenklichen Überweisungen von MIP an Meinl verantwortlich sein.

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Gruß

  

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"Habt ihr gewusst, dass Jersey nicht in der Karibik liegt?"

Ernst gemeint?

Gibt da noch ein paar andere, steuerrechtlich u. gesellschaftsrechtlich, ähnlich gelagerte Inseln, siehe Kanalinseln....

  

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>Ernst gemeint?

Ja, das ist eine Kanalinsel, ich habe das irgendwo bei den Virgin Islands vermutet und mich schon gewundert, wieso so viele bei der HV (s)aßen.

  

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"aßen"

-> Das Buffet auf der Kanalratteninsel soll aber äußerst mager ausgefallen sein

Und willkommen haben sie sich auch nicht wirklich gefühlt, da macht Essen noch weniger Freude

Da hätt ich keinen Bissen runtergebracht, echt, wenn mir die Galle hochgeht

Aufs Essen muß man sich ja konzentrieren, um genießen zu können ...

  

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Heuschrecken könnten Meinl-Anlegern helfen
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.7.08 14:20)

Die Hauptversammlung von Meinl European Land (MEL) hat gezeigt, dass der Schutz für Kleinanleger dürftig ist. Geringer als berichtet ist laut OeNB-Bericht auch die Lizenzgebühr, die MEL für Meinl-Name und -Logo bezahlte

Wien - Von jenen rund 150.000 Anlegern, die durch die Kursverluste bei Meinl European Land geschädigt und teilweise ihre Altersvorsorge verloren haben, war bei der Hauptversammlung in Jersey wenig zu merken. Hie und da taten einzelne Anlegervertreter ihren Unmut kund. Abgestimmtes Verhalten, Proteste oder zumindest symbolische Zeichen blieben aus.

Der Grund liegt wohl darin, dass der Anlegerschutz in Österreich auf nur wackeligen Beinen steht. Es gibt keinen Verband oder keine Behörde, die das notwendige Geld und den notwendigen juristischen Beistand hat, um bei umstrittenen Transaktionen der Gegenseite - etwa den MEL-Direktoren - auf Augenhöhe begegnen zu können. Damit fehlt auch die Basis für ernsthafte Auseinandersetzungen in langwierigen Verfahren.

Das Prinzip "Jeder kämpft für sich selbst" hat auch bei MEL - ab sofort: Atrium European Real Estate - gezeigt, dass damit am Ende für den kleinen Anleger am wenigsten herauskommt. Prozessfinanzierung hier, Schadenersatzklagen dort, Stimmrechtsübertragung und Anfechtungsgerüchte - die Sparer, die an Meinl European Land geglaubt haben, sind meist keine Kapitalmarktexperten und überfordert. Diese Anleger sind ob der Tatsache, dass ihre Ersparnisse dahinschmelzen, schon betroffen genug.

Kommt hinzu, dass es hierzulande generell an Fachwissen über den Kapitalmarkt fehlt und dennoch Kleinanleger - etwa für die Pensionsvorsorge - in den Kapitalmarkt gedrängt werden. Über die Rechte und Möglichkeiten als Aktionär wissen viele schlicht nicht Bescheid.

Was bleibt, ist die Hoffnung auf Retter. Diese könnten im Falle von Meinl International Power und Meinl Airports International ausgerechnet in jenen Investoren gefunden werden, die gemeinhin als "Heuschrecken" oder "Rebellen" betitelt werden. Diese Fonds schließen sich zusammen, kämpfen gemeinsam und haben vor allem den finanziellen Background und juristisches Know-how.
Ihr Geschäft: Bei niedrigen Kursen einsteigen, bei Kurssteigerungen Gewinne mitnehmen. Ihr Ziel: Den Kurs nach oben bringen.


Ihr Problem: das Image. Oft wird zur Wertsteigerung eines Investments versucht, ein Unternehmen zu zerschlagen, Teile zu verkaufen, strategische Partner zu finden. Denn der Kurs muss nach oben gebracht werden, damit die Investoren zu ihrem Gewinn kommen - Pläne werden aber nicht immer offengelegt.


Ob diese Vorgangsweisen Kleinaktionären etwas bringen, darüber kann freilich diskutiert werden. Ein Beispiel: Ein Anleger kauft Aktien um zehn Euro je Stück. Der Kurs fällt auf die Hälfte, das investierte Kapital schmilzt dahin. Heuschrecken schwirren aus, steigen bei dem Unternehmen ein, treiben den Kurs auf acht Euro und verkaufen. Die Heuschrecken stecken somit drei Euro Gewinn je Aktie ein. Der Kleinanleger sitzt zwar noch auf Kursverlusten, kommt aber mit einem blauen Auge davon, weil er statt bei fünf Euro auch bei acht aussteigen kann. Seine Verluste werden ein wenig begrenzt. Dass solch große Fonds sich nicht per se für Kleinanleger einsetzen, liegt am Geschäftsmodell. Aber als Trittbrettfahrer scheint das Retailpublikum mit den Aktionen der "Rebellen" nicht immer schlecht wegzukommen. Wie eventuell bei den Meinl-Gesellschaften.

Gebühren für Logo und Name


Apropos: Dem Standard ist im Bericht "Saftige Gebührenerhöhung zulasten der MEL-Aktionäre" vom 16. Juli 2008 ein Fehler unterlaufen. Die Notenbanker kommen in ihrem Prüfbericht nicht, wie berichtet, zum Schluss, die Meinl European Land (MEL) hätte für die Verwendung von Meinl-Name und -Logo statt 23 Millionen Euro nur eine Million zahlen müssen. Die "Plausibilisierung" der Bankprüfer hat vielmehr ergeben, dass lediglich 22 Mio. Euro an Lizenzgebühren zu bezahlen gewesen wären. Im erwähnten Kapitalmarktprospekt wurde diese Änderung (der Berechnungsbasis für die Lizenzgebühr, Anm.) nicht aufgenommen. Dieser war bereits vor der genannten Vertragsänderung erschienen, nämlich im Jänner 2007. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.7.2008)

  

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