EU-Beitritt der Türkei | aktie.at Forum
EU-Beitritt der Türkei
Hurrikan(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.07 01:34)

Hallo!


Ich eröffne diesen Thread, um die Meinung anderer zum Thema EU-Beitritt der Türkei zu erfahren.


Ich möchte aber alle bitten, diesen thread nicht in eine Diskussion über politische Standpunkte ausarten zu lassen, sondern die rein wirtschaftlichen Punkte zu erörtern.


so lon
Hurrikan

  

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Antworten zu diesem Thema
EU-Beitritt der Türkei, Hurrikan(0), 26.5.18 20:59
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
RE: EU-Beitritt der Türkei
03.10.05 19:19
1
RE: EU-Beitritt der Türkei
03.10.05 20:37
2
      RE: EU-Beitritt der Türkei
03.10.05 22:10
3
      der eigene Tellerand
04.10.05 07:40
4
      RE: der eigene Tellerand
04.10.05 09:07
5
      RE: der eigene Tellerand
04.10.05 09:38
6
      RE: der eigene Tellerand
04.10.05 19:31
7
      RE: der eigene Tellerand
04.10.05 23:45
8
Verflechtungen schützen gegen Krieg?
04.10.05 22:12
9
RE: Verflechtungen schützen gegen Krieg?
05.10.05 19:18
10
      RE: Verflechtungen schützen gegen Krieg?
06.10.05 00:43
11
      @J&S
06.10.05 15:47
12
      RE: @J&S
06.10.05 15:55
13
      Vereinheitlichung
06.10.05 16:45
14
      Vorarlberg
07.10.05 07:53
15
      RE: Vorarlberg
07.10.05 08:16
16
      RE: Vorarlberg
07.10.05 08:44
17
      RE: Vorarlberg
07.10.05 08:56
18
      heardoepfl
07.10.05 09:45
19
      RE: heardoepfl
07.10.05 11:01
20
      RE: Pampelmusen
07.10.05 11:10
21
      RE: Pampelmusen
07.10.05 12:59
22
      RE: Pampelmusen
11.10.05 17:28
23
      RE: Pampelmusen
11.10.05 17:40
24
      RE: Pampelmusen
12.10.05 18:29
25
was einem alles passieren kann
27.6.07 20:18
26
RE: was einem alles passieren kann
27.6.07 20:57
27
      RE: was einem alles passieren kann
28.6.07 10:23
28
      RE: was einem alles passieren kann
28.6.07 10:26
29
      RE: was einem alles passieren kann
28.6.07 10:47
30
Türken feiern Nikolaus-Fest, Wiener dürfen nicht
26.12.07 19:44
31
Erdogan rettet die türkische Währung
26.5.18 20:59
32

    
        
RE: EU-Beitritt der Türkei
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.10.05 22:10)

Aber die Korrekturen da zwischendrin sind schon recht heftig immer, da is der ATX ja die Stetigkeit in Person dagegen.

Wirklich schwer, wenn das Gute auch daheim ist, mit dem "über den Tellerrand gucken".

  

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der eigene Tellerand
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.10.05 07:40)

>Wirklich schwer, wenn das Gute auch
>daheim ist, mit dem "über
>den Tellerrand gucken".

Wir sind zunehmend globale Buerger und nicht Unterlaender oder Vorarlberger oder Oesterreicher oder Europaer. Genauso wie wir uns heute nur wundern koennen wie im Mittelalter Bistuemer und kleine Grafschaften ihre eigene Suppe kochten, so werden sich in 100 Jahren die Weltbuerger wundern warum wir damals so an Nationalitaeten festhielten. Oekonimische Verflechtungen sind das beste Mittel gegen Krieg und fuer Voelkerverstaendigung.
Zeus

  

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RE: der eigene Tellerand
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.10.05 09:07)

Editiert am 04-10-05 um 09:08 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

>Wir sind keine Österreicher

Naja, das wird halt von oben oder vom Zeitgeist so diktiert. Die Globalisierung ist aber keineswegs jedermanns Geschmack und bringt vielerlei neue Probleme, siehe die neuen Arbeitsbedingungen im Beruf oder Verluste im heimischen Sprachgebrauch.

  

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RE: der eigene Tellerand
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.10.05 09:38)

>
>>Wir sind keine Österreicher
>
>Naja, das wird halt von oben
>oder vom Zeitgeist so diktiert.
>Die Globalisierung ist aber keineswegs
>jedermanns Geschmack und bringt vielerlei
>neue Probleme, siehe die neuen
>Arbeitsbedingungen im Beruf oder Verluste
>im heimischen Sprachgebrauch.

Arbeitsbedingungen haben sich ueber die Jahrhunderte immer geaendert und auch die Gewerkschaft wird lernen (muessen) dass "wohlerworbene" Rechte nicht ewig sind. Im Grossen und Ganzen sind Aenderungen oft einfach Wohlstandsausgleich. Es wird sicher nicht moeglich sein unsere Arbeit weiterhin so teuer zu verkaufen, da andere (zB Indien usw.) dieselbe oder aehnliche Arbeit billiger machen. Wettbewerb nennt man das.
Und das mit dem Verlust des Sprachgebrauchs ist einfach Nostalgie. Du redest auch nicht mehr so wie vor 100 Jahren. Ich nenne das Evolution. Meine Kinder reden auch kaum Vorarlbergerisch, so what? Uebrigens, mein juengster Sohn wurde letzte Woche beim Autostoppen am Arlberg von der Polizei gefilzt, da er einen Akzent hat und zwar vorarlbergerisch aber mit englischem Akzent spricht. Dass er dann einen Oesterreichischen Pass vorwies war ganz suspekt!
Zeus

  

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RE: der eigene Tellerand
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.10.05 19:31)

Und was ist da dran jetzt so positiv?

  

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RE: der eigene Tellerand
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.10.05 23:45)

>Und was ist da dran jetzt
>so positiv?

Positiv ist die Voelkerverstaendigung. The rest is just fact of life.
ein mueder Zeus der morgen um 0200 aufbrechen muss um ein gestrandetes Flugzeug vom Busch zu holen

  

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Verflechtungen schützen gegen Krieg?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.10.05 22:12)

Editiert am 04-10-05 um 10:16 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

"Oekonimische Verflechtungen sind das beste Mittel gegen Krieg und fuer Voelkerverstaendigung." ?

Ist eventuell ein homöopathisches Mittel: "Befriedige Deine Handelspartner, auf daß sie Dir ökonomisch nicht nachstehen, dann haben sie keinen Grund, Dich zu überfallen!"

Oder besser: "Mach Dir Deine Handelspartner untertan, auf daß Du der Hauptnutznießer dieser Beziehung bist!" ?

Das Römische Reich hat üblicherweise mit den zukünftigen Kolonien vor dem Einmarsch erfolgreich Handel und Kulturaustausch getrieben. Mit den Galliern wie mit den Germanen.

Über Handel und Kulturaustausch haben schon viele Völker ohne Zivilisation prächtige Städte kennen und lieben gelernt, sodaß sie sie unbedingt haben wollten.

Die Indianer haben anfangs auch schöne Glasperlen für ihr Gold und ihre Felle bekommen. Als sie dann unmäßig wurden und glaubten, daß ihnen mehr zustünde, der Handelspartner aber nicht mehr geben wollte, hat es viel Unfrieden gegeben, der bis zur Ausrottung vieler Völker geführt hat.

Die deutschen Siedler haben den Herero auch Vieh zu einem von einer Seite als fair betrachteten Preis abgekauft. Die anderen fühlten sich übervorteilt und wollten sich das Restgeld holen. Die Käufer wollten es nicht hergeben, es hat Tote gegeben, und die Armee ist aus Europa gekommen und hat Frieden gemacht. Mit vielen Tausend Toten.

Die Ostindische Handelskompanie war auch nicht ein reines Wirtschaftsunternehmen. Sie brauchten Soldaten zur Sicherung ihrer Handelsposten, es durften die ortsansässigen Völker nicht Herren im eigenen Land bleiben.

Die Japaner bauten eine Eisenbahn durch die Mandschurei, die Eisenbahngesellschaft als 100%-Tochtergesellschaft des Reiches übernahm Bergwerke und große Gebiete, beschäftigte viele Hunderttausend Soldaten, um ihre Erwerbungen zu schützen. Alles legitim, schrieb der europäische Reisende 1930, schließlich müssen sie ihr Eigentum ja vor der Lokalbevölkerung beschützen, denen sie gerade Wohlstand bringen, und die Chinesen wären so dumm, sie verstünden noch gar nicht, welch ein Segen die uneigennützige japanische Entwicklungshilfe für sie bedeutet.

Fazit: Wenn sich zwei kennenlernen, und der eine glaubt, dem anderen ginge es relativ zu gut, er solle was abgeben, oder der andere glaubt, der eine müsse dem anderen untertan sein, damit es dem anderen gut geht, dann nützt es gar nichts, daß sich die beiden friedlich über die Wirtschaft kennengelernt haben.

Ist jetzt nicht direkt auf die Türkei gemünzt, mit der Türkei ist es ja schon zu einem größeren Bevölkerungsaustausch gekommen, d.h. sie sind hier, man kriegt frisches Fladenbrot um 0,50 Euro bei ihnen, und Gewürze, die man im einheimischen Supermarkt nicht kriegt, und auf der anderen Seite sind sie auch Konsumenten (die Glücksspielhöllen im Prater könnten von den Österreichern alleine nicht leben). Man muß sich also arrangieren, den Tatsachen ins Auge blicken.

Was mir nur nicht gefällt, sind die Drohungen "Wenn Ihr uns nicht reinlaßt, werdet Ihr es bitter bereuen!"

Ich weiß nicht, ob die EU ein Segen für die Türken sein wird. Wie werden sie reagieren, wenn Brüssel ihnen plötzlich vorschreibt, wegen der Postliberalisierung pro Wohnung einen neuen Postkasten um 84 Euro mit 30.000 Euro Strafandrohung bei Nichtbefolgung zu montieren, oder wenn Brüssel vorschreibt, daß jedes Haus und jede Wohnung einen teuren Energieausweis braucht? Wenn man ihnen die Holzheizungen wegnehmen will, wenn man die letzten Bergsiedlungen mit teuren Kanälen und Kläranlagen zwangsbeglückt und dementsprechend die öffentlichen Abgaben erhöht?

Außerdem: Nicht alles Geld, das aus Brüssel in ärmere Gegenden fließt, ist dort gut angelegt. Es wird auch vieles für Prestigeprojekte vergeudet, außerdem werden wegen der nötigen Kofinanzierung durch Staat und Gemeinde viele Gegenden auch weiterhin keinen Gewinn aus der Gemeinschaft haben, nur viele weitere Vorschriften. Viele Firmen werden pleite gehen, weil sie die Liberalisierung nicht aushalten. Und andere gewinnen und werden immer reicher.

Solche Umwälzungen muß ein Land erst einmal aushalten können!

Präsident Chirac hat die Türkei heute eh zu einer "Kulturrevolution" aufgefordert. Was immer er damit gemeint haben möge ...

  

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RE: Verflechtungen schützen gegen Krieg?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.10.05 19:18)

Es wird jedenfalls in der Türkei viel Kultur durch die EU-Vereinheitlichung vernichtet werden. Bin zwar kein großer Freund dieser, trotzdem ist um jede Vielfalt auf der Welt schade.

  

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RE: Verflechtungen schützen gegen Krieg?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.10.05 00:43)

Editiert am 06-10-05 um 08:04 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

Und wenn sie überall die amerikanischen Gene eingepflanzt kriegen, gibt´s bald keine eingesessenen Sorten und Rassen mehr in Anatolien.

Dann gibt´s weltweit nur 1 Supergelbkukuruz, 1 Supermilchrind, 1 Superwollschaf, 1 Superweißfleischhuhn, 1 Supermagerfleischhase, 1 Superkoscherschwein.

Aber wenn´s mal irgendwo im EU-Empire einen unerwarteten Schädling gibt, gegen den grad kein Gen gemacht wurde, schaut´s schlecht aus. Da sind im Kontinent von Butterbergen und Milchseen auch Hungernöte nicht ausgeschlossen.

Und Verteilungskämpfe (Lebensmittel, Wasser, Energie, Wohnungen, Förderungen) führen wieder zu Kriegen.

Völkerfreundschaft ist eine liebe Illusion, die wir gerne träumen. Daneben gibt es immer auch die grauslichen Fakten.

  

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@J&S
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.10.05 15:47)

>Völkerfreundschaft ist eine liebe Illusion, die
>wir gerne träumen. Daneben gibt
>es immer auch die grauslichen
>Fakten.

Das eine schliesst das andere nicht aus. Voelkerfreundschaft wird taeglich auf der ganzen Welt gelebt in verschiedenen Formen; Nicht immer ideal, aber sicherlich ist das nicht nur eine "liebe" Illusion. Und die "grauslichen Fakten" erinnern uns eben daran, dass es noch vieles zu verbessern gibt.
Zeus

  

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RE: @J&S
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.10.05 15:55)

>dass es noch vieles zu verbessern gibt.

Oba bitte ohne Kulturvernichtung, Zwangsvereinheitlichung und Kapitalismusbeglückung.

  

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Vereinheitlichung
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.10.05 16:45)

Die Sprachenvielfalt wird sicher erhalten bleiben.

Daß neben Türkisch auch Kurdisch Amtssprache wird, scheint bereits klar zu sein. Daneben kommen demnächst noch Kroatisch, Bulgarisch, Rumänisch dazu. Ukrainisch, Weißrussisch, Russisch und Albanisch kann man wohl auch nicht vor der Tür stehen lassen.

Danach steht noch der Kaukasus mit unzähligen kleinen Völkern auf dem Programm. Nicht daß wir uns freuen, unsere Gesetze in 200 Sprachen zu übersetzen, aber das schafft 200 hoch 200 (plus noch einmal soviel für Urlaubsvertretungen) neue Arbeitsplätze für die Simultandolmetscher, und der Kaukasus ist strategisch wichtig, gehört auf alle Fälle zu Europa. Nicht zu vergessen das Öl des Kaukasus, warum sollte die EU ohne eigene Ölförderung auszukommen versuchen?

Katalanisch, Baskisch, Romanés und Ladinisch wollen auch Amtssprachen werden. Last but not least können die Österreicher nicht verstehen, daß Menschen, die zu Kaffée grauslich Káffe und zu der wohlklingenden Angéla grauslich Ángela sagen, dieselbe Sprache sprechen wie sie. Das ist wohl das unmöglichste überhaupt, den Österreichern auf Dauer ihre eigene Sprache vorzuenthalten.

(Aber daß die Fohrradlberger weiterhin unverständlich reden, laßma net einreißn! Mir müssen zammhalten, mir Österreicher!)

  

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Vorarlberg
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.05 07:53)

>(Aber daß die Fohrradlberger weiterhin unverständlich
>reden, laßma net einreißn! Mir
>müssen zammhalten, mir Österreicher!)

Die von uns summa summarum so genannten "Inneroesterreicher" (wobei ich nie ergruenden konnte wo die Ausseroesterreicher sind)koennen ja nicht einmal 'Vorarlberg' verstaendlich aussprechen. Zu Grundbirnen sagen sie Kartoffeln und was Karfiol ist, das hab ich immer noch nicht herausgefunden.
Und mit dem zusammenhalten ist das auch so eine Sache. 1919 wollten wir Vorarlberger zur Schweiz (und soweit ich mich entsinnen kann haetten uns die Oesterreicher ziehen lassen), aber die Schweiz wollte uns nicht. Wir hatten zuviele Katholiken.
Die alternative Vorarlberghymne kennt ihr eh? "Dort wo die Waelder sinnlos rauschen, wo manchmal bluehet der Verstand, ...."
Zeus

  

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RE: Vorarlberg
kg(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.05 08:16)

Zu Grundbirnen sagen
>sie Kartoffeln

dazu möcht ich schon anmerken, dass ein großer teil der innerösterreicher zu den grundbirnen net kartoffeln sondern erdäpfel sagt

  

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RE: Vorarlberg
genesis(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.05 08:44)

>>.....und was Karfiol
>ist, das hab ich immer
>noch nicht herausgefunden.
>.....
>Zeus

Jetzt interessiert mich aber schon wie ihr zum Karfiol sagt. Doch nicht Blumenkohl wie die Deutschen?
Grüße von genesis


Grüße von genesis

  

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heardoepfl
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.05 09:45)

> Zu Grundbirnen sagen
>>sie Kartoffeln
>
>dazu möcht ich schon anmerken, dass
>ein großer teil der innerösterreicher
>zu den grundbirnen net kartoffeln
>sondern erdäpfel sagt

Daran erkennt man bei uns im Laendle den Herkunftsort. Unterlaender sagen auch 'heardoepfl' (erdaefel) wohingegen Oberlaender grumpara (grundbirnen) sagen.


>>>.....und was Karfiol
>>ist, das hab ich immer
>>noch nicht herausgefunden.
>>.....
>>Zeus
>
>Jetzt interessiert mich aber schon wie
>ihr zum Karfiol sagt. Doch
>nicht Blumenkohl wie die Deutschen?
>
>Grüße von genesis

Ah, Blumenkohl ist also was ihr Karfiol nennt. Ein ausgewachsener Blumenkohl erinnert doch alle an den deutschen BK a.D. odr?

Um beim threadthema zu bleiben. Muessen wir nach dem EU Beitritt neue Speisekarten mit den tuerkischen Namen fuer Gemuese drucken?
Zeus


  

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RE: heardoepfl
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.05 11:01)

Bei uns in Ostösterreich sagen die alten Leut schon mal "Grummbirn" zu den "Erdäpfeln". Der Durchschnittsostösterreicher läßt "Erdäpfel" und "Kartoffel" friedlich nebeneinander koexistieren. Bei den Paradeisern schaut´s schon schlechter aus für die Ureinwohner, der Großteil der Supermärkte schreibt nur noch "Tomaten" an, und der Großteil der Kunden verlangt bereits "Tomaten".

Beim Blumenkohl wundert mich nicht, daß er a.D. gestellt wurde, das versteht hierzulande wohl nicht einmal eine Minderheit, daß das dasselbe sein soll wie der Karfiol. Besonders arm sind die aus Jugoslawien stammenden Supermarktkassierinnen in Wien, sie verstehen nicht, was die alten Österreicher/innen wünschen, und die alten Österreicher/innen glauben, die Kassierinnen verstünden nicht Hochdeutsch.

"Karotten" statt "Murken" haben sich auch schon eingebürgert. Was Aprikosen sind, weiß ich noch immer nicht genau, schauen am Bild auf der Dose etwa so aus wie Marillen.

Das Lustigste überhaupt war meine erste Nichtbegegnung mit einer Pampelmuse. Da hat ein BILLA-Flugblatt allen Ernstes damit geworben "Pampelmuse 1/2 Preis". Als fremden Kulturgenüssen aufgeschlossener Kunde habe ich den Filialleiter gefragt, was denn die Pampelmusen seien. "Frogns mi wos Leichtas, des is irgendwos Ausländischs!"

Nach diesem Clash of Civilizations habe ich mich weitergebildet und bin draufgekommen, daß die P-Deutschen unsere gute alte (aber eh ungenießbar bittere, doch angeblich sehr gesunde) Grapefruit so nennen. Ich glaub, in allen germanischen Ländern nennt man sie so ähnlich (Schwedisch: "Grapefrukt"), nur die P-Deutschen sagen ausgerechnet "Pampelmuse" dazu.

Hab mir echt nie vorher unter einer pampelnden Muse etwas vorstellen können ...

  

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RE: Pampelmusen
Moderator Little_Fred(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.05 11:10)

Das Lustigste überhaupt war meine erste Nichtbegegnung mit einer Pampelmuse.
------------------------

Da kann ich aushelfen, die Pampelmusen sind die zwei Brüste einer Sängerin in Österreich names Antonia.
Die werden sogar in einem Lied von ihr besungen und sind laut Bildern ordentliche Dinger.

Hoffe geholfen zu haben

  

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RE: Pampelmusen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.05 12:59)

Da solltest heute bis ca. 16:30 auf den Gesundheitstag im Gesundheitsministerium (rundes grünes Haus gegenüber Urania, da wo die Radetzkygasse beginnt) gehen, zur Nescafé-Ausschank, ihre Musen pampeln noch kräftiger, daß Du glaubst, jeden Moment springen sie raus, so wenig befestigt. Aber was soll´s, den Kaffeetrinker freut´s.

Und jetzt pampelt mein Magen ganz schön umadum, ich hätt doch nicht so lange schauen und Kaffeetrinken sollen. Soviel Kaffeetrinken ist nicht gut für´s Herz. Aber hab eh viel Milch rein, pur sollt man Kaffee nicht so gebrauchen, daß aus dem -genuß ein -mißbrauch wird.

  

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RE: Pampelmusen
jedentageinneuer(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.10.05 17:28)

wusste gar nicht dass die gsiberger pifgonisch sprechen wo sie doch zur schweiz wollen! da werdet ihr aber an eurer lamen redensart einiges verschlimmbessern müssen: zuerst einmal ist bei betreten eines öffentlichen gebäudes GAR NICH ZU GRÜSSEN- sollte es sich aus irgendeinem unerfindlichen grund nicht vermeiden lassen so ist mit einem zackigen "T`ach" bei dem der angesprochene einen beinahe-herzkasperl erleidet anzupöbeln. das T sollte dabei nicht unter 180 dB liegen und beim gesammten wort die 160 dB marke nicht unterschritten werden. generell ist die lautstärke der gesprochenen worte zu erhöhen so dass bei einem redefluss die 135 dB marke nicht unterschritten wird- ausnahme bietet hier das tschü´ü´s : man beginne mit einem weniger zackigen aber dennoch deutlich hartem t gehe aber beim ü in einen gesangartigen laut über und verebbe mit einem leisen s. diese vorgehensweise sorgt beim hörenden dafür dass ein tinitushaftes sausen im ohr zurückbleibt welcher es einem unmöglich macht weiteren gesprächen von nicht bundesbürgern zu lauschen und so die wichtigkeit der worte des nieder-deutsch (es ist tatsächlich so dass NRW-deutsch nieder-deutsch ist, südbayrisch/salzburgisch aber dem tatsächlichen hochdeutsch bzw. seinen evolutionär entwickeltem sprachbild entspricht) sprechenden unterstreicht.
weitere hilfen für ein telefonat mit einem bundesbürger:
generell ist ein pf als f auszusprechen
generell ist ein ch als sch auszusprechen
generell ist ein st wie in stil als scht wie in stiel auszusprechen

um auf thema türkeibeitritt noch einzugehen: ich bin sowohl aus wirtschaftlichen wie politischen gründen dagegen die türkei in die eu aufzunehmen. da es bereits genug kebab-stände eu-weit gibt und auch die anzahl der naschmärkte begrenzt ist würden sich auch kaum mööglichkeiten der beschäftigung finden lassen und urlauben kann man ja auch so in der türkei. der vorteil der gleichen währung wie z.B. bei einem italienurlaub scheint sowiso vor dem jahr 2265 unrealistisch und ausserdem würde der von seiner ehefrau betrogene anatolier nicht verstehen können warum er seine frau dafür wegen irgendeinem eu-gesetz nicht steinigen darf. abgesehen davon hat er noch nie in seinem leben post erhalten was durchaus darauf zurückzuführen ist dass er nicht lesen kann und auch über keine anschrift verfügt, jedoch wird ihm dadurch die sache mit dem eu-konformen-100€-briefkasten eher schwerer als einfacher verständlich werden.
naja wir wollen fürs erste den webspace schonen und es der eu überlassen ein 23564 seitiges werk zu verfassen warum die türkei nicht in die eu kommen kann.

R

  

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RE: Pampelmusen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.10.05 17:40)

In Wien gibt es schon richtige türkische Supermärkte. Also nicht nur Kebab-Stände, sondern schön saubere Diskonter, hygienisch abgepackt, alles schön geordnet, Preis brav ausgezeichnet.

Es gibt sie also noch, die Aha-Erlebnisse, mit denen man den total vorurteilsaufgeladenen ("Da in dem Geschäft wird alles voller Fliegen sein wie 1976 am Jahrmarkt, wo ich die Rosinen am Türkischen Honig als Fliegen identifiziert hab!") J&S positiv überraschen kann

  

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RE: Pampelmusen
jedentageinneuer(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.05 18:29)

ich sag ja nicht dass es unsauber zugeht im kebap-laden! jedentags haus und hof kebapversorger ist aber auch sehr dagegen sein vaterland in die eu zu lassen- die haun ihm mit ihren leberkäs ähnlichen kebap-rollen den markt zusammen meint er und der wertvolle (echte lammfleischkebap) kulturtransfer ist dadurch seiner meinung nach um jahre zurückgeworfen. noch dazu hat der gute mann verständnis für meinen latenten bargeldmangel und lässt nicht nur kebap, sondern auch die im gegensatz zur geschmacklosen holländischen konkurenzware wohlschmeckenden obst und gemüsevariationen anschreiben. für alle die nicht mehr wissen was dass ist (ausser meine oma welche dies in den jahren nach 45 mit grosser scham betreiben musste): man bekommt ware bezahlt aber erst wenn man wieder bargeld hat.
womöglich sollte man sie doch aufnehmen, die türkei, damit die verarmte bevölkerung des globalisierungsopfers europa die schweren jahre durchtauchen kann und ihren enkeln einmal berichten kann: "wenn wir damals nicht die türkischen lebensmittelhändler gehabt hätten wär es schlecht um uns bestellt gewesen"

R

  

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was einem alles passieren kann
foara(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.6.07 20:18)

Editiert am 27-06-07 um 08:21 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

immer wieder toll zuzusehn wie sich die türken ins europa - aus schiessen:

http://orf.at/070627-13821/index.html

aber wer fährt auch schon in so ein Land?!?! ich würd fast sagen selbst schuld, wenn man nach vorderasien fährt.

es gibt eben 2 Länder die ich nie (sofern bei gott möglich!!) im leben bereisen würd, bzw. keinen cent liegen lassen würd- das eben genannte und die USA!

lg foara


  

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RE: was einem alles passieren kann
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.6.07 20:57)

Ohne jetzt den gegenständlichen Fall beurteilen zu wollen / können:

Für das Image manchen Landes wäre es gar nicht schlecht, wenn sie den einen oder anderen westlichen Kinderverzahrer ein bißerl bei Wasser und Brot der Läuterung unterziehen würden.

Man nehme verschiedene Staaten Südostasiens:
Ein bißerl Rauschgift im Koffer kann 50 Jahre, lebenslang oder Todesstrafe bedeuten.
Ein bißerl Freundlich-zu-Kindern-Sein (oder wie die lieben Onkeln das halt nennen) kostet im schlechtesten Fall ein bißerl Gefängnis, und die heimatliche Botschaft schaut schon drauf, daß man bald wieder heim nach Österreich/Deutschland reisen kann.

Es ist schon richtig, daß 13-jährige Mädchen sich gerne als älter ausgeben, und daß man ihnen das vielleicht auch ohne viele Bedenken glauben kann (blindes Vertrauen, wer läßt sich schon den Paß zeigen?), ist ja in unserer Heimat nicht viel anders.

Aber als 17jähriger hab ich mich viel eher für echte Frauen als für Kinder interessiert, soweit ich mich erinnere

Da gibt´s dann auch keine Probleme mit Eltern usw., wenn man sich mündige Partner sucht. Und eine Erwachsene zu erobern macht auch viel mehr Spaß als ein Kind mit Schokolade oder Zuckerwatte oder Tokyo-Hotel-Stickern einzuwickeln

  

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RE: was einem alles passieren kann
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.6.07 10:23)

Naja.

Involviert ein deutscher Teenager und ein englischer Teenager/Kind.

Die Eltern erstatten Anzeige in der Türkei und es kommt dort zu einer Inhaftierung.

Ein wenig seltsam ist das Ganze schon. Und ich bin durchaus geneigt, einem 17jährigen abzunehmen, dass er eine möglicherweise frühreife 13jährige einfach falsch eingeschätzt hat. Denken ist im Urlaub ja nicht immer ganz vorne... Blöd bloß, dass die Eltern Wind von der Sache bekamen, sonst gäbe es den ganzen Fall ja nicht...

  

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RE: was einem alles passieren kann
foara(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.6.07 10:26)

Editiert am 28-06-07 um 10:41 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

LOL

ja, hmmm...ich seh das ganze so- wär's in österreich passiert hätt' die tochter einen ordentlichen "zammschiss" bekommen, und der "junge!!!/bub!!" auch, nachdem die mutter des mädchens vll bei dessen eltern angrufen hätt.

zudem 13 bis 17 sind 4 jahre unterschied in thailand sind das meist ein multipl, quadruppel von dem oder so, zudem fahren dort nicht 17jährige hin...muss grad lachen

die briten werden jetzt auch schon so deppat wie die ammi mit vor der ehe kein u u, jojo, jajah, bimbam, ok -pudan
dazu sei nochamal gsagt, dass es soweit ja gar ned kommen is



  

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RE: was einem alles passieren kann
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.6.07 10:47)

Is eh net weit gekommen,
der Bub war so aufgeregt, daß es ein "vorzeitig" worden ist.

Und dem Mäderl hat gegraust davor,
sie hat sich ihr erstes Mal viel romantischer vorgestellt.

Im Nachhinein sind die meisten unzufrieden.

Fazit: Ältere Frauen haben viel mehr Verständnis für Bubenprobleme wie "vorzeitig". Weil sie ja eh wissen, daß einer wie der andere is ... das Mäderl dagegen hatte noch Träume von der heilen Welt des ersten Mals ...


  

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Türken feiern Nikolaus-Fest, Wiener dürfen nicht
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.12.07 19:44)

Angeblich in vorauseilender Rücksicht auf die Eltern der türkischen Kinder, die den Heiligen Nikolaus als Christen fürchten könnten, gab´s heuer ja keine Nikolaus-Besuche in städtischen Kindergärten in Wien.

Dabei gibt es in der Türkei eine islamische Minderheit, die den Heiligen Nikolaus nach wie vor feiert. Also der wird dort nicht ignoriert, den kennen sie dort als einen der ihren. Er stammt ja auch von dort, Kleinasien:

http://de.wikipedia.org/wiki/Aleviten

Bin jetzt auf diese Minderheit gestoßen, da mich der Tatort weitergebildet hat, die Aleviten würden Schweinefleisch essen und liberaler sein als Sunniten, also denken anstatt nur blind aus einem Buch lesen. Aber die Werbung für die Aleviten dürfte dem ARD auch nicht so recht gelungen sein:

http://unterhaltung.de.msn.com/tv/news-artikel.aspx?cp-documentid=7094124

  

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