Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII | aktie.at Forum
Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.11 11:48)

Danke an User "Luke Skywalker" für die interimistische Moderation des legendären "Bären-Thread".

Ich erlaube mir, die Moderation im Thread VII zu übernehmen...

Nach der Devise: "ob rauf oder runter - hauptsache wir spekulieren auf die richtige Richtung"


Netter Text zum Shorten:

Quelle: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_168652

Link über offene Short-Positionen an der NASDAQ:

http://www.nasdaqtrader.com/asp/short_interest.asp

Geschichte ALLER bedeutenden Baissen, Krisen, Börsen-Crashes:

http://www.zeitenwende.ch/page/index.cfm?SelNavID=1252


lg
Ottakringer im Bärenfell

Link zum Vorgänger-Thread:

http://forum.aktien-online.at/dcboard.php?az=show_topic&forum=124&topic_id=31755&mode=ful l&page=2


  

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Antworten zu diesem Thema
Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII, ModeratorRang: Ottakringer(38), 01.11.11 11:48
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
Die Sache mit der Inflationgut analysiert
29.1.08 22:49
1
Deutsche Börse
29.1.08 23:37
2
RE: Deutsche Börse
30.1.08 12:37
3
RE: Deutsche Börse
30.1.08 12:38
4
      RE: Deutsche Börse
30.1.08 12:47
5
welche Aktie wird denn am meisten fallen ...
30.1.08 12:59
6
RE: welche Aktie wird denn am meisten fallen ...
30.1.08 13:28
7
      doch Stagflation?
30.1.08 13:32
8
      klingt nicht so gut ...
30.1.08 14:32
9
      RE: klingt nicht so gut ...
30.1.08 14:37
10
      RE: klingt nicht so gut ...
30.1.08 14:40
11
      RE: klingt nicht so gut ...
30.1.08 14:42
12
      RE: klingt nicht so gut ...
30.1.08 14:42
13
      RE: klingt nicht so gut ...
30.1.08 14:38
14
      =DJ DATA SNAP: US GDP Slows Sharply During Fourth Quart...
30.1.08 14:44
15
      Kaufgelegenheit. Warum sollte es diesmal anders sein?gut analysiert
31.1.08 09:06
16
      RE: Kaufgelegenheit. Warum sollte es diesmal anders sei...
31.1.08 09:13
17
      Kreditschock: S&P prüft Rating für Papiere von 500 Mill...interessant
31.1.08 12:22
18
      RE: Kreditschock: S&P prüft Rating für Papiere von 500 ...
31.1.08 13:02
19
      Der Teufel liegt im Detail
31.1.08 16:47
20
      RE: Kreditschock: S&P prüft Rating für Papiere von 500 ...
31.1.08 17:04
21
      Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
31.1.08 21:16
22
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
31.1.08 21:20
23
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
31.1.08 22:00
24
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
31.1.08 22:05
25
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
31.1.08 22:07
26
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
31.1.08 22:46
27
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...gut analysiertgut analysiert
31.1.08 23:36
28
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
31.1.08 23:44
29
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
31.1.08 23:52
30
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...
01.2.08 00:12
31
      RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist w...gut analysiert
01.2.08 00:29
32
      RE:Alan Greenspan über die Gründe für die gegenwärtige ...interessant
31.1.08 22:47
33
      Deutsche Bank vor Gewinnwarnung?
01.2.08 00:34
34
      DAX Sprung
01.2.08 12:36
35
      RE: DAX Sprung
01.2.08 13:03
36
      RE: DAX Sprung
01.2.08 13:13
37
      RE: DAX Sprung
01.2.08 13:57
38
      Arbeitsmarktdaten und Entwicklung der Häuserpreise in U...
01.2.08 14:55
39
      Buy! Buy! Buy!witzig
01.2.08 17:28
40
      RE: Buy! Buy! Buy!
01.2.08 17:29
41
      RE: Buy! Buy! Buy!
02.2.08 09:21
42
      RE: Buy! Buy! Buy!
02.2.08 10:18
43
      RE: Buy! Buy! Buy!
02.2.08 10:58
44
      RE: Buy! Buy! Buy!
02.2.08 12:27
45
      Analysten überwiegend eher niedrigere Kurse in der näch...interessant
02.2.08 13:58
46
      RE: Analysten überwiegend eher niedrigere Kurse in der ...
02.2.08 18:05
47
      Internetbank zieht 160.000 Kunden Kreditkarten eininteressant
03.2.08 09:35
48
      RE: Buy! Buy! Buy!
03.2.08 11:55
49
      Kapitalanlegertagung Zürich - die zukünftigen Trends
03.2.08 20:56
50
      Strategien für stürmische Börsen
04.2.08 00:20
51
      RE: Strategien für stürmische Börsen
04.2.08 09:28
52
      New York Giants gewinnen - Hausse 2008?
04.2.08 18:14
53
      Subprime-Krise zieht weitere Kreise
04.2.08 21:35
54
      Societe Generale: Spekulationsverluste dürften viel höh...
04.2.08 21:39
55
      RE: Societe Generale: Spekulationsverluste dürften viel...
04.2.08 22:15
56
      Kaufen,wenn die Chefs kaufen?witzig
05.2.08 15:02
57
      RE: Kaufen,wenn die Chefs kaufen?
05.2.08 15:04
58
      RE: Kaufen,wenn die Chefs kaufen?
05.2.08 16:47
59
      RE: Kaufen,wenn die Chefs kaufen?
05.2.08 17:13
60
      DOW Futures schmieren ab
05.2.08 15:05
61
      RE: DOW Futures schmieren ab
05.2.08 15:16
62
      RE: DOW Futures schmieren ab
05.2.08 15:18
63
      RE: DOW Futures schmieren ab
05.2.08 15:20
64
      RE: DOW Futures schmieren ab
05.2.08 15:20
65
      Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
05.2.08 15:04
66
      RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....gut analysiertinteressant
05.2.08 15:57
67
      RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
05.2.08 15:26
68
      RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
05.2.08 15:51
69
      RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
05.2.08 15:50
70
      RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
05.2.08 15:51
71
      Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
05.2.08 17:59
72
      RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
05.2.08 18:03
73
      RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
05.2.08 22:28
74
      RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
05.2.08 22:32
75
      Jim Rogers im Interviewinteressant
05.2.08 22:48
76
      RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
05.2.08 22:45
77
      US-Rezession greift um sich: Neuerlich kräftige Zinssen...
05.2.08 23:38
78
      RE: US-Rezession greift um sich: Neuerlich kräftige Zin...
06.2.08 08:47
79
      RE: US-Rezession greift um sich: Neuerlich kräftige Zin...
06.2.08 08:49
80
      Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm ...interessant
06.2.08 21:10
81
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...gut analysiert
06.2.08 21:21
82
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:08
83
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:11
84
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:17
85
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:21
86
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:20
87
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:29
88
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:47
89
      Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
06.2.08 22:51
90
      RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
06.2.08 23:08
91
      RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
06.2.08 23:11
92
      RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
06.2.08 23:16
93
      RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
06.2.08 23:19
94
      RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
07.2.08 10:01
95
      RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
07.2.08 13:56
96
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 22:54
97
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 23:03
98
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 23:04
99
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
07.2.08 14:06
100
      Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschaue...
07.2.08 14:18
101
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 14:30
102
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 14:33
103
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 14:34
104
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 14:44
105
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...gut analysiert
07.2.08 14:46
106
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 15:02
107
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 14:48
108
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 14:57
109
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 15:11
110
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 16:15
111
      RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zusc...
07.2.08 16:22
112
      Druck auf die EZB wächst - Leitzinssenkung ab Jahresmit...
07.2.08 16:32
113
      RE: Druck auf die EZB wächst - Leitzinssenkung ab Jahre...
07.2.08 21:18
114
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 23:06
115
      RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonf...
06.2.08 23:26
116
      Milliardenschweres US-Konjunkturprogramm verabschiedet
08.2.08 10:06
117
      Insider-Barometer nahe dem Allzeithoch
11.2.08 08:57
118
      WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Die Banken hatten einfach...interessant
11.2.08 17:57
119
      Grüner:Ausnahmezustand!
12.2.08 15:30
120
      RE: Grüner: Ausnahmezustand!
12.2.08 15:35
121
      RE: Grüner: Ausnahmezustand!
12.2.08 20:08
122
      warren buffet vs. jim rogers
12.2.08 20:47
123
      Paniksyndrom?interessant
12.2.08 21:07
124
      RE: warren buffet vs. jim rogers
12.2.08 22:14
125
      Warren Buffett will dick ins Geschäft - kauft aber nur ...interessant
12.2.08 21:15
126
      RE: warren buffet vs. jim rogers
12.2.08 21:28
127
      Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?interessant
12.2.08 22:18
128
      RE: Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?
13.2.08 08:05
129
      RE: Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?
13.2.08 09:03
130
      RE: Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?
13.2.08 10:39
131
      Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
13.2.08 13:43
132
      RE: Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
13.2.08 13:53
133
      RE: Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
13.2.08 15:08
134
      RE: Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
13.2.08 15:09
135
      Thomas Müller:Jetzt beste Möglichkeiten...interessant
13.2.08 18:36
136
      Einblicke in die US-Immobilienkriseinteressant
14.2.08 00:36
137
      Dividende ATXgut analysiertgut analysiert
14.2.08 09:14
138
US-Einzelhandelsumsätze im Januar überraschend gestiege...
13.2.08 15:35
139
RE: US-Einzelhandelsumsätze im Januar überraschend gest...
14.2.08 10:05
140
      Warren Buffetts listiges Angebot an die Monoliners
14.2.08 20:37
141
      RE: Warren Buffetts listiges Angebot an die Monoliners
14.2.08 23:45
142
      Wall of Worry - DER Indikator für Kursanstieg?gut analysiert
15.2.08 00:57
143
      Buffett kauft weiter Aktien: Lebensmittel, Pharma, Bank...
15.2.08 10:30
144
      Bank of America: Subprime-Krise hält an u. führt zu Rek...interessant
15.2.08 12:37
145
      RE: Dow Umsatz in den ersten 10 min 3x höher als normal
15.2.08 15:49
146
      RE: Dow Umsatz in den ersten 10 min 3x höher als normal
15.2.08 16:03
147
      US-Verbrauchervertrauen
15.2.08 16:42
148
      RE: US Börsen gehen ins lange WEgut analysiert
15.2.08 23:05
149
      RE: US Börsen gehen ins lange WE
16.2.08 09:35
150
      RE: US Börsen gehen ins lange WE
16.2.08 18:52
151
      RE: US Börsen gehen ins lange WE
18.2.08 19:15
152
RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...interessant
18.2.08 19:00
153
Bankenkrise: Es drohen weitere 203 Milliarden US-Dollar...interessant
18.2.08 22:42
154
      February 11th Blogger Sentiment Poll
18.2.08 23:53
155
Subprime war erst der Anfang? Kommen faule CDS?interessant
19.2.08 13:15
156
Kommt die zweite Welle?interessantinteressant
19.2.08 17:14
157
      Öl - noch liest man nix
19.2.08 19:55
158
      RE: Öl - noch liest man nix
19.2.08 20:13
159
      RE: Öl - noch liest man nixinteressant
19.2.08 21:01
160
      Grund für DOW Verfall
19.2.08 21:03
161
      RE: Grund für DOW Verfall
19.2.08 21:09
162
      RE: Grund für DOW Verfall
19.2.08 21:13
163
      RE: Grund für DOW Verfall
19.2.08 21:16
164
      Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar gestiegen
19.2.08 21:18
165
      RE: Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar gestiegen
19.2.08 21:29
166
      RE: Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar gestiegen
19.2.08 21:38
167
      Sentiment: Bullen ziehen sich wieder zurück - positiv
20.2.08 11:17
168
Crash Teil II
20.2.08 15:24
169
RE: Crash Teil II
20.2.08 15:39
170
      Next Stop 6440 Punkte
20.2.08 15:55
171
      RE: Next Stop 6440 Punkte
20.2.08 16:03
172
      RE: Next Stop 6440 Punkte
20.2.08 16:18
173
      RE: Next Stop 6440 Punkte
20.2.08 16:25
174
      RE: Next Stop 6440 Punkte
20.2.08 16:28
175
RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
20.2.08 18:44
176
US-Konjunktur trübt sich weiter ein
21.2.08 20:10
177
      Gehen abschreibungen zurück
22.2.08 08:49
178
      .
22.2.08 19:25
179
      RE: .
22.2.08 19:46
180
Alamierung
22.2.08 13:26
181
RE: Alamierung
22.2.08 13:36
182
      RE: Alamierung
22.2.08 13:40
183
      INTELLIGENTES GELD / DUMMES GELDinteressantinteressant
23.2.08 00:19
184
      Stagflation in einer Seitwärtsbewegung und satte Bankeninteressant
23.2.08 00:25
185
      Gewinnen Sie durch Gelassenheit
23.2.08 00:39
186
      Kreditderivate lassen ruhige Hand der Fed zittern
23.2.08 00:44
187
      Mortgagemarket-Werbemaschine läuft auf Hochtouren
23.2.08 09:40
188
      Wall Street: Plötzlicher Sinneswandel
24.2.08 19:59
189
      Blut, Schweiß und dann der Super GAU
24.2.08 20:11
190
      US-Ausblick: Die Konjunkturzahlen verheissen nichts Gut...
24.2.08 22:45
191
USA: Sinkende Realeinkommen und Vermögen
25.2.08 12:21
192
Bären am Vormarsch - bullish
25.2.08 22:05
193
      Jim Rogers: Ich rate jungen Leuten, Bauer zu werdeninteressantinteressantwitzig
26.2.08 00:24
194
      Ad Crash II
26.2.08 12:56
195
      RE: Ad Crash II
26.2.08 13:10
196
      RE: Ad Crash IIgut analysiert
26.2.08 15:21
197
Bernanke
27.2.08 17:41
198
Ben Bernanke erwartet Bank-Pleiten
28.2.08 18:11
199
      RE: Ben Bernanke erwartet Bank-Pleiten
28.2.08 18:29
200
      RE: Ben Bernanke erwartet Bank-Pleiten
28.2.08 21:23
201
Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster
28.2.08 18:42
202
Thomas Müller spricht
28.2.08 19:30
203
Mit Rentnern gegen die Bankenkrise
28.2.08 20:11
204
Jetzt beste Möglichkeiten...
28.2.08 21:12
205
Schlimmer als gedacht?interessantgut analysiert
28.2.08 21:13
206
RE: Schlimmer als gedacht?
29.2.08 13:50
207
RE: Jetzt beste Möglichkeiten...gut analysiert
28.2.08 21:36
208
EUR/USD
28.2.08 22:51
209
Ausbruch wohin?
29.2.08 15:16
210
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 15:21
211
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 15:24
212
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 15:30
213
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 15:32
214
RE: Ausbruch wohin? @gewinn
29.2.08 15:38
215
RE: Ausbruch wohin? @gewinn
29.2.08 15:47
216
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 15:42
217
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 15:51
218
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 15:52
219
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 17:15
220
RE: Ausbruch wohin?
29.2.08 17:17
221
Geier-Fonds lauern auf fette Beute
29.2.08 17:42
222
RE: Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster
02.3.08 08:55
223
      RE: Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster
02.3.08 09:05
224
      RE: Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desastergut analysiert
02.3.08 11:08
225
      Für eine Trendwende an der Wall Street spricht nicht vi...
02.3.08 18:59
226
      Gesamtmarkt 600 Milliarden Dollar an Verlusten
03.3.08 12:17
227
      das dürfte der Grund für den - kurzfristigen ? - Anstie...
03.3.08 16:48
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      RE: das dürfte der Grund für den - kurzfristigen ? - An...
03.3.08 16:51
229
      RE: das dürfte der Grund für den - kurzfristigen ? - An...
03.3.08 17:06
230
      Bären über 52% - positiv
03.3.08 17:19
231
      Auch Buffet wartet auf billigere Kurse ...
03.3.08 22:09
232
UBS Studie: Weltwährungen stehen in grobem Missverhältn...interessant
04.3.08 10:51
233
RE: UBS Studie: Weltwährungen stehen in grobem Missverh...
04.3.08 10:55
234
RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 17:40
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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 17:49
236
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 17:54
237
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 18:20
238
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 22:13
239
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 22:17
240
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 22:29
241
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
04.3.08 22:35
242
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...witzig
04.3.08 22:42
243
      Inflation und trotzdem nichts gewonnen
04.3.08 23:18
244
      RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
04.3.08 23:27
245
      RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
04.3.08 23:29
246
      RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
05.3.08 07:19
247
      RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
05.3.08 07:52
248
      RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
05.3.08 09:10
249
      RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
05.3.08 21:34
250
      RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse...
05.3.08 08:44
251
Ob das heut noch was wird? :-)
05.3.08 09:13
252
RE: Ob das heut noch was wird? :-)
05.3.08 10:52
253
      RE: Ob das heut noch was wird? :-)
05.3.08 11:23
254
      RE: Ob das heut noch was wird? :-)
05.3.08 11:50
255
      Bullenalarm!!!
05.3.08 17:24
256
      RE: Bullenalarm!!!
05.3.08 17:33
257
      RE: Bullenalarm!!!
05.3.08 17:36
258
      RE: Bullenalarm!!!
05.3.08 17:36
259
      Versteckter Kreditboominteressant
05.3.08 19:18
260
      DOW
05.3.08 19:36
261
      RE: ambac -15% ot
05.3.08 19:52
262
      Ambac beschließt Kapitalhilfe
05.3.08 20:22
263
      RE: Ambac beschließt Kapitalhilfe
05.3.08 21:06
264
      RE: Ambac beschließt Kapitalhilfe
05.3.08 23:02
265
      Leitzins unverändert 4,0
06.3.08 14:11
266
      Marc Faber - Scharfe Kritik an Bernanke
06.3.08 20:25
267
      18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
07.3.08 19:07
268
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
07.3.08 19:19
269
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
07.3.08 19:21
270
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
07.3.08 20:27
271
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
07.3.08 20:55
272
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktiengut analysiertgut analysiert
07.3.08 20:57
273
      Hey gato...
07.3.08 21:09
274
      RE: Hey gato...
07.3.08 21:23
275
      RE: Hey gato...
07.3.08 21:30
276
      RE: Hey gato...
07.3.08 22:03
277
      RE: Hey gato...gut analysiert
07.3.08 22:33
278
      RE: Hey gato...
07.3.08 22:41
279
      RE: Hey gato...
07.3.08 22:53
280
      RE: Hey gato...
08.3.08 17:22
281
      RE: Hey gato...witzig
08.3.08 20:18
282
      RE: Hey gato...
08.3.08 14:31
283
      RE: Hey gato... usw.gut analysiertgut analysiert
08.3.08 15:54
284
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
07.3.08 21:21
285
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktiengut analysiert
07.3.08 23:33
286
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
08.3.08 08:59
287
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktienwitzig
08.3.08 23:06
288
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktiengut analysiert
08.3.08 10:23
289
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
08.3.08 11:20
290
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
08.3.08 13:28
291
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktieninteressantgut analysiert
09.3.08 08:06
292
      RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
08.3.08 14:57
293
Die brasilianische Börse gebärt viele Millionäre
08.3.08 16:52
294
Insider-Barometer:Kauflust wie nie zuvor
08.3.08 19:06
295
RE: Die brasilianische Börse gebärt viele Millionäre
08.3.08 19:18
296
      RE: Die brasilianische Börse gebärt viele Millionäre
08.3.08 19:55
297
      Ihr...
08.3.08 22:48
298
      NYT: FBI ermittelt gegen US-Hypothekenbank Countrywide
09.3.08 09:19
299
      @gustav.gans
09.3.08 10:16
300
      Merrill Lynch: Kreditkrise weitet sich aus
09.3.08 12:28
301
      nächste börsenkrise?
09.3.08 12:30
302
      RE: Ihr...
09.3.08 17:20
303
      RE: Ihr...
09.3.08 17:38
304
Jetzt rollt die nächste Börsenkrise aninteressant
10.3.08 10:16
305
42% Bären - positiv
10.3.08 14:57
306
      Zinssatz von einem Prozent keine Illusion mehr
11.3.08 09:07
307
      Bankrotterklärung
11.3.08 21:14
308
      Put-Erklärung :-)
11.3.08 21:22
309
      RE: Bankrotterklärung
11.3.08 21:26
310
      RE: Bankrotterklärung
11.3.08 21:30
311
      RE: Bankrotterklärung
11.3.08 21:37
312
      RE: Bankrotterklärung
11.3.08 21:39
313
      RE: Bankrotterklärung
11.3.08 21:42
314
      RE: Bankrotterklärung
11.3.08 21:51
315
      RE: @el gato: gebs offen zu, ned gut!
11.3.08 22:01
316
      Den Bären geht die Kraft aus
11.3.08 22:37
317
      Thread closed - bitte in Nr. 8 weiterschreiben
11.3.08 23:02
318
      RE: Den Bären geht die Kraft aus
11.3.08 23:13
319
      RE: Bankrotterklärung
12.3.08 08:12
320
      RE: Bankrotterklärung
12.3.08 09:14
321
      RE: Bankrotterklärung
12.3.08 12:10
322
Miese Stimmung
05.5.08 15:21
323
RE: Miese Stimmung
05.5.08 18:49
324
      RE: Miese Stimmung
05.5.08 18:50
325
      "Es könnte eine Rally für die Doofen sein"
05.5.08 22:41
326
      RE: "Es könnte eine Rally für die Doofen sein"
06.5.08 00:11
327
Ökonomen weisen Spekulationen über US-Arbeitsmarktdaten...
16.5.08 22:17
328

Die Sache mit der Inflation gut analysiert
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.1.08 22:49)


Aktuell wird in den Medien viel darüber diskutiert, wie der Kursrutsch an den Börsen während der letzten Tage zu interpretieren sei.

Natürlich haben auch wir uns hierüber sehr viele Gedanken gemacht. Und prinzipiell wollen wir an unserer Einschätzung festhalten, wonach Aktien und Rohstoffe langfristig weitere Kurssteigerungen sehen werden. Nicht deshalb, weil die Unternehmensgewinne von jetzt aus noch stark zulegen werden, sondern in erster Linie aus monetären Gesichtspunkten, d.h. wir erwarten für die kommenden Jahre ein massives Anziehen der Inflation. Für weitere Ausführungen hierzu sei auf die letzten Smart Investor-Hefte verwiesen.

Zur Verdeutlichung: Der amerikanische Konsumentenpreis-Index CPI - welcher landläufig mit der Inflationsrate gleichgesetzt wird - wächst derzeit auf annualisierter Basis mit rund 4% pro Jahr. Der Fed-Zins liegt nach der größten Fed-Zinssenkung aller Zeiten von letzter Woche nun bei 3,5% und vielleicht kommt es morgen zu einer nochmaligen Herabstufung. Das bedeutet also, dass die Teuerungsrate deutlich über den kurzfristigen Zinsen liegt. Alles klar? Das wirkt mittel- bis langfristig ganz klar inflationär, darüber muss man eigentlich nicht mehr debattieren. Diskutierenswert ist allerdings, warum sich die Fed zu einem solch dramatischen Zinsschritt wie dem von letzter Woche hat hinreissen lassen (müssen). Ganz offensichtlich steht es um die amerikanische Wirtschaft sehr schlecht. Ansonsten würde man es nicht zu negativen Realzinsen kommen lassen. Aber wie dem auch sei: für Rohstoffe und insbesondere Edelmetalle sind negative Realzinsen der beste Nährboden, den man sich vorstellen kann.

Allerdings stellt sich die Frage, ob das derzeitige Umfeld auch kurzfristig für Aktien positiv zu werten ist. Und wie gesagt: Langfristig glauben wir dies schon, da Unternehmen und damit deren Aktien, zumindest wenn es sich um gesunde Unternehmen handelt, in der Regel Inflation weitergeben können. Allerdings zu Lasten der ungesunden (und auch von stark zyklischen) Unternehmen, welche in einem inflationären Umfeld sterben wie die Fliegen. Zu deutsch: wenn die Inflation sich dynamisieren sollte, womit akut noch nicht zu rechnen ist, dann sind Aktien bestimmt nicht die schlechteste Wahl. Allerdings sieht es für die kommenden Monate eher nach einer Wachstumsdelle in der Weltwirtschaft, verursacht durch die USA, aus. Und daher könnten auch die Aktienbörsen erst einmal noch stärker in Mitleidenschaft gezogen werden. Konkret:

Viele Indizes haben in der letzten Woche obere Umkehrformationen abgeschlossen oder Aufwärtstrends gebrochen und damit Verkaufssignale gegeben. Dies werten wir als Hinweis dafür, dass es zunächst einmal zu einer Trendwende nach unten gekommen ist. Etwas theoretischer und umfassender finden Sie unsere Argumentation auch im soeben erschienenen Heft in der Rubrik "Das große Bild". Wie das Beispiel des S zeigt, wurde eine Topformation (Doppelspitze) ausgebildet. Und aus dieser oberen Umkehrformation heraus wurde nun letzte Woche das Verkaufssignal zusammen mit einem Bruch des Aufwärtstrends geliefert. Das ist im Prinzip klassische Charttechnik, die sich hier abspielt.

Um es zusammenzufassen: Die langfristigen Aussichten sind aufgrund von Inflation gut für Aktien. Auf Sicht der kommenden Monate jedoch erwarten wir noch deutlich schwächere Kurse. Insofern halten wir die letzte Woche nicht für einen Ausrutscher. Auch wenn Herr Kerviel von der Societe Generale sicherlich etwas mit seiner Schieflage dazu beigetragen haben dürfte, so sind die Signale weltweit doch zu eindeutig.

  

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Deutsche Börse
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.1.08 23:37)

Das ZJ erwähnt ein Reverse Bonus Zerti auf Deutsche Börse: CG71CN

Man kriegt 23% Gewinn pro Jahr, wenn die Aktie nicht um 40% steigt. Das klingt in Ordnung, denke ich.

  

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RE: Deutsche Börse
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 12:37)

Das Ding hat übrigens nur etwa 0,1% Spread bei der City Group, das finde ich recht fair!

  

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RE: Deutsche Börse
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 12:38)

>Das ZJ erwähnt ein Reverse Bonus Zerti auf Deutsche Börse:
>CG71CN
>
>Man kriegt 23% Gewinn pro Jahr, wenn die Aktie nicht um 40%
>steigt. Das klingt in Ordnung, denke ich.

Was kriege ich, wenn sie es doch tut? Klingt aber grundsätzlich ok.

  

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welche Aktie wird denn am meisten fallen ...
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 12:59)

wenn es heute zu keiner Zinssenkung kommt bzw. einer geringeren als erwartet bzw. wenn US im 4ten Quartal ein GDP unter 1,2 aufweist?

Dann wird es wohl allgemein ordentlich runter gehen - die Frage ist nur, welche Aktien speziell sehr viel verlieren werden.

  

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RE: welche Aktie wird denn am meisten fallen ...
Rang: birdie(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 13:28)

Banken sind in letzter Zeit recht ordentlich gestiegen und anfällig für eine Korrektur. Bei geringerer Zinssenkung kämen wieder Befürchtungen einer Liquiditätskrise auf, IMHO. Auch die Kreditkartenfirmen, und in weiterer Folge die Handelsketten kämen unter Druck, wenn der US Konsument nicht mehr soviel ausgeben kann.

Aber 0,5% Senkung heute sind so gut wie sicher. Schau ma mal!
LG birdie

  

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doch Stagflation?
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 13:32)


Die OPEC wird die Ölförderquote nicht erhöhen, im Gegenteil, der Ölminister von Katar denkt sogar eine Kürzung an.

Nun, wenn das kein "Inlfationsfeuer" ist, was dann? Dollar runter, Rohstoffpreise rauf. Vielleicht können die Nahen Ostler gar nicht mehr viel erhöhen, weils sonst "peaked"

mfg
el gato

  

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klingt nicht so gut ...
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 14:32)

Economic Data (US, 4Q A): GDP Annualized at 0.6% vs. 1.2% expected. Prior at 4.9%. Personal Consumption out at 2.0% vs. 2.6% expected. Prior at 2.8%.


Economic data (US,4Q): * GDP Price Index out at 2.6% vs. 2.6% expected vs. 1.0% prior read. * Core PCE QoQ out at 2.7% vs. 2.5% expected vs. 2.0% prior read.

  

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RE: klingt nicht so gut ...
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 14:37)

Einerseits natürlich nicht so toll, andererseits erleichtert es die heutige Zinssenkung.

  

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RE: klingt nicht so gut ...
1percentmargin(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 14:40)

achja..die zinssenkung wirds ja richten...


find ich beängstigend, wieviele sich das einreden.

  

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RE: klingt nicht so gut ...
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 14:42)

>achja..die zinssenkung wirds ja richten...
>
>
>find ich beängstigend, wieviele sich das einreden.


Die Konkunktur in Amerika ist mir egal. Mich interessieren die Aktienkurse, und die können von einer Zinssenkung nur profitieren.

  

Beitrag dem Admin melden | Urheberrechtsverletzung melden
        
RE: klingt nicht so gut ...
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 14:40)

aber was bleibt nach dieser Zinssenkung an Fantasie für die nächsten Wochen?

Die bis dato gemeldeten Unternehmenszahlen sind etwas durchwachsen, die großen Wirtschaftsparameter in den USA sind schlecht, die Banken in China und Deutschland werden noch einmal gröbere Verluste im Zusammenhang mit der Subprime Krise melden, ... ?

Im Augenblick wird schon wieder jede negative Meldung "positiv" gesehen, weil dann kommt die Zinssenkung auf alle Fälle. Ich finde das ist eine relativ kurzsichtige Betrachtungsweise

  

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RE: klingt nicht so gut ...
1percentmargin(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 14:38)

schaut echt ned schön aus. schlechte gdp growth seit 5 jahren -.-

  

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=DJ DATA SNAP: US GDP Slows Sharply During Fourth Quarter
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.1.08 14:44)

30 Jan 2008 13:30 GMT


=DJ DATA SNAP: US GDP Slows Sharply During Fourth Quarter
====================================================================
Gross Domestic Product 4Q 3Q 2Q ! Consensus: !
Overall GDP Growth +0.6% +4.9% +3.8% ! +1.2% !
PCE Price Index +3.9% +1.8% +4.3% ! Actual: !
! +0.6% !
====================================================================

By Jeff Bater
Of DOW JONES NEWSWIRES

WASHINGTON (Dow Jones)--The U.S. economy braked sharply last autumn, pulling growth for all of 2007 to its lowest speed in five years as the housing slump took a heavy toll.

Gross domestic product rose at a seasonally adjusted 0.6% annual rate October through December, the Commerce Department said Wednesday in the first estimate of fourth-quarter GDP.

Aside from the housing slump, slowing consumer spending, inventory liquidation and lower overseas sales restrained the economy. The 0.6% pace was not only much slower than the third-quarter's racing 4.9%, it was far below expectations on Wall Street. The median estimate of economists surveyed by Dow Jones Newswires was 1.2% GDP growth during the autumn months.

Inflation gauges within Wednesday's GDP data indicated acceleration in prices.

The economy grew 2.2% in 2007, the lowest rate since 1.6% in 2002. GDP in 2006 had increased 2.9%.

GDP acts as a scoreboard for the economy by measuring all goods and services produced. Its housing component, residential fixed investment, dropped by 23.9% in the fourth quarter, reducing overall GDP by 1.18 percentage points. Third-quarter investment had fallen by 20.5%, taking 1.08 percentage points out of GDP. The 23.9% drop was the worst since a 35.1% plunge during fourth-quarter 1981.

The biggest GDP component, consumer spending, decelerated in the fourth quarter, rising 2.0% after increasing 2.8% in the third quarter. Purchases of durable goods rose 4.2% in the fourth quarter, after increasing by 4.5% July through September. Fourth-quarter non-durables spending rose by 1.9%. Services spending climbed 1.6%. Overall, consumer spending contributed 1.37 percentage points to GDP October through December; it had contributed 2.01 percentage points in the third quarter.

International trade contributed 0.41 percentage point to GDP in the fourth quarter. U.S. exports increased 3.9% and imports increased 0.3%. In the third quarter, trade had added 1.38 percentage points to GDP; exports in that period were 19.1% higher and imports rose by 4.4%.

Fourth-quarter business spending rose 7.5%. Investment in structures went 15.8% higher. Equipment and software outlays rose by 3.8%. Overall third-quarter outlays by businesses rose 9.3%.

Businesses liquidated inventories. Stockpiles of all goods decreased by $3.4 billion, after going up by $30.6 billion in the third quarter and $5.8 billion in the second quarter. The drawdown subtracted 1.25 percentage points from GDP after adding 0.89 percentage point in the third quarter.

Real final sales of domestic product, which is GDP less the change in private inventories, increased at a 1.9% annual rate in the fourth quarter. Third-quarter sales advanced by 4.0%.

Federal government spending increased 0.3%, after rising in the third quarter by 7.1%. State and local government outlays rose 4.0%, after going 1.9% higher in the third quarter.

The price index for personal consumption expenditures rose by 3.9% after increasing 1.8% in the third quarter.

The much-watched PCE price gauge excluding food and energy increased 2.7% after rising 2.0% in the third quarter.

The price index for gross domestic purchases, which measures prices paid by U.S. residents, rose 3.8% after increasing 1.8% in the third quarter. The chain-weighted GDP price index increased 2.6% after rising 1.0% in the third quarter.


-By Jeff Bater, Dow Jones Newswires; (202) 862-9249; jeff.bater@dowjones.com

(END) Dow Jones Newswires

January 30, 2008 08:30 ET (13:30 GMT)

  

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Kaufgelegenheit. Warum sollte es diesmal anders sein? gut analysiert
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 09:02)

Thomas Müller zur Situation:

Diesmal anders? Nein!

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

was ist in den letzten Tagen eigentlich passiert? Bei den Negativ-Nachrichten über die faulen US-Immobiliendarlehen (‘Subprime’ wurde übrigens tatsächlich zum Börsenunwort des Jahres gekürt) gab es keine wirkliche Steigerung und es hat - zum Glück - weder eine spektakuläre Unternehmenspleite, noch einen Terroranschlag gegeben...

weiter auf:http://kolumnen.boerse.de/kolumnen.php

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Der Mann hatte schon öfter recht.

...Wer jetzt bei einem Dax von 8100 einsteigt, scheint die letzten vier Jahre auf dem Mond verbracht zu haben und ordert damit zum ungünstigsten Zeitpunkt in der Geschichte des Deutschen Leitindex! Die Märkte haben ihre Akteure durch die hohen Gewinne der letzten Monate „eingelullt“, denn die Möglichkeit fallender Notierungen scheint derzeit ausgeblendet zu werden. Das ist gefährlich, zumal in den steigenden Zinsen, den US-Hypothekenkrediten und den wieder erhöhten Terrorgefahren genügend Gefahrenpunkte lauern, während die positiven Argumente allesamt bekannt sind...
boerse.de/23. Juli, 2007

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Die Zentralbanken rund um den Globus versuchen ungewöhnlich frühzeitig die Systeme zu stabilisieren. Das fühlt sich nicht gut an, denn die Hilfe der letzten Instanzen ist stets nach einem Knall erforderlich, nicht im Vorfeld und nicht, um diesen zu verhindern. Alle Märkte brauchen ganz einfach hin und wieder korrektive Prozesse, die durchaus schmerzhaft verlaufen dürfen. Solche grundlegenden Bereinigungen sind aber die Voraussetzung, damit sich die langfristige Expansion fortsetzen kann und sich danach sogar beschleunigt....

....Denn die Phase niedriger Zinsen haben immer absurdere Finanzkonstrukte begünstigt, die sich nun bei steigenden Zinsen von selbst sprengen. Das ist die Zeit des Umdenkens, in der wir uns momentan befinden. Und danach wird es ein Comeback sinnvoller, erfolgreicher Anlagen geben, was den abschließenden, überaus starken Aktien-Boom zwischen 2008 und 2010 auslösen wird. Genauso, wie Ende der 80er und Ende der 90er Jahre! Was momentan fehlt, ist die zwischenzeitliche Panik, die wir 1987 und 1997/1998 hatten. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben….
boerse.de/3. September, 2007

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Mal schaun ob es auch diesmal so ist.





  

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RE: Kaufgelegenheit. Warum sollte es diesmal anders sein?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 09:13)

>Warum sollte es diesmal anders sein?

Diesmal sind die oberen Umkehrformationen und Trendbrüche viel sauberer als bei den bisherigen Korrekturen. Auch waren die Kurse viel aufgeblasener.

  

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Kreditschock: S&P prüft Rating für Papiere von 500 Milliarden Dollar interessant
anfaenger_77(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 12:22)

Kreditschock: S&P prüft Rating für Papiere von 500 Milliarden Dollar

Den Finanzmärkten drohen neue massive Milliarden- Belastungen im Zuge der Kreditkrise: Die einflussreiche Ratingagentur Standard & Poor's hat in der bisher größten Aktion seit Beginn der Turbulenzen Wertpapiere von mehr als 500 Milliarden Dollar auf den Prüfstand gestellt. Weltweit dürfte dies nach Einschätzung der Agentur bei deutlich mehr Banken als bisher zu Wertverlusten von dann insgesamt rund 265 Milliarden Dollar (178 Mrd Euro) führen.

Standard & Poor's (S&P) nimmt mehr als 8000 Wertpapiere unter die Lupe, die auf schwach besicherten Hypothekendarlehen ("subprime") beruhen. Genau dieser Typ kompliziert konstruierter Anlagen brachte die Finanzmärkte ins Taumeln und bescherte in der Folge allein großen Banken weltweit bereits weit über 100 Milliarden Euro an Abschreibungen.

Das Rating der Papiere mit einer Gesamtsumme von 534 Milliarden Dollar werde entweder sofort gesenkt oder überprüft, gab S&P am Mittwochabend in New York bekannt. Wenn große Agenturen Papiere in ihrer Sicherheit und damit ihrem Wert herabstufen, müssen Banken und andere Finanzinstitute in ihren Bilanzen entsprechende Korrekturen vornehmen und Verluste ausweisen.

Die Wertausfälle dürften sich nun S&P zufolge auf viele bisher nicht oder kaum betroffene Banken ausweiten: Dazu zählten auch weitere Häuser in Europa und Asien sowie Regionalbanken und Genossenschaften in den USA. Viele Finanzinstitute hätten ihre Bestände noch nicht den Risiken entsprechend bewertet./fd/DP/zb

Na das kann ja noch was werden!
mfg
ANFÄNGER



  

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RE: Kreditschock: S&P prüft Rating für Papiere von 500 Milliarden Dollar
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 13:02)

Schön, daß S&P auch schon bemerkt hat, daß es ein Problem mit Subprime-Papierln gibt. Was haben die im letzten halben Jahr gemacht? Normalerweise sollten Ratingagenturen die ersten sein, die ein Bonitätsproblem erkennen, nicht die letzten.

  

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Der Teufel liegt im Detail
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 16:43)

Heute wurde von Freddie Mac bekanntgegeben, dass die Raten für langfristige fix verzinste Hypotheken wieder gestiegen sind. Damit wurden die Senkungen in den letzten 5 Wochen wieder ausgeglichen.

Im Detail sind für eine Laufzeit von 30 Jahren aktuell 5,68% fällig, vergichen mit 5,48% von vor einer Woche. Vor einem Jahr waren es 6,34%. Für 15 Jahre sind es 5,17% von 4,95% der letzten Woche.

Die Adjustable-rate Hypotheken mit Laufzeit von 5 Jahren sind auf 5,32% gestiegen von 5,13% in der letzten Woche.

Man sieht, die Ratecuts der FED sind ein zweischneidiges Schwert, denn der Sektor, in dem die Krise ihren Anfang genommen hat, wird durch die Senkungen nicht gestützt, im Gegenteil er wird weiter belastet. Dass dies zu einer weiteren Verschärfung im Hypotheken und somit im Immobilienmarkt führt, ist wohl einleuchtend. Und je weiter die FED senkt, desto enger wird es.

mfg
el gato

  

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RE: Kreditschock: S&P prüft Rating für Papiere von 500 Milliarden Dollar
parmigiano(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 17:04)

@hagen

ich habe beruflich einmal aus der nähe im zuge der ausgabe von schuldverschreibungen miterleben dürfen, welche unterlagen/informationen grosse ratingagenturen als grundlage für ihre bewertungen verlangen (und welche personen da involviert sind). seitdem wundert mich bei ratings gar nix mehr.

  

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Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 21:16)

Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
von Jochen Steffens

Die Fed hat gestern die Zinsen um weitere 50 Basispunkte auf nunmehr 3 % gesenkt. Die erste Reaktion des Marktes fiel positiv aus, doch im Anschluss wurden alle Kursgewinne wieder abverkauft.

Hier der Wortlaut des Fed-Statements:

„Die Finanzmärkte bleiben unter erheblichen Stress, die Kreditsituation hat sich für einige Geschäfte und Haushalte verschärft. Zudem weisen neueste Daten auf eine Verschärfung der Abwärtsrisiken im Immobilienmarkt wie auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes hin,

Das Komitee erwartet weiterhin, dass sich die Inflation in den kommenden Quartalen beruhigt, dabei bleibt es aber notwendig, die Inflationsentwicklung sorgfältig zu beobachten.

Die heutige geldpolitische Aktion soll wie die früheren mit der Zeit dazu beitragen, das moderate Wachstum zu unterstützen und dabei die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung zu verringern. Dennoch bleiben Abwärtsrisiken bestehen. Das Komitee wird die Effekte der finanziellen und anderer Entwicklungen auf die wirtschaftliche Aussichten weiter analysieren und auf diese Risiken je nach Bedarf zeitnah reagieren.. .“

Also wenn ich das richtig verstehe, dann bestätigt dieser Text im Prinzip das, was ich gesagt habe. Die Fed macht sich im Moment weniger Sorgen um die Inflation, als vielmehr um die wirtschaftliche Entwicklung. Mit dem Hintergrund, den ich Ihnen in der letzten Woche geliefert habe, könnte das demnach eine Bestätigung dafür sein, dass die Fed und auch die US-Regierung mit dem Konjunkturprogamm nicht nur eine wirtschaftliche Abkühlung bekämpft, sondern schon mitten dabei ist, eine Deflation zu bekämpfen. Schließlich werden weitere Zinssenkungen „in Aussicht gestellt.“

Faszinierend...

Natürlich sind diese massiven Zinssenkungen geeignet, die Inflation wieder anzufachen. Die Analyse der Inflationsdaten der nächsten Zeit muss also unter diesem Aspekt geschehen. Ich bin wirklich sehr auf die Daten gespannt, aber nach dieser Zinssenkung und der Ankündigungen weiterer Zinssenkungen glaube ich, dass ich Recht mit der Deflationstheorie habe. Es kann nur eben sein, dass die Maßnahmen der Fed funktionieren und die Deflation an den USA vorbeigeht.

Krise der Bondversicherer belastet (wieder einmal) die Märkte
Es ist schon ein seltsames Unterfangen mit dieser Subprime Krise – sie stellt einige „alte“ Börsenregeln auf den Kopf. Nicht das mich das wundert, ich selbst habe doch immer wieder betont, dass die Börse nie eine Regel auf Dauer zulassen kann. Doch diese Regel gehört zu den ursprünglichsten der Börse: Alles was bekannt ist, ist bereits eingepreist...

Von der Immobilienkrise hat man schon lange geredet, selbst die Subprimekrise war schon Anfang 2007 im Gespräch und trotzdem war sie nicht eingepreist und brachte die Börse erst viel später aus der Ruhe.

Jetzt werden die Bondversicherer als neuer Übeltäter für die neuesten Kursverluste ausgemacht. Doch auch diese Krise ist der Masse seit Wochen bekannt und wurde seit Monaten immer mal wieder am Rande diskutiert.

Die neuste Nachricht hierzu: Jetzt sollen weitere Wertpapiere wie „Collateralized Debt Obligations“ im Wert von 534 Mrd. Dollar von der Herabstufung bedroht sein. Insgesamt könnte diese „neue Krise“ laut den Ratingagenturen zu neuem Abschreibungsbedarf im zwei bis dreistelligen Milliardenbereich bei den Banken führen. Aus diesem Grund gehören diese heute auch zu den Tagesverlierern.

Wieso werden diese Themen nicht richtig eingepreist?

Ich habe mich gefragt, wie es kommt, dass dieses Mal „bekannte“ Nachrichten doch noch nicht eingepreist sind. Es hat etwas gedauert, die Lösung zu finden, obwohl sie so unglaublich offensichtlich ist. Doch dann fiel es mir wie Schuppen aus den Augen, man muss eben einfach an seine eigene Nase fühlen.

Sie wissen, ich habe immer wieder betont, dass ich das Ausmaß der Subprimekrise nicht bewerten kann (wenn es schon die Banken selbst nicht können) und dass aus diesem Grund Prognosen sehr schwierig sind und die Prognosezuverlässigkeit leidet. Der Grund war einfach, unter anderem, weil ich mich mit diesen Produkten, um die es da geht, niemals zuvor beschäftigt hatte (warum auch).

Und genau das ist das eigentliche Problem bei diesem Thema. Ich fürchte, das ging eben nicht nur mir so, sondern dem absolut überwiegenden Teil der Analysten und anderen Marktteilnehmern. Kaum jemand wusste so genau, um was es bei der Subprimekrise ging, welche Produkte inwieweit betroffen waren und was für Auswirkungen das haben kann. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum kaum jemand das Ausmaß überblicken konnte. Wie soll aber der Markt (der ja quasi aus seinen Teilnehmern besteht) etwas einpreisen, von dem die Teilnehmer keine Ahnung haben?

Eine neue Regel mit Zusatz

Also muss man die oben genannte Regel abändern, dann stimmt es wieder: Nachrichten, die im Markt bekannt sind UND bei denen ein Großteil der Analysten, Anleger und Spekulanten weiß, um was es geht, sind bereits eingepreist.

Kurz diese Nachrichten konnten nicht eingepreist sein, weil sie eigentlich nicht „bekannt“ waren...

Als ich diese Erkenntnis hatte, musste ich lachen – Miss Börse, wie sie leibt und lebt, schlussendlich setzt sie uns alle immer mal wieder gerne die rote Pappnase auf!

Ein zynisch vergnügliches Alaaf in die Welt aus Köln...

Ihr

Jochen Steffens

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 21:20)

ich würde so gerne verstehen, warum die US Märkte heute so stark im Plus sind?

Hat es nur mit dem Monatsschluss zu tun, ober "Nachwirkungen" der Zinssenkung von gestern, oder ???

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 22:00)

>Hat es nur mit dem Monatsschluss zu tun, ober
>"Nachwirkungen" der Zinssenkung von gestern, oder
>???

am tag der zinssenkung und am tag danach sollte man eigentlich nix handeln... zu viele zufälle können da passieren. klar sind das einerseits nachwirkungen und so ein hypothekenversicherer behauptet sein rating wird auf "AAA" gelassen.

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 22:01)

wenn es der ist, hat er gelogen:

Equity News: *FGIC'S FINANCIAL STRENGTH RATING CUT TO AA FROM AAA BY S&P

trotzdem steigen die Kurse im Späthandel weiter an (Google meldet Ergebnis etwas hinter den Schätzungen)

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 22:07)

>wenn es der ist, hat er gelogen:
>
>Equity News: *FGIC'S FINANCIAL STRENGTH RATING CUT TO AA FROM
>AAA BY S&P
>
>trotzdem steigen die Kurse im Späthandel weiter an (Google
>meldet Ergebnis etwas hinter den Schätzungen)
>

nö war ein anderer:

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_274832

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 22:46)

>>wenn es der ist, hat er gelogen:
>>
>>Equity News: *FGIC'S FINANCIAL STRENGTH RATING CUT TO AA
>FROM
>>AAA BY S&P
>>
>>trotzdem steigen die Kurse im Späthandel weiter an
>(Google
>>meldet Ergebnis etwas hinter den Schätzungen)


Sag blos rrs du bist noch immer nicht an Bord?
Das ganze logisch zu erklären funkt nicht,darum verlassen wir uns ja auf die Charts.
Nun es ist heute alles sehr schnell gegangen und man hatte nicht viel Zeit,aber es gab bis zum Schluss noch Möglichkeiten(z.B Andritz,von der erwarte ich mir morgen schon noch etwas.)Denn wenn der ATX von -2% ins plus dreht ists fast egal was man kauft,da sucht man sich einfach einen Blue Chip der sitzengeblieben ist(heute zB.Voest war ein Paradebeispiel ,Andritz oder auch diverse Immos)....funkt meistens.

Etwas CT dazu in meinem Thread.

ciao
ice

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde gut analysiertgut analysiert
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 23:36)

Ihr Charties seids echt super. Zuerst jahrelang vorsichtshalber den Crash herbei schwören (negative Divergenzen seit November 2006), irgendwann kommt er wirklich und dann suhlt man sich im Ruhme (habs ja immer schon gwusst).

Meistens wird nach Börsenschluss gemeldet, wo man überall erfolgreich dabei war. Und wenns mal nicht so klappt ist man zur Morgenauktion rausgeflogen. Und das alles, obwohl man eigentlich nichts tun sollte.
Z.B. hat der BBio seine Meinung in den letzten zwei Wochen öfters geändert als ein Chamäleon seine Farbe in einem Jahr. Da stimmt der Biorythmus einfach nicht mehr. Aber was soll man machen, wenn die Futures innerhalb weniger Minuten hin und her springen. Und womöglich gibts morgen einen neuen Kerviel oder ähnliches, was man natürlich nur im Chart erkennen kann.
Verstehts mich richtig, ich vergönn jedem seine Gewinne, nur Überheblichkeit und Schadenfreude mag ich nicht so gern.
Von der oft geforderten Demut liest man wenig, oder ich verstehs nur nicht. Und bitte jetzt nicht wieder von ans Bein pinkeln schreiben.

P.S. Ich bin nicht frustriert, hab nicht ins Klo gegriffen und hatte heute einen sehr erfolgreichen Tag. Wünsche eine gute Nacht.

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 23:44)

>Ihr Charties seids echt super. Zuerst jahrelang
>vorsichtshalber den Crash herbei schwören (negative
>Divergenzen seit November 2006), irgendwann kommt er wirklich
>und dann suhlt man sich im Ruhme (habs ja immer schon
>gwusst).
>
>Meistens wird nach Börsenschluss gemeldet, wo man überall
>erfolgreich dabei war. Und wenns mal nicht so klappt ist man
>zur Morgenauktion rausgeflogen. Und das alles, obwohl man
>eigentlich nichts tun sollte.
>Z.B. hat der BBio seine Meinung in den letzten zwei Wochen
>öfters geändert als ein Chamäleon seine Farbe in einem Jahr.
>Da stimmt der Biorythmus einfach nicht mehr. Aber was soll man
>machen, wenn die Futures innerhalb weniger Minuten hin und her
>springen. Und womöglich gibts morgen einen neuen Kerviel oder
>ähnliches, was man natürlich nur im Chart erkennen kann.
>Verstehts mich richtig, ich vergönn jedem seine Gewinne, nur
>Überheblichkeit und Schadenfreude mag ich nicht so gern.
>Von der oft geforderten Demut liest man wenig, oder ich
>verstehs nur nicht. Und bitte jetzt nicht wieder von ans Bein
>pinkeln schreiben.
>
>P.S. Ich bin nicht frustriert, hab nicht ins Klo gegriffen und
>hatte heute einen sehr erfolgreichen Tag. Wünsche eine gute
>Nacht.


Du darfst bei den Zockern die Zeitachsen nicht übersehen. Hat jetzt nix mit CT oder nicht zu tun, aber hier gibt es ganz unterschiedliche Typen im Forum.

Ich selbst fühle mich übrigens seit über einem Jahr als Bär recht wohl, auch wenn ich die erste Zeit extrem angefeindet wurde, zwischenzeitlich nur mehr von den Hardcoreoptimisten.
However: the best is still to come.

cu
Doxy100

P.S: Schön, dass es Dir gut geht.

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 23:50)

das mit dem Zeithorizont ist genau mein Problem

Ob der vorherschenden Großwetterlage glaube ich einfach nicht an einen schnellen Anstieg zu alten bzw. gar neuen Höhen. Dazu sind einfach viel zu viele Werte entweder jetzt schon schlecht, bzw. es werden noch etliche schlechte Nachrichten im Zusammenhang mit Abstufungen auf uns zukommen, die wieder zu Abschreibungen führen werden.

Somit würde ich jetzt einfach ruhig da sitzen und warten, bis zumindest die alten Lows wieder getestet werden. Doch mit diesem Ansatz bin ich im letzten Jahr wirklich schlecht gefahren, da nach dem Einbruch der Anstieg (den ich nur für einen Rebound hielt) sofort wieder losging und die Lows eben nicht mehr getestet wurden und ich teilweise deutlich höher wieder eingestiegen bin.

Und damit stellt sich jetzt die Frage nach dem "wie mach ich es denn jetzt wohl am besten", da ich in der nächsten Zeit einfach sehr wenig Zeit habe, um die Kurse permanent zu checken.

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 00:12)

>Ihr Charties seids echt super. Zuerst jahrelang
>vorsichtshalber den Crash herbei schwören (negative
>Divergenzen seit November 2006), irgendwann kommt er wirklich
>und dann suhlt man sich im Ruhme (habs ja immer schon
>gwusst).
>
>Meistens wird nach Börsenschluss gemeldet, wo man überall
>erfolgreich dabei war. Und wenns mal nicht so klappt ist man
>zur Morgenauktion rausgeflogen. Und das alles, obwohl man
>eigentlich nichts tun sollte.
>Z.B. hat der BBio seine Meinung in den letzten zwei Wochen
>öfters geändert als ein Chamäleon seine Farbe in einem Jahr.
>Da stimmt der Biorythmus einfach nicht mehr. Aber was soll man
>machen, wenn die Futures innerhalb weniger Minuten hin und her
>springen. Und womöglich gibts morgen einen neuen Kerviel oder
>ähnliches, was man natürlich nur im Chart erkennen kann.
>Verstehts mich richtig, ich vergönn jedem seine Gewinne, nur
>Überheblichkeit und Schadenfreude mag ich nicht so gern.
>Von der oft geforderten Demut liest man wenig, oder ich
>verstehs nur nicht. Und bitte jetzt nicht wieder von ans Bein
>pinkeln schreiben.
>
>P.S. Ich bin nicht frustriert, hab nicht ins Klo gegriffen und
>hatte heute einen sehr erfolgreichen Tag. Wünsche eine gute
>Nacht.

Mein lieber Hochi!
Ich versuche wirklich in letzter Zeit so sachlich wie möglich zu schreiben frei von jeglicher Überheblichkeit und das Tagesgeplänkel glaub mir davon wird man nicht reich,das kannst vergessen...sehe ich eher als Zeitvertreib und Übung weil sich im 'Kleinen' alles so abspielt wie im 'Grossen'.
Aber was wirklich was brachte und daran wirst du oder der pacman oder auch der tra(u)miner was ändern können,war mein Ausstieg aus den längerfristigen Posis zur absolut richtigen Zeit und das hab ich auch hinlänglich gepostet.Das waren fast -20% im ATX von diversen Einzeltiteln(Immos,Banken,Zykliker...) gar nicht zu sprechen.

Ich mach dir aber das selbe Angebot wie dem thunderroad...es ist NICHT Pflicht unsere Beiträge zu lesen.

ice

  

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RE: Warum die Subprimekrise nicht richtig eingepreist wurde gut analysiert
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 00:29)

Muß schmunzeln, perfekt auf den Punkt gebracht Hochstapler !

  

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RE:Alan Greenspan über die Gründe für die gegenwärtige Krise interessant
willi2(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.1.08 22:47)

DIE ZEIT


»Die große Ironie des Erfolgs«

Wer Wohlstand schafft, fördert auch das Entstehen von Finanzblasen: Der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan über die Gründe für die gegenwärtige Krise, die Ohnmacht der Regierungen und den Aufstieg Ostasiens

DIE ZEIT: Können Notenbanker und Haushaltspolitiker Amerika noch vor einer Rezession retten?

Alan Greenspan: Wahrscheinlich nicht. Weltwirtschaftliche Einflüsse sind heute stärker als fast alles, was die Geld- oder die Fiskalpolitik ihnen entgegensetzen kann. Die langfristigen realen Zinsen haben wesentlich mehr Einfluss auf den Kern der Wirtschaft als die Entscheidungen in Nationalstaaten. Und Zentralbanken haben mehr und mehr die Möglichkeit verloren, diese langfristigen Zinsen zu beeinflussen, während sie vor 20 bis 30 Jahren auch dort noch dominierten. Also ist die wichtigere Frage heute, in welche Richtung sich die langfristigen realen Zinsen entwickeln.

ZEIT: Die amerikanische Notenbank hat es also heute schwerer als früher, auf Turbulenzen zu reagieren.

Greenspan: Auf jeden Fall. Die Ressourcen der Zentralbanken sind im Vergleich zur Größe der globalen Finanzströme deutlich geschrumpft. Heute kursieren an den Weltfinanzmärkten über 100 Billionen handelbare langfristige Wertpapiere. Da haben selbst große Marktbewegungen, wie Zentralbanken sie auslösen können, nur geringen Einfluss. Bis in die siebziger Jahre hinein konnten Zentralbanken und Finanzministerien die Wechselkurse einigermaßen stabil halten. Seither sind ihre Möglichkeiten, am Devisenmarkt zu intervenieren und die Kurse zu stabilisieren, dramatisch geschrumpft. Gleiches gilt für andere Teile des Finanzmarktes. Globale Marktkräfte, die ein weltweites Gleichgewicht anstreben, sind der bei Weitem dominanteste Einfluss am Finanzmarkt und in der Wirtschaft geworden. Regierungen steuern den Lauf der Welt immer weniger.

ZEIT: Steht die amerikanische Volkswirtschaft am Rand einer Rezession? Oder hat die Rezession gar schon begonnen?

Greenspan: Das ist sehr schwer einzuschätzen. Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession mindestens 50 Prozent beträgt, doch bisher gibt es wenig Hinweise dafür, dass wir schon in einer stecken. Eine Eigenschaft von Rezessionen sind Brüche mit dem Vorhergehenden, oft in Form scharfer Veränderungen am Arbeitsmarkt und in der Produktion. In den vergangenen drei Wochen gab es ein paar solche Ereignisse, aber nicht genug, um zu sagen: Die Situation hat sich wirklich verändert. Meiner Meinung nach wird dies wahrscheinlich noch geschehen, aber von den Fakten her ist es noch nicht so weit.

ZEIT: Wenn die USA in eine Rezession gleiten, wird dann die Wirtschaft im Rest der Welt noch weiter wachsen? Anders gefragt: Können sich andere wichtige Volkswirtschaften von der Entwicklung in Amerika abkoppeln?

Greenspan: Auf lange Sicht wahrscheinlich ja. Aber nicht mittelfristig. In jüngster Zeit haben sich die Finanzmärkte sogar so verhalten, als gäbe es überhaupt keine solche Entkopplung. Die Wirkung des Abschwungs in Amerika sehen Sie in den Exportmärkten in Asien, Europa und anderswo. Das ist zwar ein interaktiver Prozess, nicht nur einseitig ausgelöst von den USA. Keine Frage ist aber, dass die Stärke der Nachfrage in den USA einen wesentlichen Effekt auf den Rest der Welt hat. Es ist unwahrscheinlich, dass eine US-Rezession eine globale Rezession hervorruft. Doch das globale Wirtschaftswachstum wird sich wahrscheinlich recht deutlich verlangsamen.

ZEIT: Als zur Jahrtausendwende die Dotcom-Blase an den Aktienmärkten platzte, senkten Sie als Chef der Federal Reserve die Zinsen dramatisch. Heute kritisiert man Sie deswegen. Die niedrigen Zinsen hätten die spätere Immobilienblase in den USA hervorgerufen. Ihre Antwort?

Greenspan: Spekulationsblasen an den Märkten für Wohnimmobilien gibt es derzeit in 20 bis 40 Ländern, von Großbritannien über ganz Asien bis nach Europa, mit der Ausnahme Deutschlands. Das lässt sich ausreichend dadurch erklären, dass die globalen langfristigen Zinsen gesunken sind. Es gibt keinen Mechanismus, der nahelegt: Die amerikanische Geldpolitik und die von ihr festgelegten Zinssätze für Geld, das einen Tag lang ausgeliehen wird, beeinflussen diese langfristigen Zinsen. Das einzige Argument mit einer gewissen Berechtigung lautet, dass die niedrigen kurzfristigen Zinsen in den USA im Jahr 2003 die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern gesteigert hätten – soweit diese durch Hypothekenkredite mit flexiblen Zinssätzen finanziert wurden.

ZEIT: Die Zinssätze solcher Kredite schwanken mit dem jeweiligen Leitzinssatz.

Greenspan: Dennoch gibt es keinen Nachweis dafür, dass dies irgendeinen signifikanten Einfluss auf die Preise hatte. Der Preisanstieg bei den US-amerikanischen Immobilien blieb sogar ein wenig unter dem weltweiten Durchschnitt. Die Annahme, unsere Geldpolitik wäre entscheidend für die amerikanische Immobilienblase gewesen, ist also schwer zu belegen. Dafür hätten wenigstens die monetäre Basis und die Geldmenge ansteigen müssen. Das war aber nicht der Fall.

ZEIT: Ihre Politik war also richtig?

Greenspan: Ob sie richtig war, ist eine andere Frage. Die Geldpolitik sollte dem Deflationsdruck antworten, der damals zuerst in Japan deutlich wurde. Wir wollten ähnlichen Tendenzen begegnen. Unsere Vorhersage über die langfristige Wirtschaftsentwicklung lautete damals zwar, dass wir nicht mit einem derartigen Deflationsdruck zu rechnen hätten. Doch wenn es trotzdem Deflation gegeben hätte, wären die Konsequenzen so groß gewesen, dass wir eine Absicherung dagegen für notwendig hielten. Also waren die kurzfristigen Zinsen von Mitte 2003 an ein ganzes Jahr lang niedrig. Trotzdem wuchs die Geldmenge immer noch langsamer, als es die Volkswirtschaft insgesamt tat. Nein, die Auffassung, dass die Politik der Federal Reserve irgendwie die Preise von Wertpapieren oder Immobilien habe steigen lassen, finde ich schwer nachvollziehbar. Diese Steigerungen sind durch globale Marktkräfte vollständig zu erklären. Und Sie können sicherlich nicht die verschiedenen Arten von Blasen in Spanien und Großbritannien und in anderen Ländern durch die Geldpolitik ihrer jeweiligen Zentralbanken erklären.

ZEIT: Haben Sie Sorge, dass andere Spekulationsblasen platzen könnten?

Greenspan: Blasen entstehen nur dann, wenn es niedrige Inflation und stabile und niedrige langfristige Zinssätze gibt. Mit anderen Worten: Zu den Kosten einer stabilen Volkswirtschaft gehört es, dass sie oft Blasen hervorruft. Solche negativen Folgen begleiten sie, wenn wir auf die Vorteile dieser stabilen Perioden mit ihren steigenden Wertpapierpreisen und ihrer Schaffung von Wohlstand nicht verzichten wollen. Und insgesamt waren die negativen Folgen immer weit geringer als die positiven. Und doch haben wir die Wahl. Eine Zentralbank kann stets Blasen vermeiden, indem sie Inflation erzeugt. Es gibt einfach keine Blasen in einem instabilen Umfeld mit Inflation. Die große Ironie lautet also, dass die Förderung von Blasen eine Folgeerscheinung erfolgreicher Finanz- und Geldpolitik ist. Das liegt in der menschlichen Natur: Euphorie, auf die Furcht folgt, ist ein schwer unterdrückbarer menschlicher Zug.

ZEIT: Die Bankenkrise hat Europa erreicht. Glauben Sie, dass die Finanzinstrumente heute zu kompliziert geworden sind, als dass man sie wirklich noch kontrollieren könnte? Durchschauen die Chefs der großen Banken noch, was in ihren Handelssälen passiert?

Greenspan: Im Augenblick nicht, denke ich. Doch eine Konsequenz der Krise ist, dass einige Finanzinstrumente, die niemand komplett verstanden hat, heute keine Käufer mehr finden. Die Ausgabe von collaterized debt obligations…

ZEIT: …einer Form von Schuldscheinen, die viel zur Hypothekenkrise in den USA beitrugen…

Greenspan: …ist rapide zurückgegangen. Neue Hypothekenkredite mit schlechter Bonität werden quasi nicht mehr vergeben. Die Anpassung ist also bereits vollzogen, und wir haben die Nachfrage nach diesen Finanzinstrumenten nicht mehr. Die Frage lautet daher auch nicht, ob man sie regulieren sollte oder nicht, weil sie quasi nicht mehr existieren. In diesem Sinne funktionieren die Märkte sehr gut.

ZEIT: Die Menschen haben viel Vertrauen in das Bankensystem verloren. Wie lässt es sich zurück gewinnen?

Greenspan: Banken haben mit zu geringen Kapitalanteilen gearbeitet. Viele von ihnen ermitteln ihren Kapitalbedarf auf Basis von Daten, die aus der euphorischen Periode eines Konjunkturzyklus stammen, wenn sich die Renditen verschiedener Kreditinstrumente wenig unterscheiden, wenn das Risiko und die Zahl der Kreditausfälle gering sind. Wir brauchen das Kapital aber nicht für solche Perioden, sondern während einer Rezession, wenn die Furcht regiert und der Druck am Kreditmarkt groß ist. Es geht also um Folgendes: Statt zu entscheiden, welche speziellen Investmentvehikel nun schädlich sind und welche nicht, sollte das Problem auf einer generelleren Ebene gelöst werden, indem man viel mehr Kapital hinterlegt. Dann können Sie große Verluste hinnehmen, ohne dass Sie sich sofort am Markt zusätzliches Kapital beschaffen müssen.

ZEIT: Der Kurs des Euro ist stetig gestiegen. Kann der Euro zur führenden Reservewährung der Welt werden oder zumindest zu einer der beiden wichtigsten?

Greenspan: Vor einigen Jahrzehnten war man noch überzeugt, die Welt könne nur eine internationale Währung haben. Doch heute gibt es so viel Liquidität, dass kein Grund bleibt, warum man nicht mehr als eine haben sollte. Der Euro behauptet sich bereits als eine internationale Währung, und zwar weniger bei den Reserven der Zentralbanken als in den Beständen privater Investoren. Im Privatsektor liegt der Euro nur ein paar Prozentpunkte hinter dem Dollar, sogar wenn man die Veränderung der Wechselkurse herausrechnet.

ZEIT: Die Gewichte der Weltwirtschaft verlagern sich nach Osten, nicht wahr?

Greenspan: Sicherlich. Ein Grund ist die Bevölkerungsentwicklung. Ein anderer liegt darin, dass die fernöstlichen Länder Technologie übernehmen können und dass ihre Produktivität deshalb zwei- oder dreimal so schnell wächst wie die in den USA. Wenn die Länder in Ostasien ihre Märkte offen halten, wird ihr Anteil an der Weltproduktion über die nächsten 20 Jahre weiter steigen.

ZEIT: Mit tief greifenden politischen Folgen.

Greenspan: Die Expansion der globalen Marktkräfte ist eine positive Entwicklung, keine negative. Wir haben Hunderte Millionen von Menschen aus der Armut gehoben. Dieser Prozess wird uns allen nützen.

Das Gespräch führte Matthias Naß

Aus dem Englischen von Thomas Fischermann

Hier können Sie die englische Fassung des Interviews lesen »


DIE ZEIT, 31.01.2008 Nr. 06

http://images.zeit.de/text/2008/06/Interview-Greenspan

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.....interessante Meinung zur gegnwärtigen situation

gruß

  

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Deutsche Bank vor Gewinnwarnung?
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 00:34)

"Ich denke, die ganze Wahrheit liegt noch nicht auf dem Tisch."

Spekulationen um eine Gewinnwarnung haben eine Woche vor der Bilanzvorlage die Aktie der Deutschen Bank zeitweise stark unter Druck gebracht. "Es gibt Gerüchte über eine Gewinnwarnung", sagten Händler. Die Deutsche Bank kommentierte die Spekulationen nicht. Die Deutsche Bank hatte mehrfach ihr Ziel bekräftigt, 2008 einen bereinigten Vorsteuergewinn von 8,4 Mrd. Euro zu erreichen. Im Jahr 2006 waren rund 8,1 Mrd. Euro erreicht worden.

Deutschlands größte Bank legt am nächsten Donnerstag (7.2.) ihre Bilanz für 2007 vor. Die Bank hatte bereits mitgeteilt, dass sie die Turbulenzen am Markt für zweitklassige US-Hypothekenkredite (subprime) und ihre Folgen im dritten Quartal rund 2,2 Mrd. Euro kosteten. Vorstandschef Josef Ackermann hatte wiederholt versichert, der DAX-Konzern habe damit "volle Transparenz hergestellt".

Der Deutschland-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, bekräftigte vor gut einer Woche diese Haltung. Er stimmte Anleger aber zugleich auf weitere böse Überraschungen an den seit Monaten kriselnden Finanzmärkten ein: "Anleger sollten darauf vorbereitet sein, dass es noch mehr schlechte Nachrichten aus dem Finanzbereich geben kann", sagte Fitschen der "Badischen Zeitung". "Ich denke, die ganze Wahrheit liegt noch nicht auf dem Tisch."

Wirtschaftsblatt

31.01.2008

  

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DAX Sprung
Rang: mongocliquee(32) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 12:36)

DAX plötzlich über 140 Pünktchen im Plus

Das ging ja rasant

Lg Mongocliquee

  

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RE: DAX Sprung
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 13:03)

12:54 / 01.02.2008
KORREKTUR: Microsoft will Yahoo! für 44,6 Milliarden US-Dollar kaufen

(Berichtigt wird im letzten Satz der Zeitraum für den Abschluss der Übernahme. Es handelt sich um das zweite Halbjahr rpt zweite Halbjahr 2008.) REDMOND (dpa-AFX) - Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft will den Internet-Konzern Yahoo! kaufen. Der Wert der Transaktion liege bei 44,6 Milliarden US-Dollar, teilte Microsoft am Freitag in Redmond mit. Pro Aktie will der Software-Primus 31 Dollar zahlen, 62 Prozent mehr als der Schlusskurs vom Donnerstag. Bezahlt werden soll zur Hälfte in bar und zur anderen Hälfte in eigenen Aktien. Microsoft erwartet jährliche Synergien von 1 Milliarde Dollar. Das Geschäft soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden./das/she


  

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RE: DAX Sprung
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 13:13)

warum bietet wir im ersten Angebot einen 62% Aufschlag zum Schlusskurs des Vortages?

Gibt es so wenige Aktien von Yahoo am Markt die man aktuell deutlich günstiger erwerben könnte?

Ist es das wert?

Sollte nicht der Kurs von Microsoft und Google unter diesem Angebot leiden?

  

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RE: DAX Sprung
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 13:57)


>Sollte nicht der Kurs von Microsoft und Google unter diesem
>Angebot leiden?

MSFT ja, -6% vorbörslich. GOOG -7%, allerdings kaum verändert zur nachbörslichen Zahlenenttäuschung. Die Meldung hat ja m.E. nicht nur Negatives für Google.

  

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Arbeitsmarktdaten und Entwicklung der Häuserpreise in US
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 14:30)

Economic Data (US, Jan): Change In Nonfarm Payrolls out at -17 vs. 70k exp. 18K prior. Unemployment Rate out at 4.9% vs. 5.0% exp. 5.0% prior. Change in Manufact. Payrolls out at -28 vs. -20K exp. -31K prior.


Entwicklung der Hauspreise in US:

US-Wohnungsmarkt rutscht in weitere Schwierigkeiten
London (Fonds-Reporter.de) - Der US-Wohnungsmarkt rutscht nach Einschätzung von Richard Woolnough, Manager des M&G Optimal Income Fund, in immer tiefere Schwierigkeiten hinein. "Die US-Notenbank nimmt angesichts des einbrechenden Wohnungsmarktes und der Bedrohung eines scharf nachlassenden Wirtschaftswachstums drastische Zinssenkungen vor", so der Anlagestratege in einem aktuellen Marktkommentar. Die in dieser Woche veröffentlichten Zahlen des S&P/Case-Shiller Composite-20 Index zeigen, dass sich die Konjunkturabschwächung beschleunigt. Die US-Hauspreise brachen im Jahr bis Ende November 2007 um 7,7 Prozent ein, was den tiefsten Fall seit Auflegung des Index im Jahr 1987 bedeutet.
"Das ist schlimm genug, aber blickt man hinter die Schlagzeilen decken die Jahresvergleichszahlen einen alarmierenden Trend bei den US-Hauspreisen auf", so der Experte weiter. Betrachtet man die vierteljährlichen Änderungen bei Hauspreisen und rechnet sie auf Jahresbasis um, so zeigt sich laut Woolnough, dass der Composite-20 Index um 16,2 Prozent gesunken ist, während der Composite-10 Index um 16,6 Prozent zurückgegangen ist. Der Abschwung nehme also schnell an Fahrt auf.
"Wie die drastischen Zinssenkungen der US-Notenbank zeigen, ist sie sich der volkswirtschaftlichen Risiken überaus bewusst und wird sich ebenso dessen bewusst sein, dass ein einbrechender US-Wohnungsmarkt immer in einer Rezession oder mit einer Rezession einherging", so der Fondsmanager abschließend.- (© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Gansneder Thomas, Redakteur)

  

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Buy! Buy! Buy! witzig
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 17:28)

Buy! Buy! Buy! Letzte Kaufgelegenheit in diesem Jahrzehnt

http://www.be24.at/blog/entry/13550/buy-buy-buy-letzte-kaufgelegenheit-in-diesem-jahrzehn t

von Dietmar Scherf
President & CEO, CASCADA CORPORATION


Bissl sehr optimistsch

CASCADA CORPORATION? Noch nie gehört.


  

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RE: Buy! Buy! Buy!
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.08 17:29)

>CASCADA CORPORATION? Noch nie gehört.


Klingt nicht sehr stabil, eher nach senkrechtem Fall

  

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RE: Buy! Buy! Buy!
Kaparsky(2) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.08 09:21)

Da gabs doch mal in den 80er oder frühen 90er Jahren in Wien einen Aktienpusher namens "Scherf" (100 % per anno ist kein Problem).
Ist das der ?

  

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RE: Buy! Buy! Buy!
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.08 10:58)

was hat der gemacht dann? dürfte ja doch sehr erfolgreich in der usa traden.

  

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RE: Buy! Buy! Buy!
Kaparsky(2) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.08 12:27)

Hagen, danke für die Antwort.

Kaparsky

  

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Analysten überwiegend eher niedrigere Kurse in der nächsten Zeit interessant
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.08 13:58)

Börsenausblick: Zinspille kann Anleger nicht trösten

Weder die kräftigen Zinssenkungen der US-Notenbank noch die positiven Signale des ISM-Einkaufsmanagerindex haben die Anleger an den Aktienmärkten nachhaltig aufgemuntert: Die meisten Aktienstrategen geben trotz der leichten Kurserholung aus der Vorwoche noch keine Entwarnung für die Börse.


Die Anleger fürchten weitere Kursverluste aufgrund der Finanzkrise. Das würde die Rentenmärkte weiter stützen. Dem Euro würden schwache Aktien dagegen eher schaden.

Das Fazit der Kreditstrategen von Dresdner Kleinwort nach Besuchen bei knapp 30 US-Aktienanlegern: "Die Stimmung rangiert zwischen vorsichtig bis depressiv." Daran änderten auch die US-Zinssenkungen nichts. "Die Höhe der Zinssenkung hat auf das Vertrauen der Anleger gedrückt und noch weiter die Rezessionssorgen erhöht", sagt der Chefökonom Nigel Gault vom Researchehaus Global Insight. Zudem lag der ISM-Einkaufsmanagerindex zwar über der Marke, die Wachstum signalisiert, doch die Gewinne der US-Konzerne stammen überwiegend aus dem Ausland.



Vor allem der überraschende Stellenabbau der US-Wirtschaft sorgt für Skepsis. Im Januar gingen 17.000 Arbeitsplätze verloren. "Es ist schon interessant, dass die Märkte sich unbeeindruckt von den gefallen Jobdaten zeigen. Denn gerade die heimischen Märkte befinden sich in einer Rezession. Im Immobiliensektor sind Baubeginne um 20 Prozent zurückgefallen", so Gault.



Enttäuschende Reaktion

"Die Aktienkurse werden kurzfristig weiter stark schwanken, aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, schwächeren Unternehmensgewinnen und schlechten Nachrichten von den Bondversicherern", erwartet die Credit Suisse. Die Woche endete versöhnlich: Der Dax stieg auf Wochensicht um 1,x Prozent, der S&P 500 legte um 3,x Prozent zu. Nur der Nikkei verlor 1,0 Prozent.

"Unter dem Strich fiel die Reaktion auf die vorangegangenen kräftigen Kursverluste jedoch enttäuschend aus", urteilt die WGZ Bank - trotz Zinssenkungen und dem Konjunkturpaket der US-Regierung. Das kommt für Dresdner Kleinwort nicht überraschend. Zinssenkungen sind allenfalls mit langer Verzögerung gut für die Börse, stellten die Strategen durch eine Analyse seit 1987 fest: In den sechs Monaten nach einer Zinssenkung fallen die Kurse. Erst danach steigen sie wieder, wenn überhaupt. Für die UBS handelt es sich bei den Gewinnen nur um eine vorübergehende Erholung. Europa-Stratege Nick Nelson erwartet, dass die Aktienkurse noch 12 Prozent fallen müssen, bis der Boden erreicht ist. Zu dem nimmt er an, dass die Firmengewinne durch die Rezession gemessen an ihrem Höhepunkt um 30 Prozent fallen, wie bei früheren Rezessionen auch.



Test: der Jahresausblick der Deutschen Bank

Viele Marktteilnehmer sind noch optimistischer. Trotz der Finanzmarktkrise verharrten die Gewinnprognosen der Analysten für den Dax auf hohem Niveau, schreibt die Commerzbank. "Mit der zunehmenden Sorge vor einer globalen Konjunkturabschwächung beginnen diese nun aber zu bröckeln", so Aktienstratege Andreas Hürkamp.

Als Test gelten Jahresergebnis und Ausblick der Deutschen Bank. Bislang meldete das Institut nur geringe Belastungen aus der Kreditkrise. Andreas Pläsier, Analyst von M.M. Warburg bezweifelt, dass das so bleibt: "Unser Ausblick für 2008 ist vorsichtig, weil die Marktturbulenzen länger andauern als erwartet. Daher dürfte sich der Einnahmestrom aus dem Zinsgeschäft im ersten Halbjahr abschwächen", so Pläsier. Das geringere Wirtschaftswachstum werde auch das Privatkundengeschäft belasten. "Die Berichtssaison der deutschen Banken für das zurückliegende Jahr 2007 hat gerade erst begonnen, da droht noch einiges an Ungemach", warnen die Zinsstrategen der DZ Bank.



Das Schicksal des Euro bleibt eng an die Aktienkurse gekoppelt. "Die Aktienmärkte halten den Schlüssel für die Währungsmärkte in der Hand. Wenn die Kurse fallen und die Risikoaversion der Anleger zunimmt, belastet das den Euro", sagt Ian Stannard von BNP Paribas. Der Zustrom ausländischer Direktinvestitionen in die Eurozone habe sich verlangsamt. Der Euro sei zunehmend von kurzfristigem Kapital abhängig. Auch die Unicredit traut dem Euro nur den Sprung auf 1,50 $ zu, "wenn die Aktienmärkte mitspielen". Am Freitag robbte sich der Euro bis knapp an sein Rekordhoch bei 1,4967 $ heran, rutschte dann aber kräftig ab.

Die Nervosität an den Börsen dürfte weiter für niedrige Bondrenditen sorgen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen rutschte bereits unter 4,0 Prozent. Analysten halten den Bondmarkt für teuer. "Damit die Kurse noch weiter steigen, bräuchte es schon sehr negative Meldungen", so Peter Müller, Zinsanalyst der Commerzbank. Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag von ihrer harten geldpolitischen Linie abweichen, dürften festverzinsliche Bonds profitieren, so die Helaba. Davon gehen aber nur wenige aus. Und selbst wenn, viel Raum für sinkende Renditen gibt es auch dann nicht. Die Bewertung von Staatsanleihen sei angesichts der Inflationsgefahren bereits sehr hoch, so Helaba-Analyst Ulf Kraus.


Von Yasmin Osman, Mark Böschen (Frankfurt) und Ning Wang (New York)

  

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RE: Analysten überwiegend eher niedrigere Kurse in der nächsten Zeit
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.08 18:05)

>Die Nervosität an den Börsen dürfte weiter für niedrige
>Bondrenditen sorgen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen
>rutschte bereits unter 4,0 Prozent.
Analysten halten den
>Bondmarkt für teuer. "Damit die Kurse noch weiter
>steigen, bräuchte es schon sehr negative Meldungen", so
>Peter Müller, Zinsanalyst der Commerzbank. Sollte die
>Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag von ihrer harten
>geldpolitischen Linie abweichen, dürften festverzinsliche
>Bonds profitieren, so die Helaba. Davon gehen aber nur wenige
>aus. Und selbst wenn, viel Raum für sinkende Renditen gibt es
>auch dann nicht. Die Bewertung von Staatsanleihen sei
>angesichts der Inflationsgefahren bereits sehr hoch, so
>Helaba-Analyst Ulf Kraus.

verstehe viele häuslbauer nicht welche sich unbedingt noch immer einen fremdwährungskredit zumuten müssen. auch jene welche einen langjährigen euro-kredit mit variablen zinsen haben kann ich in diesem zusammenhang nicht verstehen.

bei diesem bund-future muss es ja ein leichtes sein einen langfristigen fix-zinskredit mit zuckerzinsen zu bekommen.

  

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Internetbank zieht 160.000 Kunden Kreditkarten ein interessant
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.2.08 09:35)

3.2.2008

Bank entzieht 160.000 Kunden Kreditkarten

Wegen eines zu hohen Kreditrisikos hat eine britische Internetbank rund 160.000 Kunden die Kreditkarten entzogen. Der Schritt habe nichts mit der weltweiten Finanzkrise zu tun, versicherte Bank Egg Man habe diejenigen Kunden angeschrieben, die bei einer Überprüfung ein "nicht hinnehmbares Risikoprofil" aufgewiesen hätten.
"Egg bedauert, dass einige Kunden nach der Mitteilung über das Ende ihrer Kreditvereinbarungen sehr aufgebracht waren", hieß es. Egg war im Mai 2007 von Citigroup übernommen worden und hatte danach seine bestehenden Verträge überprüft.

Citigroup hat in der US-Hypothekenkrise schwere Verluste einstecken müssen. Der jüngste Quartalsbericht wies ein Minus von fast zehn Milliarden Dollar aus. Von dem Rückzug der Kreditkarten sind sieben Prozent der insgesamt zwei Millionen Kreditkartenkunden der Bank betroffen. Der Labour-Abgeordnete Nigel Griffiths rief die Finanzaufsicht auf, aktiv zu werden. Egg teilte mit, die Firma habe die Behörde vor ihrer Entscheidung informiert.

Quelle:apa

  

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RE: Buy! Buy! Buy!
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.2.08 11:55)

Der Mann schreibt zumindest einmal die Woche im BE davon, mit welchen (angekündigten) Trades er wieviel gewonnen hat.

Kurz zusammengefasst: Immer optimistisch (in jeder MArktlage), ein echter Pusher und de facto ausschliesslich im US-Markt investiert, wobei mir vorkommt, dass es sich fast immer um Nebenwerte handelt (ich kann mich aber täuschen, überblicke den US-Markt nicht wirklich).
Schön, daß er uns Ösis jedenfalls daran teilhaben lässt.

Salut, DrEvil

  

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Kapitalanlegertagung Zürich - die zukünftigen Trends
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.2.08 20:56)

Kapitalanlegertagung Zürich

Auch in diesem Jahr war Zürich eine Reise wert! Die 23. Kaptialanlegertagung wies zwölf hochkarätige Referenten auf. Die Veranstaltung fand am 22./23. Januar statt. Ob Zufall oder nicht, aber das waren die volatilen Tage, die das bisherige Aktienmarkttief im Jahr 2008 bedeuten. Die Tagesaktualität überholte teilweise die Vortragenden. Während man im Saal dank Blackberrys und Notebooks bereits wusste, dass Ben Bernanke die Zinsen um 75 Basispunkte gesenkt hatte, formulierte John Murphy von Stockcharts.com noch auf der Bühne, dass die US-Fed wohl nicht umhin kommen wird, den US-Leitzins im Laufe der Woche zu reduzieren.

Überhaupt war John Murphy für mich einer der interessanteren Redner, weil er als Vater der Intermarket-Analyse gilt, der wir bekanntlich eine hohe Beachtung zumessen. Seine Weisheiten, dass alle Märkte miteinander verbunden sind, dass ein fallender US-Dollar bullisch für Rohstoffe ist oder das die Aktienmärkte den Rohstoffmärkten vorauslaufen, gehören in der Branche mittlerweile zum Allgemeingut. Murphy geht von einer vergleichsweise guten zweiten Jahreshälfte 2008 an den Börsen aus. Er sieht Gold weiterhin im Vorteil und machte dies anhand der Gold/S&P 500-Ratio fest. Diese hat im Jahr 2003 ihren seit 1980 bestehenden Abwärtstrend gebrochen.

Murphy sieht insgesamt steigende Rohstoffe sowie leicht steigende Anleihen. Defensive Aktien (Versorger, Gesundheit, nicht-zyklische Konsumgüter) sollten ok sein. Insgesamt sieht er den US-Aktienmarkt in einem Bärenmarkt; auch weltweit sollten die Aktienmärkte Schwäche zeigen.

Nach dem Sektorrotationsmodell beginnt der wirtschaftliche Abschwung dann, wenn die Basisindustrie-Aktien (Kupfer, Aluminium) sowie die Energieaktien zu fallen beginnen. Der Aufschwung sollte mit den Finanzwerten beginnen. Murphy glaubt, dass im Fall eines weltweiten Wirtschaftlichen Abschwungs Liquidität in den USA fließen wird, weil dann Geld aus den Emerging Markets abgezogen wird und zuhause (in den USA) angelegt wird. Emerging Markets Märkte sind historisch betrachtet in einer Krise schneller gefallen als die US-Märkte. Das dürfte den US-Dollar unterstützen.


Die Personen wechseln, die Botschaft nicht: Jedes Jahr trägt ein anderer deutschstämmiger, in Japan wohnender Experte vor, wie sehr die japanische Wirtschaft ihren Gesundungsprozess abgeschlossen hat und wie stark die Signale für eine neuerliche Hausse in Japan sind. In diesem Jahr war Jepser Knoll auf der Bühne, der bis Mitte 2007 Chefökonom von Merrill Lynch Japan gewesen ist. Knoll ist ein „Bühnenkünstler“, der es versteht, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Er erzählte von steigenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung des japanischen privaten und öffentlichen Sektors und stellte eine Untersuchung vor, wonach japanische Produkte als besonders „cool“ angesehen werden. Noch mehr als diese Botschaften regten jedoch die folgenden beiden Aussagen zum Nachdenken an:

Erstens: Knoll meint, dass es nicht zu nennenswerten Zinsanhebungen in Japan kommen dürfte. Bereits jetzt werden 26 Prozent des japanischen Haushalts für Zinsleistungen verwendet. Bereits ein geringer Zinsanstieg würde diesen Anteil deutlich erhöhen und andere notwendige Ausgabeposten zurückdrängen. Zweitens: Sollte es in China irgendwann zu einer deutlichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums kommen, würden nicht etwa Arbeiter auf die Straße gesetzt oder Fabriken dicht gemacht. Das kommunistische China würde weiter produzieren, was das Zeug hält und sowie die Welt mit einer Deflationswelle „überschwemmen“.

Achim Matzke, Leiter Global Technical & Index Research der Commerzbank, sprach von einer Wende in Richtung Blue Chips. Er sieht die Marktkapitalisierung in Europa bereits über derjenigen der USA liegen. Den US-Dollar sieht er in seinem langfristigen Abwärtstrend verbleiben.

Es passte auf den Punkt. Just Stunden, nachdem die FED den Leitzins überraschend von 4,25 auf 3,5 Prozent gesenkt hatte, sprach das ehemalige Mitglied des Direktoriums der EZB, Prof. Dr. Ottmar Issing recht locker zum Publikum. Er sah diese Zinssenkung mit einem Stirnrunzeln und verwies auf die konstante Politik der EZB, die sich nicht von Aktienmärkten, sondern von volkswirtschaftlichen Schwankungen leiten ließe. Seiner Meinung nach kämen Konjunkturprogramme meist zu spät und wirkten dann prozyklisch. Er setze mehr auf die „automatischen Stabilisatoren“, die in einem Abschwung greifen. Das sind zum Beispiel Mehrausgaben der Arbeitslosenversicherung. Langfristig wirken Geldmengenausweitungen in dem Maße, wie sie gegenwärtig erfolgen, inflationär. Eine Bemerkung machte Issing noch zur Politik. Er sagte, dass Politiker oft die Erfahrung machen, dass Ehrlichkeit in der Politik kaum belohnt wird. Sobald jemand sagt, dass gespart werden muss, kommt ein anderer, der den Menschen Mehrausgaben verspricht und damit Wahlen gewinnt. So setzt sich ein Kreislauf in Gang, der inflationär wirkt.

Philipp Vorndran, Investmentstratege der Credit Suisse, sieht Industriemetalle real bereits auf ambitioniertem Niveau. Gold kann dagegen noch steigen. Agrarrohstoffe sieht Vorndran weiter im Aufwärtstrend. Bei einer Weltbevölkerung, die von aktuell 6,6 auf 9 Mrd. im Jahr 2050 steigen dürfte, sind Zuwächse bei den Agrarprodukten und den Viehzüchtern sowie im Nahrungsmittelbereich unausweichlich. Hersteller von Agrarmaschinen, Düngemittel und Saatgut sind Aktienmarktideen. Die Bodenpreise für Agrarland sollte weiterhin ansteigen.

Staatsfonds sind die Liquiditätsquelle der Zukunft. Sie subventionieren die Anleihen-Märkte. Die US-Zinsen würden um 130 Basispunkte anziehen, falls sich die Staatsfonds aus den US-Anleihemärkten verabschieden sollten. Citibank und UBS stellen Beispiele für die Umschichtung von Kapital der Staatsfonds in Aktienmärkte dar. Der Inflationsdruck ist weiterhin hoch.

Vorndran geht davon aus, dass in Deutschland aufgrund der Abgeltungssteuer die Small- und Midcap-Aktien profitieren werden, da dort das ausländische Geld traditionell weniger investiert ist. Die Marketingschlacht um die Abgeltungssteuer wird zunehmen.


Bei den Emerging Markets sieht Vorndran Indien gegenüber China im Vorteil. „In Indien wird investiert, in China wird gezockt“. Russland, Rubel und russische Bonds seien ok, ebenso der brasilianische Markt. Im ersten Quartal 2008 dürfte sich bei den Aktien eine Bodenbildungphase ergeben. Ende 2008 dürften die Gewinne unverändert sein. Das KGV dürfte sich marginal ausweiten. Die Abschreibungen wurden größtenteils bereits im Jahr 2007 eingepreist. Die Kapazitätsauslastung ist in den USA stabil.

Großbritannien sollte die negative ökonomische Überraschung des Jahres werden. Darunter dürfte das britische Pfund leiden. Grundsätzlich setzt Vorndran auf „Carry long Schwellenländer“ und „Carry short Industrieländer“, also ein sich ausweitenden Zinsdifferenz zwischen Schwellen- (hohe Zinsen) und Industrieländern (niedrige Zinsen).

Eugen Keller und Mario Mattera vom Bankhaus Metzler sehen Gold in diesem Jahr die 1.000-Dollar-Marke nehmen. Der Inflationsdruck sollte insgesamt bestehen bleiben.


Die Kreditkrise verliere zunächst ihren Schrecken, man sollte die Talfahrt der Aktien als Chance begreifen. Nach der monatlichen Merrill Lnych-Fondsmanager-Umfrage „ersticken“ die Fonds in Cash.
Das Kapital dürfte in die Aktienmärkte zurückfliessen.


Das „Deleveraging“ (Zurückfahren des Kredithebels) dürfte gerade bei den Brokerhäusern weiter gehen. Die Lagerbestände für Mais, Sojabohnen und Weizen befinden sich auf 30-Jahres-Tiefs. Die Hausse im Agrarsektor sollte weiterlaufen. Eine Idee ist der Kauf der norwegischen Krone, die sich zu einer Hochzinswährung entwickelt. Verkaufen würden sie den kanadischen Dollar. Im Gesamttenor bleiben Keller und Mattera bullisch für die Rohstoffe. Eine US-Rezession sehen sie nicht notwendigerweise.

Felix Zulauf, Präsident Zulauf Asset Management, sieht im aktuellen Trend zu fallenden Zinsen die Schlussphase des langjährigen Abwärtstrends. Die Rohstoffe befänden sich weiterhin in einem langen Aufwärtszyklus. Die US-Hauspreise dürften noch weitere 15 bis 20 Prozent fallen. Die allerbesten Lagen wechseln 10% unter Höchstkurs. In den USA, Spanien und England dürften in den kommenden fünf bis zehn Jahren steigenden Sparraten verzeichnet werden. Die Bilanzreparaturen in den USA dürften noch fünf Jahre andauern.


Zulauf rechnet in den USA nicht mit einer U-förmigen Erholung, sondern mit einem L-förmigen Konjunkturverlauf – ähnlich wie in Japan nach 1990.


Die Konsum-Nachfrage aus den USA könnte von 800 Mrd. US-Dollar auf 500 Mrd. zurückgehen. Der US-Leitzins dürfte auf zwei oder sogar null Prozent fallen. Die Zinsen für 10jährige US-Anleihen gingen auf 3 bis 2,5 Prozent. Problematisch wäre die US-Autokredite und die Konsumkredite. Die „Credit Default Swaps“ (Versicherungsprämie gegen Pleite von Unternehmen) schössen nach oben. Kredite werden wegen der Verschärfung der Kreditbedingungen teurer werden.

Der Euro ist laut Zulauf vollkommen überbewertet. Yen/Dollar sollte steigen, ebenso Yen/Euro. Das britische Pfund sollte gravierend verlieren. In Ungarn sein 90% der Hausbaukredite in Schweizer Franken ausgestellt. Im Ölpreis sei der große Schub vorbei. Ein Rücksetzer auf 70 US-Dollar ist wahrscheinlich. Der CRB-Index sollte Wasser treten. Weizen sei überhitzt und der Schub in den Agarrohstoffen sei vorerst vorbei. Für Baumwolle und Zucker könnte er sich noch erwärmen. Gold besitzt weiterhin ein gutes Umfeld. Die Produktion nimmt ab. Gold sollte man bei 800 bis 850 Dollar blind kaufen. Er würde jetzt nur noch in zwei bis dreijährige Staatsanleihen und in Gold investieren.

Einige Referenten habe ich nicht genannt. Das liegt einfach daran, dass ich nicht bei allen Vorträgen anwesend sein konnte, da diese teilweise parallel stattfanden.

*************

Ottakringer:

In diesem Artikel von "wellenreiter-invest.de" steckt eine Menge an wertvoller Information für uns Privatanleger. Ich habe mir für die "Schnell-Leser" die Mühe gemacht, dass "Allerwichtigste" fett zu markieren.


  

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Strategien für stürmische Börsen
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.2.08 00:20)

Strategien für stürmische Börsen


03. Februar 2008 Mehr als 100 Milliarden Dollar haben die Banken im Zuge der Subprime-Krise abgeschrieben. Doch die Aktionäre müssen sich auf noch mehr Ungemach einstellen. Die Ratingagentur Standard & Poor's rechnet für die Branche insgesamt mit Verlusten von 265 Milliarden Dollar. Es könnte noch mehr werden, denn die Finanzkrise ist längst nicht beendet.

Der ehemalige amerikanische Notenbankchef Alan Greenspan äußerte sich zuletzt besorgt über ein Abgleiten Amerikas in eine Rezession. Greenspan selbst hatte der amerikanischen Konjunktur und der Wall Street durch billiges Geld einen jahrelangen Boom beschert. Jetzt sieht der Ex-Währungshüter den Einfluss der Zentralbanken schwinden.

Sein Nachfolger Ben Bernanke senkte den Leitzins am vergangenen Mittwoch um einen halben Prozentpunkt auf drei Prozent und schürte Spekulationen auf weitere Zinssenkungen. In einem Schritt, der nach Panik roch, hatte die Fed zuvor bereits den Basiszinssatz um 75 Basispunkte gekappt.


„Die Bankenkrise ist unterschätzt worden“, sagt Eberhard Weinberger, Vorstandsmitglied der Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG. „Die Zinssenkungen kommen zu spät.“ Die Aktienkurse der Banken sind seit dem Sommer vergangenen Jahres um rund 40 Prozent eingebrochen. Weltweit zeigen sich die Börsen äußerst nervös. Eine Rezession in Amerika ist, für sich genommen, keine Katastrophe, die Subprime-Krise vielleicht auch nicht. Beides zur gleichen Zeit kann für Wirtschaft und Unternehmen aber fatale Folgen haben.

Wie groß die Gefahr ist, wurde in der vergangenen Woche deutlich. Die Banken haben vorsorglich Teile ihres Kreditengagements gegen Verluste versichert - mit klassischen Policen bei den sogenannten „Monolinern“, spezialisierten Anleiheversicherern wie MBIA und Ambac. Der Schutz ist aber nur dann etwas wert, wenn die Versicherungsgesellschaft auch zahlen kann. Genau daran kamen Zweifel auf. Die schwach kapitalisierten Monoliner, die Papiere im Wert von 2500 Milliarden Dollar versichert hatten, drohten ihr Top-Rating zu verlieren. Die Summe, die im Feuer steht, ist zu groß, als dass der Staat dafür Garantien aussprechen könnte. Das sprengte jeden Staatshaushalt.

Eine Herabstufung der Versicherer hätte bei den Banken milliardenhohe Abschreibungen ausgelöst und die ohnehin schon angespannte Eigenkapitaldecke weiter strapaziert. Frisches Kapital wäre nötig gewesen. Deshalb schnürte in der vergangenen Woche eine Gruppe von acht Banken ein Hilfspaket für den unter Druck stehenden Anleiheversicherer Ambac Financial. Das Konsortium, zu dem auch die Dresdner Bank gehört, will jetzt einen Rettungsplan austüfteln. Die Erleichterung der Anleger darüber war groß - größer wohl als über die Zinssenkung.

Niemand weiß, wie die Geschichte ausgeht

Immer wieder flackert die Angst vor einer Bankpleite, dem Zusammenbruch des Finanzsystems und einer Kreditklemme auf. Das würde die gesamte Wirtschaft in den Abgrund reißen. Es wäre ein Albtraum für den Aktienmarkt. Die Banken werden schon aus eigenem Interesse alles tun, eine solche Kernschmelze zu verhindern. Die Frage ist, inwieweit das gelingen kann - und zu welchem Preis.

Als Ausweg aus dieser dunklen Welt kommen die Verstaatlichung maroder Institute, wie sie die britische Regierung für die Krisenbank Northern Rock in Betracht gezogen hat, oder eine enorm lockere Geldpolitik und großzügige Liquiditätsspritzen der Notenbanken in Frage. In Amerika sind die Realzinsen jedenfalls schon wieder negativ - so wie nach der Börsenbaisse zu Beginn des Jahrzehnts, als Deflationsangst herrschte.

Anleger fragen sich jetzt: „Abwarten, aussteigen - oder vielleicht aufstocken?“ Das Problem ist: Niemand weiß, wie die Geschichte ausgeht. Klar ist nur, dass sich die Finanzkrise nicht einfach über Nacht in Luft auflösen wird. Und klar ist, dass das Horrorszenario einer großen Bankenpleite nur eine geringe Wahrscheinlichkeit hat. Zwischen den beiden Extremen scheint alles möglich.


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Gold ist der Profiteur der Inflationsängste

„Anleger müssen für alles gewappnet sein - ein gutes und ein schlechtes Ende“, sagt der Kölner Vermögensverwalter Bert Flossbach. „Dazu gehört immer eine hohe Goldquote. Hier entsteht die nächste Blase.“ Denn Gold ist der Profiteur der Inflationsängste, die die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken weckt. Phasen negativer Realzinsen waren in der Vergangenheit immer goldene Zeiten. Wie hoch die Quote sein soll, daran scheiden sich die Geister. Strategen nennen Zahlen zwischen fünf und fünfzehn Prozent.

Bei langlaufenden Anleihen ist dagegen äußerste Zurückhaltung geboten. Wer wollte der amerikanischen Regierung schon für zehn Jahre Geld leihen, wenn er dafür nur 3,6 Rendite bekommt, während die Inflation bereits mehr als vier Prozent beträgt? Da ist ein Tages- oder Festgeldkonto bei einer vertrauenswürdigen Bank die bessere Wahl.

Auch Aktien gehören ins Depot. „Von Banktiteln halten sich Anleger aber besser fern“, warnt Weinberger. „Die sind nicht preiswert, wenn die Eigenkapitalbasis gefährdet ist.“ Davon abgesehen bieten solide Unternehmen durchaus Schutz vor Inflation, denn Aktien sind eine Mischung aus Sach- und Geldwert. Das gilt allerdings nur, wenn ein Unternehmen die Macht besitzt, höhere Preise auch auf die Kunden zu überwälzen. Zudem gelten Aktien als die Gewinner einer lockeren Geldpolitik.

Pharmawerte und Versorger

Risikoscheuen Anlegern empfiehlt Alfred Roelli, Chefstratege beim Genfer Bankhaus Pictet & Cie, Pharmawerte und Versorger - nicht nur aus Deutschland, sondern weltweit. Und wer einen Schritt aus Europa heraus wagen wolle, solle nach Japan schauen. Dort könnten Anleger Aktien zum Buchwert kaufen, und es gebe Immobilien mit attraktiven Renditen.

„Wer jetzt, nach 15 Prozent Kurskorrektur, mit den Nerven bereits am Ende ist, hat offensichtlich die falsche Strategie“, glaubt Roelli. Der solle überlegen, ob er die Kurserholung, die gerade eingesetzt hat, nicht nutzt, um seine Aktienquote zu senken.

  

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RE: Strategien für stürmische Börsen
Rang: nurb(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.2.08 09:28)

Russland droht in Sog der Finanzkrise zu geraten
Experten warnen – Land ist kein sicherer Hafen für westliches Kapital
Russlands Banker hielten in der Vorwoche Kriegsrat. Grund: Erstmals seit zehn Jahren setzte die russische Notenbank die Sätze für Rücklagen, die private Geldhäuser für Liquiditätskrisen bilden müssen, drastisch herauf. Das letzte Mal hatten die Währungshüter die Notbremse 1998 gezogen, als faule Staatsanleihen den großen Finanz- und Bankencrash lostraten. Er stürzte in wenigen Tagen fast alle großen privaten Kreditinstitute und damit auch die Masse der Anleger in den Abgrund und führte zu einer massiven Abwertung des Rubels. Das Horror-Szenario könnte sich jetzt wiederholen, fürchten russische Wirtschafts- und Finanzgurus.
Ruhe
Zwar riefen Notenbanker ebenso wie Finanzminister Alexej Kudrin, der mit hoher Wahrscheinlichkeit am 2. März zum neuen Präsidenten Russlands gewählt wird, zu Ruhe und Besonnenheit auf. Kudrin erwartet in den nächsten drei Jahren ein Wachstum von rund sieben Prozent; Russlands boomende Wirtschaft wird seiner Meinung nach die Einbrüche an den Börsen kompensieren und eine weltweite Rezession verhindern.
Andere Experten sind weit weniger optimistisch. Allen voran der frühere Premier Jegor Gaidar. Hoffnungen, dass Russland sich angesichts der Börseturbulenzen zum einem sicheren Hafen für westliches Kapital auswachsen könne, seien durch nichts gerechtfertigt, warnt er. Wenn die Regierung nicht umgehend auf den globalen Kurssturz reagiere, werde dies für Russland „katastrophale Folgen“ haben. Sogar eine Reflation – ein Phänomen, bei dem Inflation und Rezession zeitnah ihren Höhepunkt erreichen – sei denkbar. Leider würden die Bedrohungen wegen der Präsidentenwahl momentan nicht einmal diskutiert, meint Gaidar. Gibt es eine längere globale Rezession, drohe auch ein geringerer Bedarf an Rohstoffen und in der Folge ein Preissturz. Mit verheerenden Konsequenzen für Russland, dessen beeindruckendes Wirtschaftswachstum fast ausschließlich durch Ausfuhr von Bodenschätzen zustande kommt. – Elke Windisch, Moskau

© 04.02.2008 KURIER

  

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New York Giants gewinnen - Hausse 2008?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.2.08 17:50)

Die Giants-Wette

http://www.teleboerse.de/913215.html

http://www.be24.at/blog/entry/13705

Zwar riefen Notenbanker ebenso wie Finanzminister Alexej Kudrin, der mit hoher Wahrscheinlichkeit am 2. März zum neuen Präsidenten Russlands gewählt wird, zu Ruhe und Besonnenheit auf

Dieser Artikel strotzt ja nur so vor Qualität.Medvedev ist der Mann der Präsident Russlands wird,nur so nebenbei.

Andere Experten sind weit weniger optimistisch. Allen voran der frühere Premier Jegor Gaidar.

Ha Experte.Jelzin Bubi,Putin Hasser und Freund Beresovskis?
Im Gegenteil Russland hat heute fast keine Schulden,eine gigantischen 100Mrd schweren Krisenfonds,riesige Budgetüberschüsse und einen unumkehrbaren! Rohstoffboom vorzuweisen.
Allerdings sind von den 1100 Banken viele Hunderte überflüssig,chaotisch geführt und nicht lebensfähig.Hier wird es eine Bereinigung geben.
Mein Tipp:.Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter.










  

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Subprime-Krise zieht weitere Kreise
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.2.08 21:35)

Wer gehofft hatte, dass sich nur Finanzinstitute an Subprime-Investments verhoben haben, wird immer öfter eines Besseren belehrt.

Wer gehofft hatte, dass sich nur Finanzinstitute an Subprime-Investments verhoben haben, wird jetzt eines Besseren belehrt: Der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb teilte am Donnerstag mit, er werde für Fehlspekulationen im Zusammenhang mit der Krise am Hypothekenmarkt 275 Millionen Dollar abschreiben.

Bislang hatten sich die Verluste außerhalb der Finanzbranche auf weniger gewichtige Namen beschränkt, unter anderem den Netzwerk-Ausrüster Ciena. Die Investmentbank Merrill Lynch teilte überdies mit, kleinere Technologie-Anbieter könnten wegen ihrer Investments gefährdet sein, und auch eine Reihe von Medizin- und Computerunternehmen mussten Wertberichtigungen vornehmen.

Oft handelt es sich dabei um Gesellschaften, die einen bedeutenden Teil ihres Gewinns statt im operativen Geschäft mit Finanzanlagen erzielen. So erwirtschaftete Lawson Software, ein inzwischen ebenfalls von der Finanzkrise betroffener Hersteller von Programmen für Personalabteilungen, im ersten Quartal seines Geschäftsjahres noch ein Zinsergebnis von 6,86 Millionen Dollar und ein Betriebsergebnis von 5,4 Millionen Dollar.

Dabei ließen sich die Unternehmen von den vielfach hervorragenden Bonitätsnoten der von ihnen gekauften Wertpapiere täuschen. Bristol-Myers und Ciena wählten nach eigenen Angaben Investments mit einer Bonitätsnote von "AAA" aus - dem bestmöglichen Urteil, das von Rating-Unternehmen wie Moody's Investors Service oder Standard & Poor's vergeben wird. In der jüngsten Quartalsmitteilung an die Regulierungsbehörden vom 25. Oktober wies Bristol-Myers in der Tat "variabel verzinsliche Instrumente mit einer Bonitätsnote von "AAA/aaa" aus, die "kurzfristig zu Bargeld gemacht werden könnten".

"Viele von den Anlagen, die die Finanzchefs der Unternehmen für absolut sicher hielten, waren es in Wirklichkeit gar nicht", sagte Anthony J. Carfang, Partner bei der Finanzberatungs-Gesellschaft Treasury Strategies in Chicago. Daher sei auch das aktuelle Risiko so schwer abzuschätzen: "Niemand weiß, wo die faulen Papiere stecken", sagte er. Auch Michael Shinnick, Vermögensverwalter bei der 1st Source Bank in South Bend, Indiana, sieht dieses Problem: "Heute ist ein Papier mit 'AAA' bewertet, in zwei Monaten könnte es 'AA' sein, und in sechs Monaten nur noch 'A'", sagte er. Er hält die Aktien von Technologie-Unternehmen wie Microsoft unter anderem wegen ihrer hohen liquiden Mittel.

Die Liquiditäts-Manager vieler Unternehmen und auch von Bristol-Myers kauften unter anderem so genannte Auction-Rate-Papiere. Dabei handelt es sich um einen Typ von Schuldverschreibung, dessen Zins in kurzen Abständen durch eine Auktion festgelegt wird. Sie bieten eine renditestarke Alternative zu Geldmarktfonds und kurzfristigen US-Staatsanleihen: Am 23. Januar brachten einmonatige Auction-Rate-Papiere beispielsweise eine mittlere Rendite von 4,73 Prozent, wie ein Index des Branchenverbandes Securities and Financial Markets Association belegt. über vier Wochen laufende US-Schatzanweisungen hingegen rentierten mit 1,61 Prozent.

"Die Unternehmen wurden süchtig nach diesen netten, hohen Erträgen", sagte Jeff Wallace, geschäftsführender Partner bei Greenwich Treasury Advisors, einem Beratungsunternehmen in Boulder, Colorado. Doch, wie sich inzwischen zeigt, hat die Sache einen Haken: Bei den Auction-Rate-Anleihen haben Investoren gewöhnlich das Recht, sie an den Emittenten zurückzuverkaufen, wenn sie mit dem neuen Zinssatz nicht zufrieden sind. Treten jedoch zu viele Verkäufer auf, so kommt es zu einer "gescheiterten Auktion" - und dann sind die Geldgeber manchmal gezwungen, die Papiere bis zur Fälligkeit oder sogar auf unbegrenzte Zeit zu halten.

Berechnungen der Deutschen Bank zufolge dürften sich die Verluste aus Investments in Hypotheken an Schuldner geringer Bonität am Ende insgesamt auf bis zu 400 Milliarden Dollar belaufen. Bei Banken hat der Zusammenbruch des Subprime-Marktes bisher Abschreibungen von 120 Milliarden. Dollar nach sich gezogen, zeigen von Bloomberg erhobene Zahlen.

Bristol-Myers, der Hersteller des Gerinnungshemmers Plavix, vermeldete am Donnerstag für das vierte Quartal einen Verlust. Grund sind die Abschreibungen auf Investments in Auction-Rate-Papieren, die zum Teil mit Subprime-Hypotheken besichert waren. Dem Unternehmen zufolge könnte die Summe der Wertberichtigungen von derzeit 275 Millionen Dollar bis auf 417 Millionen Dollar ansteigen.



04.02.2008 | Wirtschaftsblatt

  

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Societe Generale: Spekulationsverluste dürften viel höher sein
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.2.08 21:39)

Einem Bericht der Zeitung "Le Monde" zufolge sollen die Fehlspekulationen das Institut sogar 6,3 Mrd. Euro gekostet haben.

Die Krise um die französische Großbank Societe Generale (SocGen) nach Spekulationsverlusten des Skandal-Traders Jerome Kerviel zieht immer weitere Kreise. Wie die Zeitung "Le Monde" berichtet, könnten die Verluste nicht bei den bisher angenommenen bei 4,9, sondern bei 6,3 Mrd. Euro liegen. Die von der SocGen genannte Zahl sei nur eine Nettoposition, schrieb das Blatt ohne Nennung einer Quelle. Ende 2007 habe die Bank aus den Kerviel-Beständen einen Gewinn von 1,4 Mrd. Euro verbucht - sonst wäre nun die Katastrophe noch größer. SocGen lehnte einen Kommentar ab. Umso größer ist der Katzenjammer bei Marktteilnehmern und Politikern. In der Affäre ermittelt inzwischen die Börsenaufsicht und die Justiz.

Der Verlust war entstanden, als das Institut Kerviels Derivate-Positionen im Wert von rund 50 Mrd. Euro über die Börse verkauft hatte. Kerviel hatte die Milliardenbestände durch Scheingeschäfte aufgebaut, so dass nach Angaben der Bank niemand davon gemerkt hatte. Als Folge des Handelsskandals drängt die französische Regierung auf eine stärkere Regulierung des Finanzsektors. In einem am Montag vorgelegten Bericht des Wirtschaftsministeriums hieß es unter anderem, die internen Kontrollen bei Banken müssten deutlich verbessert werden.

Wirtschaftsministerin Christine Lagarde erklärte, neben allgemeinen Marktunsicherheiten gebe es bei Banken operative Risiken, die stärker in die Beurteilung des Gesamtrisikos einbezogen werden müssten. Zudem forderte sie härtere Strafen für Betrügereien im Handel. "Im Falle von Betrug spielt auch menschliches Versagen eine Rolle", sagte Lagarde. Die Ministerin drängte in ihrem Untersuchungsbericht, den sie Premierminister Francois Fillon vorlegte, auf eine klarere Aufgabentrennung von Aufsichtsbehörden und Regierung. Das Gutachten ist eines von dreien, die in Folge der Milliardenverluste in Auftrag gegeben wurden. Die Berichte der zuständigen Kommission der Zentralbank und von unabhängigen Experten der Societe Generale stehen noch aus.

Sollte ein Verkauf nötig sein, hoffe die französische Regierung auf ein "freundliches" Angebot für die Bank, sagte Lagarde. Die geplante Kapitalerhöhung im Volumen von 5,5 Mrd. Euro bei der französischen Großbank dürfte die Kapitalbasis des Geldhauses aber in einem solchen Umfang kräftigen, dass es "nicht auf eine Unterstützung angewiesen sein sollte", sagte die Ministerin vor einem parlamentarischen Ausschuss am Montag Societe Generale hat selber sich als stark genug bezeichnet, um unabhängig zu bleiben.

Inzwischen werden auch immer mehr Details zu Kerviel bekannt. Er habe es verstanden, sich mit den Kollegen gutzustellen, die ihn kontrollieren sollten: "Er hat ihnen E-Mails geschrieben und von seinem Urlaub erzählt." Einmal sei er bankintern sogar zum "nettesten Händler" gewählt worden.

Die Polizei teilte unterdessen mit, Kerviel werde rund um die Uhr bewacht. Der Polizeischutz erfolge auf Bitten des Finanzministeriums, hieß es. Dem 31-Jährigen drohen drei Jahre Haft, er war aber vergangene Woche nach der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens auf freien Fuß gesetzt worden. Er musste dazu seinen Reisepass abgeben, um eine Flucht zu verhindern. Kerviels Anwältin hatte gesagt, der junge Händler sei von dem weltweiten Medieninteresse an der Affäre "vollkommen erschlagen".


04.02.2008 | Wirtschaftsblatt

  

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RE: Societe Generale: Spekulationsverluste dürften viel höher sein
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.2.08 22:15)

>Die von der SocGen genannte Zahl sei nur eine Nettoposition


Nichts anderes ist sinnvoll. Man kann doch nicht erwarten, daß Verlusttrades und Gewinntrades gesondert veröffentlicht werden?

  

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Kaufen,wenn die Chefs kaufen? witzig
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:02)

Hoffen auf baldigen Börse-Boom: US-Manager auf Schnäppchenjagd
05.02.2008 (DiePresse.com)

Top-Manager nutzen die niedrigen Aktienkurse und füllen ihre Depots. "Manager-Investitionen waren stets ein guter Index für die künftige Entwicklung an der Börse", sagt ein Experte.

Top-Manager von US-Investmentfirmen nutzen die niedrigen Aktienkurse, um ihre eigenen Depots aufzufüllen. Allein im Jänner deckten sich die US-Manager mit Aktien im Wert von 683 Mio. Dollar ein. Im selben Zeitraum verkauften sie Aktien im Wert von 475 Mrd. Dollar.

Manager: Mehr Aktien gekauft als verkauft

Damit erwarben sie erstmals seit 13 Jahren mehr Aktien als sie verkauften, berichtet "Spiegel Online". Die Agentur Washington Service wertete dafür die Aktienkäufe von 1.900 New Yorker Firmen aus.

weiter auf:http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/360740/index.do?_vl_backlink=/home/wirtsch aft/index.do

Alter Artikel:

Insidergeschäfte

Kaufen, wenn die Chefs kaufen

Vorstände und Aufsichtsräte wissen meist mehr als der Markt. Bei welchen aussichtsreichen Unternehmen Insider jetzt Aktien kaufen.
Von FOCUS-MONEY-Redakteur Christian Bieker

Börsianer beobachten genau, wo Firmenchefs kaufen oder verkaufenVorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige verfügen meist schon im Vorfeld über Informationen, die den Kurs einer Aktie steigen oder fallen lassen könnten – entsprechend handeln sie. Sie sind damit äußerst erfolgreich. Kaufen sie Anteilsscheine ihres Unternehmens, heben die Kurse meist ab. Verkaufen sie ihre Aktien, sinkt der Kurs häufig...

Quelle:http://www.focus.de/

  

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RE: Kaufen,wenn die Chefs kaufen?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:04)

Haha, grad schöpfte ich bei dem Artikel Optimismus, als ich mir dann aber den DOW Fut anschaute...

  

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RE: Kaufen,wenn die Chefs kaufen?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 16:47)

>Haha, grad schöpfte ich bei dem Artikel Optimismus, als ich mir dann aber den DOW Fut anschaute...

Wegen ca.-1% bekommst glei schwache Knie? Ausserdem musst den Artikel streng antizyklisch sehen..


  

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RE: Kaufen,wenn die Chefs kaufen?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 17:13)

Ich sehe ca. -3,5% im DAX, das ist schon heftig...

  

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DOW Futures schmieren ab
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:05)

da wird die Eröffnung in US nicht gerade sehr rosig wie es aussieht!

  

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RE: DOW Futures schmieren ab
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:16)

Was passt denen denn jetzt schon wieder nicht, wahnsinn wie der runter geht --> bin gespannt ob eine Meldung auch noch kommt

  

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RE: DOW Futures schmieren ab
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:18)

Eine Auszeichnung für den, der nachschaut, was passiert ist!

  

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RE: DOW Futures schmieren ab
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:20)

Adidas kauft eigene Aktien? --> heute würde mich nichts mehr wundern

  

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RE: DOW Futures schmieren ab
orgwyn(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:20)

05.02.2008 - 15:01
Eilmeldung: ISM-Dienstleistungssektor stürzt ab

New York (BoerseGo.de) - Der vom Institute for Supply Management ermittelte ISM-Index für das nicht - verarbeitende Gewerbe ist gegenüber dem Vormonat von 54,4 Zähler für den Monat Januar auf 41,9 Punkte gefallen. Volkswirte haben im Schnitt mit einem Rückgang auf 53 Punkte gerechnet.

  

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Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:04)

...ist aber auch überdeutlich am ATX erkennbar.Also diese Abhängigkeit ist schon ein Wahnsinn.

ice

  

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RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden.... gut analysiertinteressant
Rang: mongocliquee(32) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:20)

ISM Services Index Fell to 41.9 in January From 54.4

By Shobhana Chandra

Feb. 5 (Bloomberg) -- U.S. service industries unexpectedly contracted in January as the housing slump deepened and consumer spending cooled.

The Institute for Supply Management's non-manufacturing index, which reflects almost 90 percent of the economy, fell to 41.9, the lowest since October 2001, from 54.4 the prior month, the Tempe, Arizona-based ISM said. A reading of 50 is the dividing line between growth and contraction. The group also issued a new composite measure.

The worst housing slump in a quarter-century is spreading throughout the economy, hurting businesses such as builders, retailers, wholesalers and mortgage lenders. The report adds to concern Americans are spending less as job losses mount, raising the risk the economy may tip into a recession, economists said.

``Companies are becoming cautious,'' Nigel Gault, chief U.S. economist at Global Insight Inc. in Lexington, Massachusetts, said before the report. ``The economy will be contracting in the first half...


PS : Wer bekommt denn jetzt die "leicht verdiente" Auszeichnung


Und noch was damit ich die Auszeichnung vom BBio bekomm :

Unter www.bloomberg.com findet man das sofort raus wenn man des Englisch mächtig ist. Reicht auch Bruchteilhaft so wie bei mir

  

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RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
Rang: murcielago(171) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:26)

>
>Unter www.bloomberg.com findet man das sofort raus wenn man
>des Englisch mächtig ist. Reicht auch Bruchteilhaft so wie bei
>mir

noch besser: www.marketwatch.com

lg

  

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RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
Rang: mongocliquee(32) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:48)

Naja. Noch besser würd ich nicht sagen. Das ist halt Geschmackssache.

@ BBio : Wo bleibt die Auszeichnung für mich oder orgwyn. Danke !

  

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RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:50)

Ich glaub noch immer das es wegen Adidas ist

  

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RE: Dow Futures bohren sich gerade in den Boden....
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 15:51)

>Naja. Noch besser würd ich nicht sagen. Das ist halt
>Geschmackssache.
>
>@ BBio : Wo bleibt die Auszeichnung für mich oder orgwyn.

Hast sie von mir bekommen,was aber nicht heisst dass er nicht auch eine springen lassen kann.

ice

  

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Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 17:59)

05.02.2008
Fondsmanager empfehlen schrittweisen Einstieg

"Nerven bewahren" ist für heimische Institutionelle das Gebot der Stunde

Der ATX hat keinen guten Start in das neue Jahr hingelegt. Im ersten Monat büsste der Index knapp 15 Prozent ein. Geht es nach heimischen Fondsmanagern, so wird sich die Situation in den kommenden Monaten nicht wesentlich verbessern. "Die hohen Volatilitäten im Aktienmarkt werden sicher noch die nächsten Monate anhalten. Allerdings rechnen wir mit ruhigeren Fahrwassern im zweiten Halbjahr", meint etwa Peter Till von C-Quadrat. "Was die Märkte volatil halten wird, sind ständig auftretende Gerüchte bzgl. Abschreibungen, Monoliner etc. Dem wird sich Wien als Small Cap Börse natürlich nicht entziehen können. Wir müssen uns jedenfalls auf sehr starke Kursausschläge einstellen", pflichtet ihm Walter Harecker von der Constantia Privatbank bei.

weiter unter:http://www.boerse-express.com/pages/639651

P. ow nicht Dax.

  

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RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 18:03)

>"Nerven bewahren" ist für heimische Institutionelle das Gebot der Stunde


Finde ich auch. Die Instis sind immer die ersten, die die Nerven wegschmeissen.

  

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RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 22:28)

Nachdem US mit fast -3% geschlossen hat wird es morgen eine Rote Eröffnung geben (zum glück noch in der SK verkauft).
Hoffe die Amis erfangen sich morgen wieder!!
Die verkaufen ja alles wenn sie auch nur einen kleinen Anstoss dazu bekommen!

Viel Glück allen für Morgen!

  

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RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
jo(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 22:32)

morgen gibts statt heringschmaus keks mit stahlkanten.

jo

  

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Jim Rogers im Interview interessant
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 22:48)

"Ich setze auf den fallenden Dollarkurs"



Vor zwei Jahrzehnten wurde der amerikanische Investor Jim Rogers als starker Befürworter der Wiener Börse bekannt. Mittlerweile hat er sich aus den USA und von ihren Finanzwerten zurückgezogen und bevorzugt Asien und den Rohstoffmarkt. Im Gespräch mit Michael Freund erklärt er seine Sicht der Dinge.



STANDARD: Wie würden Sie die aktuelle wirtschaftliche Situation in den USA bezeichnen?



Rogers: Amerika ist zweifellos in einer Rezession. Die Immobilien-, Auto- und Finanzbranchen sind noch schlimmer dran - in einer Wirtschaftskrise (Depression), wie es sicher jeder in der Baubranche nennen würde.



STANDARD: Was ist daraus zu lernen?



Rogers: Dass man keine zu leichten Kredite vergeben soll. Dass man keine Häuser und auch sonst nichts herschenken soll. Die Krise wurde durch die schlimmste Kredit-Blase verursacht, die wir je in Amerika erlebt haben. Kreditoren werden jetzt vorsichtiger sein, die nächste Generation wird keine verrückten Kredite vergeben, aber die darauffolgende wird es wieder tun. Das passiert immer so.



STANDARD: Davor warnen Sie seit letztem Frühjahr. Meinen Sie jetzt, Sie haben's ja immer gesagt?



Rogers: Nun, ich hab's ja immer gesagt (lacht). Dafür wurde ich ausgelacht, daher wusste ich, dass ich recht hatte. Ich habe große Wall-Street-Werte wie Fanny Mae oder von der Citibank leerverkauft.



STANDARD: Wer scheint jetzt dazuzulernen?



Rogers: Möglicherweise die Notenbankiers weltweit. Zu meiner Freude hat Ihr Kanzler, Alfred Gusenbauer, öffentlich erklärt, dass man nicht dasselbe wie die Amerikaner tun solle (den Leitzins herabsetzen, Anm.). Ich denke, er hat recht, das war ein schwerer Fehler. Das wird zu noch höherer Inflation führen, zu einer noch schlimmeren Rezession. Oft ist es besser, eine Rezession geschehen zu lassen, als sie mit allen Mitteln zu mildern. Wir haben alle fünf, sechs Jahre eine, das ist nicht weiter schlimm.



STANDARD: Sie kommen gerade von Kanzler Gusenbauer. Wie ist Ihre Beziehung zu ihm?



Rogers: Wir besprechen informell finanzielle und wirtschaftliche Angelegenheiten. Nochmals, ich finde es sehr gut, dass er in Davos die Hoffnung ausgedrückt hat, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nicht den Fehler der Federal Reserve wiederholt. Und auch, dass er aus Wien wieder einen starken Finanzplatz insbesondere für Osteuropa machen will.



STANDARD: Sie gelten ja als derjenige, der die Börse hier Mitte der Achtzigerjahre "wachgeküsst" hat.



Rogers: Vielleicht kann ich auch ein wenig zu dieser zweiten Phase beitragen.



STANDARD: Sie haben einen nach Ihnen benannten Commodities Index geschaffen. Viele Rohstoffe werden in Dollar gehandelt - wie lange noch?



Rogers: Irgendwann wird der Dollar seinen Status als Reservewährung der Welt verlieren. Die Menschen wenden sich jetzt schon ab, vor allem die Feinde Amerikas, wie Venezuela oder der Iran.



STANDARD: Ist das wirtschaftlich oder politisch motiviert?



Rogers: Beides. Auch einige Freunde Amerikas sagen jetzt: Moment mal, vielleicht stimmt was nicht mit Amerika, und wir sollten diversifizieren. Um darauf zurückzukommen: Die Währung zu entwerten hat noch nie zum Erfolg geführt.



STANDARD: Ist Amerika auf dem rechten Weg?



Rogers: Amerika ist eine reife Gesellschaft. Aber es hat sich übernommen - geopolitisch, militärisch, finanziell, in fast jeder Hinsicht. Seine Position als Leitsymbol wird schwächer, sicher im Vergleich mit Asien, wahrscheinlich auch mit Europa.



STANDARD: Was würden Sie dem nächsten Präsidenten empfehlen?



Rogers: Zurückzutreten (lacht). Schauen Sie, die Probleme lassen sich lösen. Aber wer mit dem Programm antritt, dass man das ganze System ändern müsse, der wird nicht gewählt. Man müsste das Steuersystem ändern. In den USA besteuern wir Ersparnisse und Investitionen - erfolgreiche Staaten besteuern den Verbrauch. Das Erziehungssystem müsste geändert werden, ebenso das Gesundheitssystem: Wir geben vier- oder fünfmal so viel dafür aus wie alle anderen, und unsere Gesundheitsfürsorge landet auf dem 22. oder 23. Platz. Unsere Anwälte prozessieren und klagen jeden nieder, das verursacht enorme Zusatzkosten.



Außerdem müssten unsere Grenzen für Immigranten geöffnet werden. Und noch etwas: Amerika hat Truppen in rund 120 Ländern der Welt stationiert. Bringt sie nach Hause! Wir machen uns nur Feinde, unser Land nicht sicherer, und es kostet uns ein Vermögen.



STANDARD: Das sagte der aussichtslose republikanische Präsidentschaftskandidat Ron Paul. Sie meinten einmal, ihn würden Sie wählen.



Rogers: Ich habe gesagt, er sei der Einzige, der die Situation versteht. Aussichtslos? Wir werden es im November sehen. Zurzeit hat er keine Chancen.



STANDARD: Was ist mit denen, die eine Chance haben?



Rogers: Ich würde keinen von ihnen wählen. Ich habe noch nie für den Sieger gestimmt, immer als Protest. Wenn wir immer nur Flaschen wählen, dann werden uns immer nur Flaschen beschert. Vielleicht werden wir eines Tages verstehen, dass wir diese Flaschen nicht wählen sollen.



STANDARD: Apropos, vergangenen November nannten Sie den Fed-Chef Ben Bernanke "entweder einen total Verrückten, einen Scharlatan oder einen kompletten ####". Stehen Sie dazu?



Rogers: Ich denke, er ist kein ####. Er ist nur ein Dummkopf. Er versteht nichts von Wirtschaft, von Märkten, von Währungen. Was er seit November gemacht hat, bestätigt mich darin. Bei Gott, er ist verrückt! Er signalisiert dem Rest der Welt: Uns ist der Wert des Dollars egal. Jeder, der versteht, was er da sagt, setzt auf den fallenden Dollarkurs. Auch ich.



STANDARD: Wenn Sie das tun und generell Amerika den Rücken zuwenden, werden Sie deshalb manchmal als unpatriotisch beschimpft?



Rogers: Von Verrückten immer wieder. Meine Antwort darauf ist: Ich dachte, dies ist Amerika, und als Amerikaner kann ich leben, wo ich will. Und das Finanzielle: Nun, man kann die Realität anerkennen und sich schützen, oder man kann mit den anderen den Bach runtergehen.



STANDARD: Sie befürworten jetzt Investitionen in China, so wie Sie früher die Wiener Börse favorisiert haben.



Rogers: Da bin ich immer noch gerne, die Wiener Börse ist besser dran als andere. Aber ich habe dort weniger Aktien als früher. Momentan sind mir Rohstoffe und Währungen lieber.



Quelle: Der Standard

ice

  

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RE: Nerven bewahren ist das Gebot der Stunde
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 22:45)

Und die Europäer heute nicht, die Abschläge hier waren ja wesentlich drastischer als in US, v.a als die Kurse dort bei 1-1,5 % im Minus waren. Nach dem Motto die Amis husten, wir liegen gleich mit einer ausgewachsenen Influenza darnieder

  

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US-Rezession greift um sich: Neuerlich kräftige Zinssenkungen stehen bevor
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.08 23:38)

Einbrechender Dienstleistungssektor, Kollaps beim Autoabsatz und Einschränkungen bei der Kreditvergabe zwingen Fed wohl zu weiteren Zinslockerungen.

Die Investmentbank Merrill Lynch hält es für wahrscheinlich, dass die US-Notenbank die Zinsen demnächst nochmals außerhalb ihrer regulären Sitzung senkt. Grund dafür sei der außerordentlich deutliche Geschäftseinbruch der US-Dienstleister im Jänner, hieß es in einer Mitteilung von Merrill Lynch an ihre Kunden. Der am Dienstag vorgelegte Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) war auf 41,9 von 54,4 Zählern im Dezember gesunken. Diese Entwicklung werde die US-Notenbank in "aggressiver Zinssenkungs-Stimmung" lassen "mit der großen Wahrscheinlichkeit, dass eine Zinsänderung zwischen den regulären Sitzungen möglich ist."

Man könne nicht mehr lediglich davon sprechen, dass die Wirtschaft im Abschwung sei. Vielmehr habe es im Jänner einen Kollaps beim Autoabsatz gegeben und die Einschränkungen bei der Kreditvergabe, die im Fed-Kreditbericht vom Montag nachzulesen seien, seien ohne Beispiel. Die Geschwindigkeit und der Tiefgang des Abschwungs, der in dem ISM-Bericht zu sehen sei, verstärke die Befürchtungen bei Merrill, dass es zu einem deutlich größeren Abschwung kommen werde als 2001.

Die US-Notenbank hat in den vergangenen Tagen die Zinsen bereits kräftig gesenkt: Am 22. Jänner reduzierte sie überraschend, weil außerhalb ihrer regulären Sitzung, den Zins zunächst um 75 Basispunkte auf 3,5 Prozent. Im Anschluss an eine reguläre Sitzung wurden die Zinsen am 31. Jänner dann um weitere 50 Basispunkte auf 3,00 Prozent zurückgenommen. Zudem ließ die Fed die Tür für abermalige Zinsschritte nach unten offen. Zur Begründung für die Senkungen hatte es geheißen, die Risiken für eine weitere Abschwächung des Wachstums in den USA blieben wegen der Hypotheken-und Finanzkrise hoch.

Wirtschaftsblatt 05.02.2008

  

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RE: US-Rezession greift um sich: Neuerlich kräftige Zinssenkungen stehen bevor
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 08:47)

Wie ist eure Taktik für heute?
In der Anfangsauktion auf tiefe Kurse setzen oder auf einen Intraday einbruch? Oder heute generell noch abwarten?
Danke für Tipps

Trading-Beginner

  

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RE: US-Rezession greift um sich: Neuerlich kräftige Zinssenkungen stehen bevor
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 08:49)

>Wie ist eure Taktik für heute?
>In der Anfangsauktion auf tiefe Kurse setzen oder auf einen
>Intraday einbruch? Oder heute generell noch abwarten?
>Danke für Tipps
>
>Trading-Beginner

vermutlich zusehen ... Trend abschätzen ... rechnen.

Wenn sich ein netter Trade ergibt, gerne. Wenn nicht, morgen ist auch noch ein Tag!

  

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Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 21:10)

Noch etwas ist mir gestern bei der Betrachtung des ISM-Dienstleistungsindex aufgefallen. Die Beschäftigungskomponente ist ebenfalls sehr deutlich auf 43,9 Punkte eingebrochen. Die Beschäftigungskomponente ist einer der Vorlaufindikatoren für die „Neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft“ (Nonfarm Payrolls) in den USA, die jeweils am ersten Freitag des Monats veröffentlicht werden. Diese wiederum ist ein wichtiger Indikator für den Arbeitsmarkt und dementsprechend auch für die Fed. Die Fed neigt dazu, auf einen schwachen Arbeitsmarkt mit Zinssenkungen zu reagieren.

Sie erinnern sich, am Freitag waren die neu geschaffenen Stellen in den USA zum ersten Mal seit 2003 ins Minus gerutscht. Es liegt also nahe, die beiden Komponenten zu vergleichen:


http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004332.jpg.png


Schauen Sie sich die Entwicklung 2001 an. Mit einem stark einbrechenden ISM-Beschäftigungsindex kam es bisher auch immer zu hohen Minuswerten bei den neu geschaffenen Stellen, also praktisch einem Beschäftigungsabbau.

Wir müssen also nach diesem aktuell scharfen Einbruch der Beschäftigungskomponente davon ausgehen, dass die Arbeitsmarktdaten in den nächsten Monaten ähnlich extreme Negativwerte erreichen werden wie 2001. Es mag sein, dass genau das Ben Bernanke meinte, als er von der Schwäche des Arbeitsmarktes sprach.

Nonfarm Payrolls und Rezessionen
Dazu möchte ich Ihnen einen Chart vorstellen, den mein geschätzter Kollege Robert Rethfeld heute seinen Lesern vorgestellt hat:



http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004330.jpg.png

Quelle: www.wellenreiter-invest.de


Das ist der Dreimonatsdurchschnitt der neu geschaffenen Stellen im Zusammenhang mit den Rezessionen in den USA (hier als graue Balken dargestellt). Es fällt zunächst auf, dass eine Rezession auch mit einem kräftigen Beschäftigungsabbau einhergeht (deutlich negative Nonfarm Payrolls).

Daraus könnte man also folgendes ableiten: Wenn der ISM-Beschäftigungsindex als Vorlaufindikator gelten kann, ist auch (neben dem Hauptindex) dieser Subindex ein wichtiger Hinweis darauf, dass es zu einer Rezession in den USA kommt, beziehungsweise dass wir uns quasi schon mittendrin befinden. Denn der Arbeitsmarkt reagiert eigentlich erst zeitversetzt. Wie Sie der obigen Grafik ebenfalls entnehmen können, werden nämlich Extremwerte (ca. -200.0000 und darunter) beim Arbeitsmarkt eher zum Ende einer Rezession ausgebildet.

Für die Börse ist lediglich wichtig, dass die Kurse meistens schon mitten in einer Rezession wieder anfangen zu steigen. Die Börse wettet in diesem Fall auf das Ende der Rezession. So gesehen könnte man auch die Arbeitsmarktdaten als einen zusätzlichen Indikator nutzen. Sollten die neu geschaffenen Stellen unter die -200.000 sinken, besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir bald das Ende der Rezession erleben. Spätestens dann, je nach Marktlage, kann man als Langfristanleger wieder das eine oder andere Positiönchen wagen.

Der 1987er Vergleich:
In diesem Zusammenhang ist ein anderer Vergleich höchst interessant:


http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004331.jpg.png


Das ist der 87er Crash im Dax im Vergleich mit dem aktuellen Crash. Die Ähnlichkeit ist deutlich. Zunächst ist ein starker Aufwärtstrend zu erkennen, der in der Mitte eine Konsolidierung aufweist (Flagge). Anschließend kam es jeweils zu drei Bewegungshochs in einer Seitwärtsbewegung (die normalerweise trendbestätigend ist), wobei das letzte Hoch das erste nicht mehr überwinden konnte. Daraufhin kam es zu einem massiven Abverkauf

Interessant ist, dass im Anschluss daran die Kurse 1987 doch wieder vergleichsweise schnell gestiegen sind und etwas später sogar neue Hochs ausgebildet haben. Werden wir also eine ähnliche Entwicklung auch jetzt im Dax sehen? Es spricht vieles dafür.

Übrigens auch 1987 haben sich die Kurse in den Wochen nach dem Crash erst einmal etwas schwer getan. Ich bin gespannt.


Quelle: Investor´s Daily vom 6.2.2008

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls gut analysiert
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 21:21)

In der letzten Grafik ist der DAX ja völlig verzerrt bezüglich Zeit- und Kursachse! Da wird geschummelt, was nur geht.

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Fontanelli(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:08)

Die Zeitachse schaut irgendwie linear aus, die Kursachse ist so was ähnliches wie logarithmisch mit 640 als Nullinie (Nulllinie?)
"Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!" oder so...

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:11)

Der Dow-Chart geht über viele Jahre, der abgebildete DAX-Chart geht aber nicht über viele Jahre, wurde aber auf viele Jahre gedehnt.

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:17)

vielleicht verstehe ich Deinen Einwand nicht, aber von einem DOW Chart spricht hier niemand.

Im letzten Chart Bild wird der DAX von 1985 - 1999 einerseits und der Dax von ca. 2004 - 2008 dargestellt bzw. miteinander verglichen

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:21)

>vielleicht verstehe ich Deinen Einwand nicht, aber von einem
>DOW Chart spricht hier niemand.
>
>Im letzten Chart Bild wird der DAX von 1985 - 1999 einerseits
>und der Dax von ca. 2004 - 2008 dargestellt bzw. miteinander
>verglichen

Ok, DOW war mein Fehler. Aber das andere ist doch niemals der DAX von 2004-2008 (letztes Bild).

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Fontanelli(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:20)

Tja, da hat sich halt einer so lange gespielt, bis genau das rausgekommen ist, was er sich gewünscht hat, sozusagen eine absichtliche Zufallskorrelation.

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:29)

na jetzt aber: die blaue Linie ist der Dax von früher mit den korrekten Werten

die rote Linie ist der Dax von ca. 2004 - 2008 ==> natürlich stimmen die Werte auf der rechten Seite nur für den alten DAX, bei der roten Linie müßte rechts demnach 3.800 bis 8.000 stehen

die Darstellung ist in Summe schon in Ordnung und würde sogar auch auf die Kursentwicklung von 1994 bis 1998 zutreffen

die Entwicklung in den genannten Zeiträumen ist ja auch nichts besonderes: starken Anstieg über mehrere Jahre, danach scharfer Einbruch und nachfolgend wieder Anstieg zu neuen Höhen.

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:47)

>die Darstellung ist in Summe schon in Ordnung und würde sogar
>auch auf die Kursentwicklung von 1994 bis 1998 zutreffen

blödsinn, da würde getürkt wo es nur geht... wo war der dax jetzt über 1,5 jahre am high?!

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=5y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&¤cy= &&lSyms=DAX.ETR&lColors=0x000000&sSym=DAX.ETR&hcmask=.png


http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004331.jpg.png

die verzerrung beträgt doch alleine schon mindestens 1 jahr.

  

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Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:51)

Future fast 100 Punkte hoch, Cisco nachbörslich + 3%

  

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RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 23:08)

>Future fast 100 Punkte hoch, Cisco nachbörslich + 3%

uje, hat nicht lange gedauert, jetzt wird cisco verprügelt, akt. - 6%.

  

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RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 23:11)

Wieso das denn?

  

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RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 23:16)

>Wieso das denn?

keine ahnung, zerst rauf und jetzt runter, ist aber bei den amis nix neues. wahrscheinlich passen die zahlen aber der ausblick nicht. cisco ist aber einer der wichtigsten konjunkturwerte.

Cisco-Systems zieht die US Nachbörse weiter nach unten

Datum 06.02.2008 - Uhrzeit 23:07 (© BörseGo AG 2007, Autor: Strehk Marko, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
WKN: 878841 | ISIN: US17275R1023 | Intradaykurs:
Cisco stieg nach dem Quartalsbericht zunächst an und brachte in der Nachbörse eine Erholung, jetzt gerät die Aktie dann aber doch massiv unter Druck. Die Nachbörse wird mit nach unten gezogen. Der QQQQ, welcher relativ exakt die Entwicklung des Nasdaq 100 abbildet, stürzt derzeit um weitere 0,96 % ab.

http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/12702.gif.png



  

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RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 23:18)

>Wieso das denn?

Weil das Medikament in der 93. Minute keine Zulassung erhalten hat!

  

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RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 10:01)

Ähm, Dax im Minuns, Dow Fut im Plus, da kennt sich ja keiner aus, was tun?

  

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RE: Cisco rettet nachbörslich den Dow-Future
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 13:56)

>Ähm, Dax im Minuns, Dow Fut im Plus, da kennt sich ja keiner
>aus, was tun?

So, jetzt passt das Verhältnis wieder, beide fallen!

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:54)

Die rote Linie zeigt den DAX von Mitte 2006 bis 2008, nicht von 2004 bis 2008. Wieso braucht es eigentlich 38 Postings, um das zu erklären?
Oder hat jemand eine andere Erklärung für das missglückte Bild?

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 22:57)

vielleicht verstehe ich einfach nicht, über was Ihr Euch eigentlich so beschwert. Ihr müßt den ROTEN Chart betrachten und da ist von 1,5 Jahren keine Rede.

Außerdem geht es ja wohl bei der Betrachtung um den Vergleich von zwei Chartmustern und nicht darum, dass jede Bewegung und jeder Strich genau gleich lang gedauert hat.
Wenn es nach Euch geht, müßte jede Chartformation ident in Länge und Höhe sein, wenn man sie vergleichen kann. Ich muss ja wohl zwangsläufig den massstab anpassen, wenn ich zwei Charts vergleichen will.

Aber jetzt ist von meiner Seite Schluss, denn es ist ja nur irgendeine Theorie von vielen. Es ging mir nur darum, offensichtliche Falschmeldungen von anderen Postern zu hinterfragen.

@BBio: mit der Zeitspanne des roten DAX von 2006 bis 2008 hast Du Recht, also Unentschieden

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 23:03)

rrs, es geht ua. darum, dass man einen 4 Jahre langen Chart nicht mit einem zwei Jahre langen vergleichen kann, indem man sie übereinander legt und suggeriert, es ginge um einen gleich großen Zeitraum. Interessant ist der Vergleich natürlich trotzdem, aber man kann mit Photoshop auch den Bush so hinbiegen, dass er aussieht wie der Lugner.

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:06)

>rrs, es geht ua. darum, dass man einen 4 Jahre langen Chart nicht mit einem zwei Jahre langen vergleichen kann, indem man sie übereinander legt

Ich glaube schon, dass man das darf, wenn man die Vergleichbarkeit ähnlicher Verhaltensmuster darstellen will. Es kann leicht sein, dass sich strukturelle Grundmuster auf verschiedenen Größenordnungen abbilden, ganz im Sinne realexistenter Fraktalstrukturen.

  

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Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:18)

Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"

Wien (PWK104) - Mit einem lapidaren Satz kommentierte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, die heutige Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den europäischen Leitzinssatz nicht zu senken: "Die EZB bestätigt sich damit selbst:
Europäische Zuschauerbank." (Ne)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Markus Nepf
Tel.: (++43) 0590 900-4599
Fax: (++43) 0590 900-263
mailto:markus.nepf@wko.at
wko.at/Presse

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:30)

Was hätten sie machen sollen? Wegen gestiegener Inflationsrisken die Zinsen erhöhen? Oder senken, weil das Wachstum heuer unter 3% bleiben dürfte? Die Lage ist in Europa derzeit ziemlich neutral, also ist auch eine neutrale Zinspolitik angemessen.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:33)

Die Lage ist in Europa
>derzeit ziemlich neutral, also ist auch eine neutrale
>Zinspolitik angemessen.

dafür ist sein posten nicht neutral! bin ganz deiner meinung, ruhe bewahren und das pulver noch trocken halten, die nächste sitzung kommt bestimmt.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:34)

>Was hätten sie machen sollen? Wegen gestiegener
>Inflationsrisken die Zinsen erhöhen? Oder senken, weil das
>Wachstum heuer unter 3% bleiben dürfte? Die Lage ist in Europa
>derzeit ziemlich neutral, also ist auch eine neutrale
>Zinspolitik angemessen.

MMn die zukünftige Entwicklung richtig zu antizipieren. Oder glaubt hier jemand, daß es in EU heuer wirtschaftlich rosig laufen wird, während die USA in Rezession abgleitet? 50BP Senkung wären schon drin gewesen. Aber die haben mehr Angst vor Inflation als vor einer Wachstumsabschwächung.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:44)

>Aber die haben mehr Angst vor Inflation als vor einer Wachstumsabschwächung.

andererseits wurde im juni letzten jahres das letzte mal der zinssatz angehoben und die inflation ist danach mit dem geldmängenwachstum stärker rauf. diese luft muß vorher mal raus und dann werden sie wohl den schritt machen. in summe könnten heuer schon - 0,5% drinnen sein.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank" gut analysiert
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:46)

Aber die haben mehr Angst
>vor Inflation als vor einer Wachstumsabschwächung.


Glaubt ihr eigentlich die Inflation in Europa(wenn auch nur die 'gefühlte')ist nicht wesentlich höher als man uns das weismachen möchte?Ich eigentlich schon.



ice

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 15:02)

> Aber die haben mehr Angst
>>vor Inflation als vor einer Wachstumsabschwächung.
>
>
>Glaubt ihr eigentlich die Inflation in Europa(wenn auch nur
>die 'gefühlte')ist nicht wesentlich höher als man uns das
>weismachen möchte?Ich eigentlich schon.
>
>
>
>ice
>

mir gehts auch so, mein lieblingsjoghurt, krustenbrot, katzenfutter für meinen kater & co. ist beim merkur im schnitt um 8% teurer geworden.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:48)

>Oder glaubt hier jemand, daß es in EU heuer wirtschaftlich rosig
>laufen wird, während die USA in Rezession abgleitet?


Die (inflationären) Wachstumsraten über Potential werden sich wohl nicht beibehalten lassen, aber ein Abgleiten in eine Rezession sehe ich derzeit eigentlich nicht. Kritisch wird es mE erst dann, wenn neben den USA auch Rußland und Asien absumpfen, aber davon ist derzeit nichts zu bemerken.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 14:57)

Interessanterweise führt das Beibehalten des Zinsniveaus, und damit die mittelfristig eingefrorene Besserstellung gegenüber dem USD (gemessen an dessen Prognosen jedenfalls), zu einem EUR-Abverkauf. Dass der Dax verratzt, sieht man ja noch ein, dass ein besseres (durchaus entspanntes) Zinsniveau die Währung schwächt, nicht gleich.
Oder geht das so schnell, wenn Daxtien verkauft werden und Geld nach US zurückfliesst?

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 15:11)

>dass ein besseres (durchaus entspanntes) Zinsniveau die Währung schwächt, nicht gleich.

Ich habe sogleich den Markt für seine Fehleinschätzung bestraft und den Call CG66ZB erstanden.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 16:15)

>Interessanterweise führt das Beibehalten des Zinsniveaus, und
>damit die mittelfristig eingefrorene Besserstellung gegenüber
>dem USD (gemessen an dessen Prognosen jedenfalls), zu einem
>EUR-Abverkauf. Dass der Dax verratzt, sieht man ja noch ein,
>dass ein besseres (durchaus entspanntes) Zinsniveau die
>Währung schwächt, nicht gleich.
>Oder geht das so schnell, wenn Daxtien verkauft werden und
>Geld nach US zurückfliesst?

Hast recht, eigentlich hätte die heutoge Zinsentscheidung den Euro stärken/$ schächen müssen. Hat sie das nicht? Währungen verfolge ich nämlich nicht.

  

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RE: Leitl: "EZB bestätigt sich selbst: Europäische Zuschauerbank"
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 16:22)

>Hast recht, eigentlich hätte die heutoge Zinsentscheidung den Euro stärken/$ schächen müssen. Hat sie das nicht?

Ist sogar unter 1,45 gegangen,
10-Tages-Chart:
http://isht.comdirect.de/charts/small.ewf.chart?&hist=10d&sSym=DUSDEUR.TGT.png

  

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RE: Druck auf die EZB wächst - Leitzinssenkung ab Jahresmitte?
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.2.08 21:18)

Das also erklärt den Verfall des Euro heute: die nichterfolgte Leitzinssenkung hat die Wahrscheinlichkeit, dass diese doch irgendwann passieren sollte zumindest nicht vermindert, lediglich den Zeitraum nach hinten geschoben. Das ist also fast so, als ob wir trotzdem schon gesenkt hätten und so wird auch gehandelt. Der Markt handelt nicht nach Tatsachen, sondern nach antizipierten Tatsachen, selbst wenn die tatsächliche Tatsachenlage dagegen spricht.
So gesehen hätte der Euro heute bei einer Zinserhöhung noch mehr fallen müssen, weil dies die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Zinssenkung noch mehr erhöht hätte .

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 23:06)

>vielleicht verstehe ich einfach nicht, über was Ihr Euch
>eigentlich so beschwert. Ihr müßt den ROTEN Chart betrachten
>und da ist von 1,5 Jahren keine Rede.

damit ist das pedeln am high gemeint, dieses war nur ein halbes jahr und im charts schauts fast nach 1,5 jahren aus... sprich es wurde gedehnt.

>Außerdem geht es ja wohl bei der Betrachtung um den Vergleich
>von zwei Chartmustern und nicht darum, dass jede Bewegung und
>jeder Strich genau gleich lang gedauert hat.
>Wenn es nach Euch geht, müßte jede Chartformation ident in
>Länge und Höhe sein, wenn man sie vergleichen kann. Ich muss
>ja wohl zwangsläufig den massstab anpassen, wenn ich zwei
>Charts vergleichen will.

nö, chart ist chart, apfel ist apfel und birn ist birne.

>Aber jetzt ist von meiner Seite Schluss, denn es ist ja nur
>irgendeine Theorie von vielen. Es ging mir nur darum,
>offensichtliche Falschmeldungen von anderen Postern zu
>hinterfragen.

wir sind ja da um darüber zu plaudern, und das forum hat nicht selten recht.

  

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RE: Trendwende voraus? ISM Beschäftigungsindex und Nonfarm Payrolls
Moderator topcall(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.2.08 23:26)

After Hours: 21.13 -1.95 (-8.45%)
hm, gut das alles wieder zu cash gemacht wurde heute!

  

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Milliardenschweres US-Konjunkturprogramm verabschiedet
anfaenger_77(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.08 10:06)


Der US-Kongress hat nach langem Ringen um den genauen Umfang ein milliardenschweres Konjunkturpaket verabschiedet.

Der Senat und das Repräsentantenhaus stimmten gestern jeweils mit überwältigender Mehrheit für das Programm, mit dem US-Präsident George W. Bush eine drohende Rezession abwenden will.

Das Paket mit einem Gesamtvolumen von rund 150 Milliarden Dollar (104 Mrd. Euro) sieht Steuererleichterungen für Millionen Bürger und Investitionsanreize für Unternehmen vor. Bush will das Gesetz nach Angaben einer Sprecherin in der kommenden Woche unterzeichnen.(ORF.at)



siehe auch US-Kongress beschließt Konjunkturprogramm

09:34 08.02.08

Washington (aktiencheck.de AG) - Der Kongress der USA will mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm die angeschlagene US-Wirtschaft ankurbeln.

In der Nacht zum Freitag haben der Senat und das Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit ein Programm beschlossen, mit dem eine möglicherweise drohende Rezession abgewendet werden soll. Das Paket im Umfang von rund 150 Mrd. Dollar beinhaltet Steuererleichterungen für Millionen Bürger und Investitionsanreize für Unternehmen. Präsident George W. Bush will den Entwurf noch in diesem Monat unterschreiben. (08.02.2008/ac/n/m)


Quelle: aktiencheck.de


mfg
anfänger

  

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Insider-Barometer nahe dem Allzeithoch
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.2.08 08:57)

Handelsblatt Insider-Barometer
HANDELSBLATT, Montag, 11. Februar 2008

Manager setzen auf steigende Kurse

Von Jürgen Röder

Deutschlands Top-Manager erwarten offenbar, dass zumindest die Aktienkurse ihres Unternehmens wieder anziehen. Denn das Insider-Barometer liegt nur zwei Punkte unter dem Allzeithoch von März 2003. Damals fiel der Startschuß für eine mehrjährige Hausse. Im Fokus stehen aktuell Solarwerte.

DÜSSELDORF. Im Vergleich zur Vorwoche ist das Insider-Barometer erneut leicht gestiegen...weiter auf: http://www.handelsblatt.com/News/Vorsorge-Anlage/Insider-Barometer/_pv/_p/303332/_t/ft/_b /1388722/default.aspx/manager-setzen-auf-steigende-kurse.html

Quelle:www.handelsblatt.com

  

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WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Die Banken hatten einfach nur Glück interessant
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.2.08 17:57)

Pressestimmen/Vorausmeldung/Banken/Osteuropa/Raiffeisen/Erste

WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Die Banken hatten einfach nur Glück - von Robert Gillinger

Utl.: Das Glück von Erste und Co heisst Osteuropa, das Risiko aber
auch =

Wien (OTS) - Wie ein kleines gallisches Dorf scheint der Wiener Finanzplatz der weltweiten Subprime- und Kreditkrise zu trotzen. Das gilt zwar nicht für die Kursbewegungen an der Börse, doch für den Abschreibungsbedarf der heimischen Finanzszene - Summen, die bei der Deutschen Bank (1994, Hilmer Kopper) als Peanuts in die Geschichte eingingen.

Österreichs Banken, so scheint es, haben mit dem ihnen anvertrauten Geld einfach besser gewirtschaftet. Bei ihrer Veranlagunspolitik waren sie aber auch nicht viel konservativer als UBS, Merrill Lynch, oder wie auch immer die jetzt nach frischem Kapital lechzenden Subprime-Opfer heissen. Denn Erste, Raiffeisen und Co hatten einfach das Glück ihrer regionalen Lage mit Osteuropa vor der Türe. Aber auch das Glück des Tüchtigen. Als noch jeder die Staaten Osteuropas als Entwicklungsländer ansah und einen weiten Bogen herum machte, wagten sich unsere Banken in den Wilden Osten und besetzten dort die besten Plätze. Das war Risiko pur, dafür wurden Milliarden in die Hand genommen. Risiko wird bei Finanzanlagen in der Regel aber mit höheren Renditen abgegolten. Das Glück von Treichl und Co war also, dass sie ihre Banken auf der Suche nach der Mehrrendite nicht in den Wilden Westen schicken mussten. Das Geld war bereits lukrativ im Osten angelegt und erzielte sie dort.

Risiko bleibt aber Risiko! Osteuropa leidet derzeit noch stärker als westliche Staaten unter hohen Inflationsraten und teilweise exorbitanten Staatsdefizits; russische Banken berichten bereits davon, dass sie im Zuge der Kreditkrise kein Kapital von anderen Instituten mehr zum Arbeiten bekommen. Auch die Lohnkosten steigen derart, dass sich die erzielbaren Margen zunehmend reduzieren. Womit die nächste Spirale in Gang gesetzt wird - der Drang gen Osten wird immer weiter ausgedehnt, Ukraine und Russland sind nicht das Ende, selbst Staaten wie Kasachstan sollen mit österreichischen Bankenlogos übersät werden - die Mehrrendite lockt.

Sollte sich die Kreditkrise in Osteuropa grossflächig ausbreiten, dann droht auch unseren Banken Ungemach. Dann aber berechtigt - im Gegensatz zur aktuellen Situation, in der es einfach heisst:
mitgefangen, mitgehangen. Denn "brennt" Osteuropa, werden sich deren Kreditratings verschlechtern, was nicht nur die Refinanzierung der dortigen Banken verteuert, sondern in der Folge auch den Gewinn drückt. Im schlimmsten Fall gehen Osttöchter Pleite. Dann haben wir zwar keine Subprime-Abschreibung, Ost-Abschreibung klingt aber auch nicht viel besser...

Rückfragehinweis:
WirtschaftsBlatt
Redaktionstel.: (01) 60 117/300
www.wirtschaftsblatt.at

  

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Grüner:Ausnahmezustand!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 15:30)


Beginnt in diesem Umfeld ein neuer Bärenmarkt?

Bewertungen historisch außerordentlich günstig

In diesen Tagen werden wieder verstärkt Befürchtungen laut, dass wir uns bereits in einem Bärenmarkt befinden. Der Vergleich mit dem Jahr 2000 wird gerne gezogen. Macht das Sinn? Ein klares Nein!

weiter auf:http://kolumnen.boerse.de/Thomas_Gruener/Ausnahmezustand/32e17923#start_content

Quelle:12.02.2008
© boerse.de

  

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RE: Grüner: Ausnahmezustand!
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 15:35)

Mutige Worte so knapp unter einem All Time High...

  

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RE: Grüner: Ausnahmezustand!
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 20:08)

der Grüner - immer schon ein Positivling gewesen. Möcht gar nicht über ihn urteilen, aber irgendwas muss Ken Fisher schon dazu getrieben haben, dem Grüner seinen Namen zu leihen. Und Ken Fisher ist ja nicht irgendwer, sondern reiht sich in eine Linie mit Buffett und Konsorten.

  

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warren buffet vs. jim rogers
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 20:47)

nun, nachdem die fed aktionen den markt nicht retten konnten,gehen die repubis nun aufs ganze. w.buffet soll endlich wieder vertrauen in die junk-wirtschaft herstellen indem er div.krimskrams kauft der zwar wertlos ist, aber die welt soll halt an was anderes glauben...(vielleicht zahlts ja eh der congress)
vorige woche war ein gutes jim rogers interview in der "die presse" indem er klartext sprach:
die jetzige krise in den usa ist vergleichbar mit der in japan der 90er jahre.((die japsen sind ja noch immer krank)
auch die usa werden sich 15jahre nicht mehr erholen. die fed verzögert die gesundung des patienten stark indem sie kranke teile der wirtschaft künstlich am leben erhält. der dollar wird auf 2:1 gegen euro gehen.
was jedenfalls auch meine (bescheidene) meinung ist:
man lässt die märkte nicht auskotzen und so wird der patient chronisch krank was noch viel übler ist...

  

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Paniksyndrom? interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 21:07)

Paniksyndrom?
Franz-Josef Buskamp, Gastbeitrag aus dem Value Investor

Liebe Leser,

wir erleben dies nicht zum ersten Mal. Seit dem Frühjahr 2006 werden die Aktienmärkte fast schon regelmäßig mit heftigen Ausverkaufsschüben konfrontiert, die jedes Mal panikartig über die Bühne gehen und die negativen Phantasien der Mehrheit der Marktteilnehmer anheizen. Es ist geradezu ein Bombardement schlechter Nachrichten, teilweise sogar apokalyptischer Visionen, die seit Wochen auf die Aktienmärkte niederprasseln.

Da präsentieren sich die Börsen zunächst krisenresistent. Aber das darf nicht sein, dass ausgerechnet die seit 2003 im Kreuzfeuer der Analysten stehenden Aktienmärkte sich robust präsentieren. Mit einem Dauerbeschuss immer hysterischer werdenden Meldungen, kombiniert mit einem geradezu amateurhaften und verantwortungslosen Verhalten etlicher Banken, die sich an den Derivatemärkten schlicht und einfach verspekuliert haben, ging die schlechte Saat schließlich doch noch auf: Ausverkauf in der zweiten Januarhälfte.

Die US-Rezession im starren Blick der Betrachter, das x-te Mal das Ende der Hausse, die trotz immenser Gewinne nie eine richtige sein durfte. So viele Haare in der Suppe wurden wohl noch nie während einer Hausse gefunden.

Die Panik zeigt mal wieder Wirkung
Und die Panik zeigt mal wieder Wirkung: Aus lauter Angst vor einer US-Rezession wird nicht überlegt verkauft, sondern große Aktienbestände wurden – natürlich auf institutioneller Seite – regelrecht verramscht. Bemerkenswert ist wieder einmal, dass im Zuge der Globalisierung der Sell-out in Asien startete, dann wie ein Hurrikan über Europa hinwegfegte und durch unbeholfene Statements europäischer Notenbanker und Politiker („Wir sind besorgt“) verstärkt wurde.

Die Geldpolitik der EZB erinnert zunehmend an die rigide Geldpolitik der Bundesbank in den frühen 90er Jahren. Mit Konzepten aus dem monetären Lehrbuch, in dem von Globalisierung und einer Vernetzung des internationalen Finanzsystems nichts enthalten ist, versucht man die Kreditkrise in den Griff zu bekommen. Wesentlich pragmatischer zeigte sich da die US-Notenbank und senkte die Leitzinsen innerhalb einer Woche um 125 Basispunkte!

Natürlich hat sich die Fed viel zu lange viel zu zögerlich gezeigt und die Kreditkrise dadurch verschärft. Die Dezember-Zinssenkung war zu gering, jetzt wird alles schlagartig nachgeholt. Es ist schon erstaunlich, wie konsequent die US-Rezession in den Aktienkursen eingepreist wird. Zur Erinnerung: Die Börsen tendieren dazu, lieber eine vermeintliche Rezession mehr vorwegzunehmen als eine zu wenig.

Der Zündstoff für eine fulminante Gegenbewegung
Gibt es noch eine andere Variante? Ja, nämlich die der monetären Überreaktion. Die Zinsen könnten durchaus zu tief gesenkt, die Liquiditätsversorgung in den kommenden Monaten übertrieben werden. Das wäre der Zündstoff für eine fulminante Gegenbewegung an den Aktienmärkten, an die inzwischen kaum noch jemand so recht glauben mag. Zur Erinnerung: Die Kapitalströme verbessern sich ab Mitte März schlagartig.

Aber es gibt auch einen Gewinner im allgegenwärtigen Krisengewitter: den Edelmetall-Sektor. Mit den jüngsten US-Zinssenkungen kippte der US-Realzins klar ins Negative – für Gold ein Mega-Kaufsignal. Auch Silber und sämtliche Edelmetallaktien – immerhin der Schwerpunktsektor des Value Investor – haben ihr Haussepotenzial noch lange nicht erschöpft. Bleiben Sie daher unverändert in den Edelmetallen engagiert.

Herzlich Ihr

Franz-Josef Buskamp, Chefredakteur Value Investor

  

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RE: warren buffet vs. jim rogers
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 21:08)

>gehen die repubis nun aufs ganze. w.buffet soll endlich wieder vertrauen in die junk-wirtschaft herstellen


Daß Buffett etwas kauft was er nicht will um ausgerechnet den Republikanern zu helfen, die er nicht besonders schätzt, halte ich für so gut wie ausgeschlossen.
Er hat sich schon vor Jahren gegen den Dollar positioniert, und auch die Kreditkrise wird ihn wohl nicht besonders erstaunt haben. Aber wenn er jetzt Aktien oder Risken kauft, dann deshalb, weil er sie für günstig bewertet hält, und nicht aus politischen Gründen.

Rogers hat einen anderen Zugang zu diesen Dingen. Er hat vor Jahren den Rohstoffboom ausgerufen, der dann ja auch gekommen ist. Daß der Dollar weiter fällt halte ich für möglich, aber keineswegs sicher. Insgesamt scheint mir Roger's Weltsicht nicht ganz konsistent: Warum glaubt er, daß bei langer Rezession/Depression ausgerechnet Rohstoffe nicht leiden sollten? Warum sollte die Nachfrage nach Rohstoffen hoch bleiben, wenn die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern sinkt?

  

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Warren Buffett will dick ins Geschäft - kauft aber nur tw. Anleihen! interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 21:15)

Warren Buffett will dick ins Geschäft
von Jochen Steffens

Heute muss ich mich etwas kürzer fassen: Die Märkte schossen heute nach oben, als die Nachricht über die Ticker lief, dass Warren Buffett den Anleihenversicherern Ambac, MBIA und FGIC ein Angebot zur Übernahme des Versicherungsrisikos von Anleihen im Wert von 800 Mrd. Dollar unterbreitet haben soll.

Monoliner in Bedrängnis

Die Anleiheversicherer (Monoliner) waren in letzter Zeit ins Gespräch gekommen, da die US-Hypothekenkrise auch diese getroffen hat und sie somit in Gefahr stehen, herabgestuft zu werden. Eine Herabstufung führt aber dazu, dass auch die Anleihen selbst an Wert verlieren. Und wenn das passiert, müssen institutionelle Investoren wie Banken und Versicherer diese Wertminderung als Verluste in den eigenen Büchern abschreiben. So könnte es zu einer weiteren Abschreibungswelle kommen. Darin wurde insgesamt eine Gefahr für die sowieso schon angeschlagene Finanzbranche gesehen. Und das wiederum hat schlussendlich die Kurse der internationalen Indizes gedeckelt.

Rettungspläne in Arbeit

Seit Wochen wird an Rettungsplänen gearbeitet, um dieses Szenario zu verhindern. Die heutige Nachricht von Warren Buffett sorgte für eine Erleichterung, wobei das eigentlich unsinnig ist.

Denn Warren Buffet hat lediglich eine Offerte für die „kommunalen“ Anleihen gemacht.
Die Anleihenversicherer sind aber in Bedrängnis geraten, weil diese sich in den letzten Jahren zunehmend auch auf riskantere Geschäfte eingelassen haben.

An diesen riskanteren Geschäften hat Warren Buffett selbstredend kein Interesse. Buffett hat nämlich im Dezember eine eigene Anleihenversicherungsfirma namens „Hathaway Assurance Corp“ gegründet, die speziell Bonds absichern soll, mit denen Kommunen öffentliche Bauprojekte finanzieren. Für Buffett wäre dieser Deal demnach die Möglichkeit, richtig dick ins Geschäft einzusteigen und gleichzeitig das Risiko vergleichsweise niedrig zu halten.


Den Monolinern wird dieses Angebot eher nicht gefallen, denn damit würden sie einen gefährlichen Wettbewerber stärken. Und so verwundert es auch nicht, dass laut Buffett bereits ein Anleihenversicherer dieses Angebot abgelehnt hat.

Short Squeeze im Dax

Den Märkten scheinen diese Feinheiten aber erst einmal egal zu sein. Oft sind es aber genau solche Nachrichten, die nicht einmal einen wirklich fundamentalen Hintergrund haben, die zunächst die „nervösen“ Shorties aus dem Markt treiben. Eine Short-Squeeze entsteht (das sehen wir aktuell im Dax). Führt diese dann dazu, dass auch noch wichtige charttechnische Marken brechen (wir denken da an die Seitwärtsbewegung im Dax), könnten erste größere Käufer auftauchen. Kommt es also nach der ersten Short-Squeeze zu Anschlusskäufen, werden noch mehr Shorties verkaufen und die weiter steigenden Kurse werden weitere Käufer anziehen. So kann ein sich selbst erhaltender Kreislauf entstehen, den manche auch als Aufwärtstrend bezeichnen....

Allerdings ist eine solche Short-Squeeze sehr schwer einzuschätzen, oft verpuffen sie so schnell, wie sie gekommen sind. Wichtig ist also tatsächlich, ob es zu Anschlusskäufen kommt...

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

  

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RE: warren buffet vs. jim rogers
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 21:28)

>die jetzige krise in den usa ist vergleichbar mit der in japan
>der 90er jahre.((die japsen sind ja noch immer krank)

die japsenkrise mit jener finanzkrise in amerika zu vergleichen ist schlichtweg unpassend. die ursache war eine andere (junkkredite an bonitätsschwache bevölkerungsgruppen), die betroffenen immos (privat und büro) in erster linie andere und die inflationsgetriebenen probleme natürlich auch.

japans wirtschaft kämpfte in den folgejahren mit der bösen deflation und hatte wirtschaftlich kein problem mit hoher inflation. stagflationsrisken welche eher in amerika vorhanden sind gabs hier in der japankrise ja wohl auch nicht.

  

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Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ? interessant
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 22:18)

Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?

Datum 12.02.2008 - Uhrzeit 01:00 (© BörseGo AG 2007, Autor: Weygand Harald, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)

Können Sie sich noch erinnern ? In einem Interview auf CNBC Anfang August 2007 flippte der US Börsenkommentator Jim Cramer völlig aus. Ein solcher Auftritt wäre hier in Deutschland absolut inakzeptabel gewesen.

Aber weshalb regte sich Cramer so medienwirksam auf ?

Die beiden Hedge Funds von der US Investmentbank Bear Stearns waren ins Trudeln geraten, schemenhaft deutete sich die Kreditkrise in ihren ersten aber wuchtigen Zügen an. In dem Interview wirft Cramer der US Notenbank FED vor, den Ernst der Lage zu verkennen. Die FED schlafe.

Cramer wörtlich : "In the fixed income markets we have Armageddon."

Zigtausend Menschen würden Gefahr laufen, ihre Häuser zu verlieren. Cramer fordert Bernanke brüllend auf, den US Leitzins zu senken und den ins Schlingern gekommenen Bankhäusern unter die Arme zu greifen.

Zum Zeitpunkt des Interviews stand die Fed Funds Rate bei 5,25 %. Im September begann die US Notenbank dann den Leitzins peu a peu abzusenken. S. beigefügte Tabelle.

So durchgeknallt der TV Auftritt auch war, die Einschätzung und die Forderungen waren nicht falsch.

Wenn derzeit in den Medien der US Leitzins diskutiert wird, - beachtet Helikopter Ben nicht mehr die Gefahren inflationärer Tendenzen ? -, muß ich schmunzelnd an Cramers Auftritt denken.

Scrollen Sie in dieser Meldung ganz nach unten. Dort finden Sie in der Meldung vom 18.08.07 das Video mit dem TV Auftritt Cramers. Sehen Sie das Interview als kleine Entertainmenteinlage im derzeit nervenaufreibenden Börsenalltag.

http://img.godmode-trader.de/charts/3/2005/klg267.gif.png

http://img.godmode-trader.de/charts/3/2005/klg266.gif.png


Das da ... das ist der Steve ... und der Steve ... Datum 18.08.2007 - Uhrzeit 16:00

... der ist manchmal etwas "crazy" drauf.

Steve Ballmer, seines Zeichens CEO des Unternehmens, dessen Betriebssystem auf den meisten Computern dieser Welt läuft: Microsoft. Ballmer ist für seine kompromißlose Loyalität zu seinem Unternehmen bekannt. Immerhin begleitet er das Unternehmen seit seiner Entstehung in verschiedenen Funktionen. Der folgende Auftritt vor Mitarbeitern des Unternehmens ist legendär. Das Video ist Kult. Zeigt es doch einen Mann, der von einer Idee, einem Unternehmen, regelrecht besessen zu sein scheint. Natürlich geht es dabei auch darum, diese Verbissenheit, den "Spirit", auch an die eigene Belegschaft zu transportieren. Insofern eine Mischung aus Affekt und Kalkül. Es wird höchste Zeit für die Josef Ackermanns in Deutschland sich von dieser Darbietung ein Scheibchen abzuschneiden. Heheheee.


http://www.youtube.com/watch?v=Nc4MzqBFxZE

Wieso habe ich das Ballmer-Video nochmals hervorgekramt? Nun, weil mich der Interview-Auftritt von Jim Cramer, einem bekannten Börsenkommentator in den USA, in den vergangenen Wochen daran erinnert hat. Die beiden Herren ähnlich sich nicht nur äußerlich, sondern auch in ihren Auftritten. Und natürlich ging es bei Jim Cramer darum, seine eigene Börsensendung auf CNBC zu promoten. Die Hedgefunds von Bear Stearns waren in Schieflage geraten, die Märkte begannen in Windeseile zu fallen, die breite Öffentlichkeit wurde auf das Thema der Finanzmärkte gestoßen. Eine bessere Situation hätte Cramer für seine Showeinlage also nicht abpassen können. Was tut man nicht alles, um sein(e) Produkt oder Dienstleistung zu bewerben. Keine Frage. In Deutschland würde man jemanden nach einem solchen TV Auftritt direkt in die Psychiatrie begleiten.

Schauen Sie sich die Videos ruhig mal an. Es darf herzhaft gelacht werden. Nächste Woche holt uns dann wieder die knallharte Börsenrealität ein.

http://www.youtube.com/watch?v=cYPtCmdFCrc



http://www.godmode-trader.de/front/?titel=Man-mag-es-kaum-glauben-aber-hatte-er-recht-&p= news&ida=780813&idc=64

  

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RE: Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 08:05)

Ganz gemeine Parodie auf das obige Ballmer-Video:

http://www.youtube.com/watch?v=c3XdOl5YtLg&NR=1

  

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RE: Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 09:03)

Bin schon auf die heutige Eröffnung gespannt!!
Die Amis haben Feiertag und der DOW war ja auch nicht gerade "nur positiv".
Was erwartet ihr heute für den ATX?Guter Start, dann jedoch Abflachung, Ende +1%!?

  

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RE: Man mag es kaum glauben, aber hatte er recht ?
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 10:39)

amis haben heute feiertag? lt.meinem kalender erst montag. ein wenig vertrauensbildend hätte der buffet deal schon wirken sollen, jetzt aber wo es nur um rosinenklau geht relativiert sich eh alles.
bearmarket bleibt mmn solang aufrecht, solange die 12800 als deckel halten. bis dahin wär es für long positionierer wohl billiger (auch für mich) das leben auf einer insel ohne börsezugang zu verbringen...

  

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Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 13:43)

WILL THE PEAK HOLD?

http://www.capitalspectator.com/archives/2008/02/will_the_peak_h.html

Quelle:capitalspectator.com

Ruttis Träumerein von niedrigen Ölpreisen werden wohl nicht wahr werden

  

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RE: Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 13:53)

Weiß jemand, warum die Benzinpreise heute Nacht um knapp 10% zugelegt haben bei etlichen meiner Lieblingstankstellen?

  

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RE: Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
Rang: mongocliquee(32) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 15:08)

@Bbio

Warum die Benzinpreise gestiegen sind kann ich dir schon sagen. Weil die CiFMed und Rotterdamer Notierungen für Vergaserkraftstoffe gestiegen sind Aber eben nur die Notierungen für die Vergaserkraftsoffe und nicht für die Mitteldestillate. Weshalb diese Notierungen so stark gestiegen sind kann ich dir leider nicht sagen. Der Anstieg dürfte "nur" durch Spekulationen verursacht worden sein. Sprich Fundamental hab ich nichts gefunden.

Lg Mongocliquee

  

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RE: Hat globale Ölproduktion den Peak schon gesehen?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 15:09)

>Weiß jemand, warum die Benzinpreise heute Nacht um knapp 10%
>zugelegt haben bei etlichen meiner Lieblingstankstellen?


Urlaubszeit und Rotterdam

  

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Thomas Müller:Jetzt beste Möglichkeiten... interessant
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 18:36)

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

der Crash ist vorbei, doch es wird einige Wochen dauern bis die Märkte wieder zur Normalität zurückfinden. Momentan ist der Handel von Angst geprägt; der Angst, dass eine große Bankadresse in Konkurs geht, der Angst vor einer Rezession in den USA und damit einer weltweit spürbaren wirtschaftlichen Abkühlung. Doch:...weiter auf:http://kolumnen.boerse.de/Thomas_Mueller/Jetzt_beste_Moeglichkeiten/32e2a40e#start_conten t

13.02.2008
Quelle:© boerse.de

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Wer auf Th. Müller gehört hat,mit seinen Warnungen letztes Jahr,der kann sich glücklich schätzen.

Juli 2007 Börsen-Unwetterwarnung von Thomas Müller

...ich weiche nicht von der 2005er/2006er-Vision ab, dass das zweite Halbjahr 2007 sehr ungemütlich verlaufen wird, sondern unterstreiche diese Prognose nochmals nachdrücklich...Doch jetzt ist der Zeitpunkt gekommen Liquidität aufzubauen und Gewinne abzusichern!...Die absoluten Höchstkurse zum Ausstieg erwischt niemand auf der Welt...Wer jetzt bei einem Dax von 8100 einsteigt, scheint die letzten vier Jahre auf dem Mond verbracht zu haben und ordert damit zum ungünstigsten Zeitpunkt in der Geschichte des Deutschen Leitindex!...Das ist gefährlich, zumal in den steigenden Zinsen und den US-Hypothekenkrediten genügend Gefahrenpunkte lauern, während die positiven Argumente allesamt bekannt sind...




  

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Einblicke in die US-Immobilienkrise interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.2.08 00:36)

Einblicke in die US-Immobilienkrise

von Daniel Wilhelmi

Heute möchte ich mal kurz auf den amerikanischen Immobilienmarkt eingehen. Wie Sie wissen, habe ich jahrelang in Phoenix, Arizona, gelebt, weil ich dort studiert habe. Und jedes Jahr bin ich einige Zeit dort. Phoenix ist einer der besten Gradmesser für den amerikanischen Immobilienmarkt.

Die Wüstenstadt galt seit dem Beginn des Immobilienbooms als einer der 10 „Hot Spots“ (heißesten Standorte) in den USA. Denn Phoenix ist rasant gewachsen, da sowohl vom Mittelwesten als auch von Südkalifornien zahlreiche Menschen hinzuziehen. Denn Phoenix hat ein ähnliches Wetter wie Kalifornien, ist aber nicht so teuer und leidet nicht unter dem Smog, der Kriminalität und den Erdbeben Kaliforniens.

Diese Zuwanderung führte dazu, dass Phoenix inzwischen die 5-größte Stadt der USA und mit etwa 4,5 Mio. Einwohnern größer als Berlin ist (ich wette, dass haben Sie nicht gewusst). Was das in den letzten Jahren für den Immobilienmarkt bedeutete, können Sie sich an einer Hand abzählen. Von 2000 bis 2006 in Phoenix Immobilienmakler zu sein, war ungefähr so, als ob Sie 1998-2000 Vertriebler für Nokia-Handys waren: Sie mussten gar nichts machen – die Leute rannten Ihnen die Tür ein und die Kasse klingelte ohne Ende.

Immer wieder habe ich Ihnen aus 1. Hand vom Immobilienmarkt in Phoenix berichtet. Die „alten Hasen“ erinnern sich, dass ich Ihnen schon vor Jahren eine 3-teilige Serie direkt aus Phoenix schrieb, in der ich den Zenit der Immobilienblase bereits ankündigte. Das ist eben der Vorteil, wenn man Entwicklungen persönlich mitkriegt und seine Informationen nicht nur von dem unpersönlichen Nachrichtenticker abliest.

So sieht es wirklich aus


In der letzten Woche war nun einer meiner besten Ami-Freunde in Köln, der in den vergangenen Jahren ein ultra-erfolgreicher Immobilienmakler in Phoenix war. Natürlich haben wir intensiv über den amerikanischen Immobilienmarkt und vor allem Phoenix gesprochen. Denn eines ist klar: Wenn ein heißer Markt wie Phoenix nicht auf die Beine kommt, dann brauchen wir über weniger attraktive Standorte wie Detroit oder Kleinstadtsiedlungen in Iowa oder New Mexiko überhaupt nicht zu reden.

Um es auf den Punkt zu bringen: Es sieht weiterhin düster aus.
Diese Statistik von meinem Freund sagt eigentlich alles. Er meinte zu mir: „Daniel, noch vor 3 Jahren waren in Phoenix an einem durchschnittlichen Tag 5.000-6.000 Häuser zum Verkauf auf dem Markt. Heute sind es 50.000-60.000 Häuser.“

Die Häuserpreise in Phoenix, wohlgemerkt einem der Top-Immobilienstandorte der USA, sind im letzten Jahr um bis zu -30% gefallen. Und zwar quer durch fast alle Stadtteile, nicht nur die Ghetto-Gegenden. Und trotzdem ist die Zahl der Häuser, die zum Verkauf stehen, in den vergangenen Monaten noch gestiegen und ist inzwischen 10 Mal so hoch wie vor 3 Jahren. Und da wollen mir einige Banker und Börsenberichterstatter allen Ernstes erzählen, dass die Immobilienkrise nun langsam ihr Tief erreicht haben dürfte?

Laut meinem Freund ist das Problem, dass es einfach keine Käufer gibt. Da liegt der Knackpunkt. Fast alle meine Freunde und Bekannte in den USA hatten 2005 mindestens 2 Eigentumshäuser. Diese Menschen aus der amerikanischen Mittelschicht (der entscheidenden gesellschaftlichen Gruppe für den amerikanischen Konsumsektor) sind heute froh, wenn sie überhaupt die Raten für diese Immobilien bezahlen können und +-0 rauskommen.

Die werden in der aktuell unsicheren Wirtschaftslage den Teufel tun, und sich weitere Verbindlichkeiten eines neuen Häuserkaufs aufladen. Und da der Subprime-Sektor nun tot ist, frage ich Sie: Wo sollen die Käufer denn herkommen? Nein, im Immobilienmarkt haben wir die Talsohle noch nicht durchschritten.


  

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Dividende ATX gut analysiertgut analysiert
pac73(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.2.08 09:14)

Hier mal eine schöne Übersicht der geschätzten Dividenden der ATX Prime Unternehmen:

http://www.wirtschaftsblatt.at/images/mediadb/pdf/dividenden_rendite.pdf


pac73

  

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US-Einzelhandelsumsätze im Januar überraschend gestiegen
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 14:53)

13.02.08 14:44





WASHINGTON (Dow Jones)--

Die Einzelhandelsumsätze in den USA sind im Januar im Vergleich zum Vormonat unerwartet um 0,3% auf saisonbereinigt 382,9 Mrd USD gestiegen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Mittel mit einem Rückgang um 0,4% gerechnet. Die Umsätze ohne Kfz erhöhten sich nach Angaben des US-Handelsministeriums vom Mittwoch ebenfalls um 0,3%. Hier war ein Zuwachs um 0,2% vorhergesagt worden.

Für Dezember 2007 bestätigte das Ministerium einen Rückgang um 0,4% in der Gesamtrate. Die Veränderung ex Kfz wurde auf minus 0,3% (vorläufig: minus 0,4%) revidiert.

Der überraschende Zuwachs ging vor allem auf einen kräftigen Absatz von Automobilen und Benzin zurück. Beobachter sprachen von einem positiven Signal für die angeschlagene US-Wirtschaft, da der private Konsum rund 70% der gesamten Wirtschaft ausmacht. Wegen der hohen Benzinpreise und der Verunsicherung der Verbraucher durch die Häuser-, Hypotheken- und Kreditkrise wird befürchtet, dass der Konsum einbrechen werden könnte.

DJG/DJN/apo/ptt
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 13, 2008 08:44 ET (13:44 GMT)

© 2008 Dow Jones & Company, Inc.

===========================


Und die Futures gehen auch durch die Decke!

Kurs Diff % Datum
m-S&P500, Mar-2008 1.360,50 +0,80% 13.02. 14:44
m-Nasdaq 100, Mar-20. 1.808,00 +1,01% 13.02. 14:44
E-mini Russell 2000 . 713,00 +0,81% 13.02. 14:44
Nikkei 225 Stock Ave. 13.290,00 +0,42% 13.02. 14:44


Gruß

  

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RE: US-Einzelhandelsumsätze im Januar überraschend gestiegen
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.2.08 10:05)

genial, der Boss von der Deutschen Post scheint Millionen an Steuer hinterzogen zu haben, und die Aktie steigt fast 5 %
vielleicht sollten die mal gewisse Herrschaften bei uns überprüfen, und es hilft dann den Kursen.

  

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Warren Buffetts listiges Angebot an die Monoliners
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.2.08 20:37)

13.02.2008, 09:47 UhrWarren Buffetts listiges Angebot an die Monoliners (Kommentar)

Warren Buffett ist immer wieder für eine kleine Rally am Markt gut, wie wir sie gestern gesehen haben. Sein Angebot an die schwer angeschlagenen Monoliner, ihnen den besseren Teil des Geschäfts, nämlich die Versicherung der Municipals im Gegenwert von 800 Milliarden US-Dollar abzunehmen, sorgte für Enthusiasmus an den Börsen.

Vergessen wird dabei, dass den Monolinern nur das kranke Geschäft mit MBS, CDOs und CDS bliebe, sie dieses ach so großzügigen Angebot eingentlich nur ablehnen können, da sie ansonsten zum Tod verurteilt wären. Der alte Fuchs aus Omaha, der das gesunde Geschäft zum Discount übernehmen will, weiß sich aber eines Sinnes mit den Emittenten der Munis, etwa den Gemeinden, denn diese müßten bei einer Bondversicherung durch die neue Berkshire-Tochter in Hinkunft wieder wesentlich geringere Zinszahlungen wie vor dem Ausbruch der Monoliner-Krise leisten.

Somit ist anzunehmen, dass die Gebietskörperschaften den Monolinern ordentlich einheizen werden, das Angebot Buffetts doch anzunehmen. Mit im Boot hat Onkel Warren die Initiatoren steuerbefreiter Geldmarktfonds, die ihrerseits in Kalamitäten kämen, wenn die versicherten Muni-Bonds unter "ein AA-" Ratnig fielen.

Warren Buffett kann sich also entspannt zurücklehnen und mit Amusement die weiteren Entwicklungen beobachten, denn seine Verbündeten werden die Überzeugungsarbeit bei den Monlinern leisten, die - so sie erfolgreich ist - ihm ein hübsches Geschäft beschert. Über einen etwaigen politischen Druck zu Gunsten Buffetts kann man nur spekulieren, aber so unwahrscheinlich ist diese Facette nicht: Immerhin gründete Berkshire Hathaway im Schnellverfahren in mehreren Staaten seinen Bondversicherer, nachdem ihn die Politik dazu ermunterte. (kb)

http://www.institutional-money.com/cms/news/uebersicht/artikel/warren-buffetts-listiges-a ngebot-an-die-monoliners-kommentar/?tx_ttnews%5BpS%5D=1203017511&tx_ttnews%5BbackPid%5D=88&cHash=f0b44086 df

  

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RE: Warren Buffetts listiges Angebot an die Monoliners
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.2.08 23:45)

>13.02.2008, 09:47 UhrWarren Buffetts listiges Angebot an die
>Monoliners (Kommentar)

Habe auf Bloomberg gelesen, er hat ihnen angeboten das Risiko gegen einen Spreadaufschlag von 50% auf deren eigene Prämie abzunehmen - das werden sie keinesfalls annehmen wenn sie es irgendwie vermeiden können.

  

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Wall of Worry - DER Indikator für Kursanstieg? gut analysiert
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.08 00:57)

Sehr geehrter Herr Ottakringer,

die hohe Nervosität und Hektik bleibt den globalen Aktienmärkten erhalten. Die Tagesschwankungen sind weiterhin hoch, die Märkte konnten sich von ihren Tiefs noch nicht signifikant absetzen. Dieser Prozess ist typisch für eine Bodenbildung und sollte auch noch einige Zeit andauern. Immer wieder lösen vereinzelte Nachrichten einen Schreck unter den Anlegern aus.

Wichtig ist und bleibt es in diesem Umfeld die Fakten nüchtern zu analysieren. Fast alle derzeit diskutierten Themen haben ihr Überraschungsmoment verloren und flackern immer nur noch kurz wieder auf. Den Großteil der Abschreibungen im Bankensektor sollten wir gesehen haben. Weitere große Finanzlücken werden zwar erwartet, werden jedoch zusehends unwahrscheinlicher. Parallel dazu steigt die Angst unter den Investoren deutlich an.


Wir begreifen die aktuelle Situation weiter eindeutig als typische - wenn auch heftige - Korrektur im laufenden Bullenmarkt. Die Mauer der Angst ist bereits wieder so hoch geworden, dass der Markt an ihr entlang in den kommenden Monaten heftig ansteigen sollte. Die Zinssenkungen und Konjunkturprogramme stoßen hierbei auf eine in der Realwirtschaft üppige Liquiditätsausstattung. Während alle von einer großen Kreditkrise reden, sind die langfristigen Zinssätze seit Sommer 2007 sehr deutlich gefallen. Unternehmen mit guter Bonität können sich heute wesentlich günstiger refinanzieren als noch vor wenigen Monaten. Dies wird derzeit schlicht übersehen bzw. ist vielen Marktteilnehmern nicht ausreichend bewusst.


Quelle: Thomas Grüner - Grüner Fisher Investments


  

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Buffett kauft weiter Aktien: Lebensmittel, Pharma, Banken
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.08 10:30)

15.02.2008
Buffetts Berkshire auf Einkaufstour
Anteile an Kraft Foods, GlaxoSmithKline sowie Wells Fargo erworben
4,32 Mrd. Dollar (2,95 Mrd. Euro) für 8,6-Prozent an dem Lebensmittelkonzern Kraft Foods und 76,1 Mio. Dollar für eine Investition in den britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline. Warren Buffetts Holdingunternehmen Berkshire Hathaway ist auf Einkaufstour, zumal das Unternehmen auch seinen Anteil an der fünftgrößten US-Bank Wells Fargo auf 9,4 Prozent erhöht hat.
(apa)

  

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Bank of America: Subprime-Krise hält an u. führt zu Rekordverlusten interessant
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.08 12:37)




Freitag, 15. Februar 2008


New York (BoerseGo.de) - Die Krise im US-Subprime-Hypothekenmarkt hat gemäß einer Studie der Bank of America seit Oktober an den weltweiten Aktienmärkten einen Verlust von 7,7 Billionen Dollar heraufbeschworen. Die Krise habe ausgehend aus den USA weltweit Banken und andere Sektoren infiziert. Dabei handle es sich um einer der bislang bösartigsten Erscheinungen im Finanzsystem. Die durch die Krise hervorgerufenen Aktienverluste übertreffen die Verluste der Krisen in den vergangenen Jahrzehnten. So auch den Tag des Börsencrashes von 1987, dem sogenannten “schwarzen Montag” oder die Währungskrise in Brasilien im Jahr 1999 sowie die durch den Zusammenbruch des Hedgefonds LTCM heraufbeschworene Finanzkrise aus dem Jahr 1998. Die weltweite Marktkapitalisierung von Aktien büßte seit ihrem Hoch von vergangenen Oktober durch die Subprime-Krise bislang 14,7 Prozent ein. Die LTCM-Krise ließ die Marktkapitalisierung um 13,2 Prozent schwinden. Der “schwarze Montag” und die Krise in Brasilien führten zu weltweiten Rückgängen von 9,8 Prozent und 6,1 Prozent. Die Verluste der vergangenen Monate übertreffen auch jene durch die Terroranschläge vom 11. September und durch die Asien-Finanzkrise von 1997 heraufbeschworenen Einbrüche. “Es kann noch Monate oder sogar Jahre dauern, bis sich die Investoren über die wahren Verwerfungen durch die US-Subprime-Krise und die Folgen der weltweiten Kreditkrise im klaren sind. Zwar sind die Subprime-Kredite einmal als relativ kleiner und begrenzter Posten im US-Finanzsektor ausgewiesen worden, nun wurde über die vergangenen Monate jedoch das schmerzliche Gegenteil ersichtlich. Zudem ist es mehr als ungewiss, ob der Absturz der Aktienmärkte bereits vorüber ist. Trotz der jüngsten Erholung der US-Aktienmärkte ist im allgemeinen ein tiefes Loch gegraben worden. Im übrigen ist die aktuelle Finanzkrise nicht ausgestanden und die Situation erweist sich als sehr bedrohlich“, so der Chef-Marktstratege der Bank of America, Joseph Quinlan.- (© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)


Author: BörseGo.de -


ice

  

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RE: Dow Umsatz in den ersten 10 min 3x höher als normal
willi2(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.08 15:49)

http://imageshack.us>

gruß

  

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RE: Dow Umsatz in den ersten 10 min 3x höher als normal
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.08 16:03)

Breaking News auf Bloomberg

mexikanische Zentralbank lässt Leitzins auf 7.50 %
los lochos, viva la revolution

  

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US-Verbrauchervertrauen
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.08 16:41)

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar 2008 stärker als erwartet verschlechtert. Dies ist das vorläufige Ergebnis der Untersuchung der Universität Michigan.So verringerte sich der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens auf 69,6 Punkte. Volkswirte waren lediglich von einer Abnahme auf 76,5 Punkte ausgegangen, nach 78,4 Punkten im Vormonat.

  

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RE: US Börsen gehen ins lange WE gut analysiert
willi2(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.08 22:24)

hi,

ich finde die haben sich heute in anbetracht der alles ander wie erfreulichen nachrichten und daten aus den usa sehr gut gehalten.

-empire state index minus 11,72 zähler von plus 9,03 punkten im vormonat / tiefste stand seit fast fünf jahren
- zufluss ausländischen kapitals in die USA gingen im dezember drastisch auf 60,4 milliarden dollar zurück. Im november waren es noch revidiert 150,8 milliarden.
- verbrauchervertrauensindex der uni michigan brach von 78,4 auf 69,6 Punkte ein / dieses niveau wurde in der vergangenheit nur während rezessionszeiten erreicht. volkswirte hatten mit einem wesentlich geringeren rückgang auf 76,0 Punkte gerechnet.
- wall street journal berichtete bei der citygroup über zwei fonds in schieflage
- moody's hat dem anleiheversicherer financial guaranty insurance (fgic) seine spitzenbewertung "aaa" entzogen
- weiters sei mit neuen einstufungen für ambac und mbia durch moody`s in den nächsten wochen zu rechnen

..... sind die schon resitent gegen solche meldungen oder kommt das dicke ende erst noch


gruß und schönes WE

PS: habs grad in nem anderen forum gelesen.....buffetts berkshire hathaway hält knapp 20% an moody's.....das erklärt einiges.....rating runter und die den anleiheversicherern angekünigte hilfe (übernahme der filetstückchen) durch buffet zukommen lassen......der rest stirbt dann von alleine......und das ganze dann noch als soziale hilfsaktion verkaufen......wow



  

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RE: US Börsen gehen ins lange WE
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.2.08 09:35)


>..... sind die schon resitent gegen solche meldungen oder
>kommt das dicke ende erst noch
>
>

Ich tippe auf Letzteres

mfg
el gato

  

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RE: US Börsen gehen ins lange WE
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.2.08 18:52)

Ich finde auch, dass die Märkte (Dow & DAX) bad news zunehmend gut verkraften. Anscheinend ist ein Großteil jener, die mit Subprime-Abschreibungen zu tun haben, schon eingepreist.
Problematisch und nervös wird es immer erst, wenn rezessive Tendenzen aufkommen.

Ich weiß das dies streng genommen nicht trennbar ist, aber das hier Formulierte ist nun mal das, was ich aus meinen Beobachtungen zu erkenne glaube

Cheers, DrEvil

  

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RE: US Börsen gehen ins lange WE
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.2.08 19:15)

Freunde, da kommt noch einiges. Jetzt haben wir die Banken gesehen, die deshalb soviel abschreiben mussten, weil sie ja ihre Anlagen tagtäglich bewerten müssen - Unternehmen müssen das nicht und da kommt der nächste Hammer. Oder glaubt ihr ernsthaft, dass nur Banken diese Vehikel in den Bilanzen haben. Da werden noch genug Unternehmensbilanzen zerfleddert werden.

Obs den Markt noch juckt, ich glaube nicht.

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII interessant
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.2.08 19:00)

ohne Worte...

Acht Häuser für Lakeisha

Wie ein geschäftstüchtiger Immobilienmakler und gierige Bankiers eine junge Mutter aus Cleveland in den Ruin trieben. Eine Suche nach den Ursprüngen der US-Immobilienkrise

Von Kerstin Kohlenberg

Die acht großen Blätter, die Jim Rokakis auf seinen Schreibtisch legt, könnten medizinische Schautafeln sein, die den Verlauf einer Masernerkrankung zeigen. Ein weißes Gesicht, auf dem sich rote Punkte ausbreiten. Doch das Gesicht auf diesen Seiten gehört der Stadt Cleveland. Es sind Pläne der Stadt im Nordosten der USA, die man durchblättern kann. Von Cleveland im Jahr 2000 bis zu Cleveland im Jahr 2007. Immer mehr Punkte. Von Jahr zu Jahr.

Der Stadtkämmerer Jim Rokakis hat die Punkte eingetragen. Jeder steht für ein mit Brettern zugenageltes Haus. Zwangsgeräumt, weil die Hausbesitzer ihre Hypotheken nicht mehr zahlen konnten. Tote Zellen der Stadt. Allein 2006 kamen in dem Bezirk, zu dem Cleveland gehört, 13610 neue Punkte dazu. 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor, mehr als in jeder anderen Stadt in den USA.

Rokakis hat diese Karten schon oft gezeigt. 2.000 der regionalen Notenbank in Cleveland, weil sie verantwortlich für die Regulierung der Banken ist. 2001 dem Gouverneur seines Staates, weil er verantwortlich für das Wohlergehen von Ohio ist. 2006 und 2007 dem Senat in Washington, weil er die Oberaufsicht hat. »Aber meinen Sie, das hätte jemanden interessiert?« In Amerika dehnte sich gerade jene Immobilienblase aus, deren Platzen inzwischen zu einer weltweiten Kredit- und Bankenkrise geführt hat. Doch von einer Blase wollte damals niemand etwas wissen. Die einzige Reaktion bekam Rokakis von der Notenbank. Sein großer grauer Schnurrbart bebt, wenn er davon berichtet. »Die hat getan, was sie immer tut: Na da machen wir doch mal eine Konferenz. Und damit war das Thema vom Tisch.«

Heute ist die Frage: Wer war schuld an der Immobilienkrise in Amerika, am Debakel der massenhaft verkauften Hypothekenkredite, die so schlecht abgesichert waren, dass sie früher oder später platzen mussten? Frank Jackson, der Bürgermeister von Cleveland, hat seine Antwort darauf schon gefunden. Er sitzt zwei verschneite Straßenkreuzungen weiter, am zugefrorenen Eriesee, in seinem großen Büro vor dem Kamin. Auf dem Schreibtisch eine 28-seitige Klageschrift. Frank Jackson will es mit der Wall Street aufnehmen. Am 10. Januar hat er eine Klage gegen 21 Investmentbanken eingereicht.

28 Jahre alt und eine Million Dollar Schulden

Jackson sagt, dass die Wall-Street-Banken den Kreditverleihern aus Cleveland die Hypotheken jahrelang aus den Händen gerissen hätten, ohne sich darum zu scheren, wie sie zustande kamen. Wären sie sorgfältiger vorgegangen, dann sähe seine Stadt, dann sähe Amerika, ach, dann sähen die gesamten Weltmärkte heute anders aus. Dann hätte die amerikanische Notenbank die Leitzinsen vor ein paar Wochen nicht von 4,25 auf 3 Prozent senken müssen, um die großen Verluste der Wall-Street-Banken mit billigem Geld aufzufangen. Dann müsste der Washingtoner Senat jetzt keine milliardenschweren Hilfspakete auflegen. »Wenn es der Wall Street gut geht, dann verbietet sie sich jede Einmischung durch die Politik«, sagt Jackson. »Aber wenn sie in Schwierigkeiten ist, dann lässt sie sich gern aus der Klemme helfen.«

Ganz vorn in Jacksons Klageschrift steht die Deutsche Bank, 60 Wall Street, New York. Über 4750 Häuser hat diese in den vergangenen vier Jahren in Cleveland räumen lassen. Mehr als jede andere Bank. So ließ die Deutsche Bank im November 2007 das erste Haus von Lakeisha Williams zwangsversteigern. Das zweite kam am 17. Januar 2008 unter den Hammer. Die Gerichtsbriefe für das dritte Haus schickt die Post seit Ende des Jahres an den Absender zurück, »Adressat unbekannt verzogen.«

Lakeisha Williams sitzt in schwarzer Kunstpelzjacke am Esstisch und kaut müde auf einem blauen Kaugummi. Sie ist 28 Jahre alt, arbeitet als Hilfskraft iin einem örtlichen Seniorenheim, und ihre Hypothekenschulden belaufen sich auf knapp eine Million Dollar. Hier im Haus ihrer Mutter gibt es kaum Möbel, der Teppich ist abgewetzt und voller Krümel, auf dem Sofa schläft Williams’ jüngste Tochter. Oma und ein Bruder gucken einen Horrorfilm, im ersten Stock hört man Familienmitglieder streiten. Wenn es Williams hier zu laut wird, geht sie zu ihrer Schwester. Eine eigene Wohnung hat sie nicht mehr. Auch Lakeisha Williams gibt jemandem die Schuld an ihrer Misere: ihrem Makler.

Sie lernte Mark Kellogg vor drei Jahren kennen. Ein junger schwarzer Immobilienhändler, der sie mit seiner charmanten, etwas großmäuligen Art an ihren Freund erinnerte. Kellogg arbeitet für First Metro Mortgage, eine Firma, die selbst kein Geld verleiht, sondern Hauskäufern Kredite der unterschiedlichsten Banken vermittelt.

»Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg«, versprach der Makler

Auf Kelloggs Visitenkarte steht: »Where there’s a will, there’s a way, so let’s get you qualified today!« Übersetzt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, also lassen Sie sich von mir noch heute kreditwürdig machen. Kellogg hatte schon Williams’ Tante geholfen, das Haus zu kaufen, in dem sie früher zur Miete wohnte. Konnte er auch Lakeisha helfen, aus der Sozialwohnung, in der sie mit ihrem Freund und ihren beiden Kindern wohnte, rauszukommen?

Kellogg riet Williams zuerst, ihre Schulden auf der Kreditkarte auszugleichen. Kreditprüfungsfirmen mögen so etwas. Im November 2005 besaß Lakeisha Williams ihre ersten beiden Häuser. 4917 Barkwill Street, 85.000 Dollar, und 3664 East 48th Street, 82.000 Dollar. Kellogg hatte sie davon überzeugt, dass sie sich gleich mehrere Häuser zulegen sollte. Er würde für die Mieter sorgen, die Miete würde die Raten für den Hypothekenkredit einbringen, und schon in ein paar Jahren wäre sie reich. Und reich wollte Williams werden. So wie alle. Die Kredite, die Kellogg ihr beschaffte, kamen von den Firmen New Century, BNC, Argent und Long Beach. Vier der neun größten Kreditverleiher der USA, die sich auf das sogenannte subprime-Geschäft spezialisiert hatten. Kredite für Schuldner mit zweifelhafter Kreditwürdigkeit. Keine der Firmen existiert heute mehr.

New Century machte im April 2007 Bankrott. Eine Untersuchung ist im Gange. BNC gehörte der Investmentbank Lehman Brothers und wurde im August 2007 aufgelöst. Argent gehörte zu dem Finanzdienstleister Ameriquest, dem in mehreren Gerichtsverfahren vorgeworfen wurde, älteren Damen und Schwarzen überteuerte Kredite verkauft zu haben. Ameriquest wurde im August 2007 geschlossen und Argent von der Citibank übernommen. Long Beach war ursprünglich ebenfalls Teil von Ameriquest. 1999 wurde der Geldverleiher von der Finanzgruppe Washington Mutual gekauft, die ihn wegen der negativen Schlagzeilen einfach umbenannte.

60 Wall Street, New York. Der Wolkenkratzer der Deutschen Bank erinnert mit seiner pyramidenartigen Spitze an ein glitzerndes Kasino in Las Vegas. Keine gute Assoziation in diesen Tagen. Die Palmen im Atrium zerstreuen den Eindruck nicht unbedingt. Etwa 6.000 Banker arbeiten hier, und will man dieser Tage einen von ihnen treffen, dann geht das nur unter größter Geheimhaltung. Es ist Finanzkrise. Alle haben Angst vor Entlassung.

In dem Gebäude an der Wall Street kamen 2006 auch die drei Hypotheken, die Lakeisha Williams mit Long Beach abgeschlossen hatte, als elektronische Anhänge von E-Mails an. Die Deutsche Bank hatte die Kredite übernommen. Williams zahlte für ihre Darlehen einen stolzen Zinssatz von 11,25 Prozent, und der würde nach zwei Jahren noch steigen. Auf dem Computer sah das nach einem ziemlich guten Geschäft aus.

Die Banker bündelten solche Hypotheken, die sie fleißig im ganzen Land zusammenkauften, zu Packen von jeweils einigen Tausend. Und so wie ein Chocolatier den Prozentsatz an echtem Kakao in der Schokolade festlegt, bestimmten die Banker den Prozentsatz an Erste-Klasse-Krediten im jeweiligen Packen. Je mehr Zweite-Klasse-Kredite wie der von Lakeisha Williams beigemischt wurden, desto höher waren der Zinssatz und der erwartete Gewinn des Pakets, desto süßer schmeckte die Mischung. 2005 waren 20 Prozent aller neuen Kredite subprime. Sie hatten einen Wert von 625 Milliarden Dollar.

Um das Risiko dieser Kreditbündel zu bestimmen, ließ die Deutsche Bank die Packen von einer Ratingagentur begutachten. Auch die Ratingagentur guckte in ihre Computer. Anhand der Studien und Datenreihen dort bestimmte sie, wie die Rückzahlerquote der unterschiedlichen Kredittypen in dem Paket in den letzten Jahren waren. Und die Daten sagten der Ratingagentur, historisch gesehen seien diese Hypotheken sehr sicher. Zu jenen neuartigen subprime-Krediten, bei denen ein Schuldner nicht einmal sein Einkommen nachweisen musste, schwieg der Computer. Damit hatte er keine Erfahrung.

Um die Bewertung der Kredite noch zu verbessern, versicherte die Bank ihre Hypothekenpakete. Das Risiko war nun auf zig Schultern verteilt und die Illusion perfekt, dass es sich damit aufgelöst habe. Hedge Funds, Pension Funds oder anderen Banken kauften Anteile an den Paketen. Kein Mensch wusste zu diesem Zeitpunkt mehr, was er da eigentlich kaufte und wie groß das Risiko wirklich war. Aber alle verdienten Geld. Mark Kellogg, seine Firma First Metro, der Verleiher Long Beach, die Deutsche Bank, die Ratingagentur. Eine gute Nahrungskette, für deren Nachschub gesorgt war. Geld konnten die Banken sich billig beschaffen. Die US-Notenbank hatte den Leitzins bis Mitte 2003 auf ein Prozent gesenkt.

Nach wenigen Monaten stand Wasser im Keller

Innerhalb von drei Monaten besaß Lakeisha Williams acht Häuser und acht Hypotheken. »Ein paarmal wurde ich zwar von Banken abgelehnt, aber Mark hat immer irgendjemanden gefunden, der mir Geld lieh.« Ungewöhnlich war, dass Kellogg ihr sogar für jeden Abschluss noch 5.000 Dollar zahlte. Ein rätselhaftes Geschäftsgebaren, das bei Lakeisha Williams aber kein Misstrauen weckte. Sie hatte sich noch nie so reich gefühlt.

Aber schon nach wenigen Monaten beschwerten sie einige Mieter, dass es kein heißes Wasser gab, dass nur in einem Raum der Strom funktionierte oder dass Wasser im Keller stand. Kellogg hatte zwar gesagt, die Häuser seinen tipptopp, aber sie schienen auseinanderzufallen. Reparaturen waren nötig. Dann kam plötzlich der Bescheid über die Grundstücksteuern, und auch die Versicherungen mussten bezahlt werden. Alles Dinge, auf die Williams nicht vorbereitet war. Mittlerweile sind alle Häuser geräumt, im Dezember hat sie Privatinsolvenz angemeldet. Geblieben sind ihr ihre Kleidung und die Kinder.

Nein, sagt Mark Kellogg am Telefon, er habe keine Zeit für ein Gespräch, er habe einfach zu viel zu tun. »Das Geschäft läuft also weiterhin gut?« – »Haben Sie einen gesunden Aufenthalt in den USA.« Einem Lokaljournalisten hatte Kellogg vor ein paar Monaten gesagt, er habe das Spiel nach den Regeln gespielt. Regeln, die er nicht erfunden habe. Doch für sein Geschäft, Kredite mit hohen Zinsen an arme Menschen zu vergeben, gibt es eigentlich keine klare Regeln. 1994 hatte der Senat die Notenbank per Gesetz aufgefordert, Verleihstandards für diese riskanten Kredite zu formulieren. Aber Alan Greenspan hielt das für einen unnötigen Eingriff in den Markt. Später entließ der Senat ihn aus dieser Verpflichtung.

Seit Sommer 2007 wird der Makler Mark Kellogg vom FBI beobachtet. Zu verdanken hat er das vor allem dem Stadtverordneten Tony Brancatelli. Brancatelli sitzt in einem kleinen polnischen Restaurant zwischen gestapelten Konservendosen und Gläsern bunter Bonbons vor einem Teller Pierogi. Dies hier ist sein Viertel, ein altes slawisches Einwandererviertel, in dem er jahrelang erfolgreich Künstler, Geschäfte und Familien angesiedelt hat. Solche wie Kellogg zerstören das gerade.

Mit seinem Zeigefinger fährt Brancatelli eine lange Datenliste entlang. Daten, die er über Mark Kelloggs Verkäufe angelegt hat. Auffällig ist, dass alle Häuser, die Kelloggs Kunden von den Krediten gekauft haben, vorher dem Chinesen Pak Tim Lui gehörten, der sie wiederum zuvor bei Zwangsversteigerungen billig erworben hatte. Brancatellis Finger rutscht in eine andere Spalte. »Es war auch immer derselbe Schätzer am Werke, der die Häuser immer um mehrere Zehntausend Dollar über dem Verkehrswert veranschlagt hat.« Brancatelli glaubt, dass Kellogg an dieser Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert des Hauses und dem Kaufpreis verdient hat, dass er sie mit dem Hausbesitzer, dem Gutachter und anderen geteilt hat. Beweisen konnte er das bisher nicht.

Die hintere Tür des gelben Hauses, das einmal Lakeisha Williams gehörte, steht sperrangelweit auf. Drumherum ist alles verrußt, ein Feuer hat die Küche ausgebrannt. Die Kupferleitungen des Hauses sind rausgerissen, für Kupfer kriegt man momentan viel Geld vom Schrotthändler. Bürgermeister Jackson schickt häufiger als früher die Polizei durch die Straßen. An ihm bleibt es auch hängen, die Fenster der verlassenen Häuser zuzunageln oder sie im Zweifelsfall abreißen zu lassen. Die Kosten dafür, findet er, sollen die Banken an der Wall Street tragen.

Jackson faltet seine Hände sorgsam in den Schoß und berichtet von den Jahren 2000 und 2001. Im Sommer 2000 hatte Jackson begonnen, mit den Banken in Cleveland zu verhandeln. Ein Jahr lang hatte er versucht, sich mit ihnen auf eine freiwillige Korrektur ihrer Kreditvergabepraxis zu einigen, und er hatte das Gefühl, dass sie einander verstanden. Doch während die Banken mit ihm an einem Tisch saßen, bearbeiteten ihre Lobbyisten in Columbus, dem Regierungssitz von Ohio, den republikanischen Gouverneur, bloß keine Regulierungen zuzulassen.

Wütend über diesen Vertrauensbruch, erließ die Ratsversammlung von Cleveland 2001 ein Gesetz, das ruinöse Kredite verbot. Sie setzte eine Obergrenze für Kreditzinsen fest und untersagte überzogene Maklergebühren. Die Banken beschimpften den damaligen Ratspräsidenten Jackson darauf als geschäftsschädigend, und einige drohten, gar keine Kredite in Cleveland mehr anzubieten. »Das fand ich völlig okay«, sagt Jackson stolz. Aber der Stolz währte nicht lange. In Ohio hatten die Lobbyisten der Finanzindustrie den Gouverneur mittlerweise davon überzeugt, dass Jackson solche Entscheidungen nicht treffen dürfe. 2002 hob Ohio Jacksons Gesetz wieder auf.

Bürgermeister Jackson lehnt sich müde in seinem Sessel zurück. Mit der Klage gegen die Wall Street hat er sich auf einen langen Kampf eingestellt. Das weiß er auch. »Ich mache das, um zu gewinnen«, sagt er.

DIE ZEIT, 14.02.2008 Nr. 08

08/2008

  

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Bankenkrise: Es drohen weitere 203 Milliarden US-Dollar an Abschreibungen interessant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.2.08 22:42)

"Die Banken haben bei Kreditmarkt-Abschreibungen Fortschritte gemacht. Aber das war wohl noch nicht alles"

Die Krise an den Kreditmärkten wird bei Banken zu weiteren Milliardenbelastungen führen. Zu dieser Einschätzung kommen Analysten der UBS. Das Risiko belaufe sich weltweit auf bis zu 203 Milliarden Dollar (138 Mrd. Euro) an zusätzlichen Abschreibungen, teilte der Finanzdienstleister mit. Bei den Anleiheversicherern drohe eine Verschlechterung der Lage, hieß es zur Begründung.

"Die Banken haben bei Kreditmarkt-Abschreibungen Fortschritte gemacht. Aber das war wohl noch nicht alles", schrieb UBS-Analyst Philip Finch. Nach seinen Berechnungen belaufen sich die Abschreibungen im Zusammenhang mit Collateralized Debt Obligations (CDOs) und zweitklassigen Hypotheken bisher schon auf 150 Milliarden Dollar (102 Mrd. Euro). Zu dieser Summe dürften weitere 120 Milliarden Dollar für CDOs, 50 Milliarden Dollar für strukturierte Investment-Vehicle, 18 Milliarden Dollar für mit Gewerbeimmobilien besicherte Wertpapiere und 15 Milliarden Dollar für fremdfinanzierte Übernahmen kommen. UBS: "Die Risiken nehmen zu und breiten sich aus. Und was die Liquidität anbelangt, so hat sich die Lage noch nicht normalisiert".

Die Anleiheversicherer MBIA und Ambac Financial Group kämpfen derzeit um ihre AAA-Ratings in den Versicherungssparten. Dabei handelt es sich um erstklassige Bonitätsnoten. Sollten sie diese einbüßen, werden auch die von ihnen garantierten CDOs in Mitleidenschaft gezogen. In diesem Fall müssen die Banken wahrscheinlich weitere Abschreibungen vornehmen. Ambac wurde im Januar bereits von Fitch Ratings von "AAA" auf "AA" herabgestuft. Die Ratingagentur begründete den Schritt mit "signifikanter Unsicherheit" bezüglich des Geschäftsmodells des Versicherers.

Wirtschaftsblatt 18.02.2008

  

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February 11th Blogger Sentiment Poll
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.2.08 23:53)

February 11th Blogger Sentiment Poll

This morning's cold weather has driven the bears into hibernation and the bulls have returned with full force.


http://tickersense.typepad.com/ticker_sense/images/2008/02/11/blogger_sentiment_021108.jp g.png



http://tickersense.typepad.com/

  

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Subprime war erst der Anfang? Kommen faule CDS? interessant
Rang: birdie(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 13:15)

Der angehängte Link ist tatsächlich harter Stoff. Da könnte noch einiges auf uns zukommen, wenn diese Blase platzt.

LG birdie

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Subprime war erst der Anfang? Kommen faule CDS?

Wie sehr Schieflagen im US-Subprime Markt die Weltbörsen geschüttelt haben, ist noch recht frisch in Erinnerung. Doch neue dunkle Wolken brauen sich am Wirtschafthimmel zusammen. Die Rede ist hier von den sogenannten CDS, den Credit Default Swaps, deren Volumen in den letzten Jahren auf sagenhafte 45,5 Billionen Dollar angewachsen ist. Zum Vergleich: Der gesamte amerikanische Aktienmarkt ist weniger als die Hälfte wert.

Wie diese Swaps funktionieren, um welche Volumina sich es hier handelt und warum Banken und Brokerhäuser ein Downgrade der beiden Finanzdienstleister Ambac und MBIA fürchten, ist hier nachzulesen:

http://www.safehaven.com/article-94... (English)

Selbst wenn die hier aufgeführten Szenarien und Befürchtungen nicht Realität werden, trägt es ein wenig mehr zum Verständnis sehr exotischer Finanzkonstrukte bei.

Quelle: http://www.be24.at/blog/entry/14239/subprime-war-erst-der-anfang-kommen-faule-cds

  

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Kommt die zweite Welle? interessantinteressant
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 17:14)

Die Worte von Eliot Spitzer, seines Zeichens Gouverneur von New York, klingen wie das Ultimatum aus einem Wild-West-Streifen.

Die US-Anleihenversicherer haben drei bis fünf Tage Zeit, um das Unheil abzuwenden. Wenn nichts geschieht, droht Spitzer mit Zerschlagung.

Damit erfährt die aktuelle Finanzkrise in den USA eine neue Wendung...

Was die Geschäfte mit "faulen" Kleinkrediten auf den Finanzmärkten angerichtet haben, ist mittlerweile nichts Neues. Zuerst kamen die Privathaushalte und Hypothekenfinanzierer ins Trudeln. Dann immer weitere Branchen und schließlich die Großbanken.

Neu ist, dass die Finanzkrise jetzt auch auf die Städte und Gemeinden der USA überzugreifen droht. So steckt die Hafenbehörde von New York in der Klemme...

Der Zinssatz für die einst aufgenommenen Kredite ist auf 20 Prozent hochgestiegen und gräbt der Behörde das Wasser ab.

Fälle wie diesen will Eliot Spitzer verhindern - ein Politiker, der früher als der "Sheriff der Wall Street" bekannt war.

Spitzer kennt auch schon die Schuldigen: so genannte Bondversicherer, auch Monoliner genannt.

Doch alles der Reihe nach.

Wenn in den USA eine Stadt für neue Projekte Geld ausleihen will, wendet sie sich an Banken und zugleich auch an Bondversicherer. Diese Kreditversicherer garantieren der Bank, dass die Stadt der Bank das Geld auch tatsächlich zurückzahlt.

Die Bank kann sich so auf die Rückzahlung verlassen, die Stadt bekommt den Kredit billiger, und Bondversicherer verdienen auch dabei.

Das System hat nur einen Haken...

Der Handel verläuft in der Regel recht einförmig - daher auch die Bezeichnung Monoliner - und wirft relativ wenig Rendite ab.

Zu wenig, dachten sich die Monoliner, darunter milliardenschwere Versicherer wie FGIC, MBIA oder Ambac. Sie begannen, zusätzlich andere Kredite abzusichern - unter anderem auch die berüchtigten Subprimes, also schlecht abgesicherte Kleinkredite.

Eigentlich agieren die soliden Monoliner im Stillen. Doch seit die Finanzkrise die USA erschüttert, kämpfen sie in aller Öffentlichkeit mit demselben Schicksal wie die klassischen Baufinanzierer oder Hypothekenversicherer:

Ruinierte Privathaushalte können die Kredite nicht mehr zurückzahlen, also bleiben die Versicherer darauf sitzen. Allerdings ist bei den Monolinern, anders als bei Großbanken, die Eigenkapitaldecke dünn.

Das ist nicht der einzige fatale Unterschied.

Auch die Folgen für die Monoliner sind ähnlich wie die für andere Finanzunternehmen: Renommierte Bewertungsgesellschaften wie Moody's stufen die Aktien der Monoliner herunter. Die Kurse gehen in den Keller, die Unternehmen selbst geraten in Schwierigkeiten.

Nur sind, anders als bei der allgemeinen Finanzkrise, bei den Problemen der Monoliner nicht nur Anleger und Banken, sondern die Haushalte ganzer Städte betroffen.

Die zurückhaltenden Monoliner stehen selten im Fokus der Aufmerksamkeit. Ihr Gewicht allerdings ist enorm: Das gesamte Versicherungsvolumen dieser Finanzunternehmen beträgt rund 2,5 Billionen Dollar. Etwa zwei Drittel davon machen Kredite von US-Kommunen aus.

"Wir wollen lieber früher als später handeln", kündigte Eliot Spitzer letzte Woche vor dem US-Abgeordnetenhaus an. Und dann läutete der New Yorker Gouverneur in bester John-Wayne-Manier den Countdown für die Versicherer ein...

Entweder die Monoliner lösen die Krise selbst, und zwar innerhalb von maximal fünf Arbeitstagen.

Dazu müssten sie sich auf die Suche nach frischem Kapital begeben - keine besonders leichte Aufgabe angesichts der aktuellen Turbulenzen der Kreditmärkte.

Oder...

... sie werden von staatlicher Seite aus zerschlagen, damit die Kredite der Städte und Gemeinden gerettet werden.

Was brachial klingt, dürften die Anleihenversicherer allerdings ernst genommen haben.

Dagegen fällt Joseph Ackermann, Chef der Deutschen Bank, normalerweise nicht mit markigen Sprüchen auf....

Angesichts der Probleme der Monoliner in den USA bemüht Ackermann trotzdem eine drastische Metapher: Die Pleite der Anleihenversicherer käme einem "Finanz-Tsunami" gleich.

Damit droht der Finanzwelt ein zweiter Milliardencrash...

Gleichsam in einer zweiten Welle würde die Kreditkrise nach den Banken nun auch die gesamte Branche der Anleihenversicherer mit nach unten reissen. Und die Städte und Gemeinden der USA gleich mit.

Die Reaktion der Monoliner wird in diesen Tagen erwartet.

Quelle:http://diepresse.com/

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Und wieder wird der amerikanische Steuerzahler die Zeche bezahlen,ob nun über höhere Schulden oder Steuern und/oder geringere staatliche Leistungen...







  

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Öl - noch liest man nix
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 19:55)



Wir sind wieder knapp vor den 100, aber im Moment liest man in den breiten Medien noch gar nichts darüber. Bin gespannt, wann es wieder en vogue wird, darüber zu schreiben

An den Zapfsäulen merkt man es schon wieder, wie ich heute feststellen musste.

mfg
el gato

  

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RE: Öl - noch liest man nix
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 20:13)

oh doch, jetzt schon was

Lukoil stoppt Erdöllieferung nach Deutschland.

http://www.orf.at/ticker/280707.html

Was für ein Öl-"Schock".

mfg
el gato

  

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Grund für DOW Verfall
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 21:03)

Sind die Wirtschaftsmeldungen schon draussen?
Wieso wieder alles weg?

  

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RE: Grund für DOW Verfall
Rang: murcielago(171) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 21:09)

>Sind die Wirtschaftsmeldungen schon draussen?
>Wieso wieder alles weg?

öl 100?

  

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RE: Grund für DOW Verfall
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 21:13)

Na wenn das der Grund ist ??
Wenn der DOW auch noch im Minus schließt wirds bei uns einen Verfall geben (bei uns weiss man wenigstens wieso --> wegen dem DOW)!

  

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RE: Grund für DOW Verfall
orgwyn(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 21:16)

NAHB-Index für US-Baufirmen im Februar leicht gestiegen
19.02.2008 - 19:12

WASHINGTON (Dow Jones)--Das Vertrauen der US-Bauunternehmen hat einer Umfrage zufolge im Februar ein wenig zugenommen. Wie die National Association of Home Builders (NAHB) am Dienstag berichtete, stieg ihr Index für die Verkaufsaktivitäten von neuen Einfamilienhäuser auf 20 Punkte von 19 Zählern im Vormonat. Im Februar 2007 hatte der Index allerdings noch bei 39 Punkten notiert.

Werbung Potenzielle Käufer würden angesichts der besseren Erschwinglichkeit von Wohnhäusern und der großen Auswahl auf dem Markt mittlerweile über den Erwerb eines Hauses nachdenken, erklärte NAHB-Chefökonom David Seiders. Allerdings sei der Ausblick weiterhin gedämpft: Der Index der Verkaufserwartungen für die kommenden sechs Monate verringerte sich im Februar auf 27 von 28 Zählern im Vormonat.


deswegen eher kaum...
wohl eher eine frage die uns die ct feaks beantworten werden

  

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Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar gestiegen
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 21:18)

Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar gestiegen
Dienstag 19. Februar 2008, 20:38 Uhr


New York (AP) Der Ölpreis ist am Mittwoch an der New Yorker Rohstoffbörse erstmals seit dem 3. Januar wieder auf mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) gestiegen. Der Preis für das Barrel der Sorte Light Sweet Crude kletterte auf bis zu 110,10 Dollar. Als Gründe nannten Analysten unter anderem eine schwere Explosion in einer texanischen Ölraffinerie, wo täglich fast 70.000 Barrel verarbeitet werden. Sie könnte bis zu zwei Monate geschlossen bleiben. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ihre Produktion im kommenden Monat drosselt.

Im Jahr 2007 war der Ölpreis um 57 Prozent gestiegen und
hatte am 21. November mit 99,29 Dollar vorübergehend eine Rekordhöhe erreicht. Der Ölpreis wird seit Jahren vom steigenden weltweiten Verbrauch in die Höhe getrieben, vor allem der Boom in China sorgt dort für kräftigeren Öldurst. Gleichzeitig stützen viele geopolitische Sorgen den hohen Ölpreis: Spannungen zwischen dem Westen und dem Groß-Förderer Iran, Unruhen und Attentate im ölreichen Irak, Rebellenangriffe auf Pumpanlagen in Nigeria.

  

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RE: Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar gestiegen
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 21:29)

110$, kleiner Tippfehler?! Ich hab nur 99,99$ beim Future gesehen.

Und jetzt mein Hauptgrund für den Ölpreisanstieg: ein Kontrakt für 1000 barrels kostet nur 6075$ Anfangsmargin und 4500 $ Erhaltungsmargin.

  

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RE: Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar gestiegen
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 21:38)

>110$, kleiner Tippfehler?! Ich hab nur 99,99$ beim Future
>gesehen.

hab es nur abgeschrieben... und im chart sehe ich auch keine 110.

http://www.godmode-trader.de/front/img/charts/chart.php?tpl=profilechart&intv=86400&id=13 3999&exchange=35&hideVolume=true.png

  

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Sentiment: Bullen ziehen sich wieder zurück - positiv
Moderator Gewinn(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 11:16)

http://tickersense.typepad.com/ticker_sense/images/2008/02/19/blogger_sentiment_021908.jp g.png

http://tickersense.typepad.com/

@Priapos
Ist eine interessante Website, verfolgst Du sie schon länger? Wie sind Deine Erfahrungen?

Aktuell wieder weniger Bullen und mehr Bären, was eigentlich ein positives Zeichen ist.

Stay Long

GeWinn

  

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Crash Teil II
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 15:24)

Sieht so aus, als ob der zweite Teil des heurigen Crashes im DAX ansteht. Die Aussage ist noch etwas verfrüht, aber der Chart steht technisch ziemlich auf der Kippe!

  

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RE: Crash Teil II
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 15:39)

>Sieht so aus, als ob der zweite Teil des heurigen Crashes im
>DAX ansteht. Die Aussage ist noch etwas verfrüht, aber der
>Chart steht technisch ziemlich auf der Kippe!

Tjo und die extreme Bollingerverengung nicht zu vergessen.
Bin mal konservativ short gegangen allerdings im ATX,der hat in den letzten Tagen mM über seine Verhältnisse 'gelebt'.

ciao
ice

  

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Next Stop 6440 Punkte
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 15:55)

Die Marke von ca. 6440 Punkten wurde in den letzten 12 Monaten schon 2x gesetzt. Es wird recht eng, wenn sie dieses mal nicht hält. Ein Test der Marke könnte bald anstehen, da binnen ca. vier Werktage das Bollinger Band vermutlich stark gedehnt wird.

  

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RE: Next Stop 6440 Punkte
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 16:03)

>Die Marke von ca. 6440 Punkten wurde in den letzten 12
>Monaten schon 2x gesetzt. Es wird recht eng, wenn sie dieses
>mal nicht hält. Ein Test der Marke könnte bald anstehen, da
>binnen ca. vier Werktage das Bollinger Band vermutlich stark
>gedehnt wird.

Die sind aber nicht unserer Meinung.Trotzdem ich hab da so ein Gefühl...

Börse Frankfurt-News: Kurzfristig kann es im DAX nach oben gehen (Marktbericht)
Mittwoch, 20. Februar 2008




Marktbericht vom Handel an der Börse Frankfurt

20. Februar 2008. Die späte Wende der Aktienmärkte in den USA in negatives Terrain zieht heute auch den deutschen Leitindex ins Minus. Der Anstieg des Ölpreises über die Marke von 100 US-Dollar verdarb dem DAX® die Chance, seinen von technischen Analysten als wichtig angesehenen Widerstandsbereich um 7.040/7.060 Punkten nachhaltig zu überwinden. Dennoch seien die technischen Rahmenbedingungen für weitere Zugewinne günstig.

Im Handel mit ETFs setzen Investoren auf steigende Kurse. Nach Angaben der Market Maker werden die Indexfonds iShares DAX (WKN 593393) und iShares DJ Euro Stoxx 50 (WKN 593395) bei steigenden Umsazvolumen gekauft.

Auch im Zertifikate-Handel berichten die zuständigen Skontroführer über anziehende Umsätze. Die häufig gehandelten Produkte auf die Indizes DAX und DJ Euro Stoxx 50 (WKN 709335 und 709341) werden überwiegend nachgefragt. "Die Anleger halten die aktuellen Kursabschläge für eine Kaufgelegenheit. Dass der Aktienmarkt ohne Zwischenkonsolidierung weiter rasch nach oben laufen würde, hatte kaum ein Investor erwartet. Um so mehr wird dieser schwache Tag zum Kauf genutzt", erklärt ein Händler.

Heute verliert der DAX bis zum Mittag 105 Punkte und liegt bei 6.896 Punkten. Der TecDAX® büßt 11 Zähler auf 806 Punkte ein.

Bodenbildungsprozess sollte abgewartet werden

Dirk Oppermann, technischer Analyst bei der DZ Bank, sieht den DAX an einer entscheidenden Wegmarke im Hinblick auf eine Fortsetzung der Erholung. "Der Bereich um 7.040/7.060 Punkte muss in der nächsten Zeit unter steigenden Umsätzen nach oben überwunden werden. Scheitert der deutsche Leitindex an dieser Marke, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er die Tiefpunkte aus dem Januar bei 6.400 Punkten auf jeden Fall noch einmal testen wird." Der gestrige Verlauf habe in dieser Hinsicht zwar wenig Mut gemacht, weil der DAX nach einer Überwindung des Widerstandsbereichs zum Schluss wieder darunter schloss. Dennoch seien die Voraussetzungen von Seiten des technischen Umfeldes immer noch günstig. "Die Anfälligkeit des Marktes für schlechte Nachrichten hat deutlich abgenommen, Kursverluste fallen nicht mehr so hoch aus wie zu Beginn der Hypothekenkrise. Das deutet daraufhin, dass sich an ein paar wirklich guten Nachrichten weitere Kursgewinne anschließen würden", erklärt Oppermann.

Der aktuelle Rückschlag sei unter dem Gesichtspunkt eines kurzfristig überkauften Niveaus zu bewerten. Insgesamt solle abgewartet werden, ob kurzfristig ein Ausbruch gelingt. Im positiven Fall bestünde in etwa eine 67-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein verlässliches Kaufsignal handelt. Das Kursziel wäre dann auf rund 7.400 Punkte zu beziffern.

Weniger optimistisch gestimmt ist der technische Analyst dagegen für die US-Technologiebörse Nasdaq Composite. "Dieser Index befindet sich in einem vollständig intakten Abwärtstrend. Alle Erholungen, die wir bisher gesehen haben, sind wenig dynamisch verlaufen. Zwar hat sich zwischen den Bereichen 2.270 und 2.400 Punkten eine kurzfristige Handelsspanne gebildet. Solange die Nasdaq den Widerstand bei 2.420 Punkten aber nicht nachhaltig überwindet, bleibt die Gefahr einer Fortsetzung des Abwärtstrends akut bestehen." Allerdings weist Oppermann darauf hin, dass der Nasdaq Composite wesentlich volatiler sei als etwa der DAX. "Rasche Kursanstiege oder auch Kursverluste können dann technische Signale produzieren, die sich erst im Nachhinein als Fehlsignale herausstellen. Aus diesem Grund sollte die Entwicklung über mehrere Tage beobachtet werden", erklärt Oppermann. Erst dann könne mit Sicherheit gesagt werden, ob der Trend sich tatsächlich etabliert habe.

Die technischen Analysten der LBBW halten den gestrigen Anstieg beim Leitindex DAX für nicht überzeugend. In ihrem Tageskommentar halten sie es für wahrscheinlich, dass der Leitindex kurzfristig nochmal die Unterstützungszone zwischen 6.860 und 6.880 Punkten testen wird. Erst danach sei nochmal mit einem Anlauf auf den Widerstandsbereich 7.040/ 7.060 Punkten zu rechnen. Falle der DAX allerdings unter 6.860 Punkte, sei von weiteren Verlusten bis 6.760 Punkt auszugehen.

Bärenlager verzeichnet Abgänge

Die heutige Erhebung der Marktstimmung zum DAX zeigt eine deutliche Verbesserung des Sentiments. 4 Prozent der Befragten haben sich von ihren Short-Positionen in DAX-Titeln getrennt. Das Lager der Optimisten verzeichnet einen Zuwachs von 2 Prozent, so dass nun 42 Prozent der Marktteilnehmer in nächster Zeit mit steigenden Kursen rechnen. 28 Prozent, 2 Prozent mehr als vor einer Woche, sind der Meinung, dass sich in den kommenden vier Wochen wenig ändert.

Die vollständige Analyse lesen Sie heute nachbörslich auf boerse-frankfurt.com/sentiment

© 20. Februar /Andreas Wolf

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

...schaun mer mal.

ice

  

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RE: Next Stop 6440 Punkte
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 16:18)

>28 Prozent sind der Meinung, dass sich in den kommenden vier Wochen wenig ändert.

Wenn sie mit "wenig ändert" den Kurs meinen, liegen sie wohl ziemlich daneben.

  

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RE: Next Stop 6440 Punkte
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 16:25)

>Wenn sie mit "wenig ändert" den Kurs meinen, liegen sie wohl ziemlich daneben.

Das glaube ich auch. Aber woher wisst ihr jetzt schon die Richtung des Ausbruchs?

  

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RE: Next Stop 6440 Punkte
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 16:28)

>Aber woher wisst ihr jetzt schon die Richtung des Ausbruchs

Die Flagge, oder wie man sowas nennt, ist unsittlich geformt. Eine Bodenbildung sieht, rein optisch, normalerweise anders aus.
Noch ist es aber eh bald für Prognosen, ein bisschen zu warten für klarere Indikationen kann nicht schaden.

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
orgwyn(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.08 18:44)

was ist die meldung zum kurssprung öl unter 100?

  

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US-Konjunktur trübt sich weiter ein
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.2.08 20:10)

Conference Board: Index sinkt den vierten Monat in Folge. Philly-Fed-Index signalisiert Rezession.

Das US-Konjunkturbarometer ist im Jänner vor allem wegen der Schwäche an den Aktienmärkten weiter gesunken. Der Index, der auf zehn wichtigen US-Wirtschaftsdaten beruht, fiel um 0,1 Prozent und damit den vierten Monat in Folge. Das teilte das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, am Donnerstag in New York mit. Ein Minus in dieser Größenordnung war von vielen Ökonomen erwartet worden. Der Index gibt Aufschluss über die US-Wirtschaftsentwicklung über die nächsten drei bis sechs Monaten.

Neben fallenden Börsenkursen drückte den Angaben zufolge auch die geringe Zahl der neuen Baugenehmigungen und der Neuaufträge im verarbeitenden Gewerbe auf das Barometer. Nach revidierten Daten war der Index im Vormonat statt wie bisher angenommen nicht um 0,2, sondern nur um 0,1 Prozent gefallen. Im Jänner hätten sich nur vier der zehn Indikatoren positiv entwickelt, hieß es weiter.

Noch schwächer fiel der neueste Stand des Philly-Fed-Index aus. Volkswirte hatten mit einer Verbesserung beim Philly-Fed-Index auf minus 12 Punkte gerechnet. Tatsächlich herausgekommen ist aber ein Minus von 24 Zählern. Ein Wert von über Null Punkten signalisiert eine Expansion der Wirtschaftsaktivität in der Region Phialdelphia. Ein Wert unter Null Punkten hingegen signalisiert einen Rückgang.

Die US-Notenbank hatte am Mittwoch ihre US-Wachstumsprognose für das laufende Jahr angesichts der anhaltenden Kredit- und Immobilienkrise auf zwischen 1,3 und 2,0 Prozent zurückgenommen. Der Markt erwartet, dass die Federal Reserve mit Blick auf die Konjunkturschwäche bei ihrer nächsten regulären Sitzung im März den Leitzins erneut senkt, und zwar möglicherweise um 0,5 Punkte auf 2,5 Prozent.

Wirtschaftsblatt 21.02.2008

  

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Gehen abschreibungen zurück
jonnyfreutsich(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.08 08:49)

Leute,

wer hat überblick über Banken und Versicherungsmeldungen - die Zahlen vorerst Dt. Bank, Allianz, Lloyds etc. sind ja eigentlich ganz gut.

Dass Credite Suisse oder UBS 2 Mrd oder so abschreiben - sicher nicht gut aber Verglichen mit den 10 Mrd Abschreibungen der Banken aus dem vorquartal nicht schlecht oder? d.h. gehen die Abschreibungen bereits zurück - sind evt. im nächsten Quartal überhaupt keine Abschreibungen mehr zu machen? - Meinungen?

  

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Alamierung
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.08 13:26)

Mahlzeit!

Wollte nachfragen ob wer von euch eine extra Software bzw. Broker kennt der die Alamierungen bei erreichen von Kurslimits sofort ausschickt (per sms) bzw. im Minuten verzögerung (bei BJ dauerts ja eine halbe Stunde bis die sms kommt)??

Hoffe das jemand von euch etwas brauchbares hat!!

mfg

dynamite

PS: Heut is fad!

  

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RE: Alamierung
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.08 13:36)

>PS: Heut is fad

Heut kamma mit seinen Kindern Rrrrechtschreibung lernen üben

  

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RE: Alamierung
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.08 13:40)

Bin BJ 84, somit mit Kindern is noch nicht zum Glück

  

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INTELLIGENTES GELD / DUMMES GELD interessantinteressant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.2.08 00:19)

INTELLIGENTES GELD / DUMMES GELD

In den USA hat sich ein pfiffiger Zahlenjongleur darauf
spezialisiert, die Aktionen der institutionellen Anleger von
denen der Kleinanleger zu unterscheiden. Institutionelle
Anleger treffen eher generelle Entscheidungen, sie kaufen oder
verkaufen dann über einen Zeitraum hinweg mehrere große Pakete
von Aktienunternehmen. Kleinanleger hingegen kaufen und
verkaufen immer einmal kleine Positionen, die erst gebündelt
groß genug für die Bedürfnisse der institutionellen Anleger
sind.

Nun fragen Sie mich einmal, wie institutionelle Anleger es
bewerkstelligen, dass ausreichend Kleinanleger Aktien
verkaufen, damit diese gebündelt werden können, um den großen
Hunger der institutionellen Anleger stillen zu können: Sie
verbreiten schlechte Nachrichten. Ein Schelm, wer Böses denkt,
aber anders geht es nun einmal nicht, sonst steigen die Kurse
zu früh an.

Zurzeit zeigt dieser Indikator Extremwerte auf: Das
intelligente Geld steht seit einigen Wochen klar auf der
Käuferseite, die Kleinanleger auf der Verkäuferseite.

Im März 2000, kurz vor dem Zerplatzen der
Internetspekulationsblase, schlug dieser Indikator stark
zugunsten der Kleinanleger auf der Käuferseite aus. Die
Differenz zwischen den Aktionen der Kleinanleger und denen der
Institutionellen betrug -50%. Das bedeutet, dass
Institutionelle verkauft und Kleinanleger gekauft haben.

Im März 2003, kurz vor dem Start der Jahrhundertrallye, schlug
dieser Indikator ins Gegenteil um und stand bei 45% im Plus.
Wieder waren die Kleinanleger auf der falschen Seite, diesmal
auf der Verkäuferseite.

Und aktuell sieht es wieder so aus: Der Index steht bei 42%.
Kleinanleger verkaufen ihre Aktien aus Angst vor weiteren
Verlusten, institutionelle Anleger decken sich derzeit kräftig
mit Aktien ein, um an der im zweiten Halbjahr folgenden Rallye
voll partizipieren zu können.

Aus diesem Blickwinkel können Sie sich auch die
widersprüchlichen Meldungen erklären: Wer bringt immer wieder
Hiobsbotschaften und überzeichnet diese derart stark, dass
immer wieder weitere Kleinanleger entnervt ihre Aktien auf den
Markt werfen? Nun, die Institutionellen. Das mag sich nun
gemein anhören, ich denke aber nicht, dass dort viel Berechnung
dahinter steckt.

Vielmehr ist dies in unserem System so üblich: Institutionelle
Anleger verlassen sich auf ihre Systeme, ihre fundamentalen
Analysen. Und diese raten derzeit kräftig zum Kauf. Und
Kleinanleger hören nun einmal das, was nun täglich in den
Medien durchgekaut wird: Die Erklärungen zur US-Immobilienkrise
und deren Folgen – obwohl die Katastrophe bereits in den
Aktienkursen eingepreist ist und die Schritte zur Vermeidung
einer Katastrophe bereits festgelegt und teilweise begangen
sind.

Der Techniker kümmert sich nicht um die Erklärung, die ich hier
mühsam herzuleiten versuche. Er stellt fest, dass langfristig
orientierte Anleger derzeit kaufen. Es stehen uns noch ein paar
weitere turbulente Wochen bevor, aber ich bleibe bei meiner
Einschätzung, dass wir ab diesem Frühjahr eine Rallye sehen
werden und dass die turbulenten Tage die Börsen nicht nochmals
unter das Korrekturniveau vom Mitte Januar führen werden.

  

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Stagflation in einer Seitwärtsbewegung und satte Banken interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.2.08 00:25)

Stagflation in einer Seitwärtsbewegung und satte Banken
von Jochen Steffens

Wie schön ist es, wenn man die Chance hat, am lebenden Objekt wissenschaftliche Studien zu betreiben! Nein, es geht nicht um Medizin, sondern um den Dax-Future. Gestern hatte ich geschrieben, dass ich innerhalb einer Seitwärtsbewegung nichts und niemanden traue. Und tatsächlich, all die schönen bullishen Signale wurden mit einem Mal zunichte gemacht. Als hätte der Dax mir zugehört und wollte damit ausdrücken: „Recht haste, Alter...“

Der Dax brach ohne größeres Aufhebens die aufwärtsgerichtete Trendlinie (rote Linie) und machte alle die zarten Bullenhoffnungen zunichte, zumal sich anschließend auch noch ein kleines tieferes Tief ausbildetet:


http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004430.jpg.png



Aber auch darauf können Sie nichts geben. Es kann sein, dass der Dax nun wieder zur unteren Begrenzung läuft, aber es kann auch alles andere sein. Schlimmer noch, ganz typisch für eine Seitwärtsbewegung ist, dass diese vor der eigentlichen Bewegung erst einmal in die andere Richtung antäuscht, der berüchtigte falsche Ausbruch, der "False Break":

Ein häufiges Phänomen, der falsche Ausbruch
Ich hab Ihnen hier einmal nur den Nasdaq100-Chart der letzten Jahre mitgebracht:

http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004429.jpg.png


Darin sind ein paar große Seitwärtsbewegungen eingezeichnet. Drei von diesen vieren brechen erst einmal nach unten, bevor sie nach oben aufgelöst werden (blaue Rechtecke und rote Kreise). Lediglich eines (rotes Rechteck) verläuft ganz normal, und dem Bruch folgen erst einmal weiter fallende Kurse.

Das ist kein Zufall, sondern genau so sehr typisch für Seitwärtsbewegungen. Für uns bedeutet das, dass wir im Future-Dax aufgrund der mittlerweile hohen Eindeutigkeit der Seitwärtsbewegung ebenfalls mit falschen Ausbrüchen rechnen müssen.

Der Retest als weiteres Hiflsmittel
Ein guter Indikator ist: Bricht ein Kurs aus dem Rechteck aus, kommt es meistens zu einem Retest der Ausbruchslinie. Führt dieser Retest nicht dazu, dass die Kurse wieder ins Rechteck hineinlaufen, muss man von einem echten Bruch ausgehen (siehe auch das rote Rechteck: Dort laufen die Kurse nach dem Bruch noch mal von unten an die untere Linie, schaffen es aber nicht, das Rechtecksniveau zurückzuerobern).

Laufen die Kurse anschließend jedoch wieder in das Rechteck und schaffen es dann auch noch, die Mitte des Rechtecks zu überwinden, muss man von einem „False Break“ mit anschließendem Ausbruch nach oben ausgehen.

Und in der Zwischenzeit wird Miss Börse wie gewohnt weiter rumzicken...

Die fundamentale Analyse

Um zu beurteilen, ob es zu einem „False Break“ nach unten kommt, sollte man natürlich auch die fundamentale Situation analysieren.

Und hier ist gestern etwas Interessantes passiert:

Der Philly-Fed Index ist zwar noch weiter nach unten abgerutscht (siehe Konjunkturdaten gestern), aber die Preisindizes haben ihren Aufwärtstrend nicht mehr fortsetzen können.

Eigentlich, wenn genug großes Geld im Markt wäre, hätte das nach den anfänglichen Verlusten zu Kurssteigerungen im weiteren Verlauf führen müssen. Denn eigentlich heißt das: Die Wirtschaft schwächt sich weiter ab, aber gleichzeitig sinkt das Inflationsrisiko. Und das wiederum würde der Fed notfalls weitere Zinssenkungen erleichtern.

Das große Geld ist noch nicht im Markt?

Doch die Kurse sind weiter gefallen und das kann bedeuten, dass das große Geld noch nicht richtig im Markt ist. Die Masse hingegen hält sich im Moment bei dem Stichwort „Stagflation“ auf, also Inflation + stagnierendes Wirtschaftswachstum.

Stagflation

Stagflation ist ein Begriff aus den 70er Jahren im Zusammenhang mit den Ölkrisen. Damals führten die enormen Öl-Preissteigerungen zu einer Inflation und zu einer Wachstumsdelle in der Wirtschaft.

Wenn die Analysten heute von Stagflation reden, vergessen sie dabei aber einen entscheidenden Aspekt: Damals reagierten die Zentralbanken auf die durch die steigenden Energiepreise verursachte Preisanstiege mit deutlichen Zinserhöhungen, um die Inflation zu bekämpfen. Die steigenden Zinsen führten aber dazu, dass die Unternehmen sich kein Geld beschaffen konnten, um Maßnahmen gegen die höheren Ölpreise zu treffen (Modernisierung, etc). Zudem konnten die Unternehmen auch nicht mehr expandieren (investieren) und waren also quasi gezwungen zu schrumpfen, da sie auf der einen Seite durch die höheren Energiepreise mit sinkenden Gewinnmargen zu tun hatten und auf der anderen Seite durch die steigenden Zinsen mit höheren Kreditkosten.

Seit damals weiß man, dass in so einer Situation eine zu rigide Zinspolitik zu einer Rezession führen wird.

Die Banken saugen sich voll

Der entscheidende Unterschied zu damals ist, dass die Fed die Zinsen massiv gesenkt hat. Da die Banken die niedrigen Zinsen erst einmal nicht an ihre Kunden weitergeben, können sie so von einer höheren Gewinnspanne profitieren. Kurz, das Geld, das die Fed in die Märkte pumpt, wird aktuell erst einmal noch von den Banken aufgesogen. Erst wenn diese satt sind, wird es explosionsartig den Markt überspülen.

Dann werden auch die Unternehmen von den billigen Krediten profitieren und entsprechend investieren können. Das bedeutet, die Effekte durch die steigenden Ölpreise werden nicht so dramatisch auf die Unternehmen durchschlagen wie in den 70ern.

Und damit ist das Stagflationsszenario zurzeit nicht sonderlich wahrscheinlich (jedenfalls nicht auf längere Sicht). Solange die Liquidität aber noch die durch die Kreditmarktkrise gerissenen Löcher füllt, kann die Seitwärtsbewegung an den Märkten durchaus weiter gehen. Es ist sogar vorstellbar, dass aufgrund der typischen Börsen-Hysterie die Kurse sogar noch einmal nach unten wegbrechen. Dann müssen wir genau aufpassen, ob es nur ein False Break wird oder ob die Märkte tatsächlich noch eine große Ebene tiefer laufen.

Sollten es noch zu einem weiteren "massiven" Abschwung kommen, dann wäre das ein höchst günstiger Zeitpunkt, aggressiv bei Substanzaktien zuzugreifen. Aber dazu werde ich mehr schreiben, wenn es passiert. Wenn nicht, muss man bei steigenden Kursen nach und nach einsteigen und spätestens beim Bruch der Allzeitshochs aggressiver vorgehen.

Bis dahin bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere fast schon liebgewonnene Seitwärtsbewegung im Dax zu beobachten ...

In diesem Sinne

Ein geruhsames Wochenende, schonen Sie Ihre Kräfte, Sie werden Sie bald brauchen!

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

  

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Gewinnen Sie durch Gelassenheit
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.2.08 00:39)

Gewinnen Sie durch Gelassenheit in der Hysterie!
Friedrich Lange, Gastbeitrag aus "OXFORD CLUB Sondermeldung"

Liebe Leser,

derzeit werden Sie geradezu mit negativen Nachrichten überschüttet. Scheinbare Horrormeldungen überschlagen sich geradezu und schocken zahlreiche Anleger. Einige Untergangspropheten scheinen die Oberhand zu gewinnen, nachdem sie sich erfolglos gegen vier Jahre Aufwärtstrend an den internationalen Finanzmärkten gestellt haben. Diese Dauer‐Schwarzseher werden wieder daneben liegen.

Weitere Zinssenkungen wahrscheinlich – und ein Meer an Liquidität!
Der weitere Zinssenkungszyklus ist angesichts der weiteren Verschlechterung der Konjunkturdaten wahrscheinlich. Ich rechne mit zusätzlichen Senkungen in nächster Zeit auf 3,0 % und noch tiefer.

Ich sehe unverändert weitere Zinssenkungen im ersten Halbjahr 2008 als praktisch vorprogrammiert an, um schwache US‐Konjunkturdaten abzufangen. Zinssenkungen und eine massive Liquiditätsversorgung werden für einen Ozean an Anlagemitteln sorgen, der seinen Weg in die Aktienmärkte findet und dort für einen weiteren Boom sorgen wird. Damit wird das das Gegenteil der aktuellen Befürchtungen eintreten.

Märkte reagieren nach beiden Seiten jeweils weit überzogen. Jetzt steht kurzfristig erst einmal eine massive Gegenbewegung nach oben an!

Gute Zeiten für Antizykliker!
Der massive Kursrückgang im Januar an den internationalen Finanzmärkten lief geradezu panikartig ab. Aus antizyklischer Sicht finde ich positiv, dass wenige Marktteilnehmer positiv für die Aktienbörsen gestimmt sind. Diese dominierende Auffassung legt einen Boden nahe. Die internationalen Aktienmärkte sind weder überbewertet, noch herrschte bislang Euphorie. Damit sind die Voraussetzungen für eine Baisse nicht vorhanden!

Fazit: Lassen Sie sich nicht zum Narren halten – Bewahren Sie Ruhe und Gelassenheit inmitten der gezielten Hysterie!

Internationale Investmentkonzerne nutzen die US‐Immobilienkrise geschickt, um angesichts gedrückter Preise preiswerte Übernahmen durchzuführen. Und Sie werden sehen, dies wird auf Sicht der nächsten zwei bzw. drei Jahre die Basis für hohe Gewinne.

Die US‐Notenbank wird den Leitzins noch weiter gesenkt haben und letztlich erfolgreich einen dauerhaften Konjunktureinbruch über das zweite Quartal 2008 hinaus verhindern. Und dann geht es wieder aufwärts, auch an den Immobilienmärkten. Die Hauspreise werden sich stabilisieren. Die Hypotheken werden bezahlt und Commercial Papers wieder gehandelt. Die dann wieder zu erzielenden Preise werden die Banken dann als außerordentliche Gewinne verbuchen und die Aktienkurse werden kräftig steigen.

In der Ruhe liegen Kraft und hohe Gewinne für Sie!
Gehen Sie davon aus, dass an den US‐Märkten mit Ausflüssen auf die internationalen Finanzmärkte aktuell hemmungslos nach unten übertrieben wird. Dies ist gezielt. Denken Sie voraus! Die heutigen hohen Abschreibungen werden die morgigen Supergewinne sein.

Und der Kern der einflussreichen US‐Banken wird am Ende wieder als Sieger und noch stärker aus den Turbulenzen hervorgehen. Die Masse der Anleger wird wieder einmal mehr zu den Verlierern zählen. Bleiben Sie folglich – auch wenn es angesichts des Panikorchesters nicht leicht fällt, dass verstehe ich gut – ruhig und gelassen. Mit dieser antizyklischen Strategie werden Sie auch dieses Mal wieder gewinnen!

Herzlich

Ihr

Friedrich Lange

Chefredakteur Oxford Club Eildepesche

  

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Kreditderivate lassen ruhige Hand der Fed zittern
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.2.08 00:44)

Kreditderivate lassen ruhige Hand der Fed zittern

"The central bank needs to monitor credit spreads and other incoming data for signs of financial market recovery and should be prepared to take back the insurance once the recovery becomes clearly established,'' Fed Governor Frederic Mishkin said in a Feb. 15 speech (Quelle: Bloomberg).

Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Kreditderivat zum Handeln von Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen (Definition Wikipedia). Die Bundesbank hatte in Ihrem Monatsbericht im Dezember 2004 alle Fakten zum Thema Credit Default Swaps zusammengestellt. http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/mba/2004/200412mba_cds.pdf

Darin heißt es u.a.: „Eine breitere Verteilung der Kreditrisiken verbessert insgesamt die Fähigkeit des Finanzsystems, Schocks zu absorbieren. Auf der anderen Seite kann die Entwicklung der CDS-Märkte auch mit Risiken verbunden sein, etwa dann, wenn die Gefahr systemischer Krisen auf Grund neu entstandener Ansteckungskanäle zunimmt. Eigene Untersuchungen deuten darauf hin, dass die CDS-Märkte durch die schnellere Verarbeitung neuer Marktinformationen gegenüber den Anleihemärkten eine Preisführerschaft aufweisen und einen deutlichen Vorlaufcharakter vor Kreditwürdigkeits-Herabstufungen durch Ratingagenturen haben.“

Der iTraxx® Europe 5-year Index bildet ein gleichgewichtetes Portfolio der 125 liquidesten europäischen Referenzschuldner für Credit Default Swaps (CDS) im Investment Grade-Bereich ab (Investment Grade = gute Bonität). Ein ETF, der diesen Index nachbildet, wurde von der Deutschen Bank begeben. Nachfolgend bilden wir den Verlauf des ETF gemeinsam mit dem Verlauf des S&P 500 ab.


http://www.wellenreiter-invest.de/ChartderWoche/20080223.cds.png.png


Man erkennt, dass der Index und der S&P 500 seit Juli in etwa parallel verlaufen (Man hätte auch den EuroStoxx anstelle des S&P 500 nehmen können). In jüngster Zeit - seit Anfang Februar - ist der Gleichlauf jedoch gestört. Während sich der S&P 500 in einer Seitwärtsbewegung befindet, stürzt der ITRAXX-ETF ab. Das bedeutet, dass sich der Credit Default Swap Index und damit die Versicherung von Konkursrisiken verteuern. Die Marktteilnehmer glauben, dass Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre Kredite zu bedienen. Einige Brokerhäuser halten es für sehr wahrscheinlich, dass sich die Differenz zwischen der offensichtlichen Erhöhung der Kreditrisiken auf Unternehmensebene und dem Aktienmarkt nicht lange wird halten können. Zumindest das Januar-Tief sollte an den Aktienmärkten nochmals getestet werden.

Der Umstand, dass Fed-Präsident Mishkin einen besonderen Wert auf die Beobachtung von Credit Spreads und damit auf den CDS-Markt legt, ist bezeichnend. Solange sich diese Risiken offensichtlich weiter vergrößern, dürfte die Fed die Zinsen weiter senken bzw. im Bereich von 2,0 bis 2,5 Prozent belassen. Sollten sich die Risiken jedoch vermindern, würde wahrscheinlich auch der Leitzins schnell wieder angehoben werden. Über diese Anhebung denkt die Fed momentan offen nach (siehe den folgenden Link), schon um den offensichtlichen Inflationsrisiken zu begegnen.
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601109&sid=aIYk0W9vfTh0&refer=home

Das zeigt, dass die „ruhige Hand“ der Fed nicht mehr existiert. Die Fed wird aggressiv in jede Richtung gehen, in die der Markt sie drängt. Damit dürfe eine hohe Volatilität und Nervosität an den Aktienmärkten für das Restjahr gesichert sein.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest



  

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Mortgagemarket-Werbemaschine läuft auf Hochtouren
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.2.08 09:36)

No Lull in Mortgage Pitches

The mortgage market may be in a historic upheaval, but mortgage companies continue to pump out upbeat advertisements.

http://www.nytimes.com/2008/02/18/business/media/18foreclosure.html?_r=1&ref=business&ore f=slogin

Quelle:The New York Times

P.S:Geld scheint ja genug da zu sein.Wenn man sich die absurden Videos mit ihren Botschaften anschaut,weiss man nicht ob man lachen oder weinen soll.

Mit,“Lassen Sie sich nicht von Preisfluktuationen beunruhigen. Im Gegensatz zu manchen Aktien verlieren Häuser nur selten ihren gesamten Wert.”,wird im fernen Amerika heute noch geworben.Sind die dort lernfähig? Wahrscheinlich eher nicht.



  

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Wall Street: Plötzlicher Sinneswandel
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.2.08 19:59)

Wall Street: Plötzlicher Sinneswandel

Datum 23.02.2008 - Uhrzeit 00:32 (© BörseGo AG 2007, Autor: Maier Gerhard, Redakteur, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
WKN: A0AET0 | ISIN: US78378X1072 | Intradaykurs:

New York (BoerseGo.de) - Der heutige Tag an der Wall Street bestätigt wieder einmal zwei Erkenntnisse: 1. Die Börse ist launisch, spontan und immer für eine Überraschung gut. 2. Die Entwicklung der Aktienmärkte hängt derzeit vorwiegend beim Schicksal der Finanzkonzerne ab. Beides erklärt die heutige Achterbahnfahrt, die aus einem Hollywood-Studio stammen könnte.
Die Wall Street war - bei relativer Nachrichtenstille - positiv gestartet. Der gestrige übertriebene Rutsch hatte wieder Schnäppchenkäufer angelockt. Hilfreich war die Meldung, dass die Erzeugerpreise vom November und Dezember - ein wichtiges Inflationsmaß - nachträglich herunter revidiert wurden.
Kurz nach dem Start gerieten die Märke aber wieder ins Rutschen. Dafür gab es zwar keine handfeste Nachrichten, dafür wurde aber eine Reihe von Kassandrarufen laut, die die Investoren verstörten. Am lautesten schallte wohl Merrill Lynch. Die Investmentbank senkte die Daumen für die beiden Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac und stufte beide auf „Verkaufen“ herunter. Die Qualität der von beiden Finanzriesen vergebenen Kredite verschlechtere sich weiter, weil die Krise bei den beliehenen Eigenheimen anhält, hieß es. In die gleiche Kerbe haute Analystin Meridith Whitney vom Broker Oppenheimer. Sie warnte heute, die Citigroup verfüge über zu wenig Eigenkapital um die - von der Immobilien- und Kreditmarktkrise verursachten - Risiken auszugleichen. Daher bestünde kein Zweifel, dass die Citi sich neues Kapital beschaffen muss - etwa durch Ausgabe von zusätzlichen Aktien - und ihre Dividende nochmals senken wird. Zu allem Überdruss kürzte auch noch der Broker Sanford C. Bernstein & Co. seine Gewinnschätzungen für die Branchennachbarn drastisch, für Goldman Sachs Group Inc., Lehman Brothers Holdings Inc. und Bear Stearns Cos. jeweils um mehr als 40%. Laut Bloomberg ist Sanford C. Bernstein & Co. bereits der vierte Broker, der in den vergangenen 2 Wochen die Gewinnschätzungen für die jeweils anderen Broker kürzte - und damit jeweils die Stimmung an der Weltbörsen verdarb. „Das Geschäft mit den Anleihen und der Handel dürften den Aktionären der Investmentbanken im laufenden Quartal Sorge bereiten“, hieß es.

Kurz vor Schluss drehte der Markt plötzlich wieder. Auslöser war ein Fernsehbericht: Der TV-Kanal CNBC meldete, dass eine Rettungsaktion für den angeschlagenen Anleihenversicherer Ambac kurz bevorsteht. Glaubt man dem Sender haben sich eine Reihe internationaler Bankhäuser, darunter Citigroup, UBS und BNP Paribas - verbündet, um dem 2. größten Anleihenversicherer der Welt aus der Patsche zu helfen. Der Rettungsplan soll am kommenden Montag verkündet werden. Da die Anleihenversicherer für gigantische Summen geradestehen, sind sie für das Funktionieren der Finanzmärkte extrem wichtig. Kein Wunder also, dass der Wall Street plötzlich ein Stein vom Herzen fiel. Die Konsequenz: Die Indizes, die tief im roten Bereich gependelt hatten, sprangen plötzlich ins Plus und schlossen nahe den Tageshochs.

Per Saldo gewann der Dow Jones Industrial Average 0,79% auf 12.381 Punkte, der S&P 500 avancierte um denselben Prozentsatz auf 1353 Punkte, der technologielastige Nasdaq Composite Index verbesserte sich um 0,16% auf 1.353 Punkte.


Im Vergleich zur Vorwoche gewann der Dow 0,27%, der S&P 500 stieg 0,23. Die Nasdaq verlor dagegen 0,79%.



Dow Jones Average: Übertreibung zurückgenommen

Die späte Rallye bescherte dem Dow immerhin 25 Gewinner, lediglich 5 Titel bleiben im roten Bereich hängen. Es versteht sich, dass die Finanz-Titel zum Schluss die Nase vorne hatten: Der Tagesgewinner bei den Blue Chips war die American International Group. Der größte Versicherer der Welt gewann 2,71% auf 48,88 Dollar, JP Morgan avancierte 2,00% auf 43,93 Dollar. Der Finanzkonzern wurde allerdings von Verizon auf den dritten Platz verwiesen. Der Telefonriese kletterte 2,38% auf 36,20 Dollar. Damit konnte der Telekommunikationsdienstleister wieder etwas Boden gut machen. Am Anfang der Woche war das Papier unter Druck gestanden, weil die Investoren einen zu scharfen Preiskampf im US-Geschäft befürchteten. Jetzt wurde die Übertreibung zurückgenommen.

Der Flop unter den Blue Chips war Intel. Der Halbleitergigant verlor 2,36% auf 19,82 Dollar. Der Broker Friedman, Billings, Ramsey warnte, dass die flaue Konjunktur in den USA den Chip-Konzernen schaden könnte. Deshalb sind derzeit an der Wall Street manche Technologiepapiere so angesagt, wie hierzulande Konten in Liechtenstein. Das traf auch Microsoft, die 1,49% auf 27,68 Dollar nachgab. General Motors bröckelte 0,91% auf 24,08 Dollar. Der Autoriese wurde heute durch eine Beteiligung an der Finanzierungsgesellschaft GMAC (früher die Finanztochter von General Motors für Kredite an Autokäufer) belastet. Die Ratingagentur Standard and Poor`s hatte heute deren Rating gesenkt. Hohe Verluste aus dem Hypothekengeschäft von GMC belasteten dort auch die übrigen Geschäftszweige, hieß es zur Begründung. Das geringere Rating behindere die Geschäfte von GMAC und mindere daher den Wert der General Motors-Beteiligung, erklärten Analysten.


S&P 500: Vorsichtige Auswahl

Der wahre Gewinner des Tages ist natürlich der Anleihenversicherer Ambac. Beflügelt von der auf CNBC angekündigten Rettungsaktion sprang das Papier 16,03% auf 10,71 Dollar. Der Rivale MBIA gewann immerhin 2,35% auf 12,18 Dollar. Die Hoffnung auf eine Entspannung in der Kreditkrise half auch vielen anderen ausgebombten Finanz-Titeln:
Die Bankholding First Horizon gewann 7,29% auf 19,14 Dollar. National City Corporation, ebenfalls eine Finanzholding, avancierte 5,44% auf 16,85. Auch die gebeutelten Broker konnte per Saldo zulegen, am besten schnitt dort Merrill Lynch mit einem Tagesgewinn von 4,22% auf 53,05 Dollar ab.
Der Kreditenkartenanbieter Discover avancierte 6,64% auf 15,10 Dollar. Morgan Stanley hob den Dienstleister von „Untergewichten“ auf „Übergewichten“ und das Kursziel von 15 Dollar. auf 24 Dollar. Die Aktie sei weniger riskant als die Papiere der Konkurrenten, weil Discover bei seiner Kundenauswahl vorsichtiger sei, hieß es. Wie es der Zufall, will gewann der Mediendienstleister Discovery Holdings 4,98% auf 22,96 Dollar. Dort hat die Credit Suisse das Urteil von „Underperform“ auf „Neutral“ angehoben. Eine positivere Analysteneinschätzung trug auch dazu bei, dass International Game Technology 5,37% gewann und auf 48,26 Dollar schloss - ein 52-Wochenhoch. Die Citigroup glaubt, dass Hersteller von Slot Geräten für Las Vegas Casinos gute Chancen auf reichliche Aufträge hat. Dafür sprächen jedenfalls die zahlreichen Entwicklungsprojekte (neue Casinos und Hotels) der Las Vegas-Konzerne.

Im Schatten blieben dagegen die Hypotheken-Goliaths - trotz später Finanz-Rallye: Fannie Mae fiel 0,93% auf 28,72 Dollar, Freddie Mac sank 4,11% auf 26,61 Dollar. Merrill Lynch senkte die Daumen für die beiden Hypothekenriesen und stufte beide auf „Verkaufen“ herunter (vorher: „Neutral“ ). Der Grund: Die schwache Entwicklung der von beiden Finanzinstituten vergebenen Kredite setze sich fort, weil die Krise bei den beliehenen Eigenheimen weiter anhält, heißt es. Sovereign Bancorp verlor 4,68% auf 11,62 Dollar, zwischenzeitlich hatte die Bankholding mehr als 10% abgegeben. Dort irritierte der plötzliche Rücktritt des Finanzchefs und weckte die Frucht vor weiteren hohen Abschreibungen.


Nasdaq: Verhinderte Schwäche

Die Nasdaq litt unter der derzeitigen - konjunkturbedingten - Abneigung der Wall Street gegen Technologiewerte.
Der Philadelphia Semiconductor Sector Index, der 19 Halbleiter-Titel erfasst, begnügte sich mit plus 0,13% auf 351,88 Punkte. Ein Lichtblick war Nvidia mit einem Tagesgewinn von 4,84% auf 22,32 Dollar, ohne dass es dafür Nachrichten gab.
Research in Motion, Hersteller des BlackBerry, gewann 1,18% auf 107,95 Dollar. Gestern hatten die Kanadier bereits 8,97% zugelegt. Der Smartphone-Produzent hatte bereits gestern seine Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Jahr bekräftigt. Außerdem hoben die Kanadier ihre Prognose für das Wachstum bei den Abonnenten ihrer Kommunikationsdienste an. „Die erwartete saisonale Abschwächung trat nicht ein“, hieß es dort. Der Rivale Apple verlor dagegen 1,71% auf 119,46 Dollar. Der Darling des vergangenen Jahres schwächelt schon seit Wochen. Dort belastet weiterhin die Angst vor einer Wachstumsverlangsamung bei iPods und iPhones. Der Broker Bernstein Research gibt sich skeptisch und bezeichnet Apples Ziel, 10 Millionen iPhones im laufenden Geschäftsjahr zu verkaufen, als „optimistisch“.
Intuit brach um 9,20% ein und schloss auf 27,05 Dollar Der Spezialist für Buchhaltungs- und Steuer-Software, hatte gestern zwar im Rahmen seiner Quartalszahlen die Gewinnerwartungen geschlagen, Umsatz und Ausblick verfehlten aber die gesetzten Marken. Vor allem QuickBooks, eine Finanzmanagement-Software für kleine Unternehmen, verkaufe sich langsam, hieß es. Da half es wenig, dass die Broker Oppenheim blieb bei „Outperform“ und Jefferies & Co. bekräftigt die Kaufempfehlung, korrigierte allerdings das Kursziel von 34 Dollar auf 33 Dollar.


Internet: Streik der Verkäufer

Der Turnaround des Tages im Bereich Internet war Amazon.com. Der E-Commerce-Pionier war gestern um 5,08% eingebrochen, heute stieg er um 3,12% auf 72,08 Dollar. Gestern war der Onlinehändler anscheinend ins Visier der Leerverkäufer geraten. Der Anlass war die Meldung gewesen, dass Amazon-CEO Jeff Bezos 1,85 Millionen Aktien im Wert von 135 Millionen verkaufte (Kurs 73.21 Dollar). Heute wurde vermutlich die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass Bezos weiterhin noch 99,3 Millionen Aktien hält (Wert etwa 7,3 Milliarden Dollar). Die Erklärung für den Verkauf liefert möglicherweise das sehr kostspielige Hobby von Bezos. Der Amazon-Chef betreibt auf eigene Rechnung eine Firma, die bald Raumschiffe ins Weltall senden will. Der Rivale Ebay gewann 2,55% auf 27,71 Dollar. Dort half der Broker Bernstein Research, der zwar sein Kursziel auf 36 Dollar senkte (vorher: 40 Dollar) aber seine Einschätzung „Outperform“ bekräftigte. Die Aktie sei nach dem Kursrückgang der vergangenen Monate unterbewertet, da verschiedene wachstumsorientierte Investoren wohl in jüngster Zeit ausgestiegen sind, so der Broker. Das sei möglicherweise eine Überreaktion auf einen Streik mancher Ebay-Verkäufer aus Ärger über eine veränderte Gebührenstruktur, hieß es.

Yahoo stagnierte bei 28,42 Dollar. Das Portal wird jetzt von verschiedenen Aktionären vor Gericht verklagt, weil das Management sich bislang weigerte, das Übernahmeangebot von Microsoft zu akzeptieren. Das Angebot, das ursprünglich einen rechnerischen Wert von 31 Dollar hatte, ist jetzt weniger wert, da die Übernahme auch in Microsoft-Papieren bezahlt werden soll. Da der Kurs von Microsoft inzwischen um mehr als 10% gefallen ist, hat sich der Wert des Übernahmeangebots verringert. Google stieg per Saldo 0,98% auf 507,80 Dollar. Zwischenzeitlich war das Papier allerdings auf 497,55 Dollar gerutscht.
Baidu.com, Chinas Marktführer bei den Suchmaschinen, avancierte 0,70% auf 244,39 Dollar.


Öl: Teurer trotz fallender Nachfrage

Das Öl wurde heute wieder teurer. Wie gewohnt ignorierten die Fonds die fundamentalen Daten: Seit 6 Wochen wachsen die US-Vorräte beim Rohöl (Crude) kräftig. Gestern wurde gemeldet, dass die US-Crude-Vorräte in der vergangenen Wochen um 4.204.000 Einheiten zugenommen haben (Konsens: plus 2.400.000 Einheiten), also beinahe doppelt so stark wie erwartet. Die Nachfrage nach Treibstoff ging gegenüber dem Vorjahr um 1,1% zurück, die Nachfrage nach Destillaten, einschließlich Heizöl, fiel um 1,9%. Die Bestände an Crude liegen jetzt um 1,9% über dem 5-Jahresdurchschnitt. Spielt anscheinend alles keine Rolle. Die Fonds haben gekauft, weil türkische Solden im Irak einmarschierten, berichtet Bloomberg. Der Crude-Kontrakt für April stieg um 58 Cents auf 98,81 Dollar.


Gold: Wer zu früh schliesst.......

Die Goldrallye legte heute eine kleine Pause ein. Laut Bloomberg führten - vorübergehend - fallende Energie- und Rohstoffpreise zu einer leichten Korrektur. (Das Gold schloss früher als das Öl). Der April-Kontrakt für Gold bröckelte jedenfalls 5 Dollar auf 944,20 Dollar je Unze.




Ausblick:

Montag:
16:00 Uhr Verkauf bereits bestehender Eigenheime vom Januar
Quartalszahlen: Nordstrom (Fashionhändler) und Pfizer (Viagra)

Dienstag:
14:30 Uhr Verbraucherpreise vom Januar, 16:00 Uhr Verbrauchervertrauen vom Februar
DreamWorks Animation SKG, Inc. (Hollywood-Studio), El Paso (Erdgas), HJ Heinz (Fertiggerichte), Home Depot (Baumarktkette), Macy´s (Kaufhäuser). Office Depot (Büroausstatter), Target (Supermarktkette)

Mittwoch:
14:30 Uhr Auftragseingänge dauerhafte Güter vom Januar, 16:00 Uhr Verkauf neuer Eigenheime vom Januar, 16:30 Uhr Ölvorräte der Vorwoche
Aqua America (Wasserversorger und -entsorger), Nortel Networks (Netzwerkausrüster), Salesforce (Software)

Donnerstag:
14:30 Uhr Arbeitslosenmeldungen der Vorwoche
Del Monte (Dosengerichte), Dell, Freddie Mac (Hypothekenbank), Gap (Fashionhändler), Sears Holdings (Supermarktketten). Sprint Nextel (Telekommunikation), Viacom (Medienkonzern, einschliesslich MTV)

Freitag:
14:30 Uhr Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte sowie Erzeugerpreise alle vom Januar, 15:45 Uhr Chicago Einkaufsmanagerindex (Industrieentwicklung im Ballungsgebiet) von Februar, 16:00 Uhr revidiertes Verbrauchervertrauen Universität Michigan

http://www.godmode-trader.de/front/?p=news&ida=788790&idc=561

  

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Blut, Schweiß und dann der Super GAU
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.2.08 20:11)

Blut, Schweiß und dann der Super GAU - So sieht die Gewinn/Verlust Kurve von dem SocGen Händler Jérôme Kerviel seit 2007 ausD

atum 22.02.2008 - Uhrzeit 04:00 (© BörseGo AG 2007, Autor: Weygand Harald, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)


Die Société Générale hat den Bericht einer internen Untersuchungskommission veröffentlicht. Akribisch sind die Vorkommnisse um den Milliardenverlust aufgearbeitet worden. Laut Bericht ist Kerviel Einzeltäter. Bereits 2005 und 2006 habe Kerviel begonnen, unauthorisiert direkte nicht-gehedgete Positionen zu handeln. Allerdings in verhältnismäßig geringen Mengen. Erst seit März 2007 habe er mit exorbitant hohen Volumina gehandelt.

Anbei der Link zu dem Bericht :

http://www.sp.socgen.com/sdp/sdp.nsf/V3ID/A3246AB84993471DC12573F5006C82F4/$file/comiteSp ecialFevrier08gbbis.pdf

Nachfolgend der Profit&Loss (Gewinne/Verlust) Verlauf Kerviels tatsächlicher Positionen in Futures laut offizieller Darstellung. Bereits März bis Juli schlitterte der Händler mit seinen Positionen massiv ins Minus. Laut Grafik muß im Juni/Juli 2007 ein Buchverlust von ca. 2 Milliarden Euro angelaufen sein. 2 Milliarden Euro Minus und keine Stelle innerhalb der Bank hat es gemerkt? Das ist wirklich beängstigend.

Laut Grafik ist auch ersichtlich, dass die Positionen anschließend in Profit laufen konnten. November 2007 bis Januar 2008 war ein Gewinn von über 1 Milliarde Euro angelaufen. Kerviel war mit Derivaten long positioniert auf DAX, Eurostoxx und den Fuzzi.

Wäre der DAX entsprechend der auch von uns beschriebenen mehrmonatigen bullischen Dreiecksformation regelkonform über 8.150 Punkte ausgebrochen, hätte sich der Milliardengewinn Kerviels in seiner Höhe potenziert. Kerviel wäre als der Mega-Trader des Jahrtausends gefeiert worden.

Es kam aber anders ...

http://img.godmode-trader.de/charts/3/2005/klg339.gif.png


Kursverlauf vom DAX seit Januar 2002 (oben)
Kursverlauf vom DAX in Kerzenchartdarstellung seit Oktober 2007 (unten)

Am 16.01. dieses Jahres durchbricht der DAX im Bereich von 7.500 Punkten direkt ohne Gegenbewegung mit einem kleinen Gap Down die aus charttechnischer Sicht allesentscheide Kreuzunterstützung. Unsereins verliert die " Bierwette ", Kerviel und die Bank 4,9 Milliarden Euro.

Denn der Bruch der 7.500er Unterstützung wendete mit der Kursbewegung nur eines Tages schlagartig das Blatt. Der DAX gab mit einem lauten Knall seine mehrmonatige Relative Stärke gegenüber dem US Aktienmarkt auf.

Oberhalb der 7.500er Marke waren wir mit unseren BIG PICTURE Analysen bekanntermaßen auf den DAX bullisch ausgerichtet. Wir verwiesen immer wieder auf das potenzielle Ausbruchsscenario über 8.150-8.200 Punkte.

Direkt mit dem Bruch der 7.500er Unterstützung veröffentlichten wir jedoch sofort eine Analyse mit folgendem O-Ton:

"Ein Gap Down durch eine hochgradige Kreuzunterstützung bei 7.545-7.560 Punkten. Das sieht man in dieser Form normal nur bei Small und Midcap Aktien, deren Kurse anschließend kein Halten mehr kennen und drastisch einbrechen. Mit den gestrigen Kursabgaben an dieser so wichtigen Stelle des Chartbilds liegt schlagartig eine gefährliche Situation vor ...
Ich rechne damit, dass der DAX relativ direkt in Richtung 7.000 Punktemarke durchfallen könnte."

Im Rahmen der charttechnischen Analyse der Finanzmärkte ist von großer Relevanz das Bias, die Einschätzung, an den entscheidenden Stellen zu drehen. Zuvor gilt es das volatile Grundrauschen herauszufiltern. Das muß zumindest die Zielsetzung sein.

Werfen Sie einen Blick auf den beigefügten Chart vom DAX. Sie sehen, was nach dem Bruch der 7.500er Unterstützung passierte. Der Index ging in einen SELL Off über. Vom 21. bis 23. Januar liquidierte die SocGen in diesen SELL Off die Futurespositionen, die Kerviel aufgebaut hatte.

Man muß sich schon fragen:

War es wirklich ein Zufall, dass laut Bericht der Untersuchungskommission erst am 18.01. die "Aktivitäten" Kerviels innerhalb der Bank bekannt wurden? Am 18.01,08, also 2 Tage nachdem der DAX sein entscheidendes Unterstützungsniveau bei 7.500 gebrochen hatte ? Also in einer Situation, in der die Bank keine andere Wahl hatte, als in Panik sofort den gesamten Positionsbestand in den Markt abzuladen ?

An solche Zufälle glaube ich nicht.

Beste Grüße,
Ihr Harald Weygand - Head of Trading bei GodmodeTrader.de

http://img.godmode-trader.de/charts/3/2005/klg341.gif.png

http://www.godmode-trader.de/front/?titel=Blut-Schweis-und-dann-der-Super-GAU-So-sieht-di e-Gewinn-Verlust-Kurve-von-dem-SocGen-Haendler-J%E9r%F4me-Kerviel-seit-2007-aus&p=news&ida=788088&idc=64< /a>

  

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US-Ausblick: Die Konjunkturzahlen verheissen nichts Gutes
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.2.08 22:45)

Von den anstehenden Konjunkturdaten ist nicht viel zu erwarten. Es mehren sich die Zeichen, dass jetzt ein paar härtere Monate auf die US-Wirtschaft zukommen.

Der Ölpreis schloss erstmals über hundert Dollar, eine Inflationsrate über vier Prozent, die Fed-Chef Bernanke die Lust an weiteren Zinssenkungen vergraulen könnte, schwache Einzelhandelszahlen, dazu kamen Hypothekenfinanzierer unter Druck - kein Wunder, dass die Woche schwach verlief. Erst am Freitag zeichnete sich eine Erholung ab, als der Anleiheversicherer Ambac ankündigte, mit einer Aufspaltung in einen konservativen und einen spekulativen Unternehmensteil aus der Krise kommen zu wollen.

Seitens der Konjunkturdaten ist diese Woche nicht viel zu erwarten. Heute, Montag, werden die Wiederverkaufszahlen für Häuser im Jänner bekannt gegeben. Und da rechnet man mit einem Rückgang auf 4,81 Millionen, nach zuvor 4,89 Millionen. Am Dienstag geht's dann gleich weiter mit dem Erzeugerpreisindex. Wichtiger sind die Zahlen zum Verbrauchervertrauen im Februar, die am gleichen Tag präsentiert werden. Der Index soll nach bisherigen Prognosen von 87,9 auf 82 zurück gehen.

Zur Wochenmitte stehen die Hypothekenanträge auf dem Programm, die zuletzt um 22,6 Prozent zurückgegangen sind. Ausserdem wird die Zahl der Hausneukäufe im Jänner bekannt gegeben. Als weiterer Konjunkturindikator stehen die Auftragseingänge für langfristige Güter im Jänner an. Allerdings werden alle wohl auf den Bericht von Bernanke warten, der am Mittwoch ansteht. Am Donnerstag werden die Daten zum BIP auf Jahresbasis sowie die privaten Konsumausgaben bekannt gegeben. Dazu kommen noch die Zahl der Arbeitslosen, der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Stellenausschreibungsindex. Die Woche endet mit Zahlen zum persönlichen Einkommen und den Konsumentenausgaben.
Aber vielleicht überzeugen die Unternehmensergebnisse. Den Anfang macht am Dienstag Herbalife. Obwohl das Geschäft mit der Gesundheit recht gut laufen dürfte, rechnen Analysten mit einem leichten Rückgang beim Quartalsergebnis. Dennoch gibt es eine klare Kaufempfehlung für diesen Titel, der zuletzt bereits deutlich gestiegen ist. Noch bekannter ist wohl Sotheby's, das am gleichen Tag ebenfalls die Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Hier fällt die Empfehlung nicht so eindeutig aus, obwohl bei einem Kursziel von 46 Dollar noch einiges zu verdienen wäre. Aktuell notiert Sotheby's bei 32 Dollar.
Home Depot - quasi der BauMax von Amerika - liefert an diesem Tag die Zahlen zum vierten Quartal. Vertraut man den Analysten, gibt's hier relativ wenig zu verdienen. Am Mittwoch legt die Washington Post Zahlen. Am Donnerstag präsentiert der Autovermieter Dollar Thrifty Zahlen. Die Prognosen verheissen aber nichts Gutes, da schaut es bei Novell und Dell schon anders aus.

Diese Woche gehört aber zwei Milliardären: Mit Virgin Media und Virgin Mobile legen zwei in den USA notierte Unternehmen der britischen Virgin Group von Richard Branson Zahlen.

Und am Freitag zeigt Warren Buffet, was er im vierten Quartal bei Berkshire Hethaway geschafft hat. Das Quartalsergebnis soll bei 1609 Dollar liegen - je Aktie, wohl gemerkt. Allerdings hat sich auch der Kurs der Aktie gewaschen: Sie kostet rund 140.000 Dollar. Von den Analysten empfiehlt die Aktie nur einer zum Kauf, vier sind für „Halten". Buffett sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt. Derzeit seien Unternehmen günstig bewertet. Daher würden Akquisitionen geprüft, heisst es aus dem Umfeld der Gruppe.

Wirtschaftsblatt 28.02.2008

  

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USA: Sinkende Realeinkommen und Vermögen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.2.08 12:21)

US-Konsumenten müssen Gürtel enger schnallen
Schwindende Realeinkommen und Vermögen

In den USA legen die Konsumenten ein zurückhaltendes Ausgabengebaren an den Tag. Vorab rückläufige Realeinkommen, aber auch das rückläufige Eigenkapital im Wohneigentum und der schwieriger gewordene Zugang zu Krediten sind Gründe dafür.


wm. Washington, 24. Februar

Der Privatkonsum spielt in der US-Wirtschaft eine Hauptrolle. Gemessen am Bruttoinlandprodukt (BIP) ist er in den letzten vier Jahrzehnten immer wichtiger geworden. Von den fünfziger bis zu den siebziger Jahren machte er rund 62% des BIP aus, in den Jahrzehnten danach stieg dann der Anteil stetig und pendelte sich seit 2000 bei etwa 70% ein; die 70,5% im vierten Quartal 2007 bedeuteten einen Rekord. Mit anderen Worten ist der Privatkonsum stets etwas schneller gewachsen als die Wirtschaft. Dieser Trend könnte sich umkehren, der Privatkonsum daher von der Wachstumsstütze zur Wachstumsbremse werden.

Knick bei den Realeinkommen

Ein Hauptgrund dafür dürfte die Einkommensentwicklung sein. Die Schwächeanzeichen am Arbeitsmarkt werden sowohl die Arbeitszeit als auch die Lohnsteigerungen negativ beeinflussen. Im Januar waren die nominellen Wochenverdienste von Arbeitern und Büropersonal geringfügig, die realen Wochenverdienste dagegen bereits deutlich rückläufig. Bereits seit Oktober vermögen die Einkommen mit den stark gestiegenen Preisen nicht mehr Schritt zu halten. Das dürfte in tieferen Einkommensschichten noch ausgeprägter der Fall sein, weil bei ihnen die Produktegruppen mit besonders stark steigenden Preisen (Energie und Lebensmittel) einen höheren Anteil im Warenkorb ausmachen als bei reicheren Konsumenten. Die Zahlen, welche alle amerikanischen Haushalte erfassen, sehen etwas besser aus. Aber auch diese zeigen bei den real verfügbaren Einkommen (Arbeitseinkommen plus Transfer- und Kapitaleinkommen minus Steuern und Sozialabgaben) im vierten Quartal eine Stagnation.

Gemäss einer bei Ökonomen weit verbreiteten Ansicht, wonach die Haushalte ihren Konsum nicht an kurzfristigen Einkommensschwankungen, sondern anhand des langfristig erwarteten Einkommens ausrichten, müsste die jüngste Entwicklung nicht unbedingt Besorgnis auslösen. Gemäss dieser Theorie können in einer solchen Situation entweder das Sparen reduziert oder gar Ersparnisse angezapft werden. Doch beides stösst bei den amerikanischen Haushalten an enge Grenzen. Die Sparquote, also was vom verfügbaren laufenden Einkommen auf die hohe Kante gelegt wird, ist bereits mehr oder weniger auf dem Nullpunkt. Von den fünfziger bis zu Anfang der neunziger Jahre hatte sie meist zwischen 7% und 10% gelegen, in den letzten drei Jahren betrug sie jeweils gerade noch ein halbes Prozent. Zu reduzieren gibt es da nichts mehr, zumindest wenn man von den Durchschnittswerten ausgeht. Gewiss gibt es zahlreiche, vor allem bessergestellte Haushalte, welche eine deutlich positive Sparquote aufweisen. Aber entsprechend muss es auch zahlreiche Haushalte geben, welche in jüngster Vergangenheit einen Teil ihrer Ausgaben durch den Rückgriff auf Erspartes oder durch Schuldenaufnahme finanziert haben.
Dünner werdendes Sparpolster

Eine der üblichsten Formen, von Erspartem zu leben, war das Anzapfen des im Wohneigentum schlummernden Sparkapitals. Das geschah durch die Erhöhung von bestehenden Hypothekarkrediten oder durch neue Schulden, für welche der noch nicht belehnte Teil des Hauses als Sicherheit diente. Dieses Geld benutzte man für Konsumausgaben, für Investitionen ins Haus oder für die Rückzahlung von Krediten mit höheren Zinssätzen. Dieser Weg ist heute weitgehend verbaut. Seit dem ersten Quartal ist das im Wohneigentum steckende Eigenkapital absolut rückläufig, die Eigenkapitalquote ist es bereits seit einigen Jahren. Die Quote von rund 50% täuscht insofern, als gut ein Drittel des Wohneigentums in den USA mit keinerlei Hypotheken belastet ist. Die vor gut einem Jahr einsetzenden Preisrückgänge haben anderseits bewirkt, dass heute zahlreiche Objekte weniger wert sind als die Schulden darauf.

Auch der Zugang zu anderen Konsumkrediten wird schwieriger. Das hat nicht nur mit der Kapitalknappheit bei den Banken zu tun. Diese sind auch deshalb mit der Kreditvergabe zurückhaltender, weil die Zahlungsausstände auf Konsumkrediten deutlich zunehmen. Stagnierende bis sinkende Realeinkommen, schwindende Sparpolster und begrenztere Spielräume bei der Kreditaufnahme werden dazu führen, dass die Amerikaner künftig nicht mehr so sehr über die eigenen Verhältnisse leben können wie bisher.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/us-konsumenten_muessen_guertel_enger_sch nallen_1.677737.html

  

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Bären am Vormarsch - bullish
Moderator Gewinn(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.2.08 22:05)

http://tickersense.typepad.com/ticker_sense/images/2008/02/25/blogger_sentiment_022508.jp g.png

33,33% in allen Lagern gibt wohl auch nicht oft:-) Die Bären sind wieder im Vormarsch und das ist natürlich bullish...

Stay Long

GeWinn

  

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Jim Rogers: Ich rate jungen Leuten, Bauer zu werden interessantinteressantwitzig
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.2.08 00:24)

Jim Rogers: Ich rate jungen Leuten, Bauer zu werden

Baumwolle, Gold und Rohöl sind für Jim Rogers Rohstoffe die Zukunft. Der Dollar dagegen nicht. Ein Interview mit der Investmentlegende.

Jim Rogers über die langfristige Hausse der Agrarrohstoffe


? Mr. Rogers, vor drei Jahren legten Sie unseren Lesern ans Herz, Zucker zu kaufen. Eine Zeit lang lief das richtig gut, dann setzte eine überraschend gute Ernte in Brasilien der Rally ein Ende. Wie stehen Sie heute zu diesem Investment?

Jim Rogers Nach wie vor positiv. In Asien leben drei Milliarden Menschen, deren Lebensstandard steigt. Nach und nach werden immer mehr Asiaten immer größere Mengen Zucker konsumieren. Ich bin überzeugt, dass der Zuckerpreis im Jahr 2020 sehr viel höher sein wird als jetzt, zumal wir einen großen Teil der Ernten zu Treibstoff verarbeiten.

? Das gilt auch für andere Agrarrohstoffe.

Rogers: Deswegen empfehle ich die ja auch gebetsmühlenartig zum Kauf und rate jungen Leuten, Bauer zu werden. Zucker, Mais, Weizen, aber auch Baumwolle – das sind die Investmentthemen der nächsten Jahrzehnte. Die Preissteigerungen, die wir bislang gesehen haben, waren nur der Anfang einer langen Hausse. Die Intensivierung der Landwirtschaft ist an einem Punkt angelangt, an dem kaum mehr Effizienzsteigerungen möglich sind. Aber die Nachfrage nimmt immer stärker zu.

? Welche Rohstoffe finden Sie außer dem Agrarsektor interessant?

Rogers: Fast alle, insbesondere Edelmetalle und Energie. Vor einiger Zeit habe ich Erdgas gekauft, als der Preis nach dem Platzen des Amaranth-Hedgefonds im Keller war. Aber fragen Sie mich bitte nicht, ob man jetzt noch kaufen soll. Markttiming war noch nie meine Stärke.

... über die sichere Öl-Wette

? Wird auch der Ölpreis noch weiter steigen?

Rogers: Auf lange Sicht ist Öl die ganz sichere Wette. Die großen Ölfelder sind weitgehend ausgebeutet. Und wenn nicht morgen gigantische Vorkommen entdeckt werden, wird der Ölpreis nicht mehr auf 50 Dollar zurückgehen. Darauf würde ich wetten – außer es kommt mit der US-Konjunktur noch schlimmer, als ich ohnehin schon befürchte. Dann könnte es passieren. Aber: Wenn der Ölpreis noch einmal auf 50 Dollar fällt, sind die wirtschaftlichen Probleme so groß, dass es längst keine Investmentbanken mehr gibt.

... über die Pleite von Investmentbanken

? Wie bitte?

Rogers: Ich bin der Meinung, dass die meisten US-Investmentbanken jetzt schon pleite sind, sie haben’s nur selbst noch nicht gemerkt oder geben es nicht zu. Ich habe schon leerverkauft, und wenn es noch einmal eine Erholungsrally gibt, werde ich diese Shortpositionen aufstocken. Erst hatten sie Probleme mit ihren Kreditderivaten und dem ganzen Kram, jetzt kommt auch noch der schwache Aktienmarkt dazu. Investmentbanken laufen in einem Bärenmarkt immer schlecht.

? Sie glauben, dass die Hilfe der Staatsfonds, die sich bereits bei vielen Banken eingekauft haben, nicht ausreicht?

Rogers: Nie im Leben. Die Staatsfonds werden früher oder später erkennen müssen, dass sie völlig falsch investiert haben. Aber das überrascht mich nicht. Erstens haben sie keinerlei Erfahrung mit solchen Sachen und zweitens habe ich noch nie erlebt, dass irgendein Staat auf der Welt das Geld seiner Bürger sinnvoll investiert hätte. Gut – vielleicht gehen nicht alle Investmentbanken vor die Hunde, weil sie weitere Kapitalspritzen erhalten oder aufgekauft oder fusioniert werden. Aber einige Pleiten werden wir sehen.

... über Dollar-Baisse und Gold-Hausse

? Was bedeutet das für Anleger?

Rogers: Raus aus den USA, raus aus dem Dollar. Wenn Sie nicht short gehen wollen, kaufen Sie Gold. Ich persönlich werde mehr Gold kaufen, wenn der Preis noch einmal etwas zurückgeht. Und ich werde weiterhin in China investieren.

... über das Jahrhundert der Chinesen

? Und das sagen Sie nicht nur, um Ihr neues Buch zu vermarkten?

Rogers: Nein. Ich sage das, weil China die Zukunft ist. Das 19. Jahrhundert gehörte den Briten, das 20. den Amerikanern, und das 21. Jahrhundert wird den Chinesen gehören. Wenn die Luftverschmutzung in China nicht so schlimm wäre, würde ich längst dort leben.

? Sie halten den chinesischen Aktienmarkt demnach nicht für überbewertet?

Rogers: Zum Teil schon. Aber das gilt auch für Europa und die USA. Teile des Markts sind überbewertet, andere nicht. Wenn Sie zum Beispiel auf Infrastruktur setzen, auf Elektrizitätsversorger, Eisenbahnlinien oder auf Unternehmen, die Technologien entwickeln, um das Problem der Luft- und Wasserverschmutzung in den Griff zu bekommen, werden Sie sehr, sehr viel Geld verdienen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, chinesische Aktien an den Börsen in Hongkong und in Singapur zu kaufen, die sogenannten H-Shares und S-Shares. Da sind zum Teil dieselben Unternehmen gelistet für einen Bruchteil der Preise, die an den Inlandsbörsen in Shanghai und Shenzhen bezahlt werden.

... über die Party des chinesischen Renminbi

? Wie lange wird diese paradoxe Situation anhalten?

Rogers: So lange die Chinesen ihre Währung nicht frei konvertierbar machen. Vielleicht würden sie die Währung noch im Vorfeld der Olympischen Spiele freigeben, wenn die Amerikaner das nicht ständig von ihnen verlangen würden. Kein Volk der Erde lässt sich gerne bevormunden. Deshalb kann es vielleicht bis zur Expo 2010 in Shanghai dauern. Aber irgendwann werden sie die Währung freigeben, weil sie wissen, dass sie nur so zur größten Volkswirtschaft der Erde aufsteigen können. Und dann wird die Party losgehen. Der chinesische Renminbi ist gnadenlos unterbewertet.

? Nur im Vergleich zum Dollar oder auch zum Euro?

Rogers: Zu beiden, wobei der Euro immer noch die bessere Zukunft hat. Ich halte sowohl Euro als auch Renminbi – auch Schweizer Franken und japanische Yen, die durch Carrytrades zu weit heruntergeprügelt worden sind. Aber meine letzten Dollar habe ich kürzlich verkauft.

... über die Druckerpresse von Ben Bernanke

? Warum?

Rogers: Weil Notenbankchef Ben Bernanke keine Ahnung hat, wie Finanzmärkte funktionieren. Er versteht etwas vom Gelddrucken, sonst nichts. Jetzt hat man ihm die Druckerpresse überlassen, und sein Lebenstraum hat sich erfüllt. Er entwertet den Dollar völlig, wenn er in einer Zeit galoppierender Inflation die Zinsen senkt, um eine Rezession zu vermeiden. Rezessionen kommen alle paar Jahre vor, das ist normal. Sie sind gut für die Wirtschaft, weil sie Exzesse wie die Immobilien- und Kreditblase jäh beenden. Das mag schmerzhaft sein, aber wenn die Rezession überwunden ist, hat man eine solide Basis für einen Neuanfang. Das will Bernanke aber nicht wahrhaben.

? Was hätten Sie an seiner Stelle getan?

Rogers: Ich hätte die Zinsen erhöht. Ein harter, schmerzhafter Schnitt, das wär’s gewesen. Umso schneller wäre man aus dem Tal gekommen. Aber die Welt mit wertlosem Papiergeld zu überfluten und die dann steigende Inflation zu beweinen, das passt nicht zusammen.

? Womit wir wieder beim Rohstoffthema wären.

Rogers: Genau. Die steigenden Rohstoffpreise sind auch eine der wichtigsten Ursachen der Inflation. Und Rohstoffinvestments sind nicht nur ein Schutz gegen die Geldentwertung, sie steigen noch schneller im Preis als die Papierwährungen verfallen. Harte Assets wie Gold und Silber haben daher eine ebenso glänzende Zukunft wie auch Baumwolle. Der Dollar nicht.



Rohstoff-Fonds

Performance seit 1.1.2008 (in %)
1. DWS Gold Plus: 16,3
2. db x-trackers DBLCI - OY BAL. ETF: 14,4
3. J. Bär Commodity (CHF) B: 14,2
4. Allianz PIMCO Commoditi+ A EUR: 13,8
5. Lyxor ETF Commodities (CRB-NE) : 13,6
6. EasyETF GSNE (R) A EUR: 13,0
7. UBS (CH) Commodity Fund - EUR : 12,1
8. UniCommodities: 12,0
9. Deka-Commodities CF (A): 11,9
10. J. Bär Commodity (EUR) B: 11,5
11. Pioneer SF € Commodities A ND: 11,2
12. Lyxor ETF Commodities CRB: 11,1
13. Commodity Alpha OP: 10,6
14. UBS (Lux) Rog. Int.Commodity €: 10,6
15. DB Plat.IV RICI Idx R1C-E: 10,1
16. DB Platinum Commodity Euro R1C: 10,1
17. Market Ac. Rogers Int. CI Agric. ETF: 10,0
18. DWS Invest Comm. Plus LC: 9,6
19. Vontobel Belvista Commodity Link Enhan A: 9,6
20. Market Ac. Jim Ro. Int Commod ETF: 9,1
21. GS Commodities Enhanc. acc: 8,6
22. GS Commodities Enhanc. € Hed.: 8,3
23. FORTIS Commodity World C : 6,5
24. EasyETF GSCI EUR: 5,9

WKN
1. Allianz PIMCO Commoditi+ A EUR: A0HMJE
2. Commodity Alpha OP: A0F6DV
3. DB Plat.IV RICI Idx R1C-E: A0JD10
4. DB Platinum Commodity Euro R1C: A0D97Z
5. db x-trackers DBLCI - OY BAL. ETF: DBX1LC
6. Deka-Commodities CF (A): DK0EA3
7. DWS Gold Plus: 973246
8. DWS Invest Comm. Plus LC: A0DP7W
9. EasyETF GSCI EUR: A0EAZC
10. EasyETF GSNE (R) A EUR: A0HG79
11. FORTIS Commodity World C: A0HGJB
12. GS Commodities Enhanc. € Hed.: A0HMQU
13. GS Commodities Enhanc. acc: A0HMQM
14. J. Bär Commodity (CHF) B: A0LBDD
15. J. Bär Commodity (EUR) B: A0JJUP
16. Lyxor ETF Commodities (CRB-NE): LYX0AL
17. Lyxor ETF Commodities CRB: A0JC8F
18. Market Ac. Jim Ro. Int Commod ETF: A0JK68
19. Market Ac. Rogers Int. CI Agric. ETF: A0MMBJ
20. Pioneer SF € Commodities A ND: A0MJ6G
21. UBS (CH) Commodity Fund - EUR: A0ERSB
22. UBS (Lux) Rog. Int.Commodity €: A0H1ED
23. UniCommodities: A0JJ57
24. Vontobel Belvista Commodity Link Enhan A: A0MKA7

Quelle Fondsdaten: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 22.02.2008.

  

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Ad Crash II
pac73(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.2.08 12:56)

Beitrag von iceman (7) am 20.2.08 15:39

"Tjo und die extreme Bollingerverengung nicht zu vergessen.
Bin mal konservativ short gegangen allerdings im ATX,der hat in den letzten Tagen mM über seine Verhältnisse 'gelebt'."

ciao
ice


Autsch!

Die Bullen gewinnen an Terrain:

Das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) verkündete am Morgen eine frohe Botschaft: Während Experten einen Rückgang auf 102,8 Punkte erwartet hatten, legte der Index unerwartet auf 104,1 Zähler zu. Nach Ansicht der Experten zeigt sich besonders im Einzelhandel eine kräftige Verbesserung des Geschäftsklimas.
Nach Veröffentlichung der Ifo-Daten startet der DAX weiter durch und legt um 1,22 Prozent auf 6966 Zähler zu.

Quelle: http://www.boerse-online.de

  

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RE: Ad Crash II
Rang: murcielago(171) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.2.08 13:10)

aufgrund der tatsache dass ice _konservativ_ short gegangen ist, vermute ich hat er diesen pullback auch eingeplant.

>
>Autsch!
>
>Die Bullen gewinnen an Terrain:
>

  

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RE: Ad Crash II gut analysiert
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.2.08 15:17)

>Beitrag von iceman (7) am 20.2.08 15:39
>
>"Tjo und die extreme Bollingerverengung nicht zu
>vergessen.
>Bin mal konservativ short gegangen allerdings im ATX,der hat
>in den letzten Tagen mM über seine Verhältnisse
>'gelebt'."
>
>ciao
>ice

>
>Autsch!

Genau bin ich auch und zwar mit dem hier aa0bfe von ABN Amro
Kauf am 20-02 25k zu 0,43 auf Xetra und Verkauf zu 0,44 Frankfurt Parkett.Waren zwar nur 200Euretten netto aber für ein paar Stunden gar nicht schlecht.

Kannst dir ja die Umsätze ansehen.

Bist pleite,weil deine einzige Beschäftigung darin besteht jedes Wort von mir zu kommentieren



ice

  

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Bernanke
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.2.08 17:41)

Wenn die FED spricht, sollte man genau zuhören:

Bernanke: `actively Pursuing' Ways To Help Stem Foreclosures *fed Says Short-term Inflation Expectations `rose Somewhat' *bernanke Speaks On Economy In Semiannual Testimony To Congress *bernanke Says Fed Will Act In `timely Manner' To Help Growth *bernanke Says `important' To Note `downside Risks' To Growth

Bernanke III *BERNANKE REITERATES FED WILL PROVIDE `ADEQUATE INSURANCE' *BERNANKE SAYS UPSIDE RISKS TO INFLATION GREATER THAN MONTH AGO *BERNANKE: FED SEES INFLATION SLOWING AS ENERGY COSTS FLATTEN *BERNANKE CITES SOME `PASS-THROUGH' OF ENERGY TO CORE PRICES *BERNANKE SAYS FED TO CLOSELY MONITOR PRICES `IN MONTHS AHEAD'

  

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Ben Bernanke erwartet Bank-Pleiten
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 18:11)

Knalleffekt: Ben Bernanke erwartet Bank-Pleiten

US-Notenbankchef schockt vor US-Senat mit Horrorprognose.

US-Notenbankchef Ben Bernanke geht davon aus, dass manche Banken die aktuelle Kreditmarktkrise nicht überleben werden. Einige Kreditinstitute würden wohl bankrott gehen, sagte Bernanke am Donnerstag vor dem Banken-Komitee des US-Senats. Bei den großen, international agierenden Banken erwarte er indes keine ernsthaften Probleme. Bernanke empfahl allerdings, in einigen Fällen sollten die Institute ihr Kapital erhöhen.

Quelle:APA

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RE: Ben Bernanke erwartet Bank-Pleiten
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 18:29)

Damit wären wir dann beim Punkt 6. angelangt

Erklärung zu dieser Aussage siehe

"Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse V"


Beitrag 333 ==> Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster"

  

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RE: Ben Bernanke erwartet Bank-Pleiten
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 21:23)

De facto - Bankpleiten haben wir schon gehabt (z.B. IKB, Northern Rock).
Artikel von Roubini hab ich schon vor langer Zeit gelesen, war immer ein verbissen-dogmatischer Schwarzseher und ist 2006/07 ganz schön daneben gelegen.
Die Defätisten unter Euch sollten sich lieber mal einen Vergleich zw. Gewinnrenditen der Aktienmärkte und Staatsanleihen ansehen. In dieser Hinsicht sind die Märkte bereits auf absolutem Panikniveau.

Wirklich störend ist der Exzess am Ölterminmarkt, aggressiv-hysterisch und von fundamentalen Daten völlig abgehoben. Frag mich, ob man da nicht langsam einen Riegel vorschieben könnte.

  

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Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster
Rang: birdie(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 18:42)

Einfachheitshalber hier noch einmal; im alten Thread war es der letzte Beitrag (333 gab's bei Issos Keilerei ).

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Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster

Nouriel Roubini ist der bekannteste "Bär" unter den Finanzmarktanalysten. Als er im Sommer 2006 eine Rezession in den USA ankündigte, wurde er noch belächelt. Inzwischen sind seine Kritiker ruhiger geworden. Er aber wurde weit über die amerikanischen Landesgrenzen bekannt.

Ein Grund also, seine Ansichten ernst zu nehmen, auch wenn sie manchmal schwer verdaulich sind, wie zum Beispiel die zwölf Schritte zum finanziellen Desaster.

Schritt 1 ist die schlimmste Immobilienkrise in der amerikanischen Geschichte. Immobilienpreise werden laut Roubini zwischen 20 - 30 Prozent von ihren Höchstständen einbüssen, was einer Vermögensminderung bei den Haushalten von 4'000 bis 6'000 Milliarden US$ entspricht. Zehn Millionen Haushalte werden mit einer negativen Bewertung ihrer Häuser da stehen (Schulden grösser als der Wert des Hauses) und deshalb die Hausschlüssel deponieren und das Weite suchen. Zahlreiche Betriebe aus der Immobilienbranche werden bankrott gehen.

Schritt 2 sind weitere Verluste über den bereits geschätzten 250-300 Milliarden US$ bei Subprime-Hypotheken. Ueber 60 Prozent aller Hypotheken, welche zwischen 2005 und 2007 abgeschlossen wurden, sind laut Roubini an leichtsinnige und unverantwortliche Bedingungen geknüpft. Goldman Sachs schätzt die Hypothekenverluste auf 400 Milliarden US$. Aber wenn die Immobilienpreise mehr als 20 Prozent fallen, würden die Verluste noch grösser sein. Dies würde die Fähigkeiten der Banken Kredite zu sprechen weiter verschlechtern.

Schritt 3 sind grosse Verluste bei Konsumschulden: Kreditkarten, Autoleasing, Studentenkredite usw. Der "credit crunch" würde sich dann von Hypotheken auf zahlreiche Konsumkredite ausbreiten.

Schritt 4 sind Rückstufungen bei den Anleihenversicherern, welche keine AAA-Ratings verdienen, auf welchen ihr Geschäftsmodell basiert. Weitere Abschreibungen von 150 Milliarden US$ bei asset-backed securities (ABS) wären die Folge.

--- you are here ---

Schritt 5 wäre der Zusammenbruch der Geschäftsliegenschaften, während

Schritt 6 den Bankrott einer grossen regionalen oder einer nationalen Bank wäre.

Schritt 7 wären grosse Verluste bei Krediten von Firmenübernahmen (leveraged buy-outs). Hunderte von Milliarden von US$ von solchen Krediten sind nun in den Bilanzen von Finanzinstituten.

Schritt 8 wäre eine Welle von zahlungsunfähigen Unternehmen. Im Durchschnitt sind amerikanische Unternehmen in einer respektablen Verfassung, aber ein nicht zu unterschätzender Teil von Unternehmen lebt von tiefen Erträgen und hohen Schulden. Sollten diese zahlungsunfähig werden, führt dies zu Verlusten bei den Kreditderivaten (credit default swaps), welche solche Verluste absichern sollen. Die Verluste könnten sich auf 250 Milliarden US$ belaufen. Einige Versicherungen könnten bankrott gehen.

Schritt 9 wäre ein Zusammenbruch der Finanz-Schattenwirtschaft. Die Rede ist hier von Hedge Fonds, SIVs (special investment vehicles) und so weiter. Diese leiden darunter, dass sie keinen direkten Zugang zu den Zentralbanken haben.

Schritt 10 wäre ein weiterer Einbruch der Aktienmärkte. Zahlungsunfähige Hedge Fonds, Margin Calls und das Shorten (Puts) würden die Aktienpreise weiter in die Tiefe ziehen.

Schritt 11 wäre das Austrocknen der Finanzmärkte, eingeschlossen mangelnde Liquidität im Interbanken- und Geldmarktgeschäft. Grosse Verunsicherung macht sich breit.

Schritt 12 wäre der Moment, bei dem alles verkauft wird, was noch verkauft werden kann, auch unter fundamental günstigen Preisen.

Das sind die 12 Schritte zum Zusammenbruch laut Prof. Roubini. Die Gesamtverluste dürften sich auf mehr als 1000 Milliarden US$ belaufen. Ein Alptraum-Szenario, das nun Ben Bernanke und seine Kollegen wach hält, weil sie so lange die Augen vor den Gefahren des billigen Geldes verschlossen gehalten haben.

Wenn Sie schon länger auf Zeitenwende.ch mitlesen, sind Ihnen viele Dinge die Nouriel Roubini erwähnt, bereits bekannt. Muss es also tatsächlich zum Zusammenbruch der Wirtschaft kommen, wie im Domino-Effekt beschrieben? Eigentlich deutet alles darauf hin, auch wenn die Krise bislang in Europa kaum spürbar ist. Doch gerade wenn alles so logisch erscheint, gilt es vorsichtig zu sein.

Bereits vor fünf Jahren sah es in der Wirtschaft zappendüster aus. Kein Silberstreifen am Horizont machte auf einen Aufschwung aufmerksam und trotzdem kam er. Das Schwungrad wurde nach der 9/11-Dotcom-Krise durch billiges Geld wieder zum Laufen gebracht. Die Immobilienmärkte und die Hedge-Fund-Industrie begann zu boomen und plötzlich machte sich wieder Zuversicht breit.

Woher dieses Mal der Silberstreifen kommen sollte, mit Verlaub, ich habe keine Ahnung. Die Wirtschaft braucht neue Schulden, aber es sind keine neuen Schuldner in Sicht, ganz im Gegenteil. Allein die Erfahrung, dass manchmal alles ganz anders kommt, macht mich vorsichtig und Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste.

Quelle: Hansruedi Ramsauer,
www.zeitenwende.ch

  

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Thomas Müller spricht
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 19:30)

Emotionen zurück halten

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

um die Gegenwart zu verstehen (und damit ein Gefühl für die Zukunft zu bekommen), gilt es, diese in die Vergangenheit einzuordnen. Deshalb möchte ich Sie noch einmal für die vielen ungewöhnlichen Januar-Rekorde sensibilisieren. Denn nachdem schon der Jahresauftakt entgegen aller historischer Muster verlaufen war, kam es - wie wir alle wissen - im Anschluss noch dicker. Das Resultat:

weiter auf:http://kolumnen.boerse.de/Thomas_Mueller/Emotionen_zurueck_halten/32f1d1fd#start_content< /a>

Quelle:boerse.de

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Hat erstaunlich oft recht der gute Mann.

  

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Mit Rentnern gegen die Bankenkrise
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 20:11)

von Tobias Bayer (Frankfurt)

» Mit Rentnern gegen die Bankenkrise «


Wie schlimm steht es in Zeiten der Kreditkrise um die Banken? Glaubt man der amerikanischen Einlagenversicherung FDIC, sieht es jedenfalls düster aus. Die Behörde will bevorzugt Pensionäre einstellen - um für Bankenpleiten gerüstet zu sein.


Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), die Einlagen bei 8000 Finanzinstituten versichert, rüstet sich jedenfalls schon mal für den Ernstfall. 25 ehemalige, krisenerfahrene Mitarbeiter sollen wieder eingestellt werden. "Wir stocken personell auf, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein", sagte ein FDIC-Sprecher.

In der Jobanzeige auf der Internetseite heißt es unter dem Stichwort "Anforderungen": "Der Bewerber sollte Erfahrungen mit Bankschließungen, Konkursen und der anschließenden Vermögensabwicklung haben." Flexibilität ist gefordert: Mit Nachtreisen sei häufig zu rechnen, außerdem ist die Stelle nur auf maximal zwei Jahre befristet. Dafür ist das Gehalt ordentlich: Der Mitarbeiter kann jährlich zwischen 67.836 und 180.770 $ verdienen.

Angst vor der Pleitewelle
Bereits jetzt hat die Kreditkrise einen großen Flurschaden angerichtet. Hypothekenanbieter wie Countrywide Financial mussten notverkauft werden, große Wall-Street-Banken wie Citigroup oder Merrill Lynch sahen sich zu Milliardenabschreibungen und Rekapitalisierungen gezwungen. Größter Unruheherd derzeit sind Anleihenversicherer wie MBIA oder Ambac, die Kommunalanleihen und strukturierte Wertpapiere versichert haben. Sie sind in Schieflage geraten und müssen gestützt werden, denn ein Kollaps würde den Banken weitere Abschreibungen einbrocken. Derzeit wird über ein Rettungspaket für Ambac verhandelt.

"Die Behörden bereiten sich für 100 und mehr Bankpleiten in den nächsten zwölf bis 24 Monaten vor. Besonders betroffen dürften Rust-Belt-Bundesstaaten wie Michigan und Ohio sein, und natürlich Kalifornien, Florida und Georgia, wo die Verwerfungen auf dem Häusermarkt besonders groß sind", sagte Jaret Seiberg, Politikanalyst beim Beratungshaus Stanford Group.

Arbeitsplatz nahe am Wohnort
Die FDIC sucht nun in der gesamten USA nach qualifizierten Mitarbeitern. Der Fokus richtet sich auf Pensionäre, die bereits in den 80-er Jahren der Savings-and-Loans-Krise Herr werden mussten. Damals waren 1000 Bausparkassen Konkurs gegangen und hatten dem amerikanischen Steuerzahler einen Verlust von rund 160 Mrd. $ beschert.

Die Stellenanzeige kommt den Bewerbern weit entgegen: Sie können fast jeden Ort in den USA wählen. Von Albany, über Dallas, Sioux City bis nach Wichita - alles ist dabei. "Um der FDIC die Umzugskosten zu sparen, sollen die Mitarbeiter nahe ihres derzeitigen Wohnorts beschäftigt werden", heißt es in der Stellenanzeige.

FTD.de, 11:37 Uhr
© 2008 Financial Times Deutschland

  

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Jetzt beste Möglichkeiten...
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 21:12)

Jetzt beste Möglichkeiten...


Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

der Crash ist vorbei, doch es wird einige Wochen dauern, bis die Märkte wieder zur Normalität zurückfinden. Momentan ist der Handel von Angst geprägt; der Angst, dass eine große Bankadresse in Konkurs geht, der Angst vor einer Rezession in den USA und damit einer weltweit spürbaren wirtschaftlichen Abkühlung. Doch:

Angst ist immer ein schlechter Ratgeber an der Börse und gerade wenn alle ängstlich sind, gibt es weitaus größere Chancen als (Rest-)Risiken. Natürlich werden die schlechten Meldungen so schnell nicht abreißen, aber deshalb notiert der Dow Jones auch heute nicht mehr bei über 14.000 wie im Oktober, sondern bei 12.200 und der Dax bei nur noch 6800, statt bei mehr als 8000. Die Konsequenz daraus:

Die Märkte sind überverkauft und der schwärzeste Januar der Börsengeschichte hat zu einigen markttechnischen Extremen geführt. So befinden sich trotz der laufenden technischen Erholungen die großen Börsen im Mittel 14% unter dem Niveau zum Jahresultimo. Dabei notieren alle Haupt-Indizes unter ihren 200-Tage-Linien, die durchschnittlich 13% oberhalb der aktuellen Kurse verlaufen. Schnelle Kaufsignale kann es also nicht geben, zumal die Abwärtstrends eine ungewöhnliche Breite zeigen. Denn:

In unserer Datenbank analysieren wir täglich die Trends von mehr als 5400 Aktien weltweit und davon befinden sich derzeit sagenhafte 85% unter ihren langfristigen GDs. Einen solchen Rekordwert hatte es bisher nur im Winter 2002/Frühling 2003 gegeben und damit in der Schlussphase der in 2000 eingeschlagenen Jahrhundert-Baisse! Die Konstellation ist damit so negativ, dass weitere Verschlechterungen eigentlich kaum noch vorstellbar sind. Also:

Wir befinden uns schon jetzt in einem technischen Umfeld, das dem während der Ausverkaufskurse von weniger als 8000 Punkten im Dow Jones bzw. 2800 im Dax ähnelt und das war immerhin die beste Kauf-Chance dieses Jahrzehnts! Das mag durch die heute deutlich höheren Notierungen noch nicht so offensichtlich sein, doch aus fundamentaler Sicht sind Aktien nicht teurer als damals, weil in den letzten fünf Jahren die Unternehmensgewinne mit den Kursen Schritt gehalten haben. Zusammengefasst:

Nach der neunmonatigen Seitwärtskonsolidierung, dem Ausverkauf der letzten 6 Wochen und der breiten Angst eigentlich aller Marktakteure stehen die Börsen vor einer kräftigen technischen Erholung. Diese Gegenbewegung beinhaltet einiges an positivem Überraschungspotential, denn mit den Kursen wird sukzessive auch das Vertrauen zurückkommen. Dann öffnen sich die Schleusen der weltweit ungewöhnlich hohen Liquidität wieder für die Aktienbörsen, weil es einfach an Anlagealternativen fehlt. Und das wird die „Story“ sein für eine sehr mächtige Schluss-Rallye der bis 2009/10 laufenden Hausse. Deshalb:

Wenn Sie eine Lehre aus den Börseneinbrüchen der Vergangenheit ziehen bzw. sich schon immer vorgenommen haben, beim nächsten Crash gegen die Masse zu agieren, dann haben Sie jetzt die beste Möglichkeit dazu...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller




Bei obigem Text handelt es sich um das Editorial aus dem aktuellen boerse.de-Aktienbrief, dem Brief für die lt. Performance-Analyse erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt. Fordern Sie jetzt ein kostenloses Probeabo des boerse.de-Aktienbrief an!





15.02.2008
© boerse.de

  

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Schlimmer als gedacht? interessantgut analysiert
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 21:13)

Schlimmer als gedacht?

Wie ernst die Lage ist, wird durch die letzte Aktion der US-Regierung deutlich. Sie hob die Obergrenzen für Investitionen der beiden staatlich subventionierten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac auf. Fannie und Freddie können nun soviel Hypotheken und RMBS kaufen, wie sie wollen. Zusätzlich werden die Eigenkapitalstandards von Fannie und Freddie wieder gelockert. Diese waren nach diversen Skandalen in den letzten Jahren deutlich verschärft worden.

Hintergrund dieser Aktion könnten unter anderem auch die überaus schlechten Zahlen der beiden gewesen sein: So hat Fannie Mae gestern einen Nettoverlust im vierten Quartal von 3,5 Mrd. Dollar bekannt gegeben. Mittlerweile prüft Moody’s das Rating von Fannie Mae. Heute legte Freddie Mac nach und gab einen Verlust von 2,5 Mrd. Dollar bekannt, der auch deutlich höher als erwartet ausgefallen ist.

Eine „neue“ Gefahr für die Finanzbranche

Wenn diese beiden Hypothekenfinanzierer in Schieflage geraten würden, könnte das zu einem erheblichen Abschreibungsbedarf bei den Banken führen. Wenn das passiert, würden wir also eine Finanzmarktkrise erleben - dagegen ist die aktuelle eine Kinderspiel. Die Folgen würden auf Jahre die Weltwirtschaft belasten. Die US-Regierung wird mit allen Mitteln eine solche Krise verhindern. Und die oben genannte Lockerung ist ein erster früher Schritt in diese Richtung.

Was kommt noch alles?

Man hat so ein wenig das Gefühl, dass im Rahmen und in Folge der Subprimekrise eine schlechte Nachricht die nächste jagt. Kaum hat sich die Krise bei den Monolinern durch die Bestätigung der Triple-"A"-Ratings bei Ambac und MBIA etwas beruhigt, kommen nächste Sorgen auf. Wie lange wird das noch weitergehen? Welche neuen Themen werden den Markt morgen oder in der nächsten Woche im Zusammenhang mit der Finanzkrise noch erschüttern?

Aber genau das ist es, was ich meinte, als ich wiederholt zur Kreditmarktkrise schrieb: es weiß einfach keiner - kann es nicht wissen, was noch alles passiert.

Die Folge ist: seitwärts
Und das ist auch der Grund, warum es nach diesem Einbruch Anfang des Jahres immer noch zu keiner „normalen“ technischen Gegenreaktion nach oben gekommen ist. Sobald sich der Markt etwas beruhigt hat, kommt eine neue Horror-Nachricht.

Nun könnte man auf die Idee kommen, auf weiter fallende Märkte zu setzen. Nur, wer will schon gegen weiter sinkende Zinsen spekulieren? Es gibt dazu einen alten Spruch: "Never fight the Fed" – Kämpfe niemals gegen die Fed.

Was soll da anderes herauskommen als eine Seitwärtsbewegung? Nach oben trauen sich die Kurse aufgrund der Sorgen über neue Horrornachrichten nicht und nach unten trauen sie sich nicht, weil jeder massive Einbruch zu weiteren Zinssenkungen führen wird.

Doch irgendwann muss sich der Markt entscheiden, allerspätestens Ende März

Einen Gedanken noch zum Schluss: Am 20. März ist großer Verfallstag. Sehr häufig entscheiden sich die Märkte erst nach einem solchen für eine neue Richtung. Wenn wir uns also nicht bald aus dieser Range herausbewegen, kann es sein, dass der Markt (mit einigen Fehlausbrüchen) bis zu diesem Zeitpunkt keine Entscheidung treffen wird – hoffen wir nicht, dass das passiert!

  

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RE: Schlimmer als gedacht?
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 13:50)

Inhaltlich interessant.

@Priapos: Bitte Quelle angeben!

  

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RE: Jetzt beste Möglichkeiten... gut analysiert
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 21:36)

doch aus fundamentaler Sicht sind Aktien nicht teurer als damals, weil in den letzten fünf Jahren die Unternehmensgewinne mit den Kursen Schritt gehalten haben.

Der Witz ist gut, die Denke aber dennoch falsch. Immerhin ist es ein Unterschied, ob man am Anfang eines Zyklus steigender Gewinne steht oder am Ende,

  

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EUR/USD
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.08 22:51)

Wenn ich mir die Kursentwicklung von Eur/Usd anschaue und unterstelle, dass die Devisenspekulanten besser antizipieren als die Aktientrader, komme ich zu dem Schluss, das Amerika bald einen Herzinfarkt erleidet. Hoffentlich werdens nicht zum Komapatienten.

  

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Ausbruch wohin?
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:16)

Zeit für Bollinger beim Dow Future!

  

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RE: Ausbruch wohin?
Moderator Gewinn(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:21)

>Zeit für Bollinger beim Dow Future!

@nachdenkerin
Wo verfolgst Du den Dow Future inkl. Bollinger?

Hoffe auf eine Ausbruch nach oben.

Anbei die heutige Analyse von RZB-Charist Schittler, klingt auch eher bullish

Kauf gem 3ecks bei 12.800 sollte zu erwarten sein –und damit ein Anstieg über den Abwärtstrend bei 13.200 -> 13.580…

Stay Long

GeWinn

  

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RE: Ausbruch wohin?
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:24)

>>Zeit für Bollinger beim Dow Future!
>
>@nachdenkerin
>Wo verfolgst Du den Dow Future inkl. Bollinger?
>
>Hoffe auf eine Ausbruch nach oben.


Bei Adblue, leider halt verzögert. Den Bollinger seh ich mit bloßem Auge, aber ich glaub, man kann den dazuschalten. Soviel Zeit hab ich bloß nie, aber gut erahnen reicht ja.

Ich fürchte, nach unten, aber mal sehen.



>Anbei die heutige Analyse von RZB-Charist Schittler, klingt
>auch eher bullish
>
>Kauf gem 3ecks bei 12.800 sollte zu erwarten sein –und damit
>ein Anstieg über den Abwärtstrend bei 13.200 -> 13.580…
>
>Stay Long
>
>GeWinn
>
>

  

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RE: Ausbruch wohin?
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:30)

Jetzt sieht es wieder eher nach einem Trendkanal nach unten aus.

  

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RE: Ausbruch wohin?
Moderator Gewinn(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:32)

hast du einen link zu adblue?

GeWinn

  

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RE: Ausbruch wohin? @gewinn
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:47)

>Realtime hier:
>
>http://www.godmode-trader.de/realtimekurse/
>
>Dann unter Index Screener.
>
>

Für diese Seite scheine ich zu blöd zu sein.

  

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RE: Ausbruch wohin?
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:51)

ich denke mein Link ist besser: http://www.d-traderz.com/

in der Kopfzeile auf US Chart klicken

Die Daten sind in Echtzeit

  

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RE: Ausbruch wohin?
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:52)

>ich denke mein Link ist besser: http://www.d-traderz.com/
>
>in der Kopfzeile auf US Chart klicken
>
>Die Daten sind in Echtzeit


Das tue ich seltenst aber dafür könnt ich Dir glatt einen dicken Schmatz auf die Stirn drücken!

  

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RE: Ausbruch wohin?
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 15:58)

Gibt es eigentlich eine sinnvolle Erklärung dafür, dass sich der ATX im Vergleich zu den anderen europäischen Werten so gut hält?

  

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RE: Ausbruch wohin?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 17:17)

Vielleicht, weil die Dividendenohneendensaison rasch naht.

  

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Geier-Fonds lauern auf fette Beute
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 17:42)

Die "Geier" lauern auf fette Subprime-Beute

Immer öfter werden nicht mehr bedienbare Kredite von sogenannten "Vulture Funds" ("Geier-Fonds") mit einem deutlichen Abschlag auf die Kreditsumme aufgekauft.

von Jochen Hahn | 29.02.2008 | 12:01

Im Jahr 2007 hat die Zahl der säumigen Immobilienschuldner in den USA einen seit 21 Jahren nicht mehr gesehenen Höchststand erreicht. Immer öfter werden die nicht mehr bedienten Kredite von sogenannten "Vulture Funds" ("Geier-Fonds") mit einem deutlichen Abschlag auf die Kreditsumme aufgekauft. Nicht in jedem Fall muss der Eigentümer dadurch der Geschädigte sein. Denn diese Vulture Funds ermöglichen den Immobilienbesitzern oft eine Umschuldung und dadurch günstigere Konditionen, so dass sie in ihren Häusern wohnen bleiben können.

Beispiel Jake Terhune: Der Endzwanziger mit tätowierten Oberarmen und einem blonden Ziegenbart ist erfolgreicher und selbständiger Möbelschreiner und hat sich in ein Landhaus im Herzen der kalifornischen Weinbauregion Sonoma County verliebt. Mit 100.000 Dollar Anzahlung und einer monatlichem Zahlung von 6900 Dollar über 30 Jahre hat er das großzügige Haus im Wert von knapp einer Million Dollar gekauft.

Bereits kurz nach dem Einzug begannen aber die Probleme: Die Nachfrage für maßgearbeitete Möbel und Innenausstattungen gab spürbar nach. Seine monatlichen Einnahmen von zuvor rund 20.000 Dollar im Monat schrumpften auf die Hälfte zusammen, Terhune kam mit den Raten in Rückstand. Verhandlungen mit dem Kreditgeber Ameriquest Mortgage über eine Veränderung der Konditionen scheiterten. Terhune stellte daraufhin die Zahlungen ein und ignorierte die Androhung einer Zwangsräumung. Im Sommer 2007 stellte Ameriquest die Hypothek schließlich zum Verkauf.

"Ich arbeitete an den Häusern von zwei Kunden, aber beide sind während der Arbeiten in die Zwangsversteigerung gegangen", sagt Terhune. "Wenn mich meine Kunden nicht bezahlen, dann kann ich auch nicht meinen Kredit bedienen".

Hedgefondsmanager Ralph Dellacamera kauft solche und ähnliche Problemkredite auf und spekuliert darauf, dass sich der Markt und die Immobilienpreise erholen werden. Er bezahlt teilweise nur 50 Cent je Dollar, übernimmt die Verwaltung des Kredits und zieht Zahlungen vom Schuldner ein. Oft kann er durch Kostensenkungen die Raten für die Schuldner deutlich niedriger gestalten. Wenn die Kreditnehmer ihr Darlehen wieder ordnungsgemäß bedienen, verkauft er die Kredite wieder, und zwar mit einem Gewinn von 15 bis 20 Prozent.

"Wenn man es richtig macht, kann man mit solchen notleidenden Krediten durchaus Geld verdienen", sagt Dellacamera. "Unser Ziel ist erreicht, wenn der Eigentümer in seinem Haus bleiben kann". So war es auch beim Möbelbauer Terhune: Eine Tochter von Dellacameras Hedgefonds namens National Asset Direct, übernahm den Kredit zu 69 Cent je Dollar und machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte: Gegen eine Einmalzahlung von 25.000 Dollar und vier Monatszahlungen in ursprünglicher Höhe wurde der Zinssatz von 8,9 auf 6,5 Prozent gesenkt, womit sich die monatliche Belastung auf 5174 Dollar reduzierte.

Das Geschäft wird mit einer steigenden Zahl von in Not geratenen Krediten zunehmend interessanter für Investoren, versichert Dellacamera. Die Investmentrendite bei National Asset Direct habe im Januar über 20 Prozent gelegen, was zunehmend die Investoren anlockt. Seit der Gründung von Asset Direct im Oktober 2006 haben Dellacamera und ein anderer Investor bereits 102 Millionen Dollar in das Unternehmen gesteckt. Demnächst will er eine Milliarde Dollar von anderen Investoren einsammeln, die wie er die Gewinnmöglichkeiten in der Immobilienkrise sehen.

"Die Zahl der Kreditausfälle befindet sich auf einem Rekordhoch", sagt der frühere Chefökonom des US-Hypothekenbankverbands, Douglas Duncan, der erst kürzlich zu Fannie Mae gewechselt hat. Die Umstrukturierung der Kredite sei im Interesse der Schuldner und der Gläubiger.

Es gehe darum, die Schuldner und die Investoren durch die Verwaltung des Kredits zusammenzubringen, sagt Mani Sadeghi von Equifin Capital Partners, einem weiteren Unternehmen, das sich auf dieses Geschäft spezialisiert hat. Laut Sadeghi ist das Potenzial sehr hoch: Er schätzt das Volumen in Frage kommender Kredite auf eine halbe Billion Dollar.

Das interessiert inzwischen auch die ganz großen Namen der Finanzindustrie: CEO Lloyd Blankfein von Goldman Sachs hatte im November erklärt, es seien 4,5 Mrd. Dollar für zwei Fonds eingesammelt worden, die ihre Rendite mit den "Chancen der Krise an den Kreditmärkten" erzielen sollen. Dazu hat Goldman auch dien Hypothekendienstleister Litton Loan Servicing übernommen, der sich um die Verwaltung der Kredite kümmern soll. Und auch der Milliardär Wilbur Ross ist schon in das Geschäft eingestiegen. Er hat im Oktober die Hypothekenverwaltungssparte der insolventen American Home Mortgage Investment übernommen.

Quelle:http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/binternational/316010/index.do?_vl_backlink=/h ome/index.do

  

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RE: Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.3.08 08:55)

auch wenn es erst ein paar sind, könnte es sich doch um Punkt 9. des Finanz-Desasters handeln:

Hedge-Funds mit Subprime-Leichen im Keller

feb. Es schien so, als hätten die viel gescholtenen Hedge-Funds den Krisen-Test bestanden. Im vergangenen Sommer, zu Beginn der Subprime- und Liquiditätskrise an den Finanzmärkten, gerieten zwar Fonds der Banken UBS, Bear Stearns und Goldman Sachs in Schwierigkeiten. Danach bestimmten aber die Banken mit ihren Milliarden-Abschreibungen die Schlagzeilen, und von den weitgehend unregulierten Fonds war wenig Negatives zu hören. Dies ändert sich derzeit: So gab die Londoner Hedge-Fund-Gesellschaft Peloton Partners die Liquidierung eines 1,8 Mrd. $ grossen Hedge-Funds bekannt (siehe nebenstehende Meldung). Auch in der Schweiz sorgt ein Fonds namens Focus Capital für Unruhe. Er verkauft seit Tagen im grossen Stil seine Aktienpakete der Unternehmen Schulthess, Huber + Suhner, Forbo, Komax und Hiestand. Während die Manager des New Yorker Hedge-Funds schweigen, spekulieren Beobachter, der Grund für die «Feuerwehr-Verkäufe» seien Liquiditäts-Probleme. Dies wäre plausibel, denn die Banken haben wegen der Finanzkrise die Kreditvergabe stark eingeschränkt. Peloton jedenfalls sieht sich als Opfer dieser Entwicklung. Vor diesem Hintergrund könnten in den kommenden Monaten noch einige Verluste bei Hedge-Funds drohen. Sie gehörten in den letzten Jahren zu den grössten Käufern der stark von der Krise betroffenen Wertpapiere namens Collateralized Debt Obligations (CDO). Dass bisher so wenige Hedge-Fund-Verluste bekannt geworden sind, könnte auch an den Freiheiten der Fonds bei den Berichtspflichten liegen.

....

Die europäischen Finanzwerte dürften nach Einschätzung aus dem Handel am Freitag im Fokus stehen. Belastende Nachrichten gibt es zum einen vom britischen Hedge Fund Peleton. Dieser hat seinen Positionen ins Asset Backed Securities aufgelöst, nachdem die Spreads auseinanderliefen und die Verschiebung der Bewertung zur Liquidation der Papiere führte. Der ABS-Fund hatte ein Volumen von 1,8 Mrd USD, das allerdings gehebelt wurde.



  

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RE: Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.3.08 09:05)

und noch eine Meldung, die uns den morgigen Start nicht leichter machen könnte:

HSBC to hike dividend as crunch bites
Last Updated: 12:24am GMT 02/03/2008

HSBC will tomorrow reveal a record $16bn (£8.1bn) of bad debts at its full year results but seek to reassure investors that it is containing the sub-prime crisis by lifting its dividend in line with its banking peers.


Global ups and downs: HSBC’s share price has benefited in the past year from huge Asian growth

HSBC, which is expected to increase its dividend by about 10 per cent, will stress that its Asian and emerging markets businesses are performing strongly as it tries to fend off the attentions of activist fund manager Knight Vinke.

The bad debt charge, which tops the £10.6bn that last year led to its first profits warning in 142 years, will be roughly £3.4bn higher than anticipated at the half year. For the final three months of 2007, write-offs in its North American consumer finance division are expected to have jumped to $4bn - from $3.4bn in the previous three months and double the $2bn quarterly run rate predicted in June.

Group write-offs will amount to almost a quarter of total income, forecast at $73bn. Chief executive Mike Geoghegan has said the crisis will take three years to work through. The problems were caused by aggressive sub-prime mortgage selling at its US arm HSBC Finance Corporation.

Investors now fear HSBC's sub-prime woes are spreading to other asset classes such as credit cards and personal loans. Abigail Webb, an analyst at Credit Suisse, warned that there are already "clear signs of contagion" as the economic impact of sub-prime spreads.

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However, strong growth in Asia and other emerging markets is expected to have offset bad debts to lift group profits by as much as 10 per cent to around $25bn, with the dividend to be raised a similar amount. The bank has set an ambitious target for 60pc of revenues to come from emerging markets and is likely to say they now just account for the majority.

At the half year, revenues were split equally between developed and developing markets and just three years ago 60 per cent was in the developed world. Last week, the group announced the sale of 400 branches in France to redeploy capital "to emerging markets". The strategy is in line with demands from Knight Vinke that the bank focus investment on its strongest markets in the Far East.

HSBC has also been working assiduously at restructuring its US operations following its sub-prime failures, naming HSBC veteran Brendan McDonagh chief executive last month. It has stopped taking third-party originated mortgages and reduced its consumer finance branch network from around 1,400 to 1,000.

Unlike the investment banks, HSBC has direct exposure to the sub-prime market and has to work through the loan book over time.

Separately, HSBC has been named in a lawsuit taken out by the city of Cleveland, Ohio against 21 banks for the "public nuisance" caused by selling sub-prime mortgages.

  

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RE: Zwölf Schritte zum Finanzmarkt-Desaster gut analysiert
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.3.08 11:08)

wer sagt denn das nur banken, versicherungen, hedge-funds & co. solche strukturen in ihren büchern haben.

es wird viele hochkapitalisierte unternehmen mit riesigen cashreserven geben welche diese sicher nicht auf einem täglich fälligen sparbücherl usw. angelegt haben. auch eine semperit, ich mag dieses unternehmen und geb auch kein stück her, hatte zwar keine subprime sache in der bilanz, aber MEL genügen ja auch.

die bilanzen von microsoft, daimler, siemens und so weiter werden es aushalten und die enormen reserven dieser unternehmen decken diese sache auch gut ab. ich halte es aber für schlichtweg dämlich nur von banken usw. derartige nachrichten zu erwarten und vor allem nur dort die gesamte summe in gedanken schon im vorhinein abzuschreiben.

sollten die abzuschreibenden summen in den bilanzen der banken, versicherungen in den folgequartalen abnehmen so ist der große buckel bereits hinter uns... wie die eigentümerstruktur so mancher bank dann aussieht ist eine andere frage. eines wird wohl auch klar sein, die börsen werden solche tatsachen sicher antizipieren.

im vergleich der asset-klassen aktien, anleihen und rohstoffe sind aktien nicht nur historisch gesehen die mit abstand günstigste anlageklasse und rohstoffe klar am beginn(oder mitten drinn) einer blasenbildung, letztere ist in einem so illiquiden markt fast mörderisch.

  

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Für eine Trendwende an der Wall Street spricht nicht viel
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.3.08 18:59)

Negativperformance der US-Indizes hält an – die charttechnische Lage trübt sich weiter ein. Immer mehr deutet trotz sinkender Zinsen auf einen längeren Bärenmarkt hin.

Bärenzeit! Fünf Monate in Folge geht es nun an der Wall Street schon bergab, dabei sah alles nach einer Trendwende im Februar aus. Anfang der vergangenen Börsewoche hantelten sich die Leitindizes nämlich in positives Terrain vor, doch die letzten beiden Handelstage und insbesondere der Schalttag holten Anleger wieder auf den Boden der Realität zurück. Die Monatsbilanz brachte dem Dow Jones ein Minus von 3,04 Prozent, dem S&P 500 -3,48 Prozent und die Nasdaq hielt einmal mehr mit -5,22 Prozent die Rote Laterne. Seit Jahresbeginn liegt die Technologiebörse sogar schon 16,29 Prozent im Minus und steht damit kurz davor, das Tief von Anfang Februar zu unterschreiten. Damit wäre die Bodenbildung beim Teufel und eine neue Abwärtswelle bei Tech-Werten eingeläutet.

Bei Dow Jones und S&P 500 ist die charttechnische Lage zwar noch nicht so dramatisch, allerdings zerstörten die hohen Verluste am Freitag den jüngsten Aufwärtstrend (siehe Chart). Folglich dürften die Tiefs zumindest noch einmal angetestet werden. Ob sie halten, wird der weitere Verlauf der Kredit-Krise und die Verfassung der US-Wirtschaft entscheiden. Die Chancen, dass von dieser Seite Rücken-deckung für die Börsen kommt, sind allerdings mehr als schlecht.
Vergangene Woche schockte zum einen Fed-Chef Ben Bernanke mit der Einschätzung, dass die Kredit-Krise wohl einige Pleiten kleinerer Banken nach sich ziehen wird und die UBS brachte am Freitag das Fass zum Überlaufen, als sie in einer Studie das Gesamtausmaß der Subprime-Abschreibungen mit mehr als 600 Milliarden Dollar bezifferte - zur Erinnerung, derzeit hält der Markt bei schon gebeichteten rund 160 Milliarden Dollar.

Konjunkturell stehen auch alle Zeichen auf Rezession: Im Jänner ist das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan auf 70,8 Punkte gefallen. Damit hat der Index 30 Prozent auf den Spitzenwert vom Jänner 2007 verloren. Ein Verlust in dieser Größenordnung wurde in der Vergangenheit immer von einer Rezession gefolgt. Und der Einkaufsmanagerindex für Chicago ist mit 44,5 Punkten in einen Bereich gefallen, der anzeigt, dass die Mehrheit der Firmen nicht mehr wachsen kann.
Die persönlichen Ausgaben sind zwar um 0,4 Prozent gestiegen, allerdings gleicht dies lediglich die Inflation aus. Die persönlichen Einnahmen sind nur um 0,3 Prozent gestiegen, was für eine negative Sparrate und eine weiter Überschuldung der privaten Haushalte sorgt.

Bleibt nur ein Hoffnungsschimmer und der heißt Zins-fantasie. Die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet aber schon wieder einen Zinsschritt am 18. März von 50 Basispunkten. Ben Bernanke kann daher einmal mehr nur noch reagieren und hat kaum noch kurstreibenden „Zinszuckerl" für die Börsen im Talon.

---

Die wichtigsten Termine der neuen US-Börsewoche

Montag, 3. März
ISM-Index Industrie, Februar
Bauausgaben, Jänner

Dienstag, 4. März
Staples
Auto-/Truckverkäufe, Februar

Mittwoch, 5. März
Costco, H&R Block, Saks,
Steinway
Fed Beige Book
Produktivität, 4. Quartal
ISM-Index Dienstl., Februar
Öl-Lagerbestände

Donnerstag, 6. März
Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (Vorwoche)

Freitag, 7. März
Arbeitsmarktbericht, Februar
Verbraucherkredite, Jänner

********
Wirtschaftsblatt 02.03.2008

  

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Gesamtmarkt 600 Milliarden Dollar an Verlusten
bongo(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.08 12:17)

Neue Horrorzahl: UBS erwartet für Gesamtmarkt 600 Milliarden Dollar an Verlusten
"Es besteht die Gefahr, dass die Wirtschaft größeren Schaden davonträgt als der Konsens zeigt".




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Am Scheideweg
Update: Das Ranking des Grauens - die Subprime-Abschreibungen der Banken
Den Finanzkonzernen drohen im Zuge der Kreditkrise nach Einschätzung der UBS Verluste von mindestens 600 Mrd. Dollar (396 Mrd. Euro). "Es besteht die Gefahr, dass die Wirtschaft größeren Schaden davonträgt als der Konsens zeigt", schrieb Geraud Charpin, Chef-Kreditstratege Europa bei UBS. "Die ganzen Investment-Modelle, die von einem starken und widerstandsfähigen wirtschaftlichen Hintergrund ausgehen, müssen nach unten korrigiert werden."

Den Banken und Brokern stehen den Analysten von UBS zufolge Verluste von 350 Mrd. Dollar ins Haus. Banken, Broker und Versicherungen haben bislang Abschreibungen und Kreditverluste in Höhe von 160 Mrd. Dollar ausgewiesen.

Unterdessen setzte sich die Krise weiter fort: American International Group, der weltweit größte Versicherer, meldete am Donnerstag wegen Wertberichtigungen über 11,1 Mrd. Dollar den größten Quartalsverlust in der 89-jährigen Unternehmensgeschichte. Peloton Partners in London muss wegen strengerer Kreditvergaberichtlinien der Banken einen 1,8 Mrd. schweren Hedgefonds liquidieren, der mit forderungsunterlegten Anleihen handelt. "Der Zusammenbruch von Pelotons Flaggschiff-Fonds sollte die Investoren daran erinnern, dass sich ein aufsteigender Star ganz schnell in einen gefallenen Engel wandeln kann", schrieb Charpin. "Kreditfinanzierte Risiko-Positionen sind ein Krebsgeschwür in diesem Markt. Je schneller sie behandelt werden, desto besser."

Bei UBS betrugen die Abschreibungen bislang 19 Mrd. Dollar. Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel will dem Konzern eine Kapitalspritze von 13 Mrd. Franken (8,2 Mrd. Euro) zuführen. Kapitalgeber sind der Staatsfonds Government of Singapore Investment und ein nicht genannter Investor aus dem Mittleren Osten. Die Anteilseigner der UBS segneten die Maßnahme am Donnerstag ab.

  

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das dürfte der Grund für den - kurzfristigen ? - Anstieg gewesen sein
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.08 16:48)

Da war die Freude groß, als der Index um 0,3 weniger stark gesunken ist als erwartet


Washington (aktiencheck.de AG) - Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im Februar 2008 verschlechtert. Dies teilte das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, am Montag mit.

So fiel der ISM-Index (früher NAPM-Einkaufsmanagerindex) von 50,7 Zählern im Januar auf nun 48,3 Zähler. Damit ist er wieder unter Marke von 50 Punkten gesunken. Volkswirte waren von einer Abnahme auf 48,0 Punkte ausgegangen.

Im Einzelnen verschlechterte sich der Subindex für Neuaufträge von 49,5 auf 49,1 Zähler, während der Teilindex der Produktion von 55,2 auf 50,7 Punkte nachgab.

Ein Wert des US-Konjunkturbarometers über der Grenze von 50 Punkten wird als Verbesserung bewertet, ein Wert unter 50 Punkten signalisiert dagegen einen Abschwung im Verarbeitenden Gewerbe. (03.03.2008/ac/n/m)

  

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RE: das dürfte der Grund für den - kurzfristigen ? - Anstieg gewesen sein
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.08 16:51)

Im Einzelnen verschlechterte sich der Subindex für Neuaufträge von 49,5 auf 49,1 Zähler, während der Teilindex der Produktion von 55,2 auf 50,7 Punkte nachgab.


Irgendwelche Teilindexe muß es da aber noch geben, weil egal wie ich es gewichte, komme ich mit 50,7 und 49,1 nie auf 48,3.

  

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RE: das dürfte der Grund für den - kurzfristigen ? - Anstieg gewesen sein
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.08 17:06)

es gibt noch einen Teilindex, der meine Aktienperformance widerspiegelt und der ist von 99,7 auf 0,01 "leicht" gesunken . In der Addition ergibt sich damit der dargestellte Index.

Wenn sich die Daten aus dem Vormonat wiederholen, dann steht uns erst am Mittwoch der noch schlechtere Wert bevor. Im Februar führte der heute veröffentliche Index der "Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes" noch zu einem tollen Anstieg an den Börsen, wohin gegen der am Mittwoch präsentierte Wert für den Servicebereich schon im Vormonat deutlich nach unten wies.

  

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Bären über 52% - positiv
Moderator Gewinn(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.08 17:19)

http://tickersense.typepad.com/ticker_sense/images/2008/03/03/blogger_sentiment_030308.jp g.png

Die Bären sind wieder von 33,33% auf über 52% gestiegen, das ist antizyklisch eigentlich positiv zu sehen. Was meinst Ihr?

@nachdenkerin und die anderen
Thx für die Links.

Stay Long

GeWinn

  

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Auch Buffet wartet auf billigere Kurse ...
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.3.08 22:09)

Buffett waiting for shares to get "very cheap"

Billionaire investor Warren Buffett claims the US has already fallen into recession and warned that shares prices still may have some way to fall.

The latest news and analysis of the UK and world economy
In a rare television interview, Mr Buffett insisted "from a common-sense standpoint right now, we're in a recession."


Warren Buffett has said the US is already in a recession
He said the reports he received from many of Berkshire Hathaway's businesses, which include retailers, suggested a sharp slowdown was already underway.

However, he said the environment was "nothing like '73 or '74 yet," referring to the deep economic downturn of the 1970s that was also marked by rising oil prices, higher inflation and falling stocks.

Still, he said investors should not rule out a significant economic downturn, and that Federal Reserve Chairman Ben Bernanke has a "very tough balancing act" in trying to boost economic growth without kindling inflation.

Mr Buffett said there is a fair chance that inflation may ignite in a "serious way."

The billionaire investor, who last week published his annual letter to Berkshire shareholders, said shares are not currently cheap and he's waiting for them to become "very cheap".

Mr Buffett also said his offer to bail out the monoline insurers was now off the table.

He had offered to reinsure some $800bn of government-issued bonds underwritten by MBIA, Ambac and Financial Guaranty Insurance.

The deal would have provided a significant boost to the industry where it is feared insurers will not have the funds available to pay out of billions of dollars worth of claims on toxic investments.

However the insurers rejected the deal.

  

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UBS Studie: Weltwährungen stehen in grobem Missverhältnis interessant
Rang: birdie(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 10:51)

Zürich (AWP) - Ein seit über dreissig Jahren weitgehend etabliertes Währungssystem könnte vor einer bedeutenden Veränderung stehen. Denn die Währungen der Welt stehen derzeit in einem groben Missverhältnis zueinander. Das Gleichgewicht der globalen Währungen wird sich einer Studie der Grossbank UBS zufolge verlagern und damit "drastische Konsequenzen" für das globale Wachstum und die Finanzmärkte weltweit haben.

Angesichts der steigenden Inflation könnten sich vor allem asiatische Länder und Länder mit umfangreichen Ölvorkommen dazu gezwungen sehen, ihre schwachen Währungen gegenüber dem US-Dollar und dem Euro aufzuwerten, schreibt die UBS in ihrer Studie. Dadurch würden sich die Exporte aus diesen Ländern auf dem Weltmarkt verteuern.

Dies könnte sich negativ auf das weltweite Wachstum auswirken, da Exporte aus Asien damit an Wettbewerbsfähigkeit einbüssen würden. In diesem Szenario werden die Produktionskapazitäten ausserhalb Asiens die Nachfrage vorerst nicht decken können und die globale Produktion kurzfristig hemmen und die Inflation weiter anheizen.

Die Verlagerungen dürften aber letztlich anderen Regionen - insbesondere der Eurozone und auch den USA - zu Gute kommen. Deren Industrien dürften sich darauf einstellen, in die Lücke zu springen.

UBS Wealth Management Research ist daher der Ansicht, dass die aktuellen Kurse vieler Aktien und Immobilienwerte aus Schwellenländern das Risiko einer starken Währungsaufwertung nicht widerspiegeln. Der zunehmende Inflationsdruck könnte massive Neubewertungen auslösen, warnt die Grossbank.

  

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RE: UBS Studie: Weltwährungen stehen in grobem Missverhältnis
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 10:55)

Die Verlagerungen dürften aber letztlich anderen Regionen - insbesondere der Eurozone und auch den USA - zu Gute kommen. Deren Industrien dürften sich darauf einstellen, in die Lücke zu springen.


Soll mir auch recht sein.

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 17:49)

wenn man den Chart vom Dow in der selben Zeitspanne über diese Darstellung legt, ist es wie ein Spiegel des Kurses

Immer dann wenn die höchsten pullischen Ausschläge auftraten, gab der Kurs gleich danach merklich nach

Könnte also eine Bestätigung von "Kaufen wenn die Stimmung am Boden ist" sein, aber ...

Kauft Ihr Euch im Moment schon ein oder wartet Ihr noch ab, ob die alte Marke hält bzw. was die anderen Indizes machen?

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 17:54)

>Kauft Ihr Euch im Moment schon ein oder wartet Ihr noch ab, ob
>die alte Marke hält bzw. was die anderen Indizes machen?

bei gewissen werten, wie eine SPI, stand oder stehe ich tief drinn und lass mir was zuteilen. generell bestimmt der DOW aktuell alles, da brauchst auf andere indizes gar ned schaun.

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
rrs(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 18:20)

ich finde es aktuell wirklich lustig, wie die Banken untereinander sich gegenseitig abwatschen

Merrill Lynch vernichtet gerade die Citigroup mit Ihrer aktuellen Analyse und weil das nicht reicht, gibt auch gleich der Fond aus Dubai bekannt, dass er die Citigroup nicht retten kann, weil noch mehr Geld benötigt wird.

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 22:13)

naja,abwatschen tun sich wenigstens nicht ribh und erste die sich gegenseitig empfehlen.
lustig aber, der hauptverursacher der börsenkrise,usa, spielt sich ganz locker mit dem plantschipantschi team an der 12200er und der rest der welt wird nervös.
also 8500 wären bei der us wirtschaft schon ok bei den restlichen aktuellen indisständen. will heissen,die amis schwindeln schon wieder...
also, vgl.mit 8500 dow wäre ein atx 5000 schon ok...
by the way, der frisi rechtsanwalt und eh.böhler investment star kaufte ja gross immofinanz. da bin ich wohl sehr gespannt ob fries völlig irrt oder ich. denn ostimmos würd ich meiden wie teufel das weihwasser,will heissen, immofinanz seh ich bei 3 in 5jahren, thats a fact...

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
Rang: murcielago(171) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 22:17)

nujo, wenn du da so richtig liegst wie bei RI und strabag brauchen sich die IIA investoren ja keine sorgen machen (und nein, ich hab keine iia und werd ich auch nie haben)

>immofinanz seh ich bei
>3 in 5jahren, thats a fact...

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
harry(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 22:29)

immofinanz seh ich bei
>3 in 5jahren, thats a fact...

Davon gehe ich auch aus.

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 22:35)

>immofinanz seh ich bei
>>3 in 5jahren, thats a fact...
>
>Davon gehe ich auch aus.


Seids lustig, wie kommt ihr denn da drauf?

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII witzig
harry(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 22:42)

>>immofinanz seh ich bei
>>>3 in 5jahren, thats a fact...
>>
>>Davon gehe ich auch aus.
>
>
>Seids lustig, wie kommt ihr denn da drauf?

Ich denke schon das die Immofinanz sicher >3 bleiben wird, egal ob in 5 oder 10 Jahren.

  

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Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 23:18)

Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Gastbeitrag von Alexander Hahn

Da Herr Steffens heute einen wichtigen, ganztägigen Termin wahrnehmen muss, lesen Sie bitte einen interessanten Gastbeitrag von Alexander Hahn, Chefredakteur Cross Market Profits.

Liebe Leser,

ich weiß ja nicht, wie Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage einschätzen, aber bei mir schrillen zurzeit einige Alarmglocken:

Die Politik des leichten Geldes – oder - Inflation um jeden Preis:
Hinter uns liegen die aggressivsten Zinssenkungen der US-Notenbank aller Zeiten. Die amerikanische FED hat die Leitzinsen mal eben von 5,25% auf 3,00% gesenkt – das ist eine Senkung um 225 Basispunkte innerhalb von 6 Monaten! Doch die Wall Street gibt sich damit noch lange nicht zufrieden.

Mit weiteren Zinssenkungen auf 2,00% wird bis zum Spätsommer gerechnet und Ben Bernanke signalisiert auch schon seine Bereitschaft, den wilden Totentanz auf dem Inflationsvulkan weiter fortzusetzen. Dabei scheint es völlig egal zu sein, ob überkompensiert wird, oder ob Zinssenkungen ihre Wirkungen erst nach ein paar Monaten im System entfalten. Die Raserei ist los und es gibt anscheinend kein Halten mehr.

Gleichzeitig zeigen die Zinssenkungen langsam ihre Wirkung. Nein ich spreche hier nicht von Banken welche durch Senkungen des Diskontzinssatzes nun wundersamerweise wieder liquide sein sollen oder von US-Häuslebauern welchen durch Zinssenkungen geholfen werden soll (was übrigens ziemlicher Unsinn ist, denn in der Regel orientieren sich die Zinssätze für die Hypotheken am Zinssatz des 30jährigen T-Bonds und dieser Satz ist durch die steigenden Inflationssorgen und Inflationsraten dabei, selbst zu steigen!) Kurzum: Wenn ich von Wirkungen der Zinssenkungen spreche, dann meine ich: INFLATION.

Betrachten wir die neuesten US-Inflationsdaten einmal näher:

· Die US-Importpreise sind im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 13,7% gestiegen. Das ist mit der höchste Anstieg seit 1982!

· Allein die chinesischen Importe, welche jahrzehntelang das US-Preisniveau durch eine deflationären Preisabwärtsspirale drückten, sind im Januar um 0,8% gestiegen –Nein, nicht im Vergleich zum Vorjahr, sondern im Vergleich zum Vormonat!

· Der US-Consumer Price Index explodiert regelrecht. Ein Anstieg von 4,3% auf Jahresbasis spricht für sich. Bedenken Sie bitte, dass es sich bei diesen Daten um die offiziellen Regierungsdaten handelt. Diese Inflationsdaten beinhalten meist Rechentricks und sind von Statistikern oft bis ins kleinste Detail schöngerechnet.

Die Internetseite shadowstats.com nutzt bei dem unteren Chartbild die gleiche Inflationsberechnungsmethode wie die US-Regierung bis 1980.

http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004493.gif.png

Nach der alten Berechnungsmethode liegt die derzeitige US Inflationsrate bei 12%!!!

Fassen wir also kurz zusammen: Die heutige US-Inflationsrate liegt irgendwo im Bereich zwischen 4%-12%. Gleichzeitig wird die Umkehr von einem deflationären zu einem inflationären Preistrend der chinesischen Importpreise die US-Inflation weiter anheizen. Die derzeitigen Preisexplosionen bei Rohstoffen wie Weizen, Sojabohnen oder Rohöl sind in den offiziellen Statistiken noch gar nicht vollständig berücksichtigt und wirken wie Benzin in einem lodernden Feuer.

Die Antwort ist einfach und trotzdem schockierend:

Ohne diese gewaltige Dollar-Schwemme wäre das weltweite Bankensystem wohl schon längst implodiert.

Ohne Ben Bernankes Notenbankpresse könnte sich die Welt schon längst in einer Rezession befinden, welche die „Great Depression“ von 1929 wie eine leichte Konjunkturdelle aussehen lässt.

Was mich allerdings noch mehr beunruhigt als die vor uns liegende Inflationswelle - Bisher scheint die US-Banken- und Hypothekenkrise noch keinen Boden gefunden zu haben. Stattdessen breitet sich die Krise wie ein Flächenbrand immer weiter aus:

Erst war es der US-Hypothekenmarkt der kollabierte. Kurz darauf gerieten die ersten Banken in Schieflage. Hedgefonds wurden geschlossen und Banken verstaatlicht. Doch damit nicht genug: Die größten US-Anleihenversicherer stehen immer noch auf der Kippe (vorübergehender Rating-Erhalt hin oder her). Der Kreditmarkt für „ Commercial Real Estate“ Grundstücke versiegt. Die Kreditknappheit der Banken breitet sich auf den US-Konsumenten und die Unternehmen aus. Private Equity Firmen geraten finanziell immer mehr unter Druck. Und die Arbeitslosigkeit erlebt in den Staaten gerade eine Renaissance.

Wen wundert es da noch, dass verschiedene Gruppen, wie etwa das GEAB (GlobalEuropa Antizpations-Bulletin) in ihrer aktuellen Ausgabe von einem „Zusammenbruch der amerikanischen Realwirtschaft“ im Herbst 2008 reden? Das mag vielleicht hoch gegriffen sein oder nach Verschwörungstheorie klingen.

Dennoch verwundert dann doch die Meldung vom 19. Februar 2008, in der die US-Regierung ankündigte einen Teil der Veröffentlichungen ihrer Wirtschaftsindizes ab März 2008 einzustellen. Das erinnert Sie, so wie mich, auch an die Einstellung der Publizierung der Geldmenge M3 und den immer stärker fallenden Dollar? Ein Schelm, wer Böses bei denkt?

Vor uns liegen dunkle Wolken! Ein gewaltiger Sturm, gekennzeichnet durch eine Inflation bei Rohstoffen und Gütern des täglichen Bedarfs und eine Deflation bei Vermögenswerten sowie eine Bankenkrise bedroht unsere wirtschaftlich Existenz nachhaltig.

Was bedeutet das für Sie? Stecken Sie nicht den Kopf in den Sand sondern bereiten Sie sich und Ihre Familie auf politisch und wirtschaftlich unruhige Zeiten vor. Schützen Sie ihr Kapital vor der Inflation und versuchen Sie, nicht im Strudel unruhiger Börsen unterzugehen, denn das ist schlichtweg nicht nötig. JEDE Krise hat ihre Gewinner!

Ich biete Ihnen mit meinem Dienst „Cross-Market-Profits“ meine Hilfe an. Dieser Dienst ist ein spezieller Short-Long Trading-Dienst, der über verschiedene Asset-Klassen wie Rohstoffe, Devisen, Aktien, Anleihen, etc. diversifiziert. Gleichzeitig setze ich die verschiedensten Handelsinstrumente (CFDs, Optionen, Optionsscheine, Aktien, etc.) ein und agiere international an verschiedenen Börsenplätzen (z.B. die US-Optionsbörse CBOE).

Solch eine Strategie lässt sich leider nicht ohne ein paar Einschränkungen durchführen:

Bei Cross Market Profits ist eine Komplettnachbildung des Portfolios nötig und Sie benötigen mindestens 30.000€ für die Teilnahme. Die Nachbildung von Einzelempfehlungen ist gefährlich und sollte nicht durchgeführt werden!

Sollten Sie diese Bedingungen allerdings erfüllen, so möchte ich Sie gerne einladen, meinen Dienst gratis zu testen, und zwar bis zum 26.04.2008. Genauere Informationen finden Sie hier.

Mein Ziel ist es, in jeder Börsenphase Gewinne zu erzielen und meine Leser sicher durch Börsenstürme zu manövrieren. Bisher klappte dies ganz gut und die turbulenten Ereignisse haben uns, obwohl wir nicht aus dem Markt gingen, so gut wie kaum einen Kratzer zugefügt. Bisher wurden 10 Trades abgeschlossen und davon neun im grünen Bereich beendet.

Ich würde mich freuen, Sie bei Cross Market Profits, dem etwas anderen Börsendienst, willkommen heißen zu können.

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Alexander Hahn

Chefredaktion „Cross Market Profits“

  

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RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 23:27)

werden jetzt hier alle dubiose spams verschiedenster börsenspamkataloge reingestellt und brauch ich dann eh meine email nicht mehr zu öffnen...

  

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RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Rang: murcielago(171) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.3.08 23:29)

>werden jetzt hier alle dubiose spams verschiedenster
>börsenspamkataloge reingestellt und brauch ich dann eh meine
>email nicht mehr zu öffnen...

das hab ich mir auch grad gedacht... einfaches mittel: in unsicheren zeiten panik machen, und damit den leuten geld aus der tasche ziehen. toll.

  

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RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 07:19)

Stimmt schon.

Die Amis sind hoch verschuldet -> was macht am besten -> Inflation -> so kann man Schulden schnell real wertlos machen.

Die Dummen sind die, die damals teuren $ gekauft haben, die jetzt viel viel weniger wert sind.

Der Wirtschafts hilfts in Amerkia.

Es kann ja nicht sein, dass genau das gleiche Buch auf amazon.com 30$ kostet und auf amazon.de 50€.

sg

  

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RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 07:52)

>Es kann ja nicht sein, dass genau das gleiche Buch auf
>amazon.com 30$ kostet und auf amazon.de 50€.


Bei Amazon nicht so sehr, dort werden die Preise regelmäßig angepasst. Aber andere Produkte, wie Autos, sind in den USA derzeit signifikant billiger als in Europa.

Beispiel: Ein BMW 528i hat in den USA einen Listenpreis von 44.300 USD, also ca. 29.000 EUR. Ein vergleichbares europäisches Modell, der etwas schwächere 525i, kostet in Deutschland vor Steuern 35.126 EUR, also gute 20% mehr. Ausstattungsbereinigt wäre es noch mehr, alleine die in den USA inkludierte Automatik kostet in Deutschland noch zusätzliche 1.815 EUR.

  

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RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Rang: wasnun(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 09:10)

>Bei Amazon nicht so sehr, dort werden die Preise regelmäßig
>angepasst.

Das stimmt so nicht, bis zum letzten click schauts unglaublich günstig aus. Beim letzten Click werden dann die ganzen Gebühren für "Europäer" draufgeschlagen und dann ist man möglicherweise bei anderen Händlern schon billiger.

  

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RE: Inflation und trotzdem nichts gewonnen
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 21:34)

Hmmm, den Hahn Alex kenn ich aus dem Studi-VZ. Intelligenter Mensch, hat Mathematik studiert meines Wissens nach. Seine Kommentare in den Foren waren immer interessant, obwohl er eine Tendenz hatte, andere für dämlich zu verkaufen.

  

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RE: Fallende, Sinkende Kurse, Bär, Short, Crash, Baisse VII
isiro(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 08:44)

welche put(e) hat dich denn geritten ? unglaublich !!

  

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Ob das heut noch was wird? :-)
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 09:07)

PS: ah, jetzt geht die Anzeige wieder... bis auf ein paar Pixelfehler

http://www1.deutsche-boerse.com/parkett/parkett2.jpg.png

DAX broken

  

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RE: Ob das heut noch was wird? :-)
isiro(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 10:52)

ich glaube, das wird so lange nichts bis sich nicht die extrem negative stimmung allerorts ändert. es ist schon traurig wie die europäer sich von den psychotischen amis das wasser abgraben lassen. lustig ist nur, daß der dow noch relativ weit oben steht, die europ- börsen aber schon viel negativeres vorwegnehmen obwohl unsere wirtschaft weit weg ist von einer rezession. da sieht man wieder wo das große kapital herkommt und auch wieder hinwandert- in die taschen der us-pensionsfonds und investmentbanken die ob ihrer selbstverschuldeten hypokrise einfach alles abziehen wo noch was zu verdienen ist. ich fürchte, das wird noch einige zeit dauern......

  

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RE: Ob das heut noch was wird? :-)
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 11:23)

>ich fürchte, das wird noch einige zeit dauern......

Zurzeit werden die Pixel in obiger Grafik (DAX Livecam) gerade repariert. Bin zuversichtlich, dass sie das diese Woche noch hinkriegen

  

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RE: Ob das heut noch was wird? :-)
FulgorX(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 11:50)

wunderlich ist so manches an der börse, aber sicher kein grund den kopf fallen zu lassen. fehler darf man halt keine mehr machen. die zeiten wo selbst schulmädchen profit gemacht haben sind eben eine zeitlang vorbei. chancen gibt es momentan genug.

  

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RE: Bullenalarm!!!
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 17:36)

Ich meinte die heutigen Steigerungen, nicht den ATX itself. (Sorry.)

  

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Versteckter Kreditboom interessant
pac73(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 19:18)

Trotz des Medienrummels: Es gibt keine Kreditklemme. Wenn dies eine echte Kreditklemme wäre, könnten Unternehmen keine Kredite aufnehmen – aber das tun sie, in einem Rekordtempo, nur sind es andere als zuvor! Die größten Unternehmen haben mehr Zugang zu Krediten in allen Variationen als vor 12 Monaten – genau die Unternehmen, die sie am meisten und am schnellsten investieren können. Die Gesamtkreditaufnahme der US-Unternehmen war im Jahr 2007 höher als 2006. Das vierte Quartal 2007 lag ebenfalls höher – alles in einer angeblichen Krise! „Investment grade“-Kredite, die größte Teilmenge, sind im Januar 2008 um 12 Prozent gestiegen. Das ist keine Krise.

Warum der Kreditaufnahmeboom? Einfach: Global gesehen sind die Zinsen für Kredite mit bester Bonität generell gefallen. Das passiert nicht in einer Kreditkrise! Kredite aufzunehmen ist leicht für erstklassige Unternehmen. Und weil die größten Unternehmen dazu neigen, bessere Kreditratings zu haben, ist jetzt die Zeit, Large Caps zu besitzen.

Ja, es ist wirklich schwieriger für schwächer bewertete Unternehmen, Kredite aufzunehmen. Und Leute glauben, das diese „schwachen“ Unternehmen in Schwierigkeiten sein müssen – höhere Zinssätze bedeutet doch, dass sie alle in Verzug geraten, oder? Wieder falsch. Trotz all des Lärms sind die Verzugsraten für US-Risikoanleihen niedriger als vor einem Jahr – bevor die Schlagzeilen „Kreditkrise“ schrien. Globale Risikoverzugsraten sind überall auf dem fast niedrigsten Niveau seit 20 Jahren!

Bei einer echten Kreditkrise wäre die Gesamtkreditaufnahme in Geldwert gesunken, nicht gestiegen. Wir hätten höhere Ausfälle und Kreditzinsen. Haben wir aber nicht! Dies ist keine Krise; dies ist die Angst vor einer Krise und eine typische Marktkorrektur, die erste, die wir in diesem Bullenmarkt gesehen haben. Angst vor einer falschen Wahrheit ist immer bullish. Ignorieren Sie diesen grundlosen Hype und Sie werden belohnt werden – erinnern Sie sich einfach daran, auf groß zu setzen.

Quelle: www.handelsblatt.com

  

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DOW
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 19:36)

Absturz oder wieder mal ein Intraday-Zucker!?

Irgendwelche Nachrichten rausgekommen die dran schuld sind??

  

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Ambac beschließt Kapitalhilfe
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 20:22)

HANDELSBLATT, Mittwoch, 5. März 2008, 20:02 Uhr
Aktie fällt um 16 Prozent

Ambac beschließt Kapitalhilfe

Der durch die Krise auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt angeschlagene Anleiheversicherer Ambac hat Kapitalmaßnahmen beschlossen, um seine erstklassige Bonitätsnote bei den Ratingagenturen zu sichern. Das Rettungspaket umfasst eine Kapitalerhöhung von mindestens einer Milliarde Dollar durch die Ausgabe neuer Aktien. Die Börse reagierte prompt.


NEW YORK. Neben der Kapitalerhöhung will der Versicherer Wandelanleihen im Wert von 500 Millionen Dollar ausgeben. Ambac kündigte außerdem an, in den nächsten sechs Monaten keine strukturierten Finanzprodukte mehr zu garantieren. "Mit den Maßnahmen wollen wir unsere Kapitalbasis stärken", sagte Firmenchef Michael Callen. Eine Aufspaltung der Gesellschaft scheint damit vorerst vom Tisch zu sein.

Der so genannte Monoliner war durch Zahlungsausfälle auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt in die Krise geraten. Anleiheversicherer wie Ambac und MBIA garantieren vor allem öffentliche Anleihen. Sie sichern seit einigen Jahren jedoch auch komplexe Kreditderivate ab, die durch Forderungen gegenüber Hausbesitzern besichert sind. Hohe Ausfallraten gefährden jetzt die Kre-ditwürdigkeit der Monoliner.

Die Ratingagenturen reagierten zunächst abwartend. Standard & Poor`s (S&P) erklärt, Ambac könne von der Beobachtungsliste auf einen negativen Ausblick heraufgestuft werden, falls die Kapitalmaßnahmen erfolgreich seien. Die Börse reagierte dagegen enttäuscht. Der Kurs von Ambac fiel um fast 20 Prozent.

Die Aktien des Anleiheversicherers Ambac fielen nach der Ankündigung um 16 Prozent. Sie wurden am mit knapp über neun Dollar gehandelt. Auch die Aktie des Ambac -Konkurrenten MBIA verlor deutlich an Wert. Der Leitindex Dow Jones drehte ins Minus und tendierte 0,45 Prozent schwächer.

  

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RE: Ambac beschließt Kapitalhilfe
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 21:06)

wieso dürfen die ihre erstklassige Bonitätsrate behalten ?
werden hier diese tollen Ratingagenturen geschmiert ?

  

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RE: Ambac beschließt Kapitalhilfe
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.3.08 23:02)

>wieso dürfen die ihre erstklassige Bonitätsrate behalten ?
>werden hier diese tollen Ratingagenturen geschmiert ?


Wer sich auf Ratings einer bezahlten Agentur verlässt, gehört sowieso abgefotzt. Mit ein bißchen Menschenverstand kann man sich auch ohne S&P oder Moody's überlegen, was von Versicherungen zu halten ist, die sich ein x-faches ihrer Eigenkapitalbasis an Klumpenrisken aufgehalst haben.

  

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Leitzins unverändert 4,0
bongo(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.3.08 14:11)

EZB lässt Leitzins erwartungsgemäß bei 4,0 Prozent
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für die Euro-Zone zum neunten Mal in Folge nicht angetastet. Wie die Notenbank nach einer Sitzung des EZB-Rates mitteilte, bleibt der Schlüsselzins für die Versorgung der Kreditwirtschaft in der Euro-Zone damit bei 4,0 Prozent. Alle 72 von Reuters befragten Ökonomen hatten diese Entscheidung erwartet. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird die Gründe dafür wie gewohnt um 14.30 Uhr auf einer Pressekonferenz erläutern.

Die EZB hält den Zins wegen der sich verdüsternden Wirtschaftsaussichten für die Euro-Zone in Folge der weltweiten Finanzkrise seit Sommer konstant. Angesichts der Inflation auf Rekordniveau müsste sie die Zinsen eigentlich weiter erhöhen. Immer mehr Wirtschaftsfachleute rechnen jedoch ab Sommer mit Zinssenkungen, weil sich bis dahin ausgehend von den USA die Konjunktur weiter abschwächen und die Teuerung wieder leicht abnehmen dürfte. Die britische Notenbank hatte am Mittag ihren Leitzins bei 5,25 Prozent belassen.

(APA)

  

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Marc Faber - Scharfe Kritik an Bernanke
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.3.08 20:25)

Marc Faber - Scharfe Kritik an BernankeDatum 06.03.2008 - Uhrzeit 19:47 (© BörseGo AG 2007, Autor: Weygand Harald, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)

In einem Interview auf Bloomberg äußert sich Marc Faber (wie könnte es bei ihm anders sein) skeptisch zur US Wirtschaft. Bernankes Fiskalpolitik werde den US-Dollar vernichten. Es sei unverantwortlich, dass Bernanke nicht den Fokus auf der Stabilität der US Währung habe.

Auch wenn Marc Faber ein Perma-Bär ist, seine scharfsinnigen Analysen sind bekannt und beliebt.

Anbei der Link zu dem Interview :

http://www.bloomberg.com/avp/avp.htm?clipSRC=mms://media2.bloomberg.com/cache/v5g.9Aykh2h A.asf


http://img.godmode-trader.de/charts/3/2005/klg250rtrt.jpg.png

  

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18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
bongo(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 19:07)

Da ich momentan davon ausgehe, dass Ben die Zinsen MINDESTENS um 0.75 Punkte senkt, wenn nicht sogar gleich um 1,0 Punkte und danach wahrscheinlich für kurze Zeit der Aktienrausch beginnt würde mich folgendes interessieren.

Auf welche Papiere sollte man sich fokusieren - es gibt momentan einfach zu viele oder ich hab zu wenig Kohle.
Ich würde da an CAI, IEA, WIE ICL, VOE, ATEC..... denken - was sagt ihr....

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 19:18)

>Auf welche Papiere sollte man sich fokusieren - es gibt
>momentan einfach zu viele oder ich hab zu wenig Kohle.
>Ich würde da an CAI, IEA, WIE ICL, VOE, ATEC..... denken - was
>sagt ihr....

über geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten... aber warum kaufst dir nicht einfach ein oder zwei indexzertifikate auf z.b. ATX und IATX (Immo-ATX)... vielleicht findest ein diskontzerti auf beide? auf den ATX gibts mit garantie noch einfache indexzertifikate ohne KEST oder halt einen ETF. wennst schon auf eine gegebenbewegung setzt, wirst mit dem gesamten markt wohl am sichersten fahren. in deiner aufstellung fehlen die banken, bei zinssenkung die klaren gewinner im effekt, ja gänzlich, die könntest dann mit reinpacken.

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 19:21)

>Da ich momentan davon ausgehe, dass Ben die Zinsen MINDESTENS
>um 0.75 Punkte senkt, wenn nicht sogar gleich um 1,0 Punkte
>und danach wahrscheinlich für kurze Zeit der Aktienrausch
>beginnt würde mich folgendes interessieren.
>
>Auf welche Papiere sollte man sich fokusieren - es gibt
>momentan einfach zu viele oder ich hab zu wenig Kohle.
>Ich würde da an CAI, IEA, WIE ICL, VOE, ATEC..... denken - was
>sagt ihr....

Je tiefer gefallen, desto höher die Chance. Glaube auch an Zinssenkung, eventuell wieder vorziehen, aber nicht so hoch, eher 50BP.

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
bongo(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 20:27)

Was die Banken betrifft bin ich eher nicht so mutig, mit Zertifikaten kenn ich mich noch nicht aus - bin eher so der Einzelwerttrader oder Kurzinvestor - ergibt sich bei mir so.

Irgendwie denke ich auch, dass der Abwärtskanal noch nicht durchbrochen ist und auch mit der Zinssenkung nicht wird - da muss erst eine Marktumstellung passieren....

Wenn die Subprime Geschichte erledigt ist wartet vielleicht schon anderort was auf uns?!

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 20:53)

>Was die Banken betrifft bin ich eher nicht so mutig, mit
>Zertifikaten kenn ich mich noch nicht aus - bin eher so der
>Einzelwerttrader oder Kurzinvestor - ergibt sich bei mir so.

erzähl doch ein wenig von deiner taktik? warum kaufst du einen wert? ist es der schöne name? der taxler welcher aus der zeitung erzählt? der trafikant welcher einen heißen tip gesteckt bekommen hat? eigene research-arbeit technisch, taktisch oder fundamental?

es ist schwierig auf deine frage eine vernünftige antwort zu geben. aber im ersten moment schaut bei dir halt alles nach bauch(weh)entscheidung aus... mal gewinnst du und im nächsten moment ist es wieder weg.

gibt es einen roten faden? strikte regeln?

zu den zertifiaten: habe da mal ein einfaches kest-freies indexzerti auf den ATX. die bewegung ist 1:1 wie der index, bezugsverhältnis 100:1, beispiel: ATX bei 3600 = zerti bei 36

http://si.oevag.com/fait/strukturierte_investments/factsheet.php?u_isin=AT0000436100&ric_ code=3530579762&tstamp=1204919424&ftype=.pdf


  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien gut analysiertgut analysiert
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 20:57)



>Irgendwie denke ich auch, dass der Abwärtskanal noch nicht
>durchbrochen ist und auch mit der Zinssenkung nicht wird - da
>muss erst eine Marktumstellung passieren....

Was auch immer deiner Meinung nach eine "Marktumstellung" auslöst, das muss ganz schön was arges sein, weil noch mehr "normale" Faktoren braucht die Marktumstellung eh nicht mehr, mMn. Auf was sollte man jetzt bitte noch hoffen? Das Spiel fängt gerade erst an. Jetzt trifft es erst mal den Amerikaner. Der Rattenschwanz ist aber lang, sehr lang.

Und warum sollten die Aktienmärkte ihren Trend jetzt brechen, wenn Ben die Zinsen senkt? Wenn ich mir den 6 Monatschart ansehe vom Dow oder S&P oder was auch immer, erkennt man, dass keine Zinssenkung, nicht mal die überraschende, irgendwas an der Richtung geändert hat. Also was soll jetzt bitte anders werden? Die Börse nimmt die Zukunft voraus? Die nächsten 6-9 Monate und die Zinssenkungen werden sich bis dahin als Konjunkturretter einstellen? Wie gesagt, ich glaube nicht, wir stehen erst am Anfang.

>Wenn die Subprime Geschichte erledigt ist wartet vielleicht
>schon anderort was auf uns?!

Hört die Signale! Subprime war der Auslöser. Jene Tatsache, mit der man den Abschwung erklärt. So wie 2001 die Terroranschläge ja Schuld am Abschwung waren. Bullshit. Ein Auslöser ja, Ursache - nein! Und so ist es auch heute. Subprime ist ein Auslöser, damit begann das System zu wackeln. Jetzt haben wir nach Subprime die Kreditklemme, Abschreibungen bei den Banken, usw. usw. Und schön langsam gehts auf den Arbeitsmarkt. Und ist es dort angelangt, gehts direkt auf den Konsum, wenn nicht noch ein Wunder geschieht (und das Wunder heißt nicht Helikpter-Ben ). Man sollte sich auf lustige Monate eintstellen.

mfg
el gato

  

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Hey gato...
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 21:09)

...hab da kürzlich einen dubiosen Artikel über eine angebliche enorme Immoblase in Spanien gelesen.Wird sich angeblich noch bis zu irgendwelchen Wahlen halten.Wie ich meine bist du ja vor Ort.
Kannst das bestätigen?

ice

  

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RE: Hey gato...
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 21:23)

>...hab da kürzlich einen dubiosen Artikel über eine
>angebliche enorme Immoblase in Spanien gelesen.Wird sich
>angeblich noch bis zu irgendwelchen Wahlen halten.Wie ich
>meine bist du ja vor Ort.
>Kannst das bestätigen?
>
>ice
>


Ich war ein Jahr vor Ort, bin aber wieder back. Dennoch kann ich die Immo-Blase bestätigen. Alleine in dem Jahr wo ich dort war wurden zig Hochhäuser rund um meinen Wohnkomplex gebaut (war in Barcelona). Und wenn man aus dem Fenster gschaut hat, war die Skyline voll von Baukränen. Vor allem in den Großstädten (Madrid, Valencia, Barca, Alicante etc.) wurde und wird gebaut auf Teufel komm raus. Und natürlich im Süden an den Küsten, dafür aber weniger in den Städten (Sevilla, Granada, Cordoba etc.). Wenn man mit den Leuten spricht, dann kennen die nur ein Thema: Mietpreise, Mietpreise, Mietpreise. In Barca stark gestiegen wegen der Immo-Spekulation die sich auf die Wohnungs- und Mietpreise in der ganzen Stadt ausgewirkt haben. Die gebauten Wohn- und Bürohäuser werden nämlich nur mehr auf Verdacht gebaut. Aber Immos sind halt gut gelaufen in den letzten Jahren.

Ist schon überfällig und hier wird es einen großen Rumpser machen, mMn.

mfg
el gato

  

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RE: Hey gato...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 21:28)

>...hab da kürzlich einen dubiosen Artikel über eine
>angebliche enorme Immoblase in Spanien gelesen.Wird sich
>angeblich noch bis zu irgendwelchen Wahlen halten.Wie ich
>meine bist du ja vor Ort.
>Kannst das bestätigen?
>
>ice

jop das ist nix neues und in england schauts nicht viel besser aus. aber immoblase ist immer so ein unpassender sammelbegriff. der begriff immobilie beinhaltet so viele arten von... wie eigentumswohnungen, reihenhäuser, ferienwohnungen, mietwohnungen usw. bei immos zählt aber nur eines und da ist alles andere schnurzegal... und das ist "lage lage lage" ein eigentumswohnung in wien im 1. bezirk wird immer einen bestimmten wert haben und teurer werden... aber ob ich im hintern eck im 23. bez. wohne oder in tulln ist geographisch und verkehrstechnisch gesehen ebenfalls schnurz, aber sehr leicht austausch und erweiterbar... sprich preissensibel.

die einzige blase die es aktuell am anlagehimmel gibt, und die wird fast täglich größer, sind die rohstoffe... diese blase wird platzen und das nicht zu leise.

  

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RE: Hey gato...
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 22:03)


>
>die einzige blase die es aktuell am anlagehimmel gibt, und die
>wird fast täglich größer, sind die rohstoffe... diese blase
>wird platzen und das nicht zu leise.


Jede Blase platzt, wenn sie immer weiter aufgepumpt wird. Rein rechnerisch ist bei Gold zB jede Menge Platz nach oben. Nicht nur wegen der Geldmengeninflation, mMn wird sich viel auch über die Angebotsseite abspielen. Ist halt ein knappes Gut, wie man in der VWL sagt . Trotzdem werden die Zentralbanken verkaufen, zumindest würde es ins Bild passen. Und die haben noch jede Menge davon. Da kann man sich aber auch wiederum absichern. Also seh ich die Rohstoffe ned so eng .

mfg
el gato

  

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RE: Hey gato... gut analysiert
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 22:24)

>Jede Blase platzt, wenn sie immer weiter aufgepumpt wird. Rein
>rechnerisch ist bei Gold zB jede Menge Platz nach oben.

ja laut den bloomberg-rohstoff-analysten, welche sich ja dort pausenlos abwechseln, werden die kursziele im "tages"takt nach oben geschraubt... bei zwei"d"ausend sind wir beinahe schon angelangt.

einen chart habe ich da, bin mal gespannt ob den wer richtig interpretieren kann.


http://www.markt-daten.de/charts/rohstoffe/images/au-inflation.gif.png

mir gehts gar nicht so ums gold, daß hat seinen berechtigten auch historisch belegbaren inflationsschutz und ist und bleibt ein unverzinstes investment. wenn man allerdings bedenkt das die realverzinsung (wie jetzt) unter der inflationsrate liegt hat gold plötzlich einen zinssatz.

viel mehr finde ich die "modernen" blasen wie jene in den agrarrohstoffen interessanter, noch dabei in einem extrem illiquiden markt. politisch leicht angreifbar und meiner meinung riecht das ganze nach regulierungsbedarf... dann brauch ma auch kan gusi-hundata.

  

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RE: Hey gato...
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 22:41)


>
>mir gehts gar nicht so ums gold, daß hat seinen berechtigten
>auch historisch belegbaren inflationsschutz und ist und bleibt
>ein unverzinstes investment. wenn man bedenkt allerdings die
>realverzinsung (wie jetzt) unter der inflationsrate liegt hat
>gold plötzlich sogar einen zinssatz.

So ist es. Und die Entwicklung lässt sich halt mit der exorbitanten Geldschleusenöffnung erklären.

>viel mehr finde ich die "modernen" blasen wie jene
>in den agrarrohstoffen interessanter, noch dabei in einem
>extrem illiquiden markt. politisch leicht angreifbar und
>meiner meinung riecht das ganze nach regulierungsbedarf...
>dann brauch ma auch kan gusi-hundata.
>

Da geb ich dir Recht. Hier gibt es sicherlich Regulierungsbedarf, vor allem weil Nahrungsmittel ja nicht irgendein Rohstoff sind. Aufs Auto kann ich verzichten, davon hängt mein "Leben" vielleicht ab, aber auf Getreide (Brot) etc. kann ich nicht verzichten. Davon hängt mein "Über"leben ab.

Die ganze Argumentation wie Chinesen-kaufen-das/den-Getreide/Kakao/Kafee-auf-weil-sie-immer-reicher-werden-und-auch-andere-Lebensmitt el-konsumieren-können oder Zucker-ist-teuer-weil-Ethanol-gebraucht-wird mögen im Ansatz stimmen, rechtfertigen aber sicher nicht diese Preissteigerungen (schon gar nicht die potentiellen). Aber stelle einem Investor eine Frage: "Würdest du in Zeiten großer Geldmengen, Bevölkerungswachstum, Umweltverschmutzung und Erosion, Klimawandel nicht auch als Investor in etwas Geld stecken, das durch alle diese Argumente im Preis steigen kann, weil die Menschheit es so dringend wie nichts anderes auf der Welt braucht?"

Ich würde ja sagen und mir im nächsten Augenblick einen Call auf Weizen etc. kaufen. Aber, ich glaube an den Schweinzyklus. Die Zeiten des Überangebots werden kommen und somit auch die Preise wieder zurück holen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Meiner Meinung nach zumindest.

mfg
buenas noches

el gato

  

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RE: Hey gato...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 22:53)

>Die Frage ist nicht ob, sondern
>wann. Meiner Meinung nach zumindest.

nicht nur deiner! nach dem man aktuell solche charts nicht shorten kann/sollte bleibt einem nur die suche nach den werten welche dann am meisten davon profitieren.

persönlich liegt mein ablaufdatum dort wo die FED aufhört die zinsen zu senken... mit vorlaufzeit natürlich. die olympischen spiele in china sind mein vorerst frühester zeitpunkt.

gute nacht!

  

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RE: Hey gato...
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 17:22)


>persönlich liegt mein ablaufdatum dort wo die FED aufhört die
>zinsen zu senken... mit vorlaufzeit natürlich. die olympischen
>spiele in china sind mein vorerst frühester zeitpunkt.

So kann man's sagen. Ich würd's zumindest im Effekt beinahe gleichwertig formulieren: wenn in der US-Wirtschaft die ersten Silberstreifen am Horizont zu sehen sind.
Daß also z.B. der Ölpreis möglicher- und absurderweise erst dann merklich einbrechen wird, wenn die US-Wirtschaft wieder im Aufwind ist und sich die an der Blase beteiligten Fonds auch vom Aktienmarkt wieder ansprechende Renditen versprechen.
Ist zumindest ein Gedanke, der mir schon einige Tage durch den Kopf geht und den ich sehr ähnlich formuliert in der FAZ vom Freitag wiedergefunden habe ("Spekulationsblase an den Rohstoffmärkten").

Zeitmäßig würde ich das irgendwann Frühling/Sommer festmachen. Meines Erachtens steht und fällt alles mit dem US-Hausmarkt und bekanntlich glaube ich ja, daß dessen Niedergang in 1 bis 2 Quartalen vorbei ist.

Eine Regulierung an den Waren- und Rohstoffterminmärkten wär sicher nicht das Schlechteste und natürlich geht's da nicht nur um Weizen. Letzten Endes findet sich der Rohölpreis mehr oder weniger in allen Warenpreisen wieder. Daß man den wichtigsten Wirtschaftsschmierstoff völlig den Spekulanten überläßt, hab ich dieser Tage eh schon mal bekrittelt.

  

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RE: Hey gato... witzig
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 20:18)

>Eine Regulierung an den Waren- und Rohstoffterminmärkten wär
>sicher nicht das Schlechteste und natürlich geht's da nicht
>nur um Weizen. Letzten Endes findet sich der Rohölpreis mehr
>oder weniger in allen Warenpreisen wieder. Daß man den
>wichtigsten Wirtschaftsschmierstoff völlig den Spekulanten
>überläßt, hab ich dieser Tage eh schon mal bekrittelt.


Mir ist lieber, die Politik hält sich da raus. Besser ein Schweinezyklus bei Rohstoffen, als Schweine die den Rohstoffzyklus blockieren.

  

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RE: Hey gato...
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 14:31)

>>Jede Blase platzt, wenn sie immer weiter aufgepumpt wird.
>Rein
>>rechnerisch ist bei Gold zB jede Menge Platz nach oben.
>
>ja laut den bloomberg-rohstoff-analysten, welche sich ja dort
>pausenlos abwechseln, werden die kursziele im
>"tages"takt nach oben geschraubt... bei
>zwei"d"ausend sind wir beinahe schon angelangt.

Goldman Sachs ordnet Gold nicht den Rohstoffen, sondern den Währungen zu. Das scheint mir vernünftig, weil Gold kaum "Roh-"Stoff ist, aus dem dann tolle Produkte gefertigt werden, sondern meist in wenig phantasievoll geformten Klötzen in Tresoren liegt. Insoferne wäre es besser, wenn nicht Rohstoffexperten, sondern Währungsexperten die Entwicklung des Goldkurses kommentieren würden.


>viel mehr finde ich die "modernen" blasen wie jene
>in den agrarrohstoffen interessanter, noch dabei in einem
>extrem illiquiden markt. politisch leicht angreifbar und
>meiner meinung riecht das ganze nach regulierungsbedarf...
>dann brauch ma auch kan gusi-hundata.

Neben den Agrarrohstoffen finde ich auch die Preisentwicklung von Industriemetallen und Rohöl nicht ins Gesamtbild passend. Während die Wertpapiermärkte eine Wirtschaftskrise einpreisen, steigen die genannten Rohstoffe, als ob es Wachstum ohne Ende gäbe.

  

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RE: Hey gato... usw. gut analysiertgut analysiert
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 15:54)

>Goldman Sachs ordnet Gold nicht den Rohstoffen, sondern den
>Währungen zu. Das scheint mir vernünftig, weil Gold kaum
>"Roh-"Stoff ist, aus dem dann tolle Produkte
>gefertigt werden, sondern meist in wenig phantasievoll
>geformten Klötzen in Tresoren liegt. Insoferne wäre es besser,
>wenn nicht Rohstoffexperten, sondern Währungsexperten die
>Entwicklung des Goldkurses kommentieren würden.

auch die UBS und die CS argumentieren so, was ich ebenfalls für sehr richtig halte. folgender chart untermauert das sehr gut und die zusätzliche spekulation ist daraus gut ersichtlich.

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=30y&type=CONNECTLINE&dsc=rel&ind0=VOLUME&& currency=&&lSyms=DEURUSD.TGT+GLD.FX1&lColors=0x000000+0x3366CC&sSym=DEURUSD.TGT&hcmask=.png

Schwarz: USD/EUR
Blau: Gold Spot

gold ist ohne zinssatz ausgestattet und die spekulation erhöht sich mit dem rechnerischen erlangen eines "sogenannten" zinseffektes. wenn die realverzinsung unter dem niveau der inflation fällt kann sich so ein effekt schön aufbauen. natürlich nimmt der preis eine zukünftige entwicklung vorweg.

>Neben den Agrarrohstoffen finde ich auch die Preisentwicklung
>von Industriemetallen und Rohöl nicht ins Gesamtbild passend.
>Während die Wertpapiermärkte eine Wirtschaftskrise einpreisen,
>steigen die genannten Rohstoffe, als ob es Wachstum ohne Ende
>gäbe.

ich kann mir das auch nur mit der flucht in eine neue dem handel (durch ETFs ETCs usw.) zugänglich gemachter anlagemöglichkeiten begründen.

interessant schaut das natürlich in einem chartvergleich aus.

http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=range&type=CONNECTLINE&asc=log&dsc=rel&f rom=915274800&to=1204887600&avgtype=simple&ind0=VOLUME&¤cy=&lSyms=BOVESPA.TWI+SPX.X.OPI+INDU.DJI+DA X.ETR+HSIX.FX1+HSCEI.TWI+GLD.FX1+XWTI.FX1&lColors=0x000000+0x3366CC+0x006633+0x999900+0xCC0000+0x990099+0 x330099+0xFF66FF&sSym=BOVESPA.TWI&hcmask=.png

Schwarz = Bovespa
Blau = S&P 500
Grün = Dow Jones Industrial
Gold = DAX
ROT = Hang Seng
Violett = HANG SENG CHINA ENTE..
Dunkelblau = Gold Spot
Pink = WTI Spot Intraday


alle rohstoffe/metalle und die märkte (brasilien) steigen weiter und die produzenten und die endverbraucher fallen.

ähnliches bild konnten wir aber schon im zeitraum 2002 bis 2003 sehen... also im bereich der letzten rezession in amerika. einzig, der bovespa ist damals mitgefallen und steigt nach wie vor. meiner meinung nach läuft der in ein double-top hinein und wird wohl der auslösende chart für das ende des rohstoff-booms sein. in diesem zusammenhang wäre ich für eine quelle der rohstofflagerbestände der industrienationen sehr dankbar, sowas fehlt mir aktuell noch. je höher die lagerbestände werden, desto schwerer werden es die preise haben.

interessant sind natürlich die enormen währungsreserven der produzierenden staaten wie china, indien usw. und auch der rohstoffexportierenden länder wie brasilien, russland usw. dieses geld kann kaum zu guten konditionen in andere währungen getauscht werden, ergo wird es in der vorhandenen währung in eine andere anlageklasse als bargeld veranlagt werden. sprich die kernaktionärsstruktur der amerikanischen unternehmen wird nach der rezession ganz anders als heute aussehen. insbesonders bei den key-unternehmen und drehscheiben der wirtschaft, den banken.

die frage die wir uns noch stellen müssen, ab wann wird der markt den richtungswechsel beginnen einzupreisen. aus der historie gesprochen war es jeweils etwa ab der hälfte der rezession.

http://www.markt-daten.de/kalender/chart/indikatoren/napm-ab1990.gif.png

wir erleben auch gerade erstmalig eine rezession bei welcher zu beginn dieser die KGVs historisch betrachtet moderat unter dem langjähringen durchschnitt liegen. im vergleich zur internet-blase im jahr 2001 sind wir geradezu lächerlich günstig. interessant ist auch die rechnerische vernichtung an börsenkapitalisierung der bisherigen rezession... jene geht bereits über die der damaligen internetblase hinaus.

so blöd es klingen mag, meiner meinung nach beginnt der neue boom mit dem ende der zinssenkungen in amerika, wohl eine spur früher.

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 21:21)

>Man sollte sich auf lustige
>Monate eintstellen.
>
>mfg
>el gato

wer sich jetzt erst anfängt sich darauf einzustellen muß die letzten 7 monate geschlafen haben.

eines ist fix, wer die amerikaner in gedanken schon erledigt sieht wird sich noch schwer wundern.





  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien gut analysiert
jonnyfreutsich(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 23:24)

der meinung bin ich auch!!! kann mich noch erinnern als viele deutschland 2002 abgeschrieben haben. noch dazu wurde der grösste crash der geschichte (tech crash) dazumals so tituliert...

die amis haben es doch immer wieder geschafft und sich zu undenkbarsten zeiten aus der misere rausgezogen.

flexibel sind sie auch noch dazu (man denke an die Zinssenkung von 75 BP die quasi über nacht beschlossen wurde wie die asiatischen börsen abgestürzt sind) - dass kann den amis keiner nachmachen

wenn es notwendig ist wird halt so lange gesenkt bis der dollar auf 1,8 steht - dann werden aber die auftragseingänge rasant steigen - ausländer werden immos kaufen und alles wird sich erst mal beruhigen - dann wird wieder ein boom einsetzten - war immer so - wird immer so bleiben.

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 08:59)

Es wird genau so laufen wie es auch in den letzten Krisen gelaufen ist: Amerika durchleidet ein oder zwei Quartale an innerländischer Schwäche. Wie immer wird Amerikas Untergang ausgerufen, weil es "diesmal einfach so weit seit muss". Was passiert: Der Amerikaner saniert sich auf Kosten eines anderen Landes - dies Mal wird es halt ein ganzer Kontinent namens Europa sein. Rucki-Zucki mal den Dollar entwertet, die europäische Wirtschaft kommt zum Erliegen, der Ami saniert sich in der Zwischenzeit und erhebt sich dann stark wie eh und je aus den vermeintlichen Trümmern des letzten Wirtschaftszyklus. Da die Amerikaner dem europäischen Wirtschaftssystem in Punkto Flexibilität, Liberalismus und kapitalistischen Elementen noch immer Lichtjahre voraus sind, muss diesmal halt Europa dran glauben. Auch wenn wir alle die sozialen Elemente unseres "sozialen Kapitalismus" genießen, wird sich letztlich irgendwann herausstellen, dass Kapitalismus und soziale Elemente niemals Hand in Hand gehen können - zumindest nicht auf so einem hohen Korrelationsniveau wie in Europa. Auch deshalb wird Amerika dem Europäer wirtschaftlich gesehen noch länger voraus sein. Dieses Thema verlangt aber eigentlich nach einem eigenen Thread, da die Wirtschaft ja nicht alles ist - für den Börsianer aber sehr wohl...

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien witzig
RealBorg(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 23:06)

Ich lese hier nun schon seit einiger Zeit mit, aber nun muss ich auch einmal antworten.

Als die FED die Zinsen um 75BP gesenkt und die EZB ihre Leitzinsen beibehalten hat, hätte der Dollar meiner Meinung auf 1.70 fallen müssen. Dass er das nicht getan hat, signalisiert mir Stützungskäufe der EZB. Unsere Währung wird also entwertet, während Unternehmen und Konsumenten weiter unter den hohen Zinsen leiden.

Gleichzeitig stellen die Chefs zumindest der österreichischen und der deutschen Nationalbank den Gewerkschaften die Rute einer Zinserhöhung ins Fenster, falls diese eine volle Inflationsabgeltung für Löhne und Gehälter durchsetzen.
http://www.boersen-zeitung.com/online/redaktion/aktuell/bz018014.htm

Ich wage daher zu sagen, dass die EZB die schlimmste Seuche ist, die Europa seit der Pest heimgesucht hat.

Tom

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien gut analysiert
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 10:06)

>der meinung bin ich auch!!! kann mich noch erinnern als
>viele deutschland 2002 abgeschrieben haben. noch dazu wurde
>der grösste crash der geschichte (tech crash) dazumals so
>tituliert...
>
>die amis haben es doch immer wieder geschafft und sich zu
>undenkbarsten zeiten aus der misere rausgezogen.
>
>flexibel sind sie auch noch dazu (man denke an die Zinssenkung
>von 75 BP die quasi über nacht beschlossen wurde wie die
>asiatischen börsen abgestürzt sind) - dass kann den amis
>keiner nachmachen
>
>wenn es notwendig ist wird halt so lange gesenkt bis der
>dollar auf 1,8 steht - dann werden aber die auftragseingänge
>rasant steigen - ausländer werden immos kaufen und alles wird
>sich erst mal beruhigen - dann wird wieder ein boom einsetzten
>- war immer so - wird immer so bleiben.



Grundsätzlich kommt und wird für ewige Zeiten nach einem Abschwung ein Aufschwung kommen. Aber was die Amerikaner angeht, so bin ich da wesentlich skeptischer. Der Grund ist einfach: Sie haben ihre Währung verkauft. Und auch wenn es "nur" Papier und etwas Kupfer ist, eine Währung bleibt eine Währung mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Ob die Amerikaner so flexibel sind und ob das so gut ist long-term, darüber kann man tonnenweise streiten. Ich für meinen Teil halte das amerikanische System für sehr fehleranfällig und das ist ja auch der Grund, warum wir in der Mise stecken. Gier ist das oberste Prinzip. Darum liebe ich den Film Wallstreet. Ich zitiere: "Der Punkt ist, meine Damen und Herren, dass Geldgier, und mir fällt kein besseres Wort ein, gut ist. Die Geldgier ist richtig. Die Geldgier funktioniert."

Diese Einstellung ist viel stärker in den USA und GB ausgeprägt als in Kontinentaleuropa. Das ist auch der Grund für ihre scheinbare "Flexibilität" und ihre "besseren Zahlen" usw. Aber wie gesagt, man kann darüber Bände streiten .

Zurück zum Wesentlichen. Wir haben für die USA eine Konstellation, die es noch nie gegeben hat. Darum kann man nicht einfach sagen, die werden es schon wieder schaffen, zu Lasten von anderen etc. Genausogut kann man aber auch nicht sagen, sie werden untergehen. Ich kann auch nicht hellsehen, aber ich glaub, nicht mal der Bernanke weiß im Moment, was passiert und passieren wird. Faktum ist, dass die Wirtschaft zu einem zu hohen Prozentsatz von Konsum und Dienstleistungen (und davon ein sehr sehr großer Anteil im Bankwesen/Finanzgeschäft - also mit zT elektronischen "Scheindollars" und gigantischen "derivativen" Werten die keinem Realwert gegenüberstehen) getrieben wird. Das produzierende Corporate America wurde schon vor langer Zeit ausverkauft und ausgelagert. Natürlich zum Wohle der Amerikaner, weil dadurch die Preise gesunken sind uns sich der Reichtum der Welt erhöht hat. Und auch nach der dotcom-Blase waren die Vorzeichen noch andere. VWL-technisch standen die USA besser da, obwohl im privaten Sektor auch schon viel gegen die Wand gelaufen ist. Nur das Ausmaß ist exorbitant gestiegen in den letzten 7 Jahren. Und das ist mMn vor allem auf die extrem-kapitalistische Politik zurück zu führen.

Während es früher Risiken in ein, zwei Bereichen der Wirtschaft gab, gibt es sie jetzt in fast allen. Der öffentliche Sektor ist hoch verschuldet. Der private Sektor ist hoch verschuldet. Vieles was vor 10-15 Jahren noch in den USA produziert wurde, kommt jetzt via Import herein. Auch wenn viele dieser Importe über amerikanische Firmen gehen, der Produktionsstandort und somit die Preisgestaltung liegt im Ausland. Die Währung wurde wie eine Blase aufgebläht. Daneben sind mit dem Rohstoffboom neue Länder aufs Parkett gekommen, die jeweils für sich für Amerika keine Konkurrenz darstellen, zusammen genommen aber sehrwohl der Supermacht USA den Rang ablaufen können. Auch wenn deren Methoden nicht frei von ethischen und moralischen Fragestellungen sind (das ist wieder ein anderes Kapitel).

Es gäbe noch eine Menge weiterer Punkte, wo die USA heute anders dastehen als noch vor 6-7 Jahren und die man nun als Risiko einstufen muss. Aber im Grundsatz glaub ich wisst ihr, was ich meine. Die aktuelle Situation ist neu für jeden. Rein theoretische betrachtet, ein Supergau. Wie es in der Praxis dann ausgeht, weiß keiner.

Ich für meinen Teil glaube daran, dass die Hochblüte der USA vorbei ist. Eine neue Generation (Süd-Ost Asien mit China und Indien an der Spitze) werden die USA in ihrer wirtschaftlichen Funktion beerben. Militärisch und politisch wird es noch länger dauern, wirtschaftlich sind die Indikatoren schon deutlich sichtbarer. Es ist ein Kreislauf und er wiederholt sich. Daran werden die USA nichts ändern können. Werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Menschheit und man erkennt eine Konstante: Nach dem Aufstieg kommt der Fall. Es betraf jedes Volk, ob Maya, Inka, Ägypter, Babylonier, Griechen, Perser, Mongolen, Germanen, Römer, Mauren und später dann Österreich, Frankreich, Spanien, Deutschland, Russland, zuletzt die Briten und Niederländer als Kolonialmächte im 19. Jhdt und schließlich mit Japan der erste große Riese der neuen Wirtschaftswunder der 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts - und nun sind die USA an der Reihe. Und in den meisten Fällen ging der wirtschafltiche Bankrott dem politischen voraus. Wir, die wir in den 20er-Jahren stecken werden noch vieles davon mitbekommen. Davon bin ich für meinen Teil überzeugt.

Und es ist leicht möglich, dass die heutige Situation die Trendwende einleitet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Chinesen, Inder, Japaner, Scheichs und Oligarchen mit Vorliebe zuschauen werden, wie ihre Dollars an Wert verlieren. Entweder werden sie den Dollar noch weiter schwächen, indem sie ihn gegen was anderes verkaufen (das sehen wir im Moment und dadurch lassen sich die Rohstoffpreise argumentieren) oder aber sie kaufen die am Boden liegende US Wirtschaft auf (so wie du es schilderst: Immos, Banken etc.). In beiden Fällen wird das für die Amerikaner langfristig nachteilig sein. Nur die Geschwindigkeit ist eine andere, wenn der zweite Weg (und das ist der wahrscheinlicher mMn) gewählt wird. Warren Buffet hat es so vor Jahren schon vorausgesagt. Amerika wird nicht durch Invasion einer militärischen Macht untergehen, sondern durch die Invasion derer, welche die amerikanische Wirtschaft aufkaufen. Es scheint, der alte Fuchs hatte wieder Mal Recht.

mfg
el gato

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 11:20)

Es sagt auch keiner, dass die USA auf Ewigkeiten DIE Wirtschaftsmacht sein werden. Sie werden es zu Ende dieses Jahrhunderts vielleicht nicht mehr sein, dass ist auch für mich eine Möglichkeit. Aber bis dahin vergehen noch 92 Jahre. Und wenn man schon den Geschichtsvergleich heranzieht und frühere Weltmächte wie Römer etc. bemüht, dann muss man aber auch bemerken, dass jene Mächte mehrere Jahrhunderte (im Fall der Römer fast ein Jahrtausend) die Welt beherrschten. Die Amis sind ein relativ junges Land und erst um 1900 begann der "echte" Aufstieg. In Relation gesetzt haben die Amis also noch viele "imperialistische" Jahrzehnte vor sich. Selbst wenn sie sich selbst wirtschaftlich zu Grunde richten - was ja manch Crash-Phantast im Augenblick so sieht - und selbst wenn wir auf einmal wieder Gold-Standard haben, wird die USA trotzdem die wirtschaftliche Zuglok der Welt bleiben. Von Jahr zu Jahr etwas weniger, aber doch mit deutlicher Power voran.

Chinesen, Indier etc. müssen sich erst einmal jenen Lebensstandard erkämpfen, den die Amerikaner innehaben (zugegeben auf Kosten anderer, aber wenn juckts, wenn man es durchziehen kann? ) Und bevor sich dort eine Wirtschaft aufbauen kann, wie wir sie nach westlichen Standards kennen, muss erst einmal ein Rechtssystem geschaffen werden. Hier spreche ich von so wesentlichen Dingen wie einem Grundbuch, dass in diesen vielgelobten Ländern nicht einmal in Ansätzen existiert. Man kann über die Amis schimpfen wie man will, aber sie haben früh erkannt, dass der Schlüssel zum Wohlstand ein stabiles Eigentumsrecht ist, dass jedem dieselben Recht zubilligt. Denn was ist die chinesische Wirtschaft im Moment: Nichts anderes als die günstige Ausbeutung wirtschaftlicher Vorteile durch die Westmächte und bereichern tun sich ein paar tausend Parteifunktionäre. Und solange der einfache Chinamann nicht sicher sein kann, dass das Grundstück das er heute kauft, auch morgen noch ihm gehört, kann sich China brausen gehen. Ein Volksaufstand in China wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren passieren und dann werden die alten Kommunisten mal einen ordentlichen Schuss vor den Bug kriegen. Ändern wird das vorerst nichts, denn jeder Aufstand wird mit Waffengewalt niedergeschlagen. Aber so hart es klingt: Bevor sich China zu einer Weltmacht aufschwingen kann, muss zuerst einmal die derzeitige Führungskaste sterben. Und nur weil man eine Armee mit 10 Millionen Soldaten hat, die eine Kalaschnikow halten können und auch wissen wie man sie benutzt, ist man noch keine Weltmacht.

Und zu Warren: 1. Hat er es so nicht gesagt. Er meinte nur, man soll die Investitionen von Ausländern nicht schlecht machen. Durch den American Way of Life (also Spending) ist dies notwendig. Solange die Investitionen in den USA passieren ist alles gut. 2. Sieht er die Lage klar, in dem er sagt, dass im neuen Jahrtausend verrückte Köpfe in der US-Regierung waren, die das Land in jene Situation brachten, wo es jetzt steht. Neue Wahl, neue Chance ist das Motto auf das in den USA gesetzt wird.

Wie gesagt: So lange die USA die "basic elements" des Kapitalismus wie persönliche Freiheit & Eigentumsrecht hat und andere Länder nicht, muss man sich um die amerikanische Vorherrschaft keine Gedanken machen.

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 13:14)

>Es sagt auch keiner, dass die USA auf Ewigkeiten DIE
>Wirtschaftsmacht sein werden. Sie werden es zu Ende dieses
>Jahrhunderts vielleicht nicht mehr sein, dass ist auch für
>mich eine Möglichkeit. Aber bis dahin vergehen noch 92 Jahre.
>Und wenn man schon den Geschichtsvergleich heranzieht und
>frühere Weltmächte wie Römer etc. bemüht, dann muss man aber
>auch bemerken, dass jene Mächte mehrere Jahrhunderte (im Fall
>der Römer fast ein Jahrtausend) die Welt beherrschten. Die
>Amis sind ein relativ junges Land und erst um 1900 begann der
>"echte" Aufstieg. In Relation gesetzt haben die Amis
>also noch viele "imperialistische" Jahrzehnte vor
>sich. Selbst wenn sie sich selbst wirtschaftlich zu Grunde
>richten - was ja manch Crash-Phantast im Augenblick so sieht -
>und selbst wenn wir auf einmal wieder Gold-Standard haben,
>wird die USA trotzdem die wirtschaftliche Zuglok der Welt
>bleiben. Von Jahr zu Jahr etwas weniger, aber doch mit
>deutlicher Power voran.


Früher brauchte man auch für die Strecke Roma-Vindobona Wochen, heute ist man in gut 1 1/2 Stunden da. Früher gabs eine Weltbevölkerung von ein paar 100 Millionen, heute sind es mehr als 6 Mrd. Früher gabs auch noch keine Derivate, Aktien, Fonds sondern nur Münzen mit dem Konterfei von Augustus, Nero und wie sie alle hießen. Sogesehen kann man den Faktor Zeit nicht mehr vergleichen, weil alles schneller und mehr geworden ist. Das Grundprinzip von Aufstieg-Fall bleibt aber davon unberührt. Außerdem muss es ja nicht immer eine imperialistische Macht sein (siehe Japan).


>Chinesen, Indier etc. müssen sich erst einmal jenen
>Lebensstandard erkämpfen, den die Amerikaner innehaben
>(zugegeben auf Kosten anderer, aber wenn juckts, wenn man es
>durchziehen kann? ) Und bevor sich dort eine Wirtschaft
>aufbauen kann, wie wir sie nach westlichen Standards kennen,
>muss erst einmal ein Rechtssystem geschaffen werden. Hier
>spreche ich von so wesentlichen Dingen wie einem Grundbuch,
>dass in diesen vielgelobten Ländern nicht einmal in Ansätzen
>existiert. Man kann über die Amis schimpfen wie man will, aber
>sie haben früh erkannt, dass der Schlüssel zum Wohlstand ein
>stabiles Eigentumsrecht ist, dass jedem dieselben Recht
>zubilligt. Denn was ist die chinesische Wirtschaft im Moment:
>Nichts anderes als die günstige Ausbeutung wirtschaftlicher
>Vorteile durch die Westmächte und bereichern tun sich ein paar
>tausend Parteifunktionäre. Und solange der einfache Chinamann
>nicht sicher sein kann, dass das Grundstück das er heute
>kauft, auch morgen noch ihm gehört, kann sich China brausen
>gehen.

Wer sagt, dass die westlichen Werte (und dazu zählt auch ein Grundbuch und Eigentumsrechte) die besseren Werte sind? Vielleicht gibt es auch mehr als nur ein System, das funktioniert. In Russland gibts auch nicht wirklich Demokratie und trotzdem keinen Bürgerkrieg. Und was den Russen die Tschetschene sind dem Amerikaner die Mexikaner, Schwarzafrikaner und heutzutage auch Moslems usw. usw. Und China hat sich mMn für einen ex-kommunistischen Vorzeigestaat ganz gut in Richtung Marktwirtschaft gewandelt. Das muss nicht mit Revolution enden. Jedes Volk verdient sich seine Regierung. Auch wir hier in Österreich hammas ja gewählt. In China hat man halt nur eine Wahl, die ist besser als gar keine. Und wenn sich 300 Millionen Chinesen auf einmal gegen das Establishment stellen würden, dann könnten die auch nicht einfach zu schießen anfangen. Die Frage ist, kann man soviele Menschen bewegen?

>Ein Volksaufstand in China wird in den nächsten 10 bis
>15 Jahren passieren und dann werden die alten Kommunisten mal
>einen ordentlichen Schuss vor den Bug kriegen. Ändern wird das
>vorerst nichts, denn jeder Aufstand wird mit Waffengewalt
>niedergeschlagen. Aber so hart es klingt: Bevor sich China zu
>einer Weltmacht aufschwingen kann, muss zuerst einmal die
>derzeitige Führungskaste sterben. Und nur weil man eine Armee
>mit 10 Millionen Soldaten hat, die eine Kalaschnikow halten
>können und auch wissen wie man sie benutzt, ist man noch keine
>Weltmacht.

Besser den Spatz in der Hand als den Vogel auf dem Dach. Wer braucht Rakten und moderne Flugzeuge wenn er viele Dollars hat? Kapital ist auch eine Waffe. Und mit Mrd. an USD aus ihren Reserven können China und Co die USA zur Strecke bringen (aber nicht, ohne sich selbst zu schaden). Last exit wäre dann ein Nuklear-Krieg. Den überlebt sowieso keiner, also wurscht.

>Und zu Warren: 1. Hat er es so nicht gesagt.

Hat er und zwar als Zitat auf seinen Artikel aus 2003 (siehe: http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1053684/posts)


>Wie gesagt: So lange die USA die "basic elements"
>des Kapitalismus wie persönliche Freiheit & Eigentumsrecht
>hat und andere Länder nicht, muss man sich um die
>amerikanische Vorherrschaft keine Gedanken machen.

Gerade das hat ja genau zur prekären Situation geführt. Ich habs eh schon angesprochen: greed.

mfg
el gato

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien interessantgut analysiert
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.3.08 08:06)

>Früher brauchte man auch für die Strecke Roma-Vindobona
>Wochen, heute ist man in gut 1 1/2 Stunden da. Früher gabs
>eine Weltbevölkerung von ein paar 100 Millionen, heute sind es
>mehr als 6 Mrd. Früher gabs auch noch keine Derivate, Aktien,
>Fonds sondern nur Münzen mit dem Konterfei von Augustus, Nero
>und wie sie alle hießen. Sogesehen kann man den Faktor Zeit
>nicht mehr vergleichen, weil alles schneller und mehr geworden
>ist. Das Grundprinzip von Aufstieg-Fall bleibt aber davon
>unberührt. Außerdem muss es ja nicht immer eine
>imperialistische Macht sein (siehe Japan).


Nur weil es früher von allem weniger gab und die Zeit vermeintlich schnelllebiger wurde, änderte das nichts am Grundgedanken. Und: Es gab auch früher schon Derivate, Termingeschäfte wenn man so will auch Aktien. Nur halt nicht im heutigen Sinne und Volumen.

>
>Wer sagt, dass die westlichen Werte (und dazu zählt auch ein
>Grundbuch und Eigentumsrechte) die besseren Werte sind?
>Vielleicht gibt es auch mehr als nur ein System, das
>funktioniert. In Russland gibts auch nicht wirklich Demokratie
>und trotzdem keinen Bürgerkrieg. Und was den Russen die
>Tschetschene sind dem Amerikaner die Mexikaner,
>Schwarzafrikaner und heutzutage auch Moslems usw. usw. Und
>China hat sich mMn für einen ex-kommunistischen Vorzeigestaat
>ganz gut in Richtung Marktwirtschaft gewandelt. Das muss nicht
>mit Revolution enden. Jedes Volk verdient sich seine
>Regierung. Auch wir hier in Österreich hammas ja gewählt. In
>China hat man halt nur eine Wahl, die ist besser als gar
>keine. Und wenn sich 300 Millionen Chinesen auf einmal gegen
>das Establishment stellen würden, dann könnten die auch nicht
>einfach zu schießen anfangen. Die Frage ist, kann man soviele
>Menschen bewegen?

Wie uns die Geschichte gelehrt hat, ist das westliche System das erfolgreichere. Der Kommunismus ist in seinem Grundgedanken zwar recht lieb und nett, aber das natürliche Streben des Menschen nach Anerkennung und Erfolg lässt einen Erfolg dieses Systems nicht zu. Kein kommunistisches Land dieser Welt (oder sozialistisch, ghupft wie ghatscht) schafft für seine Bevölkerung Vorteile. Kein einziges, auch nicht Kuba. Die Menschen dort sind bitterarm und die Kaste der Herrschenden führt ein Leben im westlichen Stil. In Russland gibt es sehr wohl Bürgerkrieg oder sind die Tschetschenen keine Bürger Russlands? Zu China: Dort hat man nicht wenigstens eine Wahl, sondern man hat keine Wahl. Genauso wie in Russland, jüngstes Beispiel Präsidentenwahl. Wer jemand anderen wählt oder Stimmung machen will für eine Änderung verschwindet im Nirgendwo in Sibirien oder wo auch immer. Selbiges gilt für China, Kuba und mit leichten Abstrichen auch Venezuela & Co. Und wieso soll die chinesische Führung nicht einfach bei einem Volksaufstand zu schießen anfangen? Das sie dazu bereit sind, haben sie schon mehrfach demonstriert.
>
>Besser den Spatz in der Hand als den Vogel auf dem Dach. Wer
>braucht Rakten und moderne Flugzeuge wenn er viele Dollars
>hat? Kapital ist auch eine Waffe. Und mit Mrd. an USD aus
>ihren Reserven können China und Co die USA zur Strecke bringen
>(aber nicht, ohne sich selbst zu schaden). Last exit wäre dann
>ein Nuklear-Krieg. Den überlebt sowieso keiner, also wurscht.

Du sagst es: China könnte die USA vernichten (wirtschaftlich), würde sich damit aber selbst in die Steinzeit zurückbugsieren. Fazit: Sie können den USA im Moment nichts weltbewegendes anhaben, weder militärisch noch wirtschaftlich.


>Hat er und zwar als Zitat auf seinen Artikel aus 2003 (siehe:
>http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1053684/posts)

Sorry, mein Fehler. Ich bezog mich auf sein letztes Interview auf CNBC, ich dachte du meinst das.


>Gerade das hat ja genau zur prekären Situation geführt. Ich
>habs eh schon angesprochen: greed.

Besser greed & persönliche Freiheit & Eigentumsrecht als Kommunismus, Denunziantentum & Gulag.

  

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RE: 18.März mögliche Zinssenkung/Aktien
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 14:57)

Grundsätzlich kommt und wird für ewige Zeiten nach einem Abschwung ein Aufschwung kommen. Aber was die Amerikaner angeht, so bin ich da wesentlich skeptischer. Der Grund ist einfach: Sie haben ihre Währung verkauft. Und auch wenn es "nur" Papier und etwas Kupfer ist, eine Währung bleibt eine Währung mit all ihren Vor- und Nachteilen.


Eine jahrzehntealte Aussage bringt es aus amerikanischer Sicht auf den Punkt: "The dollar is our currency, but your problem."

Wenn der Dollar an Außenwert verliert, schadet das in erster Linie den Gläubigern der USA, die ihre Forderungen abwerten müssen. In zweiter Linie den Konkurrenten, die an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Die Käufer amerikanischer Produkte profitieren dagegen unmittelbar. Der Amerikaner bekommt immer noch einen Big Mac für 3,40$, und was will man mehr?

  

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Die brasilianische Börse gebärt viele Millionäre
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 16:52)

Die brasilianische Börse gebärt viele Millionäre

Ein neuer Geldadel formiert sich - Vermögen wächst nirgends schneller - Aktien kräftig gestiegen - 2008 soll Aufschwung weitergehen


Von Alexander Busch

São Paulo

Brasiliens Börsenboom hält nun mehr als fünf Jahre an. Auch die weltweite Finanzmarktkrise hat den Höhenflug der Börse bisher nicht substanziell beeinträchtigt. Die Folge davon: Der an der Börse neu geschaffene Reichtum ist gewaltig. Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Boston Consulting Group gab es allein im letzten Jahr pro Tag 164 neue Dollarmillionäre in Brasilien. Rund 190 000 brasilianische Millionäre gibt es heute gemäss Studie.

Unter ihnen befinden sich auch immer mehr Superreiche: Zu den zwanzig Milliardären, die das Magazin «Forbes» für 2007 ermittelt hatte, sind nach Medienberichten allein in den vergangenen Monaten vierzehn weitere hinzugekommen. Nach einer Untersuchung von Cap Gemini/Merrill Lynch hat das Vermögen der Wohlhabenden in Lateinamerika im vergangenen Jahr weltweit am stärksten zugenommen: Um 23% sind ihre Aktiva gestiegen. Naher Osten (12%) und Asien-Pazifik (11%) folgen mit grösserem Abstand. Der Trend könnte sich fortsetzen. Merrill Lynch erwartet, dass die Vermögen der Superreichen in Lateinamerika bis 2011 schneller wachsen werden als anderswo.


Hohes Wachstumstempo


Wegen des hohen Tempos, mit denen derzeit Vermögen entstehen, verschieben sich die Relationen in Brasiliens Reichenwelt: Die traditionellen Superreichen, deren Familien schon seit Generationen zu den Vermögenden des Landes gehören, verlieren angesichts der Aufsteiger an Bedeutung. Jahrzehntelang waren sie unter sich. Dazu zählen die Bankierbrüder Safra, der Grossinvestor Julio Bozano, der Schwerindustrieclan um Antonio Ermírio de Moraes oder der Supermarktkönig Abílio Diniz. «Früher konnte man die Reichen schon am Namen erkennen», sagt der ehemalige Finanzminister Mailson da Nóbrega. Heute muss sich der Geldadel mit den Neureichen messen, die ihr Vermögen meist an der Börse gemacht haben.

140 Unternehmen gingen seit 2004 an die Börse. Viele davon gehören Wohlhabenden, die es vorher schon waren, was aber keiner wusste. Nun müssen sie ihr Kapital offenlegen. So wie Rubens Ometto (Vermögen: 2 Mrd. $), der Kontrolleur von Cosan, dem weltgrössten Zucker- und Ethanolexporteur. Ometto nutzt den internationalen Rohstoffboom, von dem das mit Bodenschätzen und fruchtbaren Ländereien gesegnete Brasilien aussergewöhnlich profitiert. Constantino de Oliveira Jr. (1,1 Mrd. $) hat aus dem familiären Busunternehmen Gol eine der führenden Fluggesellschaften Lateinamerikas gemacht.

Immer mehr der neuen Reichen haben ihr Vermögen selbst erarbeitet. Alle profitieren sie vom wachsenden Einkommen der Brasilianer, von der Stabilität einer Wirtschaft, die seit sechs Jahren stetig wächst, mit einer beständigen Geld- und Finanzpolitik. So etwa Guilherme Peirão Leal (1,5 Mrd. $), der den Kosmetikkonzern Natura mit einem Direktvertrieb aufbaute, der den Marktführer Avon das Fürchten lehrte. Elie Horn (1,6 Mrd. $) hat Cyrela, den grössten Wohnungsbaukonzern des Landes im oberen Marktsegment, hochgezogen. Rubens Menin (1,5 Mrd. $) dagegen hat seit den Siebzigerjahren mit MRV den grössten Baukonzern, spezialisiert auf Wohnungen für die einkommensschwache Bevölkerung, etabliert.

Silvio Santos, der TV-Besitzer und Talkshowmaster, hat sich vom Strassenhändler hochgearbeitet. Bisher hat er von seinem Wirtschaftsimperium nur seine Bank, Banco Panamericano, an die Börse gebracht. Seitdem ist er 1 Mrd. $ reicher. Edson Bueno (1,2 Mrd. $) gehört Amil, der grösste Krankenversicherer Brasiliens, der auch ohne eine Bank in der Hinterhand solide wachsen konnte.


Weitere Börsengänge


Offen ist derzeit, wann weitere Unternehmen den Börsengang wagen werden: 28 Gesellschaften haben bei der Bovespa ein IPO beantragt. Wegen der insgesamt gestiegenen Unsicherheit auf den Finanzmärkten werden jedoch nur bekanntere Unternehmen mit gutem finanziellem Fundament oder starken Marken Chancen auf Kurssteigerungen haben. Als aussichtsreich für einen guten Börsenstart gelten unter lokalen Investmentbanken etwa die Banken Bonsucesso und Fibra, der Einzelhändler G-Barbosa (den gerade der chilenische Einzelhandelsriese Cencosud übernommen hat), der Zucker- und Ethanolkonzern LDC Bioenergia (der die brasilianischen Zuckeraktivitäten des französischen Traders Louis Dreyfus bündelt) und auch die beiden Unternehmen des brasilianischen Multimilliardärs Eike Batista: der Logistikbetreiber LLX und der Öl- und Gaskonzern OGX (vgl. Seite 20).

Bremsend für die Investoreninteressen könnte sich die Verteuerung gewisser brasilianischer Aktien auswirken. Die guten Wachstumsaussichten des Landes nähren die Kursfantasien und treiben die Bewertung in die Höhe. Dies gilt teilweise auch für neue Titel: Die Papiere der Wohnbaukonzerne Gafisa und Abyara weisen ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 2008 von 21 resp. 33 auf. Vergleichbare Branchenkonkurrenten wie Geo aus Mexiko kommen auf ein KGV von lediglich 12.

Obwohl die meisten Marktbeobachter erwarten, dass die Kursschwankungen in São Paulo dieses Jahr zunehmen, rechnen sie bis zum Jahresende mit einem deutlichen Aufschwung der brasilianischen Valoren. Die spanische Bank Santander prognostizierte im Januar den Bovespa-Index bei 72 000 Punkten, UBS sieht ihn gar gegen Ende des Jahres bei 85 000 Punkten. Demnach liegt das geschätzte Wachstumspotenzial der brasilianischen Börse zwischen 18 und 31%.

------------------------------------

Zitat aus der aktuellen Ausgabe von Finanz&Wirtschaft.

Der letzte Absatz kommt mir so bekannt vor, wie Deutschland, Österreich & Co. vor einem 3/4 Jahr.


  

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Insider-Barometer:Kauflust wie nie zuvor
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 19:06)

HANDELSBLATT, Montag, 3. März 2008, 14:22 Uhr
Kauflaune

Insider kaufen wie nie zuvor

Von Christian Schnell

Deutschlands Top-Manager haben in großem Stil die jüngsten Kursschwankungen an den Börsen genutzt, um sich günstig mit Aktien des eigenen Unternehmens einzudecken. Doch die offen zur Schau gestellte Kauflaune der Top-Manager steht im Widerspruch zur Mehrzahl der Aktienstrategen. Das Insider-Barometer + Infografik

weiter auf:http://www.handelsblatt.com/News/Vorsorge-Anlage/Insider-Barometer/_pv/doc_page/1/_p/3033 32/_t/ft/_b/1398584/default.aspx/insider-kaufen-wie-nie-zuvor.html

Quelle:http://www.handelsblatt.com


  

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RE: Die brasilianische Börse gebärt viele Millionäre
Rang: murcielago(171) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 19:18)


hm, hättest zufällig auch irgendein short-zerti auf die bras. börse? gibts sowas?

>Der letzte Absatz kommt mir so bekannt vor, wie Deutschland,
>Österreich & Co. vor einem 3/4 Jahr.

  

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RE: Die brasilianische Börse gebärt viele Millionäre
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 19:55)

>
>hm, hättest zufällig auch irgendein short-zerti auf die bras.
>börse? gibts sowas?
>
>>Der letzte Absatz kommt mir so bekannt vor, wie
>Deutschland,
>>Österreich & Co. vor einem 3/4 Jahr.

ja klar, auf den index gibts mehrere sachen.

WKN Art Basiswert Basispreis Fälligkeit OV Emittent

GS0S6U Put Bovespa Index 65.000,0000 10.06.2008 0,0001 Goldman Sachs
AA0P1F Put Bovespa Index 65.000,0000 20.06.2008 0,0001 ABN-Amro
GS0S6W Put Bovespa Index 60.000,0000 09.12.2008 0,0001 Goldman Sachs
GS0S6T Put Bovespa Index 60.000,0000 10.06.2008 0,0001 Goldman Sachs
AA0P1G Put Bovespa Index 60.000,0000 19.12.2008 0,0001 ABN-Amro
AA0KTK Put Bovespa Index 55.000,0000 20.06.2008 0,0001 ABN-Amro
GS0S6V Put Bovespa Index 55.000,0000 09.12.2008 0,0001 Goldman Sachs
AA0LV8 Put Bovespa Index 50.000,0000 19.12.2008 0,0001 ABN-Amro
GS008F Put Bovespa Index 50.000,0000 10.06.2008 0,0001 Goldman Sachs
GS008G Put Bovespa Index 45.000,0000 19.06.2009 0,0001 Goldman Sachs
AA0LV7 Put Bovespa Index 45.000,0000 20.06.2008 0,0001 ABN-Amro
AA0LV9 Put Bovespa Index 40.000,0000 19.06.2009 0,0001 ABN-Amro
AA0DDJ Put Bovespa Index 35.000,0000 20.06.2008 0,0001 ABN-Amro


WKN  Produktbez. d. Emitt.  
Art         Basiswert        Basispreis  Knock-out-Barriere Fälligkeit   OV    Emittent  

AA0WM3 MINI Short Zert... Put Bovespa Index 101.109,0000 90.982,0000 endlos 0,001 ABN-Amro
AA0WM2 MINI Short Zert... Put Bovespa Index 91.917,3000 82.711,0000 endlos 0,001 ABN-Amro
AA0K27 MINI Short Zert... Put Bovespa Index 83.645,4000 75.016,0000 endlos 0,001 ABN-Amro
GS8MTG MINI Future Put Bovespa Index 77.389,4300 69.660,0000 endlos 0,001 Goldman Sachs
GS7M0N MINI Future Put Bovespa Index 76.169,8500 68.570,0000 endlos 0,001 Goldman Sachs
AA0K26 MINI Short Zert... Put Bovespa Index 76.037,0000 68.192,0000 endlos 0,001 ABN-Amro
GS7M0M MINI Future Put Bovespa Index 75.180,6500 67.680,0000 endlos 0,001 Goldman Sachs
GS7M0L MINI Future Put Bovespa Index 74.191,4300 66.790,0000 endlos 0,001 Goldman Sachs
GS8M42 MINI Future Put Bovespa Index 73.467,1800 66.130,0000 endlos 0,001 Goldman Sachs


bei den optis sind nicht nur die laufzeiten etwas ungeeignet.

  

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Ihr...
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.3.08 22:48)

...diskutiert hier um der Diskussion willen...ist ja auch normal in einem Forum,aber kann mir hier vielleicht einer sagen ob ich Schweinebäuche,Zucker,Gold,Silber oder doch lieber den Nachbarsgrund(hier könnte man immerhin,wenns Geld nix mehr wert ist,ein paar Erdäpfel oder Krautschädeln anpflanzen)kaufen soll?

...und das konkret zu welchem Zeitpunkt?

Bin schon froh wenn der AS jetzt von einer Krise schreibt und von Silberstreifen,gab Zeiten da hat das ganz anders geklungen .

Sagen kanns schlussendlich keiner was kommt(aber wissen tät ichs schon gern).

ice

  

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NYT: FBI ermittelt gegen US-Hypothekenbank Countrywide
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.3.08 09:19)

Das FBI ermittelt laut der "New York Times" (Sonntag-Ausgabe) gegen die größte US-Hypothekenbank Countrywide Financial wegen des Verdachts auf Wertpapierbetrug.

Demnach will die US-Bundespolizei klären, inwiefern das Institut Aufsichtsbehörden und Anleger über den wahren finanziellen Zustand von Countrywide getäuscht hat. Eine Sprecherin der Hypothekenbank sagte der Zeitung zufolge, ihr seien keine derartigen Ermittlungen bekannt.

Countrywide ist im Zuge der Hypothekenkrise in die roten Zahlen gerutscht. Gegen den Baufinanzierer wird bereits wegen seiner angeblich zweifelhaften Vergabepraxis sowie Klagen von Kunden und Anlegern.

orf.at 09.03.2008

  

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@gustav.gans
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.3.08 10:16)

ich erinnere mich noch letzten herbst als börsespielgewinner g.gans meinte, er werde jetzt mal ein zeitl urlaub machen und sich mit dax-puts eindecken (war damals bei 7900) da er davon ausging dass ohnehin die 6500 anstehen.
wäre interessant, falls @g.gans noch mietliest,was der genius dzt. in seiner kristallkugel sieht bzw. mittelfristig an strategie fährt.

  

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Merrill Lynch: Kreditkrise weitet sich aus
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.3.08 12:28)

Auswirkungen auch auf Autokredite, Gemeindekredite und Markt für Handelskredite

Die vom US-Hypothekenmarkt ausgehende Kreditkrise ist nach Einschätzung der US-Investmentbank Merrill Lynch nicht überwunden, sondern springt sogar auf andere Bereiche über. "Ausgehend von den schlecht benoteten Immobiliendarlehen hat sie sich auf die Autokredite, die Gemeindekredite und ganz allgemein den Markt für Handelskredite ausgebreitet", sagte der neue Konzernchef John Thain. Immer mehr Darlehen würden in den USA nicht bedient. Die Folge sei eine "sehr ausgeprägte Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit".

Als Ursache der Kreditkrise nannte Thain eine "Liquiditätsblase", weil eine lange Phase niedriger Zinsen zur exzessiven Kreditvergabe verleitet habe. "Alle sind dafür mitverantwortlich: die Anbieter von Immobilienkrediten, die Institutionen, die diese Kredite an andere weiterverkauft haben, die Benotungsagenturen, die sie bewertet haben, und die Investoren, die sie gekauft haben."

Vor seinem Wechsel zu Merrill Lynch vor drei Monaten hatte Thain als Chef der New Yorker Börse NYSE die Fusion mit der europäischen Börsengesellschaft Euronext betrieben. Merrill Lynch hat wegen der Kreditkrise 11,5 Milliarden Dollar (7,46 Mrd Euro) abgeschrieben und 8,6 Milliarden Dollar Verlust ausgewiesen. Zudem nahm die Bank 12,8 Milliarden Dollar auf, unter anderem bei Singapur, Kuwait und Südkorea. Die staatlichen Investoren säßen nicht in der Konzernführung und hätten nicht mehr als zehn Prozent der Anteile, versicherte Thain. Weitere Kapitalaufnahmen seien nicht nötig.

BE 09.03.2008

  

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nächste börsenkrise?
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.3.08 12:30)

guter artikel in der "die presse" online, wonach sich die krise ausweitet auf den gesamten kreditsektor und realwirtschaft,was weiteren kursverfall verheissen sollte... (man möge mir im vorigen posting rechtschreibvertippser verzeihen,am sonntag morgen ist das halt so)

  

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RE: Ihr...
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.3.08 17:20)

>Bin schon froh wenn der AS jetzt von einer Krise schreibt und
>von Silberstreifen,gab Zeiten da hat das ganz anders geklungen
>.

Lieber ice, es kommt sowieso fast immer anders als man denkt, oder nicht genau so.
Auch wenn ich zugebe, Subprime unterschätzt zu haben, ich hab hier schon im Herbst gesagt, daß ich mit 2 "gedämpften bis schlechten Quartalen" in den USA rechne.

Bin ja kein totaler Haussetrottel, nur ein bißchen

  

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RE: Ihr...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.3.08 17:38)

>...diskutiert hier um der Diskussion willen...ist ja auch
>normal in einem Forum,aber kann mir hier vielleicht einer
>sagen ob ich Schweinebäuche,Zucker,Gold,Silber oder doch
>lieber den Nachbarsgrund(hier könnte man immerhin,wenns Geld
>nix mehr wert ist,ein paar Erdäpfel oder Krautschädeln
>anpflanzen)kaufen
>soll?
>
>...und das konkret zu welchem
>Zeitpunkt?


ich finde diese diskussion sogar sehr interessant, anregend und auf echt gutem niveau... ein miramar, el_gato und ein hagen sowieso, haben da einige sehr interessante punkte aufgegriffen.

eine derartige diskussionen ist mir um ecken lieber als irgendwelche superzeitungsartikel welche bank irgendeinen kredit nicht bedienen kann, oder welcher fonds aktuell nicht mehr auszahlt usw.

erstens ist diese info meist schon x-tage alt, zweitens schon das dritte mal von irgendeinem dümmlichen reporter falsch wo abgeschrieben und zu guter letzt das wichtigste, die ursache lag in der vergangenheit und alles was hier passiert ist, ist bereits passiert.

den richtigen zeitpunkt zu erwischen wird exakt nicht gehen, aber wer ist schon perfekt... die richtung des eigenen investments muß stimmen, der rest kommt dann eh von alleine... die charts fangen ja auch meist klein an.

nochmals, ich diskutier lieber über mögliche zukünftige trends, basisstrukturen, erfahrugnswerte aus vergangenen konjunkturzyklen, mögliche nutznießer laufender korrekturen als über hättiwaritäti einer amerikanischen kleinhypobude welche einen kredit über ein paar millionen dollar nicht bedienen kann. und ob die zusperren muß wird mich in keinster weise in irgendeiner invstmententscheidung beeinflußen, weils mir schnurz ist.

ice, was hältst eigentlich von den charts wie ÖL, Eisenerz und Bovespa... vielleicht hast ja mal lust und zeit einen blick drauf zu werfen.





  

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Jetzt rollt die nächste Börsenkrise an interessant
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.3.08 10:16)

Die Presse vom 08.03.2008

Wer Aktien als Langzeitanlage kaufen will, kann sich Zeit lassen: Viele Papiere haben noch einen langen Weg nach unten.

von Josef Urschitz

Wer geglaubt hat, an den Weltbörsen sei das Schlimmste überstanden, ist in der abgelaufenen Woche eines Besseren belehrt worden: Die kurzzeitig stabilisierten Aktienkurse sind erneut ins Rutschen geraten, in Deutschland und Österreich sogar stark: Da gab es innerhalb einer Woche Index-Rückgänge um rund sechs Prozent.

Und das ist erst der Anfang: Offenbar hat gerade die von vielen Analysten befürchtete zweite Abverkaufswelle an den Börsen begonnen. Die erste Welle hat Aktionäre seit Jahresbeginn ja im Schnitt bereits um fast 20 Prozent ärmer gemacht. Am wenigsten interessanterweise noch die an der Wall Street, obwohl die Probleme ihren Ausgang in den Staaten genommen haben.

Und von dort kommt auch der Treibsatz für die zweite Welle: Die ursprünglich auf den privaten Wohnungsmarkt beschränkte Krise greift nämlich auf immer mehr Branchen über - und sie bremst immer stärker die produzierende Wirtschaft.

Zwei Alarmzeichen waren es, die Börsianer in der abgelaufenen Woche hektisch gemacht haben:

- Am Donnerstag haben mehrere US-Finanzinstitute ihre "Margin Calls" nicht bedienen können. Das sind Nachschussverpflichtungen, die beispielsweise entstehen, wenn der Markt bei Derivativgeschäften in die falsche Richtung geht und deshalb die "Unterlegung" solcher Geschäfte nicht mehr stimmt. Für Finanzexperten bedeutet das Alarmstufe rot: Es deutet darauf hin, dass der Zustand der amerikanischen Finanzwirtschaft noch viel schlechter ist als befürchtet. Und dass Bankpleiten wohl nicht mehr so unrealistisch sind.

- Am Freitag hat ein überraschender Rückgang der Beschäftigung die Alarmglocken läuten lassen. "Die Kreditkrise ist in der Wirtschaft angekommen", kommentierte ein Analyst. Ein stärkerer Konjunkturrückgang wird die nächste Finanzkrise auslösen: Der Markt für gewerbliche Immobilien steht in den USA derzeit ähnlich an der Kippe wie der private Häusermarkt vor einem Jahr.

Keine nachhaltige Rally

Für potenzielle Anleger heißt das nichts gutes. Die US-Notenbank Fed versucht zwar gegenzusteuern (noch im März dürften die US-Zinsen noch einmal kräftig sinken, der Markt wird zudem mit Liquidität überschwemmt), die Maßnahmen verpuffen aber relativ wirkungslos. Auch deshalb, weil die zusätzlichen Fed-Milliarden im Bankensystem "hängenbleiben".

Für Anleger werden die nächsten Monate also noch ziemlich holprig. Profi-Börsianer erwarten zwar in den nächsten Monaten immer wieder Zwischen-Rallys, die aber nicht nachhaltig sein dürften und schnell verpuffen werden. Der Grundtrend zeigt vorläufig stabil nach unten.

"Buy" heißt nicht "kaufen"

Das heißt, dass es derzeit eher nicht geschickt ist, Long-Positionen einzugehen, also Aktien in der Hoffnung auf steigende Kurse zu kaufen. Bei den vielen Kaufempfehlungen, die unverdrossen abgesondert werden, sollte man auch das "Kleingedruckte" lesen: "Buy" heißt normalerweise nämlich nur, dass sich die Aktie nach Meinung des Analysten auf Jahressicht um zehn bis 20 Prozent besser als der Gesamtmarkt entwickeln wird. In schlechten Zeiten reicht es dazu, langsamer als der Vergleichsindex zu sinken. Nicht gerade eine Kaufempfehlung.

Besondere "Problembären" sind Finanzwerte, speziell amerikanische Banken könnten trotz teils schon dramatischer Kurseinbrüche noch einen weiten Weg nach unten haben. Eine fast sichere Bank für Spekulationen auf fallende Kurse. Das können Privatanleger beispielsweise mit entsprechenden Zertifikaten oder Put-Optionsscheinen. Vor allem letzteres sollten freilich nur sehr erfahrene Privat-Spekulanten ins Auge fassen: Bei "gehebelten" Produkten ist das Geld nämlich oft schneller weg, als man schauen kann, falls sich der Markt abrupt in die falsche Richtung dreht.


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Gruß

  

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42% Bären - positiv
Moderator Gewinn(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.3.08 14:57)

die bären sind weiter in der überzahl, sollten also weiterhin viele short sein - höchste zeit für eine gegenbewegung

http://tickersense.typepad.com/ticker_sense/images/2008/03/10/blogger_sentiment_031008.jp g.png

http://tickersense.typepad.com/

Stay Long

GeWinn




  

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Zinssatz von einem Prozent keine Illusion mehr
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 09:07)

Finanzkrise: Rettungsversuche der Notenbank

WIEN/WASHINGTON. Wenig gute Nachrichten aus den USA. Ein Ende der Finanzkrise ist nicht absehbar. Die US-Notenbank Fed versucht, mit einem Radikalplan, das Schlimmste zu verhindern.

„Aus der Subprime-Krise wird eine „Aus der Subprime-Krise wird eine Prime-Krise“, sagt der Chefökonom der Industriellenvereinigung, Christian Helmenstein. Das heißt: auch die Hausbesitzer mit guter Bonität können vermehrt ihre Kredite nicht mehr bedienen. Die Hauspreise in den USA sind kräftig gefallen – im vierten Quartal 2007 um neun Prozent, und weitere zehn Prozent sind durchaus möglich. Damit werden aber die Besicherungen der Kredite weniger wert. „Dass die Arbeitslosigkeit in den USA wieder steigt, passt hier leider ins Bild“, sagt Helmenstein.“

Dieses Szenario hat weitreichende Folgen. Die Banken werden bei der Refinanzierung noch vorsichtiger, die Liquidität sinkt. Jetzt will die Notenbank offenbar mit einer Rosskur reagieren. Sie pumpt mehr Geld in den Markt, zum einen über aufgestockte Kreditauktionen, zum anderen über befristete Geldmarktgeschäfte. Daneben kursieren bereits Gerüchte über vorzeitige Zinssenkungen. 50 Basispunkte erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), es könnten aber auch mehr werden. Und ein Zinssatz von einem Prozent sei keine Illusion mehr, heißt es aus den USA.

„Eine solche Zinssenkung bringt zumindest den Privathaushalten etwas, die ob der hohen Rückzahlungsraten Probleme haben. Und der Wechselkurs geht nach unten, so dass von außen Impulse kommen könnten“, sagt Wirtschaftsforscher Markus Marterbauer.

Dass die Notenbank so offensiv auf die Finanzkrise reagiert, sei nicht überraschend. „Die haben allen Grund, besorgt zu sein“, sagt Ökonom Helmenstein. „Nun ist man aber bei der Fed noch ein Stück flexibler und schneller als sonst.“ Ob das auch wirkt, werde sich zeigen. Maßnahmen wie Zinssenkungen hätten im derzeitigen Stadium aber nur noch begrenzte Fantasie. Sie könnten vorübergehend Probleme mildern, aber nicht strukturelle Probleme lösen.

Betroffen von der Krise sind mittlerweile verstärkt auch Hedge-Fonds. Diese sind bei ihren Investments auf Fremdkapital angewiesen. Genau dieses wird knapper, weil die Kreditgeber sich mit den bisherigen Sicherheiten nicht mehr zufrieden geben wollen. Alles stehe auf der Kreditbremse, berichtet die Financial Times Deutschland. Die Fonds seien zwangsläufig zurückhaltender geworden. Liehen sie sich früher zu jedem Dollar eines Investors 15 Dollar Risikokapital dazu, beträgt das Verhältnis heute nur noch ein zu vier oder drei.

Öl noch einmal teurer

Die Folgen der Feuerwehraktion der Fed sind freilich auch schon auszumachen. Der Dollar bleibt schwach, die Aktienmärkte sind unter Druck. Viele Anleger würden wegen des schwachen Dollars Geld von Aktien in Öl umschichten, was dort wiederum den Preis und die Inflation insgesamt treibt. Am Montag erreichte der US-Ölpreis einen neuen Höchstwert von 107 Dollar je Fass.

Angesichts all dieser Nachrichten scheinen Meldungen wie jene des Wifo ein Licht am Horizont zu sein. Die heimische Industrie investiere noch immer relativ offensiv, auch wenn die Wachstumsraten nicht mehr so hoch wie im Vorjahr seien. Allerdings schränkt Wifo-Experte Marterbauer ein: „Die Zahlen stammen vom Dezember. Seither hat sich einiges verändert.“

vom 11.03.2008

Quelle:http://www.nachrichten.at/

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...gar nicht zu sprechen vom "spitzen" Elliott

  

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Bankrotterklärung
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:14)


Ohne solche Aktionen würde anscheinend das Finanzsystem kollabieren, denn sonst wäre die FED nicht zu solch historisch einzigartigen Aktivitäten gezwungen. Von der "stabilen Kraft" des Finanzmarktes kann da keine Rede mehr sein. Ehrlich gesagt krieg ich es mit jedem Schritt den Ben setzt mehr mit der Angst zu tun...

Irgendwas ist faul im Staate Dänemark...


Fazit: Um das System zu retten müssen die einfachen Player nämlich wir Arbeiter/Angestellten und Konsumenten die Rechnung tragen. Ich weiß ich weiß, es war ja eh schon immer so ... ist aber trotzdem wiedermal der Rede wert. Echt genial, wie sehr sich der einfache Mensch auf den Kopf scheißen lässt.

Wenns so weitergeht kostet Diesel bald 2 Euro an der Tankstelle und von den Lebensmittelpreisen will ich gar nicht reden. Da stehen uns schöne Lohnverhandlungen an dieses Jahr .

Da sag ich gute Nacht (und leg mich hin )

mfg
el gato

  

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Put-Erklärung :-)
mutiger(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:22)

...so wies aussieht werde ich morgen bei den gegenbewegungen in europa wieder puten glaube leider auch das wir das ende der fahnenstange lange noch nicht gesehen haben


lg

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:26)

geil finde ich auch die leute von der EZB. gestern mault der trichet über die wechselkurse und bringt den EURO ein bissal runter. heute sagt der deutsche weber eine zinssenkung wirds eventuell doch nicht geben und schon ist die aktion vom trichet im a... reden die denn auch nix miteinander?!

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:30)

Wann war denn der Finanzmarkt jemals eine stabile Kraft? Ohne Notenbanken als regulierende Stellen und Wahrer der Ordnung (zumindest tun sie so )würde der Finanzmarkt binnen Stunden zusammenbrechen. Und solange der Dollar schwach ist, berührt uns doch der Tankstellenpreis nur halb so viel, die 1,20 für den Super haben wir vor 2 Jahren auch schon bezahlt und damals sagten alle, die Welt geht unter. Ich war gerade draußen. Sie steht noch. Man darf nicht immer so bearish sein - wenn man glaubt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...

Hier noch ein interessanter Artikel zum Rohstoff-Hype: www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=6716

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:37)

400 aha, ist das alles


  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:39)

Ironie um diese Nachtzeit!?
es werden noch 450!!

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:42)

>Ironie um diese Nachtzeit!?
>es werden noch 450!!

? heute aber nimma, es ist schon zu.

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 21:51)

>Wann war denn der Finanzmarkt jemals eine stabile Kraft?

Wer lesen kann ist klar im Vorteil .

1,20 für
>den Super haben wir vor 2 Jahren auch schon bezahlt und damals
>sagten alle, die Welt geht unter.

Super kostete am 13. März 2006 € 1,061
Heute am 11. März kostete er € 1,264

Knapp 20% mehr. Welche Aktien können das von sich noch behaupten mit heutigem Stichtag? ATX -10%, Nikkei -20% seither, DAX und DOW nur +10%. Nur die anderen Asiaten liegen drüber. Soviel dazu ... Und der Sprit ist ja nur ein Teil der Preissteigerung.

>steht noch. Man darf nicht immer so bearish sein - wenn man
>glaubt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein
>her...


Ich bin mit meiner bearishen Einstellung sehr gut gefahren bis jetzt. Bin mir nicht sicher, wie's in den Depots vieler anderer Poster aussieht.

mfg
el gato

  

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Den Bären geht die Kraft aus
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 22:37)

Die bevorstehende Rally wird von Mitte März bis August/September dauern.

Abwärtstrend, Baisse oder Bodenbildung? Egal, es wird Zeit, die hohen Dividendenrenditen zum Einstieg zu nutzen. Wir lehnen uns damit weit aus dem Fenster - aber das haben wir auch am 13. Juli 2007 gemacht, als die Welt noch „heil" war, wir aber unter dem Titel „An den Börsen braut sich was zusammen" vor Kursrückgängen gewarnt hatten. Jetzt, wo alle Welt den Blues spielt, mehren sich hingegen die Indizien, wonach den Bären schon zu Frühlingsbeginn die Luft ausgeht.

Gutes Wahljahr. Der US-Wirtschaft geht es schlecht, sogar so schlecht wie lange nicht. Die Häuserpreise fallen, die Einkommen stagnieren, der Konsum ebbt ab, die Arbeitslosenzahlen steigen und die Inflation ist nicht aufzuhalten. Es riecht an allen Ecken und Enden nach Rezession. Also warum gerade jetzt einsteigen?

Zugegeben, unser Optimismus ist nicht grenzenlos und auch nur zeitlich befristet. Genau gesagt: Die bevorstehende Rally wird von Mitte März bis August/September dauern. Vergessen Sie nicht, wir befinden uns in einem Wahljahr, und das sind statistisch gesehen gute Börsejahre. Die Republikaner sind weder an einer Rezession noch an einer kollabierenden Wall Street interessiert. Um die 1300 Punkte im S&P 500 wird wohl, koste es was es wolle, gekämpft werden. Damit wäre die Bodenbildung perfekt, den Rest steuert die US-Notenbank bei: Ben Bernanke wird die Zinsen senken, und er wird das rasch und drastisch tun. Marktexperten erwarten sogar einen Zinsschritt um 75 Basispunkte am 18. März. Darauf wird sich der Markt konzentrieren und es wird sich der Optimismus durchsetzen, dass die „Zinspillen" wie immer helfen. Damit werden schlechte Konjunktur­daten und Gewinnrevisionen ihren Schrecken verlieren. Generell wirken Zinsimpulse mit einer Nachlaufzeit von einem halben Jahr, genau in diese Zeitspanne wird die Erholung fallen. Sogar eine Rückkehr zu alten Höchstständen halten wir für möglich.

Auch technisch spricht einiges für ein Comeback der Bullen. Allerdings muss man, wie immer am Beginn eines möglichen neuen Trends, genau hinschauen. Denn bei der Betrachtung des längerfristigen Chartverlaufs auf Wochenbasis mit diversen technischen Indikatoren schaut alles noch sehr schlecht aus, der Bärenmarkt scheinbar voll intakt. Betrachtet man allerdings die jüngste Entwicklung auf Tagesbasis, so ist das Bild bereits ein anderes: Während die Kurse der großen Indizes und zahlreicher Einzelwerte die Jänner-Tiefs zuletzt erneut getestet haben, ist der MACD-Indikator bereits angestiegen und das Volumen (insbesondere an schwachen Tagen) spürbar zurückgekommen. Beides sind bullishe Divergenzen, die andeuten, dass den zuletzt so starken Bären nun doch die Kräfte ausgehen. Hinzu kommen durchwegs engere Candle-Formationen, also nachlassende Volatilitäten. Und die Oszillatoren, die in Seitwärtsphasen, wie der aktuellen, durchaus brauchbare Signale liefern, deuten auf eine überverkaufte Situation hin.

Böses Erwachen. Wenn man jetzt auch noch bedenkt, dass schon viele Bad News eingepreist sein dürften und Leitindizes wie der S&P 500 und der DAX schon sehr weit enfernt von ihren langfristigen gleitenden Durchschnitten notieren, so scheint eine technische Erholung sehr wahrscheinlich.

Und was kommt danach? Auch das verschweigen wir nicht: „Take your money and run!" Die Zinssenkungen werden ihre Wirkung verfehlen, die US-Wirtschaft wird weiter schwächeln und die Börsen werden ein böses Erwachen erleben. Bis dahin gilt's aber, noch einmal ordentlich abzukassieren...

Wirtschaftsblatt 11.03.2008

  

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Thread closed - bitte in Nr. 8 weiterschreiben
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 23:02)

Thread wird wegen außergewöhnlichen Spekulationserfolgen und stark steigenden Gewinnen geschlossen...




Bitte in Thread Part VIII weiter angeregt diskutieren:


http://forum.aktien-online.at/dcboard.php?az=show_topic&forum=124&topic_id=37952&mesg_id= 37952

LG

Ottakringer

  

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RE: Den Bären geht die Kraft aus
mutiger(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 23:13)

na bin ich aber mal gespannt. wie sagte der großmeister einst: wenn sich bei schechtes news nichts mehr tut, dann hüpf ma drauf" , aber das die lows nochmal getestet werden wäre ja rein charttechnisch noch von vorteil für die bullen.

lg

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 08:12)

Wenn du mir sagst, wo du die Benzinpreise online nachschauen kannst, dann kann ich vielleicht kontern. Ich weiß absolut sicher, dass ich entweder im Sommer 2005 oder 2006 an der Tanke 1,20 für den Super bezahlt habe. Leider kann ich es jetzt nicht beweisen, da ich nicht weiß wo ich nachschaun soll.

Das mein Depot ein paar Prozenterl unter Wasser liegt, da hab ich kein Problem damit, aber du kennst ja auch meine Anlagestrategie, die von deiner Grundverschieden ist: Long time und (nach-)kaufen wenn die Kanonen donnern. An der Perspektive meiner Depotkinder hat sich nichts geändert.

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 09:14)

>Wenn du mir sagst, wo du die Benzinpreise online nachschauen
>kannst, dann kann ich vielleicht kontern. Ich weiß absolut
>sicher, dass ich entweder im Sommer 2005 oder 2006 an der
>Tanke 1,20 für den Super bezahlt habe. Leider kann ich es
>jetzt nicht beweisen, da ich nicht weiß wo ich nachschaun
>soll.
>
>Das mein Depot ein paar Prozenterl unter Wasser liegt, da hab
>ich kein Problem damit, aber du kennst ja auch meine
>Anlagestrategie, die von deiner Grundverschieden ist: Long
>time und (nach-)kaufen wenn die Kanonen donnern. An der
>Perspektive meiner Depotkinder hat sich nichts geändert.

schau da nach:
http://www.bmwa.gv.at/BMWA/Service/Benzinpreismonitor/aktuelle_treibstoffpreise/default.h tm

  

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RE: Bankrotterklärung
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 12:10)

danke. Ich wusste ja, ich bin nicht ganz deppert.

14.08.2006 Super € 1.196

  

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Miese Stimmung
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.5.08 15:21)

Die wöchentliche Finanztreff-Frage nach der Einschätzung auf Wochensicht ist - wie schon oft in letzter Zeit - extrem negativ. 85% der abstimmenden Leute sind bearish - so mies war die Stimmung nichteinmal Mitte Jänner.

Frage: Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche (KW 19) stehen?

Antwort % Stimmen
Höher als letzte Woche. 11,56% 103
Er wird gleich bleiben. 3,37% 30
Niedriger als letzte Woche. 85,07% 758
Bisher abgegebene Stimmen: 100% 891
http://finanztreff.de/voting.htn?u=1430&k=AEXg2abYdqZK1B3PD-BUhQ&popup=1&id=1600

  

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RE: Miese Stimmung
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.5.08 18:49)

Die wöchentliche Finanztreff-Frage nach der Einschätzung auf Wochensicht ist - wie schon oft in letzter Zeit - extrem negativ. 85% der abstimmenden Leute sind bearish - so mies war die Stimmung nichteinmal Mitte Jänner.

Und ist das deiner Meinung nach nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen.

  

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"Es könnte eine Rally für die Doofen sein"
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.5.08 22:41)

Aktienexperten warnen davor, die jüngste Erholung beim US-Leitindex Standard & Poor's 500 als Auftakt für eine neue Rally zu werten.

Wie zwiespältig Anleger die Börse derzeit sehen, zeigt ein Vergleich des S&P mit der Lage am Terminmarkt: Der US-Leitindex hat im April 4,8 Prozent zugelegt, so viel wie zuletzt im Dezember 2003. Vergangene Woche stieg der S&P 500 um 1,2 Prozent auf 1413,90 Punkte und damit elf Prozent über sein 19-Monats-
Tief vom 10. März.

Gleichzeitig sind Optionen zur Absicherung gegen einen Rückgang des S&P gemessen an der so genannten impliziten Volatilität um 63 Prozent teurer als Scheine, deren Käufer von einem Anstieg profitiert: Die Volatilität von Optionen, die Gewinne schützen, wenn der Standard & Poor's 500 in den kommenden drei Monaten mindestens zehn Prozent fällt, stieg am 30. April auf 24,67. Für Optionen, die bei einem ebenso großen Anstieg einen Gewinn liefern, errechnete sich eine Volatilität von 15,1 Prozent, zeigen Bloomberg-Daten.

Eine so pessimistische Stimmung herrschte seit mindestens 2005 nicht mehr. Zur Verdeutlichung: Ein Rückgang des S&P von zehn Prozent gegenüber dem Schlussstand von vergangenem Freitag würde den Index auf 1271,51 Punkte bringen. Dies läge unter dem Tief von 1273,37 Punkten vom 10. März.

Zu den Skeptikern gehört Jean-Marie Eveillard, Fondsmanager des First Eagle Global Fund im Volumen von 22 Mrd. Dollar (14,2 Mrd. Euro). "Es könnte eine Rally für die Doofen sein", sagte er. Investoren wollten an das Positive glauben. "Aber wenn ich richtig liege, handelt es sich hier um die schlimmste Finanzkrise nach dem Zweiten Weltkrieg."

Nach seiner Ansicht sind die Gewinnerwartungen angesichts des maroden US-Häusermarkts zu optimistisch. Derzeit gehen Analysten davon aus, dass die S&P-Unternehmen den Gewinn im dritten und vierten Quartal um 12,1 Prozent bzw. 51,7 Prozent steigern. Dabei zeigt das Beispiel des ersten Quartals, wie schwer es den Experten derzeit fällt, die Entwicklung einzuschätzen: Bei den 363 Gesellschaften aus dem S&P, die bisher ihren Bericht vorgelegt haben, fiel der Gewinn im Mittel um 13,3 Prozent. Aktienexperten hatten zu Jahresbeginn für das Quartal hingegen ein Plus von 4,7 Prozent vorhergesagt.

Dazu kommt, dass die Unternehmen im S&P 500 auf Basis der aktuellen Gewinnschätzungen bereits mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,7 bewertet sind. Damit werden sie so teuer gehandelt wie zuletzt vor vier Jahren - und 15 Prozent teurer als zu Zeiten des S&P-Rekordhochs im Oktober.

Nouriel Roubini, Volkswirt an der Stern School of Business der New York University, sagte schon vor über einem Jahr vorher, dass ein Einbruch am Markt für Wohnimmobilien die Wirtschaft der USA eine Rezession stürzen würde. An dieser Prognose hält er nach wie vor fest - den sieben Zinssenkungen der US- Notenbank Federal Reserve zum Trotz, durch die der Leitzins seit September von 5,25 Prozent auf 2 Prozent gefallen ist.

In der Tat wuchs die Wirtschaftsleistung der USA von Oktober bis Ende März 0,6 Prozent, so wenig wie in keinem Sechsmonats-Zeitraum seit der Rezession von 2001. Die Verbraucherausgaben legten vergangenes Quartal annualisiert ein Prozent zu, ebenfalls so langsam wie zuletzt 2001.

Das Argument der Optimisten, dass die Finanzaktien im S&P 500 seit Ende März elf Prozent an Wert gewonnen haben, lässt Nouriel Roubini ebenso wenig gelten wie die Tatsache, dass Eisenbahn-Titel, Speditionsunternehmen und Fluggesellschaften Kursgewinne verzeichnen. Letzteres sehen Optimisten als Signal dafür, dass die Wirtschaft auf breiter Basis wächst.

"Es wird weitere Verluste für das Finanzsystem geben, eine Abkühlung bei der Nachfrage und auf dem Arbeitsmarkt, bei den Gewinnen, bei der Rentabilität - und dies wird den Aktienmarkt noch weiter nach unten drücken", sagte er. "Wir haben hier eine vorübergehende Rally in einem Bärenmarkt."


Wirtschaftsblatt 05.05.2008

  

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RE: "Es könnte eine Rally für die Doofen sein"
FulgorX(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.5.08 00:11)

>Zu den Skeptikern gehört Jean-Marie Eveillard, Fondsmanager
>des First Eagle Global Fund im Volumen von 22 Mrd. Dollar
>(14,2 Mrd. Euro). "Es könnte eine Rally für die Doofen
>sein", sagte er. Investoren wollten an das Positive
>glauben. "Aber wenn ich richtig liege, handelt es sich
>hier um die schlimmste Finanzkrise nach dem Zweiten
>Weltkrieg."

jedes jahrzehnt gibt es die schlimmste finanzkrise die die welt jemals gesehen hat. wir werden ja auch immer reicher. wenn eveillard nicht vorher an einen herzinfakt stirbt, dann freu ich mich schon auf sein statement, so im jahre 2016 eventuell "das ist die schlimmste Finanzkrise ..., ja sogar noch schlimmer als im jahr 2007 als damals ..."

aber mal im ernst, an seiner stelle würde ich mir auch lieber einen halben weltuntergang wünschen. so wie der seinen fond aufgestellt hat. ca. 38 tonnen gold, jede menge minenaktien und dazu momentan noch einen rießen cashanteil. der schläft momentan wahrscheinlich nicht mehr so gut. aber das ist der preis wenn man immer der rendite hinterherläuft und permanent wetten eingeht, wie sich der markt entwickelt. drum bitte, bitte, liebe börse falle eveillard zuliebe





  

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Ökonomen weisen Spekulationen über US-Arbeitsmarktdaten zurück
FulgorX(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.5.08 22:17)


NEW YORK (Dow Jones)--Ökonomen haben die am Freitag an den Finanzmärkten entstandenen Spekulationen, wonach US-Regierungsbehörden die Arbeitsmarktdaten für April manipuliert haben könnten, entschieden zurückgewiesen. Experten aus der Privatwirtschaft betonten, dass die Zahlen korrekt berechnet worden seien und das Bureau of Labor Statistics (BLS) warnte vor falschen Interpretationen.

Die Spekulationen entzündeten sich an zwei verschiedenen Datenreihen. In den USA werden die Arbeitsmarktdaten auf zwei verschiedenen Ebenen erfasst, auf der nationalen Ebene und auf der Ebene der Bundesstaaten.

Die nationalen Daten zeigen am 2. April einen überraschend geringen Rückgang der Beschäftigung im April um 20.000 Jobs, während Ökonomen ein Minus von 75.000 erwartet hatten. Am Freitag veröffentlichte das BLS nun regionale Daten, die einen Rückgang um 151.000 Stellen auswiesen.

Ökonomen wiesen jedoch darauf hin, dass die beiden Datenreihen auf unterschiedlichen Methodologien und Berechnungsarten basierten. "Ich bin überrascht, dass die Angelegenheit so viel Aufmerksamkeit erzeugt, denn es gibt üblicherweise immer eine Differenz", sagte Michelle Meyer, Volkswirtin bei Lehman Brothers. Von 1990 bis zur Gegenwart habe es einen Unterschied von rund 115.000 Jobs in jedem Monat gegeben. Der April füge sich als ziemlich genau in dieses Bild.

Das BLS machte darauf aufmerksam, dass bei der Erhebung auf der Ebene der Bundesstaaten Fehler bei der Datenerfassung entstehen können als bei der Erhebung auf der nationalen Ebene, weil sich mögliche Fehler in den einzelnen Bundesstaaten in einer aggregierten Form addieren und zu bedeutenden Verzerrungen führen können.

- Von Michael S. Derby, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300,
konjunktur.de@dowjones.com

  

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Thema #33674

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