BÖRSE - HAUPTBERUF ? | aktie.at Forum
BÖRSE - HAUPTBERUF ?
kairos(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.07 01:34)

irgendwann packt jeden das börsenfieber und irgendwann - vorallem wenns gerade gut läuft - haben sich die meisten wohl schon überlegt nur mehr vom börsenhandel zu leben . quasi haupteinnahmequelle . wäre doch nur zu angenehm sein geld mittels ein paar mausklicks zu vermehren .
morgens gemütlich aufstehen , schauen wie der dj geschlossen hat , bloomberg/n-tv schauen , kaffee trinken , danach die charts anschauen , unternehmensnachrichten prüfen und sich an steigenden (oder gegebenenfalls fallenden) kursen erfreuen . kann man schön von zu hause machen und zeit für die familie bleibt auch noch jede menge . herzlich willkommen im schlaraffenland !

wie aber sieht die tatsächliche realität aus ? gefragt sind :

- erfahrungsberichte von leuten die hauptberuflich ihr geld an der börse verdienen
- wie war der einstieg
- was waren die größten fehler zu beginn
- was hat man unterschätzt
- harte arbeit / stress / erfolgsdruck ?
- gedanken von leuten die vielleicht auch schon daran gedacht haben von der börse zu leben , es aber (noch) nicht wagen
- risiken
- ängste
- fehlendes wissen
- fehlendes kapital
- kleiner fisch im großen teich ?
- fehlendes wissen hinsichtlich steuerrecht / versicherungen , etc.
- welcher ansatz (value / growth , fundamental / technik - von allem ein bisschen ?)
- was tun wenn alles schief läuft ?


also jeder der zu diesem thema etwas berichten / beitragen kann ist herzlich willkommen dies hier zu tun .



  

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Antworten zu diesem Thema
BÖRSE - HAUPTBERUF ?, kairos(0), 18.9.05 09:17
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
Warum ich noch arbeiten muß ...
21.8.05 12:23
1
RE: Warum ich noch arbeiten muß ...
21.8.05 17:40
2
RE: Warum ich noch arbeiten muß ...
21.8.05 19:02
3
Wenn ich noch arbeiten müsst ...
21.8.05 19:33
4
RE: Wenn ich noch arbeiten müsst ...
21.8.05 19:48
5
RE: Spar
22.8.05 12:01
6
Boersefaszination
22.8.05 07:48
7
      RE: Boersefaszination
22.8.05 09:49
8
      RE: Boersefaszination
22.8.05 11:39
9
RE: BÖRSE - HAUPTBERUF ?
22.8.05 12:26
10
      RE: BÖRSE - HAUPTBERUF ?
22.8.05 15:08
11
           RE: BÖSER - HAUPTBERUF ?
22.8.05 18:30
12
           RE: BÖSER - HAUPTBERUF ?
22.8.05 18:53
13
           Vor der Börse sind alle gleich – Intelligenz ist kein G...
22.8.05 20:22
14
           RE: Intelligenz ist kein Griterium
22.8.05 21:41
15
           RE: Intelligenz ist kein Griterium
31.8.05 07:28
16
           meine gedanken dazu
01.9.05 22:01
17
           RE: meine gedanken dazu
02.9.05 14:34
18
           RE: meine gedanken dazu
02.9.05 16:05
19
           RE: meine gedanken dazu
02.9.05 20:16
20
           alle tot
04.9.05 17:56
21
           RE: meine gedanken dazu
02.9.05 20:39
22
           Steuertips?
17.9.05 17:22
23
           RE: Steuertips?
18.9.05 09:17
24

Warum ich noch arbeiten muß ...
kairos(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.8.05 12:23)

vom betreiber der seite www.charttec.de claus lampert:

Sehr häufig werde ich mit dem Satz konfrontiert: "warum mußt Du denn noch arbeiten, wenn Du doch mit der Charttechnik so viel Geld verdienen kannst."

Zunächst ein paar Statements:

Es gibt Jahre, in denen man an der Börse gewinnt und welche, in denen man Geld verliert!
Ein schlechtes Jahr darf nicht zum Ruin führen!
Es dürfte wenige Anleger geben, die auf Dauer deutlich besser performen als die großen Indices!
Ein kleines Portfolio läßt sich leicht vergrößern als ein großes Portfolio!
Hängt der Lebensunterhalt einzig von der Börsenentwicklung ab, muß der Kapitalerhalt und die Erwirtschaftung der Lebenshaltungskosten (inkl. Steuern!) im Vordergrund stehen!

Wenn man diese Statements umsetzt, komme ich für mich persönlich zu folgenden Schlüssen:

Um eine längere Durststrecke (Rezession / Baisse / Pechsträhne) zu überstehen, brauche ich als finanzielle Reserve drei Jahresgehälter als Polster. Denn: je mehr ein finanzieller Engpass droht, desto höher ist die Bereitschaft, hochspekulative Engagements einzugehen. Und plötzlich steht man nicht nur ohne Kapital sondern auch noch ohne Job und mit hohen Schulden da!
Neben der Deckung des Lebensunterhaltes (inkl. Steuern!) muß das Kapital für die spätere Rente auch wachsen!
Ich kann an die Märchen anderer Internet-Gurus glauben, die angeblich auf Dauer 30% p.a. und mehr pro Jahr machen. Im Hinterkopf muß man jedoch behalten, daß 80% dieser Leute nach einem Jahr aus dem Markt sind, und zwar für immer!
Ich aber gehe von normalen Wachstumsraten aus, die auch wirklich auf Dauer machbar sind!

Ein kleines, vereinfachtes Rechenbeispiel für Jemanden, der alleine von der Börse leben will:
Lebenshaltungskosten jährlich: sagen wir mal EUR 35.000,- brutto, d.h. man muß pro Jahr durchschnittlich mindestens EUR 35.000,- an der Börse erwirtschaften um wenigstens ohne Hunger zu überleben.
Rücklagen: EUR 105.000,- will ich für schlechte Zeiten als Rückhalt haben, da man auch mal drei Jahre ohne nennenswerte Börsengewinne überleben will.

Unter den oben genannten Vorgaben muß ich heute über folgendes Kapital (inkl. Rücklagen) verfügen, wenn ich durch Börsentransaktionen und Vermögensanlage die genannte Rendite auf Dauer durchschnittlich erzielen kann:

Rendite 04% p.a.: EUR 908.000,-
Rendite 10% p.a.: EUR 455.000,-
Rendite 15% p.a.: EUR 340.000,-
Rendite 20% p.a.: EUR 280.000,-
Rendite 25% p.a.: EUR 245.000,-
Rendite 30% p.a.: EUR 222.000,-
Und jetzt kann man nochmals nachdenken, warum ich heute noch nicht von der Börse alleine leben kann! Wer einen Denkfehler in dieser Rechnung findet, kann sich gerne bei mir melden!

  

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RE: Warum ich noch arbeiten muß ...
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.8.05 17:40)

Editiert am 21-08-05 um 05:41 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Also wer im Jahr 35000 Euro verfrisst, braucht wohl wirklich eine nicht wirklich erzielbare Rendite von 30% im Jahr.

Wer sich hingegen mit den Sachen vom Eingangposting begnügt, nämlich lange schlafen, dann ein bissi Kaffeetschi, Zeit mit Familie und so, da reichen sehr deutlich weniger Prozente Rendite.

  

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RE: Warum ich noch arbeiten muß ...
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.8.05 19:02)

Beim Kaffee empfehle ich die Marke Gastro (nach dem haben sie sogar die Gastritis benannt, glaub ich), die der Mondo regelmäßig mal in Aktien zu 1,79 Euro/Kilo hat.

Milch und Zucker machen sowieso dick, auf die sollte man verzichten.

Das Kaffeehäferl vom Weltspartag 1982 leistet heute noch gute Dienste (dafür hat man mal ein Konsum-Sparbuch aufgemacht und S 1.000,-- auf Nimmerwiedersehn versenkt!).

Wahrscheinlich liegt das daran, daß man es nicht durch übermäßige (manche waschen sogar nach jedem Wochenende ihr Kaffeehäferl aus und vergeuden Unsummen in Form von Spülmitteln!) Reinigungsversuche abscheuert. So sieht man wenigstens gleich an der Farbe der Häferlinnenseite, welches Häferl für welches Getränk bestimmt ist.

Wer viel Kaffee trinkt, kann mit diesem Laster alle aufkeimenden Konkurrenzlaster wie Rauchen und Alkohol totfahren, das sind die Kollateralgewinne aus diesem Genuß des Kaffeetrinkens.

Viel Freizeit bekommt man auch zurück, wenn man den plötzlich auftauchenden Verwandten ein Tässchen Selbstgebrauten auftischt, sie wollen einem dann nicht lange zur Last fallen.

Alles in allem ist Kaffeetrinken ein sehr ökonomisches Hobby, dessen Genuß man noch steigern kann, je weniger Kaffee man in den Plastikdauerfilter (man schützt durch diese wiederverwendbaren Filter auch die Regenwälder!) tut. Am Ende des Tages kann man dann sagen: Heute 50% meiner Kaffeekosten von gestern gespart, das kommt gleich auf mein Depot, da kauf ich mir was Schönes. Das befriedigt ungemein.

Natürlich kann man noch mehr sparen, wenn man zum BILLA geht und die häßlichste Packung Kaffee nimmt, die einem ins Auge springt, das ist meist die, die schon abgelaufen ist. Dafür bekommt man eine neue Packung oft ganz teuren Kaffees (weil das sind meist die Ladenhüter, die billigen und mittelpreisigen gehn eh gut weg) gratis. Bis zum Hausverbot.

  

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Wenn ich noch arbeiten müsst ...
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.8.05 19:33)

Mir hamse mal KEIN Gratis-Ersatzprodukt gegeben, als ich eine schimmlige Packung reklamiert hab, die noch im Regal gestanden ist, bloß weil das Datum noch gültig war! Wie wenn das nicht egal wäre, ob das Datum schon schlecht oder nur das Produkt schlecht ist.

  

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RE: Wenn ich noch arbeiten müsst ...
Rang: Vienna_Stock(33) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.8.05 19:48)

Editiert am 21-08-05 um 07:50 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Wenn wir schon im Supermarkt sind...

Eine Aktion gabs da: Wenn man 2 Packungen Iglo Erbsen nimmt, gibts 59 Cent Rabatt drauf... ich bezahle und schau die Rechnung an - da stand (BILLA-BON - 0,00) ich geh zu dem an der Kasse und der wollte mir weiß machen, dass die Kasse den Bon erkannt hat, weil schließlich steht BILLA-Bon auf der rechnung drauf. Dann fragte ich ihn, ob er denn des Lesens mächtig wäre, denn der Bon gab keinen Rabatt her... der hat mir meinen Rabatt NICHT gegeben! Seit dem meide ich die BILLA Filiale und geh zum EuroSpar... tja Rewe Austria, einen Kunden habt ihr schon vertrieben

V_S

(Auf die Details beim Einkaufen kommt´s eben an Nachdem BILLA und EuroSpar direkt nebeneinander sind, ist es sowieso egal wie weit ich gehen muss *g*)

  

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RE: Spar
Hurrikan(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 12:01)

Also - von sämglichen Spar-Filialen haben sie mich auf ewig vergrault!



Ich fahr schnell (mit dem Rad, man ist ja Umweltfreundlic ) zum Interspar (der ist nicht weit von mir, ca. 2 min mit dem Rad) um noch geschwindt ein paar Fruchtsäfte zu kaufen, denn die sind kurz vor dem Besuch von Freunden ausgegangen, dummerweise.
Also, hab ich die Fruchsäfte (und ein Packerl Kaugummis) bezahlt,

(Kann mir jemand erklären, warum zum Henkernur 2 von 10 Kassen offen haben, aber Hauptsache die Leute stehen schon auf den Gang 'raus?!? )

bin schon fast aus der Filiale draußen und auf einmal spricht mich da irgendjamand an:
"Entschuldigen Sie, privater Sicherheitsdienst!"
"Ja, wie kann ich helfen?", man ist ja hilfsbereit;-)
"Darf ich mal einen Blick in Ihr Einkaufssackerl werfen?"
Natürlich darf er meine Fruchtsäfte ansehen, was daran auch immer so interessant ist, wie gesagt, man ist ja hilfsbereit;-)
Der Typ, was immer er auch sucht, findet natürlich nix.
Fragt er: "Was hams denn mitgenommen, aus dem Supermarkt?"
"Fruchtsäfte und ein Packerl Kaugummi."
"Das sehe ich, und was hams dann noch mitgenommen?"

Ich, am anfang überhaupt nicht verstanden, was der von mir wollte, sag: "Na, nix, was wollen Sie von mir?"
"Ich will wissen, was Sie da noch mtigenommen haben!"
"Na, nix, was denn?!"
Dann schleppt er mich in irgendso ein verrauchtes Kammerl, das vollgestopft ist mit Überwachungsbildschirmen.
Vor dem Eingang frag ich ihn noch, ob er überhaupt dazu befugt ist, ist er natürlich nicht;-)
wollte schon gehen, da fragt mich der T......, ob ich etwas zu verbergen hätte, hab ich natürlich nicht, also geh ich mit rein.

Drinnen zeigt er mir ein Video, da sieht man mich (ich sollte etwas wegen meiner Frisur mache ). Ich hab irgendwas weißes in meiner linken hand, gehe zwischen 2 Regalen durch, bin nicht zu sehen, und als ich auf der anderen Seite wieder rauskomme hab ich es nicht mehr in der Hand.

Logische Schlussfolgerung: Natürlich irgend etwas eingesteckt, was sonst?!?

Richtige Schlussfolgerung: Das war mein Stoffeinkaufssackerl, und der I.... hat das nicht erkannt!!

Bevor ich ging, hab ich ihn noch darauf hingewiesen, dass er sich vielleicht einmal neue Bildschirme/Überwachungskameras kaufen soll, mit einer Auflösung von mehr als 800x600 hätt er vielleicht gesehen, worum es sich bei dem "weißen Ding" handelte

So viel zum Spar



so lon
Hurrikan

  

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Boersefaszination
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 07:48)

Ja, du hast recht. Auch mich hat die Boerse fasziniert. Und da ich seit 2 Jahren unerwartet mehr Freizeit und auch unerwartet mehr Geld habe, dachte ich mir, dass ich jetzt mein Geld an der Boerse verdiene. Das Kaffeetrinken hab ich inzwischen sein lassen. Ist nicht gut fuers Herz und die Familienbeziehungen. Trinkt Rooibos Tee!

Nach anfaenglichen Verlusten hab ich gut verdient und bin meinem Anlageziel sehr nahe bei dem ich unweigerlich aussteigen werde.
· Warum? Ich bin draufgekommen, dass Geld langweilig ist. Und je mehr davon, desto langweiler.
· Ich glaube nicht an die stete Geldvermehrung an der Boerse. Es gibt immer wieder Uebertreibungen (wie zb in den letzten Jahren) die dann unweigerlich im Crash enden (von den Profis "Korrekturen" genannt). Es gibt genug Literatur dazu. Ich hatte Glueck bisher (und auch gute Tipps von usern hier bekommen) und will das Schicksal nicht herausfordern.
· So gut arbeitsloses Einkommen klingt, es ist nichts fuer mich. Die dauernde Beschaeftigung mit Geld, Kursen, usw. weckt eine Gier, die mir nicht ganz geheuer ist.
· Zum Leben brauche ich keineswegs die von dir genannten E 35.000/Jahr sondern hoechstens die Haelfte (ohne Miete, da ich mein eigenes Haus bewohne). Zwar hab ich keine Pensionsversicherung, aber soviel Geld verdiene ich immer noch dazu.
· Es ist etwas anderes mit einer relativ kleinen Summe an der Boerse zu spielen oder alles Kapital das zur Verfuegung steht zwecks Vermehrung einzusetzen. Wer von uns wuerde sein letztes Geld an die Boerse schleppen um damit reich zu werden? Wenns dann nicht so klappt dann werden todsichere Tipps zum Totengraeber.
Ein nach E 37.000 JWD Verlust etwas weiser gewordener Zeus

  

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RE: Boersefaszination
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 09:49)

Wenn das eine Börseregel ist "Je mehr JWD-Verlust, desto weiser!", dann bin ich vielleicht der Weiseste hier im Forum

Oh, sorry, nach Gewinn vielleicht ...

  

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RE: Boersefaszination
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 11:39)

Schön, dass man sich die Weisheit kaufen kann.
Offenbar gibts nur weiße Haare gratis.

  

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RE: BÖRSE - HAUPTBERUF ?
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 12:26)

Wenn man ein gewisses Basiskapital (beisammen oder einfach so)hat und sich mit der Materie auseinandersetzt, ist man in der Tat rasch bei der Überlegung angelangt, sich nur mehr über die Börse zu "erhalten".

Das ganze professionell zu machen, also den Ansatz des von Dir zitierten HP-Betreibers Lampert zu wählen ist mir allerdings auch noch nicht ernsthaft in den Sinn gekommen. Der Spekulant ist (zu recht?) ein sehr misstrauisch beäugtes Individuum, zumal von Steuer und Sozialversicherung. Risiko und Beschwerden wie Stress, Sinnmangel werden weitläufig nicht verstanden oder abgetan ("der tut ja nix", "schönes Leben"), sodass es sich mMn nur mit einem sehr großen Kapitalstock oder einem überaus feinmaschigen und tragfähigen Netz an Kontakten auszahlt, hier aktiv zu werden. Der Spekulant als Privatier auf der anderen Seite muss eben fürsorglich darauf acht haben, dass er die positiven rechtlichen Rahmenbedingungen (steuerfreie Gewinne nach Jahresfrist etwa, Geringfügigkeitsregelung der SV bei wenig zeitaufwendigen Nebenjobs) nützt soweit es geht und im übrigen eben sowenig wie möglich Pech hat

Allheilenden Ansatz gibt es (abgesehen von der Notwendigkeit einer Strategie) meiner (bescheidenen) Erfahrung nach nicht, ich habe sowohl Erfolge als auch Misserfolge erzielt mit Versuchen in Fundamentalanalyse und Charttechnik. Hilfreich sind definitiv Nähe zum Markt und seinen Akteuren und ein ausgeprägtes Selbstbewusstein sowie gute Fähigkeiten in Bezug auf Analyse und Meinungsbildung. Wer wirklich traden will, also auf kurzfristige Gewinne hofft, wird an der CT (neben hoher Marktnähe) nicht vorbeikommen, Market Timing ist leider die schwierigste Übung (wenn überhaupt möglich).

Wenn alles schief läuft, ist man in dem Geschäft pleite, dann sollte man "zurück" in ein "normales" Leben können.

Ich als relativ marktferner "kleiner Fisch" habe gesehen, dass in Zeiten der Baisse das Vermögen deutlich leidet (Fundamentaler Ansatz, daher langfristig), in den aktuellen Zeiten der Hausse entsprechend deutlich gewinnt und meine Rente daraus eben immo genügt. Dass sich das jedes Jahr ändern kann, damit muss Mensch jedenfalls leben, bei intensivem Trading evtl sogar in Monatsfrist...

Und zuletzt: Wissen kann man nie genug, gerade der unausgesetzte Umgang mit der Börse engt den Blick doch sehr schnell ein, frisst viele Kapazitäten. Für die Börse allerdings genügt es, soviel zu Wissen dass man sich in SEINER ENTSCHEIDUNG sicher fühlt, das ist ein sehr relativer Wert

Meine paar Gedanken...

  

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RE: BÖRSE - HAUPTBERUF ?
razer(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 15:08)

ich glaub ja, dass man als professioneller gar nicht so viel zum essen braucht - die fingernägel wachsen ja nac

nö...auf die dauer wär der stress nichts für mich - dann schon lieber als ba-ca analyst...da schreibt man irgendwas in den tag hinein und alles wird gut:-)

  

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RE: BÖSER - HAUPTBERUF ?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 18:30)

>fingernägel wachsen ja nach

Stimmt, und das Gras wächst auch von selber, wie wir im ähnlich skurrilen anderen Thread erfahren haben

  

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RE: BÖSER - HAUPTBERUF ?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 18:53)

Ich glaub, das nennt man Photosynthese: Draufleuchten, das (Sonnen-)Licht zerlegt das CO2 und läßt Kohle wachsen.

So wie beim Mister Bean, wie er beim Wassermelonenwettwachsen mit dem Nachbarn ein Solarium über das zarte Pflänzchen gebaut hat, damit das Pflänzchen es schön warm hat und sich wie im Süden fühlt, 24 Stunden am Tag, und so prächtig gedeiht.

  

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Vor der Börse sind alle gleich – Intelligenz ist kein Garant für den Erfolg
kairos(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 20:22)

nachfolgend ein artikel von jochen steffens :

Ein nicht unerheblicher Teil der Trader kommt aus dem Lager der erfolgreichen Unternehmer und Akademiker. Diese verfallen gerne einer ebenso logischen wie falschen Überlegung:

Sie haben durch ihren beruflichen Erfolg eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich gegenüber einer Masse von Konkurrenten durchsetzten konnten. Zumeist begründen sie das mit ihrer Intelligenz. Also müssten sie doch auch an der Börse erfolgreich sein können. Wir stellen uns nun vor, indem wir in gewohnter Weise die Situation deutlich überspitzen, wie die Falle der Börse die Intelligenz demütigt: Dazu erschaffen wir einen zukünftigen Trader namens "T". Dieser hat zunächst ein Hochschulstudium mit Bravur abgeschlossen, wurde danach ein wenig in der Wirtschaft rumgereicht und hat dann ein eigenes erfolgreiches Unternehmen aufgebaut.

In diesem Werdungsprozess hat T eins begriffen: Es gilt, größtmöglichen Gewinn bei geringstem Aufwand zu erzielen. Eines Tages rät ihm ein "Freund", sein Geld doch an der Börse anzulegen. Gesagt getan – der erste Schritt zur Demütigung der Intelligenz ist vollbracht. Es passiert, was passieren muss. T schafft es, in einem Monat aus 30.000 Euro 35.000 Euro zu machen. Dazu ist lediglich eine kurze Handlungen nötig gewesen: Er hat seine Bank angerufen und Aktien gekauft.

In diesem Moment wird sein Geschäftssinn geradezu erleuchtet. Eins ist klar: Nirgendwo sonst, so scheint es, kann mit weniger Aufwand mehr Gewinn erzielt werden. Er hat den Heiligen Gral zum unendlichen Reichtum gefunden! Doch dies ist nur seine erste große Fehleinschätzung, die zweite folgt sogleich: T lehnt sich zufrieden lächelnd zurück, nimmt seinen goldenen Füllfederhalter zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände und kurbelt sinnierend sein Gehirn auf Hochleistung: "Ich bin wesentlich intelligenter, als die meisten. Das habe ich in meinem Leben bereits eindrucksvoll bewiesen. Ich werde natürlich auch an der Börse, allein schon durch mein Wissen und meine Intelligenz, einen großen Vorteil gegenüber all den anderen Idioten haben, die sich da rumtreiben." Damit hat er seine zweite und vielleicht ruinöseste Fehleinschätzung seines Lebens besiegelt.

Als Unternehmer, aber auch in vielen akademischen Berufen, ist es sehr wichtig, eine Meinung zu bilden und diese danach (!) zu vertreten und argumentativ zu belegen. In meinem Jurastudium wurde mir sogar beigebracht: "Die Meinung, die sie in ihren juristischen Schriften vertreten, ist vollkommen zweitrangig, wie nachvollziehbar und logisch stringent sie diese begründen, das ist der notenentscheidende Faktor." Der geneigte Börsianer wird die Falle schon weit offen stehen sehen.

Trader T macht sich also daran, eine Aktie zu finden. Er findet (seinem Namen angelehnt, Übereinstimmungen mit realen Aktien sind reinzufällig und nicht beabsichtigt) eine Aktie T. Er erwirbt diese T-Aktie bei 100 Euro und die Aktie macht das, was sie nicht soll. Sie fällt.

Erstaunt beobachtet T diesen Prozess. Nun kommt ihm seine überragende Intelligenz zu Gute: Er sucht im Internet alle Argumente zusammen, die belegen, dass diese Aktie weiter steigen muss! Wie immer gibt es da viele. Es kommt zu der dritten und dümmsten Fehleinschätzung seines Trader-Lebens: "Die ganzen Idioten, die da diese Aktie verkaufen, sind einfach zu dumm, um zu erkennen, welche Perle des Aktienmarktes sie da weit unter Preis verscherbeln! Die Argumentationskette, die beweist, dass diese Aktie eindeutig die beste zurzeit erwerbbare Aktie ist, ist einfach zu stichhaltig, zu logisch – aber natürlich nur wirklich intelligenten Menschen zugänglich!"

T lehnt sich zurück und genießt es geradezu, miterleben zu dürfen, wie diese ganzen Idioten diese unglaubliche Perle verkaufen und verkaufen und verkaufen. Die Aktie fällt auf 50 €, sprich 50 % Verlust. Nun hat T zwei Möglichkeiten: Er kann feststellen, dass eigentlich er zu der Fraktion der Idiot zu zählen ist. Aber nein, das entspricht nicht seinem Charakter. Nein, er wird seine überragende Intelligenz dazu benutzen, ein Schuldigen zu finden: Alan Greenspan, die Börse, das Wetter, die Mondphase, oder er trug einfach die falsche Krawatte beim Kauf – egal. Zudem ist eins klar: "Nun ist die Aktie bereits so weit gefallen, da kann sie nicht weiter fallen – sobald sie wieder ihren Kaufpreis erreicht hat, verkaufe ich sie."

Eine weitere Fehleinschätzung, die auf der Tatsache beruht, dass erfolgreiche Menschen große Schwierigkeiten damit haben, Fehler einzugestehen. Ein Verkauf mit Verlust gleicht dem Eingeständnis eigener "Unfähigkeit". Die Börse hätte gewonnen.

Nun schnappt die Falle endgültig zu. T, der es gewohnt ist, sich durchzusetzen, sich durchzubeißen, wird sich erst jetzt (!) wirklich dazu entscheiden, ein Trader zu werden. Schließlich hat er den ersten wirklichen Verlust erlitten, eine Demütigung. Um zu vermeiden, dass sein Selbstbild vom erfolgreichen T leidet, um die Erkenntnis zu vermeiden, dass er an der Börse mit all seinen Qualitäten, seiner Intelligenz gescheitert ist, wird er sich entschließen, dieser Börse zu zeigen, wer der Herr hier im Hause ist!

Schließlich ist er "der T", mit dem Abschluss "A" und dem Unternehmen "U". "Es wäre doch gelacht, wenn er diese Börse nicht den nötigen Respekt beibringen könnte!"

Der Börse ist jedoch leider völlig egal, wem Sie das Geld abnimmt, ob Professor P, Politiker SK, Volkswissenschaftler V oder Arbeitnehmer A. Vor der Börse, liebe Leser, ist jeder gleich.

Sie können sich denken, wo T landen wird. Er wird irgendwann leise in einem Internetbörsenforum fragen: "Wie erklärt ihr eigentlich eure Verluste eurer Frau?"(ein Originalzitat aus einem Forum und eine überaus weit verbreitete Situation).

Der Herr S, ein Malergeselle aus B, hat es da einfacher. Er hat ein einfaches System gelernt, er denkt nicht, dass er schlauer ist als der Markt, er hält sich strickt an die Tradingregeln und wenn alle verkaufen, denkt er sich: Wenn die alle verkaufen, da werden die schon wissen warum, da verkaufe ich auch lieber mal!"



  

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RE: Intelligenz ist kein Griterium
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.05 21:41)

Hihi, nicht schlecht, allerdings ist dein User T der typische Durchschnittsuser, pfiffig erscheint mir sein Verhalten jedenfalls nicht.

  

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RE: Intelligenz ist kein Griterium
sircamel(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.05 07:28)

dazu fällt mir nur wieder ... ein


  

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meine gedanken dazu
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.9.05 22:01)

leben davon, ja das wäre fein. trotzdem bin ich zum schluss gekommen, dass ich es die nächsten 5 Jahre nicht machen werde. aus dem Grund, dass ich gerne mit anderen leute kommuniziere, bzw mir ein netzwerk von bekannten und freunden aufbauen will. später kann man immer noch sein hobby zum beruf machen und vermögensverwalter werden.
das wichtigste hierbei ist ehrlichkeit und erfahrung. ob man gescheit ist oder nicht ist wurscht! ich gehe davon aus, dass der markt gescheit ist und ich dass mache, was der markt macht. wenn es steigt kauf ich und wenn er fällt verkauf ich. bis jetzt hab ich es meistens zu beginn irgendwelcher steig- oder fallphasen geschafft, aktionen zu setzen.
neben erfahrung ist auch verlustrealisierung das WICHTIGSTE!! wer das nicht kann, soll arbeiten gehen. vom aussitzen sind die wenigsten reich geworden. (Jowood???)
und noch eine regel: immer in bekannte aktien (oder deren derivate) investieren. im atx und nebenwerte war ich gut bis jetzt, gib mir den dax oder sonst was exotisches und ich verlier schneller geld, als ein porsche fahren kann.
man muss immer risiko und verlust abwägen können. will ich sicherheit und weniger gewinn oder ist mir das risiko wurscht, weils der ctt gesagt hat und er eh recht hat... (klassischer tröööt-fall)
und noch was wichtiges, die sozial und krankenversicherung! wer zahlt das? am besten die anderen. drum werd ich irgendwo arbeiten gehen, wenn mein studium abgeschlossen ist.
wenns anders kommt, ists mir auch recht (sollte man an der börse auch so handhaben)

ps.: man sollte doch fast immer davon überzeugt sein, was man an der börse handelt und wenn man in der nacht nicht schlafen kann, dann hat man die falschen titel im depo und die persönliche anlegestrategie soll überdacht werden.

  

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RE: meine gedanken dazu
jedentageinneuer(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.9.05 14:34)

Editiert am 02-09-05 um 02:36 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

wozu willst denn in die sozialversicherung einzahlen? also ich vermeide das ganz bewusst weil unsere generation wird aus den einzahlungen dort nichts mehr zurückbekommen- bevor ich dort einzahl kauf ich lieber ein paar jowood-aktien da ist die chance grösser noch irgedwas zu bekommen.

krankenversicherung gibt es eh recht günstig und notfalls kannst ja geringfügig arbeiten gehen.

die sache mit den kontakten bleibt als einziges über - wenn man darauf steht.

R

  

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RE: meine gedanken dazu
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.9.05 16:05)

>die sache mit den kontakten bleibt als einziges über

Ja, das ist ein nicht ganz unwesentlicher Punkt. Wenn man den ganzen Tag mehr oder weniger einsam vor dem Computer sitzt, muss man private Kontakte bewusst pflegen, weil berufliche gibt es ausser bei gelegentlichen Brokerjet-Treffen kaum.

> - wenn man darauf steht

Ein auf den ersten Blick lustiger Einwand, wenn ich mir anschaue was arbeitende Leute sich staendig mit ihren Kollegen, Chefs und Untergebenen abmuehen muessen aber durchaus berechtigt. Viele dieser Kontakte sollte man eh besser meiden. Auch in der Grippe & Schnupfenzeit kann man auf den einen oder anderen Huster gerne verzichten.


Ein weiterer Punkt, der gegen die Boerse als Beruf spricht ist die Sinnfrage: Im Grunde ist das hin- und herschieben von Aktien um nichts sinnvoller als ein Computerspiel, nur dass halt nebenbei (hoffentlich) etwas Geld haengen bleibt. Andererseits gilt das wahrscheinlich fuer 70% aller Taetigkeiten, auch wenn es nicht immer so offensichtlich ist. Ich halte daher mehr von sinnvoller Geldverwendung als von sinnvoller Geldbeschaffung.

  

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RE: meine gedanken dazu
jedentageinneuer(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.9.05 20:16)

zur sinnhaftigkeit: die meisten leute arbeiten doch um zu leben und nicht umgekehrt. vom spirituellen standpunkt ist wohl sehr wenig am arbeitsmarkt verfügbares wirklich sinnstiftend. aus diesem grund finde ich es auch nicht allzu schlimm nur "computerspieler" zu sein. wenn ich einmal mehr zeit habe will ich eh irgendetwas für die gesellschaft tun und freiwillg da und dort mithelfen - mag sein dass es für viele hier schmalzig klingt aber dies wär meine vorstellung von einem zufriedenen dasein.

und: langfristig sind wir eh alle tot- sogesehen wird es für dieses universum keine rolle spielen ob ich mich an der produktion irgendwelcher konsumgüter oder der erbringung bezahlter oder unbezahlter dienstleistungen beteilige oder nicht.

nicht falsch verstehen ich bin eh lebensfroh aber halt auch realist.

R

  

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alle tot
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.9.05 17:56)

>und: langfristig sind wir eh alle
>tot- sogesehen wird es für
>dieses universum keine rolle spielen
>ob ich mich an der
>produktion irgendwelcher konsumgüter oder der
>erbringung bezahlter oder unbezahlter dienstleistungen
>beteilige oder nicht.
>
>nicht falsch verstehen ich bin eh
>lebensfroh aber halt auch realist.
>
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> R

Langfrisitg werden wir unseren Koerper verlasen, da hast du recht. Fuer dieses Spiel auf diesem Planeten ist es sicher notwendig manche Gueter zu produzieren. Letztendlich sind wir aber alle nur auf Besuch hier um etwas zu lernen und dazu fuegen wir uns in den Ablauf hier ein. Das haben wir uns ja ausgesucht bevor wir geboren wurden. Also weiterspielen und zwischendurch a Gaudi haben.
Zeus


  

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RE: meine gedanken dazu
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.9.05 20:39)

Ich halte daher
>mehr von sinnvoller Geldverwendung als
>von sinnvoller Geldbeschaffung.


es geht hier wohl um unabhängigkeit. man kann selber entscheiden, ob man heute arbeitet oder nicht, und wenn man arbeitet, mit welcher aktie man sich beschäftigt..
das hat der hackler nicht, der muss irgendeinen blödsinn machen, dem ihm ein chef sagt...

man kanns drehn und wenden wie man will, es gibt immer fürs und wider..

  

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Steuertips?
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.05 17:22)

wie kann man am besten steuern sparen, wenn man daytrading für ein paar leute machen will?

wie wärs mit einer gmbh? köst 25% und auf die dividende nochmals 25%? viel, oder?

in Form von einer Personengesellschaft? sprich normale Stufenversteuerung wie gehabt?

firma mit sitz im ausland? wo? (lichtenstein, schweiz, niederländische atillen, caymaninseln, gibralta?) die gesellschaft muss ja auch steuer zahlen, aber wie siehts mit dividendenzahlungen nach österreich aus? ausserdem muss ja der gewinn in österreich versteuert werden, weil man dann nur eine firma mit sitz im auslang aber geschäftstätigkeit im inland hat, oder?


  

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RE: Steuertips?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.05 09:17)

Daytrading für andere Leute wär auf jeden Fall schon gewerblich. Weiß nicht, ob Du irgendwelche Befähigungsnachweise (Vermögensverwalter?) beibringen mußt, vom Bäcker zum Millionär ist ja nicht so einfach in Ö.

Um die KÖST zu sparen, könntest irgend eine leere Schachtel mit hoher Verlustanreicherung (Jowood, Plaut? ) kaufen, dann kannst eventuell (Steuerberater sicherheitshalber konsultieren vor der Übernahme!) Deine schönen Gewinne mit den schönen Verlusten der anderen verschmelzen und damit die Steuerbemessungsgrundlage auf 0 runterschrauben.

Ich würd auf jeden Fall eine Kapitalgesellschaft gegenüber der Personengesellschaft bevorzugen, und zwar aus 2 Gründen:

1) Ich stell mir vor, daß Deine Erträge sehr volatil sind, in einem Jahr nagst am Hungertuch, im nächsten Jahr machst mal einen Bombenzock. Da würde Dich die progressive Besteuerung in der Personengesellschaft hart treffen, bei der Kapitalgesellschaft verteilt sich das gleichmäßiger.

2) Die Abgrenzung zwischen Firma und Privat ist bei der GesmbH sauberer zu bewerkstelligen, da braucht man sich nicht im nachhinein überlegen, ob dieses Konto nun zum Betrieb gehört oder zur Privatsphäre, und das Finanzamt braucht nachträglich auch nicht soviel tüfteln, um eventuell zum für Dich schlechteren Ergebnis zu kommen. Du mußt nämlich damit rechnen, daß Deine Privatkonten bei einer Einzelfirma für die Finanz nicht tabu bleiben, bei der GesmbH seid Ihr (Du und die GesmbH) zwei verschiedene Rechtspersonen, einer ist lediglich der Eigentümer des anderen.

"Geschäftstätigkeit im Inland" ist eine gute Frage. Du wirst wahrscheinlich über das Internet Deine Trades machen, und keiner weiß, wo Du Dich im Moment genau befindest. D.h. wenn Du ganzes Jahr von Deiner Zweitwohnung auf Chalkidike Deine Trades vornimmst, würde Dein Geschäftssitz automatisch Chalkidike sein.

Überprüft das Finanzamt IP-Adressen? Ginge das eventuell durch eine Kontoöffnung beim Broker? Die wissen ja, von welchem PC Du gerade eingewählt bist.

Also, wenn Du von einem sympathischen steuerlichen Sitz (z.B. Gibraltar: schöne Aussicht, Meer, Natur und so) aus agierst, stell ich mir vor, daß Dein steuerlicher Sitz in Gibraltar sein wird. Du kannst Dich dann sicher bei z.B. BJ als Auslandsfirma registrieren, die werden dann eventuell (wenn die Firma außerhalb der EU ist?) sogar auf die KEST verzichten, und Du kümmerst Dich dann um die Steuer im Sitzland Deiner Firma. Wahrscheinlich bringst eh schon bei der Eröffnung Deines Depots Deinen ausländischen Firmenbuchauszug bzw. Meldezettel mit, damit die auch gleich sehen, daß sie es mit einem sauberen Kunden zu tun haben.

Dividenden würd ich auch im Ausland auszahlen lassen. Das ist mit der EU aber kein Problem, ich glaub, Du kannst sogar vom Bankomaten in Österreich - wenn Du Dich fallweise hier aufhältst - gratis bzw. zu sehr geringen Spesen (die Spesen, die auch in Deinem Sitzland gelten würden, wenn es zur EU bzw. EURO-Zone gehört) abheben. Dann ist Dir die Dividende trotzdem im Ausland zugeflossen. Denn als Zufluß gilt die Auszahlung auf Dein Privatkonto.

  

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Thema #2565

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