FREQUENTIS - IPO 2007 | aktie.at Forum
FREQUENTIS - IPO 2007 interessant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.11.07 18:40)

Frequentis-IPO noch 2007

Das Flugsicherungs- und Kommunikationstechnik-Unternehmen funkt bald an der Wiener Börse

Wien – Das Wiener Flugsicherungs- und Kommunikationstechnik-Unternehmen Frequentis will noch heuer an die Wiener Börse. Als Joint Lead Manager hat das derzeit noch zu 96 Prozent im Eigentum von Firmenchef Hannes Bardach stehende Unternehmen die Erste Bank und Sal. Oppenheim beauftragt.

Die in über 50 Ländern tätige Frequentis ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer im Bereich Sprachkommunikation für zivile Flugsicherung und ein führender Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen in der zivilen und militärischen Flugsicherung, im Bahn- und Schiffsverkehr sowie bei Polizei, Feuerwehr und Rettung.

Zu ihren Kunden zählen unter anderem die Flugsicherungen in Österreich, Deutschland und Frankreich, die Nasa, die Deutsche Bundeswehr, die London Metropolitan Police, die Schweizerischen Bundesbahnen oder die via donau Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft. 2006 erzielte die rund 700 Mitarbeiter zählende Frequentis-Gruppe einen Umsatz von knapp 121 Millionen Euro und ein Konzernergebnis von 3,3 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei mehr als 40 Prozent.

In Finanzkreisen wird erwartet, dass Frequentis Ende November oder Anfang Dezember – nach dem ebenfalls kurz bevorstehenden Börsengang des steirischen Edelstahlherstellers Breitenfeld – zum Börsenstart in Wien ansetzen wird. (kol, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.11.2007)

  

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Frequentis wird bei Anlegern vorstellig interessant
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.11.07 22:51)

Institutionelle können sich bereits in die Investmentstory einlesen

Frequentis wird bei Anlegern vorstellig

Mit Frequentis wird ein kleines
IPO das Emissionsjahr in
Wien voraussichtlich abschliessen.

Das Unternehmen will stärker
als der Markt wachsen.
Während der Edelstahlhersteller Breitenfeld
in den Startlöchern für das IPO, das
kommende Woche beginnen soll, scharrt,
wird bereits der nächste Börseanwärter bei
Investoren vorstellig. Die Rede ist vom Flugsicherheits-
Spezialisten Frequentis, der vergangene
Woche bekanntgegeben hat, sich
auf ein IPO vorzubereiten. Mit einem Unternehmenswert
vor Emission, der laut Company
Report der Erste Bank zwischen 130
Mio. Euro und 170 Mio. Euro angesiedelt
werden kann (je nach zugrundeliegendem
Zinssatz und Wachstumsannahme), ist Frequentis
deutlich kleiner als Breitenfeld. Das
Unternehmen, das mit einem Anteil von
30% am Markt für Kommunikationssysteme
in der zivilen Luftfahrt weltweit führend
ist, erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von
rund 116 Mio. Euro, das EBITDA belief
sich auf 7,2 Mio. und der Überschuss auf
3,3 Mio. Euro.

Frequentis rechnet mit einem jährlichen
Marktwachstum zwischen 5% und 8%, als
Katalysatoren für das Geschäft wirken vor
allem die steigende Mobilität und damit
die Notwendigkeit, das Verkehrsaufkommen
effizient abwickeln zu können, der technologische
Fortschritt sowie die höhere Bereitschaft
öffentlicher Stellen, in Sicherheitsmassnahmen
zu investieren (nach 9/11
und den Bombenanschlägen in London
und Madrid).
Derartige Geschehnisse können
- wie die Vergangenheit zeigt - allerdings
auch kurzfristig auf den Frequentis-
Geschäften lasten. Denn durch die Einsparungen
in der Luftfahrtbranche als Folge
von 9/11 musste das Unternehmen zwei
Jahre sinkende Umsätze hinnehmen und
schwenkte erst 2004 wieder auf den Wachstumspfad
ein.

US-Markt lockt

Die Analysten der Erste Bank prognostizieren
für die Jahre 2007 bis 2010 ein
durchschnittliches Umsatzwachstum von
9% im Jahr, wobei vor allem die Expansion
im „Installed Base Business, IBB“ als Treiber
gesehen wird. Dieser Bereich umfasst
Maintenance- und Supportverträge mit bestehenden
Kunden sowie den technischen
Betrieb und Upgrade-Möglichkeiten und
ist deshalb so interessant, weil hier lange
Laufzeiten (15 Jahre und mehr) greifen und
Umsätze bis zur dreifachen Höhe des ursprünglichen
Vertrags generiert werden können.
Das EBITDA von Frequentis sollte
zwischen 2007 und 2010 um durchschnittlich
19% im Jahr zulegen können,
der Nettogewinn um durchschnittlich 30%,
erwarten die Analysten. Das Unternehmen,
das derzeit zu 96% im Besitz von CEO Hannes
Bardach steht, will den IPO-Erlös zum
einen für eine breitere geografische Aufsetzung
nutzen, wobei vor allem der USMarkt
lockt. Dort können die Österreicher
ein Referenzprojekt mit der NASA vorweisen,
die Anpassung der Produkte an lokale
Bedürfnisse und die Erschliessung von
Vertriebskanälen erfordern allerdings Geld.
Weiters will Frequentis das Geschäftsmodell
insofern ausweiten, als Kontrakte im
Bereich des technischen Betriebs angestrebt
werden. Diese langfristigen Projekte weisen
attraktive Margen auf, erfordern allerdings
höheren Kapitaleinsatz. Nicht zuletzt will
Frequentis Flexibilität für Akquisitionen
schaffen, auch wenn es aktuell keine konkreten
Ziele am Radarschirm gibt.
Abhängig von den künftigen Kapitalerfordernissen
strebt Frequentis eine Ausschüttungsquote
von 30% bis 40% des Nettogewinns
an. (bs)

  

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Frequentis verschiebt Börsegang auf unbestimmte Zeit interessant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.11.07 14:56)

Wegen Kapitalmarktschwäche sagte das Kommunikationsunternehmen seinen unmittelbar bevorstehenden Börsegang kurzfristig ab

"Angesichts der ungünstigen Kapitalmarktbedingungen" hat das Wiener Flugsicherungs- und Kommunikationsunternehmen Frequentis am Donnerstag überraschend seinen unmittelbar bevorstehenden Börsegang kurzfristig abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach reiflicher Überlegung und intensivem Austausch mit dem begleitenden Bankenkonsortium, der Erste Bank und Sal. Oppenheim, habe man sich zu diesem Schritt entschieden, teilte Frequentis mit.

Bereits seit einiger Zeit beobachte man die aktuelle Situation an den Börsen. Da das Unternehmen aufgrund der ausgezeichneten Eigenkapitalausstattung und hohen Liquidität bezüglich eines Börseganges nicht unter Druck stehe, habe das Management sich nun angesichts der ungünstigen Kapitalmarktbedingungen gemeinsam mit den Konsortialbanken zur Verschiebung entschlossen.

Für kommenden Montag war bereits die IPO-Pressekonferenz angesetzt gewesen. Die Erstnotiz an der Wiener Börse war für 7. Dezember erwartet worden. Das Gesamtemissionsvolumen war von Beobachtern auf etwa 60 Mio. Euro geschätzt worden. Der Gesamtunternehmenswert sollte demzufolge nach dem Börsegang voraussichtlich bei 170 Mio. Euro liegen und der Streubesitz rund 35 Prozent betragen. (APA)

  

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