Ascom | aktie.at Forum
Ascom
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.19 18:31)

Nach den guten Erfahrungen seinerzeit mit Unaxis (nunmehr Oerlikon) eine weitere Victory-Beteiligung, die nicht uninteressant aussieht.

ISIN CH0011339204

Gestern wurde per Knalleffekt der CEO entlassen, anbei die zugehörige Info.

Kursziel trau ich mir noch keines nennen, ich gehe aber von sich zuspitzenden Übernahmetendenzen aus

cu
Doxy100

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15-02-2007 15:01 Ascom: Entlassung von CEO Hadorn - Fritz Mumenthaler wird CEO ad interim

Zürich (AWP) - Köpferollen bei Ascom: Der Berner Technologiekonzern trennt sich per sofort von seinem CEO Rudolf Hadorn. Neuer Interims-Chef wird Fritz Mumenthaler, Leiter der Division Wireless Solutions. Hadorn wurde zum Verhängnis, dass er sich ohne Abstimmung mit dem Verwaltungsrat mit einer Aktionärsgruppe getroffen hat.

Die Entlassung sei unumgänglich geworden, weil Hadorn Corporate Governance-Regeln verletzt und gegen das Gebot der Gleichbehandlung aller Aktionäre verstossen habe, teilte Ascom am Donnnerstag mit. Zudem habe er gegen ausdrückliche Weisungen des Gesamtverwaltungsrates gehandelt.

Laut dem Ascom-Verwaltungsrat hatte sich Hadorn mit einer Aktionärsgruppe getroffen und anschliessend im Auftrag dieser Gruppe versucht, die Zusammensetzung des Verwaltungsrates und der Verwaltungsratsfunktionen zu verändern.

Verwaltungsratsmitglied Rolf A. Meyer sagte vor den Medien, nach den Gesprächen sei Hadorn auf ihn zugekommen und habe ihn informiert, worauf er (Meyer) Verwaltungsratspräsident Juhani Anttila kontaktiert habe. Laut Ascom-Organisationsreglement sind Investorenkontakte aber ausschliesslich dem Verwaltungsratspräsidenten vorbehalten.

Ascom bezeichnete denn auch die Durchsetzung der Corporate-Governance-Regelungen sowie des Grundsatzes der Gleichbehandlung aller Aktionäre als 'unentziehbare Pflichten des Verwaltungsrates'.

Um welche Aktionärsgruppe es sich gehandelt hatte, wollte Verwaltungsratspräsident Anttila vor den Medien allerdings nicht sagen. Auch über die künftige Art und Weise der Zusammenarbeit mit der betreffenden Gruppe schwieg sich der Ascom-Präsident aus.

KONTAKTE MIT VICTORY?

Am Markt wurden sofort Stimmen laut, die Hadorns Entlassung mit dem jüngst erfolgten Anteilskauf der österreichischen Beteiligungsgesellschaft Victory in Zusammenhang brachten. Victory-Teilhaber Ronny Pecik hatte im Anschluss an den Kauf via Medien verlauten lassen, er wolle einen Dividendenverzicht und eine Verkleinerung des Verwaltungsrates. Am Donnerstag war Pecik für einen Kommentar aber nicht erreichbar.

"Die Verkleinerung des Verwaltungsrates ist absolut ein Thema", bestätigte Anttila heute vor den Medien, hielt aber fest, dass grundsätzlich alle Aktionäre willkommen seien, ihre Anträge für die GV einzubringen. Auch ein Dividenverzicht wäre demnach ein mögliches Traktandum.

AKQUISITIONSSTRATEGIE BEKRÄFTIGT - CEO-SUCHE LÄUFT

Im Weiteren bekräftigte Anttila die vom Konzern verfolgte Akquisitionsstrategie: "Wir müssen beschleunigt unsere Versprechen einlösen". Ascom sei derzeit in beiden Divisionen aktiv dabei, Akquisitionsobjekte zu prüfen, so der VR-Präsident.

Zur künftigen Umsetzung der Strategie hat der Konzern einen Verwaltungsrats-Ausschuss gebildet und die Deutsche Bank mit der Evaluation strategischer Optionen beauftragt. Im Ausschuss sitzen Juhani Anttila, Vizepräsident Paul E. Otth und Mitglied Rolf A. Meyer.

Bereits begonnen hat beim Konzern die Suche nach einem neuen CEO. Bis ein Nachfolger für Hadorn gefunden ist, übernimmt Fritz Mumenthaler, Leiter der Division Wireless Solutions, die operative Führung des Konzerns. Laut VR-Präsident Anttila kommt Mumenthaler auch als möglicher Ersatz für Hadorn in Frage.

Die Entlassung Hadorns ist gemäss Ascom durch einstimmigen Verwaltugsratsbeschluss erfolgt. Es gelte auch festzuhalten, dass Hadorn nicht fristlos entlassen worden sei, sondern mit einer 24-monatigen Kündigungsfrist per sofort freigestellt, sagte Anttila. Damit würden dem Abgehenden seine Verdienste für den Konzern angerechnet.

  

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Antworten zu diesem Thema
Ascom, Rang: Doxy100(24), 05.2.19 18:31
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
Poker um die Macht
16.2.07 11:35
1
RE: Poker um die Macht
16.2.07 14:35
2
      RE: Poker um die Macht
16.2.07 16:36
3
      RE: Poker um die Macht
17.2.07 11:49
4
Victory lädt am Dienstag zur Medienkonferenz
19.2.07 12:44
5
artikel aus 20minuten.ch
20.2.07 10:52
6
      pecik will hadorn zurück...
20.2.07 12:31
7
Simmering gegen Kapfenberg...
21.2.07 10:39
8
Medienmitteilung
21.2.07 19:34
9
Merrill Lynch bei Ascom über 5 Prozent
22.2.07 08:14
10
Victory stockt auf - neu 24,77 %
13.3.07 22:36
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      Erster Teilsieg für Victory
14.3.07 08:20
12

Poker um die Macht
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.2.07 11:35)

Poker um die Macht
Bei Ascom ist der Kampf um die Macht voll entbrannt: Konzernchef Rudolf Hadorn wurde freigestellt, weil er hinter dem Rücken des Verwaltungsrats einen neuen Präsidenten suchte – in Abstimmung mit Victory.

Ascom steckt in starken Turbulenzen. Dem Vernehmen nach hat der gestern freigestellte Konzernchef Rudolf Hadorn hinter dem Rücken des Aufsichtsgremiums Verwaltungsrat Rolf Meyer angefragt, ob er neuer Ascom-Präsident werden wolle. Zuvor hatte Hadorn mit der österreichischen Beteiligungsgesellschaft Victory Gespräche geführt, trotz eines Verbots des Verwaltungsrats, mit Aktionären und Investoren Kontakte zu unterhalten. Hadorn und Victory planten also den Sturz von Ascom-Präsident Juhani Anttila.


Dieser Vorgang beweist, dass die Beteiligungsgesellschaft Victory daran ist, einen ihr genehmen Verwaltungsrat zusammenzustellen. Da an einer Generalversammlung jeweils bloss etwa 40 Prozent der Aktionäre vertreten sind, reicht Victory der Anteil von 20,1 Prozent aus, um Ascom faktisch zu kontrollieren. Die nächste Generalversammlung findet am 16. April statt.
Interimistisch wird Hadorn von Divisionsleiter Fritz Mumenthaler ersetzt. Die Suche nach dem neuen Chef läuft. sny

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gute idee für ascom einen eigenen thread zu eröffnen. momenat dürften die eigentümerverhältnisse stärker verschoben werden. ein entsprechendes zusätzliches investment von pecik & co bis zur generalversammlung ist sehr wahrscheinlich.

nachdem der kurs die letzten tage, nach dem starken anstieg im jänner, zurückgekommen ist... bin ich auch dabei. schau ma mal wie das pokerspiel ausgeht... will auf jeden fall wie seinerzeits bei der oerlikon länger dabei bleiben. schauts euch das an!

  

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RE: Poker um die Macht
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.2.07 14:35)

Habe nach Threaderöffnung auch schnellentschlossen ein paar Aktien gekauft. Jetzt habe ich auch ein wenig nachgelesen. Pecik hat ja keine besonders gute Presse in der Schweiz

  

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RE: Poker um die Macht
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.2.07 16:36)

Ich denke, daß man 2 Sachen unterscheiden sollte:
Spekulation auf einen Übernahmekampf und Turnaroundspekulation.

Die letzte Victory Spekulation ging ja voll auf, weil da einfach hart restukturiert wurde - falls ich falsch liege, bitte um Korrektur.

Ist Ascom nun eine Turnaround Spekulation? Ich bin da eher skeptisch. Laut onvista rund 500M Marktkapitalisierung. 06 ohne a.o. Aufwand 30M Franken oder rund 20M Euro. Gewinnmarge ohne a.o. bei rund 350M Euro. So schlecht ist die Marge also gar nicht. Ich bin mir nicht sicher, wieviel ein neues Management da bringen kann.

Trotzdem, allein aufgrund des Machtkampfes werde ich den Thread verfolgen, aber vorerst nicht investieren.

Ascom erwartet 2006 rund 15 Mio. Reingewinn



Ascom erwaret tieferen Gewinn
(Foto: Keystone)

Der Berner Technologiekonzern Ascom, dessen Aktien derzeit wilden Spekulationen ausgesetzt sind, erwartet für 2006 einen Reingewinn von rund 15 Mio. Franken. Das ist knapp die Hälfte des Vorjahresgewinns auf vergleichbarer Basis.

Der Umsatz stieg gemäss vorläufigen Zahlen von 553 auf 565 Mio. Franken, wie Ascom mitteilte. Der Gewinn 2006 werde durch einen Buchverlust aus dem Verkauf von Network Integration Italien sowie durch den operativen Verlust des zum Verkauf stehenden Bereichs Toll Systems um total rund 15 Mio. Fr. beeinträchtigt.
Ascom hatte 2005 bei den weitergeführten Geschäften einen Gewinn von 29,5 Mio. Fr. geschrieben. Ausgewiesen wurden dank einmaligen Einnahmen aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen ein Gewinn von 144,8 Mio. Franken, also das Zehnfache des erwarteten Gewinns für 2006.

Im vergangenen Jahr konnte Ascom deutlich mehr Aufträge an Land ziehen als noch 2005. Der Auftragseingang in den beiden Kerndivisionen - Wireless Solutions (drahtlose Kommunikation) und Security Solutions (Sicherheitslösungen) - nahm um insgesamt 9,5 Prozent zu.

Der Auftragsbestand der beiden Divisionen erhöhte sich um über 36 Prozent. Absolute Zahlen wurden jedoch nicht publiziert. Die Jahresrechnung 2006 sowie der Geschäftsausblick werden am 14. März bekannt gegeben.

Für Aufsehen sorgte der Berner Technologiekonzern in den vergangenen Wochen aber nicht wegen operativer Ergebnisse, sondern wegen Spekulationen an der Börse. Auslöser war der Einstieg der österreichischen Investmentgesellschaft Victory. Diese hatte sich Mitte Januar mit 20,1 Prozent an Ascom beteiligt.

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass die Hasler-Stiftung ihren Anteil von rund 7,5 Prozent an Ascom grösstenteils verkauft hat. Weitere Aktienpakete halten die Deutsche Bank (13,38 Prozent), die Bank Bär (7,98 Prozent) und Vontobel (10,275 Prozent).

Der Kurs der Aktie ist in letzter Zeit stark gestiegen. Allein seit Jahresbeginn legte der Titel um über 72 Prozent zu. Der Titel gewann auch bis Donnerstagnachmittag 1,1 Prozent auf 26.80 Franken. Am Vormittag war der Kurs zwischenzeitilich um über 4,7 Prozent im Plus gelegen. (sda)

  

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RE: Poker um die Macht
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.2.07 11:49)

>Ich denke, daß man 2 Sachen
>unterscheiden sollte:
>Spekulation auf einen Übernahmekampf und Turnaroundspekulation.

>Die letzte Victory Spekulation ging ja
>voll auf, weil da einfach
>hart restukturiert wurde - falls
>ich falsch liege, bitte um
>Korrektur.

>Ist Ascom nun eine Turnaround Spekulation?
>Ich bin da eher skeptisch.


mein investement richtet sich weder in richtung übernahmespekulation noch um einen turnaround im operativen bereich.

für den zeitrahmen einer eventuellen machtübernahme steht eigentlich fest. die nächste generalversammlung findet am 16. april statt.

viel mehr interessiert mich was in weiterer folge mit ascom passieren kann/wird.

an ascom hat sich dieses mal victory selbst, zum unterschied der letzten transaktionen welche immer über oerlikon gelaufen sind, beteiligt.

ascom scheint sich durchaus gut als erster baustein eines zweiten konglomerats neben oerlikon zu eignen. wenn dem so ist, kann man die derzeitigen operativen zahlen von ascom nicht wirklich gut als grundlage verwenden.

aktionärsverteilung (offiziell):

victory 20,1 %
deutsche bank 13,4%
bank vontobel 10,3 %
bank julius baer 8 %

= 51,8%

eine verbindung der beteiligten untereinander mag ich nicht ausschliessen.

der machtkampf wird jetzt ein wenig offizieller und wirkt sich auch auf die vola (verfallstagsvola ist da zusätzlich hoch anzunehmen) im kurs aus. nur ich bleib dabei, die ganze sache hat ein baldiges ablaufdatum und dann wird sich hier vermutlich sehr sehr viel ändern.

schau ma mal...

p.s. persönliches KZ per ultimo 07 ist > CHF 33,--


  

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Victory lädt am Dienstag zur Medienkonferenz
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.07 12:44)

19-02-2007 11:36 HINWEIS/Victory lädt am Dienstag zur Medienkonferenz

Zürich (AWP) - Die österreichische Beteiligungsgesellschaft Victory will zu den jüngsten Ereigissen um den Technologiekonzern Ascom Stellung nehmen. Morgen Dienstag, den 20. Februar, findet um 10.00 Uhr an der Schweizer Börse SWX eine Pressekonferenz statt.

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Die Spannung steigt...

  

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artikel aus 20minuten.ch
n4u(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.07 10:52)

Neue Übernahmefantasien um Ascom

Die Übernahmefantasien um den Berner Technologiekonzern Ascom sind wieder aufgeflammt. Der Ascom-Kurs stand am Montagmittag mit 23,85 Franken 5,5 Prozent höher als letzten Freitagabend.

Auslöser des scharfen Kursanstiegs vom Montag war die Ankündigung der österreichischen Victory Industriebeteiligungs AG, ihr operativer Chef Ronny Pecik werde am (morgigen) Dienstag in Zürich an einer Medienkonferenz zu den jüngsten Ereignissen um die Ascom Holding AG Stellung nehmen. Deren Verwaltungsrat hatte vergangenen Donnerstag Konzernchef Rudolf Hadorn mit sofortiger Wirkung freigestellt und gegen ihn die Kündigung ausgesprochen. Laut Verwaltungsratspräsident Juhani Anttila hatte Hadorn versucht, im Auftrag einer Aktionärsgruppe die Zusammensetzung des Verwaltungsrats und die Funktionen des Gremiums zu verändern. Es wird vermutet, dass es sich dabei um Victory handelt.

In letzter Zeit gab es im Ascom-Aktionariat erhebliche Umschichtungen. So verkaufte die Berner Hasler-Stiftung, die bei Ascom lange eine einflussreiche Rolle gespielt hatte, einen Teil ihrer Beteiligung. Gemäss bisherigen Offenlegungen hält Victory, die bereits die Oerlikon- und Saurer-Konzerne beherrscht, 20,1 Prozent von Ascom; gemäss jüngsten Spekulationen könnte sie ihren Anteil vergrössert haben. Die Deutsche Bank erwarb 13,4 Prozent, die Bank Vontobel 10,3 Prozent und die Bank Julius Bär acht Prozent. Zusammen kontrollieren diese Aktionäre fast 52 Prozent von Ascom, an der auch der russische Financier Viktor Vekselberg beteiligt sein soll.

  

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pecik will hadorn zurück...
n4u(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.07 12:31)

Pecik will Hadorn zurück an Ascom-Spitze

Zürich. AP/baz. Ronny Pecik, der operative Chef der Victory Industriebeteiligungs AG, will Rudolf Hadorn wieder zurück an der Spitze des Berner Technologiekonzerns Ascom. «Hadorn hat nichts falsch gemacht», sagte Pecik an einer Pressekonferenz am Dienstag in Zürich.

Alles, was er mit dem am vergangenen Donnerstag freigestellten Ascom-Chef besprochen habe, habe er zuvor auch mit Ascom-Verwaltungsratspräsident Juhani Anttila diskutiert, sagte Pecik. Insbesondere auch die Frage der Zusammensetzung des Ascom-Verwaltungsrats. Hadorn habe auf seinen Wunsch hin den Kontakt zu Verwaltungsratsmitglied Rolf Meyer hergestellt. Wie Pecik weiter sagte, war ihm Meyer von einem hohen Bankmanager als Gesprächspartner empfohlen worden. Der Grund für die Anfrage an Hadorn sei banal gewesen: Er habe ganz einfach Meyers Telefonnummer nicht gehabt.

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«Ich entschuldige mich bei Rudolf Hadorn. Das Ganze tut mir menschlich sehr leid», sagte Pecik weiter. Er selber sei von den Ereignissen überrascht worden. Pecik stellte in Aussicht, bald das Gespräch mit dem Ascom-Verwaltungsrat zu suchen. Der Verwaltungsrat habe mit der Entlassung Hadorns einen Fehler gemacht. Er erwarte, dass sie dies zugäben und den Fehler rückgängig machten. Mit der Absetzung Hadorns sei das Unternehmen Schachmatt gesetzt. Victory hält seit Mitte Januar über 20 Prozent der Ascom-Aktien und ist damit grösste Aktionärin des Technologiekonzerns.


  

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Simmering gegen Kapfenberg...
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.2.07 10:39)

...der Spassfaktor bei Ascom steigt, denn der finale Showdown rückt wohl laufend näher.

cu
Doxy100
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<http://www.espace.ch/artikel_321702.html>

Wie der Ascom-Streit eskalierte
Grossaktionär Ronny Pecik präsentiert an seinem ersten Medienauftritt in der Schweiz seine Sicht der Dinge
Die Ascom stehe nach der Entlassung von Rudolf Hadorn ohne Steuermann da, sagte Ascom-Grossaktionär Ronny Pecik vor den Medien in Zürich. Der Verwaltungsrat solle den verdienten Konzernchef sofort wieder einstellen.

Rudolf Hadorn habe sich absolut nichts zuschulden kommen lassen. Der Ascom-Verwaltungsrat habe mit der Entlassung des verdienten Konzernchefs überreagiert. Das Aufsichtsgremium solle seinen Fehler eingestehen und Hadorn wieder einstellen, sagte Ronny Pecik, Chef der Victory Industriebeteiligungs AG, gestern vor den Medien in Zürich. Es liege ihm daran, die Ereignisse aus seiner Sicht zu schildern.

Mitte November habe ihm eine Zürcher Investmentbank eine Beteiligung an der Ascom Holding angeboten. Zwei Fonds wollten ihre Pakete von zusammen 15,1 Prozent in Aktien und 5 Prozent in Optionen verkaufen. Am 19. Dezember 2006 habe er sich mit Konzernchef Hadorn und Finanzchef Romaneschi in Zürich getroffen. Die beiden hätten ihm den Konzern sehr professionell präsentiert und seine Fragen kompetent beantwortet. Am 15. Januar 2007 habe die Victory Industriebeteiligungs AG das Aktienpaket der Ascom gekauft und bar bezahlt.

Treffen mit Anttila am 15. Januar

Am selben Tag habe ein Treffen zwischen Pecik und seinem Partner Georg Stumpf sowie Ascom-Präsident Juhani Anttila stattgefunden. Anttila habe gefragt, ob Victory die Aktienmehrheit anstrebe. Er habe erklärt: «Im Moment fühle ich mich mit meinem Anteil wohl», sagte Pecik. Er habe auch seinen Wunsch nach Veränderungen im Verwaltungsrat angebracht. «Wer keine Aktien mehr hat, soll gehen. Acht Verwaltungsräte und vier Mitglieder der Konzernleitung sind zu viel», führte er weiter aus.
Weiter habe er gesagt, die Ascom sollte seiner Meinung nach keine Dividenden mehr ausschütten, sondern die Mittel für Investitionen und Übernahmen verwenden. Das umso mehr, als der Konzern im Vorjahr 180 Millionen Franken an die Aktionäre ausgeschüttet habe. Dank seinen Beziehungen nach Osteuropa könne er die Ascom bei der Eroberung der dortigen Märkte unterstützen.
Anttila habe sich für alle Anregungen sehr offen gezeigt. Er habe auch seine Bitte um ein Treffen mit dem Management gutgeheissen und ihm umgehend eine Firmenpräsentation per E-Mail zukommen lassen.

Hasler-Stiftung als Auslöser?

Am 17. Januar informierte die Victory die Öffentlichkeit über ihren Einstieg bei der Ascom. In den folgenden Tagen stieg der Aktienkurs steil an, und grosse Pakete wechselten die Hand. Am 25. Januar verkaufte die Stiftung Hasler Werke ihren Anteil von 7,5 Prozent an der Ascom Holding an die Bank am Bellevue. Diese vermittelte die Titel laut eigenen Angaben an institutionelle Investoren; laut Gerüchten gingen sie aber teilweise an Victory.
Der Rückzug der Hasler-Stiftung habe bei Anttila offensichtlich einen Stimmungswandel ausgelöst, meinte Pecik. Der Verwaltungsratspräsident habe bis zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich gehofft, die Stiftung sei ein Bollwerk gegen das weitere Vordringen der Victory Industriebeteiligungs AG. Diese Hoffnung sei nun zerstört worden.

«Kannte Telefonnummer nicht»

«Am 6. Februar habe ich mich für ein Gespräch von 45 Minuten mit Konzernchef Rudolf Hadorn getroffen. Es ging um globale Projekte», führte Pecik weiter aus. Dabei habe er Hadorn beiläufig gebeten, ihm den Kontakt zu Ascom-Verwaltungsrat Rolf Meyer zu vermitteln. «Ich kannte Meyers Telefonnummer nicht – das war der einzige Grund für meine Bitte an Hadorn», sagte Pecik. «Meyer war mir von einem Manager einer Zürcher Grossbank empfohlen worden», führte er weiter aus. «Ich wollte ihn fragen, ob er künftig als Vertreter von Victory dem neugestalteten Ascom-Verwaltungsrat angehören wolle», sagte Pecik.

Hadorn wird entlassen

Meyer ging jedoch nicht auf das Angebot ein, sondern informierte den gesamten Ascom-Verwaltungsrat. In der Folge überstürzten sich die Ereignisse. Der Verwaltungsrat stellte Hadorn zur Rede. Gleichzeitig forderte er bei seinem Rechtsberater eine juristische Beurteilung an. Dieser kam zum Schluss, Hadorn habe gegen die Regeln der guten Unternehmensführung (Corporate Governance) verstossen, gegen ausdrückliche Weisungen des Gesamtverwaltungsrats gehandelt und das Gleichbehandlungsgebot der Aktionäre verletzt.
Während dieser Zeit habe er mehrmals versucht, Ascom-Präsident Anttila zu erreichen, sagte Pecik gestern. Unter anderem habe er um einen Gesprächstermin am 13. Februar gebeten. Am 12. Februar um 22.40 Uhr habe er von Anttila ein SMS erhalten: Er sei am 13. Februar nicht abkömmlich, weil er seinen 25. Hochzeitstag feiere. Am 15. Februar um 8.14 Uhr habe ihn Anttila angerufen und gesagt, Hadorn sei entlassen worden.
Für ihn sei es unverständlich, wie man einen verdienten Konzernchef auf diese Weise in die Wüste schicken könne. Hadorn habe einen ausgezeichneten Leistungsausweis, «zu jenem Anttilas möchte ich mich nicht äussern», sagte Pecik. Er entschuldige sich bei Hadorn, sagte er weiter. Er würde ihn nicht mehr als Vermittler einsetzen, sondern direkt bei Rolf Meyer anrufen.

«Offen für Gespräche»

Der Verwaltungsrat sei «offen für Gespräche» mit Ronny Pecik, hiess es gestern bei der Ascom. Er habe Pecik nichts vorgeworfen. Dessen Forderung nach Wiedereinstellung von Rudolf Hadorn nehme er zur Kenntnis. Er sehe aber keinen Grund, Hadorns Entlassung rückgängig zu machen.

So geht es weiter

Ronny Pecik, Chef der Victory Industriebeteiligungs AG Wien, will sich in den nächsten Tagen mit dem Ascom-Verwaltungsrat treffen. Bis am 2. März können die Aktionäre Anträge an die Generalversammlung einreichen. Am 14. März orientiert die Ascom an der Bilanzmedienkonferenz über den Geschäftsgang und die Anträge der Aktionäre. Am 16. April findet die ordentliche Generalversammlung im Kongresszentrum der BEA in Bern statt.

  

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Medienmitteilung
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.2.07 19:34)

Offenlegung von Beteiligungen

Gestützt auf Art. 20 des Börsengesetzes erhielt die Ascom Holding AG nachstehende
Meldung:

Aktionärsgruppe:

• Merrill Lynch Capital Markets AG, Stockerhof, Stockerstrasse 23, 8039 Zürich

• Merrill Lynch, Pierce, Fenner & Smith, 4 World Financial Center, 250 Vesey St.,
New York, N.Y. 10080, USA

• Merrill Lynch International, 2 King Edward Street, London EC1A 1 HQ, United
Kingdom

• BlackRock Investment Management (UK) Ltd., 33 King William St., London EC4R
9 AS, United Kingdom

Alle Mitglieder der Aktionärsgruppe sind Tochtergesellschaften der Merrill Lynch & Co.
Inc., 4 World Financial Center, 250 Vesey St., New York, N.Y. 10080, USA

Stimmrechtsanteil: 5,15 %

Zusammensetzung der Beteiligung:

- 1'855’416 Namenaktien

Ascom Holding AG

  

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Merrill Lynch bei Ascom über 5 Prozent
Rang: birdie(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.2.07 08:14)

Keine Vereinbarungen mit Grossaktionär Ronny Pecik

Der Aktionärskreis des Schweizer Technologiekonzerns Ascom bleibt in Bewegung: Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat über verschiedene Tochtergesellschaften ihren Stimmrechtsanteil auf 5,15 Prozent aufgestockt. Die Aktionärsgruppe halte insgesamt jetzt 1,855 Millionen Namenaktien von Ascom, teilte das Unternehmen am Mittwochabend bekannt gab.

Auch andere Banken besitzen bereits Aktienpakete an Ascom, darunter die Deutsche Bank, die über 10 Prozent an Ascom hält, sowie Vontobel und Julius Bär. Grösster Einzelaktionär ist der österreichische Industrielle Ronny Pecik, der über seine Beteiligungsgesellschaft Victory über 20 Prozent an Ascom hält. Pecik hatte erst am Vortag in einer Pressekonferenz versichert, er habe keine Vereinbarungen mit Banken getroffen, die Ascom-Pakete halten.

Pecik kritisierte zuletzt den Ascom-Verwaltungsrat scharf, weil dieser Konzernchef Rudolf Hadorn vor Wochenfrist an die Luft gesetzt hatte. Hadorn wurde unter anderem vorgeworfen, er habe Kontakte zu Pecik gehabt, obwohl ihm dies von Verwaltungsratspräsident Juhani Anttila verboten worden sei.

  

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Victory stockt auf - neu 24,77 %
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.3.07 22:36)

News

13/03/2007 - Offenlegung von Beteiligungen

Gestützt auf Art. 20 des Börsengesetzes erhielt die Ascom Holding AG nachstehende Meldung:

Aktionär:

Victory Industriebeteiligung AG, Franz-Josefs-Kai 47, A-1010 Wien

Wirtschaftliche Berechtigung:

- RPR Privatstiftung, Seilerstätte 18-20, A-1010 Wien
- Millennium Privatstiftung, Praterstrasse 62-64, A-1020 Wien

Gemäss einer am 1. März 2007 erfolgten ersten Transaktion wurde nachfolgende Mel-dung erstattet:

Stimmrechtsanteil: 9,5%

Zusammensetzung der Beteiligung:
- 3'420'000 Call Optionen

Nach einer gleichentags am 1. März 2007 erfolgten zweiten Transaktion wurde nach-folgende Meldung erstattet:

Stimmrechtsanteil: 24,77%

Zusammensetzung der Beteiligung:
- 5'496'000 Namenaktien
- 3'420'000 Call Optionen
Ascom Holding AG

Über Ascom

Ascom ist ein internationaler Lösungsanbieter mit umfassendem Technologie-Know-how. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Kernbereiche Wireless Solutions (hochstehende kundenspezifische Onsite-Kommunikationslösungen) und Security Solutions (Anwendungen für Sicherheit, Kommunikation, Automation und Leitsysteme für Infrastrukturbetreiber, öffentliche Sicherheitsinstitutionen und die Armee).

Unter Special Products werden im Wesentlichen die Aktivitäten Network Integration (Netzwerklösungen im Data/Voice-Konvergenzmarkt) in Italien und Payphones (spezialisierte Produkte für den Fernsprechverkehr) zusammengefasst.

Ascom hat sich mit langjähriger Erfahrung in der Abwicklung komplexer Projekte für anspruchsvolle Kunden in wichtigen Schlüsselmärkten etabliert. Die Angebotspalette von Ascom reicht von der Analyse und Beratung über Systemdesign und -integration, Projektmanagement, Engineering und Realisierung bis hin zu Wartung und Support.
Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in 17 Ländern und beschäftigt weltweit rund 2’200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Ascom Namenaktien (Symbol ASCN) sind in Zürich an der SWX Swiss Exchange kotiert.

Ascom Konzern Medienstelle

http://www.ascom.at/news_at.htm?reference=84877.000000&checkSum=F59835C6F04EA23AB37E4A677 C61D750

  

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Erster Teilsieg für Victory
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.3.07 08:20)

Aus dem heute veröffentlichten Jahresendergebnis 06:

Anträge an die Generalversammlung
Um die beschleunigte Wachstumsstrategie zügig umsetzen zu können wird der Verwaltungsrat
den Aktionärinnen und Aktionären vorschlagen, auf die Ausschüttung einer
Dividende für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2006 zu verzichten.
Die finanziellen
Mittel, die dadurch zur Verfügung stehen, sollen rasch und nachhaltig investiert werden.
Weiter beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Wiederwahl von
Juhani Anttila als Mitglied des Verwaltungsrates für die statutarische Amtsdauer von
einem Jahr. Pierre Roy und Adrian Schmassmann werden sich an der diesjährigen ordentlichen
Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl stellen, wodurch sich der
Verwaltungsrat auf sechs Mitglieder verkleinern wird.
Anlässlich der letztjährigen Generalversammlung
wurde in Anwendung moderner Corporate Governance Regeln entschieden,
die Amtsdauer der Verwaltungsräte generell auf ein Jahr zu verkürzen. Dadurch
wird anlässlich der Generalversammlung 2008 die Amtsdauer aller Mitglieder
des Verwaltungsrates auslaufen. Der Verwaltungsrat dankt den beiden scheidenden
Mitgliedern für ihren grossen Einsatz.

  

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Thema #13284

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